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Der Luxmanklassiker fanthread

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Autor
Beitrag
stummerwinter
Inventar
#1101 erstellt: 29. Mrz 2016, 20:41
Ich denke, 150 € sind fair...

Ich schreib Dir morgen mal ne PN, hätte ggf Interesse...:)


[Beitrag von stummerwinter am 29. Mrz 2016, 20:41 bearbeitet]
zafrin
Gesperrt
#1102 erstellt: 03. Apr 2016, 18:45
Musste heute meinen Luxman a-353 öffnen und den ein aus schalt Schalter neu ankleben

Ganz schön leer dass Ding 🙃

imageimageimageimageimageimage

Das bei 2x 70 Watt Sinus 8 ohm
zafrin
Schwergewicht
Inventar
#1103 erstellt: 04. Apr 2016, 09:51
Ja, ganz schön leer. Dazu kommt, dass bei den preiswerteren Verstärkern aus diesen Serien selbst die Frontplatte nur aus "gebürstetem" Plastik besteht. Ich finde es schade, dass diese Serien in Threads mittlerweile zumindest teilweise mit den "guten" alten Luxman Gerätschaften bis grob um 1985 in einen Topf geworfen werden und keine bzw. kaum eine Qualitätsabgrenzung zu den älteren Gerätschaften erfolgt.

Erstaunlich auch, dass viele Besitzer auch den späten Gerätschaften den "typischen" Luxman-Klang attestieren, den sie sicherlich nicht mehr haben. Dies hat übrigens mittlerweile dazu geführt, dass auch speziell für Verstärker aus diesen späten Luxman-Serien im Vergleich zu Verstärkern anderer Hersteller aus etwa der gleichen Zeit und Preisklasse beispielsweise bei Ebay im Durchschnitt erheblich höhere Preise verlangt und auch gezahlt werden.


[Beitrag von Schwergewicht am 04. Apr 2016, 09:52 bearbeitet]
alterelektroniker
Stammgast
#1104 erstellt: 04. Apr 2016, 10:48

Schwergewicht (Beitrag #1103) schrieb:
Ja, ganz schön leer. Dazu kommt, dass bei den preiswerteren Verstärkern aus diesen Serien selbst die Frontplatte nur aus "gebürstetem" Plastik besteht. Ich finde es schade, dass diese Serien in Threads mittlerweile zumindest teilweise mit den "guten" alten Luxman Gerätschaften bis grob um 1985 in einen Topf geworfen werden und keine bzw. kaum eine Qualitätsabgrenzung zu den älteren Gerätschaften erfolgt.

Erstaunlich auch, dass viele Besitzer auch den späten Gerätschaften den "typischen" Luxman-Klang attestieren, den sie sicherlich nicht mehr haben. Dies hat übrigens mittlerweile dazu geführt, dass auch speziell für Verstärker aus diesen späten Luxman-Serien im Vergleich zu Verstärkern anderer Hersteller aus etwa der gleichen Zeit und Preisklasse beispielsweise bei Ebay im Durchschnitt erheblich höhere Preise verlangt und auch gezahlt werden. :.


kann Dir nur in fast allem zustimmen, das geht aber nicht nur bei "Luxman" so schaue man sich "Marantz" usw. an
zafrin
Gesperrt
#1105 erstellt: 04. Apr 2016, 11:27
Also bei meinem ist die frontplatte aus Aluminium
seitlich an der frontplatte ist da auch ein wenig Plastik

Seh ich dass richtig dass das Gerät aus der Zeit Stammt als es bei Luxman stetig mit der Qualität nach unten ging, also Richtung Quantität statt Qualität
...😔

Daher ist mein a-353 so ein Zwischending?
Broesel02
Inventar
#1106 erstellt: 04. Apr 2016, 11:42
Ja,
nachdem auch Luxman von Alpine übernommen worden ist ging es auch dort mit der Qualität kontinuierlich bergab. Wie auch mit all den anderen Alpine Firmen. Die Harman Kardons aus der Alpine Zeit haben so scharfe Blechgrate daß ich mir dort regelmäßig schon beim Öffnen die Finger blutig schneide. Also Leute, bleibt bei den älteren Geräten. Denn da steht nicht nur Luxman drauf, da ist auch Luxman drin!

Richard
Schwergewicht
Inventar
#1107 erstellt: 04. Apr 2016, 17:02

zafrin (Beitrag #1105) schrieb:
Also bei meinem ist die frontplatte aus Aluminium
seitlich an der frontplatte ist da auch ein wenig Plastik


Das war jetzt keine Anspielung von mir auf Deinen Verstärker, sondern eine allgemeine Anmerkung.

Ich hatte seinerzeit die Luxman A 321/T 351 Kombination gebraucht erworben. Optisch sahen beide Fronten nach Metallfronten aus. Nach dem abwaschen/reinigen der schönen gebürsteten Fronten hatte ich auf den Frontflächen beider Gerätschaften an vielen Stellen statt "gebürstetem" nur noch blankes Plastik und die Geräte waren somit optisch absolut verunstaltet.
Schwergewicht
Inventar
#1108 erstellt: 04. Apr 2016, 17:24

.........das geht aber nicht nur bei "Luxman" so schaue man sich "Marantz" usw. an


Das stimmt natürlich.

Allerdings meine ich, dass beispielsweise bei Marantz grob nach dem Ende beispielsweise der 22..er Serien eine "Zäsur" erfolgte, die eigentlich zumindest von den "Marantz-Freunden/Fans" auch als solche allgemein akzeptiert wird. Die Gerätschaften "danach" werden einfach negativ bzw. zumindest relativ negativ gesehen.

Diese genaue zeitliche und an gewissen Geräteserien auszumachende vermeintliche "Qualitätstrennung" in "davor" und "danach" fehlt bei Luxman noch irgendwie. Gehört bei den Verstärkern beispielsweise ein LV 105/107 noch dazu, oder ist bereits nach den 4../5..ern die virtuelle "Trennlinie"?

Vielleicht mal eine Aufgabe für einen richtigen Luxman-Freund.


[Beitrag von Schwergewicht am 04. Apr 2016, 17:25 bearbeitet]
Bustusmann
Ist häufiger hier
#1109 erstellt: 04. Apr 2016, 20:26
Vielleicht sollte man die Zäsur bei diesen Marken wie Luxman oder Marantz am spezifischen Gewicht der Geräte festmachen. Da die Geräte in der Regel die Form eines Quaders haben, ist das spezifische Gewicht relativ leicht zu berechnen (Sorry, die Forensoftware lässt keine gute Formatierung für math. Formeln zu):

Gewicht [g]
----------------------------------------------------- = Spezifisches Gewicht
Breite [cm] x Höhe [cm] x Tiefe [cm]

Beispiele:
Marantz 2270: 0,95 g/ccm
Sansui G-9000 DB: 0,50 g/ccm
Luxman L 530: 0,56 g/ccm
Luxman L 410: 0,46 g/ccm
Luxman A 321: 0,38 g/ccm

Es wäre jetzt interessant, eine große Statistik über viele Gerätetypen anzufertigen. Daraus könnte man möglicherweise auch gut erkennen, in welchen Jahren der "Knick" zu leichteren Geräten erfolgte. Man könnte auch sehen, welche Firmen wann am meisten in ihre Geräte gepackt haben. So sieht man schon an den wenigen Beispielen oben, dass Marantz die Nase klar vorne hatte und nicht etwa Sansui.
o_burger
Ist häufiger hier
#1110 erstellt: 06. Apr 2016, 07:46
Hallo,

nur ganz kurz zum Thema "Leere", hier eher zur "Fülle" in der alten Endstufe M-4000:

M4000-1M4000-2

Die Verkabelung erinnert eher an einen Schaltschrank im Betonwerk....

Beste Grüße!
alterelektroniker
Stammgast
#1111 erstellt: 06. Apr 2016, 07:48
interessanter Ansatz über das spez. Gewicht zu kommen, hat bestimmt tendenziell etwas.
LG Horst
Touringini
Inventar
#1112 erstellt: 06. Apr 2016, 13:24
@o-burger,

sehr schönes Gerät, musst halt noch wiegen und vermessen.


Schaltschrank im Betonwerk

könnte aber auch die Landeanflug-Elektronik von Apollo 11 gewesen sein.


[Beitrag von Touringini am 06. Apr 2016, 13:25 bearbeitet]
o_burger
Ist häufiger hier
#1113 erstellt: 06. Apr 2016, 15:45

Touringini (Beitrag #1112) schrieb:


musst halt noch wiegen und vermessen.



Aber gerne doch,
hier für die Rechenkünstler einige Angaben meiner Endstufe M-4000:

Maße:
Breite 485 x Tiefe 390 x Höhe 175 mm
Gewicht: 28 kg
Angabe incl. Holzeinschub und außen liegenden Kühlkörpern.

Beste Grüße!
zafrin
Gesperrt
#1114 erstellt: 06. Apr 2016, 17:36
Da hab ich mal die schüchterne Frage an die spezies

Wie ist den nun mein A-353 einzuschätzen ?
Schon weit weg von der Vergangenheit,...enstellt?
Oder eher noch am Anfang des Abwürgeprozesses noch teils aus alter Schmiede bezüglich Qualität?
Es werden sicher doch qualifizierte hier in diesem tread zu Luxman mitlesen
VIELEN Dank zafrin
Poetry2me
Inventar
#1115 erstellt: 06. Apr 2016, 21:39
Luxman A-353:

Klanglich muss er gar nicht mal so schlecht sein.

Einen Schaltplan findet man zwar leider nicht im Netz, aber die Ähnlichkeit mit z.B. A-371 oder A-377 ist recht groß, wenn man Bilder vergleicht. Auch der A-384 hat Ähnlichkeit, obwohl dort eine (nicht dringend erforderliche) Linestufe mit einer Triode eingefügt ist. Für diese Geräte gibt es jeweils Schaltpläne.

Mein Eindruck ist, dass hier guter Standard gemacht wird, aber kein hoher Anspruch mehr. Die Anzahl Elkos im Signalweg und der mechanische Aufbau deuten darauf hin. Die Schaltungen der Endstufe sind Durchschnitt. Keine anspruchsvollen Tricks oder Besonderheiten z.B. für veränderbaren Ruhestrom, Offsetregelung, Verzerrungsarmut oder Impulsverhalten. Nichts davon.

Allerdings ist die Aufteilung der Schaltung auf der Platine nach den Regeln der Kunst. Die sensiblen Eingangsstufen liegen auf einer Seite des Kühlkörpers, die stromintensiven Ausgangsstufen liegen auf der anderen Seite, zusammen mit den Siebelkos. Also hat man nachgedacht und holt dadurch evtl. aus normalen Schaltungen noch mehr raus.

- Johannes


[Beitrag von Poetry2me am 06. Apr 2016, 21:49 bearbeitet]
Atlan30
Stammgast
#1116 erstellt: 08. Apr 2016, 13:44
Ich hab mal ne frage, ich würde gerne testhalber 4 luxman M03 an meine Lautsprecher anschließen. Ist das Sinnvoll ( klanglisch gesehen) oder sogar eher schlecht. Wenn ja wie schließe ich diese dann an? Als Vorstfe dient eine c02 kann aber auch eine c03 anbringen.
Lautsprecher sind die Elac Spirit of Music MK III.

Freu mich auf Antwort, lg Atlan
stummerwinter
Inventar
#1117 erstellt: 08. Apr 2016, 17:37
Als Bi-Wiring? Denke, das geht nicht so ohne weiteres, hast ja nur zwei Kanäle, musstest also einen Kanal jeweils halbieren...
Poetry2me
Inventar
#1118 erstellt: 08. Apr 2016, 22:37
Wenn Du mehrere M-03 besitzt, wirst Du vielleicht nachdenken über Verwendung der Brückenschaltung (BTL = Balanced TransformerLess).

So viel ich das sehen kann am Schaltplan, wird bei Brückenschaltung der Ausgang eines Kanals heruntergeteilt und in den Eingang des anderen Kanals eingespeist, der dann invertierend betrieben wird. Somit hat man in BTL außer einer enormen Leistung leider auch mehr Verzerrungen.

Ansonsten sehe ich keinen Grund, nicht mehrere M-03 z.B. in einem Bi-Amping Ansatz zu verwenden.
Welche Lautsprecher sind es denn?
stummerwinter
Inventar
#1119 erstellt: 09. Apr 2016, 07:21
Greife mal vor, imho 2...
stummerwinter
Inventar
#1120 erstellt: 11. Apr 2016, 09:42
Auch wenn farblich unterschiedlich...gefällt mir so zusammen...

LUXMAN L-510 und PS-282
Viper780
Inventar
#1121 erstellt: 11. Apr 2016, 10:59

Atlan30 (Beitrag #1116) schrieb:
Ich hab mal ne frage, ich würde gerne testhalber 4 luxman M03 an meine Lautsprecher anschließen.


Das geht so nicht. Bei "einfacheren" Lautsprechern könntest du über "vollaktiv" nachdenken dann benötigst du aber die Weiche vor den Endstufen (üblicherweise ein DSP) und für jedes Chassis einen eigenen Verstärker.
Schwergewicht
Inventar
#1122 erstellt: 11. Apr 2016, 11:43
Irgendwie neigt ja fast jeder Hi-Fi-Freund grundsätzlich zum "Ausprobieren". Wenn es halbwegs "sinnvoll" ist, warum auch nicht.

Ich frage mich allerdings welchen klanglichen "Vorteil" es bringen soll, wenn bereits eine M 03 im gebrückten Zustand 1988 im Test gemessene 1000 Watt an 8 Ohm und 1360 Watt an 4 Ohm zur Verfügung stellt. Auch bei 2 Elac Spirit of Music MK III sollte sich da zumindest mit diesen Endstufen nichts mehr klanglich "verbessern" lassen.
Atlan30
Stammgast
#1123 erstellt: 11. Apr 2016, 12:57
War nur test zum schauen was geht, ich lass es bei dem monobetrieb, nicht dass nachher noch was schiefgeht.
Werd am besten noch en turm aufstellen

@ sturmwinter

was für lautsprecher haste den jetzt an deiner anlage?

LG Atlan
stummerwinter
Inventar
#1124 erstellt: 11. Apr 2016, 19:41

Atlan30 (Beitrag #1123) schrieb:
@ sturmwinter

was für lautsprecher haste den jetzt an deiner anlage?

LG Atlan


Die System 1000 von Tannoy...

Bin aber auf der Suche, vll irgendwann ein paar Gelnair 10, SGM oder Red...mal sehen...

Könnte noch ein paar Ditton 44 bekommen...
blueminotaur
Stammgast
#1125 erstellt: 15. Apr 2016, 21:41
Nabend Zusammen,

habe meinen alten Luxman R-1030 mal aufgemacht, um ein, zwei Dingen nachzuspüren, die mich schon eine Weile beschäftigen (Außerdem war ich neugierig... ).
Bevor ich hier in Details gehe: ich bin kompletter Elektronik-Laie, und hoffe auf Eure Nachsicht und gegebenfalls Unterstützung.

Zum ersten habe ich hier gelesen, dass es Sinn macht, das Gerät auf 240V Spannung einzustellen. Laut Schaltplan

R1030

soll das auch möglich sein; allerdings scheint nach Lage der Dinge dazu Lötarbeit anzustehen -ist das richtig? Ausserdem fehlen mir Kennzeichnungen, um die richtige Belegung der Pins zu erkennen.

R1030

Allerdings muss ich sagen, dass der Luxman -bei meiner heutzutage eher gemässigten Benutzung- nicht wirklich warm wird. Insofern besteht wahrscheinlich gar kein großer Handlungsbedarf...

Zum zweiten war ich nie wirklich zufrieden mit der Phono-Wiedergabe des Gerätes -der Klang war immer sehr verhangen und vergleichsweise dumpf. Nach Studium dieses Threads habe ich die Vermutung, dass auch bei meinem R-1030 eine Bremse in Form einer zusätzlichen Kapazität eingebaut ist, die eine bessere Plattenwiedergabe verhindert. Nach Öffnen des Geräts fand ich auf der Unterseite der Hauptplatine (dort sind sonst keine Bauteile) ein Bauteil, auf das ich mir keinen Reim machen kann:

R1030

R1030

Der Aufdruck sagt .002M KCK, Werte sehe ich keine. Die Verdrahtung geht, nach meinem Dafürhalten, von einem gelben Kabel direkt hinter dem Eingangswahlschalter (Lötpunkt auf der Platine ist mit "G" gekennzeichnet) zum Kondensator C223 im Phonoteil.

R1030

Im Schaltplan sieht das Phonoteil so aus:

R1030

Den Kondensator C223 habe ich hier ebenfalls markiert. Welchen Zweck hat das Bauteil auf der Unterseite der Platine? Ist das eine Reminiszenz an deutsche Entstörvorschriften, die die Leistung der Phonostufe beeinträchtigt? Wenn ja: weg damit?

Danke Euch vorab für Hilfe und Expertise!


[Beitrag von blueminotaur am 15. Apr 2016, 21:42 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#1126 erstellt: 16. Apr 2016, 09:13
Der Kondensator an der Unterseite ist sehr wahrscheinlich NICHT im Umfeld der Phono Stufe. Es ist außerdem nicht ungewöhnlich, dass damals (Anfang 1980er Jahre war das ein großer Akt) auch mal nach Abschluss des Platinen-Layout noch mal nachgebessert werden musste.
Also bitte den kleinen Keramikkondensator erst mal in Ruhe lassen.

Habe noch keine Zeit mir den Schaltplan in Ruhe anzusehen.
Hier ist der Phono-Entzerrer durch eine einfache Zwei-Transistor Schaltung realisiert.
Dort sind auch Ein- und Aus-koppelkondensatoren nötig, sowie ein paar andere zusätzlich.
Die Eingangskapazität ist mit wahrscheinlich nicht überhöht. Der direkte Schaltungswert ist 33pF, was sehr gering ist. Allerdings wirken durch den Schaltungsentwurf auch noch andere Kapazitäten parallel. Wahrscheinlich ist der Grund für den etwas dumpfen Klang eher woanders zu suchen.

Später mehr

- Johannes
blueminotaur
Stammgast
#1127 erstellt: 16. Apr 2016, 10:42
Danke für Dein Interesse!
mwrichter
Stammgast
#1128 erstellt: 16. Apr 2016, 12:48
eulich wurde bei mir unverhofft dieser Luxman K373 abgeladen!
Für mich ein Exot, er passt nicht so ganz in meinen Sammelgebiet.

Leider habe ich dazu keine Technikendaten oder eine Bedienungsanleitung, so kann ich auch nicht einschätzen in welcher Klassen dieser Luxman mit Sony oder Pioneer Deck's zu vergleichen ist.


image

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image

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Gruß aus Hamburg
plyr2153
Stammgast
#1129 erstellt: 16. Apr 2016, 13:13
Hallo,
Luxman war ja nie bekannt tolle Decks zu bauen, genauso wie CD Player.
Trotzdem super Teil, tolle Fotos, Glückwunsch.
LG Reiner
Schwergewicht
Inventar
#1130 erstellt: 16. Apr 2016, 14:04

Luxman war ja nie bekannt tolle Decks zu bauen,


Beispielsweise die Luxman K 109, K 03, K 04 und K 05 gehören sicherlich mit zu den besten je gebauten Tapedecks überhaupt, sind extreeeeem gesucht und werden teilweise heute noch im vierstelligen Preisbereich gehandelt. Auch wenn die von Alpine hergestellt wurden, sie tragen aber nun einmal das Luxman-Logo.

http://wegavision.pytalhost.com/Luxman/1984/luxmann84-14.jpg


[Beitrag von Schwergewicht am 16. Apr 2016, 14:21 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#1131 erstellt: 16. Apr 2016, 14:27

blueminotaur (Beitrag #1125) schrieb:
Nabend Zusammen,

habe meinen alten Luxman R-1030 mal aufgemacht, um ein, zwei Dingen nachzuspüren, die mich schon eine Weile beschäftigen (Außerdem war ich neugierig... ).
Bevor ich hier in Details gehe: ich bin kompletter Elektronik-Laie, und hoffe auf Eure Nachsicht und gegebenfalls Unterstützung.

Zum ersten habe ich hier gelesen, dass es Sinn macht, das Gerät auf 240V Spannung einzustellen. Laut Schaltplan

R1030

soll das auch möglich sein; allerdings scheint nach Lage der Dinge dazu Lötarbeit anzustehen -ist das richtig? Ausserdem fehlen mir Kennzeichnungen, um die richtige Belegung der Pins zu erkennen.

Allerdings muss ich sagen, dass der Luxman -bei meiner heutzutage eher gemässigten Benutzung- nicht wirklich warm wird. Insofern besteht wahrscheinlich gar kein großer Handlungsbedarf...


Ich habe auf die Schnelle nicht die richtige Anleitung im Service Manual gefunden. Ohne das ist es nur mit Know-How und Messgeräten möglich, die richtigen Trafo-Wicklungen herauszufinden, die man verbinden sollte.
Ich würde es auch erst mal lassen, wenn nirgends im Gerät etwas zu heiß wird.


blueminotaur (Beitrag #1125) schrieb:

Zum zweiten war ich nie wirklich zufrieden mit der Phono-Wiedergabe des Gerätes -der Klang war immer sehr verhangen und vergleichsweise dumpf. Nach Studium dieses Threads habe ich die Vermutung, dass auch bei meinem R-1030 eine Bremse in Form einer zusätzlichen Kapazität eingebaut ist, die eine bessere Plattenwiedergabe verhindert. Nach Öffnen des Geräts fand ich auf der Unterseite der Hauptplatine (dort sind sonst keine Bauteile) ein Bauteil, auf das ich mir keinen Reim machen kann:

R1030

R1030

Der Aufdruck sagt .002M KCK, Werte sehe ich keine. Die Verdrahtung geht, nach meinem Dafürhalten, von einem gelben Kabel direkt hinter dem Eingangswahlschalter (Lötpunkt auf der Platine ist mit "G" gekennzeichnet) zum Kondensator C223 im Phonoteil.

R1030

Im Schaltplan sieht das Phonoteil so aus:

R1030

Den Kondensator C223 habe ich hier ebenfalls markiert. Welchen Zweck hat das Bauteil auf der Unterseite der Platine? Ist das eine Reminiszenz an deutsche Entstörvorschriften, die die Leistung der Phonostufe beeinträchtigt? Wenn ja: weg damit?

Danke Euch vorab für Hilfe und Expertise!


Da kann ich Dich erst mal beruhigen, was C223 angeht. Das ist ein Elko für die Siebung der Versorgungsspannung, damit sie für den Phono-Entzerrerverstärker noch weniger Störungen enthält. Der kleine extra angebrachte Keramikkondensator ist somit harmlos, bezieht sich auf Versorgung, nicht auf Signalweg.

Der von Dir verlinkte Thread bezieht sich auf eine Schaltung im Luxman C-02 Vorverstärker, welche ungleich aufwändiger ist. Dort war auch tatsächlich etwas unpassendes eingebaut, welches sich fatal auf die Phono Klangqualität ausgewirkt hat.
So etwas findet man bei der einfachen Phono Schaltung hier nicht.

Was Du tun kannst ist, die Elektrolytkondensatoren gegen neue oder sogar gegen Folienkondensatoren auszutauschen. Alleine der Tausch gegen neue Elkos wäre schon eine "Erfrischung".
Ich habe Dir die Kondensatoren hier mal markiert:

r1030-innenleben2_582243_elkos

Luxman R-1030 schematic detail phono section
plyr2153
Stammgast
#1132 erstellt: 16. Apr 2016, 14:44
Hallo,
beim K03 gebe ich Dir Recht.
Der Rest?
Da waren Decks von Akai z.B. Kilometer weit weg.
Nicht falsch verstehen.
Meine erste Anlage war Luxman.
Im Endefekt können die nur wirklich tolle Verstärker.
LG Reiner
blueminotaur
Stammgast
#1133 erstellt: 16. Apr 2016, 14:59

Poetry2me (Beitrag #1131) schrieb:
...


Zunächst vielen Dank für Deinen Rat und die Informationen


Poetry2me (Beitrag #1131) schrieb:
Ich habe auf die Schnelle nicht die richtige Anleitung im Service Manual gefunden. Ohne das ist es nur mit Know-How und Messgeräten möglich, die richtigen Trafo-Wicklungen herauszufinden, die man verbinden sollte.
Ich würde es auch erst mal lassen, wenn nirgends im Gerät etwas zu heiß wird.


Da kein für mich erkennbarer akuter Hndlungsbedarf besteht, lasse ich das, wie es ist.


Poetry2me (Beitrag #1131) schrieb:
Da kann ich Dich erst mal beruhigen, was C223 angeht. Das ist ein Elko für die Siebung der Versorgungsspannung, damit sie für den Phono-Entzerrerverstärker noch weniger Störungen enthält. Der kleine extra angebrachte Keramikkondensator ist somit harmlos, bezieht sich auf Versorgung, nicht auf Signalweg.

Der von Dir verlinkte Thread bezieht sich auf eine Schaltung im Luxman C-02 Vorverstärker, welche ungleich aufwändiger ist. Dort war auch tatsächlich etwas unpassendes eingebaut, welches sich fatal auf die Phono Klangqualität ausgewirkt hat.
So etwas findet man bei der einfachen Phono Schaltung hier nicht.

Was Du tun kannst ist, die Elektrolytkondensatoren gegen neue oder sogar gegen Folienkondensatoren auszutauschen. Alleine der Tausch gegen neue Elkos wäre schon eine "Erfrischung".
...


Da ich selber nicht der große Löter vor dem Herrn bin, werde ich mal dem lokalen Fernsehtechniker Deine Vorschläge vorlegen und fragen, was er für so eine Auffrischung haben will. Zur Not werde ich doch über eine externe Phono-Vorstufe nachdenken. Bislang hat mich die überschaubare Anzahl von zwei Hochpegeleingängen am R-1030 immer in meinen Überlegungen diesbezüglich gebremst.

Danke nochmal und ein schönes Wochenende!

Matthias
Schwergewicht
Inventar
#1134 erstellt: 16. Apr 2016, 16:23

plyr2153 (Beitrag #1132) schrieb:
Hallo,
beim K03 gebe ich Dir Recht.
Der Rest?
Da waren Decks von Akai z.B. Kilometer weit weg.


Die 4 von mir genannten Alpine-Luxman sind schon absolute Spitzendecks, wobei übrigens das K 05 das Spitzendeck der Serie war und nicht das K 03. Ich glaube auch nicht, dass irgendein Akai ein K 05 als "Gesamtpaket" erreicht hat, geschweige denn "Kilometer weit weg" war.

Zur Ehrenrettung von Akai ist natürlich anzufügen, dass die absoluten Spitzendecks von denen klanglich ebenfalls Spitzenklasse waren, das GX 95 hatte ich selbst einmal.

Außerdem ist anzumerken, dass das K 05 neu etwa DM 4.000,-- gekostet hat und somit in etwa 3x so teuer war, wie das Spitzendeck von Akai aus grob diesem Zeitraum. Natürlich spiegelt sich die enorme Nachfrage nach beispielsweise dem Luxman K 05 auch in den Gebrauchtpreisen wieder. Während man ein einwandfreies Akai GX 95 bei Ebay für etwa 200,-- € bekommt, zahlt man für ein durch den enormen Neupreis wenig gekauftes und somit sehr selten angebotenes K 05 etwa 1.500,-- € bei Ebay.

Somit kostet das K 05 etwa 7 - 8x so viel wie ein GX 95. Dieser Preis ist natürlich ausgehend von der reinen "Klangqualität" nicht gerechtfertigt und ist natürlich der Seltenheit und der gleichzeitig großen Nachfrage geschuldet. Aber das bessere Tapedeck ist das Luxman/Alpine gegenüber beispielsweise dem Akai GX 95 schon.


[Beitrag von Schwergewicht am 16. Apr 2016, 16:27 bearbeitet]
zafrin
Gesperrt
#1135 erstellt: 16. Apr 2016, 18:56
Hab da auch noch den F-105
Der Schriftzug und dass Styling genauso wie das K-373 deck von @mwrichter
Im Netz sehr dürftige Infos ausser das mein F-105 Surround Amp 2x37 w bei 6 ohm gut sein soll😍

Mein F-105 betreibt von innen zwei technics sb-f1 40 w 8 ohm auf dem balkon

Salü zusammen, langsam wirds hier richtig interessant😀
zafrin
Schwergewicht
Inventar
#1136 erstellt: 17. Apr 2016, 07:07

mwrichter (Beitrag #1128) schrieb:
eulich wurde bei mir unverhofft dieser Luxman K373 abgeladen!
Für mich ein Exot, er passt nicht so ganz in meinen Sammelgebiet.

Leider habe ich dazu keine Technikendaten oder eine Bedienungsanleitung, so kann ich auch nicht einschätzen in welcher Klassen dieser Luxman mit Sony oder Pioneer Deck's zu vergleichen ist.


Zwar kann man das Schlagwort Doppel-Capstan-Antrieb, was vermeintlich ein sehr hochwertiges Tapedeck auszeichnet, bei diesem Tapedeck nicht finden, aber dafür die m.M.n. viiiieel wichtigere Bezeichnung 3-Head-System. Dies ist letztendlich für den "Klang" viel ausschlaggebender als beispielsweise die Frage: Einzel-Capstan oder Doppel-Capstan.


Technische Daten: (Kopie aus dem Netz)


5-20 kHz w / Metall,

15-19 kHz w / CrO2 (beide ± 3dB)

S / N - Verhältnis: 74 dB w / Dolby C, 66 dB w / Dolby B, 58 dB w / kein Dolby.

Gelichlaufschwankungen: <0,045% WRMS

Hexalam Wiedergabekopf

Hexalam Aufzeichnungskopf

Doppel gapped Ferrite Erase

Ca ssette Stabilizer

3 Head - System



Lärmminderung:

Dolby-B - Rauschunterdrückung

Dolby-C - Rauschunterdrückung

MPX - Filter

Dolby HX Pro®

Köpfe: 3 - Kopf - Entwurf

Allgemein: Auto Entmagnetisieren

Kontrollen: Bandlänge Auswahl

Konnektivität:

2 Mono - Mikrofoneingänge

Kopfhörer

Transport:

Automatische Abschaltung (Full)

Mechanische Band - Laden

Einzel Capstan Transport

Betrieb:

Auto-Raum

music Scan

AB - Wiederholung

Speicher Wiederholen

Speicher - Stopp

Timer - Aufnahme

Anzeigen:

Digitale Spitzen-Lesezähler

4-stellige Digitalzähler

Linear Tape Zähler Spezial - Finish

Spezielle Finish:

Vergoldete Input / Output Jack

Vergoldete Kopfhörer Jack

Gold überzogenes Mikrofon - Buchsen Preampl ifier

Vorverstärkers:

Record Level Balance Control

Kopfhörer - Lautstärke


Ausgehend von seinen technischen Daten und sonstigen Features kann man das "Luxman" K 373 ziemlich genau in die ehemalige DM 700,-- Klasse in den 90ern einordnen. Somit kann man es mit anderen UVP DM 700,-- Tapedecks aus diesem Zeitraum von Herstellern wie Akai, Denon, Pioneer, Sony, Aiwa usw. vergleichen. Es wird nicht besser oder schlechter sein. Beliebter bzw. gesuchter als seine ehemaligen "preisgleichen" Mitstreiter ist das K 373 aber auf jeden Fall, wie die gezahlten Preise bei Ebay, die ganz erheblich über dem durchschnittlichen Preislevel von Tapedecks anderer Hersteller aus diesem ehemaligen Preissegment liegen, für Jerdermann ganz deutlich zeigen.


[Beitrag von Schwergewicht am 17. Apr 2016, 07:13 bearbeitet]
stummerwinter
Inventar
#1137 erstellt: 17. Apr 2016, 15:50
Mal ne Frage, hatte gestern ein komisches Verhalten meiner M-02...

Nach dem Einschalten schlug auf einem Kanal (rechts) das VU aus bis etwa 0,1 W, ging langsam hoch und wieder runter, es lag aber kein Signal an. Es gab noch so ein ganz leichtes knistern in den Boxen. Heute macht Sie keine Zicken.

Eine Idee, was das sein könnte?

Außerdem überlege ich die großen Elkos zu tauschen, habe aber bisher nichts wirklic passendes gefunden.

Drin sind: 15.000 µF / 73 V / 85° / D 50 mm

Passendes habe ich nur diese gefunden, sind aber zum schrauben:

Elko 22.000 µF / 80 V

Bei Reichelt, Bürklin und Conrad habe ich nichts passendes gefunden, hat jemand vll noch eine Quelle?


[Beitrag von stummerwinter am 17. Apr 2016, 15:50 bearbeitet]
mwrichter
Stammgast
#1138 erstellt: 17. Apr 2016, 16:24
@schwergewicht

Danke, für hilfreichen Info's ! Jetzt kann ich das Deck einschätzen.


Gruß aus Hamburg


[Beitrag von mwrichter am 17. Apr 2016, 16:25 bearbeitet]
Broesel02
Inventar
#1139 erstellt: 17. Apr 2016, 18:43
Für solche vetrackten Fehler der M-02 ist AnthonyP der erfahrene Mann. Er wird dir da sicher qualifiziert weiterhelfen können. Was nun die Netzteilelkos angeht: Nimm das größte was dort hereinpasst. Etwas mehr Spanungsfestigkeit darf gerne sein, höhere Kapazität schadet sicher nicht und macht sich positiv im Klang bemerkbar.

Und wenn du sie schon aufmachst: einmal komplett nachlöten, bitte!

Willst du noch etwas mehr an dem guten Stück machen? Da geht noch was
stummerwinter
Inventar
#1140 erstellt: 17. Apr 2016, 20:58
Bin für Tips offen...:)

Nachgelötet ist der schon...

Heute kein Problem, komischer Fehler...

Ich schau mal, was ich an Elkos bekomme...
AnthonyP
Inventar
#1141 erstellt: 18. Apr 2016, 09:47
Hi,

der berühmt-berüchtige Offset-Fehler der M-02 ist in defekten Widerständen zu suchen, die im K- und M-Ohm-Bereichen liegen.
Dies habe ich aber schon in einem Thread dazu berichtet. Einfach mal Suchen... und finden:

Offset-Fehler M-02

Gruß
Jo
stummerwinter
Inventar
#1142 erstellt: 18. Apr 2016, 10:06




Ich schau mir das mal die Tage an...
Broesel02
Inventar
#1143 erstellt: 18. Apr 2016, 11:30
Hallo StummerWinter,

wenn du wirklich aus der M-02 etwas herauszaubern willst - ich werde dir mal schreiben was ich an deiner Stelle dann machen würde:
Widerstände :
Die folgenden Widerstände gegen Dale CMF Typen tauschen, wobei die CMF60 wo es geht den CMF 55 vorzuziehen sind:
R101, 103, 102, 104, 105, 106, 107, 108, 109, 110, 111, 112, 113, 114, 115, 116, 117, 118 - 121 (hier kann man auch 2 X 2,4 kOhm einsetzen), 122, 123, 124, 126, 125, 130, 131, 138, 139.
Die folgenden Widerstände gegen DALE CPF 3 Watt Typen tauschen:
133, 136, 143, 142
Die folgenden Widerstände gegen DALE CPF 2 Watt Typen tauschen:
144, 145
Kondensatoren:
C101, 104, 105 gegen Wima FKP tauschen
C103 gegen Mica Glimmer
C102 einen kleinen MKP oder FKP Kondensator, auf alle Fälle mit Polypropylen als Dielektrikum
C106/107 470uF/100V Nichicon KW oder ähnlich, auf die Rückseite einen kleinen Wima MKT als Shunt löten.
Alle Angaben für einen Kanal
Für C117&C118 einen neuen bipolaren 47 uF/35V Kondensator, eine bipolarer ist hier besser als zwei polare gegenläufig geschaltete Kondensatoren
C119 ersetzten mit gleichen Werten in neu
C121&C122 gerne größer wählen, 1.000 uF/100V wäre ganz schön. Aber das muß auch reinpassen.
Ich hoffe ich habe nichts vergessen. Wenn das alles erneuert ist wird die M-02 klanglich in einer anderen Liga spielen. Ganz sicher!

Viel Spaß

Richard
Poetry2me
Inventar
#1144 erstellt: 18. Apr 2016, 15:55
Nachdem ich damals den heldenhaften Fehlersuche-Krimi von AnthonyP teilweise miterlebt habe, würde auch ich die von Richard beschriebene Widerstandskur empfehlen. Nach AnthonyP's endloser Bauteile-Tauscherei und Platinenreinigung und Kältespray-diagnosen und und und ... können es fast nur noch die Widerstände gewesen sein.

- Johannes
Viper780
Inventar
#1145 erstellt: 18. Apr 2016, 22:53
Widerstände gehen aber üblicherweise nicht kaputt, da ist meist was anderes hin.
zafrin
Gesperrt
#1146 erstellt: 19. Apr 2016, 04:34
So langsam gehen die auch kaputt bzw verschlechtern sich

Eigentlich so wie bei uns (da kann einer auch schon mit 40 durchbrennen)

Guten Morgen

😴 zafrin 📢
Poetry2me
Inventar
#1147 erstellt: 19. Apr 2016, 05:14

Viper780 (Beitrag #1145) schrieb:
Widerstände gehen aber üblicherweise nicht kaputt, da ist meist was anderes hin.

Das dachte ich früher auch.

Mittlerweile habe ich aber mehrere solche Fälle eben DOCH erlebt, und zwar nicht nur bei den gefürchteten "Fusible Resistors" (Sicherungswiderstände), sondern v.a., bei den dunkelgrünen Typen (frühe Metalloxydschicht Widerstände?) und bei bestimmten Kohlewiderständen.
Speziell die dunkelgrünenn scheinen bei viel Hitze und/oder Feuchtigkeit über die Jahre ihre Werte zu verändern.

Das hat auch zafrin sehr passend zum Ausdruck gebracht

- Johannes
Broesel02
Inventar
#1148 erstellt: 19. Apr 2016, 09:40
Ja, Widerstände altern unglücklicherweise auch. Und leider auch ihre Betriebsparameter über den Temperaturverlauf. Wenn man Pech hat zeigt eine Messung im kalten Zustand keine Abweichung, bei Erwärmung driftet der Widerstand jedoch schnell aus der Spec heraus.
Luxman hat außerdem an einigen Stellen versucht die Induktivität der Widerstände gering zu halten durch Verwendung mehrerer Widerstände zur Erreichnung eines Wertes. Wenn der Parameter Induktivität sich durch Alterung ändert haben wir Hobby- Bastler kaum eine Chance das sicher nachmessen zu können. Daher tausche ich einfach alle Widerstände die mir gefährdet erscheinen. Der Aufwand erscheint hoch. Aber man bekommt als Gegenleistung nicht nur wieder guten Klang sondern auch ein sehr betriebsstabiles Gerät welches durchaus wieder 30 Jahre fehlerfrei funktionieren kann.

Richard
Viper780
Inventar
#1149 erstellt: 19. Apr 2016, 09:46
Aber durch das tauschen der Widerstände (den Originaltyp wird es ja so nicht mehr geben) ändert sich die induktivität ja erst wieder.

Ich hab mal einen ganze Ansammlung von Bauteilen aus Technics, Sony, Sanyo und anderen gerade anfang der 80iger Jahre weiteverbreiteter Verstärker untersucht und da waren sogar die Elkos alle im Rahmen. Temperaturmäßig bei Zimmertemperatur und einige auch mit dem Föhn angeheizt.
AnthonyP
Inventar
#1150 erstellt: 19. Apr 2016, 11:07

Viper780 (Beitrag #1145) schrieb:
Widerstände gehen aber üblicherweise nicht kaputt, da ist meist was anderes hin.


HI,

das mag für normal belastete, an unkritisch liegenden Widerständen ja stimmen, aber in dem konkreten Fall des Offset-Fehlers liegt es definitiv zu 90 % an defekten Widerständen. Ein paar Phänomene gehen zu Lasten des Doppelfets.
Warum ausgerechnet die M-02 von diesem Fehler so oft betroffen ist, mag der aufwändigen Offset-Regelung geschuldet sein.
Es ist ein thermischer Effekt, der sich mit zunehmender Betriebstemperatur verliert und schwer zu finden.

Die von Richard genannten Änderungen liegen im Unterschied der Eigenschaften der normalen und Dale-Widerständen, die sich klanglich auswirken.
Wir müssen hier also unterscheiden im Tausch um den Fehler des Offsets zu beheben oder um eine klangliche Verbesserung zu erreichen.

Gruß
Jo
Broesel02
Inventar
#1151 erstellt: 19. Apr 2016, 11:46
@Viper780
Zu den Kondensatoren wollte ich hier ganz sicher nicht in den endlosen Streit der Kondensator- Tausch oder Nicht- Tausch Fraktion einfallen. Auf dieses Niveau wollen wir hier sicher nicht fallen. Und letztendlich ist es bei den Widerständen auch so: Mach das was du für richtig hältst. Etwas anderes mache ich auch nicht. Ich berichte hier nur über meine Erfahrungen. Wenn du andere Erfahrungen gemacht hast ist das doch auch gut. Ich habe damit kein Problem
Nach meiner Erfahrung altern Widerstände in warmer Umgebung schneller als wenn sie kalt bleiben. Hochohmige Widerstände altern schneller als niederohmige Typen. Kohle- Masse Typen die als besonders gut klingend gelten altern sehr schnell.
Wenn ich einen Widerstand zum prüfen auslöte,- erneuere ich ihn auch gleich. Ich prüfe meist trotzdem um bereits erfolgte Drift feststellen zu können oder manchmal auch nur um Abweichungen gegenüber dem Service Manual zu bemerken. Bei Kondensatoren verfahre ich genauso
Die Luxman M-02 wird im Betrieb recht warm: Sie ist sehr kompakt aufgebaut und viele Bauteile stehen sehr eng beieinander. Man sieht das auch auf der Platine die in vielen Bereich häufig schon braun verfärbt ist und an den oft bereits porösen Lötstellen. Ein solches Gerät ist natürlich stärker gefährdet als ein Gerät welches innen im Betrieb nicht so warm wird.
Ob man etwas Positives erreicht mit dem Einsatz hochwertigerer Bauteile in den älteren Geräten? Nach meiner bisher gemachten Erfahrgen hängt das auch davon ab ob die Schaltung sauber entwickelt ist und nicht die Fehlfunktionen von schlechten Bauteilen zum Funktionieren braucht. Luxman und auch Kenwood Geräte sind mir da bisher immer positiv aufgefallen. Anders zum Beispiel einige Aiwa Geräte die auf induktionsarme Widerstände mit heftigem Schwingen reagieren.

Richard
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