Audio Technika AT-OC7 system ohne Nadel

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hey_luce
Neuling
#1 erstellt: 05. Jun 2008, 18:43
Hallo, habe oben genanntes System ohne Nadel, jetzt wollt ich wissen, da ich nicht viel Ahnung davon habe, geschweige soetwas schon gemacht habe, ob man bedingungslos eine neue Nadel verbauen kann?

Liebe Grüße Lucas
MC_Shimmy
Inventar
#2 erstellt: 05. Jun 2008, 21:56
Hallo Lucas,

bei diesem System ist (wie bei den meisten Moving Coil-Tonabnehmern) leider kein Nadeltausch vorgesehen. Es muß immer der ganze Tonabnehmer ersetzt werden.
Im Klartext: ohne intakte Nadel ist das Ding nutz- und wertlos.

Bedauernd,
Martin
hey_luce
Neuling
#3 erstellt: 05. Jun 2008, 22:42
Danke für die Antwort, ist natürlich eine sehr... fragwürdige Produktpolitik, leider
Passat
Moderator
#4 erstellt: 05. Jun 2008, 23:02
Das hat nichts mit Produktpolitik zu tun, sondern mit dem technischen Aufbau von MC-Systemen.

Grüsse
Roman
Hörbert
Inventar
#5 erstellt: 05. Jun 2008, 23:41
Hallo!

Das Audio Technica AT-OC-7 wird schon lange nicht mehr hergestellt. Es gibt in der Audio Technica nur noch das etwas größere Modell AT-OC-9 für ca 400 Euro. Das ist die wahrscheinlich zu teuer. Falls du das System ersetzen willst poste einmal doch deine Preisvorstellung und in welchem Tonarm/Plattenspieler es verbaut werden soll. Ach ja, eventuell wäre die Musikrichtung auch recht hilfreich.

MFG Günther
vinylrules
Inventar
#6 erstellt: 06. Jun 2008, 08:20
Frag doch mal hier nach, die reparieren auch MC-Tonabnehmer. Sollen nicht teuer sein und gute Qualität beim Retipping (Neue Nadelspitze auf Nadelträger) bieten. Hat das OC7 denn noch den Nadelträger?

Gruß

Matthias
wildbertstock
Neuling
#7 erstellt: 10. Jul 2018, 15:40
Das AT OC-7 lässt sich grundsätzlich wiederbeleben.
Die Antwort, dass es für ein Moving Coil System keinen Nadeltausch gibt, ist so richtig - wie auch falsch.

Ich habe gerade mein AT OC-7 vom Nadelspezialisten retipped mit einer Shibata-Nadel zurückbekommen.
Es klingt besser als zuvor und ich bin völlig begeistert.

Für das Retipping habe ich mich gegen den Rat eines Verkäufers in einem durchaus sehr guten Hifi-Laden für Analoges
entschieden. Der hatte mir dann gleich ein Goldring 1042 angeboten. Das wäre sicher keine schlechte Wahl, aber die 400,00 Euro wollte ich nicht gleich ausgeben.
Die Bedenken bei alten Tonabnehmersystemen wegen Dämpfer, Gummis und was so alles altern kann, sind berechtigt.
Das kann ein Spezialist für Retipping aber am besten beurteilen, wenn er das System vor sich hat und überprüft.
Und das Ergebnis ist super.

Übrigens habe ich mit neuen Nachbau-Nadeln meine alten Systemen Shure V15 III (geht so), und AKG P8 ES (gar nicht so übel!) in der Wartezeit wieder reaktiviert. Dort lassen sich die Nadeln einfach tauschen.

Aber das retipped AT OC-7 ist um Vielfaches besser und sicherlich ist die Shibata-Nadel da noch ein Gewinn dazu.
Wuhduh
Gesperrt
#8 erstellt: 10. Jul 2018, 21:07
Nabend !

Eine Wiederbelebung durch Retipping ist immer von Parametern wie dem mechanischen und elektrischen Zustand abhängig.

Hier nix pauschal " grundsätzlich ".

Ein OC-7 mit abgenudeltem Nadelschliff unbekannter Qualität bringt selbstverständlich mit einer Shibatanadel ein AHA-Erlebnis. Klingt " um ein vielfaches besser " ist aber eine dünnblütige Aussage, weil das akustische Gedächtnis des Menschen für Langzeitspeicherung nicht geeignet ist.

Dennoch viel Hörvergnügen mit dem OC-7 !

,
Erik
wildbertstock
Neuling
#9 erstellt: 10. Jul 2018, 23:06
Der Schliff war wohl kaum abgenudelt. Denn kurz nach dem Kauf des Systems bin ich auf CD übergewechselt. Mein Plattendreher war die letzten 20 Jahre kaum noch in Gebrauch. Als ich kürzlich wieder auf den Geschmack kam, war währte die Freude nicht lange, weil ich ungeschickt den Tonarm seitwärts befördert und damit den Diamanten abgeschert habe.

Also das Retipping hat hier schon ganz grundsätzlich war gebracht, mir einiges an Geld gespart und einen tollen Höreindruck wiedergebracht.
Das mit dem Langzeitgedächtnis bei Musik ist hier nun wieder zu grundsätzlich. Ich denke schon, einen guten von einem schlechten Klang unterscheiden zu können. Von dem Retipping habe ich mir kaum mehr versprochen als von den neuen Nachbau-Nadeln für die noch vorhandenen Shure V15 und AKG P8. Umso mehr war ich überrascht von dem Retipping und dem Klang, den ich so nicht erwartet hatte. Meine Frau auch nicht. Die interessiert sich zwar nicht die Bohne für Hifi-Technik-Zeugs. Aber mit jahrelanger Ausbildung am Klavier kann sie ganz gut unterscheiden, wie die Musik spielt. Und ja, ich habe auch stundenlang in Studios A/B-Vergleich mitgemacht. Was hat es mir gebracht? - Dass ich guten von schlechtem Klang unterscheiden kann....
.JC.
Inventar
#10 erstellt: 10. Jul 2018, 23:21
Hi,


wildbertstock (Beitrag #9) schrieb:
Dass ich guten von schlechtem Klang unterscheiden kann....


klar dass das AT-OC7 gut klingt, wenn das Retipping gut gemacht ist
je nach Nadel (Shibata) dann auch besser als das Original - die Nadel macht´s
Hörbert
Inventar
#11 erstellt: 11. Jul 2018, 06:48
Hallo!

Nun, wenn es nicht darum geht den Originalzustand, -und damit auch den Originalklang-, des Abtasters zu erhalten ist Retipping eine gute Option, -hier zählt dann eigentlich nur noch ob der Preis deutlich unter dem liegt der für einen Abtaster mit ähnlicher Leistung aufgerufen wird.

Geht es hingegen darum den Originalklang des Abtasters möglichst zu erhalten bleibt nur eine "Runderneuerung" beim Hersteller selbst falls das möglich ist oder aber sich einen möglichst ähnlichen Abtaster zuzulegen.

Im Falle des besagten OC-7 (das Ding ist uralt) bleibt außer Retipping vermutlich gar keine Option offen zumal niemand mehr sagen kann wie der Uralt-Abtaster eigentlich einmal geklungen hat.

MFG Günther
wildbertstock
Neuling
#12 erstellt: 11. Jul 2018, 08:25
Das retippte System passt bei mir auch in die Gesamtschau. Anders als ein Bekannter, der high-endig nur Schallplatten spielt und mich wieder auf den Geschmack gebracht hat, meinen alten Dreher nicht zu verkaufen, habe ich nicht die Super-Anlage.

Es ist alles alter Mittelklassekram: Thorens 125/SME3009SII, CD Onkyo Integra A1, Verstärker Nakamichi IA_1 und Lautsprecher ARES SL200, - fast schon Elektroschrott.

Und ja, um Originalzustand ging es mir dabei nicht, hatte nur die Hoffnung auf dem gewohnten Level weiter LPs zu hören. Davon habe ich noch etliche, die meisten davon ganz o.k. und sogar ein paar neue Direktschnitt-LPs kamen noch dazu.

Grüße aus Berlin
Georg
mkoerner
Stammgast
#13 erstellt: 11. Jul 2018, 11:15
Ein aktuelles, neues, bezahlbares Alternativ-System wäre dann übrigens das AT-F7.

Mike
ParrotHH
Inventar
#14 erstellt: 11. Jul 2018, 12:13

Hörbert (Beitrag #11) schrieb:
Im Falle des besagten OC-7 (das Ding ist uralt) bleibt außer Retipping vermutlich gar keine Option offen zumal niemand mehr sagen kann wie der Uralt-Abtaster eigentlich einmal geklungen hat.

Uralt? Na und?

Das AT OC7 stammt so aus der Zeit um 1990.
Ich stamme aus der Zeit um 1970.

Was soll man dann erst über mich sagen?
Ich bringe meine Leistung aber noch!

Und bei mir sind noch keine Lagergummis verhärtet. Aber klar, so scharf ist der Schliff nach all der Zeit nicht mehr...
Trotzdem bin ich gerade gestern noch ein paar Kollegen, die relevant jünger als das OC7 sind, beim Joggen davongelaufen! Ordentlicher Umgang und Pflege eines Objekts kann also manches wettmachen - bis zu einem gewissen Punkt zumindest.

Das AT OC7 war mein erster "richtiger" Tonabnehmer, eben so um 1990 herum. Ich habe ihn seinerzeit nach kurzer Zeit gegen ein AT OC9 getauscht, nicht aus Unzufriedenheit, sondern weils angeblich "besser" war. Ehrlich gesagt, schon damals tat ich mich ziemlich schwer, einen Unterschied zu entdecken. Das AT OC9 läuft heute noch bei mir, also ebenfalls uralt, aber faltenfrei!

Nadel und Cantilever sollten beim OC7 und OC9 (MK nix) identisch sein. Nackter elliptischer Stein auf Beryllium-Cantilever.

Audio Technica AT OC9

Und genau das macht m. E. diesen Tonabnehmer ziemlich "gut", und kann beim Retippen schwerlich gleichwertig ersetzt werden, Beryllium m. W. schon mal gar nicht.
Was für einen Nadelträger hat denn nun das retippte System?

Parrot
.JC.
Inventar
#15 erstellt: 11. Jul 2018, 13:01
Hi,


ParrotHH (Beitrag #14) schrieb:
Nackter elliptischer Stein auf Beryllium-Cantilever.


das ist schon echt gut.
Wenn wir so ein Foto vom retippten Ta hätten, könnten wir uns eine bessere Vorstellung vom Klang machen.
Man müsste es aber trotzdem (gegen)hören können. Rein optisch sind Vorhersagen unmöglich (mMn).

Mein AT 155 LC mit BeCanti dürfte von 1983 sein (hab´s NOS gekauft) und spielt auch einwandfrei.
wildbertstock
Neuling
#16 erstellt: 11. Jul 2018, 14:02

ParrotHH (Beitrag #14) schrieb:

Was für einen Nadelträger hat denn nun das retippte System?
Parrot


Aluminium - wie ein neues AT-F7 übrigens auch.
Wuhduh
Gesperrt
#17 erstellt: 13. Jul 2018, 21:31
Fernab freakiger Korinthekackerei:

Dickes, rustikales Aluröhrchen auf Berylliumstummel bringt mehr Masse. Nadelträgergummi wird mehr belastet. Klaro sehr veränderte Abtastung.

Aber wenn es ordentlich klingt =

MfG,
Erik
wildbertstock
Neuling
#18 erstellt: 14. Jul 2018, 09:05
Ich weiß schon, so ganz traust du mir nicht

Was ist mir nicht schon alles an Theorien begegnet: Sachlich sehr fundierte, wie von dir, wo sich manchmal die Geister streiten, was tatsächlich hörbar ist, auf welchem Level und wie zu bewerten bis hin zu (m.E.) eher magisch-spirituelle anmutende Behauptungen, man könne Spatzen fangen, indem man ihnen Salz auf den Schwanz streut.

Was mein aufgemöbeltes AT OC-7 mit Shibata betrifft, gab es vor allem einen Grund: Ich hatte keine Lust auf die empfohlenen Neukäufe von wie empfohlen 400 Euro. die Prioritäten meiner Ausgabenliste lag ganz woanders.

Ich war schon nicht begeistert, als noch mein Thorens stillstand und ich das Teil reparieren und überholen lassen musste, schon um den Dreher samt Platten wenigstens verkaufen zu können - nein, jetzt nicht mehr geplant wegen der Wiederentdeckung der Magie der Schallplatte -
und riskierte deshalb die deutlich geringere Ausgabe für ein Retipping beim Nadelspezialisten.
Ohne die Shibata und stattdessen Auswahl einer Nadel mit einfacheren Schliffen wäre es deutlich preiswerter geworden. Das waren einfach nur Vorschläge, eine positive Begutachtung (ggn. Rücksendeporto) generell vorausgesetzt. Inzwischen hatte ich meine noch älteren MM-Syteme (Shure V15 III und AKG P8ES) mit Nachbau-Nadeln wieder zum Klingen gebracht und entdeckte meine Platten weiter neu.

Auch auf die Thematik Beryllium ./. Alu wurde ich vor dem Retipping hingewiesen. Ergebnis: Mir fiel nur auf, dass mein retipptes System jetzt besser klingt als zuvor.
Nennen wir es einfach einen typischen Fall von Autosuggestion.

Ansonsten hätte ich jetzt doch tiefer in die Tasche greifen müssen....

Ich hoffe, meine LP Chet Baker / Wolfgang Lackerschmidt: Ballads For Two kommt heute noch und ist o.k.
Mal sehen, was hier besser klingt, meine CD oder jetzt meine LP

Bearbeitet:
Mittlerweile ist die LP geliefert. Tja, kann mich nicht so wirklich entscheiden und fürchte feststellen zu müssen, dass die CD (technisch sehr gut, von in-akustik 1986, als einige der CDs schon ausgesucht "audiophil" gefertigt wurden, MFSL und so....) völlig tadellos ist.
Manchmal klingt die LP besser, da wirkt die CD schon unwirklich, wenn das Anblasgeräusch überlaut rüber kommt, dann wieder scheint mein Tonabnehmersystem etwas schrill und überfordert. Dass jetzt keiner was zum Retipping sagt!

Grüße aus Berlin
Georg


[Beitrag von wildbertstock am 14. Jul 2018, 20:00 bearbeitet]
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