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Brainwavz M3 - Review

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Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 06. Aug 2011, 23:47
Hallo,

hier ist es endlich, das lange versprochene Review zum Brainwavz M3.

Es hat länger gedauert als gedacht, weil ich lange Zeit unschlüssig war, wie ich den M3 beschreiben soll, bzw. wo er einzusortieren ist. Das ist mir schon lange nicht mehr mit einem InEar passiert.... aber dazu später mehr (weiter unten).


Teil 1 - Aussehen, Lieferumfang

Geliefert wird der M3 mit dem kleinen, für Brainwavz typischen, Hard Case:

DSCF1670

Netterweise werden auch Schaumstoff-Aufsätze mitgeliefert. Es sind allerdings keine Comply Foams, sondern etwas eigenes.

Laut Beschreibung haben die passenden Comply Foams die Größe T400. Es passen jedoch auch problemlos die T500 drauf (das sind die von den UE Triple.Fi 10).

Mitgeliefert werden außerdem einige weitere Gummi-Standardaufsätze in drei Größen (keine Bi- oder Tri-Flanges), und ein Paar Ohrbügel (die ich jedoch - wie auch bei anderen Herstellern - noch nie leiden konnte).

Das Kabel sieht auf den Fotos etwas "störrisch" aus, aber das ist es nicht. Es ist nicht ganz so flexibel wie z.B. das gezwirbelte Kabel von Westone, aber trotzdem flexibel genug (die neuen Shure-Kabel sind störrischer).

Einige Nahaufnahmen der M3:

DSCF1671

DSCF1672

Die M3 haben eine etwas eigenwillige Gehäuseform, so daß ich mir zuerst nicht sicher war, wie sie im Ohr getragen werden (Kabel nach unten oder Kabel nach oben, über die Ohren). Zumindest in meinen Ohren funktionieren jedoch beide Methoden. Für diesen Test habe ich die Trageweise mit Kabel nach unten bevorzugt:

Untitled-2

Die Trageweise mit Kabel nach oben über die Ohren funktioniert aber genauso gut, und hält auch ohne diese Ohrbügel.


Teil 2 - Klang:

In der Einleitung hatte ich es ja schon erwähnt ... ich war mir lange Zeit nicht einig, wie der M3 zu beschreiben ist.

Andernorts hatte ich ja mal geschrieben, der M3 ist der UE 200 mit besserer Bühne und ohne Tiefbassabfall.

Das stimmt zwar, es beschreibt den M3 aber nicht vollständig.

Zunächst einmal, ja, die Bühne beim M3 ist tatsächlich besser ausgeprägt als beim UE 200. Die Bühne des M3 ist in etwa so schön wie die Bühne des Sony MDR-EX500, was insofern eine gute Leistung für den M3 ist, da der Sony ja ein offener InEar ist (offene Hörer können ganz allgemein eine schönere Bühne darstellen).

Die Höhen des M3 sind auf jeden Fall nicht betont oder angehoben, sondern so angenehm abrollend wie beim UE 200. Dabei sind die Höhen des M3 aber etwas definierter, es sind also ein paar mehr feine Details hörbar.

Und der Bass des M3 hat auch keinen Tiefbassabfall, wie es bei den UE 200 der Fall ist: bei den UE 200 kommt bei 40Hz nichts mehr heraus (oder sogar noch etwas früher). Der M3 spielt sauber runter bis in den tiefsten Tiefbass, ohne Abfall oder Anstieg. Der M3 verursacht also zwar kein "Subwoofer-Feeling" wie der UE Triple.Fi 10, klingt jedoch trotzdem angenehm voluminös. Da fehlt nichts.

Womit ich lange Zeit nicht "grün" war beim M3 sind die Mitten: jedesmal, wenn ich vom UE200 auf den M3 wechselte, hatte ich das Gefühl, die Mitten "schreien" mich etwas telefonartig an. Dieses Gefühl verfliegt zwar, wenn ich erst mal 10, 15 Minuten mit den M3 gehört habe. Trotzdem erschien es mir seltsam. Ich war schon drauf und dran, meine Untersuchungen für dieses Review an dieser Stelle zu beenden, und einfach zu schreiben "also die Mitten sind halt leider etwas schlechter als bei den UE200".

Aber letztendlich wollte ich es dann doch nicht dabei belassen. Statt dessen habe ich mehr und mehr InEars zum Vergleichen herangezogen, um der Sache auf die Schliche zu kommen, was genau denn da nicht zu stimmen scheint.

Erster Halt war der Sony MDR-EX500 (weil er in etwa in der gleichen Preisklasse wie der M3 liegt). Aber der erste Soundcheck zeigt schon: der MDR-EX500 ist *wesentlich* stärker gesoundet als der M3. Der gesamte Bassbereich trägt *deutlich* dicker auf, und auch die Höhen sind stärker betont. Dabei kommt einmal mehr das Schärfeproblem des MDR-EX500 zum Vorschein: Sibilanten haben beim MDR-EX500 ein deutliches, scharfes Hissing. Nicht so beim M3. Keine Schärfe in den Höhen.

Die Mitten sind beim MDR-EX500 ganz deutlich (ich kann gar nicht genug betonen, wie sehr) weiter im Hintergrund als beim M3.

Nun ja, den MDR-EX500 erst mal wieder beiseite gelegt.

Als nächster Vergleichshörer kam der Shure SE215 an die Reihe. Oha. Der SE215 hat doch ganz erheblich mehr Bass als der M3. Die Klangfarbe der Mitten geht aber schon eher in Richtung des M3. Um das mal genauer nebeneinander zu stellen, habe ich mit den SE215 am iPod einfach mal das EQ-Preset "weniger Bässe" eingestellt. Und ja: nun klingt der SE215 dem M3 tatsächlich sehr ähnlich! Wenn jemand den SE215 und einen iPod hat, und gerne wissen will, wie in etwa der M3 klingt, dann einfach dieses EQ-Preset "Weniger Bässe" einstellen. Was einem da dann entgegen tönt, klingt dem M3 schon sehr, sehr nahe!

Von den Mitten der SE215 habe ich ja schon öfters geschrieben, daß sie leicht "hell" eingefärbt sind (daß also die oberen Mitten etwas stärker sind als die unteren Mitten), und das trifft auch ein bisschen auf die Mitten der M3 zu.

Trotzdem empfinde ich die Mitten der SE215 immer noch etwas "schöner" als die der M3. Was an dieser Stelle beim Vergleichen aber auffällt: die Höhen der SE215 sind nicht so gut! Trotz gleicher Betonung (oder besser gesagt Nicht-betonung) sind die Höhen der M3 etwas besser aufgelöst. Wenn ich z.B. mit den SE215 die folgende Textzeile eines Liedes höre: "so don't let me go 'cause you have my soul", dann klingt das mit den SE215 eher wie "so don't let me go 'causch you have my schoul". Schärfere "s" "verschmieren" beim SE215 eher zu einem "sch".

Das geht normalerweise beim vielen Bass des SE215 ein bisschen unter, aber wenn man den Bass 'rausregelt, fällt es auf. (Hat man es erst einmal gemerkt, nimmt man es auch wahr, wenn man den Bass wieder auf "normal" einstellt.)

Der Fazit im Vergleich SE215 vs. M3 soweit: Der SE215 hat die schöneren Mitten, der M3 die besser aufgelösten Höhen.

(An der Stelle habe ich auch mal den Weg "andersherum" probiert, ob man den M3 mit der EQ-Einstellung "Mehr Bass" in einen SE215 verwandeln kann, aber das funktioniert überhaupt nicht. Der Bass fängt sofort an zu verzerren. Keine Chance.)

So. Aber im Vergleich der Mitten zwischen SE215 und M3 kam ich weiter auf die richtige Spur. Als nächstes habe ich die Shure SE425 herausgekramt und mit den M3 verglichen (die Mitten der SE425 haben mich nämlich auch nie so richtig begeistert).

Und ja, das ist es! Die Mitten der SE425 haben die gleiche Klangfarbe wie die Mitten der M3! Und dann ist auch klar, was mich an denen primär stört: üblicherweise sollte in den oberen Mitten im Bereich zwischen 2 und 3 kHz eine leichte Absenkung in der Abstimmung sein, weil dies wohl die Resonanzfrequenz im Gehörgang ist. Und beim M3 fällt mir persönlich diese Absenkung - genau wie beim SE425, oder auch beim AKG K701 - etwas *zu gering* aus. Das hat dann für mich etwas leicht "plärriges" / unangenehmes.

Zudem kommt noch hinzu, daß das menschliche Gehör im Bereich der Mitten die höchste Empfindlichkeit hat. Etwaige Auflösungsdefizite nimmt man in den Mitten daher am ehesten wahr. Und die Auflösung ist beim M3 nun mal (was ob des Preises jedoch nicht verwundert) nicht so gut wie die Auflösung der SE425.

So kommt es, daß die M3 zwar im Prinzip die gleiche Klangfarbe haben wie die SE425, aber trotzdem klingen die Mitten der M3 noch ein kleines bisschen "telefoniger", durch dieses leichte Auflösungsdefizit.

Drum merke: wirklich präsente Mitten klingen nur dann schön, wenn auch die Auflösung stimmt.

So, dann habe ich mal den Rest der SE425-Abstimmung mit den M3 verglichen: Präsenz der Mitten, Verteilung der Höhen, ist beim M3 genau wie bei den SE425. Lediglich der Bass der M3 hat etwas mehr Pegel.

"Moment", schoß es mir durch den Kopf: Etwas mehr Bass als die SE425? Da war doch was ...... richtig! Der nächste Vergleichskandidat war der Shure SE530.

Und *genau da* haben wir es! Der M3 hat zu 99% die klangliche Abstimmung der SE530!

Ich habe extra die SE530 herangezogen und nicht die SE535, weil die SE535 "das neue Neutral" implementiert haben - gegenüber den SE425 und den alten SE530 haben die SE535 nämlich eine etwas stärkere Absenkung im Bereich zwischen 2 und 3 kHz - wie übrigens auch die UE Reference Monitors.

Wenn wir uns mal die headphone.com Frequency Response Graphen von SE425, SE530 und SE535 anschauen, wird das klar:

graphCompare.php

Dieses "mehr" an Pegel im Bereich der 3kHz herum der SE425 und SE530 (und auch der M3) ist etwas, das mich (bei allen drei Hörern gleichermaßen) etwas stört.

Zusätzlich - wie bereits gesagt, hat der M3 nicht die Auflösung von SE425 und SE530, was die Mitten ein kleines bisschen telefonischer klingen läßt. Aber der Unterschied, oder besser gesagt, der "Störfaktor" (wenn ich M3 mit SE530 direkt vergleiche), ist nicht mehr so hoch. Der Wechsel von SE530 auf M3 fällt nicht schwer. Was mich beim Vergleich mit UE200, MDR-EX500 und SE215 am meisten gestört hat, war eben, daß die Mitten des M3 doch deutlich präsenter sind. Der M3 ist doch wesentlich neutraler abgestimmt, als ich anfangs dachte.

Mit diesem Erkenntnisstand habe ich die M3 nochmals mit den UE200 verglichen, und dann war es klar: die Mitten der UE200 sind doch wesentlich weiter im Hintergrund, und dazu auch noch etwas warm abgestimmt (die Mid- und Oberbassbetonung der UE200 läuft noch etwas in den Grundton / untere Mitten hinein).

Aber nochmal zurück zum Vergleich M3 mit SE425 und SE530: ich schrieb ja, der M3 hat mehr Bass als der SE425. Das stimmt auch. Im Vergleich zu den SE530 klingt der Bass der M3 jedoch eine winzige Kleinigkeit zurückhaltender!

Wenn man den obigen Graph anschaut, dann ist der Unterschied im Bass zwischen SE425 und SE530 sowieso nicht so groß. Aber dieser Unterschied ist hörbar, wenn man die beiden hintereinander im Ohr hat. Und der Bass der M3 liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen SE425 und SE530. Dabei handelt es sich wohl nur um Differenzen von ca. 2 dB (von SE425 zu M3 zu SE530), aber nichtsdestotrotz hört man es heraus.

Und noch eines hörte ich auf einmal heraus: im Vergleich zum M3 fällt beim SE530 auf, daß der Bassbereich einen kleinen Buckel hat, mit dem höchsten Punkt bei etwa 150Hz. Diesen Buckel hat der M3 nicht. Im Vergleich zum SE530 hat der M3 vielleicht 1dB weniger Pegel bei 100/150Hz, dafür aber 1dB mehr Pegel bei 40Hz. Der Bassbereich des M3 ist also linearer als der des SE530.

Fazit:

Der M3 - ganz großes Kino. Beim Versuch, den M3 einzuordnen habe ich zuerst komplett in der "falschen Ecke" gesucht. Er hat aber tatsächlich die Abstimmung des Shure SE530, mit einer etwas schlechteren Auflösung. Das merkt man daran, daß im direkten Vergleich die Mitten etwas "telefonischer" klingen, und die Höhen nicht ganz so brilliant aufgelöst sind.

Der M3 ist etwas für alle die, die einen günstigen, sehr (!) neutralen Hörer suchen, mit einer kleinen Prise extra Bass. Sozusagen der "SE530 für Arme".

Meine ursprüngliche Annahme, der M3 sein "ein UE200 mit dem richtigen Tiefbass", war doch weiter weg von der Realität als ich zunächst dachte. Der UE200 ist bassiger abgestimmt (und das, obwohl der UE200 wirklich kein "Bassmonster" ist), wärmer, und mit doch deutlich zurückgesetzteren Mitten.

Trotzdem klingt der M3 (mit der richtigen Musik) doch mehr "von unten heraus", weil er die richtige Dosis Tiefbass liefert, die dem UE200 fehlt.

An die Mitten der M3 muß man sich wahrscheinlich erst gewöhnen. Es gibt kaum einen anderen InEar in dieser Preisklasse, der solch präsente Mitten hat. Der M3 erlaubt Neugierigen jedoch ein kostengünstiges "Hineinschnuppern" in die Welt der InEars mit präsenten, nicht zurückgesetzten Mitten. Die ersten 10, 15 Minuten Hören mit dem M3 ist immer etwas "gewöhnungsbedürftig" (wenn ich von "gesoundeten" Hörern auf den M3 wechsle), aber danach kann ich mit dem M3 stundenlang mit Freude hören. Schade nur, daß die M3-Entwickler offensichtlich den SE530 als "Vorbild" nahmen, und nicht den SE535.

Viele Grüße,
Markus


[Beitrag von Bad_Robot am 07. Aug 2011, 00:09 bearbeitet]
traxx555
Stammgast
#2 erstellt: 07. Aug 2011, 00:33
Sehr schönes Review und vielen Dank. Ich habe ja heute meinen SE 215 erhalten. Und auch gleich mal getestet mit der "weniger Bass" Einstellung.

Klingt durchaus interssant, aber das kommt auf die Musik an, bei Rock würde mir da doch ein wenig was fehlen. Auch wenn der SE 215 normal viel Bass hat und vll. auch bisschen weniger nicht schlecht wäre, das wäre aber dann ein bisschen zuwenig des Guten für meinen Geschmack.
Klangneuling
Neuling
#3 erstellt: 07. Aug 2011, 19:10
Gute Arbeit

Und wie würdest du den M3 mit dem MEE CC51 vergleichen?
Wo liegen die größten Unterschiede?

Welcher ist für welches Genre geeigneter? Welche empfindest du als angenehmer zum Tragen?

Die sind ja preislich fast gleichauf.
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 07. Aug 2011, 19:22
Hallo,

der größte Unterschied ist offensichtlich das Sounding. Der CC51 hat eine typische "Badewannen-Abstimmung" (das nennt man so, weil der Equalizer, wenn man diesen Klang einstellt, die Form einer Badewanne hat), also angehobenen Tiefbass und angehobenen Höhen.

Der CC51 ist also mehr der "Spaß-Hörer". Durch die Anhebung in den Höhen kommt leider auch eine gewisse Schärfe ins Klangbild (S-Laute stechen ein bisschen hervor).

Den CC51 sehe ich eher als Spaßhörer bei Pop oder Elektro (ich lasse mich da aber gerne eines besseren belehren).

Für den M3 sehe ich kein spezielles Genre vorne. Wenn man auf diese sehr neutrale Abstimmung steht, paßt die zu wirklich allen Genres. (Je mehr ein Hörer gesoundet ist, desto spezieller ist sein Einsatzgebiet.)

Der Tragekomfort ist zumindest in meinen Ohren bei beiden gleich, und sehr hoch (sie sind beide sehr bequem zu tragen).

Viele Grüße,
Markus
Kansho
Neuling
#5 erstellt: 08. Aug 2011, 09:30
Was noch ganz interessant wäre, wie schlägt sich denn so der Brainwavz M2 ?
Könntest du zu dem IEM vielleicht auch noch ein Review machen ? Das wäre sehr nett
NX4U
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 08. Aug 2011, 13:03
Whow, gutes Review, vielen Dank.
Hab jetzt extra mit einer InEar-Neuanschaffung gewartet, bis Du auch den M3 begutachtet hast. Jetzt hab ich den Salat.
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 08. Aug 2011, 13:52
Und gerade habe ich erfahren, daß bei headsound nur noch einer am Lager ist... der nächste Schwung wird wohl in ca. 2 Wochen erwartet.

Viele Grüße,
Markus
NX4U
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 03. Okt 2011, 18:47
Seit kurzem bin ich auch M3-Besitzer und wahrlich begeistert.

Das Review von Bad Robot stellt den M3 in seinen Qualitäten ja sehr gut dar. Daher möchte ich nur noch mal die Punkte, die mir besonders aufgefallen sind, erwähnen.

Äusserlichkeiten
Durch die besondere Form des Gehäuses kann die L/R-Seite blind erkannt werden, was in bestimmten Situationen das Handling erleichtert. Auch der kleine gewinkelte Stecker und das Kabel sind positiv hervorzuheben. "Tangle Free" steht auf der Verpackung und das stimmt auch so. Es ist ein guter Kompromiss zwischen Flexibilität und Steifigkeit, Kabelmikrophonie ist nicht feststellbar.
Gut find ich die Passform und den Tragekomfort, egal ob Kabelführung nach unten oder über´s Ohr (inzwischen meine beforzugte Trageweise). In kürzester Zeit ist das Gerät im Ohr vergessen und es ist nur noch Musik um einen herum.

Der Klangeindruck:
Zum Glück habe ich nicht die Verlegenheit wie Bad Robot, ihn mit sovielen InEars vergleichen zu können. Deshalb blieb mir nur der SE310 als vieleicht passender Vergleichshörer. Dieser dürfte auf dem Gebrauchtmarkt in etwa zum selben Kurs gehandelt werden wie der neue Brainwavz. Es passt der neutrale Charakter, (vielleicht) der Detailgrad und die abrollenden Höhen gut überein.

Die Unterschiede sind dann aber gar nicht so klein, mit einem Plus beim M3. Der klingt für mich deutlich "richtiger", bringt mehr Tiefbass und ist in den Höhen klarer (vielleicht ist da auch die Mittenabstimmung die crux). Bei der Bühnenpräsentation ist eine klare Zuordnung des verwendeten Hörers möglich und auch da ist der M3 eindeutig der Sieger (was auch keine Überraschung sein dürfte).

Den sonstigen Klangbeschreibungen von Bad Robot kann ich mich so nur anschließen:
Neutraler InEar mit Eigenschaften des Shure SE 530 ohne dessen Detailgrad zu erreichen, Bass von ganz unten raus. Die Mitten empfinde ich nicht als "telefonisch", aber das liegt an meinen Hörerfahrungen und Vergleichsmöglichkeiten. Genreneutral einsetzbar. Die Langzeitfreude ist durch das Klangbild und den guten Tragekomfort garantiert.
Klang und Ausstattung sind mir in dieser Preisklasse bisher nicht untergekommen, das Gebotene ist wirklich sehr gut. Bis ins kleinste Detail durchdacht ist der Brainwavz M3 für mich ein klarer Preis/Leistungssieger. Für höheren Detailgrad und das "bessere Neutral" muß man dann auch um einiges tiefer in die Tasche greifen.

Meine Zuspieler: Sansa Clip+ und iPod Classic mit FiiO E7.
Gehörte Musik: Pop, Electronica(TripHop), Progressive und Post Rock, Singer/Songwriter. Siehe auch Thread "Was hört Ihr gerade über KH (und was ist an der Scheibe so interessant)?"

Grüße


[Beitrag von NX4U am 04. Okt 2011, 21:26 bearbeitet]
meltie
Inventar
#9 erstellt: 10. Okt 2011, 22:51
So, ich habe ihn nun auch. Zu den Klangbeschreibungen habe ich nichts hinzuzufügen. Aber ich wollte ergänzen, dass der Hörer einen recht großen Durchmesser hat und deswegen bei kleinen Ohren nach einiger Zeit schon drücken kann.
Klangfeteschist
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 04. Nov 2011, 20:00
Vieleicht blöde Frage:

In wie fern ist der M3 besser als die HPM 77

? ???
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 04. Nov 2011, 20:04
M3 = recht strikter neutraler Klang. HPM-77 = "Badewanne" (recht stark bass- und höhenbetont, zurückgesetzte Mitten).

Viele Grüße,
Markus
Klangfeteschist
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 04. Nov 2011, 20:22
Bedeutet dass ich mit dem M3 und meinem W995 nicht annähernd so einen Bass hinbekomme als mit den 77ern? Und das bei dem Preisunterschied?
Ich denke bei den Details haben die 77er die größten Schwächen oder?
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 04. Nov 2011, 20:29
"Viel Bass" ist kein Qualitätsmerkmal. Tendenziell haben eher billige InEars viel Bass, und je teurer ein InEar wird, desto zurückhaltender im Bass ist er (mal ganz allgemein formuliert; natürlich gibt's Ausnahmen). Dafür punkten teurere InEars mit Detailauflösung, Bühnendarstellung, Instrumentenseparation, Dynamik, präziserem (knackigerem, schnellerem) Bass usw.

Viele Grüße,
Markus


[Beitrag von Bad_Robot am 04. Nov 2011, 20:29 bearbeitet]
N_i_T_R_O
Stammgast
#14 erstellt: 06. Nov 2011, 22:24
Ich habe gestern auch meine M3s bekommen

Und jetzt habe ich endlich den perfekten In-Ear für mich gefunden!

Der M3 klingt genau so wie ich es gerne mag. Sehr detailreich, verdammt große Bühne und zurükhaltend im Bass, vorallem im Tiefbass.

Vorallem über die Bühne war ich total überrascht. Schon unglaublich, dass der M3 als geschlossener In-Ear so eine große Bühne hat und dann auch noch so detailiert.

Ich war ja schon von den MEElec CC51 angetan, aber der M3 ist für mich definitiv nochmal eine Ecke besser. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist nicht zu übertreffen.

Und man kann mit dem M3 auch wirklich jedes Genre hören. Egal ob Pop, Rock, Dance, Metal, Klassik oder Jazz. Überall klingt der M3 richtig gut.

Was mir beim M3 auch aufgefallen ist: Er riecht garnicht so nach "Produktion", wie es bei all meinen anderen In-Ears der Fall war. Er riecht eigentlich nach Garnichts, genau wie es sein soll

Also von mir nochmal ein großes DANKE an Bad_Robot für die Review und die Empfehlung und danke an Headsound, dass ihr die In-Ears im Sortiment habt
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 07. Nov 2011, 09:55
Prima! Viel Spaß damit.

Viele Grüße,
Markus
N_i_T_R_O
Stammgast
#16 erstellt: 07. Nov 2011, 22:32
Eine Frage habe ich noch zum M3:
Was ist denn an diesen Schaumstoff-Aufsätzen besser? Habe sie noch nicht ausprobiert.
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 07. Nov 2011, 22:53
Ich find' die einfach bequemer.

Viele Grüße,
Markus
Klangfeteschist
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 10. Nov 2011, 22:45
@ Bad Robot

Wie viel besser sind die M3 gegenüber den HPM 77 InEars?
Ist der Unterschied stark hörbar oder sind sie gar vergleichbar?
Liebäugel auch mit dem Kauf eines M3 ...

Gruss
Klangfeteschist
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 10. Nov 2011, 22:49
Hallo,

der Unterschied ist stark hörbar. Die M3 sind tonal komplett anders abgestimmt als die HPM77. Die HPM77 sind bass- und höhenbetont, während die M3 weitestgehend neutral abgestimmt sind - sie haben im Vergleich zu den HPM77 also mehr Mitten, weniger Bass, weniger Höhen.

Viele Grüße,
Markus
NX4U
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 10. Nov 2011, 22:50
Höre und staune
mazeh
Inventar
#21 erstellt: 11. Nov 2011, 00:33

Bad_Robert schrieb:
Die HPM77 sind bass- und höhenbetont


komisch, meine hpm77 die mal bei einem W-Handy dabei waren, haben eine ähnliche Abstimmung wie der SE215.
Ich habe aber auch schon Aussagen wie "zu schrill" gehört.

Klangfeteschist, bitte entschuldige diese spontane Verunsicherung, aber mach dich bereit für eine mögliche Überraschung
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 11. Nov 2011, 00:35
Gut, ich korrigiere, starke Bass- und leichte Höhenbetonung. "Schrill" würde ich jetzt auch als übertrieben bezeichnen.

Viele Grüße,
Bad Robert
Klangfeteschist
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 11. Nov 2011, 00:38
Das wäre ja im Bereich BASS schon ein wenig blöd, da ich bei der Musik die ich höre schon etwas Bass brauche ... (Electro Synth Pop)

Sind die M3 auch etwas lauter als die 77er?
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 11. Nov 2011, 00:46
Die M3 sind mit die lautesten InEars, die man finden kann... die haben einen ziemlich hohen Wirkungsgrad.

Tja, die Sache mit dem Bass. Du würdest von ziemlich viel Bass (HPM77) auf ziemlich wenig Bass umsteigen.

Viele Grüße,
Markus
Klangfeteschist
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 11. Nov 2011, 00:48
Also doch nicht die richtigen ... schade. Denke das Preis/Leistungsverhältnis stimmt bei den M3 ... laut Bewertungen hier.

Gibts von Brainwavz evtl vergleichbare Modell it ensprechend Bass - muss nicht übermässig Bass sein ...
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 11. Nov 2011, 00:53
Stell' diese Frage lieber in deinem Kaufberatungsthread. Dort stehen ja die anderen "Parameter" (Bedingungen) drin, die "dein" InEar ebenfalls erfüllen soll (wie Preis usw).

Dies hier ist der M3 Review Thread (und soll es auch bleiben).

Viele Grüße,
Markus
mazeh
Inventar
#27 erstellt: 11. Nov 2011, 03:04

Bad_Robot schrieb:
Gut, ich korrigiere, starke Bass- und leichte Höhenbetonung. "Schrill" würde ich jetzt auch als übertrieben bezeichnen.

Viele Grüße,
Bad Robert :)


Ich hoffe es kam nicht so rüber, das ich deine Meinung in Frage stellen wollte.. , vielmehr hatte ich insgeheim nur die Vermutung, das es vieleicht über die Jahre verschiedene Versionen vom hpm77 gab. Denn eine leichte Höhenbetonung hat meiner nämlich auch nicht , die fallen ehr rasant ab, wie beim se215.
Im Gegensatz zum HPM78, da würde das tatsächlich passen, davon hab ich 2 und zumindest diese beiden sind identisch.


[Beitrag von mazeh am 11. Nov 2011, 03:47 bearbeitet]
N_i_T_R_O
Stammgast
#28 erstellt: 11. Nov 2011, 04:31
Zwischen dem HPM77 und dem Brainwavz M3 liegen schon Welten. Und man darf nicht vergessen, dass der HPM77 relativ günstig (10 Euro?) ist. Für das Geld ist er top, aber mit dem M3 hörst du Sachen, die du mit dem HPM77 nicht hörst. Ich habe aber die HPM77 auch jahrelang an meinem W810i benutzt
Klangfeteschist
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 30. Nov 2011, 15:23
Ich habe mich nun entschieden einen Demo-InEar (MEElectronics SP51 Sound Preference) bei headsoud.de zu bestellen.

Da meine HPM77 fast ausnahmslos in den Himmel gelobt werden, bin ich mir nicht sicher ob die MEElectronics SP51 wirklich hörbar besser sind ... deshalb erstmal DEMO testen.

Wie sind Eure Erfahrungen zwecks Lieferzeit bei headsound? Ich habe die heute Mittag per PayPal bezahlt. Kann ich evtl. schon Samstag mit der Lieferung rechenen? Eine Email von headsound habe ich schon bekommen, dass sie die Zahlung erhalten haben ...

Und DANKE für Eure Reviews sämtlicher headsound-InEars, liesst sich wirklich 1A und bin guter Hoffnung dass sie mir gefallen werden ...

LG
Jens
sepinho
Stammgast
#30 erstellt: 30. Nov 2011, 18:20
Die SP51 sind schon unterwegs..

Zugegeben, wir schaffen es nicht immer soooo schnell, aber normalerweise gehen Bestellungen spätestens am Tag nach Zahlungseingang raus.
NX4U
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 30. Nov 2011, 18:22


Wie sind Eure Erfahrungen zwecks Lieferzeit bei headsound? Ich habe die heute Mittag per PayPal bezahlt. Kann ich evtl. schon Samstag mit der Lieferung rechenen? Eine Email von headsound habe ich schon bekommen, dass sie die Zahlung erhalten haben ...


Mit Headsound hab ich nur positive Erfahrungen gemacht (3 InEars und ein Demohörer), der Besitzer ist als User sepinho aktiv hier im Forum unterwegs.
Das wird schon alles problemlos laufen.

Viel Spaß mit dem SP51.
Klangfeteschist
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 30. Nov 2011, 21:04
Ok Danke!

Als Status steht seit Nachmittag "Ausgeliefert" - wäre ja Hammer wenn der evtl. schon Freitag da ist ... Die Post braucht ja eigentlich nur ein Tag. EMail kam auch schon als Bestätigung. Sind wirklich sehr fix die Leute von Headsound.
Klangfeteschist
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 01. Dez 2011, 19:22
WoW

Die SP51 waren heute schon im Briefkasten

Auf den ersten Blick:
Sehr gute Verarbeitung. Aber leider nur ein Paar Silikon-Aufsätze, ist wohl bei Demo's standard?
Habe mittlerweile knapp eine Std. mit allen 3 Sound-Charakteren gehört. Für ein Urteil denke ich zu früh. Werde meine Meinung später in dem entsprechenden Thread mailen.

@sepinho
Und nochmal vielen Dank für die extrem schnelle Lieferung!!!!
Gestern bestellt, bezahlt und 24 Std. später schon im Briefkasten ...
sepinho
Stammgast
#34 erstellt: 01. Dez 2011, 19:37
Da sollten eigentlich mehr Eartips dabei sein!

Guck mal in der Transportbox unter dieses kleine Netz, da sollten die Accessories drin sein. Ansonsten hat der letzte Leiher sich wohl günstig ein paar Ersatz-Eartips besorgt und uns war es nicht aufgefallen! Bzw. wir hatten die frischen Austausch-Eartips nicht reingetan, falls die alten verbraucht waren. Auf jeden Fall sorry!

Schön immerhin, dass sie so schnell angekommen sind.


[Beitrag von sepinho am 01. Dez 2011, 19:50 bearbeitet]
Klangfeteschist
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 01. Dez 2011, 20:30
Nein. Unter dem Netz war nur die kleine Tüte mit dem 3 Schraubaufsätzen für die Bassregelung.
Aber ist ok. Die passen schon ganz gut.
sofastreamer
Inventar
#36 erstellt: 04. Jan 2012, 13:33
ich hardere aktuell zwischen den M3, Meeltronics A151 und den CC51 als inear fürs schlafen.

welcher von den dreien ist denn am neutralsten mit den meisten details und der größten bühne?
NX4U
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 04. Jan 2012, 15:23
Probier den M3 (robust! neutral, Detailgrad unterhalb vom Phonak), Gehäuseform vom CC51 ist vielleicht nicht ideal dafür und der ist sowieso ne leichte Badewanne. Den A151 hatte ich noch nicht.

Grüße
N_i_T_R_O
Stammgast
#38 erstellt: 04. Jan 2012, 15:24
Definitiv die M3. Den CC51 habe ich auch. Ein wirklich klasser In-Ear, aber mich stört da die Tiefbassanhebung. Mir persönlich hat der einfach dadurch ein bisschen zuviel Bass. Und die Bühne ist auch beim M3 größer. Mit dem M3 wirst du auf jeden Fall nichts falsch machen. Die Teile sind der Wahnsinn. Die Bühne ist größer als bei allen offenen In-Ears in dieser Preisklasse. Zumindest ist mir nicht bekannt, dass ein In-Ear bis 60 Euro eine so große Bühne hat. Und nicht vergessen: Der M3 ist ein geschlossener In-Ear
sofastreamer
Inventar
#39 erstellt: 04. Jan 2012, 16:17
darf aber gerne offen sein. bleiben m3 und a151. hmm
N_i_T_R_O
Stammgast
#40 erstellt: 04. Jan 2012, 19:25
Vielleicht einfach mal bei Headsound die beiden Modelle als Demo-Hörer bestellen und probehören.
mA5Ximus
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 11. Jan 2012, 20:38
@Bad_Robot

Hallo Markus,

dank deines hervorragenden Reviews besitze ich seit Weihnachten auch die M3. Danke!


@all

Eigentlich hatte ich gar nicht vor mir neue In-Ears zu kaufen. Allerdings haben mich meine Studiomonitore quasi dazu genötigt.

Von den Adams ein relativ neutrales Klangbild gewohnt, gefallen mir die M3 natürlich sehr gut. Insofern kann ich mich allen meinen Vorrednern/ Rezensenten nur anschließen und mich gleichzeitig für ihre Ausführungen bedanken. Danke Jungs!

Gruß
mA5Ximus
sofastreamer
Inventar
#42 erstellt: 11. Jan 2012, 20:42
ich wüsste immernoch gern einen vergleich zum m4
alex_d
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 31. Jan 2012, 15:09
Ich muss den Thread hier mal aus der Versenkung hohlen...

Gibt es In-Ears mit etwas mehr Tiefbass und ähnlichem Klangcharakter wie bei den Brainwavz M3?
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#44 erstellt: 31. Jan 2012, 15:15

alex_d schrieb:
Gibt es In-Ears mit etwas mehr Tiefbass und ähnlichem Klangcharakter wie bei den Brainwavz M3?

EarSonics SM3-v2.

Viele Grüße,
Markus
alex_d
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 31. Jan 2012, 15:24
Komplettzitat durch Moderation entfernt.

Irgend ein Pärchen für ca 70€?


[Beitrag von Bad_Robot am 31. Jan 2012, 15:35 bearbeitet]
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 31. Jan 2012, 15:34
Nope.

Der M3 ist IMHO so gut, dass er auch deutlich mehr kosten dürfte und immer noch ein Preis-/Leistungssieger wäre.

So viel Klang für's Geld, das gibt's nur einmal unter 200 InEars.

Und wenn wir schon dabei sind, zum Vergleich M3 vs. M4:

Der M3 schlägt den M4 auflösungsmäßig um Längen. Während der M4 als "Medium-gesoundeter InEar" einfach "nur" sein Geld wert ist, kann es der M3 durchaus mit neutral abgestimmten dynamischen Vertretern aus der 100-Euro-Klasse aufnehmen. Die haben nämlich entweder zuwenig Tiefbass (Tiefbassabfall), und/oder nervige Höhenpeaks. Selbst die als ebenfalls "ziemlich neutral" durchgehenden RE0, RE ZERO oder RE-262 verlieren IMHO gegen den M3.

Beim M3 höre ich (trotz zurückhaltend-abrollender Höhen) mehr Höhendetails heraus (z.B. ausklingende Becken) als beim M4 (trotz dessen Höhenbetonung).

Der M4 ist "medium" (mittelstark) gesoundet, allerdings hat er etwas "späte Bässe" und "frühe Höhen". Der M4 ist nicht tiefbasslastig, sondern die Betonung liegt eher im Midbass (ähnlich dem UE 400vi, nur nicht ganz so stark ausgeprägt). Ebenso bei den Höhen - der Höhenpeak liegt recht früh. Das macht z.B. der (teurere) Meelec CC51 besser (dessen Auflösung liegt gleichauf mit der der M3, vielleicht sogar minimal höher). Beim CC51 beschränkt sich die Bassanhebung auf den Tiefbass, und auch die Höhenbetonung liegt ziemlich hoch. Dabei ist er aber im Bass insgesamt etwas zurückhaltender als der M4 - der CC51 klingt etwas heller).

Die Isolation ist beim M4 etwas schlechter als beim M3, aufgrund der kleinen Löcher auf der Gehäuserückseite. Der Unterschied ist aber relativ gering (deshalb geht der M4 trotzdem nicht als "offener InEar" durch). Das kleine Löchlein dient wahrscheinlich der Bassmenge, und die Isolation ist ähnlich wie bei den IE8 mit aufgedrehter Bassschraube.

Die Bühne beim M4 ist auch nur geringfügig größer als bei M3 (die ist beim M3 auch schon recht gut).

Edit: @alex_d: was für einen Klang genau suchst du? Wirklich so wie der M3, also sehr präsente Mitten, und zurückhaltende Höhen, mit nur einem bisschen mehr Tiefbass? Du suchst keine "Basswumme", oder? Eventuell dürfte da ein Shure SE215 passen, aber der hat schon deutlich mehr Bass als der M3. Dessen abrollende Höhen hat er aber. Dafür ist die Klangfarbe der Mitten der SE215 nicht ganz so "echt" wie bei den M3. Mitten sind beim SE215 leicht "hell" angehaucht (muss wahrscheinlich so sein, weil er sonst aufgrund der Bassmenge "dumpf" klingen würde).

Alles andere, was es so gibt, ist eher "Badewanne" - angehobene Bässe UND Höhen, und zurückgesetzte Mitten.

Viele Grüße,
Markus


[Beitrag von Bad_Robot am 31. Jan 2012, 15:37 bearbeitet]
alex_d
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 31. Jan 2012, 15:41
Jeder Mensch hat ja seinen eigenen "Hörgeschmack" aber ich glaube die M3 gefallen jedem. Vielleicht nicht auf anhieb, weil man sich an die vielen neuen Details in der Msuik gewöhnen muss aber je länger man ihn hört, desto besser und geiler wird es. Der Klang wird von Minute zu Minute besser und macht einfach nur Spaß. Sehr angenehm, ausgewogen und vorallem detailreich. Die Bühne ist klasse.
Einziger Kritikpunkt, der Tiefbass ist da und wahrnnehmbar aber etwas zu leise. Aber der Rest? Spitze!

Ich habe das Problem ziemlich kleine Ohrkanäle zu haben und auch hier passt wirklich alles. Nichts fällt raus, nichts bleibt hängen und Kabelgeräusche gibt es auch nicht.

Kanns kaum erwarten das schöne Ding beim Joggen auszuprobieren. Wie sind hier eure Erfahrungen?

Ich werde meine M3 auf jeden Fall behalten und bin froh endlich mal einen klasse Kopfhörer gefunden zu haben!

edit:

@ bad Robot

versteh mich nicht falsch. Ich bin sehr glücklich mit den M3 und war nur neugierig, ob es so einen solchen Hörer mit nur einem ausgeprägteren Tiefbass überhaupt gibt. Für mich wäre das dann der Überhörer ^^


[Beitrag von alex_d am 31. Jan 2012, 15:45 bearbeitet]
sofastreamer
Inventar
#48 erstellt: 31. Jan 2012, 16:56
Der cc51 löst besser auf als der M3? Und wieso gibt es nur einmal so viel Klang bis 200 und dann kann er es nur mit dynamischen bis 100 aufnehmen?
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 31. Jan 2012, 17:16

sofastreamer schrieb:
Der cc51 löst besser auf als der M3?

Kommt mir so vor, ja. Kann aber auch sein, dass ich mich durch den dezenten Höhenpeak der cc51 täuschen lasse. Ich bin auch kein "Hör-Gott", sondern nur einfach'n Typ der Musik hört... leg' nicht alles, was ich sage, auf die Goldwaage. Höre sie dir selbst an.

Einzigartig ist bein den M3 einfach die Kombinatin aus Neutralität, Auflösung, und leichter Tiefbassanhebung.

sofastreamer schrieb:
Und wieso gibt es nur einmal so viel Klang bis 200 und dann kann er es nur mit dynamischen bis 100 aufnehmen?

Die Frage versteh' ich nicht ganz.

Viele Grüße,
Markus


[Beitrag von Bad_Robot am 31. Jan 2012, 17:50 bearbeitet]
xoggy
Stammgast
#50 erstellt: 31. Jan 2012, 17:21

sofastreamer schrieb:
Der cc51 löst besser auf als der M3? Und wieso gibt es nur einmal so viel Klang bis 200[...]


Einmal unter 200 Hörern, nicht unter 200€ - so hab ich's verstanden.

Der M3 wird der nächste nach meinem MDR-EX500, auch wenn er nicht "halboffen" wie der 500er ist, macht der M3 anscheinend das richtig, was beim Sony zu sehr gesoundet ist.
Bad_Robot
Hat sich gelöscht
#51 erstellt: 31. Jan 2012, 17:25

xoggy schrieb:

sofastreamer schrieb:
Der cc51 löst besser auf als der M3? Und wieso gibt es nur einmal so viel Klang bis 200[...]


Einmal unter 200 Hörern, nicht unter 200€ - so hab ich's verstanden.

Ach so, darauf bezog sich das.

Ja, es gibt ganz einfach kaum InEars in dieser Preisklasse, die so dermaßen neutral sind, und dann auch noch dabei nicht den Tiefbass vernachlässigen. Die meisten InEars sind nun mal gesoundet, und das geht unweigerlich auf die Auflösung.

Selbst den doppelt so teuren Sony MDR-EX600 finde ich in Summe nicht besser als den M3 (im Gegenteil). Auf der Liste der positiven Eigenschaften der MDR-EX600 im Vergleich zum M3 steht, dass er etwas mehr Höhen hat (der M3 rollt in den Höhen ziemlich früh ab, wie ein SE535), und dass der EX600 eine größere Bühne hat.

Und die Liste der Nachteile der EX600 sind: schlechterer Tragekomfort, Windgeräusche, nerviges Hissing und Schärfe in den Höhen, einen leichten Midbass-Peak, sowie das schlechtere (dünnere und knickempfindlichere) Kabel.

Viele Grüße,
Markus


[Beitrag von Bad_Robot am 31. Jan 2012, 18:29 bearbeitet]
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