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Wie nimmt man richtig auf einer Kassette/MC auf?

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Autor
Beitrag
Danje
Neuling
#1 erstellt: 23. Nov 2009, 15:48
Hallo zusammen,
Ich moechte gerne meine Musiksammlung "analogisieren":) und zwar indem ich meine MP3s auf Kassette aufnehme. Ich weiss natuerlich schon wie es rein technisch geht, allerdings fehlt mir das noetige Grundwissen zu den richtigen Aufnahmeeinstellungen.

Die Aufnahme soll ueber einen SONY Walkman DD3 erfolgen. Welche Einstellungen habe ich idealerweise vorzunehmen, z.B. welche Ausgangslautstaerke und Aufnahmepegel, welche Dolbyeinstellung am Aufnahemgeraet, etc.

Waere toll, wenn ihr mir weiterhelfen koenntet!

Gruss,
D:)
Mino-NU
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 23. Nov 2009, 21:37
Hui, was für ne geile Frage. Da mußte ich aber schon weit hinten im Hirn kramen um mich an meine Kassetten-Zeiten zu erinnern.
Ist das wirklch ernst gemeint?........nur mal so aus Interesse.

Mal so aus der Erinnerung:
Ich hab früher bei meinem Technics RS-BX 747 die Aufnahme immer so ausgesteuert das in der Regel nur ein roter Aufnahme-Pegel-Balken angezeigt wurde. Aufgenommen hab ich mit Dolby-C, denn Dolby-S konnte das Technics noch nicht. Azimut war etwa auf Mitte ausgesteuert.Die Hinterband-Kontrolle war geil, da konnte man schon beim aufnehmen das Ergebnis hören.............ok ich schweife ab.

Kurz und Gut.......keine Ahnung..........wer nimmt schon MP3 auf Kassette auf. hehe


[Beitrag von Mino-NU am 23. Nov 2009, 21:38 bearbeitet]
Danje
Neuling
#3 erstellt: 24. Nov 2009, 00:15
Das ist ernst gemeint, ja. Einfach weil ich gerne Musik auf meinen alten Walkmans/Walkmen hoere...klingt komisch, ist aber so...:)
cr
Moderator
#4 erstellt: 24. Nov 2009, 00:18
mind 3, max 6 dB ins Rote.
Detektordeibel
Inventar
#5 erstellt: 24. Nov 2009, 00:19

wer nimmt schon MP3 auf Kassette auf. hehe


Das ist schon irgendwie pervers.
Danje
Neuling
#6 erstellt: 24. Nov 2009, 00:30
Pervers ja, hoert sich aber toll an...besonders auf so klasse Geraeten wie einem DC2 oder einem Boodo Khan. Analog hat irgendwie mehr Seele, finde ich. Ausserdem ist Retro in:)
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 24. Nov 2009, 08:01
Hallo!

Das kommt erstmal auf die verwendete Kassetensorte an, wenn du keine NOS-Bestände aufgekauft hast fällt die Reineisenkassette (Metall) wohl flach.

Bleibt also endweder Chrom- oder Normalband.

Chromband sollt bis zum Dolby-Punkt ausgesteuert werden, peaks können ruhig in den Roten Bereich gehen, aber die Aufnahme sollte sich nicht ständig im Roten bereich bewegen.

Normalbänder sind etwas weniger sättigungskritisch, wegen dem höheren Rausch kanst du sie bis zum ersten Roten Segment aussteuern, allerdings solltest du sie nicht für Musik mit hoher Dynamik nehmen.

Wenn immer möglich solltest du Chromband verwenden, das Ergebniss ist bei den meisten Aufnahmegeräten besser. Allerdings habe ich noch nie mit einem SONY Walkman aufgenommen sondern immer mit Tapedecks.

MFG Günther
Wolfgang_K.
Inventar
#8 erstellt: 24. Nov 2009, 09:30
Ich muß Hörbert absolut beipflichten. Die besten Aufnahmeergebnisse bringen immer noch die die sogenannten 3-Kopf-Decks. Nur wird so etwas heute nicht mehr produziert.

Beim Kopfhöhrerbetrieb sind die Unterschiede zwischen mp3 und der Kassettenüberspielung schon deutlich höhrbar. Aber technisch ist das alles machbar.

Ich würde Dir empfehlen mit dem Sony-Walkman Probeaufnahmen zu machen (bei O db Aussteuerung anfangen) und diese Aussteuerung so lange aufdrehen, das Du gerade keine Verzerrungen mehr hörst. Für solche Dinge sind ein 3-Kopf-Deck mit Hinterbandkontrolle ideal geeignet.

Anmerkung: Nur sind die heutigen neuen Cassetten auch nicht von der Verarbeitung das, was die mal früher waren.

Und dann kommt noch ein anderes Problem dazu. Wenn einmal die Andruckrolle defekt sein sollte oder andere Störungen in der Mechanik da sind - Du schrottest Deine mühsam erstellte Musiksammlung auf den Kassetten.
Danje
Neuling
#9 erstellt: 24. Nov 2009, 12:16
Danke fuer Eure Hilfe!

Natuerlich ist ein Deck in jedem Falle besser. Ich habe hier noch zwei alte Telefunken RC-200 Decks stehen. Kann mir jemand was ueber die Qualitaet dieser Geraete sagen?? Ich habe in Erinnerung, dass das damals Spitzengeraete waren...vielleicht taeusche ich mich aber auch und rede mir das ein:)

Jedenfalls wuerde ich dann diese Decks zur Aufnahme benutzen...vorausgesetzt ich kann noch irgendwo neue Antriebsriemen auftreiben.
Detektordeibel
Inventar
#10 erstellt: 24. Nov 2009, 16:46

Ich habe in Erinnerung, dass das damals Spitzengeraete waren


Nicht Weltspitze, aber zumindest "obere Mittelklasse" und für den 1. Platz im Zeitschriftentest bei Kompaktanlagen hats mal gereicht.
War übrigens im Gegensatz zum größeren RC 300 nicht mehr "Made in Germany" sondern kam aus Fernost.

http://telefunken.pytalhost.eu/RC200/

Ach ja, hier die Anleitung dazu, da steht auch drin wie man damit richtig aufnehmen soll.
Danje
Neuling
#11 erstellt: 24. Nov 2009, 16:49
Na immerhin:) Hab mal nachgelesen, der Preis fuer die ganze Anlage war ja schon deftig damals...

Was waere denn ein RICHTIG gutes Deck? Kann jemand eine Empfehlung aussprechen?
Detektordeibel
Inventar
#12 erstellt: 24. Nov 2009, 17:08
Das "Nakamichi Dragon" gilt als eins der besten überhaupt.

Kostet gebraucht aber sogar noch richtig Geld.

Ansonsten solltest du mal im "Klassik-Hifi" Forum suchen.

Grade in den 80ern gab es da richtige Boliden.
Alex-Hawk
Inventar
#13 erstellt: 24. Nov 2009, 17:23

Mino-NU schrieb:
Wer nimmt schon MP3 auf Kassette auf.


Bei mir hängt gerade der iPod an einer Akai-Bandmaschine.

mgki
Inventar
#14 erstellt: 24. Nov 2009, 19:54

Das "Nakamichi Dragon" gilt als eins der besten überhaupt.

Kostet gebraucht aber sogar noch richtig Geld


Das Dragon ist schon genial.

Die Preise liegen im Moment so zwischen 600€ - 800€.
kempi
Inventar
#15 erstellt: 24. Nov 2009, 20:08
@Danje

Soweit ich weiß, kannst Du mit dem SONY Walkman DD3 keine Aufnahmen machen, der Walkman spielt nur ab. Also musst Du einen "echten" Recorder kaufen.

Danje
Neuling
#16 erstellt: 24. Nov 2009, 20:33
D3, nicht DD3! Mein Fehler:)


[Beitrag von Danje am 24. Nov 2009, 21:24 bearbeitet]
cr
Moderator
#17 erstellt: 25. Nov 2009, 00:11
Ich will nicht unken, aber ich bezweifle, dass man mit uralten, ungewarteten Geräten gute Aufnahmen hinbekommt.

Gummiriemen, Walzen leiden durch das Altern und den Gleichlauf kann man vergessen. Und der Kopf hat wohl ein Azimuth-Problem.
kempi
Inventar
#18 erstellt: 25. Nov 2009, 11:18

cr schrieb:
Ich will nicht unken, aber ich bezweifle, dass man mit uralten, ungewarteten Geräten gute Aufnahmen hinbekommt.

Gummiriemen, Walzen leiden durch das Altern und den Gleichlauf kann man vergessen. Und der Kopf hat wohl ein Azimuth-Problem.


Unterstellen wir mal, dass Danje die Auswirkungen genau dieser Phänomene als "besseren Klang" empfindet, oder die Rituale einen Cassettenrekorder zu bedienen (Gefummel und Umspulen mit Cassetten) ihm ein besseres Gefühl gibt.

back 2 the 8ties
Danje
Neuling
#19 erstellt: 25. Nov 2009, 13:30
Also erstens hat Kempi vollkommen recht und zweitens hat ja niemand etwas von ungewartet gesagt.

Natuerlich ist die Qualitaet einer MC nicht mit der einer guten digitalen Anlage zu vergleichen. Aber ich mag den Klang nunmal...
andreas3
Stammgast
#20 erstellt: 25. Nov 2009, 13:45
Wenn du was vernünftiges zum moderaten Preis suchst:
Klanglich prima waren Pioneer- Tapedecks, allerdings habe ich noch eins wo die Elektronik ab und zu spinnt.

Sehr emfehlenswert: Denon. Ich hatte ein Denon Deck welches später in Proberäumen (Speicher, Keller, Garage) starken Belastungen ausgesetzt war und über zwanzig Jahre lang keine Probleme machte.

Für deine Zwecke muss es aus meiner Sicht kein Dragon sein, in der Bucht findest du Denons in Hülle und Fülle meist für deutlich unter 100€.

Ich habe nie mit Dolby B oder C aufgenommen, weil ich den Klang im Vergleich zum Original auf Schallplatte unnatürlich fand. Das Bandrauschen überhört man genauso wie das Knistern von Schallplatten. Dolby S soll besser sein, aber das kam erst kurz vor der Einführung digitaler Aufnahmemedien und hat sich somit selbst überholt.

Grüße andreas3
Allgäuer
Stammgast
#21 erstellt: 25. Nov 2009, 14:38
Das Onkyo Integra TA-2870 war auch recht ordentlich. Das Nakamichi für Arme sozusagen. Mir hat es bis zu seinem letzten Tag treu gedient.

Wenn Du sie noch bekommst: Maxell XL-II S. Waren unverwüstlich und temperaturunempfindlich. Kamen fast schon an Metall ran.

Ui, werde gerade von einer gefühlsduseligen Nostalgie erfasst....
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 25. Nov 2009, 15:46
Gute Pioneer-Geräte mit dem Reference-Master-Laufwerk waren 1991 das CT-676 (Dolby B/C), das CT-777 (Doppelcapstan, Dolby B/C) und CT-900S (wie 777, aber noch mit Dolby S). Alle 3 haben einen Einmeßcomputer, der dir die Einstellung der Parameter Vormagnetisierungsstromstärke und Bandempfindlichkeit (sowie auch noch eine zusätzliche Mittenentzerrung) mit recht gutem Ergebnis abnimmt.

Leider sind selbst solche hochwertigen Geräte nicht frei von Verschleiß: neben dem unvermeidlichen Kopfverschleiß (mit dem Fingernagel erfühlbar als "Graben" im Kopfspiegel) altern auch Gummiriemen und vor allem eine pendelnd gelagerte Gummirolle, die das wichtigste Teil im Antrieb darstellt. Dann spult das Gerät nicht mehr richtig, der Antrieb wirkt "schlaff". Wiedergabe / Aufnahme geht dann aber noch. An anderer Stelle las ich mal, es wäre nicht der Gummibelag dieses Rades, sondern eine verbogene Motoraufhängung. Um da ranzukommen, muß man das gute Stück aber schon recht weit zerlegen.

Zum Thema Aussteuerung: dB-Zahlen an den Pegelanzeigen sind Schall und Rauch. Jeder Recorderhersteller hat den Anzeigenullpunkt unterschiedlich gelegt, am liebsten schön tief, denn es sieht gut aus, wenn man bis weit in die "Roten" aussteuern kann. Einziger Fixpunkt im Anzeige-Wirrwarr ist das Doppel-D-Symbol von Dolby. Dort liegen ca. 200 mWb/m Bandfluß vor. Pioneer hatte die Anzeige-Null auf 160 nWb/m gelegt, so daß der Dolby-Punkt schon bei +2 dB lag. Solche Decks konnten, wenn Bandmaterial und Gerät hochwertig waren, bei Chrom- und Reineisenkassetten gut bis +8 dB ausgesteuert werden, also ca. bis +5 oder +6 dB über der Dolby-Marke.

Ansonsten ist für gute Aufnahmen noch Verständnis nötig in folgenden Punkten:

- Eigenschaften guter und schlechter Kassetten

- Eigenschaften guter und schlechter Laufwerke

- Einfluß von Kopfverschleiß auf Kopfspalt-Azimut (wenn man daran herumdreht, obwohl der Kopf schon einen Graben hat)

- Effekte bei Bandsättigung

- Effekte bei fehlerhafter Einmessung
Danje
Neuling
#23 erstellt: 25. Nov 2009, 15:55
Danke Radiowaves (und auch allen anderen) fuer die guten Ratschlaege, Tipps und Kommentare!!!
Wolfgang_K.
Inventar
#24 erstellt: 25. Nov 2009, 18:35
Danje!

Wenn ich heute vor der Wahl stände mir ein gebrauchtes Kassettendeck zu kaufen, dann wäre ReVox die erste Wahl. Entweder das B 710 oder das B 215 S. Du hast für diese "alten Gurken" - man verzeihe mir die respektlose Bezeichnung - noch einen sehr guten Ersatzteilservice.

Gruß Wolfgang
andreas3
Stammgast
#25 erstellt: 25. Nov 2009, 19:45
Hallo radiowaves, schöner Beitrag, da bekomme ich direkt Lust mein CT 737 mal wieder zu starten.

Hallo Danje,aus radiowaves Antwort heraus ergibt sich eigentlich logisch, ein möglichst neues Deck zu erstehen. Gummis altern mit den Jahren, Tonköpfe mit der Laufzeit.

Mein Tipp wären Denon DRS, die kamen als das Thema Kassette eigentlich schon erledigt war. DRS 640 gibts meistens in der Bucht zu erschwinglichen Preisen auch vom Händler mit Garantie, das 8er- Modell ist sicherlich bessere Qualität.
ersatzteilversorgung ist bei Denon kein Thema, die haben auch mal in deutschland gefertigt.

Als Dreingabe hast du mit Dolby S das beste Dolby was es gab, und bei Kopfhörern stört das Bandrauschen mehr als bei Boxen.

An Kassetten empfehle ich ebenfalls Maxell XL IIs, die klingen nach dreißig Jahren noch, oder Denon.

andreas3
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 26. Nov 2009, 11:16

Wolfgang_K. schrieb:
Wenn ich heute vor der Wahl stände mir ein gebrauchtes Kassettendeck zu kaufen, dann wäre ReVox die erste Wahl.

Es gibt noch einen Grund: die völlige Abwesenheit von Reibrädern, Rutschkupplungen und sonstigem verschleißanfälligem Zeug im legendären "großen" Revox-Laufwerk. Und freilich die unvergleichliche Haptik.
Wolfgang_K.
Inventar
#27 erstellt: 26. Nov 2009, 11:23
Radiowaves!



Diese Kisten waren einfach phänomenal, die Technik ist von den ohnehin schon guten Tonbandmaschinen auf die Kassettenrekorder 1:1 übertragen worden. Früher habe ich auch immer verständnislos den Kopf über die teuren ReVox-Maschinen geschüttelt, doch die Erfahrung mit anderen Decks und Tonbandgeräten haben mich eines besseren belehrt. Die Verarbeitungsqualität war in der Hifi-Geschichte bis dato unerreicht, umsonst laufen diese Geräte nicht über 20 Jahre!!!

Da ist auch heute noch jeder Euro gut investiert.
cptfrank
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 26. Nov 2009, 18:02
Hallo,
stimmt, aber mein Dragon läuft auch schon seid über 20 Jahren.
Geruß
Frank
andreas3
Stammgast
#29 erstellt: 27. Nov 2009, 09:19
Mein Denon ist auch über 20 Jahre gelaufen und tuts wahrscheinlich heute noch, und den Pioneer hab ich vor über 15 Jahren gebraucht erworben. Er macht alles außer motorbetrieben die Klappe schließen, aber das geht auch manuell!

andreas3
Z25
Inventar
#30 erstellt: 27. Nov 2009, 19:16
Immer das gleiche beim Thema Tapedecks.......... Die Nostalgiewelle schwappt!
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 27. Nov 2009, 23:56
Tja... heute hat es bei meinem Pioneer CT-900S nun noch das Dolby S entschärft. Nix mehr Ton... nur noch leises Brodeln. Dolby B/C funktionieren weiterhin. Gerade jetzt... habe für eine Kulturveranstaltung in alten Kassetten nach historischen Radiomitschnitten gesucht.

Ich werde ihn wohl reparieren / reparieren lassen. Hat mir zu lange gute Dienste erwiesen, soll hier nicht defekt herumstehen.
Wilke
Inventar
#32 erstellt: 05. Feb 2010, 11:55
welche tapedecks kann man denn heute noch neu kaufen?
Käfermicha
Stammgast
#33 erstellt: 05. Feb 2010, 12:09
Der Thread ist eigentlich was fürs Analogforum, da gibts gerade auch einen Thread über Kassetten.

Jedenfalls gibts heute nur noch Doppel-Decks mit Autoreverse und Dolby C. Also m.E. Kernschrott. Kein Vergleich zu meinem Onkyo TA-2060 oder Yamaha KX-690.

Sei es drum, falls Du in Köln wohnst, kannste gern dich mal melden, dann zeige ich dir wie das mit der Aufnahme funzt.

Grundsätzlich so: Band am Tapedeck einmessen, dann Quelle probehören und den Eingangsregler am Tapedeck so eindrehen, dass es an den roten Bereich geht. Etwas weiter rein bis plus 3 geht oft auch, aber keinesfalls weiter.

Naja und sonst, Kassette zurückspulen, 10 sekunden laufen lassen, damit das Vorband vorbei ist, dann auf pause, rec, dann los, und dabei dann sofort die quelle an. erst band los, dann quelle los... danach am ende des songs auf stop beim band usw...

Also eigentlich ganz einfach
Dilbert
Stammgast
#34 erstellt: 05. Feb 2010, 12:53
Kann als stolzer Besitzer von einigen Revox Geräten dazu nicht schweigen und nochmal eine Revox B710MKII (die MKII hat Dolby C) oder noch viel besser, weil mit einem Einmess-Computer versehen den B215 in den Ring werfen.
Für dese Geräte gibt es zumindest noch Ersatzteile und Leute, die die Geräte reparieren oder gar revidieren können.
Dann sind diese aber kein Schäppchen mehr, ein revidierter B710MKII kann dann auch 1200,- Kosten, ob es das Wert ist?

Zum Lesen
http://www.studerundrevox.de/index.php?page=150

Ich würde mich aber schnell mit Cassetten-Material eindecken, wer weiss wie lange es neue überhaupt noch gibt :-(

Grüsse

Dilbert

@radiowaves: da hatte ich wohl den gleichen Gedanken


[Beitrag von Dilbert am 05. Feb 2010, 12:56 bearbeitet]
Accuphase_Lover
Inventar
#35 erstellt: 05. Feb 2010, 19:31

Z25 schrieb:
Immer das gleiche beim Thema Tapedecks.......... Die Nostalgiewelle schwappt! ;)


Und wie es diesbezüglich erst mit Vinyl-Hobeln aussieht ...

Ich habe lieber an Tapedecks als an Drehern gespielt !
Käfermicha
Stammgast
#36 erstellt: 05. Feb 2010, 19:55
Klar, Tapedecks sind absolute Männersache:

1. Spieltrieb: Immer unvollkommen, aber mit Einmessen, Bandsortenwahl, genauer Einpegelung etc, High-Tech Laufwerken etc. minimiert man immer mehr die Probleme, die vernünftige Digitaltechnig gar nicht erst hat. Sprich, es gibt viel zu tun, und das macht den Reiz aus. Eignet sich auch hervorragend für ewige Stammtischdiskussionen, was denn besser ist.

2. Zelebrierte Musikkultur: So ein 90min Mixtape verlangt Disziplin: Genaue Musikauswahl, 90minütige Aufnahme, kontinuierliches auspegeln etc. Das ist mühsamer als eine MP3 Playliste erstellt, aber auch befriedigender.

3. Die sequentielle Aufnahme ermöglicht keine großen Sprünge. Random-Funktionen gibt es nicht. DAher gehen die Lieblingstapes ins Ohr, und nach einem Lied erwartet man dann automatisch gleich, dass ein bestimmtes anderes danach kommen muss.

Sprich, einfach klasse. Sinnfrei, aber super!
Käfermicha
Stammgast
#37 erstellt: 05. Feb 2010, 19:58
http://www.hifi-foru...m_id=26&thread=10769

Der Link zum aktuellen Tapedeck-Liebhaber Thread
PRW
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 07. Feb 2010, 19:40

Dilbert schrieb:
... Ich würde mich aber schnell mit Cassetten-Material eindecken, wer weiss wie lange es neue überhaupt noch gibt :-( ......


Wo gibt es den noch welche????

Peter
Käfermicha
Stammgast
#39 erstellt: 08. Feb 2010, 00:36
Bei Saturn, z.B.

Erhältlich ist noch:

Eisenoxid (Maxell UR, TDK D, Sony): Schrott, obwohl die Bänder gar nicht soo schlecht sind, aber zu Hochzeiten der Kassette wollte keiner Eisenoxid haben.

Chrom: TDK SA (gute Bänder), die Sony UX-S ist angeblich vor kurzem ausgelaufen.

Mit der TDK SA kann man sehr passable Aufnahmen machen, auch das Gehäuse ist echt i.O.
PRW
Hat sich gelöscht
#40 erstellt: 09. Feb 2010, 13:58
Hallo alle zusammen,

ich habe noch etwa 80 maxell XL-II zu Hause bei mir in der Orginal Verpackung, wie lagere ich die Eigentlich am besten?



Gruß

Peter
Käfermicha
Stammgast
#41 erstellt: 09. Feb 2010, 16:04
Auf der Heizung
PRW
Hat sich gelöscht
#42 erstellt: 09. Feb 2010, 16:14

Käfermicha schrieb:
Auf der Heizung :D

cptfrank
Hat sich gelöscht
#43 erstellt: 09. Feb 2010, 16:24

Hallo,
um mal zum ursprünglichen Thema zurückzukommen hier Aussteuerungstips aus der Originalbetriebsanleitung, ratet mal welchen Decks?
Gruß
Frank
Käfermicha
Stammgast
#44 erstellt: 09. Feb 2010, 16:52
Ernsthaft, gelagert werden sollten Tapes bei konstanter Temperatur und wenig Feuchtigkeit.
df1hx
Stammgast
#45 erstellt: 09. Feb 2010, 23:34
Moin!

cptfrank schrieb:
[...] hier Aussteuerungstips aus der Originalbetriebsanleitung, ratet mal welchen Decks?

Nakamichi Dragon, spielt hier noch prächtig...
Cheers, thomas
Käfermicha
Stammgast
#46 erstellt: 11. Feb 2010, 00:07
Nochmal zum Thema Lagerung, betrifft zwar Tonbänder, da es sich bei Kassetten aber prinzipiell um nichts anderes handelt, ist es auch hier interessant:

http://www.reeltoreel.de/Revox/Tips03.htm
PRW
Hat sich gelöscht
#47 erstellt: 12. Feb 2010, 20:46
Toller Tip von Dir,

vielen dank.

Gruß

Peter
CarstenO
Inventar
#48 erstellt: 13. Feb 2010, 08:14

Danje schrieb:
Was waere denn ein RICHTIG gutes Deck? Kann jemand eine Empfehlung aussprechen?


JVC TD-V 621
Käfermicha
Stammgast
#49 erstellt: 13. Feb 2010, 09:30
Yamaha KX-690, ist gut, leider sieht man die Kassette nicht.
Mais
Stammgast
#50 erstellt: 11. Mai 2010, 14:13
auja. das thema trifft sich.

morgen/übermorgen müsste mein NAD 6040A Tapedeck kommen.
Das soll dazu dienen Radiosendungen (DLF,DRadio Kultur, SR2 und noch so ein paar franzosen wo immer ganz gutes Zeug läuft) aufzunehmen.

Eingemessen ist das Deck wohl auf Maxell Tapes, die es hier allerdings nirgendwo mehr zu kaufen gibt.

Jetzt sind ja die 2 Tapes die es noch fast überall gibt sind Sony C90HF (wo ich keine Ahnung habe, welches Bandmaterial verwendet wird) und die TDK SA-90 (etwas teurer, aber soweit ich das in Erinnerung habe auch hochwertiger)

Wie stelle ich es denn an, das Deck auf die TDK-Kassetten einzumessen? Hab mich noch nicht damit auseinandergesetzt und auch keine Manuals aufgetreiben können.

Will ja gute Aufnahmen machen... sollen ja ein paar Jahre und zumindest 20mal abspielen überleben.
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#51 erstellt: 11. Mai 2010, 17:29
Gerade mal nach dem NAD gesucht... nur ein Foto und eine karge Beschreibung gefunden. Offenbar gibt es von außen keine Einmeßmöglichkeit, nur die grundlegende Bandsortenumschaltung ist vorhanden.

Sony HF dürfte eine Eisenoxidkassette (Typ 1) sein, geeignet am ehesten für Kinderhörspiele, Diktiergeräte und ähnliches. Dynamik ist nicht sonderlich, Höhenaussteuerbarkeit ebenso, Rauschen liegt eher im oberen Bereich und unverspiegelte Löschköpfe rasieren mitunter bei jedem Abspielen ein kleinwenig die Höhen weg.

TDK SA war in den späten 80er und frühen 90er Jahren eine Typ-2-Kassette, also die, die im Volksmund "Chromkassette" heißen. Das dürfte heute noch so sein und ich vermute ganz stark, daß hier Chromsubstitut drin ist, also was anderes (kobaltdotiertes Eisenoxid z.B.). Die elektromagnetischen Eigenschaften sind aber auf die "Chrom-Stellung" des Recorders abgestimmt.

Die TDK-SA ist dann das vermutlich deutlich hochwertigere Band, dürfte weniger rauschen und eine bessere Höhenaussteuerbarkeit haben. Probier die mal - natürlich in der "Chrom-Stellung" und erstmal ohne Dolby B.

Mach eine Aufnahme (z.B. unverspratzeltes UKW-Zwischensenderrauschen bei auf mono gestelltem Tuner) bei nicht allzu hoher Aussteuerung, spule zurück und vergleiche mit dem Original: hat es die gleiche spektrale Balance oder klingt es heller / dunkler? Klingt die Aufnahme dunkler als das Original, müßte die Vormagnetisierung etwas verringert werden, klingt die Aufnahme heller, muß die Vormagnetisierung etwas erhöht werden. Das ginge bei hochwertigeren Geräten am "BIAS"-Steller, hier geht es nur intern an einem oder zwei kleinen Potentiometern auf der Leiterplatte. Ohne Schaltplan und Kenntnisse rate ich ab, daran herumzufummeln. Hoffe erstmal, daß es halbwegs wie das Original klingt.

Der zweite Punkt ist die Kalibrierung auf die Bandempfindlichkeit. Wenn man z.B. einen Testton mit einem bestimmten Pegel aufzeichnet, muß hinter dem Wiedergabeverstärker beim Abspielen wieder der gleiche Pegel rauskommen. Das ist wichtig für Dolby, sonst erfolgt keine spiegelbildliche Entzerrung und Expandierung bei der Wiedergabe. Hat das Band einen schlechten "Wirkungsgrad", kommt also weniger Pegel zurück als bei einem Referenzband, "denkt" das Wiedergabe-Dolby, daß hier eine leise Stelle in der Musik vorliegt, bei der das Aufnahme-Dolby massiv die Höhen und allgemein den Pegel angehoben hat. Es wird das also rückgängig machen - und endet bei einer dumpfen, pumpenden Wiedergabe. Umgekehrt führen extrem empfindliche Bänder, bei denen scheinbar mehr rauskommt, als reingesteckt wurde (die tatsächlich also weniger über-Band-Verluste haben als das Referenzband) zu einer Irritation des Wiedergabe-Dolbys mit der Folge, daß es grell und pumpend klingt.

Auch die Empfindlichkeit kann eingestellt werden, aber das ist heikel. Zuerst muß sichergestellt werden, daß ein Normband mit Normaufzeichnung mit korrektem Pegel abgespielt wird und das Dolby dabei nicht verfärbt. Das tut man am Wiedergabeverstärker (Kopfverstärker Wiedergabe vor dem Wiedergabe-Dolby) - wenn man Bezugsbänder oder wenigstens Aufnahmen besitzt, von denen man weiß, daß sie halbwegs normgerecht sind. Ist der Wiedergabezweig korrekt, kann man dann eine beliebige Bandsorte einfach am Aufsprechverstärker auf korrektes über-Band-Verhalten einstellen. Das tut der "Rec. Level"-Steller, der an besseren Decks vorhanden war und eigentlich irreführend beschriftet ist, denn er stellt nicht den Aufnahmepegel vor dem Dolby und der Pegelanzeige ein (das tut der bekannte und oft sehr große Aussteuerungssteller), sondern den Aufsprechpegel hinter dem Aufnahme-Dolby, direkt vor dem Aufsprechkopf.

Bei Deinem Deck ist nichts dergleichen von außen zugänglich und außerdem die Schaltung vermutlich etwas verschachtelt, da der gleiche Kopf für Aufnahme und Wiedergabe genutzt wird. Also TDK SA nehmen und hoffen. TDK SA und Maxlell XL-II sollten hoffentlich nicht allzuweit auseinanderliegen. Die XL-II war ein recht normkonformes Band.

Thema Aussteuerung: ganz schwierig. Die TDK SA sollte man mit einem hochwertigen Deck in den Spitzen bis ca. 5 dB über die Dolby-Marke aussteuern können. Dein Deck hat aber Zeigerinstrumente, deren Ballistik (Trägheitsverhalten) ich nicht kenne. Außerdem ist das Stück so alt, daß es möglicherweise bei späteren Recordern nochmals deutliche Verbesserungen in der Aussteuerbarkeit gegeben haben könnte. Da hilft also nur vorsichtiges Rantasten. Wenn Du Sättigungseffekte (Dynamikkompression, Verzerrungen, Höhenschwund) bemerkst, warst Du zu hoch.

Ach so, da ich gerade las, daß die Kiste DIN-Anschlüsse hat: falls Aufnahmen (und auch schon der Kopfhörerausgang während der Aufnahme) immer verzerren, egal wie niedrig Du aussteuerst: dann brauchst Du ein Kabel 4 Cinch - DIN mit 2 Widerständen in den Aufnahmeleitungen. Sowas gibt es oder gab es fertig zu kaufen. Wenn nicht auftreibbar: in die Aufnahmeleitungen (DIN-Pin 1 und 4) einfach 200 - 500 kOhm reinhängen - fertig.

Der Grund: DIN-Aufnahmeeingänge sind Strom-Eingänge und sehr niederohmig. In der vorgeschalteten Quelle (z.B. Receiver) war der Ausgang mit einigen 100 kOhm hochohmig gemacht worden, diese Widerstände begrenzten den Stromfluß in den Aufnahmeeingang des Decks. Das ist physikalisch die idiotischste Anschlußart, die man sich ausdenken kann (hochohmige Ausgänge, niederohmige Eingänge, da bekommt das Kabel über seine Querkapazität schnell frequenzgangbestimmenden Charakter und Brummstörungen werden wahrscheinlicher), aber die DIN-Norm war halt so und kam aus den Betriebsparametern von Röhrenschaltungen.
Bei Cinch sind die Ausgänge idealerweise sehr niederohmig (einige 10 Ohm - vielleicht maximal 3 kOhm bei manchen Tapedecks am Ausgang) - das "überflutet" den völlig "wehrlosen" Aufnahmeeingang am Deck. Die Vorwiderstände schützen davor und stellen die Verstärkung des Eingangsverstärkers im Tapedeck richtig ein. Sinnvoll wäre bei Eigenbau eines solchen Kabels, die Widerstände direkt am DIN-Stecker (Pin 1 und 4) zu platzieren und somit das Kabel mit seiner Querkapazität noch von der Quelle niederohmig treiben zu lassen.

Aber das alles wie gesagt nur, falls es bei Dir generell zu verzerrten Aufnahmen kommt.


-- Edit --

Gerade bessere Fotos gefunden. Unter anderem auch von der Rückseite - nimm die doch vorhandenen Cinch-Buchsen und alles sollte wie immer sein und ohne Widerstände im Kabel funktionieren. MPX-Filter ist für UKLW-Aufnahmen, damit das Dolby nicht vom Pilotton irritiert wird. Bei Aufnahmen von CD oder anderen Quellen als UKW bitte ausschalten.



Aber warum tust Du Dir das an? Besagte Sender kannst Du viel besser mit einem digitalen Sat- oder Kabelreceiver in Originalqualität auf USB-Stick oder Festplatte aufnehmen. Auch wenn dann der Zauber der Kassette fehlt - die Aufnahme ist besser, denn es werden die Daten gespeichert, die beim Programmveranstalter auf die Reise geschickt wurden.


[Beitrag von Radiowaves am 11. Mai 2010, 18:01 bearbeitet]
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