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Nubert NuVero 14 und 11 Erfahrungsbericht Höreindruck

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freakandy
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 12. Sep 2010, 12:49
Hallo allerseits,

hier möchte ich meine subjektiven Klangeindrücke von Nuberts NuVero-Serie beschreiben.
Genauer gesagt, die 14er, 11er und ein wenig die 4er, wie auch kurz die NuLine122.
Alle Boxen waren auf neutral eingestellt, selbstredend.

Zu meiner Person:
Generell bin ich begeisterter Musikhörer seit 17Jahren, habe auch lange Zeit semiprofessionell Musik gemacht.
Hauptsächlich im Funk, Jazz, Rock und Percussionbereich, spiele selbst Schlagzeug und Percussioninstrumente.

Der Grund für meine Ausführungen hier und heute:
Ich habe nach langem Hören über meine alten Boxen irgendwann den Punkt gehabt zu sagen, so, jetzt solls was besseres sein.
Das ist sicherlich jedem schon so gegangen und dann gehts los. Bekannte fragen, Zeitschriften lesen, sich wieder auf den aktuellen Stand bringen, was gibts so neues. Und natürlich neben den Foren auch noch diverse Händler ansteuern und das wichtigste zuletzt: Probehören, Probehören, Probehören nachdem man sich vorab eine Auswahl vorgenommen hat. Das Probehören hörte nicht auf, nach einem Kauf, und so dachte ich, warum nicht mal Nubert erhöhren.

Ich hoffe, nun mit meinem kleinen Erfahrungsbericht all denjenigen helfen zu können, die die NuVero-Serie ins Auge gefasst haben und über das Forum erste Klangbeschreibungen suchen.

Also:
Wir hatten, da noch 3 Bekannte mitgegangen sind, einen Termin in Schwäbisch Gmünd ausgemacht, und hatten den kompletten Morgen Zeit, ausgiebig zu testen. Wir hörten in einem kleineren Raum, bei dem die Lautsprecher schräg im Raum aufgestellt waren. Wir konnten umschalten und hörten über den Cambridge 740 Cd-Player und über, am Anfang, 840er Vorstufe und 2(!) gebrückten 840er Endstufen.

Alles war schon eingespielt, die Anlage war warmgelaufen.

1. CD: Vienna Teng, Inland Territory, Titel 1, The Last Snowfall:
Es gibt bei diesem Titel ein gesampeltes Plattenknacksen am Anfang. Dort kann man schön das Auflösungsvermögen testen, und hören, ob wie sich die Räumlichkeit verhält bei dem Lautsprecher.
14er: Eine Abbildung des Knacksens vor oder hinter den Lautsprechern war nicht vorhanden pappte eher am Hochöner, der einsetzende Synthesizer war neutral. Ich war überrascht, da das Knacksen nicht am Hochtöner "pappen" sollte. (Ich schaltete kurz auf die NuLine122 um, diese spielte die Knackser weit in den Raum nach vorne.) Bitte jetzt nicht überrascht sein, über solche Details, aber ich merke mir einzelne Charakteristiken einer Platte oder CD, und rufe diese immer ab bei jedem Boxentest.
11er: Beim Umschalten auf die 11er, hier war die Räumlichkeit besser beim Knacksen, das verwunderte mich. Einsetzender Synthesizer hatte die Wärme in den Mitten, die ich kannte, obwohl mir die komplette Klangcharakteristik so ganz anders vorkam, im Vergleich zur 14er. Da kündigte sich etwas an, was ich so nicht erwartet hatte.
14er: Stimme von Vienna nach einigen Takten. Die Stimme ist sehr ruhig und zart, die 14er bildet die Stimme exakt in der Mitte zwischen den Boxen ab, wenn man direkt schön im Stereodreieck sitzt, aber wenn man ein wenig zur Seite geht, klebt die Stimme an der Box, auf der entsprechenden Seite. Jedoch, die Stimme wird "dünn" (nicht negativ verstehen) dargestellt, wie ein Strich in der Mitte.
11er: Die Stimme steht in der Mitte, nicht dünn, sondern man kann erahnen, dass Vienna's Stimme mehr ist, als ein Strich, sondern dass da Mund und Körper teil des Gesanges sind. Jedoch fiehl mir ab da auf, dass die 14er, und die 11er komplett verschiedene Boxen sind. Bei einem Blindtest würde ich nie auf die Idee kommen, dass das Boxen von einem Hersteller, aus einer Serie sind. Absolut Grundverschiedene Charakteristiken weisen diese auf. Zudem steht die Stimme eher im Raum, auch ist die 11er nicht so kritisch mit dem im Stereodreieck sitzen.

Titel 6, Grandmother Song:
Ein Song, der nur mit 2-Parallel angeordneten Mikrophonen aufgenommen wurde. Das heißt, man hört nicht eine Studioproduktion, sondern, unplugged den Raum mit den Musikern
14er: Kaum Raum, neutrale Frequenzen, aber die Freude bei dem Song kommt nicht rüber.
11er: Raum vorhanden, aber die Mitten viel dominanter als bei der 14er.
Wieder der frappierende Unterschied zwischen den beiden Boxen, die eine Macht das, was die andere nicht macht und umgekehrt.
4er: Scheint ein guter Kompromiss zu sein, für meinen Geschmack, jedoch fehlt die Größe.

Titel 9, No Gringo:
Hier kommen Shaker zum Einsatz am Anfang. Unglaublich gut aufgenommen, wieder mit einer Räumlichkeit, bei der man den Hochtöner, die Musikalität testen kann. Das einsetzende Klavier baut eine schöne Atmosphäre auf. Einer meiner Lieblingsstücke, obwohl ich auch definitiv nicht zu den Kuschelmusikhörern gehöre.
14er: Shaker, kommen platt, wieder am Hochtöner, aus den Boxen. Es löst sich nicht von den Boxen, zudem fällt mir diese Abbildung auf. Ich möchte das mal so beschreiben: Wie ein 2Dimensionales Bild, direkt von Box zu Box auf einer Linie. Dadurch mag man einfacher die Position (links-rechts) hören, die eigentliche Räumlichkeit, die die Abmischung des Songs aber beinhaltet, fehlt.
11er: Shaker: Ja, die kann das besser mit der Räumlichkeit, obwohl ich schon besserer Hochtöner in diesem Fall gehört habe.
Klavier:
14er: Das Klavier wieder auf einer Ebene von Box zu Box. Stellt euch einfach vor, ihr habt einen Flügel mit Spieler, und den faltet ihr der Raumachse von Hörer zur Box und dahinter zusammen auf die Ebene von Box zu Box. Tonal klingts richtig, aber Räumlich klingts nicht.
11er: Wenn man von der 14er auf die 11er umschaltet, habe ich das Gefühl: zu übertriebene Mitten, zu dominant. Kurz zurück zur 14er, hm, tonal richtig, aber da fehlt was, wieder auf die 11er. Ja, die hat das, was die 14er nicht hat, aber übertreibt irgendwie.

Erstes Fazit: Da die 14er und die 11er einzelne Aspekte gut machen, aber so konträr klingen, wäre ich als potentieller Kunde nach diesem Höreindruck nicht in der Lage, mich für eine der beiden zu entscheiden. Das wäre immer ein zu großer Kompromiss jeweils.

2.CD, Marla Glenn, This Is Marla Glenn, Titel Nr. 5, Personal:
Wunderbar groovende Nummer, für meinen Geschmack top abgemischt, schlakenfreier Bass, Bläser kommen mit Attacke, sind nicht aggressiv. eine Triangel am Anfang, die Lupenrein klingt.
Ein guter Test ist das Abhören der Rhythmusgitarre im Strophenteil. Diese ist auf den rechten Kanal gemischt
und begleitet ungemein Rhythmisch und variantenreich die Band.
14er: Zurückhaltende Triangel, tonal richtige Slaps der Conga's, aber wieder eine aufspielende Band, die 2D-mäßig auf eine Ebene gestaucht wird. Bass kommt schlackenfrei, linear und überhaupt nicht zu stark, eher so, dass er nicht auffällt, aber genau richtig vorhanden ist. Abhörlautstärke ist übrigens immer im mittleren Bereich.
Rhythmusgitarre ist jedoch nicht musikalisch genug. Klebt rechts flach an der Box. Nein, da wippt mein Fuss nicht mit, wie ich das sonst kenne.
11er: Zack, da ist wieder die, über die starken Mitten so nach vorne aufspielende Räumlichkeit, der Bass, natürlich aufgrund der Größe der Box, nicht so tief, aber wieder kommen meine Zweifel auf, ob tonal das jetzt richtig ist, im Vergleich zur 14er. Rhythmisch besser, jedoch für meinen Geschmack aufgrund des fehlenden, oder "schlechteren" Basses, auch nicht so das Wahre.

Hmm... wir machen nun den Test, wie sich das auf die Stimme auswirkt:
3.CD Michael Jackson, Earth Song:
Jeder kennt den Song, ich höre auf die Strophe und auf die Stimme. 14er mit klarer Stimme, komplett ohne Hall und Raum. Die 11er, zack Raum und vorallem der Hall massiv vorhanden. Verwundert switche ich sicherlich 10mal hin und her. Der direkte Vergleich ist bestechend einfach und zeigt den Unterschied. Wie geht das? Konstruktiv so stark den Hall zu unterdrücken?
Wieder auch sonst die gleichen Eigenschaften, wie bei den anderen Songs.

3. CD, Pat Metheny & Lyle Mays, As Falls Wichita, So Falls Wichita Falls, Song Nr. 3, September Fifteenth:
Ein Song, der 7:45min geht und mich jedesmal mitnimmt, wenn die Anlage und die Boxen stimmen. Dann höre ich diesen Song in einem Atemzug durch. Ich tauche tief in die Musik ein und bin über die Kürze des Songs enttäuscht. Bei Boxen/Anlagenkombis, die diese Musik und Intensität nicht rüberbringen, kommen mir schon 2min vor wie 20min... Schon interessant.
Gitarrenklang und Gitarrist sind unglaublich gut, Klavier und Gitarre bilden eine Einheit und wechseln sich spielerisch ab.
Zudem klingt das Klavier hammermäßig.
14er: Auch wenn's jetzt plakativ klingt: 7:45min schaffe ich nicht. Schöne Vorstellung, jedoch klingen Gitarre nicht Körperhaft, und das Klavier steht nicht im Raum, ich höre eher die Anlage und die Box, als die Musik.
11er: Anders, wieder mit prägnanteren Mitten, aber auch hier würde ich den Song niemals am Stück durchhören.

Zusatzinfo:
Beim Hinfassen an die Endstufen verbrennt man sich fasst die Finger, die massive Frontplatte ist sehr heiß. Und das, obwohl wir nicht ultralaut hören.

4.CD: von Audio Digital Masters I, max Bruch, Violinkonzert Nr. 1 g-moll: Finale Energico:
14er: Ganz nett, neutral, Durchhörbarkeit des Orchesters möglich. Jedoch nur, weil wieder das Orchester auf die Ebene von Box zu Box flach gelegt wird. Die Solovioline steht aber nicht wirklich da, es fehlt der Korpus, das Holz.
11er, Schwerer durchhörbares Orchester, Mittenbetont, tiefen Schwacher, Solovioline steht mehr im Raum, aber auch hier wieder:
Weder Fisch noch Fleisch die beiden Boxenpaare. (Bitte nicht übel nehmen!). Ich bin sicher, jeder Mensch hat einen anderen Geschmack, Vorlieben, und deshalb gibt es ja auch unendlich viele Philosophien, Boxen, Boxenarten etc...

Ein Blick in die Audiozeitschrift und die Punkteverteilung bestätigt meinen Höreindruck.
Hier mal ein Lob an Audio. Mittlerweile habe ich kapiert, was ihr mit den einzelnen Sparten, Räumlichkeit, Natürlichkeit etc. meint. Der Durchschnittswert ist kaum mehr als ein grober Richtwert. Vielmehr muss einem klar sein, was man will, und auf was man selber bewusst mehr hören will, oder einem wichtiger ist.
Technisch gesehen, welche einzelnen Kategorien gewichte ich höher, oder niedriger ein.

Fazit:
1.: Preislich gesehen, sind die Boxen meiner Meinung nach ok, jedoch kein Schnäppchen, wie ich das schon öfters gelesen habe.
Vorallem wenn man die Pegelfestigkeit und die neutralen Bässe einer NuVero erfahren möchte.
Wir verglichen noch den PowerPlant von T&A und die Audiolab Monoendstufen mit den Cambridge-Stereoendstufen. Hier viel uns auf, dass der schlechte Wirkungsgrad der NuVeros teure und gute Vor/Endstufen braucht. Somit relativiert sich der gute Preis.
Der Bass war nicht annähernd vorhanden mit den beiden anderen Marken. Zudem hat die Durchhörbarkeit sehr gelitten.
Klangliche Topröhrenverstärker, mit schwacher Leistung, könnten problematisch sein, bei den Boxen.
2.: Aufgrund der enormen Unterschiede zwischen den NuVeros 14er, 11er, 4er kann ich mir ein Surroundset aus den Boxenpaaren nicht so ganz vorstellen. Aber auch das kann jeder für sich selber entscheiden.

Natürlich könnte man noch viel mehr schreiben. Aber dazu fehlt die Zeit. Das waren hier einzelne Eindrücke.

So, ich hoffe, ein wenig geholfen zu haben.
Danke nochmal an Nubert, der Service war top, und der Verkäufer bestätigte auch unsere Höreindrücke. Sehr aufgeschlossenes, nettes Personal!

Grüße an alle, die Spaß am Musikhören haben.

PS: Bitte nehmt mir die Schreibfehler nicht übel!
DJ_Bummbumm
Inventar
#2 erstellt: 12. Sep 2010, 16:56

freakandy schrieb:
Natürlich könnte man noch viel mehr schreiben. Aber dazu fehlt die Zeit. Das waren hier einzelne Eindrücke.

Das war aber detailliert und gut nachvollziehbar.
Du gehst systematisch und gründlich an die Sache heran.

Ein richtig guter Erfahrungsbericht, gerne gelesen!

BB
Moea
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 13. Sep 2010, 23:25
Hammer Bericht!
So oder so ähnlich gehe ich auch an die Sache ran.
Räumlichkeit zu beurteilen fällt mir am schwersten, vor allem wenn die Boxen im Laden nicht optimal aufgebaut/angewinkelt sind oder zu großen Abstand voneinander haben.
Muss wohl noch mal probehören.

Die messtechnisch neutrale Mittenwiedergabe ist bei den NuVeros übrigens die Schalterstellung "Prägnante Mitten", falls du alles auf "Linear" hattest. Die "Linear"-Stellung ist schon ne Absenkung.
Wenn das Band zwischen z.B. 1000-2500 Hz(nur als Bsp.) also etwas abgesenkt ist, kann der Rest drüber als zu laut empfunden werden - vielleicht deswegen die "lauteren" 11er.
Denke aber auch, dass die 11 leichte Schlenker in den Mitten haben muss.

Und gute Nacht!


[Beitrag von Moea am 14. Sep 2010, 09:38 bearbeitet]
freakandy
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 14. Sep 2010, 08:02
Hallo Moea,

danke für den Hinweis mit dem von mir verwendeten Wort "neutral"...

Wir hatten extra in Absprache mit dem Verkäufer bei Nubert alle Schalterstellungen auf "Normal...", d.h. alles wie gehabt, keine Anhebungen, oder Absenkungen. Wir kontrollierten das sogar zweimal.

Ich wollte nicht verwirren.

Grüße,

freakandy
Moea
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 14. Sep 2010, 09:37
Sorry, ich glaub die Stellung heißt nicht "neutral", sondern "linear"! Diese senkt die Mitten allerdings etwas ab.
Wie schon gesagt: "Prägnant" ist die eigentliche Linearstellung.


[Beitrag von Moea am 14. Sep 2010, 09:41 bearbeitet]
Pilotcutter
Administrator
#6 erstellt: 14. Sep 2010, 10:06

freakandy schrieb:
14er mit klarer Stimme, komplett ohne Hall und Raum. Die 11er, zack Raum und vorallem der Hall massiv vorhanden.


Danke für den ausführlichen Bericht.

Was mir allerdings auch nicht so ganz einleuchten will ist der 'mutmaßliche' Unterschied in der Darstellung.

Ich dachte sämtliche Bauteile sind nahezu indentisch nur die 14er hat halt baulich etwas mehr Volumen und obenan noch einen TMT.

Ich dachte, dass wären "Brüder", gestrickt aus einem Hause, die grundsätzlich gleiche Charakteristika mitbringen.
Ich denke, wenn man zB die nuLine 102 vs 122 vergleicht, wird man doch wohl keine derart gegensätzlichen Unterschiede festellen?!

Außerdem(!): Wieso hat ein Modell Lautsprecher etwas, was das nächsthöhere (oder hier höchste) Modell widerum nicht hat. Ich mein, das ranghöchste Modell muss ja nun mindestens ersteinmal alle die Vorzüge der niedrigeren Preisklassen vereinen, plus seine eigenen Wiedergabequalitäten, oder???

Gruß. Olaf
xhaidi
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 14. Sep 2010, 12:24
Hallo,

und auch von mir ein ganz herzlichen Dank für den ausführlichen Testbericht. Ich selbst war Anfang des Jahres in Aalen und hab mir ebenfalls die 11er und die 14er (auch im Vergleich zur 122) den halben tag mit nem Kumpel zusammen angehört. Den Bericht dazu findet man hier und im Nubert-Forum.

Was mich aber tatsächlich verwundert sind die heftigen Unterschiede in der Wahrnehmung der Qualität der Boxen. Bekanntermaßen werden ja die NuVeros (11er und 14er) in der Fachpresse über den grünen Klee gelobt - jaja, ich weis und auch sehe diese Artikel sehr skeptisch.

Darüber hinaus gibt es hier aber vor allem - wen wunderts - im Nubert-Forum eine Vielzahl von Leuten, die bei den Boxen die audiophile Offenbarung sehen. Und um das vorweg zu nehmen: Ich selbst schliesse mich hier an und finde, dass die NuVeros grandiose Boxen mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis sind, die die Konkurrenz nicht scheuen brauchen.

Freakyandy, bitte versteh mich nicht falsch; ich will Deinen Eindruck in keiner Weise schmälern, kann mich ihm aber auch in keiner Weise anschliessen und finde diese Eindrücke aus meiner Perspektive nicht nachvollziehbar. Für mich standen die 14er in allen Belangen über den 11ern, die schon toll waren - Details kann man gerne in meiner Darstellung nachlesen...

In der Summe muss wohl jede(r) zu seiner eigenen subjektiven Einschätzung von Lautsprechern kommen. Einige sehen das so einige anders :-)

Beste Grüße
freakandy
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 14. Sep 2010, 19:35
Hallo,

ich denke mal, konstruktiv unterscheiden sich die beiden schon.

11er: 3x Ultra-Longstroke-Tieftöner 150 mm mit Glasfaser-Sandwichmembrane
14er: 4x Ultra-Longstroke-Tieftöner 180 mm mit Glasfaser-Sandwichmembrane

Zudem meinte der Verkäufer, dass die Hochtöner gleich aussehen, aber unterschiedlich sind.

Vielleicht weiß aber einer hier aus dem Forum mehr, da ich mich nicht näher mit der Konstruktion befasst habe.

Warum die beiden Lautsprecher hörbare Unterschiede aufweisen? Nun gut, warum nicht? Aber das war bei allen Anwesenden hörbar. Der direkte A-B Vergleich mit dem direkten Umschalten hat diese Unterschiede gut erkenntlich gemacht (meine Eindrücke waren halt so...). Hier mal ein Lob an Händler, die noch ein direktes Umschalten per FB ermöglichen

Vielleicht kann ja einer meiner Bekannten auch noch seine Eindrücke hier schreiben, die haben mitgehört.
Jedoch sollen die das selber machen.

Natürlich hört jeder anders Musik. Und ich habe eher einzelne Details hervorgehoben, die mir aufgefallen sind.

Und wenn jemand "audiophile Offenbarung" schreibt, ok, dann war das sein Eindruck. Das ist ja auch immer ein relativer Vergleich

Die beiden Lautsprecher bieten ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, jedoch bleibe ich bei meiner Einschätzung, dass für diese beiden Standboxen ein gestandener T&A Power Plant nicht ausreicht, obwohl dieser ja schon ca.1500€ kostet. Somit sind die Boxen mit Sicherheit kein Schnäppchen, weil hohe Anforderungen an die Verstärkertechnik gestellt werden.

Sodele, jetzt hör ich erst mal Manu Katche | Playground.
Die Platte kann ich nur empfehlen!

Grüße und schönen Abend noch
stoneeh
Inventar
#9 erstellt: 14. Sep 2010, 23:53
interessanter eindruck

ich habe damals nur gefragt von welcher marke die eletronik ist, und mir wurde cambridge genannt, aber welche produkte das jetzt tatsächlich waren hab ich erst jetzt durch dich erfahren

na, da muss ich meinen thread jetzt auch mal updaten, denn ich glaubte zuerst dass die (zumindest nachdem ich die tests der "fachpresse" gelesen hatte) enttäuschende pegelfestigkeit an dem schlechten wirkungsgrad und somit der verstärkerleistung lag - anscheinend weit gefehlt

ansonsten wie gesagt sehr interessant dein test - auch der unterschied von 11 zu 14. schade dass ich damals nur die 14er gehört hatte, aber so einen unterschied hätte ich mir damals rein vom optischen auch überhaupt nicht vorstellen können


grüsse
stoneeh


[Beitrag von stoneeh am 14. Sep 2010, 23:54 bearbeitet]
sge1
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 02. Okt 2010, 08:34
Dein Hörbericht ist absolute Extraklasse. Mich würde noch interessieren welche Dimensionen der Hörraum hatte.

Übrigens läuft gerade unter diesem Thread die Werbung für die Nubert Boxen
weimaraner
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 02. Okt 2010, 15:09

xhaidi schrieb:
Freakyandy, bitte versteh mich nicht falsch; ich will Deinen Eindruck in keiner Weise schmälern, kann mich ihm aber auch in keiner Weise anschliessen und finde diese Eindrücke aus meiner Perspektive nicht nachvollziehbar. Für mich standen die 14er in allen Belangen über den 11ern, die schon toll waren -



Hallo,

da muss ich Freakandy aber leider? unterstützen,

ich habe schon in einigen Threads geschrieben daß die 14er und die 11er in Schw. Gmünd unterschiedlich klingen und die 11er da klar besser abschneidet,
für mich eine Sache der Raumakustik,
die 14er passt einfach nicht zu diesem Hörraum,
da können sie auch noch so viele Absorber von R.T.F.S reinstopfen,
daran wird sich nichts ändern.

Habe die 14er auch schon auf Nubertschen Vorführungen ausserhalb ihrer Räumlichkeiten gehört,
da war das Klangergebnis besser (auch Dank extrem aufwändig bearbeiteten Hörraum von R.T.F.S. (10k€ aufwärts)),
war trotzdem nicht zum Fußwippen angeregt.

Die LS können echt Pegel,Bass,sind ehrliche Begleiter,

aber die wiedergegebene Räumlichkeit der LS ist eben ein Manko,
für mich jedenfalls.

Von audiophiler Offenbarung jedenfalls weit entfernt,
darauf kann man eigentlich nicht kommen


@freakandy

Sehr schöner,und nachvollziehbarer Bericht,

was hast du noch alles probegehört??



Gruss
freakandy
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 05. Okt 2010, 18:26
@ sge1:
"Mich würde noch interessieren welche Dimensionen der Hörraum hatte..."

Zum Raum selber:

ca. 5m breit und etwa 6m tief? Schwierig zu schätzen.

Das war damals der Raum, der noch nicht renoviert wurde.
Ein anderer wurde gerade umgebaut und nicht zu betreten, welcher viel größer war.
Den Surroundtestraum habe ich damals nicht gesehen, da ich zur Zeit nur Interesse an Stereowiedergabe habe.

Vielleicht kann jemand exakte Details zu diesem Raum nennen, bevor ich mich jetzt aus dem Fenster lehne.
Jedoch war er laut Verkäufer Raumklang optimiert.

Grüße,

freakandy
freakandy
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 05. Okt 2010, 19:20

Sehr schöner,und nachvollziehbarer Bericht,

was hast du noch alles probegehört??


Da waren unter anderem:

Audio Physic: Yara,Tempo VI,Scorpio II
Lua: Con Espressione
Isophon: Vertigo, Indigo, Corvara, Europa I,...
Dynaudio: Audience ??, Focus 220, Contour 3.0,...
ALR: Entry 4, Take 5, Take 6, Factor 7
T&A: CRITERION TS 200
Cambridge: S70 floorstander (nur kurz gehört)
Sonus Faber: Cremona
ach ja:
B&W: 802, 804S
ASW: Cantius
diverse Canton, jedoch schon länger her
...

Macht einfach Spaß, Boxen zu hören


[Beitrag von freakandy am 06. Okt 2010, 07:00 bearbeitet]
fujak
Inventar
#14 erstellt: 07. Okt 2010, 08:08
Hallo freakandy,

danke für den sehr plastischen und nachvollziehbaren Bericht.
Ich denke, dass gerade die räumliche Wiedergabe in Hinischt auf die Tiefe in viele Abhörketten ein Manko darstellt, von dem viele erst Kenntnis erhalten, wenn sie einmal eine Anlage gehört haben, die genau dies tut. Die Tatsache, dass Du darauf in Deinem Hörtest Bezug nimmst, zeigt mir, dass Dir dieses Kriterium vertraut ist. Auch für mich ist das eines der wichtigsten Kriterien einer guten Anlage.

Nach meiner Erfahrung ist die Tiefenstaffelung nicht nur vom konstruktiven Aufbau des Lautsprechers abhängig sondern auch von der Raumakustik. Insofern könnte ich mir auch den Unterschied in der räumlichen Abbildung zwischen Nuvero 11 und 14 z.T. auch dadurch erklären, dass sie (logischerweise) nicht am selben Platz standen. Zudem wirken benachbarte Lautsprecher gegenseitig als Absorber - durch die Resonanz der passiv mitschwingenden Membranen, die diese Energie dann in ihrer Frequenzweiche "verbraten".

Es wäre ein interessanter Versuch, die Position der Paare zu tauschen und dann nochmal zu hören, wie sich dies auf die räumliche Abbildung auswirkt.
Insofern bevorzuge ich auch beim Probehören das schweißtreibende Boxenrücken, sodass immer nur ein Paar an dem idealen Aufstellungsort steht.

Mich würde noch interessieren, mit welcher Anlage - insbesondere Lautsprechern - Du zur Zeit hörst (habe in Deinem Profil dazu nichts finden können).

Grüße
Fujak
premiumhifi
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 07. Okt 2010, 08:57

fujak schrieb:

Nach meiner Erfahrung ist die Tiefenstaffelung nicht nur vom konstruktiven Aufbau des Lautsprechers abhängig sondern auch von der Raumakustik.


ich halte es zu aller erst für von der raumakustik abhängig. denn hier liegt der grösste einfluss auf den klang.


fujak schrieb:

Zudem wirken benachbarte Lautsprecher gegenseitig als Absorber - durch die Resonanz der passiv mitschwingenden Membranen, die diese Energie dann in ihrer Frequenzweiche "verbraten".


die grossen technik- und selbstbaukoryphäen hier im forum halten den effekt, bei wenigen ls-paaren, für vernachlässigbar klein. hatte das selbst schon mal gefragt.


[Beitrag von premiumhifi am 07. Okt 2010, 08:59 bearbeitet]
freakandy
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 08. Okt 2010, 06:45

Mich würde noch interessieren, mit welcher Anlage - insbesondere Lautsprechern - Du zur Zeit hörst (habe in Deinem Profil dazu nichts finden können).


Ich habe mir nach sehr langer Suche und vielen Hörsessions die ALR Factor 7 Lautsprecher zugelegt im Frühjahr und bin gerade am Suchen eines passenden Verstärkers und eines schönen D/A Wandlers (für meinen Pioneer-Cd Player).
Ein alter Verstärker von Onkyo (TX-9031) wird gerade nur übergangsweise verwendet.

Aber gut Ding braucht Weile.
Kennt ihr sicherlich...
fujak
Inventar
#17 erstellt: 08. Okt 2010, 07:29
Hallo freakandy,

danke für die Info. Die ALR Factor 7 kenne ich nur von (überragend positiven) Hörberichten. Mir ist nun auch klar, weshalb Dich weder NuVero 11 noch 14 überzeugt haben. Mir ist aber auch ebenso klar, weshalb andere von diesen Lautsprechern so euphorisch berichten. Es kommt halt darauf an, aus welcher qualitativen Richtung seines bisherigen Equipments man kommt und sich die NuVero-Lautsprecher anhört.

Bezüglich Deiner Suche nach einem geeigneten DAC für Deine Wiedergabekette: Ich habe in den vergangenen Monaten eine Reihe DACs im Hörvergleich beim mir ausprobiert und darüber geschrieben. Wenn es Dich interessiert, schau mal in meinem Profil ganz unten unter der Rubrik "Eigene Threads".

Grüße
Fujak
freakandy
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 09. Okt 2010, 07:55
Hallo fujak,

danke für die DAC-Hinweise.
Bin schon am stöbern und mein Interesse gilt unter anderem dem Benchmark DAC-1 und dem CORDA StageDac.


Zu:

Es kommt halt darauf an, aus welcher qualitativen Richtung seines bisherigen Equipments man kommt und sich die NuVero-Lautsprecher anhört.


Natürlich sind Vergleiche immer auch relativ. Am Ende muss jeder selber entscheiden, welche Bewertungs/Gewichtungsmatrix für einen selber gilt. Ich kann z.B. die Bewertung von Audio für mich mittlerweile etwas besser einschätzen als früher. Für mich ist der Durchschnittswert der Punkte nur ein sehr grober Richtwert, da ich die Einzeldisziplinen der Box anders gewichten würde, als die Zeitschrift Audio das tut. Wie gesagt, da muss jeder dann selber für sich seine Gewichtung setzen.

Gratuliere auch zu deiner Anlage . Europa I von Isophon finde ich top. Symphonic Line durfte ich noch nicht hören, jedoch ist da mein Interessa auch schon geweckt, da die Klangbeschreibungen sehr vielversprechend "klingen"
_ES_
Administrator
#19 erstellt: 09. Okt 2010, 11:20
Hallo,

Bin gerade eben erst auf diesen Thread gestoßen- sehr ausführlicher Bericht, Kompliment.

Jedoch denke ich auch, das die Räumlichkeiten nicht optimal für die großen Nuberts ausgelegt sind.
Alleine schon von der Größe der Box her und der Verteilung der Chassies in der selbigen, müsstest Du beim Gegenhören mit z.B der kleineren 11er immer wieder "umgezogen" sein- war dem so?
Es braucht mit absoluter Sicherheit zumindest einen längeren Hörabstand zur 14er im Vergleich zur 11er.
Überhaupt müsste man jedes Paar Boxen alleine im Raum aufgestellt haben und erstmal ne weile an der Aufstellung und der eigenen Hörposition dazu gefeilt haben, bevor man loslegen könnte.
Hattet ihr das gemacht?



Da waren unter anderem:

Audio Physic: Yara,Tempo VI,Scorpio II
Lua: Con Espressione
Isophon: Vertigo, Indigo, Corvara, Europa I,...
Dynaudio: Audience ??, Focus 220, Contour 3.0,...
ALR: Entry 4, Take 5, Take 6, Factor 7
T&A: CRITERION TS 200
Cambridge: S70 floorstander (nur kurz gehört)
Sonus Faber: Cremona
ach ja:
B&W: 802, 804S
ASW: Cantius
diverse Canton, jedoch schon länger her
...


Ich habe auch mächtig Spass am Boxen testen
Jedoch zuhause, da wo sie nacher spielen würden...
Es sollte wenigstens immer der selbe Raum sein, in dem man sich verschiedene Lautsprecher anhört- am besten der eigene.
Sonst kann man das Ergebnis eigentlich fast vergessen.


[Beitrag von _ES_ am 09. Okt 2010, 11:21 bearbeitet]
freakandy
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 09. Okt 2010, 12:43
Hallo,

danke für die Fragen und Einwände.


Jedoch denke ich auch, das die Räumlichkeiten nicht optimal für die großen Nuberts ausgelegt sind.

-> Das denke ich auch.


müsstest Du beim Gegenhören mit z.B der kleineren 11er immer wieder "umgezogen" sein- war dem so

-> Ich habe mir für jedes Boxenpaar die optimale Hörposition in Ruhe rausgehört, welche ich für die Beste gehalten habe. Beim Umschalten bin ich dann sofort in die andere Hörposition gewechselt. (Sah sicherlich komisch aus...)

Überhaupt müsste man jedes Paar Boxen alleine im Raum aufgestellt haben und erstmal ne weile an der Aufstellung und der eigenen Hörposition dazu gefeilt haben, bevor man loslegen könnte.

-> Wir haben an der Austellung, so gut das ging, Korrekturen eingebracht, bis das Ergebniss in dem Raum die scheinbar bestmögliche war.

Jedoch zuhause, da wo sie nacher spielen würden...
Es sollte wenigstens immer der selbe Raum sei

->Das ist richtig. Da ich den Höreindruck jedoch nicht im Vergleich mit anderen Boxen sehe, sondern im Vergleich NuVero 11 "gegen/und" 14 hoffe ich, dass das fair ist. Ich wollte auf die Unterschiede der beiden Boxen heraus. Diese Unterschiede habe ich so gehört, in diesem Raum. Oder wie könnte man dann die beiden Vergleichen?

Grüße,

freakandy
_ES_
Administrator
#21 erstellt: 09. Okt 2010, 12:46

Oder wie könnte man dann die beiden Vergleichen?


Das hast du schon richtig gemacht, keine Frage.
Ich meinte letztlich den finalen Eindruck von Boxen woanders vs zuhause.
freakandy
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 09. Okt 2010, 12:50

Ich meinte letztlich den finalen Eindruck von Boxen woanders vs zuhause


Stimmt!

Wenn ich jetzt neue wöllte, würde ich das eh so machen, keine Frage
_ES_
Administrator
#23 erstellt: 09. Okt 2010, 12:52
Ich war so oft auf die Fr*** gefallen, Boxen die mir wahnsinnig gut gefielen, flopten zuhause total..
Und andersrum natürlich auch
Nur blöd, wenn man sie gerade jemanden verkauft hat und er am nächsten Tag sein Geld wiederhaben will..
freakandy
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 09. Okt 2010, 16:22

ich war so oft auf die Fr*** gefallen, Boxen die mir wahnsinnig gut gefielen, flopten zuhause total..
Und andersrum natürlich auch


Gab es denn auch Boxen, die hier wie dort begeisterten?
Und welche waren das?
Violator73
Stammgast
#25 erstellt: 30. Okt 2010, 05:11
Guten Morgen!

Ich hätt da mal eine Frage bzgl. Bühne und was man eigentlich mit nur 2 Lautsprechern erreichen kann.

Aber zunächst mal: Ich hab die 14er zuhause stehen, in einem suboptimalen Abhörraum würde ich mal sagen, dennoch machen sie mir enorm Spaß und ich bekomme eine Gänsehaut gepaart mit Ehrfurcht, wenn ich Musik höre. Insofern ist meine Lautsprecherwelt für mich in Ordnung.

Freakandy’s Ausführungen zur Bühnendarstellung der nuVero 14 brachten mich nun etwas ins Grübeln, da mir da bisher nie was negativ aufgefallen ist, da klebt nix, Stimmen und/oder Instrumente werden klar abgebildet, wenn die Aufnahme dies hergibt.

Daher habe ich überlegt, was kann man denn theoretisch überhaupt mit 2 Lautsprechern an Räumlichkeit wiedergeben? Ich bin kein Tontechniker oder Psychoakustiker, ich bin nur ein ganz normaler Physiker, daher bitte ich um Aufklärung, falls ihr da Bescheid wisst.
Da man zur exakten räumlichen Reproduktion eine ganze Menge an Lautsprechern benötigt (Wellenfeldsynthese), können die Möglichkeiten mit nur 2 Lautsprechern ja nur recht eingeschränkt sein, da sollte man sich nix vormachen.
Meinem Verständnis nach kann man Phantomschallquellen zwischen zwei Lautsprechern erzeugen, je nach Lautstärkeverteilung und Laufzeitunterschieden. Dennoch spielt sich (geht gar nicht anders) alles auf einer Linie zwischen den beiden Lautsprechern ab. Man kann vielleicht noch sowas wie Tiefe suggerieren, wenn man mit unterschiedlichen Lautstärken spielt (leise hinten, laut vorne?), aber mir ist zB absolut nicht klar, wie ich mit nur 2 Lautsprechern irgendwas höher oder tiefer im Raum abbilden sollte?
Zudem wandern die Phantomschallquellen mit dem Hörer mit, sollte dieser sich aus der Mitte zweier Lautsprecher wegbewegen: geht der Hörer nach rechts, dann kommen die Stimmen auch nicht mehr aus der Mitte, sondern eben von rechts.
Die Möglichkeiten eine 3D-Bühne mit nur 2 Lautsprechern zu erzeugen, dürften also ziemlich eingeschränkt sein und eher Richtung Null gehen. Alles was man zusätzlich zu der Linie zwischen den beiden Lautsprechern, auf der sich die Phantomschallquellen befinden können, an Räumlichkeit wahrnimmt, dürfte auf Reflexionen (also auf Raumakustik, Abstrahlverhalten, Impulsverhalten, ...) zurückzuführen sein.

Freakandy’s Beschreibung der Bühne, die die 14er erzeugen, scheinen vor diesem Hintergrund eher für die Präzision der nuVero 14 zu sprechen, ob das für das Hörerlebnis gut oder schlecht ist, möchte ich nicht beurteilen. Sie tun das, was zwei Lautsprecher tun können, fügen nichts hinzu und nehmen nichts weg, ehrliche Lautsprecher eben.

Sehe ich das falsch?

Grüße,
Vio
Fidelity_Castro
Inventar
#26 erstellt: 30. Okt 2010, 08:39

aber mir ist zB absolut nicht klar, wie ich mit nur 2 Lautsprechern irgendwas höher oder tiefer im Raum abbilden sollte?


Dafür sorgt der Toningenieur durchs "Panning", quasi dem positionieren der Phantomschallquellen

Das meiste ist ja kein Zufall, kommt dann eben drauf an ob die Box das richti wiedergeben kann...


Die Möglichkeiten eine 3D-Bühne mit nur 2 Lautsprechern zu erzeugen, dürften also ziemlich eingeschränkt sein und eher Richtung Null gehen.


Das ist eben auch Aufnahmeanbhängig, hör dir mal die Amused to Death von Roger Waters an, dan zweifelst du nicht mehr an den "3D Fähigkeiten" eines Stereo Setups wenn du das auf einer gut aufgestellten Anlage hörst, Stichwort qsound
Violator73
Stammgast
#27 erstellt: 30. Okt 2010, 09:23
Panning -> links rechts? Und hoch und runter???

Ok, hab mir mal ein paar QSound-Demos angehört, nette Effekte
yno
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 01. Nov 2010, 22:47
@freakandy: Danke erstmal für den Ausführlichen Bericht!

Ich war am Samstag auch bei Nubert (allerdings in Aalen, weil ich da zu fuss nur 5min. brauche ) und habe Probegehört bis die Cambridge-Endstufe in die Protection gegangen ist (welcher de** stellt die Endstufen zum teufel übereinander????) naja egal, also ich teile deine meinung ein einigen bereichen, will hier aber nicht deinen Beitrag mit Zitaten zerpflücken, deshalb einfach mal mein Eindruck:

Erstmal die Musik mit der ich gehört habe:
Dire Straits - Communique
Muss man wohl nicht viel sagen, sehr dynamische, gut aufgenommenes Album, Mark Knopfler an der Gittare...himmlisch...viel räumlichkeit

Eartha Kitt - Thinking Jazz
Sehr voluminöse, "raubkatzen-ähnliche" Jazz-Stimme, aussgesprochen gut aufgenommen, viel räumlichkeit.

Fun lovin´ Criminals - Mimosa
Gute Aufnahme, ruhige musik, etwas weniger räumlichkeit als die anderen aufnahmen aber sehr viele details.

Und zu guter letzt der Aktuelle Stereoplay "Räumlichkeitssampler" - Wird wahrscheinlich bei allen zuhause rumliegen (falls nicht: SEHR Räumlich und gut aufgenommen, sachen von chesky rec. (sara k. etc...))

So was wollte ich hören? Ursprünglich die nuBox681, NuLine102 & 122.

Ich werd es jetzt nicht so ausführlich machen wie andy sondern nur die Eindrücke der einzelnen Boxen zusammenfassen:

Nuline102: Eine enttäuschung, sehr angestrengt, will irgendwie mehr als sie kann.

Nubox681: Eigentlich die beste der "unter nuvero-boxen" eher zurückhaltent bringt im vergleich zu den anderen (nuline 102&122) mehr tiefe (raum, nicht bass)

Nuline122: Spielt breiter aber flacher als die nubox681 (auch hier ist der raum gemeint den sie produziert), der bass wummert, die höhen sind brillianter als bei den anderen beiden.

Nuvero4: Brillianter und trockener als alles drunter aber halt zu klein um viel raum und das volle spektrum abbilden zu können.

Nuvero11: eine herbe enttäuschung, 2x Box des jahres, wofür??? flach, eng, schwach, geht garnicht...

Nuvero14: Tja, wenigstens eine Box funktioniert bei nubert, die Nuvero14 kann sehr schön, satt und absolut detailgetreu aufspielen, zeichnet einen schönen raum und klingt völlig unangestrengt und neutral.

Fazit: Ich bin schwabe, dass heisst wir (schwaben) können alles ausser hochdeutsch, naja ich will jetzt nicht sagen das wir auch keine boxen bauen können, aber das hat mich echt auf den boden geholt...davor hab ich von nubert geschwärmt, aber meine hessin die bei mir zuhause spielt kann alles besser (ausser vielleicht bei der nuvero14) wie andy es schon sagte, es gibt immer irgendwie einen kompromiss: die nuline wummern im bass, die nubox nicht, die nuline können dafür obenrum mehr und machen eine breitere bühne. Die nuvero11 ist schei**e, sorry ist aber so das ist die 4er deutlich schöner wenn auch etwas "kleiner" im klang.

Wenn man eine Nubert kaufen möchte, dann nur die NuVero14 alles drunter ist nur ein Kompromiss. Schade eigentlich.

Grüße Carl
premiumhifi
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 01. Nov 2010, 23:24
hast du alle boxen im selben hörraum gehört ?
yno
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 02. Nov 2010, 17:58
aber sicher! und mehrmals zwischen den boxen umgeschaltet...
freakandy
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 02. Nov 2010, 18:35
hi yno,

Danke für deine Eindrücke.

Darf man fragen, über welche Boxen du derzeit hörst?
Stichwort:

meine hessin die bei mir zuhause spielt


grüße,

freakandy
yno
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 03. Nov 2010, 11:05
Canton Karat 930
Ist sehr kanckig (manche finden es schon zu hart), sehr analytisch, toller raum...

Grüße Carl
faultier78
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 03. Nov 2010, 14:04
Hi,
zum Thema Nuvero in Aalen:
Hab mir die Serie in Höraum 1 vor gut 2 Monaten angehört.
Die Enttäuschung zur Nuvero11 kann ich nachvollziehen wenn man zwischen der Serie hin- und herschaltet.
Die nuvero14 fand ich sehr gut, und dachte immer die 11 würde zumindest im Mittel-/Hochtonbereich genau gleich klingen.
Zumindest hört man dies immer wieder.
In Aalen ist dies meiner Erfahrung her aber bei weitem nicht so. Hier dekt sich mein Test mit dem von Carl.
Gerade in punkto Räumlichkeit kommt die 11er nicht an die 14er und auch nicht an die Nuvero4 heran.
Ich kann allerdings keine Aussage mehr zu den Stellungen der Klangschaltern der einzelnen Boxen sagen, habe recht wenig damit experimentiert.
Nun kommt aber das ABER :
Mit hinzugeschaltetem ATM-Modul (Mitten-/Höhen- und Bassregler leicht aufgedreht) ist diese Box echt spitze.
Ob sie dann exakt so auflöst wie die 14er sei dahingestellt, da man mit aktiviertem ATM nicht ohne weiteres zur 14 umschalten konnte.
Für mich steht die 11er(+ATM) auf jeden Fall auf der Liste.
Eine 14er wird in einem durschnittlichen Wohnzimmer wohl von recht wenigen Frauen akzeptiert.

Gruß
Daniel

Ps.
Natürlich hab ich mir die anderen Serien auch (zumindest kurz) angehört, möchte aber hier beim Threadtittel bleiben.
Ach, ja, sehr zuvorkommender Service wird einem in Aalen geboten.(dies kennt man ja leider auch anders )
yno
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 03. Nov 2010, 15:08
@daniel:

ja, so sehe ich das auch! Ich habe aber die ATM/ABL-Module absichtlich mal weggelassen, da ich ernstes kaufinteresse hatte und die erstmal ohne hören wollte.

Evt. müsste ich nochmal die 11er mit ATM hören, vielleicht ist es dann besser, vorstellen könnte ich es mir!

Der Service war wirklich sehr zuvorkommend!

Grüße Carl
freakandy
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 03. Nov 2010, 21:32
Hallo,

@faultier78:

Das mit dem ATM-Modul ist so ne Sache.
Wenn ich eine Box habe, die Anpassungen benötigt, in dem ich das Signal zur Box im Frequenzgang verbiege.... Hmmm, also ich weiß nicht, dann geht der nicht gerade berauschende Wirkungsgrad der NuVeros noch mehr in den Keller.

Wir haben die NuVeros mit Vor-Endstufen betrieben, die VK 5500€ kosten, dann die Boxen, und dann noch das ATM-Kästchen. Also dann hat die NuVero14 oder 11 kein gutes Preis-Leistungsverhältnis mehr. Oder sehe ich hier was falsch

Ich kenn den Hörraum in Aalen nicht, wie groß ist dieser denn?

Grüße,

freakandy
yno
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 04. Nov 2010, 09:24
Irgendjemand hat das mal schön formuliert: "Ja es wird schon verbogen, aber halt linear! "

Ich glaube die ATM/ABL-Module sind klangtechnisch kein Problem, aber du hast recht...preislich geht es dann schon in eine andere richtung...da kann man dann schon wo anders gucken!

Grüße Carl
faultier78
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 04. Nov 2010, 17:50
Hallo freakandy.
Also mit dem Modul ist natürlich so eine Sache, es ist nicht ganz günstig, aber wie ich finde eine feine Sache.
(Habe mom selbst Nubox511+Modul).
Es ist halt möglich aus schlechten Aufnahmen noch mehr rauszuholen und zudem gerade beim Leisehören ein etwas fülligeres Klangbild zu erzeugen.
Aber ich kann auch die Leute verstehen die sagen: Warum werden die Lautsprecher denn nicht direkt mit intergiertem Modul verkauft, also als "Aktive"?!?
Bei der Nuvero11 ist das ATM für MICH ein Muß, bei der 14er nur eine Zugabe, obwohl man auch hier natürlich bei Aufnahmen etwas "beschönigen" kann.
Ich möchte aber noch einmal darauf hinweisen, dass die 11er ev. anders klingen würde, wenn man die rückwärtigen Anpassungsmöglichkeiten nutzt. Aber ob ein soo großer Unterschied in der Räumlich-/Luftigkeit erzielt werden kann sei dahingestellt.

Die Größe des Hörraumes zu beschreiben ist so eine Sache, versuche es anhand der folgenden Grafik einfach mal und hoffe mit den Größen nicht ganz daneben zu liegen (zur Deckenhöhe hab ich leider gar keine Erinnerung mehr).Aalen

Wie man sieht steht/stand die Nuvero-Serie nicht gerade optimal, und zumindest die 14 hat mich voll überzeugt.
weimaraner
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 04. Nov 2010, 18:29
@yno

Hallo,

bezüglich dem Vergleich der 11er und der 14er schreibst du ja fast das Gegenteil von dem was ich in Schwäbisch Gmünd empfunden habe.

Vllt hast du die Möglichkeit mal dorthin zu kommen und das Ganze in einem anderen Hörraum zu vergleichen.

Es kann aber sein das zwischenzeitlich umgebaut wurde,
somit wäre der Vergleich wieder hinfällig.

Die NuVero14 habe ich auch schon in Räumen ausserhalb der Nubert Filiale gehört,
auch dort wusste sie gerade in Sachen Räumlichkeit nie zu überzeugen ,
deshalb war ich etwas verwundert über deinen Bericht.

Gruss
yno
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 04. Nov 2010, 21:31
@weimaraner: ich hab im gleichen hörraum wie daniel (faultier) gehört, die skizze siehst du ja in seinem post.
Ich fand die 14er wie gesagt DEUTLICH fülliger und direkter und sehr viel räumlicher...die war quasi überall besser als die 11er

Was ich überhaupt mal sagen muss, die hörräume bei nubert sind, naja ich sag mal "suboptimal", viel zu harte oberflächen (glas, wand, decke und keine dämmung) ausserdem stehen ALLE boxen dermasen ungünstig, dass ich mich fragen muss wie nubert sich das leisten kann...nur durch die aufstellung und raummoden könnte man schon soviel mehr aus den boxen herrausholen...

Grüße Carl
premiumhifi
Hat sich gelöscht
#40 erstellt: 04. Nov 2010, 21:35
die verkaufen das meiste ja übers netz.
ausserdem ist an den räumlichkeiten seit dem ursprünglichen design als kaufhaus wohl nie mehr was geändert worden. kosten sparen halt. ( haupthaus in schwäbisch gemünd )


[Beitrag von premiumhifi am 04. Nov 2010, 23:18 bearbeitet]
stoneeh
Inventar
#41 erstellt: 04. Nov 2010, 23:10

yno schrieb:
Nuvero14: Tja, wenigstens eine Box funktioniert bei nubert, die Nuvero14 kann sehr schön, satt und absolut detailgetreu aufspielen, zeichnet einen schönen raum und klingt völlig unangestrengt und neutral.


ich finde die box im bass echt sehr gut, und in den mitten gefällt sie mir auch. punkto räumlichkeit haut sie mich nicht vom hocker, aber das ist mir auch relativ egal

im bass ist sie von timing, dynamik und tiefgang exzellent, ist aber etwas betont im oberen bass und lässt ein bischen an volumen untenrum vermissen. in den mitten hab ich nix auszusetzen, und der wirkliche schwachpunkt ist der hochtöner, der klingt leise schon nicht exzellent und wenns laut wird wird der schnell nervig

wirklich geil find ich dass die box von so ziemlich allen magazinen als der standard punkto pegelfestigkeit bezeichnet wird. sorry aber die box kann gar nix punkto lautstärke, der hochtöner gibt schon bei gehobener zimmerlautstärke klein bei und selbst der bass der so gelobt wird fängt an ungenau zu werden weit bevor ohren oder körper aufgeben (und das an zwei gebrückten cambridge 840w die jeweils 500w rauspumpen)

trotzdem eine der besseren boxen die man neu für unter 5000€ bekommt.. das sagt aber lediglich aus dass es eine frechheit ist was hifi hersteller heute glauben dass sie an geld verlangen können für ihre produkte. ich würde angesichts dessen niemals einen neukauf in erwägung ziehn, im gebrauchtmarkt gibts lautsprecher um ein zehntel des preises die mithalten können


grüsse
stoneeh
yno
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 05. Nov 2010, 00:32
@stoneeh: Ich stimme dir da völlig zu was die Preise der LS anbelangt...da sind 5000€ ja noch zahm wenn man bedenkt das man für z.B. eine B&M 108.000€ ausgeben kann...

Grüße Carl
stoneeh
Inventar
#43 erstellt: 05. Nov 2010, 01:34
ja.. ich mein, wenn man um 4000€ oder 5000€ einen lautsprecher bekäme wo man sagen könnte, da sieht man keine wirklichen schwächen mehr, dann wär das ja in ordnung. is halt leider nicht so, besonders der hochtöner der nuvero ist wirklich eine frechheit für den preis. der klingt ja nicht besser als der einer komplettanlage vom media markt

dann gibts zb die quadral montan um ca den selben preis die auch heiss gelobt wird, deren bändchenhochtöner ist nicht schlecht aber für den preis ist der bass kläglich und ganz neutral ist sie auch nicht, klingt irgendwie süsslich

traurig was so um wieviel geld im markt ist... und das muss man auch immer wieder erwähnen, denn viele leute glauben gar dass es keine alternativen gibt. die gibt es nämlich genug, im gebrauchtmarkt gibts jede menge angebote die aktuelle produkte alt aussehen lassen

kann mich noch erinnern an den probehörtermin bei dem quadral händler der gemeint hat seine lautsprecher sind eine ganz andere liga als meine "alten kappas". dann komm ich hin, nimm extra eigenen verstärker mit damit ich mich davon überzeugen kann dass ich einen guten vergleich hab, freu mich schon auf das klangerlebnis, und dann hört sich sowohl die platinum m4 als auch die montan sowas von lächerlich an gegen meine 500€ kappas. kaum bass, kaum pegel, mitten und speziell die höhen um nichts besser als die folienhochtöner der kappas.. meiner meinung nach gehören solche typen wegen versuchten betrug hinter gitter


grüsse
stoneeh


[Beitrag von stoneeh am 05. Nov 2010, 01:39 bearbeitet]
Fidelity_Castro
Inventar
#44 erstellt: 05. Nov 2010, 05:16

stoneeh schrieb:
ja.. ich mein, wenn man um 4000€ oder 5000€ einen lautsprecher bekäme wo man sagen könnte, da sieht man keine wirklichen schwächen mehr, dann wär das ja in ordnung. is halt leider nicht so, besonders der hochtöner der nuvero ist wirklich eine frechheit für den preis. der klingt ja nicht besser als der einer komplettanlage vom media markt


Eigentlich soll ein LS für den preis garnicht klingen sondern eher die Aufnahme, mit welchem material hast du denn getestet ?

Nubert verbaut doch eigentlich solide Komponenten und so ein fauxpass hätte sich doch schon sogar im Nubi Forum rumgesprochen oder ?



traurig was so um wieviel geld im markt ist... und das muss man auch immer wieder erwähnen, denn viele leute glauben gar dass es keine alternativen gibt. die gibt es nämlich genug, im gebrauchtmarkt gibts jede menge angebote die aktuelle produkte alt aussehen lassen


Eigentlich ist im Passivbereich ja ziemlich lange nichts mehr passiert, von daher kann man dem schon zustimmen. Nur ist das problem bei gebrauchten die Sache mit den Ersatzteilen die ein gebrauchtes schnäpppchen durchaus unlohneswert machen können

ich würde mich da eher im Selbstbau-Kit-Bereich umgucken. Jedoch ist es dort auch so dass die sachen für mehrere tausend € nicht unbedingt jedem gefallen, genauso wie eine Silbersand oder B&M nicht jedem gefällt. Je hochwertiger desto ähnlicher die LS. man muss schon ein analytisches Klangbild mögen damit es sich lohnt, als kappa Hörer wird das eher schwer...



kann mich noch erinnern an den probehörtermin bei dem quadral händler der gemeint hat seine lautsprecher sind eine ganz andere liga als meine "alten kappas". dann komm ich hin, nimm extra eigenen verstärker mit damit ich mich davon überzeugen kann dass ich einen guten vergleich hab, freu mich schon auf das klangerlebnis, und dann hört sich sowohl die platinum m4 als auch die montan sowas von lächerlich an gegen meine 500€ kappas. kaum bass, kaum pegel, mitten und speziell die höhen um nichts besser als die folienhochtöner der kappas.. meiner meinung nach gehören solche typen wegen versuchten betrug hinter gitter


Da hättest du die Kappa besser mitgebracht anstatt den verstärker oder dir die Quadrahl geliehen. Räume können auf die Faktoren die du angesprochen hast einen so großen Einfluß nehmen dass ein Fernvergleich da nicht wirklich fair ist. Demnach muss der Händler noch nichtmal Unrecht gehabt haben.

Dazu kommt vermutlich noch eine gewisse Versautheit wenn man selbst lange auf gesoundeten LS hört. je nachdem was man hört kann man die Qualitäten eines LS garnicht beurteilen
fujak
Inventar
#46 erstellt: 05. Nov 2010, 07:57
Hallo stoneeh,

ich kann mich da Ramón nur anschließen. Der Raum ist neben den Lautsprechern selbst das am meisten klangbestimmende Element der Wiedergabekette. Dahinter kommt erstmal lange Zeit gar nichts, dann erst Verstärker, DAC, Zuspieler, Kabel etc. In den bisherigen Klangbeschreibungen der Nuveros wurde ja auch deutlich, wie groß der Einfluss vom Raum ist (akustische Eigenschaften, Position der Lautsprecher und des Hörplatzes).

Desweiteren halte ich es für wenig zielführend, wenn Du den Klang eines Lautsprechers als lächerlich bezeichnest. Damit werden keinerlei Klangeigenschaften beschrieben. Im übrigen: Neben der tonalen Abstimmung, gibt es weitere Kriterien wie Impulstreue/Schnelligkeit (Ein- und Ausschwingverhalten insbes. im Bassbereich), räumliche Abbildung (Phasenverlauf/Zeitrichtigkeit der GLZ), Verzerrungen etc. Und in diesen Kriterien konnte mich bislang noch keine Kappa überzeugen, wohl aber LS von Nubert, sogar kleinere Kompaktboxen wie die Nuline oder die kleine "Jubiläumsbox". Zwar decken diese nicht das ganze Frequenzspektrum ab, doch das, was sie abdecken, bilden sie in einer Weise ab, die nach meiner Meinung den Preis des LS mehr als rechtfertigt.

Zurück zur NuVero 14: Es wäre auch in meinen Augen unrealistisch, von einem LS für 4000,- € wie der NuVero 14 zu erwarten, er habe keine klanglichen Schwächen mehr. Da ist immer noch mehr möglich - was man erst dann realisiert, wenn man klanglich bessere Alternativen gehört hat. Wahr ist aber leider auch, dass die Preiskurve im Verhältnis zum Qualitätszuwachs exponential ansteigt.

Daher muss jeder für sich persönlich klären, was er für einen bestimmten Zugewinn an Klang an Geld auszugeben bereit ist. Da gehen die Standpunkte naturgemäß ziemlich weit auseinander.
Bezogen auf die Geldbörse hat der eine Glück, und kann mit Lautsprechern um 500,- € glücklich werden, der andere eher Pech, weil für ihn gute Lautsprecher erst ab 10.000,- € beginnen. Daran kann man wieder einmal sehen: Leidenschaft hat manchmal tatsächlich etwas mit Leiden zu tun.

Grüße
Fujak

P.S.: Den Inhalt Deines letzten Postings kann ich nur an Dich zurückgeben. Im Unterschied zu Dir kann ich keine "Erhitzung" bei Ramón feststellen, die sich erstmal wieder abkühlen muss, wohl aber in Deiner Antwort auf seinen Kommentar. So ist das halt mit unterschiedlichen Wahrnehmungen...


[Beitrag von fujak am 05. Nov 2010, 08:00 bearbeitet]
premiumhifi
Hat sich gelöscht
#47 erstellt: 05. Nov 2010, 09:29

stoneeh schrieb:
ja.. ich mein, wenn man um 4000€ oder 5000€ einen lautsprecher bekäme wo man sagen könnte, da sieht man keine wirklichen schwächen mehr, dann wär das ja in ordnung. is halt leider nicht so.....


och, die dynaudio contour 3.4 oder focus 360 finde ich schon sehr gut.

es gibt aber ein problem: das ganze ist nur allzu häufig subjektiv !
Fidelity_Castro
Inventar
#48 erstellt: 05. Nov 2010, 09:52

fujak schrieb:
So ist das halt mit unterschiedlichen Wahrnehmungen...


Ja Schwamm drüber, evtl. packt "Stoneeh" die Substanz ja mal in einen seiner Post anstatt...
yno
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 05. Nov 2010, 12:05
In der Tat ist es so, dass es mehr sinn gemacht hätte die kappas mit zum händler zu nehmen, so wurden 2räume und 2LS miteinander verglichen...das kann man nicht vergleichen, da hier schon zuviele Faktoren "reinspucken".

Und die höhen bei den 14ern fand ich jetzt garnicht so schlecht und ich bin von meinen Canton Karat 930 da eigentlich verwöhnt...nur untenrum können die Karat halt nicht so ganz, deswegen war ich bei nubert und hab mich da mal umgeschaut...

Grüße Carl
Master_J
Moderator
#50 erstellt: 05. Nov 2010, 13:15

premiumhifi schrieb:
ausserdem ist an den räumlichkeiten seit dem ursprünglichen design als kaufhaus wohl nie mehr was geändert worden. kosten sparen halt. ( haupthaus in schwäbisch gemünd )

Gmünd wurde vor 4 Wochen grundlegend umgebaut.

Auch vorher waren die Decken schon Absorber und im nuVero-Raum bereits diverse Akustikelemente eingebaut (hinter den Boxen, vor dem Glas).

Die neuen Studios habe ich allerdings noch nicht gehört.

Gruss
Jochen
premiumhifi
Hat sich gelöscht
#51 erstellt: 05. Nov 2010, 15:26

Master_J schrieb:


Gmünd wurde vor 4 Wochen grundlegend umgebaut.



ok, ist bei mir etwas länger her. ( 1,5 jahre )

http://www.hifi-forum.de/viewthread-30-23180.html

die akustik-elemente waren bei mir aber auch schon da und mann konnte imho auch ihre wirkung hören.


[Beitrag von premiumhifi am 05. Nov 2010, 15:28 bearbeitet]
mweber22
Schaut ab und zu mal vorbei
#52 erstellt: 27. Feb 2011, 20:17

stoneeh schrieb:
..., besonders der hochtöner der nuvero ist wirklich eine frechheit für den preis. der klingt ja nicht besser als der einer komplettanlage vom media markt



Anleitung zur nuVero 14 schrieb:

Hochtöner
Als Hochton-Schallwandler kommt eine völlig neu entwickelte 26-mm-Hochtonkalotte eines renommierten norwegischen Herstellers mit einer speziell angekoppelten Volumenkammer zum Einsatz. Hochtöner mit rückseitiger Kammer zeigen nur dann klangliche Vorteile, wenn sich der von der Membranrückseite in die Kammer abgestrahlte Schall vollständig absorbieren lässt. Hierbei müssen das Dämpfungsmaterial, seine Lage und insbesondere die Form der Kammer exakt aufeinander abgestimmt sein. Nach schier endlosen Mess- und Versuchsreihen gelang es, dieses Problem vollständig in den Griff zu bekommen. Die Bedämpfung gelang dermaßen perfekt, dass der Hochtöner ohne Weiche gemessen bis 20 kHz keinerlei Resonanzen mehr zeigt.
Auch das Rundstrahlverhalten dieses Hochtontreibers verdient Beachtung: Hochtonkalotten von 25/26 mm Durchmesser strahlen prinzipbedingt im Superhochtonbereich – ab Frequenzen oberhalb etwa 10 kHz – zunehmend gerichtet ab. Den vollen Klanggenuss erhält man damit nur, wenn die Boxen direkt auf den Hörplatz eingedreht sind. Neuere Messungen sowie Hörversuche zeigten jedoch, dass sich durch eine spezielle Schallführung des Hornansatzes innerhalb der Frontplatte das Bündelungsmaß gegenüber bisherigen Kalottenkonstruktionen nochmals verbessert. So ergeben sich bei der nuVero-Kalotte selbst bei Winkeln bis annähernd 30° seitlich nahezu keine Klangeinbußen. Erst die Summe dieser Feinarbeit an all diesen gehörmäßig wichtigen Details ist der Grund dafür, weshalb besonders die Hochtonwiedergabe
bei den nuVero-Modellen immer wieder Begeisterung auslöst. Sie besticht vor allem durch ein klares, „seidiges“, jedoch nie lästig wirkendes Klangbild.


Da hat die arme Fa. Nubert ja ganz umsonst so einen Aufwand getrieben. Beim Media Markt hätte es scheinbar für weniger Geld bessere Hochtöner gegeben ...
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