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Der kleine, große Umstieg? Anregung erwünscht!

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frsh-
Stammgast
#1 erstellt: 30. Okt 2009, 01:34
Guten Tag liebe Hifi-Liebenden,

derzeit besitze ich ein Pärchen Canton Chrono 509DC und einen AV-Receiver, den Denon 1708. Beim damaligen Kauf hatte ich die Grundidee - bei wachsendem Budget - das Ganze als Heimkino einzurichten, sprich 5.1-Aufbau. Jetzt muss ich aber feststellen, dass ich eigentlich kaum bis gar nicht dieses abgespeckte Heimkino nutze, ich mich aber täglich beim längeren Musikhören erwische.

Genau da liegt das Problem begraben: Irgendwie bin ich nach längerem Hören nicht mehr zufrieden - die Hochtöner der Chronos nerven nach einiger Zeit tierisch, desweiteren habe ich das Gefühl, dass deutlich Bass fehlt (im Allgemeinen natürlich). Hatte mich aufgrund meiner akustikkatastrophalen 20m² (Laminat, recht minimalistisch eingerichtet) dabei doch extra für die vermeintlich großen Chronos entschieden, die im Hörraum auch eigentlich sehr Basspräsent waren - allerdings mit einem Onkyo-Vollverstärker, Modell ist mir leider nicht mehr bekannt.

Jetzt habe ich innerhalb eines Jahres auf jeden Fall mindestens vier mal das Zimmer umgeräumt, in der Hoffnung, es würde sich akustisch etwas tun - es ist mir nicht gegönnt gewesen; auch Teppich und Wanddekorationen brachten keinen Erfolg.

Jetzt ist für mich die einfachste, günstigste Erklärung, dass der AV-Receiver einfach nicht genügend Druck auf die Lautsprecher ausübt und durch das Fehlen im Tiefgang die Hochtöner vielleicht nervend erscheinen.

Ich bin also zunächst auf der Suche nach einem Einsteiger-Mittklasse-Vollverstärker, Budget liegt um die 500,00 €.
Bevor ich jetzt am Wochenende probehören gehe, wollte ich mir erstmal von euch Geräteempfehlungen, aber auch gerne allgemeine Hinweise, wie ich vielleicht auch ohne das "Geldausgeben" meine Situation vielleicht verbessern kann, anhören.

Online habe ich schon mit folgenden Geräten geliebäugelt:

NAD C326BEE (evtl. C315BEE)
Cambridge Azur 550A
Yamaha AS-700
Rotel RA-06

Werde auf jeden Fall versuchen eines der Geräte auch zu Hause auszuprobieren, muss natürlich wissen, ob das Problem jetzt wie angedeutet am AV-Receiver oder wirklich an den schlechten Raumverhältnissen liegt (das wäre mein Albtraum!).

Sollte es tatsächlich auch an den Lautsprechern liegen, wäre ich auch über Erfahrungen bezüglich der Harmonie zwischen Lautsprechern und Verstärkern sehr dankbar. Müsste wirklich beides neu, würde das Budget bei ~1200,00 € liegen.


Natürlich ist mir klar, dass immer das eigene Ohr hört und letztlich auch bestimmt, ich wünsche mir lediglich, auch dank der hiesigen Produktvielfalt, vielleicht einen kleinen Fingerzeig in die richtige Richtung. Letztlich eine Vertrauensbasis auf die Erfahrung gleichgesinnter.




Ich hoffe die Länge meines Beitrages beeinflusst nicht das Antwortverhalten.

Vielen Dank im voraus.
mtthsmyr
Stammgast
#2 erstellt: 30. Okt 2009, 06:57
Hallo frsh,

ich hatte mal ein ähnliches Problem:
Mietwohnung, 20qm, Laminat, 2,5Wege Standboxen mit Metalhochtöner (Monitor Audio BR5), wenig dämpfende Einrichtung - langfristig nervender Hochton, keine Bassfülle.

Meine Erkenntnisse soweit:
Wenn Du als mögliche Nervquellen Verstärker, Lautsprecher und Raumakustik nimmst, ist es für mich immer am attraktivsten gewesen den Verstärker auszutauschen. Das ist aber auch das, was am wenigsten gebracht hat. Ich hatte je nach Verstärker mehr/weniger, weicheren/härteren Hochton aber das "es nervt" blieb.
Zur Raumakustik: ich hatte zuletzt noch einmal Gelegenheit die Boxen in zwei akustisch günstigeren Räumen zu hören, dort war ich dann plötzlich mit dem Bass zufrieden. Meine Freundin meinte, jetzt klingen sie doch super!
Aber irgendwie fand ich den Klang, der mir vor einem halben Jahr gut gefiel, nur noch nervig.

Also bleiben die Lautsprecher.
Zaph Audio zu nicht-linearen Verzerrungen
Insbesondere der Abschnitt "Why it's so important" erschien mir aufgrund der gemachten Erfahrungen nachvollziehbar. Sprich, das was ich an den Boxen als sie neu waren gut fand, hat mich langfristig gestört.
Bei mir waren es bei den Monitor Audios offenbar die Hochtöner (interessante Meinungsvielfalt zum Thema Metallhochtöner)
Ich würde es mittlerweile auch fast so beschreiben, "dass mir nach einem halben Jahr die Ohren bluten".
Meine aktuellen Lautsprecher (DIY Swans M1) haben durchaus noch einige (selbstverschuldete) Dellen im Frequenzgang und weniger Tiefbass, klingen aber ein vielfaches angenehmer (noch). Sogar schlechte Raumakustik wird damit erträglicher.

Meine Empfehlung an dich:
- Probier mal Boxen mit einem Seidenhochtöner oder mit Bändchen in deinen Räumen.
- Probier mal 2-Wege Regalboxen. Der Tradeoff dabei ist: Eine große Standbox geht schön tief herunter, mehr als ganz dezente Zimmerlautstärke will man dann aber nicht wirklich hören mehr. Oder Kompaktbox: ab 50Hz wirds dünn, aber man kann wenistens etwas aufdrehen.

P.S.: Liebe Metalhochtönerliebhaber, bitte nicht falsch verstehen: ich will metal-domes nicht schlecht reden. Und einen Anspruch die Wahrheit gefunden zu haben erhebe ich auch nicht.
mroemer1
Inventar
#3 erstellt: 30. Okt 2009, 07:11
Hier ist das Problem grundsätzlich bei der Canton zu suchen.

Sie sind gute LS sicherlich, aber eben nicht jedermanns Sache.

Das vom TE beschriebene Klangbild ist ganz normal bei diesen LS und aus vielen Threats bekannt.

Im Bass eher schlank abgestimmt, die Höhen können durch ihre Überpräsenz nerven.

Kurz, der TE hat sich einfach die falschen LS gekauft und dies würde ich auf keinen Fall allein am HT oder seiner Beschaffenheit festmachen.


[Beitrag von mroemer1 am 30. Okt 2009, 07:12 bearbeitet]
weimaraner
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 30. Okt 2009, 08:15
Hallo TE,

ein Wechsel von AVR auf Vollverstärker kann schon etwas bewirken,
denke aber die Ausmaße welche deine Beschreibung hier annimmt , das wird dein Problem nicht lösen.

Um das aber mal zu testen würde ich mir von einem Bekannten einen Stereoverstärker mal ausleihen zum Vergleich.

Ansonsten wenn nichts zur Verfügung steht eventuell beim Händler einen ausleihen.dann besteht dort schon mal Gewissheit.

Zu deinem Problem Bass hätte ich dir fast zu Elac geraten,
wenn dir dort aber der Jet III Hochtöner ins Gesicht springt werden die Cantons schon fast dumpf(übertriebenerweise).
Bändchenhochtöner sind oft schriller und nervig zu vernehmen , Swans sind da eine Ausnahme,
Wobei die Swans M1 doch eher akustisch "gute "Räume bevorzugt um ihre ganze Klasse auszuspielen.

Die Swans M1 ist natürlich in Sachen Bass wenig hilfreich da das kleine Chassis nicht zaubern kann.

Im Allgemeinen würde ich dir raten mal sogenannte englisch abgestimmte Lautsprecher anzuhören,
diese elektrisieren zwar nicht im ersten Moment ,
nach einigem Hören werden diese aber sehr angenehm.

Mein Favorit wäre hier die Firma PMC,
dann vllt noch Neat Acoustics,
und was mehr Mainstream ist,einige Modelle von B&W(nicht die CM wahrscheinlich).

Wenn du auf ordentlich Tiefbass und Fundament stehst könnten Kompakte auch mit einem Subwoofer versehen werden,
wobei hier auch genug Standlautsprecher vorhanden sind.

Gruss


Edith meint,du könntest dir auch mal eine Swans D2.1 anhören,sowie eine D3.1(gibt günstig bei Hifi4me),
oder mal bei Dynaudio vorbeihören.
(Beide Hersteller verwenden teilweise identische Chassis)


[Beitrag von weimaraner am 30. Okt 2009, 08:18 bearbeitet]
lorric
Inventar
#5 erstellt: 30. Okt 2009, 08:34
@TE und hallo,

ich muss auch eben dazusenfen, gerade da weimaraner Elac anspricht.

Ich verzeichnete ein ähnliches Klangbild wie Du es beschreibst über einen Marantz SR4300 an Elac. Das ist mein alter AKAI AM35 schon deutlich überlegen bei der Wiedergabe. Gerade und vor allem im Bassbereich. Am Marantz klang das alles irgendwie "dünn". Daher bestätige ich weimaraner. Ein Wechsel zum VV wird schon Verbesserung bringen.

Trotzdem sehe ich es auch so, dass die Canton das Problem bleiben werden.

Von Deinen Genannten würde ich hier den Yamaha wegen dem Klangbild ausschließen. Cambridge und NAD sollten ein ordentliches Bassfundament liefern. Rotel wird immer gerne empfohlen, aber habe ich leider noch nie gehört. Hat aber auch Klangregelung. Deswegen solltest Du damit die Canton einigermaßen trimmen können. Ansonsten noch mit Einwinkelung experimentieren. Auch mal Mut zu extremen Winkeln haben. Also Keuzungspunkt vor Deiner Hörposition.

Gruß
lorric

P.S.
Neat soll ein richtiger Geheimtip sein


[Beitrag von lorric am 30. Okt 2009, 08:35 bearbeitet]
mroemer1
Inventar
#6 erstellt: 30. Okt 2009, 08:37

Von Deinen Genannten würde ich hier den Yamaha wegen dem Klangbild ausschließen.


Was den Yamaha AS 700 angeht stimme ich lorric zu.

Ist ein klasse AMP fürs Geld, hatte ihn knapp 2 Wochen zum testen bei mir, an der Canton dürfte der Schuß aber nach hinten losgehen, da auf meinen Klipsch Heresy und auf vergleichsweise herangezogenen Klipsch RF 62 das Klangbild genau in die vom TE bemängelte Richtung tendierte und das deutlich.

An einer wärmer abgestimmten Dynaudio spielte er dagegen erstklassig und umwerfend gut.


[Beitrag von mroemer1 am 30. Okt 2009, 08:42 bearbeitet]
frsh-
Stammgast
#7 erstellt: 30. Okt 2009, 12:00
Hallo allerseits,

schön zu hören, dass das Problem doch schon bekannter ist, als erwartet. Vielen Dank erstmal für Eure aufmerksame Teilnahme - die Meinungen bezüglich der Vorteile eines Vollverstärkers gegenüber meinem Einstiegs-AVR gehen schon recht weit auseinander - wie gesagt, morgen werde ich zum Fachhändler gehen, und probieren ein Gerät zu Hause probehören zu dürfen.
Dann sollten die Problemfaktoren schon eingeschränkt sein - Bericht wird natürlich folgen.

Wie gesagt, vom Bass der Chronos und eigentlich auch gerade davon, war ich beim Probehören im Hörraum - zu Hause war es damals leider nicht möglich - sehr überzeugt (Gänsehaut bei "Apocalyptica - Nothing else matters", mein Testfavorit). Damit möchte ich nicht ausschließen, dass ich mich vielleicht auch in der Wahl der Lautsprecher hab täuschen lassen.

Auch für den Tipp mit der Anwinklung der Lautsprecher bin dankbar, aber auch das habe ich bereits probiert. Desweiteren habe ich die Lautsprecher auch wandnäher aufgebaut, auch das ohne Erfolg - lediglich war ein leichtes Dröhnen zu vernehmen (Bassrohr nach hinten geöffnet...).

Bezüglich der B&W-Serie, bzw. allgemein britischer Hifi hatte ich auch schon überlegt, werde jetzt auf jeden fall erstmal den Verstärker probieren.

So, ich mach Mittagsstunde, heute Abend Party
lorric
Inventar
#8 erstellt: 30. Okt 2009, 12:13
Nun gut, da Du offensichtlich zufriedenstellendes Potential bei den Chronos entdeckt hast (völlig in Ordnung so), hier noch etwas zum Schmökern (leider nur in Englisch)

Ansonsten noch viel Erfolg und lass hören (lesen) welchen Verstärker Du kaufst.

Gruß
lorric
mtthsmyr
Stammgast
#9 erstellt: 30. Okt 2009, 20:06
Nochmal ein Nachtrag zum Thema "Standbox und Raum<=20qm":

In einem Raum von 20qm liegt die 1. Raummode meist so um die 35Hz. D.h.
- dieser Frequenzbereich ist tw. angehoben, tw. abgesenkt, je nach Aufenthaltsort.
- darunter beginnt der Druckkammereffekt, der in einem idealen rechwinkeligen Raum schon bei 28 Hz eine Verdoppelung der Lautstärke bewirkt.
- Dazu kommt dann, dass in einem Raum mit langer Nachhallzeit in der Regel vor allem Frequenzen unterhalb von 50Hz noch "Ewigkeiten" (>0.5 Sekunden) im Raum hin- und herreflektiert werden, während Frequenzen darüber meist schon nach weniger als 0.3 Sekunden abgeklungen sind.

Das sieht dann z.B. so aus:

Von der Idee her - in meinem Raum waren die Nachhallzeiten durch die Bank etwa doppelt so hoch.

Wenn man jetzt einen StandLS, der schön bis 35 Hz herunterreicht, in so einen Raum stellt, bekommt man ganz viel Tiefbass um die Ohren gehauen, aber der für die meisten Musikarten sehr viel wichtigere Mittel- und Oberbass (bis 160Hz) ist im Verhältnis der Lautstärke, die am Ohr ankommt, viel schwächer. Diese relative Schwäche im Oberbass interpretiert das Ohr dann als "dünner Bass", obwohl doch ganz viel Bass da ist.

Am besten wäre es, das Problem über die Raumakustik in den Griff zu bekommen, aber das ist teuer und aufwändig.
Ein LS mit mehr Tiefgang macht es nur schlimmer. Ein LS mit Oberbassbuckel hilft, aber entschärft nicht die dröhnende Raummode. Ein KompaktLS hingegen, der unterhalb von 50Hz schnell abfällt, leistet im Bereich 60-160 genauso gute Arbeit wie ein großer (von hohen Pegeln abgesehen). Im Optimalfall gleichen sich der Bassabfall des Lautsprechers und die Bassanhebung durch den Raum im Bereich 40 bis 50 Hz sogar einigermaßen aus.

Es klingt paradox, aber dadurch kann ein bassschwacher Kompaktlautsprecher in einem kleinen, schlecht bedämpften Raum subjektiv fülliger klingen, als ein tiefbassstarkes Monster von Standlautsprecher.

Ein Equalizer kann auch helfen, aber nur wenn er fein genug auflöst. Die beiden unteren Frequenzbänder 60Hz und 200Hz, die mein alter Onkyo bereitgestellt hat waren also nicht wirklich hilfreich.

Noch ein Tipp: Bassreflexrohr verstopfen, zieht auch Tiefbass ab.
mroemer1
Inventar
#10 erstellt: 31. Okt 2009, 08:32

Ein KompaktLS hingegen, der unterhalb von 50Hz schnell abfällt, leistet im Bereich 60-160 genauso gute Arbeit wie ein großer (von hohen Pegeln abgesehen)


Sehr interessant.

Aber hier stimme ich dir nicht zu.

Auch LS die nicht unter die 50hz Marke gehen können durchaus hohe Pegel erreichenen.

Ein Beispiel ist mein eigener LS:

Untere Grenzfrequenz -3dB/58hz, max. erreichbarer Pegel 118dB.
lorric
Inventar
#11 erstellt: 31. Okt 2009, 10:50

mroemer1 schrieb:

Ein KompaktLS hingegen, der unterhalb von 50Hz schnell abfällt, leistet im Bereich 60-160 genauso gute Arbeit wie ein großer (von hohen Pegeln abgesehen)


Sehr interessant.

Aber hier stimme ich dir nicht zu.

Auch LS die nicht unter die 50hz Marke gehen können durchaus hohe Pegel erreichenen.

Ein Beispiel ist mein eigener LS:

Untere Grenzfrequenz -3dB/58hz, max. erreichbarer Pegel 118dB.


Ich glaube das hat er nicht in Abrede gestellt. Er spricht nur an, dass Aufgrund der Raumgegebenheiten auch pegelstarke LS in Bereichen, oder gar komplett "dünn" rüberkommen.

Subjektiv wird man ein "dünnes" Klangbild immer als pegelschwächer wahrnehmen.

Gruß
lorric


[Beitrag von lorric am 31. Okt 2009, 10:51 bearbeitet]
mroemer1
Inventar
#12 erstellt: 31. Okt 2009, 11:24
Gut, damit hat er auch vollkommen recht, diese Probleme hatte ich persönlich jahrelang.

Eine Dynaudio 1.8 MK II hat bei mir auf 18qm² leider genau dieses Problem gehabt und dies war auch nicht wegzubekommen.

Das klang dann mehr nach 300 Euro LS, schrecklich.

Deswegen ist es ja unglaublich wichtig, seine Traum LS unbedingt zuhause probehören zu können, da mann ansonsten schnell ein Problem bekommen kann, vor allem wenn die Räume nicht passen und die LS, wie leider zu oft heute üblich, eine Nummer zu groß gekauft werden für das Hamsterkäfig Stadtwohnzimmer, meißt hängt noch ein SUB drunter und dann wird es ganz lustig.


[Beitrag von mroemer1 am 31. Okt 2009, 11:25 bearbeitet]
mtthsmyr
Stammgast
#13 erstellt: 19. Nov 2009, 21:31
Immerhin läßt sich ein Sub gut herunterregeln. Und dann kann man die Stand-LS im AVR auch noch als "small" konfigurieren.

Bezüglich wenig Tiefgang und viel Pegel. Meine Aussage bezog sich auf die typische kleine 2-Wege-Kompaktbox, die mit Ach und Krach unter 50Hz gezwungen wird. Da der Tieftöner in solchen Konstruktionen meist bis 2kHz und mehr hochspielen muss, klingen diese viel früher angestrengt als vergleichbare 3-Wege-Konstruktionen.

Deine Klipsch sind mit fast 80 Litern Bruttovolumen, 3-Wege-Konstruktion, Hornmündungen und 58 Hz-Abstimmung einfach eine andere Kategorie. Die können laut, keine Frage! Aber so etwas sieht man auch nicht so häufig.
frsh-
Stammgast
#14 erstellt: 03. Dez 2009, 18:46
Sooooo, entschuldigt bitte meine lange Abwesehnheit, hatte mir unglücklicherweise beim Fußball das Schienbein gebrochen - Hifi kann nicht alles im Leben sein

Jedenfalls habe ich mir während meiner Gips-Couch-Genesungsphase meinen Bruder geschnappt, um das angesprochene Bassproblem nochmal ins Auge zu fassen.

Um vielleicht auch den ominösen Verstärkerklang auszuschließen hat er auch dankbarerweise seinen Pioneer-Verstärker mitgebracht damit man auch mal einigermaßen direkt (Pegel- bzw. Umstöpselproblem ) vergleichen kann.

Gesagt, getan - Problematik ausgeschlossen, genauso schlecht.

Dann fing mein Bruder an, an den Lautsprechern rumzurücken und bildete sich leichte Veränderungen ein.
"Lass uns hier mal alles umbauen", sagte er zu mir. Ich brauchte nur einen kurzen Blick auf mein Bein werfen und er wusste plötzlich, dass er der Idiot sein wird, der meine Möbel rumrücken darf.

Zunächst muss ich sagen, dass mein Raum relativ rechteckig ist und die Lautsprecher an einer kurzen Seite des Rechtecks aufgebaut waren - sprich linker Lautsprecher unter der Dachschrägen, rechter offen im Raum.
Jetzt haben wir (er :D) die Lautsprecher an der langen Seite des Rechtecks, direkt unter der Dachschrägen positioniert und siehe da: Bass vorhanden, zunächst natürlich beide sehr erfreut und ein Stündchen Kaffee- und Hörpause eingelegt.

Leider sind wir beide zu dem Entschluss gekommen, dass das Problem mit den nervigen Höhen weiterhin besteht, auch mit solidem Bassfundament. Meine Hoffnung ist also gestorben - ein beratender User hier behält also Recht, dass meine Lautsprecherwahl tatsächlich falsch ausgefallen ist.

Die Suche geht mit Hinkebein und nervigem Weihnachtsgeschäft wieder nach neuen Lautsprechern los, für Vorschläge bin ich natürlich offen. Für meine Chrono's sollte ich gebraucht wohl noch gute 600 € bekommen, sind ja noch nicht so alt. Budget beläuft sich dann auf etwa 1000 € / paar. Auf jeden Fall werde ich mir mal den Tipp mit den Kompaktlautsprechern ins Auge fassen, gedacht hatte ich da an eine B&W 685, die mir beim Händler des Vertrauens schon recht gut gefiel.

Ich muss erstmal meinen Bruder anbetteln, dass der mich überall hinfährt

Liebe Grüße aus dem Norden!
frsh-
Stammgast
#15 erstellt: 30. Dez 2009, 10:14
Hallo liebe Liebenden,

da meine Lautsprecher jetzt so gut wie verkauft sind, ein Forenkollege trifft hier gleich ein , geht die Suche nach Kompaktlautsprechern und Verstärker endlich nochmal los.

- Budget liegt für beides bei etwa 1200,00 €
- Raumgröße beträgt etwa 18m², davon 1/3 Dachschräge
- Hörspektrum sehr breit gefächert, hauptsächlich Soul (Joss Stone, Alicia Keys), aber auch mal Rock (z.B. Red Hot Chili Peppers) und die übliche Mainstream-Radio-Musik.

Per Onlinerecherche hatte ich mich schon mit folgenden Modellen beschäftigt:

- Phonar Veritas M3
- Monitor Audio RX-2
- nubert nuLine 32 + ATM
- B&W 685 (bei Händler gehört, allerdings nicht zuhause)

Hat jemand von euch schon Erfahrung mit genannten Lautsprechern gemacht und kann vielleicht ein paar Worte darüber verlieren?

Ansonsten bitte ich um weitere, solide Vorschläge für Kompaktlautsprecher - wichtig ist mir ein, für Kompaktlautsprecher, solides Bassfundament.

Als Verstärker hatte ich einen NAD 326Bee anvisiert, ich denke damit macht man nicht viel falsch, werde den aber erst nach der Lautsprecherwahl anpeilen.

Vielen Dank, ich hoffe auf rege Beteiligung, hat ja beim letzten Post nicht gerade geklappt.

Liebe Grüße und guten Rutsch!
frsh-
Stammgast
#16 erstellt: 01. Jan 2010, 10:49
An Neujahr vielleicht Hilfe?
A-Abraxas
Inventar
#17 erstellt: 01. Jan 2010, 11:14
Hallo und ein Frohes Neues Jahr ,

am Anfang Deines Threads sind ja schon viele gute Hinweise gegeben worden - und Du "bist auf dem Weg", daran zu arbeiten .

Lass´ das mit dem Tausch des Verstärkers (erstmal) sein, Du hast ja selbst inzwischen festgestellt, dass sich da nicht viel tut.
Eine wirkliche Veränderung ist mit anderen LS erreichbar und wäre natürlich mit Raumakustikmaßnahmen noch deutlich zu übertreffen. Die Raumakustik zu verändern, ist aber weder schnell machbar noch "billig"... Und optisch auch nicht für jedermann erträglich.

Konkrete Lautsprechertips helfen nur wenig, die LS müssen in DEINEM Raum so spielen, dass es DIR gefällt.
Der LS, der mir gefällt und vermutlich auch in Deinem Raum überzeugen könnte, ist (leider) deutlich teurer : Martion Bullfrog (siehe mein Avatar).
Mit einem 38er im geschlossenen Gehäuse ein Kompaktlautsprecher der größeren Sorte, dafür sehr dynamisch und mit Sicherheit ausreichend pegelfest .

Daneben gäbe noch die Möglichkeit, eines Standlautsprechers mit aktivem Bass. Da werden von verschiedenen Herstellern einige wenige Modelle angeboten. Der Bassbereich (und damit auch die "Klangbalance") lässt sich in weitem Rahmen regeln, eine Anpassung an den Raum ist so sehr gut möglich.

Als weitere Möglichkeit fallen mir noch die Studiolautsprecher ein - schau´ mal bei Geithain, Klein+Hummel etc.
Kompetenter Ansprechpartner hierfür : Hörzone (in München, auch hier im Forum unter diesem Namen aktiv).

Viele Grüße


[Beitrag von A-Abraxas am 01. Jan 2010, 11:15 bearbeitet]
frsh-
Stammgast
#18 erstellt: 01. Jan 2010, 12:33
Hey, auch ein frohes neues Jahr!

Wie gesagt, ich hab jetzt quasi alles verkauft und starte komplett neu. Mir gings auch nicht darum hier irgendwelche ominösen Hörerfahrungen und grandios tollen Tipps, weil Lautsprecher XY "der beste der Welt ist".
Ich möchte lediglich den Kreis der Lautsprecher erweitern, die ich in dieser Budgetklasse, ich sag mal bis 800,00 €, zu Hause probehören kann. Mir gehts, auch Dank meines primären "Hörgenres", um ein solides Bassfundament und das ist ja bei Kompakten nicht so ganz einfach - dabei ist für mich unverfälschter Klang auch wichtig, sprich die Spielerei an Klangreglern tätige ich sehr ungerne (das nubert-ATM mal ausgenommen, wobei das ja den Frequenzverlauf ändert und das Quellsignal nicht "verfälscht"). Der Markt ist ja doch recht unübersichtlich.
Mit Studiomonitoren habe ich mich bisher gar nicht beschäftigt, wärst Du so lieb und könntest mir deren Vorteile schildern? Budgettechnisch sprengt das glaube ich auch meinen Rahmen, hab mich - wie bereits erwähnt - allerdings noch nicht informiert.
Wie gesagt, ich möchte einfach keine Möglichkeiten auslassen einen, FÜR MICH besseren Lautsprecher, bei gleichem Budget nicht vorher gehört zu haben und mich anschließend zu ärgern.

Jetzt nach Neujahr kommen übrigens die erwähnte RX-2 zeitgleich mit nubert Nuline 32 + ATM, ein persönlicher Vergleichsbericht wird natürlich folgen.
Chrisnino
Stammgast
#19 erstellt: 01. Jan 2010, 14:41
frohes neues Jahr

Mein Vorschlag wäre Triangle Comet EX
A-Abraxas
Inventar
#20 erstellt: 01. Jan 2010, 15:20
Hallo,

über die Möglichkeit, Studiomonitore einzusetzen, haben sich schon einige Gedanken gemacht - und diese auch festgehalten. Suchfunktion hilft...

Etwas älter, aber "passt" natürlich immer noch :
http://www.hifi-forum.de/viewthread-30-283.html

Viel Spass und Erfolg bei Deinen Hörtests !

Viele Grüße
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