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Alter PE 2020 (und andere Plattenspielerklassiker) vs. neuen Linn LP 12.

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rorenoren
Hat sich gelöscht
#7433 erstellt: 12. Mrz 2011, 22:27
Moin,

hier gibt´s noch jede Menge passender Nadeln:

http://www.williamth...ac_c10-13-160_x1.htm

Nachbauten haben m.E. nicht viel Sinn, weil sie meistens schlecht abtasten, also verzerren.

Eine Elac Nachbaunadel (von Aswo) hatte ich selbst mal in meinem STS244, eine mit hohem Plastikteil, das Original ist flach, aber es scheit da wirklich jede andere Elac Nadel zu passen (aus der Serie).

Die klang in der Tat ziemlich dumpf, trotz angeblich elliptischen Schliffs.

Abtastung im Hochton war mittelmässig und durch den dunklen Klang nicht störend.

Ein Genuss war das dumpfe Ding aber nicht.

Die einfache Nadel die vorher im System steckte (auch Nachbau aber uralt, steckt wieder drin) klingt ganz erheblich besser und verzerrt trotz konischer Nadel fast nie.

Da würde ich entweder zum Original greifen oder gleich ein anderes System dranbasteln.
(wobei Original schon schöner ist)

Gruss, Jens
monsterbox
Stammgast
#7434 erstellt: 12. Mrz 2011, 22:35
Die 155 klingt original auch nicht schlecht, ist aber die einfachste Nadel der gesamten Serie gewesen.
Als Nachbau kenne ich sie nicht, wohl aber diese:

http://www.williamth...t-10561_p4491_x2.htm

Ich denke das wäre für so ein so tolles System die Mindestausgabe, welche man tätigen sollte

Die Nadel, die sich ein Freund neulich bestellt hat, war gerade, hielt auch dem Blick mit der starken Lupe stand, und klang sehr natürlich, fein aufösend und kräftig im Bass.

Gruß - Detlef
monsterbox
Stammgast
#7435 erstellt: 12. Mrz 2011, 22:44
Hallo Jens,

Wir posten heute anscheinend im gleichen Takt.

Allgemein sollte man mit Nachbaunadeln und den paar gesparten Euro vorsichtig sein, aber genau diese fand ich akzeptabel.

Die wurde auch nur bestellt, weil eine exakt gleich aussehende, alte Nachbaunadel hier vorlag, die wirklich sehr gut klingt.

Gruß - Detlef
rorenoren
Hat sich gelöscht
#7436 erstellt: 12. Mrz 2011, 22:58
Moin Detlef,

das Blöde ist, dass diese Nachbaunadeln alle unterschiedlich sind. (auch innerhalb einer Serie)
Die Toleranzen in der Herstellung sind wohl extrem gross.
Bei den Preisen auch kein Wunder.
Ob die dann 16 oder 30 Euro kostet liegt oft sicher nur in der Marge des Händlers begründet.

Kann sein, dass es noch einige etwas bessere Lieferanten/Hersteller gibt, aber ich würde lieber das Doppelte für ein Original zahlen, als mich hinterher zu ärgern.
(die Wahrscheinlichkeit schätze ich auf min. 50%)

Gruss, Jens
ichundich
Inventar
#7437 erstellt: 12. Mrz 2011, 22:59
@rorenoren, also im deinem Link die Nadel für 69 € währe für mich dann die richtige ?

ist das eine Orginal Nadel von Elac ?

@Mosterbox, bei dir im Link ist es eine andere Nadel von Elac für 29 €

So ihr zwei welche währe die bessere Wahl ?

auf die 40 € mehr kommt es mir nicht an der Klang sollte schon passen ( Zum System )

monsterbox
Stammgast
#7438 erstellt: 12. Mrz 2011, 23:04
Dann kauf Dir die originale Nadel.

Elac isn't dead - it just smells funny...

Gruß - Detlef
rorenoren
Hat sich gelöscht
#7439 erstellt: 12. Mrz 2011, 23:17
Moin Frank,

die Nadeln müssten mechanisch allesamt passen.

Die für 69 Euro hat allerdings eine zu hohe Compliance für den Elac Arm.

Die teureren liegen noch höher.

Die 244E passt da besser, ist vermutlich etwas einfacher aber sicher besser als ein Nachbau.

Gruss, Jens
ichundich
Inventar
#7440 erstellt: 12. Mrz 2011, 23:27
So hat mir ja doch keine ruhe gelassen habe Den Elac schnell mal auf den OP: Tisch geholt.

Den Boden schnell mal abgeschraubt und ein wenig alles wieder gerichtet.

Zusammengebaut umgedreht ein wenig in die richtige Postion gewobbelt, Steker rein System vom 2 Elac Drauf und er läuft, Glück gehabt

Danke immer wieder mal für eure Tip's


Jetzt schraube ich auf eine von beiden mal das Sony XL-MC1 drauf mal schauen ob es harmoniert mit dem Elac.

monsterbox
Stammgast
#7441 erstellt: 13. Mrz 2011, 00:04
Schön, daß die Maschine überlebt hat!!

Das "Flüstertuning" kennst Du ja schon...

Hier steht noch etwas zu den Elac-Systemen.

http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=249.0

Für heute kannst Du dann ja den Knoten aus Deinem Pfadfinder-Taschentuch auflösen.


Gruß - Detlef
ichundich
Inventar
#7442 erstellt: 13. Mrz 2011, 00:16
ja
luckyx02
Hat sich gelöscht
#7443 erstellt: 13. Mrz 2011, 15:23

kleinhummel schrieb:
Herzlichen Glückwunsch Holger......guter Schuss der kleine.
Kann mich aber Lutz mit seinem Ratschlag nur anschließen.
Als echte Elac Teutonendreherbollwerkfans sollten wir auf den Außenläufer von Pabst nicht verzichten. (Der den ganzen Strobo und Pitchkramm sowieso überflüssig macht)

@Lutz: Der Miracord 10 H ist mit besagten Kugellager und in diesem Fall gebe ich dir recht, auch ist es nervig das der Spitzenlift bei diesem optional war und lange nicht bei jedem Gerät zu finden ist.

Der Germanendreherkönig das Bollwerk Miraphon 18H ist allerdings ein reiner Reibrad Vollautomat mit Gleitlager mit Spitzenlagerúng ohne ratterndes Kugellager....und glaube mir er ist sehr ruhig.

Schnapp dir einen aus der Bucht wenn du ihn kriegen kannst.
Bei diesem Modell war der Spitzenlift auch immer dabei.
Ist aber extrem selten der Dreher, und wohl deswegen noch sehr unbekannt als Garrard und Thorenskiller.



Gruß

kleinhummel



Bin ja kein Anfänger und kann schon beurteilen was laut und leise ist, respektive was was macht....

Mein 22H ist auf jeden Fall nach einiger Arbeit am Reibrad und den anderen für Geräusche zuständigen Komponenten annähernd auf DD Niveau. Da hört man nix mehr. Ein Grund mag auch die sehr dicke Gummimatte sein. Die hier ja den Spurwinkelfehler zum Wechslermodell eliminiert.

Aufgrund des Exotenstatus und meiner sowieso vollen Regale werde ich mir einen 18H also nur zulegen wenn er mir sozusagen "vor die Füße fällt".

Meine Orientierung ist vorbei. Die einzigen hochwertigen und BEZAHLBAREN guten Reibradler kommen von Elac und mit Abstrichen beim Arm von Lenco.

Das der Motor vom 50HII ähnlich gut ist wie der Papstmotor, übrigens schon immer wie der PAPST geschrieben, halte ich für ein Gerücht.
Das ist ziemlich billiges Blechspielzeug.
ratfink
Hat sich gelöscht
#7444 erstellt: 13. Mrz 2011, 15:59
Also wenn ihr die Arme der Lencos schlecht findet, mag es vielleicht für den L75/78 zutreffen. Der Arm des L70 wurde teilweise sogar in Studios auf Thorens 124 montiert und der Arm des L77 ist soweiso ein sehr gutes Teil.
Gruss Dieter
luckyx02
Hat sich gelöscht
#7445 erstellt: 13. Mrz 2011, 17:26
Hi Dieter,
selbstverständlich galt das nur diesen sehr verbreiteten Typ.
Die Tesla Arme später waren ja bekannt für ihre Qualitäten.
Deshalb habe ich ja solch einen auch auf meinen L75 verpflanzt !
ratfink
Hat sich gelöscht
#7446 erstellt: 13. Mrz 2011, 18:48
Hallo, die L70 und L77 sind aus den 60ern. Der Arm des L77 kostete damals mehr wie ein SME Arm.
http://wegavision.pytalhost.com/jahrbuch2/Tonarme/Lenco.jpg
Gruss Dieter


[Beitrag von ratfink am 13. Mrz 2011, 18:49 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#7447 erstellt: 13. Mrz 2011, 20:19
Moin,

den Lenco L75/L78 Arm finde ich so schlecht nicht, er ist halt schwer.
(was die Systemwahl extrem einscränkt, was wohl meistens das Problem ist)
Die Messerlager sind zwar sicher nicht gerade ein Highlight, aber wenn ok, leichtgängig und im Gebrauch spielfrei.
(Gewicht liegt komplett auf der Schneide)

Das is beim SME Arm icht wirklich eleganter gelöst.
(obwohl der 10000000000x schöner ist)

Das Vertikallager des Lenco ist sehr gut, so dass viele Selbstbauten darauf basieren.

Bisher hatte ich noch keinen L75/78/76S, dessen Motor nicht störend gebrummt hat.
(trotz "Motorüberholung")
Das finde ich schlimmer als den Arm.
(dessen Messerlager man leicht selbst reparieren kann)

Ich muss allerdings zugeben, dass auch ich bei einem L78 den Arm "gerupft" und einen Jelco (oder so?) draufgebastelt hatte.

Den Arm habe ich noch.......

Klar gibt´s bessere Arme.

Gruss, Jens
luckyx02
Hat sich gelöscht
#7448 erstellt: 13. Mrz 2011, 20:49

Bisher hatte ich noch keinen L75/78/76S, dessen Motor nicht störend gebrummt hat.
(trotz "Motorüberholung")


Das ist echtes Pech. Meine zwei sind motorseitig totenstill. Ist auch wichtig das Lagerschild wie bei den den alten Dualmotoren vom 10xxer ganz vorsichtig und im laufenden Zustand auf Geräuschminimum einzustellen. Das bekommt man meistens nicht auf Anhieb hin. Da brauche ich auch immer mehrere Anläufe. Aber dann hört man absolut nix mehr. Es sind aus meiner Erfahrung wirklich die leisesten Reibradler die ich kenne, und ich kenn einige....
achim96
Inventar
#7449 erstellt: 13. Mrz 2011, 21:11
also ich habe einen L 78 in einer Rank Arena MR 25 Quadro und der läuft auch lautlos.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#7450 erstellt: 13. Mrz 2011, 21:59
Moin Lutz,

ich habe das Lager nicht im eingebauten Zustand eingestellt, nur bei ausgebautem Motor damit gespielt.
Schon dabei sind die Vibrationen so stark, dass man ahnt, das geht nicht gut.
Das hintere Lagerschild habe ich gegen anderes Material getauscht und mit Graphitfett geschmiert.
(vorher mit umgedrehtem Originalteil...)
Den Lagerstift vorne habe ich plangeschliffen und poliert.
Die Lager sind spielfrei, der Rotor ist sauber.
Schrauben sind bombenfest.
Ohne Rotor vibriert nichts, mit festgehaltenem Rotor vibriert´s, nicht so stark wie beim drehenden, aber spürbar.

Egal, mein Dual 1009 Projekt gebe ich an dieser Stelle auch auf, weil der Sch....motor brummt, was sonst?
(wie bei vielen meiner Dual (1219,1229,601, usw. nur 1x 502, 1x 1249 und 1x 1009 nicht! (DD ausgenommen, ein 1224 war auch leise!!)

Der PE2020 ist leise, meine beiden Elac 50H sind gut. (einer fast lautlos, einer sirrt leicht)
Sogar der BSR Senator ist leise.

Schlimm waren beide Braun PS500, wobei bei einem das Reibrad defekt war, sind zum Glück beide weg, sonst nette Dreher, aber das Brummen.....)

Jetzt höre ich wieder mit dem Braunpolen, zu dem ich immer wieder reumütig zurückkehre.
Das Ding hört man zwar aus der Nähe rauschen (Papst Motor), aber im Lautsprecher ist er still.

Vielleicht ist hier komischer Strom?
(nicht gelb!)

Gruss, Jens
luckyx02
Hat sich gelöscht
#7451 erstellt: 13. Mrz 2011, 22:41
....ich will dein Vorgehen nicht in Frage stellen, aber ich belasse es wenn möglich alles soweit wie möglich original, reinige und schmiere nur neu ab !

Damit bin ich bisher bei all meinen restaurierten Drehern sehr gut gefahren.

Wichtig ist denke ich, das es im alten Zustand alles aufeinander eingelaufen ist.

Das ist ähnlich wie bei einem Verbrennungsmotor. Da würde auch niemand auf die idee kommen nach 500.000 Km die Lager vom 1. und 3. Zylinder zu tauschen.


Was ich aus all deinen Postings hier im Forum IMMER rauslese, ist das deine Dreher brummen, egal was für einer.

Vielleicht solltest du deine Vorgehensweise mal überdenken ?
rorenoren
Hat sich gelöscht
#7452 erstellt: 13. Mrz 2011, 23:09
Moin Lutz,

das Brummen ist natürlich von Anfang an da und ich bemühe mich, so wenig wie möglich an den Drehern zu tun.

Ich habe bisher nur wenige Motoren zerlegt, die meisten nur gereinigt und geölt.
(was mal Besserung brachte, mal nicht, wenn nicht, gab´s halt mal umgedrehte Lagerschilde (z.B. Dual 1009) usw.)

So sehr unterscheidet sich unsere Vorgehensweise also nicht.
(ausser, dass du auch die Optik restaurierst, wozu ich nur sehr selten Lust habe)

Mein Braunpole, die beiden Elac Miracord 50H, der Dual 502, sowie 1249, der BSR Senator und selbst ein 1224 (wie ich bereits schrieb) brummen/brummten nicht.
Die ganzen Direkttriebler die ich habe brummen eh nicht.
Selbst die tschechische Presspappe (Pro-Ject1) brummt nicht vom Motor her.

Das Brummen ist ja auch nicht immer so schlimm, dass es während der Musik gross stören würde, nur halt so, dass es in leisen Passagen da ist.

Nebengeräusche gibt´s bei Platten schon genug, da muss es nicht noch zusätzlich brummen.
(bei AC/DC isses egal....)

Gruss, Jens
luckyx02
Hat sich gelöscht
#7453 erstellt: 14. Mrz 2011, 00:24

Das Brummen ist ja auch nicht immer so schlimm, dass es während der Musik gross stören würde, nur halt so, dass es in leisen Passagen da ist.

Nebengeräusche gibt´s bei Platten schon genug, da muss es nicht noch zusätzlich brummen.
(bei AC/DC isses egal....)


Tja, da sind wir uns einig. Ich bin da auch sehr rigoros. wenn ich es nicht gut genug hinkriege, fliegt er ins Lager.

Im Betrieb und wirklich ohne Brummen spielend, sind nur diese Handvoll Reibradler, ein PE33,Dual 1218,2x L75 und ein Elac 22H.

Im Lager sind noch ein paar:

Der Dual 1019 ist mir zu lustlos, spielt für mich etwas überdämpft, vermutlich ob des recht schweren Tellers.

Mein 1009 ist was für "lustige Schellackabende", na und so weiter, aber brummen tun die nach dem ölen alle nicht.

Ansonsten auch nur DD's und zwei Phillipsche Riementriebler, die ich für ungewöhnlich dynamisch halte, 1x 212, 1x 312. Liegt wohl am hier sehr dicken und breiten Flachriemen, das es so wenig nach "Gummiband" klingt.
Aber Obacht der 212 muss im Teller bedämpft werden, ansonsten macht er einen hübschen akustischen Kurzschluss...

Der PE33 steht übrigens zum Verkauf, falls jemand Interesse hat kann er sich ja mal melden. Zu Verschenken ist er aber nicht...
ichundich
Inventar
#7454 erstellt: 15. Mrz 2011, 20:45
So Ich habe nun mal beide Elac 50 H II am laufen.

Auf dem einen habe ich mal das Sony XL-MC System verbaut, bei dem zweiten ist noch ein Audio Technica drauf.

Das Sony löst schon mal recht sauber auf in allen belangen, vieleicht könnte es ein wenig mehr Tiefgang haben.

Aber das ist jetzt gar nicht der Punkt, ich muste feststellen das einer von beiden in der Mechanik viel grober mit dem Tonarm umgeht als der andere.
Bei der Tonarmrückführung haut einer der beiden den Tonarm so arg zurück das er schon ein wenig zurückschwingt in Richtung Platte wenn er am Endpunkt angekommen ist.
Das macht der andere Dreher ganz sanft.

Wie kann ich das beheben ?

Yorck
Gesperrt
#7455 erstellt: 21. Mrz 2011, 23:23
Hallo,
habe mein nunmehr fertiggestelltes 4 teiliges Germanium-Phono-Preamp Teil samt dem hauptsächlich diskret aufgebauten Sulzer-Borbely Netzteil mal fotografiert, ich denke es passt zu meinem PE33 Studio, der ist ja auch so um 1963-65 gebaut worden....

Alles fein in Einzelverdrahtung auf Lötleisten gelötet und auf Gewindestangen übereinander gestapelt....keine Platinen, die Leistungs-Transen und die 2 LM317 Linearregler in der ersten Grobstabilisator Stufe des Sulzer-Borbely Regulator sind im Aludeckel innen mit Glimmer-Isolator-Zwischenscheibe angeschraubt, das Alugehäuse dient gleichzeitig als Kühlkörper. Klappt hervorragend und ist äußerst kompakt.

In den beiden Phono Kästerls sind die beiden Hochvolt- Ölpapierkondensatoren aus sowjetischer Produktion von 1962
oben am Deckel angeschraubt so dass auch hier der Raum in einem Höchstmaß ausgenutzt wird ohne dass es gestaucht ist.

Bei der Siebung habe ich ausschließlich kleine 220uF 35V Kapazitäten kaskadiert das ist viel besser als 2 oder 4 Fette Riesen-Kondensatoren...Die Ladeströme bleiben so schön klein. Da genügen dann auch normale Elkos und kein Super low ESR Edelgerümpel

Das Netzteil ist für die 0,25 Ampere Pro Monostufe gewaltig überdimensioniert, die Trafos vom Qualitätshersteller Michael und die Gleichrichtung sowie die CRC Siebung sind im schwarzen geschirmten Blechkästchen, im Sulzer gibts nur noch Gleichstrom, da streut nix ein.

000_0002
in Reihenfolge:
-2200uF Puffer Elkobatterie
-elektronischer Transistor-Entbrummer
-Vor-/Grob-Stabi einstellbarer LM317 Linearregler
und nachgeschalteter Sulzer Borbely Fein-Regulator

alles in zweifacher
Ausführung (R/L Kanal)
aber asymmetrisch in einem Gehäuse,
vollsymmetrisch wäre das Teil 2x so komplex, nicht
zu schaffen mit 50er jahre Lötleisten Technik es sei man
hat 1 Jahr Zeit nur für das Netzteil....

000_0003
Die in Gewindestangen aufgestapelten Lötleisten sind
durch die Rückseite mit Messinghutmuttern verschraubt.
Dito einige wenig belastete Leistungstransen von innen isoliert am Boden. (Kühlkörper ist der Aluboden selber)
Die stärker belasteten z.B. LM317 sind am Alu-Deckel

000_0004

000_0005
Stromzuführung mit Renkverschluß 4 Polig kommend vom Trafo


000_0006
2x Qualitätstrafo 1,7 Ampere 24V
und Schottkydioden-Gleichrichter
Ja ja man kann die Dioden noch mit Kerkos oder MKT brücken...muß man es? Nö.

000_0007
2x 1,7 Ampere 24V Trafo mit Schottkydiodengleichrichtung
und 2200 Uf CRC Siebung pro Seite (Genügt völlig für die Phonostufen die nur 0,25 ampere pro Seite brauchen)

000_0008
Eine der Germanium Vintage Phonovorstufen offen mit den beiden russischen Hochvolt 0,5uF MP Militär-Kondensatoren oben am Deckel hängend verschraubt...alles galvanisch getrennt vom Gehäuse mit Fiberscheiben und nichtleitenden Plastikschrauben.


000_0009

000_0011
Man sieht unten die zusätzliche 2,16 mH Ringkern-Drossel
in der Stromzufuhr. Der Ausgangs Elko ist mit udssr 500V MP Kondensator 0,22uF gebrückt.


000_0012
Das ganze Germanium Pre Vintage-Ensemble zusammen.


000_0013
in Aktion am hervorragenden PE33 Studio, vorne am Cinch- ausgang der Mono-Pres kann man jeden Amp mit AUX Eingang anschließen.

Der Klang ist bis auf den anfänglich etwas schmalen Bass super, aber das wird noch geändert.
Das Problem die Phono Pres entzerren wegen des frühen Konstruktionsjahres 1963 noch nach IEC98 und dort ist ein Rumpelfilter fest integriert also fehlt etwas Tiefbass unter 30 Hz.
Ab ca 30 Hz aufwärts ist die Entzerrkurve wieder 1:1 deckungsleich mit dem heutigen RIAA, diese Subsonic- Abschwächung der unteren Frequenzen will ich, wenn das geht, ausbauen, hat einer eine Idee wo sich dieser Rumpelfilter in der Vintage Schaltung meinen Phonopres verbirgt, was muß ich ändern an der Schaltung, dass das Teil 100% nach Riaa entzerrt und nicht mehr unter 30Hz dicht macht...?

Hier nochmal der Schaltplan:

http://bilder.hifi-forum.de/medium/164967/bild-1_39877.jpg

P.S. Nachtrag, seit ich den 68K Eingangswiderstand auf 47K geändert habe ist der Bass erheblich fundamentaler, der 68k Widerstand war wohl für das Philips Gp412 nicht richtig.
Dennoch würde mich interessieren, wie ich den Zwangs-Subsonicfilter aus den Pres bekomme...auch wenn sich die nicht/kaum hörbar auszuwirken scheinen...

Viele Grüße

Yorck


[Beitrag von Yorck am 22. Mrz 2011, 13:47 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#7456 erstellt: 22. Mrz 2011, 02:20
Alter Schwede, Dirk,

da hast du dir ja richtig Mühe gemacht!

Die 68kOhm liegen wechselstrommässig parallel zum 120kOhm Widerstand.
Damit kommst du schon in die Nähe von 47kOhm.
(keine Lust zu rechnen)

Weniger Eingangswiderstand nimmt meist zuerst Höhen und Mitten weg.
Damit klingt es dann voller.
Allerdings ist die Gittervorspannung am ersten Transistor damit auch geringer.

Das würde ich wieder rückgängig machen und das System vor dem Eingangskondensator mit einem Poti abstimmen.
Dann Wert messen und nächste Festwiderstandsgrösse einsetzen.

Anfangen würde aber ich mit dem Kondensator selbst.
Es schadet sicher nicht, hier z.B. 47µF einzusetzen.
(das ist in dieser Schaltung ein Punkt, an dem (theoretisch) Bässe verlorengehen könnten)

Auch den Emitterkondensator (500µF) könntest du vergrössern.

Das alles ändert nichts an der Entzerrung selbst.

Ob 30 Hertz noch übertrtagen werden oder nicht, spielt keine Rolle.
Solche Frequenzen gibt ein Lautsprecher nicht wieder, auch wenn´s draufsteht.
(vielleicht bei minus 20dB)
Wenn der von Rim angegebene Frequenzgang (20-20000Hz +- 0,5 dB) stimmt, ist das alles nicht der Grund für eine Bassschwäche.

Kritisch könnte die Induktivität der Spule sein, bzw. deren Gleichstromwiderstand.

Der liegt nämlich der Induktivität nochmal frequenzunabhängig in Reihe.
(sozusagen)

Da könntest du mal mit einem in Reihe geschaltetem Poti (ca. 100 Ohm bis 10 kOhm) herumspielen.
(moderne Spulen sind meist niederohmiger als damalige gleicher Induktivität)

Bei sehr tiefen Tönen verhält sich die Spule fast wie ein Widerstand mit dem Gleichstromwiderstand derselben.

Kann von der Wirkung auch andersherum sein, weil 2 Transistoren sich diese Schaltung (R9, L1, C4/R10) mit ihren Emittern teilen.
(Gegen/Mitkopplungen sind für mich immer etwas unverständlich)

Ich kann so Zeugs nicht berechnen, aber das wären meine Ansatzpunkte.

Gruss, Jens
ichundich
Inventar
#7457 erstellt: 22. Mrz 2011, 09:48
@Yorck, das sieht mal echt super aufgebaut aus gratuliere.

Leider habe ich von der Materie keinen schimmer sonst würde ich mir auch so einiges selber bauen.

Also ich finde es echt super viel spaß damit.

hifi-collector
Stammgast
#7458 erstellt: 22. Mrz 2011, 10:47

rorenoren schrieb:
Alter Schwede, Dirk,

da hast du dir ja richtig Mühe gemacht!

Die 68kOhm liegen wechselstrommässig parallel zum 120kOhm Widerstand.
Damit kommst du schon in die Nähe von 47kOhm.
(keine Lust zu rechnen)

Weniger Eingangswiderstand nimmt meist zuerst Höhen und Mitten weg.
Damit klingt es dann voller.
Allerdings ist die Gittervorspannung am ersten Transistor damit auch geringer.

Das würde ich wieder rückgängig machen und das System vor dem Eingangskondensator mit einem Poti abstimmen.
Dann Wert messen und nächste Festwiderstandsgrösse einsetzen.

Anfangen würde aber ich mit dem Kondensator selbst.
Es schadet sicher nicht, hier z.B. 47µF einzusetzen.
(das ist in dieser Schaltung ein Punkt, an dem (theoretisch) Bässe verlorengehen könnten)

Auch den Emitterkondensator (500µF) könntest du vergrössern.

Das alles ändert nichts an der Entzerrung selbst.

Ob 30 Hertz noch übertrtagen werden oder nicht, spielt keine Rolle.
Solche Frequenzen gibt ein Lautsprecher nicht wieder, auch wenn´s draufsteht.
(vielleicht bei minus 20dB)
Wenn der von Rim angegebene Frequenzgang (20-20000Hz +- 0,5 dB) stimmt, ist das alles nicht der Grund für eine Bassschwäche.

Kritisch könnte die Induktivität der Spule sein, bzw. deren Gleichstromwiderstand.

Der liegt nämlich der Induktivität nochmal frequenzunabhängig in Reihe.
(sozusagen)

Da könntest du mal mit einem in Reihe geschaltetem Poti (ca. 100 Ohm bis 10 kOhm) herumspielen.
(moderne Spulen sind meist niederohmiger als damalige gleicher Induktivität)

Bei sehr tiefen Tönen verhält sich die Spule fast wie ein Widerstand mit dem Gleichstromwiderstand derselben.

Kann von der Wirkung auch andersherum sein, weil 2 Transistoren sich diese Schaltung (R9, L1, C4/R10) mit ihren Emittern teilen.
(Gegen/Mitkopplungen sind für mich immer etwas unverständlich)

Ich kann so Zeugs nicht berechnen, aber das wären meine Ansatzpunkte.

Gruss, Jens


Alle Achtung, der Phono Pre ist vom Aufbau her wirklich klasse und sehr aufwändig gemacht. Hut ab, das könnte ich nicht. Ich habe den Beitrag von Jens hier mal mit Absicht komplett kopiert. Wenn man sich das nämlich mal kritisch durchliest, bekommen alle Aussagen zum Klang von jeglichen Hifi Geräten alter oder neuer Machart etwas Surreales. Durch Abändern geringer Widerstands- und/oder Kondensatorwerte ändert sich das Klangverhalten von Tonabnehmersystemen, Verstärkern etc. Warum dann nicht gleich Verstärker mit Klangreglern kaufen, wie es sie früher gab? Oder einfach die Loudnesstaste einschalten? Man kann sich den ganzen heutigen High End Voodoo mit Netzleisten, fetten Kabeln, Klangschälchen und sorgfältiger Abstimmung aller Komponenten sparen, wenn man nur einen guten Vorverstärker/Verstärker/Receiver mit mannigfaltigen Möglichkeiten zur Beeinflussung des Klanges hat.

Gruß

Andreas
Yorck
Gesperrt
#7459 erstellt: 22. Mrz 2011, 14:21
Hallo Jens, hallo Frank, hallo Andreas,

vielen Dank für das Lob und die Tipps,
es hat Spaß gemacht das Teil so zu bauen als hätten wir
jetzt 1963 (naja fast -- ein OP Amp und ein Linearregler ist ja im Netzteil enthalten mit GE Transen wäre ein Sulzer nicht machbar, da hätte es ein Shunt Regulator werden müssen, aber der ist noch größer, so etwas lohnt nur wenn man einen 60s Regietisch zentral versorgen muß... )

Die Phono-Signal-Amps (Also alles außer den Netzteil Komponenten) sind nur aus Vintageteilen orig aus den 60s und frühen 70s gefertigt. (Auch die Elko Kondensatoren sind formierte und geprüfte originale Siemens, Wycap und Erotypen aus dieser Zeit die bis vor einem Jahr in einer ELA Anlage in einem Kaufhaus Dauer-Dienst taten, also fit geblieben sind seit den 60s, da nie entladen herumgelegen.)

Das klingt also exakt so wie es Rim damals in die Studioeinschübe für den BR baute.

Hörbert (Günther) schlug mir vor alles zu lassen
wie in dem sehr gut durchdachten Rim-Bauvorschlag
und lediglich den Eingangskondensator auf 1Uf zu erhöhen,
nach seiner erfahrung liegt der Subsonicfilter bewusst
an dem knapp dimensionierten Eingangs MP Kondensator
der mit 0,5 eben die Tür bei ca 30HZ unten beginnt abzuriegeln. Dies ist aber klanglich auch nicht der Grund für die anfängliche Bassschwäche. Die hat sich im Laufe des Abends nämlich verdünnisiert, ich glaube die 52 Jahre ungenutzt liegenden Transen haben irgendwie erstmal ihre Form wiederfinden müssen, oder die Elkos mussten sich nach etwas herumliegen in meiner Bastelkiste erneut formieren.
Sowas kommt vor.

Wie auch immer, nach 3 Stunden Dauerbetrieb war der Grundton voller (oder mein Gehör hat sich linearisiert?!?!? Teils habe ich auch bei Röhrenamps die Erfahrung dass es erst nach Stunden oder Tagen des "Einspielens" nach der Restauration richtig rund klingt, evtl. muß man sich erst an die Abstimmung der einzelnen Geräte gewöhnen. Ich höre ferner viel mit guten Beyerdynamic DT990 Kopfhörern, dann ist es natürlich an Boxen jedesmal weit weniger füllig...
Kann sein dass ich die Schwachstelle war.

Ich stimme Dir zu ich werde das mit den Potis mal antesten, bin gespannt wie es sich auf das GP412 optimieren lässt. Erstmal baue ich wieder den 68K Widerstand ein.

Ich kann jedenfalls nur sagen, dass die Stimmenwidergabe
bei diesen 60s IEC98 Germanium Pres wunderbar ist, ich habe außer bei Röhren und der sehr gut eingespielten voll restaurierten Grundig MXV100 Class A Midivorstufe niemals diesen sonnigen fast schon lächelnden Stimmenton bei Frauenstimmen gehabt.

Selbst geliehene sehr teure Phono Pres heutiger Vodoo-Fabrikation haben mich nicht überzeugt.
Irgendwas fehlt heute (oftmals).

Ich bin der Meinung TOO MUCH "Messwunder" bei allem ist kontraproduktiv, die Geilheit nach jenen Messwundern heute verdirbt den Ton ins analytisch nervige.

Der größte Schwachpunkt ist der Mensch und sein Hör- / Gemütszustand.

Klangreglernetzwerke in hochwertiger Ausführung

wie hier beim hervorragenden Grundig SV140 Amp der 60er

http://www.google.de...-ITYr_G4L94AaXk-TkDQ

sind eine gute Lösung. Wo bleibt der gute alte Equalizer mit parametrischen Funktionen?!?! So etwas macht sogar in Studios Sinn, warum also daheim immer nur linear hören?

Auch bei Plattenspielern (Linn LP12, Bohrinseln mit klickig abgestimmtem Highend MC etc...)
und den Lautsprechern...

Leute,
z.B. Konushochtöner sind "OUT2, aber warum?
0 8 15 Kalotten klingen nicht besser als Top-Konuslautsprecher.

Im Gegenteil.

Stimmen kommen über spezielle Papier-Konüsschen
im Mittel und Hochtonzweig super, es kann also auch hier lohnen ganz bewusst einmal gute Boxen aus den 60ern zu benutzen oder welche nachzubauen, die nur die bekannt guten immer noch neu verfügbaren Papierkonüsse (Visaton / Monacor etc...) benutzen!

Bei den Riesen-Studioboxen von Grundig sind teilweise 4 Konus-Hochtöner und 4 Konus-Mitteltöner in einer Box.

Grundig Box 80 und Box 100!

Die klingen klingt super und nach "Lehrbuch" dürften die nur muffig klingen. Die pfeifen aber auf das Lehrbuch!!!
Ich pfeife darum auf Dogmen.

In meinen RIM Germanium Phonpres a la 1963 findet sich kein einziges Vodoo Teil.

Kein symmetrisches 4x 10.000 uf Riesennetzteil.

Dafür aber das Bestmögliche in aysmmetrisch und mit kleinen
kaskadierten 08/15 35V Kondensatorbänken mit "grad mal" 2.200 uf pro Seite. Das ist physikalisch vollkommen in Ordnung! Kleine Ladeströme, niedriger ESR da kleine Einzelkapazitäten das Problem des ESR gar nicht erst aufkommen lassen. Will heißen, das Vodoo heute schafft sich oftmals sein eigenen Probleme durch OVERSIZING jenseits des
Notwendigen und Sinnvollen.
Was helfen Riesen-Ringkerntrafos in einem separaten Phono-Netzteil. Nix außer Platzverschwendung, unter großer Last (die man mit einem Pre Amp eh niemals ausnutzt außer beim Einschalten) schlägt jeder gute Blocktransformator wegen besseren Kern-Sättigungsverhaltens die heute so probaten Ringkernteile.

In fetten pegeltauglichen Endstufen gehören demnach geschirmte Blocktrafos ggf. höchstens Schnittbandkerne, wenn es richtig Vollaststabil sein soll und dennoch nicht extrem sperrig bauen soll.
Ringkern braucht man nicht.
Es sei man baut das Netzteil IN DEN PHONO AMP ohne ausreichende Schirmung.

Die Schirmung soll dann der Trafo übernehmen.

Das ist Quatsch. Blödsinniges Engineering.
Dennoch leider in einer ganzen Menge teurer sog. High End Phono-Kisten namhaftester Hersteller Gang und Gäbe.

Ich bin ferner ganz eurer Meinung, ein klüger durchdachtes, an das System individuell angepasstes / anpassbares Gerät schlägt jeden Kabelklang oder das wilde Vodoo-Konzeptionieren im Nachhinein. (Geräte-Tuning?!?!)

Man sollte besser die Schaltungsanpassung durchdenken als mit Vodoo-Kabeln oder anderen "vermeintlich edlen" Boutiquen-Zutaten zu jonglieren um Löcher im Konzept zu stopfen nur um Modezwänge und Dogmen zu erfüllen.

Mundorf-Kondensatoren Stück über 80 Euro braucht man nicht, ölgefüllte Militär MP Kondensatoren höchster Güte (gibts preiswert aus der ehem. Sowjetunion, DDR oder aus alten Telefonanlagen der Bundespost hierzulande) die ölgefüllten Kanister-Teile haben trotz kompakter und leicht befestigbarer Bauart das gleiche hervorragende klirrarme Verhalten, sind oftmals bifillar gewickelt und haben mikrofonieunempfindliche (Schwere!) Zinn-Silber Metallfolien die bei den Boutiquencaps a la Jensen oder Mundorf Unsummen kosten. Kann man getrost einsparen und den Rest besser in eine neue original oder Jico-Nadel für den V15/3 oder 412 Tonabnehmer stecken Das hört man nämlich nachweislich.

Viele Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 24. Mrz 2011, 12:12 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#7460 erstellt: 22. Mrz 2011, 16:26
Moin,

ja, ja, das Gemüt.

Hier


Vodoo heute schafft sich oftmals sein eigenen Probleme durch OVERSIZING jenseits des
Notwendigen und Sinnvollen.


Stimme ich voll zu.

Das ist bei Plattenspielern mit tonnenschweren Teller das Lager, bei Monsterendstufen wird´s sogar mit dem Netzstrom eng oder geht gar nicht erst.
Röhrenmonster mit zig- oder gar hunderten Watt an wirkungsgradarmen Lautsprechern, nein danke.
CD- Player die schwerer sind als ein vernünftiger Verstärker....
D/A Wandler so gross wie ein Verstärker, wozu?

Nichts gegen solide, uberdimensionierte Bauweise, aber man kann auch übertreiben.

Dein Phonoteil gehört sicher schon zu Letzteren, aber das ist im Selbstbau erlaubt.
(zumal Änderungen später leichter möglich sind und eine Minimalausführung evtl. auch)
Gefällt mir trotzem, aber zu wenig Röhren drin.

Das mit der Klangverbesserung in den ersten Stunden kenne ich auch.
Was davon Einbildung ("linearisieren") ist und was davon messtechnisch nachweisbar, also real wäre, weiss ich nicht.
Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass sich Elkos und evtl. auch Folien im Betrieb noch leicht verändern.
(bei Elkos fliesst am Ende ein niedrigerer Erhaltungsgleichstrom, vielleich passiert so etwas mit Folien auch ein bisschen (statisch))

Aber egal, Hauptsache es ist jetzt gut.

Gruss, Jens
Yorck
Gesperrt
#7461 erstellt: 23. Mrz 2011, 18:27
Hallo Jens,

das ist genau was ich meine....FETT DARF ES SEIN, aber im Rahmen des nutzbar Sinnvollen--zumindest wann man was fertig Gebautes erwirbt--beim Basteln überkommt einen das Oversizing, denn die Mehrkosten fallen dann nicht so ins Gewicht als wenn das ein Marketingfutzi kalkulieren muß, naja und eine saubere regelbare 12-24V 1,7A Stromquelle ist ja immer brauchbar...Fast hätte ich übrigens den Sulzer auch noch symmetrisch also 4 fach gebaut....man riet mir ja dazu, bloß hatte ich keinen Plan die ganzen Schaltungen auf symmetrisch neu zu berechnen... (Lebensprojekt)

DAS HIER WÄRE z.B. WAS FÜR MICH---

http://cgi.ebay.de/2...&hash=item2a0f1f9b87

aber dann müsste ich die beiden 30 KG 100 Watt Röhrenmonster (TESLA!) auch sinnvoll "ausfahren" können und das kann ich in meiner Bude nicht und darum reichen mir 35 Watt pro Kanal Röhre aus dem Telewatt VS70 und das ist schon weit mehr als ich brauche (2x10 Watt aus 2x EL95 pro Kanal im kleinen Sennheiser Stereo-Amp genügen!) an den effizienten Dual CL172 und CL190 Boxen.

-----

So heute ist mir, unverhofft, aus altem Studiobetrieb eine echte Stereo Profi-Phonostufe aus den 60s in die Hände gefallen...ausgerechnet jetzt wo ich meine eigenen Germaniumteile fertig habe, sagte mein Ex-Kollege Karl er hat eine alte teilzerlegte im Keller übrig, hahaha
(Er war bei dem amerikanischen Soldatensender AFN
in den 70ern Zivilangestellter im Bereich Stromversorgung und hat da einiges wohl an ausgemustertem Army-Zeug mitgehen lassen !!!)

Das Teil werde ich mir schön aufbauen und mit meinem zeitgenössischen RIM vergleichen, das hier ist ein echter FM Broadcast RIAA Preamp mit einstellbarem Stereo-Gain und diversen Impendanzanpassungen die man per Jumper einstellen kann...

Und das beste der ist laut Prüfstempel vom 04.02.1964 und ausschließlich mit selektierten Motorola Germaniumtransen bestückt....

Wie ich sehe auch 8 Stück in der Riaa Entzerrersektion (Stereo). Das war wohl damals der Standard bei den Studioteilen.

Die Marke GATES ist durchaus bekannt für sehr hochwertige Reibrad Studiodreher der 60er. Ähnlich Rec o´Cut und Bogen.

Leider ist bei dem Pre im Laufe der Zeit was vom verkabelten Fernbedienteil abhanden gekommen, das muß ich erstmal durchmessen den ganzen Kabelsalat, die Faceplate der Fernbedienung ist immerhin noch da und die Schaltung im ehemaligen Einschub noch vollständig.

Das Netzteil das die Amis hier verwendeten ist ein Witz,
der 110V Trafo so groß wie ne Telefonsprechmuschel und das war damals Profiliga...

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

(p.S. mein RIM Germanium Pre klingt echt nun nach Einspielphase supergut, die Elkos müssen sich formiert haben...oder die teils ewig schlummernden GE-Transen (1959 New Old Stock Valvos!) erwacht....
Eine nachträgliche Vergrößerung des Eingangskondensators auf 1 Uf per Wima MKP10 brachte keine nennenswerte Änderung, es bleiben also 0,52uf wie im Bauvorschlag -egal ob da ein Subsonic Filter unter 40Hz werkelt oder nicht...der Bass ist echt sauber--würde sagen ich war den genauen und straffen Bass nicht gewöhnt, die Phonostufe im Grundig MXV100 übertreibt den Bass leicht, selbst mit Lineartaste gedrückt, was mich aber nie gestört hat... )


Ich muß gestehen, den passenden Broadcast Gates Dreher hätte ich auch gerne !!

Bild 5

Viele Grüße

Yorck


[Beitrag von Yorck am 24. Mrz 2011, 12:14 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#7462 erstellt: 23. Mrz 2011, 18:44
Moin Dirk,

das ist doch mal ein interessantes Teil, das du da geerbt hast.
Denke daran, dass es vemutlich 110V hat und nicht 230/220!

Die Sache mit dem Netzteil würde ich mal an deinem Pre versuchen.
Je nach Stromaufnahme eine entsprechend dimemnsionierte RCRC Kette und fertig.
Regelung ist zwar nett, aber m.E. nicht unbedingt nötig.

Bei meinem Röhrenzeugs komme ich prima ohne klar.
(wobei ich die Heizung der Einfachheit halber natürlich über 12, bzw. 6V Stabis laufen lasse)

Bei sehr niedrigen Ströme kann man auch gut mit Z-Dioden arbeiten, wenn die Spannung zu hoch ist.

Einfach ist gut, lautet meine Devise.
(weil ich kompliziert nicht kapiere )

Bin mal gespannt, wie das Teil klingt.
germi1982
Moderator
#7463 erstellt: 23. Mrz 2011, 21:20

rorenoren schrieb:
...Denke daran, dass es vemutlich 110V hat und nicht 230/220!

....



Das sieht man auch auf dem letzten Bild, da steht 115 VAC auf dem Typenschild wenn mich nicht alles täuscht...

Eventuell gibts eine Umschaltung, muss man mal danach suchen. Ich weiß das es sowas bei Zenith bei der Transoceanic-Serie gab, die haben drauf hingewiesen dass man auf die Netzspannung achten soll und man es umschalten muss wenn man eine andere Netzspannung hat, wie das geht sollte man in der Gebrauchsanweisung nachschlagen. Das gabs allerdings nur bei den letzten Modellen, ich habe den Transoceanic Royal 3000-1 aus Mitte der 60er, der hat kein eingebautes Netzteil. Das ist auch ein tolles Gerät vom Klang her, hat zwar nur ein halbes Watt, aber klingt trotzdem wie groß. Die Transistoren sind alle gesockelt...wer macht denn sowas? Noch nicht mal ICs werden gesockelt...

http://www.youtube.com/watch?v=7rtj0bXUF6k

http://www.youtube.com/watch?v=PZ5vci6xlXU


[Beitrag von germi1982 am 23. Mrz 2011, 21:23 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#7464 erstellt: 23. Mrz 2011, 23:33
Hallo Germi,

ich habe heute die sehr schöne (!) Phonostufe von Gates genauer angeguckt, der vermeintliche Trafo ist eine Drossel
mit 2,5 Henry....also ist gar kein Netzteil eingebaut der DC-Strom kam somit also schon stabilisiert aus dem Regietisch-Netzteil....

Der Plattenspieler hatte 110-117V 60Hz aber der hat mit dem Pre nicht direkt was zu tun...der Pre ist im Regietisch nicht im Dreher, das Bild war nur um den passenden Dreher mal zu zeigen ich habe den Dreher ja nicht.... d;)
Naja ich muß nun die korrekte DC Spannung herausfinden die in den Pre reingeht, kann sein dass die evtl 48V DC Phantomspannung angezapft haben....ich habe heute an Gates USA wegen Schaltplan gemailt (HARRIS Broadcast INC. heißen die mittlerweile und sind so etwas wie Sennheiser / Klein und Hummel hierzulande...) Die werden den Plan sicher noch archiviert haben, da das nette Phono-Teil bei US- Radiostationen sicher gängig war. In jedem Fall ist das was sehr Interessantes, da Pre-Gain einstellbar ist von ca 25-65DB das könnte sogar nicht ganz zu leise MC Systeme abdecken wie das Denon DL103 !

Das Teil ist ganz sicher ein gutklingendes Vintage-Teil da dort ja noch eine so große Drossel / CLC Nachsiebung installiert ist auch alles andere als Billig.
Ich bin sehr gespannt....es fehlen am Fernbedienteil leider ein paar Schalter und Potis, deren Werte und Anschlußschemata muß ich finden....dann wirds hier richtig abgehen mit dem PE daran AFN hat ja nun in den 60s und 70s einige heiße Beats durch den Äther geschickt....
"Good morning Vietnam"
sag ich nur

Die Einstellung "Roll Off" ist wohl der Rumpelfilter und
die neutrale Position ist für uralte 78er Schellacks aus den 30er die nicht entzerrt werden müssen da die bei der Aufnahme auch nicht Riaa verzerrt wurden.
Heute bieten das alles nur noch sehr teure
Spitzenphono Pres in Spezialanfertigung...

Viele Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 24. Mrz 2011, 12:22 bearbeitet]
germi1982
Moderator
#7465 erstellt: 24. Mrz 2011, 22:45

Yorck schrieb:
...AFN hat ja nun in den 60s und 70s einige heiße Beats durch den Äther geschickt....
"Good morning Vietnam"
sag ich nur

...



Ja, haben sie. Und ich höre das jeden Tag auf der Arbeit, denn der ehemalige AFN-Moderator "retired Air Force Sergeant" Rik DeLisle der später u.a. auch den RIAS 2 aufgebaut hat, moderiert bei Radio Bob - Hessen Rock&Pop.

Der hat sogar seinen eigenen Wiki-Artikel:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rik_DeLisle

Wenn man früher mit der U-Bahn an den AFN-Sendemasten vorbeigefahren ist konnte man aus den Lautsprechern wo normal die Durchsagen rauskommen den AFN hören...wiedermal Murphys Gesetz der Elektrotechnik:

Eine Oszillatorschaltung ist durch nichts zum Schwingen zu bringen, eine Verstärkerschaltung hingegen schwingt sofort...


[Beitrag von germi1982 am 24. Mrz 2011, 22:48 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#7466 erstellt: 28. Mrz 2011, 21:09
Auch ein schöner Dreher der Neckermann BSR 810, steht hier in Düsseldorf, aber ich habe so viele Kisten, bin voll, würde mich freuen wenn der in gute Hände käme und vor allem mit einem guten System ausgerüstet adequat ausgefahren würde
Ein schönes und ungewöhnliches Teil von großer Solidität.
Ein Mittelding nzwischen PE2020 und Elac 50H

Der Motor ist ein großer Hysterese Synchronmotor wie beim 50H, im BSR aber aus Italien von Motori Marconi SPA.

http://cgi.ebay.de/w...eName=STRK:MEBIDX:IT

------------------


Am Samstag hatte ich Gelegenheit gehabt meine nun gut eingespielten Germanium Pres mal mit einer nagelneuen Quad 24P Röhren Phonostufe vergleichen zu können,
Freu, das selbstgebaute Germaniumteil ist
an einer neutral abgestimmten T+A Endstufe so gut wie nicht
vom Quad zu unterscheiden, eine gewöhnliche Transistorkiste Oehlbach XXl jedoch sehr leicht.

Mein Freund Albert, ein echtes Goldohr wollte wissen wo man die lustigen Alukästchen kaufen kann, als ich sagte die seien selber gebaut und nur mit 1963er Germanium Teilen im Signalweg aufgebaut ist ihm der Unterkiefer runtergefallen.

Muß man selber bauen kann man nicht für Kohle irgendwo bestellen.

Übrigens ich hatte heute mal meinen Pe33 Studio im Gepäck samt GP412 Philips System. Albert hat einen TD125 mit 12 Zoll Micro Seiki Arm aus den 70ern. Der Pe hat deutlich (!) mehr Knackigkeit im Bereich schnell geschlagener Trommeln und das ZiSCH eines Beckens kommt schnell und ohne das bedeckte TAschentuch vor dem Lautsprecher--in diesem Falle Tannoy Monitore aus den 90ern.

Man kann den PE33 Studio zurecht als Eisblau darstellenden Schnelltöner bezeichnen, er hat ganz unglaublich kurze Darstellungsspitzen in jeder Hinsicht erfreulich.
Ich würde sagen, dass das an der sehr steifen Platine aus Rippendruckgguss und dem Sanwich Teller Stahl mit verschraubter antimagnetischer Aluauflage sowie dem Tonarm aus Aluhohlguss in seinen präzisen Hartkugellagern liegt.

Viele Grüße

Yorck


[Beitrag von Yorck am 28. Mrz 2011, 21:18 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#7467 erstellt: 30. Mrz 2011, 19:05
Himmlisch, es ist wieder einer der wenigen verbliebenen
original erhaltenen PE33 Studio mit dem wunderbar transparent klingenden integrierten PE TV204 Germanium RIAA Phono Vorverstärker zu haben, der feine Phono Stereo Vorverstärker alleine ist schon ein großartiges Stück historischer MM-Entzerrertechnik der 60er Jahre mit Germantransen der Sorte OC304/3 (Valvo, ITT oder Mullard Transen in seltener selektierter High Gain Spezialausführung sehr rauscharm...sucht die mal in neu, da diese Transen hervorragend für Gitarren Effektgeräte nach 60s Vorbild geeignet sind, ist der Markt an historischen GE Transen der 1. Qualität leergefegt, das Stück der Valvo-Transen in selektierter Version lag zuletzt bei 15-20 Euro das Stück bei Tube Town Ltd. )

http://cgi.ebay.de/P...D8105134690795928818



Viele Grüße

Yorck


[Beitrag von Yorck am 30. Mrz 2011, 19:12 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#7468 erstellt: 30. Mrz 2011, 20:01

Schnief, wer hat denn diesen unglücklich trauernden, sträflich missachteten Pe33 Studio so zugerichtet

http://cgi.ebay.de/R...&hash=item3366651365

Was für eine Beleidigung für diesen edlen, wunderbaren und eigentlich fast unzerstörbar soliden Reibrad-Riemen Superdreher. Sieht aus wie ein typischer Post-Versand-Vergewaltigungsschaden...

Das hat ja noch nichtmal eine heutige Conrad-Pappschachtel verdient!!!

Hoffe die gehärteten Arm Kugellagerkonusspitzen sind nicht abgebrochen...
schwer zu bekommen, die Kugellager gibts im Uhrenbedarf noch neu.

Bittteeee retten und nicht ausschlachten!!!!

Viele Grüße

Yorck


[Beitrag von Yorck am 30. Mrz 2011, 20:13 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#7469 erstellt: 31. Mrz 2011, 10:14
Wunderschöner und konstruktiv mit 3 Reibrädern
(Für jede Geschwindigkeit ein Eigenes!)
höchst ungewöhnlicher alter US-Rundfunk-Plattenspieler...
den in einer schönen dunklen Ebenholzzarge und einen schönen alten 12 Zoll Rundfunk-S-Arm von Neat/Micro daran TOP!

http://cgi.ebay.com/...&hash=item4158100472

Bild 1
Presto Pirouette T-18A :

Bild 2

Bild 3
Das is mal nen Tellerlager wie ne Dampflokachse
- wa?

Bild 4

Nen E-Antrieb wie ein Anlasser eines Cadillac V8 !
(60HZ mit Umrichter hier zu realisieren ist kein Problem, das macht der Sebb und ich auch so, ist viel einfacher als die Messing-Motorpulleys neu drehen zu lassen......)

Hach es gibt sooooo schöne alte Profilaufwerke die vollkommen unbeachtet für wenige Kröten verscherbelt werden, dieser
Presto Pirouette ist ein tolles Beispiel eines solchen
Schnäppchen Exoten..

(Presto-Amerikas bekanntester ehem. Hersteller für prof. Plattenschneidemaschinen und sehr gute Röhren-Entzerrer
sowie integrierte Hifi-Tube-Amps der Spitzenklasse ähnlich Scott

(Bogen-Presto - Teil der LEAR SIEGLER GROUP INC.
die gleiche LEAR Firmengruppe übrigens baut heute die bekannten LEARJET Privat-Flugzeuge !)

Traumhafte US-Schlachtschiff Materialqualität, das kann keine TD124 oder Garrard 301 besser, wenn man deren Mondpreise dem Witzpreis hier gegenüberhält gibts nur die Erklärung des Namens-Hypes von Garrard usw...vergleichbare Garrards können mal eben 2-3000 Dollar kosten.


Viele Grüße

Yorck


[Beitrag von Yorck am 31. Mrz 2011, 10:44 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#7470 erstellt: 31. Mrz 2011, 13:27
Noch was Schönes im WWW gefunden, wahrhaft erfreulich,
diese erste externe Fisher TR1 Riaa Stufe 1957,
übrigens das welterste Spitzengerät im Hifisektor überhaupt mit (Germanium) Transen!!

Bild 6

Bild 7

Bild 9

Bild 8

Und das

Bild 10

ist so eine, heute
sehr seltene frühe 2N109 Germaniumtranse aus Glas
in Zäpfchenform, die wurden von RCA, Motorola
und Texas Instruments bis in die 60s noch gebaut.
Auch in US Autoradios. Die Russen haben das Teil bis in die 80er noch für militärische Zwecke produziert...ist nämlich EM-Strahlungs geschützt im Gegensatz zu normalen Silikontransen.

Bild 5

Seinerzeit war das TR1 Gerät äußerst innovativ und preislich keinesfalls ein Schnäppchen.

http://transistorhistory.50webs.com/fisher.html

Sehr lesenswert, der obrige Artikel,
Fisher brachte also definitiv den ersten und, wenn man den US amerikanischen Hifi- und Phonoforen glauben kann, wohl bestklingendsten Transistor Phono Vorverstärker aller Zeiten heraus, heute erzielen die verbliebenen Geräte unglaublich hohe Liebhaberpreise ähnlich den bekannt guten Fisher Röhren Phonovorstufen...

Bild 11

neulich in der Bucht als Päärchen für über 600 Dollar weggegangen!!

Klanglich soll das Teil einer Marantz 7 Phono-Vorstufe vollkommen ebenbürtig sein.
Das feine Transen Vintage-Teil nutzt 3 Germaniumtransen 2N109 pro Kanal (ist jeweils ein 9V Block batteriebetriebenes Monokästchen mit selbst noch für die heutige Zeit sehr guten Klirr und Rauschdaten...)
Sehr fein...hat sogar Hoch und Niederpegel
Phono-Eingänge (MC?) ...
Ich werde das mal demnächst nachbauen... könnte sehr interessant werden, GE Transen dieser Bauart gibts als Russische Lizenzbauten der US Varianten noch recht günstig.

Viele Grüße

Yorck


[Beitrag von Yorck am 31. Mrz 2011, 22:22 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#7471 erstellt: 31. Mrz 2011, 21:25
So heute ist von meinem Freund Karl
noch eine Überraschung eingetroffen,

2xDUKANE 3A55

DU KANE Profiübertrager

Charly / Karl
ist der Kumpel der früher mal bei AFN war.
Er hat mir zwei überaus wertige MU Metall gekapselte Mikrophon Step up Übertrager 1:15 von 1963 geschickt
---- Vielen lieben Dank!!!!!!

Es sagte das seien die breitbandigsten Mischpult-Eingangsübertarger der gesamtem
NF Technik-Produktion die in den USA im Rundfunk benutzt wurden.

GUKANE 3A55

Vielleicht kann mir hier ein Kenner der Denon
DL103 MC Materie sagen ob das hinhaut -zugegeben zweckentfermdet-, die Daten der beiden Trafos sind:


DUKANE 3A55 Broadband
STUDIO MICROPHONE
INPUT TRANSFORMER

Turns ratio 1:14.
150 to 30 Kiloohms.
20Hz-20,000KHz +-1dB

----------------

Hier die Daten des DENON DL103

Low Output Moving Coil (MC): runder Schliff

Frequenzbereich: 20 Hz- 45 kHz

Ausgangsspannung: 0,25 mV

Ausgangsimpedanz: 40 Ohm

Recommended load : >100ohms

Hmm das mit 150 Ohm Trafoeingangsimpendanz müsste doch mir der Ausgangsimpendanz des DL103 ganz gut harmonieren, die Ausgangsseitigen 30K Ohm des Trafos könnte doch wiederum mit dem 47K Eingang beim Riaa MM Amp ungefähr hinhauen
Oder was ist zu erwarten, wenn ich den 30K Trafo am 47K Eingang vorschalte??
Höhenverlust?? Das wäre natürlich dann blöde...
Dann würde das nichts bringen ohne dass ich einen anderen Amp mit alternativem 30K MM Eingang zusammenbaue wie den Fisher da oben. Der hat einen optional schaltbaren 27K Eingang.

Der Witz ist übrigens, dass eine Menge "Pseudo Kenner"
zu unglaublichen Preisen, wohl des Namens wegen, die viel weniger geeigneten ALTEC4722 Mikrofoneingangsübertrager für MC Anpassung zweckentfremden...der Name, nicht die Leistung ist hier ausschlaggebend denn die können doch nicht viel....

http://www.head-fi.o...-step-up-transformer

900 Ocken??!?!

Die Altec Übertrager gehen von 30-15.000 HZ +- 1DB
Das ist für Stimmen sicher ausreichend, aber für Musik lediglich guter UKW Standard.
Der ausgezeichnete DUKANE 3A55 kann recht linear immerhin 20-20.000 HZ +- 1DB das bedeutet über den ganzen Hörbereich.
Da aber keiner DUKANE kennt ....werden die Teile verschenkt. Komische Welt.

Dukane gibts noch immer und die bauen hochwertigste
Elektroakustische Systeme fürs Militär und die Luftfahrt, wie früher ELAC....

http://www.dukane.com/seacom/Products/AviationProd.htm

P.S. Nachtrag, es scheint tatsächlich mit den noch sehr unterbewerteten Dukane Trafos gut zu klappen
Freu, in englischen und australischen Hififoren ist das d
er MC Step-Up Trafo Geheimtip...auch der kleinere Dukane 3A25.

Dukane in Aktion

Viele Grüße

Yorck


[Beitrag von Yorck am 31. Mrz 2011, 23:05 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#7472 erstellt: 03. Apr 2011, 22:56
Mh,
da die PE33 Studios momentan im Dutzend regelrecht verschleudert werden (selbst schuld wer da nicht zugreift, später werden sich die Leute evtl. in die Nase beißen... )
habe ich für einen vergleichweise albern billigen Tarif noch einen Zweiten dieser wunderschönen Meisterstücke gekauft, quasi in NEUZUSTAND und mit orig. Germanium-Entzerrer jedoch ohne Zarge.
Warum ohne Zarge, das ist das Interessante hinter diesem Gerät! Manchmal lohnt es sich eben die Verkäufer nach der Historie Ihrer Geräte zu befragen---so in jenem Falle auch hier.


PE33 Studio oben
PE33 Studio Mk1 der Ur-Serie mit kleiner Zierblende und
grobgeriffelter Tellerauflage. (1963)
So wurde das Gerät auch seinerzeit auf der Funkausstellung präsentiert!

PE33 Studio unten

Reibrad wie neu.
Riemen wie neu.
Technik staubfrei und fast aseptisch rein.
PE TV204 Germanium RIAA Entzerrer auch dabei und intakt.
Incl dem orig. ausgelieferten Shure M77MD Stereo Originalsystem und der wohl noch 1. Nadel die ebenfalls noch wie neu ist

Tja und das Interessanteste, dieser PE ist so "neu", weil er
seit 1963 in einer extrem hochwertigen Hifi-Musikkonsole in einer ehem. Hotelbar (Das 5 Sterne Schlosshotel Kassel
Wilhelmshöhe, erbaut in eben jener Epoche und im passenden frühen 60s Design: http://www.film-comm...9-schlosshotel1n.jpg

vor sich hinschlummerte, der Vorbesitzer hat die Mahagonifurnierte-Musikkonsole leider zerlegt, konnte mir nur noch sagen, dass darin Schweizer Radio Iseli Röhrentechnik installiert war (das war exclusives High End für die Europ. Verhältnisse von 1963!) und der PE 33 Studio unten im Phono-Schlummerstübchen fast nie benutzt wurde....evtl mal zu Neujahr oder bei einer Hochzeitsparty, wenns hochkommt vielleicht 10 mal seit 1963

Das dort unten ist das in der ehem. Truhe verbaute Radio Iseli Zeug, das hat der Verkäufer natürlich behalten, mit Phono hat er nichts am Hut, darum musste der PE gehen...
Man sieht aber mal in welch erlesener
Umgebung dieser PE33 Studio die letzten 47 Jahre verbacht hat, da der Platz beschränkt war baute man bewußt KEINEN TD124 ein sondern den Westentaschen EMT, den hervorragenden PE33 Studio! Wer da noch von Reibrad-Billiggeraffel in Anbetracht des erstklassigen PE33 Studio redet hat die Qualität dieser einzigartigen Geräte nicht erkannt oder ist von heutigem Glitzer Highend und hochtrabenden Markennamen aus Asien oder den USA geblendet.

Radio Iseli  Anlage

Radio Iseli Stereostufe
Schweizer Dynaphon Stereo Endstufe 2x15 Watt, techn. vergleichbar Grundig NF2 seinerzeit aber viel teurer da made in CH....

Sehr erfreulich zu wissen, dass einige wenige PE33 auch in Musiktruhen der höchsten Money does not matter Güteklasse eingebaut wurden!

Ich werde erstmal den feinen Germanium Pre restaurieren und in meinen bisherigen PE33 Studio einstecken.
Das wird interessant. Vor allem freut mich, dass Reibrad und Riemen im neuen Pe33 Studio neuwertig sind. Mein altes ist zwar nach Behandlung mit Dichtungsgummipflegemittel auch wieder weich, aber neu ist neu...

Viele Grüße

Yorck


[Beitrag von Yorck am 04. Apr 2011, 12:12 bearbeitet]
monsterbox
Stammgast
#7473 erstellt: 03. Apr 2011, 23:57
Wunderschönes Exemplar Dirk!

Herzlichen Glückwunsch!

Du hast in gewisser Hinsicht Glück gehabt, daß ich am späten Nachmittag überraschend Besuch bekommen habe, sonst wäre es mindestens teurer geworden...

Ich bin immer noch sehr gespannt auf einen direkten Vergleich 33/34, wobei das wegen der unterschiedlichen Tonarme und den daher zwangsläufig unterschiedlichen Optimalsystemen nur bedingt aussagekräftig wäre.

Der Spieler hat nun glücklicherweise ein würdiges Zuhause behalten/bekommen, und wird nach allem, was man so hört, im Anschluß an seinen langen Schlaf erstmal gemütlich die Herkulesmuskeln dehnen, bevor er dann später gelangweilt in den Ring steigt.

Ich werde dran bleiben!!!!

Gruß - Detlef
hifi-collector
Stammgast
#7474 erstellt: 04. Apr 2011, 10:53

Yorck schrieb:
Mh,

Radio Iseli  Anlage

Radio Iseli Stereostufe
Schweizer Dynaphon Stereo Endstufe 2x15 Watt, techn. vergleichbar Grundig NF2 seinerzeit aber viel teurer da made in CH....

Sehr erfreulich zu wissen, dass einige wenige PE33 auch in Musiktruhen der höchsten Money does not matter Güteklasse eingebaut wurden!

Viele Grüße

Yorck



So ein Mist! In dem Hotel habe ich schon übernachtet. Die Iseli Dynaphon Endstufe suche ich schon seit Jahren, da ich die Vorstufe und den Iseli Tuner in der verchromten Luxusversion habe. Beide Geräte sind traumhaft verarbeitet. Die Vorstufe enthält 6 ECC83 von Telefunken und sieht wie neu aus. Man kann sie aber ohne die Endstufe als Stand Alone Gerät nicht verwenden, da sie ihre Betriebsspannungen wie bei Quad und Leak über die Endstufe erhält. Ok, ich könnte da was basteln... aber ich warte lieber auf die passende Endstufe. Wer da einen Tip hat, wo ich ne Iseli Stereoendstufe herbekomme....?

Naja, ich suche weiter.

Gruß

Andreas
Yorck
Gesperrt
#7475 erstellt: 04. Apr 2011, 12:49
Hallo,

danke , ich konnte diesen superfrühen (Die Seriennummer ist interessant--wohl Frühjahr 1963!!) PE33 Studio einfach nicht den "Ignoranten" überlassen, diese Geräte sind momentan aus unerfindlichen Grunden in Unmengen auf dem Markt....das wird aber der wohl letzte noch "bezahlbare" frei verfügbare Ansturm von
RMVDB PE´s sein.

= (Rette-mich-vor-den-Banausen )

RMVDB-Senioren-Ersthandgeräten aus dem grauen und verborgenen Wohnungsauflösungsmarkt, verscherbelt oftmals von den Erben oder Wohnungsauflösern, die Null Ahnung vom Seltenheitswert und der Qualität der Reibrad-Riemen-PEs haben...

Wenn die jedoch erstmal in fester Hand sind und restauriert und ihr ganzes Klangpotential offenbaren, ist Feierabend mit "mal eben für 75 oder 99 Euro einen PE 33 Studio schießen"...auch der PE34 ist immer eine Sünde wert da genauso gut und meistens sogar mit dem hervorragenden Germanium (Telefunken) Stereo Entzerr-Vorverstärker ausgerüstet!

Hier sind wieder "en masse" PE 33 und 34 Schmuckstücke drin:



33 Euro für diesen neuwertigen PE34 ?!?!?!?

http://cgi.ebay.de/w...geName=STRK:MEWAX:IT

Gehts noch!?!
Das Reibrad samt Riemen allein ist teurer als Repro
bei Svalander! Vom recht brauchbaren Shure Tonabnehmer Bang und Olufsen MD1 / Shure M44-7 oder 77MD ganz zu schweigen.

Das Interessante ist die Gummiaufhängung der Entkopplung die wohl nur die späten weißen PE34 hatten...davon hätt ich gern mal ein Bild, ich kenn nur die Federaufhängung!!

Die PE33 gabs, meines Wissens damit nie und die frühen PE34 hatten auch Federaufhängung, die Gummiaufhängung scheint aber gewissen Vorteile zu haben...mich würde der Vergleich mal interessieren:


Oder hier;

Seltener früher Werks-PE34 (jedoch mit grauer OEM Telefunken Hammerschlagoptik--was selten ist bei den Werks-PEs!!!), find ich sehr genial zu einem 50er Jahre 807 Tube-Amp a la Williamson da die Hammerschlagoptik very 50s ist !!


http://cgi.ebay.de/w...geName=STRK:MEWAX:IT


Hier PE33 Studio in funktionstüchtigem Zustand 60 Euro?!??!?!?


http://cgi.ebay.de/w...eName=STRK:MEBIDX:IT


Ganz zu schweigen von dem:

http://cgi.ebay.de/P...&hash=item2a0f8149fd

Also ran an die "RMVDB" Braten

-----------

Radio Iseli Dynaphon HMMM lecker!!
ich meld mich später nochmal dazu....
evtl habe ich noch einen Kontakt zu einem der ne Iseli Endstufe hat, aber verchromt ist die glaube ich nicht...


Spannungsversorgung für den Röhrenpre ist simpel,
könnte ich Dir bauen oder etwas empfehlen, müsste ca 200V-250V Anodenspannung bringen und 6,3 Volt oder 12 V Heizung....da gibts ganz gute Lösungen, Als Trafo genügt ein Trafo aus einem alten Röhrenradio oder einer Musiktruhe, Gleichrichterbausätze (auch mit Röhren kann man aus den USA bekommen und in ein schönes Case einlassen...)

Ich liebe die Dynaphon Geräte,
die verchromte Deluxe-Version ist so eines der Traumgeräte von mir....leckerst!!! Man sieht nie eine zum Kauf!

(Das feine Teil ist doch im alten Radio Katalog drin damals stand dort schon "GERÄT VON HÖCHSTER PRÄZISION" und
"PREIS UND HERSTELLUNG NUR AUF ANFRAGE"

Wunderbare Handarbeit, könnte ich mal ein reales Bild vom Innenaufbau der doch recht komplexen Radio Iseli Vorstufe sehen??

Gerade habe ich eine vergleichsweise simple aber doch recht taugliche Leak Varislope 2 Stereo-Vorstufe (4xEF86 sehr rauschfreie Auslegung) für ganz kleine Münze bekommen und bin auch dabei dort eine separate Spannungsversorgung aufzubauen da auch diese Röhrenvorstufe die Betriebs-Spannung von 200V und 6,3V durch die Endstufe LEAK 20 oder Leak 50 bekommt....es gibt da in der Bucht was tolles:

http://cgi.ebay.de/w...geName=STRK:MEWAX:IT

Für die meisten Röhrenpres ohne Versorgung ist das völlig ausreichend....wer eine EF81 Röhrengleichrichtung will kann auf ein Set aus den USA zurückgreifen, Netztrrafos gibts genug aus alten Röhrenradios:

Sowas z.B.

http://cgi.ebay.de/N...&hash=item1c1a7f1c12

Übrigens ein stilistisch und sicher auch klanglich
zeitgenössisch sehr überzeugender Spielpartner zum PE33 Studio könnte auch dieser frühe schwedische (!) AGA Germanium Vollverstärker im hübschen Edelholzgehäuse sein. Find ich sehr lecker!
AGA kennt man hierzulande wohl eher von der Gasindustrie und vom Schweißen, das die auch Hifi gebaut haben, sehe ich hier zum ersten Male.

http://hifigoteborg.se/store/description.php?id=719

Viele Grüße

Yorck


[Beitrag von Yorck am 04. Apr 2011, 14:07 bearbeitet]
monsterbox
Stammgast
#7476 erstellt: 04. Apr 2011, 13:56
Hallo Dirk,

Es ist wirlich erstaunlich.
Das aktuelle Aufkommen an Angeboten fällt zwar in die gleiche Jahreszeit wie sonst, aber es gab sonst im ganzen Jahr c.a. 3x PE33 und <10 PE34/TFK210.

Der Zusammenhang mit Googlehits kann bestehen, aber die jetzige Häufung spricht eher für eine Ebay-Kaskade, d.h. eine Kaskade von Angeboten nachdem auch der härteste Spezialagent sehen konnte, das so ein Ding jüngst für über fünfzig verkauft worden ist.

Gruß - Detlef
Yorck
Gesperrt
#7477 erstellt: 04. Apr 2011, 14:22


Die Ebay Agenten a la 00Schneider
können sich auf was gefasst machen, denn die PEs werden nicht mehr neu gebaut, somit gibts keine Zunahme--nur eine
virtuell empfundene kurzfristige Angebotsaufblähung....
Wer jetzt auf den Zug aufspringt und das Angebot mit weiteren PE33 und 34 aufbläht, erntet die Quittung, nur einen geringen, kaum sachwertaffinen Ertrag und ärgert sich schon morgen schwarz...es sei jemand hat keinen Schimmer, oder einfach null Bock auf Phono...Ignoranten sollten sowieso keinen PE33/34 oder 2020 in die Hände bekommen, denn die schaffen es die empfindlichen Geräte durch Hin- und Hergestapel noch zu ruinieren....dann gibts wieder eine Kiste mit kaputten Armlagern mehr....

Nee es ist meines Erachtens nach anders:

Eher werden die bisherig in irgendwelchen Klaforzen vergessenen "Transportschadenleichen" als Teilespender für die nicht perfekten (jedoch mit Potential zum Topgerät) bestehenden PEs aufgebraucht und verschwinden recht schnell aus dem Angebot und die echt guten spielbereiten (sehr wenigen) werden bis zur Perfektion aufgearbeitet und für lange Zeit / oder gar für immer behalten (tauchen also auch nicht mehr auf..)--wie sich das im Übrigen gehört für eine Ebnersche Phono-Lebensanschaffung!!

Evtl. gibts dann noch ein paar Spekulantenstücke auf dem Markt mit "Tuning" bis zum Grotesken...neue extraschwere Ebenholzzarge zweiter Arm oder fremder Arm...
etc......wobei ich das Rumgetune außer bei Kabel, Netzstecker und Tonabnehmer gar nicht so toll finde, denn ein PE33 Laufwerk mit SME 9 Zoll Arm wäre seiner hervorragenden frühen 60er Jahre Trapezdesign-Linie beraubt und bloß ein weiterer Thorens TD124 WANNABE....eher sollten die Thorensianer die top PE 33 oder 34 Arme aufbauen, dann wäre der TD124 wenigstend stilistisch am Zenit des 60er Jahre Designs angekommen---SME kann doch schließlich jeder, PE noch längst nicht jeder und Westentaschen EMT schon überhaupt gar nicht hahhahaha

Die PE Geräte (vor allem der 33) sind in so kleinen Stückzahlen gebaut worden, dass dies Ebay Kaskade, wenn sie denn weitergeht zu einem ganz schnellen Ausdünnen des Angebots führen wird...ein PE33/34 ist schließlich kein Thorens TD124 oder Garrard 301 / 401 der in vergleichsweise recht hoher Auflage produziert wurde und Global vertrieben.

Und ein Dual oder Elac ist, trotz ebenfalls erstklassiger Qualität, ein sehr anderes Produkt...mit denen kann man die äußerst extravaganten PE Kombinationstriebler nicht vergleichen. Darum ist auch der Preisvergleich eines PE Kombinationstrieblers mit einem 1009/1019/1219/1229 lächerlich.

Ich glaube eher, dass die momentan in Massen aufgetauchten PE Geräte aus dem Nachlass der letzten, mittlerweile verstorbenen oder ins Altenheim deportierten Erstbesitzer stammen -- von glücklichen Funden in Luxushotels oder bei Rundfunkanstalten abgesehen....stirbt jetzt die Generation nämlich aus, die sich 1963 bis 65 einen neuen PE33 Studio leisten konnte! In den 70ern und 80ern waren die PEs bereits out und wurden nicht weiterverkauft weil ein anderer Stil gefragt war....

Wenn man sich mal die Details so eines PE 33 und 34 Spitzenmodells ansieht, dann erkennt man längst, das hier der aktuelle Marktwert im EXTREM krassen Missverhältnis zur gebotenen Exklusivität, designaffinen Einzigartigkeit und auch objektiv beweisbaren Verarbeitungs- ergo Klang-Qualität steht...dieser Zustand jedoch war auch bei
Nischenmarken in anderen Vintage-Hifi Segmenten nie lange so...ich beobachte ja auch den US Ebaymarkt und wenn man da vor einigen Jahren noch TOP EL34 oder 6L6/KT66 Röhrenamps
der 2x35 Watt Klasse von den Nischenherstellern wie Bogen-Presto, Sargent Rayment, Lafayette, Raymer, Arkay, Sherwood, Grommes oder Madison Fielding als Schnäppchen kaufen konnte....weil alle wie die Lemminge nur Marantz und und Macintosh etc...kauften...so hat sich das Verhältnis stark geändert, ein ehemals nur für ein paar lausige Bucks verkäufliche, aber hervorragend konstruierte
BELL Carillon 6060

http://www.ece.vill.edu/~cdanjo/bell/bell.html


http://www.ee.vill.edu/~cdanjo/bell/bell7.jpg


geht heute nicht unter 1500 Dollar weg....meist sogar teurer und (aus patriotischen Gründen ? ) wird der globale Versand von US Ebayverkäufern gar nicht mehr angeboten....sprich, bei den Geräten die noch halbwegs günstig sind, sind immer öfter nur noch US-Inlandsbieter erwünscht!

Sprich der Markt ist leer bzw Schnäppchen unverfügbar trotz allgemein für Verkäufer verlockend hoher Preise.

Übrigens Marantz 7 und 8 zu 3000 bis 6000 Dollar gibts nachwievor dutzende und keiner kauft, weil jeder weiß, das die Marantz-Blase zum Platzen voll ist. Der Klang und die Performance rechtertigen diese Preise nicht wenn man z.B. einen Bell 6060 gegenüberstellt, der das Gleiche kann.

Ähnlich ist das auch mit den Garrard 301....ich denke bald 5000 (!) Dollar für einen 301 ist doch arg blasig und erinnert an die Oldtimerblase in den 90ern....

Viele Grüße

Yorck


[Beitrag von Yorck am 04. Apr 2011, 15:14 bearbeitet]
ratfink
Hat sich gelöscht
#7478 erstellt: 04. Apr 2011, 17:42
Dei Blase mit PEs wird aber auch einmal platzen.
Compu-Doc
Inventar
#7479 erstellt: 04. Apr 2011, 17:47
Das ist seine PE-Galaxie; da rauszukommen braucht´s ein schwarzes Loch.
TomBe*
Inventar
#7480 erstellt: 04. Apr 2011, 18:27
Bitte den PE 3060 nie vergessen
Yorck
Gesperrt
#7481 erstellt: 04. Apr 2011, 20:12
hahah welche PE Blase,
die Geräte werden doch erst noch richtig teuer,
wartets ab, die Blase wird vielleicht 2153 platzen,
aber das müssen dann meine PE Nachlassverwalter beim
Schwarzen Lord des Vintage High End Universums regeln hahah


P.S. der 3060 ist der letzte PE der die großartige Diamatik besaß und er ist dazu noch einzigartig, weil er mit dem DUAL 1218/1219 zu 60% verwandt ist...ein PUAL oder DE

Viele Grüße

Euer Obi Wan Yorck


[Beitrag von Yorck am 04. Apr 2011, 20:18 bearbeitet]
hifijc
Inventar
#7482 erstellt: 04. Apr 2011, 20:14

und er ist dazu noch einzigartig, weil er mit dem DUAL 1218


Denn kann er ja nur gut sein
Yorck
Gesperrt
#7483 erstellt: 04. Apr 2011, 20:15
Jep der DUAL 1218 ist durchaus ein guter Dreher, der dem 1219 in nicht viel nachsteht

Viele Grüße

Yorck
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