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Nagaoka MM 321 BE - Hörtest

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Autor
Beitrag
Ludger
Inventar
#1 erstellt: 22. Feb 2009, 19:02
Hallo,
nachdem ich für Chorpuss einen TD 165 MK I mit Tonarm TP 11 mit einem Nagaoka MM 321 BE bestückt habe, habe ich die Gelegenheit genutzt, das Nagaoka zu hören und zu vergleichen, was auch so mit Chorpuss besprochen war.

Folgende Kette wurde dabei genutzt:
- Thorens TD 165, eff. Tonarmmasse 16,5 Gramm
- modifizierter Lenco L 75 mit 12-Zoll-Einpunktarm a la Microgroove aus Acryl (Scheu baut ja inzwischen auch einen, heißt dort Cantus), eff. Tonarmmasse 21 Gramm, TA: Ortofon MC Nr.2
- Phonopre: Artech PX 5090 (baugleich mit Sansui C 2101)
- Verstärker: Dual PA 5060
- Kopfhörer: Beyerdynamic DT 990 MK I über Spannungsteiler.
- CD-Player: Artech CP 2990 (baugleich mit Sansui CDX 701i).

Platten:
- Miles Davis: Siesta
- Los Lobos: How will the wolf survive?
- Artie Shaw: Sampler von 1969 (Swing)
- Yello: One Second
- Wynton Marsalis: Hot house flowers
- Jon Lord: Sarabande
- John Abercrombie: Current events
- Ph.D.: Ph.D
- Level 42: World Machine
- Ruben Blades: Buscando America
- Sting: Nothing like the sun
- Santana: Zebop
- Heinz Rudolf Kunze: Eine Form von Gewalt.

Ich könnte jetzt lang und breit über Höhen, Bässe, Mitten, Räumlichkeit und Dynamik reden - aber das Seltsame an diesem Test war, dass ich beim Hören des Nagaoka das Alles schnell vergessen habe.
Warum? Nun, dieses System ist so ausgewogen, angenehm und stressfrei, dass man schnell das Nachdenken vergisst und einfach nur Musik hört. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert. Speziell auf dem Thorens hat es mich sehr überzeugt.

Klar, es gibt bessere Systeme. Aber in dieser Preisklasse habe ich ein so "erwachsenes" Klangbild noch nicht vernommen. Grundtonstark, ohne im Bass einzudicken, ein sehr eleganter, geschmeidiger Mitteltonbereich und schöne Höhen, wo im Vergleich natürlich Auflösungsdefizite festzustellen sind. Eine sehr stabile Räumlichkeit und mehr als ausreichende Dynamik.

Allen, die ein schlankes Klangbild mit maximaler Auflösung suchen und dann vielleicht auch noch einen leichten Tonarm haben, rate ich, woanders zu suchen.

Für alle anderen, die 45€ (mit Versand bei Thakker) übrig haben und einen mittelschweren oder schweren Tonarm (interessant wäre sicherlich der Original-Lencoarm, der bei mir nicht mehr montiert ist) haben, kann ich das Nagaoka nur wärmstens empfehlen.

Danken muss ich an dieser Stelle natürlich noch Hörbert, auf dessen Tip hin ich das 321er gekauft habe.

Gruß
Ludger
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 22. Feb 2009, 19:13
Hallo!

Eigentlich gebührt der Verdienst das Nagsoka "entdeckt" zu haben dem User pet2. Ich habe auf der Suche nach einer passablen Nachbaunadel für das Technics EPC-270C einen Hinweis auf das System bekommen, (es ist ein Nachbau des Technics) und es gleich ausprobiert und für sehr gut zu diesem Preis befunden. Also, -Ehre wem ehre gebührt-.

MFG Günther
lini
Inventar
#3 erstellt: 22. Feb 2009, 21:35
Günther, bist Du Dir eigentlich sicher, dass das Nagaoka ein Technics-Nachbau ist - und nicht etwa das Technics schlicht ein von Nagaoka gebautes OEM-Modell? Schließlich hat Nagaoka ja auch einige andere Marken mit dem ein oder anderem System versorgt (bzw. tut's immer noch), und Technics hatte mitunter ja auch umgelabelte ATs...

Grüße aus München!

Manfred / lini
pet2
Inventar
#4 erstellt: 22. Feb 2009, 22:11
Hallo,

@Hörbert:

Danke für die Blumen, aber ich muß die Ehre auch wieder weiterreichen .
Mir wurde dieses System von besagtem Händler als Ersatz zu einer originalen Technics EPS 270E sehr empfohlen.
Auch er konnte klanglich keinen wirklichen Unterschied feststellen.

Da ich durch einen Zufall an mehrere hochwertige Nachbauten dieser Nadel gekommen bin, hatte ich vor einiger Zeit mal einige Vergleichsteste durchgeführt.

Dabei zeigte sich kurzgefasst:

Wer noch einen EPC 270 Systemkörper besitzt, kann ruhig zu einem eliptischen Pfeifer oder Dreher&Kauf Nachbau greifen.
Die Pfeifer Nachbauten bekommt man beim selben Händler.
D&K Nachbauten sind dagegen eher selten zu bekommen.

Wer ein preisgünsiges, aber dennoch recht gutes System für einen mittelschweren bis schweren Tonarm sucht, wird kaum am Nagaoka MM 321 BE vorbeikommen.

@lini:

Zur Zeit habe ich mein Exemplar tatsächlich an dem Originaltonarm eines Lenco L78 montiert.
Auch hier macht es eine wirklich gute Figur .

Ansonsten kann ich Deine Erfahrung mit diesem System nur voll und ganz bestätigen.
Mir kommt der Klang auch sehr ausgewogen und elegant vor.
In dieser Preisklasse und auch deutlich darüber, sind gerade diese Eigenschaften eher selten anzutreffen.


Über den Hersteller dieses National/Panasonic/Technics System ist schon viel spekuliert worden.
Bevor das Nagaoka auftauchte, gingen viele davon aus, daß es sich bei dem Hersteller um Empire handelt.

Vielleicht kann da aber noch jemand Licht ins dunkle bringen.

Gruß

pet
lini
Inventar
#5 erstellt: 22. Feb 2009, 22:30
pet: Ich glaub, wo Du @lini geschrieben hast, da müsste eigentlich @Ludger hin - und das @lini dann zwei Absätze tiefer...

Grinsegruß!

Manfred / lini
directdrive
Inventar
#6 erstellt: 22. Feb 2009, 22:35
Hallo Manfred,

das ist etwas obskur mit dem Technics/Nagaoka. Die Systeme sind nicht baugleich, lediglich optisch ähnlich und haben kompatible Nadeleinschübe. Das EPC-270 wiegt etwas mehr und hat lt. Herstellerangaben einen geringeren Ausgangspegel.

Gruß, Brent
Ludger
Inventar
#7 erstellt: 22. Feb 2009, 22:40
Hallo Pet,
elegant hatte ich nicht gesagt, so klang es auch nicht bei mir. Allerdings muss man berücksichtigen, dass ich es nur einige Stunden gehört habe, es war also noch nicht eingespielt.
Ich denke, dass nach 20-30 Stunden einige, bei meinem Test noch vorhandene leichte Rauhigkeiten verschwinden, vielleicht würde ich dann auuch von elegant sprechen. Der Mitteltonbereich war es auf jeden Fall auch bei meinem Test schon.
Gruß
Ludger
pet2
Inventar
#8 erstellt: 22. Feb 2009, 22:50
Hallo,

ja da ist wohl etwas durcheinandergeraten .
Ich versuche mich zu bessern .

@directdrive:
Optisch ähneln sie sich noch nicht einmal besonders.
Der Ausgangspegel ist jedoch gleich.
Ich hatte bei meinen Vergleichstests 2 Dual 1219 mit identischer Verkabelung an einem Umschalter benutzt.
Da hörten sich beide Systeme gleich laut an.
Ich vermute eher, daß sie das gleiche Innenleben, von wem auch immer hergestellt, haben.

Gruß

pet
Hörbert
Moderator
#9 erstellt: 23. Feb 2009, 00:18
Hallo!

@lini

Möglicherweise ist es auch ein OEM-Technics, allerdings hat das älteste Modell das ich habe sogar noch einen "National" Schriftzug. Es ist allerdings unklar ob Panasonic/Technics überhaupt eigene Systeme hergestellt haben oder irgendwo nach ihren Vorgaben fertigen ließen.

Dieses System gibt es auch mit dem Label von "Blaupunkt" und noch einigen anderen Firmen, sie sind alle leicht unterschiedlich gestaltet aber die Abtastnadel in dem grünen Nadelträger passt immer.

MFG Günther
Easy_Deals
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 24. Feb 2009, 01:02
Hallo,

danke für den Bericht! Wie schlägt sich das Nagaoka gegenüber dem Denon Dl 103??

Ich hab mal gelesen,dass du das Dl 103 auch mal gehört hast.
Ludger
Inventar
#11 erstellt: 24. Feb 2009, 09:13
Hallo,
ich hatte das Dl 103 ca. 2-3 Jahre, habe es aber aktuell nicht mehr, ein Vergleich ist daher nur aus der Erinnerung möglich.
An meinem Thorens TD 166 mit TP 11 MK I klang das 103er nicht besonders, das Nagaoka gefiel mir am TP 11 sehr gut.
An meinem 12-Zollarm mit 21 Gramm effektiver Masse war das 103 wiederum besser, jedoch braucht man dafür eine gute bis sehr gute Phonostufe, da ist das 321 genügsamer.

Schlussfolgernd würde ich sagen, dass das Denon zwar das bessere System ist, aber auch die entsprechende Umgebung braucht (wer es je in einem SME 3012 auf einem Garrard 401 gehört hat, weiss, was ich meine), das Nagaoka ist unproblematischer, aber limitiert, was allerdings bei dem Preisunterschied ja auch wohl völlig normal ist.

Tonal ähneln sich die beiden durchaus, das Denon "rockt" mehr und ist dynamischer, dafür ist das Nagaoka sehr ausgewogen ohne große Schwächen, in dieser Preisklasse absolut ungewöhnlich. So wie Hörbert schon sagte, unter 100€ findet man kaum etwas besseres, ein Denon DL 110 z.B würde ich an meinem 12-Zollarm vorziehen, aber wahrscheinlich nicht am TP 11.

Gruß
Ludger
Largeprofessor
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 24. Feb 2009, 16:06
Hallo,

auch ich habe den Tipp von Günther (Hörbert) bekommen,danke schön..


Ich habe nun das Nagaoka BE 321 System eingebaut.Mittlerweile habe ich einen "neuen" gebrauchten Technics Sl 1300 Plattenspieler.

Das Nagaoka ist im Grundton etwas basslastig (im positiven Sinne ),so empfand ich das zumindest.

Der Mittel/Hochtonbereich ist sehr angenehm zurückhaltend,nicht aufdringlich,die Stimmen kommen sehr klar rüber,der Tiefbass ist wirklich beeindruckend.(Das System wird mit der Zeit im Bassbereich immer besser)

Meines Erachtens eher dunkel timbrierter Tonabnehmer
Für Rock,Pop,Soul &Funk sehr gut geeignet.

Ich hab günstig ein gut erhaltenes EPC 270C ersteigert,ich werde beide Systeme intensiv miteinander vergleichen.
lini
Inventar
#13 erstellt: 24. Feb 2009, 17:39

Hörbert schrieb:
Es ist allerdings unklar ob Panasonic/Technics überhaupt eigene Systeme hergestellt haben oder irgendwo nach ihren Vorgaben fertigen ließen.


Hmja, bei einigen Systemen a la EPC-205 könnte das auch AUE (www.aue.co.jp) gewesen sein. Dürfte heutzutage aber recht schwer fallen, noch an genaue Informationen zu den vielen Geschäfts-/Fertigungsbeziehungen der japanischen Hersteller bzw. Marken zu kommen - schade eigentlich...

Grüße aus München!

Manfred / lini
Andreas_K.
Inventar
#14 erstellt: 24. Feb 2009, 18:31
Die Erfahrungen, über die Ihr hier berichtet kann ich gut nachempfinden. Ich selbst betreibe ein Nagaoka JT - 555 System an einem Kenwood KD 850. Ich habe dieses System u.a. auch mit einem Yamaha MC 9 vergleichen können (auch ein sehr gutes System) aber an meiner Kette (NAD und ProJect Tube Box SE) hat das Nagaoka JT - 555 am besten aufgespielt.

Auch ich empfinde das NAGAOKA als sehr angenehm und ausgeglichen und würde es immer wieder installieren.
Gelscht
Gelöscht
#15 erstellt: 24. Feb 2009, 19:18
Vielen Dank für Eure Berichte!

Ich werde das Nagaoka Be 321 ausprobieren.
Gelscht
Gelöscht
#16 erstellt: 25. Feb 2009, 17:35
interessant

ich hab den sl 1300 MK II..der hat nen schweren tonarm

ich schwanke zwischen denon dl 103 und nagaoka be 321....
chorpuss
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 28. Feb 2009, 12:30
Hello an alle

Ich kann nur Ludgers äusserungen zum Nagaoka 321 BE bestätigen,habe es ausgiebig gehört (nach ungefähr 50 Std.
wird es wohl einigermassen eingespielt sein) Habe sehr viel
verschiedenes gehört und mich hat es durchaus überzeugt, vor allem bei Joan Baez klang es um Welten! besser wie auf einem Pro-Ject mit OM40 was mich sehr überrascht hat. So macht Vinyl hören absolute Freude. Ich hätte auch eine kleine Frage bezüglich Nagaoka, und zwar kann man die Nadel tauschen oder muss man (wenn es dann mal erforderlich ist) das System kaufen?
An dieser Stelle vielen Dank an Hörbert und Ludger für die Tipps und absolute Korrektheit

Liebe Grüsse
Robert
Ludger
Inventar
#18 erstellt: 28. Feb 2009, 14:55
Hallo Robert,
du kannst die Nadel tauschen, sie kostet bei Thakker 29 €.
Gruß
Ludger
GrunertMartin
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 28. Feb 2009, 16:24
jetzt weiß ich, wie du auf den Tonabnehmer gekommen bist ^^

heute 4 Kefs, 40m Kabel und Technics angekommen
fehlt noch der Nagaoka 321 und Ka5010

schönes Wochenende noch Ludger
Gruß Martin

p.s. könntest du mir den BEricht zum KA bitte noch mailen *hundeblickaufsetz*
Ludger
Inventar
#20 erstellt: 28. Feb 2009, 16:35
Hallo Martin,
den Test hatte ich gestern per Mail geschickt. Falls er nicht angekommen ist, bitte noch mal melden.
Gruß
Ludger
bluntbluddy
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 28. Feb 2009, 17:23

GrunertMartin schrieb:
jetzt weiß ich, wie du auf den Tonabnehmer gekommen bist ^^

heute 4 Kefs, 40m Kabel und Technics angekommen
fehlt noch der Nagaoka 321 und Ka5010

schönes Wochenende noch Ludger
Gruß Martin

p.s. könntest du mir den BEricht zum KA bitte noch mailen *hundeblickaufsetz*


kenwood ka 5010? falls ja,ist der gut? mfg blunt
GrunertMartin
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 28. Feb 2009, 17:36

Hallo Martin,
Verstärker, die ich empfehlen kann mit gutem Phonoeingang:
Kenwood KA 660, KA 5010 und 5020, Akai AM 47 und AM 52.
Gut verarbeitet und mehr als ausreichende Leistung.
Auch gut, aber selten Dual PA 5060 (ein verkappter Rotel, nur besser verarbeitet und billiger).


sollte recht gut sein, laut Ludger ^^

@Ludger
danke
habe gestern keine Mail gesehen (sonst nurtze ich web.de aber wegen den 12 MB ... )
vielen vielen Dank, nacher gleich mal lesen.

ich räume gerade Schränke um und packe aus.
die KEFs sind dunkler als erwartet, aber super chick!

nun für Klangprobe muss ich aber noch warten
bluntbluddy
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 28. Feb 2009, 17:49
@ludger

wie findest Du den Kenwood KA 770D?Falls Du ihn kennen solltest.
bluntbluddy
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 28. Feb 2009, 18:01
bei dem preis hole ich mir auch das nagaoka be 321....
fibbser
Inventar
#25 erstellt: 28. Feb 2009, 18:02
Sorry OT:

@ bluntbluddy: schönes Avatar, Deiner?
bluntbluddy
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 28. Feb 2009, 18:11

fibbser schrieb:
Sorry OT:

@ bluntbluddy: schönes Avatar, Deiner? :prost


nein,leider nicht!
applewoi
Stammgast
#27 erstellt: 28. Feb 2009, 20:12

fibbser schrieb:


@ bluntbluddy: schönes Avatar


Würg!



Was für einen Nadelschliff hat denn das Nagaoka Be321?


frnk
chorpuss
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 28. Feb 2009, 20:17
hi

schliff ist elyptisch

mfg
robert
chorpuss
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 28. Feb 2009, 20:21
...und sehr sexy...
Ludger
Inventar
#30 erstellt: 01. Mrz 2009, 11:21
@Bluntbuddy,
nein, den KA 770 kenne ich nicht. KA 660 ist sehr gut, KA 550 soll deutlich schlechter sein, daher sind dann auch Mutmaßungen über den KA 770 schwierig.
Ich habe früher die Kenwood Verstärker und Tuner ziemlich unterschätzt, die Geräte, die ich in den letzten Jahren hatte bzw. habe waren durch die Bank sehr gut.
Gruß
Ludger
Feathead
Stammgast
#31 erstellt: 06. Mrz 2009, 17:29
Nach diesen Klangbeschreibungen des Nagaoka MM 321 BE hab ich mir das auch bestellt statt einem Goldring Elektra. Bin mal gespannt - und ein Auflösungswunder such ich ja nicht. Technisch sollte es in meinem TP 16 Mk IV mit eff. Masse von 12,5 g sowieso keine Probleme geben.

Dank an alle, die sich die Mühe gemacht haben, das 321 BE zu beschreiben.
röhren1991
Stammgast
#32 erstellt: 07. Mrz 2009, 13:02
Welceh Auflagekrfat hab Ihr denn beim Nagaoka MM 312 BE gewählt?

Gruß

röhren1991
Ludger
Inventar
#33 erstellt: 07. Mrz 2009, 13:29
Hallo,
ich hatte es auf 1,75 Gramm eingestellt, es tastete damit schon sehr sauber ab.
Möglich wäre aber durchaus, es ein wenig zu erhöhen, einfach mal probieren.
Gruß
Ludger
chorpuss
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 07. Mrz 2009, 13:30
Hi

Beim Thorens TD 165 mit TP 11 - 17,5g. Geht auch mit 2g habe ich mir sagen lassen

MfG
Robert
chorpuss
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 07. Mrz 2009, 13:33
Hui sorry, verschrieben, 1,75g wie der Ludger bereits sagte
röhren1991
Stammgast
#36 erstellt: 08. Mrz 2009, 21:24
Könnte man das System auch mit 1,5 g fahren?

Gruß

röhren1991
Hörbert
Moderator
#37 erstellt: 08. Mrz 2009, 22:34
Hallo!

@röhren1991

Es isat sowohl für ein Abtastsystem wie auch für die damit abgetasteten Schallplatten aüsserst schädlich wenn man die herstellerseitig angegebene Auflagekraft verringert. In diesem Falle hat der Tonarm keine ausreichende Kontrolle über das System mehr und die Nadel schlackert unkontrolliert in der Rille die dabei beschädigt werden können. Zudem kann die Abtastnadel durch diese Bewegung unter sehr ungünstigen Umständen sogar Splittern und die Schallplatten noch stärker beschädigen. Im übrigen wäre eine zu hohe Auflagekraft zwar ebenfalls schädlich aber lange nicht so sehr, es käme zu einer erhöhten Abnutzung von Schallplatten und Nadel, in schlimmsten Falle könte das Nadelträgerröhrchen durchsacken und das System damit Ruinieren, aber erst nach längerer Zeit.

MFG Günther
Feathead
Stammgast
#38 erstellt: 11. Mrz 2009, 18:26
So Folks,

das 321 BE ist gekommen. Mein TP 16 MK IV ist für Systeme bis 8,5 g ausgelegt; das 321 wiegt 5,2 g. War aber eine extreme Friemelei, die Null-Balance einzustellen! Fast schon ein Hauch nach vorne oder nach hinten am Gegengewicht reagiert extremst... nervtötend!

Am Nagaoka sind die Anschlüsse nicht farblich gekennzeichnet, ich hab es analog dem Ortofon angeschlossen, denn das hat farbliche Kennzeichnungen. Ich denke, das sollte passen, oder? Ist der Anschluß der Stifte eigentlich genormt?

Was seltsam ist: Laut der farblichen Kennzeichnung des Ortofon und den Anschlüssen aus der Thorens BDA wären ja Innenleiter und Abschirmung vertauscht! Oder hab ich einen Knick in der Optik??



Greetz,
Ludger
Inventar
#39 erstellt: 11. Mrz 2009, 19:20
Hallo,
sind die Stifte nicht gekennzeichnet? R=rechts plus, also Rot. L=links plus, also weiß. Darunter oder darüber ist dann jeweils der Minuspol, grün zu rot, blau zu weiß.
Gruß
Ludger
rorenoren
Hat sich gelöscht
#40 erstellt: 11. Mrz 2009, 19:21
Moin,

die Farben sind genormt, bzw. haben üblicherweise folgende Bedeutung:



Rot = Rechts Signal

Weiss= Links Signal

Grün= Rechts Masse/Abschirmung

Blau= Links Masse/Abschirmung



In der selben Reihenfolge gibt es bei farblich nicht markierten Systemen folgende Bezeichnung:

R

L

RG

LG

(G= Ground/Masse)



Damit ist eigentlich jedes System richtig anzuschliessen.

Die Anordung der Anschlussstifte am System variiert von Hersteller zu Hersteller.
(auch Unterschiede bei ein und demselben Hersteller gibt es)

Gruss, Jens

Hmmm Ludger war schneller...........
Ludger
Inventar
#41 erstellt: 11. Mrz 2009, 19:23
Ja, aber nur knapp
Gruß
Ludger
rorenoren
Hat sich gelöscht
#42 erstellt: 11. Mrz 2009, 19:31
Naja,

eine Minute ist eine Minute!

Beim X3- MC ist die Polung brummtechnisch ziemlich Wurst.
(nur die 180° Phasendrehung wären da, aber wohl kaum hörbar)

Es gibt in/an dem System kaum Metall.

Daher gehen die Drähte nur an die beiden Spulen, sonst nirgendwohin.
(habe mal eines zerpflückt)

Bei MM Systemen sind zumindst die Polschuhe des Magneten recht grosse Metallteile, die (fast?) immer an einer der Massen liegen.
(ein Metallgehäuse meist auch)

Gruss, Jens
Feathead
Stammgast
#43 erstellt: 11. Mrz 2009, 19:35
Danke,

aber im Zusammenspiel Thorens/Ortofon sind dann wie im Bild gekennzeichnet in jedem Kanal Abschirmung und Innenleiter vertauscht...
Feathead
Stammgast
#44 erstellt: 11. Mrz 2009, 19:40

rorenoren schrieb:

Bei MM Systemen sind zumindst die Polschuhe des Magneten recht grosse Metallteile, die (fast?) immer an einer der Massen liegen.
(ein Metallgehäuse meist auch)
Gruss, Jens


Ich denk, ich bau das System nochmal am WE aus und guck mal mit einer Lupe (wegen den Glasbausteinen vor meinen Augen ) ob da wirklich keine Bezeichnung drauf ist. Beim normalen Hinsehen hab ich keine gesehen.

Aber nochmal: Davon unabhängig sind Innenleiter und Abschirmung zwischen TP 16 und X3 MC vertauscht, wie in der Zeichnung gezeigt...

Phasendrehung ist wohl egal. Das Klangbild bleibt sicher gleich. Oder?
rorenoren
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 11. Mrz 2009, 19:49
Moin,

das Klangbild ändert sich dadurch nicht.

Nur bei Systemen mit Metallteilen kann es zu Brummstörungen kommen.
(und das dürften so ziemlich alle MM Systeme und viele "bessere" MC Systeme sein)

Eine Beschriftung sollte am System sichtbar sein, aber nur erhaben geprägt, nicht "bemalt".

Wenn die Farben zueinander richtig gesteckt werden, gibt es keine Phasendrehung.
(ausser, das System ist falsch zusammengebaut)

Wie gesagt hat die Anordnung der Stifte keine Bedeutung, nur Farben oder Bezeichnungen zählen.
(und die sind immer glech, bis auf ganz wenige Ausnahmen)

Die Kabel müssen sich in den meisten Kombinationen zwischen Headshell und System kreuzen.

Gruss, Jens
Feathead
Stammgast
#46 erstellt: 11. Mrz 2009, 20:54

rorenoren schrieb:
Moin,

das Klangbild ändert sich dadurch nicht.

Nur bei Systemen mit Metallteilen kann es zu Brummstörungen kommen.
(und das dürften so ziemlich alle MM Systeme und viele "bessere" MC Systeme sein)


Hi Jens, eine Brummstörung hab ich auch mit dem MM 321 BE nicht. Sollte also ok sein. Aber den Schnellschuss "einbauen" von heute werd ich trotzdem am WE in aller Ruhe nochmal vornehmen und penibel justieren.

Ich berichte dann mal über den Klangeindruck.

Greetz
Manni
Feathead
Stammgast
#47 erstellt: 14. Mrz 2009, 17:38
Hallo Leutz,

das MM 321 BE ist nun perfekt justiert (na ja, so gut es eben geht). Was auffällt: Die mitgelieferten Schrauben sind gerade so lang, dass die Muttern mit nur wenigen Gewindegängen greifen. Da wären am TP 16 Mk IV etwas längere Schrauben angenehm. Die Stifte sind nur jeweils mit R und L gekennzeichnet. Sind Innenleiter und Abschirmung vertauscht, hört man bei voll geöffnetem LS-Regler ein leises Brummen, das bei richtigem Anschluß verschwindet.

Zum Klangeindruck:

Gehört wurde mit TD 320, Proton AM-452 und B&W 601.

Platten:
Chuck Mangione / Children Of Sanchez
Jackson Browne / Running On Empty
Novalis / Brandung
Jefferson Airplane / 30 Seconds Over Winterland
Ry Cooder / Bob Til You Drop
Little Feat / Hoy-Hoy
Wiener Philharmoniker / Karl Böhm - Prokofieff / Peter und der Wolf + Saint-Saens / Karneval der Tiere

Ich kann Ludger nur zustimmen, dieses preiswerte System hat es in sich!


Ludger schrieb:

Ich könnte jetzt lang und breit über Höhen, Bässe, Mitten, Räumlichkeit und Dynamik reden - aber das Seltsame an diesem Test war, dass ich beim Hören des Nagaoka das Alles schnell vergessen habe.
Warum? Nun, dieses System ist so ausgewogen, angenehm und stressfrei, dass man schnell das Nachdenken vergisst und einfach nur Musik hört. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert. Speziell auf dem Thorens hat es mich sehr überzeugt.


Das Nagaoka bietet in der Tat ein wohlkonturiertes, sehr ausgewogenes Klangbild mit solidem Bassfundament, schönen Klangfarben in den Mitten und auch durchaus in den Höhen. Natürlich löst es nicht so fein auf wie Systeme in anderen Preisregionen, das wurde besonders bei der Klassikplatte deutlich. Aber es hat dafür etwas "ganzheitliches" - fast möchte ich sagen: Wie aus einem Guss. Wohl das, was Ludger als stressfrei beschreibt. Alleine die Tendenz zu leicht zischelnden S-Lauten störte etwas, aber das kann ja auch an der Software liegen, weil es nicht auf allen gehörten Platten auftrat.

Für 39,90 Euro + Versand bei Thakker ist es mehr als seinen Preis wert. Für unter 50 Euro kann man es echt als Klangtipp bezeichnen.

Die nächste kleine Investition ist dann eine Knosti.



[Beitrag von Feathead am 14. Mrz 2009, 17:43 bearbeitet]
Easy_Deals
Hat sich gelöscht
#48 erstellt: 14. Mrz 2009, 18:26
@Feathead

Danke für den Bericht!
rorenoren
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 14. Mrz 2009, 19:39
Moin Feathead,

es sieht auf dem Thorens sogar noch gut aus!

Bei manch anderem System schaut da doch die nackte Befestigungsplatte hervor.

Das Gezischel könnte nach dem Einspielen deutlich nachlassen.

Gruss, Jens
Ludger
Inventar
#50 erstellt: 16. Mrz 2009, 14:27
Hallo Feathead,
"ganzheitlich" passt gut, ich bin jedoch bei meiner Arbeit den ganzen Tag von Sozialarbeitern umgeben und mag daher den Ausdruck kaum noch benutzen
Ich wünsche dir viel Spaß mit dem Nagaoka. Interessant wäre sicherlich in einigen Tagen/Wochen zu erfahren, in wieweit sich das System noch geändert hat, speziell im Hochtonbereich.
Gruß
Ludger
High_Fidelity_Freak
Inventar
#51 erstellt: 16. Mrz 2009, 15:05
Hi,
erhalte (hoffentlich) demnächst einen Technics SL 1310. Unterscheidet sich das Nagaoka System deutlich vom EPC 270?
Beziehungsweise, kann ich das Nagaoka direkt verbauen am Technics?
MfG,

Daniel
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