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Umfrage
Sind die Testberichte eigentlich fair und ausgewogen ?
1. ja (8.9 %, 15 Stimmen)
2. nein (91.1 %, 153 Stimmen)
(Die Umfrage ist beendet)

Sind die Testberichte eigentlich fair und ausgewogen ?

+A -A
Autor
Beitrag
frank_frey
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 14. Jan 2013, 14:10
Sind die Testberichte und die Bestenlisten in den deutschen Hifi - Zeitschriften eigentlich fair und ausgewogen? Taugen sie als Kaufberatung?
Hüb'
Inventar
#2 erstellt: 14. Jan 2013, 14:17

Taugen sie als Kaufberatung?

Nein, in keinster Weise.
Sie sind allenfalls als Marktübersicht tauglich.

Die Tests in den Hifi-Magazinen sind aus den verschiedensten Gründen gar keine. Die Zeitschriften sind lediglich ein Kanal der Absatzförderung im Marketing-Mix der Hersteller. Eine neutrale Verbraucherberatung sollte man hier nicht erwarten.

Siehe auch die Suchfunktion dieses Forums. Zu den Hifi-Magazinen wirst Du dort einiges finden.

Grüße
Frank
Markus_Pajonk
Gesperrt
#3 erstellt: 14. Jan 2013, 14:33

frank_frey schrieb:
Sind die Testberichte und die Bestenlisten in den deutschen Hifi - Zeitschriften eigentlich fair und ausgewogen? Taugen sie als Kaufberatung?


Hallo,
1. Was ist Fair? Überparteilich? Das geht beim grössten Bemühen bei keinem Redakteur. Subjektive Erfahrungen und Antipathie/Sympathie spielen immer eine Rolle. "Eigentlich" sollten Hifi-Test mal Marktbegleitend sein. Das heisst "Leser" informieren. Heute hat sich verändert. Denn viele Leser haben vor Jahren/Jahrzehnten eine Testgläubigkeit entwickelt, bedingt dadurch wurden hier Begehrlichkeiten geweckt. Produkte,grade in dem Thema Hifi obwohl es hier um -aus meiner Sicht- sehr viel Geld geht werden "taub gekauft" aufgrund von Testlogos. Für mich sind Tests immer noch Appetizer, nicht mehr und nicht weniger. ABER: Es gibt auch gekaufte Rezensionen, gekaufte Foren...findet man über google. Auch hier ist die Begehrlichkeit auf "subtiler Einflussnahme", weils um Geld geht, gross.
Dazu kommt noch, das man wie z.B. bei dir im "Job" nicht alle Menschen über einen Kamm scheren kann. Ebenso sicherlich nicht alle Firmen in deinem Job. Somit ist "Komplett-Bashing" oder "Komplett-Heroisieren" fehl am Platze. Ergo: Die "faire Welt" findet im Grau statt.

2. Bestenlisten sind und waren Mumpitz und das wissen auch die Zeitschriften. ABER: Jeder Versuch diese abzuschalten hat dutzende von Reaktionen (Leserbriefe) hervorgerufen. Hier ist das sehr teutonische das alles nur in schwarz oder weiss zu bewerten ist nicht ganz schuldlos.
Mir wäre eine Testübersicht "wann" ein Test war lieber. Wahrscheinlich sogar der Presse, weil sie dann ihre alten Ausgaben für jemanden der sich informieren möchte (ernsthaft informieren möchte) nachverkaufen könnten.

3. Tests sind keine Kaufberatung. Inhalte der Test teilweise schon.

Markus
cr
Moderator
#4 erstellt: 14. Jan 2013, 22:47
Welche Testberichte?
Während früher noch wirklich getestet und gemessen wurde, ist das inzwischen doch fast überall zu einer Geschwurbel-Veranstaltung verkommen, die eigentlich dem Leser nichts mehr bringt.
Ob ein Verstärker schneller ist als der andere oder die Musik wie einzementiert im Raum steht, wen interessiert so ein Käse wirklich?
Es gab einmal eine Zeit, als ich Testberichte gerne las, inzwischen verzichte ich darauf. Was interessieren würde, gewisse Basis-Messdaten, erfährt man eh nicht, und die Hörbeschriebungen führen zu keiner Erkenntnis. Häufig werden dann nicht mal wirklich nervende Schwachstellen erkannt, in Bedienung, Ausstattung etc.
_ES_
Administrator
#5 erstellt: 14. Jan 2013, 22:54
Hi,


Sind die Testberichte eigentlich fair und ausgewogen ?


So der Titel...
Ich verstehe ihn nicht, ehrlich gesagt- wer soll Dir HIER darauf eine Antwort geben können?
Das sieht man schon an den ersten beiden Antworten...hü und hott.
Viel zu allgemein gefasst, bzw., der Vorredner(Post#3) hat es recht gut getroffen- die "Kaufberatung" steckt in den Tests..
Wenn man sich so ein Heft zur Brust nimmt, sollte man schon in etwa wissen, was man will- dann kann man auch mit den Informationen dort was anfangen, bzw. ausfiltern.
Eine Kaufberatung macht für gewöhnlich ein entsprechend geschulter Fachverkäufer, keine Zeitung..


[Beitrag von _ES_ am 14. Jan 2013, 22:55 bearbeitet]
DJ_Bummbumm
Inventar
#6 erstellt: 14. Jan 2013, 23:34
Meine Erfahrung:

Wer sich auf Testberichte verlässt, dem steht ein böses Erwachen bevor.

Über meine Lautsprecher stand damals in einer angesehenen Hifi-Zeitung zu lesen:

ein Bestkauf, wie es ihn nur alle Jubeljahre gibt. Einer, der gebraucht teurer werden könnte als neu.

Stand heute: der Restwert ist völlig zusammengekracht.
Ich hätte das Geld auch an den Automaten verfüttern können.

BB
schlagerbummel
Stammgast
#7 erstellt: 16. Jan 2013, 19:36

frank_frey schrieb:
Sind die Testberichte und die Bestenlisten in den deutschen Hifi - Zeitschriften eigentlich fair und ausgewogen? Taugen sie als Kaufberatung?


Hallo, auch von mir zweimal Nein. Gründe dafür wurden bereits ausreichend genannt.

Eine Anmerkung aber dennoch. Wenn man Übung im lesen von Testberichten hat, das gesteh ich mir mal zu, merkt lan schon, ob ein Gerät wirklich gut ist oder nicht. Es gibt nämlich schon Berichte, die Testkandidaten kein gutes Zeugnis ausstellen. Man muss dann nur genau zwischen den Zeilen lesen, frei nach dem Motto, er hat sich bemüht ...

LG Armin
Stuhlfänger
Stammgast
#8 erstellt: 17. Jan 2013, 07:34
In den sog. Bestenlisten gibt es aber nichts zwischen den Zeilen, aber genau daran orientieren sich viele, und deshalb gibt es sie weiterhin.
bampa
Stammgast
#9 erstellt: 17. Jan 2013, 07:52
Ich denke nicht wenn man selber weiß was mir selber gefällt fahr ich rum und hör mir verschiedene Kombis an!

Das was dort steht muss aber nicht heißen das das was da steht auch deinen Geschmack trifft!
Wolfgang_K.
Inventar
#10 erstellt: 17. Jan 2013, 11:29
Diese Testberichte können (müssen aber nicht) eine gute Hilfe sein, wenn ich mich für ein bestimmtes Gerät interessiere. oder wenn ich mir eine Übersicht verschaffen will. Letztendes entscheide ich aber selber. Ich habe am Anfang meines Hifi-Hobbys vor 20 Jahren mich gerne an die Empfehlungen der Audio gehalten. Und ich bin damit ganz gut gefahren. Man muß nur eben auch selber wissen was man gerne möchte und bereit sein sich damit auseinanderzusetzen.

Wolfgang K.
uterallindenbaum
Stammgast
#11 erstellt: 17. Jan 2013, 19:19
Ich habe länger als Tester für ein Internetportal gearbeitet. Ich testete diverse Musikinstrumente. In dieser Zeit, hatte ich viele Kontakte zur Fachpresse und diverse Händler oder Vertriebe. Letztlich, habe ich auch angefangen Hifi Komponenten zu testen. Meine Antwort wäre ein klares nein... wie man die Frage auch drehen mag.

Damit ein Test auch klar verständlich ist, muss ein seriöser Tester seine Subjektivität anerkennen. Er muss sagen wieso er, persönlich, ein Produkt für gut, schlecht oder besser hält. Dies ist schon selten der Fall.

Danach muss er frei sein, seine Meinung zu äussern. Und das ist, heutzutage, auch quasi nie der Fall. Eine zu scharfe Kritik endet fast immer mit einem Werbungsboykott der Marke, oder man bekommt die Produkte zum Test nicht mehr über. Stellt euch vor, da würde sich irgendeiner mit Yamaha, Accuphase, Nad oder MBL anfeinden... dann hätte er schnell finanzielle Probleme. Auch der Druck von den anderen Magazinen ist gross. Ihr habt relativ viel Fachpresse über Hifi in Deutschland. Ein Hersteller kann also über mehrere Kanäle kommunizieren. Und wenn er mal einer abwürgt, macht's im nichts aus.

Aber auch die Qualität eines Tests ist käuflich. Dies ist jedoch (noch) nicht so stark wie es bei den Amis oder die Franzosen ist. Da gibt es die Magazine, die den Testobjekt einfach behalten wollen, für's Privaten... systematisch. Sie verkaufen's dann wieder irgendwann mal, oder schenken es... Dann gibt es die, die nur einen Artikel schreiben, wenn man X Werbung auf X Monate einstellt. Umso grösser die Werbung, umso grösser der Artikel. Und dann gibt's die, die den Kolleg und netter Nachbar noch eine kleine Starthilfe geben. In Frankreich ist es so für die französischen Hersteller, in Deutschland für die deutschen.

Und glaubt ja nicht dass Internet Forums Verschont sind... Ihr kennt Sie gut... diese Leute die alles haben. Diese Leute die scheinbar unerschöpfliche Mitteln besitzen, und, sobald Ihr etwas negatives über ein Produkt schreibt, weil's einfach mittelmässig war, sofort kommen und irgendwas schreiben im Stil "aber weisst du, wenn du an deine Raummoden arbeitest und diese Lautsprecher einfach am Eletroluxmanphase 381 anschliesst, dann klingt er toll !" ... sie erdrücken euch förmlich mit ihre Weisheit und vollkommene Kenntnis, und bleiben stets immer höflich, treffen immer den, für Hifi-Fan, wunden Punkt. Ja, genau die meine ich... öfter's sind's Händler oder Marketing Mitarbeiter die für eine oder Mehrere Marken zuständig sind. Ganz zufällig haben die auch den letzten "Dingsbums" gerade gehört und müssen auch eingestehen, "das war wirklich nicht schlecht".

In Frankreich, gab es mal eine sehr ernste Diskussion in einem, noch freien Forum. Die meisten öffentlichen Forums sind Eigentum von Interessengruppen. Wer etwas schlechtes über die Hausmarke sagt, und sich nicht der Moderation beugt, der fliegt raus.

Nein... wirklich... der wirklich einzig richtiger Weg, ist seine Erfahrungen selbst zu sammeln. Dann merkt man schnell wo der Hammer hängt. Die Tests in Zeitschriften dürfte man höchstens als erster Eindruck nehmen.

(p.s. ein sehr guter Beispiel... die Monitor audio die dieses Monat in stereoplay getestet wird. Sie schnitt bei mir schlecht ab... an diverse Verstärker und mit diverse Kabeln und verschieden Positionnierungen, und diverse Räume... nichts brachte wirklich Erlösung. Der Sound bleibt viel zu sehr am LS hängen und auch präzision fehlt ihr hier und da. Und trotzdem.. was ist der Fazit von Stereoplay ?)
Toastbrod
Stammgast
#12 erstellt: 17. Jan 2013, 19:36
Die Zeitschrift Audiovision hat noch relativ "relativ" gute Tests drin. Im Vergleich zur Audio, Heimkino oder Hifi-Test

Richtig gute objektive Tests gibts in der SFT. Hier wird sogar Bose kritisiert. (Sakrileg) und eindeutig auf Schwächen und Stärken eingegangen. Allerdings gibts wenig HIFI-Lautsprechertests.
Zim81
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 17. Jan 2013, 19:37
SFT?
ts137
Stammgast
#14 erstellt: 17. Jan 2013, 19:48
Früher nannte man das "redaktionelle Beiträge schalten", habe ich früher, als ich noch berufsbedingt guter Anzeigenkunde bestimter kleinerer Zeitungen war ( allerdings völlig andere Branche), auch gern gemacht. Schaut euch einfach nur an, wer die Webseiten und die Printausgaben mit Werbung zupflastert, und Ihr wisst, wer nie im Leben in einem Test verlieren wird, über wen Ihr immer auch mal nette Einzeltests und Berichte lesen werdet.
Der einzig wirklich gute Test findet letztlich in den eigenen Räumen mit dem eigenen Verstärker statt. Denn auch ein Händler könnte geneigt sein die Marke A zu pushen, weil er dort mehr verdient als bei der Marke B. Und da werden dann bei B ein wenig die Einstellungen am Verstärker so geändert, dass sie eben dumpfer oder wniger luftig klingt als das Modell von A. Ich war kürzlich noch im Hörraum eines großen Marktes, da waren ein paar eigentlich ganz gute Stand-LS derart dumpf ausgepegelt, dass man eigentlich nur noch raus wollte. Ob das jetzt allerdings Unfähigkeit oder Absicht war, wehe dem, der Böses dabei denkt....
Toastbrod
Stammgast
#15 erstellt: 17. Jan 2013, 20:35
Spiele Filme Technik
Markus_Pajonk
Gesperrt
#16 erstellt: 18. Jan 2013, 01:06

uterallindenbaum schrieb:

(p.s. ein sehr guter Beispiel... die Monitor audio die dieses Monat in stereoplay getestet wird. Sie schnitt bei mir schlecht ab... an diverse Verstärker und mit diverse Kabeln und verschieden Positionnierungen, und diverse Räume... nichts brachte wirklich Erlösung. Der Sound bleibt viel zu sehr am LS hängen und auch präzision fehlt ihr hier und da. Und trotzdem.. was ist der Fazit von Stereoplay ?)


Und wo ist jetzt da die von dir angesprochene Käuflichkeit? Genau dieses Beispiel ist ein Zeichen des Gegenteil. Wir sind kein Werbekunde der WEKA-Gruppe. Ich stehe da sogar mit einigen offen auf Kriegsfuss. Und wenn etwas bei dir akustisch nicht funktioniert muss es ja nicht schlecht sein...oder möchtest du das sagen, das du die Referenz für die Bewertung bist?
Frankman_koeln
Inventar
#17 erstellt: 19. Jan 2013, 00:09
Und ich dachte auch das Thema wäre schon unendlich oft diskutiert worden ....... Gääähhhnnn !!!!!
uterallindenbaum
Stammgast
#18 erstellt: 19. Jan 2013, 13:39
Danke M.Pajonk, das du versucht den anscheinen zu erwecken, ich würde irgend so ein elitäres a..sch sein, der auf die anderen herabschaut und mich selber als heilige Referenz ansehe.

Dies ist aber nicht der fall.

Wenn etwas akkustisch nicht funktionniert. Wenn alles versucht worden ist um eine gute Leistung aus einem Produkt rauszuquetschen, und es letztendlich, wie ein mittelwertiges LS klingt. Und dass noch von 2 andere Hörern bestätigt wird. Dann ist es, sehr höchstwarscheinlich auch ein mittelwertiges LS, der aber für 4000 Euros verkauft wird.

Schöner Gruss !

Pierre

P.S. Erratum, der Test war in der Zeitschrift "Audio"
CarstenO
Inventar
#19 erstellt: 19. Jan 2013, 21:00

frank_frey schrieb:
Sind die Testberichte und die Bestenlisten in den deutschen Hifi - Zeitschriften eigentlich fair und ausgewogen? Taugen sie als Kaufberatung?


Hallo Frank Frey,

ja, ich denke schon, dass die Testberichte von Audio, Stereoplay, Stereo, Image HiFi, HiFi+Records, Hörerlebnis und Fidelity bei der Kaufentscheidung hilfreich sein können. Mein Eindruck ist, dass ich mit dem Kauf eines Produktes, was dort zum Test kommt, keinen groben Fehler mache. Gleiches Gewicht wie den HiFi-Zeitschriften würde ich aber der Händlerberatung beimessen. Diese steht manchmal in Konkurrenz zum Testbericht, weil der Händler das getestete Produkt ggf. nicht in seinem Sortiment führt oder es nicht schätzt. Beides zusammen sollte dann aber in eine eigene kritische Hörprobe münden.

Fair finde ich die HiFi-Zeitschriften insofern, als dass sie keinem Produkt, über das man etwas lesen kann, wirklich weh tun. Sicherlich versteckt sich hin und wieder negative Kritik etwa im Messwertkommentar (eine 5-dB-Senke im Präsenzbereich einer 4000-EUR-Box, die man aber nicht hört ...), aber der letzte mir bekannte Testbericht mit Produktverriss war in der Audio über Versandhandelsboxen von NIC, Pure Acoustics & Co.

Die Bestenlisten halte ich für negativ, weil sie m.E. dazu verleiten, aus Punkt-/Prozentzahl und Preis die günstigste Preis-/Leistungsquote zu bilden und danach zu kaufen, bzw. nach dem billigsten Anbieter dieses Produkts zu suchen, ohne es selbst zu hören. Warum auch, wenn ich den Preis-/Leistungsknaller noch billiger bekommen kann?

Gerade Audio und Stereoplay finde ich mittlerweile sogar bis zur Langeweile ausgewogen. Das Themenspektrum wird immer allroundiger, der einzelne Bericht immer oberflächlicher, die Photoarrangements rücken die Testware immer weiter in den Hintergrund und die Autoren - außer Schickedanz - gehen mit ihren sich genormt und geschliffen lesenden Beiträgen immer mehr in ihrer Ausgewogenheit unter. Dann schon lieber Berichte über diskussionswürdige Produkte aus Lurup ...

Müsste ich es unfair finden, dass eine HiFi-Zeitung den Anschein erweckt, dass die Produkte der Anzeigenkunden stets gut davon kommen? Nein, nur wenn sie wie die werbefreie und in Schwarz-Weiß gehaltene Hörerlebnis 11,90 EUR kosten würden.

Grüße, Carsten


[Beitrag von CarstenO am 20. Jan 2013, 08:05 bearbeitet]
DJ_Bummbumm
Inventar
#20 erstellt: 19. Jan 2013, 21:13
Liebe "alte Hasen", Ihr tut Euch naturgemäß damit schwer, den Blickpunkt des einfachen Hifi-Interessierten nachzuvollziehen.
Denn dieser hat nicht Euer Wissen und Eure Erfahrungen und ist für alles dankbar, was ihm den chaotischen Hifi-Kosmos ordnen hilft.
Insbesondere für einfache, eindimensionale Werteskalen, ob das Wattzahlen sind (bei jungen Leuten) oder Klangpunkte in Bestenlisten (bei Gazettenlesern).

Wenn Ihr dem einfachen Hifi-Interessierten mit kalter Rationalität seinen untauglichen Kompass aus der Hand schlagt, ohne ihm einen ähnlich einfach zu handhabenden Ersatz zu geben, müsste Ihr Euch nicht wundern, dass Eure Kritik ins Leere läuft.

BB
CarstenO
Inventar
#21 erstellt: 20. Jan 2013, 06:16
Nach Deinem Post #6 beziehst Du Dich doch gerne mit ein, oder?
Stuhlfänger
Stammgast
#22 erstellt: 20. Jan 2013, 08:19

CarstenO schrieb:
Gerade Audio und Stereoplay finde ich mittlerweile sogar bis zur Langeweile ausgewogen. Das Themenspektrum wird immer allroundiger, der einzelne Bericht immer oberflächlicher, die Photoarrangements rücken die Testware immer weiter in den Hintergrund und die Autoren - außer Schickedanz - gehen mit ihren sich genormt und geschliffen lesenden Beiträgen immer mehr in ihrer Ausgewogenheit unter.


Die erkennbar einer Art Schablone folgenden 'Testberichte' lassen mittlerweile vielfach den Nachweis vermissen, daß sich der angebliche Tester überhaupt ernsthaft mit dem Testobjekt auseinandergesetzt hat. Auch wird das Bildmaterial offenbar ganz überwiegend vom Hersteller zur Verfügung gestellt, von dem auch die Alleinstellungsmerkmale stammen, die wortwörtlich bei der Produktvorstellung zitiert werden - in der Tradtion prominenter Politiker natürlich ohne Quellenangabe. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten wie AVR oder Netzwerkplayern ist der Informationsgehalt der Testberichte gleich null, während z.B. Verstärkertestberichte austauschbar sind.

Das es auch anders geht, beweist bspw. das weithin noch unbekannte Magazin "Eins Null". Dort findet sich zwar auch am Ende wirklich jedes Tests Lobhudelei, aber jedes Gerät wird recht eingehend besprochen und auch schon mal beanstandet, wenn es was zu kritisieren gibt. Dabei gibt es weder Klangpunkte noch sonstige Einstufungen, und auch keine Bestenliste, so daß es jedem selbst überlassen bleibt, ob er sich nach der Lektüre anderweitig informiert oder auch nicht. Ebenfalls erfreulich: Obwohl das Heft nur halb so stark ist wie etwa die Gazetten aus dem Hause Weka, ist der redaktionelle Anteil dreimal so hoch.
CarstenO
Inventar
#23 erstellt: 20. Jan 2013, 08:39

Stuhlfänger schrieb:
... daß sich der angebliche Tester überhaupt ernsthaft mit dem Testobjekt auseinandergesetzt hat.


Ja, diesen Eindruck hatte ich bei Stereoplay, Audio häufig und vereinzelt leider auch bei der EinsNull.

Die EinsNull lese ich auch, würde sie aber nicht zur Kaufberatung nutzen, weil nur selten ein Bezug zu in der Vergangenheit vorgestellten Produkten hergestellt wird und sehr viele Produkte von relativ jungen Vertrieben stammen. Dies betrachte ich kritisch, weil diese genauso schnell wieder vom Markt verschwunden sind, bzw. sein können, wie sie gekommen sind. Das wirkt - wie weiter oben schon genannt - auf mich wie Aufbauhilfe.


[Beitrag von CarstenO am 20. Jan 2013, 08:44 bearbeitet]
KlaWo
Inventar
#24 erstellt: 20. Jan 2013, 09:39
Viel wichtiger und ernstzunehmender finde ich die Meinungen unterschiedlicher Endverbraucher zB. hier oder in anderen Foren. Dazu kann man vielleicht schon etwas eingrenzen, was einem selbst gefallen kann.
Das wichtigste ist und bleibt aber immer das eigenen Probehören bzw. der eigenen Geschmack, was guten Klang bzw. Haptik betrifft gibts halt (und das ist gut so) sehhhhhr viele Meinungen und Vorlieben.

Warum sollte ich mir zB. einen LS kaufen, der zwar super Messergebnisse aufweißt, mir optisch jedoch nicht 100% gefällt und mich klanglich überhaupt nicht errreichen kann, NUR weil ein Testbericht sagt, das dies das Non+Ultra sei?

Also Testberichte, Messungen, Frequenzgänge usw.… alles gut und recht - im Endeffekt MUSS sowieso ein jeder für sich selbst entscheiden was IHM/IHR persönlich am besten gefällt… diese entscheidung SOLLTE man sich nicht abnehmen lassen…
I.M.T.
Inventar
#25 erstellt: 20. Jan 2013, 10:32
Mein ersönliches Beispiel bezüglich objektiver Tests ist:
Die Canton GLE-Serie. Man muss nur mal im Archiv die GLE 407 bis zur 476 lesen. Überraschwender Weise klingen alle immer etwas besser als der Vorgänger (warum auch immer). Doch im Endeffekt lesen sie sich alle gleich. ebenso das Fazit. ich habe die gle 470, nur so am rande. Das wird sich mit der nächsten GLE4?? wohl nicht ändern. So als ob man Strg C dan Strg V
ein bisschen "umtexten" fertig ist der Artikel.
Smoke_Screen
Stammgast
#26 erstellt: 20. Jan 2013, 11:08
Imho ist die deutsche Fachpresse seit der Einstellung von Hifi Stereophonie und
Stereo Exklusiv (die im Großformat) stetig und beständig zu einer uninformativen
und teilweise fehlleitenden Geschichte geworden. Auch Stereo oder Stereoplay
waren vor 25 Jahren um Klassen besser als heute. Wers nicht glaubt sollte mal
in eine Bücherei gehen und sich archivierte alte Exemplare anschauen.
Ich erinnere mich noch gut z.B. an die "psychometrischen" Vergleichstest von
Lautsprechern in der Hifi-Stereophonie oder Test von ganzen Gerätefamilien oder
z.B. dem Artikel in dem ein eingebautes Kaputtgehdatum in CD-Playern von Sony
nachgewiesen und kritisiert wurde.
Sowas gibts heute einfach nicht mehr. Es gibt nur noch supergummigut und
fast supergummigut - auch wenn der letzte Neumüll ist. LOL.


[Beitrag von Smoke_Screen am 20. Jan 2013, 11:10 bearbeitet]
Goodman_
Stammgast
#27 erstellt: 20. Jan 2013, 11:10
Hi (and Fi),
seit ich schon vor vielen Jahren gelesen habe, dass eine LS-Chassis-Beurteilung des gleichen Chassis-Typs in der einen namhaften Fachzeitschrift sehr negativ ausfiel, während dieser Chassis-Typ in einer anderen namhaften Fachzeitung in den höchsten Tönen gelobt wurde. Als noch darauf hingewiesen wurde, dass diese namhaften Fachzeitungen im gleichen Verlag erscheinen, hinterfrage ich so manchen Testbericht (in Fachzeitschrift Nr.2) noch mehr. Übrigens handelte es sich bei dem Chassis um kein No-Name-Produkt, sondern um das Produkt einer Weltmarke.
An anderen Stellen wurde auch schon Zusammenhänge zwischen Anzeigen-Häufigkeit und - Grösse geäußert. Man beurteilt ein Produkt evtl. also wohlwollender... So verstehe ich das wenigstens.
Es wurde hier ja auch schon geäußert, und dem schließe ich mich an, dass die Ergebnisse von Meßgeräten, zweitrangig sind, obwohl jedoch interessant. In meiner vertrauten Umgebung zu Hause und vor meinen LS beurteilt das Gehör, wobei die Klangeindrücke an verschiedenen Tagen durchaus auch verschieden sein können. Hängt davon ab wie ich "drauf bin".
Es könnte deshalb psychologisch durchaus sein, dass ich den gleichen LS an einem anderen Tag auch anders beurteilen würde.

Gruss Blacky


[Beitrag von Goodman_ am 20. Jan 2013, 12:20 bearbeitet]
DJ_Bummbumm
Inventar
#28 erstellt: 20. Jan 2013, 11:12

CarstenO schrieb:
Nach Deinem Post #6 beziehst Du Dich doch gerne mit ein, oder? ;)

Leider nur teilweise, weil meine Erfahrungen nur negativ sind.

Ich habe auf die harte Tour gelernt, dass die Zeitschriftenpropaganda nur die Gehirne vernebelt, weiß aber nicht, wo man bessere Informationen bekommt.

Deshalb wollte ich die "alten hasen" aus der Reserve locken.

BB
KlaWo
Inventar
#29 erstellt: 20. Jan 2013, 11:12
Stimmt.... die sogenannten "Fachzeitschriften" dienen mir eigentlich auch nur noch unterstützenderweise... Und zwar als nicht ernstzunehmende aber doch unterhaltsame und teilweise schon lustige Klolektüre!
anon123
Administrator
#30 erstellt: 20. Jan 2013, 11:36

DJ_Bummbumm schrieb:
Meine Erfahrung:

Wer sich auf Testberichte verlässt, dem steht ein böses Erwachen bevor.

Über meine Lautsprecher stand damals in einer angesehenen Hifi-Zeitung zu lesen:

ein Bestkauf, wie es ihn nur alle Jubeljahre gibt. Einer, der gebraucht teurer werden könnte als neu.

Stand heute: der Restwert ist völlig zusammengekracht.
Ich hätte das Geld auch an den Automaten verfüttern können.

BB

Lautsprecher sind Gebrauchsgegenstände und keine Wertanlagen. Dass es in diesem Fall zu einem "bösen Erwachen" kam, liegt hier aus meiner Sicht eher daran, dass Du Dir diesen kleinen Satz hinter den Spiegel geklemmt und für bare Münze genommen hast, und nicht, weil ein Autor einer Publikumszeitschrift nach einem netten Schlusssatz für seinen Artikel gesucht hat.



Ich habe auf die harte Tour gelernt, dass die Zeitschriftenpropaganda nur die Gehirne vernebelt,

Mein Gott. Das sind Zeitschriften, die sich an ein bestimmtes Publikum wenden, das sich vielleicht informieren will oder sich eben sein Geraffel schönlesen will. Und da schreibt einer, der im besten Fall seine Eindrücke spachlich ausdrückt und im schlimmsten Fall Geschwurbel mit Blick auf die Anzeigenkunden oder die nach Bebauchpinselung suchenden Leser feilbietet.

Das ist keine "Propaganda", das ist das völlig normale Geplapper im Blätterwald der bunten Magazine. Man kann es mit der gesunden Skepsis auch echt übertreiben. Ich würde mich statt dessen mal ein wenig in Medienkompetenz üben.



[Beitrag von anon123 am 20. Jan 2013, 11:43 bearbeitet]
Smoke_Screen
Stammgast
#31 erstellt: 20. Jan 2013, 12:00

anon123 schrieb:

Mein Gott. Das sind Zeitschriften, die sich an ein bestimmtes Publikum wenden, das sich vielleicht informieren will oder sich eben sein Geraffel schönlesen will. Und da schreibt einer, der im besten Fall seine Eindrücke spachlich ausdrückt und im schlimmsten Fall Geschwurbel mit Blick auf die Anzeigenkunden oder die nach Bebauchpinselung suchenden Leser feilbietet.

Das ist keine "Propaganda", das ist das völlig normale Geplapper im Blätterwald der bunten Magazine. Man kann es mit der gesunden Skepsis auch echt übertreiben. Ich würde mich statt dessen mal ein wenig in Medienkompetenz üben.


Aha,es liegt also natürlich am Leser. Entweder ist sie/er zu blöd,inkompetent oder an kognitiver Onanie
interessiert. Gleichzeitig wird der Fachjournalismus komplett ins Feuilleton entschuldigt. Das Publikum
das sich "vielleicht informieren" will bleibt desinformiert und muss sich in Medienkompetenz üben.
Ah ja,klar. Ist doch alles so schön einfach.

kölsche_jung
Inventar
#32 erstellt: 20. Jan 2013, 12:13

Smoke_Screen schrieb:
... der Fachjournalismus ...

sorry, aber was haben die HiFi-werbeblättchen mit Fachjournalismus zu tun ... glaubst du auch, dass ein Waschmittel weißer als weiß wäscht ...

die XQ40 gibt es mW seit 2007 ... 2007 gab es die Möglichkeit sich über die Lachzeitschriften zu informieren ... und wer deren Geblubber - gerade im Hinblick auf zukünftige Wertentwicklungen von Groß-Serienprodukten - ernst nimmt ... ist vielleicht doch ein bischen selber schuld, bzw hat sich selber nicht gut genug informiert ...

wer natürlich das ganze Klanggeschwafel ernst nimmt und nicht hinterfragt, glaubt wahrscheinlich auch, RTL und SAT1 wären Nachrichtensender ... der sollte dann aber tatsächlich - wie Anon sagt - an seiner Medienkompetenz arbeiten
Stuhlfänger
Stammgast
#33 erstellt: 20. Jan 2013, 12:18

Goodman_ schrieb:
seit ich schon vor vielen Jahren gelesen habe, dass eine LS-Chassis-Beurteilung des gleichen Chassis-Typs in der einen namhaften Fachzeitschrift sehr negativ ausfiel, während dieser Chassis-Typ in einer anderen namhaften Fachzeitung in den höchsten Tönen gelobt wurde. Als noch darauf hingewiesen wurde, dass diese namhaften Fachzeitungen im gleichen Verlag erscheinen, hinterfrage ich so manchen Testbericht (in Fachzeitschrift Nr.2) noch mehr


Genau damit das nicht mehr so oft passiert wurde der Exklusiv-Test eingeführt. Da darf man dann schwurbeln bis die Plautze platzt, ohne das da jemand dazwischenfunkt.
anon123
Administrator
#34 erstellt: 20. Jan 2013, 12:19
@Smoke...

Natürlich liegt es (auch) am Leser, und zwar an seiner Erwartungshaltung. Wenn ich die Audio oder die Stereoplay lese, dann weiß ich, dass die sich an eine bestimmte Klientel wenden, und zwar, aus meiner Sicht, an einen geniesserischen, lebensart- und markenoientierten sowie technikaffinen Nutzer, der eben auch gerne liest, dass der Verstäker A mit der tollen Alufront und dem dicken Ringkerntrafo die Musik sauber sortiert und irgendeine Bühne hinstellt, und der insgesamt der dort besprochenen Technik über die schnöde und physikalisch beschreibbare Leistung noch gewisse emotionale Erlebnisse zuschreibt. Wer das dann für objektiv richtig hinnimmt, der hat nicht verstanden, dass sich diese Blätter an ein bestimmtes Publikum richten, weil sie vom Verkauf an dieses Publikum leben und eben auch wohlwollende Unternehmenskunden brauchen, die dann Anzeigen schalten. Wenn ich in der "Auto Motor Sport" einen "Test" über den neuen Golf lese, dann weiß ich, dass mich da eben auch Sachen wie "hängt gut am Gas" und "beschleunigt druckvoll aus dem mittlerem Drehzahlbereich" und "die Sitze geben bei Querbeschleunigung einen guten Seitenhalt" oder sowas erwartet und dass irgendein Öl irgendwie ganz besonders toll ist.

Wer da mit einer Objektivitätserwartung herangeht, der ist schlicht naiv. Und der würde dann wohl auch aus einem Artikel der "Bunten" über die Schwangerschaft von Princess Catherine (oder sowas) eine politische Bedeutung ableiten. Aber genausowenig wie die Audio nicht die c't oder die test ist, so ist die Bunte nicht der Spiegel. Das zu wissen und auf Basis dessen die Beiträge einschätzen zu können, meine ich mit Medienkompetenz.


Gleichzeitig wird der Fachjournalismus komplett ins Feuilleton entschuldigt

Ganz ehrlich: Audio, Stereoplay und Konsorten sind aus meiner Sicht weit eher "Boulevard" als "Fachjournalismus". Man würde dem "Feuilleton" der Zeit oder der SZ oder Vergleichbarem unrecht tun.



[Beitrag von anon123 am 20. Jan 2013, 12:29 bearbeitet]
DJ_Bummbumm
Inventar
#35 erstellt: 20. Jan 2013, 12:31
Leider ist "Medienkompetenz" nicht für jedermann erreichbar.

Auch in diesem Forum gab es schon Diskussionen der Art, wieviele Klangpunkte eine "Welt" seien.

Übrigens dürfte der Genuss des genießerischen Benutzers empfindliche Einbuße erleiden, wenn er sich vor Augen führt, dass das Ganze nur zur Bepinselung seines Bauches aufgeführt wird.
Und was bleibt dann noch von dem Blatt?

Zu meiner Person: nur weil ich jetzt den Schaden habe und dasitze wie Hiob im Misthaufen, bitte ich darum, nicht obendrein noch als "naiv" gebrandmarkt zu werden.

BB


[Beitrag von DJ_Bummbumm am 20. Jan 2013, 12:35 bearbeitet]
anon123
Administrator
#36 erstellt: 20. Jan 2013, 12:57

Übrigens dürfte der Genuss des genießerischen Benutzers empfindliche Einbuße erleiden, wenn er sich vor Augen führt, dass das Ganze nur zur Bepinselung seines Bauches aufgeführt wird.
Und was bleibt dann noch von dem Blatt?

Was bleibt? Eine nette, schöne, sich mit sich selbst beschäftigende Welt, die sich um ein paar Mythen (dicke Alufront und sowas) dreht und die gegentlich nett zu lesende Artikel produziert, die bisweilen Eindrücke wiedergeben und in einem überschauberen Rahmen ein klein wenig die eigene Orientierung unterstützen können. Wen ich dann so einen Artikel in der Audio oder Stereoplay lese, nach dem Verstärker A irgendwelche Klangbilder toll malt, dann beibt für mich: Könnte ein gutes Gerät sein. Und -- ganz ehrlich -- ich freue mich ja, dass mein CD-Player dann doch so viele "Klangpunkte" hat, dass es für die "Oberklasse" reicht. Man will sich ja gut fühlen.


nur weil ich jetzt den Schaden habe und dasitze wie Hiob im Misthaufen, bitte ich darum, nicht obendrein noch als "naiv" gebrandmarkt zu werden.


Wenn Du annimmst, dass Deine XQ40 eine Wertanlage sind und die vielleicht sogar eine Wertsteigerung erfahren, nur weil der Autor eines Publikumsmagazins das so ähnlich geschrieben hat, dann ist das -- ob Du Dich dadurch "gebrandmarkt" fühlst oder nicht -- ganz einfach naiv. Denn nur wegen dieser "Wertannahme" hast Du einen "Schaden". Wenn Du nach Wertanlage oder Wertsteigerung suchst, dann kauf Dir Goldklumpen oder VW-Aktien oder sowas. Wenn Dir hingegen die XQ40, weil sie ganz einfach ein guter Lautsprecher ist, Freude machen und Du damit gut Musik hören kannst, dann ist alles in Ordnung.

Man sollte aber beides nicht miteinander vernischen. Oder sind die KEFs nun auf einmal schlecht und ein klanglicher "Misthaufen", nur weil sie nicht einen erhofften Gebrauchtpreis haben? Mir macht ja mein Rotel-Zeug auch Freude, auch wenn der Hersteller trotz markigem und gegenteiligem Bekunden, nicht per Onlinehändler die Sachen als Schnäppchen zu verticken, später dann doch den Verstärker um die Hälfte und den DVD-Player um ein Drittel versemmelt hat. "Objektiv" macht sich meine windige und billige Blechschachtel von Panasonic klanglich genauso gut wie der Rotel und bildlich sogar besser. Und das "traditionsreiche Familienunternehmen" lässt sein Zeug genauso wie der japanische Massen- und Breitenhersteller in China zusammenlöten. Trotzdem bereiten mir die Rotels beim Hören Spaß, weil sie einfach "schön" sind (solange man nicht hineinschaut) und sie zusammen mit meinen B&Ws "schön" klingen (jedenfalls meine ich, dass sie das tun).



[Beitrag von anon123 am 20. Jan 2013, 13:26 bearbeitet]
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 20. Jan 2013, 13:08
Moin

Das alles ist doch im Prinzip nichts neues, das gleiche Geschwubbel kann man sogar tag täglich in den Foren lesen!
Klar ist nach wie vor, das ein AVR schlechter klingt als ein Stereo Verstärker, diese Meinung wird von der Mehrheit vertreten.
Und was sollen die ganzen elektronischen Helferlein, die verfälschen doch den Klang, nur Pure Direct ist das wirklich wahre.
Ein "High End" DAC katapultiert Gerät XY mit integriertem Wandler natürlich in ganz andere Klangwelten usw. und so fort!
Viele User glauben noch immer daran, was man an den oft hitzig geführten Diskussionen bestimmter Themen erkennen kann.

Daran kann man doch leicht erkennen, das die sogenannten Fachblätter früher und auch noch heute ganze Arbeit leisten.
Allerdings gilt das für viele Branchen, der Mensch ist nun mal leicht zu beeinflussen und das wird halt gerne ausgenutzt!

Aber es gibt Lsp. und auch Elektronik die in gewisser weise eine Wertsteigerung erfahren haben, wie ich selbst schon erkennen musste.
Eine Infinity Kappa 9a oder Nakamichi PA7E II kosten heute mehr, als ich vor über 15 Jahren dafür bezahlt bzw. wie ich sie verkauft habe.

Saludos
Glenn
Don_Tomaso
Inventar
#38 erstellt: 20. Jan 2013, 13:20

DJ_Bummbumm schrieb:
...

Zu meiner Person: nur weil ich jetzt den Schaden habe und dasitze wie Hiob im Misthaufen, bitte ich darum, nicht obendrein noch als "naiv" gebrandmarkt zu werden.

BB

Welchen "Schaden" hast du denn erlitten? Du hast einen Betrag X gegen ein Produkt Y getauscht, nur weil du geglaubt hast, das Produkt Y aus den Lifestyle-Consumer-Luxus-Bereich (jeder LS oberhalb von 50,- Euro ist Luxus ) werde einen Wertzuwachs erfahren? Ehrlich? Nicht weil das einfach gute LS sind, mit denen die das Musikhören Spass macht?
Na gut, dann hast du wirklich einen Schaden erlitten, aber eben, weil das naiv ist. Selbst wenn ich mit einen Goldbarren kaufe, weil der Experte XY erzählt, Gold werde in Zukunft noch viiieel wertvoller, bin ich, in gewissem Rahmen, naiv, und zwar, weil ich diesem "Experten" zutraue, verlässliche Aussagen über zukünftige Ereignisse zu machen.
In diesem Falle bleibt dir wohl nur die Spruchweisheit, das wer den Schaden hat, für den Spott nicht zu sorgen müsse.
Aber mal anders herum: Sind die LS denn so mies? Die reinsten Misthaufen? Echt? Nicht probegehört? Oder sind das vielleicht ganz feine Dinger, mit denen du viel Spass haben kannst? Wenn ja, wo ist dann der Schaden?
DJ_Bummbumm
Inventar
#39 erstellt: 20. Jan 2013, 13:30
Bitte die Kirche im Dorf lassen.
Ich habe ja nicht geschrieben, dass die XQ40 meine Altervorsorge darstellen und ich jetzt vor dem Ruin stehe.

Die LS klingen gut und sehen gut aus.
Dennoch gibt es einige Pferdefüße (z.B. Wertverfall), die mit der heilen Welt der Testberichte nicht viel zu tun haben.

Mehr wollte ich gar nicht sagen.

BB
Pufftrompeter
Gesperrt
#40 erstellt: 20. Jan 2013, 13:45

nur weil ich jetzt den Schaden habe und dasitze wie Hiob im Misthaufen

Wie naiv kann man denn sein?

Die St. Pauli-Nachrichten und der Hustler sind ebensowenig eine Fachzeitschrift wie die StereoAudioHifiSchwurbelblaetter .

Das ist simpel gemachte Unterhaltungspresse, nichts mehr. Fachzeitschriften erkannt man daran, dass man als Fachfremder nicht mal die Ueberschriften versteht ... und dass sie nicht am Proleten-Kiosk neben den Onaniervorlagen verkauft werden.

Dass man (wie ich auch in den 80ern - direkt nach dem Yps) als 15-Jahriger darauf abfaehrt, ist bestimmt OK, aber als Erwachsener sollte man sich sowohl vom Penthouse als auch von der Stereoplay emanzipieren ... das Internet bietet doch wahrhaft Moeglichkeiten genug, sich ueber den durchschnittlichen Wertverfall eines Elektronikartikels zu informieren.

Die totsicheren Anlagetipps jeenfalls werden kaum in einer massenhaft vertriebenen Zeitschrift veroeffentlicht .

Carsten
Smoke_Screen
Stammgast
#41 erstellt: 20. Jan 2013, 13:49

kölsche_jung schrieb:

Smoke_Screen schrieb:
... der Fachjournalismus ...

sorry, aber ...


Sorry,aber hast du mein erstes posting in diesem Thread gelesen ? Dann weisst du
aus welcher Ecke ich komme.
Smoke_Screen
Stammgast
#42 erstellt: 20. Jan 2013, 14:00

DJ_Bummbumm schrieb:

Dennoch gibt es einige Pferdefüße (z.B. Wertverfall), die mit der heilen Welt der Testberichte nicht viel zu tun haben.


Dir ist schon klar das jeder Konsumartikel - und nicht anderes ist das hier - ihren ersten kräftigen
Wertverfall im Moment des Kaufes haben ? In dem Moment wird nämlich der Wert vom Kaufpreis
auf den Zeitwert reduziert.
In zwanzig oder dreißig Jahren kann man sich dann über den Sammelwert unterhalten.
Markus_Pajonk
Gesperrt
#43 erstellt: 20. Jan 2013, 14:10

KlaWo schrieb:
Viel wichtiger und ernstzunehmender finde ich die Meinungen unterschiedlicher Endverbraucher zB. hier oder in anderen Foren.


Du weisst aber schon das es Agenturen gibt die Rezensionen "verkaufen" oder es auch Meinungsmache in Foren gibt? Denn es geht um viel Geld. Deshalb bin ich ja für Transparenzregeln die es hier (in meinenAugen) ein bisschen zu naiv streng und stellenweise mit Doppelmoral auch im Forum gibt.

Du hättest IMHO noch mehr Recht wenn viele nach dem Kauf sich noch weiterhin hier beteiligen würden und/oder zumindest ein Fazi ihrer Beweggründe online stellen. Der grösste Teil möchte "schnelle Hilfe" und verabschiedet sich wortlos wieder aus einem Forum. Das ist eigentlich sehr schade. Liegt aber in der Natur der Sache.

Interessanterweise schauen diese Leute auch nur wieder in ein Forum, wenn sie grad wieder Infos brauchen, erzählen aber vielen das man dort kostenlose Hilfe bekommen hat und es toll sei. Aber man weiss nicht wirklich ob sich nach Jahren/Monaten etwas positiv/negativ getan hat. Ebenso bei Hifizeitschriften. Viele schauen seit Jahren nicht mehr rein, behalten aber ihr Vorurteil. Egal ob positiv oder negativ.

Denn Einstein hatte mit seiner Aussage "Es ist einfacher ein Atom zu spalten als ein Vorurteil"

Ich würde mich über deutlich mehr vorurteilsfreie Herangehensweise von vielen freuen. Im Alltag, hier, oder mit der Presselandschaft.
Hüb'
Inventar
#44 erstellt: 20. Jan 2013, 14:19
Ach Markus, dass es Dir wichtig ist, dass die grundlegende Glaubwürdigkeit eines der primären Werbekanäle der Hifi-Szene aufrecht erhalten wird, liegt in der Natur der Sache Deines Jobs begründet.
Ich möchte das an dieser Stelle nur noch einmal unterstreichen, damit man Deine Beiträge auch richtig einordnen kann.

Grüße
Frank
Zim81
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 20. Jan 2013, 14:41
Du sagst es.
Markus_Pajonk
Gesperrt
#46 erstellt: 20. Jan 2013, 14:47

Hüb' schrieb:
Ach Markus, dass es Dir wichtig ist, dass die grundlegende Glaubwürdigkeit eines der primären Werbekanäle der Hifi-Szene aufrecht erhalten wird, liegt in der Natur der Sache Deines Jobs begründet.
Ich möchte das an dieser Stelle nur noch einmal unterstreichen, damit man Deine Beiträge auch richtig einordnen kann.

Grüße
Frank
:prost


Ich würde mich ebenso freuen wenn ein Online-Medium das in Konkurrenz zu Print-Medien um das selbe Thema (Hifi) steht die Moderatoren (freiwillige Mitarbeiter für das Unternehmen, das sich durch Werbung in der Hifi-Szene finanziert) dieses auch so bennenen. Denn das vielleicht die K&K GmbH von einem pauschelen! Printmedien-Bashing profitieren kann sollte auch nicht verschwiegen werden.

Im übrigen sprach icht nicht von einer grundlegenden Glaubwürdigkeit. Das ist deine persönliche Interpretation das ich sagte vorurteilsfreie Herangehensweise.
CarstenO
Inventar
#47 erstellt: 20. Jan 2013, 14:49

Markus_Pajonk schrieb:
Ich würde mich ebenso freuen wenn ein Online-Medium das in Konkurrenz zu Print-Medien um das selbe Thema (Hifi) steht die Moderatoren (freiwillige Mitarbeiter für das Unternehmen, das sich durch Werbung in der Hifi-Szene finanziert) dieses auch so bennenen.


Vielen Dank, Markus!
GlennFresh
Hat sich gelöscht
#48 erstellt: 20. Jan 2013, 14:52
....und wie immer werden solche Diskussionen emotional und nicht rational geführt!

Ich bin jedenfalls der Meinung das an beiden Aussagen etwas dran ist!

Saludos
Glenn
Hüb'
Inventar
#49 erstellt: 20. Jan 2013, 14:53
Hallo Markus,

es sollte klar sein, dass mein Beitrag eine persönliche Meinungsäußerung des Users ""Hüb'" war.

Im übrigen sprach icht nicht von einer grundlegenden Glaubwürdigkeit.

Das habe ich auch nicht geschrieben, siehe oben.

freiwillige Mitarbeiter

Damit bringst Du es ja gut auf den Punkt: ein Mod, der (als User wohlgemerkt!) schreibt, in den Hifi-Blättchen stünde quark, hat persönlich natürlich SEHR VIEL davon, wenn die ganzen Murks-Blättchen-Leser ihre Abos kündigen und sich hier als Nutzer registrieren, da hast Du schon Recht.

Grüße
Frank
-der private User-


[Beitrag von Hüb' am 21. Jan 2013, 08:35 bearbeitet]
anon123
Administrator
#50 erstellt: 20. Jan 2013, 14:56




Zim81
Hat sich gelöscht
#51 erstellt: 20. Jan 2013, 14:59
@Markus: Was erhoffst du dir als gewerblicher Teilnehmer denn von deiner Mitgliedschaft hier im Forum?

Warum sollte das Forum von Zeitschriften Bashing profitieren, wenn die Zeitschriften ja ernstahft testen würden und nicht nur rumschwurbeln würden und klar Position beziehen würden, wenn Produkte Probleme machen, dann würden diese wohl kaum verrissen werden, es könnte sogar passieren, das sich einige ehemalige Leser wieder zuwenden würden (meine Meinung).

Solange aber durch diese so ein Stuss wie Verstärkerklang, CDP-Klang etc. propagiert wird, finde ich es sehr wohl das genau dieses hier angeprangert wird.

Die Frechheit schlechthin finde ich beispielsweise, das NAD durch die Bank weg absolut beschissen in der Lautstärkeregelung fernzubedienen ist, das wird in keinem einizigen Test erwähnt, Trafobrummen des Musical Fidelity A 5.5 mit der gleichen Problematik seitens Fernbedienbarkeit eben so wenig.

Sowas nervt einfach nur un sollte auch genau so benannt werden.


[Beitrag von Zim81 am 20. Jan 2013, 15:01 bearbeitet]
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