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Neues System bis 120€ für Rock

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Autor
Beitrag
Stromgitarre
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Aug 2008, 17:31
Moin moin,

ich möchte mich in Punkto Analog-Sound verbessern.
Momentan betreibe ich einen Technics Technics SL-B3 mit Orginalsystem (Technics 270C) an einem Yamaha A-520 mit Klipsch RF-62.
Klingt für mich schon ganz gut, aber Verbesserung ist sicherlich möglich. Das System soll in einem Dual CS-1246 und der oben genannten Anlage zum Einsatz kommen.
Musikrichtung ist zu 98% "erdiger" Rock von Deep Purple, Thin Lizzy bis zu Hellacopters, ein bischen Metal ala Maiden und auch mal Alternative wie Foo Fighters, Temple of the Dog oder Stone Temple Pilots. Alles in alle also eher "Stromgitarrenmusik"
Da ich den Amp in nächster Zeit nicht austauschen werde, sollte es ein MM-System sein.
Vom Ortofon VM Red habe ich schon Gutes gelesen und vom Denon DL-110 ebenfalls.
Ich habe über die Forensuche schon einige Beiträge in dieser Richtung gefunden, aber meist für deutlich höherwertige Plattenspieler, als ich einen besitze (glaube ich) - also sowas wie ein 1210er Technics, etc.

Vielen Dank für Eure Erfahrungen und Meinungen


[Beitrag von Stromgitarre am 19. Aug 2008, 07:41 bearbeitet]
anderl1962
Stammgast
#2 erstellt: 18. Aug 2008, 20:20
Hallo,

ich werf dann mal das Shure M97xE ins Rennen. Mußt mal danach googeln, gibts so ab 80 €. weiß allerdings nicht was für ein Tonarm ( leicht, mittelschwer oder schwer ) bei deinem Dreher verbaut ist. Aber da kommen sicher noch Tipps.

Gruß
Andreas
SirVival
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 18. Aug 2008, 20:40
Hi,

das M97 ist viel zu weich im Klang. Ich empfehle das Denon DL 103, da geht bei Rock und Pop so richtig die Post ab. Aber da es ja ein MM sein sollte, liegst du mit dem VM red auf keinen Fall schlecht.

Gruß
Stromgitarre
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 19. Aug 2008, 07:45
öhm...*knirsch* ich bin gerade nicht zu Hause, aber lt. HiFi-Wiki hat mein Amp (Yamaha A-520) ja einen MC-Eingang.
Also würde das Denon DL-103 auch in Frage kommen.
Dieses System gibt es ja schon ziemlich lange, scheint also nicht das schlechteste zu sein.
Manfred_Kaufmann
Inventar
#5 erstellt: 19. Aug 2008, 08:10
Das DL103 braucht aber einen relativ schweren Arm. Wieviel eff. Masse hat der Tonarm Deines Technics?
ruedi01
Gesperrt
#6 erstellt: 19. Aug 2008, 08:35
Das System soll ja für einen Dual CS 1246 sein und der hat m.W. einen leichten Arm. Also sollte das Denon - es ist eher für mittelschwere und schwere Arme - aus dem Rennen sein.

Auch das VM red ist eher für mittelschwere Arme, könnte aber noch passen. Klanglich ist es für den Preis sicher kaum zu schlagen.

Knackig und frisch, also für diese Art von Musik bestens geeignet, dabei auch noch tonal recht ausgewogen, soll das Ortofon Ortofon OM 10 bzw. 20 Super sein. Das sollte an den Dual Tonarm gut passen.

Gruß

RD
MikeDo
Inventar
#7 erstellt: 19. Aug 2008, 10:33

Dieses System gibt es ja schon ziemlich lange, scheint also nicht das schlechteste zu sein.


Sozusagen.

Was ist denn für ein Arm installiert? Welche eff. Masse hat dieser?
Spontan fiel mir auch das Denon DL 103 ein.
Sicher, rein rechnerisch braucht das Denon DL 103 einen schweren Arm, weil es angeblich eine Compliance von 5 x 10-6 cm/Dyne hat. Aber, wie auch andere mit Testschallplatte festgestellt haben, hat das DL 103 aber eher eine Compliance von 10.

Für Rock ist es in diesem Preissegment der Burner! - Wenn es denn passt.


ruedi01
Gesperrt
#8 erstellt: 19. Aug 2008, 11:02
...auf die Herstellerangabe zur Nadelnachgiebigkeit kann man sich also nicht (immer) verlassen?!?

Gruß

RD
Stromgitarre
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 19. Aug 2008, 12:21
Hallo und danke erstmal für die Antworten!

Das Gewicht des Tonarms konnte ich bis jetzt nicht ermitteln,
"gefühlt" ist der Arm nicht sonderlich schwer.
Stromgitarre
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 19. Aug 2008, 12:52

Yorck schrieb:
http://www.jvanschaikconsultancy.nl/naald.html

Hier kannst Du ein Schnäppchen machen.

Scroll mal zum

Nagaoka JT511 BE System (ellyptisch).

Kostet 29,00 Euro und ist so gut wie ein Top MM.
Miss es mal durch und Du staunst dass es namhafte High End Wunderteile
von heute z.B. von Goldring hinter sich lässt!
Zum fast gratis Preis!

Dieses ist die audiophile high compliance Version des bekannten ebenfalls klanglich an schweren Armen exzellenten DJ Nagaoka JT511.

Ein wahnsinnig gut klingendes MM System, das fast verschenkt wird.

Liegt nur daran, dass die Maschinen für die Produktion dieses feinen Japan-Teils seit den 80ern abgeschrieben sind---deshalb günstig, sonst wäre das heute High End zum High End Preis.

Beste Grüße

Dirk


Oh, also günstig ist es ja. Hab Von dieser Marke noch nie etwas gehört. Ein Geheimtipp?!
Stromgitarre
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 19. Aug 2008, 14:21
Hört sich ja wirklich sehr interessant an!
Werde mal nach Bezugsquellen in D schauen - schade, dass die Umsetzung des Probehörens von Systemen etwas "schwierig" ist, aber bei 30€ kann man ja fast einen Blindschuss wagen
Yorck
Gesperrt
#14 erstellt: 19. Aug 2008, 14:40
Joo 30 Ocken ist mehr als fair!

Ich glaube der Holländer van Schalck hat alle alten Bestände aufgekauft.
Dem kann man aber trauen ich habe da ja auch gekauft.
Der liefert prompt und ist recht billig.

Bei Conrad gibts nur das Nagaoka / Tonar JT511 DJ Blau das aber ist zu hart für den DUAL. Das passt zu schweren Armen sehr gut wie Japan- S Arme.

Du könntest natürlich das kaufen und dann Dir die gelbe Nadel noch eizeln besorgen, die kannst Du ganz normal tauschen, weil die Systemcorpi gleich sind, das aber kostet dann aber 30 ocken Extra, denn die Nadel kostet so viel. Ist aber ne gute die Gelbe weiche ellyptische 511 Nadel!

Die ganze JT511 Serie ist ihr Geld wert und klingt schön spritzig frisch.
Für Rock sehr gut! Das macht Laune! Pop & Jazz kommt auch gut damit.
Für weiträumige Klassik kann man sich streiten, da ist wohl das Shure V15 etwas feiner und breiter im Raum, aber Klassik ist ja nicht gerade das was Du hören willst.

beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 19. Aug 2008, 14:46 bearbeitet]
Stromgitarre
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 19. Aug 2008, 14:59
Ich höre mir die Soundfiles nachher man.
Yorck
Gesperrt
#16 erstellt: 19. Aug 2008, 15:38
Ja nimm aber am besten gute Kopfhörer oder spiels Dir auf den Home Music Server...PC Boxen klingen alle gleich schlecht

Beste Grüße
Dirk
Hörbert
Moderator
#17 erstellt: 19. Aug 2008, 16:03
Hallo!

@Stromgitarre

Ich denke mal mit einem VM-red oder auch einem 2M-blue von Ortofon liegst du schon mal richtig. Zumal man beide Systeme bei Bedarf auch noch mit den Höherwertigen Abtastnadeln der Serien VM und 2M nachträglich ausrüsten kann. An sich ist dein derzeitiges Technics EPC 270C schon ein recht gutes System für das es leider ja nur noch Nadelnachbauten gibt. Allerdings kannst du das baugleiche Nagaoka 321 BE noch erwerben. http://www.hifi-phon...ehmer---499_795.html Eventuell wäre das ja auch eine Alternative zu Yorks JT511 das auch über Conrad als D-j-System zu beziehen ist.

MFG Günther
Der_Imperator
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 19. Aug 2008, 16:58
Hallo zusammen...

Bin hier eben drauf aufmerksam geworden, suche auch ein neues system (für einen Dual 1224) und hab die gleichen musikalischen "anforderungen" wie Stromgitarre...

dieses JT511 BE klingt da wirklich interessant... was nimmt der van Schalck für den Versand nach deutschland? (@Yorck)

MFG
Stromgitarre
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 19. Aug 2008, 17:00

Der_Imperator schrieb:
Hallo zusammen...

Bin hier eben drauf aufmerksam geworden, suche auch ein neues system (für einen Dual 1224) und hab die gleichen musikalischen "anforderungen" wie Stromgitarre...

dieses JT511 BE klingt da wirklich interessant... was nimmt der van Schalck für den Versand nach deutschland? (@Yorck)

MFG


Habe vorhin angefragt - wenn ich Nachricht habe, sage ich Bescheid!
Stromgitarre
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 19. Aug 2008, 17:30

Yorck schrieb:
Ja nimm aber am besten gute Kopfhörer oder spiels Dir auf den Home Music Server...PC Boxen klingen alle gleich schlecht

Beste Grüße
Dirk


Habs mir angehört über einen Sennheiser HD 497 und einen kleinen Nippon Micro-Verstärker. Ich höre keinen Unterschied - bin auch total platt von der Arbeit, aber auch bekennendermaßen kein hochdifizil veranlagter Hörer.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 19. Aug 2008, 17:42
Moin,

hier gibt es das System auch:

http://www.williamth...173-182_p3431_x2.htm

Hat das Nagaoka 555 schon mal jemand gehört?

Wäre eine Alternative zu den teureren.
(wenn´s was taugt)

http://www.williamth...173-182_p3318_x2.htm

"Nude Shibata" hört sich interessant an.

Vielleicht ein Ersatz für das V15III?

Gruss, Jens
wodim
Gesperrt
#22 erstellt: 19. Aug 2008, 17:42
Hm, hm...

Also wenn ich das so lese - da bin ich doch nach wie vor mit meinem Ziphona MA 224 voll zufrieden. Vor allem, weil ich die guten alten Vinylscheiben höchstens einmal auflege, und dann hab' ich's als Dateien. Die ich im Sound beliebig nachbearbeiten kann, und die sich nicht abnutzen können.

Peesenantrieb, Automatik (mal legt die Platte auf, drückt "33" oder "45", alles andere macht er selber. Aber rein mechanisch). Abtaster? Keramisches System (besonders geeignet für zentralgeheizte Räume mit entsprechend "trockener" Luft) und Diamantnadel. Schwerer Arm? Der ist so leicht, dass die Nadel gerade nicht aus der Rille hupft, auch wenn die Platte einen leichten Schlag hat. Alles andere wäre nur verschleißfördernd. Und ob ich genau diese Nadel noch mal irgendwo auftreiben könnte, ist fraglich.

Übrigens: Rock stellt nach wie vor die geringsten Amsprüche an die gesamte Tontechnik, speziell an solche, wo noch Mechanik drin ist, wie eben Plattenspieler (Stichwort: Gleichlauf). Spiele mal ein Klavier- oder noch besser Orgelkonzert auf so einem Teil ab, dann weißt du, was es wert ist.


[Beitrag von wodim am 19. Aug 2008, 17:43 bearbeitet]
lini
Inventar
#23 erstellt: 19. Aug 2008, 19:48

ruedi01 schrieb:
...auf die Herstellerangabe zur Nadelnachgiebigkeit kann man sich also nicht (immer) verlassen?!? :(


Eigentlich schon. Aber wie bei so vielen technischen Daten kommt's auch bei der Compliance auf die Messnorm an: Speziell japanische Hersteller wie Audio Technica und Denon spezifizieren die dynamische Compliance gerne für 100 Hz statt der sonst üblichen 10 Hz. Nach in der Praxis gut funktionierender Faustregel liegt der 10-Hz-Wert ungefähr beim Doppelten eines solchen 100-Hz-Wertes.

Achja, und die effektive Tonarmmasse bei 'nem 1246 liegt bei 12g (bzw. 18 g mit serienmäßigem Dual/AT DMS242E).

Grüße aus München!

Manfred / lini
wodim
Gesperrt
#24 erstellt: 19. Aug 2008, 20:14
Hm, kläre mich mal einer auf: Was versteht man unter Compliance, speziell unter dynamischer (aber 100 Hz ist für den Audiobereich sowieso jenseits von Gut und Böse )?

Ich kann mich halt nur an konkrete Normen erinnern, die international galten - sonst hätte sich ja eine Platte meinetwegen von Ariola nie auf einem DDR - Gerät abspielen lassen.
ruedi01
Gesperrt
#25 erstellt: 20. Aug 2008, 07:16
lini schrieb:


Eigentlich schon. Aber wie bei so vielen technischen Daten kommt's auch bei der Compliance auf die Messnorm an: Speziell japanische Hersteller wie Audio Technica und Denon spezifizieren die dynamische Compliance gerne für 100 Hz statt der sonst üblichen 10 Hz. Nach in der Praxis gut funktionierender Faustregel liegt der 10-Hz-Wert ungefähr beim Doppelten eines solchen 100-Hz-Wertes.


Wusste nicht, dass die Nadelnachgiebigkeit eine Größe ist, die von der Abtastfrequenz abhängig ist. Da es sich ja um einen rein mechanischen Wert handelt, sollte sowas doch keine (entscheidende) Rolle spielen ?

Gibt es dazu Informationen (Messnormen)?


Achja, und die effektive Tonarmmasse bei 'nem 1246 liegt bei 12g (bzw. 18 g mit serienmäßigem Dual/AT DMS242E).


Dann hätte der Dual einen mittelschweren Arm. Was ich kaum glauben kann, da Dual seit den 70ern bekannt für leichte Tonarme ist. Ich habe allerdings zur Tonarmmasse des 1246er keine genauen Zahlen und Daten gefunden. Hast Du genaue Informationen?

wodim schrieb:


Ich kann mich halt nur an konkrete Normen erinnern, die international galten - sonst hätte sich ja eine Platte meinetwegen von Ariola nie auf einem DDR - Gerät abspielen lassen.


Das hat nichts mit der Platte an sich zu tun. Heir gilt die RIAA-Norm. So viel ich weiß weltweit.

Bei der Nadelnachgiebigkeit handelt es sich aber um eine Größe des Tonabnehmers, der in Verbindung mit dem jeweils verwendeten Tonarm von Bedeutung ist, mit der Platte hat das nichts weiter zu tun. Die Nadel des TAs bildet in Verbindung mit dem Tonarm ein Massenträgheitssystem. So ähnlich, wie das Fahrwerk eines Autos. Ein leichtes Auto braucht auch eine ganz andere Dämpfung, als ein schweres. Sonst hüpft es entweder von der Straße oder es fährt sich Knüppel hart.

Eine große Tonarmmasse braucht Abtaster mit geringer Nadelnachgiebigkeit (steifer). Umgekehrt bei leichten Tonarmen.

Gruß

RD


[Beitrag von ruedi01 am 20. Aug 2008, 07:18 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#26 erstellt: 20. Aug 2008, 07:29
Hallo,

@wodim: Dynamische Compliance ist die Nadelnachgiebigkeit bei einer bestimmten Schwingfrequenz, z.B. 100Hz. Diese wird durch die Eigenschaften des Dämpfergummis im Tonabnehmer von der statischen Nachgiebigkeit oder von der dynamischen Nachgiebigkeit einer anderen Frequenz abweichen. Ich glaube mich erinnern zu können, dass Gummi bei höheren Frequenzen immer mehr erhärtet. Und 100Hz kommen, denke ich, schon häufiger bei der Musik vor (Bässe).


wodim schrieb:
Hm, hm...

Also wenn ich das so lese - da bin ich doch nach wie vor mit meinem Ziphona MA 224 voll zufrieden. Vor allem, weil ich die guten alten Vinylscheiben höchstens einmal auflege, und dann hab' ich's als Dateien. Die ich im Sound beliebig nachbearbeiten kann, und die sich nicht abnutzen können.

Peesenantrieb, Automatik (mal legt die Platte auf, drückt "33" oder "45", alles andere macht er selber. Aber rein mechanisch). Abtaster? Keramisches System (besonders geeignet für zentralgeheizte Räume mit entsprechend "trockener" Luft) und Diamantnadel. Schwerer Arm? Der ist so leicht, dass die Nadel gerade nicht aus der Rille hupft, auch wenn die Platte einen leichten Schlag hat. Alles andere wäre nur verschleißfördernd. Und ob ich genau diese Nadel noch mal irgendwo auftreiben könnte, ist fraglich.

Dazu möchte ich folgendes sagen: Die Keramiksysteme KS 231 oder die Kristallsysteme CS 23/24/29 werden zuhauf noch bei ebay angeboten, ebenfalls die etwas fummelig zu tauschenden Nadeln. Sogar bei Conrad gibt es einen Nadelnachbau für 5,08€. Da muss man aber evtl. Glück haben, mein Exemplar war bei S-Lauten recht zischelig. Die Systeme selbst kann man ja einfach ein den Tonarm einstecken.
Zum Thema Plattenverschleiß: Die Auflagekraft der genannten Systeme für deinen Ziphona bewegt sich bei 35+/-10 mN, das entspricht 3,5+/-1 Gramm. Das ist schon recht üppig, mag aber noch gehen.
Und zum Klang dieser Teile: Ich habe selbst einen Ziphona Rubin 2000 Stereo mit Kristallsystem CS 24, Vollautomatik. Hat sich in meinen Ohren sehr angenehm angehört. Als ich ihn dann aber einmal gegen einen Grundig mit dem Einsteiger-Magnetsystem AT-71 verglichen habe (an einem halbwegs vernünftigen Phono-Vorverstärker), den ich bei ebay für 1€ gekauft hab, konnte ich nur staunen. Seitdem steht der Ziphona auf dem Dachboden. Ich kann dir nur empfehlen, ebenfalls einmal einen Plattenspieler mit Magnetsystem anzuhören. Ich war jedenfalls von den Socken und heilfroh, dass ich das getan habe.


Gruß
Benjamin
Yorck
Gesperrt
#27 erstellt: 20. Aug 2008, 07:49
Hallo Leute,
also der Holländer van Schalck hat damals 2007 für den Versand schlappe 9 Ocken genommen, das ist wirklich keine Unsumme.

Ich kann das gelbe JT511 BE empfehlen, es ist wirklich für 29 Euro, und nicht nur dafür, ein feines Teil.
(Der Korpus des Nagaoka JT 555 sieht ähnlich aus, bloß in Chrom? )
Du hörst ja, soooo der Unterschied wie man immer glaubt, ist zwischen Shure V15/3 (sogar mit orig Edel-MR Nadel) und dem Nagaoka JT511BE Gelb
nicht.
Das Nagaoka gelb klingt etwas kräftiger und in meinen Ohren schön spritzig, niemals aber kristallin oder nervig. Hat mit gut 5 Milivolt eine recht hohe Ausgangsspannung noch dazu und harmoniert auch mit alten MM Phono Vorverstärkern prima!
Sogar mit Röhren--und die Pre Amps schlucken nicht alles, so mancher edle teure Abtaster ist an Röhre einfach zu leise im Ausgang, die alten MMs der 60er waren einfach stärkere "Generatoren"
Das Shure V15/3 klingt sanfter.
Aber wie gesagt, wenn bei Rock und Pop durchaus die Fetzen fliegen sollen, Leute das JT 511 ist dafür richtig, richtig gut.

Das Conrad JT 511 DJ mit harter blauer Nadel macht sich an eher schweren (Japan)armen super, auch am Technics 1210..da ist es als eigentliches DJ System ja auch im Element..es ist aber weit mehr als ein DJ Rillenputzer, weil es primär ein 80´s Hifisystem ist und eben mit der recht gut verarbeiteten blauen DJ Nadel (Frag Sebb, der kanns beurteilen) wunderbar zu alten fetten Drehern (AUCH einem feinen dicken DUAL 1009) passt.
Geht ab wie Schmidts Katze
Gerade der Dual 1009 hat ja kein Antisakting und einen etwas fetteren (aber sehr guten!) Arm. (Die späteren kardanischen DUAL Modelle sind leicher),
An so einem alten guten Dreher macht sich das 511DJ, auch weil es sphärisch ist, genau richtig--zu einem Bruchteil eines Denon DL103 MC.
Hat außerdem den Vorteil, dass es weniger knackt bei alten Scheiben und schön in die Bässe geht...das Denon ist nicht wesentlich besser aber 10x teuer.
Kann man nicht meckern, über das JT 511, ganz und gar nicht
Irgend ein findiger Spitzbube hat das mal umgelabelt (Synthesis Blue oder so) an High Ender verscherbelt und die Herren waren sogar zufrieden

Das gelbe Nagaoka JT 511 BE aus Holland ist natürlich an leichteren Armen
wie den späteren DUAL Armen der 1219 1229 und natürlich 1249 1245 701 704, 721 etc... etc ganz richtig!

Tipp, wenn man mehrere Dreher hat und verschieden schwere Arme
bei Conrad das blaue Tonar / Nagaoka JT 511 DJ zu kaufen (Tonar und Nagaoka sind gleich und der Korpus des Systems ist auch immer gleich.)


Das ist das blaue sphärische von Conrad für schwerere Arme--ist auch gut!

Conrad Artikel-Nr.:340316 - LN

und dann einfach die folgenden Nadeln dazukaufen und ranzustecken.
Man hat sogar die Auswahl zu einer weiteren Nadel mit weicher Compliance
(Modell Rot das bedeutet sphärisch weich und ist für alte Scheiben ideal!)

Mit einem JT 511 Korpus hat man sowas wie einen guten Volks-Abtaster
für jede Anforderung gibts ne gute Nadel und alle Nadeln klingen an dem System auch gut. Für die geringen Preise die dieses gut verarbeitete System
kostet (Ist sogar made in Japan-nicht China) geschenkt.

BLAU= Schwere Arme niedrige Nadelnachgibigkeit (10) Sphärisch
ROT= Leichtere Arme höhere Nadelnachgibigkeit (25) Sphärisch
GELB= Leichtere Arme höhere Nadelnachgibigkeit (25) aber ellyptisch
WEIß = Alle Arme mittlere Nadelnachgibigkeit (15) für 78er Normalrille Mono!

Die gelbe BE 511 Nadel gibts hier einzeln: (Auch Holland, da scheint Nagaoka weiter verbreitet zu sein, aber Leute wir leben in Europa )
http://www.correct.n...RT=9928&ARTNR=317095

P.S. Kristallsysteme sind fast alle (es mag Ausnahmen geben) im Klang selbst dem billigsten Beipack Shure M75 System unterlegen.


Hier

das ist das Datenblatt des Nagaoka JT 511 BLAU DJ,
übrigens ich kann das mit 1,5 Gramm Auflage prima am alten
Pioneer Studiodreher PL7 fahren, da es eine sphärische Nadel hat schadet das auch nicht den Platten...2 Gramm Auflage bei einem sphärischen System
entsprechen ca. 1em Gramm Auflageverschleiß eines ellyptischen.
Manch ein Fine Line Superabtaster maltretiert die Plattenrillen mehr, trotz
grad mal 0,8 Gramm Auflage

10-28.000 HZ bei 25 DB Kanaltrennung ist nicht übel für ein MM, vor allem wenn man den Preis von unter 30 Ocken betrachtet

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 20. Aug 2008, 09:10 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#28 erstellt: 20. Aug 2008, 08:47
http://www.musonic.co.uk/

Nadeln einzeln, zum Umrüsten des Conrad 511 DJ

NAGAOKA JT511 Blue conical hard (Nadel identisch mit Conrad 511 DJ Blau )
E.299
£15.00




NAGAOKA JT511 78rpm (White Schellack)
E.299'78'
£25.00




NAGAOKA JT511BE (ellyptical soft)
E.455
£30.00



Typisch England und die nehmen gleich 30 Pfund Sterling pro BE Nadel
Dann besser bei den bescheidenen Holländern kaufen.
23 Euro ist fair für ne echte gelbe 511 BE Werksnadel.

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 20. Aug 2008, 09:11 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#29 erstellt: 20. Aug 2008, 09:04
Okay hier in Deutschland gibts das schön fetzige
Tonar / Nagaoka JT511 BE Gelb komplett auch bei Williamthakker
http://www.williamth...173-182_p3431_x2.htm
allerdings für happige 39 Ocken plus Versand, da ist der Holländer van Schalck billiger. (Würde bei van Schalck kaufen, fair bleibt fair )




Nagaoka / Tonar 511 BE Tonabnehmer

Preis:39.90 EUR
incl. MwSt zzgl.
Versandkosten


Tonabnehmersystem
NEU
Bezeichnung: 511 BE (MM)
Hersteller: Nagaoka / Tonar

Technische Daten / Cartridge Specifications

Nadelschliff Elliptisch / Elliptical (0.3x0.7 mil)
Stylus Type
Frequenzgang 10Hz - 28.000Hz
Frequency Response
Nadelnachgiebigkeit
25mm/µN

Compliance
Ausgangsspannung 5,0mV
Output Voltage
Empf. Auflagekraft 1,2g - 2,0g (12mN - 20mN)
Tracking Force recommended
Funktionsprinzip MM / Moving Magnet
Type
Befestigung 1/2" (12,7mm) / Half-inch mount
Fixing
Gewicht 6,0g
Weight


[Beitrag von Yorck am 20. Aug 2008, 09:18 bearbeitet]
wodim
Gesperrt
#30 erstellt: 20. Aug 2008, 09:16

Beppone schrieb:
Klingen dir die Keramiksysteme einfach besser?
Nö, nur halt "kristallklar" - viele Höhen, wenig Bässe.

Beppone schrieb:
Übrigens, mein Ziphona Rubin 2000 Stereo könnte vom Laufwerk und Tonarm identisch mit deinem MA 224 sein,
Mit Sicherheit nicht. Der MA 224 ist wie gesagt "vollautomatisch", aber reine Mechanik - echt coole Konstruktion. Mit der nur die Verkäuferin erst mal nicht klarkam - sie wollte mir einen vorführen, der "ging nicht". Ein zweiter ging dann - der erste wäre auch gegangen, wenn sie die Transportsicherung gelöst hätte. Und Peesenantrieb, praktisch keine Laufgeräusche.

Beppone schrieb:
er hat aber einen integrierten Vollverstärker,
Meiner gar nix - ein Kabel geht vom Tonabnehmer 'raus, das ist alles (ach halt - ein Schalter zum "Stummtasten" ist wohl auch noch drin ). Den Rest muss halt "meine" Elektronik machen. Mir nur unklar, wie die mit diesem leichten Plattenteller (im Prinzip ein Stück Blech mit Gummiauflage ) so einen guten Gleichlauf hingekriegt haben, selbst für meine "verwöhnten" Ohren. Alles in allem waren damals 380,- M der DDR ein fairer Preis, würde ich sagen.


[Beitrag von wodim am 20. Aug 2008, 09:39 bearbeitet]
wodim
Gesperrt
#31 erstellt: 20. Aug 2008, 09:35
Aaah sooo, Abtaster + Tonarm als "schwingungsfähiges System" betrachtet? Nu ja, juckt mich nicht, Hauptsache, es gerät nicht in Resonanz. Oder um es klarer auszudrücken: Das ist ja wohl ein Witz bei den "Kräften", die eine in einer Plattenrille geführte Nadel auf das System ausüben kann.

Von Belang ist da eher die "Skatingkraft", die durch den abgewinkelten Tonarm entsteht. Die wirkt nach innen - also wenn die Nadel mal springt, dann immer nach innen, gelle? Und der Stereokanal, der in der inneren Rillenflanke eingeschnitten ist (der linke oder der rechte?) kommt also etwas stärker 'rüber - das ist aber wohl mit etwas Elektronik dahinter auch kein Problem. Plattenspieler mit Antiskating - Einrichtung gibt's auch, sind aber wohl der "gehobeneren Preisklasse" zuzuordnen.


Bepone schrieb:
Und 100Hz kommen, denke ich, schon häufiger bei der Musik vor (Bässe).
Ja klar - ich meinte da was von 100 kHz gelesen zu haben - sorry, Irren ist menschlich, Korrigieren auch.

Dieser Beitrag wurde teilmaschinell erstellt. Das langsamste und fehleranfälligste (da menschliche) Teil saß wie immer vor der Tastatur.
ruedi01
Gesperrt
#32 erstellt: 20. Aug 2008, 09:51
wodim schrieb:


Aaah sooo, Abtaster + Tonarm als "schwingungsfähiges System" betrachtet? Nu ja, juckt mich nicht, Hauptsache, es gerät nicht in Resonanz. Oder um es klarer auszudrücken: Das ist ja wohl ein Witz bei den "Kräften", die eine in einer Plattenrille geführte Nadel auf das System ausüben kann.


Um himmels Willen...NEIN!!

Ist der Tonarm zu träge (weil er eine hohe Masse hat) und ist die Nadelnachgiebigkeit entsprechend zu hoch, lenkt die Nadel zu stark aus, es kommt dann zu Verzerrungen.

Umgekehrt, ist der Tonarm leicht und die Nadel zu steif aufgehängt, lenkt die Nadel zu wenig aus. Dadurch wird Feindynamik verschenkt und Details verschluckt.

Ein magnetischer Tonabnehmer in Verbindung mit einem Tonarm ist ein komplexes elektrofeinmechanisches System. Da kommt es auf Feinheiten an. Sprich, der TA muss zum Tonarm passen, sonst geht es schief.

Dagegen ist ein Piezo- oder Kristalltonabnehmer eine grobschlächtige Rillenfräse. In etwa so wie der Unterschied zwischen einem Ackerschlepper und einem Supersportwagen.

Gruß

RD


[Beitrag von ruedi01 am 20. Aug 2008, 09:51 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#33 erstellt: 20. Aug 2008, 09:51
Hallo wodim,

ich glaube wir kommen langsam vom eigentlichen Thema ab, trotzdem muss ich mal noch was zum Ziphona sagen


wodim schrieb:

Beppone schrieb:
Klingen dir die Keramiksysteme einfach besser?
Nö, nur halt "kristallklar" - viele Höhen, wenig Bässe. ;)

Bei meinem ist es eher umgedreht - wummernde Bässe, dumpfe Höhen. Das kann natürlich vom Verstärker meines Ziphona kommen. Du gehst ja direkt vom Plattenspieler an einen extra Verstärker, das klingt garantiert anders.

wodim schrieb:

Beppone schrieb:
Übrigens, mein Ziphona Rubin 2000 Stereo könnte vom Laufwerk und Tonarm identisch mit deinem MA 224 sein,
Mit Sicherheit nicht. Der MA 224 ist wie gesagt "vollautomatisch", aber reine Mechanik - echt coole Konstruktion. Mit der nur die Verkäuferin erst mal nicht klarkam - sie wollte mir einen vorführen, der "ging nicht". Ein zweiter ging dann - der erste wäre auch gegangen, wenn sie die Transportsicherung gelöst hätte. Und Peesenantrieb, praktisch keine Laufgeräusche.

Ist beim Rubin das gleiche, ich denke es ist ein MA 244 im Verstärkergehäuse.

wodim schrieb:
Mir nur unklar, wie die mit diesem leichten Plattenteller (im Prinzip ein Stück Blech mit Gummiauflage ) so einen guten Gleichlauf hingekriegt haben, selbst für meine "verwöhnten" Ohren.

Der gute Gleichlauf kommt evtl. von der Schwungmasse des recht schweren Motors. Die Platte läuft nach dem Abschalten ja auch noch ein ganzes Stück auf dem Gerät nach.
Die Gummimatte (oder Plastik) hatte ich durch eine aus flachem Styropor ersetzt, da sie einen fürchterlichen Höhenschlag hatte.


Gruß
Benjamin
wodim
Gesperrt
#34 erstellt: 20. Aug 2008, 10:06

ruedi01 schrieb:
Ein magnetischer Tonabnehmer in Verbindung mit einem Tonarm ist ein komplexes elektrofeinmechanisches System. Da kommt es auf Feinheiten an. Sprich, der TA muss zum Tonarm passen, sonst geht es schief.

Dagegen ist ein Piezo- oder Kristalltonabnehmer eine grobschlächtige Rillenfräse. In etwa so wie der Unterschied zwischen einem Ackerschlepper und einem Supersportwagen.
Naja - nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Mit einem Ferrari kann ich keine tonnenschweren Lasten zerren (ggf. noch auf schlammigem Acker), Arbeitsgeräte antreiben... Und mit einem Traktor darf ich wohl nicht mal auf die Autobahn, oder?


[Beitrag von wodim am 20. Aug 2008, 10:07 bearbeitet]
wodim
Gesperrt
#35 erstellt: 20. Aug 2008, 10:16

Bepone schrieb:
Bei meinem ist es eher umgedreht - wummernde Bässe, dumpfe Höhen. Das kann natürlich vom Verstärker meines Ziphona kommen.
Ich tippe da eher auf eine verschlissene Nadel.

Und was den Peesenantrieb betrifft: Wenn du die Kiste lange nicht benutzt, trotzdem immer mal laufen lassen, sonst hat die Peese einen ziemlich engen "Fast - Knick" (da wo sie um die Motorwelle drumrumlag) - kann durchaus "hörbar" werden.


Bepone schrieb:
Die Gummimatte (oder Plastik)
Jojo - ich tippe mal auf "SYS PUR" (Polyurethan aus dem Synthesewerk Schwarzheide) oder so.


Bepone schrieb:
hatte ich durch eine aus flachem Styropor ersetzt
Iiiiii - und das gibt keine statischen Aufladungen?


[Beitrag von wodim am 20. Aug 2008, 10:18 bearbeitet]
ruedi01
Gesperrt
#36 erstellt: 20. Aug 2008, 10:17
wodim schrieb:


Naja - nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Mit einem Ferrari kann ich keine tonnenschweren Lasten zerren (ggf. noch auf schlammigem Acker), Arbeitsgeräte antreiben... Und mit einem Traktor darf ich wohl nicht mal auf die Autobahn, oder?


Nöö, aber jeder Vergleich hinkt. Mit einem Ferrari kann man locker 280 Sachen fahren, mit einem Trecker normalerweise höchsten 40. Klar?!?

Der Unterschied zwischen einem Kristall- und einem Magnettonabnehmer ist klanglich ähnlich groß. Der Frequenzgang (mehr als 10 kHz ist mit einem Kristall-TA nicht drin, wenn überhaupt und dann mit einem üblen Frequenzgangverlauf), die Kanaltrennung (praktisch kann ein Kristall-TA nur Mono, so mies ist die Kanaltrennung) die Detailwiedergabe, die Dynamik und nicht zuletzt der Plattenverschleiß. Da ist jeder halbwegs brauchbare MM-Tonabnehmer ähnlich meilenweit entfernt von einem Kristall-TA, wie der Ferrari vom Trecker in Sachen Geschwindigkeit.

Hast Du schon mal einen ordentlichen Plattenspieler mit Magnet-TA gehört?!? Spätestens dann geht es Dir ähnlich wie Bepone, die geliebte Plattenfräse wandert umgehend auf Altenteil....

Gruß

RD


[Beitrag von ruedi01 am 20. Aug 2008, 10:19 bearbeitet]
Yorck
Gesperrt
#37 erstellt: 20. Aug 2008, 10:28
Ja stimmt Keramik- und Kristalltonabnehmer sind eigentlich unbrauchbar

Hier ist alles zum Thema Kristallsystem gesagt.
http://www.hifi-forum.de/viewthread-84-4387.html

Hier http://perpetuum-ebner.pytalhost.com/TSA11/PE-TSA11-06.jpg
sind die "besten" der Kristall bzw. Keramik-Plattentöter vereint, das letzte und "hochwertigste" Kristallsystem der Welt war das PE192 Barium Titanett--es war am PE2001 Dreher bis Anfang der 70er verbaut...(das hat von allen die besten Daten) aber auch das ist MURX hoch 10 gegen ein ganz einfaches 70´s/
80´s Stereo MM System--meinetwegen auch von RFT oder Tesla
Man stelle sich 5-6 Gramm Auflage vor :cut, das hobelt bei jedem Abspielen 1 Müü von der Platte weg Brrr, das hafft

Nimm mal so ein Nagaoka JT511BE für 29 Euro und mach das an Deine Kiste, dann weist Du sofort warum. (Falls 1/2 Zoll dranpasst)

Beste Grüße

Dirk


[Beitrag von Yorck am 20. Aug 2008, 11:34 bearbeitet]
wodim
Gesperrt
#38 erstellt: 20. Aug 2008, 11:23

ruedi01 schrieb:
Der Unterschied zwischen einem Kristall- und einem Magnettonabnehmer ist klanglich ähnlich groß. Der Frequenzgang (mehr als 10 kHz ist mit einem Kristall-TA nicht drin,
Das war'n Witz.


ruedi01 schrieb:
wenn überhaupt und dann mit einem üblen Frequenzgangverlauf),
Bei einem Magnetsystem noch "übler" - braucht auf jeden Fall einen entzerrenden Vorverstärker.


ruedi01 schrieb:
die Kanaltrennung (praktisch kann ein Kristall-TA nur Mono, so mies ist die Kanaltrennung) die Detailwiedergabe, die Dynamik...
Kann ich nicht beurteilen - meiner hat ein keramisches System, wie gesagt. Die Dynamik ist übrigens aus der Sicht der "heutigen" Technik bei Rockmusik ein Witz - bei klassischer Musik immer noch fast eine Wissenschaft, das auf die "vom Konzertsaal bis zum Hörer" übertragbare Dynamik zu komprimieren. Die Ausbildung eines Toningenieurs dauert Jahre.

Und was den Verschleiß betrifft: Eben destowegen habe ich ja alles auf "verschleißfreie" Medien überspielt, als da wären Festplatte und / oder CD.

Ok, wenn meine Mail wieder geht, schiebe ich dir mal eine überspielte, etwas im Frequenzgang korrigierte (weniger Höhen, mehr Bässe) und "entknackste / entrauschte" Aufnahme 'rüber - schaunmermal, was du daran im Vergleich zum "Original" noch auszusetzen hast - sowohl gehörmäßig als auch messtechnisch, einverstanden?
ruedi01
Gesperrt
#39 erstellt: 20. Aug 2008, 11:52
wodim schrieb:


Das war'n Witz.


Nöö, das ist kein Witz, das ist Fakt. Hinzu kommt noch, dass die Verzerrungen im Hochtonbereich bei einem Kritall-TA im Vergleich zu einem Magnat-TA extrem hoch sind.


Bei einem Magnetsystem noch "übler" - braucht auf jeden Fall einen entzerrenden Vorverstärker.


Egal ob Magnet oder Kristall TA. eine Frequenzganentzerrung muss in jedem Fall stattfinden. Da der verbogene Frequenzgang Teil des Systems Schallplatte ist, Stichwort: RIAA-Entzerrung. Der Unterschied ist lediglich, dass der Magnet-TA, wegen der recht geringen Ausgangsspannung eine größere Verstärkung benötigt, als ein Kritall-TA.


Kann ich nicht beurteilen - meiner hat ein keramisches System, wie gesagt. Die Dynamik ist übrigens aus der Sicht der "heutigen" Technik bei Rockmusik ein Witz - bei klassischer Musik immer noch fast eine Wissenschaft, das auf die "vom Konzertsaal bis zum Hörer" übertragbare Dynamik zu komprimieren. Die Ausbildung eines Toningenieurs dauert Jahre.


Hier schmeißt Du einiges vollkommen durcheinander, was so zumindest nicht zusammengehört. Rockmusik kann genauso dynamisch sein wie Klassik, mit der Musikrichtung hat das zunächst mal absolut nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Die Komprimierung vom Konzertsaal zum Hörer (also die Übertragung des Ganzen in eine Tonkonserve) ist systembedingt immer mit Dynamikeinbußen verbunden. Je nach dem, wie der Tonigenieuer sein Handwerk beherrscht und seine Arbeit versteht, gelingt das mit mehr oder weniger hoher Qualität. Im Übrigen kann man schon als Amateur mit halbwegs brauchbarem Equipment (reine Aufnahmetechnik auf hohem Niveau ist heute nicht mehr soo teuer, ein brauchbares Mikro beispielweise ist im Vergleich zu vor 30 Jahren spotbillig!) schon sehr ordentliche Aufnahmen machen, die dynamisch professionellen Produktionen in nichts nachstehen müssen. Nur verfügt der Amateur nicht über die vielen Tricks bei der Nachbearbetung, Weil er diese Technik nicht hat (zu teuer) und weil er damit wohl auch nicht umgehen könnte.


Und was den Verschleiß betrifft: Eben destowegen habe ich ja alles auf "verschleißfreie" Medien überspielt, als da wären Festplatte und / oder CD.

Ok, wenn meine Mail wieder geht, schiebe ich dir mal eine überspielte, etwas im Frequenzgang korrigierte (weniger Höhen, mehr Bässe) und "entknackste / entrauschte" Aufnahme 'rüber - schaunmermal, was du daran im Vergleich zum "Original" noch auszusetzen hast - sowohl gehörmäßig als auch messtechnisch, einverstanden?


Ich habe auch schon diverse LPs digitalisiert, ich kenne die Verfahren also ganz gut und habe fast alles ausprobiert. Allerdings habe ich fas immer auf jegliche Nachbearbeitung verzichtet. Und trotzdem oder besser gesagt genau aus diesem Grund eine ausgezeichnete Klangqualität erreichen können. Jede digitale Nachbearbeitung (Entknacken, Entrauschen, sonstwie manipulierter Frequenzgang) verfälscht das ursprüngliche Signal. Am besten man verzichtet also darauf, solange die Qualität der Platte noch ganz gut ist, geht das auch.

Das Entrauschen funktioniert nur, indem die Höhen insgesamt beschnitten werden, aber wenn der Kristall-TA ja schon kaum noch Höhen bringt, spielt das natürlich keine Rolle. Was ähnliches passiert beim Entknacken zusätzlich werden hier auch noch harte Dynamikspitzen weggeschnitten. Und eine Frequenzgangmanipulation ist bei einem guten Magnet-TA und ordentlichem PhonoPre ohnehin obsolet, weil ja alles praktisch linear ist. Auch hier kann ein Kristall-TA nicht mithalten, der reproduziert ohnehin keinen vernünftigen Tiefbass mehr.

Wenn Du mit dem Ergebnis zufrieden bist, prima. Mir wäre das einfach zu schlecht. Auf ein Abhören Deiner Überspielergebnisse verzichte ich dankend. Ich kenne das Thema. Habe auch mal mit einem guten Spieler (nicht so ein Mister Hit Dreck) mit Kristallsystem angefangen, ich kenne die Technik.

Im Übrigen kann ich meine Original-LPs mit einem Magnet-TA locker 50 Mal abspielen, ohne einen nenneswerten Verschleiß befürchten zu müssen.

Gruß

RD
Bepone
Inventar
#40 erstellt: 20. Aug 2008, 12:01
Hallo,

also "unbrauchbar" würde ich ein Kristallsystem nicht nennen, es kann den Hörer schon durchaus zufrieden stellen (sofern er es noch nicht gegen ein Magnetsystem gehört hat ) und die RFT-Systeme, die wodim wahrscheinlich verwendet (KS 231 oder CS 23) werden mit einer Auflagekraft von ca. 35mN betrieben.


wodim schrieb:

ruedi01 schrieb:
Der Unterschied zwischen einem Kristall- und einem Magnettonabnehmer ist klanglich ähnlich groß. Der Frequenzgang (mehr als 10 kHz ist mit einem Kristall-TA nicht drin,
Das war'n Witz.

In der Betriebsanleitung meines Ziphona Rubin 2000 Stereo steht (gilt wohl für das KS 231 SD): "Übertragungsbereich 63Hz bis 12,5kHz". Weit entfernt von den genannten 10kHz ist das nicht, oder


wodim schrieb:

ruedi01 schrieb:
wenn überhaupt und dann mit einem üblen Frequenzgangverlauf),
Bei einem Magnetsystem noch "übler" - braucht auf jeden Fall einen entzerrenden Vorverstärker.

Der Entzerrer ist (u.a.) nötig, weil die Signale verzerrt auf der Platte aufgezeichnet sind (Bässe abgesenkt, Höhen verstärkt) und deshalb für korrekte Wiedergabe wieder entzerrt werden müssen. Der Frequenzgang eines Keramikabtasters scheint das "von Haus aus" so ungefähr einigermaßen hinzubiegen.


wodim schrieb:

Ok, wenn meine Mail wieder geht, schiebe ich dir mal eine überspielte, etwas im Frequenzgang korrigierte (weniger Höhen, mehr Bässe) und "entknackste / entrauschte" Aufnahme 'rüber - schaunmermal, was du daran im Vergleich zum "Original" noch auszusetzen hast - sowohl gehörmäßig als auch messtechnisch, einverstanden?

Das würde mich schon mal interessieren, wie sich ein Soundfile von dir anhört.
Wodim, wenn dir der Klang deines Abtasters gefällt, ist alles in Ordnung, dann kannst du getrost weiter damit hören, jeder wie er will. Falls du aber noch nie ein Magnetsystem gehört hast, empfehle ich dir das wirklich dringen einmal zu tun. Falls du es schon getan hast und dir gefällt dein Keramiksystem besser - okay.

Edit: Da war ruedi01 wohl schneller...


Gruß
Benjamin


[Beitrag von Bepone am 20. Aug 2008, 12:02 bearbeitet]
ruedi01
Gesperrt
#41 erstellt: 20. Aug 2008, 14:18
Bepone schrieb:


also "unbrauchbar" würde ich ein Kristallsystem nicht nennen, es kann den Hörer schon durchaus zufrieden stellen (sofern er es noch nicht gegen ein Magnetsystem gehört hat ) und die RFT-Systeme, die wodim wahrscheinlich verwendet (KS 231 oder CS 23) werden mit einer Auflagekraft von ca. 35mN betrieben.


Ich würde diese Kristall-TAs auch nicht als unbrauchbar bezeichnen. Es kommt halt auf den Anspruch an. Aber gegen die Qualität selbst eines billigen MM-Systems (Ortofon OM 5 oder Audio Technica AT95) kommen sie klanglich nicht an. Von richtig guten (und auch teureren) MM oder MC Systemen ganz zu schweigen. Was aber auf jeden Fall kritisch ist bei Kristall-TAs, ist ihr im Vergleich zu Magnetsystemen recht hoher Verschleiß an den Platten.


In der Betriebsanleitung meines Ziphona Rubin 2000 Stereo steht (gilt wohl für das KS 231 SD): "Übertragungsbereich 63Hz bis 12,5kHz". Weit entfernt von den genannten 10kHz ist das nicht, oder


...und die Frequenzgangabweichungen möchte ich gar nicht wissen... Mal davon abgesehen, dass die Verzerrungen bei Kristall-TAs deutlich höher sind.


Der Entzerrer ist (u.a.) nötig, weil die Signale verzerrt auf der Platte aufgezeichnet sind (Bässe abgesenkt, Höhen verstärkt) und deshalb für korrekte Wiedergabe wieder entzerrt werden müssen. Der Frequenzgang eines Keramikabtasters scheint das "von Haus aus" so ungefähr einigermaßen hinzubiegen.


Genau so ist das. Bei Kristallsystemen ist weder ein Entzerrer, noch ein Vorverstärker erforderlich. Und das mit dem irgend wie (aber nicht wirklich richtig)hinbiegen stimmt auch, ein MM-TA hat mit einem einigermaßen ordentlichen Vorverstärker dagegen einen fast lineal glatten Frequenzgang..

Gruß

RD
lini
Inventar
#42 erstellt: 20. Aug 2008, 14:38

ruedi01 schrieb:
(...) Dann hätte der Dual einen mittelschweren Arm. Was ich kaum glauben kann, da Dual seit den 70ern bekannt für leichte Tonarme ist. Ich habe allerdings zur Tonarmmasse des 1246er keine genauen Zahlen und Daten gefunden. Hast Du genaue Informationen?


Mei, leicht ist relativ. Kommt halt immer drauf an, womit man vergleicht - und welchen Gewichtsbereichen man welches Attribut zuordnet...

Achja, und die mir bekannten effektiven Armmassen einiger Dual-Modelle stammen allesamt aus Dual-Katalogen (meist von Lulabu's höchst wertvoller Web-Site...). Direkt in den technischen Daten fündig wird man da vor allem zwischen 2/79 und 2/83 (wobei die Dual-Angaben im Normalfall einschließlich des jeweils verbauten Tonabnehmers zu verstehen sind!). Später findet sich dann typischerweise nur noch ein recht allgemeiner Hinweis a la "ULM-Tonarm mit 50 % weniger Masse als bisher in der Spitzenklasse üblich".

Grüße aus München!

Manfred / lini
ruedi01
Gesperrt
#43 erstellt: 20. Aug 2008, 14:47
@lini

Danke für die Info...

Natürlich ist alles relativ. Nur gilt mein Tonarm (Technics SL-1210 M5G) mit seinen 12 Gramm effektivem Gewicht - so viel ich weiß ohne TA - als mittelschwerer Tonarm. Dies nur als Relation. Hier sollte also ein TA mit mittlerer Nadelnachgibigkeit verwendet werden.

So jedenfalls war die Empfehlung...

Gruß

RD


[Beitrag von ruedi01 am 20. Aug 2008, 14:48 bearbeitet]
lini
Inventar
#44 erstellt: 20. Aug 2008, 16:10
RD: Hmja, die wären für mich beide in der Kategorie "mittelschwer bis leicht" (15 - 10 g). Was man bei Tonabnehmern als mittlere Nadelnachgiebigkeit ansehen mag, ist indes auch wieder recht relativ. Man könnte eh sagen, die mittlere Nachgiebigkeit von früher sei die hohe von heute, denn inzwischen findet sich ja kaum noch was über 25 µm/mN (dyn., 10 Hz). Und das Systemgewicht spielt da ja auch noch eine wortwörtlich gewichtige Rolle: So darf am 12x0er dann eben ein ohne Gewichtsplatte verbautes Ortofon OM mit 2,5 g (oder gar ein die Headshell überflüssig machendes, altes Hifi-Concorde (die hatten 6,5 g, wenn ich mich recht entsinne)) auch eine deutlich höhere Compliance haben als etwa ein 10,5-g-Brocken a la Ortofon MC25FL...

Achja, und noch so ein Tipp am Rande: Wenn man mal so gar keine Compliance-Daten zu einem System auftreiben kann, stattdessen einfach mal die empfohlene Auflagekraft zu Rate ziehen. Da lässt sich nämlich durchaus auch ein gewisser Zusammenhang erkennen...

Grüße aus München!

Manfred / lini
Fränk_B.
Stammgast
#45 erstellt: 06. Jan 2009, 12:59
[/url]="rorenoren"]Moin,

hier gibt es das System auch:

[url=http://www.williamthakker.eu/Nagaoka-Tonar-511-BE-Tonabnehmer_c32-173-182_p3431_x2.htm]http://www.williamth...173-182_p3431_x2.htm[/url]

Hat das Nagaoka 555 schon mal jemand gehört?

Wäre eine Alternative zu den teureren.
(wenn´s was taugt)

[url=http://www.williamthakker.eu/Nagaoka-Tonar-555-Tonabnehmer_c32-173-182_p3318_x2.htm]http://www.williamth...173-182_p3318_x2.htm[/url]

"Nude Shibata" hört sich interessant an.

Vielleicht ein Ersatz für das V15III?

Gruss, Jens[/quote]


hi,

nach mehreren Meldungen hier über das Nagaoka, bin ich zum Conrad geflitzt und hab mir eins besorgt (das "blaue"), aus dem Stand raus hat es das montierte M2 red von Ortofon locker an die Wand gespielt - ok, das red ist jetzt nix dolles, aber der Umstand, dass ich vor 1 Monat zur Hörprobe ein neues (war auch noch nicht eingespielt) VM Blue haben durfte und es für [b]meine[/b] Ohren (!) "nur" etwas besser klang als das red, sollte nicht unerwähnt bleiben!

Da mein PS nen Harman mit leichtem Tonarm ist + die Nadel eine geringe Nachgiebigkeit aufweist, passen die beiden wohl nicht soo gut zusammen + hatte auch Sorge um meine Platten (bei der Auflagekraft). Dein Link hat mich auf die Idee gebracht ne 555er Nadel für des 511er System zu besorgen - die N. Nachgiebigkeit sollte passen und der Hinweis Shibataschliff (= M2 Black hat doch auch so einen Schliff) machte mich Neugierig.
Die Nadel ist jetzt da + sie hat noch ne "kräftige Schippe Sound" draufgelegt: der Rauschteppich ist deutlich leiser geworden + z.b. Zischlaute bei einigen Frauenstimmen sind verschwunden, ich bin überwältigt!!! wenn ich jetzt den Preis sehe (Nadel nen Fuffi + nen 1/2 Fuffi fürs System): da bleib ich sogar noch unter dem Preis vom red

meine klare Empfehlung!!!!!


Grüße,

Fränk

[url=http://imageshack.us][img=http://img235.imageshack.us/img235/7539/img1631yf3.jpg][/url]

wieso geht denn das Bildchen nicht, hmmm


[Beitrag von Fränk_B. am 06. Jan 2009, 14:24 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 06. Jan 2009, 18:23
Moin Fränk,

spannender Bericht.
(wobei ich mich gefragt habe, ob die Expert Nadel wirklich dieselbe ist wie die mit Nagaoka- Aufschrift. Da steht nämlich nur Shibata, aber wird wohl dasselbe sein)

Gut finde ich die 5€ Ersparnis zum kompletten 555er System und übrig gebliebene Ersatz- "Notnadel".

Durch die Jico SAS Nadel an meinem Shure bin ich mittlerweile ind dieser Richtung "gesättigt".
(heisst: es erfüllt annähernd perfekt, was ich erwarte)

Mich reizt jetzt einfach mal ein Denon DL103.

Werd´s irgenwann einfach mal kaufen, wenn mir so richtig danach ist.
(beim Thakker 119 Euro)

Gruss, Jens

Achso, hier dein Bild:

Hörbert
Moderator
#47 erstellt: 06. Jan 2009, 19:06
Hallo!

@rorenoren

Hast du jemals ein DL-103 gehört? Wenn nicht wirst du meiner Einschätzung nach ganz sicher enttäuscht werden. Mit dem V-15/III hast du ein System das -auch heute noch-, zu den Spitzensystemen gerechnet werden kann. Das DL-103 ist -bestenfalls- angehende Mittelklasse, nicht umsonst ist der Preis für das Ding so niedrig. Es erfüllt die Anforderungen die in den 60ger Jahren an ein Rundfunksystem für Rock/Pop gestellt wurden, nicht mehr und nicht weniger.

MFG Günther
dschaen81
Stammgast
#48 erstellt: 06. Jan 2009, 19:15
Hallo Günther,

mir geht es ähnlich wie Jens. Ich interessiere mich auch aus reiner Neugierde für das DL-103 und habe es bisher noch nicht hören können.
Von vielen Leuten wird das Denon ja fast mit religiöser Inbrunst verehrt und bekommt sogar noch extra Übertrager oder Phono-Pres spendiert, die bei weitem mehr als das System kosten. Wenn es deiner Ansicht nach gegen ein V15-III nicht anstinken kann, wie erklärst du dir dann seine anhaltende Beliebtheit?


Gruß
Jan


[Beitrag von dschaen81 am 06. Jan 2009, 19:16 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 06. Jan 2009, 19:56
Moin Günther,

danke für die "Warnung"!

Ich kann mir gut vorstellen, dass das Denon "nix für mich ist".
(dann kommt´s evtl. wieder weg)

Es ist halt einfach reizvoll, weil so viele Röhrenfreaks (bin auch so ein Bekloppter) es haben und lieben und ausserdem, weil es so eine lange Geschichte hat.

Ich habe im Klangbeispiel- Thread mal ein Stück digitalisiertes DL103 gehört.

War mir etwas zu hell.
(weiss nicht, ob´s dann bei mir auch so klingt)

Das V15III ist ohne jede Frage mein absoluter Liebling.

Es gibt aber einige völlig "kranke" Systeme, die mir je nach Stimmung und Platte sehr gefallen.
(Elac STS333 mit Dual Nadel (konisch), Tesla VM2102 mit Ortofon- Nachbaunadel, Shure M75(oder M91) mit Bastelnadel (Ortofon X3-MC) oder originaler M91ED Nadel usw.)

Ich bin also auch für etwas ausgefallenere Spielereien offen.

Von daher würde ein DL103 nur meine Sammlung erweitern und den Spieltrieb befriedigen.
(wenn auch nicht ganz billig)

Ganz wichtig: ich will unbedingt einen MC Vor- Vorverstärker bauen, ohne System ja Blödsinn.
(so auch, muss ich zugeben, Spiel/Basteltrieb.... )

Übertrager sind mir zu teuer, für das Röhrending habe ich alles an Teilen mehrfach da.

Naja, bin halt ein Freak!


Gruss, Jens
Jazzy
Inventar
#50 erstellt: 06. Jan 2009, 20:20
Das DL 103 hat seine Schwächen,das stimmt.Da wäre die Auflösung von Details und das leichte Zischeln(zumindest im 12g-Arm,schwerere sind vielleicht besser) .Der Bass ist aber sehr schön.Das Orfofon MC 10 super,was ich zu Weihnachten bekam,löst besser auf und klingt linearer.Zischeln ist weg,man kann sogar Sopranplatten gut anhören Das Shure ist ja auch sehr gutmütig im HT.Das Manko beim MC 10 super: Rock klingt etwas zu clean und statisch(je nach Platte allerdings) .Alles natürlich IMHO.
Hörbert
Moderator
#51 erstellt: 06. Jan 2009, 20:27
Hallo!

@dschaen81

Schwierige Frage, um sie zu beantworten müßte ich zumindestens einen dieser Leute die dieses System so Hypen persönlich kennen, -aber bislang habe ich solche Leute nur auf dem Netz getroffen-.

Natürlich ist das auch eine Frage der Perspektive, ich persönlich erwarte von einem System das ich selbst verwenden möchte zumindestens ein wenig tonale Ausgewogenheit, einen einigermaßen linearen Frequenzgang und ein Minimum an Auflösung. Das muß nicht jedem wichtig sein. Ein V-15/III liefert mir entschieden mehr als dieses Minimum an Anforderungen, ein DL-103 nicht.

Selbstverständlich ist das Dl-103 preisklassenbezogen nicht schlechter als vergleichbare Systeme, z.B. ein AT-110E und bei einem alten Plattenspieler mit deutlich schwerem Tonarm zuweilen die günstigste Lösung der Systemfrage. Allerdings dieses System mit einem MM- oder MC-System der 400-800 Euro-Klasse zu vergleichen mutet zumindestens mich an wie die belieben Vergleiche eines AT-95E gegen z.B. ein VM-silver.

Natürlich ist das alles kein Grund die Bewunderer des DL-103 mit einem Schenkelklopfer abzutun, manch einer dieser User läßt seiner Begeisterung halt mal die Zügel schießen, wenn dann später die Ernüchterung kommt und er sich der Grenze des 120 Euro Systems bewußt wird wird er das wohl auch abgeklärter sehen.

Bei einigen der Verfechter des Dl-103, -das ist jezt selbstverständlich eine reine Mutmaßung- dürfte allerdings der Prozess des "nicht wahrhaben wollens" eine große Rolle spielen, gerade der Kultcharakter deutet m.E. darauf hin. Ebenso die Mühe und die Unkosten die beschaffung spezieller Übertrager und MC-Vorstufen verursachen. Kein Besitzer eines 800 Euro Systems wie dem Lyra Dorian, dem Benz-Micro Glider, dem Ortofon Rondo-bronze ( um nur einige Systeme der 800 Euro Klasse zu nennen) macht solche Klimmzüge um aus seinem System noch mehr rauszukizeln wie die DL-103 Leute. Warum wohl nicht?

MFG Günther
Jazzy
Inventar
#52 erstellt: 06. Jan 2009, 20:45
Mir klingt das V15 zu lasch,zu warm.Das schönt IMHO auch ganz schön
rorenoren
Hat sich gelöscht
#53 erstellt: 06. Jan 2009, 20:46
Moin,

das was Sven schrieb, wäre etwa das was ich nicht unbedingt will.
(den Bass will ich natürlich!)

Ich denke aber schon, dass das DL103 in einem schweren Arm evtl. weniger zischelt.
(ist bei einigen anderen relativ "hart" aufgehängten Nadeln bei mir der Fall bzw. gewesen, schwerer Arm wäre nicht das Problem, habe noch einen vom Lenco L75! )

Dass konische Nadeln ihre Grenzen haben, ist wohl eine Tatsache.

Je nach Platte treten die Nachteile ja nicht unbedingt zutage.

Ich rede mir das Denon schön, ich weiss.....

Billigere LO- MC- Systeme gibt es, glaube ich, eh nicht, oder?


Gruss, Jens
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