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Technics SL-BD20

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Autor
Beitrag
wantan
Stammgast
#1 erstellt: 24. Okt 2012, 11:59
Hallo!

Ich hoffe, dass ich das Thema im richtigen Unter-Forum erstellt habe, ansonsten bitte ich um Änderung.

Ich habe eine alte Wangine WA 7700. An diese habe ich die Elac LK 25 meines Vaters angeschlossen. Ich muss sagen, dass ich mit dem Sound sehr zufrieden bin; was haltet ihr von dieser Kombination?

Ich würde nun gerne auf LPs umsteigen und einen Plattenspieler an meine Anlage anschließen. Von einem Bekannten hätte ich die Möglichkeit einen Technics SL-BD20 zu kaufen, bin mir aber nicht sicher, ob dieser Plattenspieler wirklich etwas taugt!? Könnt ihr mir da weiterhelfen? Was haltet ihr von einem Technics SL-BD20?

Oder würdet ihr doch eher zum Beispiel zu dem kleinen Pro-Ject raten, der ja recht erschwinglich ist?
Lohnt es sich für diese Anlage - mit diesen Boxen - überhaupt einen hochwertigeren Plattenspieler zu besorgen?

Vielen Dank ,
Alex
akem
Inventar
#2 erstellt: 24. Okt 2012, 12:21
Der BD20 ist solide Plastikklasse. Er ist an den wesentlichen Stellen mindestens genausogut wie ein Project, wobei die Projects gerade beim Antrieb zuweilen miserabel sind: heftige Gleichlaufschwankungen, Motorgeräusche etc.
Wenn Du den BD20 ein solides System spendierst klingt der durchaus sehr brauchbar. Was ist denn für ein Tonabnehmer montiert?

Gruß
Andreas
wantan
Stammgast
#3 erstellt: 24. Okt 2012, 12:32
Da ist ein P24 von Technics dran!
akem
Inventar
#4 erstellt: 24. Okt 2012, 12:37
Dann lies Dir mal diesen Fred durch:
http://www.hifi-foru...m_id=26&thread=15330
In Beitrag #5 hab ich eine Nadel empfohlen, die ich auch Dir empfehlen würde.

Gruß
Andreas
schmiddi
Inventar
#5 erstellt: 24. Okt 2012, 12:58
Du hattest erwähnt, dass du den BD20 von einem Freund kaufen könntest? Wieviel will er denn dafür haben?
wantan
Stammgast
#6 erstellt: 24. Okt 2012, 13:10
Vielen Dank Andreas!

Meinst du denn, dass es sich lohnt in den BD20 so einen Bertrag zu investieren. Ist es da nicht besser, gleich einen neuen zu kaufen?

Mein Onkel hat noch einen alten Siemens RW666, aber ich glaube, dass dieser nicht sehr gut ist, oder!?

Wie denkt ihr über die Music Hall Plattenspieler, als Verbesserung der Projects? Ist interessant, mir wurde in den Läden immer vermittelt, dass selbst die kleinen Project( Essential) bereits richtig gut seien im Vergleich zum BD20. Finde ich ne starke Nummer, wenn es doch eine vernünftige Nadel auch tun würde, möglicherweise sogar besser ist.

Grüße
wantan
Stammgast
#7 erstellt: 24. Okt 2012, 13:13
Ach ja, er will 40€, da er technisch überholt sei!
wantan
Stammgast
#8 erstellt: 24. Okt 2012, 13:24
Daher ist auch die P24 neu.
Ich hab mir den mit ihm gestern angehört. Ich kenne natürlich keinen Vergleich, aber mir war aufgefallen, dass bei gewisser Lautstärke Nebengeräusche (Rauschen) zu hören waren, wenn gerade der Song wechselte oder die Nadel nicht auf der Platte war. Ist das normal?

Ich hoffe, dass ich euch nicht mit meine vielen unteschiedlichen Fragen zu sehr beanspruche !


[Beitrag von wantan am 24. Okt 2012, 14:25 bearbeitet]
schmiddi
Inventar
#9 erstellt: 24. Okt 2012, 14:04
Hallo Wantan,

40,-€ ist definitiv viel zu viel. Ich habe vor zwei Monaten einen sl Q200 von Technics für 11,-€ in der Bucht ersteigert, kurz vorher ist ein Q200 für 8,50€ über den Tisch gegangen. Der Q200 ist ein quarzgeregelter Direkttriebler von Technics.

Technisch überholt ist gut, es ist die gleiche Technik wie bei den Project Drehern. Wobei der BD20 noch eine Halbautomatik hat. So ein BD20 ist also mindestens auf dem gleichen technischen Stand, Betonung auf mindestens.

Ähem habe das "technisch überholt" falsch verstanden. Er hat also einen neuen Riemen und eine neue Nadel? Dann käme es natürlich darauf an welche Nadel es ist. Eine billige Nachbaunadel bekommt man schon für 15,-€.

Das "Rauschen" ist nicht normal, liegt aber nicht an der Nadel. Was für einen Verstärker hat er denn?


[Beitrag von schmiddi am 24. Okt 2012, 14:09 bearbeitet]
wantan
Stammgast
#10 erstellt: 24. Okt 2012, 14:24
Es ist eine neue P24 von Technics dran. Wir haben den gleich bei mir ausprobiert, ist ein Wangine WA 7700.
Woran kann das Rauschen liegen. Ist bei laufender Musik nicht zu hören, eben nur bei gewisser Lautstärke und keiner Musik. Bei den anderen Kanälen wie Aux oder Tuner ist kein Rauschen zu hören!
wantan
Stammgast
#11 erstellt: 24. Okt 2012, 14:59
Könnte es am Kalbel oder der Erdung liegen?
Detektordeibel
Inventar
#12 erstellt: 24. Okt 2012, 17:36
Wenns kein "Staubproblem" an Platte und Nadel ist - dann liegts höchstwahrscheinlich an Erdung oder schlechter Steckverbindung.

Ansonsten ein gewisses Grundrauschen ist bei Analoger Wiedergabe unvermeidlich, aber in kurzen zwischenpausen der Musik sollte man davon nix wahrnehmen.
akem
Inventar
#13 erstellt: 24. Okt 2012, 18:40
Naja, eine schlechte Phonostufe kann das Rauschen schon auch deutlich erhöhen. Vor allen Exemplare mit USB-Anschluß können recht vernehmlich rauschen, da gab's vor ein paar Wochen einen Fred dazu.
Zur Nadel: Für das Geld, was die Nadel kostet, bekommst Du bei Komplettdrehern auf gut deutsch gesagt Schrott. Für einen Dreher von der Qualität des Technics (auch wenn das damals Einstiegsklasse war) dürftest Du heute etwa 500 bis 600 Euro anlegen müssen. Schönere Dreher gibt's sicher auch für weniger Geld, aber bessere?? Und mit der Jico-Shibatanadel fährst Du auf jeden Fall erheblich besser als mit billigen Nachbaunadeln. Selbst die elliptische Nadel vom an sich ganz gut beleumundeten Anbieter Cleorec klingt im Vergleich richtiggehend miserabel. Ich vermute mal, daß Dir der Anbieter eine sphärische Nadel draufgemacht hat, die noch billiger ist...

Gruß
Andreas
wantan
Stammgast
#14 erstellt: 24. Okt 2012, 19:00
Die Jico-Shibatanadel hört sich auf jeden Fall gut an Andreas! Wenn ich das richtig auf der von dir verlinkten Seite verstanden habe, passt die doch auch ohne Probleme an meinen BD20!?

Was heißt "eine schlechte Phonostufe kann das Rauschen schon auch deutlich erhöhen"? Liegt das Rauschen an meinem Verstärker? Es ist nur bei lauter Volume-Einstellung zu hören. Das Kabel samt Erdung für Verstärker ist sicher schon 15-20 Jahre alt, ist ein altes meiner Eltern, dass ich für das Probehören besorgt habe . Vielleicht würde ein Kabelwechsel das Problem beheben?

Bin gespannt wie sich meine Anlage mit dem Dreher und der von Andreas empfohlenen Nadel von Shibat anhört. Muss zugeben, dass ich den Probelauf mit der P24 schon echt gut fand!


[Beitrag von wantan am 24. Okt 2012, 19:06 bearbeitet]
akem
Inventar
#15 erstellt: 24. Okt 2012, 19:23
Die Nadel paßt auf das P24, diese Kombi hab ich auch auf einem meiner diversen Dreher. Der einzige Haken ist halt, daß es die Nadel nur in USA gibt. Daher dauert der Versand eine Weile und dann muß man auch noch Zoll bezahlen (19%).

Gruß
Andreas
wantan
Stammgast
#16 erstellt: 24. Okt 2012, 19:36
Naja, das soll nicht das Problem sein! Gut Ding will Weile haben !

Kann man eigentlich sehen, was für eine Nadel da jetzt drauf ist? Die Einfassung ist orange! Ich weiß ja nicht, ob das hilft.
Grüße
wantan
Stammgast
#17 erstellt: 24. Okt 2012, 20:23
Ach ja, welchen würdet ihr nehmen, den Technics BD20 oder den Siemens RW666?
Mal abgesehen was für eine Nadel dran ist. Dürfte sicher bei dem Siemens noch die 1. sein !
akem
Inventar
#18 erstellt: 25. Okt 2012, 08:40
Der Siemens ist wahrscheinlich ein OEM-Gerät von Mikro Seiki, wenn man dem hier http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=3943.0 Glauben schenken darf. Und wenn da Mikro Seiki drin ist, dann ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr ordentliche Qualität. Besser als der Technics. Warum nicht zwei Plattenspieler zulegen??

Gruß
Andreas
wantan
Stammgast
#19 erstellt: 25. Okt 2012, 12:50
Ha, das ist natürlich ein Argument von dir Andreas :-) !

Hast du auch für den Siemens so einen starken Tipp für eine Nadel. Ich denke ja mal nicht, dass die von Shibata passen würde?

Grüße
Detektordeibel
Inventar
#20 erstellt: 25. Okt 2012, 15:40
Der RW 666 hat im Gegensatz zum 555 keinen S-Tonarm sondern einen geraden, Tonabnehmer wohl AT71... - Ob da großartig mehr möglich ist? Laufwerk schaut ja recht vernünftig aus...

Micro Seiki glaub ich nicht, eherr Sanyo-Fisher.
wantan
Stammgast
#21 erstellt: 26. Okt 2012, 12:14
Interessant! Ich würde ja gerne beide aufstellen, aber dafür fehlt ganz klar noch der Platz.
Also für welchen würdet ihr euch entscheiden?

Grüße
Detektordeibel
Inventar
#22 erstellt: 26. Okt 2012, 17:00
Ich würd mich für den mit besserer Nadel/Tonabnehmer entscheiden - das ist der Dreher der besser klingen wird.

Der Siemens hat das wertigere Laufwerk, quartz direktantrieb und ist mit vielen Komfortfunktionen ausgestattet, und ist auch insgesamt fast doppelt so schwer.

Also klar das "wertigere" Gerät.

Wenn der aber nur ne abgerockte Rundnadel drunter hat wird ihn der T4P mit dem P24 an die Wand spielen.

Tonabnehmer ab Werk war laut Prospekt ein AT72E - das ist aber normal blau, nicht Orange. Vermutlich war die Originalnadel mal defekt und wurde durch die kompatible aber billige ATN 70.

Nadel neu original gibts nicht mehr. Aber zumindest elliptischen Nachbau.

http://www.ebay.de/i...&hash=item5ad5aedaef

Evtl lässt sich hier über nen Systemwechsel auch deutlich mehr rausholen. Aber das müsste man sich dann im Detail ansehen, schaut es aus wie auf diesem Bild hier?

http://img398.imageshack.us/img398/6034/plattenspielerkk9.jpg
wantan
Stammgast
#23 erstellt: 26. Okt 2012, 17:50
Oha!
Die orangene Nadel ist am BD20, an dem Siemes ist noch immer die blaue, die ist aber defekt!

Gibt es denn ein vergleichbares gutes System für den Siemes wie die Shibata für den Technics?
Detektordeibel
Inventar
#24 erstellt: 26. Okt 2012, 19:05
Systeme gibts viele, die Frage ist halt was das zum Tonarm passt.

Was ich mir vorstellen könnte wäre z.B. ein Audio Technica 440mlA.
CarstenO
Inventar
#25 erstellt: 27. Okt 2012, 15:29
Hallo Alex,

von den platten Technics-Drehern habe ich zurzeit drei Stück (SL-D 310, SL-BD3, SL-QX 300) hier stehen und den Siemens RW 666 hatte ich auch schon. Auch auf die Gefahr hin, eine Außenseiterrolle einzunehmen: Ich würde den Technics SL-BD 20 nehmen und diesen mit einem Ortofon/Digitrac 300 SE (99 EUR) ausrüsten. Aber 40,00 EUR finde ich auch zu viel. Meine Grenze läge bei 25 bis max. 30 EUR.

Der Siemens hat wohl einen derart leichten Tonarm, dass es mir mit keinem System wirklich gelungen ist, straffe Bässe zu erzielen. Außerdem finde ich das Gerät sehr trittschallempfindlich, mehr noch, als den Technics SL-BD 20 mit seinem (stabilen) Plastikgehäuse.

Grüße, Carsten
Detektordeibel
Inventar
#26 erstellt: 27. Okt 2012, 18:54
Deine Story mit dem Tonarm bestätigt meinen Verdacht. Für den T4P Dreher spricht aus klanglicher Sicher (die ja die entscheidende sein sollte) doch einiges. Von nem besseren Laufwerk hat man nix wenn man mit Arm und TA vergleichsweise wenig anfangen kann.
Stefanvde
Inventar
#27 erstellt: 27. Okt 2012, 18:59
Der BD20 ist schon ok,besitze selbst einen.Das System zu tauschen ist dank T4P auch sehr leicht,braucht nix justiert werden.

Empfehlen kann ich für den dreher ein Ortofon OMP-30,das klingt schon sehr ordentlich,wesentlich detailreicher wie mit dem System mit dem diese Dreher ausgeliefert wurden.
wantan
Stammgast
#28 erstellt: 28. Okt 2012, 16:36
Vielen Dank euch allen!

Jetzt muss ich nur noch überlegen welche Nadel ich besorge!

Die Shibata hört sich natürlich sehr gut an, die Ortofon/Digitrac 300 SE natürlich auch.
Ich denke die Ortofon OMP-30 für über 200€ ist mir etwas zu teuer. Nehmen sich die Shibata und die Ortofon/Digitrac 300 SE viel?

Grüße
CarstenO
Inventar
#29 erstellt: 28. Okt 2012, 16:46

wantan schrieb:
Nehmen sich die Shibata und die Ortofon/Digitrac 300 SE viel?


Hi,

diesen Vergleich habe ich nicht angestellt. Aber hier mein Zitat von anderer Stelle:


CarstenO schrieb:
Sicherlich ist das Klangbild schlanker als mit einem Denon DL-160 am SL-1200 Mk II. In der Detailwiedergabe ist der Qualitätsunterschied gar nicht so groß. Das Denon-System zeigt weniger Zischelneigung im Hochton.


http://www.zum-shop....er-T4P_p12356_x2.htm

Grüße, Carsten
akem
Inventar
#30 erstellt: 28. Okt 2012, 18:46
Also zischeln tut die Shibata gar nicht, nicht die Spur...
Das 300SE hat meines Wissens nahc einen Ortofon Fine-Line Schliff. Das ist ein mittelscharfer Schliff, der gut ausgeführt schon sehr gut klingen kann, schlecht ausgeführt aber auch halbwegs mittelprächtig. Das OM30 hat auch so einen und das klingt in letzter Konsequenz ein wenig rau und bedeckt. Ein Ortofon Valencia mit seinem Fine-Line Schliff löst schon sehr gut auf und erzeugt auch das vielzitierte High-End-Flair. Aber es ist eine Mimose, was den Tonarm angeht...

Gruß
Andreas
CarstenO
Inventar
#31 erstellt: 28. Okt 2012, 20:13

akem schrieb:
Also zischeln tut die Shibata gar nicht, nicht die Spur...


Sagt ja auch niemand.
Hörbert
Moderator
#32 erstellt: 28. Okt 2012, 20:20
Hallo!

Die Digitrac-Nadel hat keinen Fine-Line-Schliff sondern einen der Hyperelliptischen Schliffe, -das war die letzte Entwicklung vor den Multifacettenschliffen deren Urvater der Shibata-Schliff ist-, der Fine-Line-Schliff hingegen gehört eindeutig zu den Multifacettenschliffen. An eine NADEL-30 mit Fine-Line-Schliff reicht das nicht ganz heran, im Hochtonbereich ist die besagte Digitrac-Nadel nicht ganz so sauber und verzerrungsfrei.

Immerhin aber ist die Digitrac-Nadel zumindestens mit einem ganzen Stein versehen, das ist allemal besser als ein gebondeter Stein mit einem Multifacettenschliff wie sie zuweilen angeboten werden da die Nutzungsdauer bei ganzen Steinen erheblich höher ist.

MFG Günther
lini
Inventar
#33 erstellt: 29. Okt 2012, 00:03
Das Digitrac 300SE hat einen hochwertigen, nackten Stein mit rechteckigem Schaft und scharfem, echt elliptischen Schliff (5 x 18 µm) - sieht zwar von der Machart her 'ner 30er-FineLine (8 x 40 µm) zum Verwechseln ähnlich, ist aber nicht ganz dasselbe. Bei Audio Technica findet man diese Art Stein unter anderem auf der ATN13, ATS13 und ATN130E/132EP.

Grüße aus München!

Manfred / lini
wantan
Stammgast
#34 erstellt: 29. Okt 2012, 12:37
Wow, jetzt weiß ich zwar mehr über die Nadeln an sich, bin jedoch nicht wirklich weiter in meinem Entscheidungsfindungsprozess

Wenn ich das richtig verstehe, spricht mehr für die Shibata, oder?

Grüße
lini
Inventar
#35 erstellt: 29. Okt 2012, 13:14
wt: Ich kenn jene Shibata-Ersatznadel zwar nicht, vermute aber, dass sie nur gebondet ist und auch nur einen normalen Alu-Nadelträger hat. Das wär mir tendenziell für 120 Dollar zu dürftig, angesichts dessen, dass 'ne entprechende Jico SAS nur 13 Dollar teurer wär, dafür aber einen nackten Stein und einen Bor-Nadelträger mitbringen würde. Aber ob sich der Aufwand für 'nen SL-BD20 wirlich lohnt, würd ich eh für fragwürdig halten...

Grüße aus München!

Manfred / lini
akem
Inventar
#36 erstellt: 29. Okt 2012, 16:00
Ich hab die Nadel gerade unterm Mikroskop angeschaut: sie ist tatsächlich getippt. Aber der Lötzinnanteil ist wiklich nur ein Sockel und der Diamant ist da facto genauso groß, als wäre er nackt. Der Regelfall an der Stelle wäre etwa 70%Lötzinn und der kümmerliche Rest ist dann ein kleiner Diamantsplitter, der oben reingedrückt ist.
Aber egal, sie klingt so oder so sehr gut

Aber wie kommst Du auf einen Preis von 133 Euro für die SAS-Nadel?? Beim Thakker kostet die nach wie vor 159... Und wo nimmst Du den Preis von 120 Euro für die Shibata her? Das sind 120 Dollar, umgerechnet etwa 93 Euro...

Gruß
Andreas
CarstenO
Inventar
#37 erstellt: 29. Okt 2012, 16:19

wantan schrieb:
Wow, jetzt weiß ich zwar mehr über die Nadeln an sich, bin jedoch nicht wirklich weiter in meinem Entscheidungsfindungsprozess

Wenn ich das richtig verstehe, spricht mehr für die Shibata, oder?

Grüße


Nun ja, ich kann nur beurteilen, was ein Digitrac 300 SE an einem SL-BD 20-ähnlichen SL-BD 3 leistet. Das kostet 99 EUR. Jetzt müssten die Shibata-Empfehler ihre Erfahrungen mit der Shibata-Nadel am Technics EPC-P 24-Tonabnehmer schildern. Das kostet 93,00 EUR.
lini
Inventar
#38 erstellt: 29. Okt 2012, 16:45

akem schrieb:
(...) Aber wie kommst Du auf einen Preis von 133 Euro für die SAS-Nadel?? Beim Thakker kostet die nach wie vor 159... Und wo nimmst Du den Preis von 120 Euro für die Shibata her? Das sind 120 Dollar, umgerechnet etwa 93 Euro...


Gar nicht - wie oben zu sehen, schrieb ich von 120 Dollar - sowie von 13 Dollar mehr, denn bei 133 Dollar liegen die SAS-Nadeln für diese Technics-Systeme momentan... Ergo Gegenfrage: Wie kamst Du auf Euro?

Grinsegruß!

Manfred / lini
wantan
Stammgast
#39 erstellt: 29. Okt 2012, 18:10
Hey Manfred!
Warum meinst du, dass sich das nicht lohnen würde? In erster Linie kommt es doch auf das System an, denn so schlecht soll doch der BD20 gar nicht sein!

Grüße
akem
Inventar
#40 erstellt: 29. Okt 2012, 19:52
Okay, das mit den Dollars hab ich überlesen. Sorry for that. Aber dann stellt sich trotzdem die Frage, wo der Preis der SAS Nadel mit 133 Dollar her kommt? Auch turntableneedles verlangt 170 Dollar...

Gruß
Andreas
lini
Inventar
#41 erstellt: 29. Okt 2012, 20:17
wt: Ich würd den SL-BD20 auch nicht als schlecht ansehen, sondern als durchaus ordentliches Einsteigergerät. Problematisch bei diesen Technics-Spielern ist allerdings, dass sie tendenziell auch umso weniger Einstellmöglichkeiten bieten, je jünger und niedriger in der Rangordnung angesiedelt sie sind - und so hat der SL-BD20 halt nicht nur ein fest voreingestelltes Antiskating, sondern es fehlt ihm auch die Auflagekraft-Feineinstellung +/- 0,25 g (vom T4P-Standardwert 1,25 g). Gerade zum Betrieb hochwertiger Systeme bzw. Nadeln halte ich diese Einstellmöglichkeiten aber schon für sehr wünschenswert...

Grüße aus München!

Manfred / lini
Detektordeibel
Inventar
#42 erstellt: 29. Okt 2012, 21:52
P24 mit Jico SAS klingt fast genauso gut wie mit dem P202C. Super Auflösung bei Klassik und Jazz und sehr neutral. Rein technisch liegt man hier schon eher beim OMP40 als nur beim 30er/Digitrac, und die Lebenserwartung von SAS Nadeln scheint gerade auf T4P Systemen gewaltig zu sein.


Gerade zum Betrieb hochwertiger Systeme bzw. Nadeln halte ich diese Einstellmöglichkeiten aber schon für sehr wünschenswert...


Wünschenswert? Vielleicht. Aber ob es notwendig ist? Mittlerweile hab ich da so meine Zweifel bei T4P und MM. und die 1,25g sind für die SAS nach meinen Erfahrungen perfekt.

Aber jetzt verlieren wir uns viel zu sehr in Details.

@Wantan
Was für Musikrichtungen willste denn plattentechnisch hören? Ich persönlich würd dir einfach für das P24 ne elliptische Nachbaunadel für ca 25€ bei Thakker vorschlagen. Löst zwar nicht so fein auf wie mit Shibata oder SAS, aber der Grundcharakter des Systems ist der gleiche, und das P24 ist ein guter Allround-Tonabnehmer und du kannst damit erstmal ordentlich musikhören. Später kannste dich dann immernoch entscheiden ob Digitrac, SAS Nadel oder sonstwas. - Oder es reicht dir auch so schon das du wunschlos glücklich bist.

Vielleicht bekommste nach ner gewissen Zeit ja auch den Wunsch nach einem ganz anderen Plattenspieler, und ein guter Adapter T4P Systema auf 1/2 ist auch nicht mehr so einfach zu bekommen.
Hörbert
Moderator
#43 erstellt: 29. Okt 2012, 22:03
Hallo!

@lini

Ohne Werkzeug und Tonarmwaage ist man bezüglich BD-20 was die Feineinstellung betrifft in der Tat auf verlorenem Posten.

@wantan

Ich würde es an deiner Stelle mit dem Digitrac versuchen, ausser bei sehr kritischen Musikmaterial (Sopran-Gesang in der Klassik, kammermusikalischer Jazz u.ä.) speziell im oberen Mitten- und Hochtonbereich dürfte der Vorteil eines Shibata-Schliffs oder einer SAS-Nadel gegenüber eines Hyperelliptischen Schliffs nicht allzusehtr ins Gewicht fallen.

Mal von der Haptischen Anmutung des BD-20 und von den Begrenzungen auf relativ wenige Systeme durch das T-4P Format (was nicht wirklich schlimm ist, da es auch hier noch eine ganze Reihe hochwertiger Systeme gibt) abgesehen ist der kleine Technics durchaus ein ordentlicher Plattenspieler.

@Detektordeibel

http://www.phonophono.de/phonophono-adapter-t4p-auf-1-2-zoll.html

Ein Adapter t-4p-Halbzoll ist nun wirklich kein Problem.

Ach ja, beim Digitrac wird sogar einer mitgeliefert.

http://www.zum-shop....er-T4P_p12356_x2.htm

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 29. Okt 2012, 22:08 bearbeitet]
lini
Inventar
#44 erstellt: 29. Okt 2012, 22:20
Andreas, der Preis kommt von Jico selbst - siehe dort: http://stylus.export...h=10&products_id=628 Und meines Wissens liefern die auch aus Japan recht flott, sofern sie nicht gerade nichts mehr am Lager haben und erst nachproduzieren müssen...

Grüße aus München!

Manfred / lini
wantan
Stammgast
#45 erstellt: 30. Okt 2012, 01:03
Also hauptsächlich höre ich damit Progressive Rock, Blues, Jazz, Reggae. Vieles aus den 60ger bis 80ger, klassische Musik doch wohl eher weniger. So im Bereich 100€ wäre ok. Oder brauch ich dafür eine andere Nadel?

Ich würde ja gerne wissen, was für eine Nadel da momentan dran ist. Die ist auf jeden Fall neu, nicht das die nachher gar nicht schlecht ist. Der Verkäufer ist momentan im Urlaub und ich habe den Dreher bei mir stehen. Kann man das denn sehen, was für eine das ist? Ich habe mal ein Foto beigefügt. Es steht auf jeden Fall nichts drauf!Nadel des BD20

Grüße
dual_cs_520
Stammgast
#46 erstellt: 30. Okt 2012, 01:33
Schau mal hier Shop
Detektordeibel
Inventar
#47 erstellt: 30. Okt 2012, 03:49

Ein Adapter t-4p-Halbzoll ist nun wirklich kein Problem.


Diese Packungsbeilagen nicht. ne SME-Headshell für T4P Systeme schon.


Kann man das denn sehen, was für eine das ist?


Unter Mikroskop vielleicht. Aber ist höchstwahrscheinlich ne billige Rundnadel.


Progressive Rock, Blues, Jazz


Paradedisziplinen für die Jico SAS an nem Technics-System.

Aber die sprengt im Moment dein Budget. Wie gesagt ich würds mit der "SGA 11008" probieren. - und auf die SAS sparen. Mit dem Digitrac machste auch nix verkehrt.
lini
Inventar
#48 erstellt: 30. Okt 2012, 12:27
Dd: Das EPC-P24S hatte ja sowieso nur eine gebondete Rundnadel...

wt: Von der Farbe her sollte das schon die zugehörige EPS-24CS sein. Ob Original oder Kopie wüsste ich in dem Fall aber nicht wirklich zu sagen - ist einfach zu lange her, dass ich eines davon hatte, als dass ich mich noch an die Details erinnern würde (sonst hätt ich's eventuell etwa an der Machart des Nadelträgers erkennen können...).

Grüße aus München!

Manfred / lini

P.S.: wt: Hast Du zufällig Verwandte oder gute Bekannte/Freunde in Amiland? Drüben gibt's nämlich oft noch das recht anständige AT92E(CD) für eher spottbillige 20 bis 25 Dollar (aktuell z.B. auf Amazon.com für US$ 20,17) komplett mit Halbzoll-Adapter & Co. - zu dem Preis aber leider meist nur von Anbietern, die nicht über den großen Teich liefern wollen. Doch vielleicht hast Du ja einen netten Onkel oder so, der das Ding drüben für Dich kaufen und rüberschicken (*) könnte... Das AT92E(CD) wär übrigens der zwei Nummern größere Bruder des in EPC-P34 umbenannten AT-Systems, das Technics auf späteren SL-BD20ern anstelle des EPC-P24S mitgeliefert hat.

*) USPS First Class Mail tät's dafür übrigens völlig und ist recht preiswert....
wantan
Stammgast
#49 erstellt: 30. Okt 2012, 12:31
Ah, gut zu wissen.
Die Jico SAS Nadel kostet doch laut der Seite, die Manfred verlinkt hat, 133$ also ein wenig über 100€! Das wäre durchaus noch im Budget, und wenn das genau die richtige Nadel für die Musikrichtung ist, dann sollte es doch die sein, oder?!

Grüße
akem
Inventar
#50 erstellt: 30. Okt 2012, 14:40

Hörbert schrieb:

Ich würde es an deiner Stelle mit dem Digitrac versuchen, ausser bei sehr kritischen Musikmaterial (Sopran-Gesang in der Klassik, kammermusikalischer Jazz u.ä.) speziell im oberen Mitten- und Hochtonbereich dürfte der Vorteil eines Shibata-Schliffs oder einer SAS-Nadel gegenüber eines Hyperelliptischen Schliffs nicht allzusehtr ins Gewicht fallen.


Was ist an DIESER Musik denn kritisch? Slayer und Metallica abzutasten oder eine der hübsch hoch ausgesteuerten Rage against the machine - DAS ist der Elchtest, den ein Tonabnehmer bestehen muß! Gilt für Lautsprecher genauso... Ein energiefreies Pling-Pling abzutasten sollte eigentlich für jede 20 Euro Rillenfräse leichteste Übung sein... Und bei Metallica etc. hört man einen gravierenden Unterschied zwischen rund oder elliptisch und den scharfen Schliffen wie Shibata oder Line-Contact etc. Da kommt's dann drauf an, ob ein Tonabnehmer die Übersicht behält oder nicht.
Wenn einem das künstlerisch gefällt, okay, hab ich natürlich nix dagegen. Aber zum Anlagentesten

Zu den Nachbaunadeln: ich hab mal für ein Shure eine elliptische Nachbaunadel beim Thakker gekauft. Es hat keine 10sec gedauert, dann war die Nadel bei mir durchgefallen. Für ein Technics P33 hab ich bei Cleorec eine elliptische Nachbaunadel gekauft. Die war zwar deutlich weniger schlecht, aber weit davon entfernt, gut zu sein (mit der hab ich's immerhin 2 Platten lang ausgehalten). Im Vergleich zur Shibata liegen da nicht nur Welten dazwischen sondern ganze Universen... Ergo: das Geld für die billigen Nachbaunadeln ist auf gut deutsch gesagt rausgeschmissen. Aber billig kaufen heißt nun mal meistens zweimal kaufen - erst billig dann gut und preis-wert. What you get is what you pay for wie die Engländer so schön sagen

Gruß
Andreas
wantan
Stammgast
#51 erstellt: 30. Okt 2012, 17:47
Also würdest du, Andreas, die Shibata der Jico SAS an meiner Stelle den Vorzug geben?
Preislich nehmen die sich ja nun nicht viel!

Grüße
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Technics SL-BD20 bricht Wiedergabe ab
Vabian am 19.05.2014  –  Letzte Antwort am 19.05.2014  –  7 Beiträge
Kurze Fragen zu Technics SL-BD20
Reabe am 22.03.2016  –  Letzte Antwort am 22.03.2016  –  4 Beiträge
Technics SL BD20, Störgeräusche bei Nachbau-Plattennadel
Fraigeizzt am 09.01.2016  –  Letzte Antwort am 09.01.2016  –  8 Beiträge
Problem mit Plattenspieler Techniks SL-BD20
DonVito1212 am 26.05.2009  –  Letzte Antwort am 28.05.2009  –  13 Beiträge
Technics SL-BD20 - Cueing defekt
jouse. am 07.11.2010  –  Letzte Antwort am 05.01.2012  –  25 Beiträge
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