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Thesenanschlag (Vorsicht, Ironie!)

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Autor
Beitrag
pelmazo
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 23. Mai 2006, 18:16
Als Beitrag zur Vereinfachung der Welt möchte ich hier ein paar Thesen zur besseren Unterscheidung und Charakterisierung der beiden audiophilen Grundcharakter liefern, die hier im Forum so regelmäßig aufeinander treffen. Wie man sieht, braucht es eigentlich nur zwei Schubladen, Ausnahmen kommen so gut wie gar nicht vor, und können daher getrost ignoriert werden.

Fühlt Euch eingeladen, weitere Klischees hinzuzufügen, vorhandene zu kommentieren, Euch als Schubladeninsasse zu outen oder das alles als hanebüchenen Unsinn oder unverschämte Herabsetzung zu geißeln!

o Es gibt zwei Arten von Hifi-Hobbyisten: Die werden mit wechselnden Namen bezeichnet, die alle das Gleiche bedeuten. Auf der einen Seite gibt's die Holzohren, Techniker, Skeptiker, Kabelklangverneiner, Theoretiker und Blindtestbefürworter. Auf der anderen Seite stehen die Goldohren, Musikliebhaber, High-Ender, Kabelklanghörer, Praktiker und Blindtestverweigerer.
o Holzohren hören nicht gut, haben minderwertige Anlagen, haben viel theoretisches Schulbuchwissen aber wenig praktische Erfahrung, und wollen den Goldohren mit missionarischem Eifer den Spaß am Hobby vermiesen.
o Goldohren hören Dinge, die die Wissenschaft nicht erklären kann, ihr Gehör ist besser als jedes Meßgerät und absolut objektiv, sie haben die Hälfte aller Anlagen dieser Welt schon gehört und können sich genau erinnern wie jede Einzelne davon geklungen hat.
o Die Anlage eines Goldohrs hat immer einen wegziehbaren Vorhang in Reserve, damit durch Austausch irgendeiner Komponente eine Verbesserung eintreten kann.
o Der Rang einer Goldohr-Anlage - das ist, wie hochauflösend sie ist - bemißt sich nach der Anzahl der wegziehbaren Vorhänge. Je mehr, je hochauflösender. Es gibt Anlagen mit 7 oder mehr wegziehbaren Vorhängen, das ist dann auch sehr teuer, sowohl die Vorhänge selbst als auch dann das Wegziehen durch bessere Komponenten. Eine Anlage ohne wegziehbare Vorhänge ist minderwertig und nur für Holzohren geeignet.
o Holzohren kaufen ihre Anlage nach den technischen Daten und sind dann wunschlos glücklich damit.
o Holzohren glauben daß es Dinge gibt, die man messen kann obwohl man sie nicht hören kann.
o Goldohren glauben das es Dinge gibt, die man hören kann obwohl man sie nicht messen kann.
o Goldohren glauben, daß Holzohren vor lauter Messen vergessen, Musik zu hören.
o Holzohren glauben, daß Goldohren vor lauter Investition in Zubehör und Tuning gar kein Geld für Platten/CDs übrig haben.
o Goldohren glauben daß was sie hören die Wahrheit ist
o Holzohren glauben daß was sie messen die Wahrheit ist.
o Goldohren glauben daß die Holzohren sie für Idioten halten
o Holzohren glauben daß die Goldohren sie für Idioten halten.
o Goldohren halten sich selbst für tolerant und die Holzohren für intolerant.
o Holzohren halten sich selbst für aufgeklärt und die Goldohren für ignorant.
o Goldohren haben viele Wahrheiten, Holzohren nur eine.
o Holzohren glauben an ihren Verstand.
o Goldohren glauben an ihre Intuition.
o Holzohren halten sich für intelligent und die Goldohren für naïv.
o Goldohren halten sich für kreativ und die Holzohren für zwanghaft.
o Holzohren glauben an die Unbegrenztheit wissenschaftlicher Erkenntnis.
o Goldohren glauben an die Begrenztheit wissenschaftlicher Erkenntnis.
o Holzohren glauben eine gute Hifi-Anlage entstünde durch die Anwendung wissenschaftlich-technischer Methoden.
o Goldohren glauben eine gute Hifi-Anlage entstünde durch die Intuition und den Enthusiasmus eines Genies.
o Holzohren suchen nach der Idee hinter einer Erfindung.
o Goldohren suchen nach dem Kopf hinter einer Erfindung.
o Holzohren halten die Digitaltechnik für überlegen.
o Goldohren halten die Analogtechnik für überlegen.
o Holzohren regen sich auf wenn ein Goldohr meint sie hätten XXX bloß noch nicht ausprobiert, und könnten sich folglich nicht dazu äußern.
o Goldohren regen sich auf wenn ihnen ein Holzohr sagt sie hätten sich XXX bloß eingebildet, und könnten daher nichts gültiges dazu sagen.
o Holzohren meinen die Goldohren müßten erstmal beweisen was sie behaupten.
o Goldohren meinen wenn sie was gehört haben dann ist das Beweis genug.
o Holzohren halten den Blindtest für den einzigen sinnvollen Hörtest.
o Goldohren halten den Blindtest für einen von den Holzohren erfundenen fiesen Trick.
o Goldohren lesen Hifi-Zeitschriften und staunen.
o Holzohren lesen Hifi-Zeitschriften und schütteln den Kopf.
o Goldohren halten sich für zufriedener als Holzohren.
o Holzohren halten sich für zufriedener als Goldohren.
o Goldohren halten die meisten Elektroniker in der Audio-Industrie für unfähig. Sie trauen Querköpfen mehr als dem Mainstream. Wenn jemand etwas anders macht als alle Anderen, dann wird das schon richtig sein, weil es mutig ist.
o Holzohren halten die Esoterik-Entwickler für unfähig. Sie trauen den Mainstream-Entwicklern eher als den Esoterik-Gurus. Wenn jemand etwas anders macht als alle Anderen, dann hat er was nicht kapiert und will sich nur wichtig machen.
o Für die Goldohren ist eine hochgradig aufwändige, teure und ausgefallene Konstruktion das Zeichen für Perfektion.
o Für die Holzohren ist eine hochgradig aufwändige, teure und ausgefallene Konstruktion eine Spielart von Machismo ohne jedes technische Maß und Ziel.
o Goldohren glauben daß ihr Hobby ohne Holzohren schöner wäre.
o Holzohren glauben daß ihr Hobby ohne Goldohren schöner wäre.
HiFi_Addicted
Inventar
#2 erstellt: 23. Mai 2006, 18:45
Ich bin stolz Holzohr zu sein

Ich pass da wieder mal voll ins Klischee

MfG Christoph
Quoten_Heini
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 23. Mai 2006, 18:50
Ich bin froh, dass es Beide gibt. Sonst wäre es hier für mich bisweilen zu langweilig.

Mein Problem: Ich weiß noch nicht, in welche Schublade ich springen soll. Aber auch das wird sich noch finden.
Quoten_Heini
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 23. Mai 2006, 18:55
Und noch eine Ergänzung (stoße gerade mal wieder in einem anderen Thread drauf):

• Holzohren haben die Weisheit mit Löffeln gefressen
• Goldohren haben die Weisheit mit Löffeln gefressen

andisharp
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 23. Mai 2006, 18:56
Ziemlich vollständige Auflistung. Fehlt nur eins: Extremisten beider Lager können zuweilen ziemlich anstrengend sein.
Earl_Grey
Inventar
#6 erstellt: 23. Mai 2006, 19:04

andisharp schrieb:
Extremisten beider Lager können zuweilen ziemlich anstrengend sein. ;)

Gestatte mir zu korrigieren:
Extremisten beider Lager können zuweilen ziemlich unterhaltsam sein.

@Quoten_Heini: Nimm' die linke.
isc-mangusta
Inventar
#7 erstellt: 23. Mai 2006, 19:06
Ich zähle mich zu beiden Lagern, je nach dem, worum es geht. Allerdings diskutiere ich nicht drüber :angel, sondern höre lieber Musik

Tja... und jetzt?



[Beitrag von isc-mangusta am 23. Mai 2006, 19:08 bearbeitet]
ProPulsion
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 23. Mai 2006, 19:48
Und wer sich für keine Schublade entscheiden kann, bekommt auf Dauer chronische Nackenschmerzen
corcoran
Inventar
#9 erstellt: 23. Mai 2006, 21:09
Trotz Nackenschmerzen halte ich es zuweilen wie @isc-mangusta!
Earl_Grey
Inventar
#10 erstellt: 24. Mai 2006, 05:28
... dann - finde ich - wäre dieser Thread als Umfrage auch interessant gewesen (Wozu zählt Ihr Euch? Gold - Holz - Holz mit Goldapplikationen) - Aber dieses Vorrecht obliegt dem Themenersteller.

An die geoutete Fraktion der "Holzohren mit Gold-Ohrring": Würde mich interessieren, ob Ihr Eure Einstellung grundsätzlich etwas feiner abgrenzen könnt.

Denn ich habe eigentlich in diesem Forum die Erfahrung gemacht:
"Ich auf jeden Fall höre etwas und mir ist egal, ob es dafür (schon) eine technische Begründung gibt." -> Goldohr
"Was technisch (noch nicht) sein darf, kann auch nicht sein." -> Holzohr

Ich sehe da einen Mittelweg - Wenn man die Extrema wie Shikate-Steine, Klangschälchen etc. einmal außen vorlässt - eigentlich für sehr schwierig an (Stichwort Klang von CD-Laufwerken, Kabel etc.) ...

@andisharp: Hat der Netzer jetzt einen Exklusiv-Vertrag mit einem Fernsehsender? Ich fand den besser ...
Klout
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 24. Mai 2006, 07:15
Hallo,

@pelmazo
Eine sehr schöne Auflistung hast Du hier zusammengestellt, aber am Anfang hast Du geschriben:" Goldohren hören Dinge, die die Wissenschaft nicht erklären kann, ihr Gehör ist besser als jedes Meßgerät und absolut objektiv,...".
Ich denke, genau das Gegenteil ist hier der Fall. Goldohren sind absolut subjektiv, vertrauen aber ihrer subjektiven Meinung (Empfindung) mehr als irgendwelchen objektiven Messungen.
Ich zähle mich generell zu den Goldohren, aber mit Einschränkungen. Es wäre doch einfach folgendes Statement als von beiden Seiten akzeptabler Kompromiss stehen zu lassen:

Goldohren nehmen Unterschiede wahr (z.b.: Kabelklang, Gerätefüßchen etc....) und sind bereit dafür das notwendige Geld auszugeben und tun dies im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte. Die Wahrnehmung ist subjektiv und unwiderlegbar. Wodurch die Wahrnehmung beeinflusst wird ist primär irrelevant (physikalisch beweisbare Unterschiede; Placebo-Effekt; Autosuggestion...; oder wie ich glaube: Synergieeffekte aus Beidem) und da das Geld freiwillig ausgegeben wird in Kenntnis des nur subjektiv wahrgenommenen Unterschiedes werden sie auch nicht betrogen oder über den Tisch gezogen, sondern frönen auf eine dekadente Art ihrem Hobby bzw. ihrer Leidenschaft.

Fragwürdig wird es nur dann, wenn man an skurrile Dinge wie "tachonysierte Silica-Gel Scheiben" kauft und von der "wissenschaftlichen" Erklärung überzeugt ist.

Wie auch immer, es soll jeder auf seine Art mit dem Hobby HiFi glücklich werden, frei nach dem Motto: Leben und leben lassen!

mfg, Klout


[Beitrag von Klout am 24. Mai 2006, 07:16 bearbeitet]
Earl_Grey
Inventar
#12 erstellt: 24. Mai 2006, 07:34
Hallo Klout,

finde Deine Ausführungen grundsätzlich gut.
Ich habe nur eine Frage zu der Stelle:

Klout schrieb:
Die Wahrnehmung ist ... unwiderlegbar.

Wie schätzt Du (als sebsternanntes "Goldohr") diesbezüglich die Aussagekraft von Blindtests ein?
Ratbert
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 24. Mai 2006, 07:46
Ich bin Techniker (mit Uni-Abschluss), Blindtestbefürworter, Skeptiker und gleichzeitig Musikliebhaber, Praktiker und Kabelklanghörer (bzw. Hörer von Wechselwirkungen zwischen Kabeln, Verstärkern und Lautsprechern). Dennoch fühle ich mich nicht als gespaltene Persönlichkeit. Etwas Entspannung tut den meisten gut.
Klout
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 24. Mai 2006, 08:44

Earl_Grey schrieb:
Hallo Klout,


Klout schrieb:
Die Wahrnehmung ist ... unwiderlegbar.

Wie schätzt Du (als sebsternanntes "Goldohr") diesbezüglich die Aussagekraft von Blindtests ein?


hallo,

Sie haben keine Aussagekraft, genausowenig wie die blumigen Zeitschriftenberichte über Kabel, Füßchen, Schälchen etc...

Das generelle Problem bei Blindtests ist doch eine objektive Aussage über eine subjektive Messung (beeinflussbare Wahrnehmung) machen zu wollen, und das über eine Statistik!
Die Wahrnehmung und deren Sensitivität vor allem ändert sich gravierend in Abhängigkeit von Randbedingungen und führt den eigentlich vernünftigen Ansatz der Blindtests ad absurdum.

Abgesehen davon beweist (im eigentlichen Sinn der wissenschaftlichen Beweisführung) eine Statistik nie etwas - auch bei einer Trefferquote jenseits der 90%!

mfg,
Klout
ProPulsion
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 24. Mai 2006, 09:05
Davon mal ab, müsste man bei einem Blindest ja eh eine Trefferquote von mindestens 120% erreichen, da man ja auch noch die Wahrscheinlichkeit, daß man einfach nur richtig geraten hat, herausrechnen können muss. Man müsste also bei 10 Versuchen mindestens 12 mal richtig liegen
Earl_Grey
Inventar
#16 erstellt: 24. Mai 2006, 09:06
@Klout: Danke für Deine ausführlichen Ausführungen!
pelmazo
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 24. Mai 2006, 09:20

Klout schrieb:
Ich zähle mich generell zu den Goldohren, aber mit Einschränkungen. Es wäre doch einfach folgendes Statement als von beiden Seiten akzeptabler Kompromiss stehen zu lassen:


Vielleicht ist es nötig klarzustellen daß ich nicht vor hatte, einen für beide Seiten akzeptablen Kompromiß zu liefern, sondern im Gegenteil beide Seiten ironisch-satirisch zu überzeichnen und scharf abzugrenzen.


Goldohren nehmen Unterschiede wahr (z.b.: Kabelklang, Gerätefüßchen etc....) und sind bereit dafür das notwendige Geld auszugeben und tun dies im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte. Die Wahrnehmung ist subjektiv und unwiderlegbar. Wodurch die Wahrnehmung beeinflusst wird ist primär irrelevant (physikalisch beweisbare Unterschiede; Placebo-Effekt; Autosuggestion...; oder wie ich glaube: Synergieeffekte aus Beidem) und da das Geld freiwillig ausgegeben wird in Kenntnis des nur subjektiv wahrgenommenen Unterschiedes werden sie auch nicht betrogen oder über den Tisch gezogen, sondern frönen auf eine dekadente Art ihrem Hobby bzw. ihrer Leidenschaft.


Ich habe auch meine Zweifel daß das als allgemein anerkannte Kompromißformulierung durchgehen würde, wenn man denn eine suchen würde. Ich hätte jedenfalls Einwände.


Fragwürdig wird es nur dann, wenn man an skurrile Dinge wie "tachonysierte Silica-Gel Scheiben" kauft und von der "wissenschaftlichen" Erklärung überzeugt ist.


Warum fragwürdig? Wodurch die Wahrnehmung beeinflußt wird ist doch primär irrelevant!
Klout
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 24. Mai 2006, 09:52

pelmazo schrieb:

Klout schrieb:

Fragwürdig wird es nur dann, wenn man an skurrile Dinge wie "tachonysierte Silica-Gel Scheiben" kauft und von der "wissenschaftlichen" Erklärung überzeugt ist.


Warum fragwürdig? Wodurch die Wahrnehmung beeinflußt wird ist doch primär irrelevant! ;)



Hallo,
trotz des zwinkernden Smileys: Die Fragwürdigkeit bezieht sich auf die Überzeugtheit ob der "profunden wissenschaftlichen Erklärung". Wenn man´s hört, ist das was Anderes macht aber die schwachsinnigen Ausführungen des Herstellers nicht besser!

Klout

P.S.: mir war die Intention deines Posts schon bewusst
Amin65
Inventar
#19 erstellt: 24. Mai 2006, 10:06
Hallo Pelmazo,

ich persönlich finde einen solchen Thread nicht sehr förderlich. Was erwartest Du denn davon? Er gießt nur Benzin ins Feuer anstatt zu schlichten. Ich werde mich jedenfalls nicht dazu hergeben an diesem Schubladendenken zu beteiligen.


Grüße, Amin
Earl_Grey
Inventar
#20 erstellt: 24. Mai 2006, 10:31
@Amin65: Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass der Themenersteller Schlichtungsabsichten hegte (bzw. hegt) ... aber als "Öl ins Feuer gießen" sehe ich diesen Thread jetzt auch nicht unbedingt: Da kommt es IMO schon darauf an, was "man" aus ihm macht.
Haltepunkt
Inventar
#21 erstellt: 24. Mai 2006, 12:44
*klopf klopf*

Ich fühl mich wohl hier drinnen...
Toppers
Stammgast
#22 erstellt: 24. Mai 2006, 16:31
Schöner Fred hier!

Wichtig ist meines Erachtens vor allem nur, dass man die "Grösse" hat die jeweilige andere Partei anzuerkennen.

Bin übrigens Holzohr und stolz auf meine Vorurteile...

Ohne die wäre es ja wirklich langweilig.

MfG

Tobias
Hyperlink
Inventar
#23 erstellt: 24. Mai 2006, 17:14
Hmm

Ohne die gelungene und großartige Sammelleistung schmälern zu wollen:

# mir persönlich fehlt noch das Ding mit "um Welten besser" in der Aufzählung, die in scheinbar in allen relevanten Vergleichen seitens irgendwelcher Tester, Analogies und Goldohren miindestens einmal vorkommen muss. Insbesondere deshalb, weil diese Floskel seit Jahrzehnten von allen benutzt wird und wenn es denn solche Fortschritte gäbe, wir bereits Mitte der 90er Geräte hätten haben müssen, die für wenig Geld (200-400 DM?) Burmeister- und Accuphase-Klang in jedem Wohnzimmer haben müssten. Wenn man denn wirklich solchen Klang haben wollte, nicht jeder will das. Manche mögens lieber englisch, also blutig (?).

# Auch fehlen mir irgendwo noch die Begriffe luftig, röhrig, erdig, erdbeerig, räumlicher, "stylischer" und der ganze andere Schmarnn (Verzeihung) der sehr häufig von Goldohren bemüht wird, wenn es darum geht vergleichend etwas zu beschreiben. Wobei Holzohren nach obiger Stereotypisierung auch nicht besser drauf sind, wenn sie mittels Quantenmechanik versuchen, die Goldohren zu verwirren und deren Aussagen zu relativieren.

Allerdings kann ich es selber durch einen spontanen Mangel an Kreativität grad auch nicht in passendere Worte fassen.

Wenn ich mir obige Stereotypen so anschaue, so bin ich froh, daß ich zu den Normalohren gehöre und manches einfach nicht hören muss. Es muss doch die Hölle sein für Goldohren, wenn sie mal was anderes als audiophil aufgenommene LP/CD/... hören. Mir fallen so schon bei etwa 80-90% aller Produktionen zahlreiche Misstöne und Masteringfehler auf. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß wenn man über einen goldohrigen Hörsinn verfügt, man nicht immer Spass an dem hat, was man da so hört. Oder kann man das sensible "ich höre das Aufeinandertreffen zweier Luftmolküle und draussen im Garten die Fahrräder rosten" irgendwie einfach abschalten? Ich glaube kaum.

Mein Beitrag lautet also:

# Goldohren hören sogar Fahrräder aus mehreren Metern Entfernung rosten
# Holzohren hören das natürich nicht und sagen das auch so, eine Unverschämtheit

# Goldohren kaufen sich jeden Tag "eine neue Welt" und wechseln täglich unter Wertverlust mindestens einen Baustein ihres "Männerspielzeuges"
# Holzohren müssen sich mit Mutter Erde zufriedengeben und wechseln aus technischen Gründen und Frustration täglich unter Wertverlust mindestens einen Baustein ihres "Männerspielzeuges"


# Goldohren sind einfach zu beeinflussen
# Holzohren sind einfach zu beeinflussen

Gruss


[Beitrag von Hyperlink am 24. Mai 2006, 17:22 bearbeitet]
ProPulsion
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 24. Mai 2006, 17:55

Hyperlink schrieb:
Es muss doch die Hölle sein für Goldohren, wenn sie mal was anderes als audiophil aufgenommene LP/CD/... hören. Mir fallen so schon bei etwa 80-90% aller Produktionen zahlreiche Misstöne und Masteringfehler auf. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß wenn man über einen goldohrigen Hörsinn verfügt, man nicht immer Spass an dem hat, was man da so hört.


Auch wenn´s von Dir spassig gemeint ist und Du mit der Prozentzahl wohl ein wenig übertrieben hast, steckt da durchaus mehr Wahrheit drin, als man denkt. Besonders deutlich zu erkennen, wenn man sich teils amateurhafte Transformationen von Stereo nach 5.1 oder bei alten Aufnahmen von mono auf Stereo anhört. Auch lustig so manche Remasteringversuche, die gewaltig in die Hose gehen, obwohl man eigentlich "beweisen" wollte, daß neue Formate angeblich viel viel besser sind. Um das zu hören muss man aber sicher kein Goldöhrchen sein

Gruß, ProPulsion
isc-mangusta
Inventar
#25 erstellt: 24. Mai 2006, 18:31
Danke. Das wollte ich auch dazu sagen.
Was immer man sich für Geräte in die Bude stellt und wie immer man den ganzen Kram verkabelt, tiefer oder höherlegt, tuned, stromfiltert, absorbed und was weiß ich nicht alles was noch...
Wenn man ne Grottenaufnahme in den Player legt wird diese dadurch niemals besser, eher noch schlechter.
und JA, man hört, dass sie schlechter wird.
und NEIN, es macht in der Tat keinen Spaß sie zu hören.
Das macht es aber auf KEINER Anlage.

Gruß
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 24. Mai 2006, 21:03
goldohren lachen über die untrainierten ohren von holzohren.
holzohren lachen über die klangbeschreibungen von goldohren.

goldohren lachen über die hörerfahrungen von holzohren
holzohren lachen über die hörerfahrungen von goldohren.

goldohren sehen in den sprüchen von holzohren ein dummes, ignorantes, unbeholfenes kaputtmachen unseres hobbys.
holzohren sehen in den sprüchen von goldohren ein dummes, ignorantes, unbeholfenes kaputtmachen unseres hobbys.

goldohren stört, wenn holzohren statt hörproben nur aufs datenblatt gucken.
holzohren die das datenblatt verstehen, ärgern sich über unnütze sachen wie musik, die gelegentlich aus den lautsprechern kommt.

goldohren wollen die holzohren nicht verstehen.
holzohren verstehen die goldohren nicht.

goldohren nennen sich goldohren, da gold ein edeles metal ist.
holzohren ist das egal, mit goldenen trommelfellen wird man dank der hohen masse noch schlechter hören.
cumbb
Gesperrt
#27 erstellt: 24. Mai 2006, 22:30
Hai.
Ich denke, es gibt Gold-Holz-Ohren-Mutanten.
C.
hohesZiel
Stammgast
#28 erstellt: 25. Mai 2006, 11:13
hallo, schlage anstatt:



o Holzohren suchen nach der Idee hinter einer Erfindung.
o Goldohren suchen nach dem Kopf hinter einer Erfindung.


als Verbesserungsvorschlag vor:

o Holzohren suchen das Prinzipielle einer Erfindung und ihre Auswirkung auf die Präzision der Wiedergabe zu verstehen .
o Goldohren suchen nach der MArketing-Story als einzigem Inhalt einer Pseudo-Innovation und übernehmen diese grundsätzlich ohne Plausibilitätsprüfung .

ERgänzungsvorschlag:

o Holzohren sind bereits zufrieden, wenn ein Produkt nicht mehr hörbar die Wiedergabe verfärbt. Wenn es immer mehr Produkte solcher Art gäbe, wären sie sehr zufrieden.

o Goldohren bewegen sich sprachlich-gedanklich nur in marktschreierischen Superlativen - daher suchen sie stets auch dann nach Unterschieden, wenn es einfach keine hörbaren mehr gibt. Keine Verbesserung mehr diesseits der Wahrnehmungsschwelle zu haben, stürzt sie in tiefe, nichtendenwollende Sinnkrisen.

gute Idee, so ein Fred!

Gruß



hohesZiel


[Beitrag von hohesZiel am 25. Mai 2006, 11:14 bearbeitet]
raw
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 25. Mai 2006, 17:13
Ein kleiner Auszug:

o Holzohren glauben daß es Dinge gibt, die man messen kann obwohl man sie nicht hören kann.
o Goldohren glauben das es Dinge gibt, die man hören kann obwohl man sie nicht messen kann.
o Goldohren glauben, daß Holzohren vor lauter Messen vergessen, Musik zu hören.
o Holzohren glauben, daß Goldohren vor lauter Investition in Zubehör und Tuning gar kein Geld für Platten/CDs übrig haben.
o Goldohren glauben daß was sie hören die Wahrheit ist
o Holzohren glauben daß was sie messen die Wahrheit ist.
o Goldohren glauben daß die Holzohren sie für Idioten halten
o Holzohren glauben daß die Goldohren sie für Idioten halten.


o Der Glauben sei der Holz- und Goldohren Pein. - raw weiß.
Jazzy
Inventar
#30 erstellt: 25. Mai 2006, 18:07
Hi!
Holzohren hören Fehler der LS.
Holzohren hören Raummoden.
Holzohren hören Fehler des Toningenieurs.
Holzohren hören gesoundete Kabel.
Holzohren können Instrumente unterscheiden.
Holzohren haben Tränen im Auge,wenn Gould Bach spielt.
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 25. Mai 2006, 18:32

Holzohren haben Tränen im Auge,wenn Gould Bach spielt.


holzohren haben tränen in den augen, wenn sie einen test in der gerade gekauften stereoplay lesen.
goldohren halten die darin enthaltenen klangbeschreibungen für völlig untertreiben, es fehlen die beschreibungen der durchsichtigen bässe, der höhen mit schokogeschmack und die fallenden vorhänge...

zitat "die drei 17er bässe arbeiten lediglich bis 130 hz, der tiefmitteltöner muss schon im oberen bassbereich zu schuften beginnen. das limitiert natürlich den pegel, und provoziert die verzerrungen. Aber es hat klanglich eindeutige vorteile. die homogenität der beethoven war schon aller ehren wert: nie waren einzelne chassis herauszuhören..." und daneben natürlich die frequenzgangmessung... und das für 4,99 euro:cut

naja, die beigelegte cd ist ganz ok.

das zitat beschreibt aber sehr schön den unterschied zwischen der sicht von holz und goldohren.
Jazzy
Inventar
#32 erstellt: 25. Mai 2006, 18:36
Hi!
War ja auch nur Beethoven ;-)
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 25. Mai 2006, 18:45
wenn der wüßte, für was sein name verwendet würde... der würde sich im grabe umdrehen. wenn solche lautsprecher schon nach musikern benannt werden müssen, warum nicht "vienna accoustics - tokio hotel"?
Jazzy
Inventar
#34 erstellt: 25. Mai 2006, 18:54
Schrei!!
mutzelputz
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 25. Mai 2006, 19:03
Hallo, grade auf´m Weg vom Holzohr zum Goldohr - oder war´s umgekehrt. Ich weiß nicht??
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 25. Mai 2006, 19:25

Schrei!!





Hallo, grade auf´m Weg vom Holzohr zum Goldohr - oder war´s umgekehrt. Ich weiß nicht??


holzohr. bin und bleibe.
HisVoice
Inventar
#37 erstellt: 25. Mai 2006, 19:39
Und wie wäre es mit dem "vergoldeten Holzohr"
Als alter Voodoo "Fetischist" der nach jeder verschlechtbesserung un/glücklicher wird/ist würde ich mich doch eher zum obigen bekennen

Grüße Martin

@Amin65
da hatte ich doch mit mehr gegenwehr gerechnet
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 25. Mai 2006, 19:43
zugegeben, ich höre nicht mit studiomonitoren.

aber bei einem einzigen blick in die lachpresse, möchte man sich so weit wie geht von den goldohren distanzieren. das ist einfach selbstwertgefühl.
Hyperlink
Inventar
#39 erstellt: 25. Mai 2006, 21:10
# Bei Goldohren klingt die LP besser, weil sie gnädigst viele Aufnahmefehler zudeckt
# Holzohren hören CD und die vielen Fehler, bei ihnen werden die Fehler ab allesamt durch billige Anlagen verdeckt, die "nach Datenblatt gekauft" wurden.

# Beide Gruppen sind aufgeklärt und wissen genau was sie machen, kaufen also kein teueres Voodoo, weil es sowas wie Kabel- und Steckdosenklang nicht gibt. Oder?
Maastricht
Inventar
#40 erstellt: 26. Mai 2006, 06:59
Pelmazo,

Deinen Beitrag gelesen. Viel Spass dabei gehabt.


(Und da ich nicht an Diskussionen hierüber teilnehme, bleibt dies mein einziger Beitrag in diesem Thread. )
BigMischa
Stammgast
#41 erstellt: 26. Mai 2006, 07:11
hm, lustig geschrieben ists allemal, aber es steckt erstaunlich viel wahrheit drin...

das ganze erinnert mich immer an den zankapfel religion gegen wissenschaft.
allerdings bleibt zu bedenken, dass die wissenschaft die religion in den heutigen zeiten überholt hat (zumindest in den meisten zivilisierten ländern).
Haltepunkt
Inventar
#42 erstellt: 26. Mai 2006, 07:37
Gestern einen Spielfilm rund um Voodoo-Kult gesehen: 'Verbotene Schlüssel'
Kernsatz, der ab und an wiederholt wurde: "Es funktioniert nur, wenn man daran glaubt"

Die Hauptdarstellerin fing langsam an daran zu glauben, was ihr Schicksal im Showdown ohne Happy End besiegelte. Ihr Körper wurde von einem Voodoo-Geist in Besitz genommen.
BigMischa
Stammgast
#43 erstellt: 26. Mai 2006, 07:54
ich seh das ganze so:

hifi ist ein hobby, das ziemlich viel mit technik zu tun hat. und deshalb sollte man einige physikalische grundkenntnisse haben und sich wenigstens halbwegs mit der technik auskennen.
man kann auch nicht wirklich autorennen fahren, wenn man nicht wenigstens halbwegs die funktionsweise eines motors und des getriebes versteht. sonst würde man von allen, die schon mal etwas von drehzahlen und maximalen drehmomenten gehört haben gnadenlos überholt werden. ´
so ungefährt sehe ich das auch beim hifi. das schlimme an der sache ist nur, dass die unwissenden physikverneiner nicht nur "doof dastehen", sondern ihnen wird auch noch mit den blumigsten versprechungen das geld für minderwertigen oder komplett wirkungslosen nippes aus der tasche gezogen (cd tuning, klangtuch...). klar fühlen sich die anweder besser, wenn sie ihre cds vor dem hören mit einem ultrateueren lappen abreiben, aber wer gibt schon gerne zu, soviel geld verschwendet zu haben. das wäre in etwa wie als wenn ein händler einem kunden sportpedale fürs auto verkauft, um die geschwindigkeit zu erhöhen. sieht vielleicht toll aus, bringen tut es nichts...
Quoten_Heini
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 26. Mai 2006, 08:06

BigMischa schrieb:
hifi ist ein hobby, das ziemlich viel mit technik zu tun hat. und deshalb sollte man einige physikalische grundkenntnisse haben und sich wenigstens halbwegs mit der technik auskennen.


Ja, verdammt, Du hast mir die Augen geöffnet. Physikalische Grundkenntnisse gehen mir, ehrlich, total ab.

Fazit: Ich habe eine Anlage zu verkaufen, Näheres auf Anfrage.



BigMischa schrieb:
man kann auch nicht wirklich autorennen fahren, wenn man nicht wenigstens halbwegs die funktionsweise eines motors und des getriebes versteht. sonst würde man von allen, die schon mal etwas von drehzahlen und maximalen drehmomenten gehört haben gnadenlos überholt werden.


Oh Mann, was ein Vergleich. Wird ja gerne bemüht. Aber konsequenterweise muss Autorennen gegen Autofahren getauscht werden.

Fazit: Ich habe ein Auto zu verkaufen, Näheres auf Anfrage.
superfranz
Gesperrt
#45 erstellt: 26. Mai 2006, 09:35

BigMischa schrieb:
ich seh das ganze so:

hifi ist ein hobby, das ziemlich viel mit technik zu tun hat. und deshalb sollte man einige physikalische grundkenntnisse haben und sich wenigstens halbwegs mit der technik auskennen.

so ungefährt sehe ich das auch beim hifi. das schlimme an der sache ist nur, dass die unwissenden physikverneiner nicht nur "doof dastehen", sondern ihnen wird auch noch mit den blumigsten versprechungen das geld für minderwertigen oder komplett wirkungslosen nippes aus der tasche gezogen (cd tuning, klangtuch...). klar fühlen sich die anweder besser, wenn sie ihre cds vor dem hören mit einem ultrateueren lappen abreiben, aber wer gibt schon gerne zu, soviel geld verschwendet zu haben. das wäre in etwa wie als wenn ein händler einem kunden sportpedale fürs auto verkauft, um die geschwindigkeit zu erhöhen. sieht vielleicht toll aus, bringen tut es nichts...

wman kann auch nicht wirklich autorennen fahren, wenn man nichtenigstens halbwegs die funktionsweise eines motors und des getriebes versteht. sonst würde man von allen, die schon mal etwas von drehzahlen und maximalen drehmomenten gehört haben gnadenlos überholt werden. ´
Das war einmal !
Moderne Renn - Autos ( Formel , Tourenwagen usw. )informieren " ihren " Fahrer über eine Signal - Lampe am Lenkrad wann geschaltet wird (bei raschen Gangwechsel wird nach Gehör geschaltet ! ).
Der Drehmoment ist wegen den hohen Drehzahlen vernachlässigbar .
Das entscheidende im Rennsport ist das SET - UP . Fahrwerk "in " Verbindung mit Aerodynamik !
Dämpfer : härte , Druckstufe , Zugstufe
Federn :gibt es ca. 10 Federhärten , die immer nur in Verbindung zur Dämpfereinstellung relativiert werden !
Sturz
Spur
Höhe
Stabi
Reifendruck
Reifenmischung

Warum ich das alles aufzähle ?

Das Fahrwerk ist bei HiFi sozusagen die Raumakustik , weil eben das umfangreischste und entscheidentste !

Würden wir mit unseren Boxen " wettrennen " , so wären die "Blender" ganz hinten . Wie die Werbe - Branche hätte neue Stars !
BigMischa
Stammgast
#46 erstellt: 26. Mai 2006, 09:37
ok, oder so. aber mal abgesehen davon, dass ich von rennsport nicht wirklich viel verstehe und mein beispiel wohl etwas unsauber war, sieht man auch bei deiner argumentation, dass nichts an physik und fachwissen vorbeiführt. denn einfach nur den teuersten krimskrams blind zu kaufen und einzubauen, ohne auch nur den tick einer ahnung, welches setup man fahren soll, hilft einem hier auch nicht weiter.
superfranz
Gesperrt
#47 erstellt: 26. Mai 2006, 10:16

BigMischa schrieb:
ok, oder so. aber mal abgesehen davon, dass ich von rennsport nicht wirklich viel verstehe und mein beispiel wohl etwas unsauber war, sieht man auch bei deiner argumentation, dass nichts an physik und fachwissen vorbeiführt. denn einfach nur den teuersten krimskrams blind zu kaufen und einzubauen, ohne auch nur den tick einer ahnung, welches setup man fahren soll, hilft einem hier auch nicht weiter.

Hallo
Genau so ist es ( fehlendes Fachwissen ).
Bin gesrade am Bau eines Höhr - Raumes ( ca. 30 qm ).
Da ich keine " ordentliche " Grundkenntniß besitze ( nur allgemeines Absorbergeschwätz ), stöbere ich seit Wochen im Netz ( dank einigen aus dem Forum ) nach Absorber - Dämmeigenschaften hinsichtlich Wirkungsgrad und Bandbreite .
Alle Wände , Boden und Decke sind als Plattenabsorber in Spanplatte , Deckenpanele und Rigipis mit Hohlraum und Glasfaser - bzw. Steinwollplatten ausgefürt .
Ob mich meine akustischen Bemühungen belohnen ,ssteht noch in den Sternen ( kann das erst in ein oder zwei Monaten überprüfen , letzendlich muß das ein " Fachmann tun ! ) .
Nur ,so eine "Aufgabe " erfüllt das Hobby HiFi wieder mit
Herz !
BigMischa
Stammgast
#48 erstellt: 26. Mai 2006, 10:31
kenne mich jetzt mit raumakustik auch nicht sonderlich aus, aber man sollte glaub ich aufpassen, den raum nicht zu "überdämfpen". war mal mit einem bekannten und seiner band in einem tonstudio, in einem sogenannten schalltoten raum. haben darin mal eine angemessene anlage aufgebaut und was klang irgendwie alles sehr leblos und trocken (eigentlich hasse ich ja solche adjektive zur beschreibung von klang).

ich würde sagen, für den "hausgebrauch" reicht es eine einigermaßen symmetrische aufstellung anzustreben und in lautsprecher nähe nichts stehen zu haben, dass unangenehm mitvibriert, wie z.b. glasschränke oder vitrinen.
superfranz
Gesperrt
#49 erstellt: 26. Mai 2006, 11:08

BigMischa schrieb:
kenne mich jetzt mit raumakustik auch nicht sonderlich aus, aber man sollte glaub ich aufpassen, den raum nicht zu "überdämfpen". war mal mit einem bekannten und seiner band in einem tonstudio, in einem sogenannten schalltoten raum. haben darin mal eine angemessene anlage aufgebaut und was klang irgendwie alles sehr leblos und trocken (eigentlich hasse ich ja solche adjektive zur beschreibung von klang).

ich würde sagen, für den "hausgebrauch" reicht es eine einigermaßen symmetrische aufstellung anzustreben und in lautsprecher nähe nichts stehen zu haben, dass unangenehm mitvibriert, wie z.b. glasschränke oder vitrinen.

...meine Platten-Absorber reagieren nur im Bass !

Goldohren sind gute Konsumenten !!!

Gibts keine "Flachblätter" , gibts keine Goldohren !
Hyperlink
Inventar
#50 erstellt: 26. Mai 2006, 13:23

superfranz schrieb:
Gibts keine "Flachblätter" , gibts keine Goldohren !


Hey, super der Hinweis.

Was dem Markt fehlt ist eine HIFI-Zeitschrift für Holzohren.

Vorschläge:
# A4
# Ascii-Art oder Schwarz/Weiss-Bilder
# Fliesstext dreispaltig
# Angebundene Webseite zu den Heften mit einem Glossar
# Verkaufspreis nicht mehr als 3 Euro (!)
# Werbefrei
# Kein Voodoo
# Kein HighEnd
# Kein Konsumenten-Nepp jeglicher Art
# Kranutrock-Reviews ala http://www.babyblaue-seiten.de/

Ich stehe für ein solches Projekt mit meinen Artikeln zur Audiokompression gern zur Verfügung.

Ich wollt ohnehin schon immer mal bei so einem papierbasierten Projekt Marke Knowware mitmachen.

(Kein Scherz)

Zum Thema Holzohr:
http://de.wikipedia.org/wiki/Judasohr


[Beitrag von Hyperlink am 26. Mai 2006, 13:58 bearbeitet]
BigMischa
Stammgast
#51 erstellt: 26. Mai 2006, 13:26
wichtig wären noch:

* sachliche beschreibungen und bewertungen, verbot für "AUDIO-" oder "STERO-adjektive" wie z.b. "erdiger, matschiger, blumiger, freudiger, aufgeweckerer... KLANG".
ich selbst versuche auch gerade von diesen nichtssagenden adjektiven loszukommen... gar nicht so einfach, aber für einen journalist dürfte es eine herausvorderung sein.


[Beitrag von BigMischa am 26. Mai 2006, 13:27 bearbeitet]
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