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Samsung: Bildeinstellungen erklärt oder "das perfekte Bild"

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Autor
Beitrag
Mike500
Inventar
#1 erstellt: 15. Jan 2015, 15:42
(Wer nur die Einstellungen erklärt haben will, einfach runterscrollen zum Abschnitt BILD.)

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VORWORT - "DAS PERFEKTE BILD"
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Auf der Suche nach dem perfekten Bild stößt man immer wieder auf lange Listen von Bildeinstellungen, die besonders gut für das eigene Modell passen sollen. Doch Erklärungen, was die einzelne Bildeinstellung überhaupt bewirkt, findet man nur selten. Zudem fällt auf, dass verschiedene Leute und Websites teilweise recht unterschiedliche Einstellungen für ein und dasselbe Modell empfehlen. Wie kann das sein, wenn es doch nur ein perfektes Bild gibt?

Nun, dies vorweg: Für das perfekte Bild - oder besser gesagt, das am besten der Norm entsprechende Bild, was man mit dem bestimmten Fernseher erreichen kann - bräuchte man die Hilfe eines Colorimeters (ein Gerät zur Kalibrierung) sowie Erfahrung im Umgang damit. Hat man damit die perfekten Einstellungen getätigt, gelten diese aber auch nur für diesen einen spezifischen Fernseher. Durch Serienstreuung und Spielraum in der Werkskalibrierung kann man davon ausgehen, dass kein Fernseher exakt wie der andere ist, auch wenn es sich um das gleiche Modell handelt.

Somit hat sich die Idealvorstellung, ein perfektes Bild durch das Übernehmen einer kompletten Einstellungsliste zu erhalten, eigentlich schon erledigt. Auch noch so detaillierte Listen können höchstens Anhaltspunkte geben, wohin die Richtung gehen sollte. Einstellungen, die nicht per Colorimeter oder zumindest mit geeignetem Testmaterial erreicht wurden, sollte man mit einiger Skepsis begegnen. Oft wird sich dort zu sehr an den schlechten Samsung-Standardwerten orientiert, oder aber es wurde irgendwie herumprobiert, ohne die Auswirkungen näher zu untersuchen. Auch sollte man keine verschiedenen Einstellungslisten kombinieren, da es Wechselwirkungen zwischen bestimmten Einstellungen gibt (dazu später mehr).

Selbst per Kalibrierung erreichte Einstellungen von Websites sind nicht so einfach übertragbar und teilweise fehlerhaft. Eine Review-Seite listet zum Beispiel für verschiedene Geräte von 48" bis 65" exakt dieselben detaillierten Bildeinstellungen auf. Allerdings verbaut Samsung für verschiedene Diagonalen auch Panels verschiedener Hersteller, die teilweise unterschiedliche Eigenschaften haben. Dazu kommt die Serienstreuung. Was dort an Settings empfohlen wird, passt also nur für ein spezifisches Gerät, was zum Test vorlag, aber nicht für alle baugleichen Geräte. Von unterschiedlichen Panelgrößen ganz zu schweigen. Aber das ist noch nicht alles. Manchmal kennen sich die Tester im Einstellen nicht perfekt aus und drehen an falschen Stellschrauben im Bild-Menü, um das Kalibrierungsziel zu erreichen.

Man sieht schon, nur mit Einstellungslisten kommt man nicht so weit. Das Ziel muss sein, die Einstellungen in ihren Auswirkungen zu verstehen, und somit am eigenen Gerät eine Möglichkeit zu haben, das Bild zu verbessern. Spätestens wenn es an die Farbdarstellung geht, sitzt man nämlich sonst auf dem Trockenen.

Um das Bild am eigenen Fernseher gut beurteilen zu können, braucht man zudem geeignetes Testmaterial. Ein Bild einfach so einzustellen, während ein Spielfilm läuft, ist gar keine gute Idee. Eine damit erreichte Einstellung ist schlimmstenfalls total für die Katz. Aber warum ist das so?

Nun, bei den meisten Filmen wurden im Nachhinein die Farben, ihre Helligkeit und Sättigung etc. bearbeitet, um auf einen bestimmten "Look" zu kommen. Im Zeitalter des analogen Films, also mit richtigen Filmrollen, wurde dies mittels Beleuchtung am Set und verschiedenen Kameralinsen und -filtern gemacht, bzw. später bei der Filmentwicklung, wo man noch die Farbkanäle und die Helligkeit beeinflussen konnte. Letzteres nannte sich "Color Timing". Mittlerweile kann man das Bild natürlich digital in jeder beliebigen Hinsicht verfremden. Es geht dabei nicht um CGI (computergenerierte Bilder), sondern um das nachträgliche Verändern des aufgenommenen Materials, also das Verändern des Looks. Für diese digitale Nachbearbeitung hat sich der Begriff "Color Correction" etabliert.

Gleich der erste Film, der digital nachbearbeitet wurde, ist ein schönes Beispiel: "O Brother, Where Art Thou?" (2000). Der Himmel wurde im normalen Blau gehalten, aber alle anderen Farben wurden fast komplett entsättigt. Jedes einzelne Frame (Einzelbild) wurde also selektiv per Color Correction nachbearbeitet. Es sollte offensichtlich sein, dass man anhand dessen keine Bildeinstellungen am Fernseher vornehmen kann. Man hat überhaupt keinen neutralen Anhaltspunkt, was die korrekte Darstellung ist.

Heute bekommt eigentlich jeder Kinofilm je nach Szene (oder auch durchgehend) einen bestimmten Look verpasst, der manchmal auch ziemlich unnatürlich sein kann. Beispiele sieht man zuhauf, hier mal ein extremes: Trailer: "Black Hawk Down" (2001). Aber nicht nur Kinofilme, nein, auch Serien, Dokumentationen usw. werden gerne nochmal per Color Correction nachbearbeitet. Einfach mal auf Youtube nach "Colorist Showreel" suchen, dort gibt es einige Vorher/Nachher-Videos.

Lange Rede, kurzer Sinn: Was man braucht, um das Bild beurteilen und einstellen zu können, ist garantiert neutrales Testmaterial. Es gibt kostenlose Testbilder und Testvideos, mit denen man prima Resultate erlangen kann, einige werde ich unten verlinken. Testmaterial ist TV-Sendungen und Filmen grundsätzlich überlegen, wenn es um die Beurteilung des Bildes geht.

Damit das Einstellen etwas leichter von der Hand geht, will ich hier mal versuchen, die Auswirkungen der Settings zu beurteilen.

Es geht immer um ein möglichst naturgetreues Bild. Dieses ist in Normen und Empfehlungen recht genau festgelegt, sonst könnte man ja zum Beispiel auch nicht auf ein bestimmtes Ziel hin kalibrieren. Dieses natürliche Bild mag im ersten Moment ein wenig enttäuschend aussehen, wenn man ein poppiges Bild gewohnt ist, wie man es z.B. im Elektronikladen zu sehen bekommt. Aber diese Fernseher im Laden sind sehr aggressiv eingestellt. Das Bild hat mit einer normgerechten, natürlichen Darstellung oft recht wenig zu tun. Daher nicht gleich verzweifeln, und dem neuen natürlichen Bild einfach mal eine Chance geben. Man kann sich an alles gewöhnen, auch an viel zu knallige Einstellungen, so dass objektiv bessere Settings einem dann womöglich zuerst schlechter erscheinen.

Manche Samsung-Modelle sehen, wenn die meisten "Bildverbesserer" ausgeschaltet sind, tatsächlich erstmal ernüchternd aus. Man sieht zum ersten Mal, was das reine Panel eigentlich für eine Bildqualität hat, wenn man auch wirklich alle Bilddetails erhalten und nicht den Bildverbesserern opfern möchte. Ist man damit auch nach einiger Gewöhnungszeit absolut nicht zufrieden, hat man vielleicht den falschen Fernseher gekauft, oder man muss eben Kompromisse bei den Einstellungen eingehen.

Übrigens, Fernseher im Laden zu vergleichen ist schwierig. Wie gesagt werden dort sehr aufgedrehte Settings benutzt. Denn da fast alle Geräte aggressiv eingestellt sind, würde ein neutral eingestellter Fernseher dazwischen wie ein Mauerblümchen aussehen und sich schlechter verkaufen. Zudem gibt es kein neutrales Testmaterial für eine objektive Beurteilung. Bei den UHD-TVs z.B. werden gern speziell produzierte Prachtvideos in 4K zugespielt, die genau auf die Stärken dieser Modelle zugeschnitten sind. Der potenzielle Kunde steht sehr nah vor dem Fernseher und meint, mit den "Shop-Settings" belastbare Vergleiche zur Bildqualität machen zu können. Zuhause kommt dann die Ernüchterung: Man muss die Einstellungen meist weit zurückfahren, die Sendungen sind teilweise nur in Standardauflösung, der Sitzabstand ist weitaus größer. Die Enttäuschung ist eigentlich vorprogrammiert.

Auf die Beratung durch Verkäufer kann man sich leider auch nicht groß verlassen. Ohne jetzt alle Verkäufer über einen Kamm scheren zu wollen, aber das geht von fehlerhaften Informationen bis hin dazu, dass man zu einem bestimmten Modell gelotst wird, was gerade verkauft werden muss, weil z.B. noch viele davon da sind und bald der Nachfolger reinkommt. Es gibt viele Beweggründe, warum einem ein Modell schmackhaft gemacht werden soll, aber das Motiv ist dabei meist der Profit, nicht der Kunde. Eine wirklich neutrale Beratung hat eher Seltenheitswert. In vielen Warenhausketten sind zudem Promoter der Hersteller unterwegs, die als neutrale Verkäufer bzw. Fachberater auftreten, aber eigentlich nur die Modelle der eigenen Marke anpreisen.

Auch die Bewertungen einiger Fachzeitschriften (oder auch Websites) sollte man kritisch begutachten. Liest man dort zu 99% Jubelbewertungen wie "sehr gut" und "hervorragend", mit Einser-Noten, die sich nur in der Nachkommastelle unterscheiden, sollte einem das schon sehr zu denken geben. Vernünftige Tests mit strengen Testkriterien und objektiven Bewertungen bekommt man in Stiftung Warentest oder im c't Magazin zu lesen (die c't testet Fernseher aber naturgemäß eher selten).



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SAMSUNG BILDEINSTELLUNGEN
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Grundsätzlich ist es so, dass sich die meisten Einstellungen bei fast allen Samsung-Fernsehern gleich verhalten. Es hat sich über mehrere Samsung-Generationen hinweg nur wenig geändert. Ich selbst habe nunmehr meinen vierten Samsung in Folge und konnte das daher gut nachvollziehen. Eine Ausnahme sind die Evolution Kits (OCB), die für einige High-End-Samsungs erhältlich sind, damit können sich bestimmte Einstellungen anders verhalten. Das heißt, mit Evolution Kit muss man gegebenenfalls selber mit Testmaterial zu guten Einstellungen kommen.

Wichtig: Vor dem genauen Einstellen den Fernseher mindestens 15 Minuten aufwärmen lassen. Auch bei LED-TVs kann sich in dieser Zeit noch leicht das Bild ändern. Einstellungen immer frontal vor dem TV sitzend vornehmen. Von der Seite oder von oben/unten gesehen hellt sich das Bild auf und der Kontrast nimmt ab, da kann man nicht vernünftig einstellen.

Gibt es irgendwelche Probleme, die man nicht genau einkreisen kann, und man benutzt einen externen Receiver oder sonstigen Zuspieler per HDMI, ist es oft hilfreich, wenn man ein Testvideo direkt von einem USB-Stick am Samsung abspielt. Dann kann man schon mal die externen Geräte als Fehlerquelle ausschließen. Das Gleiche gilt für CI+ Module mit Karte: Lieber mal ohne eingestecktes Modul mit frei empfangbaren Sendern testen, manchmal kann das Modul an Problemen schuld sein.

Noch ein Disclaimer, diese Einstellungen sind zum Teil auch Geschmackssache. Bei manchen Settings muss man selber abwägen, wie man es gerne hätte. Da ist meine Empfehlung dann auch nur als solche zu sehen und nicht als feste Vorgabe. Zudem setzen einige Empfehlungen voraus, dass der Fernseher auch bei den restlichen Einstellungen schon weitgehend korrekt eingestellt ist. Dies sollte man bedenken, um eine bestimmte Empfehlung nicht vorschnell als schlecht abzutun.



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BILD
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Bildmodus - Film
Egal welchen professionellen Test man liest, es wird immer "Film" empfohlen. Man kann damit die natürlichsten Farben erreichen. Auch jede Kalibrierung per Colorimeter erfolgt grundsätzlich im Film-Modus. Dort sind zwar Bildverbesserer wie dynamischer Kontrast nicht aktiv, dafür hat man viel mehr Möglichkeiten, das Bild normgerecht einzustellen. Zudem verbessert dynamischer Kontrast niemals den viel wichtigeren Im-Bild-Kontrast und ist somit für die eigentliche Bildqualität nicht sehr von Belang. Einige der weiteren Einstellungen setzen zwingend Bildmodus Film voraus.


Hintergrundbeleuchtung - nach Belieben anzupassen.
Bei der maximalen Bildhelligkeit gibt es recht große Unterschiede, je nach Modell und Panelgröße. Beim einen Modell braucht man Hintergrundbeleuchtung 16, woanders reicht vielleicht 13 oder noch weniger. Hiermit legt man die Bildhelligkeit für tagsüber fest, also bei viel Umgebungslicht. Das Bild sollte hell genug sein, man sollte aber auch keinen Sonnenbrand bekommen. Für Abends/Nachts, also weniger Umgebungslicht, benutzt man die Einstellung Öko-Sensor.


System > Öko-Lösung > Öko-Sensor - Ein
"Min. Hintergrundbeleuchtung" auf zwei oder mehr Stufen unter den Wert für "Hintergrundbeleuchtung" stellen, dann reagiert der Fernseher auf unterschiedliche Raumhelligkeiten (den sprichwörtlichen Unterschied wie Tag und Nacht). Wird es dunkler im Zimmer, regelt sich die Hintergrundbeleuchtung selbstständig langsam herunter, bis hin zum vorgegebenen minimalen Wert. Dadurch hat man auch Abends bei schummriger Fernsehbeleuchtung ein angenehmes Bild, was nicht blendet. "Energiesparmodus" kann man deaktivieren. Wenn man "Hintergrundbeleuchtung" verstellt, deaktiviert sich "Öko-Sensor" und muss wieder eingeschaltet werden!


Kontrast - auf Standard lassen (meist 95). Ist ab Werk nahezu optimal eingestellt.

"Kontrast" beeinflusst den oberen Helligkeitsbereich, ist aber verglichen mit "Helligkeit" (unterer Helligkeitsbereich) die viel unwichtigere Einstellung. Es gibt dafür zwar Testmaterial wie "White Clipping" (AVS HD 709 Testvideos, Link unten) oder auch Testbilder, erkennt man dort aber Abstufungen über dem Referenzweiß, ist dies nicht weiter schlimm. Diese "Highlights" oder "whiter than white"-Bereiche kann man bei Samsung-TVs ohne Probleme zulassen. Mit dem Testvideo "Color Steps" könnte man prüfen, ob alle hellen Farbabstufungen unterscheidbar sind, und wenn nicht, Kontrast etwas runternehmen (dabei darf aber kein Farbstich ins Weiß reinkommen). Empfehlung: Nicht ändern. Da sich übrigens auch andere Einstellungen auf Kontrast und Helligkeit auswirken, sollte man diese wenn, dann erst am Ende feinjustieren.


Helligkeit - auf Standard lassen (meist 45). Ist ab Werk nahezu optimal eingestellt.

Hinter "Helligkeit" könnte man eine Regelung der Bildhelligkeit via Backlight-Intensität vermuten. Aber "Helligkeit" arbeitet, so wie es z.B. auch bei Sony genannt wird, als Schwarzwert-Regler, das heißt, man stellt damit den unteren Helligkeitsbereich ein (und mit "Kontrast" den oberen Bereich). Da hier die Werkseinstellungen schon ganz passend sind, muss man sie nicht unbedingt verändern. Die eigentliche Bildhelligkeitsregelung macht man komplett mit "Hintergrundbeleuchtung", wie oben erklärt am besten kombiniert mit "Öko-Sensor".

Beispiele:

Helligkeit optimal (hier 47), Abstufungen bis Referenzschwarz erkennbar:
Helligkeit_optimal

Helligkeit zu hoch (hier 55), unterste Abstufungen zu hell:
Helligkeit_zu_hoch

Helligkeit zu niedrig (hier 40), unterste Abstufungen nicht mehr erkennbar:
Helligkeit_zu_niedrig

Das Auge ist im dunklen Bereich am empfindlichsten, darum ist diese Einstellung wichtiger als "Kontrast". Mehr als 1 bis 3 Schritte hoch oder runter sind aber sehr selten nötig, daher kann man es auch auf dem Standardwert lassen. Die Bildverbesserer (Schwarzton, Optimalkontrast) müssen dafür ausgeschaltet sein, weil diese die unteren Helligkeitsbereiche verschlucken. Das verwendete Testvideo ist "Black Clipping" vom "AVS HD 709"-Testmaterial (Link unten). Damit kann man diese Einstellung feinjustieren (bei aufgewärmtem TV und frontal davor sitzend).


Schärfe 9 oder 20
Je nach Modell kann man schon ab Schärfe 20 bei Full-HD-Material ein Überschärfen feststellen, es hält sich aber noch im Rahmen. Richtung 30 wird es dann wirklich langsam zu viel und die negativen Effekte nehmen Überhand. In SD ist es weniger ausgeprägt.

Beispiele:

Schärfe 9 mit Full HD Testvideo, leichtes Nachschärfen, ohne zu überschärfen:
Schärfe_optimal

Schärfe 40 mit Full HD Testvideo, Überschärfen an allen kontrastreichen Kanten, mit weißen Schatten:
Schärfe_zu_hoch

Bitte beachten, diese Fotos sind nicht als objektiver Schärfe-Vergleich gedacht, sondern dazu, die negativen Auswirkungen von zu hohen Schärfe-Einstellungen aufzuzeigen (weiße Überschärfungs-Schatten an harten Kanten, z.B. an den Schultern der Models). Einen richtigen Schärfe-Vergleich kann man selber mit Testmaterial durchführen, meine Kamera gibt das nicht her, die Aufnahmen sind auch nicht genau gleich scharf geraten. Zudem ist Schärfe auch Geschmackssache. Einfach mal Schärfe 9 und Schärfe 20 testen.

Das Testvideo "5-Sharpness & Overscan" (AVS HD 709, siehe Links) ist gut geeignet, dort erkennt man an den seitlichen Rändern der markierten Balken je nach Einstellung weiße Überschärfungsschatten bzw. Doppelkonturen. Anfangs mal Schärfe richtig hochdrehen zeigt gut, wonach man schauen muss.

Schärfe-Testvideo \

Warum gerade Schärfe 9? Siehe Youtube-Video: Artefakte bei Schärfe 10 (getestet mit Burosch DIVAS Reference Test Pattern).

Je nach Modell und sonstigen Einstellungen können die Bildartefakte bei unterschiedlichen Schärfe-Einstellungen auftreten. Sie betreffen zwei Boxen mit horizontalen 1-Pixel-Linien im Testvideo und werden wahrscheinlich durch Motion Plus mitverursacht. Dies sollte man aber aktiviert lassen und einfach eine Schärfeeinstellung wie 9 wählen, wo es keine Artefakte gibt, dann ist man auf der sicheren Seite.

Bei UHD-Modellen kann sich Schärfe leicht anders verhalten, auch mit der One Connect Box gibt es Unterschiede. Aber sobald man von nahem betrachtet erste Doppelkonturen erahnt, steht Schärfe zu hoch.


Farbe - auf Standard lassen (50). Ist ab Werk nahezu optimal eingestellt.


Farbton G/R - auf Standard lassen (50/50). Ist ab Werk nahezu optimal eingestellt.


Bildformat
Bei Verwendung des internen Receivers: "16:9" auf "Autom. Breit" stellen, "4:3 Bildschirmgr." auf "4:3" stellen. Hat man zusätzlich ein CI+ Modul samt Smartcard einschoben, sollte bei verschlüsselten Sendern, also den Privatsendern in HD, die Option "Bildanpassung" bzw. "Benutzerdefiniert" verfügbar sein, und ist dann die korrekte Wahl für "16:9" und "4:3 Bildschirmgröße".

Bei externen Zuspielern via HDMI: Beides auf Bildanpassung/Benutzerdefiniert stellen, das verhindert den sogenannten Overscan (Abschneiden von Bildrändern). Manchmal wird aber immer noch etwas abgeschnitten (erkennt man mit Testmaterial, wo die Ränder markiert sind). Dann mal im Menü des externen Geräts nachschauen oder Google bemühen.

Spielt man ein Video von einer USB-Festplatte ab, ist der komplette Punkt "Bildformat" nicht anwählbar. Man kann dort aber über die "Tools"-Taste ein alternatives Bildformat-Menü aufrufen (Optionen: Original - Modus 1 - Modus 2 - Smart-Anzeige 1 - Smart-Anzeige 2). Dort ist Modus 1 die richtige Einstellung ohne Overscan.



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BILD, Erweiterte Einstellungen
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Optimalkontrast Aus - Optimalkontrast bügelt Flächen glatt, es gehen Details verloren.

Beispiele:

Optimalkontrast Aus, alle Details erkennbar:
Optimalkontrast_aus

Optimalkontrast Mittel, dunklere Details werden verschluckt, man achte auf die Haare links neben der Auswahlbox:
Optimalkontrast_Mittel

Die Farbunterschiede kommen übrigens von der Kamera und haben nichts mit der Einstellung zu tun.


Schwarzton Aus - Schwarzton lässt dunkle Details ins Schwarze "absaufen".

Beispiele:

Schwarzton Aus, alle Details erkennbar:
Schwarzton_aus

Schwarzton Dunkel, dunkle Details verschwinden, wieder zu sehen an den dunklen Haarbereichen:
Schwarzton_Dunkel

Die Fotos sind leider nicht die Besten geworden, aber die Auswirkungen sind ähnlich wie bei Optimalkontrast. Die beiden Optionen sehen auf den ersten Blick besser aus, sind aber nur ein Kompromiss. Denn wenn man genauer hinschaut, sieht man, dass im Gegenzug Bildinformationen verloren gehen, besonders, wenn man beide gleichzeitig einschaltet. Dies ist gut mit dunklen Szenen überprüfbar, in denen feine Details erkennbar sind, bzw. man spielt das Video "APL Clipping" vom AVS HD 709 Testmaterial via USB ab. Dort schluckt Optimalkontrast pro Stufe 1-2 Balken der untersten Helligkeiten, Schwarzton sogar 2-3 pro Stufe. In Kombination werden bis zu zehn der dunkelsten Balken komplett Schwarz, man verliert alle Schattendetails! Entweder lässt man beide Optionen aus, um alle Schattendetails zu erhalten, oder man aktiviert eine auf niedriger Stufe. Auf hoher Stufe und in Kombination opfert man zu viele Details.


Hautton - auf 0 lassen, besser Weißabgleich vornehmen.


Nur RGB-Modus - Wird nur für spezielles Testmaterial benötigt, welches man z.B. im Nur-RGB-Modus "Blau" anzeigt.


Farbraum - Auto
Das Farbraum-Setting "Nativ" hat teilweise knalligere Farben als "Auto", geht aber über den TV-Produktions-Farbraum hinaus. Das bedeutet, einige Farben (vor allem Orangetöne) werden zu intensiv und entsprechen nicht mehr der Norm. Die korrektere Einstellung "Auto" hat im Vergleich zu "Nativ" etwas flauere Farben. Dieses kann man bei "Farbton" ausgleichen, indem man dort eine wärmere Einstellung wählt. Je nach Samsung-Modell bzw. je nach verbautem Panel kann es allerdings sein, dass bei Farbton "Warm1" oder "Warm2" graue und weiße Flächen einen Farbstich bekommen. Diesen regelt man aber dann im Weißabgleich einfach wieder heraus. Ziel dabei ist es, ein reines Weiß zu bekommen, bei natürlichen Farben.

Nimmt man keinen Weißabgleich vor, erlangt man manchmal nur mit Farbraum "Nativ" und einem kühleren Farbton-Setting ein Bild ohne Farbstich im Weiß. Aber ich empfehle stattdessen die Einstellung Farbraum "Auto" samt wärmerem Farbton-Setting und mit Weißabgleich. Das hat den Vorteil, dass die Farben damit insgesamt meist weitaus besser der Norm entsprechen (D65 Weißpunkt, Farbtemperatur 6500K) als mit kühlerem Farbton ohne Weißabgleich.

Die Modelle mit "Nano Crystal Color" - aktuell JU6850/JS8xxx/JS9xxx - können mit der Einstellung "Nativ" dank Quantum-Dots-Technologie einen größeren Farbraum abbilden (DCI P3). Das wird mit entsprechenden UHD Blu-rays und Streams interessant, welche die erweiterte Farbenpracht beinhalten. Alles bisherige Material, von TV über DVDs zu normalen Blu-rays, macht von dem erweiterten Farbraum keinen Gebrauch. Daher kann man, wenn die Farben mit "Nativ" zu unnatürlich aussehen, auf "Auto" wechseln, womit der Farbraum auf die bisherige Norm (Rec. 709) eingeschränkt wird.

Bei der Kalibrierung per Colorimeter wählt man Farbraum "Benutzerdefiniert", um die Farben genauer auf die Sollwerte einstellen zu können.


Weißabgleich - 2 Punkte Weißabgleich
Der Weißabgleich entfernt Farbstiche aus Weiß und den Grautönen. Weiß, Grau und Schwarz sind nämlich unbunte Farben. Das bedeutet, sie unterscheiden sich nur in der Helligkeit. Farbstiche im Weiß und Grau sollte man daher per Weißabgleich herausregeln. Man stellt ihn ein, nachdem man Farbraum + Farbton ausgewählt hat; üblicherweise auf "Auto" + "Warm1"/"Warm2", denn dies sind die normgerechtesten Einstellungen. Der damit meist nötige Weißabgleich ist auch nicht so kompliziert, wie man vielleicht denkt. Innerhalb recht kurzer Zeit kann man brauchbare Resultate erhalten. Und im Gegensatz zu Korrekturen mittels "Farbton G/R", "Hautton" usw. handelt man sich damit auch keine anderen Bildprobleme ein.

So kann man sich eine ungleichmäßige Farbbalance vorstellen (x-Achse: Helligkeit 0-100%): Vorher (Beispiel), und so sollte es idealerweise aussehen: Nachher.

Wie man an diesem Beispiel sieht, sind die drei Farbkanäle Rot, Grün und Blau (mit ansonsten normgerechten Einstellungen) bei verschiedenen Helligkeiten unterschiedlich intensiv, was zu einem Farbstich führt. Hier ginge reines Weiß eher ins Grünliche. Jetzt kommt also der Weißabgleich ins Spiel.

Samsung bietet zwei Möglichkeiten: Den 2 Punkte Weißabgleich (2P) und den 10 Punkte Weißabgleich (10P). Den 10P-Abgleich sollte man Leuten mit Colorimeter oder sehr viel Erfahrung überlassen. Der 10P-Weißabgleich beeinflusst nämlich die RGB-Balance in feinen 10%-Abständen. Dort kann man auch auf Testbildern nicht mehr wirklich gut erkennen, was eigentlich gerade vor sich geht. Das Einstellen per Augenmaß ist sehr schwierig.

Aber es gibt ja noch den 2P-Weißabgleich, auf den wir uns hier beschränken wollen. Er beeinflusst nur zwei Helligkeitsbereiche, den dunklen Bereich (Offset) und den hellen Bereich (Gain), jeweils getrennt für die drei Farbkanäle Rot, Grün und Blau. Die Änderungen im hellen "Gain"-Bereich sind viel besser sichtbar, deshalb fängt man dort an. Außerdem sollte man erstmal den Rot- und Blau-Kanal einstellen, da die Grün-Regelung Nebenwirkungen haben kann. Somit sind im 2P-Weißabgleich von den eigentlich sechs Möglichkeiten erstmal nur zwei von besonderem Interesse: "R-Gain" und "B-Gain".

Wie geht man nun vor? Erstmal benötigt man ein geeignetes Testbild, was man zur Einstellung aufruft (siehe unten bei den Links). Gut geeignet sind Portraitaufnahmen vor reinweißem Hintergrund. Dann mal probeweise das R-Gain etwas verändern und sich mit verändertem R-Gain an das B-Gain begeben. Denn oft ist eine Kombination von Veränderungen nötig. Muss man R-Gain auch nicht zwingend absenken, um einen Rotstich zu entfernen, manchmal hilft auch, dass man z.B. B-Gain anhebt. Also darf man sich nicht irritieren lassen, wenn eine Änderung erstmal etwas in die falsche Richtung geht. Man muss die passende Kombination herausfinden, womit das Weiß keinen Farbstich aufweist und die Hauttöne trotzdem natürlich bleiben. Das Gleiche kann man auch bei "Offset" machen, falls dunklere Grautöne einen Farbstich haben, das ist aber schwieriger zu erkennen. Viel wichtiger sind die richtigen Korrekturen im "Gain".

Bei den Gain-Korrekturen sollte man es auch nicht übertreiben. Erstmal nur +/- 10 probieren und schauen, was sich am Bild verändert, maximal +15. Bei allzu großen Anhebungen kann es nämlich zum Übersteuern der Farben kommen, die vollen Sättigungsstufen der Farben sind dann nicht mehr unterscheidbar. Wenn man sehr extreme Korrekturen brauchen würde, um ein reines Weiß zu bekommen, sollte man besser erstmal eine andere "Farbton"-Einstellung wählen. Bei einigen Modellen stehen übrigens alle Regler auf +25. Man geht dort genauso vor, aber eben mit 25 als Nullstellung.

Beispiel eines Weißabgleichs (UE55H6290 mit AUO-Panel, Farbraum Auto, Farbton Warm1):
Beispiel eines Weißabgleichs bei Samsung

Das ist wirklich nur ein Beispiel, diese Einstellungen gelten natürlich nicht universell. Aber immer gilt, verschwindet der Farbstich und wird Weiß wieder richtig Weiß, ist man auf dem richtigen Weg (ein leicht warmes Weiß ist zur Not auch noch vertretbar). Und immer darauf achten, dass die beiden Damen auf dem Testbild dabei keine ungesunde Gesichtsfarbe oder hochrote Köpfe bekommen.


Warum sollte man keine Weißabgleichs-Werte aus dem Internet übernehmen? Die nötigen Korrekturen hängen auch von einigen anderen Einstellungen ab, allen voran Bildmodus, Farbe, Farbton G/R, Farbraum, Farbton. Übernimmt man Weißabgleichs-Werte von jemandem, müsste man zwingend auch diese sonstigen Einstellungen übernehmen, ansonsten passt der Weißabgleich prinzipiell schon mal nicht. Gehen wir dann mal vom günstigsten Fall aus, diese Person das gleiche Panel hat (wobei es fast nie angegeben wird), dann ist noch lange nicht gesagt, dass auch der Weißabgleich passt.

Leute, die ihr Modell kalibriert haben, posten gerne schonmal die detaillierten Werte für Farbraum "Benutzerdefiniert" und den Weißabgleich. Das ist zwar nett gemeint, bringt aber nicht viel. Bei so einer Kalibrierung wird das Bild bis an die Nachkommastelle eines Prozentes an die Normen und Vorgaben angepasst. Das kalibrierte Gerät ist somit genau eingestellt, wenn man es denn richtig gemacht hat. Will man das jetzt 1:1 bei einem anderen Gerät übernehmen, gibt es allerdings ein Problem: Selbst zwei Geräte, die direkt nacheinander bei Samsung vom Band laufen, weisen schon Unterschiede im Bild auf, die berühmte Serienstreuung. Bei der anfänglichen (und schlechten) Voreinstellung im Samsung-Werk sind je nach Parameter Abweichungen um die 10% erlaubt. Wenn sich das alles auch noch ungünstig aufsummiert, können zwei gleiche Geräte eines Modells von der Darstellung doch ziemlich weit auseinanderliegen. Mit übernommen Werten biegt man das Bild also in irgendeine Richtung, aber es ist nicht gesagt, dass es für das eigene Gerät die Richtige ist. Im ungünstigen Fall, wenn sich die Panels unterscheiden oder die Serienstreuung etwas größer ist, kann man den Weißabgleich genauso gut auswürfeln.

Man kann sich durchaus über kalibrierte Werte austauschen, so kann man manchmal schon gewisse Tendenzen erkennen. Konkrete Werte z.B. des 10P-Weißabgleichs zu übernehmen macht jedoch keinen Sinn. Es ist besser, man hält sich an den 2P-Abgleich. Ein per Augenmaß eingestellter Weißabgleich ist allemal besser als ein blind übernommener Weißabgleich eines fremden Geräts.

Der Weißabgleich ist dazu da, Farbstiche im Weiß und Grau auszubügeln, also Fehler in der Farbbalance. Sofern das unbunte Weiß/Grau einen Farbstich hat (Rotstich, Grünstich etc.), ist der Weißabgleich das beste Gegenmittel, und ist Behelfskorrekturen mittels Einstellungen wie "Farbe", "Hautton" usw. vorzuziehen.


Gamma - -1 oder -2
Samung hat Gamma in vielen Modellen eher auf 2.2 optimiert, für TV-Betrieb ist allerdings 2.4 empfohlen. Bei Samsung arbeitet die Einstellung verkehrt herum und beeinflusst die Nachkommastelle. Um das Gamma zu erhöhen, muss man also Negativwerte einstellen. Das bedeutet, Gamma -1 oder -2 ist die korrekte Richtung. Stellt man positive Werte ein, wird das Bild verwaschen und vom Kontrast her flach. Negativwerte machen es knackiger und weniger ausgewaschen. -2 ist gut, aber dann auch das Maximum, bei -3 verschwinden meist schon dunkle Schattendetails und man ginge wieder über das empfohlene Gamma hinaus.



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BILD, Bildoptionen
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Farbton - Warm1 oder Warm2
Die am ehesten der Norm entsprechende Einstellung ist normalerweise Farbton "Warm2" (kombiniert mit Farbraum "Auto", siehe oben) Mit Warm1/2 kann es je nach Modell zu einer Farbtönung bzw. Farbstich bei Weiß und Grau kommen (siehe Youtube-Video), was man dann mittels Weißabgleich wieder herausregelt. Dafür muss man zwar etwas tüfteln, es ist aber auch kein Hexenwerk, und das Endresultat ist den Aufwand wert. Hat man mit Warm2 keinen großen Rotstich, ist es die beste Wahl. Ist dort aber der Rotstich sehr ausgeprägt, kann man den Weißabgleich auch von Warm1 aus vornehmen, damit dort die Korrekturen nicht zu groß werden.


Digital aufbereiten / Digital Clean View - Gering oder Aus
Macht das Bild ruhiger, aber etwas unschärfer. Bei TV-Sendungen (auch HD) kann man aus der Nähe betrachtet oft ein feines Rauschen im Bild erkennen. Dies wird hiermit effektiv unterdrückt, bei leichtem Schärfeverlust. Meine Empfehlung: Schaut man hauptsächlich TV-Sendungen, würde ich es auf "Gering" stellen, und schaut man hauptsächlich Blu-rays, auf "Aus". Denn auch das sogenannte Filmkorn, ein gröberes Rauschen, das von der Vergrößerung kleiner analoger Filmformate stammt, wird durch "Digital aufbereiten" reduziert. Das Filmkorn wird aber beim Blu-ray-Transfer von älteren Filmen oft absichtlich erhalten (für ein authentischeres Kinoerlebnis) bzw. wird bei einigen neuen Filmen und Serien als visuelles Stilmittel eingesetzt. "The Walking Dead" zum Beispiel wird extra analog auf Super 16 aufgenommen, da man so statt des blitzsauberen Digital-Looks einen typischen alten Horrorfilm-Look mit viel Filmkorn bekommt. Oder es wird, wie z.B. bei 300, einfach nachträglich hinzugefügt. In diesen Fällen ist das grobe Rauschen also künstlerisch gewollt und sollte nicht etwa mit Digital Aufbereiten "Hoch" entfernt werden. Bei der K-Serie (2016) gibt es leider nur noch "Auto" oder "Aus".


MPEG-Rauschfilter - Aus
Macht das Bild unschärfer ohne sonstigen wirklichen Zugewinn. Im Grunde versucht man damit, Artefakte zu vermindern, die durch MPEG-Kompression mit zu geringer Bitrate entstehen. Allerdings ist heute die Sendequalität meist hoch genug, so dass der Algorithmus größtenteils ins Leere greift und nur das Bild unschärfer macht.


HDMI-Schwarzpegel
Nur mit externen Zuspielern per HDMI verfügbar. Von per HDMI angeschlossenen Geräten wie Playern und Konsolen wird erwartet, dass sie den sogenannten eingeschränkten Farbraum ausgeben. So sollte man es da auch einstellen, wenn möglich, und am Samsung dann "Gering" / "Dunkel" (ist es ausgegraut, haben sich die Geräte bereits auf eine Kombination geeinigt). Wenn HDMI-Schwarzpegel nicht mit dem ausgegebenen Farbraum des Zuspielers harmoniert, hat man entweder ein ausgewaschenes, zu helles Bild, oder dunkle Bereiche bzw. Schattendetails saufen ins Schwarze ab.

Die möglichen Kombinationen:
Eingeschränkter Farbraum wird ausgegeben (RGB begrenzt / TV) + HDMI-Schwarzpegel "Gering/Dunkel": Korrekte Darstellung und die empfohlene Kombination.
Eingeschränkter Farbraum wird ausgegeben (RGB begrenzt / TV) + HDMI-Schwarzpegel "Normal": Passt nicht zusammen!
Voller Farbraum wird ausgegeben (RGB voll / PC) + HDMI-Schwarzpegel "Normal": Korrekte Darstellung.
Voller Farbraum wird ausgegeben (RGB voll / PC) + HDMI-Schwarzpegel "Gering/Dunkel": Passt nicht zusammen!


Nun noch eine genauere Erklärung:

Farbraum - voll vs. eingeschränkt
Damit ist jetzt nicht die Samsung-Einstellung "Farbraum" gemeint, die ich weiter oben erkläre, sondern die Helligkeitswerte. Hier wird der selbe Begriff benutzt. Es gibt den vollen Farbraum (Helligkeitswerte 0-255) und den eingeschränkten Farbraum (Helligkeitswerte 16-235). Am PC, also für Bilder usw., wird der volle Farbraum verwendet, für TV und Video hingegen der eingeschränkte Farbraum. Jetzt hat sich die Firma Burosch gedacht, wie können wir eine Einstellung mit Testbildern ermöglichen, wo doch Bilder grundsätzlich den vollen Farbraum benutzen (0-255), wir aber das Bild für Video/TV (16-235) einstellen wollen?

Man hat sich entschieden, den Bildinhalt samt Beschriftung und Skalen künstlich auf 16-235 einzuschränken, in der Erwartung, dass die Bilder per HDMI zugespielt werden und der Fernseher sie für die Anzeige wieder "aufspreizt". Vom externen Zuspieler per HDMI passt das auch in den meisten Fällen. Denn von dort, z.B. per USB-Stick am Blu-Ray-Player, wird auch meist für Bilder der eingeschränkte Farbraum benutzt, mit 16 = komplett Schwarz und 235 = komplett Weiß. Dann hat man mit den absichtlich auf 16-235 ausgelegten Burosch-Bildern sozusagen eine "Video-Simulation" und braucht keine teure Blu-Ray mit Testvideos kaufen.

Aber mit dem Stick direkt am Samsung wird bei den Bildern nicht der eingeschränkte, sondern der volle Farbraum genommen. Dann ist es unmöglich, mit diesen Bildern korrekte Einstellungen zu erreichen. Dies muss man wissen, um nicht falsch einzustellen. Daher vermerke ich unten bei den Links, welche Bilder für welche Anzeigemethode (direkt per USB am Samsung oder über HDMI per externem Zuspieler) geeignet sind.

Für Testvideos muss man sich glücklicherweise keine Gedanken machen: Egal ob direkt am Samsung oder vom externen Zuspieler, für Videos wird grundsätzlich der korrekte eingeschränkte Farbraum benutzt.

Eine gute Vorgehensweise wäre, das Bild erst mit dem "First Check Test Pattern" (siehe Links) und den Testvideos via USB-Stick direkt am Samsung einzustellen. Damit umgeht man erstmal den Punkt "HDMI-Schwarzpegel", denn dieser ist ja nur für angeschlossene HDMI-Geräte gedacht. Wenn so alles korrekt eingestellt wurde, braucht man nachher bei dem externen Gerät nur noch schauen, ob ausgegebener Farbraum und HDMI-Schwarzpegel passt.

Liefert das externe Gerät entweder ein sehr ausgewaschenes Bild oder ein zu dunkles Bild ohne Schattendetails, dann harmoniert der ausgegebene Farbraum nicht mit dem angezeigten Farbraum. Dieses dann NICHT über "Helligkeit", "Kontrast" usw. korrigieren, sondern entweder im externen Gerät (Bildausgabe / RGB-Bereich) oder am Samsung (HDMI-Schwarzpegel).



Filmmodus - Auto2
Nur bei bestimmtem Interlaced-Material verfügbar. Aktiviert die Erkennung für den sogenannten 3:2 Pulldown und wendet dann das passende Deinterlacing an. Unterschiede kann man z.B. im Abspann von Filmen erkennen, wenn die Schrift hochscrollt. Auto2 hat meist das beste Resultat. Wenn man einen externen Receiver statt des internen Tuners verwendet, kann es sein, dass sich diese Erkennung verhaspelt und Ruckler produziert, dann sollte man sie ausschalten.


Motion Plus - Benutzerdefiniert, Unschärfeminderung 10 / Judder-Minderung 0-10 / "LED Clear Motion" Aus
Motion Plus verbessert sehr effektiv die Bewegungsauflösung, also wie scharf das Bild bei Bewegungen und Kameraschwenks bleibt, und sollte daher genutzt werden. Unschärfeminderung kann fast immer auf 10 bleiben, sofern man keine Nebenwirkungen entdeckt. Judder-Minderung beeinflusst die Geschmeidigkeit und Gleichmäßigkeit von Bewegungen, voll aufgedreht führt das zum sogenannten "Soap-Effekt". Ich stelle es nur auf 2 oder 3, das ist komplett Geschmackssache. Judder-Minderung 0 hat das gewohnte Kinoruckeln, Judder-Minderung 10 hat butterweiche Bewegungen. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Bemerkt man ungewöhnliche Effekte wie sporadisches Ruckeln oder Bildartefakte, kann man auch andere Einstellungen ausprobieren oder eines der Presets wie "Klar" wählen (bei der 2016er K-Serie wurden die Presets leider rausgenommen).

Warum LED Clear Motion aus? Nun, erstens reichen bei manchen Modellen die Reserven der Hintergrundbeleuchtung nicht, selbst bei Maximalstellung 20 ist das Bild nicht hell genug. Clear Motion (ab der J-Serie "LED Motion Plus") macht das Bild nämlich dunkler, da zwischendurch schnell schwarze Bilder eingefügt werden (Black Frame Insertion). Daraus ergibt sich auch ein potenzielles Flimmern bei bestimmten Videos. Motion Plus ohne LED Clear Motion ist daher eine gute Einstellung, kann jedoch auch eher zu Artefakten neigen (kleine Bildfehler). Ich habe aber lieber in jeder Situation ein flimmerfreies Bild und lasse Clear Motion aus. Zudem hat man nur mit Motion Plus weniger Stromverbrauch, denn die Hintergrundbeleuchtung ist der größte Stromfresser. Wem das egal ist, zudem ein Modell mit großen Helligkeitsreserven in der Hintergrundbeleuchtung hat und nirgends Flimmern bemerkt, kann auch LED Clear Motion aktivieren.

Erklärung CMR oder Clear Motion Rate: Die 200/400/600 Hz CMR beziehen sich einzig und alleine auf die Funktion Clear Motion. Das ist die Frequenz, mit der schwarze Zwischenbilder eingefügt werden, um die Bewegungsunschärfe zu minimieren. Die Panel der H6000er-Reihe selbst laufen z.B. nativ immer mit 100 Hz. Benutzt man also nur Motion Plus ohne Clear Motion, ist es egal, ob auf dem Karton 200 Hz CMR oder 600 Hz CMR steht. Es gibt keinen Unterschied.

Warum gibt es diese Optionen? LCD-basierte Fernseher sind sogenannte Hold-Type-Displays (ein Frame wird angezeigt bis zum nächsten Frame). Durch diese Erhaltungsdarstellung verschmiert ohne Hilfsmittel wie Motion Plus der Bildinhalt bei Bewegungen ziemlich (verringerte Bewegungsauflösung), das Bild wird also unscharf. Röhrenfernseher und Plasma-TVs kannten dieses Problem nicht, denn sie sind Impulse-Type-Displays: Ein Frame blitzt nur für kurze Zeit auf, für das Auge bleibt alles scharf bei Bewegungen. Mit Motion Plus kann man den LCD-Pixeln "auf die Sprünge helfen", das verbessert wie gesagt die Bewegungsauflösung recht gut und hat höchstens manchmal das Risiko von Artefakten. Mit LED Clear Motion, einem Unterpunkt von Motion Plus, will man eher wieder so etwas wie die Impuls-Darstellung erreichen, indem man schwarze Frames zwischen jedes Bild-Frame einfügt. Daraus resultiert gute Schärfe bei Bewegungen, allerdings gepaart mit einer Flimmergefahr. Außerdem hat Clear Motion wie Judder-Minderung 0 das gewohnte Kino-Ruckeln. Die Zwischenbildberechnung ist dort außer Kraft gesetzt, da zwischen die Bildframes ja schwarze Frames eingebaut werden. Motion Plus und Clear Motion sind also Hilfsmittel, die vorrangig LCD-typischen Schwächen entgegenwirken.

Übrigens, wenn bei Motion Plus keine Unschärfeminderung verfügbar ist, heißt das, dass nur ein einfaches 50 Hz-Panel verbaut ist. Der Nachteil gegenüber Modellen mit 100 Hz-Panel ist unter Anderem eine schlechtere Schärfe bei Kameraschwenks und Bewegungen. "LED Clear Motion" ist mit 50 Hz-Panel auch keine Lösung, da das Bild dann zu dunkel wird und oft sichtbar flimmert. Siehe auch weiter unten: "Warnung vor 50 Hz-Panels".


Smart-LED (nur bestimmte Modelle) - Gering
Eine Local-Dimming-Funktion der Hintergrundbeleuchtung. Wenn Teile des Bildes sehr dunkel bzw. schwarz sind, verbessert sich damit der Schwarzwert und somit auch der Kontrast, indem für die dunklen Bereiche einige LEDs der Hintergrundbeleuchtung gedimmt werden. Je nachdem, wie die LEDs des Backlight verteilt sind (links/rechts/oben/unten/FALD) geht das mal mehr und mal weniger gut. Es wirkt auch gegen Clouding, da dieses nur bei dunklen Bildinhalten auftritt und die dunklen Bereiche ja hiermit gedimmt werden. Meist stellt man Smart LED auf "Gering/Niedrig", da es bei Mittel und Hoch recht große Fluktuationen (ein "Pumpen") des Schwarzwertes geben kann.

Wenn man bei den High-End-Modellen (JSxxxx) Smart-LED auf "Hoch" stellt, wird übrigens eine künstliche HDR-Wandlung (Pseudo-HDR) vorgenommen. Content mit echtem HDR gibt es auf der UHD Blu-ray bzw. bei einigen UHD-Streaming-Angeboten. Dort sind die HDR-Metadaten in einem zusätzlichen Datenstrom enthalten. Der TV erkennt diese und schaltet selbstständig in einen speziellen HDR-Modus.


Kinoschwarz (nur bestimmte Modelle)
Mit der Funktion Kinoschwarz werden bei Filmen, die am oberen und unteren Rand die schwarzen Kinobalken anzeigen (Letterbox), in diesen Bereichen die LEDs der Hintergrundbeleuchtung gedimmt. Hat man damit ein Helligkeitspumpen der Balken, kann es helfen, wenn man "Helligkeit" um einen Schritt verstellt.


HDMI UHD Color (nur bestimmte Modelle)
Schaltet für geeignete UHD-Quellen per HDMI die volle Farbabtastung ein. Nur dann wichtig, wenn man einen PC mit entsprechender Grafikkarte und 4K-Auflösung am HDMI-Port hat, bzw. später auch mit anderen UHD-Quellen per HDMI, die dies unterstützen (z.B. UHD Blu-ray-Player). Mit dieser Option wird keine Farbunterabtastung (Chroma Subsampling) mehr gemacht, somit hat man fein abgestufte Farben ohne hässliche Farbsäume. Nach Auswählen der Option muss man kurz das HDMI-Kabel abziehen, danach aktiviert der Fernseher die Einstellung. Mit dem PC muss der HDMI-Anschluss am Samsung auch umbenannt werden zu "PC".

Für die meisten HDMI-Quellen ist die Option aktuell nicht von Belang, da dort sowieso nicht mit voller Farbabtastung gearbeitet wird. Sie betrifft nur HDMI-Quellen mit UHD-Auflösung, die auch die volle Farbabtastung unterstützen. Also hauptsächlich PCs, einige High-End Blu-ray-Player mit Features wie "4K Direct Chroma Up Conversion", und UHD Blu-ray-Player. Wer also keinen PC mit 4K-Auflösung, einen High-End-Player mit speziellem 4K-Upscaling oder einen UHD Blu-ray-Player dran hat, sollte diese Option ausgestellt lassen. Und bei allen Nicht-UHD-Geräten sowieso.

Bei HDR-fähigen TVs fungiert diese Option gleichzeitig als HDR-Schalter mit den UHD Blu-ray-Playern. Ein = HDR, aus = SDR (nicht mit HD/SD zu verwechseln).


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Sonstiges
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Sound
Vor allem, wenn man den Ton über Soundbar/Receiver etc. hört: Tonmodus am besten auf Standard lassen, "Audioformat" bei TV-Sendungen auf "Dolby Digital" stellen (nicht bei jeder Sendung verfügbar) und bei DVDs/Blu-Rays auf "DTS". Aber nicht auf "DTS Neo 2:5", das ist nur künstlich hochgerechneter Surroundsound, damit wird der Bass meist aufgedickt und schwammig. Hat man Probleme mit der Lippensynchronität, kann man unter Ton -> Zusätzliche Einstellungen die "Audioverzögerung" beeinflussen, bis es wieder Bildsynchron läuft. Wenn der Filmsound bei lauten Szenen extrem laut wird, kann man den Punkt "Autom. Lautst." auf "Normal" stellen, um den Dynamikumfang etwas zu begrenzen. Dafür müssen die TV-Lautsprecher aktiv sein, also externes Soundgerät kurz ausschalten, "Autom. Lautst." einstellen, dann kann man das Gerät wieder einschalten, die Einstellung wird jetzt beibehalten.

Toneinstellungen - Dolby Digital

Leider wird die Tonspur-Einstellung nicht immer beibehalten. Der Samsung versucht nämlich, das letzte gewählte Audioformat abzuspielen. Spielt man einen Film von Festplatte mit DTS-Spur ab und danach einen mit Dolby-Digital-Spur, wird beim nächsten Film auch erstmal nach einer Dolby-Digital-Spur geschaut. Wenn keine da ist, fällt er nicht etwa auf DTS zurück, sondern auf PCM. Bei einer Soundbar merkt man das dann an zu leisem Ton und ausbleibenden Soundeffekten. Idealerweise sollte man also beim Filmstart kurz checken, ob das richtige Audioformat abgespielt wird, bei Soundbars etc. kann man es sich meist auf deren Display anzeigen lassen.

Soundbars sollte man immer per HDMI anschließen, üblicherweise von "HDMI OUT" an der Soundbar zu "HDMI (ARC)" am Samsung. Das oft auch vorhandene Bluetooth ist nämlich für Smartphones und Tablets gedacht, dass man davon etwas abspielen kann. Dabei wird nur das A2DP-Bluetooth-Protokoll unterstützt, d.h. verlustbehaftet komprimierter Stereoton. DTS usw. kann man mit Bluetooth komplett vergessen. Gute Soundqualität gibt es nur per HDMI.


3D
Aufgepasst, im 3D-Betrieb muss man die Bildeinstellungen erneut vornehmen, es werden nämlich die Werkseinstellungen vorgegeben. Allerdings würde ich dort Hintergrundbeleuchtung auf 20 und - falls nötig - Kontrast auf 100 lassen, denn das Bild wird im 3D-Betrieb dunkler. Den Rest kann man aus obiger Liste übernehmen. Der Raum sollte gut abgedunkelt sein, bei Sonnenlicht etc. sieht man sonst ein Flimmern an den Seiten.

Falls keine 3D-Brillen dabei lagen: Man braucht Active-Shutter-Brillen mit Bluetooth-Kopplung. Die Samsung-Brille heißt "SSG-5100GB/XC", im Doppelpack "SSG-P51002/XC", und das Edelmodell mit besserer Gewichtsverteilung heißt "SSG-3570CR/XC". Weitere Brillen wurden in diesem Thread verglichen.


Samsung Sofort ein / Instant On - Aus (nur bestimmte Modelle)
Schnellstart-Funktion unter System > Allgemein. Deaktivieren, da es den Stromverbrauch im Standby stark erhöhen sowie zu einer Reihe von merkwürdigen Problemen führen kann.


Bildprobleme / Schlechtes Bild bei Fußball
Viele Phänomene wie Clouding beruhen auf mechanischen Verspannungen des Panels und Ungleichmäßigkeiten bei der Hintergrundbeleuchtung. Die LEDs sind oft nur seitlich oder am oberen/unteren Rand angebracht, und deren Licht wird dann mittels Lichtleiterfolie über das gesamte Panel verteilt. Dies gelingt nicht bei jedem Gerät ganz gleichmäßig. Gibt es sichtbar aufgehellte (wolkenförmige) Bereiche, spricht man von Clouding. DSE oder Dirty Screen Effect bezeichnet Ungleichmäßigkeiten, die man bei Kameraschwenks als statische "verschmutzte" Bereiche wahrnimmt. Für streifenförmige Aufhellungen/Abdunklungen hat sich der Begriff "Banding" etabliert (nicht zu verwechseln mit Color Banding = unerwünschte Abstufungen in glatten Farbverläufen). "Backlight Bleeding" nennt man - oft durch Verspannungen verursachte - Aufhellungen an den Panelrändern, wo praktisch von außen die Hintergrundbeleuchtung durchscheint. In die gleiche Kategorie gehören Flashlights. Einige dieser Probleme kann man übrigens manchmal durch Reiben/Klopfen auf die betroffenen Stellen beheben, siehe hier.

Clouding, Banding und DSE kommen bei Kameraschwenks mit gleichmäßigem Hintergrund bestens zur Geltung, und wo gibt es diese ganz besonders häufig? Genau, beim Fußball, wie man auch an den vielen Beschwerden darüber sieht. Gleichfarbiger, in sich kontrastarmer Hintergrund mit verschieden schnellen Kameraschwenks und -zooms; die Spieler, der schnell bewegende Ball, da kommt was zusammen. Der bei Samsung verfügbare Fußballmodus ist gut gemeint, aber schlecht gemacht. Der Fußballmodus versucht, LCD-typische Schwächen zu überkompensieren. Das kann nicht funktionieren. Für Fußball sollte man man keine anderen Ansprüche ans Bild stellen als sonst auch: Eine natürliche Wiedergabe.

Einige Fußball-Bildprobleme bei Sky scheinen auch an der Ausstrahlung selbst zu liegen. So liest man häufig von Unschärfen bei bestimmten Kameraeinstellungen oder bei weniger wichtigen Übertragungen. Da sollte man sich dann direkt bei Sky beschweren, es liegt an der Sendequalität.


Kabel
Bei verschiedenen Problemen werden gerne mal die Kabel als Problemquelle vermutet. Da werden dann HDMI-Kabel gegen High-End-Versionen getauscht, nur um zu merken, dass es doch nicht daran lag. Und tatsächlich: Die Kabel sind nur selten Schuld, meist stimmt einfach eine Einstellung nicht, die Firmware hat einen Fehler oder dergleichen mehr. Sogar Kabel vom Grabbeltisch funktionieren normalerweise ohne Probleme. Empfehlenswert ist aber nicht die allerbilligste Qualität, sondern etwas Solides wie z.B. die AmazonBasics-Kabel. Teure High-End-Kabel sind leider rausgeworfenes Geld, das an anderer Stelle weitaus besser investiert wäre.


Micro Dimming
Ein Algorithmus von Samsung, der das Bild in kleine Bereiche aufteilt ("mikro" = griechisch "klein"), welche dynamisch geregelt werden können. Es gibt mehrere Versionen: Micro Dimming, Micro Dimming Pro, Micro Dimming Ultimate und UHD Dimming. Das einfache Micro Dimming regelt den Kontrast in 288 seperaten Bildbereichen. Micro Dimming Pro kann zusätzlich noch Farbe und Schärfe regeln. Micro Dimming Ultimate schließlich regelt Kontrast, Farbe und Schärfe in 576 seperaten Bereichen. Das Ganze ist eine Software-Lösung, die dynamisch ins Bild eingreift und dort für besseren Kontrast sorgen soll, bei Pro und Ultimate auch für knackigere Farben und ein schärferes Bild. Allerdings heißt dies auch, dass das mühsam eingestellte natürliche Bild im Nachhinein wieder kosmetisch aufgehübscht wird, was nicht jedem gefallen dürfte. Dies war wohl auch Samsung bewusst, denn Micro Dimming ist im Bildmodus "Film" nicht aktiv, sondern nur im Bildmodus "Standard" oder "Dynamisch".


PQI (Picture Quality Index)
Ein unbekanntermaßen definierter Wert, mit dem Samsung ab der J-Serie (2015) die Bildqualität angibt. Je höher, desto besser, so Samsung. Etwas vergleichbar mit der Clear Motion Rate (CMR), nur dass keine Hertz-Zahl mehr angegeben wird. Dieser neue Wert wurde wahrscheinlich nötig, weil man z.B. die 6er-Modelle der JU-Serie nur noch mit 50 Hz-Panels ausstattet, womit kein 3D möglich ist und Motion Plus eingeschränkt ist. Anstatt also in die Verlegenheit zu kommen, die niedrigen realen Panel-Refreshraten oder die oft kritisierten CMR-Werte angeben zu müssen, nennt man jetzt lieber einen Fantasiewert PQI. Außerdem rechnen auch die meisten anderen Hersteller mehr oder weniger willkürlich die Zahlen in die Höhe. Leider führt das bei Händlern und Verkäufern schon mal dazu, dass aus einem PQI von 1200 auf einmal 1200 Hz Bildwiederholrate wird...!

Beispiele, wie Samsung die Modelle einordnet:
J5100: PQI 200... J5670: PQI 400... J6350: PQI 800... JU6495: PQI 1000... JU7590: PQI 1400... JS8590: PQI 1900... JS9590: PQI 2400

Es sollte klar sein, dass z.B. der J6350 keine doppelt so hohe Bildqualität wie der J5670 liefern kann. Samsung gibt leider nirgends an, wie der PQI zu Stande kommt. Man kann davon ausgehen, dass die Frequenz der Schwarzbild-Einfügung (Ex-"CMR") mit hinein spielt, und wohl auch weitere Features wie Micro Dimming, Precision Black oder Peak Illuminator. All das sind mal mehr, mal weniger gut gemachte technische Hilfsmittel, die sich vor allem im Preis bemerkbar machen. Aber den einen "Bildqualitätswert" gibt es schlicht und ergreifend nicht. Die Bildqualität ist ein Ergebnis aus den Möglichkeiten des Panels, den Möglichkeiten und Funktionen der Hardware und Firmware, wie gut dies ab Werk aufeinander abgestimmt wurde, und wie gut man die Einstellungen vorgenommen hat. Dies alles annäherungsweise auf einen Nenner zu bringen, schafft vielleicht ein gutes Review, aber am PQI-Wert sollte man sich beim besten Willen nicht orientieren. Der PQI scheint tatsächlich am ehesten mit der unverbindlichen Preisempfehlung zusammenzuhängen und hat nur am Rande mit der Bildqualität zu tun.


Warnung vor 50 Hz-Panels bei UHD-Geräten
Der HU6900 und die JU6xxx-Modelle haben lediglich 50 Hz-Panels verbaut. Damit ist kein 3D möglich und Motion Plus ist eingeschränkt ("Unschärfeminderung" fehlt), worunter die Bewegungsauflösung leidet. Bei Bewegungen kann das Bild unschärfer werden als mit 100 Hz-Panel ( weitere Informationen, und siehe z.B. hier).
100 Hz-Panels gibt es bei UHD erst ab HU7xxx-/JU7xxx und bei Full HD ab H6xxx/J6xxx.

Dass die J6xxx-Reihe trotz 100 Hz Full-HD-Panel kein 3D beherrscht, ist übrigens nicht technisch bedingt, sondern eine marktpolitische Entscheidung von Samsung. Noch dazu wurde bei den Modellen J6250 und J6350 die PVR-Funktion gestrichen, und auch bei höheren Modellen liegen jetzt keine 3D-Brillen mehr mit im Karton.


Keine Aufnahmefunktion bei J5xxx/J6xxx
Dieser Trick kann helfen.


Mögliches Streifenproblem bei 60"-Samsungs mit Sharp-Panel
Ab hier lesen. Betrifft auch die J-Serie.


UHD Upscaling
Wie aktiviert man das Upscaling bei seinem UHD-TV? Nun, es ist grundsätzlich aktiv, sofern nicht Video in 4K/UHD-Auflösung (2160p) angezeigt wird. Bei jedem Signal in niedrigerer Auflösung, sei es SD (576i), HD (720p) oder Full HD (1080i/p), wird das Bild auf die volle Panelauflösung von 3840x2160 hochskaliert. Sonst hätte man ja ein Bild, was nur klein in der Mitte angezeigt wird, mit riesigem schwarzen Rand drumherum. Im Infobanner steht die Auflösung des ankommenden Signals vor dem Upscaling. Ansonsten würde dort immer 3840x2160 stehen und man wüsste nicht, was die Originalauflösung ist.

Würde man übrigens nur die Bildpunkte hochziehen, wäre das Bild unscharf. Also macht man das "Upscaling in 4 Schritten": Signalanalyse, Rauschminderung, UHD Upscaling (das eigentliche Hochziehen) und Detailverbesserung (Nachschärfen). Das Nachschärfen macht einen etwas besseren Bildeindruck. Eins ist jedoch sicher, mit keinem Upscaling kann man Bildinformationen hinzuerfinden, die im Quellmaterial nicht vorlagen.


HbbTV und Tracking
Mit der HbbTV-Funktion (Red Button) wird umfangreiches Tracking durchgeführt. Erklärung und Gegenmaßnahmen: Samsung: Datenschutz für Datenschleudern.
Ab der K-Serie gibt es endlich einen Tracking-Schutz in den Optionen.


WLAN vs. LAN
Bei Samsung ist ein Netzwerkkabel meist die problemlosere und schnellere Verbindungsart. Im Forum wird immer wieder über Streaming-Aussetzer oder zu niedrige Datenraten im WLAN geklagt. Per Netzwerkkabel angeschlossen funktioniert es dann einwandfrei...


Netflix-Problem
Bei der Fehlermeldung "Verbindung mit Netflix nicht möglich" ist eventuell keine ESN im Fernseher hinterlegt. Lösung hier.


Anynet/CEC-Probleme
Beitrag #11 und #12 lesen.


Schneller zu den Aufnahmen und Videos
Schnellen Zugriff auf eine USB-Festplatte erhält man per SOURCE-Taste, aber es geht noch schneller. Bei der H-Serie ruft ein Druck auf die Smart-Hub-Taste die Funktion "Erster Bildschirm" auf, eine Leiste am unteren Bildrand. Dort kann man die USB-Festplatte als Favoriten markieren (auswählen und Enter-Taste lange gedrückt halten). Die Favoriten stehen dann links als Erstes. Somit ist man mit drei Tastendrücken bei den Aufnahmen. Als Festplatte taugt fast jedes 2.5"-Modell (auch USB 3.0), Anschluss am "USB HDD"-Port.


Firmware-Updates
Samsung gibt leider keine Changelogs aus. Man weiß also nie, was mit einer neuen Firmware geändert wurde. Entdeckt man einen Fehler darin, sollte man ihn direkt an Samsung melden, damit er behoben werden kann. Dies kann dann trotzdem nochmal mehrere Wochen dauern.


Service-Menü
Siehe Warnung zum Service-Menü!


Problemlösung ganz einfach
Alle Geräte und den Fernseher für ein paar Minuten komplett vom Strom trennen. War schon bei vielen rätselhaften Problemen erfolgreich.


Pflege und Reinigung
Gegen Staub auf der Mattscheibe nimmt man z.B. ein weiches, fusselfreies Microfasertuch, womit man ohne Druck in geraden Bahnen drüberwischt. Gegen Fett und sonstigen Schmutz, der trocken nicht weggeht, haben sich bei mir die "Flachbildschirm Feuchttücher" von Poliboy bewährt. Man sollte keinesfalls mit Fensterreiniger etc. drangehen, so was hat oft "scharfe" Inhaltsstoffe, welche die Beschichtung des Panels angreifen können.



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Links
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AVS HD 709 Testvideos
Gute Gratis-Testvideos. MP4 (.exe) oder MP4 (.7z) runterladen, dann auf USB-Stick oder -Festplatte entpacken und abspielen, bzw. man brennt sich eine DVD. Die wichtigsten Testvideos sind im Ordner "Basic Settings" und einige weitere unter "Misc Patterns". Unten auf der Website unter "RELATED LINKS" sind noch Videos, wo die Einstellung erklärt wird. Wovon man die Testvideos abspielt, ist egal, da Videos immer korrekt dargestellt werden. Bei externen Geräten ist ggf. darauf zu achten, dass "HDMI-Schwarzpegel" korrekt eingestellt ist.

Burosch First Check Test Pattern (Backup-Link)
Gratis-Testbild, gut für den Weißabgleich geeignet.
Für den vollen Farbraum 0-255 ausgelegt, also direkt via USB am TV anzeigen (nicht vom externen Zuspieler).
Begründung siehe oben bei "Farbraum - voll vs. eingeschränkt".

Acht Gratis-Testbilder (Full HD) von Burosch
Für den eingeschränkten Farbraum 16-235 ausgelegt, also vom externen Zuspieler per HDMI anzeigen (nicht direkt am Samsung).
Begründung s.o.

Es gibt auch UHD-Testbilder, dort wurde aber teilweise geschlampt. Besser die Full HD-Testbilder nehmen und per HDMI zuspielen, oder die Testvideos.

Burosch-Video mit einigen generellen Hinweisen, https://www.youtube.com/watch?v=G6Pq5Ckv5Ao

TV-Testberichte von Digitalfernsehen.de: https://www.youtube.com/user/digitalfernsehende/videos


Gratis-Animationsfilm in HD, 4K und 3D: https://peach.blender.org/, http://bbb3d.renderfarming.net/download.html

Fehler & Probleme an Samsung melden: http://www.samsung.com/de/info/contactus.html


Unterschiede der H- und HU-Serie (2014)
Unterschiede der J-, JU- und JS-Serie (2015)


Link zu diesem Thread:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-151-28898.html


Die Infos hier sind zur freien Verbreitung gedacht, aber bitte nennt diesen Thread als Quelle, auch falls mal Nachfragen aufkommen. Ich habe viel Arbeit investiert, diese Einstellungen zu ergründen und aufzuschreiben. Da bitte ich darum, dass hier nicht Sachen rauskopiert und dann irgendwo unter anderem Namen veröffentlicht werden.

Ich wurde mal gefragt, ob man mir etwas spenden könnte. Auch das geht nun, und zwar hier per Paypal.
Wer also so seine Dankbarkeit für meine Arbeit ausdrücken möchte, da hab ich auch nichts gegen. ;-)

Spender bisher: Johannes W., Thomas K., mito007, Andre, Michael L., Danielo290881, HiFiLixx, ruffy, Tom. Vielen Dank dafür!

Und viel Erfolg beim Einstellen!

Mike500 / Niko


[Beitrag von Mike500 am 10. Mai 2016, 17:47 bearbeitet]
Novak10
Stammgast
#2 erstellt: 15. Jan 2015, 22:58
Gute Arbeit!
Mike500
Inventar
#3 erstellt: 15. Jan 2015, 23:10
Danke sehr! Wenn jemandem ein Fehler auffällt, immer her damit, ich bin sicher, da ist hier und da noch Luft nach oben.
Igelfrau
Inventar
#4 erstellt: 16. Jan 2015, 13:08
Sehr tolle Arbeit Niko! Von Leuten wie dir profitiert das Forum!
Honda_Steffen
Inventar
#5 erstellt: 16. Jan 2015, 16:23
Daumen hoch

Obwohl ich bei Bewegtbilddarstellung anderer Meinung bin.

Benutzerdefiniert 3/3 ruckelt weniger bei mir als 10/3
Igelfrau
Inventar
#6 erstellt: 16. Jan 2015, 17:16
Liebe Moderation, vielen Dank dass mein Wunsch zum Pinnen dieses feinen Threads erhört wurde!
Mike500
Inventar
#7 erstellt: 16. Jan 2015, 17:27
Danke danke.


Honda_Steffen (Beitrag #5) schrieb:

Obwohl ich bei Bewegtbilddarstellung anderer Meinung bin.

Benutzerdefiniert 3/3 ruckelt weniger bei mir als 10/3


Ich habe den Absatz noch ergänzt, dass man bei Problemen auch mal andere Kombinationen ausprobieren sollte.
djay72
Stammgast
#8 erstellt: 16. Jan 2015, 20:29
Respekt und Anerkennung!!!

Weltklasse...

...und Dankeschön

Greetz D.
computerfouler
Inventar
#9 erstellt: 16. Jan 2015, 21:29
Super, tolle Arbeit.
Herrgoettle
Stammgast
#10 erstellt: 16. Jan 2015, 21:29
da hast dir die letzten tage ganz schön viel mühe gegeben - vielen dank und meinen respekt dafür
djay72
Stammgast
#11 erstellt: 16. Jan 2015, 22:42
Hi,

Ich habe da ganze mal so übernommen, wie es beschrieben wurde! Es ist echt etwas besser und deutlicher geworden, das BILD! Allerdings, habe ich den Eindruck, das die Gesichter mal scharf und dann mal wieder unscharf werden. Man sieht richtig wie der TV am arbeiten ist!

Kann natürlich an der Quelle oder am Filmmaterial liegen! SKY >>>SKY Action HD! Film > " The New Daughter" !!! Auch sehr Korn lästig bei weißen Filmszenen!!!

Jemand Rat oder ne Abhilfe parat!`

D.
Mike500
Inventar
#12 erstellt: 16. Jan 2015, 23:46
Danke euch.

djay72: Darum braucht man Testmaterial, wo man weiß, wie es auszusehen hat. Für diesen Fall könntest du das "Big Buck Bunny" Testvideo runterladen und von USB am Samsung abspielen:

https://peach.blender.org/download/

1080p, MP4 und H.264 sollten funktionieren. Kannst es dir ja erstmal am PC anschauen. Es sollte die ganze Zeit über gleich scharf aussehen.


[Beitrag von Mike500 am 16. Jan 2015, 23:47 bearbeitet]
paul4427
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 17. Jan 2015, 02:22
So habe das jetzt mal kpl. durchgekaut und den TV wie an der Richtschnur empfohlen so eingestellt. Das lässt sich so sehen, wesentlich besser als vorher. Ich habe einen 55 h6470 und habe auf auto mit warm 1 eingestellt. Den Weißabgleich auf rot Gain +8 und Blau +15 dann war das weiße auch wieder weiß. Bin voll zufrieden. Alle Hochachtung vor Deiner Arbeit die Du dir gemacht hast, RESPEKT.

Stefan
Heidelberg_am_Necktar_
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 17. Jan 2015, 05:56
Kann ich aufjedenfall nur zustimmen was geschrieben wurde !

Genau so sieht es aus

Respekt für die ganze Arbeit
Helge95
Stammgast
#15 erstellt: 17. Jan 2015, 16:51
Vielen Dank! Seeeehr hilfreich.
djay72
Stammgast
#16 erstellt: 17. Jan 2015, 18:16
Hi,

Würde gerne nochmal erfahren, wir Ihr die RGB "Offsets" eingestellt habt?

Gain-Werte habe so übernommen, wie beschrieben!

LG D.
12joey
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 17. Jan 2015, 20:46
@Mike500:
Auch von mir ein ganz dickes, fettes Lob & viele Dankesgrüße für all die Mühe, die Du in diesen Beitrag investiert hast! Genial, wie Du Du auch all die wichtigen Hintergrundinfos zusammengestellt hast -> einfach TOP!

Zum Thema Hintergrundbeleuchtung:


Mike500 (Beitrag #1) schrieb:

Dabei ist es eine gute Idee, den Öko-Sensor zu aktivieren (unter System - Öko-Lösung) und auf zwei oder mehr Stufen unter den Wert für Hintergrundbeleuchtung stellen. Damit kann der Fernseher Unterschiede in der Umgebungsbeleuchtung (Sonne/Dunkelheit) selber ausgleichen.


Mir ist beim H6470 der Zusammenhang zwischen (1) dem Wert für die Hintergrundbeleuchtung und (2) dem Minimal-Wert, dem man beim Öko-Sensor einstellt, noch nicht so ganz klar. Wenn ich (1) auf 0 stelle und (2) bei aktiviertem Öko-Sensor auf "8", wird das Bild trotzdem nicht heller. Offenbar regelt der Sensor nur dann hoch, wenn (1) > (2) ist. Dann sollte man vermutlich vom Richtwert für maximal dunkle Umgebung ausgehen und diesen unter (2) einstellen (wäre bei mir "8") und unter (1) die maximal benötigte Beleuchtung bei hellstem Tageslicht/Sonne. Wieviel Einheiten ich über (2) anheben muss, konnte ich aber bei den aktuellen Tageslichtverhältnissen noch nicht gut genug testen, momentan steht (1) bei mir auf "15".


[Beitrag von 12joey am 17. Jan 2015, 20:48 bearbeitet]
Mike500
Inventar
#18 erstellt: 17. Jan 2015, 21:00
Danke für das ganze Lob, das freut mich.

12joey: Mit dem Öko-Sensor ist es genau wie du schreibst. Du könntest theoretisch auch den Öko-Sensor auf 0 und dann die Helligkeit auf 20 einstellen. Allerdings ist der Sensor recht übereifrig und schraubt die Helligkeit gerne mal weiter runter als nötig. Daher würde ich für den Öko-Sensor die Helligkeit einstellen, die man mindestens haben will, wenn Nachts die "Fernsehbeleuchtung" im Zimmer an ist. Die Hintergrundbeleuchtung dann einfach mehrere Stufen darüber, die kann man nachher bei Bedarf immer noch anheben.

Aufgepasst: Manchmal, wenn man "Hintergrundbeleuchtung" anpasst (besonders wenn man sie absenkt), deaktiviert sich die Öko-Sensor-Option! Da muss man dann nochmal extra nachschauen.

Den aktiven Öko-Sensor erkennt man übrigens daran, dass beim Umschalten oder Drücken der Info-Taste rechts unten im Bild so ein runder "Öko-Tacho" auftaucht, der sieht ungefähr so aus.
12joey
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 17. Jan 2015, 21:34

Mike500 (Beitrag #18) schrieb:

Allerdings ist der Sensor recht übereifrig und schraubt die Helligkeit gerne mal weiter runter als nötig.

Genau deshalb halte ja die Option, die Minimalhelligkeit einstellen zu können, für unverzichtbar.
Damit kann man wunderbar verhindern, dass der Sensor zu dunkel runterregelt.


Aufgepasst: Manchmal, wenn man "Hintergrundbeleuchtung" anpasst (besonders wenn man sie absenkt), deaktiviert sich die Öko-Sensor-Option! Da muss man dann nochmal extra nachschauen.

Ja, danke für den Hinweis. Bei meinem Gerät ist es wirklich auch so: Sobald man den Wert für Himtergrundbeleuchtung ändert, wird der Öko-Sensor deaktiviert.

Den "Öko-Tacho" hab ich auch schon bemerkt, der erscheint aber bei meinem Gerät auch ohne aktivierten Öko-Sensor. Mann kann damit übrigens schön die Trägheit des Sensors beobachten und sieht, wie der Zeiger schrittweise nach links dreht, wenn man den Sensor gerade aktiviert hat und der Raum dunkel ist.


[Beitrag von 12joey am 17. Jan 2015, 21:54 bearbeitet]
Helge95
Stammgast
#20 erstellt: 17. Jan 2015, 21:51
Haben denn schon Besitzer der F-Serie (z.B. 8090) diese Einstellungen getestet?
Mike500
Inventar
#21 erstellt: 17. Jan 2015, 22:02
Helge95: Hatte früher selber mal einen F5370, daher kann ich dir sagen, dass die Einstellungen zum größten Teil auch dafür passen. Die F8000er-Serie konnte natürlich ein bisschen mehr und verhielt sich hier und da vielleicht etwas unterschiedlich, aber auch nicht dramatisch, würde ich vermuten.
mot.2901
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 17. Jan 2015, 23:37
Hi Niko,

ich habe mich die letzten Wochen auch mit verschiedenen Settings von allen möglichen Seiten herumgeschlagen.
Die waren alle besser wie die originalen aber nicht optimal.
Wie du kam ich zur Erkentniss das es "Die" Einstellung nicht gibt.
Ich habe aber durch das Forum gelernt was die verschiedenen Einstellungen bewirken.
Du hast das wirklich alles gut verständlich auf den Punkt gebracht
Gemäss dem Sprichwort:

Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern.

Gruß mot.2901
12joey
Schaut ab und zu mal vorbei
#23 erstellt: 18. Jan 2015, 00:30
Zum Thema Weißabgleich - 2 Punkte Weißabgleich:

Mike500 (Beitrag #1) schrieb:

Bei meinem UE55H6290 mit AUO-Panel hat es bei Farbraum "Auto" und Farbton "Warm1" gut gepasst, wenn ich "R-Gain" auf +8 und "B-Gain" auf +15 angehoben habe (maximal würde ich +10 bzw. +20 empfehlen).

Demnach dürften Deine Einstellungen in Sachen 2- Punkt-Weißabgleich so aussehen:

R-Gain: +8
G-Gain: 0
B-Gain: +15

mein Vorschlag:

R-Gain: 0
G-Gain: -7
B-Gain: +7

Vorteil: Du kannst Rot "in Ruhe" lassen, nimmst dem Warm1 den Grünstich raus und brauchst beim Blau nicht so weit hoch drehen.

Die Befürchtung:

Grün nur als Letztes, weil die Grün-Regelung die meisten Nebenwirkungen haben kann.

konnte ich hinsichtlich negativer Nebenwirkungen dabei mit meinen Tests bisher nicht bestätigen.
Mike500
Inventar
#24 erstellt: 18. Jan 2015, 00:43
Das Statement zum Grünkanal habe ich wegen folgender Info aus einem anderen Thread mit reingenommen:


freejack75 schrieb:
Um für eine gegebene Helligkeit einen Farbstich zu korrigieren reichen Anpassungen in zwei der drei Kanäle (rot, grün, blau) aus. Prinzipiell hat man da freie Auswahl (z.B. weniger grün, oder alternativ mehr rot und blau). Da grün jedoch den größten Beitrag zur Helligkeit (Luminanz) leistet, verändert man den grün-Kanal im Regelfall nur dann, wenn man bewusst auch den Helligkeitsverlauf (Gamma) verändern möchte. Ansonsten korrigiert man vorzugsweise blau und rot, egal wie der Farbstich aussieht.


freejack75 hat ein Colorimeter und scheint sich ganz gut auszukennen mit dem Kalibrieren sowie den Videonormen im Allgemeinen. Leider hat er sich die letzten Wochen rar gemacht und nicht gepostet. Vielleicht kann er noch näher darauf eingehen, wenn er wieder ins Forum kommt, wie "schlimm" es nun wirklich ist, im Grünkanal zu regeln.

Wie gesagt, die Informationen sind teilweise noch etwas im Fluss, es ist noch nicht alles fest zementiert, was ich dort geschrieben habe. Aber ich wollte trotzdem nichts vorenthalten.

Die im Weißabgleich gelisteten Einstellungen sind auch nur ein Beispiel, wie ich bei mir den Farbstich rausbekommen habe. Diese Einstellungen sind nicht allgemeingültig. Allerdings, wenn bei anderen Leuten damit das Weiß auch wieder rein wird, soll's mir recht sein. Aber man sollte es nicht blind übernehmen, sondern selber testen heißt die Devise.


[Beitrag von Mike500 am 18. Jan 2015, 00:46 bearbeitet]
illStyle
Stammgast
#25 erstellt: 18. Jan 2015, 13:10
Tolle Arbeit, Mike. Da hast du dir wirklich sehr viel Mühe gegeben!
freejack75
Schaut ab und zu mal vorbei
#26 erstellt: 18. Jan 2015, 18:40
Mike, eine sehr nützliche Zusammenfassung, die da gemacht hast -- das hilft beim Einstieg in die Samsung-Kalibrierung definitiv weiter!


Mike500 (Beitrag #24) schrieb:

Vielleicht kann er noch näher darauf eingehen, wenn er wieder ins Forum kommt, wie "schlimm" es nun wirklich ist, im Grünkanal zu regeln.


Mein letzter Post liegt eine Woche zurück -- also kein Grund für eine Vermisstenmeldung

Der grün-Kanal dominiert den Helligkeitseindruck (Anteil rund 70%). Wenn man beim Samsung im 2p-Weißabgleich den grün-Gain absenkt, reduziert man gleichzeitig die Helligkeit bei 100%. Grün-Gain wirkt in dieser Hinsicht also ähnlich wie der globale Kontrast-Regler. Entsprechendes gilt für Grün-Offset und die Helligkeit.

Da man typischerweise die Kalibrierung mit den Einstellungen für Helligkeit und Kontrast beginnt, empfiehlt es sich beim später vorgenommen Weißabgleich grün nicht mehr groß zu ändern, da dies stärker die Helligkeit beeinflusst als der Rot- und Blaukanal.

Wirklich dramatisch ist der Einfluss nicht, nur eben eine Faustregel. Wenn man grün stark angefasst hat, sollte man danach eben nochmal einen Blick auf Helligkeit und Kontrast werfen.
12joey
Schaut ab und zu mal vorbei
#27 erstellt: 18. Jan 2015, 19:04

freejack75 (Beitrag #26) schrieb:

Da man typischerweise die Kalibrierung mit den Einstellungen für Helligkeit und Kontrast beginnt, empfiehlt es sich beim später vorgenommen Weißabgleich grün nicht mehr groß zu ändern, da dies stärker die Helligkeit beeinflusst als der Rot- und Blaukanal.

Wirklich dramatisch ist der Einfluss nicht, nur eben eine Faustregel. Wenn man grün stark angefasst hat, sollte man danach eben nochmal einen Blick auf Helligkeit und Kontrast werfen.


Ok, wenn wir davon ausgehen, dass auch der Rot- und Blaukanal nicht ohne Auswirkung auf die Helligkeit sind, macht es vielleicht Sinn, im ersten Schritt den Farbton zu regeln und dann Helligkeit und Kontrast zu überprüfen.

@Mike500:
Noch eine andere Frage: Bist Du mit dem Schwarzwert Deines Geräts bei dunkler Umgebung zufrieden oder siehst Du da noch Einstellungspotenzial? Ich habe da bei sehr dunklen Bildinhalten immer noch sehr viel Grau drin, vor allem auch an den Querbalken bei Filmen erkennbar. Bin mit Hintergrundbeleuchtung auf 8 und Helligkeit auf 42 auch schon ziemlich weit unten von den Einstellungen her.
Mike500
Inventar
#28 erstellt: 18. Jan 2015, 20:36
Ah, willkommen zurück, freejack75, standest schon fast auf der Fahndungsliste wegen unerlaubten Entfernens von der Truppe

12joey: Über den Schwarzwert kann ich mich nicht groß beklagen, nein. Es kann am Panel liegen, ich habe ein AUO-Panel, was meist ein hohes Kontrastverhältnis aufweist. Vielleicht hast du ein Samsung-Panel verbaut und stehst da etwas schlechter da. Mit "Helligkeit" kannst du da nicht viel machen. Das stell mal lieber anhand des Black Clipping Testbilds ein, dass es genau passt. Du willst ja nicht nur dunkles Schwarz, sondern auch die dunkelsten Abstufungen noch erkennen können. Ich gehe mal davon aus, dass im Falle eines externen Zuspielers dort auch alles korrekt zusammenarbeitet (eingeschränkter Farbraum mit richtigen HDMI-Settings)? Ein sehr flaues Bild kann auch an sowas liegen.
freejack75
Schaut ab und zu mal vorbei
#29 erstellt: 18. Jan 2015, 20:53

12joey (Beitrag #27) schrieb:

Ok, wenn wir davon ausgehen, dass auch der Rot- und Blaukanal nicht ohne Auswirkung auf die Helligkeit sind, macht es vielleicht Sinn, im ersten Schritt den Farbton zu regeln und dann Helligkeit und Kontrast zu überprüfen.


Erst Helligkeit und dann Weißabgleich ist schon sinnvoll. Rot- und Blau-Kanal zusammen teilen sich ja nur die restlichen 30% vom Helligkeitseindruck. Wenn man stark eingreifen muss kommt man so oder so nicht um eine zweite oder dritte Iteration herum, wenn jedoch die Helligkeiten noch nicht passen braucht man an den Farben noch nicht schrauben.

Ein guter Grund den grün-Kanal anzufassen wäre beispielsweise wenn man die Gammakurve mit dem 10p-Abgleich tunen möchte. Kann man tun, ist jedoch eher was für Freunde von Geduldspielen, wenn man keine teilautomatisierte Kalibrierung hat.
ScireG4
Stammgast
#30 erstellt: 18. Jan 2015, 23:10
Hallo, habe deine Einstellungen übernommen und finde sie bis auf eine Sache wirklich sehr gut.

Die Konturen bei Schriften und Logos in der Werbepause wirken bei mir oft überschärft bzw nicht glatt. Nach etwa 5 Sekunden werden Sie scharf und glatt. Woran kann das liegen?

Habe einen Samsung ue 55H6290

Andere Frage. sollte ich meinen Receiver auf 720p oder 1080i einstellen?


[Beitrag von ScireG4 am 18. Jan 2015, 23:19 bearbeitet]
12joey
Schaut ab und zu mal vorbei
#31 erstellt: 18. Jan 2015, 23:37

Mike500 (Beitrag #28) schrieb:

12joey: Über den Schwarzwert kann ich mich nicht groß beklagen, nein. Es kann am Panel liegen, ich habe ein AUO-Panel, was meist ein hohes Kontrastverhältnis aufweist. Vielleicht hast du ein Samsung-Panel verbaut und stehst da etwas schlechter da. ... Ich gehe mal davon aus, dass im Falle eines externen Zuspielers dort auch alles korrekt zusammenarbeitet (eingeschränkter Farbraum mit richtigen HDMI-Settings)? Ein sehr flaues Bild kann auch an sowas liegen.


Ja, Du hast richtig vermutet, lt. Service-Menü habe ich ein Samsung-Panel.
Filme schaue ich in der Tat über einen externen Recorder. Mit HDMI-Settings ist da aber nicht viel: Du meinst vermutlich "HDMI-Schwarzpegel" - die Funktion steht zwar auf "Normal", ist aber ausgegraut, also nicht aktivier- oder änderbar. Dabei ist auch egal, an welchen HDMI-Anschluss ich den Recorder habe (1, 3 und 4 ausprobiert).
Als "flau" kann man das Bild nicht bezeichnen, Kontrast und Farben sind gut, aber bei sehr dunklen Filmszenen ist das Bild inkl. der schwarzen Querbalken eben eher dunkelgrau als schwarz.
Evtl. würde da die Option "Schwarz-Optimierung" helfen, die gibt es aber bei mir leider nicht.
Dreibuchstaben
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 19. Jan 2015, 14:12
Super Thread und sehr hilfreich!

Hast Du zu den Einstellungen BD Wise (in Zusammenhang mit Samsungs DVD-/BluRay-Playern) und Spielemodus auch Erfahrungen / Kenntnisse?

Ersteres beeinflusst meines Wissens die Bildwiedergabe hinsichtlich Geschwindigkeit aber auch die Bildsettings. Sollte man das deaktivieren - z.B. ab einer bestimmten Geräteklasse wie den 7/8er-Modellen?

Zweiteres ist deaktiviert, sobald der PC per HDMI ein Bild liefert. Ist der PC angeschlossen und liefert nichts, ist Spielemodus aktiv. Ich hab noch nicht verstanden, warum der Nutzer hier nichts tun kann. Gerade bei Spielen wäre der Spielemodus sehr gut, da ich natürlich keine Verzögerungen durch die TV-Bildbearbeitung haben möchte. Evtl. habe ich die Funktion auch nur falsch verstanden?
guckmal56
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 19. Jan 2015, 21:32
Klasse Artikel,Mike500!
Habe die Einstellungen eins zu eins übernommen für meinen 55H6470,und bin vom Bild einfach begeistert,besser gehts nicht!Gestochen scharf,ausgewogen und in sich harmonisch.
Nur die Schärfe muß bei mir 40 betragen,aber das hatten wir ja schon mal.....
Paulchen77
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 20. Jan 2015, 13:08
Klasse Arbeit von dir Mike wirklich TOP , aber was kann man machen wenn das Bild ruckelt ?
edin71
Inventar
#35 erstellt: 20. Jan 2015, 16:01
@Mike500
Bis mein 55H6290 kommt können wir eventuell diese Empfehlung ausdiskutieren:
"Aktiviert den sogenannten "3:2 Pulldown", das ist von Vorteil. Unterschiede kann man z.B. im Abspann von Filmen erkennen, wenn die Schrift hochscrollt."

Also mein gegenwärtiger Philips kannte am Anfang (bis es per Firmwareupdate behoben wurde) keine echte 24p Wiedergabe.
Stattdessen hat er 3:2 Pulldown gemacht. Hat mich immer gestört.
wir Europäer haben bedingt durch PAL-Speedup immer nativ geguckt.
Irgendwann kam dann ein Update und dann ging die Sonne auf.
Wie es störend ist konnte ich wieder erleben als ich mein Blurayplayer versehentlich auf 3:2 Pulldown verstellt habe.

Meinst Du wirklich die Aktivierung von 3:2 Pulldown wäre bei Samsung besser oder hast du dich vertippt ?


[Beitrag von edin71 am 20. Jan 2015, 16:06 bearbeitet]
Mike500
Inventar
#36 erstellt: 20. Jan 2015, 20:29
edin71: Auto2 ist bei Samsung eine automatische Erkennung, die nur bei Video greift, dass dies auch benötigt, also keine Sorge. Siehe auch http://www.samsung.c...98802/PN60F5300AFXZA

Ich habe auch noch nie Probleme mit der Einstellung auf Auto2 gehabt.
illStyle
Stammgast
#37 erstellt: 20. Jan 2015, 20:58
Das kann man übrigens sehr gut auf N24 testen. Einfach mal den Laufbalken unten einmal mit Film-Modus "Aus" und dann mit "Auto2" eine Zeit lang beobachten.
dictamnus
Stammgast
#38 erstellt: 20. Jan 2015, 22:20

Paulchen77 (Beitrag #34) schrieb:
Klasse Arbeit von dir Mike wirklich TOP , aber was kann man machen wenn das Bild ruckelt ?


ich hab auch ein leichtes ruckeln (bei Motion Plus - Benutzerdefiniert, Unschärfeminderung 10 / Judder-Minderung 3 / "LEDMotionPlus" Aus) in manchen szenen (meist bei querschwenks)
bei mir hat es geholfen wenn ich bei Motion Plus - KLAR eingestellt habe "LEDMotionPlus" Aus.
edin71
Inventar
#39 erstellt: 21. Jan 2015, 11:17

Mike500 (Beitrag #36) schrieb:
edin71: Auto2 ist bei Samsung eine automatische Erkennung, die nur bei Video greift, dass dies auch benötigt, also keine Sorge. Siehe auch http://www.samsung.c...98802/PN60F5300AFXZA

Ich habe auch noch nie Probleme mit der Einstellung auf Auto2 gehabt.


Im Link steht ganz vorne folgender Satz:
"Film mode is only available with a 480i signal."

Ob das bei uns (PAL) eine Wirkung hat bezweifle ich.
Ich denke ist nur eine Verbesserung für die Filme, die in 24p aufgenommen wurden und mit 3:2 Pulldown ausgestrahlt werden, also bei den Amis und Japanern (NTSC).
-Didée-
Inventar
#40 erstellt: 21. Jan 2015, 13:39
Also, beim Lauftext auf N24 macht's aber schon einen Unterschied ...
(Abhängig davon, ob der eigentliche Bild-Beitrag gerade 2:2-progressiv, oder video-interlaced, oder eine Blending-Normkonvertierung ist)
RW74
Neuling
#41 erstellt: 21. Jan 2015, 18:12

12joey (Beitrag #31) schrieb:

Mike500 (Beitrag #28) schrieb:

12joey: Über den Schwarzwert kann ich mich nicht groß beklagen, nein. Es kann am Panel liegen, ich habe ein AUO-Panel, was meist ein hohes Kontrastverhältnis aufweist. Vielleicht hast du ein Samsung-Panel verbaut und stehst da etwas schlechter da. ... Ich gehe mal davon aus, dass im Falle eines externen Zuspielers dort auch alles korrekt zusammenarbeitet (eingeschränkter Farbraum mit richtigen HDMI-Settings)? Ein sehr flaues Bild kann auch an sowas liegen.


Ja, Du hast richtig vermutet, lt. Service-Menü habe ich ein Samsung-Panel.
Filme schaue ich in der Tat über einen externen Recorder. Mit HDMI-Settings ist da aber nicht viel: Du meinst vermutlich "HDMI-Schwarzpegel" - die Funktion steht zwar auf "Normal", ist aber ausgegraut, also nicht aktivier- oder änderbar. Dabei ist auch egal, an welchen HDMI-Anschluss ich den Recorder habe (1, 3 und 4 ausprobiert).
Als "flau" kann man das Bild nicht bezeichnen, Kontrast und Farben sind gut, aber bei sehr dunklen Filmszenen ist das Bild inkl. der schwarzen Querbalken eben eher dunkelgrau als schwarz.
Evtl. würde da die Option "Schwarz-Optimierung" helfen, die gibt es aber bei mir leider nicht.


HDMI-Schwarzpegel ist bei mir auch ausgegraut.
Angeschlossen ist ein Sky Receiver per HDM.
Woran liegt das?
-Didée-
Inventar
#42 erstellt: 21. Jan 2015, 20:38
Hängt vom Signal ab, dass das externe Gerät an den TV 'rausgibt. Wenn HDMI-Schwarzpegel "ausgegraut" ist, dann ist sowieso alles gut (in 99.9% aller Fälle), und dann muss man sich auch keinen Kopf darum machen.

Das HDMI-Signal kann entweder ein RGB-Signal, oder ein YCbCr-Signal (digital: YUV) übertragen. Bei RGB-Signalen gibt es die zwei Welten "eingeschränkt" (16-235) und "voll" (0-255), und dafür braucht man die HDMI-Schwarzpegel-Option. Wenn das externe Gerät aber YCbCr überträgt, dann ist das Signal sowieso "eingeschränkt" (weil die originalen YUV-Videodaten von vornherein immer nur den 16-235 -Bereich belegen: so ist der Video-Standard!), deswegen braucht man die HDMI-Schwarzpegel-Option dann erst gar nicht, und deswegen zeigt der TV die Option "grau" an, wenn ein YCbCr-Signal 'reinkommt.
edin71
Inventar
#43 erstellt: 22. Jan 2015, 11:11
Gestern ist mein 55h6290 angekommen.
Ich kann auch nur Lob aussprechen.
Ich habe zwar nicht jeden Schritt akribisch verfolgt sondern mehr nach Errinerung das Bild eingestellt.

Schon das hat das Bild (für mich) nahezu perfekt gemacht.
Ich glaube am Wochenende habe ich mehr Zeit um mich z.B. mit Weißabgleich oder Farbraum auseinanderzusetzen.

Also DANKE Mike500
ScireG4
Stammgast
#44 erstellt: 23. Jan 2015, 00:34

ScireG4 (Beitrag #30) schrieb:
Hallo, habe deine Einstellungen übernommen und finde sie bis auf eine Sache wirklich sehr gut.

Die Konturen bei Schriften und Logos in der Werbepause wirken bei mir oft überschärft bzw nicht glatt. Nach etwa 5 Sekunden werden Sie scharf und glatt. Woran kann das liegen?

Habe einen Samsung ue 55H6290

Andere Frage. sollte ich meinen Receiver auf 720p oder 1080i einstellen?



Motion Plus auf Klar brachte die gewünschte Besserung.
Thor76
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 23. Jan 2015, 19:26
Erstmal Danke für Deinen ausführlichen Artikel.
Einer der häufigsten Anfragen ist hier so oder ähnlich: "wie lautet die optimale Bildeinstellung für Samsung xyz" . Ich denke mal mit deinen Ausführungen hast Du den Usern einen großen Gefallen getan.
Oftmals denken sich die Themenersteller, ich stelle einfach mal die Frage nach den Bildeinstellung für Model XYZ und bekomme das perfekte Bild. Leider ist dem oft nicht so. Die dann geposteten Einstellungen sind immer subjektiv und nie objektiv. Jeder hat bei der Bildeinstellung eine andere Wahrnehmung. Daher wird jeder für sich entscheiden müssen, welche Bild ist für mich das "perfekte" Bild.
Novak10
Stammgast
#46 erstellt: 23. Jan 2015, 19:29
So ist das. Kein Panel gleicht dem anderen.

Umso mehr lernt man Ursache und Wirkung kennen.

Viel Spaß beim Testen
djay72
Stammgast
#47 erstellt: 24. Jan 2015, 17:34

dictamnus (Beitrag #38) schrieb:

Paulchen77 (Beitrag #34) schrieb:
Klasse Arbeit von dir Mike wirklich TOP , aber was kann man machen wenn das Bild ruckelt ?


ich hab auch ein leichtes ruckeln (bei Motion Plus - Benutzerdefiniert, Unschärfeminderung 10 / Judder-Minderung 3 / "LEDMotionPlus" Aus) in manchen szenen (meist bei querschwenks)
bei mir hat es geholfen wenn ich bei Motion Plus - KLAR eingestellt habe "LEDMotionPlus" Aus.



Tach,

Genau so, habe ich es auch nun eingestellt!!!

D.
Mike500
Inventar
#48 erstellt: 25. Jan 2015, 00:55
Danke nochmal für die positiven Rückmeldungen. Hier und da habe ich an dem Post gefeilt und unter "Sonstiges" die Abschnitte Kabel, WLAN vs. LAN und Datenschutz hinzugefügt.
pa-freak1
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 25. Jan 2015, 02:13
Hab mir einen UE55H7080 vor einer woche zugelegt und bin soweit zufrieden , habe die Settings von Mike500 angewendet und passen auch für den h7080 recht gut.
Das einzige mit dem ich unzufrieden bin ist die bewegtbilddarstellung , habe vorher drei panasonic plasmas gehabt.
Ohne Motion Plus gefällt es mir nicht und mit Motion Plus finde ich keine vernünftige einstellung.
Ich mag den geglätteten soap effekt nicht und verwende zurzeit (Unschärfeminderung 3 und judder 0)
Kennt jemand von euch eine bessere einstellung?
dictamnus
Stammgast
#50 erstellt: 25. Jan 2015, 09:52

pa-freak1 (Beitrag #49) schrieb:
Hab mir einen UE55H7080 vor einer woche zugelegt und bin soweit zufrieden , habe die Settings von Mike500 angewendet und passen auch für den h7080 recht gut.
Das einzige mit dem ich unzufrieden bin ist die bewegtbilddarstellung , habe vorher drei panasonic plasmas gehabt.
Ohne Motion Plus gefällt es mir nicht und mit Motion Plus finde ich keine vernünftige einstellung.
Ich mag den geglätteten soap effekt nicht und verwende zurzeit (Unschärfeminderung 3 und judder 0)
Kennt jemand von euch eine bessere einstellung?


mir ging es ähnlich wie dir,

Motion Plus auf KLAR und "LEDMotionPlus" auf AUS

ergibt bei mir das ausgewogendste bild und es ruckelt auch nichts.
Helge95
Stammgast
#51 erstellt: 25. Jan 2015, 12:24
Ich würde mir gern den Burosch USB-Stick bestellen. Hat jemand Erfahrung damit? Da ich keinen Bluray-Player habe, kommt nur der Stick in Frage. Kann mein UE55F8090 den Stick abspielen und den Inhalt/Bilder wiedergeben?

edit: Werde mir die Testbilder bei Burosch für 9,99 € downloaden und mir nen BR-Player ausleihen. Die Bilder sollten schon über HDMI wiedergegeben werden.


[Beitrag von Helge95 am 25. Jan 2015, 13:30 bearbeitet]
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