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Welchen dieser beiden Plattenspieler kaufen? (als Upgrade)

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eStyle
Inventar
#1 erstellt: 19. Okt 2017, 19:49
Hallo, ihr Hifi-Verrückten!

Vor fast vier Jahren bin ich in die Plattenwelt eingestiegen und seitdem höre ich tagtäglich begeistert Platten. Von Tag zu Tag beschäftige ich mich auch immer mehr und intensiver mit diesem Thema, weshalb ich nun endlich auch überlege, meinen Plattenspieler und meine Standlautsprecher aufzuwerten.
Bisher nutze ich als Plattenspieler eine günstige Technics-Kopie aus China unter dem Namen McCrypt. Dieser kommt der bekannten Dual oder Audio Technica Kopie vom Technics sehr nahe. Das Teil ist für die 169€, die ich damals bezahlt hatte, ganz ok, aber mehr auch nicht. Es hat allerdings gereicht, da ich nur ganz einfache Billig-Lautsprecher der Firma Mohr für 99€ nutze. Deshalb möchte ich nun nicht nur den Plattenspieler, sondern auch die Lautsprecher erneuern.
Ich möchte einfach nur meine Schallplatten auflegen und die Musik genießen. Ich brauche keine Geräte, die unendlich viele Funktionen, eine Automatik oder irgendwelche Digitalisierungsmöglichkeiten bieten. Ich möchte schlicht und einfach einen "simpel" gehaltenen Plattenspieler, der auch vom Aussehen her eher schlicht, aber modern gehalten ist und mir einen guten Klang bietet.

Nach mehreren Wochen stöbern im Netz, war ich vorhin auch in einem kleinen Hifi-Laden, habe mich dort beraten lassen und überlege nun zwischen folgenden Modellen:

Rega Planar 2 (2016 Modell)
Für den Anfang mit der einfachen Nadel, die dabei ist. Zumindest so lange, bis ich auch bessere Lautsprecher besorge. Später dann vielleicht das hochwertigere Elys2 System von Rega drauf?

oder

Sony PS-HX 500
Der ganze Hi Res Audio Digitalisierungsmist hier würde mich null interessieren, jedoch könnte ich den Dreher für 310€ bekommen (neu natürlich) und außerdem sieht der Plattenspieler in seiner schlichten Form echt gut aus (ähnlich wie der Rega). Zusätzlich soll er mit einem besseren Tonabnehmer auch ziemlich gut klingen laut diversen Tests. Später mit besseren Lautsprechern eventuell auf das Audio Technica AT440mlb System aufwerten?

Die Frage ist immer, inwiefern kann man diesen ganzen Tests und Berichten glauben?

Der Verkäufer im Hifi-Laden meinte ich könne mit dem Rega Planar 2 nicht viel verkehrt machen. Er würde mir auch später gerne kostenlos die hochwertigere Nadel dranmachen und justieren. Es hat etwas zu bedeuten, dass der Rega zwischen den ganzen 1000-6000€ Modellen in seinem Laden steht, sagte er. Die ganzen heutigen Modelle von Dual, Thorens & Co. kann er nicht so sehr empfehlen. Beim Rega-ähnlichen Modell von Pro-Ject meinte er, dass er da häufiger Beschwerden mit dem Gerät hatte und der Tonarm für die Preisklasse nicht so gut sein soll wie der vom Rega.

Meine Tendenz geht momentan auch eher zu Rega, da diese Firma auch noch heutzutage gute Plattenspieler zu produzieren scheint (wenn man dem ganzen Gesagten und den Tests glauben mag) und das Teil ohne Schnickschnack in einer super schönen Optik daherkommt, wo einfach das wichtigste in hoffentlich guter Qualität an dem Gerät angebracht ist.
Der Sony hat wieder den ganzen Kram, den ich absolut nicht brauche, sieht aber soweit auch schön und hochwertig aus. Schön muss allerdings nicht heißen, dass er auch wirklich hochwertig ist, aber da ich ihn für einen sehr attraktiven Preis haben könnte und viele Tests Gutes berichten, könnte ich ihn mir als Alternative vorstellen.

Was sagt ihr?

Vielen Dank im Voraus!

LG
eStyle


[Beitrag von eStyle am 19. Okt 2017, 19:56 bearbeitet]
akem
Inventar
#2 erstellt: 19. Okt 2017, 20:16
Der Rega hat schon so einige Mängel. Nur um mal ein paar aufzuzählen:
- Tonarm nicht höhenverstellbar und noch dazu auf die ungewöhnlich flach bauenden Rega-TAs optimiert, für fast alle anderen TA mußt Du erst ne Höhenverstellung dranfrickeln
- Motor brummt (streut das Brummen in die meisten MM-Tonabnehmer und auch einige MCs ein)
- Erdung des Tonarms ist Murks
- Haube bleibt nicht oben, muß zum Hören abgenommen werden
- Laufwerk nicht standfest (3 Füße)
- bei den neueren Tonarmen fehlt Antiskating bzw. ist fest (und damit fast immer falsch) eingestellt -> unnötig schneller Nadelverschleiß und da rede ich nicht von 10% weniger Lebensdauer sondern vielleicht 70% weniger...

Gruß
Andreas
akem
Inventar
#3 erstellt: 19. Okt 2017, 20:17
Ach ja, den Sony kenne ich nicht. Viel besser wird der aber auch nicht sein.
Heute mußt Du leider - um einen 300 DM Dreher aus den 80ern halbwegs zu erreichen - an die 1000 € ausgeben...

Gruß
Andreas
eStyle
Inventar
#4 erstellt: 19. Okt 2017, 20:53
Vielen Dank erst einmal für deine Antworten!


akem (Beitrag #2) schrieb:
- Motor brummt (streut das Brummen in die meisten MM-Tonabnehmer und auch einige MCs ein)


Ich lese und höre überall das wurde bei den neueren 2016er Modellen behoben?!


- Haube bleibt nicht oben, muß zum Hören abgenommen werden


Die Haube blieb im Hifi-Laden problemlos oben und außerdem schließe ich die Haube beim Hören eh immer.


- bei den neueren Tonarmen fehlt Antiskating bzw. ist fest (und damit fast immer falsch) eingestellt -> unnötig schneller Nadelverschleiß und da rede ich nicht von 10% weniger Lebensdauer sondern vielleicht 70% weniger...


Das ist der Punkt, der mich am meisten zweifeln lässt. Der Verkäufer im Laden sagt, dass es ziemlich gut funktioniert. Ich selber bin mir da auch nicht so sicher.
______________________________________________________________________

Kannst du denn einen anderen Plattenspieler empfehlen?
Ich brauche wie gesagt auch neue, vor allem gute Lautsprecher und deshalb möchte ich ungern mehr als 500€ ausgeben. Wenn man bedenkt, dass ich den Billig-Plattenspieler von McCrypt nun fast vier Jahre ziemlich zufrieden genutzt habe, sollte für mich doch etwas in die Richtung Rega reichen oder?
.JC.
Inventar
#5 erstellt: 19. Okt 2017, 20:59
Hi e,


eStyle (Beitrag #1) schrieb:
.. für einen sehr attraktiven Preis haben könnte und viele Tests Gutes berichten, ..


vergiss die Tests
attraktiver Preis
wendy-t
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 19. Okt 2017, 21:04
Hallo!

Schau doch mal hier im Bietebereich (HiFi Klassiker). Andreas (Luxman) und der andere Andreas (Dual 504)haben zwei Plattenspieler zu verkaufen.

Gruß Philip
Marsilio
Inventar
#7 erstellt: 19. Okt 2017, 21:22
Ja, einer der erwähnten hochwertigen Gebrauchten aus derBlütezeit. Oder etwa ein Technics SL-Q3 für 120.-, eine passende Jico-SAS-Nadel für ca. 250-. und Du hast das markante Upgrade.

Bitte nicht vergessen: Die Hardware (der Dreher) ist nur das eine, für den guten Klang noch wichtiger ist die Software (der Tonabnehmer bzw. die Güte der verbauten Nadel). Wenn Du den erwähnten Rega kauftst wird der kaum besser klingen als Dein vorhandener MxCrypt. Wenn Du aber dem McCrypt ein feines Tonabnehmersystem mit einer wirklich guten Nadel spendierst wird selbst der den Rega mit dem ab Werk verbauten Tonabnehmer klar überflügeln.

Solltest Du aber nebst gutem Klang auch auf der Suche nach guter Haptik sein, dann empfiehlt sich ein Gebrauchter, der in den 70ern obere Mittelklasse war.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 19. Okt 2017, 21:23 bearbeitet]
eStyle
Inventar
#8 erstellt: 19. Okt 2017, 22:19
@wendy-t und .JC.:

Ich kaufe so ungern gebraucht, aber vielen Dank für die Tipps! Im Zweifel werde ich danach Ausschau halten, falls ich unter den neueren Drehern nichts finden sollte.


Marsilio (Beitrag #7) schrieb:
Bitte nicht vergessen: Die Hardware (der Dreher) ist nur das eine, für den guten Klang noch wichtiger ist die Software (der Tonabnehmer bzw. die Güte der verbauten Nadel). Wenn Du den erwähnten Rega kauftst wird der kaum besser klingen als Dein vorhandener MxCrypt. Wenn Du aber dem McCrypt ein feines Tonabnehmersystem mit einer wirklich guten Nadel spendierst wird selbst der den Rega mit dem ab Werk verbauten Tonabnehmer klar überflügeln.


Also kann man kurz und knapp sagen, dass der eigentliche Plattenspieler an sich nicht viel am Klang verändert, sondern es wirklich auf den Tonabnehmer ankommt? Ich lese nämlich immer so oft, dass verschiedene Auflagematten, Tonarme, Plattenteller, Riemen, Füße, Hauben..........usw. direkt einen anderen Klang hervorrufen. Konnte das bisher selber nie so richtig glauben, also ist das alles tatsächlich Humbug?

Ok, den McCrypt möchte ich nach fast vier Jahren eh gerne ersetzen, da ich auf diese Plattenspieler im DJ-Look nicht so stehe und das Teil eh einen leicht schiefen Plattenteller besitzt, der bereits schief auf der Plattentellerachse sitzt.
Detektordeibel
Inventar
#9 erstellt: 19. Okt 2017, 22:48
Böhhh....


Wenn Du aber dem McCrypt ein feines Tonabnehmersystem mit einer wirklich guten Nadel spendierst wird selbst der den Rega mit dem ab Werk verbauten Tonabnehmer klar überflügeln.


Dito...


also ist das alles tatsächlich Humbug?


Ja, sind se... aber natürlich sind diese ganzen Sachen "Upgrades" für die Brettchendreher, wenn da zubehör für 300€ kaufst können die auch fast alles was der McCrypt sowieso kann...



Das Teil ist für die 169€, die ich damals bezahlt hatte, ganz ok, aber mehr auch nicht


Der Klang kommt vom Tonabnehmer, der Sony und der Rega können nichts besser. - Der Sony hat sogar denselben wie der McCyrpt ab Werk drauf.

Wenn noch den Originaltonabnehmer beim McCrypt drauf hast und Originalnadel schmeiß die Runter und kauf dir ne Thakker EPO E oder AT 3652E... Den Unterschied wirste auch mit den Mohr hören.

Plattenteller-Tellerachse hmm nun gut..Wenn man es nicht richten kann Vielleicht doch mal was neues und den McCrypt als Ersatzteilspender/Bastlergerät verschachern.

Kein Bock auf Gebrauchtware?

Verständlich. - Problem ist lösbar:

Wenn was neues für um die 300€ kaufen willst schau den.

Onkyo CP-1050 mal an,

https://www.youtube.com/watch?v=V-8T8qJH3wE

wenn mit der Bedienung vom McCrypt klarkommst dann haste hier einen "großen Bruder" alles ne Stufe höherwertiger und ohne DJ-Optik, und was die Technik angeht brauchst über den Rega oder Sony nicht mehr nachdenken.

Nadel auf den Onkyo dann auch wieder erstmal ein "Thakker Epo E", steckste auf den Tonabnehmer anbei, oder den vom McCrypt drauf.

Und später wenn mehr "Auflösung" gewünscht ist ne Shibata für dieses System drauf oder olles Technics System und ne Jico oder was anderes...je nach Budget und Musikgeschmack...


[Beitrag von Detektordeibel am 19. Okt 2017, 22:50 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#10 erstellt: 20. Okt 2017, 04:54
Moin,


eStyle (Beitrag #8) schrieb:
Also kann man kurz und knapp sagen, dass der eigentliche Plattenspieler an sich nicht viel am Klang verändert, sondern es wirklich auf den Tonabnehmer ankommt?


du musst das ganzheitlich betrachten.
Dazu ein Vergleich: wenn du Fahrrad fährst kommt es natürlich auf die Kraft in deinen Beinen an.
Aber ohne die Kraft deines Herzens geht es nicht (lange). Das Eine hängt von dem Anderen ab.

Und genau so ist das beim Plattenspieler,
Was hilft ein Spitzenklasse Tonabnehmer, wenn er an einem miesen (fehlerhaften) Tonarm montiert ist ?
Oder der Dreher nicht absolut exakt die Drehzahl hält ?

Die Aussage von Andreas stimmt, du kannst sie auch umdrehen: wenn du heute einen Dreher für 1000 € kaufst,
hast du (in etwa) die Qualität die es vor 30 Jahren für 300 DM gab.

Die Dreher heutzutage haben schicke Kleider (Tonarm aus Carbonrohr, ..) aber es steckt wenig drin.
eStyle
Inventar
#11 erstellt: 20. Okt 2017, 08:42
@Detektordeibel:

Die Thakker Epo E Nadel besitze ich sogar. Ich hatte sie mir ca. ein Jahr nach dem Kauf des McCrypt Plattenspielers geholt. War auch immer sehr zufrieden soweit, nur war ich halt damals komplett Neuling und hatte nicht bemerkt, dass der Plattenteller schief ist und somit zu Verzerrungen im Klang führt, sobald die Nadel Richtung Innenseite der Platte geht. An der Justage kann es nicht liegen, da ich mich damit mittlerweile ganz gut auskenne und alles korrekt justiert habe. Die Verzerrungen sind etwas weniger geworden, jedoch sind sie noch deutlich hörbar. Man merkt den schiefen Teller allerdings auch daran, dass die Nadel beim aufsetzen immer direkt über die ersten 3-4 Rillen rutscht und erst dann eingefangen wird, obwohl Antiskating korrekt eingestellt ist. Leider hatte ich damals keine Wasserwaage speziell für Plattenspieler, sondern hatte nur eine normale Wasserwaage auf das gesamte Gerät gestellt. Das Gerät steht ja in Waage, aber eben der Teller nicht, was mir leider erst vor kurzem aufgefallen ist.

Der Onkyo macht aber schon einmal einen sehr guten Eindruck, den werde ich mir mal genauer anschauen und im Auge behalten. Danke für den Tipp!

@.JC.:

Ist sehr schade, dass heutzutage viel Schrott für extrem viel Geld verkauft wird, aber das ist ja leider in so ziemlich allen Bereichen heutzutage, nicht nur bei den Plattenspielern. Vor allem im Hifi-Bereich ist es am heftigsten.
Vogone
Inventar
#12 erstellt: 20. Okt 2017, 09:45
Hi,

ich habe mir bei Saturn neulich viel neue Dreher ansehen und auch testen können. Beim Rega ist das meiste Geld wohl in die acryllackierte Zarge geflossen. Also empfehlen kann ich leider keinen.
VG
Andy
P.S. dein Verkäufer scheint ein Schnacker zu sein


[Beitrag von Vogone am 20. Okt 2017, 09:48 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#13 erstellt: 20. Okt 2017, 09:49
Nun, wenn hier im "Biete"-Bereich Freaks Plattenspieler anbieten, dann sind das schon vertrauenswürdige Quellen. Der Dual 504 etwa dürfte bedeutend weniger als eines der erwähnten Neugeräte kosten, qualitativ aber gleichwohl über jeden Zweifel erhaben sein. Ergo wäre noch Budget frei für eine richtig gute Nadel oder einen richtig guten Tonabnehmer, der dann auch deutlich über dem Level von EPO-E & Co (OM-10, die neuen Billig-Goldring, 2M Red, 2M Silver) wäre.

LG
Manuel
oremilac
Stammgast
#14 erstellt: 20. Okt 2017, 09:50
Moin!

Heute einen Plattenspieler kaufen, grenzt schon fast an eine Doktorarbeit,
nein, nicht die vom Guttenberg, sondern eine Echte.

Früher ( ) war alles besser, du bist zum Kaufhof, bist die lange
Reihe der Plattenspieler entlanggeschlendert und hast dir einen Dual,
Technics, Denon, oder so gegriffen, bezahlt und warst sicher, ein gutes
Gerät zu haben. Keiner dieser Hersteller hätte sich die Blöße gegeben
Mist zu verkaufen, den der Markt war eng und einmal einen schlechten Ruf,
konnte das Ende bedeuten.

Aber zurück zum Thema
Der Onkyo/Hanpin CP-1050 hat bisher fast ausschließlich gute Kommentare
bekommen. Hanpin Geräte sind oftmals besser als ihr Ruf. Ich hatte Jahrelang
einen Dual/Hanpin DJT 301, also sowas ähnliches wie du bisher, den hab ich an
meinen Sohn (21, Bart, Lange Haare, Metall, Alterative....also furchtbar ) weiter-
gegeben, hat Spaß damit.
Der Schwachpunkt dabei ist oft der Tonarm. Die Lagerung zeigt sich oft wackelig und
die Geometrie ist Merkwürdig. So habe ich schon ein paarmal gesehen, dass der Tonabnehmer
nach der Einstellung etwas Quer zum Headshell stand.
Als Alternative kann ich noch den TEAC/Hanpin TN-300 anbieten.
Den habe ich bei meinem Bruder jetzt bewundern dürfen. Sicher kein "High-end" Dreher,
aber solide. Nichts wackelt, Gleichlauf gut, Plattenteller läuft rund, den Motor hört man nicht,
kommt mit AT 95 e. Sogar die Standfüße sind gefedern. Also für 300€ ein guter Kauf.

Viel Erfolg beim Plattenspieler-kauf!



Vinyle Grüße
Thomas =8)
Marsilio
Inventar
#15 erstellt: 20. Okt 2017, 10:02
Ich hab nochmals kurz ad-mh's Dual-Angebot angeschaut: Einen Hunderter will er für das komplett gewartete Teil, den mitofferierten Tonabnehmer kannst Du Dir schenken, für dieses Geld würde ich gescheiter das vorhandene AT95 vom McCrypt transferieren und dann entweder bei thakker.de die passende hyperelliptische Nadel bestellen oder gleich ein höherwertiges Tonabnehmersystem kaufen, etwa das AT440:
https://www.thakker....t-95-nachbau/a-7990/
https://www.thakker....-tonabnehmer/a-8153/

LG
Manuel
Vogone
Inventar
#16 erstellt: 20. Okt 2017, 10:41
@oremilac: sogar bei Quelle bekam man high-end Dreher (um 400 DM)... die heute wohl 3000€ oder mehr kosten würden.
.JC.
Inventar
#17 erstellt: 20. Okt 2017, 12:32
Hi,


eStyle (Beitrag #11) schrieb:
... das ist ja leider in so ziemlich allen Bereichen heutzutage, ..


stimmt, aber bei Plattenspielern ist es entwicklungsbedingt besonders extrem.
Ich würde mir einen neuen Dreher nicht mal geschenkt hinstellen.
(der neue Technics SL 1200 G ausgenommen)

Aber die Leute weigern sich auch die Sache verstehen zu wollen.
Seit es den Direktantrieb gibt, ist der Riemenantrieb völlig veraltet.
Aber was sieht man .. ?
eStyle
Inventar
#18 erstellt: 20. Okt 2017, 12:32

Vogone (Beitrag #12) schrieb:
Hi,

ich habe mir bei Saturn neulich viel neue Dreher ansehen und auch testen können. Beim Rega ist das meiste Geld wohl in die acryllackierte Zarge geflossen. Also empfehlen kann ich leider keinen.
VG
Andy
P.S. dein Verkäufer scheint ein Schnacker zu sein ;)


Also den Laden gibt es schon sehr lange und der Verkäufer ist laut Homepage gleichzeitig auch der Geschäftsführer. Er war sehr nett, zuvorkommend, hat mich sehr umfangreich beraten, obwohl ich direkt gesagt habe, dass meine Kaufentscheidung nicht in den nächsten 1-2 Tagen fallen wird und außerdem hat er mir seine eigenen Lieblingsgeräte gezeigt, die er so zu Hause verwendet. Die lagen im 1500€-3000€ Bereich, weit über meiner Vorstellung, somit habe ich mir die genauen Bezeichnungen nicht gemerkt, aber auf jeden Fall war der Transrotor (oder wie der heißt) dabei. Da frage ich mich dann echt, warum er die Regas in seinem Laden auch stehen hat und auch mir empfohlen hat, wenn die wirklich so schlecht sind. Auf der englischen und amerikanischen Amazon-Seite haben die Modelle auch ziemlich gute Bewertungen, aber wahrscheinlich von den Leuten, die von richtigen Plattenspielern mit Qualität eher weniger Ahnung haben. Deshalb frage ich ja auch hier, weil ich euch eher vertraue, da hier mit Sicherheit genug Leute sind, die richtig mit den Dingern aufgewachsen sind. Nur eins stört mich - ich möchte so ungern ein Gebrauchtgerät.

@alle Anderen:

Mit dem Teac TN-300 habe ich auch schon geliebäugelt, vielleicht sollte ich mich mit dem auch nochmal auseinandersetzen. Könnte eine Alternative zum Onkyo sein.
Holger
Inventar
#19 erstellt: 20. Okt 2017, 12:42

.JC. (Beitrag #17) schrieb:

Seit es den Direktantrieb gibt, ist der Riemenantrieb völlig veraltet.


Nö.
Ist nur ein bereits älteres Antriebskonzept.
oremilac
Stammgast
#20 erstellt: 20. Okt 2017, 13:03
Moin!

Mach mal einen Suche zum Thema Rega hier im Forum.
Allgemein ist der Tenor, Rega, ja, aber höchstens ab Regar Planar 3 aufwärts.
Dann bist du aber schon im 1000€-Bereich. Guck mal nach.

Warum der Händler deines Vertrauens auch die "günstigen" Regas stehen
hat? Ist er vielleicht sowas wie "autorisierter Rega Partner" oder wie es sich
bei Rega schimpft? Oder will er einfach was stehen haben fürs "untere Preissegment"?
Oder aber und glaube mir, dass ist wirklich sehr selten, er ist von Rega 1 und 2
wirklich überzeugt.
Konfrontiert ihn mal mit den o.g. Kritikpunkten, bin mal gespannt was er sagt.

Vinyle Grüße
Thomas =8)
Hörbert
Inventar
#21 erstellt: 20. Okt 2017, 13:36
Hallo!


.......Seit es den Direktantrieb gibt, ist der Riemenantrieb völlig veraltet..........


.....was aber absolut keine Auswirkungen im Alltagsbetrieb hat....

Klar hat ein Transmissionsriemenläufer einen geringfügig höheren Wartungsaufwand als ein DD wenn man ihn exakt "auf dem Punkt" halten will aber das ersteckt sich auf einen zweijährigen Transmissionsriemen- und Lagerölwechsel und läuft unter Maschinenpflege.

Wenn das Gesamtkonzept stimmt, -und dafür ist eher der User als die verwendete Technik zuständig-, kann man mit beiden Antriebsarten ein gutes Ergebniss erzielen das ohnehin sehr viel eher durch die technischen Eckwerte handelsüblicher Schallplatten limitiert wird als durch andere Faktoren.

MFG Günther
Marsilio
Inventar
#22 erstellt: 20. Okt 2017, 13:49

eStyle (Beitrag #18) schrieb:
Nur eins stört mich - ich möchte so ungern ein Gebrauchtgerät.

@alle Anderen:

Mit dem Teac TN-300 habe ich auch schon geliebäugelt, vielleicht sollte ich mich mit dem auch nochmal auseinandersetzen. Könnte eine Alternative zum Onkyo sein.


Dann sollte es Dir aber bewusst sein, dass Du ziemlich Geld in die Finger nehmen musst wenn Du - vor allem auch klanglich - ein Upgrade zu Deinem bisherigen Equipment erreichen möchtest (Dreher + besserer Tonabnehmer).

Bei Rega, Teac & Co. - also den sogenannten "Brettspielern" - kommen noch einige Sachen hinzu, die man je nach Modell im Auge behalten sollte und die ggfs. ein weiteres Nachrüsten erfordern. So haben nicht alle dieser Modelle eine Tourenumschaltmöglichkeit 33/45 Touren per Knopfdruck (sondern man muss den Teller abnehmen und den Riemen händig umfummeln - es sei denn man kauft die optionale Speedbox dazu), der Aufstellort sollte genau angeschaut werden (Stichwort Trittschall - ein Subchassis haben diese Geräte i.d.R. nicht mehr, also sollte man solche Geräte keinesfalls auf einen Dielenboden stellen), der mitgelieferte Tonabnehmer ist in aller Regel maximal AT95E-Niveau, klingt also nicht besser als das was Du bereits hast), und dann sollte man wirklich ganz genau hinschauen, ob es eine gescheite Antiskating-Einstellmöglichkeit gibt. Wenn Letzteres fehlt wird der Dreher nie wirklich gut klingen, dafür ist der Nadelverschleiss immens.

Wenn ich ganz ehrlich bin: Wenn neu, dann der von .JC. erwähnte SL1200G. Das ist ein richtiger Plattenspieler, der auch höheren Ansprüchen genügt. So wie es früher bei vielen Geräten der Fall war.

LG
Manuel

PS. Der Hifi-Laden will natürlich primär verkaufen. Und weil nicht jeder mal einen Tausender hinlegen kann oder will muss er auch günstigere Geräte anbieten. Wobei ein richtig guter Hifi-Laden ein vorhandenes gutes Altgerät sehr wohl respektiert und einem dann dafür passende, gute Tonabnehmer und ev. ein besserer Phono-Vorverstärker empfiehlt.


[Beitrag von Marsilio am 20. Okt 2017, 13:51 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#23 erstellt: 20. Okt 2017, 14:03

Keiner dieser Hersteller hätte sich die Blöße gegeben
Mist zu verkaufen, den der Markt war eng und einmal einen schlechten Ruf,
konnte das Ende bedeuten.


"Schrott" gab es früher auch genug, das hat halt dann irgendwann der Sperrmüll geholt.

und 400DM damals sind ja sowieso gefühlte 1000€.


Mit dem Teac TN-300 habe ich auch schon geliebäugelt, vielleicht sollte ich mich mit dem auch nochmal auseinandersetzen.


Auf Youtube gibts Video mit dem Test von dem und er fliegt als erstes raus weil die Geschwindigkeit nicht konstant ist... Kein Einzelfall, beim baugleichen Akai Bt100/500 dasselbe.
Kann man wohl irgendwie richten aber naja..

http://community.aka...r-speed-inconsistent

Ist wohl auch ein Hanpin, aber wenn man fürs selbe Geld ne bessere Zarge, wohl auch Tonarm, und den Direktantrieb bekommt ist der Onkyo interessanter, der war auch ne Preisklasse höher.

Und der RegaHändler muss auch von was leben und Miete zahlen.
Texter
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 20. Okt 2017, 15:25

Die Frage ist immer, inwiefern kann man diesen ganzen Tests und Berichten glauben?


Gar nicht, denn blogs sind die neuen Werbekanäle im Internetzeitalter. Zeitschriften pfeifen auf letzten Loch und brauchen jeden Penny. Der Sony bietet für den Preis maue Werte. Ein gebrauchter Spieler für 100-300€ ist 10x besser. Rega und Project liefern keine technischen Daten zu den Geräten. Es gibt nur Geschichten und ein Image.

Kauf Dir bitte erstmal einen guten Stereoverstärker aus 1995 für Fuffi oder neueren für 120-250€. Denon, Pioneer, Yamaha gibts bei ebay kleinanzeigen oder amazon warehouse deals). Dazu gute Regal- oder Standlautsprecher. Dann kauf Dir eine bessere Nadel für Deinen McCrypt und höre mal.
Detektordeibel
Inventar
#25 erstellt: 20. Okt 2017, 15:35

Die Frage ist immer, inwiefern kann man diesen ganzen Tests und Berichten glauben?


Wenn keine objektiven Fakten gebracht werden gar nicht...
Vogone
Inventar
#26 erstellt: 20. Okt 2017, 15:36
Das stimmt leider. So bekommen schrottige Geräte gern mal 5 von 5 Sternen oder so.
Der Denon PMA 750 wurde bei gleicher Bezeichnung von Jahr zu Jahr schlechter. Um den Gewinn zu steigern, wurde immer an anderen Bauteilen gespart.


[Beitrag von Vogone am 20. Okt 2017, 15:40 bearbeitet]
Tywin
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 20. Okt 2017, 16:54
Hallo,


Die Frage ist immer, inwiefern kann man diesen ganzen Tests und Berichten glauben?


halte Dich an die technischen Fakten die von Dir wirklich verstanden werden (mache Dich dazu ansonsten kundig genug) und blende jegliches subjektives Geschwurbel konsequent aus.

Du kannst so gut wie nie nachvollziehen wie es zu den subjektiven Äußerungen gekommen ist. Ist es eine gewerbliche Quelle, gibt es wirtschaftliche Zwänge und Gedankengänge/Jubelarien Ahnungsloser helfen gar nicht.

VG Tywin
akem
Inventar
#28 erstellt: 20. Okt 2017, 18:35

eStyle (Beitrag #4) schrieb:


akem (Beitrag #2) schrieb:
- Motor brummt (streut das Brummen in die meisten MM-Tonabnehmer und auch einige MCs ein)


Ich lese und höre überall das wurde bei den neueren 2016er Modellen behoben?!

Wovon träumst Du denn nachts??
Der wird doch auch so gekauft und das seit 30 Jahren oder noch länger... Rega wird den Motor nur wechseln wenn dessen Produktion ausläuft. Alles andere verursacht nur unnötige Kosten...

Du hast ja nun schon eine ganze Reihe von Tips bekommen.
Den TEAC / AKAI / DENON / XXX (wird unter allen möglichen Namen angeboten). Einziger Vorteil: er hat glaube ich Vollautomatik und auch ansonsten ne recht gute Ausstattung (okay, das war früher alles mal mehr oder weniger Standard, ist heute aber die absolute Ausnahme). Genau das ist aber auch der Haken: Automatikfunktionen kosten Geld, viel Geld, da mechanisch und Mechanik ist heute eben sehr teuer. Und dieses Geld muß logischerweise woanders eingespart werden um den Zielpreis halten zu können. Und da spart man dann eben an der Materialqualität und an der Präzision. Ich hab den Teller mal in der Hand gehabt, ziemlich lächerliches Teil. Da wiegen manche Schallplatten mehr...
Nur so als Tip: die Lagerreibung der Tonarme in den Brot-und-Butter-Modellen von Technics war früher in den 80ern mit gerade mal 7mN spezifiziert. Die Jelco-Tonarme von heute, die so ab 500€ aufwärts kosten, haben dagegen 20mN, also fast die dreifache Reibung! Und da kostet nur der Tonarm das Vierfache dessen, was bei Technics damals der ganze Dreher samt Tonabnehmer gekostet hat... Und wenn man heute als Endverbraucher 4 Kugellager kauft, die wenigstens halbwegs für einen Tonarm geeignet sind, bist Du schon bei 50€...
Schau Dir mal den Onkyo an, der dürfte wohl so ziemlich der Best-Buy sein in der Preisklasse. Mit Exemplarfehlern mußt Du da aber auch rechnen, die Qualitätskontrolle findet heute halt leider beim Endkunden statt... Und so mancher Mangel wird auf die Weise sogar nichtmal bemerkt oder stillschweigend hingenommen...

Gruß
Andreas


[Beitrag von akem am 21. Okt 2017, 09:51 bearbeitet]
eStyle
Inventar
#29 erstellt: 20. Okt 2017, 20:26

Texter (Beitrag #24) schrieb:
Kauf Dir bitte erstmal einen guten Stereoverstärker aus 1995 für Fuffi oder neueren für 120-250€. Denon, Pioneer, Yamaha gibts bei ebay kleinanzeigen oder amazon warehouse deals). Dazu gute Regal- oder Standlautsprecher.


Ich besitze den Denon PMA-520AE, ist der gut genug?
_______________________________________________________

Ich bedanke mich vielmals bei allen Antworten bisher, ihr seid mir eine große Hilfe!
Marsilio
Inventar
#30 erstellt: 20. Okt 2017, 20:27
Ja. Eines der wenigen aktuellen Geräten mit vernünftiger Phonosektion.

LG
Manuel
.JC.
Inventar
#31 erstellt: 20. Okt 2017, 21:00
Hi,


akem (Beitrag #28) schrieb:
Ich hab den Teller mal in der Hand gehabt, ziemlich lächerliches Teil.
Da wiegen manche Schallplatten mehr...


das ist leicht übertrieben, aber ich weiß was du meinst,
ich hatte mal den Teller vom Denon DP 37f in der Hand und dachte genau das

ein guter Plattenteller wiegt min. das 10 fache einer LP
kann auch gerne mehr sein

weißt du was ein gutes upgrade wäre ?
ein Technics DD wie SL-Q3 für um 100 € ein Tonabnehmer für 250 € an einem Aikido für 220 €
sind um 550 € für Spitzenklasse und schwer zu toppen


[Beitrag von .JC. am 20. Okt 2017, 21:07 bearbeitet]
ad-mh
Inventar
#32 erstellt: 20. Okt 2017, 21:21
Moin,

so überholt man einen Dual

Ausgangszustand:
K1024_DSC_0157

Der alte Knallfrosch (inzwischen ausgetauscht). Beim KS4 sind die Kontakte nicht angelaufen, was vorteilhaft ist.
K1024_DSC_0158

Die Pitch Einheit sollte man immer überholen. Sie ist meist schwergängig, so dass der Zahnriemen im Ausgangszustand überspringt.
K1024_DSC_0162
K1024_DSC_0163

Mit Graphit eines B6 Bleistifts "schmiert" man die Pitch-Einheit optimal. Fett ist nicht, gut, da hier der Riemen in unmittelbarer Nähe arbeitet.
Gummi und Fett vertragen sich nicht gut.
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Einige Tonarme sind nach all den Jahren nicht richtig eingestellt (oder waren es auch anfänglich nicht). Der Abtasttest läuft sauber durch.
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Die AS Feder ist gereinigt und auf Nullposition neu eingestellt.
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Ein neuer NOS Lifthebel von Dualfred
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Die Platine ist gereinigt. Oberseite wie Unterseite. Es ist schön, wenn nichts oxidiert ist.
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VG Andreas
Texter
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 20. Okt 2017, 21:44

Ich besitze den Denon PMA-520AE, ist der gut genug?


Der Verstärker ist gut und der Phono-Eingang prima

Was für ein System/ Nadel hast Du am McCrypt?
eStyle
Inventar
#34 erstellt: 20. Okt 2017, 22:00
Dann bin ich ja beruhigt!
Hat der Denon Phono-Eingang eigentlich 150pF? (Verstehe davon zwar nicht allzu viel, aber geringer ist besser, da viele Tonabnehmer 100-200pF verlangen, korrekt?)

Mitgeliefert wurde die Nadel AT3600, aber die hatte ich bereits nach fast einem Jahr durch die Epo E Nadel von Thakker ersetzt. Klang ist für die momentanen Billig-Lautsprecher mehr als in Ordnung, aber durch den schiefen Teller am McCrypt habe ich leider sehr stark hörbare Verzerrungen gegen Plattenmitte, obwohl der Tonabnehmer sehr gut mittels einer Schön-Schablone justiert ist.


[Beitrag von eStyle am 20. Okt 2017, 22:01 bearbeitet]
ad-mh
Inventar
#35 erstellt: 20. Okt 2017, 22:19
Moin,

Du musst allerdings den Spieler zu den 150pF des Verstärkers hinzuaddieren. Damit bist Du bei etwa 300pF angelangt. Damit bist Du oberhalb der geforderten 200pF (bei Audio Technika) angelangt.
Das sollte aber immer noch passen.

VG Andreas
oremilac
Stammgast
#36 erstellt: 20. Okt 2017, 23:34
Moin!

Das ist der Teac meines Bruders.
Noch mal zum Mitsingen: gefederte Füße, Umschaltung 33/45 U/min, Geschindigkeit stimmt, Tonarm wackelt nicht, Plattenteller eiert nicht,
kein brummender Motor.
Ich bleib dabei für 300€ OK.
Dafür kriegt man natürlich auch einen frischgemachten Dual mit Garantie, so wie ich. Hier.

Vinyle Grüße
Thomas =8)


[Beitrag von oremilac am 20. Okt 2017, 23:35 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#37 erstellt: 21. Okt 2017, 00:43
Ob gerade "mittlere" Geräte wie der Dual 504 den "großen" Super OEM (wie dem Onkyo) jetzt tatsächlich technisch wirklich was vorraus haben würd ich jetzt aber auch mal dahingestellt lassen.
oremilac
Stammgast
#38 erstellt: 21. Okt 2017, 01:01
Moin!

Ein Blick auf den Tonarm macht schon den Unterschied.

Vinyle Grüße
Thomas =8)
eStyle
Inventar
#39 erstellt: 21. Okt 2017, 07:09

ad-mh (Beitrag #35) schrieb:
Moin,

Du musst allerdings den Spieler zu den 150pF des Verstärkers hinzuaddieren. Damit bist Du bei etwa 300pF angelangt. Damit bist Du oberhalb der geforderten 200pF (bei Audio Technika) angelangt.
Das sollte aber immer noch passen.

VG Andreas


Wäre ja dann eigentlich um 100pF zu viel. Meinst du ich sollte mir dann auch einen Vorverstärker mit einstellbarer Kapazität in Zukunft besorgen? Gerade die ganzen Tonabnehmer, mit denen ich so liebäugle, verlangen 100-200pF.
ad-mh
Inventar
#40 erstellt: 21. Okt 2017, 09:43
Ja, das macht so Sinn. Meist kann man den externen VV direkt neben den Plattenspieler stellen - jedenfalls näher als den Vollverstärker.
Ebenso kann man, so mache ich es generell, das Kabel gegen ein kurzes Kabel mit niedriger Kapazität tauschen.
Das lange Dual Kabel hat beispielsweise allein ziemlich genau 100pF.

Achtung, der oft empfohlene Art DJ Pre hat 120pF bei Einstellung 100pF.
Richtig ideal ist die Phonobox DS mit 47pF. In dem Preisbereich ist es ein VV mit sehr umfangreicher Einstellmöglichkeit.


[Beitrag von ad-mh am 21. Okt 2017, 09:46 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#41 erstellt: 21. Okt 2017, 17:06
Das Thema Kapazitäten: Da schaue ich ja schon auch etwas drauf. Mein aktueller Haupt-Verstärker - ein Revox B150 - hat wie der Denon PMA520 ebenfalls 150pF Eingangskapazität. Daran habe ich mittlerweile schon so einige Tonabnehmer ausprobiert. Da war zwar bislang nie ein Audio Technica darunter, aber alles andere was ich hier habe - von Ortofon über Shure bis Elac und Sonus - läuft prima. Da würde ich mir jetzt wirklich keine Sorgen machen. Und da ich selber auch noch einen Denon-Amp habe (PMA1500) kann ich auch bestätigen, dass diese Phonovorstufen von ordentlicher Qualität sind.

Sollte sich der Threadersteller wirklich für den Dual 504 hier erwärmen, könnte er als Low-Cost-Tipp meinerseits ein gebrauchtes altes Dual/Ortofon M20e-Tonabnehmersystem suchen, für das es für bemerkenswert preiswerte 60.- noch saugute Originalnadeln gibt (mit schönem ganzen Diamanten und scharfem 0.2x0.7mil-Verrundungsschliff). Dieser TA dürfte sehr gut am Dual laufen, und punkto Kapazitäten wäre auch alles Im Butter. Der Dual käme aber auch mit einem Ortofon Vinylmaster Silver für 330.- oder einem 2M Black für 500.- klar. Das wäre dann ein richtig geiles Upgrade zum heutigen Setup. Die VM- und 2M-Reihen passen hinsichtlich Kapazitäten problemlos an einen Vorverstärker mit 150pF.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 21. Okt 2017, 17:11 bearbeitet]
ad-mh
Inventar
#42 erstellt: 21. Okt 2017, 18:48

eStyle (Beitrag #39) schrieb:
Meinst du ich sollte mir dann auch einen Vorverstärker mit einstellbarer Kapazität in Zukunft besorgen? Gerade die ganzen Tonabnehmer, mit denen ich so liebäugle, verlangen 100-200pF.


Eine weitere Frage wäre, ob Du den Plattenspieler direkt links oder rechts neben den Verstärker stellen kannst und welche Länge Cinchkabel Du maximal zwischen Plattenspieler und Verstärker benötigst.
Ich komme bzw. mit 70cm aus, wenn ich an den Mission anschließe.
Mit einem getauschten RG Kabel kommt man bei 150pF beim Verstärker ziemlich genau auf 220pF.
Das passt dann auch bei AT Systemen.
eStyle
Inventar
#43 erstellt: 22. Okt 2017, 00:23
Vielen Dank für die zahlreichen tollen Tipps!

Ich werde meine Lautsprecher, den Plattenspieler und Verstärker eh nochmal komplett umstrukturieren. Momentan habe ich das ganze Equipment nämlich links von der Couch stehen. Das heißt mein linkes Ohr bekommt die volle Dröhnung. Natürlich drehe ich mich beim Musik Genießen zu den Lautsprechern, aber dennoch ist alles links aufgestellt und nicht frontal, was ja murks ist. Deshalb werde ich heute, nach dem Aufstehen, mich erst einmal an die Arbeit machen, das gesamte Equipment wirklich frontal zu platzieren. Natürlich schön vernünftig, wie es sich im Hifi-Dreieck gehört. Dann wird es nämlich so sein, dass ich viel kürzere Kabel verwenden kann. Die Kabel von den Lautsprechern zum Vollverstärker werden kürzer sein (ca. 1m), das Kabel vom Vollverstärker zum Plattenspieler wird kürzer sein (ca. 0,75m) und wenn ich mir irgendwann in Zukunft den Vorverstärker auch noch besorge, wird das Kabel mit einer Länge von ca. 0,75m auch locker reichen.

Was nochmal die Kapazität betrifft - es ist also erst dann eher schlecht, wenn man den maximalen Wert deutlich übersteigt?

Beispiel: Empfehlung 100-200pF und ich habe 220-250pF = ist noch im Rahmen

Beispiel 2: Empfehlung 100-200pF und ich habe 300-350pF = schlecht
____________________________________________________________________

Ist das so in etwa korrekt?
gapigen
Inventar
#44 erstellt: 22. Okt 2017, 07:34

oremilac (Beitrag #20) schrieb:
Moin!

Mach mal einen Suche zum Thema Rega hier im Forum...

"hier im Forum" - gerade im Plattenspielerbereich sind einige unterwegs, die Plattenspieler vermutlich seit Jahrzehnten schrauben und dieses als so simpel darstellen, dass eigentlich jeder das kann und tun sollte. Weil die Gebrauchten so dermaßen viel besser sind und es heute in bezahlbaren Regionen nur Schrott bei neuen Plattenspielern gibt. Dann kommen Messwerte wie Gleichlauf als Argumente. Das mag in Teilen auch richtig sein. Wie klangrelevant das ist, sei einmal dahingestellt.

Leider wird dabei nach vielen Mitlesen m.E. ein wenig unterschlagen, das 40 oder 50 Jahre alte Gebrauchte auch Probleme machen, die eben nicht mal eben lösbar sind. Natürlich wird im Forum gut und konstruktiv geholfen. Ob einem Laien eine bebilderte Anleitung wie oben zum Revidieren eines Drehers ausreicht muss jeder selber entscheiden. Wenn aber am Gebrauchten etwas kaputt ist oder geht, dann kann es etwas komplexer oder ein Fall für die Tonne werden.

Ich mag Gebrauchte auch gerne, würde diese aber nur persönlich vor Ort oder revidiert vom Händler mit Garantie kaufen. Letztere sind dann etwas teurer.

Bzgl. Vergleich Neuware vs. Gebraucht geht es für mich im Forum etwas einseitig zu. Das ist so, als wenn man das Parteiprogramm nur einer Partei liest und dann entsprechend wählen soll.

Auf keinen Fall würde ich mich einseitig verunsichern lassen sondern mich auch anderweitig informieren. Nicht jeder Händler, der einen neuen Plattenspieler empfiehlt muss gleich ein A...loch sein.
ad-mh
Inventar
#45 erstellt: 22. Okt 2017, 07:51

eStyle (Beitrag #43) schrieb:

Beispiel: Empfehlung 100-200pF und ich habe 220-250pF = ist noch im Rahmen

Beispiel 2: Empfehlung 100-200pF und ich habe 300-350pF = schlecht
____________________________________________________________________

Ist das so in etwa korrekt?


Das Prinzip hast Du verstanden. Es kann durchaus sein, dass man im Einzelfall (je nach verwendetem System) zwischen Beispiel 1 und 2 überhaupt keinen Unterschied hört.
Daher würde ich erst einmal versuchen, unter Verwendung des vorhandenen Verstärkers das Bestmögliche zu erreichen.
Wenn man dann einen zusätzlichen VV mit dann elektrisch absolut passenden Bedingungen hinzunimmt (nochmal 50pF weniger als Beispiel 1 - das wäre dann Beispiel 3), und keinen Unterschied zum Vollverstärker (Beispiel 1 und 2) bemerkt, dann kann man den VV auch weglassen.

Das Thema wird recht heiß gekocht und es ist bestimmt auch so, dass einige Systeme mehr oder weniger kritisch sind und andere nicht. Man sollte nur nicht bewusst eine vollständige Fehlanpassung konstruieren, wenn es nicht sein muss.

@gapigen
So schlimm ist das auch nicht und auch da muss differenziert werden. Bei einigen Herstellern bekommt man auch noch nach Jahrzehnten fast jedes Ersatzteil (und sei es aus einem Schlachtgerät). Bei anderen Herstellern wurde mehr Technik verbaut, so dass es praktisch unmöglich ist, den Spieler zu reparieren. Spieler mit elektronisch gesteuerten Tonarmen und zerbröselnde Ringmagnete an den Plattentellern wären so ein Beispiel.
Dem TE will ich damit sagen, dass er sich nicht verunsichern lassen soll. Ein revidierter Spieler, der funktioniert, wird dieses voraussichtlich auch die nächsten Jahre tun.

VG Andreas


[Beitrag von ad-mh am 22. Okt 2017, 08:03 bearbeitet]
Hörbert
Inventar
#46 erstellt: 22. Okt 2017, 07:54
Hallo!


........... es heute in bezahlbaren Regionen nur Schrott bei neuen Plattenspielern gibt..........


Da hast du recht.

Gerade im gut bezahlbaren Bereich bis ca. 2000 Euro sind heutige Plattenspieler den alten keinesfalls unterlegen, leider aber etwas unkonfortabler und technisch reichlich primitiv aufgebaut. Das hat bei richtiger Aufstellung und bei der richtigen Kombination von Abtaster, Tonarm und Entzerrereinganswert allerdings gar keine klangliche Bedeutung denn hier ist schon seit den 70ger Jahren die alte Schallplatte selbst der limitierende Faktor.


........Vergleich Neuware vs. Gebraucht geht es für mich im Forum etwas einseitig zu. ............


Nun ja die Restauration und der Betrieb alter Analogplattenspieler ist ein Hobby für sich und die Meinung hier stellt in gewisser Weise auch ein Gegengewicht zu dem Jubelperserverhalten gewisser HiFi-Gazetten dar die Neugeräte euphorisch und unkritisch beurteilen.

Mein Fazit wäre:

"Neue Plattenspieler sind Hergottsprimitiv aufgebaute Kisten die eigentlich jedem am die digitale Technik und die digitale Vernetzung gewöhnten Menschen einen kalten Schauer über den Rücken jagen sollten taugen aber zum Musikhören genau so gut wie die alten Kisten die zumeist aufwendiger und sorgfältiger konstruiert sind.

MFG Günther
Tywin
Hat sich gelöscht
#47 erstellt: 22. Okt 2017, 07:59
Hallo eStyle,

aus meiner Sicht gibt es keine neuen Plattenspieler die hinsichtlich des Verhältnis Preis/Technik/Ausstattung empfehlenswert sind.

Wenn man nicht unkundig ins Klo greift, sondern sich vor einem Kauf genügend kundig gemacht hat, dann können auch viele Jahrzehnte alte Plattenspieler aus der Blütezeit dieser Technik noch sehr lange Zeit problemlos nutzbar sein.

Gegebenenfalls (auch bei neuen Geräten außerhalb der oft irrelevant kurzen Gewährleistung oder Garantie) auftretende Mängel können oft entweder selbst beseitigt werden oder es finden sich fachkundige Menschen/Betriebe die solche Geräte - auch neuwertig - instand setzen können.

Mit dem Blick auf oft sehr hohen Preise für - auch nur ansatzweise - vergleichbare neue Plattenspieler ist eine fachmännische Instandsetzung alter gebrauchter Plattenspieler nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, es ist auch ein Statement für Umwelt- und Ressourcenschutz und gegen die Wegwerfgesellschaft inklusive geplanter Obsoleszenz.

Genauso ist es hinsichtlich der historischen Technik zeitgemäß und stimmig ein genau so historisches Gerät zu verwenden.

Also ... lass Dich nicht verunsichern.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 22. Okt 2017, 08:25 bearbeitet]
gapigen
Inventar
#48 erstellt: 22. Okt 2017, 09:08

Also ... lass Dich nicht verunsichern.


Ganz meine Meinung, und immer beide Seiten der Medaille betrachten.

Tywin
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 22. Okt 2017, 09:27
Hallo,

in diesem Fall gibt es - wie in den allermeisten Fällen - viel mehr als nur zwei Seiten zu betrachten. Ein paar Faktoren habe ich genannt.

Nach der eingehenden Betrachtung auch vieler anderer diesbezüglichen Aspekte und einiger gesammelten Erfahrungen komme ich zu meinem vorgenannten vorläufigen Schluss.

Einfache Antworten bekommt man immer dann, wenn man nur eine sehr geringe Anzahl an Informationen hat und/oder berücksichtigt.

Die Antworten von Verkäufern sind zumeist besonders einfache Antworten, da komplexe Antworten nur schädlich für Umsatz und Ertrag sind.

Ein guter Verkäufer bestärkt oft nur die Antworten die der unkundige Käufer bereits hat um ihm ein gutes Gefühl bei seiner Geldausgabe zu geben und um schnell zum Abschluss zu kommen.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 22. Okt 2017, 09:29 bearbeitet]
akem
Inventar
#50 erstellt: 22. Okt 2017, 10:38

Tywin (Beitrag #47) schrieb:
aus meiner Sicht gibt es keine neuen Plattenspieler die hinsichtlich des Verhältnis Preis/Technik/Ausstattung empfehlenswert sind.

Mir würde da nur der neue Technics 12x0 einfallen. Der kostet aber auch so 1500€ ohne Tonabnehmer. Ein adäquater TA schlägt dann nochmal mit ~500€ zu Buche. Dann hat man einen Dreher, der (nach heutigen Maßstäben) sein Geld wert ist. Automatikfunktionen hat er zwar auch nicht, aber immerhin eine Haptik, die über jeden Zweifel erhaben sein sollte, eine gute Serienkonstanz, einen sehr guten Antrieb und einen guten Tonarm.
Trotzdem darf auch hier nicht verschweigen werden, daß der Vorgänger (den es bis vor wenigen Jahren noch aus laufender Produktion gab) mal nur ein Drittel gekostet hat...

Gruß
Andreas
Tywin
Hat sich gelöscht
#51 erstellt: 22. Okt 2017, 10:50
Hallo Andreas,

ich sehe das genau so wie Du. Wenn man den Faktor Preis/preiswert ausklammert, dann ist das Gerät aus meiner Sicht empfehlenswert. Immerhin übertrifft es in einigen "praktischen" Punkten z.B. einen SL-2000

Ganz ehrlich ... so ein Gerät könnte man - sinnvoller (ohne überflüssiges Chichi) konstruiert - auch für 500 Euro mit Gewinn verkaufen ohne, dass es zu irgendwelchen technischen Nachteilen kommen muss.

LG Michael


[Beitrag von Tywin am 22. Okt 2017, 11:45 bearbeitet]
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