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Verstärker aus Zweiter Hand - Mein Hörvergleich

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Autor
Beitrag
CarstenO
Inventar
#101 erstellt: 15. Jul 2009, 20:00
Guten Abend,

der heute erworbene Testkandidat stammt von Artech.



Artech? Rechts unten wird das Rätsel aufgelöst. Es handelt sich um eine HiFi-Serie der Marke Blaupunkt.



Optisch rief bei mir der Artech MA 5690 folgenden Gedanken hervor: "Der kommt Dir doch bekannt vor." Richtig: Ich hatte ´mal einen Sansui AU-X 301. Und genau das ist auch der Hersteller dieses Teils. Erkennen musste ich es leider auch an den Mängeln, die den Artech MA 5690 mit dem Sansui AU-X 301 vereinen:

Kein Durchkommen für das Signal auf Höhe des Linear- (=Tone Defeat-) Schalters!

Ob der MA 5690 nun ein AU-X 201 oder 301 ist, kann ich nicht sagen. Mancherorts wird gesagt, es sei der 201. Der AU-X 201 bietet aber m.W. nur einem Lautsprecherpaar Zutritt. Egal.

Zunächst habe ich zur Reinigung Frontblende und Deckel abgeschraubt. Danach zeigt sich dieses Bild:



Nichts Besonderes, endlich mal wieder ein mit Einzeltransistoren aufgebautes Gerät.

Die Rückseite:



Alles fein in Deutsch beschriftet.

Noch ein, zwei Bemerkungen zum optischen Zustand und zum Verkaufsgespräch. Grundsätzlich funktionieren nach Angaben des Verkäufers immer alle Geräte einwandfrei, was sich auch dieses Mal als nicht ganz wahrheitsgetreu herausstellte. Der optische Zustand deutet für mich darauf hin, dass der Artech MA 5690 vom früheren Einsatzort zum Trödelmarkt geworfen wurde. Es ist schon erstaunlich, dass das Teil doch noch irgend etwas tut.

So, der Defekt ist behoben, so dass ich ohne Gefahr für Boxen und Ohren (Schaltgeräusche) zum Test an den Boxen übergehen kann.

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 15. Jul 2009, 20:29 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#102 erstellt: 15. Jul 2009, 20:25
Auch mit diesem Verstärker stellt sich die Frage, wie er sich gegen

- Kenwood KA 1010
- Denon DRA 545 RD
- Dual CV 1450 und
- Fisher CA 7000

schlägt. Bin gespannt. Wirklich!
CarstenO
Inventar
#103 erstellt: 17. Jul 2009, 16:37
Meine erste Hörprobe mit dem Blaupunkt/Artech MA 5690 fand zugespielt von einem Marantz SA 7001 an einem Paar Mordaunt Short Avant 902i statt. Gegen den Fisher CA-7000 ließ ich den MA 5690 nicht antreten, wohl aber gegen den Dual CV 1450.

Der Song "Hey man" von Lizz Wright zeigte, dass der Artech dem Dual eindeutig überlegen ist. Beim Artech MA 5690 kam räumliche Tiefe hinzu, Vibrato auf der Stimme kam sehr natürlich zum Ausdruck. Während die Schlagzeugbesen auf der Snare (Manel Camo Quartet "Abril") sehr präzise kommen, finde ich sie auf den Becken minimal zischelig. Sehr gut gefällt mir die stabile räumliche Abbildung in kleiner Besetzung. Einzig mit der Tonalität komme ich noch nicht so ganz zurecht: ein recht knackiger Bass (gezupfter Kontrabass in "Abril"), der Flügel (gleicher Song) etwas zu groß und die Becken treten recht stark in den Vordergrund. Dadurch wirkt das Feindynamische etwas überzogen. Gleiches kann ich bei Leny Andrade´s "Chega de Saudade" feststellen.

Okay, ich wechsle auf die Dynaudio Focus 140.

Jau, passt viel besser. Leistungsmäßig waren die Avant 902i und der Artech MA 5690 ein passendes Gespann, tonal aber nicht.

Die Gegenprobe mit dem Dualverstärker zeigt, dass dieser nun etwas zugeschnürter, detailärmer spielt und sich die Distanz zugunsten des Artech vergrößert. Sehr schön. Aber der Hochtonbereich des Artech ist noch einen Hauch überzogen. Tja ...

Abhilfe habe ich dadurch geschaffen, dass ich das eher spritzig/detailliert klingende Kimber PBJ gegen ein runder klingendes van den Hul Hybrid The Source zwischen Marantz-Player und Artech MA 5690 getauscht habe. Das kann aber nicht ultimative Tipp sein, da das Kabel selbst gebraucht in der Regel das Doppelte des Verstärkers kostet.

So eignet sich der Sansui-, ääähh Artech-Verstärker für Boxen, mit denen grundsätzlich alles stimmt, jedoch deren Hochton eine Idee mehr "Pfeffer" verlangt.

Gut, die Hürde ist genommen. Bis jetzt gehört dem Artech der Platz 3 in meinem Ranking. Bezogen auf den Trödelmarkt-Kaufpreis läge er im Preis-/Leistungsverhältnis mit dem Dual gleichauf, da letzterer 5 EUR billiger war. Der Kenwood KA-1010 war aber auch 5 EUR billiger als der Artech...

Okay, die nächste Hürde ist der Platz 2, nämlich der Denon DRA-545 RD. Um nicht beim Wechseln zwischen Denon und Artech die Verkabelung wechseln zu müssen, verwende ich für die Vergleiche gegen Platz 1 und Platz 2 folgende Konstellation:

Boxen = Dynaudio Focus 140
CD-Player = Creek Evo
NF-Kabel = Kimber Timbre (etwas weicher als PBJ, aber detailreicher als das van den Hul)

Dieses Setup wandelt der MA 5690 in einen Zugewinn an klanglicher Transparenz um. Das klappt, weil er scheinbar bestens mit den Dynaudio Focus 140 zusammen spielt. Das tut der Denon DRA-545 RD auch, wirkt aber etwas entspannter, als der Artech. Da ich jetzt schon etwas (zu sehr) an den Artech gewöhnt bin, steige ich später in den Vergleich neu ein.

Ranking bis jetzt:

Platz 1: Kenwood KA-1010
Platz 2: Denon DRA-545 RD
Platz 3: Blaupunkt/Artech MA 5690 (weder Sansui AU-X 201, noch 301)
Platz 4: Dual CV 1450
Platz 5: Fisher CA 7000

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 17. Jul 2009, 22:16 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#104 erstellt: 17. Jul 2009, 17:36
Und der Denon-Stereo-Receiver überlässt dem Artech MA 5690 nicht das Feld! Da, wo der Artech etwas flinker wirkte, machte der Denon DRA-545 RD einfach mehr an. Die Trompete in "Estate" (Woody Shaw) verursachte über den Deutsch-Japaner keine Gänsehaut und driftete schneller ins "Strenge" ab. Der Grundtonbereich des Blaupunkt-/Artech-Verstärkers wirkte transparenter als der des Denon DRA, dessen Hochtonbereich jedoch etwas feiner ´rüber kam. Noch ´mal gegen geprüft mit "Heading South" von Paul Kuhn & The Best. Das bei etwa 2:30 Min. einsetzende Saxophon hat einen Hauch von "Plastik" im Sound.

Beide Geräte teilen sich den zweiten Platz. Mehr war für den Artech MA 5690 wegen der noch plastischeren Wiedergabe des Kenwood KA-1010 nicht drin. Der Hochton des Kenwood wirkte zwar etwas härter als vom Denon DRA, war dabei aber detaillierter und recht "natürlich" (im übertragenen Sinne).

Platz 1: Kenwood KA-1010
Platz 2: Denon DRA-545 RD, Blaupunkt/Artech MA 5690
Platz 3: Dual CV 1450
Platz 4: Fisher CV 7000

Die letzten beiden Plätze werde ich künftig nicht mehr mit testen.

Der Quercheck mit dem AV-Receiver Denon AVR-1610 zeigt mir, dass der Kenwood KA-1010, der Denon DRA-545 RD, sowie der Artech MA 5690 klanglich auf dem aktuellen Stand eines Einsteigerverstärkers sind. Der AVR 1610 muss sich nur knapp dem Kenwood KA-1010 geschlagen geben. Vom Timbre her ist der AVR dem Artech am ähnlichsten, verzichtet jedoch auf dessen Strenge im Hochton, macht etwas mehr an, ohne im Bass so präzise zu sein.

Bericht hier:

http://www.hifi-foru...m_id=101&thread=1092

Meiner Erwartung nach hätte der Artech mit Sansui-Herkunft ein rundes, warmes, aber dennoch detailreiches Klangbild machen sollen. Das hat mir am AU-X 901 nebst passendem CD-Player seinerzeit gut gefallen. Scheinbar ist es schwierig, der gesamten Verstärkerrange eines Herstellers ein ähnliches Klangbild, nur mit zunehmendem Preis besser werdend, zuzuordnen.

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 17. Jul 2009, 17:42 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#105 erstellt: 19. Jul 2009, 11:44
Guten Morgen,

auch auf die Gefahr hin, hier als einziger zu schreiben, kann ich Euch einen weiteren Kandidaten vorstellen. Heute ist es wieder einmal ein Gerät von Dual, der Marke, die mich scheinbar verfolgt. Es handelt sich um eines der letzten Receiver-Modelle: CR 900 RC, wobei "RC" für die bei meinem Gerät nicht vorhandene Fernbedienung steht.













Dieser Receiver würde von "Klassiker"-Fans auf dem Trödelmarkt zurück gelassen werden, weil er in die Sparte der "90er-Jahre-Plastikbomber" gehört. Pech gehabt, lieber Altgerätesammler! Dieser Receiver macht bereits beim Einspielen an meinen Heco HS 200 klar, dass er in einer einfachen Kette nichts verloren hat. Sein Markenkollege CV 1450 hat gegen ihn nichts zu bestellen.

Mein Setup für den Vergleich mit dem Artech MA 5690 ist ein Marantz SA 7001 und ab jetzt die Dynaudio Focus 140. Der Artech hat gegen den Dual-Plastikbomber keine Schnitte! Der CR 900 RC

- löst besser auf,
- bildet genauer in Breite und Tiefe ab,
- hat etwas mehr "Bumms" im Bassbereich und
- zeichnet im Hochton ohne Härte feiner.

Da der Dual CR 900 RC auch im Grundtonbereich das richtige Maß an Schlankheit gegenüber dem Denon DRA-545 RD besitzt, zeigt sich bis jetzt dieses Ranking:

Platz 1: Kenwood KA-1010
Platz 2: Dual CR 900 RC
Platz 3: Denon DRA-545 RD
Platz 3: Blaupunkt/Artech MA 5690
Platz 4: Dual CV 1450
Platz 5: Fisher CA-7000

Leute, dieser Dual-Receiver ist ein total unterschätzter Oberhammer! Achtet bei Eurem nächsten Trödelmarktbesuch unbedingt auf dieses Teil. Mitunter steht so eine mit 600 DM recht günstige HiFi-Komponente zwischen Rotlichtgerät und Dayton-DVD-Player verbuddelt...

Ich würde für das Gerät so bis 40 oder 50 EUR bezahlen. Mein CR 900 war deutlich billiger, weil die Fernbedienung fehlt und der optische Zustand unter aller S.. war.

Da mein Ranking noch keinen Vergleich mit dem Kenwood KA-1010 beinhaltet, gilt es als vorläufig.

Carsten
premiumhifi
Hat sich gelöscht
#106 erstellt: 19. Jul 2009, 13:33
weiter so carsten, sehr lesenswert ! beim klangverändern durch verschiedene kabel kann man ( ich ) aber getrost diametral anderer meinung sein.
CarstenO
Inventar
#107 erstellt: 19. Jul 2009, 13:34
Das vorläufige Ranking bleibt auch das endgültige Ranking. Das Trio "Fellowship Beat" hat Größeres für den Dual CR 900 RC verhindert. Im Titel "Valentine" waren mir die Anschläge des Flügels über den Dual-Receiver etwas zu hart und angestrengt. Aber, immerhin Platz 2 und am ursprünglich 100 DM teureren Denon DRA 545 RD vorbei gezogen.

Um das Ganze etwas zu relativieren:

Über Quadral Maxi 400 und JBL Control 1G abgehört liegen der Dual CR 900 RC und der Kenwood KA-1010 beide auf Platz 1. Kaum einer wird eine Anlage aus Dynaudio Focus 140 (1600 EUR) und einem Trödelmarkt-Fund für kleinstes Geld zusammenstellen.

Vielleicht hat von Euch noch jemand Erfahrungen mit unterschiedlichen Trödelmarkt- und Ebay-Funden zu berichten.

Gruß und schönen Sonntag noch,

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 19. Jul 2009, 20:00 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#108 erstellt: 19. Jul 2009, 13:42

premiumhifi schrieb:
beim klangverändern durch verschiedene kabel kann man ( ich ) aber getrost diametral anderer meinung sein.


Beim Klangverändern durch verschiedene Verstärker sind auch viele "diametral anderer Meinung". Gleiches für CD-Player. Alle Fraktionen dürfen meinen/glauben/wissen, was sie wollen.


premiumhifi schrieb:
weiter so carsten, sehr lesenswert!


Vielen Dank für´s Lob, Markus.

Nun habe ich den Punkt erreicht, wo ich mich wieder von den entbehrlichen Verstärkern (nebst den im jeweiligen Paket enthaltenen Tunern, Tapedecks, Timern, Plattenspielern) trennen werde. Die HiFi-Regale im Keller sind zu voll für weitere Geräte. Und raus sind:

Dual CV 1450
Fisher CA 7000 (mit Tuner und Timer)
Schneider/Intercord R 140 (nicht getestet, weil mich das Gerät nicht interessiert, mit ordentlichem Plattenspieler)

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 19. Jul 2009, 13:47 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#109 erstellt: 30. Jul 2009, 18:36
Hallo zusammen,

sobald ich dessen Funktion geprüft habe, werde ich hier einen weiteren Stereoreceiver vorstellen. Es handelt sich um einen

Kenwood KR-4070

aus dem Jahr 1978, der seinerzeit 898,00 DM gekostet hat.

Gruß, Carsten
JonasH
Stammgast
#110 erstellt: 30. Jul 2009, 20:26
Hallo,

na das klingt ja interessant! Ich habe hier einen Kenwood KR-4050 Receiver stehen, ein phantastisches Gerät!!!
Bei dem musste ich aber vier Transistoren austauschen, die wegen Produktionsfehlern oder so was alle nach einiger Zeit schlecht werden (2SC1345 oder so...). Wenn dein Receiver übermäßig rauscht oder so, dann sind da auch solche Transistoren drin. Vielleicht auch nicht, denn mein Reiceiver wurde schon 1976 gebaut.
Klanglich hat mein Receiver auch von dem Tausch profitiert, derzeit ist er mein bester Receiver in der Kategorie "vor 1990"
CarstenO
Inventar
#111 erstellt: 30. Jul 2009, 20:29
Hallo Jonas,

ich bin auch sehr gespannt, da das Gerät aussieht, als hätte es die letzten Jahre unter freiem Himmel verbracht. War nur die Dreingabe, um die Canton LE 500 (demnächst analog diesem Test ein Boxentest!) für kleines Geld zu bekommen.

Am Wochenende werde ich den KR-4070 von Kenwood dann salonfähig machen. Größere Lötarbeiten habe ich nicht eingeplant. Sollte das anfallen, darf den Receiver hier jemand abholen.

Carsten
Lukas_D
Inventar
#112 erstellt: 31. Jul 2009, 12:46
Wirklich klasse das es noch User gibt die sich die Mühe machen hier so ausführliche Testberichte abzuliefern
CarstenO
Inventar
#113 erstellt: 31. Jul 2009, 20:50
Hallo zusammen,

für den Fall, dass jemand schon mit den Hufen scharrt, hier ein Bild vom Kenwood KR-4070:



Natürlich ungewaschen und ungeschminkt.

Carsten

NEU! Meinen Boxenvergleich findet Ihr hier:

http://www.hifi-foru...m_id=100&thread=1440


[Beitrag von CarstenO am 01. Aug 2009, 07:19 bearbeitet]
JonasH
Stammgast
#114 erstellt: 01. Aug 2009, 15:50
Hallo,

der Kenwood schaut ja nett aus!
Meiner kommt eindeutig aus der Vorgängerserie, also kannst du die Sache mit den fehlerhaften Transistoren wohl vergessen
CarstenO
Inventar
#115 erstellt: 01. Aug 2009, 18:47

JonasH schrieb:
der Kenwood schaut ja nett aus!


Ja, hier noch einige Bilder:







Hallo zusammen,

der Kenwood KR 4070 läuft sich nun an einem Paar Mivoc RB 138 warm. Zuspieler ist wieder der Marantz SA 7001. Der Receiver war in einem sehr schmutzigen Zustand. Nun sind alle Potis störfrei. Vom ersten Höreindruck zieht er an

Hitachi SR 302,
Dual CV 1450 und
Fisher CA 7000


vorbei. Die Wiedergabe wirkt recht differenziert und anders, als bei den bisherigen 70s Receivern, ist auch räumliche Tiefe vorhanden. Das konnte der frühere KA 2002 ja auch ganz gut. Später wechsle ich auf die Dynaudio Focus 140, um ein abschließendes Urteil zu bekommen.

Carsten
CarstenO
Inventar
#116 erstellt: 01. Aug 2009, 19:24
Leute, diesen Receiver-Oldie solltet Ihr nicht links liegen lassen! Seit langem habe ich mal wieder mit einem 70s-Receiver (Verstärker) vernünftig Musik gehört. Der Kenwood KR 4070 klingt schön "luftig", zeigt keine klanglichen Defizite.

Am Artech MA 5690 zog der Kenwood-Oldie jedenfalls knapp vorbei, auch wenn er nicht die Detailfülle des Deutsch-Japaners bot. Der Kenwood verfolgt aber in der Klangabstimmung einen roten Faden. Mit etwas weichen Bässen bot er nie überzeichnete Konturen und dröselte bis in den Hochtonbereich musikalische Ereignisse auseinander.

Leider erreichte er im direkten Vergleich mit dem Denon DRA-545 RD nicht dessen Ausdruckskraft bei "intimen" Gesangsstimmen. Daraus ergibt sich um den ehemals dritten Platz herum eine neue Differenzierung:

Platz 1: Kenwood KA-1010
Platz 2: Dual CR 900 RC
Platz 3: Denon DRA-545 RD
Platz 4: Kenwood KR-4070
Platz 5: Artech MA 5690

Anders als beim letzten Ranking liegen die Plätze näher beisammen. Beide Kenwood-Geräte dürfen wegen Ihres superniedrigen Kaufpreises als Mega-Schnäppchen gelten.

Gruß, Carsten

(Jetzt muss noch eine Canton LE 500 fertig gemacht werden.)
CarstenO
Inventar
#117 erstellt: 09. Aug 2009, 11:01
Guten Morgen zusammen,

wer früh genug auf dem Flohmarkt eintrifft, hat auch noch Chancen interessante Ware zu bekommen. Heute wanderte ein Technics-Verstärker der 700-DM-Klasse aus dem Katalog von 1989 in meinen Kofferraum:





Der Technics SU-V 650 ist ein Vollverstärker mit Phono MM und MC-Eingang, sowie einem Record-Out-Wahlschalter, also jenen Merkmalen, die den Schritt vom 500-DM-Gerät zum 700-DM-Gerät der großen Hersteller darstellten. Leider waren zu dieser Zeit auch noch Geräte in Mode, deren Endstufen nicht diskret aufgebaut waren, sondern mit einem Hybrid-Baustein. So auch der Technics SU-V 650.



Zugespielt von einem Marantz SA 7001 darf sich der SU-V 650 an einem Paar Mivoc RB 138 warmlaufen. Den Phono-MC-Eingang werde ich mit meinem Thorens TD 166 V (Denon DL 103) prüfen.

Gruß, Carsten


[Beitrag von CarstenO am 09. Aug 2009, 11:06 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#118 erstellt: 09. Aug 2009, 11:28
So, ein kurzer Wechsel auf die Dynaudio Focus 140 zeigte, dass der Technics SU-V 650 mein Ranking eher nach unten hin erweitern wird. Er trifft auf den Artech MA 5690, der viel feingliedriger und nicht so unbeholfen klingt, wie der Technics.

Bei dem SU-V 650 entsteht bei mir der gleiche erste Eindruck, wie beim Dual CV 1450: Ihr erinnert Euch, die ersten Tanzschritte ...

Der optische Eindruck des Technics mit Getränkeflecken auf Deckel und Front lässt auf seine frühere Aufgabe als Partykeller- oder Kneipenverstärker schließen. Kraft hat er ja, der Technics SU-V 650. Okay, ich fahnde weiter nach Musik, einem anderen Player und anderen Boxen, die ihn ins rechte Licht rücken.


[Beitrag von CarstenO am 09. Aug 2009, 11:29 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#119 erstellt: 09. Aug 2009, 11:53
So langsam taut der Technics SU-V 650 auf!

Die CD "The Very Best Of Female Jazz" beinhaltet einige Titel (Muriel Zoe "And I Love Him"), die auch Anforderungen an die Tiefendarstellung von Räumen stellt. Das gelingt dem Technics SU-V 650 an sich ganz gut. Unter allen Bedingungen ist auch die Basswiedergabe sehr präzise und weder auffallend üppig, noch zu schlank.

Nach nun einer Stunde des Betriebs muss ich wohl von vorne beurteilen. Das Gerät war wohl einige Zeit gar nicht in Betrieb.


[Beitrag von CarstenO am 09. Aug 2009, 11:54 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#120 erstellt: 09. Aug 2009, 13:21
Dennoch: Ich kann noch so lange mit dem Technics SU-V 650 hören, er wird einfach nicht besser. Nicht einmal mit dem deutlich billigeren SU-Z 55 (halber Preis, 6 Jahre älter) könnte er mithalten. Was bemängele ich?

1. Rauher Hochton, speziell bei Triangeln
2. Fehlende musikalische Wärme, speziell bei Gesangsstimmen und Blasinstrumenten

Hier mein Ranking:

Platz 1: Kenwood KA-1010
Platz 2: Dual CR 900 RC
Platz 3: Denon DRA-545 RD
Platz 4: Kenwood KR-4070
Platz 5: Artech MA 5690
Platz 6: Technics SU-V 650

Je besser die Boxen zum Vergleich wurden, umso deutlicher fielen die Defizite des SU-V 650 auf. Teuerstes Gerät auf dem letzten Platz. Mal sehen, ob ich die Kiste bei Ebay verkauft bekomme.

Eine Kaufempfehlung würde bei (für dieses Gerät unüblichen) 25 EUR enden. Mehr wäre und war er mir nicht wert.

Zusammen mit im Hochton etwas zurückhaltenden Boxen spielt der Technics passabel, wenig wirkungsgradstarken Boxen hilft er auf die Sprünge.

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 09. Aug 2009, 13:24 bearbeitet]
JonasH
Stammgast
#121 erstellt: 15. Aug 2009, 23:18
Hallo,

ich glaube, den Technics-Verstärker habe ich mal in einem Technics Turm in einem Clubhaus gesehen.

Hat ja eine tolle Fassade, aber offensichtlich nichts dahinter. Naja, für das Clubhaus hat's gereicht


Ja, die Kenwood-Receiver scheinen ja allesamt wirklich gut zu sein!!! Mein Kenwood Receiver aus wahrschenlich der Vorgängerserie klingt ja auch sehr gut, wirklich ein exzellentes Gerät!!!

Was mir an den alten Geräten immer so gut gefällt ist die Ausstattung, die damals viel umfangreicher war, als die der modernen Geräte, die ja nun wirklich kaum noch Ausstattung haben, das gilt besonders für die besseren Geräte... besonders vermisse ich an den heutigen Geräten den Tape-Monitor Schalter. Klassiker haben von diesen Anschlüssen zum Teil gleich zwei, manchmal auch drei! An den modernen Geräten kenne ich allenfalls von Yamaha noch den Rec Out Selector.
Da ich sehr viele Recorder mit drei Köpfen habe, vermisse ich den Monitor-Schalter immer besonders.
CarstenO
Inventar
#122 erstellt: 16. Aug 2009, 06:43

JonasH schrieb:
Hallo,

ich glaube, den Technics-Verstärker habe ich mal in einem Technics Turm in einem Clubhaus gesehen.

Hat ja eine tolle Fassade, aber offensichtlich nichts dahinter. Naja, für das Clubhaus hat's gereicht


Moin Jonas,

im Grunde halte ich die Technics-Verstärker für recht ordentlich. Deshalb schnappe ich mir diese Teile auch, so ich sie für einen vernünftigen (nicht "vintage-igen") Preis bekommen kann. Der SU-V 650 dürfte zu seiner Zeit den Geschmack getroffen haben:

- massive Anfassqualität
- gute Ausstattung
- viel Leistung

Gruß, Carsten
Touringini
Inventar
#123 erstellt: 23. Aug 2009, 01:01
Hallo Carsten,

dickes Lob für diesen Fred, für mich ist vieles was Du so schreibst nachvollziehbar. Mach weiter so!

Bei den Foto´s vom SU 650 hab ich schmunzeln müssen, den hatte ich selbst mal - aber nicht so lange......

Nachdem dieses doppel AA-Gerät in meinen Ohren als Vollbereichsverstärker gar nicht ging wurde er zur reinen Bass-Endstufe degradiert.

Und hoppla, da gab es nichts zu meckern. Gute Kontrolle und mächtig Dampf für eine HiFi-Schleuder! Hab gestaunt dass bei diesem (letzten) hohen Pegel nichts ausschaltet oder ploppt.

Beim nächsten Einschalten hat dann nur noch die kleine LED geblinkt, das war es dann. Die Kraftwaffeln sind wohl eine dauerhafte Beziehung mit dem Kühlkörper eingegangen......
CarstenO
Inventar
#124 erstellt: 23. Aug 2009, 08:45

Touringini schrieb:
Hallo Carsten,

dickes Lob für diesen Fred, für mich ist vieles was Du so schreibst nachvollziehbar. Mach weiter so!


Guten Morgen Touringini,

vielen Dank! Natürlich geht´s mit entsprechendem Nachschub weiter.

Den Technics SU-V 650 habe ich als eine einzige Mogelpackung wahrgenommen.

Gruß, Carsten
CarstenO
Inventar
#125 erstellt: 03. Okt 2009, 11:47
Guten Morgen zusammen,

was ist mit Euch? Hat von Euch niemand mehr seinen Verstärkerbestand verglichen und kann hier berichten?

Carsten
Touringini
Inventar
#126 erstellt: 03. Okt 2009, 14:40
Hallo Carsten,

extra für einen anderen Fred hab ich einen SONY STR AV210 geschossen, der hat ca. 2x25 Watt an 8 Ohm, nach mehr klingt der nicht. Langt das für eine Majestätsbeleidigung?

Versuchsaufbau: Her Royal Majesty the NAD 3020!!! (2 x 28 Watt/8 Ohm) muss sich gegen den ordinären SONY bewähren. Die LS sind ARCUS TS 500 (Seas Chassis, Entwickler ist der jetzige ADAM Audio), 2 Meter Hörabstand in großem WoZi.

Der SONY mit Instrumental CD: Stanley Jordan, Blue Note, Track 5

Keine richtige Bühne, fitzelig, patscht etwas, leicht gepresst, High Hats sehr kurz aber insgesamt im TM sehr zackig, gute Kontrolle im Oberbass, schnarrt sogar angenehm weil leichte Loundness eingebaut scheint (bei linear)!

Der NAD mit Stanley Jordan:

HT sehr zurückhaltend und betont nebensächlich, Bass klingt rund es fehlt aber im Vergleich gewaltig an Kontrolle. Bei der Bühne viel Substanz an Feinheiten und breit gefächert, im Bass deutlich Reserven und hohe Dynamik (ARCUS ist kein reinrassiger 8 Ohmer, NAD schiebt nach).

Jetzt wird es anspruchsvoller!

DE PHAZZ, Death by Chocolate, Track 14, Frauenstimme

Der Sony federt gut, praller Bass durch leichte Loudness, viel Drive und Kontrolle, schöne High Hats aber etwas kurz, Bühne mit Tiefe!

Der NAD mit hoher Dynamik aber wenig Kontrolle im Bass, HT zurückhaltend und schon wieder betont nebensächlich, Dafür viel Reserve und Substanz für die musikalischen Feinheiten, leider nur breitgefächert und wenig Tiefe.

Fazit: Die RCA-Transen des NAD brauchen endlos Einspielzeit bis sie sich in der Musik suhlen. Das STK 41..... Brikett des Sony ist da deutlich schneller bei der Sache wirkt aber nicht ganz so dynamisch und rund. Dem SONY ist eine astreine Majestätsbeleidigung gelungen daher muss er wohl wieder schwimmen gehen. Von den NAD`s hab ich zwei Stück, einer muss unter das „Tuning-Messer“. Er macht sich schon mal nackig............

Anfüg!!!! Was für eine Blamage für den Versuchsaufbau, beim NAD war versehentlich das Soft-Clipping in Betrieb. Also nochmal von vorn........
CarstenO
Inventar
#127 erstellt: 03. Okt 2009, 21:58

Touringini schrieb:
beim NAD war versehentlich das Soft-Clipping in Betrieb.


Pfui, schäm Dich!
P.W.K._Fan
Inventar
#128 erstellt: 04. Okt 2009, 21:46
Ich finde den Technics Verstärker garnicht so schlecht, ganz im gegenteil.

Ich habe ihn mit meinem Luxman lv-102 verglichen, und der sieg ging wenn auch nur knapp an den Technics.

Man mag es kaum glauben, aber ich finde den wahrscheinlich viel billigeren Technics Verstärker klanglich besser als meinen gut 50% teureren diskret aufgebauten Lux.

Da sieht man einmal wieder, wie stark die Klangeindrücke auseinander gehen

Aber trotzdem ein toller thread

Gruß
Robert
CarstenO
Inventar
#129 erstellt: 05. Okt 2009, 07:38

P.W.K._Fan schrieb:
Ich finde den Technics Verstärker garnicht so schlecht, ganz im gegenteil.


Hi Robert,

sprichst Du vom Technics SU-V 650?

Carsten
P.W.K._Fan
Inventar
#130 erstellt: 05. Okt 2009, 07:56
Jap, ganz genau

Gruß
Robert
CarstenO
Inventar
#131 erstellt: 05. Okt 2009, 09:01
Hi,

ich kenne den Luxman LV-102 nicht. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass es Vergleichspaarungen und Verstärker-/LS-Kombinationen gibt, in denen der Technics SU-V 650 nicht so abschneidet wie bei mir.

Carsten
P.W.K._Fan
Inventar
#132 erstellt: 05. Okt 2009, 09:11
Da hast du recht!

Es kommt ganz auf die Wiedergabe kette an, und wie gut es untereinander harmoniert.

Natürlich gegen eine c02/m02 luxman kombi kommt der Technics nicht an.
Aber für das Geld was er noch wert ist, finde ich ist er ein ausgesprochen guter Verstärker.

Selbst die Haptik ist für einen Verstärker aus der zeit als überdurchsnittlich zu bewerten, zwar nicht wirklich gut, aber bei leibe auch nicht schlecht.

Dazu kommt noch, das die Fa Technics Kindheitserinnerungen in mir weckt. Also spielt das bei mir auch eine emotionale Rolle

Gruß
Robert
CarstenO
Inventar
#133 erstellt: 27. Okt 2009, 20:56

Touringini schrieb:
Also nochmal von vorn........


Wie ist der Stand?
Touringini
Inventar
#134 erstellt: 28. Okt 2009, 21:01
Hallo Carsten,

Danke der Nachfrage, mir geht´s diesbezüglich gut!

Zum Thema Verstärker aus zweiter Hand:

Der SONY durfte sich nach seiner gelungenen Premiere noch nicht wieder warmlaufen - ich berichte wenn er ein zweites Mal im Ring war.

Derzeit spielen ein Luxman L410 und der NAD 3020 an den zwei Wege Arcus. Der Luxman ist in allen Bereichen hoch überlegen.

Du hattest weiter oben auf die Bedeutung von passenden Verstärker/Lautsprecher Paarungen hingewiesen und genau das passiert beim derzeitigen Aufbau.

Wenn ich mich richtig an die Messwerte des Lux erinnere glänzt dieser Verstärker mit extrem gleichmäßigem Dämpfungsfaktor über den gesammten Frequenzbereich.

In Kombination mit den Arcus ergibt dies ein sehr rundes musikalisches Klangbild, ein betörendes Hochtongefunkel und eine Extraportion weichen, subjektiv tiefreichenden Bass.

An den Arcus haben Verstärker mit sehr hohem Dämpfungsfaktor im Bass gegen den Lux wenig Chancen, an meinen Kenwood KL 999X Riesenboxen sieht das genau anders herum aus. Aber die werden ja aktiv angefahren.....


[Beitrag von Touringini am 28. Okt 2009, 21:03 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#135 erstellt: 28. Okt 2009, 21:09
Hallo Touringini,

vielen Dank für Deinen umfassenden Bericht! Sowohl der Luxman L 410, als auch der 3020 von NAD stehen noch auf meiner Wunschliste.

Gruß, Carsten
Touringini
Inventar
#136 erstellt: 28. Okt 2009, 21:42
Hallo Carsten,

ich kenne die aktuelle Preissituation beim NAD 3020 nicht, muß ich mal testen. Vorteil NAD: es krispelt nichts die Regler regeln nur.

Nachteil NAD: der ist vermutlich Kult und kostet in gutem Zustand richtig Geld.

Wenn wir schon beim Geld sind - ein Luxman L410, L430 oder L530 ist höllisch teuer für sein Alter.

Tante Edit findet das teuer:
High- End Verstärker Luxman L-410
2 x 150W (DIN) an 4 Ohm, guter Zustand,
Artikelzustand: Gebraucht
Beendet: 02. Sep. 2009 20:15:49 MESZ
Gebotsübersicht: 32 Gebote
Erfolgreiches Gebot: EUR 242,99(inkl. MwSt.)


[Beitrag von Touringini am 28. Okt 2009, 21:52 bearbeitet]
Touringini
Inventar
#137 erstellt: 31. Okt 2009, 13:29
Hallo Carsten,

jetzt hab ich den SONY STR AV 210 noch mal in den Hörraum gestellt um auf Deinen besonderen Wunsch hin die Sache mit der Majestätsbeleidigung begangen am NAD 3020 zu überprüfen. Das Soft-Clipping am NAD steht auf aus. Soviel vorweg: es ist unglaublich wie ein kleiner Schalter das Klangniveau in den Keller zieht – in der Fachpresse stand, „mit Soft-Clipping kaum nennenswerter Unterschied“!

Her Royal Majesty the NAD 3020 gegen den ordinären SONY. Die LS sind wieder ARCUS TS 500 (2-Wege, Seas Chassis), 2 Meter Hörabstand in großem WoZi. Gemäß Leistungsanzeige des NAD wird mit 1 Watt an 8 Ohm gehört. Das genügt für gehobene (Mietraum)-Lautstärke.

Der SONY mit Instrumental CD: Stanley Jordan, Blue Note, Track 5, Diese Scheibe kann der NAD klar besser

Klingt auf Anhieb kräftiger im Bass als der NAD. Leistungsmäßig aber wohl schon fast am Ende. Beliebiges, ungenaues Klangbild, so ist der NAD nicht zu knacken.
Keine richtige Bühne, fitzelig, patscht etwas, leicht gepresst, High-Hat´s zischelig und sehr kurz aber insgesamt im TM sehr zackig, gute Kontrolle im Oberbass, schnarrt sogar angenehm weil gegenüber NAD eine leichte Loundness eingebaut scheint. LS-Regler steht auf 13.00 Uhr. Braucht auf dem CD-Eingang hohe Eingangspegel sonst sirrt er!

Der NAD mit Stanley Jordan:

Insgesamt rund und erwachsen, schöner Nachhall, das klingt im Vergleich richtig nach Musik.

HT plötzlich sehr strahlend, hell abgestimmt, High-Hat´s etwas zu metallisch ohne richtiges Funkeln. Im Bass etwas zurückhaltend und jetzt hier betont nebensächlich. Bei der Bühne viel Substanz an Feinheiten, ohne Tiefe aber breit gefächert. Der Lautstärke-Regler steht bei dieser CD fast auf 12 Uhr und im Bass erscheint es trotz Leistungsanzeige 1 Watt schon etwas gepresst.

Die anspruchsvollere CD mit deutlich mehr Pegel steht an, ist aber keine Timbaland! Hier hält der SONY überraschend gut mit.

DE PHAZZ, Death by Chocolate, Track 14, Frauenstimme

Der Sony kommt mit dieser Scheibe erstmal gut zurecht: Voller Tiefton und gutes Raumgefühl, bin überrascht. Die Stimme wird obenrum etwas dünn und beliebig.
Wieder gutes federn, praller Bass durch leichte Loudness, viel Drive und Kontrolle, schöne High-Hat´s aber etwas kurz, Bühne mit etwas Tiefe und Staffelung! LS-Regler steht auf 11 Uhr.

Der NAD zeigt plötzlich Tiefe und klare Ortbarkeit. Viel mehr Details als der SONY aber auch wieder hell abgestimmt im HT fast schon überschwänglich, dafür viel Reserve und Substanz für die musikalischen Feinheiten. LS-Regler steht auf 10 Uhr.

Fazit: Es hängt auch von der Scheibe ab. Bei Stanley Jordan hat der SONY keine Chance. DE PHAZZ spielen dem bassstärkeren SONY aber sauber in die Karten, das klingt dann nach Musik.

Für sich alleine gesehen ist der SONY mit der richtigen Scheibe absolut genießbar, mehr nicht.
Der NAD 3020 scheint zu sagen: nicht umschalten, bleib bei mir. Im Vergleich der klar bessere Verstärker.
CarstenO
Inventar
#138 erstellt: 31. Okt 2009, 22:40
Prima, vielen Dank!
CarstenO
Inventar
#139 erstellt: 23. Nov 2009, 21:06
Hallo zusammen,

nach längerer Abstinenz mit eigenen Geräten in diesem Thread habe ich Nachschub im Zulauf:



Es handelt sich hierbei um den Receicer RS-G7 aus der High Micro-Serie von Kenwood. Das Gerät ist etwa 10 Jahre alt und hatte einen Class-A-Betriebsmodus mit 2 x 7,5 Watt. Ich werde also diesen Receiver hier und die zum System gehörenden Lautsprecherboxen hier

http://www.hifi-foru...m_id=100&thread=1440

vorstellen und besprechen. Die komplette Anlage hatte einen Neupreis von 899,00 DM.

Gruß, Carsten
CarstenO
Inventar
#140 erstellt: 27. Nov 2009, 22:12
So, der Receiver von Kenwood steht nun an Ort und Stelle



und spielt sich an einem Paar Dynaudio Focus 140, zugespielt von einem Gespann aus Marantz SA 7001 und Beresford TC 7520 warm.

Bei Titeln wie "Keith Don´t Go" von Nils Lofgren fällt auf, dass der "Kleene" wohl Impulsspitzen ausweicht. Deutlicher wird dies im Class A-Modus. Nun, das schreit nach anderen Testboxen, etwa der Mordaunt Short Avant 902i. Diese ist etwas genügsamer.

Carsten
sge1
Ist häufiger hier
#141 erstellt: 28. Nov 2009, 04:07
Hallo Carsten,
deine Tests finde ich ja sehr interessant (ich habe aber nicht restlos alles gelesen). Nur denke ich daß du deine Reihenfolge nicht generell für den Verstärkertyp machen kannst. Du hörst über Geräte die stellenweise mehr als 30 Jahre alt sind. Die Kapazität der Kondensatoren vor allem die der Elkos sind mit Sicherheit meilenweit von ihren Nennwerten entfernt. Auch die Wiederstände dürften sich verändert haben und damit die Arbeitspunkte der Transistoren. Auch die vielen Drähte der doch sehr häufigen Freiluftverdrahtungen dürften mehr Patina als Kupfer enthalten. Die Kontakte der Schalter sind oxydiert und teilweise abgenutzt oder verdreckt.
Echte Klangvergleiche gehen eigentlich nur bei absolut neuwertigen Geräten.
Wenn ich ja mehr Zeit hätte würde mich die komplett Restaurierung und das Tuning eines alten Verstärkers interessieren ( vor allem Elkos raus, Transformatoren gegen Ringkerntrafos tauschen und schneller Gleichrichterdioden einsetzen. Dann natürlich die Siebkapazität erhöhen. Mit dem Ruhestrom der Endstufe experimentieren und dazu eventuell kühlkörper vergrößern. Endstufentransistoren gegen speziell gepaarte ersetzen und dann natpürlich noch den gesamten mechanik Kram erneuern/ersetzen oder stillegen ). Hast du so etwas schon mal gemacht ? Wenn ja mit welchem Gerät ?

Gruß
sge1


[Beitrag von sge1 am 28. Nov 2009, 04:08 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#142 erstellt: 28. Nov 2009, 09:16

sge1 schrieb:
deine Tests finde ich ja sehr interessant (ich habe aber nicht restlos alles gelesen).


Hallo sge1,

vielen Dank und ich hoffe, ich konnte Lust auf mehr davon machen.

Da ich hier im Thread keine Testmethoden diskutiere, zu Deinen Einwänden nur Folgendes: Deine Einwände kann ich aus technischer Sicht nachvollziehen. Hier im Thread geht es um Second-Hand-Käufe, die so, wie sie sind, zum Einsatz kommen.

Wie das Ranking, welches auch den Miniatur-Receiver beinhaltet, zeigen wird, stehen die älteren Geräte trotz/wegen ihres fortgeschrittenen Verschleißes nicht automatisch schlechter da.

Ich selbst beschäftige mich nicht mit Restauration alter Geräte.

Vielleicht hilft Dir ja auch der Bereich "HiFi-Klassiker" weiter.

Hallo zusammen,

ich habe nun viele Stunden an verschiedenen Boxen mit dem Kenwood RS-G7 gehört. Ein erstes Fazit ist schon möglich. Dieser Minireceiver ist gut. Er hat nichts mit Microkompaktanlagen gemeinsam und spielt auch feiner als der Receiver aus einer Yamaha PianoCraft E 410. Dem RS-G 7 fehlt jedoch die Leistung des nun nicht wirklich leistungsstarken PianoCraft-Receivers.

Für den Betrieb an Dynaudios Fcous 140 sind beide Receiver (Kenwood/Yamaha) zu schwach. Einer Mordaunt Short Avant 902i boten beide Receiver genug Leistung. Klanglich schied der PianoCraft-Receiver für mich aber wegen seines stets leicht "angezerrten" Klangs aus. (hier im Vergleich außer Konkurrenz, weil aktuelle Neuware)

Zurück zu den Vergleichsmodellen aus zweiter Hand, konkret auch zu den Kenwood-Modellen KA-1010 und KR-4070. Im Familienranking nimmt der Kenwood RS-G 7 den letzten Platz ein:

Platz 1: Kenwood KA-1010
Platz 2: Kenwood KR-4070
Platz 3: Kenwood RS-G 7

Da aus meinem letzten Ranking sowohl der Technics SU-V 650, als auch der Artech MA 5690 verkauft sind, entsteht folgendes Gesamtranking:

Platz 1: Kenwood KA-1010
Platz 2: Dual CR 900 RC
Platz 3: Denon DRA-545 RD
Platz 4: Kenwood KR-4070
Platz 5: Kenwood RS-G 7

Im Detail: Die Class-A-Funktion des Kenwood RS-G 7.

Wechsle ich während des Betriebs vom A/B- auf die A-Betriebsart, signalisiert ein Relais, dass sich ´was tut. Klanglich wird´s weiträumiger, Stimmen und Blasinstrumente rücken nach vorn und der Gesamtklang erhalt mehr Volumen. Vermutlich durch die Leistungsreduzierung von 25 auf 7,5 Watt pro Kanal wird es bei komplexerem Material unruhig im Klangbild.

Die insgesamt im A/B-Betrieb schlanke Spielweise passt zum zur Kenwood HM-602 gehörenden Zweiwegebox.

Das komplette Potenzial des Kenwood RS-G 7 werde ich wohl nur mit wirkungsgradstarken Boxen heben können.

Gruß, Carsten


[Beitrag von CarstenO am 29. Nov 2009, 21:56 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#143 erstellt: 25. Dez 2009, 23:30
Guten Abend zusammen,

der nächste Verstärker, den ich hier besprechen möchte, ist ein alter Bekannter. Der Yamaha AX-870 ist gewissermaßen das "Schweizer Taschenmesser" unter den Vollverstärkern:

- hohe Leistung
- robuster Aufbau
- gute Ausstattung



Aber wie steht es mit seinem Klang? Kann er im Vergleich mit Kenwood KA-1010, Dual CR-900 RC und Kenwood RS-G7 vor Kraft kaum gehen? Oder fischt er aus audiophiler Sicht im Teich der NADs, Missions und Cambridges?

Vor dem Klangtest stehen aber noch umfangreiche Wartungsarbeiten am Yamaha AX-870. Darum steht er hier.

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 25. Dez 2009, 23:44 bearbeitet]
premiumhifi
Hat sich gelöscht
#144 erstellt: 25. Dez 2009, 23:48
bin gespannt

was muss den alles gemacht werden, bevor es so richtig losgehen kann ?
CarstenO
Inventar
#145 erstellt: 26. Dez 2009, 09:44

premiumhifi schrieb:
bin gespannt

was muss den alles gemacht werden, bevor es so richtig losgehen kann ?


Moin Markus,

tja, da es sich eben um genau dieses Modell handelt, ist natürlich, wie auch bei unserem früheren AX-550 der Eingangswahlschalter defekt. Da dürfte klar sein, dass eine Reinigung allein, wenn überhaupt, nur kurzfristig helfen wird.

Hallo zusammen,

hier noch ein Paar Photos, da sich zeigt, dass am Yamaha AX-870 doch größeres Interesse besteht:



Ein etwa gleich teurer Pioneer A-757 machte da schon mehr her. Zumindest war bei diesem das Chassis auch mit abgenommenem Deckel noch verwindungsfrei...













Aus meiner Altgeräteauswahl befinden sich noch folgende Geräte im Rennen:

Denon DRA-545 RD, Neupreis im Jahr 1991: 699,00 DM
Dual CR-900 RC, genau so alt, etwa 600,00 DM
Kenwood KA-1010, auch Anfang 90er für 350,00 DM

Der Kenwood KR-4070, letzter Oldtimer meiner Sammlung, hat ein neues Heim gefunden.

Gruß, Carsten


[Beitrag von CarstenO am 26. Dez 2009, 10:26 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#146 erstellt: 26. Dez 2009, 11:56
Hallo zusammen,

hier noch ein Bild von der Front des Yamaha AX-870:



Meinen Hörtest des Yamaha AX-870 führe ich mit einem CD-Player "Creek Evolution" an den Boxen "Dynaudio Focus 140" durch. Der erste Höreindruck ist sehr positiv. Es handelt beim besprochenen AX-870 nicht um einen hyperanalytischen Radaubruder. Einen leicht schlanken Charakter kann ich nicht überhören. Die Höhen nehme ich eher als gerundet, als "scharf", "giftig" oder "aggressiv" war. So ist es aber auch nicht leicht, wie beim Kenwood KA-1010, in die Aufnahme "hinein zu schauen". Das Anreißen von Gitarrensaiten beispielsweise klingt beim Kenwood KA-1010 etwas direkter. In dieser Disziplin liegt der Creek 5350 SE dazwischen.

So weit der erste Eindruck. Ob der Kenwood KA-1010 vom Sockel kippt? Verflixt, ich muss wohl einen Pegelabgleich durchführen...

Gruß, Carsten
CarstenO
Inventar
#147 erstellt: 26. Dez 2009, 12:28
Bevor ich den Ansatz von "Verwissenschaftlichung" betreibe, noch ein paar Eindrücke aus meinem Vergleich mit den stets zur Verfügung stehenden Creek 5350 SE und Cambridge Audio Azur 540 A V2.

Der Yamaha AX 870 wird etwa in der Liga des Cambridge Audio Azur 540 A V2 (478 EUR vs. 999 DM) spielen, allerdings nicht wegen der preislichen Ähnlichkeit. Sondern:

Der Yamaha "schleift" Details im Brillianzbereich, während er im Mittelton- und Präsenzbereich ziemlich hart klingt. Der Azur 540 klingt im Präsenzbereich etwas unterbelichtet.

Das Zupfen von Gitarrensaiten klingt beim AX 870 eher nach "Rupfen". Beim Azur 540 klingt´s etwas schöner aus.

Der Yamaha ist ein völlig "Atmosphäre-freier" Verstärker mit recht kaltem Charakter. Ohne direkten Vergleich macht er nichts verkehrt. Ein Creek 5350 SE zeigt aber sehr schnell, wie groß Räume einer musikalischen Darbietung sein können und wie weit die Musiker "wirklich" auseinander gestanden haben könnten. Ein Solo eines gezupften Kontrabasses entlarvt den Yamaha AX 870 als etwas blutarm.

Ein kleiner Exkurs, zurück zum Kern des Threads: Auf dem Gebrauchtmarkt günstig zu bekommende Verstärker. Der Yamaha AX 870 ist im Kleinanzeigenmarkt zwischen 130 und 180 EUR zu bekommen. Das finde ich im Verhältnis zum Neupreis von unter 500 EUR und 16 Jahren Alter schon recht happig. Ein Schnäppchen hingegen, wenn man den Preis zwischen 280 und 320 EUR bei Händlern sieht.

Carsten
Smoke_Screen
Stammgast
#148 erstellt: 30. Dez 2009, 05:03
Im Zuge des Retro-Trends sind wohl die Preise ziemlich
angezogen. Alles was nicht grade Plastik pur ist wird als
"High-End" und "Bolide" etc. angeboten. Ganz schlimm bei
Plattenspielern der etwas besseren Sorte.
Hab da ein bißchen ein Auge drauf in letzter Zeit weil ich
selber was suche. Aber Schnäppchentime is over glaub ich.
BTW: Sag mal,stellst du die Amps vorher ein ? Ich mein Ruhe-
strom und so. Weil grade die Trimmpotis sind oft Billigteile
und nach all den Jahren nur noch Müll weil oxidiert und
zugesifft.
CarstenO
Inventar
#149 erstellt: 30. Dez 2009, 12:23

Smoke_Screen schrieb:
Im Zuge des Retro-Trends sind wohl die Preise ziemlich angezogen. Alles was nicht grade Plastik pur ist wird als "High-End" und "Bolide" etc. angeboten.


Ja, mitunter scheint mir der Glaube daran zu reichen, dass früher alles besser war und somit ein 18 Jahre altes Elektrogerät zum aufgerufenen Preis zwangsläufig besser sein muss, als ein aktuelles Gerät zum gleichen Preis mit Herstellergarantie. Dieser Meinung kann ich mich als Nichttechniker bislang nicht anschließen.


Smoke_Screen schrieb:
BTW: Sag mal,stellst du die Amps vorher ein ? Ich mein Ruhestrom und so. Weil grade die Trimmpotis sind oft Billigteile und nach all den Jahren nur noch Müll weil oxidiert und zugesifft.


Das hatten wir schon einmal:


CarstenO schrieb:
Ich selbst beschäftige mich nicht mit Restauration alter Geräte.



CarstenO schrieb:
Hier im Thread geht es um Second-Hand-Käufe, die so, wie sie sind, zum Einsatz kommen.


Gruß, Carsten


[Beitrag von CarstenO am 30. Dez 2009, 12:24 bearbeitet]
Smoke_Screen
Stammgast
#150 erstellt: 30. Dez 2009, 23:42

CarstenO schrieb:



CarstenO schrieb:
Ich selbst beschäftige mich nicht mit Restauration alter Geräte.



CarstenO schrieb:
Hier im Thread geht es um Second-Hand-Käufe, die so, wie sie sind, zum Einsatz kommen.


Gruß, Carsten


Ach so. Iss aber schade,weil grad die Trimmpotis oft für
ne schleichende Verschlechterung des Klanges sorgen. Neu justieren reicht manchmal um aus einer Zitrone ein Zuckerstückchen zu machen und hat nix mit Restauration zu tun. Aber seis drum. Jeder wie er möchte.
CarstenO
Inventar
#151 erstellt: 31. Dez 2009, 12:25
Hallo Smoke Screen,

ein Abgleich via Trimmpotis (hier bitte keine weitere Vertiefung) setzt einen gewissen technischen Sachverstand, sowie ein Mindestmaß an Equipment voraus. Nur mit HiFi-Begeisterung, losem Geldbeutel und einem 5,99 EUR-Multimeter kommt man da nicht weit.

Die Reinigung von Potis hat mich aber vielfach schon weiter gebracht. Beim kurz zuvor besprochenen Yamaha AX 870 ist der Wechsel des Umschalters erforderlich, der über mein Knowhow hinaus reicht.

Dieser Thread soll zunächst auch absoluten Anfängern mit kleinstem Budget dabei helfen, ggf. mit einem riskanten Trödelmarktkauf gut Musik hören zu können. Die hier vorgestellten Geräte liegen zumeist im Preisbereich bis 30,00 EUR, wenn sie nicht gerade aus Ebay stammen.

Guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht

Carsten
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