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PMC Lautsprecher auf der High End

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Neudidi
Neuling
#1 erstellt: 22. Mai 2007, 14:15
Ich bin gerade auf der Suche nach neuen Lautsprechersystemen zwischen 3.000.- und 4.000.- EURO und habe mir extra auf der High End am Wochenende zwei Tage Zeit genommen um so viele Höreindrücke wie möglich mitzunehmen. Eigentlich hatte ich mich schon etwas auf die neue Burmester B-Serie eingeschossen (kommt im September), da war ich noch bei einem eher unbekannten Hersteller (PMC) am Stand. Die haben dort ein Transmissionline-System für unter 2.000.- EURO vorgeführt das alles weggeblasen hat, was ich bis dahin gehört habe (Auflösung, Dynamik, Tiefenstaffelung, Frequenzgang - alles unglaublich!). Hat zufällig noch jemand bei denen reingehört oder kennt jemand die Marke aus dem Tonstudio (da ist PMC angeblich state of the art)?

HIGH_END_NEWBIE
Stammgast
#2 erstellt: 22. Mai 2007, 14:26
Na da hast du aber glück gehabt:D...
PMC sind äusserst bekannt in der Studioszene. Leider konnte ich sie noch nicht persönlich hören aber ihr Ruf eilt ihnen voraus. Falls du dich für Studio LS begeistern kannst, infomier dich mal über Klein & Hummel, Music Electronic Geithain, Dynaudio Acoustic (Professional) und eventuell auch Genelec. Du wirst auch einige Infos im Forum finden. In dem von dir angepeilten Preisrahmen dürftest du im Studiobereich schon etwas extrem gutes bekommen. Das sehen Burmester ganz schön alt aus mit Ausnahme des Designs, wenns denn gefällt.
langsam
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 22. Mai 2007, 14:28
PMC ist einer der renommiertesten Hersteller im Studiobereich. Es lohnt sich auf jeden Fall mal über den Hifi-Tellerand hinaus zu sehen.

Gruss, l.
Albus
Inventar
#4 erstellt: 22. Mai 2007, 16:40
Tag,

PMC = www.pmc-speakers.com - die beiden kleinen Nahfeldmonitore DB1S-A und TB2S-A waren in der Production Partner, 3/2005, sehr gut besprochen worden - nach ausführlichen Messungen und Hörversuchen. Das kleinere der Selfpowered Modelle, das DB-Modell, liegt danach bei Paarpreis Euro 1700, das Modell TB2S-A steht im Bericht mit Euro 2400 zu Buche. "Im Hörtest ... rundum zu überzeugen wussten und (legten) ein absolut professionelles Verhalten an den Tag."(Seite 47).

Alles einer Beachtung wert.

MfG
Albus
hohesZiel
Stammgast
#5 erstellt: 10. Jun 2007, 12:23
Soweit ich informiert bin, haben einzelne Chassis von PMC einen ganz hervorragenden Ruf, die kompletten Lautsprecher werden jedoch weniger hochgelobt.. letztlich hilft nur selber hören gegen andere.

Gruß
Dirk
c2007
Stammgast
#6 erstellt: 10. Jun 2007, 13:38
Hallo Neudidi,

ich kenn zwar PMC nicht, aber ich bin auch gerade in diesem Preissegment auf der Suche um meine alten BC Acoustique Araxe II zu ersetzen.

Ich hoere hauptsaechlich Jazz und Blues, hin und wieder ein bischen Pop dazwischen.

Bisher habe ich die folgenden Kandidatinnen gehoert:

B&W 804s: Klingt gut bei Stimmen, ansonsten unpraezise und weich. Fuer mich aus dem Rennen.

Focal 1027Be: Klar, offen, praezise, unglaublich breites Buehnenbild. Bei Stimmen allerdings der 804s klar unterlegen. Wuerde ich gerne mal bei mir zuhause hoeren. Habe leichte Bedenken bezueglich Beryllium in meiner Wohnung (demnaechst mit Kleinkind!).

ProAc D15: Neutral, praezise. Hat mir gut gefallen. Wuerde gerne 'mal die neue D28 hoeren. Die ist allerdings auch gleich deutlich teurer (~5500 euro).

Pierre-Etienne Leon Kantor: Sehr aehnlich der D15, aber besser bei Stimmen. Etwas weniger Bass, etwas zurueckhaltender, weniger dynamisch. im direkten Vergleich einen Hauch besser als die D15.

Heliatus Blackbird: Kommt an die D15/Kantor bei weitem nicht 'ran.

Der Haendler hat den kleinen Fehler gemacht uns zuerst die KEF Reference 203 vorzufuehren. Die ist 'ne echte Wucht und hat die anderen schlicht und einfach weggeblasen. Dummerweise kostet sie aber 10 Kiloeuronen...

Ueber's Wochenende habe ich die Kantor bei mir zuhause. Im Vergleich zu den Araxe sind sie mehr hoehen/mittenbetont und weniger dynamisch. Bei einigen Stuecken gefallen dir die Araxe glatt besser, obwohl der Paarpreis mittlerweilse bei unter 1000 Euro liegt. Mit anderen Worten, ich bin mir nicht sicher ob sich die Investition lohnt. Zudem ist das Design der Kantor wirklich nicht gelungen: Eine Riesenkiste, das Furnier ist langweilig und "platt", kaum sichtbare Maserung. Die Kanten sind abgerundet so dass ca 4mm MDF unter dem Furnier hervorscheinen. Eigenlich unwuerdig in dieser Preisklasse. Da haette man sie lieber anstaendig lackieren sollen.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe den Ideallautsprecher in dieser Preisklasse noch nicht gefunden.

Lass wissen wie Du Dich entscheidest.

Cheers,
c2007
Nass36
Neuling
#7 erstellt: 10. Jun 2007, 15:12
Hallo !

Ich war nach einer Weile Hifi-Abstinenz ( sitdem Frankfurt abgelöst wurde ) zum ersten Mal nach München geflogen und bin 3 Tage da geblieben ... Ich habe einiges an Höreindrücke gewonnen und bin froh, daß ich da gewesen bin . Die PMCs habe ich mir angehört , gar nicht schlecht , und der Mann , der das vorgeführt hat war sehr sympatisch...Gutes habe ich bei JMLab/ Focal gehört, Davis Acoustics Matisse für 1000 Euro in Klavierlack Top trotz der miserablen Akustik und uneingespielten Geräte von Thule , Tound aus Italien ist optisch gesehen gewöhnunsbedürftig , aber klanglich toll . Die unbezahlbaren Sachen erwähne ich nicht .
Die Sachen muß man zu Hause hören auf alle Fälle...
Übrigens , die neuen von Yamaha ( bitte nicht lachen ) waren gar nicht schlecht ..Enormes Potential imho ...

Gruß
Neudidi
Neuling
#8 erstellt: 15. Jun 2007, 12:05
Vielen Dank für die Infos. Ich habe mal das Web durchsucht und mit zwei Studios Kontakt aufgenommen. PMC ist auch im Studio eher exklusiv denn Masse. Vor allem große Musik Recording und Mastering Studios setzen die Marke ein - das kann ja nicht wirklich falsch sein.

Ich hab´ den Vertrieb jetzt mal angeschrieben und die schicken mir sogar zwei Sets kostenlos nach Hause zum Testhören - ich heiz schon mal meine Bryston an

Später mehr ...
Holzöhrchen
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 15. Jun 2007, 13:11
Wo gibt's denn die PCMs in München zu hören?
pilab
Stammgast
#10 erstellt: 16. Jun 2007, 18:14
PMC

Wusste gar nicht das die hier jemand kennt

PMC und Bryston sind in Mix- und Mastering Studios Top of the Art. Gibt zur Zeit wohl nicht viel besseres. Aber immer dran denken: Im Studio wird zuerst der Raum optimiert, dann die Anlage drauf eingemessen. Möglichst linear von 20 - 20'000 Hz.

Wir haben im Studio auch PMC's im Einsatz. Vergöttern würde ich diese Speaker nicht gerade, habe aber noch nichts besseres gehört.

Zuhause mit Cabasse und Krell und vieeeeeeeeeel Raumtuning tönt es ähnlich... aber leider nur ähnlich
Haltepunkt
Inventar
#11 erstellt: 17. Jun 2007, 21:16

Albus schrieb:
Tag,

PMC = www.pmc-speakers.com - die beiden kleinen Nahfeldmonitore DB1S-A und TB2S-A waren in der Production Partner, 3/2005, sehr gut besprochen worden - nach ausführlichen Messungen und Hörversuchen. Das kleinere der Selfpowered Modelle, das DB-Modell, liegt danach bei Paarpreis Euro 1700, das Modell TB2S-A steht im Bericht mit Euro 2400 zu Buche. "Im Hörtest ... rundum zu überzeugen wussten und (legten) ein absolut professionelles Verhalten an den Tag."(Seite 47).

Alles einer Beachtung wert.

MfG
Albus


Sehr gut? Das Fazit lautet Zitat: "messtechnisch..zwar nicht perfekt..über alles betrachtet durchaus respektabel..mit diversen Stärken, die Verzerrungswerte betreffend.."

Die Passivweiche mit 12 db/oct Filter sorgt für einen Zitat: "großzügigen" Interfenzbereich.Sieht man auch schön an den vertikalen Isobaren.

Die Sprungstelle im BM fällt nur moderat aus, weil die Trennfrequenz mit 2 kHz tief ausfällt, der LS entsprechend insg. somit rel. breit abstrahlt. Damit steigt die Anforderung an die Raumakustik auch bei kurzen Hörabständen. Muss kein Nachteil sein, sollte man aber berücksichtigen.

Der Frequenzgang beider Modelle ist gesoundet. Breitbandige Präsenzsenken und anschließender Anstieg zu hohen Frequenzen um ca. 5 db.
Bei Anselm Görtz' Höreindrücken fehlt mir die Stringenz. Bei diesem Test hat er über die Schwächen 'hinweggehört' und die Stärken beschrieben. In der Sound&Recording 5/2006 hat er die PMC AML1 getestet. Bei diesem Modell fehlt zwar die Präsenzsenke, es fällt aber ebenfalls der Zitat: "generelle Anstieg um 6db bis 20 kHz auf". Wir treffen auch wieder auf einen weiten Interferenzbereich in der vertikalen Isobarenmessung.
Und siehe da, jetzt werden die messtechnischen Schwächen auch im Höreindruck beschrieben. Es kommt Zitat: "erwartungsgemäß zu einer gewissen Höhenbetonung" und Interferenzen sein Dank zu Zitat: "teilweise unscharfe räumliche Abbildung".
Und das bei einem Paarpreis von 7.000 EUR

Grüße
Martin
Meister_Gü
Stammgast
#12 erstellt: 18. Jun 2007, 21:02
Hallo,

habe PMC auch in München gehört, und sie haben mir dort sehr gut gefallen. Schon früher hab ich sie im Tonstudio meiner Uni am Tag der offenen Tür gehört. Auch dort haben sie mich voll überzeugen können. Habe selten so gut Musik gehört wie mit denen...
Neudidi
Neuling
#13 erstellt: 29. Jun 2007, 11:32
Ich habe seit gestern Abend nun zwei Sets (GB1 und OB1) in meinem akustisch eher mittelprächtigen Wohnzimmer stehen. Ich musste zwar ein wenig an der Positionierung arbeiten, aber nach einer halben Stunde klangen die kleinen Standlautsprecher genau so beeindruckend wie auf der High End. Die GB1 sind der absolute Knaller (habe ich damals schon gehört), gehen unglaublich tief runter, vertragen im Vergleich zu den größeren OB1 weniger Lautstärke - die wurden auf der Messe leider nicht angespielt. Beide haben eine wirklich extrem gute Abbildung - ich habe mir 10 Minuten gesprochenen Text im dunkeln gegeben (war schon spät) - da bekommste regelrecht Angst. Man glaubt tatsächlich dass jemand vor Dir steht und spricht. Danach wieder auf meine Audio Physics umgeschaltet - was für ein Unterschied - man hört plötzlich den Lautsprecher. Ich werd am Wochenende mal richtig einheizen ...
Holzöhrchen
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 29. Jun 2007, 11:38
Welche Audio Physic haste denn?
bmw_330ci
Inventar
#15 erstellt: 23. Apr 2008, 15:36
Bin gerade durch den Bericht des AV-Magazins http://www.av-magazin.de/index.php?id=2170 auf diese LS aufmerksam geworden.
Hört und liest sich ja alles recht interessant.

Hat denn evtl. schon jemand LS aus dem consumer-hifi Bereich http://www.pmc-speak...de=productCats&cid=4 von diesem Hersteller?

und
wasfro
Stammgast
#16 erstellt: 24. Apr 2008, 16:10
Ich hab die kleine DB1 Profi Version daheim und bin begeistert von der Dynamik der kleinen du Knast die über den vertrieb daheim testen.
Aber Vorsicht wen Aufnahme schlecht ist hört man das.
Peter_Jaraba
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 27. Mai 2008, 19:27
Wo kann man in Deutschland PMC kaufen?
ton-feile
Inventar
#18 erstellt: 27. Mai 2008, 20:15
Hallo,

mir missfällt, dass ich nirgendwo Messungen der PMCs finde.

So etwas sollte imO eigentlich eine Selbstverständlichkeit für einen Hersteller von Studiomonitoren sein.
z.B.
Klein & Hummel O410

Aus welcher Quelle kommt denn die Aussage, dass PMC in der Studioszene so verbreitet ist?

Gruß
Rainer
klingtgut
Inventar
#19 erstellt: 27. Mai 2008, 20:17

Peter_Jaraba schrieb:
Wo kann man in Deutschland PMC kaufen?


Hallo,

hier http://www.hifi-spot.de/Dokumente/Home.html oder bei ausgewählten Händlern

Zur aktuellen PMC GB 1 i findest Du hier mehr http://www.hifi-foru...d=5&postID=2864#2864

Viele Grüße

Volker
klingtgut
Inventar
#20 erstellt: 27. Mai 2008, 20:54

ton-feile schrieb:

Aus welcher Quelle kommt denn die Aussage, dass PMC in der Studioszene so verbreitet ist?

Gruß
Rainer


Hallo,

die Kundenliste sagt wohl alles:

http://www.pmc-speakers.com/keyclients/index.php

Viele Grüße

Volker
ton-feile
Inventar
#21 erstellt: 27. Mai 2008, 21:30

klingtgut schrieb:


die Kundenliste sagt wohl alles.


finde ich nicht.
Da sind viele Firmen aufgeführt, die selber keine PMC Lautsprecher nutzen, sondern darauf schon mal irgendwo produzieren haben lassen.

Das ist eben Marketing.
Aber wem erzähle ich das.

Edit: wir können ja mal zählen. zB. Genelec:
Klick

Gruß
Rainer


[Beitrag von ton-feile am 27. Mai 2008, 21:34 bearbeitet]
klingtgut
Inventar
#22 erstellt: 27. Mai 2008, 21:46

ton-feile schrieb:
Da sind viele Firmen aufgeführt, die selber keine PMC Lautsprecher nutzen, sondern darauf schon mal irgendwo produzieren haben lassen.


Hallo,

keine Ahnung ob das so ist aber wenn dann sind deren CDs oder was auch immer auf PMC Lautsprechern produziert worden und das ist ja imho das wichtige.

Denn damit unterscheidet sich PMC ganz erheblich von Herstellern wie B & W die ein Studio eingerichtet haben um sich als Studiolautsprecherhersteller bezeichnen zu können ,
das ist nämlich dann Marketing.

Von daher bezeichnen sich z.B. PMC und Genelec zu recht als Studiolautsprecherhersteller und andere eben nicht.Ob der eine jetzt 5 Studios mehr beliefert als der andere spielt imho keine Rolle.

Viele Grüße

Volker


[Beitrag von klingtgut am 27. Mai 2008, 21:50 bearbeitet]
ton-feile
Inventar
#23 erstellt: 28. Mai 2008, 06:53
Morgen,

darauf, dass B&W die Marketing-Meister sind, können wir uns gerne einigen.

Gruß
Rainer
userdx
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 06. Jun 2008, 11:44


[Beitrag von userdx am 06. Jun 2008, 11:55 bearbeitet]
klingtgut
Inventar
#25 erstellt: 06. Jun 2008, 11:50

userdx schrieb:
Hier mal unten lesen, sehr interessant in Bezug auf PMC


also auf der von Dir verlinkten Seite 37 steht nichts über PMC, verlinke doch bitte direkt auf das von Dir gemeinte Posting

Viele Grüße

Volker
ton-feile
Inventar
#26 erstellt: 06. Jun 2008, 12:00
Hallo,

Ab hier: Klick!

Sehr amüsant ist das Posting von "Poison Nuke". Bin richtig traurig, dass ich mir das Vorführergeschwurbel auf der HighEnd nicht auch gegeben habe.


ich habe z.B. gefragt, wie denn das für den Studiobereich kritische Abstrahlverhalten aussehen würde. Da meinte er, das wäre erstens sehr unwichtig, weil die Mischpulte meist sehr breit seien (aha... ), weiterhin würden sie das nach Gehör machen, man könne ja das Abstrahlverhalten eines LS genau hören (ok ... ). Genauso werden die Frequenzweichen ausschließlich per Gehör eingemessen, weil die Messgeräte ja nicht soviel messen können, wie ein Mensch hören kann ( .... ).
Die Transmission Lines würden sie ebenfalls in Jahrelanger Try&Error Arbeit per Gehör fertigen, da sie nicht simulierbar sind...die haben wohl noch nix von AJhorn gehört ...
Und der Hammer zum Schluss:
die Raumakustik von einem Studio würden sie ausschließlich per Gehör optimieren ...


Kicher

Und ein paar Postings davor das:

Der nette Vorführer von PMC hat auf der Highend erzählt, dass es im Studiobereich sehr wichtig ist, dass die LS laut und leise immer gleich klingen, damit der Tonmeister bei unterschiedlichen Abhörlautstärken mixen kann


Doppelkicher

Gruß
Rainer
wasfro
Stammgast
#27 erstellt: 07. Jun 2008, 11:19
Ich hab PMC daheim und bin sehr zufrieden aber den scheiß den die da so verzapfen ich denke die sollten mal bei B+W zur Schulung gehen weil gutes Marketing schaut wohl anders aus.
Zumal bei potenziell Informierten Publikum man solche lach Nummern doch sein lasen sollte.


[Beitrag von wasfro am 07. Jun 2008, 11:24 bearbeitet]
svensound
Neuling
#28 erstellt: 07. Jun 2008, 23:14

ton-feile schrieb:
Hallo,

Und ein paar Postings davor das:

Der nette Vorführer von PMC hat auf der Highend erzählt, dass es im Studiobereich sehr wichtig ist, dass die LS laut und leise immer gleich klingen, damit der Tonmeister bei unterschiedlichen Abhörlautstärken mixen kann


Doppelkicher

Gruß
Rainer



Es ist nicht nur sehr wichtig sondern absolut essentiell dass Lautsprecher im Studio bei unterschiedlich lauten Abhörverhältnissen die selbe Klangcharakteristika haben. Ist dies nicht oder nur bedingt der Fall erfordert es viel Einfühlungsvermögen und vor allem auch teure Studiozeit diese Unterschiede immer wieder auszugleichen. Im Extremfall kommt eben eine schlechte Mischung dabei raus.

@Rainer: Ich hoffe für Dich Du verdienst Dein Geld nicht im Studio, sonst wirds bitter ... für Deine Kunden und für Dich.

Sven (Kopfschüttelnd)
ton-feile
Inventar
#29 erstellt: 08. Jun 2008, 11:43
Hallo Sven,

Lese doch erst mal in dem verlinkten Thread nach, bevor Du den Kopf schüttelst.

Wenn Lautsprecher laut und leise gleich klingen sollen, brauchen sie eine eingebaute dynamische Loudness-Entzerrung.
Stichwort: Kurven gleicher Lautstärke ISO 226:2003.




Ich erwarte von einem brauchbaren Lautsprecher bei jedem Abhörpegel den gleichen (linearen) Amplitudengang.

Nachdem PMC leider keine Messungen seiner "Studiomonitore" veröffentlicht, wie das (fast) alle anderen Hersteller tun, lässt sich momentan keine Aussage darüber treffen, ob diese Forderung erfüllt wird.

Aber PMC macht das ja angeblich eh alles nach Gehör.

Also weiterhin Doppelkicher über das Vorführergeschwurbel.

Gruß
Rainer

Edit: Nachdem Du anscheinend in der Studioszene zuhause bist, kannst Du uns als Insider doch bestimmt mit einer Einschätzung über die Verbreitung von PMC Lautsprechern erhellen.
Dem Vorführer auf der HighEnd nach, werden ja mehr als 80% aller "wichtigen" Produktionen über PMC-Abhören gemischt.


[Beitrag von ton-feile am 08. Jun 2008, 15:56 bearbeitet]
svensound
Neuling
#30 erstellt: 09. Jun 2008, 21:40

ton-feile schrieb:
Hallo Sven,

Edit: Nachdem Du anscheinend in der Studioszene zuhause bist, kannst Du uns als Insider doch bestimmt mit einer Einschätzung über die Verbreitung von PMC Lautsprechern erhellen.
Dem Vorführer auf der HighEnd nach, werden ja mehr als 80% aller "wichtigen" Produktionen über PMC-Abhören gemischt.


Ich war als Tonmeister auch auf die HighEnd eingeladen und ein paar mal bei Sessions am PMC Stand. Es ist schon interessant zu lesen wie Aussagen in diesem Forum aus dem Zusammenhang gerissen und verdreht werden. Das obige Zitat ist z.B. schlicht und einfach falsch. Der Typ hat nicht von Mixing gesprochen sondern von professionellem Mastering.

Ähnlich verhält es sich übrigens auch mit anderen Aussagen und Zitaten hier - vor allem zum Thema "Hören". Bevor mir jetzt auch das Wort im Mund umgedreht wird empfehle ich allen Lesern die Informationen hier mit Vorsicht zu geniessen ... und verabschiede ich mich aus diesen Thread.

Sven
ton-feile
Inventar
#31 erstellt: 09. Jun 2008, 21:58
Guten Abend,

Das ist im Grunde OT, weil es nichts mit der HighEnd zu tun hat, aber jetzt habe ich doch noch die Messungen eines PMC Lautsprechers gesucht und gefunden.

Sie sind Teil eines Tests von "Stereophile" der PMC IB-1S.
Klick mich !

Edit: hier geht es direkt zu den Messungen.
Die Messungen von "Stereophile" deuten darauf hin, dass dieser Lautsprecher nicht "nach Gehör", sondern mit viel Messtechnik und Gehör entwickelt wurde, was etwas völlig anderes ist.

Oberhalb von 400Hz läuft der PMC ziemlich gut.
Die Messung wurde mit einem B&K 4006 Micro gemacht.
Das steigt oberhalb von 7kHz bis 15kHz um ein dB an und fällt dann bei 20Khz auf -0,5dB ab.
Die Überhöhung im Bereich über 10kHz dürfte also nicht so schlimm ausfallen und ohne es gehört zu haben masse ich mir kein Urteil darüber an, ob mir bei 10kHz S-Laute bei einer so schmalbandigen Überhöhung noch zu scharf wären.

Die Transmissionline ist auf ca. 30Hz abgestimmt.
Das sieht man an der Kerbe im Frequenzgang des Tieftöners und an der tiefsten Impedanz zwischen den beiden Höckern.

Die 5dB tiefe Senke im Bereich der zwei Oktaven zwischen 100Hz und 400Hz ist auf den ersten Blick zwar ein Makel, stellt den echten Bass aber praktisch subjektiv frei.

In der Akustik von Wohnräumen macht gerade dieser Frequenzbereich viel Ärger, deshalb ist die Absenkung zuhause sicher oft ein Segen.

Auch für Masteringaufgaben kann ich mir PMCs deshalb gut vorstellen, wenn auch andere PMC Modelle wie die DB-2 ähnlich laufen.

Als Aufnahmelautsprecher würde ich aber Genelec und Klein&Hummel vorziehen.

Da halte ich persönlich die Transmissionline-Bauweise für nicht neutral genug.

Gruß
Rainer

P.S.
Mein Edit war die Reaktion auf das hier:

@Rainer: Ich hoffe für Dich Du verdienst Dein Geld nicht im Studio, sonst wirds bitter ... für Deine Kunden und für Dich.

Sven (Kopfschüttelnd)

Bisschen unhöflich für das erste Posting im Forum oder?


[Beitrag von ton-feile am 09. Jun 2008, 22:27 bearbeitet]
chaotiker
Stammgast
#32 erstellt: 10. Jun 2008, 21:24
@ton-feile

Da ich mir ja die EB1 geholt habe, welche die etwas weiter entwickelte HiFi Version der IB1 sein dürfte, denke ich das ich mitreden kann. Das die Leutchen auf der High End etwas schwurbeln - ok. Hab ich den SMM Leuten auch gesagt, Sie sollen einfach die Lautsprecher sprechen lassen, der Rest wird sich ergeben. Was schon interessant war, die waren ein Stand auf dem auch Profis da waren, etwa aus Mastering Studios, die mal etwas aus der Praxis erzählen konnten.
Eine witzige Sache die immer wieder passiert ist wenn Musik in der "Druckkammer" gelaufen ist: Leute kamen rein, vorne standen ja verschiedene Speaker. Dann die Frage: Welche laufen denn jetzt eigentlich?

Ich habe vor meinem Hörtest so ziemlich alles gelesen, negtives, positives. Am Ende war alles egal. Habe ich einen Frequenzgangsschrieb gesehen? Nö. Aber als die ersten Takte von Musik liefen saß ich nur noch Kopfschüttelnd da. Sowas hört man selten - ich habe über die Jahre viel gehört, günstig und gut (Nubert), teuerer auch auch gut (Quadral Vulkan, Titan) - und, und, und.

Alles an aktuellen Modellen. Was an den PMC unter anderem so spannend ist: Egal wie laut, die scheinen einfach nicht zu verzerren. Kein bischen. Die gehen linear nach oben. Trotzdem kann ich auch ganz entspannt bei Zimmerlautstärke hören.

Und zum Thema ob die denn wirklich in den Studios stehen: Ja klar. Schau einfach hier:
http://www.pmc-speakers.com/company/hitlist.php?mode=latest

Eber eben hauptsächlich in den Mastering Studios.
Hier ist noch eine nette Story über einen Hausbesuch:
http://www.pmc-speakers.com/downloads/PMCHistory.pdf
ton-feile
Inventar
#33 erstellt: 10. Jun 2008, 22:08
Hallo Chaotiker,

Danke für Dein entspanntes Posting.
Deine Klangbeschreibung kann ich anhand der Messungen gut nachvollziehen, die ich gesehen habe.

Die Konstruktion der PMCs hat imO auch wirklich ihren Reiz.
Da wird zB der Bass auf ca.1/3 der Line gesetzt. Das vermeidet recht wirksam das sonst unweigerlich auftretende Transmissionline-Loch im Frequenzgang.

Ich hatte vor Jahren mal einen TML-Subwoofer mit zwei KEF B139.
Der hat einen subjektiv unglaublich "trockenen" Bass gemacht.
War nur ein bisschen groß.

Nein, ich will hier wirklich nichts negatives über PMC Lautsprecher schreiben.
Mich hat nur genervt, dass auf der HighEnd anscheinend die "Consumer" für doof verkauft worden sind.

Gruß
Rainer
bmw_330ci
Inventar
#34 erstellt: 11. Jun 2008, 12:35
Hallo Chaotiker,

was zahlt man denn so für eine EB1 und wo bekommt man die
her?

und
klingtgut
Inventar
#35 erstellt: 11. Jun 2008, 13:06

bmw_330ci schrieb:
Hallo Chaotiker,

was zahlt man denn so für eine EB1 und wo bekommt man die
her?

und :*


Hallo,

der Nachfolger EB 1 i liegt aktuell bei 11760.- Euro das Paar und ist über folgende Händler zu beziehen:

http://www.hifi-spot.de/Dokumente/Haendler.html

Viele Grüße

Volker
Haltepunkt
Inventar
#36 erstellt: 11. Jun 2008, 13:36
@ton-feile

Bei den von Dir verlinkten Messungen fällt der Punkt auf, den AH. einige Male in der Vergangenheit angesprochen hat. Die hohe Trennfrequenz (3,8 kHz) der 76 mm MT-Kalotte, führt zu einer Einschnürung im Diffusfeldfrequenzgang zw. 2 kHz..3,5 kHz. Daraus soll ein 'smoother' Klangeindruck in diesem Fq-Bedreich entstehen.
Vielleicht ist das der Punkt, den Tobias Lehmann hier im Interview anspricht, wenn er von "Klangschönheit" seiner PMCs spricht.

http://www.studio-magazin.de/Leseproben/Teldex.pdf


[Beitrag von Haltepunkt am 11. Jun 2008, 13:38 bearbeitet]
chaotiker
Stammgast
#37 erstellt: 11. Jun 2008, 13:43

bmw_330ci schrieb:
Hallo Chaotiker,

was zahlt man denn so für eine EB1 und wo bekommt man die
her?

und :*


Volker hat den Preis ja schon gepostet. Allerdings hätte ich die für den Preis wohl nicht gekauft. Ich hab noch einen Spezialpreis wegen der Messe bekommen, und weil ich die EB1 (also ohne "i") und den CB6 Center bekommen habe.
Die Teile sind aber auch wirklich recht groß, und vor allem wegen der Transmissionline eine tiefe Ausladung nach hinten. Bestimmt nichts für jedes Wohnzimmer. Es gibt aber Alternativen, also die OB1 z.B.

Was da wohl schön ist, wenn ich in zwei Jahren mal upgraden will, also auf die i Serie, dann ist das wohl möglich. Nur den Preis dafür weis ich noch nicht.
bmw_330ci
Inventar
#38 erstellt: 11. Jun 2008, 14:20
Au, doch so günstig!

Dann sind die Teile wohl doch etwas aus meiner finanziellen Reichweite.

Gibt´s eigentlich eine Preisliste für die Heim-Lautsprecher?

und
klingtgut
Inventar
#39 erstellt: 11. Jun 2008, 17:13

bmw_330ci schrieb:
Gibt´s eigentlich eine Preisliste für die Heim-Lautsprecher?

und :*


ja die gibt es

Viele Grüße

Volker
chaotiker
Stammgast
#40 erstellt: 11. Jun 2008, 18:10
Anhaltspunkt für andere Preise hier:
http://www.hometheatermag.com/floorloudspeakers/406pmc/
Obwohl das wohl noch die ohne "i" sind. Ich glaube die i kosten etwas mehr .

Als Tip würde ich sagen, hör Dir auf alle Fälle mal den Center an wenn Du einen excellenten suchst. Ich habe nach einigen Verleichen jetzt das Audyssey auch bei Film abgeschaltet. Ich denke, das drückt den Sound auf einen bestimmten "Audyssey" Sound zurecht. Die Vorteile der PMC geraten da ins hintertreffen.
bmw_330ci
Inventar
#41 erstellt: 11. Jun 2008, 19:40
@klingtgut: Super, vielen Dank für den Tipp!
klingtgut
Inventar
#42 erstellt: 11. Jun 2008, 19:46

bmw_330ci schrieb:
@klingtgut: Super, vielen Dank für den Tipp! ;)


Bitteschön

Viele Grüße

Volker

PS.: Wenn Du mir Deine Mail Addi zukommen läßt kann ich Dir gerne die offizielle Preisliste zumailen.
ton-feile
Inventar
#43 erstellt: 11. Jun 2008, 20:23

Haltepunkt schrieb:
@ton-feile

Bei den von Dir verlinkten Messungen fällt der Punkt auf, den AH. einige Male in der Vergangenheit angesprochen hat. Die hohe Trennfrequenz (3,8 kHz) der 76 mm MT-Kalotte, führt zu einer Einschnürung im Diffusfeldfrequenzgang zw. 2 kHz..3,5 kHz. Daraus soll ein 'smoother' Klangeindruck in diesem Fq-Bedreich entstehen.
Vielleicht ist das der Punkt, den Tobias Lehmann hier im Interview anspricht, wenn er von "Klangschönheit" seiner PMCs spricht.

http://www.studio-magazin.de/Leseproben/Teldex.pdf


Hallo Haltepunkt,

Schon mal Sorry für den folgenden Roman.

Die horizontalen Winkelmessungen sehen imO recht gut aus.
Es gibt lediglich bei 10kHz eine kleine Einschnürung außerhalb von 30 Grad, die ich aber nicht problematisch finde.
Ich hätte eher Probleme beim Übergang vom Bass auf den Mitteltöner befürchtet, weil für eine TML eine Trennung bei 400Hz normalerweise schon etwas gewagt ist.
Da scheint aber alles im Lack zu sein.

Das Wasserfalldiagramm darunter bezieht sich auf den Bereich oberhalb und unterhalb der vertikalen Abhörposition.

Die vertikalen Winkelmessungen zeigen eine Kerbe unter zunehmendem Winkel bei der Trennfrequenz von Mittel- und Hochtöner, weil sich die akustischen Zentren der Chassis zunehmend gegeneinander verschieben.
Dadurch fressen sich die Treiber im Bereich der Trennfrequenz immer mehr gegenseitig, statt sich wie gewünscht aufzuaddieren.

Das ist aber ein völlig normales Verhalten.
Wie stark der Effekt auftritt, hängt vom Abstand der Chassis und der Wellenlänge der Trennfrequenz ab.
Je länger die ist, desto weniger kerbt es, weil der Versatz in Relation zur Wellenlänge klein ist.

Außerdem ist schön zu sehen, dass die Kerbe sowohl unter- wie auch oberhalb beim gleichen Winkel auftritt.
Das zeigt, dass die Phasenlage der Weichenzweige bei 0 Grad optimal ist, die Weiche also sauber entwickelt ist.

Nicht so gut gefällt mir leider das kumulative Zerfallsspektrum.
Da sehe ich zwischen 4kHz und 6kHz eine deutliche Verzögerung beim Abklingen.
Zudem ist die Auflösung sehr "milde" gewählt.
Hier liegt der "Boden" der Graphik bei -18dB.
Üblicherweise sind das -25dB. Dann sähe das sicher noch schlimmer aus.

Hier ist als Beispiel der Wasserfall eines Zweiwegerichs mit 25dB Auflösungsbereich, aber stärkerer Glättung:

Der hat eine kleine Verzögerung bei ca.2kHz, Edit: die mit nur 18dB Auflösung kaum zu sehen wäre.

Klanglich muss man imO jeden Lautsprecher im Gesamtzusammenhang hören.
Die Verzögerung im Abklingverhalten der PMC wird wohl subjektiv nicht so schwer wiegen, sonst würde niemand darauf arbeiten wollen.
Wenn ich den Lautsprecher mal hören kann, werde ich aufgrund der Messungen aber besonders auf diesen Bereich achten.

Die Einschnürung in der vertikalen Winkelmessung, die Du angesprochen hast wäre natürlich nicht da, wenn da nicht die Trennung von Mittel- und Hochtöner stattfinden würde, aber im doch eher gut bedämpften Studio sind da imO nur Klangeinbußen zu befürchten, wenn jemand unbedingt auch im Stehen arbeiten will.

Gruß
Rainer


[Beitrag von ton-feile am 11. Jun 2008, 21:27 bearbeitet]
Haltepunkt
Inventar
#44 erstellt: 12. Jun 2008, 10:27
Hallo Rainer,

ich meinte schon das horizontale Abstrahlverhalten. Klar, der Interferenzbereich gehört beim vertikalen Abstrahlverhalten und in-line Anordnung der Chassis dazu. Ist natürlich bei der rel.hohen Trennfrequenz unnötig ungünstig, zumal der Treiberabstand sich bei dem gewaltigen Magneten der ATC-Kalotte nicht weiter verringern lässt.
Maßgeblich für den 'soften' Klangeindruck ist der Mangel im besagten Bereich ~ 2,2 kHz..3,5 kHz im Diffusfeldfrequenzgang, was außerdem auch noch eine Verfälschung der Richtungswahrnehmung zur Folge hat. Diese übertriebene "Vorne Ortung" oder "Heraustreten aus der Phantommitte" ist auch ein Punkt, den J. Kiesler von MEG seinen Mitbewerbern zu Recht vorwirft. Beim Übergang zum HT gibt es wieder eine Aufweitung des BM, was wiederum zu einem Eigensound führen dürfte. Klar, ab 10 kHz ist dann wieder die unvermeidliche Eigenbündelung des HT zu sehen.

Auch wenn ich die Klassik-Aufnahmen von besagten Teldex Studios schätze, eine PMC wäre für mich aus besagten Gründen keine Option. Abgesehen davon ist das P/L-Verhältnis für mich genauso fragwürdig.
ton-feile
Inventar
#45 erstellt: 12. Jun 2008, 11:04
Hallo Martin,

Das Diagramm des horizontalen Abstrahlverhaltens ist auf 0 Grad normiert, was die Interpretation imO ein wenig schwierig macht.
Da sieht es zB so aus, als wäre um 1,6kHz eine Überhöhung im Diffusfeld, weil die 0 Grad Amplitudenmessung bei dieser Frequenz eigentlich eine deutliche Senke zeigt, durch die Normierung aber linear gezogen wird.

Du könntst mit Deiner klanglichen Einschätzung schon recht haben, auch wenn ich zugegebenermassen Mühe habe, zwischen 2,2kHz und 3,5kHz eine signifikante Auffälligkeit zu entdecken.
Nachdem ich bissher nur die Messungen von Stereophile gesehen habe, kann ich mir darüber aber kein Urteil erlauben. Da müsste ich erst mal mein Ohr dranhalten.
Diese Erfahrung hast Du mir wohl voraus.

Allerdings möchte ich anmerken, dass die großen Geithainer gegen die K&HO410 in meinen Ohren einen sehr schweren Stand hatten, was Tonalität und Ortbarkeit von Phantomschallquellen anging. Das ist aber hier total OT.

Gruß
Rainer
Haltepunkt
Inventar
#46 erstellt: 12. Jun 2008, 12:52

ton-feile schrieb:

Du könntst mit Deiner klanglichen Einschätzung schon recht haben, auch wenn ich zugegebenermassen Mühe habe, zwischen 2,2kHz und 3,5kHz eine signifikante Auffälligkeit zu entdecken.
Nachdem ich bissher nur die Messungen von Stereophile gesehen habe, kann ich mir darüber aber kein Urteil erlauben. Da müsste ich erst mal mein Ohr dranhalten.
Diese Erfahrung hast Du mir wohl voraus.


Hallo Rainer,

analog zu AH.s Versuchen haben wir das bei US ebenfalls mit einer frei durchstimmbaren Frequenzweiche an seinen selbstgefrickelten Kisten simuliert. Das aus den versch. Filtern resultierende unterschieldiche Verhältnis zw. Direkt- und Diffusschall im Bereich der vorne-Ortung ~2 kHz..4 kHz ließ sich Dank Presets direkt vergleichen. Ist ja keine neue Erkenntnis. Der Sengpiel-Server ist momentan down, deshalb der Auszug:



"...Im mittleren Diagramm ist ein Ergebnis von Hanns und
Steinke [5] dargestellt.
Diese Autoren haben den Zusammenhang
zwischen dem Schallbündelungsmaß von
Lautsprechern und der Präsenz ihrer Wiedergabe untersucht.
Das Schallbündelungsmaß kann in gewisser Weise
als ein Maß fur das Verhältnis von Direktschall zu
diffusem Schall am Ort des Zuhörers angesehen werden.
Durch die durchgezogene und die gestrichelte Kurve
werden zwei Lautsprecher mit unterschiedlicher Frequenzfunktion
des Bündelungsmaßes beschrieben, die
sich jedoch in der Frequenzfunktion der abgestrahlten
Gesamtleistung weitgehend gleichen. Beim Abhören ergibt
sich, daß bei dem einen Lautsprecher (durchgezogen)
präsentere Hörereignisse entstehen, als beim anderen (gestrichelt).
Beim präsenteren Lautsprecher ist das Schallbündelungsmaß
im Bereich der Vorne-Bänder groößer. In
diesem Bereich ist also mehr Direktschall vorhanden. Der
Direktschall trifft den Zuhörer frontal und wird somit
durch das äußere Ohr im Bereich dieser Vorne-Bänder
angehoben. Daß der Direktschall den Horer außerdem
etwas früher erreicht, verstärkt nach dem Gesetz der
ersten Wellenfront die Wirkung noch..."

Edit: die 410er muss ich mir mal antun. Jetz überlass ich aber das Feld wieder den PMC Freaks


[Beitrag von Haltepunkt am 12. Jun 2008, 12:54 bearbeitet]
gangster1234
Inventar
#47 erstellt: 12. Jun 2008, 13:08
Da wir es gerade mit Mastering haben : Dieses Interview ist recht informativ :

http://www.soundstage.com/music/features/interview_bob_ludwig.htm

Zudem erfährt man da etwas über diese Dinger hier :

http://www.egglestonworks.com/ivy.htm

Wenn man noch sieht, wie die Dinger, die von Ludwig nach seinen eigenen Wünschen modifiziert wurden und somit Unikate sind, im Studio stehen, siehe

http://www.gatewaymastering.com/mastering_thestudios.asp

dann wird klar :

Auch in der Studio-Szene ist Geschwurbel nicht weit.

gruß gangster
chaotiker
Stammgast
#48 erstellt: 12. Jun 2008, 16:09

Haltepunkt schrieb:
Diese übertriebene "Vorne Ortung" oder "Heraustreten aus der Phantommitte" ist auch ein Punkt, den J. Kiesler von MEG seinen Mitbewerbern zu Recht vorwirft. Beim Übergang zum HT gibt es wieder eine Aufweitung des BM, was wiederum zu einem Eigensound führen dürfte. Klar, ab 10 kHz ist dann wieder die unvermeidliche Eigenbündelung des HT zu sehen.



Wer ist denn jetzt wieder dieser Herr Kiesler von MEG? Da tauchen mitten im Thread so Namen auf...

Ok, zum Thema: Übertriebene vorne Ortung oder Heraustreten haben meine PMC eben nicht. Nur wenn es auf der Aufnahme so drauf ist. Extreme Beispiele: Joss Stone - The Soul Sessions. Oder die neue Leone Lewis (da aber wohl nur bei Track 9 oder 10... einer der am Ende läuft, habs nicht im Kopf). Ich habe extra drauf geachtet das hier keine Effekte da sind die es nicht gibt. Inzwischen habe ich Scheiben gehört die auf PMC abgemischt wurden, etwa die erste Audioslave. Da gibts keine Übertreibung, da hört man ein sauberes Klangbild, das wars. Ich habe ja auch vor dem Hörtest _alles_ an negativem gelesen das ich finden konnte.

Und der gute AH hier an Board... der findet irgendwie jede Box ist eine Fehlkonstruktion .
Seine Meinung hat mir trotzdem geholfen das gehörte richtig zu interpretieren.

Was mir jeden Tag einfach Spaß macht: Ich kann Musik wirklich stundenlang hören, es macht irre Spaß. Ich behaupte das ist DIE AC/DC Box überhaupt (hehe), jedenfalls erstaunt mich das AC/DC so gute Aufnahmen abgeliefert haben. Als extremes Kontrastprogramm habe ich vor kurzem mal Andre Rieu eingelegt (gehörte nicht mir). Ich war erstaunt, der gibt sich wirklich Mühe bei der Aufnahme. Da konnte ich mir sogar einige Stücke anhören.
Ein interessanter Test der die Dinger richtig gut beschreibt ist hier:
http://www.techradar...ers/eb1-98574/review
ton-feile
Inventar
#49 erstellt: 12. Jun 2008, 16:37
Hallo Chaotiker,

Herr Kiesler ist der Chefentwickler von Musik-Elektronik-Geithain.

Gruß
Rainer
Haltepunkt
Inventar
#50 erstellt: 12. Jun 2008, 17:18

chaotiker schrieb:


Ok, zum Thema: Übertriebene vorne Ortung oder Heraustreten haben meine PMC eben nicht. Nur wenn es auf der Aufnahme so drauf ist.


Na ja, wenn Du unter solchen Bed. hörst, wie gemischt wurde, kann es nicht auffallen. Außerdem resultiert beim Mischfehler im Studio beim Hören unter korrekten Bedingungen ja ein komplementärer Effekt. Sprich hier, zu wenig Präsenz.
Wenn Du eine Umschaltmöglichkeit zw. 2 Setups hast die sich gerade nur in den zu untersuchenden Parametern unterscheiden, kann man zuverlässigere Aussagen treffen. Die Praxis hat ja lediglich die Theorie bestätigt. Nur in der Bewertung dürfte man sich wie so oft nicht einig sein.

Der angesprochene J. Kiesler nimmt den Punkt 'übetriebene Präsenz' in diesem Interview auf der 3. Seite auf.

http://www.studio-magazin.de/Leseproben/MEG%20Bassniere.pdf

War die Andrè Rieu Aufnahme stark verhallt? Ich habe mal gelesen, dass den jemand aufgenommen hat und ziemlich viel Hall zugemischt hat, um die Spielschwächen zu vertuschen...
chaotiker
Stammgast
#51 erstellt: 13. Jun 2008, 08:52

Haltepunkt schrieb:


Na ja, wenn Du unter solchen Bed. hörst, wie gemischt wurde, kann es nicht auffallen. Außerdem resultiert beim Mischfehler im Studio beim Hören unter korrekten Bedingungen ja ein komplementärer Effekt. Sprich hier, zu wenig Präsenz.


Der Effekt ist auf der CD und vermutlich gewollt. Anderes Beispiel: Iron Maiden - A Matter of Life and Death. Hört sich "flach" auf so ziemlich jedem Setup an auf dem ich es gehört habe. Auch auf meinem. Wobei auf meinem aber die Positionierung schon sehr viel besser ist.

Diese Andre Rieu hat keinen übertriebenen Hall. Es ist die "Waltzing Matilda".

Ich kenne die Geithain gar nicht, kann dazu also nichts sagen.
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