Reid Heath Acoustics (RHA) MA750 / MA750i - Review

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secas
Stammgast
#1 erstellt: 29. Jul 2014, 19:17
Auf Anfrage mehrerer Nutzer im "Heute gekauft"-Thread habe ich mich an einem Review zu den RHA MA750 versucht - hier das Ergebnis.


1. Meine Historie / Kontext

Ich denke, ein kurzer Überblick über meine bisherigen Erfahrungen mit Kopfhörern ist hilfreich, um das Review besser einordnen zu können.

Full-size

  • AKG K530 LTD: Mein erster "richtiger" Kopfhörer. Ich hatte übrigens den weißen und schwarzen im Direktvergleich bei mir und habe mich (entgegen der Forenmeinung damals) bewusst gegen den weißen entschieden, weil der mir zu klirrend war.
  • AKG K701: Ich denke, der wird mich noch den Großteil meines Lebens begleiten. Gemoddet mit der Polkern-Mod, die Peter damals hier "entdeckt" hat, sowie mit dem noppenfreien Kopfband des K601 ist der Kopfhörer eigentlich alles, was ich brauche. Ich verspüre jedenfalls kein ernsthaftes Bedürfnis, in höhere Preisbereiche aufzusteigen.
  • Denon AH-D2000: Den hatte ich mir als Ergänzung zum K701 gekauft, bevor ich dessen Bass durch die Modifikation auf ein gesundes Level gehoben habe. Der hat durch seinen Subwooferbass durchaus seinen Reiz und kommt je nach Stimmung im Wechsel mit dem großen AKG zum Einsatz.


Portable

  • Onkyo ES-FC300: Mein einziger tragbarer Bügelkopfhörer. Macht für den Preis mMn vieles richtig, auch wenn mich unterwegs die im Vergleich zu In Ears geringere Isolation doch sehr stört.


In Ear

  • Sennheiser CX-400 II: Mein erster In Ear, den ich über "Ramschniveau" einordnen würde. Ich wusste es damals einfach nicht besser, auch wenn er mMn nicht so schlecht ist, wie er hier oft gemacht wird. Ist einfach seine sehr starke Badewanne mit praktisch keinen Mitten. Kann man mögen, muss man aber nicht. Mittlerweile verkauft.
  • Creative Aurvana 2: Mein Einstieg in "ernsthaftere" Gefilde. Whoa, zum ersten Mal sowas wie Auflösung gehört - eine neue Welt! Damals meine neue Referenz, durch die ich gelernt habe, was "neutral" ist - auch wenn ich den jetzt eher als ganz leicht mittenbetont einordnen würde, weil er oben und unten doch recht früh abrollt. Mit dem habe ich lange ausschließlich gehört, bestimmt 2 Jahre. Dann als Dauerleihgabe an meine Freundin vererbt, die ihn nach der dritten Benutzung im Zug hat liegen lassen. (Sie ist trotzdem noch meine Freundin.)
  • Phonak Audeo PFE112: Ich habe nur mit den schwarzen Filtern gehört. Auflösung und Linearität eindrucksvoll, aber der Funke wollte nicht so recht überspringen. Bass war zwar zu hören, hatte aber keinerlei Druck. Auf Dauer zu emotionslos für mich, daher verkauft.
  • Yamaha EPH-100: Gekauft als bassige Ergänzung zum Phonak zum Hören unterwegs im ÖPNV. Ja, toller tiefer und druckvoller Bass, gute Mitten, aber keine Höhen. Der Yamaha ist nicht warm, der ist dunkel. Zu dunkel für mich, sofern ich nicht gerade über einem Omnibusmotor saß. Die Auflösung war zwar ok, aber auch nicht bahnbrechend. Im Rückblick den aufgerufenen Preis von ~120 Euro eigentlich nicht wert. Konsequenterweise verkauft.
  • TDK BA200: Ein hierzulande grob unterschätzter Dual-BA, und für mich der Kopfhörer, der der Phonak eigentlich hätte sein sollen. Auflösung auf gleichem Niveau, in den Höhen etwas weniger Brillianz, dafür hatte der Bass einen angenehmen Impact, ohne aber unsauber zu werden. Dazu sehr dezentes Design, ein gummiertes Flachkabel, das keine Geräusche macht und sich nicht verwickelt. Für mich nach wie vor der beste In Ear, den ich hatte, wenn mir nicht nach etwas über einem Jahr fast täglicher Nutzung die Verarbeitung einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Wackelkontakt am Stecker. Der Händler konnte oder wollte nicht tauschen und erstattete den Kaufpreis. Sonst hätte ich den heute noch, auch wenn er im ÖPNV noch einen Hauch mehr Bass hätte vertragen können.
  • Soundmagic E10: Nach dem Hype hier im Forum mein Ersatz für den TDK. In der Auflösung natürlich ein Schritt zurück, aber nicht so weit, dass es mich (unterwegs) gestört hätte. Sehr spaßiges und angenehmes Sounding, und der Kopfhörer, der der Yamaha hätte sein sollen. Für meine Ohren kein nennenswerter Unterschied in der Auflösung, kein dunkles, sondern warmes Sounding mit abfallenden Höhen aber eben nicht so sehr, dass man denkt, etwas sei kaputt, dazu ein besseres Kabel. Eigentlich hat der 4x so teure Yamaha durch den Soundmagic keinerlei Existenzberechtigung mehr, der macht (bis auf die Isolation) einfach alles besser.


Der Soundmagic E10 war in den letzten 6 Monaten mein einziger In Ear im täglichen Einsatz. In den letzten Wochen habe ich mich immer mal wieder dabei ertappt, wie ich mir wünschte, der E10 hätte ein wenig präsentere Höhen. Deshalb war ich nun wieder auf der Suche - herumgekommen sind zwei Bestellungen: Einmal des Havi B3 Pro I (auf den ich wegen Transportschwierigkeiten immer noch warte), und des RHA MA750, über den ich nun etwas schreiben werde. Wie immer spiegelt alles, was ich sage, meine persönlichen Eindrücke wieder, ich erhebe keinen Anspruch auf die objektive Richtigkeit meiner Aussagen - your mileage may vary.



2. Verpackung / Zubehör

ma750_verp1 ma750_verp2

Premium. Mehr kann man dazu nicht sagen. Von der Präsentation kann sich so mancher eine Scheibe abschneiden. Das beste Gimmick ist natürlich der Edelstahlträger für die Aufsätze. Es gibt 2x3 Hybrid-Silikon-Tips, Double Flanges in zwei Größen, und zwei Paar Foamies (ich vermute Comply) in der gleichen Größe. Ein Kabelclip liegt bei.

ma750_acc

Das Kunstlederetui hat eine (wahrscheinlich Papp-)verstärkte Vorder- und Rückseite und ist deshalb quasi ein "halbes Hardcase". Mir persönlich ist es etwas zu groß; ich vermute, die Größe ist so gewählt, um den Träger mit den Tips dauerhaft darin zu verstauen (was ich für unsinnig halte - wieso soll ich ständig Tips, die ich nicht benutze, mit mir tragen?).

Was ich vermisse, ist ein Reinigungswerkzeug. Natürlich sammelt man mit der Zeit genug von denen an, trotzdem fand ich diese Unterlassung auffällig.

3. Verarbeitung / Sitz

RHA ist eine schottische Firma, was bei Reviews gern erwähnt wird. Der Hörer ist laut Verpackung zwar „designed in Great Britain“, aber „assembled in China“. Schade, aber „made in the EU“ wäre zu dem Preis wahrscheinlich nicht drin gewesen.

ma750_port

Alles, was an den MA750 nach Metall aussieht, ist Metall. Die Gehäuse sind daher schwerer als gewöhnlich, aber für mich nicht störend.

Das Kabel ist dunkelgrau und etwas länger als ich es gewohnt bin, recht dick, und matt gummiert. Nach 2-3 Tagen sind die meisten Knicke, die von der langen aufgewickelten Lagerung drin waren, verschwunden. Das Kabel neigt nicht zum Verdrillen. Auf der Hörerseite endet es in elastischen, vorgeformten Kabelführungen. Dadurch werden vom Kabel keinerlei Kabelgeräusche übertragen, sondern nur von den kurzen Führungen, wenn die irgendwo anstoßen – sehr gut! Es gibt einen Schieber, mit dem man das Kabel bis unters Kinn zusammenziehen kann. Der neigt ein wenig zum Wandern und könnte meinetwegen ruhig ein bisschen fester zupacken.

Das Kabel ist nicht wechselbar. Allerdings macht es auch nicht den Eindruck, als würde das freiwillig kaputt gehen. RHA gibt zudem 3 Jahre Herstellergarantie.

ma_750_stecker

Der Knaller ist natürlich die Feder als Knickschutz am Stecker! Ein wahrer Blickfang, wenn auch nicht uneingeschränkt funktional: Man hat am Player/Handy gut 4 cm Metallpimmel rausgucken, bevor das Kabel seine Richtung ändern kann. Am Stecker selbst ist die Seriennummer (glaube ich) aufgedruckt.

Bisher hatte ich noch nie so viele Probleme mit einem neuen In Ear, den für mich richtigen Aufsatz und Sitz zu finden, wie mit dem RHA. Die kreisrunde Form der Gehäuse ist nicht wirklich ergonomisch, zumal das Schallröhrchen mittig abgeht (wie der Trichter einer Trompete, der lt. RHA auch Vorbild im (akustischen) Design war). Meine Gehörgänge gehen wohl recht stark nach vorn und leicht nach oben, von daher ist die Bauform eher nicht optimal für mich. Dementsprechend lange musste ich herumprobieren, bis es passte. Normalerweise brauche ich mittlere oder große Tips. Hier sind es nun die mittleren Single Flanges geworden, und ich stecke die Kopfhörer nur so weit rein, bis ich merke, dass ich Seal habe. Wenn ich sie weiter reinschiebe, wird der Seal instabil. Dennoch ist das Einsetzen (eher ein „Einflutschen“) recht mühsam.

ma750_tip

Eine Besonderheit: Beim Tip-Rolling ist mir ein großer Single Flange gerissen, als ich ihn vom Hörer ziehen wollte. Das ist mir bisher noch nie, bei keinem Hörer, passiert! Huo hat im „Heute gekauft“-Thread ja auch so etwas erwähnt – scheint also tatsächlich labil verarbeitet zu sein und gibt bei mir leichten Abzug. Jedenfalls bin ich jetzt immer sau-vorsichtig, wenn ich die Aufsätze abziehe.

ma750_nozzle

Das Schallröhrchen hat einen Durchmesser von 5mm. Auf der Unterseite des Gehäuses gibt es zwar einen kleinen Port zur Belüftung, dennoch muss ich sagen, die Isolation ist mit die beste, die ich bisher mit Silikon-Tips erlebt habe. Auf einem Niveau mit den Yamaha EPH100, die ebenfalls sehr sehr gut isolierten. Phonak und TDK mit Foamies isolieren aber nochmal ein gutes Stück besser. Ich habe bisher auf alle meine In Ears Foamies aufgezogen, sofern möglich. Hier werde ich erst einmal die Silikon-Tips verwenden, da die Isolation so gut ist, dass ich das Gefühl habe, mir den zusätzlichen Aufwand beim Einsetzen mit Foamies sparen zu können.



4. Klang

4.1 Tonalität

RHA beschreibt den MA750 selbst als ausgeglichen. Als Antwort liest man in diversen Reviews, die den beeindruckenden Bass herausstellen: „Damit keine Missverständnisse aufkommen: Das sind keine neutralen Kopfhörer!“ Ich kann dazu nur folgendes sagen: „Damit keine Missverständnisse aufkommen: Das sind keine basslastigen Kopfhörer!“

„Balanced“ – ausgeglichen trifft es schon ziemlich gut. Der Klang ist schon typisch für einen dynamischen Treiber – der MA750 klingt nicht nach BA. Tatsächlich ist er aber eine ganze Spur linearer, als ich aufgrund der Reviews, die man so liest, erwartet hätte.

Der Bass ist schlanker als beim Soundmagic E10. Während beim E10 die tiefen Frequenzen immer weiter ansteigen, beginnt beim MA750 die Betonung deutlich weiter unten und ist dafür deutlich steiler. Auch hier liegt der Betonungspeak im Tiefbass, strahlt aber viel weniger in den Mid- und Oberbass rein als beim E10. Die Menge an Tiefbass würde ich dabei bei beiden als vergleichbar ansehen.
Es ist schon interessant: Beim Einhören in den Kopfhörer gab es einige Lieder, bei denen hat man von der Bassanhebung nichts mitbekommen – da spielte der MA750 nahezu neutral. Das war mit ein Grund, warum der Charakter des Hörers für mich anfangs schwer zu fassen war. Der Schub kommt wirklich nur in der untersten Etage, da dann aber mit Wucht.
Allgemein sind Kickbassschläge meistens schön druckvoll, aber durch die steilere Betonung sehr fest und trocken.

Die Mitten sind ganz leicht zurückgesetzt, wirklich nur ganz leicht. Instrumente haben schöne Kontur und Körper, da klingt nichts dünn. Es muss aber irgendwo eine leichte Senke geben, denn beim Hören hatte ich manchmal den Eindruck, dass manche Stimmen etwas weiter im Hintergrund waren, als ich es vom E10 (und vom K701) gewöhnt bin.

Die Höhen sind schön smooth und vor allem gut getroffen. Der RHA klingt ein ganzes Stück heller als der E10, ist aber von der Brillanz eines Phonak schon noch ein gutes Stück entfernt, was vor allem daran liegt, dass auch hier die Höhen abrollen. Dafür ist er ähnlich langzeittauglich wie der E10: Die Höhen werden niemals nervig oder spitz, Sibilanten und Zischlaute habe ich zu keiner Zeit gehört. Gerade die richtige Menge Höhen, um einerseits angemessen viele Details zu enthüllen, andererseits aber nie anstrengend zu werden. Daher: gut getroffen.

4.2 Auflösung

Hier wird wohl meine Limitierung durch mangelnde Erfahrung am deutlichsten: Ich habe keine Vergleichsreferenz aus der >300-Euro-Klasse oder höher gehört. Huo sagte, der Treiber verliert schnell den Überblick und vermatscht, wenn’s unübersichtlich wird. Das mag vielleicht sein, ich kann das allerdings nicht hören.
Die Auflösung ist für meine Ohren, vom E10 kommend, wieder ein großer Schritt nach vorn. Ich sehe den MA750 durchaus auf einem Level mit dem Phonak und dem TDK, der Preisklasse absolut angemessen. Wie das Bild aussieht, wenn man von oben draufguckt, dazu kann ich halt nichts sagen.

Schlecht produzierte Aufnahmen oder schlecht komprimierte Dateien werden jedenfalls - anders als beim Yamaha EPH100 und Soundmagic E10 - recht deutlich als solche entlarvt. Für mich ein Indiz für ein gutes Auflösungsvermögen.


4.3 Bühne

Eines vorweg: Ich bin kein Bühnenhörer. Mein Credo in dem Bereich ist: Wenn ich nix merke, ist alles in Ordnung. Krasses Negativbeispiel für mich ist der UE200 meiner Freundin: Der hat keine Bühne. Spielt total im Kopf.

Der MA750 spielt sehr breit; das Stereobild ist sehr ausgeprägt. Bei mir ist allerdings in der Mitte dafür ein Loch. Klänge ohne Kanalunterschiede sind nicht in der Mitte, sondern links UND rechts. Das habe ich so bisher auch nicht erlebt. Nicht unbedingt störend, aber dadurch wird eine gewisse Räumlichkeit vorgegaukelt, die so eigentlich gar nicht da ist (und sich auch etwas unnatürlich anfühlt, wenn man sich darauf konzentriert).



5. Fazit

Bei den TDK BA200 und bei den Soundmagic E10 hatte ich, als ich sie mir zum ersten Mal ins Ohr steckte, ein Wow-Erlebnis. Ich wusste sofort, das passt. Dieser sehr schöne Wow-Effekt ist bei mir beim MA750 ausgeblieben. Toll verarbeitet, aber sehr ungewöhnlich im Handling, der Klang weniger spektakulär als erwartet. Allerdings habe ich ihn in den letzten Tagen doch sehr zu schätzen gelernt. Klanglich ist er eigentlich genau die richtige Mischung aus Spaß (schön viel Tiefbass, wichtig für unterwegs) und Ernst (Auflösung, relative Neutralität, kein allzu extremes Sounding). In der Preisklasse um 100 Euro sollte man den durchaus auf dem Schirm haben. Wem ein E10 auf Dauer doch zu warm spielt und gleichzeitig einen Schritt nach vorn bei der Auflösung machen will, der könnte mit dem RHA MA750 durchaus glücklich werden. Sofern bei mir mit dem Havi B3 Pro I nicht ein absoluter Überraschungshit ins Haus flattert, wird der MA750 wohl bis auf Weiteres mein In Ear „of choice“.



6. TL; DR

Toll verarbeitete, sanfte Badewanne mit Niveau, angemessener Auflösung und einem Extraschuss Tiefbass, die aber von der Bauform her sicherlich nicht in jedes Ohr passt.


[Beitrag von secas am 30. Jul 2014, 07:44 bearbeitet]
NX4U
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 29. Jul 2014, 19:36
Dankeschön für das ausführliche Review. Gut geschrieben, schöne Fotos und sehr umfangreich.
Jetzt hab ich schonmal ein viel besseres Bild von dem InEar.
secas
Stammgast
#3 erstellt: 29. Jul 2014, 19:50
Danke. Bin mal gespannt auf die anderen Meinungen, sofern noch welche reinkommen.

Hier noch eine kleine Linksammlung:

Innerfidelity-Review von ljokerl
Innerfidelity-Messung
Head-Fi-Review von ljokerl (runterscrollen zu 2B26)
Review und Messungen von Rinchoi


[Beitrag von secas am 29. Jul 2014, 19:53 bearbeitet]
XperiaV
Inventar
#4 erstellt: 29. Jul 2014, 19:58
WoW!
Dafür dass du erst keins schreiben wolltest, ist dies aber mehr als gelungen.

Da ich mein MA750 auch heute bekommen habe, meine ersten Eindrücke.
Ich kann mit dem "Urteil" was den Lieferumfang angeht nur zustimmen. Da können andere Hersteller noch lernen.
Auch die Verarbeitung ist sehr gelungen und macht wirklich den Eindruck dass man die Garantie von 3 Jahren wohl nicht in Anspruch nehmen braucht.

Am Anfang fand ich den MA750 sehr aufgeregt aufspielend, auch sehr höhen-lastig bis zischelnd ... bis ich diverse Aufsätze probierte, also es lag an dem falschen Seal der diese klanglichen Defizite auslöste!

Ich höre nun schon über eine Stunde mit den größeren Double Flanges, die den besten Seal haben, auch nicht drücken wie die anderen, da hatte ich schon leicht Ohrschmerzen, aber jetzt alles perfekt.
Je länger ich nun den Sound mit den MH1C vergleiche, mir gefällt der Schotte immer mehr. In jeglicher Hinsicht. Wie beim Sony (oder bei allen In Ears) ist der Seal das A und O.
Keine nervenden Höhen, etwas heller wie beim MH1C - aber geil!
Druckvollere Bässe, knackig und etwas präziser als beim Sony. Auflösung in etwas gleich, evtl. minimal besser als beim MH1C, wenn dann nur Nuancen. Ebenso vergleichbar die Bühne.

Beim Sony habe ich schon ein anderen Klang wenn sich mein Gesichtsausdruck ändert, sehr nervig, hier beim RHA überhaupt nicht, sitzt bombenfest, einfach Klasse.

Wer sich den Teufel Aureol Fidelity kaufen möchte - wegen dem Design & Verarbeitung, spart euch das Geld. Der RHA MA750 ist kein Marketing-Gag, hier stimmt auch die klangliche Abstimmung.
Habe zwar lange nicht alles durchgehört um ein End-Fazit ziehen zu können, aber bis jetzt kann ich sagen dass es KEIN Fehlkauf war.

Mit Rockmusik muss ich erst noch testen, bisher war 80er Pop, Freestyle, Electro, House & Synth Pop angesagt ... und das beherrscht er schon erstaunlich gut.

Achso ...
(Sie ist trotzdem noch meine Freundin.)

Bist ja sehr rücksichtsvoll mit deiner Madame!

Nachtrag: Der RHA ist doch besser ins der Auflösung als der Sony.


[Beitrag von XperiaV am 29. Jul 2014, 20:47 bearbeitet]
secas
Stammgast
#5 erstellt: 30. Jul 2014, 04:31
Was ich vergessen habe zu erwähnen: Schlecht produzierte Aufnahmen oder schlecht komprimierte Dateien werden - anders als beim Yamaha EPH100 und Soundmagic E10 - recht deutlich als solche entlarvt. Für mich ein Indiz für ein gutes Auflösungsvermögen.

(Ich schau mal, ob ich den Beitrag oben noch ändern kann. -- Konnte ich. Ist also nachgetragen.)


[Beitrag von secas am 30. Jul 2014, 04:34 bearbeitet]
XperiaV
Inventar
#6 erstellt: 30. Jul 2014, 11:43
Ich habe gestern bis in die Nacht ca 5 Std am Stück gehört, und es hat nichts gedrückt, also sehr guter Halt.
Ich kann das mit den schlechten Bitraten MP3's bestätigen, habe da auch 3, 4 auf dem Smartphone. Sollte man vermeiden mit den MA750.
Aber belohnt wird man mit gut komprimierter oder gar Losless Mucke

Habe noch etwas am EQ gespielt, und der In Ear hat ein so gut definierten Bass, alle Achtung. Beim Sony musste ich den Bass noch stärker anheben, der RA750 braucht nicht zu viel Schub von den Reglern.

Bekommt man denn diese Double Flanges für den RHA zu kaufen? Denn die anderen verfälschen bei mir den Klang in Richtung Zischlaute, blechern.
XperiaV
Inventar
#7 erstellt: 31. Jul 2014, 05:09
Ich habe ja oft behauptet der MH1/C ist klanglich das A & O bis 100€.

DAS kann man getrost vergessen!
Der RHA MA750 spielt den sowas von an die Wand, hätte ich nie für möglich gehalten.

Für mich unfassbar wie man sowas für 89€ verschleudern kann ... Habe nochmal die Schaumstoff Aufsätze probiert, und nach ca. 10 Minuten wurde der Sound so extrem GEIL ... ich kann es nicht beschreiben.

Wenn ein In Ear 'nen Hype verdient hat, dann dieser In Ear. Wenn ich das mal mit dem Teufel Aureol Fidelity vergleiche, oder auch den Shure SE215, die sehen NULL LAND dagegen, und das meine ich ernst! Die EQ Einstellungen sind fast auf Flat, minimal den Bass & Höhen angehoben, die Mitten sind sehr präsent und bleiben flat. Ich würde die mir am liebsten antackern damit sie nicht mehr aus den Ohren kommen.

Das einzige was leicht stört ist ein Druck den die großen Schaumstoff-Teile in meinen eher kleineren Ohren auslöse, aber das verschmerze ich sowas von gerne.

@secas

Hast du mal mit den Memory-Schaumstoff Ohrstöpseln gehört?

Konnte mir auch nicht vorstellen dass selbst die alten 80er Jahre Tracks soviel Substanz beinhalten, dass die schon so vielseitig produziert wurden. Meine Vinyl Rips von denen ich dachte die sind 1A ohne knacksen digitalisiert worden ... denkste, das Teil deckt alles schonungslos auf, aber das ist Nostalgie und finde ich nicht schlimm.

Kann mir durchaus vorstellen dass es viel teurere Multi BA In Ear Teile gibt die nicht so gut klingen.
Hier müsste sich nur einer der bekannten In Ear Experten dazu durchringen ihn zu testen.

Kommt, gebt euch ein Ruck!
Nostril
Stammgast
#8 erstellt: 31. Jul 2014, 07:05
Hallo secas,

vielen Dank für dein Review. Wirklich sehr informativ und sehr gut geschrieben!
Weiter so!

Gruß
Nostril
CaptainKirk23
Stammgast
#9 erstellt: 31. Jul 2014, 10:27

XperiaV (Beitrag #7) schrieb:


Kann mir durchaus vorstellen dass es viel teurere Multi BA In Ear Teile gibt die nicht so gut klingen.
Hier müsste sich nur einer der bekannten In Ear Experten dazu durchringen ihn zu testen.

Kommt, gebt euch ein Ruck!



Nun da wäre ich auch dafür, gerade die Erfahrungswerte mit anderen In Ears, in der Preisklasse bis um die 100 Euro, sind da natürlich unbezahlbar, und hätte schon was für die Leute,, die gerade auf der Suche sind, unter anderem auch mich.

Habe einen Creative EP 630 am Start mit der Quelle S3, was jetzt nicht der Oberhammer ist, aber vorübergehend tut es das schon. Natürlich wünsche ich mir auch etwas mehr Auflösung, und in tieferen Lagen mehr Druck dahinter, und speziell die oberen Mitten (Stimmwiedergabe) sollten schon gut rüberkommen, speziell im Pop, Progressive Rock, Gothic Rock Bereich

Man kann dann schon so eine Art Vorauswahl treffen, wo man persönliche Vorlieben mit einbeziehen kann, und was nicht so prickelnd ist, wird dann eben ausgesiebt.

Hören muß man natürlich selber, wo man dann irgendwann für sich eine Entscheidung treffen muss, welche Kandidaten dann im Finale stehen.
secas
Stammgast
#10 erstellt: 01. Aug 2014, 08:32

XperiaV (Beitrag #7) schrieb:
Wenn ein In Ear 'nen Hype verdient hat, dann dieser In Ear.

Naja. Ich sehe das schon ein bisschen nüchterner. Die Abstimmung gefällt mir auch richtig, richtig gut. Aber der RHA hat eben auch seine negativen Seiten, über die ich nicht hinwegsehen kann:

  • die Bühne mit dem Loch in der Mitte
  • das schwere Kabel, das zwar sehr robust ist, aber durch das Gewicht auch zum Herumbaumeln neigt
  • der Stecker, der zwar geil aussieht, aber eher unpraktisch ist
  • der gerissene Single Flange
  • die unergonomische Form und bei mir die damit verbundenen Schwierigkeiten beim Einsetzen

Das sind zwar für mich alles keine Dealbreaker, aber dennoch alles Dinge, die ich auch schon besser erlebt habe. Unterm Strich glaube ich aber dennoch, dass man für das Geld schon eine wirklich gute Gegenleistung bekommt.


XperiaV (Beitrag #7) schrieb:
@secas
Hast du mal mit den Memory-Schaumstoff Ohrstöpseln gehört?

Nope. Aktuell bin ich glücklich, dass ich mit den Single Flanges eine Konfiguration gefunden habe, bei der ich es schaffe, die In Ears in <10s einzusetzen. Die Foamies blieben bei mir nach dem Zusammenrollen nicht lange genug dünn und hatten sich meistens schon wieder ausgedehnt, bevor ich sie richtig im Ohr hatte. Zu stressig, kein Bock auf sowas.
Vielleicht versuche ich es nochmal, wenn mich mal wieder nach noch besserer Isolation dürstet. (Was spätestens nach der nächsten Begegnung mit einer Gruppe Teenager im Zug der Fall sein wird.)


XperiaV (Beitrag #7) schrieb:
Kann mir durchaus vorstellen dass es viel teurere Multi BA In Ear Teile gibt die nicht so gut klingen.

Da wäre ich vorsichtig. Ich hab schon im "Heute gekauft"-Thread gemerkt, du trägst dein Herz auf der Zunge - himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. (Nicht böse gemeint ) Ich gehe da wohl ein bisschen verkopfter an die Sache.
Nach dem was man so liest, ist der Sprung in die 300-400 Euro-Klasse ja nochmal ein recht großer, und erst darüber werden die Verbesserungen dann zunehmend marginal. Auch muss man da ein bisschen zwischen klanglicher Abstimmung und technischem Auflösungsvermögen unterscheiden - das eine ist Geschmackssache, das andere nicht.

Soviel kann ich sagen: Die Auflösung muss sich tatsächlich nicht hinter dem Phonak (Single-BA) oder TDK BA200 (Dual-BA) verstecken. Und das ist für einen Single Dynamic Driver-Hörer schon keine schlechte Leistung. Wenn ich da an den teureren Yamaha EPH100 denke...

Aber ja, ein Review von jemandem, der den RHA mal mit einem SD-2 oder UE900 o.ä. vergleichen kann, wäre natürlich hochinteressant! Freiwillige vor!


Geschützter Hinweis (zum Lesen markieren):

(Sobald meine Havi B3 Pro1 kommen - was aber noch ein paar Wochen dauern kann - könnte man auch mal über eine kleine Testaktion nachdenken... ist aber nur so eine fixe Idee, von der ich gerade noch nicht weiß, ob sie reifen wird, weil ich mich für Dinge, die ich verleihe, normalerweise ziemlich einscheiße... )


[Beitrag von secas am 01. Aug 2014, 08:41 bearbeitet]
XperiaV
Inventar
#11 erstellt: 01. Aug 2014, 09:14
@secas

Ich habe auch erst gedacht: Wie ernüchternd dieser Sound, sehr gut aber nichts besonderes ...
Mit den Schaumstoff Teilen hat sich das sehr stark verändert, aber erst nach ca. 20 min - halbe Stunde, wahrscheinlich brauchen diese Dinge eine Weile bis sie komplett abdichten?
Ohne Übertreibung, ich finde sie saustark! Und das fast ohne EQ Einsatz.
ertzuo
Neuling
#12 erstellt: 02. Aug 2014, 20:45
An dieser Stelle nochmal danke XperiaV für den Hinweis auf den RHA!

Meiner ist heute angekommen und nach dem ersten Hören bin ich sehr glücklich mit der Wahl. Ich denke, dass der meinen DX120iE für alles Richtung Rock und Pop ziemlich gut ergänzen wird. Und vielleicht sogar vollständig ersetzen wird, Elektro scheint auch gut zu gehen. Hat man den Schaum erstmal ins Ohr gepresst geht es schon gut ab (wird sich zeigen müssen ob der auch bei längeren Einsätzen noch gemütlich ist..). Gibt es zwischen den beiden Schaumstöpseln eigentlich einen Unterschied?
Morgen mal sehen wie sich der Stecker im Feldeinsatz mit meinem Handy macht.

Die Verarbeitung, Aufmachung und der Lieferumfang haben mich übrigens auch sehr positiv überrascht. Da kann mein (etwas teurerer!) Beyerdynamic eigentlich in keiner Kategorie mithalten. Nur die Transporttasche überzeugt mich nicht wirklich, will man wirklich immer alle Ersatzstöpsel mit sich rumtragen?

Für den Preis kann man mit denen mMn nicht viel falsch machen! Bei Kopfhoererliebe.de gibt es den übrigens schon für 77€ inkl. Versand! Kannte den Laden bis jetzt noch nicht, Lieferung war aber schnell (Donnerstag nachmittag bestellt, Samstag Morgen in der Packstation) - dafür ein kleines Risiko durch Versandkosten bei Widerruf..
XperiaV
Inventar
#13 erstellt: 02. Aug 2014, 20:59

ertzuo (Beitrag #12) schrieb:
An dieser Stelle nochmal danke XperiaV für den Hinweis auf den RHA!

Gibt es zwischen den beiden Schaumstöpseln eigentlich einen Unterschied?


Gern geschehen

Die Schaumstoff-Aufsätze sind in der selben Größe, warum auch immer, schade ... weil ich die nicht mehr nutzen kann. Zwar der bessere Klang aber mir tun die Ohren weh wie verrückt.

Meine Anfrage bei RHA vor 3 Tagen wurde auch noch nicht beantwortet welche passenden Comply Foams denn für kleiner Ohren empfohlen werden ...
XperiaV
Inventar
#14 erstellt: 02. Aug 2014, 21:26
Mist habe gerade mal was probiert.

Es sind nicht die Schaumstoff Aufsätze die Schmerzen verursachen sondern das große Gehäuse

Ich habe die Comply Foams ohne IE in den gehörgang gedrückt ohne irgend ein Schmerz zu verspüren (liegen sogar perfekt drin), dann die IE ohne Aufsätze probiert, siehe da. Es liegt daran dass die seitlich meine Ohren wegdrücken (siehe Foto) und leider auch etwas scharfkantig sind
Und ich dachte ich hätte DIE IE meines Lebens gefunden. Werde mal probieren die Ohren vorher mit Hautschutzcreme einzuschmieren, also nur dort etwas wo es weh tut. Mist, ich mag die sonst so.

DSC_0313

Hier mal ein Foto von einem Review bei notanotherhifiblog, dort wird der Ohreingang nicht so zur Seite gedrückt, er hat auch größere Ohren, dieser Glückspilz.

blogger-image-1417987479

Oder hat noch jemand eine andere Lösung parat?



[Beitrag von XperiaV am 02. Aug 2014, 21:33 bearbeitet]
ertzuo
Neuling
#15 erstellt: 02. Aug 2014, 22:17
Hm, also bei mir sitzen die so, dass nur die Stöpsel selbst im Ohreingang drücken. Meine Ohren sind wohl groß genug, dass das Gehäuse genau davor sitzt und nicht stört. Ich habe aber das Gefühl, dass die Stöpsel dabei echt ne Nummer kleiner sein könnten. Wäre nett, wenn du dich melden könntest falls RHA dir deswegen antwortet!

Bis dahin werde ich wohl die anderen Aufsätze mal testen..
XperiaV
Inventar
#16 erstellt: 02. Aug 2014, 22:32
Kann ich machen, falls sie denn antworten.
Ich höre jetzt trotzdem mit den RHA, habe die Befürchtung gehabt dass sich direkt im Gehörgang etwas entzündet, aber wenn die "nur" am Ohreingang drücken, evtl. gewöhnen sich die Ohren an den Druck? Was meint ihr? Oder ist das nur eine Wunschvorstellung die nicht eintreten wird?
Merom
Neuling
#17 erstellt: 02. Aug 2014, 22:33
Vom Klang her gefallen mir die Schaumstoff Aufsätze auch am besten, aber die drücken bei mir auch nach einer Weile...
Von der Größe her passen mir die kleinsten Gummistöpsel sehr gut, aber da ist der Klang irgend wie nicht ganz so gut, da sie wohl nicht ganz abschließen.

Teste gerade etwas mit gekürzten Ohropax Soft Stöpseln herum, welche aber ziemlich weich sind und bis jetzt auch noch nicht so das Wahre sind. Ideal wären wohl etwas härtere als die Soft und etwas weicher und kürzere als die Originalen...
XperiaV
Inventar
#18 erstellt: 05. Aug 2014, 08:14
Kann mich leider leider leider nicht an den Druck und diesen Schmerz gewöhnen

Nimmt Amazon In Ear Kopfhörer zurück? Ansonsten bleibt mir nur mit Verlust zu verkaufen.
XperiaV
Inventar
#19 erstellt: 05. Aug 2014, 10:33
Zwecks der Aufsätze kam folgende Mail

"Bitte entschuldigen Sie vielmals meine späte Rückmeldung.
Ich war ausserhalb des Büros tätig und hatte keinen Zugriff auf meine Emails und ich bin die einzige Deutschsprachige in unserer Firma.

Es tut mir sehr leid zu hören, dass Sie keine komfortable Passform mit den MA750i finden können. Wir bieten eine große Auswahl an Ohrstöpseln mit den MA750i, so dass die Mehrheit der Kunden eine passende Größe finden sollte. Leider haben wir die Memory-Schaumstoff Aufsätze nur in einer Größe. Bitte akzeptieren Sie meine aufrichtige Entschuldigung leider bin ich nicht in der Lage Ihnen weiterzuhelfen. Bitte zögern Sie nicht mich zu kontaktieren sollten Sie weitere Fragen haben.

Mit freundlichen Grüßen aus Glasgow,
Lea"
secas
Stammgast
#20 erstellt: 05. Aug 2014, 11:22
Ich bin mir zu 99% sicher, die von RHA mitgelieferten Aufsätze sind Comply T-200. Die lassen sich ja problemlos in anderen Größen beschaffen.
Merom
Neuling
#21 erstellt: 07. Aug 2014, 09:15
Nachdem ich mit meinen selbst gebastelten Ohropax Aufsätzen nicht so richtig zufrieden war habe ich mir die "Auvisio Universal Memory-Foam-Aufsätze" von Pearl bestellt. Diese sind etwas weicher, als die RHA Aufsätze und passen bei mir jetzt perfekt. Da sie bei mir etwas weiter in den Gehörgang gehen, drückt das Gehäuse auch nicht mehr so am Ohr und einem längeren Musikgenuss steht nichts mehr im Wege.
Bei einem Paarpreis von knapp 3 EUR sind sie auf jeden Fall auch eine günstige Alternative zu den Comply Aufsätzen.
ertzuo
Neuling
#22 erstellt: 07. Aug 2014, 19:02
Bei mir passen die mitgelieferten Foamaufsätze mittlerweile komischerweise fast perfekt. Ich bin mir nicht sicher, ob die sich mit der Zeit an mein Ohr angepasst haben - oder umgekehrt Die Pearlaufsätze werde ich mir aber als potentiellen Ersatz für später mal merken!
XperiaV
Inventar
#23 erstellt: 07. Aug 2014, 19:16
Ich habe mir aus normalem Schaumstoff runde Aufsätze gebastelt die ich hinter die schwarzen Memory-Schaumstoff Ohrstöpsel gezogen habe, scheint erstmal zu funzen. Evtl. fällt mir noch ein etwas anderes ein, denn schön sieht es nicht aus ... brauche die Teile jetzt nicht mehr so tief ins Ohr drücken und das Gehäuse drückt nicht mehr so doll.
Crix1990
Stammgast
#24 erstellt: 13. Aug 2014, 20:20
Ich hab mittlerweile auch die RHA MA750 da.

Verarbeitung und Auflösung sind perfekt.

Im Moment stört es mich noch etwas, dass die Kabel hinter meinen Ohren rumbaumeln (nicht die Bügel selbst, sondern die Kabel).

Ich weiß jetzt nicht, ob ich noch zu sehr in der Eingewöhnungsphase bin (ich geb dem Kopförer auch noch etwas Zeit), aber:
Der Hochtonbereich ist total (also wirklich mega überzogen) zu betont!
Versteht das nicht falsch, es ist nicht, dass ich es eher Basslastig mag, bis ca. 12kHz ist alles wunderbar abgestimmt, aber alles ab 14kHz kann um gute 4-5db runtergedreht werden.

Das klassische achtel Hi-Hat Spiel in Rockliedern kommt so nurnoch als ein einzelner sirrender Teppich daher und nervt tierisch (ich krieb mittlerweile Kopfschmertzen davon und höre eigendlich in jedem Lied nurnoch die Hi-Hat).

Ich hab jetzt schon 3 verschiedene Aufsätze durch. Hierdurch ändert sich eigentlich nur, dass der Ton ettwas satter klingt, aber die Höhen nerven weiterhin.

Mach ich noch was falsch?

Ich kann mir irgendwie wenig vorstellen, dass das mit den Höhen nur auf meinen Geschmack zurückzuführen ist. Sind die Kopfhörer villeicht einfach Kaputt? (Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Kopfhörer so ausgelegt sein kann.)
XperiaV
Inventar
#25 erstellt: 13. Aug 2014, 22:03
Kann eigentlich nur bei falschem Seal passieren!
Wenn ich ich die MA750 nur leicht ins Ohr stecke habe ich auch nervenden Höhen InEar ... aber wenn ich zB die Schaumstoff Teile nehme und tief in den Ohrkanal stecke ist der Sound einfach Hammer ...

Oder hast defekte, was ich aber nicht glaube.
Merom
Neuling
#26 erstellt: 13. Aug 2014, 22:10
Ich denke, da stimmt bei dir etwas nicht. Die Höhen hören sich bei mir sehr klar und gut auflösend, aber nie nervig an. Im Gegensatz zum DT 990 zischelt da auch nichts.

Tritt das Problem an mehreren Quellen (welche?) auf?
Crix1990
Stammgast
#27 erstellt: 13. Aug 2014, 22:37
Quellen sind mein Creative Zen X-Fi und mein Selbstbau KHV am PC.
Da ich beide schon länger habe, glaube ich nicht, dass die das Problem sind, das wäre mir aufgefallen.

Als Seal bin ich jetzt beim 2. größten angekommen. Generell kann ich In-Ears nicht weit einführen, aber der Seal dichtet gut ab.

Bei den "doppelten" ist der kleine zu klein. Der Große sitzt recht gut, scjirmt mir aber zu sehr ab (zischelt aber immernoch).

Die aus Schaumstoff gehen gar nicht rein.

Villeicht bin ich heute aber auch zu müde...
XperiaV
Inventar
#28 erstellt: 13. Aug 2014, 23:00
Mit den Silikon Dingern habe ich auch ein für mich zu hellen Grundton, nur die Memory-Schaumstoff Ohrstöpsel machen die IE zu wirklich Topp Teilen, ist sicher bei jedem anders. Hast du auch kleinere Ohren? Bei mir drücken die leider auch ...ob das auf Dauer was wird glaube ich nicht.
Werde mir die Ultrasone Pyco mal holen, nicht ganz billig aber sollen nich tden typischen metallischen US Klang haben, eher etwas wärmer, dazu noch eine kostenlose Android App für diverse Player Funktionen ... und auch mit Memory-Schaumstoff Ohrstöpsel. Und ganz wichtig: Kleineres Gehäuse ....
Crix1990
Stammgast
#29 erstellt: 15. Aug 2014, 21:42
Ich hab heute noch ein wenig mit den Seals rumexperimentiert.

Es ist tatsächlich so, dass der Klarn je nach Aufsatz etwas voller bzw. heller. Aber allen Aufsätzen bleibt gemein, dass die Kopfhörer im Bereich 14kHz - 16kHz total überzogen sind (per EQ ausgelotet tippe ich auf 4-5db). Das ganze hat an der Stelle nichts mehr mit linear zu tun, sondern ist stark gesoundet!

Ich finde das eigentlich sehr schade, da die Kopfhörer bis auf diesen Mangel genau richtig für mich wären.

Aber im ernst, ich bin seit 10 Jahren im Musikgeschäft unterwegs (mache viel Live- und Studiotechnik), würde eine Hi-Hat live so klingen würde ich sie komplett neu einstellen (bzw. dem Mischer die Ohren lan ziehen).

Hab gerad noch mal n Bissle Drum n Bass angemacht (höre sonst Metal und Rock), da klingen die 750er einfach geil.

Naja, ich ruf morgen mal bei Kopfhörerliebe an, und klär die Rückgabe.

Kann mir jemand eine Alternative zu den RHA empfehlen (bis ca. 150€)?
secas
Stammgast
#30 erstellt: 16. Aug 2014, 12:20

secas (Beitrag #3) schrieb:

Innerfidelity-Messung

Der Peak ist auf der verlinkten Innerfidelity-Messung auch zu sehen. Ich muss gestehen, mir wäre der jetzt nicht aufgefallen. Ich bin da im Superhochton aber auch nicht allzu empfindlich...
XperiaV
Inventar
#31 erstellt: 16. Aug 2014, 13:19
Also ich fand einen Over Ear & In Ear von Beyer schlimmer was den Peak betrifft.
XperiaV
Inventar
#32 erstellt: 17. Aug 2014, 20:52
Habe mir eben Poweramp auf das Xperia V geladen, bin schon überrascht wie gut die APP (14 tage Testversion) ist.
Komischerweise muss ich jetzt die MA 750 nicht mehr so tief in die Ohren drücken und habe einen 1A Klang. Verstehe ich jetzt nicht ... warum das mit dem Sony eigenen Player nicht so funzt. Hat da jemand eine Erklärung?
Ich Depp habe schon neue IE bestellt
Audio-Technica ATH-CKX9IS Sonic Fuel sehen zwar auch groß aus aber angeblich sogar für kleine Ohren geeignet wie ich im Netz lesen konnte ... bin gespannt auf den Vergleich mit den RHA.

Was ich Klasse bei PowerAmp finde ist der 10 Band EQ
AG1M
Inventar
#33 erstellt: 18. Aug 2014, 09:02
Die Walkman App war das erste was ich von meinem Sony entfernt habe ,alternativ kanst du dir auch noch den Neutron Music Player ansehen.

Wenn dein Xperia root hat, unbedingt das noch probieren: http://www.hifi-forum.de/viewthread-110-14670.html + http://www.hifi-forum.de/viewthread-211-604.html Ist schon genial was man mit ordentlicher Software rausholen kann
XperiaV
Inventar
#34 erstellt: 18. Aug 2014, 09:59
Naja ist noch relativ neu und will nix riskieren wegen root ect, zumal ich mich da auch nicht auskenne, und eher ein Laie bin.

Ich dachte dass die Sony Musik Player App schon sehr gut ist, da habe ich mich wohl sehr getäuscht.
XperiaV
Inventar
#35 erstellt: 19. Aug 2014, 10:35
Die Audio-Technica ATH-CKX9IS Sonic Fuel sind angekommen
Ich bin schon nach 10 Min. Hören sicher dass ich die RHA NICHT behalten werden. Mehr dazu werde ich in einem Review Thread schreiben, muss natürlich noch viel hören um ein ersten Eindruck zu schreiben.
Aber es gibt wohl doch diesen Peak beim RHA, denn die AT klingen in dem Bereich schon anders ... sogar Auflösung scheint mir noch etwas besser ... aber will noch nicht zu viel "verraten"
secas
Stammgast
#36 erstellt: 21. Aug 2014, 14:23
So, ich hatte nun zwei Tage Foamies auf den RHA, allerdings nicht die mitgelieferten, sondern die vom Zeiss Cinemizer OLED (der die Foster-OEM-Teile nutzt, die auch Grundlage für die Sennheiser CX-Reihe sind).

Ergebnis: Die Bühne wird schmaler und es wird total viel Hochton geschluckt. Die klangen mit den Foamies wie die Soundmagic E10. Und ich hatte wie erwartet große Schwierigkeiten beim Einsetzen. Nee, dafür hab ich mir die RHA nicht gekauft. Direkt wieder runter mit den Foamies und den Single Flanges wieder drauf - vieeeeel besser.

Wenn ich mal die kürzlich erstandenen Havi B3 Pro1 als Referenz nehme und den einfach mal als "neutral" annehme, dann fällt im direkten Vergleich schon auf, dass da beim RHA irgendwo ein bisschen Mitten fehlen. Also nochmal: Leichte Badewanne ja, mit dem Wannenrand aber beim Tiefbassfundament. Insgesamt aber wirklich niveauvoll und mMn für alle Musikrichtungen geeignet. Die Havi B3 Pro1 hingegen sind bei Liedern, wo es auf Stimme ankommt (Singer-Songwriter, Adult Contemporary), absolut beeindruckend. Aber Rock und Metal (meine "Hauptgenres") kann ich mit denen nicht hören. Das Schlagzeug kickt nicht und die Gitarrenzerre ist so penetrant, dass es in den Ohren fast unangenehm ist. Da sind die paar dB weniger obere Mitten offenbar genau das, was die RHA zum Allrounder machen, ohne dabei dünn zu klingen.

Ich bin jedenfalls immer noch und immer wieder erstaunt, wie gut RHA die abstimmungstechnische Gratwanderung gelungen ist. Ich hatte bisher kein Musikstück, bei dem ich dachte, "Das ist jetzt aber nicht der richtige KH dafür." Die RHA gehen immer.
XperiaV
Inventar
#37 erstellt: 21. Aug 2014, 16:55
Also die mitgelieferten Complys beim RHA ziehen sich nicht zusammen wenn man die zwischen zwei Finger eindrückt, die kommen sofort wieder in die Ursprungsform. Anders beim Audio Technica, dort bleiben die erstmal sehr schmal und entfalten sich im Gehörgang.
Der RHA ist sicher ein Top In Ear für Leute mit normalen Ohren ... aber was Auflösung angeht kommt er an den AT nicht ran. Auch Höhen und Bass sind präziser. Hätte ich nicht gedacht dass für 80€ soviel Klang möglich ist.
Crix1990
Stammgast
#38 erstellt: 14. Sep 2014, 22:42
Bei mir sinds jetzt übrigens die Shure 315 geworden. Klingen zwar einen Hauch zu flach, sitzen aber ultra bequem (wobei das Kabel etwas starr ist). Die Auflösung ist absolut gigantishc (sind aber halt auch doppelt so teuer). Sehr schöne Bühne und kein Bisschen aufdringlich. Tonal tatsächlich ähnlich zu meinen Nubert nuVero. Sehr realistisch, dafür klingen aber grottige Aufnahmen auch grottig.
carboncell
Neuling
#39 erstellt: 11. Dez 2014, 18:28
Hallo zusammen!

Ich habe mir (auch aufgrund dieses Reviews) die MA750 zugelegt, an dieser Stelle danke dafür!

Angemeldet habe ich mich hier vorhin, da ich anfänglich auch Probleme hatte, mit den zahlreichen mitgelieferten (aber vergleichsweise 'steifen') Tips einen ordentlichen Seal zu erreichen. Die Teile saßen zwar relativ gut im Ohr, aber irgendwie bekam ich immernoch einen deutlich besseren Sound raus, wenn ich die 750er mit den Fingern noch etwas in Position gedrückt habe. Finger wieder weg, Seal weg,

Jetzt habe ich aber vergleichsweise labberige Silikon-Seals - ich weiß garnicht genau, von welchen Billig-Ohrhörern die ursprünglich stammten (möglicherweise awei ES900i) - probiert und die sitzen perfekt. Ohne viel rumprobieren und es verwackelt nichts, passen sich wohl einfach flexibler an meine Ohren an. Mit perfektem Sitz machen auch Songs wie 'Mala - Noche suenos' oder 'Thelem - waiting hour' richtig Spaß


Fazit: Die mitgelieferten Tips sind *für mein Ohr* allesamt zu steif/unflexibel, um einen sauberen Seal zu bekommen. Mit billigen Ersatztips habe ich hingegen einen unverwüstlichen Seal und die MA750 überzeugen mich in jeder Hinsicht.
heyy
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 15. Dez 2014, 02:01
Hi Leute,

Ich habe jetzt auch die RHA 750 seit einer Woche und wollte euch kurz meine Erfahrungswerte und Eindrücke vom Schotten preisgeben.

Zum Vergleich werde ich die UE 700 und die Soundmagic E10 heranziehen, beide Hörer kenne ich quasi in und auswendig.
Verarbeitungsqualität, Optik, Stabilität, Verpackung sind wie bereits genannt in der Preisklasse absolut genial.

Das mit Abstand gelungenste am RHA 750 halte ich den Bass und Tiefbassbereich. Meiner Meinung nach genau die richtige Mischung, aus Präzision, Spaß und Punch. Im Vergleich zum E10 fällt die Bassanhebung etwas geringer im Mid- und Oberbass aus, dafür packt er im untersten Frequenzkeller noch mal richtig viel drauf. Sämtliche Produktionen klingen stets sehr dynamisch, wesentlich schärfer konturiert als beim E10. Immer stets schön druckvoll und kraftvoll, ohne zu vermatschen oder in die Mitten herein zu strahlen. Absolut genial getroffen meiner Meinung nach, ein echter Basspezialist.

Die Mitten sind meiner Meinung schon sehr deutlich spürbar abgesenkt im Vergleich zum Tief und Hochtonbereich. Sowohl UE 700 als auch der warme E10 haben gefühlt viel mehr Mitten zu bieten. Dafür überzeugen sie ebenfalls mit brauchbarer Präzision (Auflösung besser als E10, gleichzeitig aber weit weg vom UE700), und klingen auch schön räumlich in die Tiefe. Meiner Meinung nach ist die Bühne in die Tiefe besser als bei beiden anderen Hörern. Stimmen und Instrumente klingen auch stets authentisch dargestellt und ausgewogen, auch wenn sie auch infolge der Mittenabsenkung weiter weg erscheinen.

Beim Hochton sehe ich den Hörer etwas zwiegespalten. Leider hat er da nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Der Hochtonbereich ist etwas präsenter als die Mitten, ich würden sowohl als höhenlastiger als den UE 700 und auch E10 einstufen. Die Auflösung geht in Ordnung und wird sicherlich alle diejenigen zufriedenstellen, die einen E10 mit besseren und mehr Höhen suchen. Gleichzeitig ist die Auflösung und Natürlichkeit und Souveränität des Hochtonbereichs einem UE700 weit unterlegen. Auffällig ist meiner Meinung nach auch, dass der Hochton sicherlich nicht linear verläuft.
riotsk
Stammgast
#41 erstellt: 02. Jan 2015, 17:47
Seal nur möglich mit fremden Eartipps. Auflösung ist auf keinen Fall besser als beim Sony M1HC. Bei "Ghosts will haunt my bones" von Machine Head erweist sich der Schotte als weniger pegelfest und nervt mich derbe mit klirrenden Becken und zerrenden Standtoms.. Bei Sia´s "Chandelier" bounct er aber umso subwoofer-mäßiger ab und holt die Bassline nach vorne, rückt aber die Keys nach hinten und schluckt eher details wie mir scheint. Bühne ist etwas weiter als das was ich gewohnt bin aber die Stimmen klingen verhangen und ohne Brillanz. Ich kann ihn wirklich für dreckigen Metal, Hardcore und schnelle Sachen nicht empfehlen. Sauber und durchgetrimmte Aufnahmen, Pop, Electro kommt ganz gut und entspricht absolut dem Tiefbassfundament, das ich mir wünsche. Mehr braucht es da unten nicht. Jetzt noch bessere Auflösung und weniger Mittenloch und ich wäre fast zufrieden.
XperiaV
Inventar
#42 erstellt: 02. Jan 2015, 18:51
Evtl. wäre ja der T10i von RHA was für Dich. Ich werde ihn demnächst bestellen. Für Pop und alles elektronische scheint mir der MA750 auch ausreichend zu sein. Bühne, Auflösung und selbst Stimmen finde ich beim CKX9 besser. Allerdings wie oft erwähnt, nur mit den S-400 Comply Foams und EQ Einsatz.
riotsk
Stammgast
#43 erstellt: 02. Jan 2015, 20:02
Ja, der T10 ist auch auf meiner Liste aber ich habe seal-Probleme und etwas Bedenken ob es vielleicht am Über-Ohr-Prinzip liegt. Ich habe eh schwierige Ohren weil der Gehörgang so groß ist.
padrak
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 16. Okt 2015, 15:32
Ich habe mir letzte Woche dieses Modell gekauft und bin sehr angetan vom Gesamtpaket. Tragekomfort ist hervorragend und die Leistung bei der Wiedergabe lässt auch kaum Wünsche offen. Sind definitiv die besten In-Ears, die ich bisher hatte. Musikalisch bin eher an der harten Gitarrenfront unterwegs und da liefert der RHA ein absolut tolles Bild ab. Ich habe die normale Version ohne "i", kann diese Steuerungen nicht ausstehen.
Zero_Hour
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 10. Nov 2015, 10:07
Ich habe den MA750 jetzt seit ca. 2 Monaten im Einsatz. Insgesamt denke ich auch, das der gebotene Gegenwert sehr gut ist, Verarbeitung scheint mir (bis jetzt) sehr gut zu sein und klanglich ist er auf der neutralen Seite; definitiv keine Absenkung bei den Höhen, was mir gefällt. (Ich zähle mich selbst zur "analytischen" Fraktion.)

Lieferumfang mit der absolut nützlichen Tasche und der vergleichsweise großen Anzahl verschiedener Ohrstöpsel bewerte ich mit gut.
"Nur" gut deswegen, weil auch ich bei einem Ohr Schwierigkeiten habe, einen vollständigen Ohrschluß herzustellen. Nach einigem Rumprobieren ist meine Lösung der größte Dual Densitiy Ohrstöpsel, den ich dazu aber stärker ins Ohr drücken muß.
Erreicht man den Ohrschluß, ist dann auch der Baß vorhanden (welch Überraschung). Allerdings ein trockener Baß, so wie ich mir das auch wünsche.

Die Ohrführung war für mich gewöhnungsbedürftig, ist aber OK. Und definitiv schlecht gelöst, sind die kaum lesbaren Angaben für linken und rechten Kanal. Das ist mehr als offensichtlich und hätte so nie in Produktion gehen sollen.
Tob8i
Inventar
#46 erstellt: 10. Nov 2015, 11:36
Der MA750 ist nun wirklich nicht neutral. Die Abstimmung ist schon ziemlich basslastig. Also entweder fehlt da die Erfahrung mit einer neutralen Referenz oder die In-Ears sitzen nicht richtig.

Als ich vor kurzem mal den MA750 und einige Wochen später den T10 ausprobieren konnte, hat sich meine Vermutung bestätigt, dass die Marke mehr ein Blender ist. Auf der Webseite wird zwar mit großer Erfahrung geworben, aber eine sinnvolle Firmengeschichte scheint es nicht zu geben. Die Verpackungen sind auch sehr stark auf eine hübsche Präsentation ausgelegt, was man z.B. auch an der Metallplatte für die Aufsätze sieht. Entsprechend weniger wird vermutlich in den eigentlichen In-Ear gesteckt.

Die mitgelieferte Tasche finde ich im Alltag vollkommen unpraktisch. VIel zu groß und die ganzen Aufsätze muss man ja eigentlich nicht ständig mitnehmen. Auch das dicke Kabel und die riesigen Stecker und Kabelsplitter sollen zwar Stabilität vermitteln, aber ich finde sie zu groß und unflexibel.
XperiaV
Inventar
#47 erstellt: 10. Nov 2015, 14:06
Aber warum gleich Blender?
RHA behauptet nicht dass ihre Modelle neutral sind oder für Leute die eine flache Frequenzkurve suchen.
Die Verarbeitung ist Topp, ich kenne zB kaum ein IE der mir so bequem im Ohr lag (trotz des Gewichtes) wie der T10 - nur der Dauerbass ging mir auf die Ketten.
Aber auch dafür gibt es genügend "Kundschaft". Von daher machen die alles richtig. Habe mit jemanden im Head-Fi Forum geschrieben der den T20 hat. Ich fragte ihn ob dieser klangliche Ähnlichkeiten mit dem SE215 hat. Das wurde ganz klar verneint. Laut dem User (jemand aus D der dieses Forum auch kennt) hat der T20 mehr mit dem 846er Shure gemein als mit dem SE215.
Was da nun dran ist kann ich nicht sagen, aber der User ist nicht bekannt für unrealistische Aussagen, und beteiligt sich auch nicht an Hype-Threads,
Zero_Hour
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 10. Nov 2015, 15:14

Tob8i (Beitrag #46) schrieb:
Der MA750 ist nun wirklich nicht neutral. Die Abstimmung ist schon ziemlich basslastig. Also entweder fehlt da die Erfahrung mit einer neutralen Referenz oder die In-Ears sitzen nicht richtig.


Was offensichtlich deine Meinung dazu ist. Die kann man teilen, muß man aber nicht. Deine scheinbare Erfahrung mal außen vor gelassen.

Zu den restlichen Kritikpunkten. Ja, RHA legt definitiv Wert auf eine "hübsche" Präsentation. Was wird RHA dafür investieren müssen? 5 oder gar 10 Euro vielleicht? Das sollte ein Hersteller schon bereit sein zu investieren. Das Auge kauft mit, heute mehr denn je.

Die Tasche ist unpraktisch? Sie ist nicht klein geraten, keine Frage. Aber aufgrund der Konzeption - dickes Kabel und riesiger Stecker - eben auch notwendig, um das Teil darin akzeptabel verstauen zu können. Also ist die Größe zwar nicht praktisch, aber durchaus sinnvoll.
Gefällt dir nicht? Muß es ja auch nicht. Ich fände ein flexibleres und kürzeres Kabel auch praktischer. Ich bin aber mit dem Gebotenen zufrieden. Das kann und darf jeder für sich entscheiden.
jak!
Stammgast
#49 erstellt: 03. Dez 2015, 17:45

Zero_Hour (Beitrag #48) schrieb:

Tob8i (Beitrag #46) schrieb:
Der MA750 ist nun wirklich nicht neutral. Die Abstimmung ist schon ziemlich basslastig. Also entweder fehlt da die Erfahrung mit einer neutralen Referenz oder die In-Ears sitzen nicht richtig.


Was offensichtlich deine Meinung dazu ist. Die kann man teilen, muß man aber nicht. Deine scheinbare Erfahrung mal außen vor gelassen.


Das ist nicht nur seine Meinung, sondern ein objektiver Fakt. Da gibt es kein hin oder her, keine Diskussion. Die haben +10 dB mehr im Bass als in der Mitte -> die sind basslastig.

Beweis:

http://www.innerfidelity.com/images/ReadHeathAcousticsMA750.pdf

q.e.d.
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