Sie sind bereits Community-Mitglied? Dann loggen Sie sich hier ein!

Auto-Login
Passwort vergessen?


Gehe zu Seite: Erste 2 3 4 5 6 . 10 . Letzte |nächste|

Der DRC-Thread

+A -A
Autor
Beitrag
fujak
Inventar
#1 erstellt: 21. Jun 2009, 22:38
Liebe DRC-Interessierte, DRC-Infizierte oder schon DRC-Involvierte,

ich möchte hiermit einen Thread eröffnen, der sich ausschließlich mit dem Opensource-Programm DRC (aktuelle Version 3.0.1. - Stand Juni 2009) von Denis Sbragion in seiner praktischen Anwendung befasst.

Dazu habe ich unter folgendem Link auf der Basis meiner eigenen Erfahrungen eine umfangreiche Dokumentation als PDF erstellt, die es auch dem "Halb-Profi" ermöglichen soll, DRC auf seinem HTPC oder Convolver-PC zum Laufen zu bringen und gute Hör-Ergebnisse zu erzielen. PDF-Link: http://s1.directupload.net/file/u/23503/lpwgsl7h_pdf.htm

Der zentrale Teil meiner Dokumentation besteht in einem von mir entwickelten Befehlsskript, das es ermöglicht, sämtliche Programm-Komponenten, die für Messung und Berechnung von Korrekturfiles erforderlich sind, miteinander zu verknüpfen und automatisiert ablaufen zu lassen - DRC mit einem Mausklick gewissermaßen. Da dieses Skript nicht in jedem PDF-Viewer (via Edit-Funktion) kopiert und in eigene Skript-Dateien eingesetzt werden kann, habe ich es im nachfolgenden Beitrag als Textdatei veröffentlicht, sodass es per Copy & Paste auf den eigenen PC übertragen werden kann.

Ich wünsche mir, dass dieser Thread für den Austausch zu Fragen und Lösungen hinsichtlich der praktischen Anwendung von DRC bzw. des hier vorgestellten Lösungsansatzes genutzt wird. Ich werde mich - so weit es meine Zeit und mein Wissen erlaubt - natürlich daran beteiligen.
Eine grundsätzliche Erörterung über Sinn oder Unsinn digitaler Raumkorrektur sollte übrigens sinnvoller Weise in den bereits zahlreich laufenden Diskussionen in den jeweiligen Threads weiter abgehandelt werden.

Nun wünsche ich Euch viel Spaß mit meiner Dokumentation und freue mich über Eure Rückmeldungen

Fujak


[Beitrag von vstverstaerker am 11. Apr 2012, 17:12 bearbeitet]
fujak
Inventar
#2 erstellt: 21. Jun 2009, 22:40
Hier der angekündigte Text-File für das Basis-Skript. Erläuterungen dazu in meiner Dokumentation siehe 1. Beitrag dieses Threads.

Start Copy-------------------------------------------

@echo off
color 00

Set glsweep=C:\Programme\DRC 3.0.1\DRC HTPC\
Set rec_imp=C:\Programme\DRC 3.0.1\DRC HTPC\
Set lsconv=C:\Programme\DRC 3.0.1\DRC HTPC\
Set drc=C:\Programme\DRC 3.0.1\DRC HTPC\
Set sox=C:\Programme\DRC 3.0.1\DRC HTPC\
Set Convolver-Files=C:\Programme\DRC 3.0.1\DRC HTPC\Convolver-Files



cd %glsweep%
glsweep.exe 44100 1.0 10 21000 60 0.05 0.005 sweep.pcm inverse.pcm

cd %rec_imp%
rec_imp.exe ImpulseResponse_L.pcm 44100 10 21000 60 0:0 0:0
rec_imp.exe ImpulseResponse_R.pcm 44100 10 21000 60 1:0 0:0

cd %lsconv%
lsconv.exe sweep.pcm ImpulseResponse_L.pcm recordedsweep_L.pcm
lsconv.exe sweep.pcm ImpulseResponse_R.pcm recordedsweep_R.pcm

cd %sox%
sox -t raw -r 44100 -c1 -f4 recordedsweep_L.pcm -t wav -c 1 -s2 recordedsweep_L.wav
sox -t raw -r 44100 -c1 -f4 recordedsweep_R.pcm -t wav -c 1 -s2 recordedsweep_R.wav

cd %drc%
drc Conf_normal-44.1_L.drc
drc Conf_normal-44.1_R.drc

cd %sox%
sox -t raw -r 44100 -c1 -f4 DRC_normal_L.pcm -t wav -c 1 -s2 DRC_normal_L.wav
sox -t raw -r 44100 -c1 -f4 DRC_normal_R.pcm -t wav -c 1 -s2 DRC_normal_R.wav

sox -M -c 1 DRC_normal_L.wav -c 1 DRC_normal_R.wav -c 2 "DRC_normal_S.wav"

move /y DRC_normal_L.wav "%Convolver-Files%"
move /y DRC_normal_R.wav "%Convolver-Files%"
move /y DRC_normal_S.wav "%Convolver-Files%"

del sweep.pcm
del inverse.pcm
del rtc.pcm

explorer.exe %Convolver-Files%

End Copy-------------------------------------------

Grüße

Fujak


[Beitrag von fujak am 21. Jun 2009, 22:41 bearbeitet]
dweck
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 22. Jun 2009, 14:06
hallo fuyak,
mit deinem link komme ich nicht zur dokumentation

gruss

dieter
fujak
Inventar
#4 erstellt: 22. Jun 2009, 15:02
Hallo dweck,

ich habe den Download-Link nochmal kontrolliert. Probiers einfach nochmal, es müsste jetzt klappen.

Grüße
Fujak
deathlord
Inventar
#5 erstellt: 23. Jun 2009, 14:49
fujak,

finde ich echt toll, dass du das so an die Hand nimmst. Ich werde momentan wegen Pruefungsstress nur mitlesen. Vielleich kommt aber von mir kuenftig auch mal ein Input.

Gruss
deathlord
fujak
Inventar
#6 erstellt: 23. Jun 2009, 20:13

deathlord schrieb:
fujak,

finde ich echt toll, dass du das so an die Hand nimmst. Ich werde momentan wegen Pruefungsstress nur mitlesen. Vielleich kommt aber von mir kuenftig auch mal ein Input.

Gruss
deathlord


Hallo deathlord,

schön, von Dir zu hören/lesen. Ich freue mich natürlich, auch von Deiner Seite Input zu bekommen, da Du ja mit DRC auch schon einige Erfahrungen gemacht hast. Aber jetzt haben natürlich Prüfungen Vorrang, und dafür wünsche ich Dir viel Erfolg!

Grüße
Fujak
castorpollux
Inventar
#7 erstellt: 29. Jun 2009, 19:57
Uih, danke für die Anleitung, ich werd's mir mal anschauen
fujak
Inventar
#8 erstellt: 30. Jun 2009, 05:16

castorpollux schrieb:
Uih, danke für die Anleitung, ich werd's mir mal anschauen :prost


Hallo castorpollux,

gern, geschehen. Würde mich über ein inhaltliches Feedback freuen - aber nicht von Deiner 10. Stimme...

Grüße
Fujak


[Beitrag von fujak am 30. Jun 2009, 05:17 bearbeitet]
fujak
Inventar
#9 erstellt: 08. Sep 2009, 13:18
Update: Grafisches Interface für DRC

Seit ein paar Monaten verfolge ich im italienischen Forum www.epiguren.com, in welchem Denis Sbragion "zu Hause" ist, die Entwicklung eines grafischen Benutzerinterface für DRC, welches zur Zeit in der Fassung 1.1 vorliegt. Die Version 1.2 steht kurz vor der Vollendung.

Unter http://www.epiguren.com/forum/viewtopic.php?f=14&t=3093 kann man sich informieren. Im ersten Beitrag dort sind auch die Download-Links in der aktuellen Software-Version. Zusätzlich wird mindestens noch die Software Octave Ver. 3.0.3 benötigt (ebenfalls dort zu bekommen). Leider fehlt mir die Zeit, ein Tutorial in deutscher Übersetzung zu verfassen. Wer sich mit DRC beschäftigt - insbesondere mit den Parametern aus den Konfigurationsfiles, kann sich möglicherweise die Bedienung auch selbst zusammenreimen.

Und wer weiß: Vielleicht findet sich ja jemand, der dafür ein Tutorial verfasst und hier einstellt...

Grüße
Fujak


[Beitrag von fujak am 08. Sep 2009, 13:19 bearbeitet]
fujak
Inventar
#10 erstellt: 16. Jan 2010, 22:44
Nachricht für Joe:

Du hattest mir vor 2 Tagen per Privatmail ein paar Fragen zu DRC gestellt. Bei der Antwort bekam ich von Deinem GMX-Account die Nachricht, dass der Account nicht mehr vorhanden ist. Falls Du die Nachricht liest, setz Dich doch nochmal mit aktueller Adresse mit mir in Verbindung.

Grüße
Fujak
Verrückter
Inventar
#11 erstellt: 17. Jan 2010, 12:02
Hallo fujac,

mal so ganz kurz und frech zwischengefragt. Kann man mit DRC auch externe Quellen falten?

Danke und Gruß

Stefan
fujak
Inventar
#12 erstellt: 17. Jan 2010, 20:01

Verrückter schrieb:
Hallo fujac,

mal so ganz kurz und frech zwischengefragt. Kann man mit DRC auch externe Quellen falten?

Danke und Gruß

Stefan


Hallo Stefan,

zunächst: kurz und frech dazwischen fragen geht, aber meinen Namen falsch schreiben, das geht gar nicht; ich heiße Fujak, bitte um freundliche Berücksichtigung

Nun zu Deiner Frage: Meinst Du mit externer Quelle, dass Du z.B. einen CD-Player über den Convolver-PC laufen lassen möchtest und dessen Eingangssignal damit falten willst? Falls es das ist, geht es dann, wenn Deine Soundkarte voll duplex-fähig ist (parallele Verarbeitung von Input und Output) Das wird dann mit einem VST-Host realisiert (z.B. Console, oder die Freeware Savihost). In den VST-Host wird dann Ins und Outs der Soundkarten-Treiber und der ConvolverVST eingebunden und miteinander verschaltet.

Ich hoffe, das war es was Du wissen wolltest, sonst nochmal kurz und frech nachfragen (aber dann meinen Namen richtig schreiben, gelle?)

Grüße
Fujak
Verrückter
Inventar
#13 erstellt: 17. Jan 2010, 20:05


sorry, Asche über mein Haupt.

Ja, so geht es, mit console beispielsweise. Aber da ist es dann mit internen Quellen, also Laufwerk oder Datei, wieder unglücklich. Es soll ja irgendwie leicht bedienbar sein mit WAF und FB...

Achso, Du hast es richtig erkannt, was ich fragen wollte...


Gruß

Stefan

P.S. Die Soundkarte, welche ich kaufte, sollte das können...
fujak
Inventar
#14 erstellt: 17. Jan 2010, 20:44

Verrückter schrieb:
:hail

sorry, Asche über mein Haupt.


O.K., akzeptiert.

Was mich interessiert: Wenn Du eh intern mit dem PC Dateien abspielen möchtest, welche Sorte von externer Quelle brauchst Du denn da noch. Die einzigen, die mir einfallen: SACD und Blueray.
Falls dem so ist, brauchst Du wohl einen Convolver-PC und einen zum Abspielen der Files. Alternative wäre der hochgelobte TEAC WAP-V 6000. Falls das etwas wäre: ich verfolge gerade den Thread hier.

Grüße
Fujak
Verrückter
Inventar
#15 erstellt: 17. Jan 2010, 21:06
Der PC soll CD´s und Files abspielen (Files sind aber nicht so wichtig)(Per Itunes?!). Gleichzeitig soll aber auch der Ton des TV, der PS3 etc. abgespielt werden. Die Geräte gehen alle per HDMI zum TV und vom TV per Toslink zum PC.

Per console kann ich das auch alles verhackstücken. Aber ich hätte es gern etwas einfacher. Ideal wäre wirklich, ich könnte im Softwareplayer eine externe Quelle auswählen...


Stefan
fujak
Inventar
#16 erstellt: 17. Jan 2010, 21:57
Aha, verstehe. Da kann ich Dir leider nicht weiterhelfen. Ich selbst habe bei mir TV, Radio, Recorder, Audio-Files -> DRC/Convolver im HTPC integriert und betreibe das ganze über MediaPortal. Klappt einwandfrei und alles komfortabel über Fernbedienung (Medion X10).

Grüße und noch viel Erfolg beim Tüfteln
Fujak
Verrückter
Inventar
#17 erstellt: 17. Jan 2010, 22:25
Danke!

Was ist Media Portal?

Danke

Stefan
fujak
Inventar
#18 erstellt: 17. Jan 2010, 22:36

Verrückter schrieb:
Danke!

Was ist Media Portal?

Danke

Stefan



Guckst Du hier.

Grüße
Fujak
puschi20
Stammgast
#19 erstellt: 22. Jan 2010, 17:59
Hallo,

ich habe grad versucht DRC nach der PDF zu installieren.
allerdings befindet sich bei mir kein "rec_imp" Programm im "sample"-Ordner.

Wo finde ich dieses Programm?

Gruß David
fujak
Inventar
#20 erstellt: 22. Jan 2010, 21:21

puschi20 schrieb:
Hallo,

ich habe grad versucht DRC nach der PDF zu installieren.
allerdings befindet sich bei mir kein "rec_imp" Programm im "sample"-Ordner.

Wo finde ich dieses Programm?

Gruß David


Hallo David,

welche Version hast Du? Es sollte auf jeden Fall 3.0.1 sein, dort ist normalerweise rec_imp in dem Verzeichnis "sample" enthalten.

Ansonsten mal google bemühen.

Grüße
Fujak


[Beitrag von fujak am 22. Jan 2010, 21:22 bearbeitet]
puschi20
Stammgast
#21 erstellt: 23. Jan 2010, 13:08
Hallo fujak,

ich hab mir rec_imp nun heruntergeladen. Bei der Version 3.0.1 scheint es nichtmehr dabei zu sein.
Nach einiger Fummelei hab ich das ganze nun zum Laufen gebracht.
Lässt sich der Sinus-Sweep auch irgendwie durch ein rosa-rauschen oder ähnliches ersetzen?

Hast du evtl. Erfahrungen mit der MCE2000 Messkapsel?
Kann ich diese zusammen mit einer Tascam US-144 Soundkarte (49V Phantomspeisung) benutzen?

Gruß David
fujak
Inventar
#22 erstellt: 23. Jan 2010, 16:20

puschi20 schrieb:
Hallo fujak,

ich hab mir rec_imp nun heruntergeladen. Bei der Version 3.0.1 scheint es nichtmehr dabei zu sein.
Nach einiger Fummelei hab ich das ganze nun zum Laufen gebracht.
Lässt sich der Sinus-Sweep auch irgendwie durch ein rosa-rauschen oder ähnliches ersetzen?

Hast du evtl. Erfahrungen mit der MCE2000 Messkapsel?
Kann ich diese zusammen mit einer Tascam US-144 Soundkarte (49V Phantomspeisung) benutzen?

Gruß David


Hallo David,

prima, dass es geklappt hat. DRC in der vorliegenden Konfiguration funktioniert ausschließlich mit Sinussweep. Alle weiteren Modifikationen sind über tiefere Eingriffe im Programm möglich (ist ja Opensource). Wenn für Dich der Einbau von rec_imp schon eine Fummelei war, würde ich davon allerdings die Finger lassen.

Die Lehrmeinungen gehen im übrigen darüber sehr weit auseinander, was als Mess-Signal besser geeignet ist, Sinussweep, Rosa Rauschen, Pulse etc. Aus meiner bisherigen Mess-Erfahrung finde ich persönlich eine Kombination von Sweep und Pulse am nahesten an der Praxis des Hörens und der erforderlichen Korrekturen des Signals am Hörplatz.
Wenn der Sweep nicht unter 45 sec. pro Kanal eingestellt wird, hat er genügend Zeit, die meisten Raummoden anständig anzuregen und entsprechend in der Korrektur zu berücksichtigen.

Über die von Dir genannte Messkapsel kann ich mangels Erfahrung/Wissen leider nichts sagen, aber auch hier ist Google ein guter Helfer.

Grüße
Fujak
veloplex
Stammgast
#23 erstellt: 02. Mrz 2010, 21:47
Hallo,

gibts hier schon neue Erfahrungen. Besonders interessant finde ich die grafische Oberfläche. Lieder hatte ich noch keine Zeit diese zu testen. Leider ist mein Italienisch nicht so gut wie mein Plattdeutsch , trotzdem scheint die Oberfläche nach kurzem Probieren recht intuitiv.

Gruß Christoph
fujak
Inventar
#24 erstellt: 02. Mrz 2010, 22:17
Hallo Christoph,

Deine Erfahrungen mit der GUI kann ich bestätigen. Wie Du meinem ersten Beitrag entnehmen kannst, hatte ich mich seinerzeit noch in die Eingeweide von DRC einarbeiten müssen, um eine halbwegs vernünftige Bedienung aufzubauen. Mit der GUI ist das ein Kinderspiel. Dennoch greife ich aus alter Gewohnheit auf meine Skripte zurück, wenn ich mit DRC experimentiere (hauptamtlich arbeite ich mittlerweile mit der DRC-Software von Acourate). Besonders interessant ist das DRC-GUI in Verbindung mit octave (Erstellen von Grafiken).

Da ich wegen meinem Umstieg auf Acourate nicht mehr so viel Zeit aufbringen möchte, das DRC-GUI eingehend zu testen, könntest Du Dich ja mal daran machen und damit frischen Wind in diesen Thread bringen - wenn es Deine Zeit wieder zulässt. Ich würde Dir zumindest mit Rat und Tat zur Seite stehen, falls Fragen auftauchen.

Grüße
Fujak
veloplex
Stammgast
#25 erstellt: 02. Mrz 2010, 22:37
Hallo fujak,

ob ich mich intensiver mit dem DRC beschäftige weiß ich noch nicht.
Im Moment fahre ich vollaktiv über PC mit Phasenlinearen Frequenzfiltern und FIR-EQ. SPrungantwort und Impulsantwort sehen schon jetzt aus, wie aus dem Bilderbuch (auch wenn das nicht das Ziel war). Ich muss mich erst noch von den Vorteilen des DRC überzeugen. Als ein besseres phasenlineares EQ, kann ich eigentlich darauf verzichten, da ich das jetzt ja schon manuel mache. Mich interessiert, wie die Phasenkorrektur des Raumeinflusses funktioniert und nach welchen psychoakustischen die Zieleinstellungen des DRC konstruiert wurden. Darf ich fragen, warum du auf Acourate gewechselt hast?

Gruß Christoph
fujak
Inventar
#26 erstellt: 02. Mrz 2010, 22:54

veloplex schrieb:
Darf ich fragen, warum du auf Acourate gewechselt hast?


Mit DRC kommt man zu 80% an das Ergebnis heran, was Acourate zu 100% bringt. Dazu kommt ein exzellentes GUI, viel mehr Möglichkeiten, z.B. XO-Features, Convolver-Simulationen, eine intergrierte Mess-Software mit allem Drum und Dran sowie ein exzellenter Support durch den Meister selbst (Dr. Uli Brüggemann). Unter www.acourate.com findest Du detaillierte Infos.

Grüße
Fujak
fujak
Inventar
#27 erstellt: 25. Mai 2010, 18:27
Hallo zusammen,

da der ursprüngliche Link meiner Dokumentation nicht mehr aktuell ist, hier der aktualisierte Link:

DRC Dokumentation PDF.

Grüße
Fujak
Paffkatze
Stammgast
#28 erstellt: 02. Sep 2010, 14:37
Jungs ich hab mal ne Frage. Ich stehe kurz davor mich mit dem Thema Raumakustik/Optimierung usw. zu befassen (Nächste Woche trudelt hoffentlich der Micpreamp ein). Mit dem "HandhinterdieOhrenhalt"-Test konnte ich schon rausfinden, dass meine Raumakustik eine Katastrophe sein muss.

Daher würde ich auch ganz gerne so ein Programm wie DRC oder Acourate ausprobieren. Welches ist denn zu empfehlen? Es gibt ja auch Audivolver und was weis ich nicht noch.

Sind sozusagen meine ersten Gehversuche, daher wäre es natürlich auch toll, wenn das Programm erstmal überschaubar zu bedienen ist. Wenn ich das richtig verstanden habe, besteht bei DRC und Acourate nur die möglichkeit Stereo zu optmimieren, Audiolense hingegen kann dies auch bei Merhkanalanlagen?!

Ich fang zwar zum Einstieg erstmal mit Stereo an, möchte aber dann schon die ganze Anlage optimieren, sprich Mehrkanal wär schon wünschenswert.

Welches Programm würdet ihr denn da empfehlen?

Lg
Paul
fujak
Inventar
#29 erstellt: 02. Sep 2010, 20:03
Hallo Paul,

weder Opensource DRC noch Accourate sind einfach zu bedienen, sondern erfordern eine gewisse Einarbeitung in die Materie - wie Du auch an meinem Manual sehen kannst. Damit unterscheiden sie sich doch erheblich von den Einmess-Automatiken mancher AV-Receiver. DRC und Acourate sind mehrkanalfähig.

Der Audiovolver ist eine Allinclusive-Lösung auf der Basis der Acourate-Software. Einmessung und Berechnung der Filter wird vor Ort vom Kundendienst übernommen und stellt damit eine Lösung für diejenigen dar, die mehr Geld als Zeit haben.

Der Unterschied von Acourate zu DRC besteht vor allem in der erreichbaren Korrekturqualität: Acourate schafft das zu 100%, was DRC zu 80% hinbekommt.

Wenn Deine Raumakustik so katastrophal ist, sollte in der Optimierung der Raumakustik der erste Schritt liegen. Selbst Acourate schafft nicht alle Raumprobleme weg sondern stellt eine sinnvolle Ergänzung für jenen Rest dar, den man mit raumakustischer Behandlung nicht oder nicht mit vertretbarem Aufwand wegbekommt.

Grüße
Fujak
Paffkatze
Stammgast
#30 erstellt: 02. Sep 2010, 21:36
Hi Fujak,

danke für deine Antwort
Es ist mir klar, dass man zuerst andere raumakustische Maßnahmen in Angriff nehmen sollte, bevor man zu Softwarelösungen greift. Zuerst muss ich sowieso mal vernünftig den Raum messen um zu sehen wo überall die Probleme liegen Und dann vielleicht mal mit dem Spiegeltrick und Matratzen/Tüchern etc. experimentieren

Ich wollte mich halt parallel schon langsam mit dem Programm vertraut machen und mich einarbeiten

In Anbetracht des Preises von Acourate ist es für mich wohl erstmal sinnvoller, mit DRC meine ersten Gehversuche zu unternehmen. Und wenn ich damit klarkomme und mich das wirklich überzeugt, kann ich ja immernoch umsteigen. Dann steck ich auch in der Materie

Lg
Paul
fujak
Inventar
#31 erstellt: 03. Sep 2010, 10:04
Hallo Paul,

genauso war auch mein Werdegang in der digiatlen Signalkorrektur: Mit DRC habe ich die ersten Schritte unternommen und mich so in die Materie eingearbeitet und später bin ich auf Acourate umgestiegen.

Auch mit Deiner Herangehensweise in puncto akustische Optimierung und Messung gehe ich konform.

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen guten Einstieg und viel Erfolg!

Fujak
Paffkatze
Stammgast
#32 erstellt: 03. Sep 2010, 10:17
Dankeschön! Gerade ist noch die Bestellung bei Thomann raus (Mikrofonständer und Kabel), nächste Woche sollte ich dann hoffentlich die ersten Messungen durchführen können

Ich werde dann gegebenenfalls einen neuen Thread eröffnen, weil mir die Interpretation der Ergebnisse erstmal sicherlich schwer fallen wird

Lg
Paul
fujak
Inventar
#33 erstellt: 03. Sep 2010, 10:28
Hallo Paul,

damit ist der erste Schritt gemacht. Doch vor den ersten Messungen, solltest Du das Mic kalibrieren lassen (z.b. bei www.hifi-selbstbau.de), damit nicht die Ungenauigkeiten des Mics zu Fehlschlüssen bei der Bewertung der Messungen führen.

Grüße
Fujak
Paffkatze
Stammgast
#34 erstellt: 03. Sep 2010, 10:50
Mit dem Gedanken hatte ich schon gespielt, allerdings wieder verworfen. Man liest viele Für und Widers, die einen sagen, dass es unbedingt notwendig ist, die Anderen sind gegensätzlicher Ansicht.

Bevor ich in die ganze Angelegenheit noch mehr Geld versenke, möchte ich mich ersteinmal so versuchen. Ich denke/dachte, für einigermaßen verlässliche Aussagen sollte das auch so gehen, ich möchte ja keine bis in kleinste Detail korrekten Messungen wie beim Lautsprecherbau.

Für mich ist es eh schon ein riesen Schritt, habe ich die ersten Messungen doch mit dem AVR beiliegenden Messmikrofon durchgeführt.

Zudem kalibiert doch die Messsoftware das Mikrofon auch?!

Lg
Paul
fujak
Inventar
#35 erstellt: 03. Sep 2010, 13:06
Hallo Paul,

die AVR-Software kann das Mikrofon nicht kalibrieren, weil es die individuellen Abweichungen eines Mic nicht kennt. Beim Kalibrieren, nimmt das Mic einen am Messort linearen Sweep von 10Hz bis 20.000 Hz auf. Die gemessenen Werte werden verglichen mit den Messwerten eines hochgenauen Referenzmikrofon. Die einzelnen Abweichungen, die übrigens bis zu 20dB betragen können, werden dann in ein Korrekturfile übertragen, welches dann in die Mess-Software zu Hause eingelesen wird. Dann misst das Mikrofon absolut linear. Ansonsten weiß man nie genau, ob die Kurven im Messdiagramm vom gemessenen Raum oder vom ungenauen Mic herrühren.

In meinen Augen ist ein Messmikrofon ohne Kalibrierung nur die Hälfte des Ganzen.

Grüße
Fujak
Paffkatze
Stammgast
#36 erstellt: 03. Sep 2010, 16:58
Ich meinte ja Carma und nicht das AVR-Messprogramm Das Kalibrieren lassen kann ich immernoch, jetzt hab ich erstmal genug Geld in das Equipment versenkt Erstmal rumprobieren und schaun ob ich klar komm.

Dein Manual ist übrigens super verständlich geschrieben
fujak
Inventar
#37 erstellt: 03. Sep 2010, 18:49
Alles klar, Paul. Und danke für die Blumen wg. Manual; das war ne halbe Diplomarbeit ;).


Grüße und viel Spaß mit Carma

Fujak
fujak
Inventar
#38 erstellt: 21. Sep 2010, 18:37
Hallo zusammen,

der User skinner@vrisom hat mich netterweise darauf hingewiesen, dass der Download-Link für das DRC-Manual nicht mehr funktioniert. Daher hier ein aktualisierter Link als PDF (22 Seiten):
DRC-Manual

Grüße
Fujak
skinner@vrisom
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 22. Sep 2010, 16:24
Hallo!

Kurz zu mir: Ich arbeite mich gerade in DRC ein, habe aber noch meine Problemchen. Ich setze einen DSP ein, um meinen Frequenzgang zu linearisieren, ich benutze den Hifi-Akademie DSP.

Der Frequenzgang ist leicht abfallend und gefällt mir Gehörtechnisch super. Allerdings wollte ich ausprobieren, welchen Fortschritt DRC noch bringt. Insofern würde ich gerne auf die Frequenzgangentzerrung durch DRC verzichten. Soweit das möglich ist, habe ich demzufolge in der Zielkurvendatei keine weiteren Angaben gemacht. Ich befürchte aber, dass das zu meinem grausamen Ergebnis führt. Denn es klingt total blechern und überhaupt nicht mehr brillant (es klingt nach stark abfallend zwischen 4-8 Khz. Denn bei 10 Khz hört man kaum noch was)

Hat jemand Rat? Die Korrektdurdatei fürs Micro liegt mir vor und ich habe sie richtig erstellt. Allerdings hat DRC ja keine Ausgabezeile, in der steht, das es richtig verwendet wurde, im Gegensatz zur Zielkurve. Da steht ja dann ob sie richtig verwendet wurde.

Prinzipiell will ich den Frequenzgang durch DRC nicht verändern lassen. Ist das möglich?

Bzw. welche Angaben muss ich zwingend in der Zielkurvendatei machen?

Danke für eure Hilfe.


[Beitrag von skinner@vrisom am 22. Sep 2010, 17:04 bearbeitet]
fujak
Inventar
#40 erstellt: 22. Sep 2010, 20:26
Hallo skinner@vrisom,

wir hatten ja bereits per PM das Vergnügen. Nun zu Deinen Fragen:

Es kann sein, dass das Format der Kalibrierdatei nicht stimmt. Ich habe bei meinen Kalibrierdateien nur Frequenz und dB und keine Phasen-Werte (3. Spalte). Probiere mal aus diese 3. Spalte ersatzlos zu löschen, ob dann das Format angenommen wird.

Wenn Du den FG durch DRC nicht verändert haben möchtest, dann muss Du das im Config-File einstellen. Es ist leider nun schon über ein Jahr her, dass ich mich eingehender mit den Parametern der Config-Files befasst habe. Daher kann ich es adhoc nicht sagen. Klar ist, dass diese Funktion im Config-File deaktiviert werden muss.
Bei der Messung muss Dein DSP ebenfalls aus der Kette entfernt sein, sonst korrigiert DRC Deine vom DSP erstellte Zielkurve aus, die dann beim Abspielen mit einem DRC-Filter, von Deinem DSP nochmals hinzugefügt wird.

Generell aber würde ich sagen, dass sich zwei elektronische Korrekturen hintereinander geschaltet nicht gut vertragen. Es wäre daher zu überlegen, beide Systeme mal eigenständig im Vergleich gegeneinander zu hören. Vielleicht wird dann Dein DSP überflüssig. Vielleicht aber macht er es auch besser als DRC. DRC korrigiert ja nicht nur den FG sondern auch die Phasenlinearität (Zeitverhalten). Korrigiert denn Dein DSP nur FG oder auch Phase?

Grüße
Fujak
skinner@vrisom
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 23. Sep 2010, 13:22
Danke für deine ausführliche Antwort.

Die Datei fürs Mikro habe ich korrigiert, daran scheint es allerdings nicht gelegen zu haben.

Auch habe ich mal eine Messung ohne DSP gemacht, der DSP korrigiert allerdings nur den FGang, ähnlich wie ein frei einstellbarer EQ in Sachen Güte und Absenkungen bzw. der Frequenz.

Beides brachte mit DRC kein besseres Ergebnis.

Über 2 Dinge bin ich mir noch im unklaren: wie genau erstelle ich nun eigentlich eine Zielkurve? Mit Carma wollte ich eine Messung machen, um mir anzuschauen, was der Convolver nun macht. Auch das funktioniert nicht, 1. erkennt Carma kein Rosa Rauschen(ich habe schon die Eingänge überprüft) und 2. weiß ich nicht, wie ich sämtliche Signale der Ausgabe durch den Convolver laufen lasse. Mit den VST-Plugins komme ich nicht zurecht.

EDIT: Okay, über die Zielkurve bin ich mir jetzt im klaren, die ja prinzipiell nur wie ein EQ wirkt. Ich habe die Sample Datei genommen, die ja nach meinem Verständnis dann eine lineare Abstimmung mit einem Hochpass und einem Tiefpass sein müsste! Jetzt immer noch die Frage nach der Mikro Kompensation, da sonst alles einwandfrei durchläuft.

Am Wochenende mache ich nochmal ein ausführliches Debugging und schaue mir die Sachen nochmal an. Meine RME ist da und dann mache ich die Messungen auch mal damit, und nicht mit dem Onboard Sound...


[Beitrag von skinner@vrisom am 23. Sep 2010, 16:07 bearbeitet]
fujak
Inventar
#42 erstellt: 24. Sep 2010, 19:23
Hallo skinner@vrisom,

hinsichtlich der Einbindung der Mic-Cal-Datei kann ich so aus der Ferne nicht weiterhelfen. Möglicherweise stimmt die Pfadangabe nicht. Ansonsten wäre eine Sweep-Messung mit Carma aufschlussreich. Carma bietet ja diverse Sweep-Dateien mit an, die Du einfacdh mal mit Convolver und ohn durchlaufen lässt. Du kannst dann beide Kurven übereinander legen und anzeigen lassen. Ros-Rauschen ist hier nicht so hilfreich. Ein Sweep bringt mehr Aufschluss.

Hinsichtlich Deiner Convolver-Probleme bräuchte ich noch detailliertere Angaben (Player, Screenshot Deiner Konfiguration etc.)

Grüße
Fujak
Paffkatze
Stammgast
#43 erstellt: 25. Sep 2010, 12:18

fujak schrieb:
Alles klar, Paul. Und danke für die Blumen wg. Manual; das war ne halbe Diplomarbeit ;).


Grüße und viel Spaß mit Carma

Fujak

So, die ersten Messungen habe ich heute vollzogen. Der einfachheit halber und um den Thread nicht zu sprengen (Soll nur ne kleine Rückmeldung sein, genauere Analysen sind wohl in einem eigenen Thread angebrachter) hier nur ein paar kurze zusammengelegte Messungen ("Couchritze" ist der ideale Hörplatz im Stereodreieck, "neu Carma kalibriert" ist für mich nur der Hinweis, dass diese Messungen in einer neuen CARMA-Instanz und folglich neuer Kalibrierung erfolgte, messtechnische Unterschiede gibts scheinbar nicht ).

Bestätigt haben sich die starke Bassüberhöhung an der Rückwand des Raumes (dort dröhnt es heftig) und der viel schwachere Bass vorm Hörplatz.



EDIT: Und hier noch eine meiner Meinung nach sehr interessante Messung, jeweils ca. 25 cm vor und hinter dem Hörplatz und natürlich am Hörplatz. Das sind ja gewaltige Unterschiede ?!

Bestätigt aber meiner Meinung nach: Weiter hinten extreme Dröhnprobleme, je weiter vorne werden die Überhöhungen schwächer. Zu weit vorne ist aber auch Mist, wie ich festgestellt habe

Hier noch zu sehen, dass sich die Messergebnisse nur leicht verändern, wenn eine Matratze als Absorber an der Rückwand oder an der Fensterwand eingesetzt wird, markant der seichtere Abfall bei 20kHz. Die großen Spitzen und Täler bleiben aber.


[Beitrag von Paffkatze am 25. Sep 2010, 13:53 bearbeitet]
fujak
Inventar
#44 erstellt: 26. Sep 2010, 12:54
Hallo Paul,

danke für Deine illustrierte Rückmeldung. Die Messungen sprechen eine klare Sprache. Und es gibt eine Menge zu tun für DRC, was den FG anbelangt. Zunächst bewegt sich das Spektrum vom Bass aus gesehen in einem Korridor von ca. 10dB, bevor es ab etwa 700Hz deutlicher abwärts geht.
Insgesamt sind die Raummoden also nicht allzu heftig, das Klangbild dürfte durch die deutlich abfallende Linie zu den Höhen hin aber eher dumpf sein. Bei einer DRC-Korrektur könnte das Klangbild also eher zu einem brillianteren und im Bass schlankeren Klangbild werden, was sich auch positiv auf die klangliche Transparenz auswirken dürfte.

Grüße
Fujak
Paffkatze
Stammgast
#45 erstellt: 26. Sep 2010, 16:58
Hi fujak,

danke für deine Antwort. Mit der Beschreibung "dumpf" hast du Recht. Und das ist genau das, was mich maßlos stört. Wenn ich den "Hände hinter die Ohren anwinkel"-Test anwende, wird das klangbild merklich durchsichtiger, klarer und die Stimmen der Sänger stehen viel mehr im Vordergrund. So verschwinden die eher wie hinter einen Vorhang in der letzten Reihe. Der Unterschied ist so stark, dass ich beim ersten Mal richtig erschrocken und anschließend betrübt war. So viel verschenktes Potential...

Bevor DRC eingreifen soll, wollte ich der Akustik erst mit "analogen" Mitteln beikommen. Aber der Einsatz einer Matratze zeigt offenbar wenig Wirkung ... Weder an den Stellen mit Spiegeltrick, noch an der kahlen Rückwand (ich sitze ziemlich in Raummitte). Inwieweit meinst du denn, dass DRC den Frequenzgang begradigen kann?

Eine kleine dumme Frage noch: Wenn ich im Messprogramm CARMA bei den Ergebnissen vom Button "L" auf "R" wechsle, sieht das Diagramm komplett anders aus. Dabei dachte ich, dies seien Stereomessungen und es gibt kein "L" und "R", da ich eig. explizit Stereo eingestellt hatte. Das hat mich etwas verunsichert...


Lg
Paul
fujak
Inventar
#46 erstellt: 26. Sep 2010, 17:16
Hallo Paul,

insgesamt ist es sicher immer besser, zunächst mit akustischen Maßnahmen zur Optimierung zu beginnen. Natürlich stößt man da auch an seine Grenzen. Vom Diagramm gesehen halten sich die Abweichungen im Bassbereich in Grenzen. Auffällig finde ich den Abfall in den Höhen. Entweder stimmt etwas mit der Anlage nicht oder Du hast bereits eine ziemlich starke Bedämpfung im Raum. Schalte doch mal auf die Anzeige Wasserfall-Diagramm jeweils rechts und links und poste diese.

Zu Deiner Frage, inwieweit DRC den FG begradigen kann. DRC tut genau das.

Zu Deiner anderen Frage: Der Stereomodus misst erst den einen dann den anderen Kanal hintereinander. Es ist klar, dass beide Diagramm unterschiedlich aussehen, nur dann greifen akustische oder elektronische Maßnahmen wirkunsgvoll.

Grüße
Fujak
Paffkatze
Stammgast
#47 erstellt: 26. Sep 2010, 17:59
Für mich stellt sich nun aber die Frage, nach welchen Frequenzverläufen ich mich nun richten soll. Die, die ich gepostet habe sind alle von "L". Die von "R" sehen komplett anders und viel wilder aus.
Ich dachte eigentlich, bei Stereo kommt nur ein Verlauf heraus, denn genau das möchte ich ja und nicht zwei dedizierte für jeden Kanal.

Bezüglich der Begradigungsfrage ging es mir darum, inwieweit DRC diesen Verlauf begradigen kann. Ich gehe schon davon aus, das einige "Unebenheiten" erhalten bleiben

Links:





Rechts:





Und hier nochmal etwa Ohrhöhe:



Mit Matratze an der kahlen Rückwand:



[url=http://www.abload.de/image.php?img=mikrocouchritzematratzlqcb.jpg]

Lg
Paul


[Beitrag von Paffkatze am 26. Sep 2010, 18:06 bearbeitet]
fujak
Inventar
#48 erstellt: 26. Sep 2010, 18:42
Hallo Paul,

die Wasserfälle sehen eigentlich ganz normal im Sinne von üblich aus, was die Nachhallzeiten anbelangt. Aber jetzt, wo ich den FG rechter Kanal sehe, habe ich fast den Eindruck, dass mit Deiner Anlage etwas nicht stimmt. Der Abfall im Höhenbereich ist schon dramatisch. Wenn Du nicht schwere Wollteppiche and er Wand hängen hast und eine Schaumstoff-Landschaft im Hörraum, dann kann ich mir diesen Abfall nur durch einen Hochtöner-Defekt erklären oder eine falsch eingestellte Klangregelung. Wie sieht denn Deine Abhörkette aus?

Was DRC leisten kann, kannst Du meinem FG-Diagramm entnehmen, welches ich seinerzeit mit DRC erzielt habe (Sommer 2009). Beachte die hohe Auflösung der dB-Skala auf der linken Seite, um die Grafik richtig zu interpretieren. Bis auf eine Raummode bewegt sich das alles also in einem recht schmalen Korridor. Der Bass ist via Targetkurve bei 22 Hz abgeregelt. Guckst Du:



Grüße
Fujak
Paffkatze
Stammgast
#49 erstellt: 26. Sep 2010, 18:58
Das mit dem Höhenabfall habe ich auch schonmal bei jemand anderem gesehen und keiner konnte sich das erklären. *grübel* In einer Grafik die ich gepostet habe, fällt dieser aber nicht so drastisch aus, weil ich eine Matratze an die Rückwand gepackt habe:


Überdämmt ist hier eig. nichts, eher im Gegenteil. In der Front steht eine Schrankwand, die fast bis unter die Decke reicht, davor stehen die Lautsprecher auf Ständer (Nubert Nubox 381 mit ABL), der Fußboden besteht aus Fließen, vorm Hörplatz liegt ein kleiner Teppich, dahinter gar nichts. Die Rückwand ist komplett kahl, d.h. hinter dem Hörplatz steht kaum etwas. Dann habe ich links an der Wand noch eine Fensterfront, an deren Seiten dünne Stoffvorhänge hängen. Ich habe eigentlich damit gerechnet, eher Dämmdefzitite zu haben im Sinne von zu wenig. Der Hörplatz selbst ist eine Stoffcouch.

Gibts an den Nachhallzeiten echt nichts zu verbessern? Beim schnellen Überfliegen eines Threads hier im Forum hatte ich den Eindruck, noch deutlich etwas verändern zu müssen.


[Beitrag von Paffkatze am 26. Sep 2010, 19:02 bearbeitet]
fujak
Inventar
#50 erstellt: 26. Sep 2010, 19:21
Hallo Paul,

Deine Nubert sollten eigentlich genug Höhen produzieren. Und wenn etwas aus deren Hochtönern herauskommt, wird es nicht an ihnen liegen. Mir fällt gerade ein, dass Du ja weiter vorne erwähntest, kein kalibriertes Mess-Equipment zu verwenden. Das kann natürlich auch ein wesentlicher Punkt sein.

In Bezug auf die Nachhallzeiten habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. ich meinte damit nicht, dass es da nichts zu verbessern gibt. Besonders im Bassbereich gibt es da noch einiges für Bassabsorber zu tun; ich meinte lediglich, dass die Ausgangssituation nicht übermäßig schlecht ist.

Aber ich denke, bevor man zu stichhaltigen Aussagen über die tatsächliche Situation kommen kann, müsste nun das Mess-Equipment kalibriert werden. Sonst weiß man nicht, was an dieser Kurve mit dem Mess-Equipment und was mit dem Raum selbst zu tun hat.

Grüße
Fujak
Paffkatze
Stammgast
#51 erstellt: 26. Sep 2010, 19:41
Hmm.... oje oje meinst du wirklich, dass dies so heftige Unterschiede ausmachen kann? Ich hab bei CARMA ja extra noch dieses Kalibrierungsfile (Microphone Correction) geladen für des ECM8000. Das wird langsam echt teuer xD

Mir kommt da gerade noch ein Gedanke... Evtl. versaut der Mic-Eingang vom Laptop noch etwas? Ich könnte nochmal ne Messung an nem anderen Rechner durchführen und schaun, ob da etwas anderes bei rumkommt.


[Beitrag von Paffkatze am 26. Sep 2010, 19:46 bearbeitet]
Suche:
Gehe zu Seite: Erste 2 3 4 5 6 . 10 . Letzte |nächste|
Das könnte Dich auch interessieren:
DRC für Windows XP
fujak am 30.04.2008  –  Letzte Antwort am 17.01.2010  –  13 Beiträge
DRC auf Linux-Rechner
wowo101 am 16.07.2007  –  Letzte Antwort am 17.07.2007  –  2 Beiträge
Raspberry Pi, DRC, BruteFIR - alles zusammen als Blackbox nutzen
Sathim am 22.08.2012  –  Letzte Antwort am 17.10.2014  –  21 Beiträge
Erfahrungsbericht - Hifi mit Netbook, USB-Interface, DAC und DRC
fujak am 28.02.2010  –  Letzte Antwort am 20.04.2012  –  780 Beiträge
Der Acourate Software Thread
fujak am 11.04.2012  –  Letzte Antwort am 19.10.2016  –  938 Beiträge
Marktübersicht DSP/Convolver
gelegentlicher_nutzer am 24.01.2014  –  Letzte Antwort am 26.01.2014  –  12 Beiträge
Erfahrungen mit High-End Audio auf (HT)PC
fujak am 31.03.2008  –  Letzte Antwort am 28.02.2010  –  124 Beiträge
Porc - Python Open Room Correction
goodkeys am 24.02.2015  –  Letzte Antwort am 09.10.2015  –  34 Beiträge
MP3 Player auf PC-Basis
norman0 am 21.07.2008  –  Letzte Antwort am 23.07.2008  –  4 Beiträge
Der Vernunft-DAC-Thread
Dr._Funkenstein am 23.07.2010  –  Letzte Antwort am 31.07.2010  –  29 Beiträge

Anzeige

Aktuelle Aktion

Hersteller in diesem Thread Widget schließen

  • KEF
  • Nubert
  • Canton
  • Pioneer
  • Phonocar
  • Aiwa
  • Smart
  • Hifonics
  • Onkyo

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder811.271 ( Heute: 121 )
  • Neuestes MitgliedStefan_R85
  • Gesamtzahl an Themen1.352.025
  • Gesamtzahl an Beiträgen17.778.641