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Klingonen-Hifi aus der Sowjetunion.

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Yorck
Gesperrt
#51 erstellt: 25. Aug 2008, 14:56
@Ruedi
Hmm also servicetechnisch ist der Altus und der Russenamp ein TRAUM,
wenn ich mir stattdessen mal irgendwelche 70´s Sonys oder Onkyos ansehe...
sehr sehr einfach zu löten ohne Spezialwerkzeug der Unitra und der Russe, wer sich da nicht zurechtfindet gehört nicht an ein Elektronikgerät gelassen sondern soll Hufeisen schmieden. Diese voll diskreten Kisten kann doch jeder Dorf Elektriker löten.
Ähem Kabelverhau, guck mal in eine Akai Bandmaschine
Ähem Kabel? Zeig mal ein Hifi Gerät das ohne Kabel auskommt.
Wenn, dann sind das SMD Monster--die sind wirkliche Servicewüsten.
So fett sind nunmal Militärgeräte gebaut, ich wüßte nicht von fragilen Platinen in Armeefunkgeräten oder Radarmonitoren, zumindest keine Platinen, wie sie in japanischen 80´s/90´s Verstärkern verbaut sind, sehr wohl aber exakt gleiche Epoxy-Brachialqualität und elektronische Spitzenqualität (!) wie in den Russenamps auftaucht--MISS MAL NACH! Da hats nichts mit Masse aber keine Klasse... Zeig mal goldkontaktierte Stufenschalter in Yamaha
Viel eher ist bei Unitra und CCCP Hifi Masse und Klasse--aber hallo.
Soviel Klasse hats in keinem Japangerät jemals gegeben.
Zumindest in keinem Consumer Gerät.
Bastelei..hmm also ich seh hier nur Traumverarbeitung uns beste Elektronische Bauteile. Hmm wenn Transistoren der Russen in MNP-(MIR)Raumstationen zuverlässig 20 Jahre funzen, warum sollen diese Halbleiter keine Klasse haben, bzw nicht die KLasse der halbleiter die in Yamaha Amps verbaut werden?

Das meinst Du doch wohl nicht ernst?

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 25. Aug 2008, 15:04 bearbeitet]
CyberSeb
Inventar
#52 erstellt: 25. Aug 2008, 14:59
Dirk, die Geräte sehen wirklich wie vom Feinsten aus ...

Aber wie sieht es aus, wenn mal ein Transi abraucht? Bekommt man da leicht Ersatz? Oder die exotischen Militärdioden im Netzteil, wie wir sie weiter oben hatten ... OK, Elkos usw. dürften kein Problem sein.

Und: woher hast Du die ganzen Schätze überhaupt? Bei uns dürften die ja sehr schwer zu bekommen sein.

Gruß, Seb
DB
Inventar
#53 erstellt: 25. Aug 2008, 15:02

Yorck schrieb:
@Ruedi...

Laß ihn, er ist ein Troll, der regelmäßig verschiedene Threads heimsucht. Von Technik hat der keinen blassen Schimmer (einfach mal seine Beiträge in anderen Threads überfliegen).
Eine Diskussion mit ihm ist Zeitverschwendung und zerstört nur den schönen Thread über russisches Hifi.

MfG

DB
DB
Inventar
#54 erstellt: 25. Aug 2008, 15:06

CyberSeb schrieb:
Aber wie sieht es aus, wenn mal ein Transi abraucht? Bekommt man da leicht Ersatz? Oder die exotischen Militärdioden im Netzteil, wie wir sie weiter oben hatten ... OK, Elkos usw. dürften kein Problem sein.

Da sehe ich keine Probleme. Wenn man Halbleitervergleichslisten hat, sollte das schon gehen.
Mit den ICs könnte es schwieriger werden, aber auch da läßt sich bestimmt was umsockeln.

MfG

DB
ruedi01
Gesperrt
#55 erstellt: 25. Aug 2008, 15:08
...na da scheinen wir ja grundsätzlich vollkommen andere Auffassung von guter Elektronik zu haben...:D

Eine Bandmaschine stand hier nicht zur Debatte. aber gut, meine alte Grundig TS-925 sieht/sah innen deutlich wertiger aus als dieses Russenfossil....

Automaten bestückte SMD-Platinen sind so ziemlich das Zuverlässigste und Präziseste, was es gibt. Außer die Automaten sind nicht ordentlich eingestellt bzw. gewartet. Da ist die Gefahr einer fehlerhaften Lötstelle bei Handlötung deutlich größer.

Klasse statt Masse ist auch eine wichtige Qualitätsdevise. Was nicht drin ist, kann auch nicht kaputt gehen.

Fakt ist, moderne Verstärker - und da will ich mal alles dazu zählen, was in den letzten 20 Jahren gebaut worden ist - sind kaum fehleranfällig, Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Und Gold platierte Kontaktflächen am Eingangswahlschalter hatte mein AX-550 (Baujahr irgendwann um 1987) auch schon.

Gruß

RD
Yorck
Gesperrt
#56 erstellt: 25. Aug 2008, 15:12
@DB
@Sebb
Huhu zusammen, keine Sorge, den Thread lass ich mir nicht killen,
Russenhifi ist meine Passion neben PE
Vielen Dank, ich freue mich wenn hier Leute sind, die die Delikatesse
der Russenboliden erkennen, ich habe wirklich genug Vergleichsmöglichkeiten, und diese Klingonen-Geräte sind wirklich klanglich sehr gut (!) und zuverlässig, wenn man sie gut pflegt und ich muß sagen, selbst ohne große Pflege hat mein LAMM / Shushurin LVOV Amphiton in Ostberlin seit 1976 in einer Kneipe von morgens bis abends Dienst getan....das Teil ist zuverlässig wie ein Traktordiesel und ist gleich gut im Klang und in den Daten wie ein Top-Radford Amp dieser Zeit aus England. Ich weiß wie gut die Russengeräte sind, sie sind wirklich schön auf ihre Art, man muß aber ein Auge auf die Leckereien innen richten, außen glaubt keiner so recht was drinsteckt. Und wenn mal eine kleine Schrulligkeit dran ist--seis drum, französische Hifi Boliden (z.B. Castellet) sind auch "schrullig" dennoch haben auch die Franzosen Hifi Geräte gebaut die ausgezeichnet sind..die Belgier auch, ich will mal Servo Sound NV Bruxelles anführen.

Stimmt die Russenamps sind alle sehr sehr intensiv auf Betriebssicherheit hin optimiert, die Transen sind weit überdimensioniert es gibt zu den elektronischen Ausgangs-Sicherungen noch Schmelzsicherungen..also da wird so schnell keine Box gegrillt, ist ja auch klar, was hätte Leonid Breshnew wohl mit dem Konstrukeur im KOPBEM-Kombinat gemacht wenn, ihm seine RRR-Boxen gerade bei einer Session Mussgorski abgeraucht wären HAHAHA
Da gingen die Techniker doch eher bedächtig an das Thema Sicherheit
deshalb war jede Endstufensicherung auch sowas wie eine Lebensversicherung hahahah

P.S. Ruedi mit SMD kannste mir nicht kommen, SMD Elkos die in DAT Rekordern und Fernbedienungen und und und auslaufen sind der Hit SMD Lötstellen in Navis und Laptops sind eine Freude zu suchen.
SMD Technik ist ideal um die Wegschmeißmentalität der Servicetechniker zu unterstützen...

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 25. Aug 2008, 15:26 bearbeitet]
ruedi01
Gesperrt
#57 erstellt: 25. Aug 2008, 15:13
Ja ja, unser DB, der lebt (immer noch) in seiner schönen heilen Analogwelt...

Und Röhren sind natürlich besser als Transistoren...is' klar...

Wer ist jetzt der Troll? derjenige, der sich auch mal die Mühe macht, technische Entwicklungen zu honorieren. der derjenige, der mit Scheuklappen die Entwicklung der letzten 30 Jahre einfach ausblendet?!?

Gruß

RD


[Beitrag von ruedi01 am 25. Aug 2008, 15:15 bearbeitet]
CHILLOUT_Hünxe
Inventar
#58 erstellt: 25. Aug 2008, 15:19
Also lange rede hin oder her,es sind viele schöne Amps dabei ,die sich auf keinster weise verstecken müssen,und man mit denen bestimmt eine menge spass haben wird,ich wünsche mir mehr Bilder,da kann man manchmal neidisch werden,ihr glücklichen,echt top.

Und nicht immer nach Westen starren,der Osten ist auch interessant,auch wenn manchmal etwas bott im Design.

DB
Inventar
#59 erstellt: 25. Aug 2008, 15:37

Yorck schrieb:

Vielen Dank, ich freue mich wenn hier Leute sind, die die Delikatesse
der Russenboliden erkennen, ich habe wirklich genug Vergleichsmöglichkeiten, und diese Klingonen-Geräte sind wirklich klanglich sehr gut (!) und zuverlässig, wenn man sie gut pflegt und ich muß sagen, selbst ohne große Pflege hat mein LAMM / Shushurin LVOV Amphiton in Ostberlin seit 1976 in einer Kneipe von morgens bis abends Dienst getan....das Teil ist zuverlässig wie ein Traktordiesel und ist gleich gut im Klang und in den Daten wie ein Top-Radford Amp dieser Zeit aus England.

Eine gewisse Zuverlässigkeit mußte schon sein, denn erstens war evtl. die Ersatzteillage hin und wieder etwas prekär und die Teile teuer (zwei Stück KD503 kosteten in den frühen 80ern in der DDR ca. 90,-M, das wird in der SU auch nicht viel anders gewesen sein).
Zweitens wurden diese sehr teuren Geräte nach der Anschaffung auch nicht nur zwei Jahre benutzt. Die mußten ganz einfach lange halten.


Yorck schrieb:
Ich weiß wie gut die Russengeräte sind, sie sind wirklich schön auf ihre Art, man muß aber ein Auge auf die Leckereien innen richten, außen glaubt keiner so recht was drinsteckt.

Das ist richtig. Denn was nützt die schönste Formgestaltung, wenn innendrin nur billiger Müll versteckt ist?


Yorck schrieb:
SMD Technik ist ideal um die Wegschmeißmentalität der Servicetechniker zu unterstützen...

Der Krempel soll ja auch nur noch mit Ach und Krach die gesetzliche Gewährleistungszeit überleben und sich dann als möglichst irreparabel erweisen...

MfG

DB
Yorck
Gesperrt
#60 erstellt: 25. Aug 2008, 15:41
@DB so isses

@CHILLOUT_Hünxe, thanks ich sammle schon seit der Wende, schon als
Bub (im Westen) wollte ich immer Russische Apparate, das liegt aber am Kyrillischen, diese Schrift ist wie klingonisch...rattenscharf!

Hier, Raphael, die Anleitung zu Deinem (K´Tinga ) KOPbEM 038c "Vertak" Dreher!

http://wegavision.pytalhost.com/kopBemKorvet003/


Holla das ist ja ein Juwel, ich wußte gar nicht, dass auf Wega Funpic auch Russenhifi Literatur ist.



Ich will so einen haben...... das Teil ist in Russland Kult und nahezu unbezahlbar mittlerweile--die Russen sind langsam dahinter gekommen wie gut Ihre Sachen waren...

http://wegavision.pytalhost.com/kopBemKorvet003/KopBem003_02.jpg

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 25. Aug 2008, 15:48 bearbeitet]
ruedi01
Gesperrt
#61 erstellt: 25. Aug 2008, 15:43
DB schrieb:


Der Krempel soll ja auch nur noch mit Ach und Krach die gesetzliche Gewährleistungszeit überleben und sich dann als möglichst irreparabel erweisen...


Soviel zum Thema Kopentenz in Sachen Elektronik...

Gruß

RD
DB
Inventar
#62 erstellt: 25. Aug 2008, 15:52

ruedi01 schrieb:
DB schrieb:


Der Krempel soll ja auch nur noch mit Ach und Krach die gesetzliche Gewährleistungszeit überleben und sich dann als möglichst irreparabel erweisen...


Soviel zum Thema Kopentenz in Sachen Elektronik... :prost


Nun, ca. 20 Jahre Reparatur und auch Entwicklung auf dem Gebiet der Elektronik hinterlassen zwangsläufig ihre Spuren...

Ach ja: es heißt übrigens Kompetenz.

DB


[Beitrag von DB am 25. Aug 2008, 15:53 bearbeitet]
ruedi01
Gesperrt
#63 erstellt: 25. Aug 2008, 16:01
DB schrieb:


Nun, ca. 20 Jahre Reparatur und auch Entwicklung auf dem Gebiet der Elektronik hinterlassen zwangsläufig ihre Spuren...

Ach ja: es heißt übrigens Kompetenz.


Dann weißt Du sicher auch, dass überall dort wo es auf Zverlässigkeit und Langlebigkeit teilweise unter harten Umweltbedingungen heute praktisch ausschließlich SMD bestückte Platinen verwendet werden.

Rüstung, Raumfahrt, Medizintechnik, Schwerindustrie, Auto usw..

Den von Hand verlöteten Elektronikmüll eines englischen Zulieferer für Motorsteuerung haben wir vor 20 Jahren bei einem Maschinenbaubetrieb für Gabelstapler schon Reihenweise austauschen müssen. Praktisch jede zweite Elektronik gab in der Garantiezeit ihren Geist auf...

Erst als wir dann auf Boschelektronik, natürlich in SMD-Technik umgestellt hatten, herrschte Ruhe...

Gruß

RD
andisharp
Hat sich gelöscht
#64 erstellt: 25. Aug 2008, 16:14
Fragt doch mal jemanden, der im Osten geboren ist und lange genug dort gelebt hat, wie "zuverlässig" die Technik dort funktioniert hat.

Lustig sehen sie ja aus, die Fossilien.
ruedi01
Gesperrt
#65 erstellt: 25. Aug 2008, 16:16
andisharp schrieb:


Lustig sehen sie ja aus, die Fossilien.


Das ist richtig, vor allem dieser Plattenhobel...

Gruß

RD
DB
Inventar
#66 erstellt: 25. Aug 2008, 16:20

andisharp schrieb:
Fragt doch mal jemanden, der im Osten geboren ist und lange genug dort gelebt hat, wie "zuverlässig" die Technik dort funktioniert hat.

Was genau willst Du wissen?

MfG

DB
andisharp
Hat sich gelöscht
#67 erstellt: 25. Aug 2008, 16:23
Wie lange hat denn so ein typischer Kassettenrecorder oder eine simple Uhr gehalten?
CHILLOUT_Hünxe
Inventar
#68 erstellt: 25. Aug 2008, 16:25
Also die Offiziersuhren der Russen sind richtige schmuckstücke,und sind heute noch eine menge kohle Wert,davon mal abgesehen,gelle.

Denn das hättest du dir sparen können,das ist ein Hifi Thread ,und nicht ein Uhrenthread.

andisharp
Hat sich gelöscht
#69 erstellt: 25. Aug 2008, 16:27
Ich hatte ne Menge russischer Uhren meistens Poljot, keine hat es ein Jahr überlebt.
CHILLOUT_Hünxe
Inventar
#70 erstellt: 25. Aug 2008, 16:29
Was machst du den mit den Uhren,etwa fliegen lassen.

andisharp
Hat sich gelöscht
#71 erstellt: 25. Aug 2008, 16:32
Mindestumtausch verjubeln, was sonst?
DB
Inventar
#72 erstellt: 25. Aug 2008, 16:40

andisharp schrieb:
Wie lange hat denn so ein typischer Kassettenrecorder oder eine simple Uhr gehalten? :Y


Tja, Uhr... mein Arbeitskollege hat seine Glashütte noch, die er ca. 1965 zur Jugendweihe bekam.
Kassettenrecorder ... ich hatte ca. 1990 einen KT100 bekommen (1969, zwei gegenläufige Schwungmassen). Köpfe gingen noch, Riemen und A-Rolle neu gemacht und verschenkt.
Sonstige Geräte: unser alter Fernseher, 1988 gekauft. Funktioniert immer noch. Ersetzte Teile: ein Keramikfilter, ein Zeilentrafo und den dabei gleich mit erledigten HzA-Transistor.

MfG

DB
Curd
Hat sich gelöscht
#73 erstellt: 25. Aug 2008, 17:21

andisharp schrieb:
Mindestumtausch verjubeln, was sonst?


Meine Ruhla Uhr hat auch nicht lange gehalten - da war sie aber unschuldig - früher Waschmaschinentod

Sonst konnte man sich auf Fachbücher verlassen....
Z.B. die zum grossen Teil sehr gut geschriebenen aus dem Militärverlag (Elektronik, Mikrocomputertechnik,Raumfahrt fand ich lesenswert)waren auch vom Papier akzeptabel und vor allem einigermassen teuer so das man die Kohle auch loswurde.

HiFi dort zu kaufen kam mir aber nicht in den Sinn....
Die hier genannten Russen habe ich damals nie gesehen und sind mir auch heute komplett unbekannt.... es klingt ja auch so als ob dort etliches in Handarbeit für eine Handvoll VIP`s produziert wurde...also nie ein ONV zu Gesicht bekommt.

Yorck
Gesperrt
#74 erstellt: 25. Aug 2008, 17:45
Hoho, Poljot...
es gab durchaus sehr gute Offiziers-, Forschungs- und Ehren-Sowjetuhren.


Osoaviachim Eindrücker Flieger Schaltrad (Y23=Kirova) Chronograph 40-50er Jahre.

Kirova= Erste Moskauer Uhrenfabrik, selektierte Kaliber.




Strela 19 Rubine Flieger-Chronograph aus der 1. Moskauer Uhrenfabrik.



Strela 19 Steine Chronographen-Venuswerk mit "Class1" Chronometer Zertifikat von ca. 1961, wurde nie in Poljotuhren eingebaut, in späteren Poljot ist ein (auch nicht schlechter) Valjoux Nachbau ohne Schaltrad drin.


Erstklassige Schleppzeiger SLAWA Rattrapante Stoppuhr aus Baikonur.

Touristen Poljot ist nicht Kirowa, wer sich
mit Uhren auskennt, weiß was russische Spitzenuhren waren und wie hervorragend die von Fachleuten eingeschätzt werden

Och meine OCOABHAXHM (OSOAVIACHIM) Kirova Flieger-Uhr hält seit den späten 40ern ohne Restauration.
Dazu gibts eine sehr interessante Geschichte:
Der Erstbesitzer (Ein ukrainischer Ingenieur namens Walentin Petrowitsch Gluschko) bekam sie während des frühen (noch deutsch/Russischen) Raketenprogramms unter Sergeij Pawlowitsch Koroljow und Helmut Gröttrup als die Sowjets Ende der 40er Anfang der 50er die ersten Raketen noch auf Basis geklauter V2 aus Deutschland entwickelten. Gluschko baute die darauffolgenden RD 101 bis RD 107 Raketenmotoren, wie sie noch heute Verwendung finden. "Operation Osoaviachim" war das Russische Gegenstück zum Amerikanischen "Operation Paperclip & Overcast" Programm. (Die Amis hatten Wernher von Braun und Konrad Dannenberg in die USA geholt...)

Die andere Strela Kirova Schaltradchrono (hat Chronometer Certifikat) läuft seit 1961 ohne Restauration. Mit diesen feinen Uhren wurden damals wissenschaftliche Untersuchungen gemacht bzw. flogen echte Piloten, kein Vergleich mit sog. Touristen Poljots. (POLJOT = FLUG)

Die hervorragend (!) gearbeitete 3 Zeiger Slava Stoppuhr war/ist gut genug für die Weltraumforschung auf der MNP (MIR) und internationalen Raumstation und wird heute auch gerne auf Erden von Millionären bei der Mille Miglia zum Stoppen von Oldtimerzeiten eingesetzt, eine vergleichbare Schleppzeiger Rattrapante Stopp-Uhr von Jaeger oder Hanhart kostet heute ein paar Tausender.

Guckt mal, noch Fragen?

Das was Touristen auf Flohmärkten bekamen und oftmals heute noch bekommen war fast immer Ausschuß!


Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 26. Aug 2008, 08:05 bearbeitet]
andisharp
Hat sich gelöscht
#75 erstellt: 25. Aug 2008, 17:49
Ich habe die nicht auf dem Flohmarkt gekauft, die gab es damals gar nicht. Die Uhren kamen aus dem Magazin in Neuruppin, also direkt von der ruhmreichen Roten Armee.
DB
Inventar
#76 erstellt: 25. Aug 2008, 17:59
Ich wollte mir auf dem Flohmarkt eigentlich mal so eine Uhr mit 24h-Zifferblatt kaufen. 40,-DM erschienen mir damals aber recht teuer.

Es gab aber natürlich auch russisches Hifi, was nicht so besonders prickelnd war. Das alte Jupiter-Tonbandgerät beispielsweise. Zwar schwer und fast unzerstörbar, aber recht hohes Rauschen. Dafür, daß es komplett mit Germaniumtransistoren aufgebaut war, aber einigermaßen gut.

MfG

DB
Yorck
Gesperrt
#77 erstellt: 25. Aug 2008, 18:11

Jupiter MK106 C2

Die Jupiter Tonbandgeräte waren aber glaube ich nicht die Spitzengeräte, sondern eher sowas wie eine normale etwas bessere Hifi-Bandmaschine für Normalsterbliche...die Rostov und Olymp müssen (ich habe noch keine gehört) besser sein..einige haben sogar Glasköpfe wie man hört?

Die Yauza da oben ist die KGB Standard Verhörmaschine
und ist schon ganz gut und edel gebaut..die Rostov und Olymp sind noch vielmals aufwendiger gebaut...

Hier gibts gerade so eine NOS Jupiter OVP, ist das Die Die Du meintest?

http://cgi.ebay.de/J..._trksid=p3286.c0.m14

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 26. Aug 2008, 07:55 bearbeitet]
DB
Inventar
#78 erstellt: 25. Aug 2008, 18:33
Nein, ich meinte den Vorläufer, mit dem Hochglanzholzgehäuse.

MfG

DB
Yorck
Gesperrt
#79 erstellt: 25. Aug 2008, 18:44
Ja die mit dem Holzgehäuse ist eine Schönheit, die wollte ich auch mal kaufen, aber die war dann schon weg...nicht schnell genug gewesen.
Ich hab irgendwo Photos..ich muß mal kramen... Gleich kommen noch ein paar hübsche Brummer.

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 25. Aug 2008, 18:48 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#80 erstellt: 25. Aug 2008, 19:01


Hihi, das bitterböseste TENEPOH (TELEPHON) der Nation, (Man beachte die unheimliche Wählscheibe mit Hammer und Sichel aus Messing und Edelstahl )
stand mal im Kreml, von ungefähr 1946- an im stalinschen Besprechungsraum mit dem großen Lagetisch , bis vor kurzem, als der Kreml auf digitale Telephonie umgestellet wurde Bis Ende der 90er war der Kreml intern noch mit der Telefontechnik der 40er, 50er und frühen 60er ausgestattet--klar EM störimpulsssicher und z.T noch coole Handvermittlung Nun steht das orig. "Bond Gegenspieler Telefon", wie man es leider NIE historisch korrekt bei James Bond Filmen sehen konnte (wenn der UDSSR Staatschef oder ober KGB´ler dort telefonierte) , bei mir, dank Sergej
Wenn man damit telephoniert, klingt es dank OCTAVA
Kohlemikrophonkapsel immer sehr wichtig und sehhhhhhr fern wie aus Sibirien oder unter Wasser
Die linken drei fetten Tasten waren Innen-, Außen- und Verteidigungsministerium, die rechten großen Tasten waren
Rote Marine, Armee und Luftwaffe. Darunter befinden sich fette orangene Gas-Glimmlampen die mit 60V Anrufklingelspannung zünden und zeigen wenn einer der Herren Admiräle beim Staats und Parteichef zu Kreuze kriechen wollte. Die kleinen Tasten oben sind sehr trickreiche mechanische Hold- und Verbindungsfunktionen..z.B. Leitung Außenministerium mit Leitung Rote Armee verbinden etc...ein tolles Teil.
Innen so komplex wie ein Uhrwerk. Klingonisch hoch 5.

(Sergej ist bei Siemens in Russland und baut Telefonanlagen und sammelt historische Telephon- und Rechentechnik der Russen..hat eine RIESENSAMMLUNG hochinteressant= Sergej ist die Vintage Russenrechner-Korryphäe
was russische Technik und Transistoren angeht ein Kenner wie ich keinen zwieten kenne, er besorgt JEDES Russische Ersatzteil original in Sowjet Militärqualität und das recht günstig oder im Tausch gegen Weströhren oder sowas...

Sorry gleich kommt Hifi....

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 26. Aug 2008, 08:00 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#81 erstellt: 25. Aug 2008, 19:32


Elektronika Lautsprecher 25A 6033 - 75W 4 Ohm Bassreflex-Regal-Spitzenbox mit echtem Bändchenhochtöner.

Hat Sergej, ich habe die (noch ) nicht...da wirklich
ein teures Stück, aber sehr sehr fein.


Eine 12 DB Weiche wie ein E-Werk, diese hervorragenden Luftspulen-Weichen mit MP Kondensatoren sind in allen Russenboxen, auch die von Völkner aus den 80ern Modell Supersound S150, S300 etc..und auch in den Hupra Modellen.

Das Gehäuse ist mal wieder super Echtholzfurniert bzw.
,wo es resonanztechnisch günstig ist, 3 Schicht-Echtholz und die Weiche innen genau wie bei der RRR S 90-B extra fett und vom echt Feinsten.

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 25. Aug 2008, 19:40 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#82 erstellt: 25. Aug 2008, 19:59
So und hier haben wir wieder einen Schatz aus dem Baltikum.
Diesmal aus Estland.
Ich sagte ja schon, die Balten waren die Schweizer unter den Sowjets...
Diese Anlage war neu im Set (Amp, Pre-Amp, Tuner, Plattenspieler, Boxen) fast so teuer wie ein neuer Saporoshez CCCP Volks-Wagen.





ESTONIA YM (UM) 010 SERIE in einem Design das an eine Mischung aus T&A und Braun erinnert.

Die Qualität und auch das Faceplate-Finish (TITAN!) ist so ziemlich die Beste aller Sowjet-russischen Anlagen. Auch einen CD-Player gab es dazu, ausschließlich made in CCCP, der D/A Wandler ist ein großes Mysterium, noch ist es mir nicht gelungen zu klären woher der stammte.





CD Player Estonia YM (UM) 010 so außeridisch wie gerade von Klingonen herabgebeamt, dennoch höchstwertig verarbeitet.

Dito die Endstufe der Serie!



Ringkerntrafo fett wie die Scheibe einer Melone, Kühlkörper wie Radiatoren---der Amp bringt gut 2x100 Watt Sinus an 8 Ohm

Sergej hat diese Anlage, sie ist sein ganzer Sowjethifi Stolz, aber er hat noch nicht den YM 010 CD Player, danach sucht er noch. In einem alten Messebild ist sogar noch ein ESTONIA Tangential Plattenspieler abgebildet, auch danach wird fleißig gesucht.



[Beitrag von Yorck am 26. Aug 2008, 08:06 bearbeitet]
MC_Shimmy
Inventar
#83 erstellt: 25. Aug 2008, 20:15
Die Anlage erinnert mich weniger an T+A und Braun als an Sharp Optonica.
Diese Geräte haben wir hier irgendwann schon mal verhandelt.
Aber ob das nun Lizenznachbauten, umgelabelte Importe, Plagiate oder was auch immer sind . . . keine Ahnung!

Auf der Homepage des estnischen Herstellers gibt's noch mehr schöne Sachen zu bestaunen:
audes.ee

Gruß
Martin

Zum Vergleich:
Sharp Optonica Prospekt 1980/81
Yorck
Gesperrt
#84 erstellt: 25. Aug 2008, 20:22
Hallo Martin, ohh wie fein
ESTONIA 5 von 1969 ist besonders schön--DANKE für den Hinweis Den Dreher will ich haben!!
Die Seite hatte ich noch nicht gesehen.
Der Estonia Power Amp sieht gar nicht nach Sharp aus...kann sein, dass das Außen-Design abgekupfert wurde



HMMMM das lässt mein Herz höher schlagen

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 25. Aug 2008, 20:30 bearbeitet]
MC_Shimmy
Inventar
#85 erstellt: 25. Aug 2008, 20:24


Wunderschöne Anlage: ESTONIA 5 von 1969
Yorck
Gesperrt
#86 erstellt: 25. Aug 2008, 20:26
Hihi gerade hatten wir den gleichen Gedanken

Beste Grüße

Dirk
rorenoren
Hat sich gelöscht
#87 erstellt: 25. Aug 2008, 20:33
Moin,

der Receiver ähnelt dem famosen Rema 2072 HF Stereo.

Gutes Gerät.

Gruss, Jens
Yorck
Gesperrt
#88 erstellt: 25. Aug 2008, 20:38


Sowjetische KOPBEM /Korvet Edelboxen 35ac208 (dunkele Blenden) links und 35ac028 (helle Blenden) rechts, wunderschön mit echtem Mahagoniholz furniert. die hier gehören mal wieder poliert.

Diese Boxen gelten als die besten konventionell bestückten mittelgroßen Boxen der 60cm Klasse zusammen mit den feinen RRR S 90 und S 90 B und S 150.
Die Bestückung dürfte gleich sein, so auch die Weiche.

Einige UDSSR Geräte waren aus rationellen Gründen sehr ähnlich oder sogar baugleich, im Design jeodch unterschiedlich.

In jedem Falle sehr feine Geräte, die sich hinter englischen, deutschen oder US Boxen der Spitzenklasse nicht zu verstecken brauchen. Im Gegenteil.
Russenboxen sind meist immer kompakt aber sehr gut gebaut und überdurchschnittlich voluminös im Klang.
Dennoch sauber und nie topfig oder Badewannenmäßig abgestimmt.
Eher hell im Klang und analytisch.
Diese Boxen hier profitieren von ihrer geschlossenen bauart die am besten (!) zu den RRR Gusßrahmen Tieftönern passt und den stärksten und saubersten Bass realisiert. (Darüber gabs sogar mal im Klang und Ton Magazin in den frühen 90ern einen Test.)

Beste Grüße
Dirk


[Beitrag von Yorck am 26. Aug 2008, 08:11 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#89 erstellt: 25. Aug 2008, 20:41
Hihi danke Jens, jetzt muß ich grinsen,
Remaner waren auch bei Star Trek ganz interessante
Dunkelgestalten.
Hmm könnte sein, dass man bei RFT und Estonia zusammen hat höchst ähnliche Spitzen-Receiver produzieren lassen ?

Das wäre höchst interessant.
Im RGW solls ja sowas gegeben haben.

Jens stell hier mal ein Bild vom Rema Receiver ein..das wäre interessant.

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 25. Aug 2008, 20:45 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#90 erstellt: 25. Aug 2008, 20:51
Moin Dirk,

ich habe leider keinen, aber ein (russischer, nee, ukrainischer) Bekannter fährt total darauf ab.
(was verständlich ist, super Übertrager super Netztrafo, super Klang)

Gruss, Jens

EditH:
Hier:



geklaut auf dieser Webseite:

http://www.rft-hifigeraete.de/9438.html


[Beitrag von rorenoren am 25. Aug 2008, 20:54 bearbeitet]
DB
Inventar
#91 erstellt: 26. Aug 2008, 05:05
... wobei man zum Rema 2072 allerdings sagen muß, daß das (Kleinsuper-)Empfangsteil der NF deutlich nachsteht.

MfG

DB
Curd
Hat sich gelöscht
#92 erstellt: 26. Aug 2008, 05:38

MC_Shimmy schrieb:
Die Anlage erinnert mich weniger an T+A und Braun als an Sharp Optonica.
Diese Geräte haben wir hier irgendwann schon mal verhandelt.
Aber ob das nun Lizenznachbauten, umgelabelte Importe, Plagiate oder was auch immer sind . . . keine Ahnung!


Hallo,

die Anlage hatten wir hier tatsächlich schon besprochen:
Man einigte sich auf Sharp/Optonica.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#93 erstellt: 26. Aug 2008, 05:53
Moin DB,

Radio hört der Bekannte (wie ich) nie.
(und schon gar kein AM)

Er hat den Empfangsteil aus einem seiner Geräte ausgebaut und verwendet nur den NF- Teil.
(das Ganze noch ohne Gehäuse)

Leider sind diese Geräte auch längst entdeckt, also teuer.
(zu Recht)

Im Rema 2003 sind aber die selben Teile verbaut (AÜ und NT, NF Teil), halt nur Mono.
(HF Teil weiss ich nicht)

Ich hatte einige Rema Geräte vom Flohmarkt.

Leider alle in schlechtem Zustand.
(oder zum Glück, so konnte ich sie schlachten)

Beeindruckt hat mich besonders das 1002.
(riesiger Übertrager, ebensogrosse Drossel (Aludraht!) und der grosse Trafo)

Der Aufbau war sehr gut.
(Platinen mag ich nämlich nicht)

Mit den Latsprechern aus einem 2003 habe ich mal ca ein Jahr fast ausschliesslich Musik gehört.
(an Röhre versteht sich)



Apropos Halbklingonen (Polen/Unitra):

Ich habe ein Doppeltape von MC Voice (oder Crown?).

Das ist ein Polnisches Unitra Gerät.

Es hat damals bei Völkner 149DM gekostet.

Nix dolles, aber:

2x2 Motoren,
Elektromagnetische Steuerung der Funktionen (sehr laut),
grosse Schwungmassen,
Logiksteuerung auf Extraplatine mit Mehrfach Gattern (viele einzelne ICs) aufgebaut,
vermutlich wegen genau dieser aufwändigen Steuerung nur ein Tastensatz für beide Laufwerke, der umgeschaltet werden muss,
japanischer Aufnahme- und Löschkopf,
(Wiedergabekopfe evtl. polnisch?)
Frequenzgang bis 15kHz, glaube ich, aber Klang absolut OK,
nach 1 Jahr knisternde Potis,
Andruckrollengummi möchte oft gereinigt werden,
verdammt schwere Kiste mit scharfen Kanten überall,
"Viel Draht"
(hab´s damals im Sonderangebot für 99DM gekauft, eigentlich nur aus Interesse)

Wenn ich mal drankomme, gibt´s Bilder.

Den parallel angebotenen Schubladen- Apparat (249DM) hatte ich auch mal kurz, der war aber ständig defekt.

Ausserdem habe ich noch den passenden CD Player dazu.

Der enthält aber bis auf Bedienteil und Netzrafo reine Philips Technik.
(CDM4/19, TDA1543, wenn ich das richtig erinnere, 3Euro, Flohmarkt)
Funktioniert aber einwandfrei.
(ich mag allerdings das TDA1543 nicht, wie es scheint)


Gruss, Jens
Curd
Hat sich gelöscht
#94 erstellt: 26. Aug 2008, 05:55

Yorck schrieb:
Auch einen CD-Player gab es dazu, ausschließlich made in CCCP, der D/A Wandler ist ein großes Mysterium, noch ist es mir nicht gelungen zu klären woher der stammte.




Made in CCCP ?
Wohl eher Korea
Nord oder Süd....

rorenoren
Hat sich gelöscht
#95 erstellt: 26. Aug 2008, 06:03
Moin Rollo,

ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der CD Player in Eigenregie entstanden ist.

Irgendwo, notfalls im kapitalistischen Ausland, wird es zumindest die Schlüsselkomponenten (Laufwerk+Steuerung und D/A Wandler) gegeben haben.
(so günstig, dass eine eigene Fertigung/Entwicklung gar nicht angedacht wurde)

Eine Eigenentwicklung ist da sehr unwahrscheinlich.

Während ich bei den anderen Geräten auf Eigenentwicklungen schliessen würde, da der Aufbau dem der japanischen Geräte so gar nicht ähnelt.

Bin aber kein Kenner, kann mich irren.

Gruss, Jens

(Edit:
gerade mal das Bild genauer angesehen, die Schublade des CD Players sieht verdammt nach Philips aus, CDM4/xx)


[Beitrag von rorenoren am 26. Aug 2008, 06:04 bearbeitet]
ruedi01
Gesperrt
#96 erstellt: 26. Aug 2008, 07:46
Habe mir die Sachen noch mal angesehen. Teilweise waren ja schon ganz nette Sachen dabei (Estonia). Allerdings sprengt der Material- und Bauteileaufwand jedes vernünftige Maß. In einer sozialistischen Planwirtschaft, wo die Sachen nur in sehr geringen Stückzahlen produziert und nur an ausgewählte 'Kunden' verteilt wurden, war das vielleicht noch tragbar. Unter dem Kosten- und Wettbewerbsdruck einer westlichen Marktwirtschaft wäre so etwas undenkbar.

Was ist eigentlich mit anderen Ostherstellern? Tesla aus Tschechien und RFT aus Dunkeldeutschland? Davon ist ja nichts zu sehen bisher.

Tesla Geräte wurden ja sehr häufig in den Westen verkauft (im Prinzip auch heute noch unter der Marke Pro-ject, die Schlechtesten sind sie ja auch heute nicht). U.a. ließ auch Lenco dort fertigen. Auch wurden die Geräte hier z.B. unter Handelsmarken wie Quelle Universum vertrieben.

Meine damalige Flamme hat sich einen Plattenspieler mit Magnetsystem und ordentlichem Laufwerk (Belt Drive?) mit eingebautem Verstärker und 2-Wege Lautsprecher bei Quelle gekauft. Für 500 DEM. Das Teil war, zumindest für einfache Hifi-Ansprüche - mehr als ausreichend und es ist sehr solide und langlebig gewesen. Habe noch vor einigen Wochen genau dieses Gerät in der Bucht gesehen, voll funktionstüchtig...

Gruß

RD
Yorck
Gesperrt
#97 erstellt: 26. Aug 2008, 08:23
Danke Jens für die Bilder vom Rema 2072 der ist wirklich sehr schön, ist er "besser" als ein vergleichbarer Telefunken OPUS mit 2x10 Watt 4xEL95 Gegentaktendstufe? Der TFK-Opus soll ein sehr gutes UKW-Radioteil haben und klanglich auch im NF Teil kaum zu toppen sein...Ich habe keinen der ist mir auch zu teuer und ich habe ja genug Zeugs...dieser Estonia 5 ohh wie lecker, der wäre allerdings noch was für mich samt Boxen und dem Dreher. HMMM
Dafür würde ich noch ein Plätzchen finden notfalls neben meiner Haia

Ja stimmt, ich habe damals von Mc Voice und Crown die gleichen Unitra Geräte gesehen, der McVoice / Crown Unitra Verstärker ist ein guter (Ich muß Photos haben, ich kram mal heute Abend) und erinnert ein wenig an die besseren Grundiggeräte. Hat einen fetten Schnittbandkerntrafo und ein erstklassiges Mm Phonoteil, das mein DUAL CV 1600 Phonoteil beim Punkto Rauscharmut schlägt! Ein sehr sehr gutes Teil. Habs neulich für einen Freund mal entstaubt und mit ein paar neuen Elkos versehen.
Das Unitra Tape, ist das so ein 2 Motortape das horizontal herausfährt?
Haste mal ein Bild? Ich habe das früher gesehen bei Völkner. So um 1988...
Also als die Motoren liefen, war es aber (in neu) leise und auch die Schublade mit dem Laufwerk fuhr ganz sanft und leise heraus...schweres Teil!
Es machte richtig sssst KLONK als die Schublade mit dem Cassettenlaufwerk reinfuhr.
Ich erinner mich noch, als sei es gestern gewesen, an meine Schwärm und Bewundersessions für dieses dicke schwere Relabel-Osthifi bei Völner in den 80ern, da habe ich diese Läden regelmäßig frequentiert weils da sooooo geniale Ost Hifi Produkte gab...
Unitra, RFT und auch mit Glück Sowjetboxen
Nur damals als Schüler hatte ich das Moos noch nicht um zuzuschlagen, mußte mich mit Japs Sony- und Onkyo 2nd Hand Kram durchschlagen.. hätte viel lieber in NEU so eine MC Voice Unitra Anlage samt Unitra-Dreher und Russenboxen Supersound (RRR) S150 gehabt...stattdessen von Eltern eine neue Hitachi Pseudo-Einzelkomponentenlook-Kompaktanlage bekommen BÄHH die war grausam. Hat wohl komplett 900DM gekostet..dafür hätte ich die ganze Unitra Anlage haben können, stattdesssen Plastikmüll mit Plastik 2x5 Band Equalizer und bunten Blink-Lichtlein, die sich wichtig Audio Analyzer nannten...
Ich habe das Teil gehasst, aber Krach machen konnte es.
Naja das Schwere CCCP-Zeug habe ich mir dann später nach der Wende zusammengesucht und dann auch gleich richtig böses UDSSR Hifi und Uhren und Kameras...ohh KGB Kameras sind auch cool...
Ich hab fast ein kleines UDSSR Museum parat, das füllt locker ein paar Glasschränke. Allesamt aber keinerlei Touristenkram sondern die echte böse Ware mit teils interessanter Historie, da sind auf manchen Sachen Widmungen des KGB Oberst Valentin Kruschenko an einen Hauptmann Igor Beljashin zum 30 Jährigen Dienst-Jubiläum..da gabs dann eine (hervorragende) Meßsucher-Kamera, genannt LENINGRAD (Von Lomo) mit automatischem Self Winder und Shutter (Federspeichermotor System Robot Luftbeobachter)..die Linsen waren supergute Zeiss Sonnar 1,5:1 / 50 Lichtriesen Kopien da die Bänder von Zeiss Ikon Dresden nach dem Krieg als Reparation natürlich nach (KNEB) Kiev / Ukraine gegangen waren. Sehr sehr spannend! Da kann man Bände füllen. Noch gibt es viel zu wenig Literatur über Sowjetprodukte...
Sergej hat da fein einiges zusammengetragen..ein Russeningenieur kennt nämlich den Nächsten und der kennt wieder jemanden und Geld brauchten sie damals alle...bzw auch West Ersatzteile und Handys heute haben die mehr Kohle als wir uns auch nur vorstellen können, es wäre nun nicht mehr möglich sowas "günstig" zu bekommen. Heute werden teils horrende Liebhaberpreise in Russland gezahlt, der teuerste Vintage Apparat von allen ist der VERTAK (K´tinga ) Klingonendreher da oben...10.000 US Dollar sind bereits dafür schonmal über einen Tisch gewandert. Oligarchen-Dollars.

Dieser Estonia YM (UM) 010 CD Player wird bestimmt, so munkelt man, ein Philips Schwenkhalslaufwerk haben und einen Philips 16 Bit 4 fach oversampling TDA 0815 Wandler, der Rest, wie man oben sehen kann, ist aber vollkommen fremdartig aufgebaut und rein klingonisch.
Ich glaube Korea baute damals ausschließlich Gold Star CD Player und die waren Yamaha Nachbauten des ersten Yamaha CD Players noch mit grüner LED Anzeige. Der Estonia scheint da komfortabler. Ich will aber nicht ganz ausschließen, dass es für die Russen/Balten ein Leichtes war, irgendwelche CCCP Raumschiffkommunikations D/A Wandler (Die z.B. für die Bitstrom-Bilddatenübertragung von Raumsonden benutzt werden) herzunehmen und die für Audio D/A Wandlung umzustricken..das ist ein Kinderspiel, im Gegensatz zu einer Foto- und Video-Digital-Richtfunkstrecke Raumstation MIR zur Erde usw..

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 26. Aug 2008, 08:59 bearbeitet]
Curd
Hat sich gelöscht
#98 erstellt: 26. Aug 2008, 08:54
Dirk zeig mal Bilder von dem CD Player und zwar echte

Man munkelt?

... ist das Teil überhaupt gebaut und vertrieben worden?
oder gibt es nur retuschierte Fotos?

Kennt man von der Leipziger Messe... was es da alles hätte geben-sollen-müssen....und nie in Serie ging bzw. dann bei BRUNS und Neckermann zu haben war

Und:
der erste Yamaha Player wird es wohl kaum sein

Yamaha CD-1

Und:
Für die Russen wäre es ein leichtes gewesen?
Ja klar.... ich glaube du nennst dich in Wirklichkeit Otto Piffl: "Mit dem neuen 20-Jahresplan werden wir den maroden imperalistischen Klassenfeind überholen"
aus: 1-2-3 Billy Wilder
Yorck
Gesperrt
#99 erstellt: 26. Aug 2008, 09:03
Wie ich doch schon schrieb habe ich weder die Estonia Anlage noch habe ich bilder vom CD Player.

Sergej sucht nach dem CD Player.

Mehr kann ich nicht sagen.

Wenn Du mehr weist....heraus damit.

Nöö die Russen haben aber nunmal eine sehr hoch qualifizierte Elektronikingenieurstruppe gehabt, sonst wäre Raumfahrt für die nie möglich gewesen. Es ist doch wohl klar, dass eine Kommunikation mit Spionage und Wetter-Satelliten anspruchsvoller ist, als das Abspielen einer CD

Damit es klar ist:
Ich bin politisch ganz und gar nicht mit dem Unterdrückerapparat einverstanden der sich Sowjetunion, DDR usw.. nannte, aber die Technik kann nichts dafür, die ist schon gut.
Mich faszinieren eben Bösewichte, auch im Film
Böse Produkte--herzlich willkommen;) Gerne auch aus Nord Korea!
UDSSR Hifi und andere Ost-Produkte sind eine wichtige unerforschte Welthistorie, teils Designbeispiele von hoher Güte, (Es gab sowas wie eine Bauhaus- Bewegung auch in Russland!) und diese interessanten Beispiele für andersartiges oder auch an westliche Moden angepasstes Design müssen bewahrt und erforscht werden.

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 26. Aug 2008, 09:09 bearbeitet]
hifibrötchen
Inventar
#100 erstellt: 26. Aug 2008, 09:12
http://cgi.ebay.de/N...QQrdZ1QQcmdZViewItem
An die kann ich mich auch gut errinnern
ruedi01
Gesperrt
#101 erstellt: 26. Aug 2008, 09:12
@rollo

fett der Yamaha.. .will haben....

Yorck schrieb:


Nöö die Russen haben aber nunmal eine sehr hoch qualifizierte Elektronikingenieurstruppe gehabt, sonst wäre Raumfahrt für die nie möglich gewesen.


jein...Die russische Mondlandung ist nicht an den Raketen gescheitert, die waren eher besser, als die amerikanische Saturn V. Es fehlte den Russen an einem ausreichend leistungsfähigen Mikro Computer für die Navigation, u.a....

Dass es fähige Elektrotechniker und Elektroniker im Osten gab, bestreite ich nicht. Nur kamen die kaum an die erforderliche Basistechnologie heran. Leistungfähige Chips aus amerikanischer Fertigung standen auf der Liste mit Gütern, die nicht in die Sowetunion exportiert werden durften. Da kamen die Russen nur auf Umwegen dran.

Und für die Konsumgüterindustrie standen ohnehin keine halbwegs ausreichenden Kapazitäten zur Verfügung. Hochwertiges Hifi aus russischer Fertigung kommt dem zu Folge kaum über den Status der erweiterten Einzelfertigung hinaus, im Vergleich zu den Stückzahlen westlicher Produktion.

Gruß

RD
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