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Hoerprobe Kef LS50 und was draus wurde.

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ripclaw
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Okt 2013, 20:12
So, gestern war ich bei Hifi im Hinterhof in Berlin, um mir einmal die KEF LS50 anzuhoeren, nachdem sich in Reviews ja foermlich ueberschlagen wurde vor Lob.

Meine Referenztracks sind dabei
Johnny Cash - Hurt
Triakel - Ovantad Brollopsgast
Metallica - The Ecstasy Of Gold
Andrew York - Three Dances Bagatelle
Rodrigo and Gabriela - Tamacun
Aphex Twin - On

Also n schoener Mix aus Stimmen, Elektro und Gitarren.

Komme derzeit von einer Chario Hiper.

Mit viel Vorfreude gings dann an die KEF LS50 - und dann direkt lange Fresse. Wo war denn Johnny Cash's rauchige Stimme hin? Alles super klinisch irgendwie. Technisch gesehen war das, was da akustisch reproduziert wurde sicherlich irgendwo korrekt - aber es kam keinerleu Hoerspass auf bei mir, dito beim Verkaeufer. Songs, bei denen es mich normalerweise kribberlt hatten keinerlei Effekt.

Als Gegenmittel hoerten wir dann eine kleine Monitor Audio. Entsprach viel mehr dem, was ich erwartet hatte - zum halben Preis.

Dann kam eine B&W CM5 - gleich ganz anderer Sound, viel waermer, Johnny hatte seine Stimme wieder. Hoerbar war deutlich ein Nachschwingen bei bspw. Aphex Twin. Ganz eng gesehen haette da, technisch gesehen, wohl gar nix nachschwingen sollen. Oder vielleicht doch? Man weiss es nicht. Bei der LS50 wars teils so, als ob da eine Soundkurve stattfand mit absolut vertikalem auf und ab. An. Aus. Nicht so bei den B&W.

Tja, und weils mir so gut gefiel hab ich gesagt, was bekommt man denn fuer mehr Geld in genau der Klangrichtung. Da haben sie die CM10 rausgekarrt. Und DAS ist mal ein geiler Lautsprecher! Klar, ganz andere Preisklasse - aber auch mindestens dreimal so gut, wie die kleinen. Mindestens. Danach war ich leider fuer die ganzen kleinen Dinger nicht mehr zu begeistern.

Was sich aber mal wieder bestaetigt hat: alle Reviews sind beim Lautsprecherkauf nahezu nutzlos. Das eigene Hoerempfinden ist so dermassen individuell - man kanns echt nicht genug betonen, wie wichtig das Probehoeren ist.

Ach ja und: Leute, kauft die CM10. Ein Traeumchen
NoAngel62
Stammgast
#2 erstellt: 27. Okt 2013, 09:06
Hallo da hast Du vollkommen Recht,auf das eigene Ohremfinden komm es an...Ich bin mit meinen KEF LS 50 vollkommen Happy.

Viele Boxen schon bessen,und gehört und von den Kompakten für MICH Perfekt.Macht mir sehr viel Freude..
DJ_Bummbumm
Inventar
#3 erstellt: 27. Okt 2013, 14:58
Was für eine Elektronik wurde denn bei dem Hörtest verwendet?

BB
ripclaw
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 27. Okt 2013, 15:05
Audionet Verstaerker und CD Player.
laminin
Stammgast
#5 erstellt: 29. Okt 2013, 00:12
Angesichts deiner Musikauswahl entspricht deine Bevorzugung der B&W CM5 dem Urteil von Stereophile 12/2012: KEF LS50 gut fuer Klassik/Orchester fuer die, die es analytisch moegen, CM5 fuer Rock/Jazz.

Ich selbst habe diese beiden Lautsprecher auch bei einem Haendler verglichen und bin immer noch unentschieden: beide haben fuer mich ihre Vor- und Nachteile (bei gleichem Preis hier in UK). Ich glaube, dass die LS50 besser in einem gut bedaempften Raum spielt wo the CM5 vielleicht zu "dumpf" klingen mag. Ich hoffe mir beide Lautsprecher zu mir nach Hause ausleihen zu duerfen (wobei der Haendler als Kaution allerdings den vollen Preis fuer beide haben will.....). Vielleicht solltest du die CM5 noch mit der KEF R300 (aehnlicher Preis und Groesse wie CM5) vergleichen; die klingt etwas weniger analytisch wie die CM5.

edit: Was mich bei der LS50 am meisten beindruckt hat war die Ortung der Instrumente/Musiker in grosssen Orchestern. Die CM5 haben dagegen IMHO erstaunlich viel im unteren Frequenzbereich zu bieten.


[Beitrag von laminin am 29. Okt 2013, 16:09 bearbeitet]
Sedi-at
Inventar
#6 erstellt: 29. Okt 2013, 20:23
Hallo Laminin
@ Laminin schreibt
edit: Was mich bei der LS50 am meisten beindruckt hat war die Ortung der Instrumente/Musiker in grosssen Orchestern. Die CM5 haben dagegen IMHO erstaunlich viel im unteren Frequenzbereich zu bieten.[/quote]

Das liegt bei der CM5 sowieso , weil sie sehr Gesoundet sind . Das kann einen gefallen ,aber mit Neutralität hat es nichts zu tun.

gruss dieter
ParrotHH
Inventar
#7 erstellt: 29. Okt 2013, 20:44
Hallo ripclaw!

Habe die CM5 neben anderen B&Ws und einer Kudos X2 vor einem Jahr gehört, als ich auf der Suche nach Lautsprechern fürs Schlafzimmer was. Das war damals alles nix, die Kudos gefielen mir an sich gut, aber ich konnte mich nicht recht entscheiden.

Interessant finde ich, dass Du ausgerechnet mit Johnny Cash kommst, denn genau der fällt mir auch ein, wenns um die CM5 geht. Ich erinnere mich nämlich genau, dass der Johnny der da sang ungefähr 5 Meter groß sein musste, so riesig kam da die Stimme aus den Boxen. Völlig unnatürlich!

So unterschiedlich sind die Geschmäcker!

Parrot
laminin
Stammgast
#8 erstellt: 29. Okt 2013, 22:31

Das liegt bei der CM5 sowieso , weil sie sehr Gesoundet sind


Was immer mit "Gesounded" gemeint sein mag: die LS50 scheint wohl auch nicht das Lineal beim Frequenzgang angelegt zu haben, siehe:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-30-32137.html

Ich selbst habe bei meiner Anlage fast immer die "Loudness" Taste eingeschalted, und je nach Musik und Stimmung die Treble/Bass Potis einwenig von der Neutralstellung entfernt. Wie Dieter ja sagt, nicht jeder muss ein Fan der Neutralitaet sein.

Was so auf einer CD oder anderem Program Material drauf ist, hat ja auch ein mehr, oder manchmal wohl auch weniger, erfahrener Mensch am Mischpult bestimmt.

Zu ripclaw:

Es ist dein Geld, und du brauchst dich nur dir zu rechtfertigen, fuer welche Lautsprecher du dich entscheidest. Ich verstehe sehr gut, dass die CM5 vielen gefallen koennen.
TheBigW
Stammgast
#9 erstellt: 29. Okt 2013, 22:45

Wie Dieter ja sagt, nicht jeder muss ein Fan der Neutralitaet sein.


...zumal der durchscnittlcihe unbehandelte Hoerraum aus jedem linearem Frequenzgang eine Buckelpiste macht :).
ripclaw
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 30. Okt 2013, 13:04
Also am Ende ist es jetzt bei mir die B&W geworden - nach dem Verkauf einer Niere und eines Erstgeborenen allerdings die CM10


dass der Johnny der da sang ungefähr 5 Meter groß sein musste

So gross ist er auch vor meinem inneren Auge

Es ist halt wirklich Geschmackssache. Die CM10 haben bei mir jedenfalls den gesuchten Effekt hervorugerufen, naemlich ein Kribbeln beim Hoeren von mir bekannten Musikstuecken, das mir bei anderen Lautsprechern gaenzlich fehlte. Eigentlich dachte ich immer, dass ich eher dem analytischen Klang zugeneigt bin - dem ist dann wohl nicht so. Kann ich aber mit leben Ich habe jedenfalls trotz allem in Songs, die ich schon hundertmal gehoert habe, ganz neue Nuancen gefunden.
Sedi-at
Inventar
#11 erstellt: 30. Okt 2013, 20:35

TheBigW (Beitrag #9) schrieb:

Wie Dieter ja sagt, nicht jeder muss ein Fan der Neutralitaet sein.


...zumal der durchscnittlcihe unbehandelte Hoerraum aus jedem linearem Frequenzgang eine Buckelpiste macht :).



Hallo

Klar gibt es den Raum wo alles stimmt ,nur da wohnt keiner. Dafür gibt es Studios, nur das ist nicht natürlich . Wichtig ist , wo liegt dein Schwerpunkt .

gruss dieter
TheBigW
Stammgast
#12 erstellt: 30. Okt 2013, 21:30

Klar gibt es den Raum wo alles stimmt ,nur da wohnt keiner. Dafür gibt es Studios, nur das ist nicht natürlich . Wichtig ist , wo liegt dein Schwerpunkt


DIe Feststellung ist schon richtig, aber die Schlussfolgerung war fuer mich nie akzepzabel:) deshalb bin ich eigentlich zu Studiomoinitoren gewechselt. DIe meisten kleineren Raeume in denen ich bereits gewiohnt/gehoert habe dickten im Bass unter 100 Hz eher etwas auf. Mein Fehler war immer das den LS anzulasten und mit der Ḱlanregelung bin ich seither fast immer im Bass bei mindesten -6dB.
Seither ist mir erstmal aufgefallen das durch diese Bassuberhoehung in erster Linie andere Details ueberdeckt werden - auch wieder Geschmackssache: im Wohnzimmer wo meine Passiv Kette mit der alten Q-Serie spielt klingt es trotz vermutrlicher Badewanne im Sound spektakulaerer und ist ideal zum nebenbeihoeren (Geschmackssache halt).
Sedi-at
Inventar
#13 erstellt: 30. Okt 2013, 22:26
Hallo TheBigW

Wenn die Basserhöhung um 100 Hz hast ,geht es zu lasten auf die Details im Mittenbereich. Minime Senkungen sind besser als Erhöhungen im Frequenzgang .
Ich mag lieber die dezente Wärme im Klang ( nicht zu verwechseln mit zu warmen Klang ) ,der kühle Klang kommt oft bei Studiomonitore vor ,der noch Analytisch wirkt . Je stärker es auseinander geht nerven die Lautsprecher und andersrum blähen sie auf wenn sie groß gesoundet sind.
Neutral ist zb die LS 50 auch nicht ganz , weil sie eben dezent eine Wärme ausstrahlt .Dagegen die Neumann wirkt etwas Analytisch und etwas kühl im Klang . Die goldene Mitte gibt es nicht , je näher daran um so besser.
Sind beide gute Lautsprecher ( es gibt auch noch andere ,keine Frage ) , jeder muss für sich entscheiden was er für gut empfindet.

gruss dieter
TheBigW
Stammgast
#14 erstellt: 30. Okt 2013, 22:54

Wenn die Basserhöhung um 100 Hz hast ,geht es zu lasten auf die Details im Mittenbereich. Minime Senkungen sind besser als Erhöhungen im Frequenzgang .


Das war nichtmal speziefisch auf mich bezogen: Ich behaupte mal ganz frech das Unterhalb 100 Hz jeder kleinere Raum sein recht ausgepraegtes Eigenleben hat :). Mit veruenftigem Aufwand ist das mittels Absorbern auch kaum in den Griff zu bekommen.
Vollkommen richtig : unsere Gehoerwarnehmung kann Einbrueche im FG anscheinend eher ausblenden als Ueberhoehungen ausbuegeln - Ein Grund warum ich auf Klangregelung am LS nicht mehr verzichten mag, obwohl man das natuerlich ueber die Aufstellung und Hoerpostion variieren kann -
oder man hat einen LS mit dem man einfach nur hoert und mit dem einem all das einfach nur Wust ist
Sedi-at
Inventar
#15 erstellt: 01. Nov 2013, 19:49
Hallo TheBigW

Ich kann dir verstehen , wenn Du damit klar kommst geht es doch in Ordnung.
Bei mir ist es anders , ich habe weder bei meine Vorverstärker kein Klangregler oder sonst was . Der Lautsprecher wird nach Gehör so eingestellt im Raum, bis es passt . Livemusik höre ich auch viel , auch in der Wohnung.

gruss dieter
max-boost
Stammgast
#16 erstellt: 02. Nov 2013, 19:15
HIER gibts einen Pimp-Thread zum LS 50.
Wer einen Lötkolben heben kann hat somit noch die Möglichkeit ein wenig mehr aus diesen Kistchen rauszukitzeln.

Gruß René
Der_Schlosser
Stammgast
#17 erstellt: 03. Nov 2013, 21:52
Hallo

Also Kef LS50 ein Kompaktlautsprecher für ca.1000€ mit einem Standlautsprecher für ca 3400€ vergleichen.

Bravo ;-)))

Gruß
thewas
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 07. Nov 2013, 14:08
So sind Geschmäcker halt, ich hatte früher die B&W CM7 (auch Standlautsprecher der aktuellen CM Serie) und finde meine aktuellen KEF LS50 deutlich besser, von daher sind jegliche Sätze wie "Leute, kauft die..." totaler Unsinn.
Suche:
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