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Umfrage
HiFi - Wie betreibst Du das Hobby?
1. Ich möchte möglichst genau das vorliegende Master reproduzieren und halte mich an Messwerte und Vorgaben (10 %, 18 Stimmen)
2. Ich möchte mehr oder weniger das vorliegende Master reproduzieren, gebe meinem Geschmack aber auch ein wenig Spielraum (30.6 %, 55 Stimmen)
3. Ich möchte Musik nach meinem Geschmack hören und mich interessiert das Master nicht (59.4 %, 107 Stimmen)
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HiFi - Wie betreibst Du das Hobby?

+A -A
Autor
Beitrag
HiFi-Tweety
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 28. Dez 2015, 15:51
Guten Tag lieber HiFi-Freund

Mich interessiert, wie sehr Du das Thema HiFi (Reproduktion eines Masters) für dich umsetzt.

Bist Du jemand, der seine HiFi-Anlage nach allgemein gültigen Vorgaben ( EBU 3276 ) aussucht und aufbaut oder interessiert dich ausschließlich, dass es deinem Geschmack entspricht und damit bist Du glücklich?

Oder siehst Du es ganz anders?


Mein Interesse kommt aus diversen Gesprächen mit Menschen, die "eigentlich" das gleiche Hobby "HiFi" betreiben, ich mich mit diesen jedoch nur über Geräte unterhalten kann, aber über klangliche Inhalte der Musik so gut wie nie.
Wenn ich beispielsweise über eine Bassschwäche einer Aufnahme spreche (Gerade im Rock ganz gerne mal vorhanden) und mir dann entgegnet wird, dass er diese so nicht hört, ganz im Gegenteil, dass die Aufnahme bei ihm total aufgedickt und schwammig im Bass klingt, dann bin ich im erstem Moment verwundert.

Inzwischen bin ich viel herum gereist und habe versucht so viele Anlagen wie möglich bei Privatpersonen zu hören, um mir diesen Sachverhalt erklären zu können. Im vorliegenden Beispiel war die Lösung ganz einfach. 2 richtig "fette" Raummoden im Bass und bei diesem Herrn klingt so ziemlich jede Aufnahme im Bass matschig und fett. Klar war auch, dass der Herr jeden nur erdenklichen Wechsel innerhalb seines Geräteparks sofort hört, bis hin zu den Stromkabeln, jedoch dieser offensichtliche und objektive Reproduktions-Fehler in seiner Wiedergabe keinen Belang hat.
Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich sagen, dass die Bearbeitung der Raumakustik auch nicht so einfach zu bewerkstelligen ist, wie der Wechsel eines Gerätes und auch nicht den "Prestige" mit sich bringt, aber ich möchte auf diese Unterstellung an dieser Stelle verzichten.

Jedoch haben mich Begegnungen wie mit diesem Menschen ein wenig nachdenklich gestimmt.

Woran liegt es also, dass in vollkommen halligen Räumlichkeiten Anlagen stehen, die definitiv "richtig" klingen könnten, sofern ihnen räumlich die Möglichkeit dazu gegeben werden und auf der anderen Seite, warum Geräte/Lautsprecher gekauft werden, die eine möglichst genaue Reproduktion gar nicht erst möglich machen, weil sie von Hause aus ein Sounding haben, welches die Wiedergabe verfälscht.

Ich kann mir das nur damit erklären, dass die Zielsetzung eine ganz andere ist und bei solchen Menschen, wie in meinem Beispiel, das "Gerätehören" das eigentliche Hobby ist und nicht das Musikhören oder deren möglichst genauen Reproduktion.


Deshalb interessiert mich, wie gehst Du an HiFi heran? Wie betreibst Du es und worauf legst Du dabei besondern Wert?
Zieselmaus
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 28. Dez 2015, 16:39
Hallo Sascha,

ich sehe da im Grunde kein "Entweder <-> Oder" .
Im Grunde höre (und liebe) ich Musik seit ich krauchen kann.
(Höre täglich etwa 1-2 Stunden)
Mir gehts also in erster Linie darum Musik zu hören.
HiFi darum, weil es für mich (für wen nicht) wichtig ist sie in möglichst hoher Qualität wieder gegeben zu wissen.

Unter anderem aus dem Grund verwende ich dafür "Hifi für die Schublade" oder "Personal-Hifi" wie ich es auch gern nenne.
Sprich, Kopfhörer, Kopfhörer-Verstärker, und einen portablen Player.
Ist das ordentlich aufeinander abgestimmt, dann wird man durchaus ein neutrales Klangbild bekommen.
(Und man kann es sich obendrein auch noch nach Gusto (ver)sounden )

Raumbezogenes Hifi in "Master-Sound" ist vielleicht in vielen Fällen auch eine Frage der Möglichkeiten.
Das Wissen darum ergibt nicht automatisch das man es sich realisiert (realisieren kann) .
Ich verzichte nicht drauf, weil ich sehr viele Schallplatten habe.
Nachvollziebar ist mir Deine Beobachtung, das mancher sich "was hinstellt" das vielleicht gut fürs Ego ist weils teuer ist.
Dabei dann raumakustische oder tonteschnische Aspekte hinten an stellt, weil wahrscheinlich auch das Wissen darum fehlt.
Zur Not dreht man an den Knöpfen bis es klingt, oder benutzt ein Einmessmikrofon.

Was ich vermisse ist (als Themenersteller) Dein Standpunkt dazu :-)

Gruß aus Berlin
Michael
HiFi-Tweety
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 28. Dez 2015, 21:18
Hallo Michael,

meinen Standpunkt habe ich bewusst weg gelassen, aber wenn du mich schon so direkt darauf ansprichst...

Ich halte es in meinem Leben so wie in meiner Signatur: "Mache es richtig oder lasse es bleiben!"

So also auch beim HiFi.

Ich habe mich viel mit der Theorie beschäftigt, dann Kontakt zu Tonstudios gesucht, daraufhin ein paar Tonmeister kennen gelernt, mich mit diesen über Normen für Studios unterhalten, dann Quellen bekommen, mich da wieder eingelesen usw.

Letztlich gehe ich fast alle Sachen in meinem Leben sachlich und objektiv an. Das heißt, ich stelle mir die Frage, was ich möchte, definiere ein Ziel und setze dann alles um, sodass ich an dieses Ziel komme. Kompromisse mag ich nicht und versuche diese so gut es nur geht nicht zu zu lassen.

Bei HiFi ist das Ziel vorgegeben, da muss ich also keines definieren, sondern es nur umsetzen, sofern ich denn HiFi betreiben möchte und nicht "Musikhören ohne das Lautsprecher zu sehen sind" oder "Ich möchte hören, sodass es mir immer gefällt", was ganz klar auch seine Berechtigung hat, nur im eigentlichen Sinn mit HiFi nichts zu tun hat.

So ist auch im Jahr 2009 mein Lautsprecher entstanden. Ein Freund von mir hat die Chassis simuliert, da ich das zu diesem Zeitpunkt nicht konnte und es bei ihm gelernt habe und von Anfang an stand fest, was der Lautsprecher Messtechnisch können muss. Im ganzen Entstehungsprozess ist er nicht einmal gehört worden, sondern ausschließlich gemessen. Das zog sich ein 3/4 Jahr hin, bis er dann endlich so war.
Beim Raum bin ich dann auch so vor gegangen. Ich wohne jetzt fast 4 Jahre in meinem Haus und der Raum ist vor dem Einzug von mir simuliert worden und ich habe simuliert, was alles gemacht werden muss, damit er den Studionormen entspricht. Dadurch, dass das umsetzbar war, wurde es dann auch das Haus und ich habe mit den Umbaumaßnahmen innerhalb des Raums angefangen. Bis zu diesem Zeitpunkt hat noch kein Lautsprecher in dem Raum gestanden. Erst nach dem alles so weit war, habe ich Messungen im Raum vorgenommen, sodass ich kontrollieren konnte, ob das alles so funktioniert hat, wie die Simulation es ergeben hat und ja, es hat alles gepasst und erst dann sind die Lautsprecher in den Raum gekommen.
Dann gab es in Sachen Einrichtung ein paar Änderungen, bis zum jetzigen Punkt, an dem alles passt (Messtechnisch).

Überraschender Weise hat es klanglich nie enttäuscht. Das Gegenteil ist der Fall. Klanglich waren die Messwerte immer nachvollziehbar und inzwischen höre ich, was das Mastering her gibt und genieße somit die Musik so, wie sie von den Kunstschaffenden gedacht ist.
Ich entscheide dann nur noch, ob mir die Musik und die Aufnahme gefällt und suche die Gründe für ein Nichtgefallen nicht bei der Anlage, denn hier habe ich die Gewissheit, dass alles richtig ist, sondern kann einfach akzeptieren, dass mir dieses musikalische Produkt nicht gefällt und fertig.

Vor gut 2 Wochen war ein HiFi-Bekannter vom Analogstammtisch aus Frankfurt bei mir und er ist mehr so der Typ für Röhren und Hörner und er mochte mal bei mir hören. Meine Erwartung war, dass es ihm nicht gefallen wird, denn bei mir klingt definitiv nichts nach Röhren und Hörnern, aber seiner Aussage nach war das mit das Beste, das er je gehört hat. Mit etwas über 60 und mehr als 40 Jahren mit diesem Hobby, mag ich das als Kompliment auffassen.

Meine Erfahrung bis jetzt ist, dass ich niemanden kenne, der eine wirklich neutrale HiFi-Anlage nicht zu schätzen wusste und die ihm nicht gefallen hat, sondern es eher darauf hinaus läuft, dass sie noch nie eine gehört haben und bei sich selbst die HiFi-Anlage immer in irgend einer Richtung verändert wird, um vorhandene Probleme zu beheben, dafür aber andere erzeugt werden, die im ersten Moment den Hörer subjektiv "an machen", auf lange Zeit gesehen, aber auch wieder nicht zur Zufriedenheit führen.


Jetzt kommt dazu aber die Zielsetzung, daher auch meine Frage hier im Forum. Welches Ziel wird denn verfolgt? Gibt es überhaupt ein Ziel?

Und wenn jemand in diesem Forum nach Hilfe fragt (Lautsprecher richtig aufstellen / Passt der Verstärker etc.), dann ist das eine Frage nach einer objektiv richtigen Antwort, die auf ein Ziel ausgerichtet ist. Richtiges HiFi.
Wenn wir uns aber nicht einmal darüber einig sind, was HiFi eigentlich ist und wie es "richtig" gelebt wird, wie soll eine solche Frage eines Users richtig beantwortet werden?
Was spricht dagegen 2 Lautsprecher (R+L) zusammen übereinander in eine Raumecke zu stellen, wenn nicht der Anspruch HiFi lautet?

Ich persönlich erachte viele HiFi-Lautsprecher eben nicht als diese. Sie sind in meinen Augen kein HiFi, weil sie die Anforderungen die vom deutschen Tonmeisterverband oder anderen internationalen Institutionen aufgestellt wurden, gar nicht erreichen noch einhalten.

Das führt mich wieder zur Frage, welche Anforderungen stellst Du/Ihr an das Thema "HiFi" / Musikwiedergabe und wie gehst Du/Ihr es an.
Saber-Rider
Stammgast
#4 erstellt: 28. Dez 2015, 21:57
Imo gehört da noch eine 4. Option rein: Über alle 3 Optionen habe ich mir noch nie Gedanken gemacht und werde ich mir nie machen. Just Music


[Beitrag von Saber-Rider am 28. Dez 2015, 21:57 bearbeitet]
RocknRollCowboy
Inventar
#5 erstellt: 28. Dez 2015, 22:02
Servus.

Dann probier ich mal meinen Standpunkt rüberzubringen.

Ich bin jetzt nicht so drauf aus einen möglichst linearen Frequenzgang hinzubringen. Bei mir muss der Sound "einrasten".
Ich höre teilweise gerne mal laut in "Rockkonzert-Lautstärke".
Meine Raumakustik ist nicht optimiert, aber ich würde sie als überdurchschnittlich gut bezeichnen. Gutes Stereodreieck, Raum nach hinten offen. Ziemlich voll die Bude mit Regalen und schluckenden Interieur. (Bilder zeig ich Euch aber nicht. Ist ein Single-Haushalt. )

Auf Kabel und so was leg ich keinen Wert. Hab auch keine hochpreisigen Sachen.
Meistens höre ich mit einem alten Sony AVR aus der QS Serie (Siehe Profil) mit Heco Precision 400 Lautsprechern (BJ: Ende 70´ er). Die haben einen ziemlich linearen Frequenzgang. Loudness oder sowas ist nicht drin.
Wenn ich aber mal Pegel hören will, schalte ich einen kleinen Canton AS 5 Sub dazu. Das gibt einen schönen Kickbass, ähnlich wie bei einem Live Konzert (Richtung Rock).
Damit bin ich eigentlich schon sehr zufrieden. Ich hatte hier auch schon deutlich teurere Lautsprecher (vom Händler geliehen) Dynaudio, Klipsch, usw...
Die konnten mich aber nicht so richtig überzeugen, wenn ich die Hecos gegengehört habe. Waren in Teilbereichen besser, aber der Preis war es mir nicht wert, es hat nicht "Ja, das ist es" gemacht
Eigentlich bin ich nicht mehr auf der Suche. Wenn aber über Ebay Kleinanzeigen ein Schnäppchen zu machen ist, dann schlag ich zu und teste die Lautsprecher. Falls es nicht gefällt (was gegen die Hecos bis jetzt immer der Fall war), gehen die zum Selbstkostenpreis weiter an Freunde.

Dann hab ich noch die Schiene "Röhre und Hörner".
Ein Cayin A 55T mit Selbstbau Fostex-Hörnern.
Das ist kein "Hifi" macht aber dennoch auch Spaß.
Das ist aber mehr die "emotionelle" Schiene. Die Röhren glühen so schön und mit einem Glas Wein Musik zu hören bei abgedunkeltem Zimmer und das Glühen zu sehen hat auch was.
Ich weiß jetzt nicht was ich besser oder schlechter finde. Kommt auf meine Verfassung drauf an.
Eventuell hilft es was, wenn ich schreibe, daß ich meist mit den Hecos und dem Sony AVR höre.

Gruß
Georg

Edit:
Verdammt, jetzt hab ich erst die Abstimmung ganz oben gesehen. Sorry, dann gilt mein Post wohl als "Off-Topic"
Nochmal Edit: Dann tendiere ich zu 2.


[Beitrag von RocknRollCowboy am 28. Dez 2015, 22:06 bearbeitet]
Puuhbaer68
Stammgast
#6 erstellt: 28. Dez 2015, 22:03
Tja, Sascha,

jetzt hast du mich schlecht draufgebracht .

Ich dachte doch tatsächlich, ich hätte eine "HIFI"-Anlage zuhause stehen, mit der ich genüsslich Musik hören kann. Scheint wohl nicht so zu sein. Ich denke nun, ich habe meinem Hobby den falschen Namen gegeben. Ich höre sehr gerne und oft Musik, kann auch falsche von richtigen Tönen unterscheiden (bei z.B. Live-Musik) und habe versucht, meine Anlage einigermaßen ordentlich aufzustellen.
Wenn ich aber deinen zweiten Beitrag so lese (ich kenne auch deinen Raum und die Entstehungsgeschichte aus dem Forum hier), dann habe ich wohl versagt.

Wo liegt nun mein Problem?
Nun, ich wohne in einem Wohnzimmer, darin befindet sich die Anlage. So wird das auch bleiben. Ich werde sicherlich nicht den Wohnraum zum Abhörstudio machen. Selbst wenn ich einen Extraraum hätte, würde ich diesen nicht dazu nutzen, ihn zum Studio umzufunktionieren (für einen Extraraum hätte ich andere Verwendung).

Warum nicht?
Weil ich meinem Hobby den falschen Namen gegeben habe! Ich möchte Musik hören, in ordentlicher Qualität!
Ob und wie nahe die dann am Studiomaster ist, ist mir reichlich egal, solange ich keine Zahnschmerzen beim Hören bekomme (etwas überspitzt ausgedrückt)!

Muss es dafür möglichst nahe am Master sein?
Nur in Grenzen, jedenflass für mich. Einen falschen Ton des Trompeters höre ich auch, wenn der Raum nicht optimiert ist. Das stört mich wesentlich mehr, als wenn z.B. der Frequenzgang nicht linear oder die Nachhallzeiten etwas zu groß sind. Deshalb kann mir eine Aufnahme trotzdem gefallen - oder auch nicht. Deshalb kann das Orchester trotzdem gut gespielt haben - oder auch nicht. Deshalb kann der Gittarist trotzdem ein tolles Solo hingelegt haben - oder auch nicht.
DAS ist mein Hobby - hat dann wohl nichts mit Hifi zu tun.

Nicht missverstehen:
So eine Anlage in einem Raum wie in deinem ist sicherlich ganz große Klasse. Mit meinen bescheidenen Mitteln, die ich in meinen Wohnzimmer umsetzen kann und möchte (dazu gehört auch, dass ich keine Absorber/Diffusoren etc. verbauen möchte), kann ich da sicherlich nicht hinkommen. Aber auf die grundlegenden Dinge kann man ja trotzdem achtgeben.

Aber wird die Musik, die du in deinem Raum hörst, deshalb besser, weil dein Raum akustisch optimiert ist und sie möglichst nahe am Master ist? Ich denke nicht.

Ich finde es toll, wenn du alle Dinge so angehst, wie beschrieben, also immer alles zu 100% (wenn das überhaupt machbar ist). Aber sollte man dann jemandem sein "Hobby" absprechen, nur weil dieser nur mit 50% "bei der Sache" ist? Wenn jemand schreibt, dass er gerne tanzt, dass das sein Hobby wäre, muss er dann darin Weltmeister sein? Oder reicht es nicht auch, wenn er des öfteren mal gerne "eine flotte Sohle auf Parkett" legt (halt öfter und eventuell etwas besser als der Durchschnitt)? Würdest du dann zu ihm sagen: "Nein, das ist nicht dein Hobby, weil du es nicht perfekt kannst!"?

Ach so: muss ich mich jetzt aus dem "HIFI"-Forum abmelden, weil ich kein "HIFI" höre .


[Beitrag von Puuhbaer68 am 28. Dez 2015, 22:06 bearbeitet]
wilder-Denker
Stammgast
#7 erstellt: 28. Dez 2015, 22:43

HiFi-Tweety (Beitrag #3) schrieb:
Welches Ziel wird denn verfolgt? Gibt es überhaupt ein Ziel?


... mein Ziel wäre - ähnlich dem einiger Vorposter - in meiner "Bude" angenehm leben zu können und nebenbei meiner Leidenschaft "Musik hören" nachzukommen. Dabei will ich einen für mich angenehmen Sound ohne daß die wohnlichen Eigenschaften zu sehr vernachlässigt werden, keinesfalls einen sterilen Hörraum bei dem ich im perfekten "Lauschdreieck" verharren muß um ein Ohrgasmus zu haben. Ein Master ist für mich der Besuch eines Konzertes und zwar so, wie es da eben klingt (auch wenn ich nicht mit dem Mischpult verkabelt bin) ... meine Wohnung ist kein Konzertraum / genausowenig wie mein Auto / der Kopfhörer an meinem iPhone etc. .. trotzdem kann ich Freude an meiner Musik haben. - Wäre mein angestrebtes Ziel möglichst nahe "dem" jeweiligen Master nahe zu kommen, dann gäbe ich vermutlich wahnsinnig .. ich wüßte ja nie, ob ich das gerade exakt so höre, wie die Jungs in ihrem Studio, zumal es da ja durchaus auch unterschiedliche Signaturen gibt.

Als junger Mensch hatte ich auch mal die Vorstellung nach dem 100%-igen Klang .. heute (etwa 35 Jahre später) reicht mir vollkommen, wenn ich einen Klang habe, der mir gefällt/ der mich fesselt - und sollte er "gesoundet" sein, dann tut das der Musik, die mir die eigentliche Freude gibt, keinen Abbruch.

Don't forget to dance

@Puuhbaer68: NICHT ABMELDEN! .. weiterhin Spaß haben und "relativ sorgenfrei" Musik geniessen
dktr_faust
Inventar
#8 erstellt: 28. Dez 2015, 22:53
Für mich hat dieser Thread das "Niveau sieht wie unten aus wie Arroganz"-Problem :prost: Die Maßstäbe die Du aufstellst kann privat nahezu niemand erfüllen. Kaum jemand hat einen Raum den er komplett nach seinen Vorstellungen ausschließlich für ein einziges Hobby ausgestalten kann, selbst in den ausgefallensten Musikzimmern die ich hier im Forum gesehen habe waren zumindest noch Regale und Co. Von know how, handwerklichem Geschick, Zeit und entsprechenden Kontakten (s. "Freund von mir hat die Chassis simuliert") oder gar Geld ganz abgesehen die für einen solchen Grad an Perfektion zwangsläufig notwendig sind.

Daher finde ich es auch falsch in der Abstimmung nur von "Geschmack" zu sprechen: Selbstverständlich versuche auch ich meine Anlage möglichst optimal aufzustellen und mich an die gängigen Regeln der Raumakustik zu halten, aber wie Puuuhbaer68 schon sagte....es ist und bleibt ein Wohnzimmer und kein Tonstudio. Das hat nichts mit "Geschmack" sondern mit "Möglichkeiten" zu tun und nach meinen "Möglichkeiten" versuche ich mich dem Ideal des Hifi anzunähern.

Grüße
HiFi-Tweety
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 28. Dez 2015, 22:56
Hallo Puuhbaer68,

bitte lasse dir den Spaß nicht nehmen und schon gar nicht von einem meiner Beiträge. So wichtig bin ich zum Glück nicht!

Mir geht es nur um das Verständnis, wie die User in diesem Forum an das Thema "HiFi" heran gehen. Und das versuche ich wertfrei zu machen und ich möchte damit niemandem zu nahe treten.


Ich denke nun, ich habe meinem Hobby den falschen Namen gegeben


Genau das ist die Frage. Beim Musikhören geht es rein um Musik, bei HiFi rück zur Musik noch der klangliche Aspekt mit in den Fokus.


Aber wird die Musik, die du in deinem Raum hörst, deshalb besser, weil dein Raum akustisch optimiert ist und sie möglichst nahe am Master ist? Ich denke nicht.


Nein, die Musik bleibt unverändert, jedoch werden die klanglichen Details besser hörbar, sofern es die Aufnahme zulässt, was fast immer so ist.


Aber sollte man dann jemandem sein "Hobby" absprechen, nur weil dieser nur mit 50% "bei der Sache" ist?


Ganz klar NEIN und das ist auch nicht das Ziel dieses Threads.

Um bei deinem Beispiel zu bleiben. Beides sind Tänzer und beide können sich problemlos über Schrittkombinationen unterhalten. Der Unterschied wird darin liegen, dass der Hobbytänzer Spaß haben möchte, der Profitänzer hat aber den Anspruch Preise zu gewinnen.
Schwierig wird es bei den Beiden wahrscheinlich dann, wenn es darum geht, wenn der Hobby-Tänzer bei Themen wie Lateinamerikanischer-Formationstanz unter Druck bei einer Weltmeisterschaft mit reden möchte. Ich gehe davon aus, dass er spätestens da dann aussteigt, weil er diese Situation so nicht nachempfinden kann.

Genauso ist es beim Motorradfahren. Nehme einen Harley-Fahrer wie mich, einen Sportmotorradfahrer und einen Motorcrossfahrer. Alle 3 machen eigentlich das Gleiche, nämlich sich auf 2 Rädern fort zu bewegen, aber sie sind in sich von Grund auf verschieden.
Mit dem Sportmotorrad geht es auf Kurvenjagd, mit der Crossmaschine geht es ins Gelände und der Harleyfahrer freut sich einfach über die Straße zu tuckern und dabei die Vibrationen seines Alteisens zu spüren und beim Beschleunigen das Knattern der Harley zu hören.

Eigentlich das Gleiche, aber wenn sich diese Gruppen untereinander über das Fahren unterhalten, spricht jeder von etwas Anderem und keiner von der "anderen Fraktion" wird verstehen, was bei dem jeweils anderen vor geht. Wenn der Harley-Fahrer von Geschwindigkeit spricht, dann geht es meistens um 80 bis 120 km/h auf der Landstraße, der mit der Sportmaschine schaltet da dann gerade erst in den 2. Gang und der Crossfahrer denkt sich, warum zur Hölle Geschwindigkeit?


So ist das irgendwie auch bei "HiFi" / Musikwiedergabe. Irgendwie machen wir das Gleiche, aber irgendwie auch nicht.

Und während der Eine die Fehler immer bei seiner Anlage sucht, sucht der nächste sie bei der Aufnahme und der 3. denkt sich: "Ist mir doch egal, dann drehe ich halt an dem Regler oder stelle den einen Lautsprecher ins Wohnzimmer und den Anderen in die Küche, weil dann habe ich in beiden Zimmern Musik.
ingo74
Inventar
#10 erstellt: 28. Dez 2015, 23:06

HiFi-Tweety (Beitrag #3) schrieb:
Ich persönlich erachte viele HiFi-Lautsprecher eben nicht als diese. Sie sind in meinen Augen kein HiFi, weil sie die Anforderungen die vom deutschen Tonmeisterverband oder anderen internationalen Institutionen aufgestellt wurden, gar nicht erreichen noch einhalten.

Tja und das sind nur die Lautsprecher ohne Raumeinfluss, mit selbigem hören wahrscheinlich noch nicht einmal 0,1% hier im Forum HiFi nach Hifi-Tweetys Definition


Das führt mich wieder zur Frage, welche Anforderungen stellst Du/Ihr an das Thema "HiFi" / Musikwiedergabe und wie gehst Du/Ihr es an

Du machst an sich schon sehr viel "richtig" und wenn du glücklich und zufrieden bist, dann ist doch alles so wie es soll. Viele sind aber auch mit ihren Situationen glücklich und zufrieden.
Mein erster Gedanke war jedoch, dass das hier wie bei einem Kartenspiel ist - mein Auto hat 10PS mehr und ist 0,3s schneller auf 100km/h.

Wenn ich das mal ausblende, dann beschreibe ich dir mal, warum HiFi mein Hobby ist und was ich darunter verstehe - Ich habe 1. herausgefunden, was mir klanglich gefällt und 2. was klanglich in meinem Raum funktioniert. Das hat mich zu meinen jetzigen Lautsprechern geführt, die sehr gut in meiner Hörsituation funktionieren. Für Klanganpassungen und zur Raumkorrektur nutze ich ein Raumkorrekturprogramm, zur Anpassung der gehörrichtigen Lautstärke einen AVR mit einer entsprechenden lautstärkeabhängigen Schaltung. Damit höre ich so, dass ich klangtechnisch keinen Wunsch verspüre etwas zu ändern oder gar zu verbessern.
Allerdings gehört für mich noch ein wichtiger Punkt zur Zufriedenheit und das ist die Optik. Ich sitze nicht mit verschlossenen Augen in meinem Wohnzimmer und daher kann ich nicht zufrieden Musik hören, wenn Zimmer und LS nicht meinem ästhetischen Empfinden entsprechen.
Zum zufriedenen Musikhören gehört für mich übrigens noch ein (bzw in meinem Fall zwei) Kopfhörer, da es in meinem Haushalt immer Situationen gibt, wo ich nicht laut Musik hören kann und beides, dh LS und KH haben ihren eigenen Reiz und Vorteil.

In den drei zur Abstimmung genannten Punkten finde ich mich nicht wirklich wieder, aber Punkt drei kommt dem von den dreien am Nächsten...
HiFi-Tweety
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 28. Dez 2015, 23:11

dktr_faust (Beitrag #8) schrieb:
Die Maßstäbe die Du aufstellst

Diesen Maßstab stelle nicht ich auf, sondern Institutionen, die sich damit beschäftigen. Ich befolge letztlich nur, was dort als Standard definiert wurde.


dktr_faust (Beitrag #8) schrieb:
Das hat nichts mit "Geschmack" sondern mit "Möglichkeiten" zu tun und nach meinen "Möglichkeiten" versuche ich mich dem Ideal des Hifi anzunähern.

Kannst du mir das "Ideal HiFi" genau definieren? Was ist das "Ideal HiFi"?
Mickey_Mouse
Inventar
#12 erstellt: 28. Dez 2015, 23:25
also ich sehe nicht "HiFi" als mein Hobby an, das ist nur Mittel zum Zweck um "möglichst gut" Musik hören oder Filme gucken zu können.

für mich ist es selbstverständlich den Ton so natürlich wie möglich in den eigenen 4 Wänden reproduzieren zu wollen!

jeder soll sich Musik so anhören wie er möchte und wie es seinem Geschmack entspricht, auch wenn der Bass völlig übertrieben ist, die Höhen zu weit aufgedreht usw. Mir tun solche Leute aber leid.
Genauso wie die Leute, die in einem guten Restaurant erstmal zum Salz-Streuer greifen weil ihnen sonst das Gericht zu fad schmeckt. Genauso wie man sich guten Geschmack angewöhnen kann, kann man sich eben auch an schlechten gewöhnen und den dann als das Maß aller Dinge ansehen.
Wenn ich mein ganzes Leben lang nur CurryWurst gefressen habe, dann ist ein gutes Menü vielleicht fad. Man kann sich aber daran gewöhnen und dann erkennt man auch den Genuss daran und erkennt Nuancen im Geschmack, den eine CurryWurst niemals liefern konnte.

Wenn ich mir die Einstellungen der TV im Media-Markt am Samstag Nachmittag mit den Fußballspielen angucke, dann frage ich mich was die Leute denken wenn sie tatsächlich mal ins Stadion gehen?!? Warum ist denn der Rasen so blass? Im TV ist das Grün doch viel kräftiger? Nö, das mag ich nicht, ich gehe lieber nach Hause und gucke mir da das Spiel mit "richtig" grünem Rasen an

wie gesagt, mir tun die Leute leid die in solch einer Parallel-Welt leben und gar nicht mehr wissen was denn eigentlich natürlich ist.

ps.: "natürlich" habe ich ganz oben abgestimmt! Und das ist kein Widerspruch zu "was mir am besten gefällt"! Mir gefällt nunmal Musik am besten, wenn sie "natürlich" klingt!


[Beitrag von Mickey_Mouse am 28. Dez 2015, 23:39 bearbeitet]
dktr_faust
Inventar
#13 erstellt: 28. Dez 2015, 23:53

HiFi-Tweety (Beitrag #11) schrieb:
Diesen Maßstab stelle nicht ich auf, sondern Institutionen, die sich damit beschäftigen. Ich befolge letztlich nur, was dort als Standard definiert wurde.


Eigentlich bezog ich mich darauf:

"Mache es richtig oder lasse es bleiben!"

Da dieser Wahlspruch bei Dir darauf abziehlt ein Ideal (s.u.) zu erreichen, dass - soweit ich Deinen Link verstanden habe - selbst in prof. Tonstudios eine Herausforderung darstellt, dann finde ich Deinen Maßstab für ein Hobby als zu hoch angelegt um pauschal auf andere Menschen als auf Dich angewendet zu werden.


dktr_faust (Beitrag #8) schrieb:
Kannst du mir das "Ideal HiFi" genau definieren? Was ist das "Ideal HiFi"?


Du hast den Standard oben verlinkt, der stellt (z.Z.) wohl für uns Heimanwender das Ideal dar.*

Grüße

*Und bevor wir jetzt darüber philosophisch streiten, dass ein Ideal ja garnicht erreicht werden können kann: Ich finde ein Standard der solche enormen Anforderungen stellt, dass er mit "Hausmitteln" von ganz sicher über 80% der Menschen nicht annähernd erreichbar ist, kommt dem unerreichbaren Ideal sehr nahe
K._K._Lacke
Inventar
#14 erstellt: 28. Dez 2015, 23:56

Mickey_Mouse (Beitrag #12) schrieb:

Wenn ich mein ganzes Leben lang nur CurryWurst gefressen habe, ....!


Herrlich! Der ganze Eingangspost in einem halben Satz zusammengefasst! Einfach nur herrlich! Danke!
Puuhbaer68
Stammgast
#15 erstellt: 29. Dez 2015, 01:02
@Mickey_Mouse:

Du hast also ganz oben abgestimmt. Frage dazu:
Hast du ganz oben abgestimmt, weil dir deine Anlage in deinem Raum das "Ideal" (natürlich) ermöglicht? Oder weil du es gerne so hättest?

Dann sind wir schon wieder bei der Frage, wie man "natürlich" definiert. Das hatten wir auch in anderen Threads schon. Jaja, ich weiß schon die Antwort: "so, wie es der Tommeister auf die Scheibe gepresst hat."

Äääähm, sorry,
aber bei so manscher Scheibe möchte ich dann gar nicht "natürlich" hören, sind die doch oftmals nur "grauenvoll" (Stichwort Loudness War) abgemischt. Sicherlich oftmals nicht so, wie es sich der Künstler selbst (also der Musiker) vorgestellt (und gespielt/gesungen) hat.
Und jetzt kommt nicht und behauptet, ihr hättet nur optimal abgemischte CDs, oder ihr würdet eben nur diese hören und die anderen links liegen lassen.

Ich für meinen Fall höre mir auch CDs an, die eben nicht ideal abgemischt sind, sonst gäbe es nicht allzuviel zu hören in meinem Lieblingsgenre .

Auch für mich ist die Technik nur "Mittel zum Zweck", aber im Gegensatz zu dir - oder gerade deshalb - habe ich "unten" abgestimmt.

Ich finde deinen Vergleich mit der Currywurst etwas daneben. Meiner Meinung nach sprichst du damit allen, die nicht "Gourmet" sind, ab, dass sie auch etwas "Geschmack (Ahnung)" haben könnten. Es kann/will sich eben nicht jeder das beste, teuerste (Essen) leisten. Und genau wie bei den Ohren, so gibt es auch bei der Zunge Unterschiede - von Mensch zu Mensch. Da geht dann auch wenig mit "dran gewöhnen".
Nur, weil du es dir leistest (teure Gerätschaften (ja, auch deine Geräte zähle ich schon dazu), Raumoptimierung, ...), bedeutet das ja noch lange nicht, dass andere sich das auch leisten müssen.

Passt aber zu deiner Signatur .
Navarone
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 29. Dez 2015, 01:29

HiFi-Tweety (Beitrag #9) schrieb:
So wichtig bin ich zum Glück nicht!

Aber insgeheim, in deinem stillen Kämmerlein, dünkt dich dann doch das Gegenteil, nicht wahr.
Also warum diese plötzliche Retention? Das kennt man ja gar nicht von dir.

Gruß
Toni
_ES_
Administrator
#17 erstellt: 29. Dez 2015, 01:45
Hi,


Mich interessiert, wie sehr Du das Thema HiFi (Reproduktion eines Masters) für dich umsetzt.


Hifi oder auch High-Fidelity ist ein Qualitätsmerkmal, welches nahezu immer von den beteiligten Komponenten übertroffen wird, bis auf das "leidige" Thema Raumakustik- Reproduzieren tut man immer, sobald die Scheibe im Player läuft und Töne aus den Boxen kommen.


Bist Du jemand, der seine HiFi-Anlage nach allgemein gültigen Vorgaben ( EBU 3276 ).....


Hören nach Vorschrift, ist ja gediegen....
Deutscher kann es nicht mehr werden.


oder interessiert dich ausschließlich, dass es deinem Geschmack entspricht und damit bist Du glücklich?


Jetzt mal ehrlich...was denn sonst ?
In allererster Linie muss es mir gefallen - wie das zustande kommt und ob das mit irgendwelchen Vorgaben übereinstimmt, wäre zumindest mir in dem Moment Banane.
Interessant wird es nur, wenn einen die Wiedergabe nicht gefällt und man zielführende Maßnahmen durchführen möchte, als quasi Wegweiser.
So kam ich u.a. zu meiner "Absorber-Wand" hinter dem Sofa und den Diffusoren an der Decke.
Das ist aber kein zwangsläufiges Muss, hätte mich nichts gestört, hätte ich auch nichts gemacht.
Ich sage auch nicht, tut das was ich tue, denn irgendwo steht es so geschrieben, das man das tun muss- oder so ähnlich...
Es ist übrigens auch nicht zielführend, Studio-Verhältnisse im Hör-Raum zu haben, aber das wirst Du sicherlich wissen.


Wenn ich beispielsweise über eine Bassschwäche einer Aufnahme spreche (Gerade im Rock ganz gerne mal vorhanden) und mir dann entgegnet wird, dass er diese so nicht hört, ganz im Gegenteil, dass die Aufnahme bei ihm total aufgedickt und schwammig im Bass klingt, dann bin ich im erstem Moment verwundert.

Inzwischen bin ich viel herum gereist und habe versucht so viele Anlagen wie möglich bei Privatpersonen zu hören, um mir diesen Sachverhalt erklären zu können.


Dafür hättest Du nicht rum reisen müssen, Raum-Moden und ihre Auswirkungen sollten auch so bekannt sein.
Zumindest für jemanden, der vorgibt, sich an bestimmte Vorgaben zu halten.


Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich sagen, dass die Bearbeitung der Raumakustik auch nicht so einfach zu bewerkstelligen ist, wie der Wechsel eines Gerätes und auch nicht den "Prestige" mit sich bringt, aber ich möchte auf diese Unterstellung an dieser Stelle verzichten.


Hat mit Böse nichts zu tun, das ist eine alltägliche Tatsache, aus mehreren Gründen geschuldet.

Wir kommen der Sache aber langsam näher, ich fragte mich vorhin schon, was dieser Thread soll.


Woran liegt es also, dass in vollkommen halligen Räumlichkeiten Anlagen stehen, die definitiv "richtig" klingen könnten, sofern ihnen räumlich die Möglichkeit dazu gegeben werden und auf der anderen Seite, warum Geräte/Lautsprecher gekauft werden, die eine möglichst genaue Reproduktion gar nicht erst möglich machen, weil sie von Hause aus ein Sounding haben, welches die Wiedergabe verfälscht.


Hm ?
Die wenigsten käuflichen Geräte weisen ein Sounding auf, die wenigsten Lautsprecher übrigens auch im Sinne des High-Fidelity, Deine Tröten sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss, genauso wie meine, aber das mal nur am Rande.

Die Voraussetzungen sind meist gegeben, von der Anlagen-Seite her, wenn dann noch was im "Argen" liegt, dann ist es der Akustik geschuldet.
Nicht jeder hat die Möglichkeiten, sich etwas entsprechendes hin zu basteln, nicht jeder braucht das auch, gibt genug Leute, die damit schlicht und einfach zufrieden sind, so wie es ist.
Habe ich selbst zigmal erlebt.
Wo liegt also das Problem?
Am Ende eines Tages zählt nur die eigene Zufriedenheit, wie auch immer diese zustande kommt.
Dadof3
Inventar
#18 erstellt: 29. Dez 2015, 04:07

Genauso wie man sich guten Geschmack angewöhnen kann, kann man sich eben auch an schlechten gewöhnen und den dann als das Maß aller Dinge ansehen.
Wenn ich mein ganzes Leben lang nur CurryWurst gefressen habe, dann ist ein gutes Menü vielleicht fad. Man kann sich aber daran gewöhnen und dann erkennt man auch den Genuss daran und erkennt Nuancen im Geschmack, den eine CurryWurst niemals liefern konnte.

Ich finde den Vergleich zwischen Musik und Essen durchaus nachvollziehbar und bemühe ihn selbst gerne hin und wieder. Und ich stimme auch vollkommen zu, dass man Geschmack erlernen kann.

Aber was ich nicht in Ordnung finde ist, wie du dein Gourmet-Essen moralisch über die Curry-Wurst-Esser stellst. Dann könnte der nächste kommen und deine Haute Cuisine bemitleiden, weil nur Trennkost / Rohkost die wahre Natürlichkeit des Geschmacks bietet, schließlich wird der ja durch jedes Kochen, Kombinieren von Zutaten oder gar Würzen komplett zerstört. Und der Currywurst-Fan rümpft die Nase über dich Banausen, der nicht in der Lage ist, all die Feinheiten der verschiedenen Currysorten, der Konsistenz des Wurstdarms oder des Anbaugebiets der Kartoffeln für die Pommes zu würdigen.

Warum soll Natürlichkeit besser sein? In der Malerei oder Fotografie hat man sich davon auch längst verabschiedet. Auch in den Musikproduktionen gibt es kaum Natürlichkeit. Für eine Klassikaufnahme oder ein Jazzkonzert mag das noch gehen, aber was ist bei, zum Beispiel, Dire Straits oder Pink Floyd oder gar elektronischer Musik schon natürlich? Da mischt der Toningenieur separat aufgenommene Tonspuren so zusammen, dass es für ihn und den Produzenten und den Künstler stimmig ist, ein kohärentes natürliches Schallereignis hat es da doch nie gegeben.

Da mag man sich aufs hohe Ross stellen und den Untergang abendländischer Kultur beweinen, aber letztlich geht es doch darum, dass die Menschen Freude an Musik haben, und wenn eine Extraportion Bass dazu beiträgt, so what. Wenn dir Menschen "leid tun", die Freude an Musikdarbietungen haben, die nicht deinen Idealen entspricht, dann ist das nicht nur von unten betrachtet Arroganz - und kein Niveau.
ATC
Inventar
#19 erstellt: 29. Dez 2015, 10:40
Leute,

ist doch wieder nur ein Schwanzvergleich

"Nur ich höre Hifi Mäßig und gut Musik, eure Scheiße könnt ich keine 10 sec. ertragen, sagt King zu mir und ihr dürft trotzdem hier im Forum bleiben,
ich brauch ja auch Untertanen....


Navarone (Beitrag #16) schrieb:

HiFi-Tweety (Beitrag #9) schrieb:
So wichtig bin ich zum Glück nicht!

Aber insgeheim, in deinem stillen Kämmerlein, dünkt dich dann doch das Gegenteil, nicht wahr.
Also warum diese plötzliche Retention? Das kennt man ja gar nicht von dir.

Gruß
Toni



ingo74
Inventar
#20 erstellt: 29. Dez 2015, 10:43
meridian - für dich als "ich-hab-schon-alles-gehört, was-es-gibt-und-zwar-10x" ist das doch DER Thread, jetzt kannst du "uns" doch mal in Ruhe deine Motivation und deine Hörsituation erklären.
Auf gehts
Puuhbaer68
Stammgast
#21 erstellt: 29. Dez 2015, 10:59

Aber insgeheim, in deinem stillen Kämmerlein

(Okt. 2013)

HiFi-Tweety schrieb:

Mit etwas über 60 und mehr als 40 Jahren mit diesem Hobby, ...


Eins muss man dir lassen, Sascha, für über 60 siehst du noch ziemlich fit aus
ATC
Inventar
#22 erstellt: 29. Dez 2015, 10:59

ingo74 (Beitrag #20) schrieb:
meridian - für dich als "ich-hab-schon-alles-gehört, was-es-gibt-und-zwar-10x" ist das doch DER Thread, jetzt kannst du "uns" doch mal in Ruhe deine Motivation und deine Hörsituation erklären.
Auf gehts :prost


Wozu?

habe ich meine Anlage bzw. meine Motivation zur Debatte gestellt?

Du wirst schon bemerkt haben das ich zu 99% in der Kaufberatung unterwegs bin (falls du die Motivation nicht herleiten kannst, Stichwort "Hilfe))
und nicht in Sachen Selbstdarstellung propagiere.



P.S.: (hab noch lange nicht alles gehört ) übrigens, auch noch nie behauptet


[Beitrag von ATC am 29. Dez 2015, 11:16 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#23 erstellt: 29. Dez 2015, 11:07
Hi Sascha,


HiFi-Tweety (Beitrag #3) schrieb:
Welches Ziel wird denn verfolgt? Gibt es überhaupt ein Ziel?


es gibt mehrere Ziele, die sich in dem Einem vereinigen:
die beste, klarste, "wie in echt" Musikwiedergabe zu haben, die im Hörraum möglich ist.

Wenn Du zB. gerne von LP hörst, dann brauchst Du zwingend einen guten Phonozweig.
Wie man den aber individuell gestaltet, hängt stark von den eigenen Vorlieben ab.
Viele Wege führen nach Rom.

Klar, wenn Du eigene Räume (ein Haus) hast, kannst Du raumakustisch machen, was Du willst.
In Mieträumen ist man da nicht ganz so gestaltungsfrei u. muss sich ggf. mit schlechterer Akustik zufrieden geben.

Ich höre in zwei verschiedenen Räumen (.ch u. .de) jeweils mit recht identischem Phonozweig
(Technics SL 1710 mit a) mit AT 150 MLX , b) mit AT 155 LC jeweils am Aikido phono1)
u. da ich manche LPs doppelt habe (n muss), kann ich recht gut vergleichen, was wo wie klingt.

Hat ein bisschen gedauert, bis es in Saarbrücken so gut war wie in Rekingen, aber jetzt passt´s.

Mein Ziel ist: mit Freude Musik zuhause zu hören
u. zu wissen, dass man das Notwendige dafür getan hat.
Zieselmaus
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 29. Dez 2015, 11:54
zu lesen was inzwischen auflief, lässt mich ein wenig schmunzeln, während ich versuche zu verstehen.
Schmunzeln darum weil es spannend ist, ob ich manche Reaktionen durch meine Frage nach Deinen Standpunkt herlockte,
oder ob Du es warst der diese Frage provozierte ...

Mit einer - sagen wir mal - etwas radikalen Maxime "Mache es richtig oder lasse es bleiben!" bleibst Du sicher kaum ohne Widerspruch...
Man kann sie ja auch im Sinne von "(Ich) mache es richtig oder lasse es bleiben!" lesen, dann ist der Sinn des Ganzen wieder ein wenig anders.

Ohne Hintergründe zu kennen birgt es ein Risiko in sich, emotionale Reaktionen herauszukitzeln.
Manch einer, der im inneren weiß das es, so wie Du es machtst (anstrebt) richtig ist, gerät so auf den Schleudersitz der Rechtfertigung.
(Was IHMO völlig unnötig ist)

PS-Vergleiche, oder die irgendwelcher Organe haben hier sicher genauso viel zu wie suchen wie Schokoeis in der Katoffelsuppe, wenn es
um eine Antwort auf die Frage geht, ob man Musik besser unter messtechnisch exakten Bedingungen hören sollte.

Ich errinnere mich, das ich Anfangs mit (aus heutiger Sicht) geradezu erbärmlich einfacher Technik Musik fast schöner empfand, als heute.
Stets am Limit meiner Möglichkeiten mache ich das Beste draus, und dieser Umstand ist die Quelle meiner Zufriedenheit.

Und um beim Thema zu bleiben... frage ich mich ob es überhaupt möglich ist, oder am Ende doch eher Luftschlösser und ein Thema um des
Kaisers Bart.

Eine Livekonzert so zu reproduzieren wie aufgenommen ?
Eine Oper die mal in jenem, mal in einem anderen Raum aufgenommen wurde ?

Inzwischen ist mir klar geworden das eine neutrale Wiedergabe die bestmögliche Form ist.
Für analytisches Hören und für mich persönlich als eine Art Grund-Einstellung.
Aus der heraus ich dann Anpassungen nach meinen Geschmack vornehmen kann.
Wahrscheinlich betreitet das auch keiner. Je näher man im Rahmen seiner Möglichkeiten drankommt, desto besser.
Wenn mein Gehör mit dem Alter in den hohen Frequenzen nachlässt, dann korrigiere ich das durch die Klangregelung.
(Beneide ohnehin die vielen ältern Semester für ihren "linearen Gehörgang" - Ignoranz, oder Unwissendheit ? )
Puuhbaer68
Stammgast
#25 erstellt: 29. Dez 2015, 12:25

PS-Vergleiche, oder die irgendwelcher Organe haben hier sicher genauso viel zu wie suchen wie Schokoeis in der Katoffelsuppe, wenn es um eine Antwort auf die Frage geht, ob man Musik besser unter messtechnisch exakten Bedingungen hören sollte.

Vergiss bitte die Currywurst nicht .


Stets am Limit meiner Möglichkeiten mache ich das Beste draus, und dieser Umstand ist die Quelle meiner Zufriedenheit.


Hm,
wenn du stets an Limit deiner Möglichkeiten läufst, dann bist du zufrieden? Oder verstehe ich das falsch? Bedeutet stets denn nicht auch, dass du immer und immer wieder versucht, etwas zu verbessern? Dabei erlangst du Zufriedenheit?

Ich bin eher dann zufrieden, wenn ich mir eben nicht stets Gedanken um die aktustischen Begebenheiten mache, sondern wenn ich mich auf meinem Hörplatz zurück lehne und Musik höre. Dabei ist es mir völlig egal, zu wissen, ob und dass meine Anlage an einem (persönlichen) Limit läuft (technisch, raumbedingt, ...), oder eben auch zu wissen, dass sie das nicht macht.

Manchmal habe ich das Gefühl (ja, auch Männer haben Gefühle ), vielen geht es gar nicht um die Musik und darum, diese möglichst gut zu hören und zu genießen, sondern lediglich darum, die technisch beste Lösung zum Hören zu erlangen. Das Hören und die Musik selbst geraten dabei vollkommen in den Hintergrund.

Da wird tage-, ja wochenlang gemessen, geschoben, geleimt und geklebt was das Zeug hält, damit auf einem Messschrieb die Kurven etwas besser aussehen .
Es geht doch dabei gar nicht mehr darum, ob man Musik genießen kann, sondern nur noch darum, sich einen "Technik-Altar" hinzustellen (damit meine ich nicht nur die Gerätschaften, sondern auch alles drumherum, wie eben Raumoptimierung, ...), von dem man behaupten kann, dass es das (persönliche) Maximum darstellt.

Das macht ihr wirklich nur für euch selbst? Ich darf daran zweifeln .

Sorry, das ist wirklich nicht meine Sicht des Hobbys.
std67
Inventar
#26 erstellt: 29. Dez 2015, 12:36
Hi

genau so wie mein Vorredner schrieb halte ich es auch. Eine lineare Abstmung als Basis auf deren Grundlage man nach pers.Vorlieben anpasst
Wer will schon wirklich die im Startpost angeführten "bassarmen Rock-Aufnahmen" auf eine linear eingemessenen Anlage hören?
Sowas muss man einfach, im Rahmen der Möglichkeiten, tunen. Aus einem "schwammigen" Bass macht natürlich iemand mehr einen knackigen/präzisen
Zieselmaus
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 29. Dez 2015, 13:00
@Puuhbaer68

der Satz ist widersprüchlich, so wie mein Tun - in der Tat - es aufzuspießen klärend...
"Stets" ist kein 24/7, aber ein aktiver Prozess.

Würde ich nicht so tun, dann hätte sich wenig geändert seit den Anfängen und ich würde (sieht mans extrem)
immer noch mit ner Monomöhre Musik hören.
Ich sehe darin Dynamik, Suchen, Lernen weiter verbessern.
Unzufriedenheit ist der Ausgangspunkt, Zufriedenheit stellt sich ein wenn man Erfolg hatte.
Dazwischen sind Phasen wo ich vorhandene Musik neu entdecke, neue Genres hinzufüge.
Da ich erst vor ca. 2 Jahren Klassik "entdeckt" habe ergaben sich mir Defizite in der Technik, die mir vorher nicht weiter auffielen,
Daran habe ich gearbeitet und bin nun zufrieden wie es ist.
Es ist aber richtig auf die Grenze zum technokratischen zu zeigen, und zu hinterfragen wie wichtig die Musik selbst dabei ist.
Ist Musik die Rechtfertigung für mehr technischen Aufwand ?
Oder ist der technische Aufwand ein Mittel zum Zweck schöneren Musikgenusses ?
Wo die Grenze liegt an der die Balance zum Teufel geht, ist imho nur diskutabel, wenn man sich klar ist das es ganz individuell ist.


[Beitrag von Zieselmaus am 29. Dez 2015, 13:19 bearbeitet]
Dadof3
Inventar
#28 erstellt: 29. Dez 2015, 13:16

Puuhbaer68 (Beitrag #25) schrieb:

Das macht ihr wirklich nur für euch selbst? Ich darf daran zweifeln .

Warum nicht?

Mein Onkel war Modelleisenbahnfan. Er hat Unsummen investiert und jahrelang an der Anlage gearbeitet, die den gesamten Dachboden füllte. Wenn er die Anlage nach Jahren fertig hatte, hat er sie kurz darauf wieder abgerissen und sich eine neue Anlage gebaut, wieder mehrere Jahre lang usw.

Es ging ihm nicht um das fertige Produkt. Es ging ihm auch nicht darum, die Anlage anderen zu zeigen und sich zu präsentieren - man durfte da nur auf intensives Drängen hoch,und er hat nie über sein Hobby geredet. Ich glaube, es war ihm eher peinlich.

Er hatte einfach Spaß an der Herausforderung und Beschäftigung, ganz für sich, es war sein Hobby und seine Leidenschaft.

Warum soll jemand das Hobby Hifi nicht ebenso betreiben wollen?

Familie, Freunde und Bekannte wissen das eh nicht zu würdigen, die halten einen eher für einen verschrobenen Spinner...


[Beitrag von Dadof3 am 29. Dez 2015, 13:18 bearbeitet]
ingo74
Inventar
#29 erstellt: 29. Dez 2015, 13:22

Dadof3 (Beitrag #28) schrieb:
Warum soll jemand das Hobby Hifi nicht ebenso betreiben wollen?

Bei manchen habe ich (berechtigte) Zweifel
Ausserdem kann das Hobby "HiFi" aus weitaus mehr bestehen als "nur" Musikhören"...
Puuhbaer68
Stammgast
#30 erstellt: 29. Dez 2015, 13:36

Unzufriedenheit ist der Ausgangspunkt, Zufriedenheit stellt sich ein wenn man Erfolg hatte.
Dazwischen sind Phasen wo ich vorhandene Musik neu entdecke, neue Genres hinzufüge.


Hm,
scheine da eher jemand zu sein, den die Technik so ganz und gar nicht "verführt". Nein, stimmt nicht, sonst wäre ich nicht hier .

Meine erste Anlage (Dual Verstärker und Tuner mit Magnat-Boxen) verkaufte ich nur, weil mir jemand ein gutes Angebot dafür machte. Den damaligen Ersatz (1994, Yamaha Verstärker, Tuner) habe ich heute noch. Meine Boxen von 1987 übrigens auch. Das Alles steht jetzt allerdings im Schlafzimmer.

Warum ich im Wohnzimmer mittlerweile eine andere Anlage habe?
Weil ich mit einer BluRay "angefixt" wurde und unbedingt was Neues haben wollte. Also einmal "Rundumschlag". Aber das ist nun auch schon wieder 5 Jahre her und ich verschwende keinen einzigen Gedanken daran, etwas an der Anlage oder deren Aufstellung zu verändern.
Selbst wenn man mir die aktuelle Anlage wegnehmen würde und ich die "Alte" aus dem Schaltzimmer wieder ins Wohnzimmer bringen müsste - ich wäre damit nicht unzufriedener.

Warum ich nichts verändern möchte?
Weil ich zufrieden bin, schon seit 5 Jahren, in denen ich die aktuelle Anlage habe. War auch vorher mit der alten Anlage zufrieden.

Was ich nicht verstehe:
Da wird gemessen, studiert, geschoben und gehoben - und dann sind die Leute trotzdem nicht (lange) zufrieden und müssen schon bald wieder was ändern?!?!

Ich habe meine Anlage natürlich auch versucht, so "vernünftig wie möglich" aufzustellen, habe die Boxen vorher ausgiebig Probegehört und mich im Netz über AVR und BD-Player informiert. Dann ausgesucht und gekauft. Ich kann nicht behaupten, dass jemals in der Zwischenzeit eine Unzufriedenheit aufgekommen wäre.


@dadof3:

Genau das meine ich! Es geht anscheinend nicht ums Musikhören, sondern nur darum, eine möglichst perfekte Anlage zu haben.
Wie ich bereits schrieb: das ist dann nicht mein Hobby "HiFi".

Vielleicht sollte man es trennen,
Hobby 1: Hifi-Geräte und der daraus möglichst beste Sound unter Zuhilfenahme der Raumakustik.
Hobby 2: Gut(e) Musik genießen unter Zuhilfenahme technischer Geräte, die der minimalsten "Hifi-Anforderung" entsprechen.
std67
Inventar
#31 erstellt: 29. Dez 2015, 13:45

std67 (Beitrag #26) schrieb:
Hi


Wer will schon wirklich die im Startpost angeführten "bassarmen Rock-Aufnahmen" auf eine linear eingemessenen Anlage hören?


ich hätte diese Frage wirklich gerne mal von den Hifi-Puristen (lles muss so wiedergegeben werden wie es auf der Konserve ist) beantwortet. Was machen die mit solchen Aufnahmen?
Oder hören die tatsächlich nur hochwertige Konzert- Jazz-, Singer-Songwriter-Aufnahmen? Alles Stilrichtungen mit denen ICH ja so gar nix anfangen kann
ATC
Inventar
#32 erstellt: 29. Dez 2015, 13:50
Zudem werden die "Spuren" ja auch gar nicht einfach pur, oder soll ich sagen real, oder neutral,
zusammengemischt.
Man hört somit mit ner neutralen Anlage auch nicht das was sich real abgespielt hat,
sondern das was letztlich daraus gemacht wurde
std67
Inventar
#33 erstellt: 29. Dez 2015, 13:53
deswegen ja meine Definition des "Hifi-Puristen"


lles muss so wiedergegeben werden wie es auf der Konserve ist)


das man ein Konzert nicht "real" wiedergeben kann sollte glaub ich nicht diskutiert werden müssen
ingo74
Inventar
#34 erstellt: 29. Dez 2015, 13:57

std67 (Beitrag #31) schrieb:
Oder hören die tatsächlich nur hochwertige Konzert- Jazz-, Singer-Songwriter-Aufnahmen?

Yepp, der Musikgeschmack wird halt geändert - Klanghörer nennt sich sowas wohl
.JC.
Inventar
#35 erstellt: 29. Dez 2015, 14:51
Hi,


std67 (Beitrag #31) schrieb:
Oder hören die tatsächlich nur hochwertige Konzert- Jazz-, Singer-Songwriter-Aufnahmen?


ich höre gerne Klassik von LP (geht mit nm LPs) u.a. von CD natürlich.
...

Im Prinzip hört man erst mit Klassik, wie gut (o. schlecht) die HiFi Anlage wirklich ist.
std67
Inventar
#36 erstellt: 29. Dez 2015, 14:56
ich hab ja auch die ein oder andere solcher Aufnahmen um die Wiedergabekette und Raumakustik möglichst objektiv beurteilen zu können.
Aber im täglichen Leben muss es dann halt doch subjektiv mit dem bevorzugten Rock, Pop etc funktionieren
Und da ist eben die lineare Wiedergabekette meist nicht geeignet
sm.ts
Inventar
#37 erstellt: 29. Dez 2015, 15:05
Die Anlage und die Raumakustik haben schon einiges an Optimierungspotential, aber gegen miserable Aufnahmen ist man fast machtlos.
K._K._Lacke
Inventar
#38 erstellt: 29. Dez 2015, 15:11
Und gerade weil es so viele CDs/Platten mit schlechter Tonqualität gibt, ist man fast schon gezwungen einen Kompromiss einzugehen. Also etwas "schönfärbiges" zu kaufen.
std67
Inventar
#39 erstellt: 29. Dez 2015, 15:12
na nicht wirklich

GangNam_Style, Trance, House, HipHop (oder wie immer das alles heißt was heutzutage modern ist) wird auf der (linearen) Hifi-Anlage nie so gut klingen wie auf der PA
Ud selbst wenn man an den Reglern der Hifi-Anlage dreht wird man da i.d.R. nicht hinkommen
Dadof3
Inventar
#40 erstellt: 29. Dez 2015, 15:15

std67 (Beitrag #39) schrieb:
GangNam_Style, Trance, House, HipHop (oder wie immer das alles heißt was heutzutage modern ist) wird auf der (linearen) Hifi-Anlage nie so gut klingen wie auf der PA

Das sagen aber auch nur die, die mit einer solchen Musik nichts anfangen können.
_ES_
Administrator
#41 erstellt: 29. Dez 2015, 15:18

Yepp, der Musikgeschmack wird halt geändert - Klanghörer nennt sich sowas wohl


Erfolgsfans....
ingo74
Inventar
#42 erstellt: 29. Dez 2015, 15:40

warbabe (Beitrag #38) schrieb:
Und gerade weil es so viele CDs/Platten mit schlechter Tonqualität gibt, ist man fast schon gezwungen einen Kompromiss einzugehen. Also etwas "schönfärbiges" zu kaufen.

Nö, dafür habe ich verschiedene Setups, die ich auf Knopfdruck Wechsel.
Oftmals reicht übrigens schon die Anpassung an die gehörrichtige Lautstärke
Pauliernie
Stammgast
#43 erstellt: 29. Dez 2015, 15:44

warbabe (Beitrag #38) schrieb:
Und gerade weil es so viele CDs/Platten mit schlechter Tonqualität gibt, ist man fast schon gezwungen einen Kompromiss einzugehen. Also etwas "schönfärbiges" zu kaufen.


genau das ist das Grundproblem. Alle anderen Faktoren kann man beinflußen oder anpassen.

Ich habe mein Setup gefunden und bin super glücklich damit, nur über schlecht aufgenommene CD's ärgere ich sehr. Dennoch geht nichts über entspannt Musik zu hören.

HIFI/Audio ist dennoch mein Hobby, da es einfach Spaß macht sich andere Anlagen anzuhören und sich mit anderen auszutauschen und sich über Neuheiten usw. zu informieren.

Daher freue ich mich auch schon auf die Nordeutschen Hifi-Tage in Hamburg.
K._K._Lacke
Inventar
#44 erstellt: 29. Dez 2015, 16:27

ingo74 (Beitrag #42) schrieb:

Nö, dafür habe ich verschiedene Setups, die ich auf Knopfdruck Wechsel.


Du meinst aber hoffentlich nicht so ein Krimskrams wie: Hall1, Stage2, Jazzclub, Voice, Games, Cinema.....


Oftmals reicht übrigens schon die Anpassung an die gehörrichtige Lautstärke


Das muß man ja zwangsläufig, damit die Ohren nicht weh tun.
ingo74
Inventar
#45 erstellt: 29. Dez 2015, 16:31

warbabe (Beitrag #44) schrieb:
Du meinst aber hoffentlich nicht so ein Krimskrams wie: Hall1, Stage2, Jazzclub, Voice, Games, Cinema.....

Nein, sowas nutze ich nicht.




Oftmals reicht übrigens schon die Anpassung an die gehörrichtige Lautstärke

Das muß man ja zwangsläufig, damit die Ohren nicht weh tun.

Warum tut dir das in den Ohren weh, wenn du keine Loudnessschaltung oä nutzt..?
Roendi
Stammgast
#46 erstellt: 29. Dez 2015, 16:47
Mein Kumpel hat mir eine nette Story erzählt.

Er wollte einem Nachbarn seine sorgsam aufgebaute Anlage demonstrieren. Logischerweise auch mit ein paar audiophilen Schmuckstücken.
Nach einiger Zeit meinte der Besuch: Super coole Musik, wie heisst den das Stück? Er hätte nun einen Streaming Dienst abonniert. Er sage ihm den Namen. Der Besuch sucht das Stück und spielt es auf seinem Handy am Ohr ab und meint dazu, während das selbe Musikstück über die HiFi Anlage lief: Ja wirklich super Musik!!

Aber so sind halt die Geschmäcker.
Mickey_Mouse
Inventar
#47 erstellt: 29. Dez 2015, 16:49
ich nutze schon von Zeit zu Zeit mal z.B. die Jazz-Club DSPs!
das gehört für mich eben dazu Musik so natürlich wie nur irgendwie möglich zu hören!
natürlich heißt ja nicht, dass es 1:1 ohne irgendwelche Veränderung wiedergegeben werden muss! Es soll sich eben "echt" anhören. Was ich nicht mag ist, wenn sich Leute den Klang so zurecht verbiegen, dass er ihnen einfach nur gefällt und es absolut gar nichts mehr von natürlich oder echt hat.

Mein AVR kennt alleine 6 verschiedene Jazz-Club und 12 verschiedene Konzerthallen Grundprogramme, die sich alle in ihrem Klang, Größe, Eigenschaften usw. unterscheiden und noch weiter angepasst werden können.
Ich höre häufiger mal Künstler/Gruppen in eher kleineren Clubs, bzw. ziehe ich diese "intimen" Konzerte den großen Hallen oder OpenAirs vor.
Wenn ich mir das richtige "Grund-Programm" suche und dann noch etwas an den Parametern schraube, dann hört sich Suzanne Vega zu 99% so an wie damals in der Kirche in Berlin Kreuzberg oder mit einem anderen Programm und Einstellungen so wie im Mojo-Club in HH.
ATC
Inventar
#48 erstellt: 29. Dez 2015, 16:58
das ist aber auch alles nur Wunschdenken der AVR Fraktion,
vllt auch mal mit einem anderen Mikrofon als das aus dem AVR nachmessen was da so rauskommt,
das ist jedenfalls ALLES, egal ob Yammi, Denon,Marantz oder PIO:

Mickey_Mouse (Beitrag #47) schrieb:
Was ich nicht mag ist, wenn sich Leute den Klang so zurecht verbiegen, ....


blackjack2002
Stammgast
#49 erstellt: 29. Dez 2015, 17:04
Ich betreibe es so nebenbei .

Musik rein, die mir gefällt und los geht's. Das Equipment sollte überschaubar und bezahlbar bleiben und alles Spaß machen. Ich bin auch nicht auf der Jagd nach den letzten Prozenten der Wiedergabefähigkeiten der Kette. Mucke rein und geniessen, egal ob Pop, Rock oder Klassik.
K._K._Lacke
Inventar
#50 erstellt: 29. Dez 2015, 17:11

ingo74 (Beitrag #45) schrieb:

warbabe (Beitrag #44) schrieb:

Oftmals reicht übrigens schon die Anpassung an die gehörrichtige Lautstärke

Das muß man ja zwangsläufig, damit die Ohren nicht weh tun.

Warum tut dir das in den Ohren weh, wenn du keine Loudnessschaltung oä nutzt..? :?


Ich hätte niemals die Loudnesstaste benutzt, nur um eine schlechte Aufnahme ins rechte Licht zu rücken, das vorweg, aber ohne solche Maßnahmen sind manche Aufnahmen einfach nicht zu ertragen.

Dann hätte ich lieber ganz auf die Wiedergabe verzichtet.

Der Clou ist, (und genau nach dieser Formel lebe ich) einen guten Kompromiss zu finden.

M.M.n. sind da besonders die B&W Lautsprecher für prädestiniert. Auch wenn sie nicht ganz so ehrlich spielen.

Das "andere" habe ich alles gehabt, aber was nutzt das, wenn man nur 30% seiner Sammlung ertragen kann, ohne gravierend (!) herumzupfuschen.

bin ich halt ein Currywurst Konsument!


[Beitrag von K._K._Lacke am 29. Dez 2015, 17:15 bearbeitet]
ingo74
Inventar
#51 erstellt: 29. Dez 2015, 17:12

meridianfan01 (Beitrag #48) schrieb:

vllt auch mal mit einem anderen Mikrofon als das aus dem AVR nachmessen was da so rauskommt,

Dann zeig doch mal eine Messung von dir, oder schreib doch mal deine Hörsituation, Anlage und Motivation.
Tust du nicht - ein Schelm wer da....
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