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Reichen zwei Wege?

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-Cassius-
Stammgast
#1 erstellt: 15. Feb 2011, 16:27
Moderne Boxen vor allem in kleinere Ausführungen sind überwiegend in 2 Wege verfügbar. Will man etwas von Canton mit einem 3 Wege System, dann sind das Standboxen, die preislich im multi Kilo bereich liegen.

Wie steht ihr dazu? Findet ihr das nur 2 Wege den Canton, Nubert Regalboxen keinen Abbruch tun oder vermisst ihr was, wenn ihr sie mit einer GLE 60 verlgeicht oder was ähnlichem?
Passat
Moderator
#2 erstellt: 15. Feb 2011, 20:34
Es braucht keine 3 Wege.

Bei günstigen Lautsprechern sollte man eher 2-Wege als 3-Wege nehmen. Die Chance, das es besser klingt, ist höher.
Bei 3 Wegen ist der Bauteileaufwand in der Frequenzweiche genau doppelt so hoch wie bei 2 Wegen, außerdem braucht man ein drittes Chassis.
Beides kostet Geld, das man lieber in eine bessere Qualität von 2 Chassis stecken kann.

Außerdem ist es leichter, 2 Chassis aufeinander abzustimmen, als 3 Chassis.

Bei Kompaktlautsprechern kommt noch hinzu, das das dritte Chassis Platz braucht.
Früher war der Platz kein richtiges Problem, da selbst Regallautsprecher sehr große Baßchassis hatten.
Heutzutage sind große Baßchassis nicht mehr gefragt.

Aus diesen Gründen gibt es in den unteren Preisklassen und bei Kompaktlautsprechern so gut wie keine 3-Wege Lautsprecher mehr.

Grüsse
Roman
Rüdi74
Stammgast
#3 erstellt: 15. Feb 2011, 23:05
ja.
Inscheniör
Stammgast
#4 erstellt: 16. Feb 2011, 11:49
Gut ausgeführte 3-Weger haben durchaus ihre Vorteile. In Design-Boxen wo der Tieftöner den Durchmesser eines kleineren Mitteltöners hat, kann das 3-Wege Konzept jedoch nicht Ansatzweise seine Vorteile entfalten.

Und eine 20cm breite Box ist eine Design Box.
detegg
Administrator
#5 erstellt: 16. Feb 2011, 14:45

Inscheniör schrieb:
Und eine 20cm breite Box ist eine Design Box.

... da steckt ein Funke Wahrheit drin!

;-) Detlef
beehaa
Inventar
#6 erstellt: 16. Feb 2011, 18:17

Inscheniör schrieb:
Und eine 20cm breite Box ist eine Design Box.

nuVero 10 ist 20.3cm breit Vielleicht kann sie damit als Designbox gelten, aber damit hat das auch keinen Zusammenhang mit der erwarteten Tonqualität

Sonst halt Cabasse Bora. Besser kann man kompakte 3-Wege nicht zur Geltung bringen (passiv). Wer mit einem Sub unterstützt, der ist vielleicht sogar besser mit der Minorca beraten.


[Beitrag von beehaa am 16. Feb 2011, 23:14 bearbeitet]
Inscheniör
Stammgast
#7 erstellt: 17. Feb 2011, 11:10
Nubert muss die Lautsprecher so bauen, dass die Dinger gekauft werden. Würde er die Lautsprecher ausschließlich unter physikalischen Aspekten konstruieren, würden die Geräte in kein Wohnzimmer passen.

"Richtige" 3-Weger haben Tieftöner mit um die 40cm Durchmesser. Sowas ist aber nur schwer verkäuflich.
beehaa
Inventar
#8 erstellt: 17. Feb 2011, 16:42
@Inscheniör

Nubert muss die Lautsprecher so bauen, dass die Dinger gekauft werden.

Das ist bestimmt richtig, aber ich bekommen damit grad keine Kurve zum meinen Beitrag oder dem was mit "Designboxen" gemeint werden könnte.


"Richtige" 3-Weger haben Tieftöner mit um die 40cm Durchmesser. Sowas ist aber nur schwer verkäuflich.

Das ist in den Zeiten eines XTZ 8.16 für 180€ mit Sicherheit nicht der richtige Weg.

Welches Spektrum sollte so ein 40cm Wabberzeug überhaupt übernehmen? Und für wieviel muß dann der Mitteltöner ran? Bei 3-Wege geht es ja nicht um 2-Wege mit eingebautem Subwoofer So baut man Partyboxen. Pioneer CS-301 und so...


[Beitrag von beehaa am 17. Feb 2011, 16:47 bearbeitet]
Rüdi74
Stammgast
#9 erstellt: 17. Feb 2011, 19:51
um mal wider die Kurve zu kriegen:

je mehr Wege, also je mehr Klangquellen, umso größer das Problem, diese auch zusammen zu bringen, aufeinander anzustimmen. Sogesehen wäre der 1-Wege LS das Optimum. Die Schwierigkeit ist nun, alle Frequenzspektren abzubilden. Hierzu bedient man sich dann dem Mehrwege-Prinzip.

Willsagen: alles hat Vor- und Nachteile, auf die Abstimmung der Konstruktion kommt es ab.

Es gibt aber genügend 2-Wege-LS, die klingen ganz phantastisch. Weniger ist oftmals mehr.
Boettgenstone
Inventar
#10 erstellt: 17. Feb 2011, 20:10
Hallo,

beehaa schrieb:


"Richtige" 3-Weger haben Tieftöner mit um die 40cm Durchmesser. Sowas ist aber nur schwer verkäuflich.

Das ist in den Zeiten eines XTZ 8.16 für 180€ mit Sicherheit nicht der richtige Weg.

Welches Spektrum sollte so ein 40cm Wabberzeug überhaupt übernehmen? Und für wieviel muß dann der Mitteltöner ran?

Wabbelzeug?
Bass geht bis 400Hz. Mitteltöner 400-4000Hz, Rest auf Hochton.
So in die Richtung jedenfalls.
Könnte dann so gemacht werden.
Wohnlich oder?
Inscheniör
Stammgast
#11 erstellt: 17. Feb 2011, 20:52

Das ist bestimmt richtig, aber ich bekommen damit grad keine Kurve zum meinen Beitrag oder dem was mit "Designboxen" gemeint werden könnte.


Werden die unteren Mitteltöne vom Lautsprecher nach hinten abgestrahlt und von der Wand reflektiert - dann überlagern sich die Anteile mit dem Direktschall. Und der Sound "vermatscht".

Ab 500 Hz wird das kritisch, um das nach hinten abzustrahlen (ab 500Hz) zu verhindern müsste er Lautsprecher etwa 50cm breit sein. Richtige Tonstudios verwenden aus dem Grund fast immer Lautsprecher mit Wandeinbau.



Welches Spektrum sollte so ein 40cm Wabberzeug überhaupt übernehmen?


Warum müssen die wabbern? Die großen Treiber können tiefe Töne bündeln und die Raumakustik erheblich billiger machen.

Nubert macht gute Mainstreamlautsprecher, eigentlich sogar sehr gute. Aber "richtige" Lautsprecher wie die Mainmonitore von Genelec, Hummel, Meyersound,... spielen in einer anderen Liga.
Chohy
Inventar
#12 erstellt: 17. Feb 2011, 22:12
rl901kf

Hier das ist z.b. ein 40cm Tieftöner und da wabbelt auch nix

gruß chohy
beehaa
Inventar
#13 erstellt: 17. Feb 2011, 23:02

Rüdi74 schrieb:
um mal wider die Kurve zu kriegen:

je mehr Wege, also je mehr Klangquellen, umso größer das Problem, diese auch zusammen zu bringen, aufeinander anzustimmen. Sogesehen wäre der 1-Wege LS das Optimum.

Das Optimum ist es, wenn man es optimal hinbekommt. Ein 1-Mann-Orchester ist auch kein Optimum

@Boettgenstone
400Hz bis 4 kHz über eine Membrane kann bei passiven nichts werden. Diese "Weite" kann man nicht in einer linearen Güte abgeben. Auch wenn solange rumbastelt bis man Sinustesttöne über so ein Spektrum linear Laut abgibt. Sinus ist aber keine Musik. Jedenfalls nicht in meinen Ohren

@Inscheniör
Werden sie das, nach hinten abgestrahlt?


Aber "richtige" Lautsprecher wie die Mainmonitore von Genelec, Hummel, Meyersound,... spielen in einer anderen Liga.

Ja, auch preislich.


[Beitrag von beehaa am 17. Feb 2011, 23:03 bearbeitet]
Boettgenstone
Inventar
#14 erstellt: 17. Feb 2011, 23:35
Hallo,

beehaa schrieb:

@Boettgenstone
400Hz bis 4 kHz über eine Membrane kann bei passiven nichts werden. Diese "Weite" kann man nicht in einer linearen Güte abgeben. Auch wenn solange rumbastelt bis man Sinustesttöne über so ein Spektrum linear Laut abgibt. Sinus ist aber keine Musik. Jedenfalls nicht in meinen Ohren

dann hinkst du der Technik einige Zeit hinterher, so >2 Jahrzehnte. Das war lange Zeit Stand der Technik so. Heute geben Mitteltöner oft ein größeres oder gleich großes verschobenes Spektrum ab.
Aber ich stimme dir zu. 4 Wege mit viel Bass und einem 20cm Tiefmitteltöner sind noch besser.
Good old 19mm Kalotte im Hochton, 2" Mitteltonkalotte, 8" Tiefmittelton und einen echten großen Bass dazu sind bei gut gemachter Frequenzweiche super klingende Lautsprecher.

Zum fetten Teil empfehle ich mal unter dem Stichwort Fourieranalyse zu suchen.



@Inscheniör
Werden sie das, nach hinten abgestrahlt?

Ja, teilweise. Das hängt zusätzlich zum Gehäuse, von Größe der Membran und der Wellenlänge ab.
Passat
Moderator
#15 erstellt: 17. Feb 2011, 23:46

beehaa schrieb:

400Hz bis 4 kHz über eine Membrane kann bei passiven nichts werden. Diese "Weite" kann man nicht in einer linearen Güte abgeben. Auch wenn solange rumbastelt bis man Sinustesttöne über so ein Spektrum linear Laut abgibt. Sinus ist aber keine Musik. Jedenfalls nicht in meinen Ohren


Bei 90% aller aktuellen 3-Wege Lautsprecher spielt der Mitteltöner im Bereich 300 Hz bis 3000 Hz.

Beispiel Canton Vento 890 DC: Trennfrequenzen 250 Hz und 3000 Hz.
Oder B&W 802 Diamond: Trennfrequenzen 350 Hz und 4000 Hz.

Grund dafür ist, das man im kritischen Bereich der menschlichen Stimme keinen Übergang von einem Chassis zu einem anderen Chassis haben will.

Grüsse
Roman
beehaa
Inventar
#16 erstellt: 17. Feb 2011, 23:46

Boettgenstone schrieb:
dann hinkst du der Technik einige Zeit hinterher, so >2 Jahrzehnte. Das war lange Zeit Stand der Technik so. Heute geben Mitteltöner oft ein größeres oder gleich großes verschobenes Spektrum ab. ;)

Vielleicht kenn ich die alte Technik nicht? Von passiven kenn ich heutzutage meist den PBergang von 1.8 kHz bis 2.8 kHz. Zu 800 Hz bis 4 kHz beim Mittelton fallen mir erstmal nur die kleinen Cabasse ein. Bei den größeren sidn es schon 3.6 kHz. Sonst erstmal keiner der so hoch geht (passiv)


Aber ich stimme dir zu. 4 Wege mit viel Bass und einem 20cm Tiefmitteltöner sind noch besser. :D

Also daß 2-Wege zu wenig sind, da sind wir uns einig?


[Beitrag von beehaa am 17. Feb 2011, 23:47 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#17 erstellt: 18. Feb 2011, 17:58
Ob zwei Wege reichen, hängt schlicht davon ab, ob man Kompromisse bei Tiefgang, Pegelfestigkeit und Abstrahlverhalten machen kann oder will. Mit Waveguides kann man die Trennfrequenz etwas drücken und damit auch die Hochtöner etwas breiter strahlen lassen, aber das hat alles seine Grenzen.

Grundsätzlich kann man mit 2, 2,5, 3 oder 4 Wegen vernünftige Lautsprecher bauen, es kommt immer auf den Einsatzzweck an. Wer Nahfelder braucht, der wird mit 2 Wegen gut fahren. in typischen Wohnzimmern machen sich 2,5 und 3 Wege ganz gut, bei großen Räumen und entsprechenden Abständen darf es auch etwas mehr sein. Klar gibt es gerade im PA-Bereich auch Zweiweger, die richtig laut können, aber Wunder an Tiefbaß und Neutralität würde ich da nicht eben erwarten.

Als lehrreicher Grenzfall seien die 1-Weger erwähnt, die ich gerade aufhabe. Das geht ganz wunderprächtig, das zu beschallende Volumen ist halt ziemlich klein. Bei dem Verzerrungsverhalten müssen sich so einige Lautsprecher (@1m) warm anziehen, -60 dB bei 100 dB SPL und 1 kHz bekommt man nicht so einfach hin.


[Beitrag von audiophilanthrop am 18. Feb 2011, 18:03 bearbeitet]
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