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Statische Aufladung bei Schallplatten

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Autor
Beitrag
Zatzen
Stammgast
#1 erstellt: 25. Dez 2008, 05:57
Hallo zusammen! Ich hab da so ein Problem, und zwar:
Bei meinem Technics 1210 habe ich eine Slipmat drauf,
und die Schallplatten laden sich derart stark statisch
auf dass nach dem Abspielen die Slipmat richtig fest
an der Platte klebt. Abspielen mit Gummimatte geht
leider nicht so ohne weiteres, weil dann die Nadel
über den Lift nicht hoch genug käme (warum auch immer),
aber ich glaube das würde auch nicht viel ändern.
Ist echt blöd, denn ausser dem Festkleben der Slipmat
versau ich mir auch sämtliche Platten weil sie auch
saumäßig viel Staub auf sich ansammeln.
Was kann ich tun?
rorenoren
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 25. Dez 2008, 09:08
Moin,

das Problem kenne ich auch.

Es gab zumindest mal antistatische Matten.
(textil, also auch als "Slipmat" zu verwenden)

Keine Ahnung ob es die noch gibt.

Es gibt aber Antistatik- Spray das evtl. hilft.

Damit wird die Matte von der Rückseite satt eingesprüht. (nicht triefend nass machen, nur oberflächlich befeuchten)

Dann trocknen lassen und fühlen, ob sich die Oberfläche verändert hat.
(manche Sprays sind klebrig)

Ist das nicht der Fall, wird auch die Oberseite hauchdünn eingenebelt.
Wenn sich die Oberfläche doch verändert hat, muss man es bei dem Besprühen der Rückseite belassen.

Das sollte zumindest etwas helfen.

Dann könnte eine (fachgerechte) Wäsche der Platten und die Verwendung antistatischer Plattenhüllen helfen.

Es entstehen aber bei Platten aus billigem Material immer leichte Aufladungen.

Besonders, wenn die Platten transportiert werden.

Hochwertige Pressungen wurden zumindest früher mal auf antistatisch behandeltes Vinyl gepresst.

Da taucht das Problem dann kaum auf.

Wenn das alles nichts hilft und es keine antistatischen Filzmatten mehr gibt, könntest du die Filzmatte mit der Gummimatte oder dem Teller verkleben.
(Pattex oder hauchdünnes Doppelklebeband)

Dann rutscht eben nur noch die Platte auf der Matte.

Durch das hohe Gewicht der Gummimatte bleibt die Filzmatte dann wenigstens auf dem Teller.

Die Aufladung und der Staub leiben dann leider.

Vielleicht kommen ja noch bessere Tips, mir fällt im Moment nicht mehr dazu ein.


Gruss, Jens
1210-Fan
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 25. Dez 2008, 10:43
Den ganzen Tonarm kann man beim 1210 doch wunderbar in der Höhe verstellen. Also wenn das das einzige Problem sein sollte, dreh mal an dem großen Skalenrad unter dem Tonarm die ganze Chose einfach höher... bei mir klang die Filzmatte aber auch am Ehrlichsten, weshalb ich das Problem mit dem statischen Aufladen - zum Glück nur sehr selten - ebenfalls kenne...
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 25. Dez 2008, 12:55
Hallo!

Ich fahre bei nahezu allem meinen Plattenspielern/Laufwerken hochwertige Gummimatten und nicht den billigen Filz den die Hersteller aus Kostengründen mitliefern. Sehr gut sind da z.B. die Original Technics-Matten. Probleme mit statischer Aufladung und Staub habe ich da so gut wie nicht, (ausser bei meinem Linn LP-12 den ich aus historischen Gründen mit dem mitgelieferten Billig-Filzlappen betreibe,) Noch billiger als die ganzen Filzlappen wäre wohl nur noch eine Scheibe aus Karton.

Es gibt auch recht dünne Gummi-/Kunststoffmatten die insgesamt nicht dicker sind als eine Slipmat. Sowas sollte sich im Zubehörhandel auftreiben lassen. Oder man macht es so wie ich und geht ab und an bei einem Händler für gebraucht HiFi vorbei, -man mag es zwar nicht glauben, aber es gibt tatsächlich Leute die sich einen (hochwertigen) alten Plattenspieler kaufen und die (Original) Gummimatte nicht wollen, die zahlen dann lieber einen Aufpreis für einen Filzlappen-.

MFG Günther
Zatzen
Stammgast
#5 erstellt: 26. Dez 2008, 00:31
hey danke 1210-fan,das mit der höhenverstellung wusste
ich ja gar nicht, hab mich schon gewundert warum der
tonabnehmer früher mal höher hing, muss ein böser bube
wohl dran gespielt haben. vielleicht verursacht die
gummimatte ja weniger statik.
und danke auch an alle anderen. werde hier ggf nochmal
schreiben wenn auch das nix geholfen hat
HerEVoice
Stammgast
#6 erstellt: 26. Dez 2008, 09:04
Hi

Hörbert schrieb:


...und nicht den billigen Filz den die Hersteller aus Kostengründen mitliefern.


Gab es oder gibt es vielleicht noch in der High End- Klang-Variante von Phonosophie zum damaligen, natürlich Selbstkostenpreis, von 50.-DM in schnödem schwarz. In € ungerechnet werden es wenn es die noch gibt, bei diesem Herren, jetzt wohl 50€ sein.
Von wegen billig.
Eine schön bunt bedruckte Slip Mat von Ortofon kommt gerade mal auf 9€.

Grüße
Herbert

Kleiner Nachtrag.
Wenn es aus welchen Grunde auch immer bei der Filzmatte bleiben soll hilft, wenn es der Teller zulässt, gegen ein mitabheben auch ein, bei liegender Matte, straff über die Achse gezogener Gummi O- Ring. Ist zudem auch problemlos reversibel.


[Beitrag von HerEVoice am 26. Dez 2008, 09:24 bearbeitet]
Papa_San
Stammgast
#7 erstellt: 26. Dez 2008, 09:42
Moin Zatzen

Trockene Raumluft und Teppichboden führen auch zu verstärkter stat. Aufladung. Ich hab hier bei mir dasselbe Problem und überlege,mir einen Raumluftbefeuchter zu holen. Das schafft dann auch ein gesünderes Raumklima.

Grünpflanzen sollen auch was bringen,kann ich hier aber nicht bestätigen.
Wenn´s zu doll knistert,spiele ich die Platte einfach nass ab. Da es das Original Lencoclean nicht mehr gibt,ist das leider auch keine Empfehlung für dich.


rorenoren schrieb:
Moin,

Es entstehen aber bei Platten aus billigem Material immer leichte Aufladungen.

Besonders, wenn die Platten transportiert werden.

Hochwertige Pressungen wurden zumindest früher mal auf antistatisch behandeltes Vinyl gepresst.

Da taucht das Problem dann kaum auf.

Gruss, Jens


Das war mir neu und erklärt auch,warum bei mir einge Platten mehr knistern als andere.

Gruß Siggi
Ingor
Inventar
#8 erstellt: 26. Dez 2008, 10:28
Ich würde auch mal die Raumluft überprüfen. Wenn es eine Filzmatte ist, reicht auch einfaches Einfeuchten mit der Sprühflasche mit destilliertem Wasser. Filz bindet Wasser gut. Der Filz sollte sich natürlich nicht feucht anfühlen. Wenn der Plattenspieler einen Riemenantribe hat kann auch durch die Drehung und dem Kontakt eine statische Aufladung wie bei einem van der Graf Generator entstehen. Hier mal schauen, ob der Plattenteller gegen Masse Kontakt hat. Keinesfalls würde ich irgendwelche Antistatiksprays auf der der Platte zugewandten Seite verwenden. U.U. klebt das Zeug dann auf der Schallplatte und dringt in die Rille ein, wo es dann mit Staub eine fiese Schicht erzeugt.
stefansb
Inventar
#9 erstellt: 26. Dez 2008, 10:52
Hi,
das problem hatte ich auch, wenngleich nicht ganz so arg.
nach der behandlung mit dem knosti hat sich die statische aufladung dann allerdings stark reduziert und tritt ganz selten auf.
würde daher eine plattenwaschung mit dem knosti empfehlen.

gruss stefan
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