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Schwingende Gehäusewände klingen gut!

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Soundy73
Inventar
#351 erstellt: 01. Nov 2009, 16:46
8) So, bei Licht besehen, hat´s Wirkung gezeigt, optimal jlatt krichste wohl diese Kombination im Mini Hörraum wohl eh nicht hin, aber das Messen hat sich schon mal gelohnt, wie man gleich sieht:



Hab´ da mal mehrere "Schüsse" gemacht und dabei das Mikro (wie um Kopfesbreite ) mal so´n bißchen hin und her gedreht.

Muss noch viel lernen, denn ich hätte das Vorher:



...ja abspeichern und "hinterlegen können, da hätte man den Unterschied besser gesehen
georgy
Inventar
#352 erstellt: 02. Nov 2009, 17:48
Schöne Doku, wir lieben ja alle Bilder.

Der Frequenzgang ist leider noch unter aller Sau.

Aber das wird schon und dann gehts ab
Soundy73
Inventar
#353 erstellt: 02. Nov 2009, 19:49
Wie sieht denn bei Dir der Frequenzgang am Hörplatz aus ?

Möchte ich doch gern mal sehen (und hören) hier wurden beide Böxle befeuert, ca. 1 Watt / Stück mit allen Interferenzen und Raummoden, die die Bude nunmal hergibt, das ist eben Praxis.
Ich wohne nunmal in einem Haus, nicht in einer Turnhalle und Freifeldmessungen sind mir im Moment 1. zu kalt und 2. hab´ ich zuviel Störgeräusche von der Straße

Da kann´s dann mit linealglatt nix werden, bei der Bestückung schonmal gar nicht - aber ich könnte natürlich viel heftiger glätten (die FFT meine ich ). Es soll sich aber ja nicht ansehen, sondern anhören lassen.

Wesentlich diskussionsfördernder sollte sein, wie er sich denn genau von hinten (1m) maß (leider noch vor Sperrkreiseinbau ):


Blau leicht schräg von links (ca. 20°), Rot dito von rechts.
Da bitte ich um Kommentare
Soundy73
Inventar
#354 erstellt: 05. Nov 2009, 20:36
So am Samstag geht´s ein wenig weiter,
da hab´ich Schwester-/(Läster-)lein zu Gast. Hab´sie mal gebeten etwas Instrumentales aus Ihrer Richtung mit zu bringen (Konzertgitarristin klassisch ). und mal Probe zu hören.

Heute kam die Lieferung vom Pollinchen, so dass ich den einen Hochtöner nun wechseln kann, der war mir leider bei der Montage auf den Boden geklatscht. Hatte sich dabei ein Stück Frontplatte abgebrochen, welches ich zwar geklebt hatte, doch trotzdem Klappergeräusche (Klagen auf sehr hohem Niveau) beim Klopfen auf die "Resonanzwände" ( ) ergab. bei 2,75€ oder so für die Dinger leicht zu verschmerzen, qualitativ ist das allerdings nicht unterste Liga .

Wie ich da messtechnisch weiter liefern kann werde ich eruieren, hab´gerade mal die recht umfangreiche Anleitung vom Leo Kirchner ausgedruckt und learne dann wohl bei doing

Bin auch geneigt mit meinem Zweitmesssystem (HiFish) noch in die Nachhallzeiten und sowas ein zu steigen (ne. de. Re. richtig?). Des weiteren werde ich auf jeden Fall die Messungen von hinten nochmal machen und auch mal mit einem Körperschallaufnehmer und Gleitsinus etwas versuchen. Dazu benutze ich wie beim vorigen Mal einfach ein Elektretmikro, welches aufgeklebt wird benötige allerdings wieder etwas Freizeit dazu
Soundy73
Inventar
#355 erstellt: 08. Nov 2009, 15:40
Sooo...

Kurzer Bericht von der Hörfront:

Schwesterlein nahm gestern (leider nur sehr kurz) auf einem stresslessen Hörsessel Platz.
Nachdem Sie sich mittels Anfassen vom Schwingen der Gehäusewände überzeugt hatte, war sie vielleicht etwas verwundert: "..vibriert ja ganz schön...".

"Klingt nicht schlecht, aber ob das so haltbar ist....
Bei der Gitarre wird ausschließlich Massivholz - 40 Jahre abgelagert, für die Decke Fichte, verwendet."

Das ist nun die blumige Beschreibung des Klanges - hatte ich mir anders vorgestellt. Aber wenn bei Schwesterlein etwas "nicht schlecht" klingt ist das in den meisten Fällen ein nicht zu verachtendes Lob (leicht wird aus Schwesterlein Lästerschwein ). Dabei bin ich mit dem Hochtonbereich selbst noch nicht so ganz zufrieden - da geht noch ´was!

Bitte aber mal wieder um etwas Geduld (Riesen-Garten braucht u.a. auch Pflege).
Soundy73
Inventar
#356 erstellt: 13. Nov 2009, 12:48
So nachdem ich mich zur Zeit immer öfter ertappe, der Katze den stresslessen Sessel streitig zu machen, da sich diese Wahnsinnskonstrukte doch (vielleicht auch wegen des für den kleinen Raum recht hohen Wirkungsgrades?) ziemlich livehaftig anhören, möchte ich hier eine kreative Pause einlegen.

Ich werde, um Euch (die paar Piepels, die hier wohl nur mitlesen ) nicht zu vergrätzen, erstmal an meiner Messtechnik arbeiten und hier frühestens wieder zur Sache kommen, wenn ich, so zwischen Weihnachten und Sylvester, mal einige ruhige Stunden mit dem weiteren Feilen an den Exemplaren verbringen kann (da geht nämlich bestimmt noch ´was ).

Dem Gehäuseklang gilt es schließlich mit Akribie nachzustellen und nicht zu hudeln

Ich bedanke mich also vorerst für Euer Interesse an diesem doch "strangem" Thema und sage: "Bleibt mir gewogen..."
rapherent
Stammgast
#357 erstellt: 14. Nov 2009, 13:11
"(die paar Piepels, die hier wohl nur mitlesen )"

7089 Aufrufe sind schon nen paar

Gruß
Raphael


[Beitrag von rapherent am 14. Nov 2009, 13:12 bearbeitet]
ratzefatzemußtegatze
Ist häufiger hier
#358 erstellt: 14. Nov 2009, 16:14
und ich bin einer von diesen paar .

ich schließen mich in den weihnachtdferien dem "versuche macht kluch" gefolge an; ich habe mir 1,5 mm dünnes ahornholz zugelegt, das ich verbauen will. dir front entweder 1,8 cm dickes ahorn- oder fichtenholz. deckel und boden... mal schauen.

freue mich, wenn du weiter berichtest. bin gespannt, was die meßergebnise zeigen . leider bin ich selber nicht in der lage zu messen . bin ja nicht mal in der lage, messungen anständig zu interpretieren .

grüße,
ratze
Mighty_Mike
Stammgast
#359 erstellt: 23. Nov 2009, 02:06
Interessant
ukw
Inventar
#360 erstellt: 25. Nov 2009, 15:16
is nun mal langsam ¿gut?
Soundy73
Inventar
#361 erstellt: 26. Nov 2009, 12:47
Danke für die Blumen, die Anzahl der Aufrufe find´ich schon stark.

Bin ein alter Sack und mit dem Medium I-Net nun mal nicht groß geworden (mehr so TRS-80, C64... ).

Sorry @ukw, aber iss noch lange nich gut, da Holzöhrchen findet, dass die Dinger gut klingen

Im Moment bin ich mit meiner bescheidenen Messtechnik beschäftigt, da ich die "Messprofis" nicht über Gebühr enttäuschen will. Somit muss ich mal wieder den Kaugummi machen und das Ganze ziehen - sorry.

Um die Zeit nicht zu lang werden zu lassen, schwurbel ich im Internetsch mal weiter in der Richtung. Dabei stieß ich auf:



Gibt´s Info zu unter: http://www.gizmodo.de/2008/11/20/da-rappelts-im-milchkarton.html

Mal wieder was auf Resonanzbasis, eher aber als Körperschallwandler.
Soundy73
Inventar
#362 erstellt: 26. Nov 2009, 12:53
Au ha ich schon wieder, bin heut´ findig:



Sehl plimel Lautsplechel sagt :
http://german.alibab...eaker-251909392.html

Man beachte die tschechischen Daten
Soundy73
Inventar
#363 erstellt: 27. Nov 2009, 23:06
Ja, ich schon wieder: "So´ne Schei... der geht.."

Hab´gerade wieder ´ne längere Hörsession hinter mir (bin sensibel) Die Schwingis-Khäner analysieren die Tonträger so ziemlich heftig, können also so schlecht nicht sein. Beispiel für diese Session: Bon Jovi: "THE CIRCLE" vs. BON JOVI und 7800 FAHRENHEIT.

Die NEUE ist Schrott! Kaufhausmucke, über die Grenzen des guten Geschmacks weit hinaus elektronisch hingedengelte Mucke, die auf guten Anlagen Sch.. klingt!

-warte hier auf Beistand oder

Die (Uralt)- Aufnahmen klingen nach Musik, von Hand gemacht. Der Unterschied ist extrem - ätzend, sorry, Jon.

Katzenvergleich: Alte Aufnahmen Katze bleibt schnurrend auf dm 2. stresslessen Sessel liegen - Neue Scheibe: Katze verlässt das Zimmer um sich wo anders niederzulassen. Das nenne ich objektiv beobachtet - Katze mag Musik! Werde soundmäßig weiter berichten. Da ist nicht wirklich ´was faul trotz der vibrierenden Rückwände - Gell da staunst´ .
freibürger
Inventar
#364 erstellt: 28. Nov 2009, 22:42

Soundy73 schrieb:

-warte hier auf Beistand oder


Bin da.


Hab´gerade wieder ´ne längere Hörsession hinter mir (bin sensibel) Die Schwingis-Khäner analysieren die Tonträger so ziemlich heftig, können also so schlecht nicht sein.

Kenne ich irgendwoher. Hatte auch mal nen paar Selbstgestrickte die alles gnadenlos zerlegt haben. Die Dinger hatten richtig Leben in sich und machten bei geeigneter Software Mordsspass. Mussten dann aber doch weichen, weil stressfreies Langzeithören nicht ging.
Also zurück zu bewährtem...
Sorry übrigens, dass ich deine Messergebnisse unkommentiert ließ, da fehlt mir einfach die Kompetenz.....

Also weitermachen.

Im Übrigen haben meine drei Katzen Hörraumverbot, kein Bock das sie mir auf den Teppich kotzen, das sollen sie mal oben auf dem Parkett tun, lässt sich einfacher wegwischen.

Gruß Peter
Soundy73
Inventar
#365 erstellt: 29. Nov 2009, 16:30
Hi Peter, unsere Katze ist da einigermaßen pflegeleicht, die Malheure sind nicht so oft, meist geht sie dafür nach draussen.

Stressarmes Dauerhören ist kein Problem, nur mies aufgezeichnete Titel machen so nun mal gar keinen Spaß .

Um auf die Messdaten (spärlich, ich bin im Untergrund am arbeiten) zurück zu kommen: Ohren sind irgendwie komisch, der doch einigermaßen heftige Huckel hat sich längst nicht so störend gehört, wie gemessen. Vielleicht ja, weil die Membranen, ohne alles Vorgeschalte, doch ziemlich fest am "Treibstoff" hingen? Meine Erfahrung sagt, Dellen und Buckel im Frequenzgang sind erheblich weniger fies, als ein heftiger Klirr oder steile Spitzen im selbigen. Weiß noch nicht, ob ich´s beim Sperrkreis belassen soll...
Soundy73
Inventar
#366 erstellt: 30. Nov 2009, 19:30
Bin inzwischen mit "Schwingis-Khan" dankenswerterweise dort:
http://www.hifi-foru...m_id=104&thread=8146

...in der Auswahl, mal sehen ob´s nachbauwürdig angesehen wird.
Zum Nachbau fehlen ein paar Maße, die ich gern nachreiche, so gut´s bei so´nem "Frei-Schnauze-Bauprojekt" eben geht:



So, ich hoffe man kann´s lesen. Die "Knickverrundung hab´ich manuell angebracht, nach 45mm von der Rückseite der Frontplatte aus gemessen geht´s dann bis zur Tangente an den Zirkelkreis (r=130mm) hierbei wurde eine Länge (Tiefe des Gehäuses abzüglich Frontplatte) der Formteile von 385 mm erreicht. Die Lautsprecherausfräsungen befinden sich alle auf der Mittellinie der Front.

Im Boden befindet sich ein Ausschnitt, der der Größe des gewünschten Anschlussterminals entspricht. Die stylischen Füßchen hab´ich für kleines Geld aus dem Baumarkt apportiert.
Für Selbermacher sind die restlichen Maße sehr genau anhand der lichten Weite der Breitbänder-Chassis zu ermitteln (ist der Innendurchmesser von Membran+Sicke). Der Hochtöner kann, da er das Konzept nur "ganz oben unterstützt fast beliebig gewählt werden. Ich verbaute den weiter oben genannten A.R.E.S-Töner das Löchlein ergibt sich anhand des notwendigen Schallwandausschnitts.

Der Boden besteht aus zwei zusammen geleimten Formteilen von 28 mm Stärke, der Deckel aus 28mm Massivholz. zur Verteifung benutzte ich jeweils ein Reststück aus dem Plattenausschnitt, das sich ergibt, wenn die Formteile grob zugeschnitten werden. Binnen kürzester Zeit hatte sich das Leimholz etwas verzogen, so dass Deckel und Boden etwas zum Innenraum hin gekippt sind - sehr willkommener Effekt, da sich ein geringer Neigungswinkel des Konstrukts einstellt und so aufgrund der nicht ganz ausreichenden Höhe besser auf´s Ohr zielt
Das Gehäuse ist komplett unbedämpft. Die Rückwände wurden unter Spannung verleimt.

In die Rückwand wurde auf Höhe des Hochtöners ein 45mm Bassreflexrohr eingearbeitet (volle Länge). Das Ausschneiden bewerkstelligte ich in dem durchaus filigranen Sperrholz (0,8mm!) mittels eines Stechzirkels wie schon früher oft beim Türeinbau in den Karossen .

Meine "Wunschmaße" für den goldigen Schnitt habe ich nur eingeschränkt eingehalten - kommt wohl auf den µm nicht drauf an
Alle Kanten und auch die Ausschnitte der Lautsprecher wurden mit dem Viertelstabfräser mit Anlaufring angephast, das macht das Ganze sehr viel gefälliger. Noch dazu geht das fix. Massivholz hat auch Vorteile.

So, die Dinger sind ja noch nicht fertig, da geht Feintuning-mäßig bestimmt noch was. Spielen aber durchaus schnuckelig auf. Die Gehäuse wie beschrieben waren fix zusammen, daher ist der Einbau anderer Breitbänder sicher für einigermaßen fitte DIY-Fachkräfte gar kein Thema.
Es kommt durch die mitschwingenden Rückwände soetwas ähnlich "offenes", rundstrahlendes auf, wie bei einer offenen Schallwand mit größeren Chassis.

Werde weiter berichten, was ich noch so damit anstelle, außer hören natürlich
Soundy73
Inventar
#367 erstellt: 10. Dez 2009, 19:41
Kurzer Zwischenbericht, für die, (Monate lang sorry bin ein Kind der Arbeiterklasse)die immer noch mitlesen:

Mein "Messverstärker" ist auch durch selbstlose Hilfe hier aus dem Forum am entstehen, sieht ganz gut aus für pegelrichtige Messungen.

Nein, ich habe mir immer noch kein ARTA zugelegt, da ich mit des Leo Kirchners ATB erstmal zu Hause was ordentliches auf die Beine stellen möchte. War aus der Firma (mache da nicht so viel in Sachen Schall/Akustik) nur mit Bruel&Kjaer so einigermaßen vertraut (zu Hause viel zu teuer für mich!!!).

Morgen hab´ich eine einigermaßen freie Zeit (bis auf die Aufträge meiner Cheffin ), dann kommt da noch ´was zum Verstärkerchen.

Im Moment höre ich stressfrei - wer hätte das gedacht - über die unmöglichen Lautschnacker Musik (so neben dem Tippen) und habe immer wieder ein Grinsen im Gesicht - "So viel Spaß für wenig Geld...". Voraussetzung ist allerdings dufte Software (wo der Produzent aus der Zeit vor der EI-Pott-Wiederbelebung mit "Einatmen - "Ausatmen" stammt. -Ja, die gibt´s sogar noch aktuell: z.B. von Robbie Williams "Reality Killed The Video Star").

Anmerkung für eventuelle Nachahmer: Diese Kisten polarisieren, wie ich´s noch nie erlebt hab´: Schlecht gemachte Mucke klingt auch so! Da wird knallhart drauf gedroschen, nix geschönt odr verbrämt - ich mag Mucke livehaftig! Sumpfbass ist mir zu wider, das muß drücken im Gesicht!
moby_dick
Hat sich gelöscht
#368 erstellt: 25. Dez 2009, 20:51
http://www.hifi-foru...ead=18150&postID=1#1

Zum Hörtest wurde zwei gleiche Boxen aufgebaut mit 13 cm TMT und HT sowie der passenden Weiche. Die Boxen wurden beide kreuzversteift, mit je 600 g Polywatte gefüllt. Eine Box wurde innen mit 4 mm Bitumen plus 8 mm Fliese belegt und wiegt 14 statt 7 kg.
Ich gebe zu, ich war gespannt auf den Hörtest. .....

Der Unterschied ist hörbar bei Gesang, sowohl männlich als auch weiblich und auch gut bei Gitarre in den unteren Tonlagen. Am deutlichsten bei Nora Jones, mit Sandwich klingt sie richtig sexy und authentisch, ohne klingt sie etwas metallisch und hohl, eine Spur quäksig, auch etwas weniger direkt. Bei sonstigen Instrumenten kommt es auf die Tonlage an. Ohne Sandwich ist es dann etwas nerviger, eine Spur heller.
Das alles entspricht den Messungen. Es werden Obertöne zugemischt, die hörbar sind, dies geschieht auch phasenverschoben zum Originalton und erzeugt das weniger direkte Klangbild.


[Beitrag von moby_dick am 25. Dez 2009, 20:56 bearbeitet]
Soundy73
Inventar
#369 erstellt: 26. Dez 2009, 10:59
Hi moby dick!

Willkommen in diesem etwas "strangen" Themengebiet. Die "akustisch toten" Gehäuse sind mir wohl bekannt und ?hinreichend? erforscht - daran gibt´s überhaupt nix zu bekritteln - is klar, dieses Experiment ist nur durch Neugier geboren.

Ich gebe sogar zu, hier etwas zu extrem in Richtung offene Schallwand konstruiert zu haben, da meine Rückwand quasi ungehemmt als Flächenstrahler agiert. Konkurrenzprodukte gibt´s auch z.B.: http://methe-family.de/sabacello.htm
Als Original stand so´n Dingens unlängst in der Bucht für (gebraucht) Paarpreis 3500,- €uronen. Ist anscheinend verkauft worden.

Wenn ich die Zeit finde, werde ich nochmal etwas kleines mit doppelt so starker Rückwand stricken, da gibt´s noch so´ne "Aktivbox" mit zwei SP-50X drin, die zerlegt werden möchte - daraus könnt´ich dann ja was schnuckelig kleines basteln.

Step by Step! Erstmal wird jetzt dieses Päärchen endbehandelt.

Schöne Weihnachten noch
Grosser09
Inventar
#370 erstellt: 28. Dez 2009, 04:29
Moin leute!

sehr interessanter Fred! Hartneckigkeit von Soundy hat sich ausgezahlt!
Ich finde die Alten Radios ja auch Klasse, ich habe noch eins das Spielt, aber dein Umbau ist auch sehr schoen und eine gute Ueberlegung, fuer solche denen nicht mehr zu helfen ist!
Interessante Diskussion! Weiter so, auch die nur mitlesen lernen schon etwas!
Grosser09
Inventar
#371 erstellt: 28. Dez 2009, 04:37
Das wichtigste zum Schluss!

Hier wird noch jeder persoenlich begruesst!
Oder gibt es das auch hier nicht mehr!
Soundy73
Inventar
#372 erstellt: 28. Dez 2009, 08:29
Na klar, willkommen Grosser09!

Wer sich outet, diesem "Projekt" zu folgen, das eigentlich mit der heißen Nadel gestrickt wurde, hat sich das wohl verdient.

Es werden fast regelmäßig für diese Schwing-Dinger so Preise von ~3000,- €uronen aufgerufen, das können wir Selberbauer natürlich zu ganz anderen Konditionen realisieren

Was mich verwunderte ist, dass sich diese verschrobenen Dinger, gegen eine echt heftige Konstruktion mit 38er TT, 2x20cm Mittelton-Breitbändern und fettem Magnetostaten nach vorn spielen konnten. Die stehen jetzt nämlich in Schwagers Partykeller geparkt (der grinst darüber).

In meiner kleinen "Kinobutze" sind diese einfach anspringender, lebendiger als die 1,50m Karnickelsärge

So hab´ noch so´n paar Aufträge, aber eigentlich will ich noch an der Abstimmung etwas feilen.... (heute...).

Für dieses Mal ist´s ja leider zu spät, aber Nachahmern würde ich empfehlen, die Rückwand ggf. doch zu doppeln (2x 0,8mm Sperrholz flächig verleimt), das werde ich zumindest, wenn ich das mit den kleinen SP-50X-Dingern realisiere mal ausprobieren, ist dann immer noch schwingfähig genug aber etwas unempfindlicher - wobei, man muss mal draufgeklopft haben .

Gaaanz heiß wäre ich auf so Kisten mit Celestion Gitarrenlautsprecher da drin, als richtige 2-Wege-Lösung, mit Hochtonhorn, da ginge wohl richtig die Post ab. Diese Breitbänder hier sind ja einigermaßen domestiziert.

-ratzefatzemußtegatze wollte aber in dieser Zeit mit seinen Ahörnern auch mal drankommen, da steh ich dann nicht so im Brennpunkt und bin gespannt! "Messdiener" sollten sich für Ihn doch wohl auftreiben lassen?
Soundy73
Inventar
#373 erstellt: 30. Dez 2009, 10:23
Soo! Brackelmann hätte gesagt: "..ich seh´in Dir arbeitet das.."

Habe nochmal Hand an die Frequenzgang-Biegemaschine der "Schwingis-Khans" gelegt.
Zum nachbauen, die fertige "Maschine":


Das Resultat am Hörplatz sieht gemessen so aus:


Hört sich aber weit kompletter an (gerade im Bassbereich ). Die Widerlinge wurden durch die, doch etwas besseren 20-Wätter, vom Thomas Hergeth ersetzt, der mich trotz Mini-Lieferung prompt bediente, Danke nochmal dafür.

Sorry, mir geht die Zeit aus, heute ist "Abgrillen".

Ich schließe hiermit Schwingis-Khan als Nachbauprojekt ab.

Nicht jedoch den Schwinggehäuse-Thread, da steckt sicher noch mehr Potential drin.
Ohne Messungen wäre mir das Abstimmen der "Frequenzgangbiegemaschine" nicht gelungen. Ist doch ganz schön komplex geworden, konnte sie gerade so, mit Heißkleber fixiert, auf den Terminals anbringen. Der zusätzliche Serienschwingkreis bügelt eine Senke so bei ~4kHz aus, glatter krieg´ich´s wohl nicht mehr. Fragen bitte hier im Thread stellen, werde ich weiter beobachten.

Feuer frei für Ratzefatzemußtegatze mit den Ahörnchen
georgy
Inventar
#374 erstellt: 30. Dez 2009, 10:36
Schön wie sich das Thema entwickelt hat, sowas geht ja oft in Richtung Glaubenskrieg.

Glatt müssen Frequenzgänge nicht sein, hauptsächlich sollten Boxen klingen.
Den Fehler Boxen auf Achse bei 1W/1m zu messen und dann den Frequenzgang geradezubügeln machen viele.
Bei Hifi-Selbstbau kann man sehen, wie es richtig gemacht wird.

Uwe wär stolz auf dich.
Soundy73
Inventar
#375 erstellt: 30. Dez 2009, 19:42
Danke @ georgy, ebenfalls willkommen!

Nee ich hab´ja auch keinen reflexionsarmen Raum oder ´ne Turnhalle zur Verfügung. Klingen muss es da, wo ich höre. Somit wird die 1m-Messung nur zum Schnellabgleich genommen, da sind dann die Raumeinflüsse immer vergleichbar.

Das Ganze begann sehr schleppend, mit reichlich ging´s weiter. Ich danke allen, die aufgeschlossen (wie ich) an die Thematik rangegangen sind. Dass sich das zu einem Projekt oder gar zu Projekten auswächst, hätte ich nicht geglaubt. Doch oft kommt es anders als man meistens meint

Wollte anfangs nur mal eine These reinschmeißen und sehen, wie hier die Diskussion läuft.

Unsummen (gehandelt im 3k€-Bereich ) würde ich für sowas nie ausgeben, das war ja auch mein Antrieb, so´n Ding mal hin zu raxeln. Jeder, der schon mal einen Dipol gehört hat, weiß, wie "offen" und präzise sowas klingen kann. Mit Massivholz ist sowas (man braucht normalerweise nichts zu spachteln...) fix gemacht. Bei der ?nächsten? würde ichdie Rückwand doppeln, das macht das ganze dann etwas unempfindlicher, mehr so in Richtung Gitarrenkorpus.

Jetzt muss ich aber noch ´was loswerden (wie sage ich´s den Bastlern):

E-R-R-A-T-A:

Nachtrag zum Schwingis-Khan: Die Bassreflexrohre hab´ich noch auf 70mm Länge verkürzt, was den Bassbums etwas exakter machte, bin zufrieden und habe ein breites Grinsen im Gesicht

War erst etwas in Eile, die Frequenzgangschriebe sind blau: Box links; rot: Box rechts, beide auf den Hörplatz zielend. Melodic Rock wie Meat Loaf, Steinman allgemein, Genesis... geht auf jeden Fall alles sehr gut ab, auch aufgrund des Wirkungsgrades, liegt bei ~95 dB/W*m, das rockt schon so´n bißchen. Ausprobieren kost´ wenig Schotter, alle Bauteile sind gängig, nur Mut!

C.U.
Soundy73
Inventar
#376 erstellt: 02. Jan 2010, 18:27
So habe die letzten Tage mal dazu genutzt, stundenlang zu hören.

Die Abstimmung ist definitiv jetzt gelungen, die Dinger klingen (trotz der ganzen Frequenzgangbieger) jetzt lebendig, irgendwie richtig und hauen richtig sauber rein.

War wohl doch etwas voreilig mit dem Abschluss des Projekts, denn es gilt ja noch den Frequenzgang der Rückwände zu eruieren, um heraus zu finden, was diese zum Klang beitragen und was eben nicht. Da wird messtechnisch noch so einiges gemacht werden können, da die Dinger jetzt hier so rumstehen und ich sie ja nicht mit blumigen Worten verkaufen muss
Habe aber auch gar keine Widerworte gehört/gelesen oder sind die ganzen Schwinggehäuse-Befürworter/-Kritiker in Winterschlaf?

Impulsantworten messen habe ich leider mit ATB noch nicht gelernt, geht das überhaupt? Muss wohl mal bißchen basteln und sehen, was andere Messmimiken so können. Auf jeden Fall wird der Impedanzverlauf noch geliefert, Indianerehrenwort!

Gern werden auch Fragen angenommen, wenn ich fachlich und zeitlich dazu in der Lage bin.
Die SP50-X-Kisten werde ich wohl auf jeden Fall bauen, da die dann unempfindlicher werden und auch mal versandt werden können. Bis jetzt stehe ich ja ziemlich allein als Messdiener so´nen Kisten gegenüber Da sind bestimmt längst nicht alle Klarheiten beseitigt.

Sehr schön wäre natürlich auch, wenn jemand mit genau den gleichen Chassis und ~gleichem Volumen mal ein konventionelles Gehäuse aufsetzen könnte

Dann könnten die Unterschiede gemessen und gehört werden. Würde das gern selbst machen, aber mein Hobbyetat ist jetzt etwas angespannt und ich hab´noch genug auf der Pfanne.
Soundy73
Inventar
#377 erstellt: 19. Jan 2010, 18:06
Hmmm, in mir arbeitet das (-hätte Aatsche gesagt, "Neues aus Büttenwarder" hoffentlich genehmigt vom NDR - bin Gebührenzahler)!



Hab´gestern auf meinem Fitnessboden (draussen war´s zu glatt) wieder mal mit diesen:

hören müssen. Hab´noch Restbestände vom Flugzeugsperholz, die Aktivkiste mit den SP-50X muss auseinander - ich glaub´ da geht auch was richtig kleines we´ll see. Das Eiche-Furnier passt ja auch nicht mehr, da sind billige Koaxialwandler drin, hört man.

Warte leider immer noch auf Mitstreiter, das Thema erscheint mir nicht abgefrühstückt. Nehme auch gern noch fachlichen Input an (Konkurenzprodukte...).

P.S. Hab´ ´ne Menge neue Software, die bei diesem fiesen Schmuddelwetter nur drauf lauert gehört zu werden, auch Dire Straits ging richtig gut ab, fast so´n bißchen nach PA. Dynamik ist gefragt, Konsum-Mulm geht gar nicht.
nic-enaik
Stammgast
#378 erstellt: 21. Jan 2010, 14:46
Hallo zusammen!!


Da 8Seiten was viel sind wollte ich nochmnal kurz eine Frage in den Raum werfen!!!

Wie berechnet man das Volumen und die Öffnung?

Wie bei Bassreflex?

Gruss Gino
Soundy73
Inventar
#379 erstellt: 19. Feb 2010, 08:45
Sorry Gino!

Hab´ Dich irgendwie verpasst! Du liegst mit Deiner Vermutung nach Bassreflex grob richtig! - Zumindest von den gewünschten Auswirkungen.

Ich hab´ an diesen Dingern ausschließlich die Front, so einigermaßen, nach dem "goldenen Schnitt" berechnet, der Rest war absolut "Frei Schnauze"!
Ich wollte damit eigentlich mit Anlauf auf die Fresse fallen (böse Wortwahl, setzen 6!).

Die Löcher in der Rückwand, in die ich dann die Reflexrohre eingekleistert hab´, waren nur als Schutz für die sehr heftig schwingenden Wände gedacht.

Hab´ das oben ausgeführt. Wenn man da (geschlossen) gegenpochte, dachte ich, den Lautsprecherrn fliegen die Konüsse raus Der Umkehrschluss war für mich: Leistung auf die Töner und die Rückwand fliegt weg. Das wollte ich vermeiden. Der Rest (Optimierung) war nur weil´s (potzverdammich!) anspringend lebendig klang. Da hab´ich dann die Rohrresonanz, damit sie sich spektral besser anschloss ganz einfach etwas "hoch gezogen".

Wie bereits angekündigt, werde ich noch einen weiteren Versuch machen, dies könnte ja ein Zufallserfolg sein - na und? Beweist doch nur, es geht eben doch!
Soundy73
Inventar
#380 erstellt: 19. Feb 2010, 08:50
So nach der unheimlich überfälligen Antwort (nochmal Sorry an Gino!) gibt´s wieder was neues aus der Szene!

Zufällig drüber gestolpert, der Hans Deutsch hat jetzt ´nen eigenen Internet-Auftritt: http://www.hans-deutsch.de/html/prinzip.html

(Das exakte Berechnen soll der mir mal vormachen! )- hatte ja bereits Profis (Gitarrenbauer) in die Bütt gezwungen.
freibürger
Inventar
#381 erstellt: 19. Feb 2010, 11:24
Hallo Jürgen,

lese auch noch mit!
Hans Deutsch - ist bei mir um die Ecke. Vllt. schaff ich es ja mal vorbeizuschauen und die Geheimnisse des "Hornresonators" zu ergründen.
Er scheint auf Leichtbau zu setzen. 12Kg für solch eine Box ist nicht gerade viel.

Gruß Peter
Soundy73
Inventar
#382 erstellt: 19. Feb 2010, 11:29
Hi Peter!

Nee, da sollen auch "Klanghölzer" also Masivholz zur Anwendung kommen - mehr als zwölf Kilos wiegen ja schon meine "Schwingis-Khan"
Soundy73
Inventar
#383 erstellt: 05. Mrz 2010, 10:35
Ganz kurz ´was neues von der "Schwing-Front":

Hab´ meine Ghettoblaster massakriert, die eckigen Dinger sind weggegangen, jetzt stehen mir zwei SP50-X zur Verfügung, die ich mit LSP-Beschichtungsmittelchen etwas aufgehübscht hab´.

Ein Rest Flugzeugsperrholz liegt hier noch rum, die Fronten müssen diesmal in Fichte/Kiefer, da das Sperrholz nicht mehr so ganz fleckfrei ist, werden die Rückwände schwarz werden.

Wenn die "Projektleitung" nicht interveniert (Schwingis-Khan steht ja im Nachbauprogramm des Forums) , würde ich auch dieses Kleinprojekt in kürze hier einbringen wollen. Sorry, es fehlen immer noch Schwing-Schriebe der Rückwände, bin faul, die spielen so "pföhn" Werde mich bemühen, die dazwischen zu streuen, wenn ich sowieo wieder messe.

Gern können auch andere zu Wort kommen

So morgen ist Servertausch schrieb man, ich muss eh basteln, leider noch ´was anderes, deshalb bleibt mir gewogen!
Soundy73
Inventar
#384 erstellt: 09. Mrz 2010, 12:29
Bin immer noch am Ball, aber bevor´s von mir ´was neues zu vermelden gibt, muss ich erstmal wieder bei der "Konkurrenz" kibitzen

http://www.butterfly-reso-speaker.de/butterfly-de.htm


Copyright und Urheberrecht: Architekturbüro - archos - Dipl.-Ing. Niels von der Osten-Sacken

Seboldstrasse 7 - 76227 Karlsruhe

Wie ich unter meine Schwingzwerge Füßchen drunter kriege, weiß ich noch nicht, scheint aber ja in der Branche "State of the Art" zu sein Wie sang der Rudi noch: "Lass Dich überraschen..."
Edit hat schon wieder mit den Tasten gemeckert.


[Beitrag von Soundy73 am 09. Mrz 2010, 12:30 bearbeitet]
Soundy73
Inventar
#385 erstellt: 14. Mrz 2010, 19:27
Körperschall

Auf meiner unermüdlichen Suche nach allem was schwingt (außer Membranen)fand ich wieder mal etwas:

http://www.ibeam.de/deutsch/was-ist-ibeam.htm

Soundy73
Inventar
#386 erstellt: 16. Mrz 2010, 19:50
Haha! Danke an ZeeeM! Hat etwas forschendes unter den Geigenbauern ausgemacht. Da es hier um Gehäuseresonanzen geht ist all sowas auch Gegenstand der Ermittlungen!

Kucken wir doch mal hier: http://www.schleske.de/unsere-forschung.html



Bin dankbar für solche Links, auch wenn ich nicht gedenke mein Klangholz bei Neumond im Bergwald zu "pflücken" Anscheinend gibt´s auch bei Musikern ´ne Menge Voodoo.

Haltbarkeit und Verarbeitungs"freude" sind da wohl eher angesagt - Holz ist Leben.
Mighty_Mike
Stammgast
#387 erstellt: 22. Mrz 2010, 21:15
Soundy73
Inventar
#388 erstellt: 26. Mrz 2010, 18:39
Pfff, gerade wieder im Haus und Schweinewetter - in Berlin war die ganze Woche Frühsommer.

Danke an Mighty Mike für die Unterstützung und die Beiträge zur "Sammlung". Da hat sich einer aber mit den Resonanzen sichtlich mehr Mühe gegeben:


Bild geklaut bei sorasound.
Aber von:
with silver voice coil insulated with silk
- verspreche ich mir jetzt nicht das absolute Erlebnis (Da ist eine Alu-Schwingspule auf Capton sicher zielführender.) Geht´s denn nie ohne "Voodoo"?

Wenn etwas gut funktioniert, kann man doch bei den Tatsachen bleiben und braucht nichts zu mystifizieren.
Soundy73
Inventar
#389 erstellt: 11. Okt 2010, 10:35
Uuups, I did it again!

Für alle, die noch Interesse haben, bei mir entstehen im Moment die oben angedachten "Kleinen" allerdings mit Monacor SP-155X. Die verschwanden ja zunächst in den Terassenboxen, jetzt schwanden diese und werden durch "Schwingdinger" ersetzt.

Es gibt ja noch so viel zu ergründen. Die Rückwände entstehen diesmal aus zwei Lagen Flugzeugsperrholz, Die Rundung wird ein exakter (naja) 100mm Radius. Bilder folgen, der Bau hat begonnen, ich werde versuchen, Gas zu geben.

-zur Abwechslung mal mit Kiefer-Leimholz in 28mm Version. Also mal ein anderes "Klangholz" .

Durch Fronteinbau der Töner habe ich viel mehr Möglichkeiten, im Baustadium Hand anzulegen (Dämpfung, Dämmung, Filter..). Aufgrund der geplanten Abdeckgitter brauche ich nicht einmal die Lautsprecherkörbe einzufräsen.

Aufgrund der sehr überschaubaren Baukosten finden sich ja vielleicht Mitstreiter, die sowas viel besser vermessen können, als ich - ich üb´ ja noch. Ein dreiviertel Urlaubstag reichte jedenfalls für den Rohbau der Gehäuse, die Leimholzplatte erstand ich für ~13€, die SP-155X kosten schlapp 35 €uronen, das Sperrholz war der Rest aus dem Bauprojekt der "Schwingis-Khan"s .

Leider liegt die fs der Töner bei 70Hz, muss mal sehen, was sich da an Bass durch das "Bauprinzip" kitzeln lässt. etwas weiter runter als 100 Hz möchte ich denn doch

Bisher plane ich, nach der "reinen Lehre" der Schwingboxen, keine Hochtonstütze einzusetzen - mal sehen.
Soundy73
Inventar
#390 erstellt: 11. Okt 2010, 16:59
So, zu Hause angekommen schnell die Bilder von der Kamera geklaubt und rein in´s Fredchen:

1 x nackisch

Schwingi nackisch

und im Negligeee

IMGP70262

und mit Außenlasur bearbeitet

Schwingi lasiert

Will ja keine Zeit schinden, aber heut´ ist Feierabend am Rechner.
Soundy73
Inventar
#391 erstellt: 12. Okt 2010, 16:08
Hatte gerade PM-Kontakt mit Gino von viel weiter oben, der nachfragte, ob ich da etwas berechnet hätte, bei den "Schwingis-Khan", da kopier´ ich für alle, die nicht die ganzen Seiten durchlesen wollen eben mal meine Antwort:
schilder_5

..Die das sagen können, die mit den vieletausend €uronen teuren Dingern lassen sich darüber nicht aus, bei mir ist´s try and error, auch die Musikinstrumentenschiene gab keine Berechnungsformeln her. Ich bin gerade an einem neuerlichen Versuch, kann ja Zufall gewesen sein, das mich der Klang der Dinger, die ich da relativ schnell hingehexelt habe anmacht.

Schau gern mal wieder in den Thread rein, ich bin noch am Ball.

Wie ich leider sehen musste, sind so einige hübsche Bildchen in diesem (hoffentlich) Grundlagenartikel leider inzwischen verblichen. wäre schön, wenn die hier parken könnten so als Nachschlagewerk. -hatte doch bei allen sauber die Quellen genannt und hoffe keine UHR-HEBER-RECHTE verletzt zu haben.
Soundy73
Inventar
#392 erstellt: 12. Okt 2010, 17:16
So ganz zwischendurch - die Lasur trocknet noch, von innen gab´s etwas Plastikspray und die Schraubenlöcher und Anschlußlöcher sind drin, bringe ich mal wieder etwas Input von außen


http://www.lebong.de/greencone/index.htm

Quong-Elvis aus dem Analog-Forum hatte da auch etwas auf der Pfanne: http://www.analog-fo...eadID=28060&pageNo=3

Breitbänderflügel

Das kommt dabei raus, wenn man die guten alten Röhrenradios schlachtet Ist ein Mix aus Horn, Offener Schallwand und Resonator - da rechnet sich dann ohne NASA-Computer wohl nix mehr.

Nochwas zu lesen gibt´s hier: http://www.analog-fo...hread&threadID=40779

Und ´was aktuelles, da könnte man ´was mit machen gibt´s hier: http://www.test.de/t...ass-4127189-4127193/
Mit "drauflegen" kann´s ja nicht getan sein, da muss dann natürlich eine ordentliche Kopplung her und natürlich das passende "Klangholz" sonst kann das nicht klingen.
Soundy73
Inventar
#393 erstellt: 13. Okt 2010, 10:40
Hab´noch ´was relativ aktuelles gefunden!

Der Preis ist heiß!! 13.800,-€ werden hier genannt:
http://www.fastaudio...oads/stp_SD_Kiso.pdf

Bild aus dem Sonderdruck aus
Ausgabe 3/2010 Stereoplay entliehen:
Kiso

Das sieht doch nicht so gebastelt aus - aber bei dem Preis wohl auch Bedingung.
Soundy73
Inventar
#394 erstellt: 14. Okt 2010, 17:04
Soo, eben noch Lack aufgetragen (natürlich C37,5 für heiße Musik), dann kuckte ich nochmal durch´s Fredchen und musste leider erspähen, das der auslösende Funke für meinen ganzen Aufstand optisch inzwischen verblasste

Also liefere ich für ggf. Neueinsteiger nochmal den Stein des Aufstoßens:
Röhrendes Radio

Damit begann alles.

So jetzt wird erstmal der zweite Versuch fertiggestellt, dann geht´s an´s Eingemachte, versprochen. Suche schon nach Schwingungsbackground und es stehen ja noch reichlich Experimente aus.
Soundy73
Inventar
#395 erstellt: 14. Okt 2010, 17:35
Einen hab´ ich noch:

Es geht los mit dem theoretischen Gerüst.

Teil 1: Schallgeschwindigkeit in Holz:

Aus der Wikipedia geklaut: "Der beim Holz-Musikinstrumentenbau wichtige Parameter „Schallgeschwindigkeit“ beträgt längs zur Faser bei Erle 4.400 m/s, Ahorn 4.500 m/s, Esche etwa 4.700 m/s, Padouk 4.800 m/s, Linde 5.100 m/s, Fichte 5.500 m/s."
und
"Akustische Eigenschaften

Die Schallgeschwindigkeit erreicht in Holz faserparallel Werte von 4000 bis 6000 m/s, quer zur Faser nur 400 bis 2000 m/s. Einflussparameter auf die Schallgeschwindigkeit sind Dichte, Elastizität, Faserlänge, Faserwinkel, Holzfeuchte, Holzfehler (Äste, Risse). Aufgrund seiner guten akustischen Eigenschaften wird Holz im Musikinstrumentenbau eingesetzt. Es ist aber auch als Material für Schalldämmungen geeignet. Spanplatten mit einer Flächendichte von 15 bis 20 kg/m² erreichen eine Schalldämmung von 24 bis 26 dB.

Schalllaufzeitmessungen werden zur Prüfung des dynamischen E-Moduls bei der Gütekontrolle von Schnitthölzern und zur Diagnose des Zustands von Bäumen (Schalltomographie) eingesetzt."

So für heute ist Schluss aber ich trage weiterhin Fakten zusammen und sehe mich um , damit hier knoff hoff gesammelt wird.
Soundy73
Inventar
#396 erstellt: 16. Okt 2010, 17:12
So, was soll ich sagen? - So´ne Schei... der geht!

Also schon wieder reingefallen, wieder spielt das Ganze recht brauchbar, nix dröhnt oder wabbert nach. Das scheint mächtig einfach zu sein, Leichtbaukisten zu bauen, kann ruhig schwingen, man muß nur etwas Spannung auf die Wände bringen, schon klappt das.
Hab´ schon gemessen und etwas linearisiert, leider liegen die Kurven noch auf dem Lappi.

Wie´s fertich aussieht hier:

Terracer

Muss für heute dann reichen. Habe oben mittig einfach eine Öse reingedreht, unten damit die Wände nicht die Wände berühren ein paar Gummifüßchen verklebt und fertig war´s zum Aufhängen.
Soundy73
Inventar
#397 erstellt: 18. Okt 2010, 10:45
Kurz wieder etwas zur Theorie, hier gibt´s etwas zur Gitarrenszene: http://www.waltnerguitars.com/pdf_content/VortragSkript.pdf
Alles geklaut aus einer Veröffentlichung von:
Skript eines Vortrags anlässlich der Gitarrenwoche Zeven am 14.05.2005
Referentin: Angela Waltner, Diplom-Designerin und Gitarrenbaumeisterin, Berlin

Gitarrenspektrum Walter

Da werde ich doch mal klopfen
pheesama
Ist häufiger hier
#398 erstellt: 20. Okt 2010, 11:37
Hallo Forum-Freunde

Ich fand es sehr raffiniert, wie man ganz frueher mit wenig mitteln hohe Resultate erzielte. Demzufolge baute ich natuerlich einige Reso-Gehaeuse nach; sowohl kleinere wie auch grossere da ich BB en masse habe und bin damit sehr zufrieden.
Sind mit Abstand die Besten unter meinem Selbstbau lautsprecher.
Mit kleinerem Roehrenverstaerker z.B. Eintakt E80L sind sie wirklich unschlagbar.ls vintage
LineArray
Hat sich gelöscht
#399 erstellt: 20. Okt 2010, 16:14
Hallo,

für diejenigen, die unter die Instrumentenbauer gehen
wollen, hier ein Paper über die Schallabstrahlung von
Klavieren:

http://www.physik.un...4-AlexanderWeber.pdf

Ein paar Anmerkungen zu den Reso Gehäusen aus ganz
persönlicher Sicht:

- Es handelt sich m.E. um Klangkunst Objekte, nicht um
HiFi Lautsprecher. Das soll aber weder der Sache
Abbruch tun, noch den Spaß verderben.

- Die Klangästhetik, die für die Liebhaber solcher
Objekte erreicht werden kann, hängt maßgeblich von
der spektralen Verteilung der Eigenmoden ab.

Wird ein Musikinstrument mit relativ hoher Modendichte
über einen Reso Lautsprecher wiedergegeben, der
seinerseits eine viel geringere Modendichte aufweist,
so kann man nach menschlichem Ermessen das klangliche
Ergebnis nur als "Degradation" betrachten.

Es käme dem Versuch gleich, einen Konzertflügel über
die Anregung eines Geigenbodens wiedergeben zu wollen.

Das ist zwar sicher ein interessantes Experiment, es ist
jedoch unwahrscheinlich, daß irgendein Hörer dem so
verfremdeten Konzertflügel auf Dauer etwas abgewinnen
kann.

Ein klanglich "interessanter" Reso Lautspecher müsste
sich daher an den Instrumenten mit höchster
Modendichte - eigentlich "modaler Überlappung" - im
Tieftonbereich orientieren.

Das bedeutet konkret, daß die modale Überlappung eines
großen Bösendorfer Flügels oder eines Kontrabasses hier
der Maßstab wäre, den es nicht nur zu erreichen, sondern
zu übertreffen gilt.

Die Modenverteilung sollte so ausgelegt werden, daß
sich keine größere Lücken im Frequenzbereich ergeben.

Auch sollten sog. "entartete Moden" vermieden werden, bei
denen mehrere Schwingungsmoden auf der gleichen Frequenz
oder sehr nahe beieinander liegen.


Viele Grüße

Oliver Mertineit
pelowski
Hat sich gelöscht
#400 erstellt: 20. Okt 2010, 16:53

LineArray schrieb:
...Ein klanglich "interessanter" Reso Lautspecher müsste
sich daher an den Instrumenten mit höchster
Modendichte - eigentlich "modaler Überlappung" - im
Tieftonbereich orientieren...

Hallo,

sehe ich das richtig, dass das im (theoretischen) Extremfall eine unendliche Modenzahl bedeutet?

Wozu dann ein Resogehäuse?

Grüße - Manfred
Soundy73
Inventar
#401 erstellt: 20. Okt 2010, 17:23
Hallo Mongkon (hoffe ich hab´ den Vornamen erwischt ), hallo Oliver!

Erstmal herzlich willkommen ind diesem schrägen thread.

Über solche Beiträge freue ich mich natürlich besonders!!!

1. Ein Mitstreiter, der meine Hörerfahrung teilt - obwohl das ja gar nicht klingen kann und nachschwingen muss, wie blöd und und und.

2. Jemand der sich Gedanken macht, warum´s vielleicht doch gehen könnte - by the way: Meine großen schaffen die HiFi-Norm denn wohl doch leicht - dass die mit den dünnen Wänden trotzdem sauber klingen liegt in meinem Fall wohl auch am Nahfeld. Ich hab´ da nur <3m vom Töner bis zum Ohr. Per Zufall klingen die großen Gehäuse - wenn man draufklopft nach einer recht sauberen Bassdrum.

Vielleicht sind die kleinen mit der doppelten Materialstärke schon wieder zu weit konservativ? Da hab´ ich ja sogar ein wenig Dämmstoff reingeschubst. Der Bass ist recht schlank, was die Messung nun überhaupt nicht bestätigt (dicke Beule) Grafik folgt i.k.

Ich suche gerade nach einem (Gratis-)Anbieter um Hörbeispiele (Klopfen...) hochladen zu können, damit der geneigte Verfolger dieses Gebiets sich ein Hörbild machen kann.

Hätte gern auch ein kurzes copyright-freies Stück Musike, die ich da mit hinstellen dürfte, das Mikrofonieren sollte ich mit Chance hinkriegen. Aber bitte bitte nicht drängeln, bin ja noch nicht in Rente.

Oliver meint:
Wird ein Musikinstrument mit relativ hoher Modendichte
über einen Reso Lautsprecher wiedergegeben, der
seinerseits eine viel geringere Modendichte aufweist,
so kann man nach menschlichem Ermessen das klangliche
Ergebnis nur als "Degradation" betrachten.


Ich erwarte nicht das volle Spektrum über das Gehäuse abzustrahlen! Dann würde ich einen Dipol bauen - und das soll ja auch gehen. Ich erwarte eine Erweiterung des Bass- bis Grundtonbereiches - ein quasi "Atmen" der LSP-Kombination - und nach Deiner These wären dann ja auch TML- und Bassreflexlautsprecher degradierend, da die durch das Gehäuseprinzip verstärkten Signale, ja auch eine viel geringere Modendichte haben

Oh, hallo Manfred!

Dein Einwurf ist berechtigt wie von mir weiter oben geschrieben --> Dipol!

So Frauchen drängelt...
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