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Der Neumann KH Thread

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-Hi-Fi-
Stammgast
#1 erstellt: 02. Mrz 2016, 18:24
Ich habe mich dazu entschlossen, diesen Neumann KH Thread zu eröffnen, der den Neumann KH Studiomonitoren gewidmet ist, so dass sich Liebhaber und Interessenten dieser renommierten Studiolautsprecher konstruktiv untereinander austauschen können. Selbstverständlich sind auch alle Eigentümer und Besitzer ihrer Klein+Hummel Lautsprecher ebenfalls herzlich dazu eingeladen, ihre Erfahrungen und Meinungen kundzutun.

Aller Anfang ist schwer und daher beginne ich mit meinen eigenen Erfahrungen.
Ich betone vorweg, dass der nachfolgende Erfahrungsbericht lediglich meine subjektiv gemachten Erfahrungen widerspiegelt und keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt oder erheben soll.

Und zwar habe ich Ende November vergangenen Jahres beschlossen, mich von meinen ME Geithain RL 901 Lautsprechern zu trennen und mir neue Neumann KH 420 Studiolautsprecher zu kaufen. Hierbei sei erwähnt, dass ich die vorgenannten Lautsprecher ausschließlich zu meinem privaten Hörvergnügen benutze.

Die Anlieferung erfolgte sicher und perfekt per Spedition auf Palette. Nachdem dann die etwas unhandlichen Kartons in den Hörraum verfrachtet wurden, ging es dann ans Auspacken. Die Lautsprecher selbst waren sicher verpackt und ließen sich ohne große Mühen aus den Kartons nehmen und auf den vorgesehenen Ständern platzieren. Mit einem Gewicht von jeweils 35 kg lassen sich die KH 420 auch gut alleine aufstellen. Im Vergleich dazu bedurfte es bei den RL 901K noch einer weiteren Person, da diese Lautsprecher mit einem Gewicht von jeweils 49 kg um Einiges schwerer sind.

HiFi

HiFi

HiFi

Bei den Lautsprecherständern habe ich mich für das Modell „Ovation“ von Liedtke-Metalldesign entschieden, die meines Erachtens nach perfekt zu den KH 420 passen.

HiFi

HiFi

HiFi

Optisch finde ich die KH 420 sehr gelungen, da sie mit Ihren Abmessungen noch recht kompakt und dezent erscheinen. An dem klassische 3-Wege-Aufbau in dem rechteckigen Gehäuse ist ebenfalls nichts auszusetzen. Die Gehäusefarbe in anthrazit-metallic ist Geschmackssache und wird mit Sicherheit nicht jedem gefallen. Ich finde diese nüchterne und zurückhaltende Optik genau richtig.

Bereits nach der Wiedergabe der ersten Musikstücke war mir klar, dass es sich bei den KH 420 um außergewöhnlich gute Lautsprecher handelt.
Die KH 420 sind dazu im Stande, die musikalischen Details einer guten Aufnahme mühelos und nahezu unverfälscht zu Gehör zu bringen. Dabei wirken diese Lautspreche zu keiner Zeit überfordert oder gedrungen. Vielmehr wird das musikalische Geschehen vor dem Zuhörer derart ausgebreitet, dass die Lautsprecher selbst in den Hintergrund geraten. Je nach Aufnahme löst sich das musikalische Geschehen vollständig von den Lautsprechern und ist präzise auf der Bühne direkt vor dem Zuhörer zu orten. Und wenn die Aufnahme es hergibt, dann erklingen auch links und rechts vor dem Zuhörer punktgenau die weiteren musikalischen Interpreten und Ereignisse.
Diese Selbstverständlichkeit, mit der diese Lautsprecher musikalische Details wiedergeben, ohne dabei anstrengend zu klingen, finde ich überwältigend. Auch nach mehreren Stunden bewusstem Musikhören fühlt man sich nicht ermüdet.
Der Hoch- und Mitteltonbereich gehören für mich zum Besten, was ich bisher gehört habe. Auch meine vorherigen RL-901K schaffen es in dieser Hinsicht nicht ganz, mit der KH 420 gleichzuziehen. Die RL 901K hat dafür eine etwas lässigere Art, das gesamte musikalische Geschehen darzubieten, so dass man das Gefühl hat, die allerfeinsten Details nicht mehr herauszuhören.
Im Tieftonbereich geben sich die KH 420 ebenfalls sehr souverän und spielen, trotz des Bassreflexprinzips, kontrolliert, trocken, präzise und gehen zudem tief herab, sofern es die Aufnahme erfordert. Wenn man bedenkt, dass Neumann hier lediglich 265 mm große Tieftöner verbaut hat, finde ich es erstaunlich, wie eindrucksvoll der Bassbereich reproduziert wird. Eigentlich vermisst man hier nichts, sofern man vorher nicht die RL 901K besessen hat. Die RL 901K geben mit ihren 400 mm großen Tieftönern den Bassbereich noch etwas solider und trockener wieder. Diese überragende Solidität im Bassbereich ist mein einziger Kritikpunkt, der den KH 420 anzulasten ist. Auch wenn die 265 mm großen Tieftöner den Bassbereich zur vollen Zufriedenheit abdecken, so würde ich mir beim Nachfolgemodell wünschen, dass Neumann sich hier zugunsten eines geschlossenen Gehäuses für mindestens 300 mm große Tieftöner entscheidet. Aber das ist das allseits bekannte Meckern auf sehr hohem Niveau.

Zusammenfassend steht für mich fest, dass die Neumann KH 420 Lautsprecher in außergewöhnlicher Art und Weise dazu in der Lage sind, jegliche Musikrichtung in sehr authentischer und natürlicher Art und Weise wiederzugeben, ohne etwas hinzuzufügen oder wegzulassen. Diese hohe Wiedergabetreue und Neutralität würde ich dennoch nicht als analytisch kalt bezeichnen, sondern vielmehr als ehrlich und ohne Eigenklang. Das bedeutet aber auch, dass sämtliches Musikmaterial unverfälscht und ungeschönt wiedergegeben wird. An einer schlechten Aufnahme können die KH 420 leider auch nichts ändern. Mit anderen Worten ausgedrückt: „ Aus Mist machen die KH 420 kein Gold.“

Ich habe bereits einige Lautsprecher gehabt und noch viel mehr gehört. Jedoch haben mich im Ergebnis keine Lautsprecher so nachhaltig beeindruckt, wie es die KH 420 vermögen. Optisch gibt es definitiv imposantere Lautsprecher. Aber klanglich wird es vermutlich nicht mehr so viele Lautsprecher geben, die den KH 420 ebenbürtig sind oder diese gar übertreffen.
Wer sehr viel Wert auf eine unverfälschte und verfärbungsfreie Wiedergabe seiner bevorzugten Musik legt, sollte sich mal die KH 420 anhören.


[Beitrag von -Hi-Fi- am 02. Mrz 2016, 21:45 bearbeitet]
-marion-,
Stammgast
#2 erstellt: 02. Mrz 2016, 19:04
Hallo, wirklich schöner sachlicher Beitrag.

In welcher Entfernung zum Hörplatz werden die KH-420 betrieben ?

Gruß
marion
-Hi-Fi-
Stammgast
#3 erstellt: 02. Mrz 2016, 19:15
@-marion-,
Vielen Dank für dein Kompliment.

Die Lautsprecher stehen in einem gleichseitigen Dreieck mit einer Entfernung von 2,25 Meter zu meinem Hörplatz.
Zu den Seitenwänden hin beträgt der Abstand jeweils 1,70 Meter und zur Wand hinter den Lautsprechern jeweils 0,85 Meter.


[Beitrag von -Hi-Fi- am 02. Mrz 2016, 19:26 bearbeitet]
longueval
Inventar
#4 erstellt: 02. Mrz 2016, 19:50
ich leihe der kh 310 mein ohr und bekomm es immer wieder unbeschädigt zurück.
darf bleiben.
ich würde aber die 420 direkt an die wand stellen. neumann wär das auch lieber.


[Beitrag von longueval am 02. Mrz 2016, 19:57 bearbeitet]
GokuSS4
Stammgast
#5 erstellt: 02. Mrz 2016, 21:39
beide Lautsprecher sind traumhaft, beneide dich sehr!
Zweck0r
Moderator
#6 erstellt: 02. Mrz 2016, 22:50

-Hi-Fi- (Beitrag #1) schrieb:
Die RL 901K geben mit ihren 400 mm großen Tieftönern den Bassbereich noch etwas solider und trockener wieder. Diese überragende Solidität im Bassbereich ist mein einziger Kritikpunkt, der den KH 420 anzulasten ist.


Ich vermute da eher die Bassniere der 901K als entscheidenden Faktor. Hast Du den parametrischen EQ der 420 schon auf die am meisten störende Raummode angesetzt ?
sealpin
Inventar
#7 erstellt: 02. Mrz 2016, 23:05
Als überzeugter Neumann Nutzer (KH310) und temporärer Besitzer des Vorgängers der KH420 stimme ich dem Bericht des TE uneingeschränkt zu.

Wenn ich den Platz hätte und mein Raum es hergeben würde, stünden bei mir auch zwei KH420.
Aber auch mit den 310ern lebt es sich sehr gut.

Wie longueval schrieb würden sich die KH420 direkt an der Rückwand und entsprechend darauf eingestellt möglichweise noch etwas mehr wohlfühlen...


Ciao
sealpin
thewas
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 03. Mrz 2016, 00:30
Jup. siehe auch http://www.neumann-k...ary_location_v02.pdf
Viel Hörspaß damit!
Benares
Inventar
#9 erstellt: 03. Mrz 2016, 11:08
Vielen Dank für den sehr schönen Bericht und vor allem für die Eröffnung dieses Threads. War höchste Zeit, dass dieser Hersteller endlich sein eigenes Plätzchen hier bekommt.
-Hi-Fi-
Stammgast
#10 erstellt: 03. Mrz 2016, 11:48
@longueval, @sealpin, @thewas
Vielen Dank für den Hinweis mit der wandnahen Aufstellung und das verlinkte Neumann-Übersichtsschema.
Ich werde zeitnah versuchen, den Abstand der Lautsprecher zur Wand dahinter so gering wie möglich zu halten. Bin mal gespannt, welche Auswirkungen das auf das klangliche Resultat mit sich bringen wird. Von der Theorie her soll es ja die Kammfiltereffekte, sprich das Auslöschen bestimmter Frequenzbereiche, reduzieren. Mal schauen was in der Praxis passiert.

@Zweck0r
Ich habe an den parametrischen EQ-Einstellungen und den Akustikreglern nichts verändert und die KH 420 im Neutralzustand belassen. Meines Erachtens nach sollte man diese Einstellungen entsprechend den Messergebnissen in dem konkreten Raum vornehmen. Da ich aber über solches Messequipment nicht verfüge, verlasse ich mich hier auf meine zwei Ohren, denen der Klang in dem Neutralzustand bestens gefällt.

@Benares
Gern geschehen und vielen Dank für die Blumen.
Auch ich habe mich gewundert, dass bisher noch niemand einen eigenen Thread eröffnet hat, der sich ausschließlich mit Lautsprechern dieses renommierten Herstellers beschäftigt. Nunmehr haben alle Neumann Fans endlich die Möglichkeit, sich gezielt über Ihre favorisierten Lautsprecher auszutauschen.
longueval
Inventar
#11 erstellt: 03. Mrz 2016, 12:35
der effekt ist sehr schmalbandig, nix worauf man sofort kommt.
im studio fällt es eher auf, wenn plötzlich was fehlt, was eigentlich da sein müsste. dann besteht die gefahr, dass man was höher dreht, was ohnehin auf den daten ist, weil man es nicht hört..

das beste wär natürlich die lautsprecher in die wand einzubauen, aber wer kann das schon, zum glück kann man bei aktiven ja ein wenig den bass korrigieren, wenn er durch wandnahe zu laut wird.
Meiler
Stammgast
#12 erstellt: 03. Mrz 2016, 13:01
Herzlichen Glückwunsch und noch viel Spaß mit den KHs!

Die wären auch für mich noch eine Versuchung.... Platz hätte ich.... Allerdings bin ich mit meinen ADAMs bisher auch recht zufrieden, was sich eventuell ändern würde, wenn ich die 420 einmal in meinem Wohnzimmer gehört hätte! Im direkten Vergleich -finde ich- können die KHs immer durch den Mitteltöner punkten. Die Mitten klingen einfach unfassbar natürlich und präzise, wobei das auch die 310 schon sehr gut macht. Bassmäßig hat bei mir die Einmessung mit DIRAC sehr viel gebracht, da vermisse ich nichts. Da auch dein Raum sicher nicht vollkommen optimal ist, solltest Du das auch mal antesten, wenn mal wieder Langeweile aufkommt. .
Warum ich mich bisher gehen Neumann entschieden habe, ist die Optik. Das Querformat der 310 gefällt mir überhaupt nicht und die 420 sind schon ziemliche Klötze. Gibt's die eigentlich in weiss?

Gruß
Meiler
Benares
Inventar
#13 erstellt: 03. Mrz 2016, 13:03
Allerdings muss man dem TE mit Nachdruck empfehlen, doch nochmal über eine ordentliche Einmessung nachzudenken. Hier liegt neben der Aufstellung meines Erachtens das größte Verbesserungspotential. Mikro, Interface und ein ordentliches DSP kann man angesichts der Kosten des ansonsten vorhandenen Equipments getrost als Minderausgabe mit großem Mehrwert bezeichnen und der Lerneffekt bezüglich akustischer Grundlagen, des eigenen Raums und der LS ist kaum zu überschätzen. Wenn man sich in die Materie nicht sonderlich vertiefen und die Kosten überschaubar halten will, nimmt man einfach ein Antimode Dualcore und hat damit das Rundumsorglos-Paket.

Eventuell hat ja auch der Funk PEQs an Board (kenne das Gerät nicht), dann wären nur Mikro und Interface erforderlich und die dringendsten Probleme schon gelöst.
longueval
Inventar
#14 erstellt: 03. Mrz 2016, 13:16
der funk ist nackert auf höchstem niveau, umschalten, lautstärke einstellen, xlr module und aus. das allerdings vom feinsten. funk eben.
Hörzone
Inventar
#15 erstellt: 03. Mrz 2016, 13:43

longueval (Beitrag #14) schrieb:
der funk ist nackert auf höchstem niveau, umschalten, lautstärke einstellen, xlr module und aus. das allerdings vom feinsten. funk eben.


genau so!!


Thomas Funk
thomas Funk und Messgeräte
Bilder von meinem Besuch bei ihm. Manche messen gar nix, Thomas alles.. der Messgerätepark ist hier nur teilweise sichtbar
thewas
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 03. Mrz 2016, 13:47
Legendär auch sein Interview http://www.funk-tons...2009%20Interview.pdf

Daraus:


Friedemann Kootz: Deine Entwicklungen sind
wirklich bis in letzte Detail geplant, ausgemessen
und geprüft. Hörst du dir die Gerä-
te an, die du entwickelst?

Thomas Funk: Nein. Unseren MTX-Abhörcontroller
zum Beispiel habe ich vor etwa zwei
Jahren zum ersten Mal gehört, obwohl wir
ihn bereits seit neun Jahren im Programm
haben. Unsere Kunden aus dem High-End
immer wieder erstaunte Gesichter, wenn ich
die einzelne Lautsprecherbox hinten unter
dem Schreibtisch im Metallregal vorführe.
Einige der ‚High-Ender‘ reagieren manchmal
regelrecht boshaft, wenn ich ihnen erzähle,
dass wir keine Hörtests durchführen. Aber
es ist einfach zu erklären. Wir entwickeln
bei uns Technologie, deren wichtigste Eigenschaft
absolute Linearität ist. Wenn ich
einen Kompressor, einen Entzerrer oder irgendetwas
Klangformendes entwickeln würde,
würde auch ich Hörtests anstrengen um
zu prüfen, ob es ‚gut‘ klingt. Wenn ich mich
richtig erinnere, kam es einmal vor, dass ich
einen Kopfhörerverstärker entwickelt hatte
und ihn mir unter Volllast mit etwa 10
dB Übersteuerung anhörte. Ich wollte damals
herausfinden, ob sich die Stabilität
der Schaltung im absoluten Grenzbereich
so sehr verändert, dass man sie nochmals
modifizieren müsste. Da das aber nicht der
Fall war, hatte sich dieser ‚Hörtest‘ nach
zehn Minuten erschöpft.
Benares
Inventar
#17 erstellt: 03. Mrz 2016, 13:53
Ich mag den Mann!

Aber auch ohne seine Aussage sieht man, dass da nichts nach Gehör abgestimmt wird. Ist auch nichts für Tonmöbelliebhaber und passt insofern genau zu den großen Neumännern.

Aber im Ernst: Was spricht gegen eine ordentliche Entzerrung des Systems? Wäre doch gelacht, wenn man bei diesem hochwertigen Fuhrpark mit einem unauffälligen Zusatzgerät nicht noch Einiges optimieren könnte.


[Beitrag von Benares am 03. Mrz 2016, 13:55 bearbeitet]
thewas
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 03. Mrz 2016, 14:01
Benares, nichts spricht dagegen, wobei man bei sinnvoller Aufstellung und Raumakustik und dem geringen Hörabstand des TE mit solch neutralen und gleichmäßig aber stärker bündelden Lautsprechern wie die KH420 schon nach meiner Erfahrung sehr weit mit dem integrierten parametrischen EQ-Einstellungen und den Akustikreglern kommt (wichtig ist halt nur eine Messeinrichtung), so dass bei mehrbändiger externer Entzerrung die Unterschiede akustisch sehr gering sind und mehr dem persönlich präferierten Sounding dienen.
longueval
Inventar
#19 erstellt: 03. Mrz 2016, 14:11
nix spricht dagegen, es ist einfach nicht sein markt. er macht das, was er am besten kann.
solche dsp gschichten hat der user sowieso in einem extrakastl, ist ja nur bei hifi so, dass sowas eingebaut wird.
der funk hat sich auf das verbinden, schalten und aufteilen spezialisiert, digital und analog. wenn eine anstalt sowas braucht, bitte sehr, hamma, das andere haben andere. kennt man ja aus anderen beispielen wie das ausgeht, wenn wer mit einem arsch auf 100 hochzeiten tanzt.
du brauchst einen symmetrierer
funk
aufholverstärker
funk
xlr modul
funk
digital router
funk
preamp und controller und headphone verstärker
funk

als einbaumodul oder als kasterl, robust mit dem anspruch "ich mach keinen dreck dazu"

und aus.


[Beitrag von longueval am 03. Mrz 2016, 14:19 bearbeitet]
-Hi-Fi-
Stammgast
#20 erstellt: 03. Mrz 2016, 15:27
@Meiler
Vielen Dank. Den werde ich haben.

@Benares
Ein zusätzliches externes Gerät, das korrigierend in die "Klangcharakteristik" eingreift, möchte ich vermeiden. Das ist halt nicht meine Welt.
Aber jeder so wie er mag.

@alle anderen
Dann werde ich mal über meine Erfahrungen berichten, sobald ich den Lautsprecherabstand zur hinteren Wand verringert habe.

Auch ich habe sehr positive Erfahrungen gemacht, was die Korrespondenz mit Herrn Funk angeht. Er hat meine Fragen umgehend, sachlich und sehr kompetent beantwortet. Von der Optik her gibt es sicherlich schönere Geräte. Aber in Sachen Neutralität und Wiedergabetreue sucht der MTX MONITOR seinesgleichen. Ein so gnadenlos ehrlicher Vorverstärker ist schon beeindruckend. Wer viel Wert auf eine unverfälschte und verfärbungsfreie Wiedergabe seiner Quellgeräte legt, kommt eigentlich nicht um einen solchen Vorverstärker herum. Hier haben viele andere Geräte schon eine Tendenz zum "Schönspielen". Wem es gefällt, bitte sehr.

Die Eigentümer und Besitzer der KH 310 sind natürlich klanglich auch bestens bedient.
Was ich bei den KH 310 sehr reizvoll finde, ist die Tatsache, dass es sich hier um eine geschlossene Konstruktion handelt. Ich kann mir gut vorstellen, dass dadurch der Bass noch ein wenig authentischer wirkt. Schade, dass man dieses Prinzip nicht bei der KH 420 auch angewandt hat. Vielleicht kommt so etwas bei dem Nachfolger der KH 420. Das wird aller Wahrscheinlichkeit aber noch einige Jahre dauern.


[Beitrag von -Hi-Fi- am 03. Mrz 2016, 15:50 bearbeitet]
longueval
Inventar
#21 erstellt: 03. Mrz 2016, 17:32
eine gute br konstruktion ist gut
eine gute cb konstruktion ist gut

die vor und nachteile halten sich die waage

einen midfielder in cb wird es selten geben, grund sind die pegelmöglichkeiten.
die 901k ist js streng genommen auch eine br, nur wird das br system nicht zur pegelerhöhung, sondern zur phasenverschobenen abstrahlung, genutzt, damit der bass nach hinten ausgelöscht wird.
eine modenkorrektur ist schon was feines.
das signal läuft ohnehin im studio durch tausend kastln, da ist ein kastl mehr daheim egal, wenn die qualität stimmt.


[Beitrag von longueval am 03. Mrz 2016, 17:39 bearbeitet]
-Hi-Fi-
Stammgast
#22 erstellt: 03. Mrz 2016, 17:50
Damit hast du sicherlich nicht Unrecht.
Aber reizvoll wäre eine solche Konstruktion mit Sicherheit auch in einem Midfield-Monitor.

Bei den Neumann KH Monitoren finde ich es insgesamt sehr beachtlich, dass man mit solider Ingenieurskunst absolut neutrale Lautsprecher entwickelt hat, die zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten werden. Im Vergleich dazu erscheinen viele HiFi-Konstruktionen sog. High End Hersteller mehr als fragwürdig.
Meiler
Stammgast
#23 erstellt: 03. Mrz 2016, 19:08

Im Vergleich dazu erscheinen viele HiFi-Konstruktionen sog. High End Hersteller mehr als fragwürdig


Das stimmt allerdings! Und man beachte auch die Produktlebenszyklen: während die Hai Enten jedes Jahr ne neue Sau durchs Dorf treiben müssen, meistens mit Pseudoinnovationen und Begleitmusik in den Heftchen, halten sich sinnvolle Designs von Neumann, Genelec, ADAM, etc.. teilweise 10 Jahre am Markt.

Wenn man zum vergleichsweise excellenten Preis Leistungs Verhältnis beim Neukauf noch den guten Wiederverkaufswert rechnet, sehen B&W und Konsorten mit ihren lifestyligen Einrichtungsgegenständen mit Zusatznutzen erst recht alt aus! Aber nicht mit uns!

Gruß
Meiler


[Beitrag von Meiler am 03. Mrz 2016, 19:12 bearbeitet]
Zweck0r
Moderator
#24 erstellt: 03. Mrz 2016, 20:10

-Hi-Fi- (Beitrag #10) schrieb:
Ich habe an den parametrischen EQ-Einstellungen und den Akustikreglern nichts verändert und die KH 420 im Neutralzustand belassen. Meines Erachtens nach sollte man diese Einstellungen entsprechend den Messergebnissen in dem konkreten Raum vornehmen. Da ich aber über solches Messequipment nicht verfüge, verlasse ich mich hier auf meine zwei Ohren, denen der Klang in dem Neutralzustand bestens gefällt.


Du kannst auch ohne Messequipment deinen Ohren etwas unter die Arme greifen, indem Du geeignetes Testmaterial abspielst:

http://www.heise.de/download/sweepgen.html

Damit einen "Custom"-Bereich von 20-100 Hz erstellen, und den auf "Manual" langsam durchfahren. Das schlimmste lokale Maximum dann nach Gehör mit dem PEQ flachklopfen.
-Hi-Fi-
Stammgast
#25 erstellt: 03. Mrz 2016, 21:20
@Zweck0r
Vielen Dank für den Tipp.

@Meiler
Sehr gut auf den Punkt gebracht.
-Hi-Fi-
Stammgast
#26 erstellt: 04. Mrz 2016, 18:33
So, ich habe heute den Lautsprecherabstand zur hinteren Wand verringert.
Nunmehr beträgt der Abstand von der Rückseite der KH 420 nur noch ca. 25 Zentimeter und von der Vorderseite aus ca. 65 cm.

HiFi

HiFi


Insgesamt erscheint das Klangbild dadurch noch homogener und geschlossener.


[Beitrag von -Hi-Fi- am 04. Mrz 2016, 18:49 bearbeitet]
hohesZiel
Stammgast
#27 erstellt: 06. Mrz 2016, 00:49

longueval (Beitrag #21) schrieb:
eine gute br konstruktion ist gut
eine gute cb konstruktion ist gut

die vor und nachteile halten sich die waage

einen midfielder in cb wird es selten geben, grund sind die pegelmöglichkeiten.
die 901k ist js streng genommen auch eine br, nur wird das br system nicht zur pegelerhöhung, sondern zur phasenverschobenen abstrahlung, genutzt, damit der bass nach hinten ausgelöscht wird.
eine modenkorrektur ist schon was feines.

das signal läuft ohnehin im studio durch tausend kastln, da ist ein kastl mehr daheim egal, wenn die qualität stimmt.


So sehr ich allen anderen bisherigen Äusserungen von Dir zustimme, so meine koch doch, daß man die k-Modelle von geithain jedoch eher als "Dipol mit Umleitung" oder "Dipol mit 3D-Schallwand" bezeichnen muss, als sie mit einer BR-Konstruktion zu vergleichen - denn die BR-Konstruktion bedient sich ja einer punktuell den Schalldruck RUNDUM erhöhenden Resonanz, nicht einer "Simplen" (genialen) 180° retrograd massiv schalldrucksenkenden breitfrequenten Absenkung der Abstrahlung…

DSP-Modenkorrekturen des Trägersignals (ich bezeichne sie jetzt mal als passive Beeinflussung) haben den Nachteil, daß sie prinzipbedingt immer gleichermaßen Direktschall und Diffusschall beeinflussen, die Moden also nur durch abgesenkte Anregungsenergie "weniger stören" - aber das Signal trotzdem die gleiche Prozentzahl an direkter- und reflektierter Energie am jeweiligen Ort hat..

Da ist die aktive Bekämpfung über DSP-gesteuerte separate Bässe zwar technisch aufwendiger, aber eleganter.
Die goldene Lösung ist aber eben die "a priori" Vermeidung von Modenanregung durch K-Modelle (satte 10-15 dB!) PLUS optimierte Raumakustik…
naja, wurde ja bereits hier anfangs erwähnt… ich wollte es nur noch einmal wiederholen…



[Beitrag von hohesZiel am 06. Mrz 2016, 01:05 bearbeitet]
ton-feile
Inventar
#28 erstellt: 06. Mrz 2016, 10:36
Hallo Zusammen,

longueval (Beitrag #21) schrieb:

eine gute br konstruktion ist gut
eine gute cb konstruktion ist gut

die vor und nachteile halten sich die waage
einen midfielder in cb wird es selten geben, grund sind die pegelmöglichkeiten.

Meine O92 laufen geschlossen mit zwei 25er Görlich-bässen pro Seite und herausgefalteten Raummoden.
Da hatte ich bisher keine Probleme mit dem Pegel.
Es gibt auch andere Mids in geschlossener Bauweise, z.B. von Barefoot.

Bei Nahfeldern, die kaum ohne "Hilfsresonator" auskommen, würde ich eine Passivmembran einem BR-Rohr vorziehen.
Die Lambda/2 Reso sowie aus dem Rohr vagabundierender Mitteltonmüll schmälert in meinen Ohren meist den Hörgenuss.

Gruß
Rainer
longueval
Inventar
#29 erstellt: 06. Mrz 2016, 11:44
das stimmt grundsätzlich

der dreck, der aus den br kommt, ist aber, wenn richtig gemacht relativ leise
besonders bei so tief abgestimmten midfieldern, wie den 420.

auch bei geschlossenen klopft einiges von hinten an die membrane ....

der wirkliche vorteil von br andererseits ist, dass chassis weniger ausgelenkt werden und es zu weniger intermodulationsverzerrungen kommt.
man sieht, einerseits andererseits ... das war ja auch gemeint mit meiner einlassung. beide systeme haben vor und nachteile.

ich habe geschlossene, aber nicht aus grundsätzlichen überlegungen, sondern, weil sie halt die richtigen am richtigen platz sind.
ps: kannst du mir winkelmessungen zu den barefoot verlinken?


[Beitrag von longueval am 06. Mrz 2016, 11:48 bearbeitet]
ton-feile
Inventar
#30 erstellt: 06. Mrz 2016, 12:13
Hi,


longueval (Beitrag #29) schrieb:

der dreck, der aus den br kommt, ist aber, wenn richtig gemacht relativ leise
besonders bei so tief abgestimmten midfieldern, wie den 420.

Stimmt, bei Dreiwegerichen ist das kein großes Problem. Anders sieht es allerdings beim klassischen Zweiwege-Nearfieldmoni aus.
Zu den Barefoot habe ich leider keine Messungen. Das Alleinstellungsmerkmal ist in erster Linie der impulskompensierende Einbau der Tieftöner und die klassische Butterworthabstimmung.

Gruß
Rainer


[Beitrag von ton-feile am 06. Mrz 2016, 12:13 bearbeitet]
thewas
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 06. Mrz 2016, 12:14
Bei 3-Wegerichen ist ja BR weniger kritisch wegen kaum Mitteltondreck daraus und bei Zweiwegerichen macht man halt den Port hinten oder benutzt eine Passivmembran, ganz simpel.
Hörzone
Inventar
#32 erstellt: 06. Mrz 2016, 14:48
[quote="hohesZiel (Beitrag #27)"][quote="longueval (Beitrag #21)"]
Die goldene Lösung ist aber eben die "a priori" Vermeidung von Modenanregung durch K-Modelle (satte 10-15 dB!) PLUS optimierte Raumakustik…
naja, wurde ja bereits hier anfangs erwähnt… ich wollte es nur noch einmal wiederholen…

:prost[/quote]

der nach hinten abgestrahlten Tieftonenergie, die nach vorne abgestrahlte bleibt selbstredend gleich. Dein Satz vermittelt den Eindruck das die Moden um 10-15db abgesenkt werden, das ist natürlich falsch!
iaterne
Stammgast
#33 erstellt: 07. Mrz 2016, 10:56
@Hi-Fi
Auch von mir mal einen Glückwunsch zu den 420ern.... sehr beeindruckend, würde ich gerne mal bei mir Daheim hören. Aber mit meinen O300ern bin ich auch ganz zufrieden.

Was hast Du denn als Quelle / Zuspieler über den MTX so alles angeschlossen?
-Hi-Fi-
Stammgast
#34 erstellt: 07. Mrz 2016, 18:01
@iaterne
Vielen Dank. Mit deinen O 300 verfügst du ebenfalls über erstklassige Lautsprecher, die keinen Vergleich scheuen müssen. Weiterhin viel Spaß damit.
Als Zuspieler verwende ich zwei SACD-Player von Marantz mit der Bezeichnung SA-KI Pearl.
iaterne
Stammgast
#35 erstellt: 08. Mrz 2016, 13:44
Kann es sein, dass bei den KH120 die Phase irgendeine Besonderheit hat? Mein AVR meint immer, diese sei gedreht.
longueval
Inventar
#36 erstellt: 08. Mrz 2016, 15:29
misst er sie mit einem sub zusammen ein?
dann könnte es nämlich sein, dass er den sub als normalphase (grupprnlaufzeit) annimmt

faq

http://www.neumann-k...l-answers_question13

merke, so ein avr meint auch manchen unsinn und lechzt danach overruled zu werden.
da hilft oft nachdenken mehr.
die gruppenlaufzeit ist übrigens in den messwertgraphen zur 120 angegeben. aber das ändert sich natürlich zb durch hochpass tiefpassbeziehungen zb mit sub und durch die innere latenzzeit des avr.

die hochpassweiche sub- 120er dreht die phase je nach steilheit, dafür hat der sub einen phasenknopf

geh mal auf die seite und lad dir unter software die testsignale und die anleitung herunter, damit kann man jeden sub zu den 120ern einstellen.
http://www.neumann-k...H805_20150926214016#

ahhh jetzt fällt mir erst wieder ein, wer du bist, bei dir stehen die 120er ja hinten. das hat nix mit den 120ern zu tun, sondern weil die 120er dem hörplatz näher sind als deine 0300, daher müssen sie mit delay laufen, das hat schon seine richtigkeit.


[Beitrag von longueval am 08. Mrz 2016, 17:01 bearbeitet]
Klyner
Stammgast
#37 erstellt: 20. Mrz 2016, 14:48
Hallo zusammen,

endlich gibt es hier auch einen Neumann Stammtisch. Mal schauen, wann wir den B&W Stammtisch bei den Beiträgen einholen

Ich möchte hier nachfolgend meine aktuelle Anlage vorstellen:



______________________________________________________

Vorgeschichte Ich habe ca 10 Jahre mit (passiven) B&Ws aus der 600S3 Serie in einer Surroundkonfiguration gehört - damals noch made in England. Und ich halte die Lautsprecher bis heute für gut. Evtl nicht so ehrlich wie KH/Neumann - dennoch hatte ich immer Spaß beim Musikhören. Was mich bei B&W mehr stört als das Abstrahlverhalten ist das zunehmende Verlagern der Fertigung nach China. Der Stammbelegschaft die die Marke aufgebaut hat so den Rücken zu zeigen... und das bei den happigen Preisen.... Außerdem wurden die Frequenzgänge mit der Sinisierung der Marke nicht besser...

Ergänzend zu den Marketingaussagen der Hersteller habe ich hier im Forum vor mehr als 10 Jahren angefangen die Beiträge von Tantris, AH, Uwe, etc. zu lesen - und fand die Aussagen einleuchtend. Aus Neugier habe ich mir einige der diskutierten Boxen angehört (Neumann, Genelec, MEG, JBL, B&M Line,...) und fand den Klang subjektiv sehr gut.

Logischerweise habe ich mir vorgenommen, dass ich nach dem Studium definitiv auf ein Aktivkonzept mit gerichtetem Abstrahlverhalten umschwenken werde. Als Student war ein vollaktives Surroundsetup nicht bezahlbar. Und die B&Ws lieferten auch keinen akuten Handlungszwang.

In der Endauswahl waren anfangs die KH420 und die neuen Koaxe von Genelec. Die klanglichen Unterschiede beim Probehören gegenüber den kleineren Modellen der Hersteller fand ich jedoch zu klein um den Aufpreis zu gerechtfertigen. Kurze Abhörentfernungen sind bei mir kein Problem, die Pegelreserven der KH420 brauche ich auch nicht.

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Aktuelles Boxen-Setup: Nach einigen Überlegungen bin ich bei bei einem 4.1 Setup mit den KH310 (Front) und den KH120(Rear) gelandet - als Subwoofer habe ich einen 160dv von Quadral - er gibt sich alle Mühe, mit den 310 mitzuhalten.

Die 310 sind für mich konkurenzlos auf dem Mark. Ein geschlossenes und vollaktives 3-Wege System mit Referenztreibern (grandiose Mitteltonkalotte!) bietet für den Preis meines Wissens kein anderer Hersteller für den Preis. Da kann man auch die minimale Aufdickung im Abstrahlverhalten durch den fehlenden Waveguide beim Mitteltöner verschmerzen - beim Probehören gegen die 420 habe trotz aller Befürchtungen bzgl. des fehlenden Mittelton-Waveguides keinen nennenswerten Unterschied gehört. Die KH120 für hinten waren die logische Ergänzung.

Die Gehäuseverarbeitung bei Neumann ist dazu fast perfekt!

Der Center is nicht angeschlossen und wartet auf den Verkauf - Und einen neuen Center werde ich definitiv nicht ergänzen. Die Mittenwiedergabe der 310 ist nicht verbesserbar, außerdem hat es mich bei meinem alten Center immer genervt, dass die Stimmen bei Filmen/PS4 von unter dem Bildschirm gekommen sind.

Front

Left3

Left4
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Wechsel von B&W auf Neumann: Der Unterschied ist ganz klar groß. Die alten 603S3 waren weniger auf einen "schönen und warmen" Klang entwickelt als die neuen Chinamodelle - dennoch ist der Unterschied deutlich.

Ein großer Unterschied ist definitiv die Stimmwidergabe. Man kann mit den Neumanns problemlos die Mikrocharakteristik und die EQ Einstellungen aus der Aufnahme heraushören - die extreme Verfärbungsfreiheit und die Lokalisation ist einfach superb.

Ich höre mir im Internet Interviews mit Sachbuchautoren an - darunter sind viele aus dem englischen/amerikanischen Raum. Die Verfärbungsfreiheit und Abbildung der Neumann macht es deutlich leichter die genuschelten Dialekte zu verstehen.

Klassische Musik profitert ebenfalls durch die hervorragende Ortung, gleiches gilt für Jazz.

Modernere Musikrichtungen machen ebenfalls Laune. Neutralität bedeutet nicht automatisch Spaßfrei - der Tiefgang und das Impulsverhalten im Bass ist auch bei Downbeat oder Rap sehr gut. Geschlossene Aktivboxen sind den Passiv-Reflexboxen in allen Bereichen (bis auf den Preis) haushoch überlegen.

Wer Angst bezüglich der Pegelfestigkeit des closed Tieftons hat kann übrigens beruhigt sein. In einer Mietwohnung kann man die 310 definitiv nicht voll ausfahren.

Nahfeld: Die 310 sollen ja angeblich nur Nahfeldlautsprecher sein. Da die Lautsprecher etwas gebündelter abstrahlen als viele Hifi-Boxen hat man kurz vor den Boxen tatsächliche eine Zone in der die Darstellung durch hohen Direktschallanteil hörbar besser ist als wenn man sich von den Boxen entfernt. Wer sich für die Lautsprecher interessiert sollte ruhig versuchen, kurze Hörabstände zu realisieren.

Bei "normalen" breit strahlenden Boxen ist der Effekt durch den Sitzabstand imho nicht so deutlich - durch die breite Abstrahlung und die starke Anregung der Akustik gibt es so einen Bereich oft nicht.
Der Hallradius gibt an, wie groß der Bereich um einem Lautsprecher ist, in dem der Direktschall lauter ist als der Reflexionschall durch die Akustik, Bei normalen Hifiboxen in normalen Räumen liegt oft nur bei 30-40cm...

Großlautsprecher mit Waveguides und Arrays kommen beim Hallradius teilweise auf Werte von ca 2m (sind aber groß wie Kühlschränke und teuer wie Kleinwagen). Die 310 ist ein kompakter Kompromiss.

Bei größerem Abstand (bei mir ab ca.2m) schwächt sich die Deutlichkeit der Boxen etwas ab und die Neumänner klingen stärker wie gute (neutrale) Hifiboxen. Das ist immer noch nicht schlecht, Auch an meinem Küchentisch klingen die Boxen immer noch gut. Eine KH420 mit der zusätzlichen Mitteltonschallführung würde hier natürlich besser funktionieren... Aber den Aufpreis für etwas mehr Abstand zu den Boxen?


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Blue

Marantz AVR: HDMI, Raumeinmessung, Fernbedienung, vergleichsweise günstig - und mit PreOuts. Bis die HDMI-Standards für 4k endlich für mich verständlich geworden sind, wird er weiterhin seinen Dienst tun.

Ripping/Streaming: Nach einiger Überlegung habe ich einen BluSound Vault erworben. Der kleine Kubus liest eine eingelegte CD automatisch ein und speichert den Inhalt automatisch verlustfrei als flac (wahlweise mp3 oder wav) auf eine eingebaute 2TB Festplatte. ID3 Tags und Albumcover werden automatisch aus dem Netz geladen, die Musik wird mit intelligenter Namensgebung auf der Festplatte abgespeichert.

Die Festplatte ist über das WLAN für andere PCs im Haus verfügbar und wird wie z.B. ein USB-Stick im Explorer angezeigt. Er kann von jedem Gerät mit neuer Musik bespielt werden, die Namensgebung von Liedern kann geändert werden, etc.

Mit einer App für Android oder Apple können auf dem Bluesound jetzt Wiedergabelisten erstellt und abgespielt werden.

Im Betrieb wird die Musik in den Arbeitsspeicher geladen und völlig geräuschfrei abgespielt - einzig ein kurzes Summen der Festplatte beim starten der Playlist ist zu Hören. Und selbst dieses (einmalige) Geräusch is deutlich leiser als das Sirren von allen mir bekannten CD-Laufwerken.

Alternativ kann man mit dem Bluesound auf Streamingdienste zurückgreifen - Playlists die teilweise aus gerippten CDs und teilweise aus Streaming bestehen sind problemlos möglich. Natürlich wird auch Internetradio unterstützt.

Der Bluesound hat geregelte Ausgänge und kann direkt an Aktivboxen angeschlossen werden - für Multiroomanwendungen kann man diverse WLAN-fähige Geräte dazuschalten und per App verwalten.

Streaming Filme: Hier verwende ich einen Chromecast mit HDMI Anschluss, hauptsächlich für Youtube und Netflix. Man muss zwar GEZ zahlen - aber zum Glück ist man nicht verpflichtet sich die zwangsfinanzierten Resultate auch anzusehen.

Hoffentlich unterstützt Youtube auch irgendwann mal Surround :-/

Alternativ gibt es noch einen BluRay/SACD Player von Pioneer. Völlig verkorste Benutzerführung, aber Bild und Tonqualität sind ok. SACDs mit Surroundspuren sind wirklich nice, leider ist das Angebot ausserhalb von Klassik ziemlich begrenzt.

Die Sprachverständlichkeit und die Bässe der Neumänner sind bei Heimkino ein echter Gewinn.

Zocken: Eine PS4 ist vorhanden und wird gelegentlich genutz. Gerade Schießereien klingen auf den Boxen ziemlich gut, zum Glück wohne ich in einem gut gedämmten Neubau


IMG_8691

Kopfhörer: Ich bin definitiv Kopfhörerfetischist. Lange Jahre war mein Haupthörer ein HD650 (der sich trotz pfleglicher Behandlung leider in seine Einzelteile aufgelöst hat), später sind ein Stax Set, ein 880 von Beyer und ein 812 von AKG dazugekommen.

Die Ortungsschärfe (gerade beim 812) ist immer noch besser als bei den KH310 - durch die Bühnengröße liegen die Neumanns insgesammt aber dennoch bei der Abbildung vorne - Was mich überrascht hat. Ich hätte nicht gedacht, dass die Neumänner sich in "normaler" Wohnraumakustik so gut schlagen würden. Ich würde die Boxen gerne mal in einem optimierten Raum hören.

Aber so schlecht ist die Akustik in meiner aktuellen Wohnung zum Glück nicht- Regale an den Seiten, Absorber für die Early Reflections,, hinter dem Hörplatz ca 4m Platz zur Rückwand, die Boxen stehen recht frei... Raummoden habe ich am Hörplatz zum Glück kaum, die Einmessung vom AVR macht das übrige. Aber bei der Akustik ist ja bekanntlich immer noch viel Luft nach oben...

Geplante Updates: Mal schauen wie sich bei den OLED-4k Fernseher die Preise entwickeln... und angeblich entwickelt Sony gerade ein Update zur PS4...


[Beitrag von Klyner am 20. Mrz 2016, 14:55 bearbeitet]
sealpin
Inventar
#38 erstellt: 20. Mrz 2016, 14:53
cooler Post.... wenn Du noch aus den KH320 die KH310 machst, ist alles paletti
Klyner
Stammgast
#39 erstellt: 20. Mrz 2016, 14:56
Irgendwie weigert sich mein Gehirn abzuspeichern, dass das mittlere Neumann Modell eine 1 in der Namensgebung hat...Passiert mir dauernd

(danke - habs geändert)


[Beitrag von Klyner am 20. Mrz 2016, 14:57 bearbeitet]
sealpin
Inventar
#40 erstellt: 20. Mrz 2016, 14:59
Bis Markus sich zur einer KH320 druchringt wird es IMHO noch eine ganze Weile dauern...

Schön, dass es noch einen zufriedenen User der mittleren Hummeln hier gibt.

Ciao und have fun
sealpin
thewas
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 20. Mrz 2016, 15:03
Genialer Bericht dem ich komplett zustimme, da ich gerade selber die KH310 (nicht 320! ) zum Testen für eine Woche zuhause hatte und sonst auch lieber mit sehr kompakten Hörabständen höre und ähnliche Kopfhörerreferenzen habe (Stax Lamba SR-207 und Sennheiser HD600). Die Neumänner sind mit Abstand die besten Lautsprecher die ich je in meinem Raum hatte und auch damals bei dem guten Hörraum bei Neumann in Wedemark waren die klangliche Unterschiede zwischen KH310 und KH420 (Maximalpegel spielte da keine Rolle, da ist die große natürlich ein ganz anderes Kaliber). Diese Sauberkeit und Detaildurchhörbarkeit im Mittelton der auch messtechnisch fantastischen Mitteltonkalotte sowie auch die räumliche Präzision und Durchhörbarkeit an denen auch meine Coax KEF LS50 nicht rankommen (wohl wegen der niedrigen Bündelung und niedrigeren Weichensteilheit) sind einfach frappierend.
Hörzone
Inventar
#42 erstellt: 20. Mrz 2016, 15:15
Freut mich das sie dir so gut gefallen haben, auch wenns mich natürlihc nicht überrascht
Klyner
Stammgast
#43 erstellt: 20. Mrz 2016, 15:16
@thewas: warum sind die KH310 bei dir wieder gegangen?
-Hi-Fi-
Stammgast
#44 erstellt: 20. Mrz 2016, 15:28
@Klyner
Sehr schön, dass du deine Erfahrungen mit den Neumann KH 310 und KH 120 so ausführlich mit uns teilst und dich über diesen Thread freust.
Mit deinen KH 310 verfügst du über Lautsprecher, die den allermeisten sogenannten HiFi-Lautsprechern von B&W, Canton etc. hinsichtlich Neutralität und Auflösungsvermögen weit überlegen sind.

Der Mitteltonbereich der KH 310 sollte aufgrund der gleichen Kalotte nahezu identisch mit dem der KH 420 sein. Jedenfalls habe ich bisher auch bei keinem anderen Lautsprecher einen so genialen Mitteltonbereich vernommen. Hier hat Neumann die Messlatte sehr hoch gesetzt, womit es für andere Lautsprecherhersteller schwer werden dürfte, zeitnah da noch einen draufzusetzen.

An deiner Stelle würde ich mich auch vom Center trennen. Bei dem gegebenen Mitteltonbereich der KH 310 ist bis auf eine weitere KH 310 ohnehin kein anderer Lautsprecher klanglich derart kompatibel, dass man ihn bedenkenlos als Center in deinem Setup einsetzen könnte.
Übrigens verwende ich in meinem Heimkinosetup ebenfalls keinen Center, da ich der Ansicht bin, dass man vorne mit zwei sehr guten Lautsprechern einen Centerlautsprecher nicht mehr benötigt und auch nicht mehr vermisst.

Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß mit deinem Neumann Setup und deiner übrigen Anlage.
thewas
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 20. Mrz 2016, 15:29
Klyner, weil es erstmal reine Demoexemplare zum testen waren und ich mir noch Gedanken bezüglich Zielrichtung meiner Anlage und Raumakustik machen möchte. Übrigens (wollte ich ursprünglich oben schreiben und habe es vergessen), war deine alte 600 S3 Serie keineswegs schlecht bezüglich Abstrahlverhalten und Abstimmung, erst danach ging es bei dem Hersteller diesbezüglichin in die entgegengesetzte Richtung.


[Beitrag von thewas am 20. Mrz 2016, 15:32 bearbeitet]
-Hi-Fi-
Stammgast
#46 erstellt: 20. Mrz 2016, 15:38
@thewas
Dann wünsche ich dir eine kurzweilige Zeit beim Nachdenken und Sinnieren über deine neue Anlagenausrichtung.
Vielleicht stehen bei dir in naher Zukunft ebenfalls neue KH Lautsprecher.
thewas
Hat sich gelöscht
#47 erstellt: 20. Mrz 2016, 15:56
Vielen Dank, werde berichten.
Klyner
Stammgast
#48 erstellt: 20. Mrz 2016, 19:13
@Hifi: Die Mittel/Hochtoneinheiten sind bei den 310 und 420 meines Wissens identisch. Durch den Mitteltonwaveguide und die untersch. Trennfrequenzen ergeben sich natürlich trotzdem Unterschiede - ein direkter Vergleich zwischen 120, 310 und 420 war für mich aber ziemlich ernüchternd, die Boxen klingen fast identisch.

Ist bei Genelec aber nicht anders. Wenn man bei moderaten Pegeln und im Nahfeld die kleinen Eier gegen die großen Eier vergleicht sind die Unterschiede fast ausschließlich durch mehr Tiefgang gegeben.

Wenn man die Frequenzgänge bei MEG/Neumann/... etc vergleicht fragt man sich aber sowiso, wo da klangliche Unterschiede herkommen sollen. Gute Chassis, intelligente Gehäuse und Aktivweichen.... da ist Entzerrung ein Kinderspiel.

Kannst du die 420 in deiner Wohnung ausfahren? Ich stelle mir die Boxen in einem freistehendem Haus ziemlich lustig vor...



@thewas: Bei deinem aktuellem Setup besteht ja auch kein akuter Handlungsbedarf, da kann man ruhig in Ruhe planen.

Deine Einschätzung zu B&W teile ich. B&W ist auf dem Weg zu einer chinesischen Designermarke - B&O geht den Weg interessanterweise in die andere Richtung (wie die Beolab 90 zeigen).


[Beitrag von Klyner am 20. Mrz 2016, 19:14 bearbeitet]
thewas
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 20. Mrz 2016, 19:23
Danke und erneut vollste Zustimmung, auch bei guten Hifi/Passivlautsprecherserien unterschieden sie sich die einzelnen Modelle hauptsächlich im Maximalpegel und Tiefbass. Interessanterweise hatte in den frühen 80ern die damals noch voodoofreie STEREO mal deren Testsieger aller Preisklassen von 300DM bis 3000DM Stückpreis (damals viel Geld für das man auch "viel" Lautsprecher kriegte) untereinander verglichen und das Fazit war ähnlich, dass nämlich die Unterschiede hauptsächlich im Maximalpegel und Tiefbass waren, ich möchte mir nicht vorstellen was passieren würde wenn sie sowas heute bringen würden. Und ja, B&O hat aktuell geniales Engineering, sehr interessant dazu auch der persönlich Blog des Chefentwicklers http://www.tonmeister.ca/wordpress/bo-tech/ und die neueste B&W 800er Serie scheint erfreulicherweise wieder in die Richtung der Neutralität zu gehen.


[Beitrag von thewas am 20. Mrz 2016, 19:24 bearbeitet]
Klyner
Stammgast
#50 erstellt: 20. Mrz 2016, 19:34

Danke und erneut vollste Zustimmung, auch bei guten Hifi/Passivlautsprecherserien unterschieden sie sich die einzelnen Modelle hauptsächlich im Maximalpegel und Tiefbass.


...und mögliche Abhörentfernung.

Als ich zum ersten Mal einen Zylinderstrahler von B&M gehört habe war ich wirklich Baff. Trotz 5m Abstand war die Bühne gestochen scharf. Und dank der Entfernung wirklich gigantisch. Dazu diese abartige Pegelferstigkeit im Bass...

Leider nicht meine Preisklasse.


und die neueste B&W 800er Serie scheint erfreulicherweise wieder in die Richtung der Neutralität zu gehen.


Das was ich an Messergebnissen im Hinterkopf habe, bringe ich nicht mit Neutralität in Verbindung. Was ja nicht bedeutet, dass der Klang nicht gefallen kann.

Die alte Serie war optisch sehr gelungen (imho), die neuem Modelle sagen mir optisch nichts. Gehört habe ich die neuen Modelle nicht, bin auch nicht scharf drauf.
thewas
Hat sich gelöscht
#51 erstellt: 20. Mrz 2016, 19:49

...und mögliche Abhörentfernung.

Richtig, siehe dazu auch exemplarisch http://www.hifi-foru...7&postID=25048#25048

Das was ich an Messergebnissen im Hinterkopf habe, bringe ich nicht mit Neutralität in Verbindung.

Natürlich bei weitem noch keine Monitore (wie früher manche B&W sogar waren) aber weniger gesoundet als die ihre direkten Vorgänger. http://www.schlegelm...0-serie-diamond.html
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