Problem beim Einstellen vom TD 160 Mk II

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wollen
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 21. Feb 2013, 22:18
Hallo liebe HiFi-Freunde,

ich habe mir vor einiger Zeit einen TD 160 zugelegt, die zugehörigen Platten kamen endlich letzte Woche.

Leider ist beim Transport der Holzblock einer der beiden Transportschrauben abgefallen und das Chassis hat sich verstellt. Nun habe ich alle Federn so justiert das der Abstand von Tellerand zum Spieler 8mm beträgt. Den Schwingtest habe ich nicht vollkommen verstanden, aber ich sehe eigentlich eine ordentliche Kolbenschwingung.

Nun habe ich meine Gewicht so eingestellt das der Arm im Gleichgewicht steht, das heißt das er wenn ich ihn runterlasse, seine Lage sich nicht verändert.

Wenn ich mit dem Einstellrädchen nun aber die Stärke einstelle und mit der Anti-Skatingkraft (ab jetzt AS) durchprobiere folgen nur Probleme.

Meistens rutscht die Nadel einfach über die Platte, selbst wenn ich die AS so hoch habe das der Arm fast rausgedrückt wird gibt es kleine Sprünge und der Ton ist extrem Rauschig. Ich teste auf einer 180g Schallplatte die ich wahrscheinlich inzwischen schon zerkratzt habe...

Ich habe nun drei Vermutungen was das Problem ist:

1. Ich habe die Einstellung einfach nur falsch vorgenommen.

2. Der Riemen ist zu alt und lässt die Platte ungenau laufen.

3. Die Tonabnehmernadel ist kaputt.

Ich würde mich sehr über eure Hilfe freuen und kann natürlich wenn es euch hilft Bilder und auch ein Video nachreichen.

PS: Der Tonabnehmer ist braun und mit einem großen "G", sowie "GRADO" beschriftet.
PSS: Bei einem Test mit maximaler Auflagekraft (3) und eingestellter Skalingkraft war ein einigermaßen annehmbares Klangbild zu erzeugen, allerdings lief die Platte auf 45 zu schnell und auf 33 zu langsam.

mfg wollen
Ralf_Hoffmann
Inventar
#2 erstellt: 23. Feb 2013, 02:57
Ahoi wollen

Zur richtigen Vorgehensweise der Auflagekraft gibt es zahlreiche Hilfestellungen z.B hier: http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-6053.html
Kurz - wenn ich dich richtig verstanden habe. Du hast den Tonarm so eingestellt, dass er beim absenken des Lifts "stehen" bleibt?
Der Tonarmlift spielt bei dem Prozedere aber keine Rolle

Zum Thema Gleichlaufprobleme müssen die Experten ran. kann vom Riemen übers Lager bis zum Motor alles sein. Da wird man dir noch entsprechende Fragen stellen, um das Problem einzukreisen.
Das wird schon
Gruß
Ralf
Pilotcutter
Administrator
#3 erstellt: 26. Feb 2013, 10:15
Guten Morgen,

das ist ja eine ganze "Fehlerliste". Hat sich da mittlerweile 'was getan?

Sonst fangen wir nochmal ganz von vorne an

Gruß. Olaf
Kai_Muc
Stammgast
#4 erstellt: 26. Feb 2013, 12:58
Hallo,

also am Riemen sollte das nicht liegen! Entweder der Teller dreht sich oder nicht. Auswirkungen auf den Arm sollte das nicht haben. Alte Riemen springen meisten ab, können aber mE nicht den schweren Teller so ungleichmäßig laufen lassen, dass die Nadel wandert!

Ob der Teller gleichmäßig läuft, könntest Du mit einer Libelle für den Dorn probieren.

Hast Du geprüft, ob die Einstellung des Auflagegewichts richtig ist? Erst danach das AS einstellen. Wobei ich nicht glaube, dass es daran liegt. Selbst mit nicht ganz passendem Gewicht und AS sollte die Nadel nicht einfach über die Platte wandern.

Poste doch mal ein Photo von dem Grado! Evtl. ist das ja falsch eingebaut, was mich bei einem Gebrauchten aber wundern würde.

Mein Tipp wäre daher eine kaputte Nadel! Hatte ich vor einigen Wochen mit ähnlichen Problemen. Die Nadel wanderte ein bisschen und die Höhen waren verzerrt. Mit mehr Gewicht wurde das besser, ließ sich aber nicht beheben. Mit der neuen Nadel läuft es wieder.
akem
Inventar
#5 erstellt: 26. Feb 2013, 14:55
Ja, das hört sich sehr nach einer kaputten Nadel an.

Gruß
Andreas
Kai_Muc
Stammgast
#6 erstellt: 26. Feb 2013, 18:17
Sag mal, wenn Du nur weisst, dass der Tonabnehmer braun und mit einem großen "G", sowie "GRADO" beschriftet ist, wie hast Du denn die Auflagekraft eingestellt?
wollen
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 26. Feb 2013, 20:20
Vielen Dank schonmal für die vielen Antworten!

Beginne ich mal bei den einfachen Fragen.

Thorens TD 160 #1

Die Auflagekraft wird doch an dem schwarzen Rädchen eingestellt wenn ich mich jetzt nicht irre. Am Silbernden Rad wird die AS eingestellt und mit dem dicken Gewicht hinten habe ich den Arm ins Gleichgewicht gebracht, oder? ^^
Das ist doch hoffentlich alles unabhängig vom Tonabnehmer/Nadel.

Ich habe immer erst die Auflagekraft eingestellt und danach die AS langsam hochgeschraubt. Die Platte lief am Anfang nie wirklich, die Nadel ist immer reingesprungen. Erst nach ca. 3 Minuten des ersten Liedes gab es kurz, sogar ohne AS, einen guten Klang, für ganze 2 Sekunden... Danach wieder ein starkes Rutschen.

Hier kommen nun drei wunderschöne Handy-Bilder vom Grado. Mich stutzt es aber auch etwas da nichtmal eine Nadel rausguckt, oder sind die Nadeln immer so dick? Aber schaut einfach selber:

Thorens TD 160 #2
Thorens TD 160 #3
Thorens TD 160 #4

Ich hoffe ihr helft mir dann noch etwas beim Einbau, falls ich tatsächlich eine neue Nadel benötige!

Grüße Jakob.


EDIT: Ich glaube ich habe deine Frage bezüglich der Auflagekraft und dem Tonabnehmer jetzt verstanden... Ich habe eine meiner Platten geopfert... Sprich ich habe immer getestet.


[Beitrag von wollen am 26. Feb 2013, 20:21 bearbeitet]
Ralf_Hoffmann
Inventar
#8 erstellt: 26. Feb 2013, 20:32

wollen (Beitrag #1) schrieb:


Nun habe ich meine Gewicht so eingestellt das der Arm im Gleichgewicht steht, das heißt das er wenn ich ihn runterlasse, seine Lage sich nicht verändert.

mfg wollen

Ahoi

Hier mal die BDA des Thorens: http://hifiarchiv.uhostfull.com/Thorens/TD166II/

Ich sehe da übrigens nur den Nadelträger - die Nadel kann ich nicht sehen

.
wollen
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 26. Feb 2013, 21:18
Ok dann liegt es wohl eindeutig an der Nadel...
Kann ich den Tonabnehmer aufschrauben und die Nadel rausholen oder wird die so stark verformt sein das sie unbrauchbar ist?
Benötige ich dann gleich ein ganz neues Tonabnehmersystem oder nur eine neue Nadel?

Gruß
Jakob
Ralf_Hoffmann
Inventar
#10 erstellt: 26. Feb 2013, 21:28
Hi

Das Tonabnehmersystem lass man wie es ist. Die Nadel sitzt auf einem eigenen Einschub, der sich nachkaufen lässt, z.B. hier:
http://www.ebay.de/i...ababa#ht_2201wt_1003

Ob das nun genau der Richtige für dich ist, weiß ich nicht. Finde raus welches Grado du hast, und wende dich an z.B. den oben verlinkten Verkäufer. Diese Ersatznadeln gibt es in unterschiedlichen Qualitäten. Je nach Anspruch kann es auch teuer werden.

Natürlich kannst du auch das komplette System tauschen..................................wie du willst.

Gruß
Ralf

Was ist mit den Gleichlaufproblemen?
Pilotcutter
Administrator
#11 erstellt: 26. Feb 2013, 21:37
'n Abend.

Das erste, was mir auffällt, ist dass da eigentlich ein falsches Gegengewicht montiert ist. Bei den leichten TP16 Armen wird hinten ein leichtes graues Gewicht betrieben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Grado so schwer ist, dass das schwarze schwere benötigt wird. Wenn Du den Tonarm denn in die Waage bekommst, mag's gehen. Aber ich glaube kaum, der GewichtsUnterschied ist recht hoch zwischen grau und schwarz.

Die Nadel ist wohl wirklich futsch.

Gruß. Olaf
wollen
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 26. Feb 2013, 21:40
Hey

@ Pilocutter

Also das Gewicht liegt sogar eher mittig, also extrem zu schwer wird es wohl nicht sein. Mich stört das auch nicht weiter, natürlich nur wenn dadurch keine Probleme entstehen.

@Ralf

Du bist echt mein Retter! Jetzt müsst ich nur noch wissen wie ich den Tonabnehmer rauskriege. Hilft da nur beim Verkäufer fragen oder gibt es da auch Anhaltspunkte der einzelnen Modelle?

Und ich denke der Gleichlauf wird (hoffentlich) gegeben sein, wenn dann endlich mal eine Nadel in die Rillen kommt ;).

Gruß
Jakob
Kai_Muc
Stammgast
#13 erstellt: 26. Feb 2013, 21:52
Hi Jakob,

den ganzen Tonabnehmer würde ich erstmal nicht tauschen, außer Du findest jemand, der Dir hilft. Der Einbau ist gar nicht so leicht und ein paar Hilfsmittel brauchst Du auch.

Zum Wechseln der Nadel brauchst Du den Tonabnehmer nicht abschrauben. Du kannst den unteren Teil einfach ganz rausziehen und ersetzen. Die Nadel sitzt in einer Art Rahmen.
wollen
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 26. Feb 2013, 22:18
Hey Leute,

mir ist wohl grade ein fürterlicher Fehler unterlaufen...

Ich habe die Untere Plastikkappe wie beschrieben abgenommen, allerdings war immernoch nur der Nadelhalter zu sehen. Nun dachte ich man tauscht den kompletten Halter mit der Nadel aus und wollte also nun den Halter abziehen, dabei is nun die Spitze dieses Halters abgebrochen.
Er war allerdings schon stark vebogen und sehr weich. Ist es nun richtig den gesamten Halter herauszuziehen oder brauche ich jetzt doch einen neuen Tonabnehmer?

Solange es nicht schwerer als Löten wird habe ich damit kein Problem und bin auch teilweise froh, weil sich das Angebot an Grado Nadeln jetzt schon als sehr klein erweist...

Gruß
Jakob

EDIT: Es ist aber nur ein wenig abgebrochen/gerissen. Denke mal die Nadel könnte trotzdem noch die Verbidnung aufnehmen, die Verbindung guckt nämlich bei aufgestecktem Nadelhalter noch heraus.


[Beitrag von wollen am 26. Feb 2013, 23:07 bearbeitet]
Ralf_Hoffmann
Inventar
#15 erstellt: 27. Feb 2013, 01:23
Guck dir den link nochmal genau an, den ich dir geschickt hatte. Da erkennst du, wie umfangreich das Bauteil ist, welches du abziehen musst. An einem Tonabnehmer wird nix gelötet.

Wenn dir das zu frickelig ist, kannst du natürlich auch den kompletten Tonabnehmer (samt Nadel) ersetzen (lassen).

Die Nadel hat übrigens nix mit den Gleichlaufproblemen zu tun. Das ist eine andere Baustelle.

Ein Video zum Thema Auflagekraft einstellen. Ist nicht dein Thorens, aber die grundsätzlichen regeln werden deutlich:
http://www.youtube.com/watch?v=8lMA6RMsldE

Gruß
Ralf
wollen
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 27. Feb 2013, 01:51
Da die Nadel bei mir komplett fehlt, dachte ich eben das andere wäre die Nadel, weiß jetzt aber genau was was ist.

Beim Tonabnehmerwechsel muss ich doch nur den alten abschrauben, die Kabel abziehen, den neuen anschrauben, Kabel wieder ran und das Gewicht einstellen oder?

Naja ich denke aber wenn da nicht einmal eine Nadel war, sondern nur dieser lasche Übertragungsleiter dann konnte dieser eben nicht in der Rille bleiben.



Mein einziges Problem ist nun die Bestimmung meines Tonabnehmers. Hab jetzt schon nach Listen gegoogelt oder wlecher Grado in dem TD 160 MK II original verbaut wurde oder überhaupt ein brauner Grado.
Kann mir da jemand mit viel Erfahrung helfen oder wie soll ich da ran gehen? Würde nämlich doch erstmal eine neue Nadel versuchen.

Gruß
Jakob
Hörbert
Moderator
#17 erstellt: 27. Feb 2013, 02:46
Hallo!

Das ist wahrscheinlich ein Grado der FTR- oder GF-Serie, zwar gibt es für diese Serien keine Originalnadeln mehr aber hier passen ebensogut die Nadeleinschübe der (aktuellen) Prestige-Serie sowie der Nadeleinschub des Grado Reference Platinum.

Ein gutes Preis-Leistungsverhältniss bietet hier die Nadel des Grado Prestige Silver die du für etwa 100-120 Euro bekommen dürftest.

MFG Günther
Kai_Muc
Stammgast
#18 erstellt: 27. Feb 2013, 14:40
Eine Freund von mir hatte vor Jahren so ein braunes Grado mit dem G auf seinem Dual. Der meinte, es sei aus den 70ern und der Vorgänger der Prestige-Serie.

Frag doch mal beim Tonnadelparadies von Friedrich Gleich nach. Dem kannst Du sicher auch das Photo per E-Mail schicken. Herr Gleich verkauft seit Ewigkeiten nur Plattennadeln und sollte wissen, was für ein System das ist und welche neue Nadel passt. Der hat einige Grados im Angebot!

Gruß

Kai
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