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Leiden die Mitten bei mehr Tiefgangmöglichkeit?

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Martin.P
Stammgast
#1 erstellt: 19. Jul 2012, 09:20
Hallo Hifi-Freunde

Ich habe momentan die Nubert Nuline 32 zum testen bei mir und bin schon angetan von den Lautsprecher.
Ich habe aber gesehen das bald die Nuline 34 kommen und diese 20Hz -+ 3dB tiefer Spielen sollen können.
Ich weiß wie das so mit den angegeben Daten und der wirklich aussieht ;). Sie haben auch wohl einiges mehr an Volumen. Meine frage ist, ob durch den mehr Tiefgang die "Mitten" darunter leiden, da der Tiefmitteltöner tiefer spielen kann?

Nubert Nuline 34
Nubert Nuline 32

MfG
Martin
ton-feile
Inventar
#2 erstellt: 19. Jul 2012, 21:12
Hallo Martin,

Leider fehlen Infos über die Trennfrequenz zum Hochtöner, den maximal erzielbaren Schalldruck und die verwendeten Filter.

Hör sie Dir an, wenn Du kannst. Vom Gefühl her würden mich die 34-er allerdings mehr interessieren.

Vielleicht konnte Nubert seine skandinavischen Zulieferer ja zu langhubigeren Innovationen motivieren.

Gruß
Rainer


[Beitrag von ton-feile am 19. Jul 2012, 21:16 bearbeitet]
Zweck0r
Moderator
#3 erstellt: 20. Jul 2012, 05:58
Moin,

ich würde auch die größere nehmen, bzw. habe es schon, denn das damalige Parallelmodell Nuwave 35 und sein Neuaufguss Nujubilee hatten schon immer das größere Gehäusevolumen und ein Bassreflexrohr mit größerem Durchmesser. Zu der Zeit galten die Nuwaves als Technologieträger und die Nulines waren der 'Design-Kompromiss'.

Ich nutze die Nujubilees zwar im Nahfeld, mute ihnen aber mit ATM und Loudness doch ziemlich viel an Bass zu. Unsauberkeiten in den Mitten konnten meine Holzohren dabei nicht feststellen.

Grüße,

Zweck
Chriz3814
Inventar
#4 erstellt: 20. Jul 2012, 18:57
Ton-Feile:

Die Trennfrequenz liegt bei 2 kHz, womit der Hochtöner sehr früh zugunsten eines besseren Abstrahlverhaltens einsetzt. Steht auch so in der Beschreibung von Nubert.

Die Lautsprecher von Nubert bestehen aus hochwertigen Bauteilen und antriebsstarken Chassis hoher Güte. Hier liegen wir auch beim Kausus-Knaksus. Die Chassis haben ein top Impulsverhalten und lassen sich breitbandig einsetzen. Nubert stimmt seine Schallwandler allesamt penibel linear ab. Der große Tiefgang der nuLine 34 sowie beispielsweise auch der nuWave 35 bzw. nuJubilee 35 haben keinen Einfluss auf den Mittenbereich. Am Besten einfach mal ordern oder den Schwaben einen Besuch abstatten und Probehören.
ton-feile
Inventar
#5 erstellt: 20. Jul 2012, 20:23
Hi,


Chriz3814 schrieb:
Am Besten einfach mal ordern oder den Schwaben einen Besuch abstatten und Probehören.

Fertiglautsprecher kaufe ich nur, wenn sie sich noch pimpen lassen.
Nubert ist für mich vom physikalischen Standpunkt aus also eher uninteressant.

Gruß
Rainer
Martin.P
Stammgast
#6 erstellt: 20. Jul 2012, 22:32
Ich werde jetzt die Nubert nuline 34 zum Probehören geliefert bekommen. Erst wollte ich die nuline 32 behalten, aber da sah ich 34 :D. Ich werde euch einen Vergleich schildern sobald ich sie hier habe.
ukw
Inventar
#7 erstellt: 20. Jul 2012, 23:43
ich hätte die 32er genommen.

Begründung: Weder ein Langhub Chassis noch ein Hightech Cassis mit 180 mm Durchmesser kann wirklich guten Bass liefern.
Für guten Bass braucht es einfach mehr Membranfläche. Die bekomme ich dann durch einen extra zu kaufenden Subwoofer. mit 4 x 12" Chassis
Was man behält sind die Monitore. Da interessiert dann Mittelton vom Stimmbereich bis in den Präsenzbereich. Und dabei wird das Kurzhub Chassis imo hörbar besser abschneiden. Durch kürzere Coil ist mehr Kupfer (Wicklung) im Luftspalt und das gibt mehr Antrieb. Dadurch vermutlich hörbar besseren Mittelton.

Ich kenne weder den einen noch den anderen Lautsprecher. ich urteile allein aufgrund meines Technikverständnisses und den technischen Daten der Chassis.
Die Membranen sind beide aus PP (Polyprop) und für Mittelton ehr weniger gut geeignet. Gummiklang eben. Aber schön billig herzustellen. Papiermembranen wären imo deutlich besser, aber kaum noch einer beherrscht das Handwerk. Gute Mitteltöner haben auch heute noch Papiermembranen.
Im PA gibt es keinen einzigen Polyprop Mitteltöner (Papiermembran Mittelton bei PA ist ungefähr 300/400 - 1800 Hz ) und die wissen auch warum. Rock'n Roll und Propyläen - das fühlt sich schon komisch an. Die Materialfrage der Membranen sollte man bei der gewünschten Lautstärke bei den Nuberts aber nicht überbewerten.
Gute 3weg Studiomonitore haben im Präsenzbereich große Gewebekalotten und keinen Polyprop Konus.

Grüße an die alte Garde. Ich weiß, ich war lange nicht mehr im Forum. Aber manchmal schaue ich doch noch vorbei...
Zweck0r
Moderator
#8 erstellt: 21. Jul 2012, 07:53
Du vergisst dabei leider, dass Subwoofer vernünftig aufgestellt sein wollen, und dass Aktivmonitore mit Mitteltonkalotten 'schon' ab 1800€ das Stück zu haben sind.

Ich finde schon beachtlich, was die Nujubilees mit ATM leisten, und sehe keinen Anlass, den Musikklang mit einem suboptimal aufgestellten Woofer zu verschlimmbessern. Und das trotz meiner mit reichlich Bass gesegneten anderen beiden Anlagen.

Die Materialklanggeschichten halte ich tendentiell für Voodoo, solange es dafür keine handfesten messtechnischen Begründungen wie die Resonanzen bei Metallmembranen gibt.
ukw
Inventar
#9 erstellt: 22. Jul 2012, 00:07
Moin Zweck

Ich schrieb in meinem ersten Satz:


ich hätte die 32er genommen.


Subwoofer hab ich nicht empfohlen, sondern nur gesagt, das auch ein 180mm Langhub keinen nennenswerten Bass schafft. Hörbar mehr Bass vermutlich nicht. Messtechnisch schafft der 180 Langhub natürlich mehr Bass als ein 180mm Normaltieftöner. Ich schrieb:

Was man behält sind die Monitore. Da interessiert dann Mittelton vom Stimmbereich bis in den Präsenzbereich. Und dabei wird das Kurzhub Chassis imo hörbar besser abschneiden. Durch kürzere Coil ist mehr Kupfer (Wicklung) im Luftspalt und das gibt mehr Antrieb. Dadurch vermutlich hörbar besseren Mittelton.


Die hörbaren Unterschiede in der Klangfarbe eines Mitteltöners ist imo momentan messtechnisch noch nicht nachweisbar. So empfindlich ist unser Gehör in dem Frequenzbereich.
Das Membranmaterial ist im Mittelton oft hörbar.

Der Nubert wird meinen sachlich völlig korrekten Beitrag schon verkraften. Es entsteht ihm ja überhaupt kein Schaden. Ich hab doch ein Nubert Produkt empfohlen.
Zweck0r
Moderator
#10 erstellt: 22. Jul 2012, 03:00
Moin,

die 32er haben auch langhubige Chassis, sonst würde es wenig Sinn machen, ein ATM dazu anzubieten, das sie bis 40 Hz herunter entzerrt. Sie werden nur durch das kleinere Gehäuse im Bass zusätzlich gehandicapt.

Und dass eine kürzere Schwingspule grundsätzlich mehr bringen soll als einen höheren Wirkungsgrad leuchtet mir auch nicht so wirklich ein.

An 'Materialklang' oder 'Hochwirkungsgradklang' abseits offensichtlicher Effekte wie thermischer Kompression kann ich zwar noch eher glauben als an 'Elektronikklang', aber skeptisch bleibe ich trotzdem.

Skeptisch bin ich übrigens auch gegenüber Herrn Nuberts extremem Fokus auf die Gruppenlaufzeit. Dass eine K&H O300 schlecht ist wegen der Filter 4. Ordnung im Mittelton glaube ich mindestens genausowenig wie dass Nubert 'Gummiklang' in Kauf nimmt.

Hast Du Experimente/Blindtests gemacht, um diese Effekte wenigstens halbwegs zu isolieren, sprich Box mit PP- und Papier-TMT direkt umschaltbar, beide mit deiner DCX auf gleichen Frequenz- und Phasengang hingebogen ?

Der Aufwand ließe sich natürlich beliebig steigern, z.B. schalltoter Raum zum Ausklammern des Abstrahlverhaltens und ein motorisch drehbares Bassgehäuse, damit beide Chassis vom selben Punkt aus abstrahlen...



[Beitrag von Zweck0r am 22. Jul 2012, 08:24 bearbeitet]
ukw
Inventar
#11 erstellt: 22. Jul 2012, 21:23
Ich habe mir jetzt nochmal die Bedienungsanleitungen und die technischen Daten angeschaut und gelesen.

Bei der 34 schreibt Nubert was von "Spezial Langhub Chassis mit 2 cm maximaler Auslenkung" und betont das starke Magnetsystem.
Bei der 32 schreibt er nur von Langhub und speziell entwickelt, Strömungsoptimiert usw...

Ohne Chassisdaten mit Angaben zu BL, x-max, Luftspalthöhe und Wickellänge der Coil bleiben alle meine Vermutungen nur Vermutungen. Das gilt aber genau so für Deine Argumentation.

Warum gibt Nubert keine vollständigen und transparente Datensätze für seine Chassis heraus

Meine Ausführungen im ersten Post sind die logischen technischen Schlussfolgerungen aus dem Verständniss des Aufbaus und der Funktion eines Lautsprecherchassis.

Hier erfährt man mehr:

http://www.hifi-selb...tent&task=view&id=87

Es lohnt diesen Link zu bookmarken. Der TSP Rechner ist Spitzenklasse !
Zweck0r
Moderator
#12 erstellt: 23. Jul 2012, 01:20

ukw schrieb:
Warum gibt Nubert keine vollständigen und transparente Datensätze für seine Chassis heraus :.


Welcher Hersteller tut das denn, abgesehen von denen, die unmodifizierte Chassis für den Einzelverkauf verbauen ?


ukw schrieb:
Hier erfährt man mehr: [...]


Danke, aber die TSP sind doch hauptsächlich dazu da, den Frequenzgang in einem Gehäuse im Bereich der unteren Grenzfrequenz vorherzusagen.

Das erklärt aber nicht, warum und wegen welcher technischen Parameter jetzt ein kurzhubiges Chassis im Mittenbereich grundsätzlich besser klingen soll als ein langhubiges mit identischem Frequenzgang.

Plausibel erscheinen mir folgende Zusammenhänge:

1. Kurze Schwingspule -> höherer Wirkungsgrad -> weniger Leistung bei gleicher Lautstärke -> weniger thermische Kompression. Aber: wie laut muss man drehen, bis das gehörmäßig relevant wird ? Und kühlt sich ein langhubiger TMT nicht durch die selbst verursachte Luftbewegung auch schon ganz gut und relativiert damit den Unterschied ?

2. Breitbandigere Nutzung des Chassis (mehr Tiefgang) -> mehr IM. Aber: mir ist bei den Nujubilee bisher nichts aufgefallen, trotz mutwilliger Misshandlung mit ATM und Loudness. Der gar nicht mal so billige AKG K701 schwenkt dagegen bei den Loudness-Bässen eines alten Grundig-Verstärkers ziemlich schnell gurgelnd die weiße Fahne. Außerdem: befreit man den LS mittels Hochpass im AVR oder Subwoofer vom Bass, sollte das IM mindestens genauso reduzieren wie ein LS, der den Bass konstruktionsbedingt unterschlägt.

So weit mein Halbwissen. Ich lerne gerne dazu, aber ein lapidares 'klingt besser' ist mir zu wenig


[Beitrag von Zweck0r am 23. Jul 2012, 01:27 bearbeitet]
ukw
Inventar
#13 erstellt: 25. Jul 2012, 06:25

Zweck0r schrieb:

Danke, aber die TSP sind doch hauptsächlich dazu da, den Frequenzgang in einem Gehäuse im Bereich der unteren Grenzfrequenz vorherzusagen.

Das erklärt aber nicht, warum und wegen welcher technischen Parameter jetzt ein kurzhubiges Chassis im Mittenbereich grundsätzlich besser klingen soll als ein langhubiges mit identischem Frequenzgang.


Das kurzhubige Chassis hat grundsätzlich bessere Chancen im Mittelton, denn es hat mehr Kraft im Kleinsignalbetrieb. Das ist füt spritzige Mittenwiedergabe wichtig. Klein und leicht mus die Memrane sein. Die TSP beschreiben die wichtigst physikalischen Chassisparmeter im Kleinsignalbetrieb.



Zweck0r schrieb:

So weit mein Halbwissen. Ich lerne gerne dazu, aber ein lapidares 'klingt besser' ist mir zu wenig ;)


ich schrieb "klingt vermutlich besser"

Mittelton wird überhalb der Resonanzfrequenz wiedergegeben. Dort zählt die Kraft und die elektrische Kontrolle.
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