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Plattenspielerdeckel zu oder offen beim Spielen?

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Volkmar
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 28. Dez 2003, 13:44
Hallo,

ich kenne zwei Standpunkte:

1) Der Deckel sollte beim Spielen geschlossen sein, um vor Raumschall von den Boxen zu schützen

2) Der Deckel sollte offen sein, weil er als möglicher Resonanzkörper wirkt.

Gibt es dazu eine 'endgültige' Meinung?

Und wenn offen: sollte dann der Deckel offen stehen oder ganz abgenommen werden?
Herbert
Inventar
#2 erstellt: 28. Dez 2003, 13:51
Hallo Volkmar,

nur 1) kann richtig sein!

Grund:
Ein Deckel wird immer eine gewisse Schalldämpfung haben. Die Schallenergie von "Deckelresonanzen" wird immer geringer sein als der anregende Direktschall.

Ansonsten gilt die übliche Regel: Plattenspieler möglichst vor Direkt- und Trittschall schützen.

Gruss
Herbert
Holger
Inventar
#3 erstellt: 28. Dez 2003, 14:18
Für die besten Plattenspieler der Welt gibt's gar keine Hauben.
Nirgends, wo hochwertig mit Plattenspielern vorgeführt wird, hat eines der Geräte eine Haube oder wird gar mit geschlossener Haube betrieben.
Das bisschen Luftschall, das Arm und Abnehmer erreichen kann, wirkt sich bestimmt deutlich weniger aus als die große Masse Luftschall, die von einer geschlossenen Haube an die Zarge weitergeleitet wird und damit ebenfalls den Abtastvorgang beeinträchtigt.
Ich betreibe alle meine Plattenspieler schon immer OHNE Haube (auch den LP12, als ich ihn noch hatte).
Volkmar
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 28. Dez 2003, 14:25
Hallo,

da wären sie wieder die zwei Meinungen


Gibt es irgendwo im Netz Aussagen der Hersteller dazu?
drbobo
Inventar
#5 erstellt: 28. Dez 2003, 15:28
Hallo
die Praxis spricht eindeutig für Holger's Theorie.
Das Problem der "Deckel" ist, dass es sich auch laut Hersteller um Staubschutzhauben handelt, nicht um entkoppelte "Schallentkoppler", so dass bauartbedingt sicher keine Klangverbesserung zu erwarten ist. Eine Art grosse schwere Glasglocke, die nicht mit dem Chassis in Verbindung steht, würde tatsächlich den von Herbert genannten Effekt haben.
LogicDeLuxe
Stammgast
#6 erstellt: 28. Dez 2003, 17:01
Ich höre bei mir keinen Unterschied. Mein Plattenspieler steht weit von den Lautsprechern entfernt, um Rückkopplungen zu minimieren.
Wo ich dagegen schon einen Unterschied höre ist, wie rum die Gummimatte auf dem Teller liegt. Sie hat auf der einen Seite ein anderes Muster, als auf der anderen. Offenbar gibt es da schon eher Resonanzen, die den Klang beeinflussen können, als beim Deckel.
Die ultimative Antwort auf Deine Frage findest Du wohl nur beim Ausprobieren und Hinhören. Das ist immer gut.
stype
Stammgast
#7 erstellt: 28. Dez 2003, 17:14
Hallo Volkmar,

beim LP12 sollte sich diese Frage doch gar nicht stellen: gemäß Insider-Infos soll man für optimale Klangerlebnisse alternativ zum Ikea-Tischchen seine Abdeckung als Unterlage benutzen, auf die er dann gestellt wird.;)

Meiner spielt gemischt:
- Wenn ich es audiophil mag, ohne Haube.
- Im Normalbetrieb bei kleinen Pegeln mit geöffneter Haube.
- Wenn es laut wird, ohne Haube, weil die sonst deutlich vibriert/brummt. Vermutlich weil mein Spieler leider sehr nahe an der einen Box stehen muß.

Mit geschlossener Haube gefiel es mir am wenigsten, das hatte ich direkt nach Neuanschaffung mal probiert. Ich kann mir jedoch abhängig von der Aufstellung und dem Schalldruck der Boxen unterschiedliche Ergebnisse vorstellen, deshalb sollte man einfach probieren, ob man Unterschiede hört.

Eigentlich beinhaltet die "Haubenfrage" gleich die nächste Frage: Wenn man ohne Haube spielt, ist wohl häufigeres Abstauben angesagt. Wie geht ihr dabei vor? Laß ihr euere Frauen 'ran?

Gruß

Klaus


[Beitrag von stype am 28. Dez 2003, 17:15 bearbeitet]
Volkmar
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 28. Dez 2003, 17:29

Eigentlich beinhaltet die "Haubenfrage" gleich die nächste Frage: Wenn man ohne Haube spielt, ist wohl häufigeres Abstauben angesagt. Wie geht ihr dabei vor? Laß ihr euere Frauen 'ran?

Gruß

Klaus


Hallo Klaus,

niemand kommt näher als 1,50m an meine Anlage

PS. Ich muß gestehen, daß ich bei mir bisher keine klanglichen Unterschiede gehört habe (vielleicht weil er nicht auf der Haube steht )

Der LP12 steht bei mir auf einem separaten Wandregal, damit ist er bestens gegen Trittschall gerüstet. Die Boxen sind auch relativ weit entfernt.

PPS. Du bist ja noch 'reinrassiger' als ich ...
stype
Stammgast
#9 erstellt: 28. Dez 2003, 18:17
Hallo Volkmar,


PS. Ich muß gestehen, daß ich bei mir bisher keine klanglichen Unterschiede gehört habe (vielleicht weil er nicht auf der Haube steht;))


Um so besser, dann würde ich mit geschlossener Haube spielen, da staubt er am wenigsten ein.


PPS. Du bist ja noch 'reinrassiger' als ich ...


Stimmt, wobei Du sowohl beim LP12 als auch bei der Elektronik und den Boxen zumindest laut Papierwerten eine Liga höher spielst. Du hast eine sehr interessante Zusammenstellung, ich bin mal gespannt, was bei Deiner Boxensuche rauskommt.
Mit meiner Kette bin ich momentan sehr zufrieden und vermute, dass die "Reinrassigkeit" einen großen Teil zum Ergebnis beiträgt. Deshalb wird vermutlich beim nächsten Upgrade als letztes "Fremdgerät" die Creek-Phonovorstufe dem Kettengedanken geopfert. Meine Erfahrung (nach meinem Hörgeschmack, der sich vor allem am Rhythmus orientiert) war bisher: je schottischer desto besser
Wenn der Kettengedanke bei den Amis auch funktioniert, müßtest Du dann nicht bei Revel landen?

Gruß

Klaus
Volkmar
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 28. Dez 2003, 18:28

Hallo Volkmar,

Mit meiner Kette bin ich momentan sehr zufrieden und vermute, dass die "Reinrassigkeit" einen großen Teil zum Ergebnis beiträgt. Deshalb wird vermutlich beim nächsten Upgrade als letztes "Fremdgerät" die Creek-Phonovorstufe dem Kettengedanken geopfert. Meine Erfahrung (nach meinem Hörgeschmack, der sich vor allem am Rhythmus orientiert) war bisher: je schottischer desto besser
Wenn der Kettengedanke bei den Amis auch funktioniert, müßtest Du dann nicht bei Revel landen?

Gruß

Klaus

Hallo Klaus,

in der Tat. Die Revel hatte es mir richtig angetan. Leider hatte ich sie erst gehört als ich die B&W schon hatte und auf der Suche nach neuer Elektronik war. Wobei die 804 sicher ein sehr guter LS ist - nur halt, wie ich glaube, nicht mehr mit den in der Zwischenzeit erworbenen Geräte mithalten kann.

Bzgl. Phonostufe bin ich auch weiterhin auf der Suche nach einem alten ML Schätzchen, obwohl ich gerade ein gebrauchtes Linto erworben habe. Dieses spielt zwar sehr gut, aber anhören will ich sagenumwobene 25S dann doch mal.

Du must dann auch auf ein MC System wechseln, solltst Du ein Linto kaufen wollen, das geht dann richtig ins Geld. Das genau habe ich gerade hinter mir. Das Adikt spielte zwar sehr schön, aber ich hatte ein nicht zu beseitigendes Zirpen (wie sich später herausstellte, vermutlich ein defekter Tonarm). Darauf wurde der Akito II gegen ein Ekos und das Adikt gegen ein Akiva getauscht (Du siehst, Deine Zusammenstellung hatte ich auch bis vor kurzem).
Jetzt ist erst einmal Ruhe
stype
Stammgast
#11 erstellt: 28. Dez 2003, 18:43
Hallo Volkmar,

wenn Du das gerade hinter Dir hast:
wie würdest Du den Unterschied AkitoII/Adikt gegen Ekos/Akiva beurteilen, mal abgesehen von dem fehlerhaften Zirpen?

Bei mir sehe ich als nächstes noch kein MC-Sytem, das wird mir mit Arm, System und Linto erst mal zu teuer. Den LP12 habe ich ja erst seit 3 Monaten...
Ich denke eher daran, evtl. den Classik durch eine Vorstufe mit eingebautem MM-Phonovorverstärker (Kolektor,Wakonda oder Kairn) und einen separaten CD-Player zu ersetzen. Aber das werden Hörtests zeigen müssen, wo die Richtung hingeht. Aktivierung wäre bei Linn ja auch immer noch eine Option...

Ob wirklich irgendwann mal wieder Ruhe ist? Ich bin skeptisch

Gruß

Klaus
Volkmar
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 28. Dez 2003, 19:21
Hallo Klaus,

sehr schwere Frage - die Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Man kann sich viel einbilden, wenn man mit einem Klangeindruck aus der Vergangenheit vergleicht.

Dies gesagt, bilde ich mir ein, daß nun der LP12 auf einem Niveau mit dem ML CD Player spielt. Dies war vorher definitiv nicht der Fall. (Den alten CD Player spielte der LP12 an die Wand, bei dem neuen war es umgekehrt). Ob das nun am System, dem Arm oder der Kombination liegt, kann ich nicht sagen. Ich denke aber, daß die Kombination z.B. deutlich an Impulsverhalten und Bassvolumen gewonnen hat. Es kommt viel mehr Information von der Platte rüber. Ob dieser Zugewinn die mehreren TEUR wert war? Nächste Frage

Ich würde an Deiner Stelle über ein (gebrauchtes) Lingo nachdenken, das hat bei mir damals viel gebracht, bevor ich an Arm und System ging. Das hat ja noch Zeit. Die Adikt/Akito Kombo macht sehr schöne Musik.

Irgendwann wirst Du IMHO an einem MC System nicht vorbeikommen, wenn Du upgraden willst. Es muß ja nicht das Akiva sein. Dann ist man, solange man nciht weiß was man will, mit einer MM/MC Phonostufe flexibler. Ich hatte mir zu diesem Zweck eine Acoustic Signature Tango Phonostufe geholt. Sehr schönes Teil, spielt wirklich gut.
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