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Der Allgemeine STAX Thread

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zuglufttier
Inventar
#2971 erstellt: 11. Apr 2017, 17:32
Da ist die Röhre ja auch im Spiel, von daher möchte ich dein Erlebnis gerne glauben
Ahbehzäh
Stammgast
#2972 erstellt: 11. Apr 2017, 17:58
Moin,
danke allen für die wertvollen Einsichten und Überlegungen.
Hier meine

- zum Verstärkungsfaktor: Der 252S übersteuert rein rechnerisch ab 15:00 bei Vollaussteuerung aus meinen DAC - 2 V Rms max.. Daher brauch ich bei dem DAC theoretisch nicht mehr als 43 dB Verstärkungsfaktor für 280 V RMS. Der Rest ist als Headroom nice to have, mir persönlich ist aber egal ob nun 11 oder 17 dB übrig sind. Ein höherer Verstärkungsfaktor verringert für mich nur den sinnvoll einsetzbaren Potibereich (ich würde gerne Gleichlaufschwankungszweifeln gegenwirken und ab 10/11 Uhr hören).

- zur Anstiegsrate: hier ist auch ein Rechner bei:
http://www.radio-ele...lifier-slew-rate.php.
Wenn man ganz brutal ist und sagt ich will 20 kHz bei Vollaussteuerung mit nem Monsteramp, also 1400 oder gar 2000 V Spitze zu Spitze, gibt das 175 oder gar 250 V pro Mikrosekunde notwendige Anstiegsrate.
In der Praxis mit Musiksignalen ist mehr als 6 kHz bei Vollaussteuerung quatsch, jedenfalls kann man das gut argumentieren - mehr dazu unter https://www.head-cas...atic-headphone-amps/.
Für Zeem's zitierte 60 V RMS - also rechnerisch etwa 95 dB Lautstärke - braucht man für 20 kHz eine Anstiegsrate von ca. 21 Volt pro Mikrosekunde, begnügt man sich pragmatisch mit Vollaussteuerung nur bis 6 kHz braucht man sogar nur knapp etwa 6,5 Volt pro Mikrosekunde.

Mal unterstellt, dass der SRM-252S tatsächlich linear bis 40 V RMS, also 112 V Spitze zu Spitze bis rauf zu 35 kHz sauber schafft wie von Stax angegeben, bedeutet das eine Anstiegsrate von etwas über 24 Volt pro Mikrosekunde.

Wie weit kommt man damit? Wenn man sich mit realistischeren 6 kHz Vollaussteuerung begnügt, reicht das für saubere 660 Volt peak to peak, also ca. 230 V RMS bzw. ca. 107 dB.

Fazit: Anstiegsratentechnisch - eventuell ist bei den Rechnungen oben auch jeweils ein Faktor 2 zu viel, die nötige Anstiegsrate also nur die Hälfte - sollte selbst beim SRM-252S, sehr konservativ betrachtet, bis etwa 100 dB nichts anbrennen. Für meine Zwecke völlig ausreichend.

Bleibt die Energiefrage, mangels weiterer theoretischer Einsichten oder Messequipment mit einem simplen Experiment unterlegt - Vollaussteuerung am DAC und http://www.szynalski.com/tone-generator/: von außen hörbares Verzerren schon bei 13:30 Uhr bei 440 Hz, dito bei 70 Hz, 50 Hz und 35 Hz und 17 Hz. Verstärkungsfaktor dürfte etwas höher sein als angegeben ;-) ...
Proportionale Verschiebung des Phänomens bei Absenkung der Lautstärke am PC und Lauterdrehen am Poti, am DAC liegts also definitv nicht. Außerdem fluktuiert um 50 Hz herum bei Vollaussteuerung schon um 12 Uhr manchmal die Lautstärke - ist das, was Du mit "Membranflattern" meintest, Papa San? Fluktuieren ist nicht konstant reproduzierbar.
Wichtiger aber: die Klangqualität des Restes (parallel abgespieltes Musiksignal) leidet klar bei zugeschaltetem Tongenerator für sehr laute Basstöne. Sinus-Basstöne auf fast Vollaussteuerung und daneben ein vernünftiges Musiksignal packt der Amp schon bei 12 Uhr nicht mehr in diskutabler Form. In den Mitten kann mans nicht rausfinden, dort ist entweder das Musiksignal zu leise oder der Tongenerator viel zu laut, in hörbaren Bereichen keine Verschlechterung feststellbar.
Es spricht also viel dafür, dass die postulierte Bassschwäche tatsächlich existiert, wobei hier die Frage ist, wie relevant das bei den von mir gehörten leisen Lautstärken mit einem praktisch vorkommenden Musiksignal ist. Bei 10 bis 11 Uhr sind auch bei Vollaussteuerung des Bassignals beim flüchtigen Reinhören kein Qualitätseinbußen feststellbar.
Womit fest steht: für EDM mit krassen Subbässen auf Clublautstärke sowie laut gehörte Orgelkonzerte an Großinstrumenten ist der Kleine definitiv nichts. Für leises Nebenbeigedudel auf ordentlichem Nivoh, das auch noch erfreut, wenn man sehr intensiv hinhört, aber sehr wohl ;-)...
ZeeeM
Inventar
#2973 erstellt: 11. Apr 2017, 19:39
Ich habe zum Bleistift mit dem kleinen 212er es geschafft mit recht bassreicher Musik die Membran zum kleben zu bringen.
Alle Tricks haben nix geholfen außer 1 Jahr liegen lassen. Bass können Staxe ja und seit dem mit dem Lambda Pro der Pro-Bias kam und die Abstände vergrößert wurden, sind auch klirrarm > 100dB bei 20Hz kein Problem.
Der Amp muss das aber liefern können.
Ich fürchte den kleinen Amps geht da schnell die Luft aus.
Was ich nicht ganz verstehe ist, wie im Bass ein E-Stat höhere Ströme abfordert. Tut er das aber wirklich? Zwar wird mehr Luft bewegt, die aber mit einer geringeren Schnelle. Wenn ich im Wasser ein Brett hin- und her bewege, dann ist das langsam mit großer Amplitude einfacher als schnell mit kleiner Amplitude.
Bei einem E-Staten fließt über die Membran selber kein Strom. da sitzt nur hochohmig eingespeist ne Ladung drauf.
Die beiden Statoren aber bilden einen Kondensator mit Luftdielekrikum von einigen zig Picofarad. Ca. 140 sind es bei den Lambdas incl. des Kabel. Leistung müsste daher eher im Hochtonbereich abgefordert werden und wenn es da eng wird, dann wird sich das eher bemerkbar machen da in dem Bereich der Hörsinn in Sachen nichtlinearer Verzerrungen sensibler ist.


[Beitrag von ZeeeM am 11. Apr 2017, 19:48 bearbeitet]
Ahbehzäh
Stammgast
#2974 erstellt: 12. Apr 2017, 15:09
Wie sagt es Axel Grell:
„Bei elektrostatischen Kopfhörern wird der Großteil der Verstärkerleistung dazu aufgewendet, das Kabel zwischen Kopfhörer und Röhrenverstärker umzuladen. Für die tatsächliche Schallerzeugung bleibt so nur etwa ein Drittel der erzeugten Leistung“.
Aber mal ab von Sennheiser-Texten und den Feinheiten von Picofaraday, Megaohm, Milliampere etc - die mein physikalisches Wissen leider übersteigen, zurück zum simplen Bauernverstand:

Wenn sich Musik statistisch dem Rosa Rauschen annähert, wie so vieles auf dieser Welt, dann folgt daraus ein Abfall von 3 dB/Oktave. Über 8 bis 10 Oktaven gesehen (je nach individuellem Hörvermögen), ergibt sich ein vom tiefsten Bass bis zu den höchsten Höhen um 24 bis 30 dB fallender Bedarf. Der oben zitierte Thread auf Headcase postuliert ab 6 kHz sogar einen Abfall um 6 dB/Oktave (nur so wird aus Geräusch Musik - vgl auch den Verlauf der Lästigkeitsgrenze in http://www.mu-sig.de/Theorie/Akustik/grafik/19-1.gif ...). Das ergibt nochmal etwa 6 dB weniger Bedarf in den höchsten Höhen, wenn man nicht gerade auf highendiges Fledermauserschrecken im Ultraschallbereich abzielt.

Fletcher/Munson etc verfeinern das Bild vor allem im Bass etwas - aber auch danach wir sind bei einem Mehrbedarf im Bass von 20 bis 40 dB oder mehr gegenüber 3-5 kHz für gleiche Lautheit, also Faktor 10 bis Faktor 100 oder mehr.

Also kommen wir auch bei Kopfhörern nicht um das übliche Audio-Problem herum, mit dem wir aber im Kopfhörerparadies mit unseren zumeist Ein-Weg-Systemen vergleichsweise weniger geplagt sind als der Rest der Hifi- und Studio-Welt, wo eine glaubhafte untere Rumpel-Oktave von 15-30 oder 20-40 Hz den Löwenanteil des Budgets verschlingen kann, wenn man sich nicht dankend (mangels musikalischer Bedeutung und angesichts problematischer Raum-Interaktionen, Nachbarn, Statik etc) von ihr trennt...

Und nun zurück zu den Elektrostaten: die könnten eben ein Grenzfall für Einwegsysteme im Bassbereich sein... und die Rückkehr glaubhaften Rumpelns Monsteramps erfordern...

aber noch besser wäre, wenn das mal jemand ausrechnet, der's kann...
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