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Druckvolle / Belastbare LS

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pintjoem3
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 03. Jun 2007, 18:59
Hallo,
habe mich hier angemeldet um eine Entscheidungshilfe zu bekommen. Ich möchte mir neue Lautsprecher zulegen. Da sich mein Musikgeschmack hauptsächlich auf den Rockbereich beschränkt und ich öfter Besuch habe hätte ich gerne Lautsprecher die sehr belastbar, druckvoll (besonders im Bassbereich) und klanglich überragend sind. Also im Grunde PA Lautsprecher mit Hifi Qualitäten.
Bisher sind mir die Klipsch Cornwall III LS aufgefallen. Gibt es von Euch Tips? Kann auch gerne ein Eigenbau werden.

Freue mich auf Antworten.

Gruß
stephanem
Stammgast
#2 erstellt: 04. Jun 2007, 00:08
Eigenbau lohnt sich nicht, lieber in der Bucht ein Pärchen Canton Ergo 90,91 oder 92er für 200 bis 300 je nach Farbe und Alter besorgen...die erfüllen dein Anforderungsprofil 100%ig
pintjoem3
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 05. Jun 2007, 21:14
Danke stephanem für Deine Antwort!
Ich kenne die Canton Ergo RCL (sicherlich vergleichbar mit 90er, 91er, 92er). Das ist ein Lautsprecher mit sehr viel Druck, keine Frage. Ich glaube jedoch nicht das dieser Lautsprecher mit der Klipsch Cornwall in Bezug auf Bassdruck und Belastbarkeit kokurrieren kann.

Hat jemand einen anderen Vorschlag, bzw. kennt eine (bessere) Alternative zur Cornwall?

Gruß
markusred
Inventar
#4 erstellt: 06. Jun 2007, 08:01
gebrauchte Fertiglautsprecher wie Canton Ergo 90,91 oder 92er lohnen nicht, es sei denn, man möchte nur sehr wenig ausgeben. Entweder etwas mehr anlegen, oder auf deine Wünsche maßgeschneiderte Boxen selbst bauen, die erfüllen dann dein Anforderungsprofil 100%ig


Aber mal konkret:
Für hohe unverzerrte Lautstärken bei Rockmusik sollten es Boxen sein, die einen hohen Wirkungsgrad (gemessen in dB/W/m) und große Membranflächen für unverzerrte Basswiedergabe besitzen.

Je höher der Wirkungsgrad der Boxen, desto dynamischer ist deren Klang und (noch wichtiger) desto weniger Verstärkerleistung wird benötigt. Man könnte zwar auch Boxen mit niedrigem Wirkungsgrad an einer sehr kräftigen Endstufe versuchen. Dann gelangt man allerdings durch übermäßige Erwärmung der Schwingspulen und zu großen Membranhub in die Kompression. Leider hören sich (so nicht nur meine Erfahrung) LS mit niedrigem Wirkungsgrad gegenüber hochempfindlichen LS müder an.

Der Weg zu unverzerrter Musikwiedergabe bei hohen Lautstärken - gerade im Bass - führt sinnvoll nur über große Membranflächen und (leider damit auch) über große Gehäusevolumen. Da lässt sich die Physik bei aller Werbestrategie zu Miniboxen oder schlanken Säulenlautsprechern nicht überlisten.

Natürlich ist die Größe der Boxen abhängig vom Raum, vielleicht kannst Du größere LS ja gar nicht unterstellen? Und wie potent ist deine Endstufe?

Schau doch mal in unser Selbstbauforum, dort findest Du einige Kandidaten, die für dich in Frage kommen könnten wie z.B.

- "Mystery PA", Mystery PA von Udo Wohlgemuth
- CT 204 von Klang&Ton
- Mivoice 2
- "BL-Horn" von Geist,
- "Tripleplay" von Franky, Tripleplay und nochmal Tripleplay
- Hörner u.a.

Der Blick auf PA-Boxen ist im Übrigen gar nicht so verkehrt. Als Fertigbox mit 30cm Tieftöner und Hochtonhorn spielt die Monacor PAB 12/SW und die PAB 112/SW sehr ordentlich für kleines Geld (je nach Angebotspreis 200-300 Euro/Paar).
LaVeguero
Inventar
#5 erstellt: 06. Jun 2007, 08:50
Hi!

Dein Budget liegt demnach so um 2000 Euro?

Die Klipsch ist auch aus meiner Sicht ein perfekter Kandidat für Dich. Nicht nur wegen der Pegel, sondern auch vom Sound her. In der Preisklasse fallen mir auch keine Konkurrenten ein, die ähnliches bieten. Die großen Vintage Boxen von Tannoy wären zwar auch passend, aber zu teuer.

Eine Idee wäre Revel. Die haben immense Pegelreserven und einen brutal guten Bass. Im Hochton ist die Concerta-Serie, die in Deinem Budget liegt, aber etwas zurückhaltend.
Dommes
Inventar
#6 erstellt: 06. Jun 2007, 08:53
Ich würde gerade bei Rockmusik auch zu den Cornwall raten
zapper2808
Stammgast
#7 erstellt: 06. Jun 2007, 09:17
Hi,
lausche mal den Klängen der ASW Cantius VI! Schätze das ist das, was Du suchst. Preis/Leistung ist top, und "laut und schön" können die sowieso.

Viele Grüße
MH
Inventar
#8 erstellt: 06. Jun 2007, 10:35
Visaton Monitor 890

Gruß
MH
Alex58
Stammgast
#9 erstellt: 06. Jun 2007, 13:15

Dommes schrieb:
Ich würde gerade bei Rockmusik auch zu den Cornwall raten

Das machen sie selbstverständlich ganz ausgezeichnet. Allerdings ist die Wiedergabe von der Qualität der Aufnahme abhängig. Bei einigen CDs klingt es richtig klasse, bei anderen nicht. Man merkt es selbst der neuen Auflage der Klipsch Cornwall III ein wenig an, dass ihr Konzept ursprünglich auf ein Zeitalter zurückgeht, wo es noch keine Transistorverstärker und erst recht keine digitalen Quellen gab.

Die Cornwall III, die ich selbst habe, eignen sich im Verbund mit einem Röhrenverstärker, Hybrid oder klanglich eher "warm" agierenden Transistorverstärker ganz hervorragend für Jazz, Blues, Rock und Pop. Da hat man bei richtig guten Aufnahmen das Gefühl eines körperlich spürbaren Erlebens.

Als geradezu traumhaft ideal passend, mir aber momentan viel zu teuer, hat sich meiner Empfindung nach der Unison Single- Ended S 8 Röhrenverstärker mit seinen beiden sanft glimmenden 845er Glaskolben an den Cornwall erwiesen. Der Schmelz und die überragende Musikalität, die die Cornwall im Zusammenspiel mit dem S 8 klanglich entwickeln, können einen regelrecht verzücken.

Wenn alles passt, sind sie sogar für klassische Musik weitaus besser geeignet, als Viele sich das vorab vorstellen können. Streicher können so seidig und emotional schön klingen, dass es kaum zu glauben ist. Eine Kesselpauke behält ihr Volumen bei und ein Cello seinen typisch sonoren Klang. Das können schlanke Standlautsprecher meist nur in homöopathischer Dosierung vermitteln. Obwohl es sicher modernere Konstruktionen in diesem Preisbereich gibt, die in Punkto Luftigkeit, Neutralität und Räumlichkeit manchen Hörern besser zu gefallen wissen.

Im Klipsch Forum schon von mir gepostet, habe ich im Netz einen sehr aufschlussreichen und interessanten Bericht über die Cornwall III an verschiedenen Verstärkertypen gefunden. (In dem abgebildeten Schwarz wirken sie zu wuchtig, Kirsche ist viel hübscher und vermittelt obendrein eher etwas von ihrem klassischen Look)

Die Cornwall sind Dinosaurier des Lautsprecherbaus. Aber genau deshalb liebe ich sie so sehr. Sie sind ein Stück lebende Legende. Wer sich mit ihnen einlässt, weiß warum. Weil sie das musikalische Geschehen auf eine greifbare, unglaublich souveräne und wenn gewünscht, auch autoritäre Weise wiederzugeben vermögen. Für mich sind es Lautsprecher mit Seele. Ohne kapriziöse Eitelkeiten und nach heutigen High- End- Ansprüchen allen Punkten gerecht sein zu wollen.

Leider liegt ein Paar Cornwall bei 4 Kiloteuronen. Aber beim Händler des Vertrauens (bei mir Max Krieger von Audio Creativ im wahrsten Sinne des Wortes) ist preislich meist noch einiges nach unten drin.

Mein Tipp: Auf jeden Fall anhören und ausgiebig vergleichen! Auch mit den im Preis/Leistungsverhältnis herausragenden Klipsch RF-7 und natürlich ganz besonders auch mit Lautsprechern anderer Hersteller.

Grüße, Alex
Bastler2003
Inventar
#10 erstellt: 06. Jun 2007, 13:39

pintjoem3 schrieb:
Hallo,
habe mich hier angemeldet um eine Entscheidungshilfe zu bekommen. Ich möchte mir neue Lautsprecher zulegen. Da sich mein Musikgeschmack hauptsächlich auf den Rockbereich beschränkt und ich öfter Besuch habe hätte ich gerne Lautsprecher die sehr belastbar, druckvoll (besonders im Bassbereich) und klanglich überragend sind. Also im Grunde PA Lautsprecher mit Hifi Qualitäten.
Bisher sind mir die Klipsch Cornwall III LS aufgefallen. Gibt es von Euch Tips? Kann auch gerne ein Eigenbau werden.

Freue mich auf Antworten.

Gruß


Hallo!

Ich habe die Klipsch RF-7 im Wohnzimmer und die RF-5 im Computerzimmer.

Beide gehen bis zur Schmerzgrenze ohne Verzehrungen.
Die RF-7 hat ein etwas besseres Bassfundament. Hochton ist auch etwas "sanfter". Allerdings fehlet auch hier der "Basskeller"

Hör Dir die RF7 auf alle Fälle mal an!

Grüße!
MH
Inventar
#11 erstellt: 06. Jun 2007, 13:42

MH schrieb:
Visaton Monitor 890

Gruß
MH


die klingen wirklich gut und das bis über die Schmerzgrenze Bass satt und in der Bucht für rund 1000 zu bekommen. Die Optik ist allerdings ebenfalls etwas brachial

Gruß
MH
zuglufttier
Inventar
#12 erstellt: 06. Jun 2007, 14:10
An deiner Stelle würde ich zeitgleich eine Anfrage im DIY-Forum hier stellen. Für das Geld kannst du in wirkliche High End-Regionen aufsteigen, wenn du selber baust.
Oder wenn du sehr viel Wert auf Optik legst, könntest du dir sogar die Gehäuse von einem Fachmann bauen lassen und hast trotzdem noch einen besseren Klang als vergleichbare neue Lautsprecher aus dem Laden.

Frag doch einfach mal nach, was dort in deinem Preisrahmen liegt. Ich würde niemandem raten einen fertigen Lautsprecher zu bauen, wenn das Interesse besteht, was eigenes zu machen.
pintjoem3
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 07. Jun 2007, 14:10
Hallo,
vielen Dank für die vielen Anregungen! Ist mir wirklich eine große Hilfe. Ich werde jetzt mal eure Vorschläge durcharbeiten! Nochmals vielen Dank!
pintjoem3
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 07. Jun 2007, 15:30
Da ich nach wie vor die Klipsch Cornwall für eine sehr gute Idee halte kam mir noch die Idee die Cornwall nachzubauen. Die original Bestückung lässt sich ja bei Klipsch beziehen. Und das Gehäuse sieht nicht allzu kompliziert aus.
Hat jemand damit Erfahrung oder eine Meinung dazu?
Alex58
Stammgast
#15 erstellt: 07. Jun 2007, 17:23
Hallo pintjoem!

Tja, mit dem Nachbau ist das so eine Sache. Im Grunde ist die Cornwall bautechnisch relativ simpel gestrickt. Trotzdem dürfte es sehr schwierig werden, diesen Lautsprecher selbst nachzubauen:

Ein großes und breites verleimtes Gehäuse, innen in Sandwichbauweise mit MDF- Platten und unterhalb des Bereichs von Hoch- und Mittenhorn mit zusätzlichen Streben verstärkt. Bassreflexöffnungen, die unten an der Schallwand nach vorne herausgehen. Relativ spärlich verwendete Dämmung mit simplen Schaumstoffmatten. 38er Bass und natürlich jeweils die Hörner für Mitten und Höhen. Eine Frequenzweiche, doppelstöckig auf zwei Platinenebenen übereinander (jeweils für Hoch- Mitten / Bass) gebaut und direkt hinter dem Anschlussterminal liegend angebracht und Verbindungskabel zu den jeweiligen Chassis. Das ist im Prinzip schon alles.

Ins Innere der Cornwall gelangt man nur über den Ausbau des Basschassis. Weder Rück- noch Schallwand können nachträglich entfernt werden, da verleimt.

Wie gesagt, innen sieht alles recht "übersichtlich" und zweckmäßig aus. Ein genauer Nachbau dürfte trotzdem ein äußerst schwer zur realisierendes Unterfangen werden. Mir ist auch nicht bekannt, dass ein Bausatz samt Plänen für die Cornwall existiert. Ohne genauen Plan ist so ein Vorhaben sowieso fast aussichtslos. An Nachbauten des großen Klipschorns (ist so richtig geschrieben) sind meiner schwachen Erinnerung nach auch schon erfahrene Bastler an ihre Grenzen gestoßen. Weil die Kopie klanglich meist doch nicht an den typschen Klang des Originals herankam.

Aber im DIY- Bereich gibt es dann immer noch jede Menge Alternativen zu Klipsch. Auch mit Hornbestückung. Z. B. die schon genannte Visaton Monitor 890. Wer weiß: Vielleicht gefällt sie Dir klanglich sogar viel besser als die Cornwall?

Sollte es nach einigem Probehören letztlich auf die Cornwall hinauslaufen: Je nach Verhandlungsgeschick oder Entgegenkommen des Händlers ist preislich meist einiges zu machen. Bei Audio Creativ ist die Cornwall (laut Aussage auf der Website) derzeit der beliebteste Lautsprecher im Studio. Und Max Krieger der beste und sympathischste Händler, den ich persönlich kenne. In jeder Hinsicht vertrauenswürdig. Er macht auch überaus faire Preise.

Lass Dir Zeit. Hörvergleiche sind unerlässlich. Irgendwann hat man dann vielleicht genug zusammen, um sich den Wunsch zu erfüllen. Hat auch bei mir lange genug gedauert. Weil ständig was dazwischenkam.

Grüße, Alex
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