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Anleitung: Schallplatten einfach UND schnell digitalisieren mit Vinylstudio

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Autor
Beitrag
jma
Stammgast
#1 erstellt: 29. Sep 2012, 16:05
Vorbemerkung:

In den vergangenen 10 Jahren habe ich mehrfach das Projekt "Schallplattendigitalisierung" gestartet, bin aber - wie wahrscheinlich die meisten anderen auch - letztendlich jeweils am fuer mich unverhaeltnismaessig hohen (Zeit-)aufwand gescheitert.
Wenn man hier im Forum die zahllosen Threads zum Thema Schallplattendigitalisierung liest, kann der Zeitaufwand fuer die gute Digitalisierung gerne ein vielfaches der LP-Laenge betragen.
Fuer mich ist das aber eben ein KO Kriterium: Ich moechte gerne meine digitalisierten Schallplatten auf dem iPod hoeren, aber die Bearbeitungszeit dafuer darf nicht mehr als 10-15 Minuten betragen.

Nachdem ich von dem Thema eigentlich schon verabschiedet hatte, hat mich die - wirklich lesenswerte - Anleitung von Forenuser vanye: Schallplatten einfach digitalisieren - Eine Anleitung in diesem Jahr doch nochmal "angefixt".

Ich habe meinen alten Thorens 146 MK VI also warten lassen (checken, neuer Riemen, neues Ortofon Sytem) und mir das Nachfolgemodell des von Vanye verwendeten Digitalrecorders TASCAM DR 07-MKII (ca 140 Euro) gekauft.

Bei der Digitalisierungssoftware habe ich wie Vanye zuerst auch die Freeware Audacity in Erwaegung gezogen, habe mich dann aber fuer Vinylstudio von Alpinesoft entschieden.
Vinylstudio gibt es fuer Mac OS X und Windows und kostet fuer den Mac ca 23 Euro im Apple Appstore, kann aber auch direkt auf der HP von Alpinesoft gekauft werden.

Ich bin extrem zufrieden mit Vinylstudio, weil damit die Aufnahmen von Schallplatten tatsaechlich in wenigen Minuten soweit bearbeitet werden koennen, das Sie anschliessend z.B. in iTunes als separate Tracks inkl. Albumcover vorliegen.

Die folgende Anleitung setzt nach der Aufnahme mit dem Digitalrecorder ein. Mit dem Digitalrecorder ist also - wie frueher mit dem Tapedeck - ueber den Tape Ausgang der Stereoanlage die Schallplatte (beide Seiten separat) aufgenommen worden. Die Aufnahmen liegen nun im .wav Format auf der SD Karte des Recorders vor. (Zur Info: Ich nehme hierbei in 16 bit, 44,1 KhZ (CD Sampling Rate) auf, der Tascam Recorder kann aber auch "High End"bis zu 24 bit 96 kHz, allerdings hoere ich selbst keinen Unterschied.



Schallplattendigitalisierung in 10 Minuten mit Vinylstudio Step by Step

Minute 1:

Anschluss des Tascam an den Mac (ueber USB),
Vinylstudio starten
In Vinylstudio ein neues Projekt anlegen, d.h. Namen der LP (hier "El Soul Es Una Droga! Spanish Soul Style Vol. 4", also nicht gerade ein Megaseller) und den Interpreten (hier "various artists", da eine Compilation eingeben, falls gewuenscht auch noch Genre (hier "Soul"und Jahr der Veroeffentlichung (hier "2000"). Das bleiben im weiteren Verlauf die einzigen manuellen Eingaben!


Vinylstudio 1- Eingabe LP Titel

Minute 2:

Import der .wav Dateien mit den unbearbeiteten Rohaufnahmen.
Da ich jede LP Seite separat aufgenommen habe, sind es 2 Dateien

Vinylstudio 2- Import wav. Datei

Die .wav Dateien uebertrage ich auf den Mac

Vinylstudio 3- Import wav. Datei 2

Vinylstudio 4- Import wav. Datei

Das ganze noch fuer die 2. LP Seite (dauert jeweils nur wenige Sekunden)

Vinylstudio 5- Import wav. Datei

...und der Rohdatenimport ist fertig

Vinylstudio 6- Import wav. Datei

Die .wav files sind nun importiert,...

Vinylstudio 7- Abschluss Import .wav Dateien

Minute 3:

...und als naechstes wechsel ich zu dem "Split Tracks" Reiter von Vinylstudio, ldas Programm erstellt nun automatisch "waveform" Grafiken zum anschliessenden Separieren der einzelnen Tracks ...

Vinylstudio 8- Waveform Grafik Erstellen

...was wieder nur wenige Sekunden pro LP Seite dauert:
An den "waveforms" kann man die einzelnen Tracks schon sehr gut erahnen.

Vinylstudio 9- Waveform Grafik erstellt

Die Suche nach den einzelnen "Trackbreaks" ueberlasse ich allerdings wieder Vinylstudio, indem ich den
"Scan for Trackbreaks" Button druecke.
Die Sensivitaet der Suche laesst sich dabei ueber verschiedene Parameter genau einstellen. Im Regelfall ist diese automatische Tracksuche aber sehr verlaesslich...

Vinylstudio 10- Automatische Trackbreak Suche (Titel separieren)

wie auch in diesem Fall: Das Programm erkennt korrekt insgesamt 14 Tracks.

Vinylstudio 11 Automatische Tracksuche abgeschlossen

Minute 4:

Bevor ich die Trackbreaks genauer ueberpruefe, suche ich aus Vinylstudio heraus nun im WWW nach Trackdetails (also Songnamen und bei Compilations den Interpreten des jeweiligen Songs) sowie das Albumcover.

Vinylstudio 12- Tracklisting und Album im Internet suchen

Ich kann mit Vinylstudio hierzu unter anderem bei Discogs sowie den einzelnen Amazon Auftritten (UK, Deutschland, USA etc.) suchen lassen.
Insbesondere Discogs ist sehr gut gepflegt und findet auch bei dieser LP (sicher kein Megaseller, sondern eher exotisch) die Trackdetails und das Albumcover.

Vinylstudio 13- Tracklisting und Albumcover Suche erflogreich abgeschlossen

Ich uebernehme das Albumcover und die Trackdetails, allerdings nicht die Trackbreaks von Discogs (Vinylstudios Trackbreaksuche meiner Aufnahme, siehe oben, erscheint mir verlaesslicher)

Vinylstudio 14- Uebernahme Tracklisting und Albumcover

Ich korrigiere noch den Interpreten bei einem Titel (Discogs hatte hinter den Namen ein "(2)"gestellt, was ich uber " Edit Track Details" kurz loesche.
Alle Tracks haben jetzt - ohne manuelle Eingabe meinerseits - den Titelnamen und den Interpreten erhalten.

Vinylstudio 15- Edit Trackdetails

Minute 5-7:

Nun ueberpruefe ich die von Vinylstudio vorgenommenen Trackbreaks.
Dazu vergroessere ich zunaechst die Waveforms (geht per Maus Scroll) soweit, das eine Sekunde Spielzeit auf dem Bildschirm eine ausreichende Breite (> 1 cm) hat, sodass ich die Trackbreaks bei Bedarf manuell anpassen kann.
Das ganze hoert sich komplizierter an, als es ist, zumal man an den Trackbreaks die jeweiligen Passagen auch ueber die Kopfhoerer bzw Mac Lautsprecher hoert.
Ich benoetige fuer ein Album hier rund 2-3 Minuten....

Vinylstudio 16- Automatisch gefundene Trackbreaks kontrollieren

...dan bin ich mit den Trackbreaks zufrieden und habe die einzelnen Titel des Albums korrekt separiert.

Minute 8:

Nun geht es an die - moegliche - Bearbeitung von Stoergeraeuschen der Aufnahmen.
Ich wechsle im Programm zum Reiter "Cleanup Audio"
Vinylstudio bietet hier eine Vielzahl von Filtern sowie Einstellmoeglichkeiten zum Entfernen von "Clicks", also Kratzern in der Platte.


Vinylstudio 17- Cleanup Audio

Ich selbst bearbeite die Aufnahmen nicht mit den Filtern, sondern nehme nur eine Entfernen der Kratzer mit den Standardeinstellungen von Vinylstudio vor.
Das Ganze dauert wieder nur wenige Sekunden pro LP Seite.


Vinylstudio 18- Knackser Suche

Von den Ergebnissen - gerade bei aelteren LPs - bin ich ziemlich beeindruckt. (Von den vermeintlich mehreren Tausend Kratzern pro Seite auch bei gut erhaltenen LPs allerdings auch)

l


Vinylstudio 19- Automatisches entfernen von Knacksern

Minute 9:

Wie bereits beschrieben, verwende ich keine der angebotenen Filter, allerdings habe ich mir angewoehnt, die Aufnahmen auf - 3dB zu normalisieren, was Vinylstudio in wenigen Sekunden pro Seite erledigt.

Vinylstudio 20- Filter und Normalisieren

Vinylstudio 21- Normalisieren

Vinylstudio 22- Abschluss Normalisieren

Minute 10:

Abschliessend muss das Album nur noch in die entsprechende Mediathek (bei mir iTunes) uebertragen werden, alternativ bietet Vinylstudio auch das Brennen auf Audio-Cd an.


Vinylstudio 23- Export in iTunes

Ich exportiere mit 320 kBit/s im AAC-Format nach iTunes, aber Vinylstudio kann auch hier wieder 'highendig' z.B. im FLAC Format exportieren.

Vinylstudio 24- Sichern in iTunes

....UND FERTIG !

Die komplette LP liegt ist innerhalb von 10 Minuten in einer - zumindest fuer mich - klanglich hochwertigen Version und mit allen notwendigen Tags versehen in iTunes vor.


Vinylstudio 25- Digitalisierte LP in iTunes


[Beitrag von jma am 29. Sep 2012, 16:18 bearbeitet]
luckyx02
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 29. Sep 2012, 17:13
....warum man Schallplatten (Ausnahme alte Schellacks) digitalisieren muss werde ich nie verstehen. Jedes "Gottverdammte" Album findet man im Netz wenn man "richtig" sucht
jma
Stammgast
#3 erstellt: 29. Sep 2012, 17:31

luckyx02 schrieb:
....warum man Schallplatten (Ausnahme alte Schellacks) digitalisieren muss werde ich nie verstehen. Jedes "Gottverdammte" Album findet man im Netz wenn man "richtig" sucht


Vielleicht, weil

- man gehobene Ansprueche an die Qualitaet hat und sich mit 32 kBit/s MP3 aus dubiosen Quellen nicht zufrieden geben mag ?
- man zu den ewig gestrigen gehoert, die noch ein gewisses (Un-)Rechtsempfinden haben (Stichwort: Raubkopien) ?
- es schlicht und einfach nicht richtig ist, dass ALLE Tontraeger der Welt digital " irgendwo " vorliegen?

Such Dir was aus...
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 29. Sep 2012, 17:36
Hallo!

@luckyx02

Ich denke mal nicht daß du ausserhalb des Mainstreams wirklich " Jedes "Gottverdammte" Album " im Netz finden wirst.
Zudem ist es nicht jedermanns Sache für Musik die er ohnehin schon hat noch einmal einen zusätzlichen Obolus zu entrichten.

Dazu kommt noch der Aufnehmen-Hobbyaspekt den du als Freund alter Cassettengeräte eigentlich recht gut nachvollziehen können solltest.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 29. Sep 2012, 17:36 bearbeitet]
luckyx02
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 29. Sep 2012, 17:43

Dazu kommt noch der Aufnehmen-Hobbyaspekt den du als Freund alter Cassettengeräte eigentlich recht gut nachvollziehen können solltest.


So ganz unrecht hast du nicht Günther. Aber für einen I-Pod muss man sich das echt nicht antun. Deine schöne Klassiksammlung wirst du dir sicher nicht in der U-Bahn oder im Auto anhören wollen....


Das mit der "Raubkopie" finde auf jeden Fall hinterfragenswert, wenn man den Tonträger, also die LP regulär erworben hat und dieses Album nun in digitaler Form irgendwo runterlädt. Ob das wirklich eine Raubkopie ist ? Früher waren private Kopien auf jeden Fall erlaubt und das sollten sie auch heute sein.....

Ich kaufe viele neue LPs bei denen ist fast immer ein MP3 Download im Preis inbegriffen...


[Beitrag von luckyx02 am 29. Sep 2012, 17:52 bearbeitet]
jma
Stammgast
#6 erstellt: 29. Sep 2012, 18:02

luckyx02 schrieb:
Ich kaufe viele neue LPs bei denen ist fast immer ein MP3 Download im Preis inbegriffen...


Lutz, das ist doch garnicht das Thema:

Wenn Du meinen Eroeffnungsbeitrag gelesen hast, weisst Du, dass ich ein "fauler Sack" bin.
Mein Bruder und ich haben zusammen mehrere Tausend CDs und mehrere Tausend Vinylscheiben,
Natuerlich digitalisiere ich keine Vinyls, die uns bereits digital vorliegen.
Wenn wir jetzt neue Vinyls mit MP3 Download kaufen, nehmen wir natuerlich den Download und digitalisieren nicht selbst. Ebenso grundsaetzlich will ich keine Raubkopien haben.

Nun haben wir aber SEHR viele Vinylscheiben, die wir digital NICHT vorliegen haben.
Und nur das sind Digitalisierungsandidaten.

Jens
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 29. Sep 2012, 18:05
Hallo!

@luckyx02

Natürlich werde ich kaum im Bummelzug, im Bus oder in der Strassenbahn (U-Bahn und S-Bahn gibt es in Ulm noch nicht, das Städchen hat gerade mal hundertzwanzigtausend Einwohner) meine Klassik-, Jazz-, und Funkplattensammlung digitalisiert anhören, -das Geschredder der Umgebung ginge mir dabei erst richtig auf die Nerven.

Aber ich habe mich auch schon einmal ein halbes Jahr lang ständig mit digitalisieren "vergnügt" bis mir die Sache langweilig wurde, hier kommt m.E. vor allem der der gleiche Aspekt zum Tragen der auch bei MD, Cassetten und Tonbändern vorliegt respektive für das Gros der HiFi-Hörer einmal vorlag. -Ich meine die Lust am Samplererstellen-, (wer kennt nicht den Film oder auch das Buch High Fidelity ? in dem genau dieser Reiz -wenn auch zweckgebunden-, angesprochen wird?)

Lass doch den Leuten einfach ihren Spaß.

MFG Günther
luckyx02
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 29. Sep 2012, 18:06
Doch genau das ist das Thema ! Wenn jemand anders das für mich digitalisert wird man nur schwer von einer Raubkopie sprechen können....

Ansonsten ist mir echt egal womit du den Tag verbringst......
S_4
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 29. Sep 2012, 18:14
Scheinbar eine feine Sache mit dieser Software. Das es davon keine Linux-Version gibt ist natürlich blöd.
Hörbert
Moderator
#10 erstellt: 29. Sep 2012, 18:22
Hallo!

Ich habe mir für diesen Zweck damals Clean! 5.0 und später Magix Audio Cleanig Lab zugelegt damit brenne ich allerdings jetzt fast nur noch ausgewählte Musikstücke von CD auf DVD um bei passenden Anlässen bis zu vier Stunden Hintergrundmusik zu haben.

Geht natürlich auch mit einem MP-3 Player und FM-Transmitter sogar Kabellos, aber das ist bei mir hat der Samplereffekt.

@luckyx02

Nun die Disskussion über Raubkopien lassen wir hier besser, das wäre dann doch zu sehr OT.

MFG Günther
jma
Stammgast
#11 erstellt: 29. Sep 2012, 18:56

luckyx02 schrieb:
Doch genau das ist das Thema ! Wenn jemand anders das für mich digitalisert wird man nur schwer von einer Raubkopie sprechen können....

Ansonsten ist mir echt egal womit du den Tag verbringst...... :cut


Da LP Digitalisierung fuer Dich kein Thema ist, solltest Du Dich wohl besser aus diesem Thread zurueckziehen/trollen!

Deine Beitraege hier sind absolut OT.
jma
Stammgast
#12 erstellt: 29. Sep 2012, 19:11

S_4 schrieb:
Scheinbar eine feine Sache mit dieser Software. Das es davon keine Linux-Version gibt ist natürlich blöd.

Ich habe selbst kein Linux, aber im Vinylstudio Forum gibt es einen kurzen Thread zum Thema Runnig Vinylstudio under Linux

Jens
S_4
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 30. Sep 2012, 05:34
Hallo Jens,

besten Dank für den Link. Leider läuft Vinylstudio nur unter Windows, das bei Linux in einer VirtualBox installiert sein müsste. Dabei funktioniert dann aber nicht die gesamte Hardware des PCs problemlos.

Gruß
Michael
Stefanvde
Inventar
#14 erstellt: 30. Sep 2012, 11:54
@S 4:

hilft Dir zwar jetzt nicht direkt,aber ich arbeite auch mit Linux (Fedora).
Ein gutes freies Programm zum Vinyl aufnehmen,in Tracks teilen und nachbearbeiten ist bei Linux "Audacity".

Anleitungen dazu findest Du im I-Net auch reichlich.

Damit digitalisiere ich jede LP die neu reinkommt und das sind einige.
S_4
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 30. Sep 2012, 12:03
Vielen Dank, Audacity werde ich mir anschauen. Und sorry für OT.

Gruß
Michael
jma
Stammgast
#16 erstellt: 30. Sep 2012, 14:27

S_4 schrieb:
Vielen Dank, Audacity werde ich mir anschauen. Und sorry für OT.

Gruß
Michael


Finde ich jetzt - im Gegensatz zu ein pasr anderen Beitraegen - nicht OT.

Vinyl-Digitalisierung mit Audacity wird z.B. in dem von mir im Eroeffnungsbeitrag verlinkten Thread Hier beschrieben.

Gruss
Jens
jma
Stammgast
#17 erstellt: 22. Okt 2012, 07:20
Kleines Update:

Das "Declicking", die Normalisierung sowie das Sichern der Tracks z.B. in Itunes oder auf CD (Minuten 8 und 10 in meiner Beschreibung) lassen einfacher und schneller für eine einzelne oder mehrere LPs auf einmal im sogenannten Batch-Modus durchführen:

Der "Batch-Mode" ist etwas versteckt hinter dem Button "More.." im Reiter "Save Tracks zu finden".

Jens
#Jeannine#
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 28. Mai 2013, 13:00
Hallo zusammen,

wir haben heute eine News zu diesem Thema veröffentlicht:
http://www.hifi-foru...al-tipps-und-tricks/

Viele Grüße
Eure HiFi-Forum Team
jma
Stammgast
#19 erstellt: 16. Jun 2013, 21:07
Update Juni 2013:

Ergaenzend bzw weiterfuehrend noch ein paar Links:

Anleitung zur Vinyl Digitalisierung mit Vinylstudio auf der Herstellerhomepage

Sehr interessant sind auch 2 Artikel von Mitch "Mitchco" Barnett auf www.computeraudiophile.com in denen er detailliert die "High-End Digitalisierung" mit 24 Bit / 192 kHz unter Windows und Mac OSX (inkl. Klangschnipseln seiner Ergebnisse) beschreibt:

1. Fuer den Mac untersucht er Pure Vinyl (ca 225 Euro), Amarra Vinyl (ca 230 Euro)und Vinyl Studio (ca. 30 Euro)

Guide to Converting Analog Vinyl to Digital Files Using Macintosh

2. Unter Windows mit Audacity (Freeware)

Guide to Converting Analog Vinyl To Digital Files Using Windows

Ich selbst habe mittlerweile ueber 100 Platten digitalisiert, benutze zur Aufnahme unveraendert das Tascam DR 07 MK II im 16 bit / 44,1 kHz Modus (obwohl das Tascam bis zu 24/96 kann) und bin mit meinen Ergebnissen happy.

Jens


[Beitrag von jma am 16. Jun 2013, 21:35 bearbeitet]
jma
Stammgast
#20 erstellt: 17. Jun 2013, 18:28
Und hier noch ein paar interessante Links zur Frage der Aufloesung und Abtastrate bei Aufnahmen:

Bei Soundkeeper Recordings gibt es Beispieldatein in

  1. 16 Bit / 44,1 kHz (CD Qualitaet)
  2. 24 Bit / 96kHz
  3. 24 Bit / 192 kHz


Wie ich bereits geschrieben habe, kann ich - bin allerdings auch keine 20 mehr.. - keine signifikanten Klangverbesserungen bei hoeheren Aufloesungen gegenueber der klassischen 16/44 CD Variante wahrnehmen.



Sehr lesenswert ist auch das unvoreingenommene 16/44 vs 24/192 Experiment zu diesem Thema.

Und noch mehr Recording Vinyl Madness und die Frage "24/192 pointless?"

Nicht zu vernachlaessigen ist trotz der preiswerten Festplatten auch der erhoehte Speicherbedarf:

Auf ein 1 GB passen im unkomprimierten wav-Format rund

  1. 96 min 16/44 (ca 450 MB/LP)
  2. 30 min 24/96 (ca 1,3 GB/LP)
  3. 15 min 24/192 (ca 2,6 GB/LP)


Auf eine 3 TB Festplatte passen also ueber 1000 LPs im unkomprimierten 24/192 Format. Zu beachten ist allerdings, dass einige Programme meherer Versionen der Aufnahmen (unbearbeitet / bearbeitet etc) abspeichern und der tatsaechliche Speicherbedarf sich damit ggfs signifikant groesser ist.

Lobenswert ist in diesem Zusammenhang Vinyl Studio: Die Original Aufnahme wird nur einmal als wav Datei gespeichert und anschliessend NICHT mehr veraendert. Saemtliche Bearbeitungen (z.b. Declicking, Normalisierung) werden separat als Anweisungen in einer vergleichsweise kleinen Datei (ca 10 Mb / Lp) gespeichert.

Viel Spass!
Jens


[Beitrag von jma am 17. Jun 2013, 20:26 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#21 erstellt: 23. Aug 2013, 10:21
Hallo Jens!

Bin durch einen Hinweis durch Dich in einem anderen Thread mal hier rein gestolpert. Da dachte ich mir: probierste Vinylstudio doch gleich mal aus. Wollte ohnehin mal ein paar Scheiben mit Hilfe meines NAD PP3i digitalisieren, und da ist eine Light-Version von Vinylstudio schon dabei. Ich habe mir aber die Vollversion gekauft.

Bisher hatte ich Erfahrungen mit Magix Cleaning Studio, ist aber schon ein paar Jahre her.

Vinylstudio ist ja richtig gut, ein wenig schlanker als das Magix-Teil. Daher Danke erst mal für den Anstoss

Was mir allerdings auch bei Vinylstudio auffällt, ist die Tendenz, die Standardeinstellungen der Filter ziemlich aggressiv einzustellen. Ich habe als erstes eine alte Electro-Scheibe aufgenommen, die ziemlich harte Percussion-Schläge hat. In den Standardeinstellungen wollte Vinylstudio das alles als Klicks wegschnippeln, das klang echt übel. Ich bin dann am Schluss bei den Minimaleinstellungen gelandet, mit denen viele kleine Knackser nicht mehr erkannt werden, aber dafür das Nutzsignal soweit in Ruhe gelassen wird, dass ich das Ergebnis insgesamt als Verbesserung empfinde.

Den m. E. besten Filter von Magix Cleaning Lab hat auch Vinylstudio an Bord, nämlich den "Hiss Filter". Aber auch hier muss man aufpassen, dass man nicht mehr Schaden anrichtet als er Nutzen bringt. Das Verfahren ist, ein kurzes Sample eines störenden Geräusches in der Aufnahme zu definieren, das dann anschließend aus der Gesamtaufnahme herausgefiltert wird. Ich mache das immer mit dem Rillengeräusch. Ich nehme dazu also ein kurzes Sample vom Anfang der Platte oder zwischen zwei Titeln. Aber auch hier gilt: die Standardeinstellungen sind viel zu aggressiv, weil das Rillengeräusch recht breitbandig ist und man damit immer auch am Nutzsignal schnippelt! Eine Reduzierung um 8db (das ist der Minimalwert bei "hiss reduction"!) und bei Qualität ganz auf "better cymbals" bringt aber deutlich mehr Ruhe an leisen Stellen, ohne dass für mich das Nutzsignal hörbar angegriffen wird.

Was mir beim Vinylstudio fehlt, ist die Möglichkeit, das herausgefilterte Signal zu hören. Das geht bei Magix Cleaning Studio recht einfach. Dabei merkt man nämlich schnell und intuitiv, was der Filter genau wegfiltert, und wie man den Filter einstellt, weil man nur genau das hört. Oder gibt es das und ich habe es einfach nicht gefunden?

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 23. Aug 2013, 10:23 bearbeitet]
jma
Stammgast
#22 erstellt: 23. Aug 2013, 17:45
Hallo Parrot,

schön, dass die mein Erfahrungsbericht geholfen hat!

Zu deinen Vinylstudio Fragen & Anmerkungen:

1. Das "weggefilterte" Signal wäre sicherlich "nice to have", habe ein solcehs Feature jedoch bislang nicht entdeckt. Paul Sanders, der Entwickler von Vinylstudio AlpineSoft beantwortet Fragen in der Regel aber sehr schnell.

2. zu starke Filter

Wie ich beschrieben habe, benutze ich selbst keine der Vinylstudio Filter mit Ausnahme des "Decklickings" auf möglichst niedrigem Niveau

Viel Spaß!
Jens
jma
Stammgast
#23 erstellt: 20. Okt 2013, 11:26
Kleines Update:

Mittlerweile benutze ich als Aufnahmegerät einen SONY PCM M10

Klanglich habe ich gegenüber dem TASCAM DR-07 Mk II keine Unterschiede bei den Aufnahmen feststellen können (WAV/PCM Aufnahmen sind auch hier bis 24bit/96 kHz möglich, was mir definitiv ausreicht)

Der Sony hat aber ein größeres Display und am Line-In Eingang eine geringere Eingangsempfindlichkeit, weshalb ich keinen Pegelreduzierer mehr benötige.
Daneben gibt es eine - kabelgesteuerte - Fernbedienung.

Der Sony kostet ca. 200,- Euro.

Jens
jma
Stammgast
#24 erstellt: 08. Jan 2014, 15:01
Und was kostet der Spaß "Vinyldigitalisierung"?

Hier kommt es natürlich zum einen auf die Ansprüche an (nach oben gibt es keine Grenzen) und zum anderen darauf ob Plattenspieler und Vorverstärker bereits vorhanden sind.

Ich selbst hatte zwar bereits einen alten Thorens Plattenspieler, allerdings musste dieser zunächst instandgesetzt werden. Für Instandesetzung Inklusive neuem System Ortofon 2m Blue, sowie Musical Fidelity Vorverstärker habe ich für das Vinylequipment ca 400 Euro ausgegeben.
Das Equipment für die Digitalisierung (Aufnahmegerät, Kabel und Digitalisierungssoftware) hat zusammen ca 250,- Euro gekostet.

Mit den Digitalisierungsergebnissen bin ich sehr zufrieden: Wenn ich die Ausgaben von insgesamt rund 650 Euro auf die in den letzten 15 Monaten ca 200 LPs umrechne, die ich digitalisiert habe, hat mich der "Spaß" bislang rund 3 Euro pro LP gekostet.

Aus reinen Kostengesichtspunkten macht Digitalisierung sicherlich keinen Sinn, wenn man nur vorhat wenige (< 50) Schallplatten zu digitalisieren.


Im Einzelnen:


A Plattenspieler & Vorverstärker
A 1. Plattenspieler (Thorens 146 Mk VI) ca 200 Euro

Der Plattenspieler (damals innerhalb der Thorensdreher keineswegs am oberen Ende angesiedelt) hat mich vor ca 25 Jahren rund 700 Mark gekostet.
Aktuell gibt es gut erhaltene Klassiker aus den 80ern in dieser Liga (Thorens, Dual etc.) gebraucht sicherlich für nicht mehr als 100-150 Euro, inkl. Neujustierung, und Kleinteilen (Riemen etc) dürfte man mit 200 Euro (ohne neues System, Nadel) gut auskommen.


A 2. Nadel/System ca 80-150 Euro

Ich habe hier zunächst ein Ortofon 2m Red (ca 80 Euro) gekauft, mit dem ich shcon sehr zufrieden war. Nachdem ich durch Unachtsamkeit die 2m red Nadel zerstört habe, gab es ein Upgrade auf das 2m Blue (Nadel ca 130 Euro)
A 3. Phonovorverstärker 160,- Euro

Wer einen Verstärker mit einem guten, eingebauten Phonnovorverstärker besitzt, muss hier natürlich kein geld in die Hand nehmen,
Ich habe einen Musical Fidelity V90 LPS für 160,- Euro gekauft, mit dem ich sehr zufrieden bin.


B Aufnahmegerät und Digitalisierungssoftware

B 1. Aufnahmegerät (80,- 200,.- Euroi

Natürlich kann man über die eingebaute Soundkarte des eigenen Computers aufnehmen und hat keine Kosten.
Für mich kam das aus den erwähnten Gründen nicht in Frage, sondern ich verwende mobile digitale Aufnahmegeräte.
Ich habe hier zunächst ein Tascam DR 07 Mk 2 (ca 120 Euro) verwendet und nutze aktuell ein Sony PCM M10 (ca 200 Euro). Klanglich gibt es m.E. in der Preisklasse von 80 - 200 Euro jedoch keine Unterschiede: Die meisten Geräte können über den Line in Eingang verlustfreie wav. Aufnahmen in 24bit/96kHz auf SD Karten machen.
Großer Vorteil dieser mobilen Aufnahmegeräte: Ich kann auch "auswärts", z.B. bei Freunden Vinylaufnahmen machen und später zu Hause digitalisieren.


B 2. Speichermedium SD Karte für Digitalrekorder (ca 10 Euro)

Hat praktisch jeder Haushalt, Kosten sind vernachläassigbar.


B 3. Zusätzliche Verkabelung:(ca 20 Euro)

An zusätzlichen Kabeln benötigte ich ein Cinch Kabel (Ausgang Phono-Pre zu Eingang Verstärker) sowie ein Cinch auf Miniklinken-Kabel. Sofern man nicht an Kabelvoodoo glaubt, bekommt man für jeweils ca 10 Euro sehr ordentliche Kabel.

B 4. Digitalisierungssoftware (0 - 30 Euro)

Viele verwenden die Freeware Audacity, ich leiste mir den Luxus des ca 30,- Euro teuren Vinylstudio.



Jens
jma
Stammgast
#25 erstellt: 19. Dez 2014, 20:26
Vinylstudio unterstützt jetzt auch DSD (Direct Stream Digital) Aufnahmen:
Neue Features Vinylstudio


Jens
timilila
Inventar
#26 erstellt: 11. Feb 2015, 01:22
Kurze Frage dazu meinerseits: Gibt es für die SW auch einen deutschen Patch bzw. läßt sich im Programm die Language auf deutsch umstellen ?
jma
Stammgast
#27 erstellt: 11. Feb 2015, 19:26
Ich benutze die (englische) Originalversion und musste eben erstmal nachsehen:
Die Sprache läßt sich leider NICHT auf Deutsch umstellen.

Jens


[Beitrag von jma am 11. Feb 2015, 22:13 bearbeitet]
Jazzy
Inventar
#28 erstellt: 11. Feb 2015, 19:49
Wieso leider?
jma
Stammgast
#29 erstellt: 11. Feb 2015, 22:14
Danke für den Hinweis.

Habe meinen Beitrag korrigiert: Vinylstudio hat leider keine Deutsche Version.


[Beitrag von jma am 11. Feb 2015, 22:14 bearbeitet]
AlexG1990
Inventar
#30 erstellt: 11. Feb 2015, 23:03
Bin gerade über den Thread gestolpert:

Eure Aufzeichnunsgeräte sind ja gut und schön, nur wer einen halbwegs aktuellen Desktop-PC besitzt, kann auch über den Line-In der Realtek-Soundhardware digitalisieren. Die neueren Chips ALC8xx und folgende haben sehr gute Messwerte, die den relevanten Bereich von Vinyl WEIT übersteigen. Auch 192/24 ist damit möglich. Für Laptops/MacBooks gibt es günstige externe USB-Sounddevices mit ähnlichen Qualitäten.
Wer also sowieso einen guten Plattenspieler, korrekt justiert mit ordentlichem Tonabnehmer und frischer Nadel hat, mit dem er seine Platte hört, der braucht wirklich nicht viel dafür.

Audacity sollte auch in den meisten Fällen ausreichen - an sonsten kann man einen Blick auf Nero Wave Editor werfen! Der hat auch einige interessante Filter an Board, die Version 12.5 gibt es "Stand-Alone" als Freeware. Damit kann man auch direkt von der Sound-Hardware aufnehmen, und direkt bearbeiten (DeClick, Noise-Print, usw.). Auch Track-Split ist an Board.
Zur Vervollständigung der Track-Namen kann man sich hinterher mit dem Programm "MP3Tag" behelfen (unterstützt alle relevanten Audio-Formate, auch FLAC). Dort kann man bei bekannten Alben in der FreeDB nach den Titeldaten suchen - sofern man sie nicht einfach per Hand eingeben möchte...
ratzemen
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 12. Feb 2015, 09:13
Bin hier auch gerade reingestolpert...... Im Zeitalter von Spotify noch LPs wandeln ? für ein paar Euros alles legal , super Qualität (habe auch ein Abo). Habe einen sehr guter CD Player , kann aber ehrlich gesagt , so gut wie keinen Unterschied feststellen...beim direkten vergleich...aber vieleicht ist mein Gehör auch nicht mehr das beste...
ParrotHH
Inventar
#32 erstellt: 12. Feb 2015, 10:20

ratzemen (Beitrag #31) schrieb:
Im Zeitalter von Spotify noch LPs wandeln ? für ein paar Euros alles legal , super Qualität (habe auch ein Abo)(

So so...

Ich soll also über ein Spotify-Abo (das ich nicht habe und auch nicht abzuschließen gedenke)
einen Titel (den es weder auf CD noch in anderer Form digital gibt)
herunterladen (was den Nutzungsbedingungen widerspricht)
damit ich ihn z. B. im Auto hören kann.



Parrot
ratzemen
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 12. Feb 2015, 14:06
Nö... brauch man natürlich nicht? Ich habe bei spotiy klammoten gefunden , die wirklich echt rar sind. Runterladen ist erlaubt , entspricht den Nutzungsbedingungen.... !!! (Offline daten)Kann man dann auch im auto hören. für 9,90 euro (im monat) setzt ich mich mit sicherheit nicht nächtelang vor den Pc.... das muss ich auf der Arbeit schon den ganzen Tag

Platten geniessen auf meinem Thorens ist was anderes

aber ist ja auch nur meine Meinung.... Gruss
AlexG1990
Inventar
#34 erstellt: 12. Feb 2015, 15:43
Man kann natürlich auch Spotify "mitschneiden", genauso wie die Platten (nur ohne Knackser, und mit 160kBit/s-OGG bei Free und 320kBit/s-OGG bei Premium) - und das legal!

...und da man das "Original" ja sowieso legal besitzt, fragt da schonmal gar niemand...
jma
Stammgast
#35 erstellt: 12. Feb 2015, 16:27

AlexG1990 (Beitrag #30) schrieb:

Eure Aufzeichnunsgeräte sind ja gut und schön, nur wer einen halbwegs aktuellen Desktop-PC besitzt, kann auch über den Line-In der Realtek-Soundhardware digitalisieren.


Selbstverständlich geht das sehr gut und Du sparst den Aufwand für das Aufnahmegerät (ca 100 Euro)
Bei mir liegen aber Desktop PC und Hifi-Anlage in verschiedneen Räumen, einen Laptop mag ich - mehr aus optischen Gründen - auch nicht an der Hifi Anlage haben. Ist eben Geschmackssache, ich bin mit dem klainen Aufnahmegerät sehr zufrieden.


AlexG1990 (Beitrag #30) schrieb:

Audacity sollte auch in den meisten Fällen ausreichen ..


Ja, die Audiacity Freeware ist ein sehr gutes Tool für die Schallplattendigitalisierung und es gibt hier im Forum auch eine exzellente Anleitung dazu.
Ich habe mich dennoch für Vinylstudio entscheiden, da
1. die Digitalisierung von der Aufnahme bis zur korrekt getaggten Datei in Itunes mit Vinylstudio - zumindest für mich schneller und komfortabler geht und
2. der Preis von rd 23 Euro für die Software doch sehr überschaubar ist

Jens
jma
Stammgast
#36 erstellt: 12. Feb 2015, 16:47

ratzemen (Beitrag #31) schrieb:
Im Zeitalter von Spotify noch LPs wandeln ? für ein paar Euros alles legal , super Qualität (habe auch ein Abo). Habe einen sehr guter CD Player , kann aber ehrlich gesagt , so gut wie keinen Unterschied feststellen...beim direkten vergleich...aber vieleicht ist mein Gehör auch nicht mehr das beste... :(


Natürlich liefern Spotify oder noch besser WIMP Streamingangebote, die für viele qualitativ überzeugend sind.
Ehrlich gesagt digitalisiere ich auch nicht, weil ich mir eine Qualitätsverbesserung verspreche.

Vinyldigitalisierung ist aus meiner Sicht in erster Linie ein Thema für jemanden, der bereits LP's besitzt oder Schallplatten wieder für sich entdeckt hat.
Wenn ich Vinyl neu kaufe und eein Downloadcoe mitverkauft wird, greife ich selbstverständlich auf den Download zu, um die Dateien auf itunes zu übertragen und digitalisiere nicht.

Ich höre seit einigen Jahren wieder vermehrt Vinyl und mache "nebenbei" digitale Aufnahmen, falls ich die Musik noch nicht in digitaler Form vorliegen habe.
Bei einem Bearbeitungsaufwand von knapp 10 MInuten pro LP mit Vinylstudio liegt der Digitalisierungsaufwand für mich noch im akzeptablen Rahmen

Bei den Streaming Abos (habe selbst eoin WIMP Abo) darf man nie vergessen, dass der tolle Zugriff auf Millionen von Songs sowohl das Abo als auch einen Internetzugriff verlangt (ja, ich weiss, temporaär geht dass legal auch offline)
jma
Stammgast
#37 erstellt: 19. Apr 2015, 14:42
Heute zufällig gefunden und passend zum Thema "Digitalisieren mit Vinyl-Studio":

The Complete Guide To Digitizing Your Vinyl Collection

Viel Spaß!
Castellius-xp5
Neuling
#38 erstellt: 24. Mai 2016, 16:39
Zunächst hoffe ich auf Hilfe zum Thema Entkratzen mittels Vinylstudio.
Ich habe viele LPs und Singles bereits mit Audacity aufgenommen und ggf. zerteilt.
Nun importiere ich die Musikdateien ins Vinylstudio und führe erfolgreich die Funktion Entkratzen durch. Wenn ich diese Dateien abschliessend speichern möchte werde ich jedoch stets in den Trackbreaks-Bereich verwiesen.
Es gibt jedoch nichts mehr zu zerteilen.
Kann ich mich bei "extern" erstellten Dateien überhaupt auf eine einzige Funktion beschränken oder bedingt das Vinylstudio stets die Anwendung der Trackbreaks?

Dass all diese Arbeit übrigens überflüssig sein soll, da man doch alles viel bequemer bei Spotify & Co haben könne ist in dieser Pauschalisierung eine glatte Falschaussage.
Bis in die 80iger hinein werden dort nicht einmal die Charts aus dem deutschsprachigen Raum vollständig abgebildet, wobei ich mich auf die Wochencharts beziehe. Genauso verhält es sich bei den Wochenausgaben der Charts der NL.
Nicht einmal die Titel, die in der Heck'schen Hitparade oder in lja Richters Disco liefen, sind auch nur annähernd vollständig, obwohl es nur Lieder in diese Sendungen schafften, die nennenswerte Chartplatzierungen erreicht haben.
Oftmals, eigentlich fast immer, fehlen nicht nur die ersten Alben selbst der ganz großen Vertreter der deutschen Schlagerhistorie. Mit viel Glück kann man sich den einen oder anderen Titel von diesen LPs aus verschiedenen Willkürzusammenstellungen rauspopeln, auf die Mehrheit dieser Titel wird man aber verzichten müssen, wenn man ältere deutsche Musik mag und auf die immer wieder im Netz zu findene Aussage, "egal was, Spotify, Itunes & Co bieten alles" reinfällt.

Dergleichen auch im internationenalen Bereich, zumindest bis in die Anfangsjahre der Achtziger. Wer es nicht glaubt: Einfach mal vergleichen wieviel Titel (beispielsweise) von Youtube bei den Anbietern von Streaming-Diensten und / oder Verkäufern digitaler Musikdateien fehlen.

Ich verkneife mir eine nähere Bewertung der zahlreichen "Neuaufnahmen". Wer jedoch möchte, dass ein Titel von 1973 sich auch so anhört wie 1973 sollte den Alleinvertretungsanspruch den manche Zeitgenossen für die kommerziale digitale Musikwelt erheben nicht weiter ernst nehmen.
.JC.
Inventar
#39 erstellt: 24. Mai 2016, 17:54
Hi,

nett an Vinylstudio ist: man kann mit der Testversion 5 LPs digitalisieren.
Wenn man aber, wie ich, mit einem PCM Recorder digitalisiert, ...
jma
Stammgast
#40 erstellt: 24. Mai 2016, 19:48

Castellius-xp5 (Beitrag #38) schrieb:
Zunächst hoffe ich auf Hilfe zum Thema Entkratzen mittels Vinylstudio.
Ich habe viele LPs und Singles bereits mit Audacity aufgenommen und ggf. zerteilt.
Nun importiere ich die Musikdateien ins Vinylstudio und führe erfolgreich die Funktion Entkratzen durch. Wenn ich diese Dateien abschliessend speichern möchte werde ich jedoch stets in den Trackbreaks-Bereich verwiesen.
Es gibt jedoch nichts mehr zu zerteilen.
Kann ich mich bei "extern" erstellten Dateien überhaupt auf eine einzige Funktion beschränken oder bedingt das Vinylstudio stets die Anwendung der Trackbreaks?
.


Hallo Castellius,

ich benutze nur Vinylstudio und muss daher ohnehin Trackbreaks setzen, habe aber eben ebenfalls vergeblich versucht einen Datei ohne Trackbreaks zu sichern.
Schildere Dein Problem doch im Vinylstudio Forum, der Entwickler wird Die sehr schnell dort antworten.

Grüße
Jens
jma
Stammgast
#41 erstellt: 24. Mai 2016, 19:54

.JC. (Beitrag #39) schrieb:
Hi,
nett an Vinylstudio ist: man kann mit der Testversion 5 LPs digitalisieren.
Wenn man aber, wie ich, mit einem PCM Recorder digitalisiert, ... :)


...bist Du schon ein echt cleveres Kerlchen, dass stolz darauf sein darf, knapp 30 Euro "gespart" zu haben, indem er "Vinylstudio" gehackt hat.

Gratuliere
Rascas
Stammgast
#42 erstellt: 24. Mai 2016, 20:23
Der einfachste Weg Vinyl ordentlich zu digitalisieren ist in meinen Augen ein solid-state-audio-recorder wie z.B. Tascam SS-R100 (circa 500 Euro im Profi-Musikhandel). Simples Gerät mit Cinch-Anschlüssen.

Den kann man als "Tapedeckersatz" anschliessen. Aufgenommen wird auf Speicherkarte oder über USB im CD-Format.

Simples editieren geht über das Gerät. Tiefer eingreifen kann man am Rechner (wie oben beschrieben).

Digitalisiert habe ich so ähnlich bereits Ende der 80er. Erst die Platte auf Minidisc aufgenommen und dort editiert. Anschließend das fertige Stück auf einen CD-Recorder von Marantz aufgenommen. Viiieeel später habe ich diese CD's in losless gerippt und höre die heute noch gerne.

Zum einen habe ich seltene Maxi-Singles so digitalisiert. Andererseits nimmt man so den charakteristischen Klang des Plattenspieler bzw. des Tonabnehmers auf. Damit kann man ganz "eigene" Aufnahmen erzielen, die sehr gut die analogen Eigenschaften ins digitale übertragen.

Es gibt bei Stereoplay aktuell eine Beigabe-CD, wo die das mit hochwertigem Equipment gemacht haben. Das ist Teil 3 einer Serie (habe alle 3 ;)). Klingen durchweg richtig gut und sehr eigen. Kann ich nur empfehlen wenn das Thema interessiert.

Von STEREO gibt es eine CD zu kaufen:

jpc.de

Auch hier wurden Aufnahmen von Plattenspielern auf CD, SACD und HiRes-Daten überspielt. Dabei wurden verschiedene Plattenspieler benutzt, die man wohl ganz gut in Ihrer Charakteristica unterscheiden und beurteilen kann.
jma
Stammgast
#43 erstellt: 24. Mai 2016, 20:48

Rascas (Beitrag #42) schrieb:
Der einfachste Weg Vinyl ordentlich zu digitalisieren ist in meinen Augen ein solid-state-audio-recorder wie z.B. Tascam SS-R100 (circa 500 Euro im Profi-Musikhandel).


Hallo Rascas,
genau mit diesem "einfachsten Weg" der Vinyldigitalisierung beschäftigt sich dieser Thread....
Rascas
Stammgast
#44 erstellt: 24. Mai 2016, 21:16
Ok! Ich hatte das so verstanden, dass bisher nur über den Rechner empfohlen wurde. Das Tascam-Gerät ist hardware. Quasi ein digitales Tapedeck. Für oldschool-Hasen wie mich simpel zu verstehen jnd zu bedienen. Die Softwarenachbearbeitung ist zwar machbar. Halte ich aber entbehrlich, wenn man die Aufnahme nach alter Värer Sitte ordentlich hinbekommt. Einzig die Editierung von Anfang umd Ende der Aufnahme ist hilfreich. Das kann das Gerät aber auch...
jma
Stammgast
#45 erstellt: 25. Mai 2016, 05:19

Rascas (Beitrag #44) schrieb:
Ok! Ich hatte das so verstanden, dass bisher nur über den Rechner empfohlen wurde. Das Tascam-Gerät ist hardware. Quasi ein digitales Tapedeck. Für oldschool-Hasen wie mich simpel zu verstehen jnd zu bedienen. Die Softwarenachbearbeitung ist zwar machbar. Halte ich aber entbehrlich, wenn man die Aufnahme nach alter Värer Sitte ordentlich hinbekommt. Einzig die Editierung von Anfang umd Ende der Aufnahme ist hilfreich. Das kann das Gerät aber auch...


Rascas,
Sorry!
Du hast natürlich Recht: Es wurde von jemandem eine Frage gestellt , der "viele LPs und Singles bereits mit Audacity aufgenommen hat", also offensichtlich mit einem Rechner und nicht mit einem Tascam o.ä.
Ich hatte den Thread allerdings mit einem Erfahrungsbericht über Aufnahme mit einem PCM Aufnahmegerät in Verbindung mit Vinylstudio zur Nachbearbeitung eröffnet
Die Aufnahme über ein separates, digitales Aufnahmegerät empfinde ich genau wie Du als sehr viel angenehmer im Vergleich zu einer Aufnahme über einen Rechner.

Jens
jma
Stammgast
#46 erstellt: 27. Mai 2016, 08:07

jma (Beitrag #40) schrieb:

Castellius-xp5 (Beitrag #38) schrieb:
Zunächst hoffe ich auf Hilfe zum Thema Entkratzen mittels Vinylstudio.
Ich habe viele LPs und Singles bereits mit Audacity aufgenommen und ggf. zerteilt.
Nun importiere ich die Musikdateien ins Vinylstudio und führe erfolgreich die Funktion Entkratzen durch. Wenn ich diese Dateien abschliessend speichern möchte werde ich jedoch stets in den Trackbreaks-Bereich verwiesen.
Es gibt jedoch nichts mehr zu zerteilen.
Kann ich mich bei "extern" erstellten Dateien überhaupt auf eine einzige Funktion beschränken oder bedingt das Vinylstudio stets die Anwendung der Trackbreaks?
.


Hallo Castellius,

ich benutze nur Vinylstudio und muss daher ohnehin Trackbreaks setzen, habe aber eben ebenfalls vergeblich versucht einen Datei ohne Trackbreaks zu sichern.
Schildere Dein Problem doch im Vinylstudio Forum, der Entwickler wird Die sehr schnell dort antworten.

Grüße
Jens


@ Castellus:

Lösung Deines Problems: Du musst beim Import Deiner Dateien diese als "Single" deklarieren:

Siehe hier
jma
Stammgast
#47 erstellt: 02. Jun 2016, 07:51

Rascas (Beitrag #42) schrieb:
Der einfachste Weg Vinyl ordentlich zu digitalisieren ist in meinen Augen ein solid-state-audio-recorder wie z.B. Tascam SS-R100 (circa 500 Euro im Profi-Musikhandel). Simples Gerät mit Cinch-Anschlüssen.
Den kann man als "Tapedeckersatz" anschliessen. Aufgenommen wird auf Speicherkarte oder über USB im CD-Format.
.


Sehe gerade, dass Tascam mit dem Tascam SD-20M einen neuen Solid.State-Recorder "zu einem unschlagbaren Preis" (Eigenwerbung Tascam) herausgebracht hat.

Der Straßenpreis liegt tatsächlich nur bei rund 250 Euro, das Gerät kann bis zu 96kHz/24Bit im Wav Format Aufnehmen, was für Vinylaufnehmen m.E. "ausreichen" sollte.

Jens


[Beitrag von jma am 02. Jun 2016, 07:52 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#48 erstellt: 02. Jun 2016, 08:44

Rascas (Beitrag #42) schrieb:
Der einfachste Weg Vinyl ordentlich zu digitalisieren ist in meinen Augen ein solid-state-audio-recorder wie z.B. Tascam SS-R100 (circa 500 Euro im Profi-Musikhandel). Simples Gerät mit Cinch-Anschlüssen.

Moin!

Mehrmals schon habe ich mir beim Lesen hier schon eine Antwort mühsam verkniffen, aber da das nun wieder hochgeholt wird, muss ich das doch loswerden. Mir erschließt sich einfach nicht, was an der Methode einfacher sein soll, als eine speziell (!) für diesen einen Zweck(!) ausgelegte Software wie Vinylstudio!

Solch ein vorgeschlagener Recorder ist erstmal ziemlich teuer, und macht dafür auch noch viel weniger. Er kann nicht auf eine riesige Datenbank zugreifen, um schonmal fast richtige Trackmarkierungen zu setzen, die man dann per Maus noch ein wenig an die richtige Stelle verschiebt. Er kann die Dateien auch nicht taggen, so dass man die Tracks nachher in der eigenen Sammlung besser wiederfindet, und beim Abspielen diese Infos inkl. Cover-Art auch angezeigt bekommt.

Jetzt kommen gleich wieder die Argumente um die Ecke, die besagen, dass man Tags nicht braucht, die Dateien über den Dateinamen usw. "getaggt" sind, usw usw... Letztlich bleibt es dabei, dass diese Methode einer LP-Sammlung entspräche, in der alle Platten unbeschriftete weiße Labels haben, in einer nackten weißen Hülle stecken, und nur über ihre Position im Regal identifiziert werden können. Das Wort "ordentlich" fällt mir bei diesem Vorgehen als allerletztes ein, eigentlich gar nicht!

Und auch mit solchen Geräten kann man problemlos Mist aufnehmen, weil sie eben doch viel komplexer sind, als ein altes Tapedeck, und man sie daher falsch bedient. Mir liegt hier z. B. eine Aufnahme einer LP vor, die mir ein User als "Schmankerl" hochgeladen hat, die er mit einem Digital-Recorder augenommen hat, und die als half speed recording besondere Genüsse versprach. Anscheinend hatte er aber die Autolevel- oder eine Kompressor-Funktion aktiviert, leise Stellen hat der Recorder hochgeregelt, laute herunter, wobei sie bis zum Eingreifen der Regelung "schön" verzerren. Schon über meine PC-Lautsprecher hörte sich das merkwürdig an. Als ich mir das File dann in Vinylstudio ansah, bot sich mir folgendes Bild:

Abraxas_JC

Es hört sich leider genauso an, wie es aussieht...

Meine "nebenher-Aufnahme" mit Vinylstudio und einem als AD-Wandler (nicht PhonoPre!) genutzten NAD PP3i sieht dagegen so aus:

Abraxas_Parrot

So ein Fauxpas kann mit einen Tool wie Vinylstudio überhaupt nicht passieren, und selbst wenn man das schafft (ich wüsste aber nicht wie), dann sieht man es sofort.

Parrot
jma
Stammgast
#49 erstellt: 02. Jun 2016, 09:18

ParrotHH (Beitrag #48) schrieb:

Mehrmals schon habe ich mir beim Lesen hier schon eine Antwort mühsam verkniffen, aber da das nun wieder hochgeholt wird, muss ich das doch loswerden. Mir erschließt sich einfach nicht, was an der Methode einfacher sein soll, als eine speziell (!) für diesen einen Zweck(!) ausgelegte Software wie Vinylstudio!


Hallo ParrotHH,

zumindest für mich - siehe mein Eingansposting als Threaderöffner - is die Verwendung von SSD Aufnahmegeräten kein Widerspruch zu oder Ersatz für Vinylstudio!

Vinylstudio ist für mich die BESTE Software zur Digitalisierung von Vinyl und das zu einem extrem entspannten Preis von nur ca 30 Euro!
Ich habe mittlerweile - wie im Thread detailliert beschrieben - mehrere hundert LP's mit Vinylstudio bearbeitet (Track Split, Tagging, Coverbilder, De-Carcking, Speichern in Lossless Format etc..). ABER

ich nehme nicht direkt mit Vinylstudio (auf PC/Mac) auf, sondern mit SSD Mobil-Rekordern (erst Tascam, nun Sony).
Der Hauptgrund dafür ist, dass meine Stereoanlage und mein Rechner (iMac) räumlich getrennt sind.
Mittlerweile habe ich auch ein Macbook und könnte direkt mit Vinylstudio aufnehmen.

Wie ist Dein Setup?

Grüße
Jens
ParrotHH
Inventar
#50 erstellt: 02. Jun 2016, 11:22

jma (Beitrag #49) schrieb:
Wie ist Dein Setup?

Huhu!

Das Setup hängt vom Einsatzort ab. Letztlich hänge ich meist den NAD PP3i hinter den jeweiligen Phono Pre (nutze also den LineIn des NAD). Manchmal nutze ich auch ein Tascam US 144 MK2 als USB-Audio-Device. Von da aus gehe ich dann per (langem) USB-Kabel an den "nächstgelegenen PC". Das ist in meinem Schlafzimmer mein normaler PC, an allen anderen Orten mein Notebook. Ich sehe ein, dass es Anwendungsfälle gibt, in denen man keinen PC passend in der Nähe hat, und ein Digitalrekorder praktischer ist, weil er klein, leicht und batteriebetrieben ist. Bei mir zu Hause oder bei meiner Freundin ziehen diese Vorteile des Rekorders aber nicht, und für den angesprochenen Tascam SD-20M gelten sie überhaupt nicht, mit Ausnahme des optionalen Batteriebetriebes.

Am Rande: ein User wollte mir für einen Tonabnehmer-Vergleich ein paar LPs mit seinem Rekorder aufnehmen, ein Verfahren, das er hier im Forum wiederholt als total einfach, praktisch und idiotensicher propagiert hat. Einmal führte die Einstellung wie gezeigt zu einem bescheidenen Ergebnis, ein anderes mal war die Batterie des Rekorders: leer... echt praktisch!

Parallel dazu hatte ich drei Platten in teils drei bzw. vier verschiedenen Setups (unterschiedliche Plattenspieler mit jeweils anderen Tonabnnehmern und Phono Pres in unterschiedlichen Räumen) aufgenommen, nachbearbeitet (und das auch noch pro Platte zweimal: einmal zum Vergleichen nur Normalisierung, Splitten und Taggen, einmal für meine normale Sammlung inkl. Entknacksen und Minderung des Rillengeräuschs) und auf meinem NAS zur Verfügung gestellt...


Einen PC braucht man ohnehin später, wenn man die Aufnahme aufbereiten will, ein separates Gerät, ob zur direkten Aufnahme oder als Audio-Interface, braucht man ebenfalls. Übrig bleibt die Verkabelung zum PC, die man sich bei einem Rekorder spart. Dafür muss man die Aufnahme später noch auf den PC bringen, hat also statt Kabel einen zusätzlichen Schritt im Prozess.

Irgendwie gehüpft wie gesprungen.

Mir geht es aber in erster Linie um das Thema "Nachbereitung", die hier als "entbehrlich" beschrieben wurde, m. E. ist aber genau das der springende Punkt, denn damit schafft man überhaupt erst einen enormen (!) Mehrwert der digitalen Aufnahme gegenüber dem Originalmedium. Und da halte ich Vinylstudio für ein geniales "kleines" Tool. Mit Audacity kann man das sicher auch machen, aber das ist ein Feature-Monster, mit dem ganz sicher nicht jeder intuitiv klar kommt.

Aber sei´s drum. Jeder wie er mag.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 02. Jun 2016, 12:24 bearbeitet]
jma
Stammgast
#51 erstellt: 02. Jun 2016, 13:34

ParrotHH (Beitrag #50) schrieb:

Huhu!
Das Setup hängt vom Einsatzort ab. Letztlich hänge ich meist den NAD PP3i hinter den jeweiligen Phono Pre (nutze also den LineIn des NAD). Manchmal nutze ich auch ein Tascam US 144 MK2 als USB-Audio-Device.
Parrot


OK,
damit hast Du die A/D Wandlung VOR dem PC und kannst PC/Notebook mit USB verbinden.

Das geht bei mir leider nicht so einfach:
Meine Kette ist Thorens 126MKIII --> Linn Majik DSM --> Macbook Air
Auf den A/D Wandler des Macbook gebe ich nicht zuviel, der Linn Majik dürfte da über jeden zweifel erhaben sein.

Das Problem:
Der Linn Majik hat als Digitalausgänge SPDIF und Toslink, das Macbook aber nur über USB 3.0 und Thunderbolt als digital Eingänge



[Beitrag von jma am 02. Jun 2016, 13:57 bearbeitet]
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