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Canton Reference K Serie

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C3KO
Stammgast
#1 erstellt: 20. Feb 2021, 12:15
Hallo Freunde gediegener Musikwiedergabe,

bei mir sind vor einer guten Woche die Canton Reference 3K eingezogen. Ich habe einen eigenen Thread für die K Serie und diesen Bericht aufgemacht, weil ich denke im „Canton Liebhaber Thread“ würde das untergehen, bei den vielen Themen rund um Canton.

Vorwort:

Ich bin schon über 30 Jahre mit Hifi im Gange und hatte so einiges an Lautsprechern, Receivern und Verstärkern stehen. Etliche Jahre hatte ich die Standlautsprecher Canton Ergo 902, dann bin ich auf Nubert umgestiegen und hatte die nuVero 11 für viele Jahre und war sehr zufrieden. Dann musste was Neues her und ich bin auf die Canton A45 gewechselt, welche mir sehr gefallen haben. Dann, in einem Anflug von Corona Lagerkoller und der Lust was Neues zu probieren, wollte ich wieder zu Nubert wechseln und habe es mit der nuVero 140 probiert. Leider hat dieser Lautsprecher bei mir nicht so aufgespielt, wie ich mir das erhofft habe und er musste leider wieder gehen. Ich bin dann bei der KEF R11 gelandet, die ihren Job sehr gut gemacht hat und in meinem Raum besser aufgespielt hat als die nuVero 140. Aber so richtig angekommen bin ich mit der KEF auch nicht, ich hatte immer die Canton Reference 3K im Hinterkopf, die ich schon auf den norddeutschen Hifi-Tagen und bei einem Händler ausgiebig hören konnte.

Und so kam es wie es kommen musste, der Plan „den letzten Lautsprecher meines Lebens“ zu kaufen und dafür tiefer in die Tasche zu greifen war geboren. Ich habe mich dann nach gebrauchten 3K umgesehen und ein gutes Angebot für ein 2,5 Jahre altes Paar bekommen. Leider ist der Verkäufer dann in letzter Minute abgesprungen, da er eigentlich auf Dali Epicon 8 wechseln wollte, sich dann aber aufgrund dessen, dass sich die Epicon 8 nicht kaufentscheidend gegenüber der 3K absetzen konnte, für den Verbleib entschieden.

Und nun war guter Rat teuer, gebrauchte top gepflegte schwarze 3K gibt es nicht so häufig und die KEF R11 waren bereits verkauft. Also Krisensitzung mit meiner Frau anberaumt und vorgeschlagen die 3K neu zu bestellen, was sie dann auch abgenickt hat, immerhin hat sie dann den Rest ihres Lebens Ruhe, so der Plan

Und so kam es dann auch, nach diversen Angeboten von unterschiedlichen Hifi-Händlern, habe ich dann letztendlich neu bestellt und seit einer guten Woche stehen sie nun hier

Aufstellung und erster Eindruck:

Die Lautsprecher wiegen mit 56 kg pro Stück einiges, aber Dank ausgeklügeltem Aufstellungsplan, ging es dann mit zwei Personen doch sehr gut von der Hand. Ich habe am Anfang einen Fehler gemacht und die 3K ziemlich weit auf den Hörplatz eingewinkelt, was mir dann im Hochton etwas zu viel war und ich die Lautsprecher um 1,5 dB im Hochton abgesengt habe, Hoch- und Mitteltonanpassung der 3K sei Dank. Laut Canton soll die 3K maximal 0-5 Grad eingewinkelt sein, das habe ich dann auch befolgt und die 3K lediglich um 5 Grad auf den Hörplatz ausgerichtet, was den Hochton smoother werden ließ und auch den Sweetspot deutlich vergrößert hat, ohne das es Nachteile mit der mittigen Stimmwiedergabe geben hat, Stichwort einrasten der Stimme. Die Hochtonabsenkung habe ich dann wieder rausgenommen und die 3K viele, viele Stunden einspielen lassen, tagsüber mit unterschiedlichster Musik und Nachts in Dauerschleife mit Rosa Rauschen und Weißem Rauschen im Wechsel. Ich weiß, viele sagen es muss nicht sein und das Einspielen von Lautsprechern ist Voodoo, aber schaden kann es auch nicht und ich bilde mir sogar ein, dass die 3K geschmeidiger geworden sind.

Klang:

Der Klang bzw. das Klangempfinden ist ja immer sehr subjektiv und von Raum und Aufstellung abhängig. Mein knapp 38 m² großer Raum hat einen Nachhall von 0,35 Sekunden, ich habe ein ca. 6 m² großes Deckensegel und einen Teppich zwischen Hörplatz und Lautsprecher. Ein großes Ecksofa aus Stoff, Vorhänge und natürlich Schränke. Eine Natursteinwand, die fast ein bisschen wie ein Diffusor wirkt, da sehr uneben und rau und kein bisschen glatt, was den Schall ja unnötig reflektiert. Alles in allem ein ziemlich normales Wohnzimmer.

Die Reference 3K spielen sehr ausgewogen, machen alles mit links, so mein Eindruck. Es klingt sehr körperhaft und satt und das Schöne daran, die 3K regen meinen Raum nicht ansatzweise so stark an, wie meine Vorgänger KEF R11. Bei den R11 musste ich das untere Bassreflexrohr schließen und das obere Rohr halb. Die Reference 3K spielen sehr räumlich und bauen eine tolle Bühne auf, der Klang verteilt sich im Raum und hängt nicht an den Lautsprechern. Dadurch, dass die Lautsprecher fast auf Achse spielen und nur 5 Grad eingewinkelt sind, ist der Sweetspot sehr groß, ich kann mittig auf dem Sofa sitzen und den Oberkörper weit nach rechts und links wandern lassen, ohne dass das Klangbild auch nur ansatzweise einbricht. Im Gegenteil, es entsteht eine Klangkulisse, eine Klangfront die einen umhüllt und die ich in meinen vier Wänden so noch nicht gehört habe. Die Canton kann mit jeder Musikrichtung umgehen, ich habe Rock, Pop, Jazz, Elektro und auch Klassik zuspielt, es wird alles auf sehr hohem Niveau wiedergegeben und ist dabei immer sehr räumlich, detailliert und einer tollen Feinzeichnung im Klangbild. Aber auch bei Filmen macht die 3K eine hervorragende Figur, ich vermisse Surround kein Stück, die 3K stellt einen wunderbaren Phantomcenter zur Verfügung und das restliche Geschehen löst sich so toll von den Lautsprechern, das man fast schon von Surround trotz Stereoverstärker sprechen kann.

Momentan betreibe ich die Canton Reference 3K mit meinem Cambridge 851A, der im Winter gegen einen Hegel H390 oder Rotel Michi X3 ersetzt wird.

Aussehen und Verarbeitung:

Das Aussehen ist ebenfalls sehr subjektiv, ich liebe die Form der Reference 3K, die Verjüngung des Gehäuse, die geschwungene Form und dazu der optisch ansprechende Bassguide, für mich einer der schönsten Standlautsprecher, die es aktuell in dieser Klasse und im „bezahlbaren“ Rahmen auf dem Markt gibt. Und bei der Verarbeitung gibt es keine zwei Meinungen, Made in Germany, alles von Hand von A-Z, das sieht und fühlt man, ganz großes Kino was Canton da abliefert

Fazit:

Ich bin am Ende meiner Lautsprecher Reise, die mit meiner Konfirmation und der ersten Kenwood Anlage nebst Onkyo Regal Lautsprechern vor 34 Jahren begonnen hat


Bilder am Tag:

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Bilder am Abend:

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[Beitrag von C3KO am 20. Feb 2021, 12:20 bearbeitet]
Cupa
Inventar
#2 erstellt: 20. Feb 2021, 12:33
Glückwunsch und danke für den tollen Bericht !
Wie schlagen sich die Ref 3 ggü. den A45?
allesgeht
Stammgast
#3 erstellt: 20. Feb 2021, 12:49
Moin,

erstmal Glückwunsch zum tollen LS.
Ich war auch lange Jahre bei Canton, und sehr zufrieden.
Beim Verstärker lege noch ein paar € drauf, und nimm den Accuphase E 480.
Du wirst es nicht bereuen. Ich habe immer meine Canton mit Accu .betrieben.
Und das war immer sehr stimmig. Und bei den Verstärker, wirst Du auch ein Audioleben lang bleiben.


[Beitrag von allesgeht am 20. Feb 2021, 12:50 bearbeitet]
Verstärker123
Stammgast
#4 erstellt: 20. Feb 2021, 15:49
Auch von mir Glückwunsch. Sehen wirklich lecker aus. Mir gefallen sie insbesondere in Kirsche wunderbar, wenn es das Furnier bei der Reference K Serie noch gibt.
Übrigens schöne Wand! Eine Freude fürs Auge, nicht nur immer auf weiße Arztpraxenwände blicken zu müssen, wie bei fast gefühlt 80% der User hier.

Zur Verbreitung sei aber eine zweite Meinung erlaubt: Auch die Chinesen können auf Canton-Reference - Niveau fertigen, wenn das bezahlt wird und eine Wharfedale Elysium bspw. muss sich bzgl. Verarbeitung sicherlich nicht hinter einer Canton Reference verstecken. Ebenso eine Magnat Quantum Signature sicherlich auch nicht.

Verarbeitung nahe der Perfektion ist überall auf der Welt möglich, nicht nur in D von Hand, so lange das bezahlt und in Auftrag gegeben und kontrolliert wird.

Ps.
Ich denke die Canton Reference K braucht keinen unnötig teuren Accuphase Verstärker, um wie von den Canton-Entwicklern geplant richtig und großartig zu klingen. TE, lass dir da nicht unnötig von Accufans etwas einreden, wozu höchstwahrscheinlich gar kein Anlass besteht.

Möchte man noch mehr aus der Canto an Klang herausholen, dann lohnt es sich mit der Raumakustik zu experimentieren oder sich einen Verstärker mit (Raum)Einmessfunktion zu holen. Wenn der TE aber auch schon jetzt absolut mit dem Klang zufrieden ist, muss er gar nichts mehr ändern.


[Beitrag von Verstärker123 am 20. Feb 2021, 16:21 bearbeitet]
C3KO
Stammgast
#5 erstellt: 20. Feb 2021, 16:28
@Cupa:

Das ist schwer zu sagen, da kein direkter Vergleich mehr möglich ist. Aber die 3K hat deutlich mehr Volumen, was man auch hört. Alles deutlich körperhafter, es klingt groß. Die Abstimmung der A und der K Serie liegt ja nicht soweit auseinander, kommen halt beide aus dem Canton Stall Ansonsten alles eine Frage des Geschmacks, da gibt es kein gut und kein schlecht, beide LS sind auf ihre Art und Weise ausgezeichnet.

Ich denke die A55 kommt der 3K schon ziemlich nahe. Aber für mich zählt halt auch das äußere Erscheinungsbild und da bin ich halt voll auf die 3K abgefahren.

@allesgeht:

Accuphase sind ganz tolle Gerätschaften, ein Freund von mir schwört drauf. Für mich aber aus dem Rennen, weil farblich gar nicht meins. Wie Du auf den Bildern siehst, bin ich voll auf schwarz, für mich kommt nur ein schwarzer Vollverstärker in Frage.

@Verstärker123:

Kirsche gibt es bei den großen K nicht mehr, hatte die Ergo 902 auch in Kirsche, sehr lecker. Und natürlich können auch die Chinesen Qualität liefern, das will ich auch gar nicht klein reden.

Bzgl. Verstärker, es braucht definitiv keinen Accuphase oder McIntosh, aber wenn man möchte warum nicht. Ich brauche halt mehr Leistung, ich kann hier voll aufdrehen und da kommt mein Cambridge schnell an seine Grenzen, daher auch der Rotel oder der Hegel, beide in Sachen Leistung ganz vorne dabei.

Ich werde sehen, hab da keine Eile und werde ganz in Ruhe schauen was ich möchte.
Honda_Steffen
Inventar
#6 erstellt: 20. Feb 2021, 18:06
Dadurch das du sicher noch viele jahre vor dir hast wäre ich skeptisch mit der aussage letzte lautsprecher.

Mag zwar im moment deine meinung sein........aber
C3KO
Stammgast
#7 erstellt: 20. Feb 2021, 18:19
Doch, und weißt Du auch warum? Ich habe schon so viele Lautsprecher gehört und nicht nur die, die ich hier stehen hatte. Ich habe schon eine Menge gehört, auf Messen, auf privaten Treffen und es läuft immer auf das Gleiche hinaus, im Prinzip machen alle Lautsprecher, für den entsprechenden Anwendungsfall, alles richtig, je nach Raum und Geschmack.

Ich bin damit durch, viele Mütter haben schöne Töchter, aber man muss sich auch mal festlegen, an diesem Punkt bin ich nun angekommen
allesgeht
Stammgast
#8 erstellt: 21. Feb 2021, 13:10
Moin,

@ Verstärker123, erstmal möchte ich den TS keinen Accuhase einreden!
Es ist nur eine Vorschlag meinerseits, weil ich meine Erfahrung damit an Canton gemacht habe. Nicht mehr, und Nicht weniger.
Aber die wichtigste Quelle, die den LS positiv noch aufwerten kann, ist der Verstärker. Und da sollte man bei so hochwertigen LS, nicht sparen.
Ich will hier auch keine Werbung, für einen Hersteller machen. Da gibt es so viele sehr gute Anbieter. Wo natürlich auch die Farbe und andere Dinge entscheiden.
Daher viel Spaß beim suchen C3KO.
dott77
Inventar
#9 erstellt: 21. Feb 2021, 15:04
https://www.technics...-su-r1000.html#specs

Die sind bestimmt auch nicht schlecht, sehen richtig edel aus. Leider teuer.
allesgeht
Stammgast
#10 erstellt: 21. Feb 2021, 16:19

dott77 (Beitrag #9) schrieb:
https://www.technics...-su-r1000.html#specs

Die sind bestimmt auch nicht schlecht, sehen richtig edel aus. Leider teuer.



Moin,,

was heißt schon zu teuer? Bei LS ab 10.TsD €, geht das so in der Liga los, mit einen Top Verstärker. Es wäre zu schade, die LS nicht auszureizen
C3KO
Stammgast
#11 erstellt: 21. Feb 2021, 19:08
Es gibt schon viele tolle Verstärker, auch der NAD M33 wäre ein möglicher Kandidat, der hat Dirac an Bord.

Audionet wird im Zusammenhang mit Canton gerne empfohlen, der Audionet SAM G2 sieht vielversprechend aus.


[Beitrag von C3KO am 21. Feb 2021, 19:10 bearbeitet]
Supernovae
Stammgast
#12 erstellt: 21. Feb 2021, 20:52
Ja, die Canton Reference 3K Serie soll nicht eingewinkelt werden. Ein 30° Winkel zum Zuhörer soll am besten sein.



[Beitrag von Supernovae am 21. Feb 2021, 20:53 bearbeitet]
Balu_2601
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 21. Feb 2021, 21:19
hallo c3ko
glückwunsch zu deinen 3k

ich habe auch ein paar und bin sehr zufrieden, habe im hififorum.at unter "anlagen
der mitglieder" auch ein paar bilder eingestellt.

zum thema verstärker, ich habe die rotel vor- und endstufe 1590,
habe sie damit beim händler gehört. rotel passt gut, die michi sicher besonders

der accuphaseklang harmoniert bestimmt auch gut mit der canton, insofern verstehe
ich den vorschlag im forum.

auch wenn du zufrieden bist, empfehle ich dir die messung der raummoden und ggf.
den einsatz eines dsp, was da bei mir passiert ist, ist schlicht unglaublich.
keine schleichwerbung !!: der dspeaker antimode 2.0 zB ein tolles teil für solche probleme

eine frage, welche erfahrungen hast du mit der ls-aufstellung, den abständen zu den wänden,

gruß
stefan
C3KO
Stammgast
#14 erstellt: 22. Feb 2021, 08:35
Hallo Stefan,

Danke Dir, hab mir auch die Bilder im hififorum.at angeschaut, tolle Anlage hast Du

Ich hatte ja geschrieben, dass meine 3K den Raum nicht so anregen wie die KEF R11, was nicht bedeutet, dass sie den Raum gar nicht anregen. Ich bin noch am überlegen was ich machen möchte, nen DSP einschleifen wollte ich eigentlich nicht machen. Daher auch der NAD M33, der Dirac an Bord hat oder aber ich gehe auf eine nuControl samt Endstufe, die nuControl hat nen PEQ an Bord, mit dem man die überhöhten Frequenzen im Bassbereich eliminieren kann.

Ich habe bei den 3K einen Abstand zu den Seiten von 100 cm und zur hinteren Steinwand 50 cm ab Hinterkante LS. Weiter in den Raum geht nicht, weil auf der rechten Seite ein Kamin steht, da brauche ich einen Mindestabstand, wegen der Wärme des Kamin und der Reflexionen.

Grüße
Thomas
TheUn4GiveN
Stammgast
#15 erstellt: 22. Feb 2021, 08:48
Hallo Thomas,

danke für den ausführlichen Bericht und die tollen Bilder!
Jetzt freue ich mich umso mehr!

Viele Grüße

Sascha
Prim2357
Inventar
#16 erstellt: 22. Feb 2021, 08:54

C3KO (Beitrag #14) schrieb:
eine nuControl samt Endstufe, die nuControl hat nen PEQ an Bord, mit dem man die überhöhten Frequenzen im Bassbereich eliminieren kann.


Moin,

das hatte ich auch schon einmal gemacht, was bei mir aber eine deutlich schlechtere Räumlichkeit zur Folge hatte, eklatant.
Da jeder Filter auch Phasenschweinereien mit sich bringt nicht ganz unlogisch.
Zudem ist es auch schwierig ohne genaue Messungen die Problemstellen exakt zu treffen, ausserdem ist es nicht immer ratsam alles glattzubügeln, nicht sinnvolle Filtersetzungen können zwar umständlich mit REW ermittelt werden,
aber das Vergleichsergebnis mit Dirac hat mich gar nicht lange überlegen lassen, wofür ich mich entscheide,
Dirac war auf einem komplett anderen Niveau.

VG
C3KO
Stammgast
#17 erstellt: 22. Feb 2021, 09:23

TheUn4GiveN (Beitrag #15) schrieb:
danke für den ausführlichen Bericht und die tollen Bilder!
Jetzt freue ich mich umso mehr!


Bin schon sehr gespannt wie sie Dir gefallen, bestellst Du sie in weiß oder in schwarz?

Viele Grüße
Thomas
C3KO
Stammgast
#18 erstellt: 22. Feb 2021, 09:26

Prim2357 (Beitrag #16) schrieb:
das hatte ich auch schon einmal gemacht, was bei mir aber eine deutlich schlechtere Räumlichkeit zur Folge hatte, eklatant.
Da jeder Filter auch Phasenschweinereien mit sich bringt nicht ganz unlogisch.
Zudem ist es auch schwierig ohne genaue Messungen die Problemstellen exakt zu treffen, ausserdem ist es nicht immer ratsam alles glattzubügeln, nicht sinnvolle Filtersetzungen können zwar umständlich mit REW ermittelt werden,
aber das Vergleichsergebnis mit Dirac hat mich gar nicht lange überlegen lassen, wofür ich mich entscheide,
Dirac war auf einem komplett anderen Niveau.


Das ist doch mal nen Hinweis, wobei ich die nuControl von einem Raumakustiker einmessen lassen würde, der macht das hauptberuflich und hat viel mit Nubert zu tun.

Ich habe aber auch noch Zeit, ein neuer Verstärker oder ein Kombi steht erst gegen Ende des Jahres auf dem Plan
Balu_2601
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 22. Feb 2021, 10:24
hallo,

zum thema dsp, ich teile eure einwände, da schafft man sich probleme.
habe ich auch schon ausprobiert, im mitten- und höhenbereich einzugreifen,
das will keiner so hören.

mein ansatz war deshalb, lediglich die raummoden zu reduzieren und den übrigen
frequenzbereich nicht zu bearbeiten. weniger ist hier mehr.

mein dspeaker korrigiert lediglich die bassmoden (bei mir besonders 22/ 44 hz und folgende)
bis zur 2-fachen schröder-frequenz (bei mir ca. 310 herz)

und diese korrektur bringt auch im mitten- und höhenbereich eine hörbare verbesserung
die bassmoden überdecken die details im übrigen frequenzbereich nicht mehr.
und vom besseren bassbereich ganz zu schweigen.

welches gerät dazu am besten geeignet ist, einfach mal ausprobieren, mein dsp hat
hier den vorteil, dass er einfach in die bestehende anlage eingeschleift werden kann und
die messung/einstellung ohne weiteres equipment von statten geht. da muss es nicht gleich
ein neuer verstärker sein.

gruß
stefan
Prim2357
Inventar
#20 erstellt: 22. Feb 2021, 10:36
Auch der "Akustiker" kann die Phasenproblematik nicht ausschalten oder überlisten

Welche Ausbildung hat denn der "Raumakustiker" genossen?

Zum Antimode 2.0 Dual Core.
War bei mir Dirac hoffnungslos unterlegen.
Korrekturen oberhalb 150Hz verfälschte den Stimmbereich deutlich.
TheUn4GiveN
Stammgast
#21 erstellt: 22. Feb 2021, 10:41

C3KO (Beitrag #17) schrieb:

TheUn4GiveN (Beitrag #15) schrieb:
danke für den ausführlichen Bericht und die tollen Bilder!
Jetzt freue ich mich umso mehr!


Bin schon sehr gespannt wie sie Dir gefallen, bestellst Du sie in weiß oder in schwarz?

Viele Grüße
Thomas


Hallo Thomas,

ich bestelle in schwarz.

Viele Grüße

Sascha
C3KO
Stammgast
#22 erstellt: 22. Feb 2021, 10:42
@Prim2357: Kann man beim Antimode 2.0 Dual Core nicht einstellen, dass nur unter 150 Hz korrigiert wird?


[Beitrag von C3KO am 22. Feb 2021, 10:43 bearbeitet]
Prim2357
Inventar
#23 erstellt: 22. Feb 2021, 10:46
Doch, natürlich kann man das.
Wie bei Dirac auch.
Trotzdem war das bei mir so gewesen.
Und z.B. ein NAD C 658 welcher deutlich mehr Möglichkeiten hat kostet Strassenpreis nur 500€ mehr...
C3KO
Stammgast
#24 erstellt: 22. Feb 2021, 10:52
Den NAD C 658 und dazu ne schöne Endstufe, auch eine Alternative zum NAD M33.
Balu_2601
Schaut ab und zu mal vorbei
#25 erstellt: 22. Feb 2021, 11:32
hallo,

wenn eine neue vorstufe bei mir fällig wäre, wäre der nad c 658 die allererste wahl,

mit dirac, bluesoundmodul zum streamen aller streamingdienste, auch mit mqa ,
bluetooth apt xp, toller d/a-wandler, das teil ist einzigartig, konkurenzlos und entsprechend
getestet, von der optik mal abesehen.

aber gebraucht für 500 euro, habe ich noch nicht gesehen, schon gar nicht mit bluesoundmodul
für den preis würde ich sofort kaufen, obwohl ich aktuell versorgt bin, bitte um info, sollte jemand
so ein angebot sehen.

zur entsprechenden nad-endstufe, na ja class-d für 2 mille, da bin ich immer noch skeptisch

gruß
stefan
C3KO
Stammgast
#26 erstellt: 22. Feb 2021, 11:37

Balu_2601 (Beitrag #25) schrieb:
aber gebraucht für 500 euro, habe ich noch nicht gesehen, schon gar nicht mit bluesoundmodul
für den preis würde ich sofort kaufen, obwohl ich aktuell versorgt bin, bitte um info, sollte jemand
so ein angebot sehen.

zur entsprechenden nad-endstufe, na ja class-d für 2 mille, da bin ich immer noch skeptisch


Nein, er meinte 500 EUR mehr als das Antimode in neu.

Die NAD C 298 Endstufe kommt mit einer Plastikfront daher, die würde ich nie kaufen. Für 2.000 EUR ne Plastikfront geht mal gar nicht.
Balu_2601
Schaut ab und zu mal vorbei
#27 erstellt: 22. Feb 2021, 12:11
hallo,

zum preis: stimmt, wer lesen kann, ist stets im vorteil

ich würde ihn jedoch nur mit bluesound streamingmodul kaufen,
dann aber 1700 euro !

und dieses oldschooldesign, ehemalige "braun"optik hat mir schon
damals nicht besonders gefallen, schaut halt billig aus. aber bei den
features der vorstufe gibts für mich keine alternativen. oder gleich
eine nad m33

gruß
stefan
JokerofDarkness
Inventar
#28 erstellt: 22. Feb 2021, 12:19
Wie bereits erwähnt, toller Bericht und optisch auch schön in Szene gesetzt.
C3KO
Stammgast
#29 erstellt: 22. Feb 2021, 13:49
Danke Dir
-Timo83-
Stammgast
#30 erstellt: 22. Feb 2021, 17:15
Danke auch für den Bericht. Super gegliedert.
Kepler
Stammgast
#31 erstellt: 22. Feb 2021, 18:48

Prim2357 (Beitrag #20) schrieb:


Zum Antimode 2.0 Dual Core.
War bei mir Dirac hoffnungslos unterlegen.


Das kann ich bestätigen. Ich hatte das Antimode 2,0 auch eine Zeit lang.
Bin ich nie mit glücklich gewesen.

Jetzt mit Dirac sieht das völlig anders aus.
Balu_2601
Schaut ab und zu mal vorbei
#32 erstellt: 22. Feb 2021, 19:41
hallo,

ist zwar jetzt nicht der richtige thread, aber jetzt mal butter bei die fische,
ich lerne gerne dazu, mit dirac habe ich keine persönlichen erfahrungen.

dirac gegen antimode, was sind denn konkret eure persönlichen erfahrungen ?

was kann der ein besser als der andere oder gar nicht, wie klingts
oder sind beide überhaupt nicht vergleichbar, da verschiedene zielgruppen?

gibts im hifi-forum vieleicht schon einen thread für diese diskussion ?
(vom antimode gibts ja schon einen, nur dort keinen richtigen vergleich)

danke und gruß
stefan
C3KO
Stammgast
#33 erstellt: 22. Feb 2021, 19:42
Das soll ja hier kein Antimode vs Dirac Battle werden, aber was macht Dirac denn besser, wenn man als Beispiel nur den Bereich < 150 Hz korrigieren möchte?

Edit: Stefan und ich haben uns nicht abgesprochen, Zufall


[Beitrag von C3KO am 22. Feb 2021, 19:44 bearbeitet]
C3KO
Stammgast
#34 erstellt: 22. Feb 2021, 19:49

-Timo83- (Beitrag #30) schrieb:
Danke auch für den Bericht. Super gegliedert.


Danke
Prim2357
Inventar
#35 erstellt: 22. Feb 2021, 20:09
Moin,

die Theorie

Antimode 2.0

- Standardmäßig keine Mehrpunkteinmessung, manuell sind 3 Punkte möglich
- FIR und IIR Filter
- keine Korrektur im Zeitbereich
- Frequenzbeschränkung der automatischen Einmessung bis 500Hz, darüber Anpassung via PEQ möglich
- geschlossenes System, dh keine frei Wähl- und anpassbare Zielkurve (Amplitude F-Gang), dafür diverse Anpassungsmöglichkeiten + frei wählbare PEQ
- Möglichkeit einer 1.1 Weiche

Dirac
Mehrpunkteinmessung
- FIR und IIR Filter
- Korrektur im Zeitbereich
- manuelle Frequenzbeschränkung der Einmessung möglich
- frei Wähl- und anpassbare Zielkurve (Amplitude F-Gang)
- keine gehörrichtige Lautstärkeanpassung

Subjektiv war das Antimode bei mir und meiner Konstellation unterlegen.
Etwa zeitgleich hatte ich die PC Version von Dirac, welche subjektiv deutlich besser gefiel, aber aufgrund der Nichtkorrektur von anderen Quellen sowie auch keiner vollen Zufriedenheit habe ich die Testversion nicht verlängert.
Als dann dier ersten NAD Geräte mit Dirac auf den Markt kamen war ich sofort zur Stelle und würde sagen das sich seit der PC Version nochmal sehr viel bei Dirac getan hat, im Positiven natürlich.

Desweiteren halte ich Dirac in den NAD Geräten für mittlerweile so gut, das sich auch zum größten Teil eine Korrektur über den gesamten Frequenzbereich sich absolut mehrheitlich positiv auswirken dürfte.

Ist aber nur m.M..

Gruß
C3KO
Stammgast
#36 erstellt: 23. Feb 2021, 08:44
Danke für die Gegenüberstellung, aber so richtig klar ist mir der Vorteil einer reinen Bassentzerrung durch Dirac im Gegensatz zum Antimode noch nicht geworden. Ist der Bassbereich mit Dirac sauberer, oder ist er lediglich durch die vielen Messpunkte rund um die Hörposition gleichmäßiger sauberer?

Ich muss mich da wohl besser einarbeiten

Für mich rückt der NAD M33 immer näher in Richtung präferierter Verstärker, mal sehen was der Markt im Laufe des Jahres noch rausbringt.
martin5783
Stammgast
#37 erstellt: 23. Feb 2021, 10:35
Toller Thread!
Tolle Lautsprecher!

Auf keinem Fall würde ich zum NAD M33 raten.
Ich spreche da aus Erfahrung. Dirac ist der neuste Bullshit der HiFi-Industrie.
Ich behaupte mal, du stehst auf strammen, stabilen und extremst sauberen Klang. So liefern die Canton - ohne wenn und aber klingen die genau, korrekt und richtig.
Dirac als solches würde dir nur den Klang verbiegen. Und ein NAD M33 ist ein All-In-One-Gerät. Kann alles - aber macht nix richtig.


Richtig gute Elektronik bieten da ebenfalls Hersteller aus dem präferierten Lande - sogar auf dem Gebrauchtmarkt.
Ganz ehrlich: an deine 3K würde ein PA 3000 HV wunderbar passen. Bitte kein China-Böller ....
C3KO
Stammgast
#38 erstellt: 23. Feb 2021, 11:06

martin5783 (Beitrag #37) schrieb:
Toller Thread!
Tolle Lautsprecher!


Danke

Zum NAD hab ich bisher nur Positives gelesen, aber auch Deine Meinung zum NAD und Dirac ist mir sehr willkommen Ich bin noch lange nicht soweit mich zu entscheiden, wie oben erwähnt, steht auch der Hegel H390 und der Rotel Michi X3 auf dem Zettel.

Wenn man leichte Probleme mit Raummoden hat und lediglich den Bass entzerren möchte, aber keine Möglichkeit hat die Aufstellung zu ändern, was wäre dann für Dich der richtige Weg?
martin5783
Stammgast
#39 erstellt: 23. Feb 2021, 11:57
Also mein Hegel flog direkt nach 2 Monaten raus, weil der a) kein vernünftiges Streaming konnte und b) im Standby rund 35 Watt Strom benötigt. Für mich ein klarer Fall einer typischer Fehlkonstruktion.
Der M10 fand dann Einzug, aber damit und mit Dirac war ich richtig auf dem Kriegsfuß. Eine separat manuelle Anpassung der Frequenzgänge im Bass- und Hochtonbereich ist nicht möglich. Ein M33 als Leihgerät brachte ebenfalls bei mir keine klangliche Verbesserung. Für den Preis völlig überzogen!
Kurzer Hand ist bei mir der T+A PA 1100 E eingezogen und den kann ich wärmstens empfehlen. Die Klangregelung ist hier clever gelöst und könnte sicherlich auch bei Raummoden entgegenwirken. Oldschool aber effektiv - es wird damit kein Klang verbogen, sondern verbessert.
Der Michi X3 ist ein schickes Gerät. Kenne ich jetzt nicht vom Klang her.... Mir gefällt das massive Gehäuse mit den gezackten Reglern an der Front und das weiße Display sehr gut. Ansonsten kann ich kein weiteres Ausstattungskriterium entdecken, dass den Michi X3 von meinem PA 1100 E jetzt aufwertet. Im Gegenteil: mir würde HDMI fehlen.

Da du ja glücklicherweise am Ende deiner Suche angekommen bist, hast du den Vorteil hier gezielt nach Verbesserungen an Elektronik zu testen.
Balu_2601
Schaut ab und zu mal vorbei
#40 erstellt: 23. Feb 2021, 12:13
hallo,

aus meiner sicht nochmal zum thema dsp: notwendigkeit, sinnhaftigkeit, klang

für guten klang gibts mE nunmal 2 wichtige aspekte:

-einmal die kette/das equipment, angefangen von der quelle/der musik zb von cd oder streaming
über die geräte (einschl. kabel, stromversorgung) zu den lautsprechern.

da muss alles passen und sollte auf einem annähernd gleichem "qualitätslevel" sein. besonders
wichtig sind für mich die quelle/das aufgenommene musikstück und die lautsprecher, da kann man
am meisten was verbessern.

(bitte jetzt keine verstärker/kabelklangdiskussion !)

und

-die raumakustik, wer schon mal testsignale aufgelegt hat und durch seinen raum geschlendert
ist, kann leicht nachvollziehen, was raummoden sind, wie reflektionen den klang beeinflussen
und den ursprünglich "glatten" frequenzgang der lautsprecher am hörplatz verändern.

der glatte frequenzgang der lautsprecher wird ja in optimierten räumen u.a. in 1 meter abstand
gemessen, von der realität im eigenen wohnzimmer deutlich entfernt.

bei möglichen eingriffen, um den klang zu verbessern, ist es jedoch wie bei corona, da gibt sehr
viele pysikalische parameter, die sich gegenseitig beeinflussen und dadurch die sensible, komplexe
musik beeinflussen, da gibts keinen königsweg, das eine verbessern heißt meist andere parameter
/und den klang zu verschlechtern. musikaufnahmen sollten daher mM grundsätzlich im originalzustand
abgespielt werden.

für mich mit einer ausnahme, wenn aspekte der raumakustik den klang deutlich verschlechtert und
dagegen ein behutsamer eingriff hilft, der den sensiblen klang in seiner gesamtheit möglicht unbeeinflußt
lässt.

das ist mE beim bekämpfen von raummoden der fall, hier werden im einem definiertem bassbereich
(zB bis 155 hz, der schröderfrequenz bei mir) die resonanzfrequenzen des hörraumes abgemildert,
der restliche bereich bleibt unbeinflusst. ein sauberer bassbereich und auch eine verbesserung der
übrigen frequenzbereiche (durch nichtüberdeckung eines dröhnenden bass) war bei mir überaus
deutlich zu hören.

auch neueste software kann eine komplette bearbeitung des gesamten frequenzbereiches ohne negative folgen nicht leisten, aber das ist ein ungeprüftes vorurteil von mir.
eine software verändert ja nur das musiksignal und nicht die ursache, resonanzen und reflexionen eines raumes sind ja immer noch vorhanden.

gruß
stefan
C3KO
Stammgast
#41 erstellt: 23. Feb 2021, 13:04
@martin5783

Welchen Hegel hattest Du genau, etwa den H390? Klingt ja nicht so dolle, wenn Streaming nicht richtig funktioniert und die Kiste dann auch noch ohne Ende Strom zieht im Standby.

Bzgl. T+A PA 1100 E kann ich jetzt nicht erkennen, was an der Klangregelung so clever gelöst ist? Die Filter greifen nur bei den Digitaleingängen, die ich alle nicht brauche, zumindest aktuell nicht. Oder hab ich was überlesen bzgl. T+A

@Stefan

Ich sehe das wie Du, ein behutsamer Eingriff <150 Hz, verbiegt mitnichten den Frequenzgang.

Ich finde die Diskussion übrigens sehr aufschlussreich


[Beitrag von C3KO am 23. Feb 2021, 13:12 bearbeitet]
Prim2357
Inventar
#42 erstellt: 23. Feb 2021, 13:59
Ich denke du musst letztlich einfach mehrere Sachen testen, und dich schlussendlich für das entscheiden,
was bei dir den besten Erfolg bringt, sei es subjektiv oder auch nicht,
du musst schließlich damit leben und hören.

Wenn ich schon lese das manuelle Anpassungen im Bass und Mittel/Hochtonbereich bei Dirac nicht separat möglich sind,
dann erkenne ich sofort den Fehler#46.

Es gibt keine Standard Lösung welche immer die beste Lösung darstellt, sondern es ist meiner Meinung nach stets individuell zu betrachten,
und selbstverständlich ist keine Korrektur die beste Korrektur.
Kommen allerdings raumakustische Probleme hinzu wie hier angesprochen, dann kann man bestenfalls aktive akustische Maßnahmen dagegen einsetzen,
oder eben elektronische als 2. Wahl, um diese negativen Auswirkungen abzumildern.
Das Antimode ist quasi Plug and Play in der Anwendung im Bassbereich, und erledigt diese Aufgabe auch oft zufriedenstellend.
Dirac kann man ebenso begrenzen falls man nicht weiter nach oben korrigieren möchte, das ist kein Problem.
Nicht selten aber auch nicht immer werden aber auch hier Verbesserungen erzielt, das Gute daran, man kann es austesten und bei Nichtgefallen wieder den Eingriff begrenzen.
Der Einsatz von diversen altmodischen EQ Lösungen kann funktionieren, aber jeder Filter verursacht Phasendrehungen welche ich auch nicht unbedingt haben möchte, da ich damit schon wie beschrieben sehr, sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe.

Wenn du die Kohle übrig hast würde ich an deiner Stelle den genannten T&A PA 3000 HV ausleihen, aber nur mit dem optionalen Klangprozessormodul.
Wenn es damit klappt deine Raum und Aufstellprobleme zu beheben hast du einen der schönsten Amps die ich kenne,
vllt auch den Schönsten (subjektiv).
Damit hättest du neben der parametrischen Loudness auch die Möglichkeit drei PEQ Filter mit dem T&A zu setzen um die störenden Moden abzusenken.

Gruß


[Beitrag von Prim2357 am 23. Feb 2021, 14:00 bearbeitet]
martin5783
Stammgast
#43 erstellt: 23. Feb 2021, 14:20

Prim2357 (Beitrag #42) schrieb:
Wenn ich schon lese das manuelle Anpassungen im Bass und Mittel/Hochtonbereich bei Dirac nicht separat möglich sind


Geht nicht. Man kann den Bass und Hochtonbereich nicht separat korrigieren. Beispiel: den Mitteltonbereich außen vor lassen, sagen wir. z.B. 300 Hz bis 2200 Hz, ist nicht möglich.

Dirac verbiegt dir den Klang komplett, selbst wenn du nur bis 150 Hz korrigierst.
Prim2357
Inventar
#44 erstellt: 23. Feb 2021, 14:31

martin5783 (Beitrag #43) schrieb:


Dirac verbiegt dir den Klang komplett, selbst wenn du nur bis 150 Hz korrigierst.


Falsch.

Was stimmt ist, das man die Korrekturvorhänge nicht so schieben kann, das man dazwischen Frequenzbereiche auslassen kann.
Dies ist aus DSP Sicht auch sinnbefreit, da das System eben auch über die Zeitebene korrigiert,
kann man nur unten oder oben komplett weglassen.
Was man allerdings machen kann ist der Bereich welcher nicht korrigiert werden soll, das mit diversen Dirac Punkten die originale Kurve nachbaut,
ist zwar umständlich aber machbar.

Zudem hätte man die Möglichkeit bis 300Hz zu korrigieren, und für den Hochtonbereich wie auch beim T&A und NAD vorhanden mit dem Klangregler zu arbeiten.

Will man den Klang des Lautsprechers an sich hören,
müsste man auf Trinnov wechseln, welcher quasi nur die Raumeinflüsse rausrechnet und nicht nach diversen vorgegebenen Klangkurven.


[Beitrag von Prim2357 am 23. Feb 2021, 14:35 bearbeitet]
Subfreak
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 23. Feb 2021, 14:47
Moin,
@C3KO:
Beim Rotel Michi X3 solltest du unbedingt auf Rauschen und auf Trafobrummen achten. Es gab in der Vergangenheit bei Rotel schon häufiger Probleme damit.

Nur ein gut gemeinter Tipp.

Beste Grüße

Subfreak
martin5783
Stammgast
#46 erstellt: 23. Feb 2021, 15:04
@C3KO

Ich hatte den H190 für zwo Monate zum Testen und hatte mehrmals Abbrüche beim Streaming (obwohl verkabelt). Und der hohe Standby-Verbrauch ist heftig (hochgerechnet auf ein Jahr eine unnötige Ausgabe & fast eine Umwelt-Sünde).
All-In-One-Geräte wie auch der NAD M33 sind vom Konzept her sehr interessant, aber wie jetzt schon erlebt einfach nicht ausgereift.

Früher war das auch schon so. Einzelkomponenten waren schon immer besser.

Liebgemeinter Tipp. Streich den Hegel auf deiner Wunschliste und ersetze ihn durch ein T+A.
Den Rotel Michi X3 würde ich auch in die engere Auswahl nehmen.
Aber wie gesagt, hier würde mir persönlich das HDMI-Board mit ARC fehlen.
Beim PA 1100 E bist du inkl. optionalem HDMI-Modul und optionalem Phono-Modul sogar unter dem Preis des Rotel und bist klanglich auf sehr sehr hohem Level.
C3KO
Stammgast
#47 erstellt: 23. Feb 2021, 16:05
@Prim2357

Ich muss mich da rantasten, vielleicht versuche ich mal ein Antimode zu leihen, könnte es dankt Monitor In&Out wunderbar bei meinem Cambridge einschleifen.

@Subfreak

Ich hatte schon einiges von Rotel stehen, bisher noch nie Probleme gehabt. Aber klar, drauf achten würde ich selbstverständlich.

@martin5783

Hdmi brauche ich nicht, aber trotzdem ist Dein T&A interessant. Der Rotel ist schon toll, viele Möglichkeiten den Raummoden zu begegnen, hat man dann allerdings nicht.
Ecki321
Stammgast
#48 erstellt: 24. Feb 2021, 23:22
Glückwunsch zum Boxenkauf. Die Reference 3k sind Prachtstücke, keine Frage.

Ich schaue mich auch gerade nach möglichen Nachfolgern für meine Lautsprecher um ... und denke da auch an sowas wie den letzten großen Boxenkauf. Die Cantons stehen ebenfalls auf der Liste, die allerdings noch ein bisschen länger und noch kein bisschen abgearbeitet ist.
(Nubert Nuvero 170, Quadral Aurum Vulkan/Titan, Dali Epicon 6/8 oder doch B&W oder ... mal hören und abwägen)

Dann wünsche ich noch ein gutes Händchen bei der Verstärkerauswahl. So kann man die Wirtschaft auch ankurbeln.
C3KO
Stammgast
#49 erstellt: 25. Feb 2021, 07:46
Ich danke Dir

Die nuVero 170 ist ja ein ziemlicher Trümmer, ich hatte die 140 für eine Woche hier stehen und die war schon riesig. Schau doch mal ins Nubert Forum, da gab es mal einen nuDay mit dem Vergleich 170 vs. 140, liegen beide nicht sehr weit auseinander.

Ansonsten tolle Auswahl, sehr bunte Palette, wünsche Dir viel Spaß
C3KO
Stammgast
#50 erstellt: 27. Feb 2021, 14:06
Ich hatte einige Anfragen über PN was für ein Deckensegel ich denn hängen hätte, aufgrund der Nachfrage hier ein paar Bilder.

Jedes Segel hat einen Alurahmen und ein Akustikvlies von 3,5 cm. Um die akustische Wirkung zu verstärken, habe ich 10 cm starke Basotect Platten zwischen Segel und Decke integriert, was den Nachhall nochmal reduziert.

1

2

3


[Beitrag von C3KO am 27. Feb 2021, 14:07 bearbeitet]
Balu_2601
Schaut ab und zu mal vorbei
#51 erstellt: 28. Feb 2021, 12:16
sehr schön, stylisch und wohnraumtauglich,
hat du erfahrungen mit vorher/nachher-effekt ?
gruß
stefan
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