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Umfrage
Membranprotzer oder Kompaktliebhaber?
1. Standlautsprecher (70.5 %, 67 Stimmen)
2. Kompaktlautsprecher (26.3 %, 25 Stimmen)
3. Weder Fisch noch Fleisch - Konnte mich noch nicht entscheiden (3.2 %, 3 Stimmen)
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Membranprotzer oder Kompaktliebhaber?

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Autor
Beitrag
Lord-Senfgurke
Inventar
#1 erstellt: 04. Jan 2011, 00:14
Das jahr hat gerade angefangen und ich würde aus eigenem gerne eine Frage klären die mich schon lange beschäftigt.

Kompakt oder Standlautsprecher?

Was habt ihr lieber, und vor allem warum? Ist es bei euch der Praktische wert oder ein Zwang wegen zur kleiner Räumlichkeiten?

Nach Jahre langem Besitz von Ausgewachsenen Standlautsprechern und die darauf zufällig folgende Liebe zu einem Kompaktlautsprecher, möchte ich mal wissen was bei euch hoch im Kurs steht? Es geht mir hier hauptsächlich ums Musik hören, sprich um Stereo. Es sind aber natürlich auch Surrounder herzlich willkommen!

Also was nennt ihr euer eigen Stand- oder Kompaktlautsprecher?

Freue mich auf rege Beteiligung!


Gruß

Philipp
GraphBobby
Stammgast
#2 erstellt: 04. Jan 2011, 10:00
Standlautsprecher, weil sie eine vollstaendigere Reproduktion des Originals erreichen.

Ich glaube, dass nach aktuellem Stand der Technik das ideale System aus sehr grossen Standboxen besteht, wobei man versuchen wuerde, Hochton und Mitten moeglichst nahe und auf Ohrhoehe zusammenzubauen, und entweder darueber und darunter oder daneben moeglichst viel Membranflaeche fuer die Tieftonwiedergabe bereitstellt, in Form von mehreren mittelgrossen Basslautsprechern (z.B. 10- oder 12-Zoeller).

Diese ganze Konstruktion sollte dann fuer jedes Chassis eine eigene Endstufe besitzen (also ein Aktivsystem) und mittels vorgeschalteter Elektronik genau eingemessen und entzerrt versorgt werden - im Tieftonbereich idealerweise vl. auch noch mit Servocontrol.

Damit sollte man eigentlich im fuer alle halbwegs gaengigen Instrumente interessanten Frequenzbereich eine neutrale Wiedergabe erreichen koennen (d.h. 16Hz bis mindestens 20kHz, +/- 1dB), und auch anstaendige Lautstaerke kompressionsfrei erreichen (also min. 120 dB, falls im naechsten Film mal wenigstens annaehernd knallend eine Kanone abgefeuert wird).
kastenbier
Stammgast
#3 erstellt: 04. Jan 2011, 10:15
Hallo

Es heißt ja Membranfläche ist durch nichts zu ersetzen außer durch noch mehr Membranfläche.
Das ist aber nur die hälfte der Wahrheit, weil dadurch auch die Gehäußegröße steigt und damit auch die schweinereien z.b (Dröhnen) die das verursacht steigen.

MfG Rainer
Inscheniör
Stammgast
#4 erstellt: 04. Jan 2011, 11:33


Es heißt ja Membranfläche ist durch nichts zu ersetzen außer durch noch mehr Membranfläche.
Das ist aber nur die hälfte der Wahrheit, weil dadurch auch die Gehäußegröße steigt und damit auch die schweinereien z.b (Dröhnen) die das verursacht steigen.


Das Gerücht hält sich hartnäckig, ist aber falsch. Große Lautsprecher sind unkritischer als kleine.

Es gibt bei kleinen Räumen Probleme mit Reflex/Transmission/... Lautsprecher welche im akustischen Kurzschluss betrieben werden: sie erzeugen keinen Druck mehr. Hier punkten Geschlossene.

Es gibt Probleme mit Raummoden. Die wird man z.B. durch mehrere Subwoofer, Dipole oder entsprechende Einmessung los. Oder durch eine Kombination. Wobei Dipole in kleinen Räumen Probleme mit hohen Tiefbass-Pegeln haben.

Durch eine entsprechene Richtwirkung sind große Lautsprecher jedoch grundsätzlich unkritischer bei der Aufstellung als Kleine.

Bei kurzen Hörabständen sind Koax-Lautsprecher durch ein kleines akustisches Zentrum von Vorteil. Die resultierenden Lautsprecher müssen aber auch nicht klein sein, siehe z.B. die Modelle von MEG.
richi44
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 04. Jan 2011, 13:47
Einfach mal angenommen, ich möchte in meinem Wohnraum eine Kirchenorgel hören, so muss ich Töne bis 32Hz übertragen können. Und das bedeutet, dass diese Töne noch voll da sind und nicht einfach noch irgendwie nachgewiesen werden können.
Nehmen wir weiter an, mein Raum könnte sowas überhaupt (Raumlänge mindestens 20m), dann brauche ich einen Lautsprecher, der also bis zu besagten 32Hz linear arbeitet. Dies ist möglich!
Ich könnte z.B. einen Fostex Tieftöner FW800 verwenden. Der ist 80cm im Durchmesser und erreicht eine Grenzfrequenz (-3dB) von 19Hz und zwar in einem Bassreflexgehäuse mit 10'000 Liter oder einem geschlossenen Gehäuse von 64'150 Liter. Und theoretisch könnte ich mit diesem Ding bei 32Hz in 1m Abstand einen Lärm von 102dB erreichen oder sogar noch etwas mehr.

Nehme ich einen anderen Lautsprecher, so erreiche ich die 32Hz zwar noch bei -3dB, aber nicht mehr bei linearer Wiedergabe. Dazu müsste die Konstruktion bei geschlossener Bauweise bis 23,5Hz runter gehen (ergibt -1dB) und das schafft keiner.
Als Bassreflex ist sowas allerdings möglich. Durch den steileren Abfall ergeben sich bei einer Grenzfrequenz von 27Hz (-3dB) bereits ein Abfall von nur -1dB bei 32Hz.
Dies ist mit dem neuen Wavecor SW223BD01 zu erreichen. Und dies bei lediglich 26 Liter Gehäusevolumen. Allerdings braucht es für eine Lautstärke von 102dB bei besagten 32Hz und 1m Distanz ein bewegtes Luftvolumen von 0,93 Liter. Mit der grossen Membran des 80cm Lautsprechers ist dies bei lediglich 2,4mm Totalhub erreicht, bei dem kleinen 20cm Lautsprecher müssten aber rund 4,5cm Hub erreicht werden, was natürlich utopisch ist.

Aber machen wir einen Kompromiss und setzen zwei solche Tieftöner ein, so erreichen wir die 102dB bei 32Hz auch, und das bei nur 52 Liter Gehäusevolumen!

Ich will damit klar machen, dass es auf das Lautsprecherchassis ankommt, was da überhaupt möglich ist. Die Daten des Chassis bestimmen nämlich, welches Gehäuse geht und welches nicht. Oder anders gesagt: Mit dem neuen Wavecor mit seinen 20cm Durchmesser (bei zwei Stück!) erreiche ich im Grunde das Selbe wie mit dem riesen Fostex im 10'000 Liter Gehäuse. Es wäre nun allenfalls zu klären, welche Konstruktion etwas mehr verzerrt und welche die höhere Verstärkerleistung fordert. Aber wenn wir diese geforderte Lautstärke zugrunde legen, so schaffen wir das mit dem riesen Fostex mit bereits 4W, beim Wavecor mit immer noch passablen 64W.

Oder anders gesagt: Wenn ich die Orgel zuhause hören will, mir aber eine Lautstärke von 99dB ausreicht, dann kann ich mir zwei hübsche Stereoböxchen von je 26 Liter bauen (42 x 30 x 30cm) und habe mit Sicherheit ein besseres Ergebnis, als wenn ich z.B. Lifestyle-Standlautsprecher eines dänischen Herstellers aufstelle, die bei 48Hz (minus ?? dB) dicht machen und dabei ein Schweinegeld kosten. Es hängt also nicht davon ab, ob die Lautsprecher "stehen" oder was, sondern wie sie konstruiert sind und ob auf Optik getrimmt wurde oder auf Technik und Klang.

Nachzutragen bleibt, dass meine Boxen mit 36 x 36 x 72cm auch in einem Regal untergebracht werden könnten, dass sie aber am Boden oder auf einem kleinen Podest stehen. Es sind also grosse Kompaktboxen oder etwas niedrigere Standboxen.


[Beitrag von richi44 am 04. Jan 2011, 13:50 bearbeitet]
Lord-Senfgurke
Inventar
#6 erstellt: 04. Jan 2011, 17:36
Hi,

ich finde die Diskussion an sich sehr interessant, mir ging es aber eigenltich mehr darum was ihr euer eigen nennt und weniger darum was möglich wäre wenn oder was das Ideal wäre.

Möchte die Diskussion natürlich nicht abreißen, wollte das nur mal grundsätzlich klarstellen.
Haiopai
Inventar
#7 erstellt: 04. Jan 2011, 17:40

Lord-Senfgurke schrieb:
Hi,

ich finde die Diskussion an sich sehr interessant, mir ging es aber eigenltich mehr darum was ihr euer eigen nennt und weniger darum was möglich wäre wenn oder was das Ideal wäre. :prost



Beides und nu ??

Stereo ein Paar Seas Konsens an Paar B vom Verstärker .
Heimkino ein Elac Cinema 3 ESP mit 2 Wofern in 8.1 Konfiguration (Yamaha eigene DSP Programme).

Gruß Haiopai
Chriz3814
Inventar
#8 erstellt: 04. Jan 2011, 17:45
Ich habe für Letzteres abgestimmt - "Weder Fisch noch Fleisch".

In meinem kleineren Heimkinoraum kommen die nuJubilee 35 zum Einsatz worüber ich auch hin und wieder Musik höre. Gerade für´s Nahfeldhören erweisen sich die Lautsprecher als ideal.

Ansonsten kommen für ernsthafte Musiksessions die Adam Audio Tensor Beta zum Einsatz. Standlautsprecher haben generell den Vorteil, dass sie nicht nur lauter sondern auch tiefer können. Volumen und Membranfläche sind einfach durch nichts zu ersetzen. Einen raumakustischen Vorteil haben Standlautsprecher gegenüber Kompaktboxen auch:
Durch die Anordnung mehrerer Tieftoner verteilt sich der Bass im Hörraum homogener.

Letztendlich ist die Frage ob Kompakt- oder Standlautsprecher aber abhängig von den räumlichen Gegebenheiten und vom Anwendungszweck.
richi44
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 05. Jan 2011, 09:30

Chriz3814 schrieb:
.... Standlautsprecher haben generell den Vorteil, dass sie nicht nur lauter sondern auch tiefer können. Volumen und Membranfläche sind einfach durch nichts zu ersetzen. Einen raumakustischen Vorteil haben Standlautsprecher gegenüber Kompaktboxen auch:
Durch die Anordnung mehrerer Tieftoner verteilt sich der Bass im Hörraum homogener....


Das "lauter" ist natürlich nicht wirklich ein Argument. Sogar mit relativ kleinen Bühnenmonitoren aus dem PA-Bereich sind Schalldrücke möglich, die selbst grosse Standboxen nicht erreichen.
Und was die Bassfähigkeit angeht habe ich erklärt, dass die komplette Konstruktion massgebend ist und nicht die Membranfläche oder das Volumen jeweils gesondert betrachtet. Ganz abgesehen davon, dass man das Ganze immer in einer gewissen Preisrelation sehen muss.

Und ein weiteres Kapitel: Normale Lautsprecher strahlen tiefe Frequenzen kugelförmig ab (Ausnahme sind Konstruktionen von Geithain). Ob also die Tieftöner frontal oder seitlich angeordnet sind ist bei freier Aufstellung sekundär. Die Schallverteilung im Raum wird dadurch nicht beeinflusst (bis ca. 300Hz). Im Gegenteil kann es u.U. zu Problemen kommen, wenn irgendwelche Begrenzungsflächen (Wände, Schränke) eine freie Aufstellung verhindern und damit die ungehinderte Abstrahlung unmöglich machen.
Zaianagl
Inventar
#10 erstellt: 05. Jan 2011, 09:35
Und darum heißt der richtige Weg: Halbraumstrahler!
Da brauchts dann auch nicht ganz so viel Membranfläche, aber schaden tuts auch nicht...
kastenbier
Stammgast
#11 erstellt: 05. Jan 2011, 09:53
Hallo

Frei aufgestellte Lautsprecher regen aber das Dröhnen stärker an und im Raum verteilte Subs erschweren die Schallortung und es entsteht ein diffuses Klangbild.

Gruß Rainer
Zarak
Inventar
#12 erstellt: 06. Jan 2011, 17:06
Mal zurück zur eigentlichen Umfrage:

Auch wenn an meiner Hauptanlage momentan (schlanke) Standboxen spielen, hab ich irgendwie eine Affinität zu Kompakt LS.

Allerdings nicht zu kleine. (Die ELAC 602 sind so meine Traumvorstellung.)

Das Ganze hat 3 Gründe glaube ich...

1. Mag ich keine "2m-Türme" in meiner Wohnstube stehen haben.


2. Kompakt LS sind viel leichter zu bewegen bzw. zu transportieren.

Klingt im ersten Moment viel. komisch, aber wer öfter mal mit der Austellung experimentiert, umräumt oder einfach nur sauber macht, versteht mich vielleicht.


3. Ich mag generell diesen "understatement-Effekt" und dies auch in Bezug auf leistungsfähige Kompakte.

So nach dem Motto: "Oh, was hast du denn da Niedliches in der Wohnstube stehen?"

und anschließendes Kiefer-Runter-Klappen beim Soundcheck.
ALUFOLIE
Inventar
#13 erstellt: 06. Jan 2011, 20:13
Ganz klare Antwort....
die Lautsprecher werden Raumabhängig ausgesucht! Also in meinem Fall NUR Kompaktboxen. Auf 15qm machen sich Bassdominatere Lautsprecher nunmal nicht so gut. Und da kann man jetzt wieder mit irgendwelchen Theorien dagegen sprechen, es ist einfach Fakt: Kleiner Raum = kleiner Lautsprecher!
richi44
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 07. Jan 2011, 08:00

ALUFOLIE schrieb:
Ganz klare Antwort....
die Lautsprecher werden Raumabhängig ausgesucht! Also in meinem Fall NUR Kompaktboxen. Auf 15qm machen sich Bassdominatere Lautsprecher nunmal nicht so gut. Und da kann man jetzt wieder mit irgendwelchen Theorien dagegen sprechen, es ist einfach Fakt: Kleiner Raum = kleiner Lautsprecher!

Das würde ich nicht so stehen lassen, sondern relativieren.
Tatsache ist, dass man in einem kleinen Raum Tiefbass nicht wirklich hin bekommt. Und Tatsache ist weiter, dass ein kleiner Raum eine höhere Grundresonanzfrequenz besitzt. Mit ganz kleinen Boxen kann man zwar keinen Tiefbass, aber man regt dann auch die Raumresonanz nicht an.
Verwendet man etwas grössere Lautsprecher, so ist Tiefbass zumindest soweit möglich, als es der Raum zulässt. Das Dröhnen muss man dann halt mit Dämpfungsmassnahmen bekämpfen.

Ich vergleiche es mal mit einem Auto: Es gab mal das Goggomobil. Rund 14.5PS und 90km/h schnell. Für zwei Personen reicht sowas als Transportmittel auf kurze Strecken. Aber ehrlich, wer möchte heute sowas? Wenn es die Gelegenheit erlaubt möchte man doch auch mal mehr als nur 90 fahren. Und beschleunigen möchte man auch. Also kauft man sich etwas grösseres. Wenn man mal umzieht und längere Autobahnstrecken fahren muss schätzt man die höhere Leistung.

Und so doch auch hier. Wenn man absolut sicher sein kann, dass man nie in den Genuss einer grösseren Wohnung kommt, reicht ein Lautsprecherchen mit einem 10cm Tieftöner. Da ist z.B. in einer 8,5 Liter Box 40Hz -3dB als BR möglich und das bei einem Schalldruck von immerhin 84dB.
Da man aber nie weiss, was noch kommt wählt man halt eben die 26 Liter Box, die bis 25Hz -3dB runter geht und dies mit 94dB. Stellt man sie richtig im kleinen Zimmer auf und experimentiert noch etwas mit den Möbeln, bekommt man es auch ohne dröhnen hin, hat aber ein Ding, das man noch lange mit Freude nutzen wird, auch in einer grösseren Behausung.
ALUFOLIE
Inventar
#15 erstellt: 07. Jan 2011, 09:48
Ich hatte zu Anfangszeiten auch Standboxen. Es war nie so sauber, wie mit Kompaktboxen. Du sagst es ja im Grunde selber, durch dein Beispiel der unteren Grenzfrequenzen: Ein kleiner Lautsprecher braucht erstmal keinen riesigen Wirkungsgrad, da man logischerweise nicht sehr weit weg sitzen kann. Und dadurch, dass Seitenwände und/ oder Rückwand warscheinlich näher am Lautsprecher liegen, werden die Bässe durch eben diese verstärkt. Sodass, ach oh Wunder, - unten rum mehr Bass vorhanden ist, als bei einer Freifeldmessung.
kastenbier
Stammgast
#16 erstellt: 07. Jan 2011, 10:06
Hallo

Währen da nicht in einem kleinen Zimmer Wandlautsprecher oder Ecklautsprecher eine überlegenswerte Alternative. Nachteilig währe, man müßte sie selber bauen.

MfG Rainer
richi44
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 07. Jan 2011, 11:56
Dazu folgende Information: Ein Lautsprecher, der in einer Ecke steht nutzt die maximalen Raumdimensionen. Sitzt man genau diagonal in der anderen Ecke bekommt man den maximalen Bass. Es kann aber dann auch zu Dröhnen kommen, weil wir aus den Raumdimensionen eine Betonung bekommen.

Nehmen wir den Fall, dass wir die Lautsprecher in die Wand einbauen, sodass sie bündig abschliessen. Erstens haben wir selbst beim Bass eine Halbkugel-Abstrahlung, denn in die Wand hinein geht nichts und damit haben wir im Bass eine höhere Leistung am Abhörpunkt. Zweitens gibt es keine Reflexionen mit Laufzeiten und daher keine phasenbedingten Löschungen oder Betonungen. Die Bassanhebung muss aber entzerrt werden.

Stellen wir den Lautsprecher 1,7m vor die Wand, so wird der Schall reflektiert und trifft nach 3,4m wieder am Lautsprecher ein. Das entspricht einer totalen Laufzeit von 1/100 Sekunde. Hat ein Ton eine Frequenzn von 100Hz, so ist das direkte Lautsprechersignal in Phase mit dem reflektierten Signal und es kommt zu einer Anhebung. Handelt es sich um einen Ton mit 50Hz, so ist das Lautsprechersignal genau gegenphasig gegenüber dem Reflexsignal und es kommt zu einer Absenkung (bis zur Auslöschung). Durch die abgesetzte Aufstellung kommt es folglich zu einem welligen Bassfrequenzgang, im Mittel aber zu keiner Anhebung (weil sich die Anhebungen und Absenkungen leistungsmässig über den ganzen Frequenzgang betrachtet aufheben). Die tatsächlich vorhandene Welligkeit muss dann aber mit Raumoptimierung verringert werden.

Tatsache ist, dass in Studios bisweilen die Hauptmonitore in die Wände eingelassen werden. Und es ist üblicherweise eine Korrektur eingebaut um die Bassbetonung auszugleichen.

Man könnte nun einerseits die in den 60ern bekannten flachen Wandlautsprecher wieder aufleben lassen 30a oder eben Eckkonstruktionen ins Auge fassen. Zu beachten ist aber, dass gerade Flachboxen nicht ganz unproblematisch sind, denn ab einer gewissen Grösse wirkt durch die Bedämpfung das Gehäuse nicht mehr optimal. Es wird also immer ein "Gebastel aus Versuch und Irrtum". Ausserdem sind BR-Konstruktionen so flach kaum zu machen.

Bei Eckkonstruktionen könnte man sich sowas aber durchaus vorstellen, wobei mit einer Bassanhebung von bis zu 6dB zu rechnen ist. Auch in diesem Fall müssten erst Versuche zeigen, welche Auswirkungen da auf einen zukommen...
RobN
Inventar
#18 erstellt: 07. Jan 2011, 12:05
Wie wäre es mit Möglichkeit 4: Kompaktlautsprecher plus Subwoofer? Wenn das gut gemacht ist, m.E. fast die ideale (und am besten an den Raum anpassbare) Kombination. Dem Sub könnte man per DSP, Antimode o.ä. zu annähernd perfekter Linearität bei dennoch sehr viel Tiefgang verhelfen, das soll man mit Stand-LS erstmal so einfach nachmachen.

Ich habe dennoch im Wohnzimmer Standlautsprecher, aus mehreren Gründen: erstens mag ich keine LS-Ständer, zweitens scheue ich den Aufwand, einen (hochwertigen) Subwoofer wirklich perfekt anzubinden. Und drittens habe ich endlich recht kleine und schlanke Stand-LS gefunden, die trotzdem *sehr* tief kommen, womit sich weitere Überlegungen für mich vorerst erledigt haben.

Im Arbeitszimmer setze ich allerdings auf Kompakte, in Verbindung mit einem Sub. Könnte also eigentlich für alles abstimmen
richi44
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 07. Jan 2011, 15:43
Generell kann man mit einem Sub arbeiten, wenn er entweder tief genug trennt oder wenn er möglichst in der Mitte zwischen den beiden Hauptlautsprechern steht. Und es muss nicht zwingend eine "fragwürdige" Konstruktion sein wie etwa ein Bandpass mit übertriebener Güte und entsprechend schlechtem Einschwingverhalten. Eine normale BR tut es alleweil.

Wo ich Probleme sehe ist bei den DSP. Das bedeutet, dass wir erst eine AD-Wandlung brauchen (wenn beliebige Audiosignale möglich sein sollen) und nach den DSP wieder eine DA-Wandlung. Dies ergibt eine leichte Zeitverzögerung. Das bedeutet entweder, dass wir die Hauptlautsprecher ebenfalls über diesen Weg betreiben oder dass nur der Bass etwas verspätet kommt. Eine generelle Verzögerung macht im Grunde keine Probleme, solange wir nicht sowas wie Fernsehen oder Video damit kombinieren, also Bild und Ton synchron haben wollen.

Und eine Linearisierung der Basswiedergabe ist auch so eine Sache:
Wenn wir die Dröhnfrequenzen und ihr Verhalten betrachten, so handelt es sich um Raumresonanzen. Je schmaler diese Resonanz ist, desto stärker ist die Betonung oder an einem anderen Ort das "Loch", wenn es zu Auslöschungen kommt. Löcher "stopfen" geht mal generell nicht, denn selbst wenn wir den Pegel verdoppeln würden, wäre eine 100%ige Auslöschung im Resultat eine Null. Dies mal zum einen.
Zweitens dauert es seine Zeit, bis der Raum eingeschwungen ist und diese Zeit ist umso länger, je steiler und damit stärker diese Resonanz ausfällt. Eine richtige Korrektur müsste also auch auf diesen zeitlichen Verlauf Rücksicht nehmen und nicht nur auf den reinen Pegel. Also müssten diese Resonanzen erst mal genau untersucht werden, was mit Hobby-Mitteln nicht so ohne weiteres gelingt.

Generell aber ist sowas mit einem Sub denkabar. Ich könnte mir eine Zweiwegbox als Hauptlautsprecher vorstellen, welche mit einem 10- oder 13cm Tief-Mitteltöner bestückt ist und mit einem Hochtöner. Die Trennung zum Bass sollte bei höchstens 100Hz erfolgen, die Trennung Mitte zu Hochton möglichst bei 5kHz. Dies führt einerseits zu einer sehr guten Abbildungsschärfe und einem homogenen Klangbild, andererseits aber (auch) zu einer stärkeren Bündelung. Diese hat als Nachteil, dass der optimale Abhörpunkt (Sweetspot) relativ schmal wird, dafür aber sind Raumreflexionen weniger stark.

Ein Problem bleibt der Preis beim Selbstbau. Wir benötigen neben den Hauptlautsprechern den Sub mit seiner eigenen Endstufe und der Hauptverstärker sollte einen Sub-Ausgang besitzen. Im Surround-Bereich ist dies kein Thema, da ist das Standard, nicht aber bei reinen Stereogeräten. Man muss sich also das auch aus dieser Sicht überlegen...
RobN
Inventar
#20 erstellt: 07. Jan 2011, 16:09

richi44 schrieb:
Wenn wir die Dröhnfrequenzen und ihr Verhalten betrachten, so handelt es sich um Raumresonanzen. Je schmaler diese Resonanz ist, desto stärker ist die Betonung oder an einem anderen Ort das "Loch", wenn es zu Auslöschungen kommt.

Na klar, Löcher stopfen wird problematisch. Aber zumindest Peaks unterdrücken ist ja machbar. Natürlich immer nur für die Hörposition betrachtet, den restlichen Raum lasse ich mal ausser acht.


Eine richtige Korrektur müsste also auch auf diesen zeitlichen Verlauf Rücksicht nehmen und nicht nur auf den reinen Pegel. Also müssten diese Resonanzen erst mal genau untersucht werden, was mit Hobby-Mitteln nicht so ohne weiteres gelingt.

Das soll z.B. der Antimode angeblich hervorragend lösen, und auch von anderen Herstellern (Velodyne z.B.) gibt's dafür ja fertige Geräte. Selbst wenn es im Ergebnis vielleicht nicht absolut perfekt ist, eine deutliche Verbesserung kann ich mir schon vorstellen.

Zu klein dürfen die Hauptlautsprecher natürlich nicht sein, ganz klar. Ein solider Grundtonbereich ist ein Muss.

Aufwand und Kosten sind natürlich eine andere Sache... wirklich preisgünstig wird man sowas natürlich nicht realisieren können, wenn es gut werden soll. Der Sub-Ausgang beim Hauptverstärker wäre in meiner Wunschvorstellung obsolet, weil ich eher an ein vollaktives System mit digitaler Ansteuerung denken würde.
kastenbier
Stammgast
#21 erstellt: 07. Jan 2011, 20:09
Hallo

Ich habe mit Subs so meine Probleme, wenn man die Trennfrequenz z.b. auf 80 Hz. stellt so werden die Töne bis 80 Hz. vom Sub übertragen, die Oberwellen die zu diesen gehören aber vom Mitteltöner der wo ganz anders steht.

MfG Rainer
RobN
Inventar
#22 erstellt: 07. Jan 2011, 21:14
Naja, ganz konkret fängt er dann doch an, ab 80 Hz abzufallen. So ganz abrupt ist die Trennung ja nie, je nach Filtersteilheit. Da mischt sich ja eh noch einiges.
richi44
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 08. Jan 2011, 08:06
Im Allgemeinen sagt man, dass man unter 300Hz eine Richtung nicht hören könne. Solche Aussagen sind immer mit Vorsicht zu geniessen.
Bei einer Dreiwegbox kann der Tieftöner genau unter dem Mittel- und Hochtöner sein, bei einer liegenden Kompaktbox wird er aber neben diesen eingebaut sein (bei Genelec lassen sich M und H der Aufstellung entsprechend gedreht montieren). Dies ist kein Problem, weil die Trennung wenn möglich bei 300Hz erfolgt. Steht der Sub aber seitlich neben den Hauptlaustprechern oder gar irgendwo hinter den Zuhörern ist er sehr wohl ortbar. Unter 80Hz aber ist die Ortung des Sub nicht mehr möglich, solange er im Bereich der Hauptlautsprecher steht, also nicht hinter dem Zuhörer. Dass dann die Oberwellen nicht vom Sub wiedergegeben werden ist volle Absicht und gilt auch für jede Dreiweg-Konstruktion. Da ist nichts nachteiliges dabei, im Gegenteil. Dadurch dass der Mittel- und Hochtöner diese Oberwellen überträgt bleibt die Schnelligkeit des Instruments erhalten, was mit einem Tieftöner nicht möglich ist.

In diesem Zusammenhang gleich ein Unsinn, den man öfter lesen kann: Wenn von schnellen Tieftönern die Rede ist, so müssten diese z.B. eine Membranauslenkung von 70% des (signalabhängigen) Spitzenwertes in 1mS erreichen. Dies ist bei einer Zweiwegbox üblich und gefordert, denn es entspricht einer Grenz- oder Trennfrequenz von 1kHz. Es kann sogar deutlich schneller sein, wenn die Trennung entsprechend höher erfolgt. Bei einer Dreiwegbox aber mit einer Trennung von 300Hz wäre die Anstiegszeit nur 3,33mS (beim Sub sind es 12,5mS), während sie bei einem Hochtöner bid hinunter auf 25 Mikrosekunden gehen kann! Das "Schnell" steht also immer im Zusammenhang mit der Trennung und ist im Grunde bedeutungslos, denn die schnelleren Ereignisse werden logischerweise von Mittel- und Hochtöner übernommen.
firephoenix28
Inventar
#24 erstellt: 08. Jan 2011, 08:39
Beides hat Vor- und Nachteile

In großen Räumen klingen natürlich Standlautsprecher besser als Kompaktlautsprecher.

In kleinen Räumen das Gegenteil.

Zu Kompaktlautsprechern muss man idR auch noch Ständer kaufen oder bauen,was teilweise teuer ist, dafür sind Kompaktlautsprecher idR viel billiger.

Natürlich kann man auch Kompaktlautsprecher mit einem Subwoofer verwenden, was viele präferieren.

Am wichtigsten ist das Probehören.

Grüße René
Plankton
Stammgast
#25 erstellt: 08. Jan 2011, 21:31
Ich tendiere ganz klar zu Standlautsprechern am liebsten mit so wenig Treibern wie möglich. Bislang habe ich sehr gute Erfahrungen mit den Koax-Lautsprechern von Tannoy gemacht. Durch Zufall bin ich nun aber ein ein Paar Roiene gestossen die völlig aus der Norm schlagen. Gehäusegröße eines Standlautsprechers auf fest montierten Ständern. Dem Koaxialprinzip bin ich jedoch treu geblieben da ich die punktförmige Schallquelle einfach faszinierend finde daher kommen Subwooferexperimente für mich nicht in Frage.
richi44
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 09. Jan 2011, 09:04
Genau das ist so ein Vorurteil:

In großen Räumen klingen natürlich Standlautsprecher besser als Kompaktlautsprecher.

Ein Standlautsprecher kann z.B. eine Zweiwegkonstruktion sein wie etwa diese Tannoy:
134-large-1
Nun erklär mir mal einer den Unterschied zu dieser Tannoy:
337-large-3QFrGOffBlack
Dies ist eine Kompaktbox. Und wäre das selbe Chassis verbaut wie in der ersten, so wäre das Gehäusevolumen gleich. Der Unterschied wäre somit, dass bei der ersten noch ein kleiner Sockel vorhanden ist, damit die Kiste auf eine vefrnünftige Höhe zu stehen kommt. Ob ich dies bei der Kompaktvariante durch ebenfalls einen Sockel oder durch einen Tisch oder was auch immer erreiche ist doch im Grunde nebensächlich.

Der Unterschied zwischen Kompaktbox und Standbox ist doch eigentlich nur, dass die Standbox keine Stellfläche irgendwo in etwas unter Ohrhöhe braucht. Technisch gibt es diesen Unterschied nicht.

Ich erinnere mal an Lautsprecher so um 1975. Da gab es nur in Ausnahmefällen Standboxen. Das Gros waren Kompaktboxen, wenn auch mit Volumen von bis zu 100 Liter oder mehr. Da kann man eigentlich nicht von kompakt sprechen, aber da die Dinger rund herum "fertig" waren und keinen Sockel besassen, sind es auch keine Standboxen.

Also, ob die Box einen Sockel hat und daher als Stanbox bezeichnet wird, hat auf den Klang nun gar keinen Einfluss. Eine Kompaktbox mit der selben Bestückung auf einem Ständer ist schliesslich auch nichts anderes.
cl7xx-02

Zum Thema Tannoy (hatte ich bis vor einem Jahr):
Das Koaxprinzip hat Vorteile. So kommt der Schall tatsächlich aus einem Punkt, was zu einer ausserordentlichen Abbildungsschärfe führt. Das könnte man theoretisch noch besser mit einem Breitbänder erreichen, denn wenn es nur einen Lautsprecher gibt, gibt es auch nur ein Schallzentrum. Es gibt bei den Koax aber ein Problem: In der Tiefe sind die Schallentstehungs-Zentren nicht identisch. TannoyCutAway
Dies führt zu Laufzeit- und damit zu Phasendifferenzen, welche eine Impulstreue verhindern. Wenn man nun den Hochtöner verpolt anschliesst oder mit Spulen und Kondensatoren einen Allpass baut, kann man den Eindruck erwecken, die Laufzeit sei ausgeglichen. Tatsächlich ist es so möglich, den Phasenverlauf im Trennfrequenzbereich anzugleichen, sodass es bei einer Frequenzgangmessung nicht zu Frequenzgang-Löchern kommt. Dies gilt aber nur im eingeschwungenen Zustand. Wenn wir einen Tonimpuls haben (Sprung), so ist es nicht möglich, den Hochtöner früher zu starten als es das Signal selbst tut. Der Hochtöner kommt somit IMMER um die Laufzeit zu spät. Wenn man etwas erreichen wollte, so müsste man den Tieftöner über ein Delay verzögern. Dies ist aber analog nicht wirklich möglich. Folglich müsste so eine Konstruktion über getrennte Endstufen angesteuert werden mit einer Digitalwandlung, einer Rückwandlung und einem DSP zur Verzögerung.

Das Koaxprinzip würde dann funktionieren, wenn wir die Trennung nicht mitten im Musikbereich hätten, sondern bei 5kHz oder höher, wo das Ohr diese Impulsfehler nicht mehr wahrnimmt. Dann hat aber das Koax-Prinzip keine Vorteile mehr gegenüber einer beliebigen anderen Konstruktion, weil oberhalb 5kHz kaum mehr eine Ortung stattfindet. Also kann der Hochtöner auch 5cm neben dem Mitteltöner sitzen.

Andererseits haben wir bei einem Lautsprecher, der sowohl Bass wie auch Mitten übertragen muss eine Beeinflussung durch den Dopplereffekt. Für die Mitten wird das Schallzentrum durch die Bassauslenkung bewegt. Dies führt zu Frequenzmodulation oder Intermodulationen. Wenn wir nun eine zweite Trennung vornehmen im Bereich bis maximal 300Hz, so fällt uns dies ebenfalls nicht auf, weil es da weder ein ausgesprochenes Richtungshören noch eine Empfindlichkeit auf Impulsformen gibt. Die entstehenden Fehler können wir also nicht wahrnehmen. Und was wir nicht wahrnehmen muss uns auch nicht wirklich interessieren. Wir landen somit bei einer Dreiwegbox wie etwa sowas:Kompaktbox
Mit so einer Konstruktion könnten wir (Trennung bei 300Hz und 5kHz) als BR in einem 15 Liter Gehäuse einen Frequenzbereich ab 43Hz wiedergeben. Und wenn uns dies nicht reicht (weil der Raum grösser ist) so bauen wir darunter eine Kiste mit etwa 120 Litern und einem Dayton TIT400. Da wäre die Grenzfrequenz dann bei 18,5Hz.
Ob wir nun diese zusätzliche Kiste als separates Gehäuse, also als Subwoofer bauen oder als Sockel der Kompaktbox hernehmen ist eigentlich egal.

Und damit wären wir wieder an jenem Punkt, wo wir diskutieren können, ob ein Sub besser oder schlechter ist und was den Unterschied macht, ob ich den Sub separat aufbaue (und ganz nahe an die Hauptlautsprecher stelle) oder ob ich ihn als Teil der Standbox ins Lautsprechergehäuse integriere.
Inscheniör
Stammgast
#27 erstellt: 09. Jan 2011, 12:20
Guter Beitrag.


[Beitrag von Inscheniör am 09. Jan 2011, 12:22 bearbeitet]
Lord-Senfgurke
Inventar
#28 erstellt: 09. Jan 2011, 12:24
Hi richi,

ich finde deine Ausführung sehr interessant.

Auch das es zum Anfang der Hifi zeit kaum Standlautsprecher im heutigen Sinne gab. Mein Vater hat seit ca 35 Jahren zwei Canton Quinto 540, das sind "Kompaktlautsprecher" mit einem 30er Bass mit separaten Mittel und Hochtöner, also eine 3Wege Konstruktion. Was anderes gabs zu dieser zeit kaum, laut seinen Aussagen (ist selbst leicht vor meiner Zeit da ich erst 89 geboren bin :D).

Ich hab wie schon gesagt schon einiges an Standlautsprecher besessen von großen über kleinen Stand-LS und muss einfach sagen bei der jetzigen kompakten vermisse ich, auch bei Klassik, absolut nichts an Tiefgang. Ich denke es ist auch viel eine Sache der Konstruktion, der Chassis etc.

In einem anderen Thread führe ich gerade eine Diskussion darüber das Kompaktlautsprecher meiner Meinung nach auch gute Ständer brauchen um ihr volles Potenzial zeigen zu können. Da wird es als Unsinn abgestempelt "ein 50€ Ständer tuts auch".

Naja der tuts vielleicht auch, aber ich habe meine LS z.B. schon mit und ohne den original (recht kostspieligen) Ständern hören können und das ist ein deutlicher Unterschied gerade im Bass Berreich.
RobN
Inventar
#29 erstellt: 09. Jan 2011, 13:23

Lord-Senfgurke schrieb:
und muss einfach sagen bei der jetzigen kompakten vermisse ich, auch bei Klassik, absolut nichts an Tiefgang. Ich denke es ist auch viel eine Sache der Konstruktion, der Chassis etc.

Eine Frage der Konstruktion auf jeden Fall. Die Physik grundsätzlich überlisten kann man zwar nicht, und bei passiven Konstruktionen sind da einfach Grenzen gesetzt. Aber Unterschiede können schon recht groß sein.

Und generell: was jemandem reicht oder nicht, ist ja auch immer eine Frage des Musikgeschmacks. Wer überwiegend Klavierkonzerte, oder Sänger plus Akustikgitarre etc. hört, wird sicher nicht zwingend Bedarf nach extremem Tiefgang haben.

Ich persönlich käme dagegen mit Kompakten (zumindest ohne Unterstützung) bei meinem Musikgeschmack (und Hörgewohnheiten) überhaupt nicht klar.


[Beitrag von RobN am 09. Jan 2011, 13:24 bearbeitet]
freibürger
Inventar
#30 erstellt: 09. Jan 2011, 13:37

RobN schrieb:
Wie wäre es mit Möglichkeit 4: Kompaktlautsprecher plus Subwoofer? Wenn das gut gemacht ist, m.E. fast die ideale (und am besten an den Raum anpassbare) Kombination. Dem Sub könnte man per DSP, Antimode o.ä. zu annähernd perfekter Linearität bei dennoch sehr viel Tiefgang verhelfen, das soll man mit Stand-LS erstmal so einfach nachmachen.


Moin.

Und genauso so sieht auch meine Lösung aus. Darum habe ich mal auf ein Kreuzchen verzichtet.
Bei mir spielt eine 2-Wege Kompakte in CB. Darunter 2 Subs mit je einem 8", eingeregelt mit dem Antimode DSP (plus raumakustische Maßnahmen, hier Helmholtzresonatoren auf die 1. und. 2. Raummode) = saubere und durchhörbare Tieftonwiedergabe, ohne Dröhn oder Auslöschungen.
Da die Kompakte mit dem Sub in einem Gehäuse sitzt, ist es dann doch wieder ein Standlautsprecher.

Gruß aus FR
Peter


[Beitrag von freibürger am 09. Jan 2011, 13:40 bearbeitet]
Inscheniör
Stammgast
#31 erstellt: 09. Jan 2011, 13:47


Da die Kompakte mit dem Sub in einem Gehäuse sitzt, ist es dann doch wieder ein Standlautsprecher.


Wenn die Bässe im gleichen Gehäuse sind wie die Mittel/Hochtöner machen Trennfrequenzen von einigen Hundert Hertz Sinn.

Bei separat aufgestellten Subs wäre das ungünstig, 80Hz sind besser. Damit kann eine Entlastung der Mitteltöner nicht stattfinden, bei den hier oft erwähnten Koaxen kann das z.B. zu Dopplereffekten führen.

Andererseits kann man mit seperaten Subwoofern DBAs, SBAs oder Dipole realisieren, welche in vielen Räumen deutliche Vorteile bringen.

Ich möchte deine Lösung nicht kritisieren. Aber Sub-Sat Systeme und Vollbereichslautsprecher sind unterschiedliche Ansätze.

Ich persönlich kann mit keine hochwertige Basswiedergabe ohne intelligente Subwoofersysteme vorstellen. Aber schon der klassische 2,5-Weger aus dem Elektronikgroßmarkt kann für die meisten Laute ausreichend gute Bässe erzeugen.
freibürger
Inventar
#32 erstellt: 09. Jan 2011, 14:08
High Inscheniör,

Ich verstehe dein Problem nicht.
Nur kurz:
Getrennt wird bei ca. 100Hz, der Sub ist quasi der Sockel für die Kompakte. Sub via DSP geregelt, strahlen zur Seite ab, diese Aufstellung habe ich empirisch ermittelt. Mehr dazu hier.
Inscheniör
Stammgast
#33 erstellt: 09. Jan 2011, 17:36
Genau das wollte ich andeuten: Bei Subwoofern macht eine höhere Trennfrequenz keinen Sinn.

Die Entlastung des Mitteltöners fällt aber eher moderat aus.

Bei "echten" Standlautsprechern trennen die Bässe deutlich höher, was durchaus Vorteile bringt.

Bei seperaten Subwoofern kann man durch Freiheiten bei der Aufstellung jedoch auch einige Vorteile erzielen.

Zwischen 2-Wege und Subwoofer und 3-Wege Boxen gibt es jedoch Unterschiede.

Gerade 2-Wege Koaxe klingen bei höheren Pegeln schnell unsauber. Ein hoch getrennter Tieftöner bringt da schon einiges. Außerdem kann der Mitteltöner bei hoher Trennung kleiner ausfallen, was einem breiten Abstrahlverhalten deutlich zu gute kommt.

Ich sage nicht das dein Konzept schlecht ist (eher das Gegenteil), aber es gibt Unterschiede zum Grundkonzept eines Standlautsprechers.
freibürger
Inventar
#34 erstellt: 09. Jan 2011, 17:55

Inscheniör schrieb:
...aber es gibt Unterschiede zum Grundkonzept eines Standlautsprechers.


Logo!
Hätte den Standlautsprecher in meinem Beitrag mit "Gänsefüsschen" versehen sollen.
Opium²
Inventar
#35 erstellt: 09. Jan 2011, 21:49
also ich plädiere ganz klar für Kompakte. Natürlich nur bis hin zu einer gewissen Raumgröße.
Hab kaum einen StandLS gehört, der die luftig-locker präzise und räumlich präzise Spielweise einer sehr guten Kompakten darbieten kann.
Wobei ich dazusagen muss, das Standls genauso ihre Vorteile haben, nur für mich die der Kompakten überwiegen
richi44
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 10. Jan 2011, 13:27
Ich habe ja im Beitrag 26 die Möglichkeit erwähnt, eine Kompaktbox mit einem Sub zu kombinieren.
Wenn Du nun Musik hörst, bei welcher ein E-Bass das Fundament liefert, so sind Frequenzen unter 45Hz eher nicht vorhanden. Nehme ich also meine Dreiweg-Kompaktbox mit 15 L BR, so reicht diese für die genannte Anwendung. Wenn ich aber richtigen Tiefbass will, so hilft der 120 L Sub schon noch. Und ich könnte dann sogar statt der BR eine CB mit den gleichen Chassis bauen, die nur 8 L hat und halt nur bis 100Hz runter geht.

Ein anderes Kapitel sind die verschiedenen Bauformen von Subwoofern. Nehmen wir eine geschlossene Kiste oder eine Bassreflex, so haben wir im Einsatzbereich eine praktisch kugelförmige Abstrahlung. Dementsprechend werden Raumresonanzen angeregt. Verwenden wir eine offene Schallwand, so ist die Basswiedergabe entsprechend schlecht, weil es zum akustischen Kurzschluss kommt. Weil aber als Folge davon der Bass schwächer ausfällt und bei "denkbaren" Abmessungen eine echte Tiefbasswiedergabe nicht möglich ist, reduzieren sich die Raummodi deutlich.

Ein "Kompromiss" sind die Dipolstrahler, bei welchen zwei Tieftöner auf total drei Kammern arbeiten. Ich geben zu, ich musste mich mal etwas mit diesen Konstruktionen befassen, also durch den Kopf gehen lassen, um die Hintergründe zu begreifen.
Diese Konstruktion ist vergleichbar einem Air Motion Hochtöner. Dort bewegt sich die Membran nicht in Schallrichtung, sondern sie presst die Luft aus den "Membranfalten". Dies führt zu einer "Übersetzung". Die Luftgeschwindigkeit ist demnach höher als es eine normale Membranbewegung ergeben würde. Und so auch bei diesen Subwoofern. Zwar bewegt die Membran die Luft, aber sie presst diese in eine Kammer und am Kammer-Ausgang wird erst die Umgebungsluft bewegt. Auch dies ergibt eine Übersetzung und damit eine bessere Anpassung des Lautsprechers an die Umgebungsluft. Im Moment habe ich noch nichts brauchbares gefunden (vermutlich zuwenig gesucht), wie sich so ein Konstrukt berechnen lässt, aber ich lasse noch nicht ab.

Was jetzt schon sicher ist: Es handelt sich um einen Dipol und damit kommt es sicher auch zu Auslöschungen und damit zu Bassabfall. Nun gab es einmal eine Konstruktion, bei welcher eine riesen Bassmembran über ein Luftvolumen von einem normalen Lautsprecher angetrieben wurde. Auch dies führte zu einer Übersetzung und obwohl die Box ebenfalls ein Dipol war, ergaben sich abgrundtiefe Bässe. Dies bedeutet, dass die beiden Prinzipien irgendwie verwandt sind.

Es gibt aber noch eine Überlegung: Im relativen Nahfeld eines solchen Subwoofers befindet man sich nicht im Strahlungsminimum, sondern im vorderen oder hinteren Maximum. In grösserer Distanz aber kommt es zu stärkeren Auslöschungen, sodass der Basspegel allgemein abnimmt. Damit werden die Raummodi weniger angeregt. Zweitens ist der Direktschall dominater als der Raumschall und damit ist dessen Einfluss geringer. Und letztlich kann man den relativ kleinen Sub eher platzieren und so einen günstigen Ort in Bezug auf Basswiedergabe UND Raummodi suchen.

Ich werde mich jedenfalls mal mit diesem Sub-Prinzip auseinander setzen und schauen, was sich daraus (zumindest theoretisch) entwickeln lässt...
Iron-Man
Inventar
#37 erstellt: 10. Jan 2011, 15:58
Sehr interessant hier

Ich habe Kompakte, die bis 45hz( -3db ) runter spielen und zwei aktive 30cm-Subs, die bis 22hz( -3db ) spielen. die Subs werden mit Hilfe des DCX2496 gesteuert ( aktive Frequenzweiche ). die Kompakten stehen in Ohrhöhe auf den Subs.

Nutzen tu ich diese Kombi so, weil ich einen akustisch recht ungünstigen Hörraum habe. Durch die aktiven Subs und die aktive Frequenzweiche lässt sich das Ganze auf die Raumgegebenheiten besser abstimmen ( Phase, Trennfrequenz, Pegel, Param. Equalizer....).
Für mich klingt es ebenso gut, wie mit manch ausgewachsenen Standboxen ( sind ja auch quasi Welche ).
Lord-Senfgurke
Inventar
#38 erstellt: 19. Feb 2011, 22:52
So deutlich wie ich Anfangs befürchtet habe fällt die Umfrage pro Stand-LS ja gar nicht aus. Scheint ja doch noch Leute zu geben die sich auch mit weniger großen Dingen zufrieden geben.
firephoenix28
Inventar
#39 erstellt: 19. Feb 2011, 23:07
Ja, Kompakte klingen auch offener und nicht so belastend

Als Beispiel mal: Highend Kompakt gegen Mid-fi Stand

was ist wohl besser
Lord-Senfgurke
Inventar
#40 erstellt: 19. Feb 2011, 23:11

firephoenix28 schrieb:


Als Beispiel mal: Highend Kompakt gegen Mid-fi Stand

was ist wohl besser :D


Wenn man meine Kompakten schon zu "High-End" zählen kann, weiß ich die Antwort.
beehaa
Inventar
#41 erstellt: 20. Feb 2011, 12:51
Kompaktlautsprecher mit einem Sub.

Ich hab mich mal auf die Erstvorführung der 2.2DC eingeschliechen. Selber habe ich mir später die Cabasse Minorca mit einem XTZ 8.16 (rechtes Loch zu) zugelegt.
Ich kann subjektiv nur sagen, bis 30²m und bis 4m Sitzabstand muß man schon verdammt lange stricken, um an die Wiedergabequali der obenerwähnten Kombi ranzukommen.

Irgendwie hab ich eh das Gefühl, daß bei 90% der Leute die Standboxen haben, mit ihren "räumlichen Gegebenheiten" und einer Sitzposition bis 3m, sowieso gleich aktive Monitore merkbar besser passen würden.

Deswegen scheint mir der zweite Beitrag auch nicht wirklich durchdacht zu sein


[Beitrag von beehaa am 20. Feb 2011, 12:55 bearbeitet]
Opium²
Inventar
#42 erstellt: 21. Feb 2011, 13:46

beehaa schrieb:
K
Irgendwie hab ich eh das Gefühl, daß bei 90% der Leute die Standboxen haben, mit ihren "räumlichen Gegebenheiten" und einer Sitzposition bis 3m, sowieso gleich aktive Monitore merkbar besser passen würden.

Deswegen scheint mir der zweite Beitrag auch nicht wirklich durchdacht zu sein ;)

Da hast du wohl leider recht.
Auch bei den erwähnten Karat Reference(tolle Lautsprecher) kann man wohl unter 50m2 nicht wirklich einen top Klang erwarten.

Die Sachte mit dem Subwoofer (2.1) ist auch wieder so ein Thema. Hab selten erlebt das das alles dann auch wirklich homogen klingt. Irgendwas ist immer was dröhnt oder schwammig klingt. Da sind 2 Subwoofer schon effektiver.
allerdings bei den guten Kompakten vermisse(ich zumidnest) weder Tiefgang noch sonst was. Die Bässe machen richtig Spass aufgrund der locker lufitgen Präzision und Leichtigkeit
beehaa
Inventar
#43 erstellt: 21. Feb 2011, 15:54
Ob jetzt 2.1 oder 2.2 ändert nicht viel am Prinzip

Viele haben auch noch nicht entdeckt, auch wenn einige Hersteller das über das Design auch außen zeigen, daß der Groß der Standboxen einfach eine Kompakte ist die auf einem passiven Wooferteil sitzt. Manchmal kann man es wie gesagt schon von außen sehen, manchmal erst, wenn man die Box auseinandergekloppt sieht.

Und meiost gibt der Wooferteil den Ton an, was Räumlichkeiten und aufstellung angeht. Daher nehme ICH lieber Kompaktboxen und einen separaten Woofer. Vorzugsweise aktiv. Der ist nämlich in seinem Tun anpassbar.

Die Erwartung eines besseren Ergebnisses ist schon alleine durch eine wesentlich größere Flexibilität in der Aufstellung größer.
HIFIHobby
Stammgast
#44 erstellt: 21. Feb 2011, 16:03
Hallo
Da ich viel Platz und gerne basslastige Musik höre, stehen
bei mir NUR Standlautsprecher.
Gruss
Alex
Hassi$7
Stammgast
#45 erstellt: 21. Feb 2011, 16:53
Hi!!

Membranfläche rules!!

Grüsse: Hassi
freibürger
Inventar
#46 erstellt: 21. Feb 2011, 22:10

beehaa schrieb:

Irgendwie hab ich eh das Gefühl, daß bei 90% der Leute die Standboxen haben, mit ihren "räumlichen Gegebenheiten" und einer Sitzposition bis 3m, sowieso gleich aktive Monitore merkbar besser passen würden.


Ob es jetzt 90% sind, will ich nun nicht unterschreiben, aber es stimmt schon. Man sieht es doch recht häufig im Bilderthread. 20qm unter Dachschrägen, ein paar richtige "Männerboxen", eingezwängt zwischen Schrankwand und Heizung und stolz wie Oskar, weil: Bass ohne Ende.
Ich frage mich dann immer: Aber in was für einer Qualität?
Lord-Senfgurke
Inventar
#47 erstellt: 21. Feb 2011, 22:36
[quote="freibürger"]

Ich frage mich dann immer: Aber in was für einer Qualität?

[/quote]


in einer grausamen, von dem Trip bin ich auch geheilt. Ne Vento 809 auf ein bisschen über 18qm und die eine Box musste recht Eck nah stehen, ging gar nicht wenn ich da so im nach hinein drüber nachdenke.

Die Karats waren da schon einiges besser, aber sauberen Bass konnte man da auch nicht so wirklich raus hören. Ich für meine Teil möchte jedenfalls nie mehr so Musik hören. Lieber ehrlichen und sauberen Bass als rummgedröhne und geschepper...


[Beitrag von Lord-Senfgurke am 21. Feb 2011, 22:37 bearbeitet]
beehaa
Inventar
#48 erstellt: 22. Feb 2011, 16:05
Das ist der Unterschied zum Hubraum opder LAdedruck-geprolle, auch wenn man genauso fährt wie alle anderen auch... Ein sehr schnelles Auto fährt sich nicht schlechter, wenn es langsam fährt. Eine für den raum viel zu fette Box hört sich dagegen viel schlechter als als eine passende.

Man findet aber nur wenige die das durchgeblickt haben. Die großen Bubis wollen halt was zum Zeigen haben.
HIFIHobby
Stammgast
#49 erstellt: 22. Feb 2011, 17:13

beehaa schrieb:
Das ist der Unterschied zum Hubraum opder LAdedruck-geprolle, auch wenn man genauso fährt wie alle anderen auch... Ein sehr schnelles Auto fährt sich nicht schlechter, wenn es langsam fährt. Eine für den raum viel zu fette Box hört sich dagegen viel schlechter als als eine passende.

Man findet aber nur wenige die das durchgeblickt haben. Die großen Bubis wollen halt was zum Zeigen haben.

Du hast es geschnallt! Darum habe ich 8 grosse Brüllboxen
und eine schnelle Ninja!
Gruss
Alex
Hassi$7
Stammgast
#50 erstellt: 22. Feb 2011, 17:21
Hi beehaa,

.......ging´s hier jetz um ´ne Umfrage wer welche LS verwendet oder um generelles Standlautsprecherbesitzer-Bashing??
Zum einen weiss man ja nicht in welchen Räumlichkeiten sich die LS tatsächlich befinden, zum anderen: Woher stammt die Gewissheit, dass "nur wenige....das durchblickt haben"?

Ich stimme gerne der Aussage zu, das es wirklich genug Spacken gibt, welche sich vollkommen unreflektiert irgendwelche Monstertröten in die Studentenbude stellen und das Gewummer dann auch noch schön finden.........aber mal ehrlich - ist es nicht köstlich, wenn diese Menschen dann beim nächsten Amp/Boxenkauf, womöglich dann in anderen Räumlichkeiten, hier wieder aufschlagen nach dem Motto:
"Ey, der neue Amp/Boxen issja totaler Scheiss......hab die Loudness und Bassknopf schon voll auf Anschlag, aber ´s kommt net genug Bass mehr....soll isch mä ein EQ holen, dasses wieda richtig knallt?....etc,pp"


Und ja.....auch ich halte z.Bsp. aktive Monitore für ne feine Sache und habe auch schon einige davon (auch beruflich) in der "Mangel" gehabt.......wenn der Raum dann aber doch etwas grösser ausfällt und vor allem der Hörabstand zunimmt, haben Standlautsprecher schon ihre Daseinsberechtigung und können in der Situation gegenüber den Regal-LS punkten.

Viele Grüsse: Hassi


[Beitrag von Hassi$7 am 22. Feb 2011, 17:22 bearbeitet]
Reliktus
Stammgast
#51 erstellt: 22. Feb 2011, 17:54
Interessant was einige hier schreiben. Da fragt man sich, haben die noch nie eine Regal- oder Kompaktbox mit einer Standbox direct verglichen?
Da sind mitunter Welten dazwischen! Bei den Mitten und Höhen können kompakt LS mit stand LS mitgehen, aber im Tiefton??? Wohl kaum!
Natürlich kann ich einen Sub dazuschalten, das verfälscht aber das Klangbild(je nach Sub).
Ich erwarte von Lautsprechern, das diese sich auch im reinem Stereobetrieb sehr gut anhören. Genau da ist das Problem der kleineren Boxen die einfach nicht genug Volumen haben um tief runter zu gehen.
Warum also nur kompakt LS verbauen wenn man den Platz hat? Sicherlich sind Kompakt LS in kleinen Zimmern durchaus von Vorteil aber bei einem größeren Zimmer sieht das schon anders aus.
Im alleinigen Surroundbetrieb(kein Stereo) sind Kompakt LS ja auch ausreichend wenn sie einen Sub als Unterstützung haben.
Für mich zählt aber halt der Klang der Box selbst und nicht mit unterstützung einer anderen Box(Sub).
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