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Abenteuer neuer Plattenspieler Renkforce DJ-2650D für 139 Euro

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Autor
Beitrag
Tywin
Inventar
#1 erstellt: 26. Apr 2016, 14:31
Hallo Leute,

ich hab mich überwunden und mir zum Ausprobieren einen neuen sehr günstigen Plattenspieler bestellt um nachvollziehen zu können was ein heutiger Neueinsteiger mit kleinem Budget hinsichtlich eines Neugerätes erreichen/erleiden kann/muss. Vielleicht wollt Ihr ja an meinem Abenteuer teilhaben, dann könnt Ihr hier dazu lesen.

Bestellt habe ich mir einen USB-Plattenspieler renkforce DJ-2650D Direktantrieb Schwarz für 149 Euro abzüglich 10 Euro Gutschein aus dem Web - also für 139 Euro ohne das mir Versandkosten berechnet wurden.

Hier der Link zum Gutschein:

https://www.gutscheinpony.de/gutscheine/conrad

Hier der Link zum Gerät:

https://www.conrad.d...schwarz-1312723.html

Hier der Link zur BDA:

http://www.produktin...J_PL_de_en_fr_nl.pdf

Hier ein paar Angaben zum Gerät:

A. Max. Drehmoment 1,2 kg/cm
B. Antriebsart Direktantrieb
C. Drehzahl 33 1/3 + 45 U/min
D. Aufnahme-Funktion per USB
E. Inkl. Staubschutzhaube
F. Inkl. Audacity-Software
G. Pitchcontroller
H. Gewicht 9.9 kg
I. Schnittstellen Cinch (Stereo) + USB
J. Strobe-Beleuchtung
K. Separate, versenkbare Nadelbeleuchtung
L. Anti-Skating-Einstellung
M. Slipmat
N. System AT91 (OEM-Version)
O. Abschaltbarer interner Entzerrer-Phono-Vorverstärker

Warum dieses Gerät?

1. Das Gerät ist schwer, steht also auf seinen großen Gummifüßen (Absorbern/Dämpfern) sicher und ist daher bestimmt wenig anfällig gegen Stöße/Erschütterungen, obwohl das bei mir zu Hause kein Problem ist.

2. Der Tonarm, welcher - wie der Rest des Drehers - aus dem Hanpin Baukasten stammt, scheint mir vergleichsweise aufwändig. Es handelt sich um einen gängigen mittelschweren Tonarm der für die allermeisten Tonabnehmersysteme geeignet ist. Der Tonarm verfügt über eine SME-kompatible Headshell, somit kann ich leicht/einfach verschiedene Systeme montieren/probieren.

3. Das Gerät hat einen kräftigen - üblicherweise störungsfrei funktionierenden - Direktantrieb. Da kann man sicher mal mit der Bürste oder dem Mikrofasertuch die Platte säubern ohne den Teller zum Stillstand zu bringen.

4. Extras wie USB Anschluss und Nadelbeleuchtung finde ich auch nicht unschön. Selbst eine funktionale Staubschutzhaube gehört nicht immer zum Lieferumfang eines neuen Drehers.

5. Der sehr geringe Preis. Bislang erscheint es mir hinsichtlich Materialaufwand, Technik und Ausstattung sehr preiswert.

Ob ich später mal den internen PhonoPre (w/der erhöhten Kapazität) aus dem Signalweg nehme, die labberige Slipmat gegen eine ordentliche Gummimatte tausche und auch mal den elliptischen EpoE Nadeleinschub probiere, wird sich später zeigen.

Nun warte ich erst mal auf die Lieferung des Geräts. Dann geht es hier weiter.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 26. Apr 2016, 17:12 bearbeitet]
Jazzy
Inventar
#2 erstellt: 26. Apr 2016, 15:43
Bin dabei!
Marsilio
Inventar
#3 erstellt: 26. Apr 2016, 15:46
Bin gespannt...

LG
Manuel
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 26. Apr 2016, 15:48
Hallo!

Hört sich gut an, vieleicht solltest du dir dazu noch einige der typischen heutigen 180 Gramm Anfänger-Schallplatten besorgen damit du auch hier einen entsprechenden Klangeindruck bekommst.

Leider kann man die Newcomer-Euphorie nicht ebenfalls miterwerben.

MFG Günther
R!ddick
Stammgast
#5 erstellt: 26. Apr 2016, 16:17
Werde das gespannt mit verfolgen. Detailfotos wären toll.
Tywin
Inventar
#6 erstellt: 26. Apr 2016, 17:26

vieleicht solltest du dir dazu noch einige der typischen heutigen 180 Gramm Anfänger-Schallplatten besorgen damit du auch hier einen entsprechenden Klangeindruck bekommst.


Hallo Günther,

tatsächlich habe ich vor nicht all zu langer Zeit die folgenden "neuen" Platten gekauft:

Deep Purple - Made In Japan
Loreena McKennitt - Nights From The Alhambra
Kari Rueslåtten - To The North
Tarja - Left In The Dark
Agnes Obel - Philharmonics / Aventine
America - Ventura Highway
Tiny Ruins - Brightly Painted One
Anna von Hausswolff - Ceremony

Zumindest die Deep Purple Scheibe sollte doch die Bedingungen erfüllen können?


Leider kann man die Newcomer-Euphorie nicht ebenfalls miterwerben.


Leider ... so manchmal würde ich erste Erfahrungen gerne noch mal neu erleben. Die Premiere vom ersten Teil des Herrn der Ringe z.B. ...


Werde das gespannt mit verfolgen. Detailfotos wären toll.


Hallo Bert,

so weit das meine Möglichkeiten zulassen und es im Rahmen bleibt, habe ich das vor.

LG Tywin


[Beitrag von Tywin am 26. Apr 2016, 17:28 bearbeitet]
Tauern
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 26. Apr 2016, 18:18
Wenn das schon ein Abenteuer ist...

Du wirst einen aktuellen Hanpin DD zu einem sehr günstigen Preis bekommen. Das Gerät wird unauffällig seine Runden drehen. Das System, mindestens die Nadel wirst du durch etwas besseres aus deinem Fundus ersetzen. Der Klang wird dann unauffällig gut sein. So war´s zumindest bei meinem Omnitronic DD-2550. Die Geräte sind ja weitgehend baugleich.

Der Dreher wird nicht so präzise wie ein alter Technics gefertigt sein. So what?

Schönen Abend an alle Abenteurer

Tauern
ad-mh
Stammgast
#8 erstellt: 26. Apr 2016, 18:31
Ich stelle hier mal meinen Klappstuhl auf.
Vermutung... Es wird mit einem Test eines 500 EUR Systems am Billigdreher enden.

Kann man bei Conrad den Internet Preis, den Gutschein nutzen und dennoch im Laden kaufen?


[Beitrag von ad-mh am 26. Apr 2016, 18:38 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#9 erstellt: 26. Apr 2016, 18:36
Hallo!


......die folgenden "neuen" Platten gekauft......


Och ja, das sollte reichen.


......Leider ... so manchmal würde ich.......


Das natürlich auch... Aber ich dachte vor allem daran das man das in Jahren geschulte kritische Bewußtsein nicht ausschalten kann und sich nicht in den festen Glauben in die unbedingte prinzipielle "Überlegenheit" der Schallplatte die die allermeisten Newcomer beseelt hineinversetzen kann.

Und natürlich fehlt das Staunen.

Aber ich warte einmal ab wie das Experiment weitergeht, es gibt ja noch andere, -ebenso interessante-, Aspekte wobei mich vor allem Interessiert wie weit weg man schlußendlich damit von einem mit viel Geld und Sachverstand erungenem Ergebniss ist. -Ich denke mal, - nicht sehr weit weg -.

MFG Günther
Tauern
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 26. Apr 2016, 18:37
Bloß 500?????

Geizhals!!!!



Tauern

(Bei mir steht ne Gartenliege)
Siamac
Inventar
#11 erstellt: 26. Apr 2016, 20:08
Guter und günstiger Plattenspieler. Würde ich auf jeden Fall dem Dual DTJ-301 vorziehen, der nur 5,3 kg wiegt und einen einfacheren Tonarm hat.

https://www.conrad.d...b-silber-311352.html
CarstenO
Inventar
#12 erstellt: 27. Apr 2016, 12:17
Bin auf´s Ergebnis gespannt, hatte den DJ 2650 D auch hier.
R!ddick
Stammgast
#13 erstellt: 27. Apr 2016, 12:20

CarstenO (Beitrag #12) schrieb:
Bin auf´s Ergebnis gespannt, hatte den DJ 2650 D auch hier.


Heißt nichts Gutes?
CarstenO
Inventar
#14 erstellt: 27. Apr 2016, 12:23
Ich hatte schon mehrere Exemplare des DJ 2650 B und DJ 2650 D zum Zusammenbauen und Tonabnehmertausch hier. Die sind besser, als der niedrige Preis vermuten lässt.

edit: In Abstimmung mit Tywin werde ich meinen Erfahrungsbericht noch detaillieren.


[Beitrag von CarstenO am 27. Apr 2016, 12:43 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#15 erstellt: 27. Apr 2016, 15:52
Hallo zusammen,

im Unterforum Analogtechnik häufen sich die Kaufberatungsanfragen zu Plattenspielern bis 300 EUR. Lässt sich aus der Anfrage erkennen, dass der Threadersteller wenig Hintergrundwissen über Plattenspieler hat, empfehle ich gerne neue Geräte, weil dann die Ermittlung des Zustandes eines Gebrauchtgerätes vor dem Kaufabschluss entfallen sollte. Neben dem Denon DP-300 F rate ich zum Argon TT-2, den ich hier http://www.hifi-foru...m_id=100&thread=2342 vorgestellt habe und zum Renkforce DJ-2650 B. Mit diesen Geräten habe ich gute Erfahrungen gemacht, wenn man akzeptiert, dass auch diese Geräte nicht "plug and play" sind. Den DJ-2650 D - also die Variante mit Direktantrieb - möchte ich hier passend zum Threadtitel vorstellen und - hoffentlich dank Fotodok nachvollziehbar - darstellen, welche Schritte dieses Gerät zu einem wirklich brauchbaren Plattenspieler machen (könnten).

Die Aufdrucke auf dem Karton lassen deutlich erkennen, dass der Unterschied zwischen Conrad und Völkner vor allen Dingen im Internetauftritt liegt. Die Umverpackung war mit "Conrad" beschriftet, obwohl ich bei Völkner bestellt hatte.

01 - Karton

Nach dem Auspacken darf sich der Käufer des 2650 D einem Bausatz widmen:

02 - Gerät nackt

Hier ein paar Details:

11 - Typschild

03 - Detail Tonarmachse

04 - Deatil Schalter

05 - Dateil Target Light

06 - Teller

07 - Headshell von oben

08 - Gegengewicht

09 - Haube Seitenansicht

10 - Anschlüsse

Was alle oben aufgezählten Plattenspieler eint ist, dass ich ähnlich wie mit einem Fahrrad aus dem Supermarkt gewisser Maßen einen "vormontierten" Plattenspieler habe. Hier z.B. die Tonabnehmerjustage nach dem Auspacken:

12 - werksjustiert A13 - werksjustiert B

Hier nach einer zunächst oberflächlichen Neujustage:

14 - neu justiert A15 - neu justiert B

Ohne die Justage verzerren Stimmen, zischeln S-Laute und Räumlichkeit findet nicht statt. Bei meinem Exemplar hatte die Tonarmachse etwas zu viel Spiel:

19 - Tonarmlager rasselfrei machen

Beim Gegengewicht lagen Einstellung nach Beschreibung und Messung erfreulich nahe beeinander:

16 - Gegengewicht nach Anleitung

17 - Gegengewicht nachgemessen

So, Gerät noch ausgerichtet und fertig:

18 - Gerät ausgerichtet

In meinem Hörtest über den eingebauten Entzerrervorverstärker bekomme ich ein wuchtiges, leicht raues Klangbild. An Detailwiedergabe muss ich mich dabei nicht gewöhnen. Dabei fällt mir auch auf, wie enorm laut es aus dem Plattenspieler selbst schon tönt. An lauten Stellen ist sogar ein leichtes Vibrieren des Gehäuses zu spüren. Bevor ich die Tonarmachse nachgezogen habe, rasselte es dort mit. Nun, ja ...

Der Gleichlauf des DJ 2650 D ist der Grund, warum ich den DJ 2650 B für den besseren Plattenspieler halte. In kritischen Passagen (Keith Jarrett "Köln Concert") kommt immer mal wieder leichtes Jaulen oder auch ein kurzer "Hickser" durch. Das kann das Riemen angetriebene Pendant besser. Leider wird die Wiedergabe des vorliegenden Exemplares auch in unregelmäßigen Abständen durch ein aus dem Antrieb hörbares Rumpeln begleitet. Dies ist auch deutlich aus den Lautsprechern zu hören.

Der Betrieb mit einer externen Phonostufe (der Phonoeingang einer Rotel RC 850) lässt das Klangbild besser werden. Es wird aber von einem auch bei normalen Lautstärken durchhörbaren Brummen begleitet. Das hatte ich weder bei zwei früheren Exemplaren des "D"-Modells, noch bei den vier Exemplaren des "B"-Modells.

Die Verbesserung im Klangbild drückt sich für mich darin aus, dass der Klang sehr ausgewogen mit einem leicht "runden" Hochton ist, dass die Wiedergabe eine Art von räumlicher Staffelung erfährt und darüber hinaus auch mehr klangliche Details hörbar werden. Weitere Versuche, etwa mit einer Thakker Epo E-Nadel halte ich in Anbetracht des Brummens für Zeitverschwendung. Ansonsten wäre der Klang für mich erst einmal okay, um nicht direkt tätig zu werden.

Fazit:

Der Blick auf die Antriebsachse und auf den Tonarm lassen die Herkunft dieses Plattenspielers auf Hanpin eingrenzen. Auch die Qualität samt der Fertigungsschwankungen deuten ebenso in diese Richtung. Steige ich in den vielerorts heiß diskutierten Vergleich zwischen Neu- und Gebrauchtplattenspieler ein, habe ich mit diesem Exemplar des Renkforce DJ-2650 D zwar eine 2-jährige Gewährleistungsfrist und ein 14-tägiges Widerrufsrecht, brauche aber trotzdem ein gewisses Know How, um das Tonabnehmersystem korrekt zu justieren, die Tonarmachse rasselfrei zu bekommen und um eben auch zu beurteilen, ob das Brummen vom Plattenspieler verursacht wird und nicht durch den Rest meiner Anlage.

Mit Ausnahme von zweijähriger Gewährleistung (stattdessen beim Händler ein Jahr) und Widerrufsrecht könnte ich also auch genau so gut ein Gebrauchtgerät kaufen, was - je nach Modell - besser bis deutlich besser sein kann. Oder eben den Riemen angetriebenen DJ-2650 B.

Gäbe es nicht das Rumpeln, die Auffälligkeiten im Gleichlauf und das Brummen, wäre nach dem beschriebenen handwerklichen Einsatz sicherlich mit dem DJ 2650 D ein guter Plattenspieler zu realisieren. Vielleicht muss er ja nicht 149 EUR kosten. Er könnte ja ohne all diese und die weiteren Einschränkungen 189 EUR kosten und wäre mit seinem Direktantrieb ein guter Kauf.

Werden die handwerklichen Eingriffe nicht vorgenommen, erfährt man benutzt wie ausgepackt und beschrieben nicht, was in einer Schallplatte stecken kann.

Für mein Exemplar aus Hanpin-Ursprung nutzte ich (wieder einmal) das Widerrufsrecht. Andere Exemplare des 2650 D waren zwar besser, kamen aber in Summe nicht an den Riemen angetriebenen 2650 B heran.

Tywin, ich würde mich sehr freuen, wenn Du für Deinen Bericht ein Exemplar vom anderen Skalenende der Serienstreuung erwischt hättest.

Viele Grüße,

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 27. Apr 2016, 16:45 bearbeitet]
R!ddick
Stammgast
#16 erstellt: 27. Apr 2016, 17:09
Vielen Dank für die hervorragenden Detailfotos und dem sehr sachlich gehaltenen Bericht!


CarstenO (Beitrag #14) schrieb:
Ich hatte schon mehrere Exemplare des DJ 2650 B und DJ 2650 D zum Zusammenbauen und Tonabnehmertausch hier. Die sind besser, als der niedrige Preis vermuten lässt.



Eigentlich hätte ich ein positiveres Resultat erwartet. Gerade wegen Deines letzten Satzes. Das Brummen würde ich persönlich als KO-Kriterium einstufen.

Aber harren wir Doch gespannt der Dinge und freuen uns auf den Bericht des Threaderstellers.
akem
Inventar
#17 erstellt: 27. Apr 2016, 17:20
Ist die Tonarm-Lagereinheit wirklich so gesprenkelt lackiert? Oder ist das Schmutz?
Das allein wäre ja schon fast ein KO-Kriterium...

Gruß
Andreas
CarstenO
Inventar
#18 erstellt: 27. Apr 2016, 17:31

R!ddick (Beitrag #16) schrieb:
Vielen Dank für die hervorragenden Detailfotos und dem sehr sachlich gehaltenen Bericht!


Danke für´s Lob!


CarstenO (Beitrag #14) schrieb:
Ich hatte schon mehrere Exemplare des DJ 2650 B und DJ 2650 D zum Zusammenbauen und Tonabnehmertausch hier.



R!ddick (Beitrag #16) schrieb:
Eigentlich hätte ich ein positiveres Resultat erwartet. Gerade wegen Deines letzten Satzes. Das Brummen würde ich persönlich als KO-Kriterium einstufen.


Von insgesamt sieben Exemplaren der "2560 B"- und "2560 D"-Typen waren vier gut und zwei gingen so. Eines war nix. Ist doch ein brauchbarer Schnitt.

edit: Bei den größeren Modellen Synq X-TRM1, Reloop RP 6000 und Omnitronic 5250 war nur einer brauchbar.


akem (Beitrag #17) schrieb:
Ist die Tonarm-Lagereinheit wirklich so gesprenkelt lackiert?


Ja.


[Beitrag von CarstenO am 28. Apr 2016, 05:45 bearbeitet]
Jazzy
Inventar
#19 erstellt: 28. Apr 2016, 14:36
@Carsten: danke für die ausführlichen Infos!Gehe ich richtig in der Annahme,dass das Chassis aus dünnem Plastik mit eingelegter Stahlplatte besteht?Würde ja die Resonanzen erklären.
CarstenO
Inventar
#20 erstellt: 28. Apr 2016, 16:59

Jazzy (Beitrag #19) schrieb:
@Carsten: danke für die ausführlichen Infos!Gehe ich richtig in der Annahme,dass das Chassis aus dünnem Plastik mit eingelegter Stahlplatte besteht?


Hallo Jazzy,

dünn fand ich das Plastik jetzt nicht, ob eine Stahlplatte eingelegt war, weiß ich nicht.

Viele Grüße,

Carsten
Tywin
Inventar
#21 erstellt: 29. Apr 2016, 19:17
Hallo,

vorab meinen Dank an Carsten für die Mühe die er sich gemacht hat

Ansonsten ist heute das Paket mit dem Dreher bei mir angekommen. Wenn alles planmäßig läuft habe ich am Sonntag Besuch den ich als als Versuchskaninchen missbrauchen werde.

Ich werde mir anschauen/anhören, was eine Person mit geringen Kenntnissen zum Thema mit dem Paketinhalt zustande bringt.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 29. Apr 2016, 19:33 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#22 erstellt: 30. Apr 2016, 04:27

Tywin (Beitrag #21) schrieb:
vorab meinen Dank an Carsten für die Mühe die er sich gemacht hat


Sehr gerne, ohne diesen Thread hier wäre ein eigener Erfahrungsbericht daraus geworden.


Tywin (Beitrag #21) schrieb:
Ich werde mir anschauen/anhören, was eine Person mit geringen Kenntnissen zum Thema mit dem Paketinhalt zustande bringt.


Ich war geneigt, das als Steilvorlage für eine Frage zu nutzen.

Noch'n edit: Die Tonabnehmersysteme dieser Renkforcegeräte waren übrigens bei allen Exemplaren an der gleichen Stelle am Headshell befestigt, so dass sie alle gleich schief waren.


[Beitrag von CarstenO am 30. Apr 2016, 05:02 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#23 erstellt: 30. Apr 2016, 05:32
Hallo Carsten,

alles ist natürlich relativ. Meine eigenen Kenntnisse sind im Vergleich mit den Kenntnissen einiger Personen hier im Forum gering. Im Vergleich mit einer Person die soeben die Existenz von Plattenspielern festgestellt hat, sind meine Kenntnisse immens.

Dazu kommt, dass ich keinerlei Hang zur Perfektion habe. Wenn ich mit einem geringen Aufwand ein passables Ergebnis erziele oder mit etwas mehr Aufwand ein gutes Ergebnis, genügt mir das vollkommen. Mit einem maximalen Aufwand ein bestmögliches Ergebnis anzustreben war mir schon immer absolut fremd und ich halte das für sehr ineffektiv.

LG Tywin


[Beitrag von Tywin am 30. Apr 2016, 05:36 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#24 erstellt: 30. Apr 2016, 05:55
Das reicht ja, um den Anspruch einzuordnen und um die Zielgruppe festzustellen. Ich hoffe, ein korrekt justierter Tonabnehmer gehört zum geringen Aufwand.

Bin auf Deine Meinung gespannt.
Tywin
Inventar
#25 erstellt: 30. Apr 2016, 06:18
Hinsichtlich des Einsatzes des Versuchskaninchens erfolgt die Inbetriebnahme ausschließlich gemäß BDA und im Rahmen der Möglichkeiten der Person die den Dreher in Betrieb nimmt. Also genau so wie es in der Regel bei einem unbelesenen Anfänger erfolgt der so einen Dreher gekauft hat. Somit ohne Schablone, Spiegel, Waage, Geodreieck, Testschallplatte ... vermutlich wird nicht mal nach einer Wasserwaage gefragt werden.

Ich bin gespannt wie es klingt


[Beitrag von Tywin am 30. Apr 2016, 06:46 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#26 erstellt: 30. Apr 2016, 06:19
Ah, okay, das ist für mich uninteressant.

Schönen Maifeiertag,

Carsten
Hörbert
Moderator
#27 erstellt: 30. Apr 2016, 06:55
Hallo!


.....Wenn ich mit einem geringen Aufwand ein passables Ergebnis erziele oder mit etwas mehr Aufwand ein gutes Ergebnis, genügt mir das vollkommen. Mit einem maximalen Aufwand ein bestmögliches Ergebnis anzustreben war mir schon immer absolut fremd und ich halte das für sehr ineffektiv..........


Na ja, so ein Overkill ist zwar irrational und ökonomischer Unsinn kann aber irre Spaß machen, -ist halt auch ein Teil des Hobbys-.


......Hinsichtlich des Einsatzes des Versuchskaninchens erfolgt die Inbetriebnahme ausschließlich gemäß BDA und im Rahmen der Möglichkeiten der Person die den Dreher in Betrieb nimmt. Also genau so wie es in der Regel bei einem unbelesenen Anfänger erfolgt der so einen Dreher gekauft hat.........


Genau da wird es interessant, solche Experimente mit unbelasteten freiwilligen Versuchspersonen können zu erhellenden Ergebnissen führen.

Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebniss.

MFG Günther
Tauern
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 30. Apr 2016, 13:40

erfolgt die Inbetriebnahme ausschließlich gemäß BDA und im Rahmen der Möglichkeiten der Person die den Dreher in Betrieb nimmt


Wenn das "Versuchskaninchen" die BDA beachtet und einigermaßen intelligent ist, sollte das ganze "unfallfrei" umgesetzt werden. Die BDAs der Hanpin-"Dreher" sind nicht die schlechtesten.

Hinweise auf
- horizontale, stabile Unterlage
- Entkopplung vom Boden
- ordnungsgemäße Einstellung der Auflagekraft und Antiskating
- Überhang (von Interesse bei Montage eines neuen TA oder Optimierung der Installation des mitgelieferten TA)
sind darin nämlich enthalten.

Die BDA meines Omnitonic-Hanpin ist deutlich besser als das was im Web zu manchem Highender verfügbar ist.

Wenn es sich um einen jüngeren Zeitgenossen handelt, wird er/sie sich ohnehin schnell ergänzende Infos via Smarphone/Tablet aus dem Web ziehen.

Grüße

Tauern


[Beitrag von Tauern am 30. Apr 2016, 19:37 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#29 erstellt: 01. Mai 2016, 09:40
Hallo,

wie erwartet hat mein Versuchskaninchen - wie ich zu Anfang der 60er Jahre geboren - die Bedienungsanleitung als entbehrlich erachtet. Die Versuchsperson hat selber schon Jahrzehnte einen Jahrzehnte ungenutzten Plattenspieler.

Die Inbetriebnahme wäre ohne meine Intervention ohne Gewicht und Headshell/Tonabnehmer erfolgt. Danach wurde das Gewicht mit der Scala nach hinten aufgeschraubt und selbst meine ersten Hinweise auf eine diesbezügliche Problematik hinsichtlich des Einstellens des Auflagegewichts trafen nicht auf sonderliche Resonanz.

Das Auflagegewicht stellte mein Besuch wie folgt ein: Der Arm wurde zum Schweben gebracht und danach wurde nach Gefühl etwas Gewicht hinzu gegeben.

Nachdem ich auf ein spezifisches Auflagegewicht hingewiesen habe, wurde nach meinem Rat die Einstellung per Skala genutzt, die zu einem halben Gramm Abweichung zwischen Skala und tatsächlichem Gewicht (Einsatz einer Waage) führte. Danach wurde gem. BDA die Antiscatingkraft eingestellt.

Der Dreher wurde anschließend mit der beigelegten Strippe (etwa 80pF) mit dem Phonoeingang meines Wega V-3841-2 (etwa 180pF) verbunden. Der Schalter am Dreher für das Ein- und Ausschalten des internen Phono-Entzerrer-Vorverstärkers wurde "intuitiv" auf Phono für die Verbindung mit dem Phonoeingang eingestellt.

Obwohl kein Massekabel Verwendung findet, ist die Verbindung zwischen Dreher und Amp ohne für uns wahrnehmbare Störgeräusche. Der Gleichlauf ist nach Gehör und mit Blick auf die Anzeige am Dreher einwandfrei.

Der Dreher scheint nach ersten Versuchen gegenüber irgendwelchen Erschütterungen recht unempfindlich. Der Lift funktioniert butterweich. Das ganze Gerät macht in Natura - auch hinsichtlich des hohen Gewichts - einen sehr viel wertigeren Eindruck als auf Bildern. Die Slipmat ist auch nicht so schlimm wie ich es erwartete und das Gewicht ist - auch nach dem Gefummel von soeben noch - glänzend, wobei man es sicherlich auch noch ganz toll polieren kann wenn man mag.

Im ersten Testhören haben wir von Alan Parsons die Pyramid und von Suzanne Vega die Solitude Standing mit dem Originalsystem (AT91 3,5g) gehört.
Der Klang war zufriedenstellen. User ohne Erfahrung und Anspruch können damit - nach meiner Meinung - schon "überraschend gut" Platten hören.

Ein erster Versuch die Ortofon-Schablone zur Prüfung von Überhang und des horizontalen Spurfehlerwinkels einzusetzen scheiterte an der dafür zu hochstehenden Nadelbeleuchtung. Die Schablone habe ich nun gekürzt. Mal sehen was weitergehende Versuche ergeben, ich werde hier davon berichten.

Bilder habe ich mir gespart, da Carsten dies netterweise schon erledigt hat.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 01. Mai 2016, 15:28 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#30 erstellt: 01. Mai 2016, 10:39
Carstens Feststellung, dass alle Systeme nicht korrekt justiert sind kann ich hinsichtlich des mit meinem Dreher gelieferten montierten Systems bestätigen. Zumindest bei besseren eingesetzten Nadeln mit schärferen Nadelschliffen sollte die Justage geprüft und korrigiert werden.

Lagerspiel am Tonarm habe ich bei meinem Gerät nicht feststellen können.

Die Slipmat habe ich soeben durch eine neue nicht rutschende knappe 3mm dicke Gummimatte ersetzt, die für knapp 20 Euro inklusive Versand zu haben ist.


[Beitrag von Tywin am 01. Mai 2016, 11:34 bearbeitet]
directdrive
Inventar
#31 erstellt: 01. Mai 2016, 11:21

Tywin (Beitrag #30) schrieb:
Carstens Feststellung, dass alle Systeme nicht korrekt justiert sind kann ich hinsichtlich des mit meinem Dreher gelieferten montierten Systems bestätigen.


Moin,
zur Ehrenrettung des Hanpins: wenn ich mich recht entsinne, passt die IEC-Schablone bei vielen dieser Dreher nicht.

Ohnehin wird die "korrekte" Justage hier bei weitem überschätzt. Der richtige Überhang mit dem geringst möglichen Spurfehler ist immer von der bespielten Fläche der gerade gehörten Schallplatte anhängig. Jede denkbare Einstellung ist immer nur eine Annäherung an einen günstigen Kompromiss.

Wenn Carsten schreibt, ohne Justage verzerrten Stimmen, zischelten S-Laute und Räumlichkeit fände nicht statt, so müßte der Tonabnehmer - hier ein unkritisches Einsteigersystem mit sphärischer Nadel - richtig böse falsch montiert sein. Auf den geposteten Bildern sieht das für mich allerdings nicht so aus.

Grüße, Brent
Tywin
Inventar
#32 erstellt: 01. Mai 2016, 11:38
Wie schon geschrieben funktionierte das vormontierte AT91 im Hörtest prima. Man muss da nach meiner Meinung nichts an der Justage ändern.

Soeben versuche ich mein Technics EPC270/SAS so gut wie möglich zu justieren. Die Justage per Ortofonschablone stimmt dabei weitgehend mit der Justage per Technicslehre überein.

Wenn die genaueste Justage wirklich "so" wichtig wäre, gäbe es andere/bessere Möglichkeiten einen Tonabnehmer "genau" auszurichten als das halbgare Gehampel was man bei allen mir bekannten Drehern treiben muss. Wobei die diesbezüglichen Möglichkeiten bei Drehern mit SME-kompatiblen Headshell (wie in diesem Fall) schon zu den besten mir bekannten Möglichkeiten gehören.


[Beitrag von Tywin am 01. Mai 2016, 11:49 bearbeitet]
R!ddick
Stammgast
#33 erstellt: 01. Mai 2016, 12:45
Hallo,

vielen Dank für den Erfahrungsbericht.
Könntest Du bei Gelegenheit bitte das Anti Skating auf korrekte Funktion überprüfen?

Dieser Thread ist nicht ganz unschuldig daran, daß mein Interessen auf ein weiteres Hanpin Gerät geweckt wurde, nämlich den Audio Technica AT-LP120.
Dieser machte beim Händler einen sehr guten Eindruck, weswegen er mit mir heim fuhr. Dummerweise konnten sowohl der Händler, als auch meine Wenigkeit keine Motorgeräusche vor Ort hören. Zu Hause, wo es mucksmäuschenstill war, sah es leider anders aus. Aber das ist ein anderes Thema.

Beim AT-LP120 ist das Antiskating viel zu schwach. Bei der Auflagekraft von knapp 1,5g und dem Antiskating auf Maximalwert 7 bleibt der Tonarm in der Spur. Keine Chance jedoch bei der empfohlenen Auflagekraft von 2,0g.
Hören tu ich in der Praxis jedoch nichts davon.

Google spuckt leider viele Suchergebnisse dazu aus.

Wie ist das beim Renkforce?

Wahrscheinlich sind sich die beiden Dreher ähnlicher, als der Aufpreis zum AT vermuten lässt (bis auf den höhenverstellbaren Tonarm).

Ansonsten sind meine anfänglichen Eindrücke - bis auf das Motor- bzw. Drehtellergeräusch - ähnlich positiv. Aufstellen, Platte auflegen und erstaunlich gut Musik genießen. Der Eindruck trübte sich erst, als ich zu viel im Web las. Und wieder bewahrheitet sich der Spruch: "Unwissenheit ist ein Seegen!"
Tywin
Inventar
#34 erstellt: 01. Mai 2016, 13:10
Hallo Bert,

weder mit dem AT91 mit AK 3,5g/AS 3,5 noch mit den Technics EPC270/SAS+EPC206/SAS AK 1,5g/AS 1.0 gab es bislang wahrnehmbare Probleme.

Im direkten Vergleich mit dem Technics SL-2000 + EPC206/SAS fiel der Renkforce + EPC270/SAS (beide am Phono-Pre des Denon AVR X-4000) ein wenig ab, was sich aber mit dem Einsatz des EPC206/SAS auf dem Renkforce änderte bzw. egalisierte. Gehört habe ich zum Vergleich die Caverna Magica von Andreas Vollenweider.

Ich hatte bislang die beiden Tonabnehmer nie sonderlich engagiert miteinander verglichen, das EPC206 scheint aber noch eine Schippe hinsichtlich Auflösung und Dynamik drauf zu legen, was ich mir technisch nicht erklären kann.

Der interne Phono-Pre des Renkforce schien mir im Vergleich mit dem Pre des Wega V-3841-2 nicht ganz so doll ... was aber vermutlich nur unter Erbsenzählerei fällt.

Mein derzeitiges Fazit ist, dass der Renkforce bleibt und mein Technics verkauft wird, was den Kaufpreis des Renkforce mehr als einspielen sollte. Mit dem Verkauf warte ich aber noch einige Monate, falls der Renkforce mit der Zeit irgendwelche Mucken machen sollte.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 01. Mai 2016, 14:53 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#35 erstellt: 01. Mai 2016, 15:20
Soeben habe ich den VTA noch etwas korrigiert und nun läuft gerade:

amazon.de

https://www.youtube.com/watch?v=ql4za30ZfUk

und da gibt es für meine Ohren gar nichts zu meckern.

Allerdings kostet der Spaß derzeit 140 Euro für den Dreher, etwa 50 Euro für ein gebrauchtes System (EPC205/206/207) und etwa 250 Euro für den SAS Nadeleinschub,

https://www.thakker....05-c-nachbau/a-7996/

was in Summe etwa 440 Euro bedeutet. Es gibt aber sicher ähnlich gute Alternativen.


[Beitrag von Tywin am 01. Mai 2016, 15:23 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#36 erstellt: 01. Mai 2016, 15:39
Hi Tywin,


Tywin (Beitrag #34) schrieb:
Mein derzeitiges Fazit ist, dass der Renkforce bleibt und mein Technics verkauft wird, was den Kaufpreis des Renkforce mehr als einspielen sollte.


das glaube ich nicht, der SL 2000 war das Billigmodell seinerzeit.
Tauern
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 01. Mai 2016, 18:51
Hallo Tywin,

du bestätigst die Erfahrung, die ich mit meinem fast identischen Omnitronic DD-2550 gemacht habe. Auch ich bin auf eine Gummiauflage (DOS) und eine andere Nadel (Epo E, neben anderen Systemen) gewechselt. Nur kann man das dem PS nicht vorwerfen. Es handelt sich in der gelieferten Ausstattung um ein DJ-Gerät, das ich für Hifi-Zwecke umfunktioniert habe. Zudem muss man sich den Preis der Geräte vergegenwärtigen.

Und wer, die BDA ungelesen zur Seite legt, hat halt verloren. Ich persönlich finde diese wie schon gesagt durchaus gut.

Das von Carsten angesprochene Brummproblem habe ich seinerzeit mit einem High Torque McCrypt DJ-3565 gehabt. Habe ich bei Conrad zurück gegeben.

Grüße

Tauern
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 02. Mai 2016, 18:26
Hallo Tywin,

danke für Deinen Bericht. Auch ich habe durchaus positive Erfahrungen mit einem Omnitronic D-2650 gemacht. Dieser ging nur zurück, weil es durch den eingebauten Pre (auch ausgeschaltet) zu Kapazitätsproblemen mit meinem Sumiko Pearl kam.

Daraufhin habe ich mir den Omnitronic 5250 zugelegt.
Dieser hat keinen eingebauten Pre-Amp und auch keinen USB-Anschluß und macht mit dem Sumiko Pearl richtig Spaß.

Nur hab ich Depp mein Sumiko gerschrottet als ich es zu Vergleichszwecken auf eine andere Headshell montieren wollte. Jetzt muss ein neuer TA her.

Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit meinem Hanpin Dreher und meine Vinyl Sammlung ist deshalb auch in letzter Zeit stark gewachsen.

Also viel Spaß noch mit dem Renkforce.

Viele Grüße
Thomas
Tywin
Inventar
#39 erstellt: 02. Mai 2016, 18:40
Hallo,

vielen Dank für das rege Interesse am Thema.

Die Kapazitätsproblematik kann man ja mit der Wahl des richtigen Tonabnehmers umgehen. Womöglich ist ein X5 MC von Ortofon für so einen Dreher eine prima Investition.

Übrigens ist die Empfindlichkeit hinsichtlich Berührungen bei Verwendung eines empfindlichen Tonabnehmer bei geringer Auflagekraft und höherer Lautstärke nicht anders als bei anderen Drehern ohne Subchassis. Hier liegt mein TD520 tatsächlich vorne.

VG Tywin
.JC.
Inventar
#40 erstellt: 03. Mai 2016, 04:13
Moin,


*Glaenzer* (Beitrag #38) schrieb:
Nur hab ich Depp mein Sumiko gerschrottet als ich es zu Vergleichszwecken auf eine andere Headshell montieren wollte. Jetzt muss ein neuer TA her.


das geht leider schneller als man denkt.
Bevor ich einen TA ummontiere, ziehe ich die Nadel ab.
Nach erfolgter Montage kommt die Nadel wieder drauf.

Das ist wesentlich sicherer.


@ Tywin
kannst auch mal den Brot u. Butter TA, das Denon DL 110 montieren
spielt nicht schlecht
Hörbert
Moderator
#41 erstellt: 03. Mai 2016, 06:55
Hallo!

M.E. steht noch ein Test bezüglich der USB-Funktion aus, auch hier sollte ein durchschnittlicher User zum Versuch herangezogen werden und nicht unbedingt jemand für die Konfiguration von Rechnern zum Alltag gehört sondern eher jemand wie z.B. JC. für den der Rechner eher ein Nebenaspekt des Lebens darstellt.

Ein zusätzlicher Test in diese Richtung würde mich sehr interessieren.

MFG Günther
R!ddick
Stammgast
#42 erstellt: 03. Mai 2016, 07:19

Tywin (Beitrag #34) schrieb:
Hallo Bert,

weder mit dem AT91 mit AK 3,5g/AS 3,5 noch mit den Technics EPC270/SAS+EPC206/SAS AK 1,5g/AS 1.0 gab es bislang wahrnehmbare Probleme.


VG Tywin


Hallo Tywin,
wurde das Antiskating unter Zuhilfenahme einer rillenlosen Platte eingestellt?
8erberg
Inventar
#43 erstellt: 03. Mai 2016, 07:57
Hallo,

rillenlose Platte ist für alles geeignet, aber nicht fürs Einstellen von AS.

Denn dann liegt die Nadel mit der Spitze auf, während sie in der Rille nur seitlich aufliegt.

Peter
Tywin
Inventar
#44 erstellt: 03. Mai 2016, 09:05
Hallo,

heute habe ich mit einem Drehzahlmesser die Drehzahlen des Drehers überprüft. Wie schon per Gehör und anhand der Strobo-Anzeige am Dreher festgestellt, gibt es auch mit dem Messgerät daran nichts zu meckern.


kannst auch mal den Brot u. Butter TA, das Denon DL 110 montieren
spielt nicht schlecht


Da mich mein - keinesfalls schlecht klingendes - MC-9 von Yamaha nicht umhaut und es nach den Einsteigersystemen mein - für meinen Hörgeschmack - schwächstes System ist, reizt mich eine Investition in ein hinsichtlich der Nadel "etwa" vergleichbares DL110 nicht.

Da gefallen mir mein AT13 mit Shibata Nadel und die beiden Acutex mit STR Schliff mit der feineren Auflösung - je nach Platte - schon besser und die drei Systeme mit SAS Nadeln legen da nochmal Feinschliff und Klarheit drauf - was man je nach Platte wahrnehmen kann ... das Ergebnis kennst Du ja von Deinem AT150.

Wenn mir aber mal billig ein brauchbares DL 110 in die Hände fällt werde ich nicht nein sagen.


M.E. steht noch ein Test bezüglich der USB-Funktion aus, auch hier sollte ein durchschnittlicher User zum Versuch herangezogen werden und nicht unbedingt jemand für die Konfiguration von Rechnern zum Alltag gehört sondern eher jemand wie z.B. JC. für den der Rechner eher ein Nebenaspekt des Lebens darstellt.


Mit Rechnern muss man sich dafür nach meiner Meinung nicht auskennen. Man muss allerdings das Programm installieren+starten können und darum kommt niemand herum wenn er nicht Hilfe in Anspruch nehmen will. Danach geht es um Neugierde, Interesse, Zeit haben/nehmen, Ausprobieren, Geduld, Wissen und Verstehen-wollen/können. Die Bedienung eines vollkommen unbekannten Programms fällt niemandem in den Schoss.

Ich kenne solche Programme nicht .. ich bin aber neugierig und werde - wenn ich Lust darauf habe - damit starten. Ein 5 Meter langes USB Kabel habe ich mir für diesen Zweck schon bestellt.


wurde das Antiskating unter Zuhilfenahme einer rillenlosen Platte eingestellt?


Wegen eines Videos bei youtube hatte ich auch schon mal wild nach so etwas gesucht. Im Forum wurde mir aber klar gemacht, dass wegen des Fehlens der Rillen ganz andere Kräfte wirken und eine glatte Scheibe somit Blödsinn ist wenn man sie zur Einstellung des AS nutzen will.

Sinnvoll könnte man eine Testschallplatte nutzen - die ich auch schon Ewigkeiten im Bestand habe - ich komme damit aber nicht zurecht bzw. finde sie gar nicht hilfreich.

Ich stelle daher mit einem Kopfhörer nach Gehör ein. Wenn es sauber auf beiden Kanälen gleich laut klingt, reicht es mir. Erfahrung hilft dabei schneller zu einem individuell befriedigenden Ergebnis zu kommen.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 03. Mai 2016, 10:11 bearbeitet]
raver3002
Stammgast
#45 erstellt: 03. Mai 2016, 09:42
Hallo Tywin,

vielen Dank für deine Eindrücke zu dem Rencforce. Da ich mich als "User" ähnlich beschreiben würde wie du dich und mir die Optik des Rencforce (und natürlich der Preis) gefällt (gefallen), werde ich dem in Kürze glaube ich auch mal eine Chance geben. Das wird aber noch einen Moment dauern, hab im aktuellen Monat mit dem Kauf eines neuen AVRs und neuen Kopfhörer bereits genug Geld in Hifigeräte investiert .
Tywin
Inventar
#46 erstellt: 03. Mai 2016, 11:30
Hallo,

ich kämpfe noch mit mir, ob ich so ein Gerät alternativ zu gebrauchten direkt angetriebenen Geräten empfehlen sollte. Ich denke, dass ich damit noch ein paar Erfahrungen über eine längere Zeit sammeln müsste.

Andererseits kostet das Gerät sehr wenig Geld, hat mich von Beginn an überzeugt und wenn man die potentiellen Nachteile/Baustellen bei gebrauchten Geräten realistisch betrachtet ... was spricht denn gegen so einen neuen Dreher wenn man damit "nur" Platten hören will?

Es gibt eine gesetzliche Gewährleistung für Neuware und ein Rücktrittsrecht bei Fernabsatz. Das Gerät kommt sicher verpackt ins Haus und es gibt eine BDA die man nutzen sollte wenn man keine Ahnung hat. Der mittelschwere Tonarm ist kompatibel mit unzähligen Tonabnehmern und die SME-kompatible Headshell ermöglicht eine vergleichsweise einfache Montage und Justage von Tonabnehmern. Antrieb, Robustheit und Ausstattung sind unabhängig vom geringen Preis aus meiner Sicht schwer zu toppen, wenn man nicht ein Subchassis und/oder eine Automatik und/oder eine Tonarmhöhenverstellung wünscht.

Nachteilig für den Betrieb mancher MM/MI Systemen könnte eine zu hohe Kapazität in der Verkabelung vom Tonabnehmer zum Pre sein. Dann kann man aber immer noch den internen Pre mit seiner Verkabelung aus dem Signalweg nehmen und ein kurzes Kabel mit niedriger Kapazität verwenden um den Dreher mit einem Pre zu verbinden.

Für Menschen die das "Besondere, Exklusive, Teure" lieben, ist so ein billiger, praktischer und unauffälliger Dreher der einfach nur Platten abspielt natürlich nichts.

VG Tywin
Hörbert
Moderator
#47 erstellt: 03. Mai 2016, 14:02
Hallo!

@Tywin

Ich denke das gerade die USB-Option den Plattenspieler gegenüber den älteren DD´s interessant machen könnte, zum einen natürlich da dadurch die Möglichkeit besteht Schallplatten auf eine FP zu speichern und zum anderen natürlich auch weil hier die Anbindung an heutige Technik vollzogen wird, im Idealfall sollte man so User erreichen können deren Musik-Steuerzentrale der Rechner darstellt und deren Audioanlage ein Anhängsel des Rechners ist.

MFG Günther
Tywin
Inventar
#48 erstellt: 10. Mai 2016, 11:58
Hallo,

inzwischen habe ich die erste Aufnahme einer Schallplatte per USB-Verbindung gemacht. Nach Gehör klingt die wiedergegebene Aufnahme - ohne direkt zu vergleichen und zwanghaft nach Unterschieden zu suchen - nicht anders als direkt von der Schallplatte.

Wie funktioniert das hier mit dem Pre? Grundsätzlich dürfte es doch bei einer digitalen Überspielung gar kein Problem sein, das Signal unverändert vom Tonabnehmer zu digitalisieren und die Entzerrung und ggf. auch Simulation verschiedene Kapazitäten und Widerstände einer Software zu überlassen?

Wer kennt ein einfach/intuitiv zu bedienendes gutes - gerne kostenpflichtiges - deutschsprachiges Programm mit dem man möglichst automatisiert eine solche Aufnahme so aufbereiten kann, dass man sie analog gekaufter digitaler Musik nutzen kann? Also mit möglichst automatischer Suche/Benennung nach den einzelnen Stücken/Alben und der Entfernung von Störgeräuschen.

Diesbezüglich ist das mitgelieferte Programm mir nicht selbsterklärend genug und auch die ausgedruckte BDA finde ich gar nicht prickelnd und hilfreich.

VG Tywin
ParrotHH
Inventar
#49 erstellt: 10. Mai 2016, 12:15

Tywin (Beitrag #48) schrieb:
Wer kennt ein einfach/intuitiv zu bedienendes gutes - gerne kostenpflichtiges - deutschsprachiges Programm mit dem man möglichst automatisiert eine solche Aufnahme so aufbereiten kann, dass man sie analog gekaufter digitaler Musik nutzen kann? Also mit möglichst automatischer Suche/Benennung nach den einzelnen Stücken/Alben und der Entfernung von Störgeräuschen.

Na, da fällt mir als erstes Vinylstudio ein.
Es gibt dafür auch einen eigenen Thread.

Parrot
Tywin
Inventar
#50 erstellt: 10. Mai 2016, 14:20
Hallo,

Danke für den Tip. Es ist zwar kein deutschsprachiges Programm, der Preis ist aber überschaubar und das erste Ergebnis finde ich gar nicht übel. Ich habs auch direkt gekauft.

Wer von den alten Hasen des Forums mal eine kurze Hörprobe haben will, kann mir gerne eine PN schicken. Ich werde dann überlegen ob und wie ich das darstellen kann.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 10. Mai 2016, 14:38 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#51 erstellt: 11. Mai 2016, 06:47
Hallo!

@Tywin

Nach wie vor ist das hier eine für mich hochinteressanter Thread.


......Nach Gehör klingt die wiedergegebene Aufnahme - ohne direkt zu vergleichen und zwanghaft nach Unterschieden zu suchen - nicht anders als direkt von der Schallplatte.
........


Alles andere hätte mich auch sehr überrascht, schließlich ist die Digitalisierung einer Schallplatte selbst für absolut billigste Mainstreamelektronik schon seit geraumer Zeit kein Problem mehr.


......Wie funktioniert das hier mit dem Pre? Grundsätzlich dürfte es doch bei einer digitalen Überspielung gar kein Problem sein, das Signal unverändert vom Tonabnehmer zu digitalisieren und die Entzerrung und ggf. auch Simulation verschiedene Kapazitäten und Widerstände einer Software zu überlassen?..........


Das ist zwar eine der gelaüfigen Methoden aber in diesem Fall dürfte einfach das Signal nach dem verbauten Entzerrer abgegriffen und dann gewandelt werden. das gesamte Gerät wird halt einfach als Nur-Aufnahmefähige USB-Soundkarte konfiguriert sein. Ganz ähnliche keine Schaltungen gibt es im übrigen auch als Standalone Geräte für 12-2߀ zu kaufen, -sie erfüllen ihren Zweck ohne Abstriche und srtellen vielerorts eine günstige Alternative zum Digitalisieren dar die man für einfache Notebooks/Subnotebooks gut nutzen kann. Es muß wirklich nicht immer die Luxus-USB-Soundkarte für 200-250 Euro sein.


.........Wer kennt ein einfach/intuitiv zu bedienendes gutes - gerne kostenpflichtiges - deutschsprachiges Programm mit dem man möglichst automatisiert eine solche Aufnahme so aufbereiten kann, dass man sie analog gekaufter digitaler Musik nutzen kann?.........


Was wird eigewntlich mitgeliefert? -Audacity-?

Sollte es sich in der Tat um Audacity handeln dann hast du bereits ein recht mächtiges Programm das aber eine Einarbeitsphase erfordert um seine Vorzüge richtig nutzen zu können, falls nicht schau dir das Programm doch einmal an.

Ein einfach zu bedienendes Programm das in punkto Bearbeitzungsmöglicchkeiten keine Wünsche offenläßt dir dafür aber durch den hohen Automatisierungsgrad nur wenige inviduelle Eingriffe gestattet wäre z.B. MAGIX Audio Cleaning Lab:

http://www.magix.com...-10cwCFUORGwodwakDlA

Diese Software empfehle ich vor allem Einsteigern in die Digitalisierung da du hier in sehr kurzer Zeit gute Ergebnisse erzielen kannst und dich erstmal nicht mit den für viele total überflüssigen Einzelheiten des Sound-Editings herumplagen mußt die Semiprofessionelle Soundetititoren wie das bekannte "Wave-Lab" oder in etwas verrigertem Maße auch Audacity zu bieten haben.

MFG Günther
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