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Alternativnadel für Technics EPC 270 C

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Autor
Beitrag
WBC
Stammgast
#1 erstellt: 29. Jun 2016, 16:17
Hallo all,

was für eine Nadel würde den o.g. TA von Technics = Erstausstattung SL-D3 merklich upgraden...? Die original-Ersatznadel ist die EPS 270 SD von Technics, eine - ich denke - stinknormale Ellipse,..

LG Carsten
Marsilio
Inventar
#2 erstellt: 29. Jun 2016, 17:54
Mit dieser Nadel hier kommst Du sehr, sehr weit:
https://www.thakker....70-c-nachbau/a-7982/

Leider momentan sehr teuer, da Jico seit einigen Monaten nicht mehr liefern kann (in Japan vertrieb Jico diese Nadel etwa halt so teuer). Jico hat aber für Juli eine überarbeitete Auflage ihrer SAS-Nadeln angekündigt. Ich würde da mal noch etwas zuwarten...

LG
Manuel
WBC
Stammgast
#3 erstellt: 29. Jun 2016, 18:37
die ist ja genauso teuer wie die ATN150MLX...da muss die ja echt gut sein.
Trotz/mit des/dem einfachen Generators des 270 C von damals...???

Eigentlich unglaublich...und gerade deshalb reizt es mich eigentlich schon, muss ich sagen...

LG Carsten
Marsilio
Inventar
#4 erstellt: 29. Jun 2016, 18:46
Ich vermute sogar, dass die SAS-Nadel von Jico und die Microlinear-Nadel von Audio Technica aus der gleichen Edelschmiede stammen...

LG
Manuel
ad-mh
Stammgast
#5 erstellt: 29. Jun 2016, 18:57

Marsilio (Beitrag #2) schrieb:

Leider momentan sehr teuer, da Jico seit einigen Monaten nicht mehr liefern kann (in Japan vertrieb Jico diese Nadel etwa halt so teuer). Jico hat aber für Juli eine überarbeitete Auflage ihrer SAS-Nadeln angekündigt. Ich würde da mal noch etwas zuwarten...


Ich warte parallel auch auf die überarbeitete SAS Nadel für das 207 System. Beim Thakker ist die SAS Nadel ausverkauft, nachdem der Preis am Ende genau wie beim 270 System ziemlich angezogen hat.
Dies war der ursprüngliche Preis.
http://www.ebay.pl/i...7C-NEU-/390204021643
thebosswas
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 29. Jun 2016, 21:03
Ggf. ist dieser Hinweis noch interessant:
Ich hatte meinen SL 1700 mit genau dieser SAS ausgestattet, direkt bei Jico gekauft.
Ca. 170€ meine ich bezahlt zu haben. Mit dem Klang war ich ganz zufrieden. Der Pre war genau darauf abgestimmt.
Dann habe ich aber ein Ortofon 540/Silver montiert. Die Kombi war für MEINE Ohren deutlich besser.

Mein Fazit: für den jetzt aufgerufenen Preis würde ich das eher einfache EPC 270C niemals aufrüsten.
Tywin
Inventar
#7 erstellt: 29. Jun 2016, 21:31
Hallo Carsten,

in dem folgenden Thema wollte ich Fragen wie Deine bündeln, vielleicht sind da auch für Dich ein paar Anregungen bei:

Erfahrungsaustausch zu Technics EPS/EPC + Derivate mit anderen Labeln

http://www.hifi-foru...866&postID=last#last

VG Tywin
WBC
Stammgast
#8 erstellt: 30. Jun 2016, 08:24
Moin,
Ich denke, ich werde auch noch warten.
Für 250,- lege ich mir lieber noch eine dritte ATN150MLX hin, dann weiß ich, was ich hab...
Ich kann mir halt nicht vorstellen, dass der alte 270C Body auch mit einer SAS drunter auch nur in die Nähe des MLX kommt...
Einerseits würd ich es ja gerne ausprobieren, andererseits sind 250,- Euro auch nicht gerade wenig...
Hab nämlich gerade noch ein zweites Pärchen perfekt erhaltener TI5000 aufgetan...

LG Carsten
WBC
Stammgast
#9 erstellt: 30. Jun 2016, 08:29

Tywin (Beitrag #7) schrieb:
Hallo Carsten,

in dem folgenden Thema wollte ich Fragen wie Deine bündeln, vielleicht sind da auch für Dich ein paar Anregungen bei:

Erfahrungsaustausch zu Technics EPS/EPC + Derivate mit anderen Labeln

http://www.hifi-foru...866&postID=last#last

VG Tywin


Moin Tywin,

Ich finde die Idee, Deinen Erfahrungsaustausch Fred betreffend, sehr gut - dort wird sicherlich einiges an Wissen und know- how zusammenkommen...genau so etwas hatte ich schon des öfteren gesucht...

LG Carsten
akem
Inventar
#10 erstellt: 30. Jun 2016, 09:10

WBC (Beitrag #8) schrieb:

Ich kann mir halt nicht vorstellen, dass der alte 270C Body auch mit einer SAS drunter auch nur in die Nähe des MLX kommt...

Warum nicht? Nur weil das Ding schon recht alt ist? Oder weil Technics draufsteht? Ist aber ein Nagaoka - Technics hat nie Tonabnehmer selbst gebaut...

Gruß
Andreas
MacPhantom
Inventar
#11 erstellt: 30. Jun 2016, 09:59

akem (Beitrag #10) schrieb:
Technics hat nie Tonabnehmer selbst gebaut

Ich bin mir sicher, dass diese Aussage hinten und vorne nicht stimmt.
Von wem kommen denn z.B. die Iterationen des 100C mit konischem Bor-Nadelträger und lasergeschnittenem Loch, auf die Matsushita so stolz war? Oder das 205C mit seiner Einpunktaufhängung ab der MK3-Version? Einfach mal die Kataloge durchblättern; die Technics-Leute wären sehr dreist gewesen, eine fremde Entwicklung in dieser Weise als ihre eigene zu verkaufen, wie sie es getan haben.
Gewisse "einfachere" TA haben sie jedoch eingekauft. Das P34 zum Beispiel ist von Audio Technica. Ob das 270C auch ein Lizenzbau ist? Vorstellbar ist die Sache, zumal der Generator in zig verschiedenen Ausführungen auf den Markt gekommen ist.


Zum 270C: es ist ja mittlerweile allgemein bekannt, dass dieses System hervorragende Eigenschaften besitzt. Das ist insbesondere der Fall, wenn eine gute (Nachbau-, oder Original-) Nadel verwendet wird. Aber dennoch hat es seine Limitationen: Frequenzgang in etwa OK, Kanaltrennung Durchschnitt, Nadelträger einfaches Aluminium (dazu ziemlich dick), etc. Ein 205C-II, ja sogar ein 207C ist dem 270C meilenweit voraus.
WBC
Stammgast
#12 erstellt: 30. Jun 2016, 10:18

akem (Beitrag #10) schrieb:

Warum nicht? Nur weil das Ding schon recht alt ist? Oder weil Technics draufsteht? Ist aber ein Nagaoka - Technics hat nie Tonabnehmer selbst gebaut...

Gruß
Andreas


Na weil es halt damals auf allen Einstiegsdrehern drauf war..
Ist halt schwer vorstellbar, dass die damals ein grundsätzlich so gutes System auf den "Billigspielern" verwendet haben...

LG Carsten
CarstenO
Inventar
#13 erstellt: 30. Jun 2016, 11:12
Hallo Carsten,

ich hatte auch mehrere 270 II und 207, die ich mit verschiedenen höherwertigen Nadel bestückt hatte. Ich teile die Begeisterung nicht und würde zum Preis der Nadeln eher ein neues System kaufen. War teures Lehrgeld.

Grüße,

Carsten
Viper780
Inventar
#14 erstellt: 30. Jun 2016, 11:28
Die Technics Generatoren sind meist recht gutmütig was die Kapazität betrifft und auch sonst wenig empfindlich.
Das vorallem die Nadelspitze den Klang macht und ein wenig der Cantilever ist ja auch bekannt. Dies war bei den Technics immer sehr Modular.

Ich hab mich da aber mehr mit den T4P Systemen beschäftigt und kann das EPC-270 nur schwer einschätzen
akem
Inventar
#15 erstellt: 30. Jun 2016, 12:35

MacPhantom (Beitrag #11) schrieb:
die Technics-Leute wären sehr dreist gewesen, eine fremde Entwicklung in dieser Weise als ihre eigene zu verkaufen, wie sie es getan haben.

Moment: Entwicklung und Fertigung sind zwei Paar Stiefel... Die Technics-Ingenieure können durchaus zum Tonabnehmerhersteller gegangen sein und gesagt haben, baut uns den TA so und so, wir nehmen Euch so und so viele Stück ab... Dann lohnt es sich für den Lieferanten ggf auch, viel Geld in teure Technologien zu investieren (von denen man dann vielleicht auch bei den "eigenen" Produkten profitiert).

@ WBC:
"Weil es auf den Einstiegsdrehern drauf war" - ja und? Der Ortofon OM-Generator ist mit leichten Abwandlungen auch in zig verschiedenen Tonabnehmermodellen drin... Von der OM3-"Hifi"-Möhre über die ganzen Concordes bis hin zum 2M Black für weit über 500€ Listenpreis... Selbst in der Vinylmaster/5xx Serie ist der gleiche Generator drin, auch wenn ein VM-Nadeleinschub nicht auf ein OM oder 2M geschoben werden kann (bei OM und 2M geht das sehr wohl...). Das Plastik drum herum wird je nach Designwunsch (und Preiswunsch...) variiert und ggf. noch die Wicklungszahl der Spulen. So what? Dem Gehäuse kann man vielleicht noch einen marginalen klanglichen Einfluß nachsagen (Stichwort Resonanzen), die Spuleninduktivität äußert sich bei Ausgangsspannung und Empfindlichkeit ggü. der Abschlußkapazität (weniger ist hier mehr - was die Marketingabteilungen aber offensichtlich völlig anders sehen...) Aber trotzdem: was klanglich dabei rumkommt entscheidet sich in erster Linie an der Nadeleinheit! Der Nadelschliff entscheidet über Abtastverzerrungen und Auflösung, und in Grenzen sogar über die tonale Diktion. Wobei der tonale Eindruck auch durch Abtastverzerrungen mit geprägt wird, ein hohes Maß an Verzerrungen wird als eher "hell" und "aggressiv/spitz" wahrgenommen... Und so ist es bei zig Systemfamilien, die es von den verschiedensten Herstellern gab und gibt! Der Generator geht üblicherweise nur mit wenigen Euros in die Preiskalkulation mit ein, technische Unterschiede (in sinnvollen Grenzen) von Generator zu Generator wären kaum zu hören und würden die Preise nur unnötig erhöhen. Die großen Preisunterschiede kommen von der Nadel und ggf. noch von der mehr oder weniger aufwändigen Verpackung plus Zubehör, was bei einem 2M Black halt etwas "anspruchsvoller" und üppiger ausfällt als bei einem OM5...

Gruß
Andreas
Albus
Inventar
#16 erstellt: 30. Jun 2016, 15:20
Tag,

ein Wort zu Tonabnehmern von Technics, den Technics-Tonabnehmern der Modelle 100, 205, 207, 270 - diese hatten durchaus eine Abschlussempfehlung des Herstellers hinsichtlich der Kapazitätslast, und zwar "unter 200 pF", was gelegentlich als 150 pF verstanden worden war. In Tests der Hifi-Stereophonie (2000 Abonnenten fehlten dem Verlag S. Braun, Karlsruhe, für ein weiteres Erscheinen) lautete die Empfehlung gängig auf 300 pF an 47 kOhm.

Freundlich
Albus
Tywin
Inventar
#17 erstellt: 30. Jun 2016, 15:34
Hallo Albus,

dann war mein Eindruck beim EPC-206/SAS, dass nach dem Umschalten am ART DJ Phono II von 200pF auf 100pF ein, ein klein wenig besserer Klang zu vernehmen war womöglich gar nicht falsch?

Allerdings konnte ich zwischen etwa 800pF und etwa 220pF zwischen Denon AVR-X-4000 und Trigon Vanguard II keinen zweifelsfreien Unterschied hören. Auch das Schalten der Kapazitäten am Trigon im laufenden Betrieb brachte in meinen Ohren - selbst bei Nutzung meines AKG Q-701 - Null-Unterschied. Ich habe das Gerät aber trotzdem auf dem niedrigsten Wert eingestellt.

Vermutlich sind solche Marginalien nur schwer wahrnehmbar.

LG Tywin


[Beitrag von Tywin am 30. Jun 2016, 15:37 bearbeitet]
WBC
Stammgast
#18 erstellt: 30. Jun 2016, 19:46

akem (Beitrag #15) schrieb:

@ WBC:
"Weil es auf den Einstiegsdrehern drauf war" - ja und? Der Ortofon OM-Generator ist mit leichten Abwandlungen auch in zig verschiedenen Tonabnehmermodellen drin... Von der OM3-"Hifi"-Möhre über die ganzen Concordes bis hin zum 2M Black für weit über 500€ Listenpreis... Selbst in der Vinylmaster/5xx Serie ist der gleiche Generator drin, auch wenn ein VM-Nadeleinschub nicht auf ein OM oder 2M geschoben werden kann (bei OM und 2M geht das sehr wohl...). Das Plastik drum herum wird je nach Designwunsch (und Preiswunsch...) variiert und ggf. noch die Wicklungszahl der Spulen. So what? Dem Gehäuse kann man vielleicht noch einen marginalen klanglichen Einfluß nachsagen (Stichwort Resonanzen), die Spuleninduktivität äußert sich bei Ausgangsspannung und Empfindlichkeit ggü. der Abschlußkapazität (weniger ist hier mehr - was die Marketingabteilungen aber offensichtlich völlig anders sehen...) Aber trotzdem: was klanglich dabei rumkommt entscheidet sich in erster Linie an der Nadeleinheit! Der Nadelschliff entscheidet über Abtastverzerrungen und Auflösung, und in Grenzen sogar über die tonale Diktion. Wobei der tonale Eindruck auch durch Abtastverzerrungen mit geprägt wird, ein hohes Maß an Verzerrungen wird als eher "hell" und "aggressiv/spitz" wahrgenommen... Und so ist es bei zig Systemfamilien, die es von den verschiedensten Herstellern gab und gibt! Der Generator geht üblicherweise nur mit wenigen Euros in die Preiskalkulation mit ein, technische Unterschiede (in sinnvollen Grenzen) von Generator zu Generator wären kaum zu hören und würden die Preise nur unnötig erhöhen. Die großen Preisunterschiede kommen von der Nadel und ggf. noch von der mehr oder weniger aufwändigen Verpackung plus Zubehör, was bei einem 2M Black halt etwas "anspruchsvoller" und üppiger ausfällt als bei einem OM5...

Gruß
Andreas


Hi Andreas,

zusammenfassend und auch ein wenig provokant gefragt meinst du also, dass der Generator mehr oder weniger "scheissegal" ist und die mir empfohlene SAS - Nadel so gut ist, dass sie die 250,-€ wert ist - und damit von dir höher bewertet wird als die ATN150MLX, für die ich die Tage 200,- € hingelegt hab...???

Fragegruß
Carsten
Tywin
Inventar
#19 erstellt: 30. Jun 2016, 20:53
Hallo,

die SAS Nadel ist keinesfalls schlechter als die ATN150MLX. Sie ist hinsichtlich Schliff, Abtaster und Nadelträger zumindest gleichwertig.

VG Tywin
WBC
Stammgast
#20 erstellt: 30. Jun 2016, 21:07
gleichwertig zu Microline und Bor-Röhrchen...???

OK, dann lass ich das mal so stehen - laut Frequenzgang usw. ist die MLX besser...

Und ich möchte schon wieder...bestellen und ausprobieren...but...siehe #8...und wieder bin ich unsicher... ihr seid schuld, wenn...

LG Carsten


[Beitrag von WBC am 30. Jun 2016, 21:09 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#21 erstellt: 30. Jun 2016, 21:14
Hallo Carsten,

hast Du Dich denn schon mal zu den SAS Nadeln kundig gemacht? Was meinst Du wohl warum die Freaks so begeistert davon sind? Insbesondere für den ehemaligen Kurs von unter 150 Euro.


gleichwertig zu Microline und Bor-Röhrchen...???


Hier Infos:

http://www.jico-stylus.com/sas.php

SAS sollte demnach theoretisch besser als der Microline Schliff sein und die SAS Nadeln haben auch einen Bor-Nadelträger.


OK, dann lass ich das mal so stehen - laut Frequenzgang usw. ist die MLX besser...


Na dann ... diese Töne finden sich aber weder in Musik noch auf der Platte noch kann ein Mensch sie hören.

LG Tywin


[Beitrag von Tywin am 30. Jun 2016, 21:16 bearbeitet]
Dan_Seweri
Inventar
#22 erstellt: 30. Jun 2016, 21:15

WBC (Beitrag #20) schrieb:
gleichwertig zu Microline und Bor-Röhrchen...???
Die Featureliste der SAS-Nadel umfasst ebenfalls den Mircoline-Schliff und ein Borstäbchen.
WBC
Stammgast
#23 erstellt: 30. Jun 2016, 21:19
Hi Tywin,

für unter 150,-€ müssten wir hier auch nicht diskutieren...dann hätte ich schon eine probehalber bestellt - 100,-€ mehr bedeuten bei mir aber schon ein ganz klares Bekenntnis...

und mit dem Einwand der "Hörbarkeit des Frequenzganges" muss ich jetzt kapitulieren und mein Haupt neigen... was Recht ist muss auch Recht bleiben...

LG Carsten
Tywin
Inventar
#24 erstellt: 01. Jul 2016, 05:07
Hallo,


für unter 150,-€ müssten wir hier auch nicht diskutieren...dann hätte ich schon eine probehalber bestellt - 100,-€ mehr bedeuten bei mir aber schon ein ganz klares Bekenntnis...


es gibt ja zusätzlichen Nutzen der SAS Nadel, Menschen die alte, gute und vormals teure Tonabnehmer haben, können mit diesen Einschüben ihre Systeme bestmöglich weiter nutzen obwohl es schon lange keine guten Originalnadeln zu kaufen gibt.

Und mit den massenhaft auf gebrauchten Drehern montierten "einfachen" Systemen lassen sich - ohne ein neues System im hübschen Outfit, mit jeder Menge Geschwurbel und Schischi teuer kaufen zu müssen - mit einer guten Nadel auch gut Platten hören.

Ein AT150, OM40, 2M Black und Nagaoka MP500 können - mit Blick auf die Technik eines MM/MI Systems - nicht die kinetische Energie der Plattenabtastung anders in Strom wandeln als dies irgend ein anderes Tonabnehmer System grundsätzlich auch kann.

Hörbar kann das Signal stärker oder schwächer sein, die Empfindlichkeit hinsichtlich angeschlossener Kapazitäten kann variieren und man kann trefflich über die tatsächliche Wahrnehmbarkeit von marginal unterschiedlichen technischen Angaben oder unterschiedlicher Materialien hinsichtlich des Generators streiten ... oder "vier" auch gerade sein lassen.

LG Tywin


[Beitrag von Tywin am 01. Jul 2016, 10:59 bearbeitet]
Dan_Seweri
Inventar
#25 erstellt: 01. Jul 2016, 07:46

Tywin (Beitrag #24) schrieb:
ein neues System im hübschen Outfit, mit jeder Menge Geschwurbel und Schischi teuer

Die heutigen System sind allerdings garantiert ohne Gentechnik, mit Spulen aus freilaufendem Kupfer aus biologischem Anbau, gluten- und laktosefrei. Dagegen stammen die alten Systeme aus dem dunklen Zeitalter der Massentonabnehmerhaltung, wie sie bis in die 80er Jahre hinein üblich war. Das sollte doch eigentlich schon als Argument reichen, warum man heute unbedingt ein neues System braucht.

Spaß beiseite: Ich bin auch Verfechter der These, dass ein altes System mit neuer, guter Nadel die beste Lösung für exzellenten Plattengenuss ist. So habe ich es mittlerweile für 4 verschiedene Systeme zu SAS-Nadeln gebracht. Mein Lieblingssystem ist ein Elac 793 mit SAS-Nadel, gefolgt vom Technics P33 mit SAS-Nadel.

Bei den neuen Systemen ist m.E. die Kalkulation recht fragwürdig: Ein Ortofon 2M Black hat eine UVP von 600 Euro. Dort steckt mehr oder weniger derselbe Generator drin wie beim 2M Red für 110 Euro UVP. Ortofon gibt für die Ersatznadel beim Red eine UVP von 79 Euro an. Macht also in der Differenz (UVP System minus UVP Nadel) den Betrag 31 Euro für den Generator des 2M Red. Beim Black ist die UVP für die Nadel 450 Euro. Subtrahieren wir hier wieder diese Zahl vom der UVP fürs Gesamtsystem, ergibt sich ein Betrag von 150 Euro. Für fast denselben Generator wohlgemerkt! Und dazu kommt, dass 450 Euro für eine Shibata-Nadel am Aluröhrchen ein ziemlich deftiger Preis ist. Fazit dieser Rechnung: Ortofon ruft hier Preise auf, die im Vergleich zur gebotenen Leistung viel zu hoch sind.

Deshalb halte ich es immer noch für den besten und wirtschaftlichsten Weg, einen alten Generator herzunehmen und mit einer neuen Nadel der Spitzenklasse (SAS, Shibata etc.) zu bestücken oder gleich ein altes Mauerblümchen der Oberklasse (wie das hier im Forum mehrfach empfohlene Expert/Nagaoka Quadra/JT322 3004 System mit Shibata-Nadel) zu kaufen. Damit fährt man meines Erachtens sehr gut.

Sehr gut fährt man nach meiner Erfahrung übrigens auch mit den originalen alten Technics Nadeln, die es ab und an bei eBay noch als alte Lagerware zu kaufen gibt. Selbst die Rundnadeln klingen dort noch viel detaillierter und verzerrungsfreier als manche Ellipse aus aktueller Fertigung. Ich bin in dieser Hinsicht schon von einer EPS-23CS und einer EPS-30CS bereits sehr positiv überrascht worden. Deshalb lohnt es sich meines Erachtens, nach alten Technics Originalnadeln Ausschau zu halten. Offenbar war die Fertigungsqualität / die Qualität des Schliffes bei den Nadeln aus der Massentonabnehmerhaltung der 70er und 80er in der Breite des Marktes spürbar höher.
MacPhantom
Inventar
#26 erstellt: 01. Jul 2016, 08:00

Dan_Seweri (Beitrag #25) schrieb:
Selbst die Rundnadeln klingen dort noch viel detaillierter und verzerrungsfreier als manche Ellipse aus aktueller Fertigung.

Dabei hat Matsushita überwiegend elliptische Nadeln verwendet.
Die Rangfolge war eigentlich immer dieselbe:
  • Unterste Einsteigerklasse (z.B. Kompaktanlagen unter dem Label "Quasar"): Saphirnadel, rund
  • Einsteigerklasse (u.a. einfache Dreher in Kompaktanlagen mit "Panasonic"-Label): Diamant, Rundnadel (erkennbar am "S" in der Bezeichnung; z.B. "EPS-270SD")
  • Mittel- bis Oberklasse: Diamant, elliptisch. Am häufigsten verwendet; erkennbar am "E" im Namen. Beispiele: EPS-270ED, EPS-205ED, EPS-205EX. Besonders bemerkenswert: selbst das beste MM-System der Firma, das EPC-100CMK4, hat eine elliptische Nadel als Einschub!
  • Oberklasse: da bin ich mir ernsthaft nicht ganz sicher. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass z.B. ein EPC-100C eine elliptische Nadel haben sollte. Womöglich Shibata.
  • Spezialfall Quadro-Tonabnehmer: alle mit Shibata-Schliff.
Marsilio
Inventar
#27 erstellt: 01. Jul 2016, 08:02

Deshalb halte ich es immer noch für den besten und wirtschaftlichsten Weg, einen alten Generator herzunehmen und mit einer neuen Nadel der Spitzenklasse (SAS, Shibata etc.) zu bestücken.


Das habe ich auch so gemacht. Weil mir das anfänglich lange anvisierte 2M Black halt wirklich zu teuer ist, war meine Lösung ein alter Shure V15V-Generator, den ich mit einer SAS-Nadel wiederbeleben konnte. Damit erhielt ich einen Tonabnehmer, der das gewiss nicht schlechte OM-40 von meinem Zweitdreher schon mal übertraf - zu einem Gesamtpreis, für den es aber noch nicht mal ein OM-30 gegeben hätte.
Per Zufall stiess ich später noch auf einen nadellosen Ultra-500-Generator, an dem die vorhandene V15-SAS-Nadel ebenfalls passt. Ein Glücksfall: Damit kam ich unversehens zu einem Tonabnehmersystem vom allerfeinsten, das das 2M Black sogar noch übertreffen dürfte.

Der von Tywin erwähnte Plan B mit NOS-Tonabnehmern ist immer etwas eine Sache: Wenn man Pech hat erhält man ein durch die lange Lagerung nicht mehr gutes System - die verhärteten Nadelträgergummis der famosen Sonus Gold Blue beispielsweise waren berüchtigt. In der Regel sind die Verkäufer von solchen Systemen aber kulant und tauschen unkompliziert aus. Wenn man das im Voraus weiss und akzeptiert, dass man eventuell das System halt nochmals umtauschen muss, kommt man für vergleichsweise kleines Geld zu wirklich sehr gut klingenden Tonabnehmern.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 01. Jul 2016, 08:05 bearbeitet]
akem
Inventar
#28 erstellt: 01. Jul 2016, 09:09

Dan_Seweri (Beitrag #25) schrieb:

Bei den neuen Systemen ist m.E. die Kalkulation recht fragwürdig: Ein Ortofon 2M Black hat eine UVP von 600 Euro. Dort steckt mehr oder weniger derselbe Generator drin wie beim 2M Red für 110 Euro UVP. Ortofon gibt für die Ersatznadel beim Red eine UVP von 79 Euro an. Macht also in der Differenz (UVP System minus UVP Nadel) den Betrag 31 Euro für den Generator des 2M Red. Beim Black ist die UVP für die Nadel 450 Euro. Subtrahieren wir hier wieder diese Zahl vom der UVP fürs Gesamtsystem, ergibt sich ein Betrag von 150 Euro. Für fast denselben Generator wohlgemerkt! Und dazu kommt, dass 450 Euro für eine Shibata-Nadel am Aluröhrchen ein ziemlich deftiger Preis ist. Fazit dieser Rechnung: Ortofon ruft hier Preise auf, die im Vergleich zur gebotenen Leistung viel zu hoch sind.

Wie ich oben schon ausgeführt habe ist es nicht nur der Generator sondern auch die Verpackung ist beim Black deutlich aufwändiger und mehr Zubehör ist (vermutlich) auch dabei. Das bezahlt man halt alles mit...
Trotzdem finde ich, daß das 2M Black das mit großem Abstand beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller Ortofon MMs hat. Und das will angesichts des Preises was heißen...
Die VM Silver / 540 / (Super) OM40 sind in Sachen Auflösung und Verzerrungsarmut schon nochmal ein (kleines) Stückchen schlechter. Vor allem aber klingen sie regelrecht dünn und blutleer während das 2M Black richtig kraftvoll klingt und sich auch in dieser Disziplin schon mit richtig teuren MCs anlegen kann. Ich würde es zum Beispiel jederzeit einem Ortofon Valencia vorziehen oder einem Benz ACE (ohne S, das S ist wieder ein anderes Kaliber).

Gruß
Andreas
ad-mh
Stammgast
#29 erstellt: 01. Jul 2016, 09:20
Ich durfte das 2m Black in diesen heiligen Hallen (bei mir ums Eck) hören.
Es klingt verdammt gut. Die gesamte Kette allerdings auch...

http://www.acapella.de/de/showroom/index.php

Gehört habe ich übrigens auf dem Plattenspieler im Video (90-Grad Schwenk nach rechts vor der Ziegelwand), dort der linke Plattenspieler mit Acrylteller und Chrombasis auf dem schwarzen Rack.
Kennt jemand diesen Spieler?
Arktus87
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 01. Aug 2016, 16:46
Und hat schon jemand die "neoSAS" geordert ?
WBC
Stammgast
#31 erstellt: 01. Aug 2016, 21:47
Ich noch nicht, habe gerade noch eine günstige AT150MLX erwischt, die war mir wichtiger...

LG Carsten
Goldenes_Ohr
Stammgast
#32 erstellt: 01. Aug 2016, 23:09

ad-mh (Beitrag #29) schrieb:
Ich durfte das 2m Black in diesen heiligen Hallen (bei mir ums Eck) hören.
Es klingt verdammt gut. Die gesamte Kette allerdings auch...

Hallo,
interessant!
Welche Lsp hast Du denn gehört? (ist zwar OT, aber ich hoffe die Frage sei mir gestattet)
Ich hatte mal das wirklich große Vergnügen mich von den Acapella Campanile MK IV ausführlich in unbekannte Weiten und Tiefen der Musik entführen zu lassen, mMn die besten Lautsprecher die ich je gehört habe .., na fast .. bis auf meine at Home!
MfG Tom


[Beitrag von Goldenes_Ohr am 02. Aug 2016, 10:12 bearbeitet]
Caspar67
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 02. Aug 2016, 10:01
Das 270 CII läuft an meinem Technics SL-1510.
Als Nadel habe ich zum mMn moderaten Preis von 54€ diese hier:



JICO ELLIPTICAL stylus EPS-270ED

Spielt ganz hervorragend, auch gerade bei den kritischen 'S' Lauten.
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