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BIG Radio's/Ghettoblaster

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DOSORDIE
Inventar
#3012 erstellt: 12. Jun 2016, 02:44
Aber der Motor läuft doch nicht, grundsätzlich, wenn Radio aus ist...

Ja gut, du hast ihn abgezogen, aber hast du auch mal die Kontakte auseinander gemacht? Die dürfen sich nicht berühren. Vielleicht klebt er? Das ist ja das was ich meine. Das ist genau so ein Federkontakt, wie ich meine. Vielleicht sind die Federn müde und die beiden Teile haben permanent Kontakt? Die müssen, wenn du Stopp drückst auseinander gehen und sichtlich auseinander sein. Dazwischen muss gut 1 bis 2 mm Spiel sein.

Ansonsten weiß ich leider auch keine Lösung. Der Motor wird dort ja mechanisch unterbrochen. Bei guten Cassettendecks ist der Capstan immer an, damit man ihn besser reinigen kann, aber das würde spätestens bei Batteriebetrieb des Laufwerks keinen Sinn mehr machen und auch wenn die Schalterstellung "Tape" gleichzeitig "Aus" ist, sollte der Motor stoppen, weil das Radio sonst unnötig Strom zieht.

Das Kind will ja, wenn die 3 Fragezeichen oder Benjamin Blümchen alle sind schlafen, nur wenn es noch wach ist wird es die Cassette umdrehen und für sowas sind die Geräte in erster Linie gebaut - egal ob mit Batterie oder ohne. Vielleicht gibt es noch irgendwo einen zweiten Schalter? Der eine schaltet die Elektronik für den Verstärker und der Andere die fürs Laufwerk? Manchmal sind die Laufwerke gar nicht so unkomplex.

In vielen Ghettoblastern sind richtige HiFi Laufwerke verbaut, gerade die Sharps und JVCs legen großen Wert auf Gleichlauf, wenn man da eine gut aufgenommene Cassette einlegt klingt das kaum schlechter als in einem hochwertigen 3 Kopf Gerät. Ich habe mal meinen JVC RC M70 auf TDK D und SA eingemessen, Metal ging dann nicht mehr so gut, weil in dem Gerät keine zusätzlich Einmessmöglichkeit für die dritte Bandsorte vorhanden ist, aber D und SA klingen, wenn du was vom Radio oder über Phono aufnimmst genau so wie das Original, das ist schon echt HiFi Cassettendeck Kaliber. Dein Laufwerk sieht jetzt auch nicht billig aus, einfach aber nicht billig. Besonders gut finde ich, dass es keine Gummi Idler Wheels zu geben scheint und Alles über Zahnräder funktioniert, wenn die sich nicht abnutzen ist das eine Konstruktion für die Ewigkeit, lediglich der eine Antriebsriemen muss irgendwann getauscht werden und dann ist auf ewig ruhe.

Bei den einfachen Geräten funktioniert die Bandendabschaltung noch über einen Fühler, der sich einfach hochstellt, wenn das Band am Ende der Cassette gespannt wird, das funktioniert dann aber nur bei Aufnahme und Wiedergabe und nicht beim Spulen. Das sehe ich hier nicht. Es kann natürlich immer sein, dass auf der Rückseite des Laufwerks ein Gummi Idler Wheel verbaut ist, das irgendwann seine Griffigkeit verliert.

Die Sharps liebe ich allerdings besonders, die sind zwar klanglich nicht immer die Spitze, haben aber tolle Komponenten verbaut, die bis auf den GF777 sehr gut zu erreichen sind. Wenn man die Schrauben an der Rückwand löst, kann man die Front bei geöffneter Klappe abnehmen und kommt direkt an alle wichtigen Teile. Wenn es was Größeres ist hat man nach 4 oder 5 Schrauben auch das komplette Cassettenteil in der Hand.

Die Japaner haben meiner Meinung nach sehr viel Liebe in die Konstruktion ihrer Gertäte gesteckt, deshalb finde ich es auch so traurig, dass die in Deutschland so verrufen waren. Verrückt ist allerdings auch, dass es damals schon ebenfalls tolle Geräte aus Korea, China und Taiwan gab, Schrott war das auch nicht Alles. Die grossen Goldstars sind z.B. hervorragend, guter Tuner und auch ein gutes Cassettenlaufwerk. Wenn ich das so sehe kann ich mir auch nicht so recht vorstellen, dass der Graetz ein deutsches Gerät ist. Wirkt auf mich eher umgebrandet, wie auch der Universum Super Sound 1600, den es auch von Telefunken gab, das waren so tolle Geräte für einen unschlagbaren Preis.

LG, Tobi
Rabia_sorda
Inventar
#3013 erstellt: 12. Jun 2016, 03:01

Aber der Motor läuft doch nicht, grundsätzlich, wenn Radio aus ist...



Selbst wenn ich ihn abziehe ändert dies nichts am Problem. Übrigens wenn man auf Radio umschaltet stoppt der Motor.


Daher meine Vermutung das der Umschalter von Radio/Tape defekt ist (klebt).


Bei guten Cassettendecks ist der Capstan immer an, damit man ihn besser reinigen kann


Das wird mitnichten der Grund sein, es liegt eher an dem Direkt-Drive der "guten Cassettendecks".
music84
Neuling
#3014 erstellt: 12. Jun 2016, 03:50
Hallo,


Rabia_sorda (Beitrag #3011) schrieb:
Der Schalter (Radio/Tape) ist defekt.


Möglich, aber ich kann da nichts auffälliges feststellen.


DOSORDIE (Beitrag #3012) schrieb:
Ja gut, du hast ihn abgezogen, aber hast du auch mal die Kontakte auseinander gemacht? Die dürfen sich nicht berühren. Vielleicht klebt er? Das ist ja das was ich meine. Das ist genau so ein Federkontakt, wie ich meine. Vielleicht sind die Federn müde und die beiden Teile haben permanent Kontakt? Die müssen, wenn du Stopp drückst auseinander gehen und sichtlich auseinander sein. Dazwischen muss gut 1 bis 2 mm Spiel sein.


Der Schalter trennt ordentlich und schliesst auch richtig.
Das wars also leider nicht


DOSORDIE (Beitrag #3012) schrieb:
Die Sharps liebe ich allerdings besonders, die sind zwar klanglich nicht immer die Spitze, haben aber tolle Komponenten verbaut, die bis auf den GF777 sehr gut zu erreichen sind. Wenn man die Schrauben an der Rückwand löst, kann man die Front bei geöffneter Klappe abnehmen und kommt direkt an alle wichtigen Teile. Wenn es was Größeres ist hat man nach 4 oder 5 Schrauben auch das komplette Cassettenteil in der Hand.

Die Japaner haben meiner Meinung nach sehr viel Liebe in die Konstruktion ihrer Gertäte gesteckt, deshalb finde ich es auch so traurig, dass die in Deutschland so verrufen waren. Verrückt ist allerdings auch, dass es damals schon ebenfalls tolle Geräte aus Korea, China und Taiwan gab, Schrott war das auch nicht Alles. Die grossen Goldstars sind z.B. hervorragend, guter Tuner und auch ein gutes Cassettenlaufwerk. Wenn ich das so sehe kann ich mir auch nicht so recht vorstellen, dass der Graetz ein deutsches Gerät ist. Wirkt auf mich eher umgebrandet, wie auch der Universum Super Sound 1600, den es auch von Telefunken gab, das waren so tolle Geräte für einen unschlagbaren Preis.

LG, Tobi


Von Sharp hatte ich mal den GF 9292. Der hat mich vom Klang her total schockiert. Hab dann nochmal Geld für ein gut erhaltenes identisches Modell in die Hand genommen, da ich einen Defekt vermutete. Auch hier: Klanglich schon fast eine Frechheit (für die verlangten Preise bei ebay). Seitdem halte ich Abstand von Sharp. Auch wenn mir der 8787 und der 8989 optisch sehr gefallen würden. Der Graetz ist übrigens tatsächlich ein Japaner der sich hier unter falschem Namen im Land aufhält. Der Beschuldigte hört auf den namen Sanyo M9982, in Europa so nicht zu finden. Scheint aber technisch identisch zu sein.

Allgemein ist es ein beinahe perfekter Blaster der alles vereint was ich mag:
- Griff UND Tragegurt
- ordentlicher Line-In
- Musik-Suchautomatik
- 2 Antennen/klassische Optik
- 2 Fächer für Kasetten hinten
- automatische Loudness
- Bass/Höhen über weiten Bereich regelbar
- Der Empfang vom Radioteil ist gut

Klanglich ist er vergleichbar mit dem Universum Supersound, den ich leider schon vor längerer Zeit verkauft habe. Kann also nicht direkt vergleichen. Auf jeden Fall klingt er eher wie eine HiFi-Anlage als nach einem einfachen Radiorecorder. Wenn man richtig laut aufdreht, merkt man wie die Loudness den Mittenbereich anhebt und die Bässe schwächer werden. Das Teil geht dann richtig ab. Nicht mehr schön aber ungewöhnlich laut für ein Gerät dieser Grösse.

Mit dem laufenden Motor werde ich dann wohl leben müssen.
Also zuschrauben und bei Nichtbenutzung Batterien raus, hilft ja nichts..
.gelöscht.
Stammgast
#3015 erstellt: 12. Jun 2016, 12:09
Hallo music84

Du müßtest nun den Hauptprint ausbauen und JENE Leiterbahnen verfolgen, auf welchen die Motor-Switch-Stifte aufgelötet sind. Eine der beiden Leiterbahnen (oder beide) müßte(n) unweigerlich zum defekten Bauteil führen.
Ein Photo der Print-UNTERSEITE (also der Lötseite) des entsprechenden Abschnitts wäre hilfreich.

(Die einfachste (jedoch unelegante) Lösung wäre es, in der Rückwand (oder vorne) einen kleinen Kippschalter einzubauen, mit welchem der Motor ausgeschaltet werden kann. Mit diesem Kippschalter soll dann einfach die Plus-Leitung des Motors unterbrochen werden können.)

Gruß
Christian


[Beitrag von .gelöscht. am 12. Jun 2016, 13:25 bearbeitet]
Mary_1271
Inventar
#3016 erstellt: 13. Jun 2016, 21:11
Hallo


Rabia_sorda (Beitrag #3013) schrieb:

Bei guten Cassettendecks ist der Capstan immer an, damit man ihn besser reinigen kann


Das wird mitnichten der Grund sein, es liegt eher an dem Direkt-Drive der "guten Cassettendecks".


Mit einem Direct-Drive, also einem Direktantrieb der Capstanwelle (der Motor ist quasi die Capstanwelle) hat das auch nichts zutun. Es betrifft hauptsächlich Cassettendecks mit Logic-Steuerung, also ein Laufwerk, bei dem sämtliche mechanische Funktionen per Magnete oder separate Motoren bewegt wird. Der Capstan dreht deswegen ständig, weil diese Logicsteuerung sehr schnell reagiert. Würde der Capstanmotor erst bei Betätigung der Play-Taste anlaufen, käme es zu Verzögerungen bis die Solldrehzahl (für 4,76cm/s Bandgeschwindigkeit) erreicht ist. Alles klar?

Project 88.0

Da bei angestecktem Netzkabel der Trafo trotz abgeschaltetem Recorder mehr als nur Handwarm wird, hat mein Mann den CS-880 mit einem richtigen Netzschalter (Druckschalter mit LED für 230Volt) modifiziert. Dafür lötete er den Umschalter für 110/120 - 220/240 Volt aus und hat an der Stelle ein 19mm großes Loch gebohrt.

01 AIWA CS-880 Loch für Netzschalter

Naja. Und das Endergebnis sieht dann so aus.

02 AIWA CS-880 Netzschalter ausgeschaltet
03 AIWA CS-880 Netzschalter eingeschaltet


04 AIWA CS-880 Netzschalter eingeschaltet vergrößert

Nicht übel, was! Jetzt fehlen eigentlich nur noch die reparierten Lautsprecher.

Liebe Grüße
Mary


[Beitrag von Mary_1271 am 13. Jun 2016, 21:17 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#3017 erstellt: 13. Jun 2016, 21:34

Mit einem Direct-Drive, also einem Direktantrieb der Capstanwelle (der Motor ist quasi die Capstanwelle) hat das auch nichts zutun. Es betrifft hauptsächlich Cassettendecks mit Logic-Steuerung, also ein Laufwerk, bei dem sämtliche mechanische Funktionen per Magnete oder separate Motoren bewegt wird. Der Capstan dreht deswegen ständig, weil diese Logicsteuerung sehr schnell reagiert. Würde der Capstanmotor erst bei Betätigung der Play-Taste anlaufen, käme es zu Verzögerungen bis die Solldrehzahl (für 4,76cm/s Bandgeschwindigkeit) erreicht ist. Alles klar?


Nein, nicht alles klar!
Bei direkt angetriebenen Decks dreht der Capstan kontinuierlich, da sonst bei jedem Anlauf das Motorsteuerungs-IC und andere Bauteile strommaessig überlastet wären und frühzeitig den Hitzetod sterben würden. Bei ausreichender Dimensionierung wären damals die Bauteile zu groß und zu teuer geworden.

Aber im groben hast du recht, denn geschätzte 90% der direkt angetriebenen Decks haben eine Logicsteuerung....
Mary_1271
Inventar
#3018 erstellt: 14. Jun 2016, 21:40
Hallo


Rabia_sorda (Beitrag #3017) schrieb:
Aber im groben hast du recht, denn geschätzte 90% der Decks mit Logicsteuerung....
.....haben einen Antrieb via Riemen per "normalen" Motor und sicherlich kein Problem mit dem Überlasten der Motorsteuerung und anderen Bauteilen! Wenn das so gewesen wäre, hätte man sicherlich andere Wege gewählt. Jeder popelige Cassettenrecorder mit mechanischer Bedienung hat keine Probleme damit, wenn man diesen mit ständig spulen oder weiß der Teufel wie traktiert hat.....also Motor an - Motor aus ein aus ein aus usw.

Meinem Mann hat das ständige Drehen des Motors bei eingeschalteten Cassettendeck immer gestört (unnötiger Verschleiß von Motor und Riemen) und hat mal ein mehrmotorisches Deck so umgebaut, daß der Capstanmotor wirklich nur läuft, wenn die Playtaste gedrückt wird. Er hat es irgendwie mechanisch gelöst. Das funktionierte auch ganz gut. Allerdings merkte man den Anlauf auch für ca. eine zehntel Sekunde oder so am "kurzen Hochfahren" der Musik......wenn Du weißt wie ich's meine. Deshalb die gaaaannnnnz starke Vermutung, daß die permanente Drehbewegung des Capstanmotors "solche Sachen" vermeiden soll.

Wir besitzen noch ein JVC-Quickreverse-Cassettendeck mit Logic-Steuerung, bei dem der CapstanMotor "von Haus aus" erst bei eingelegter Cassette und geschlossenem Cassettenfach beginnt zu drehen.

Nun ja. Es soll kein Streitpunkt werden.

Liebe Grüße
Mary
Rabia_sorda
Inventar
#3019 erstellt: 14. Jun 2016, 23:23
Warum legst du meine Aussage zu deinen Gunsten aus, indem du sie veränderst, Mary! (?)
Von DC-Motorregelungen habe ich nicht geschrieben, sondern von Direktantrieben.


[Beitrag von Rabia_sorda am 14. Jun 2016, 23:29 bearbeitet]
Mary_1271
Inventar
#3020 erstellt: 15. Jun 2016, 21:20
Hallo


Rabia_sorda (Beitrag #3019) schrieb:
Warum legst du meine Aussage zu deinen Gunsten aus, indem du sie veränderst, Mary! (?)


Solche Sachen lernt man von deutschen Politdarstellern! Ich fühl(t)e mich von Dir nicht ernstgenommen.


Rabia_sorda (Beitrag #3019) schrieb:
Von DC-Motorregelungen habe ich nicht geschrieben, sondern von Direktantrieben.


Warum sollte das sooooo ein Unterschied sein? Auch ein Direktantrieb bei Cassettendecks dürfte mit Gleichspannung angetrieben sein. Oder sind da etwa 230 Volt Wechselstrom-Synchronmotoren verbaut worden? Was spielt es denn für eine Rolle, ob nun die Schwungmasse indirekt per Riemen angetrieben wird oder ob ein Motor quasi die Schwungmasse der Capstanwelle ist?

Egal. Ursprünglich ging es um den Irrtum von DOSORDIE, als er meinte, der Capstan läuft nur ständig, damit man ihn besser reinigen kann. Dem ist nicht so......und das ist also längst geklärt. Deine "These" kann ich jedenfalls nicht wirklich glauben. Macht aber nichts.

Liebe Grüße
Mary
Rummsundfiep
Inventar
#3021 erstellt: 15. Jun 2016, 22:15
Das permanente Laufen des Capstans soll das "anjaulen" verhindern - und Punkt.
bierman
Inventar
#3022 erstellt: 15. Jun 2016, 23:47
Was ist denn ein direkt angetriebenes Laufwerk? Meint ihr so richtig mit Motoren direkt an den Spulen/Wickeln der Kassette?
Ich habe sowas genau einmal gesehen, war ein Blaupunkt Deck von ca. Mitte-Ende 1980er, und ich hab einige hundert Kassettengeräte von innen gesehen...
Rabia_sorda
Inventar
#3023 erstellt: 16. Jun 2016, 00:18

bierman (Beitrag #3022) schrieb:
Was ist denn ein direkt angetriebenes Laufwerk? Meint ihr so richtig mit Motoren direkt an den Spulen/Wickeln der Kassette?
Ich habe sowas genau einmal gesehen, war ein Blaupunkt Deck von ca. Mitte-Ende 1980er, und ich hab einige hundert Kassettengeräte von innen gesehen...


Das was du meinst gab es u.a von Studer (A721) und Revox (B215). Dort waren 4 Motoren verbaut und hier war alles komplett direkt angetrieben.
Wir sprachen über den Capstan-Direktantrieb. Hier mal von einem Technics RS-BX626, wo man schön die Wicklungen und die Controller auf der linken Platine erkennen kann. Rechts ist die "Hallgeber"-Spule und oben der Capstan mit Festmagnet.
06
Mary_1271
Inventar
#3024 erstellt: 08. Jul 2016, 22:36
Project 88.0 Wir haben fertig.

Hallo

Es ist vollbracht. Die Lautsprecher sind mit Schaumstoffsicken- und die Passivmembran mit Gummisicke repariert zurück. Die Arbeit wurde sehr sauber durchgeführt (JH-Elektronic). Der CS-880 hat ja eine Weile auf seiner "Quäker" warten müssen, da die Tiefmitteltöner japanischem Fabrikates ein untypisches Abmaß haben (14cm) und da nicht einfach eine Sicke von einem 13er genommen werden kann. Glücklicherweise konnte doch noch Ersatz beschafft werden (ich vermute aus Holland) und die Lautsprecher konnte mein Mann jetzt einbauen.

Als mein Mann die Kiste fertig instandgesetzt und getestet hatte, war ich gerade nicht Zuhause. Das heißt, ich kam dazu, als er den CS-880 in der Stube testete. Allerdings nahm ich an, daß er unsere JVC-Boombox (RV-NB 1) laufen hat, als ich die Musik vom Flur aus hörte.
Nee. Es war der CS-880 von AIWA.

Ganz ehrlich? Es ist der fetteste Klang, den ich jemals von einem tragbaren 80er Jahre Radio-Cassettenrecorder gehört habe! Daß die Kiste gutklingen wird, war uns klar......aber so? Das hätte selbst mein Mann nicht erwartet. Wir sind baff. Ich habe zwar hier schonmal gelesen, daß der R90 von JVC noch eine Idee fetter klingen soll...... aber das kann ich mir beinahe nicht vorstellen. Vermutlich sind die Schaumstoffsicken besser als die Originalen und die weiche Passiv-Gummimembran ist ebenfalls perfekt für den CS-880.

Bei sehr hoher Lautstärke oder extrem baßstakem Material muß allerdings der Baßregler etwas zurückgenommen werden, sonst klingt es unsauber. Aber hey......welcher Recorder klingt schon bei sehr hoher Lautstärke und voll aufgedrehten Bässen noch sauber? Keiner!
Die Lautstärke ist übrigens enorm. Auf seinem Standplatz (Wandboard) mußten wir allerdings etwas unterlegen (übriggebliebener Kunstrasen), sonst hätte das Wandboard "komische Resonanzen" vonsich gegeben.
Das "DSL".....also das "Dynamic Super Loudness" System funktioniert sehr ausgewogen. Da, wo es draufan kommt, nämlich bei geringer Lautstärke, werden die Bässe kräftig erhöht, aber so, daß es trotz voll aufgedrehten Baßregler sauber klingt. Die Höhen werden nur dezent angehoben. Erhöht man die Lautstärke, "fährt" das "DSL" die Bässe gehörrichtig zurück. Wirklich exzellent gelöst, die Loudness-Korrektur.

Der nachgerüstete ECHTE Netzschalter tut seinen Dienst ebenfalls hervorragend und schont Netzteil samt Original-Einschalter.....welcher einen Wackelkontakt hatte. Leider hat auch die Netzsteckdose am Recorder eine Macke. Normalerweise schaltet diese auf Batteriebetrieb um, wenn man den Netzstecker zieht. Unsere nicht. Der Steckeranschluß hat ne Macke. Deshalb hat mein Mann kurzerhand noch einen kleinen Kippschalter nachgerüstet. Somit kann bei Bedarf manuell auf Batteriebetrieb umgeschaltet werden.

Der Sendersuchlauf geht schnell vonstatten und es lassen sich 6 Sender abspeichern. Sie werden mit zwei R6 Stützbatterien im ausgeschalteten Zustand gehalten. Powercaps gab es wohl zu dieser Zeit (1981, Baujahr unseres AIWAs) noch nicht. Der Empfang ist mehr als ordentlich. Allerdings ist die Trennschärfe des Tuners ein schlechter Witz! Wenn man beispielsweise einen schwächeren Sender, der 0,3 Mhz neben einen starken Ortssender liegt, hören will, hört man noch "Spratzler" des starken Senders mit drin. Man muß dann noch weitere 0,05 Mhz weiter weg vom starken Sender manuell abstimmen. Das hätte ich nicht erwartet, weil diese Kür sogar der SKR 500 von RFT besser beherrscht.
Das Netzteil könnte vielleicht etwas stärker sein, da schon bei mittlerer Lautstärke die Skalenbeleuchtung leicht flackert und auch das linke VU-Meter den Spannungseinbruch signalisiert. Wenn man jetzt die Batterien (9 Monozellen R20 a 1,5 Volt) zuschaltet (dank des nachgerüsteten Kippschalters geht das selbst im Netzbetrieb), stabilisiert sich die "Sache" etwas......dürfte aber auch die Batterien bis zu einem gewissen Punkt etwas entladen, allerdings diese bei kleiner Lautstärke wieder etwas "aufschocken" bzw. Akkus sogar richtig nachladen könnte.

Einen Punkt konnte mein Mann allerdings nicht reparieren. Radiosender tönen nur in Mono. Kurrioserweise ertönt immer dann ein Stereoton, wenn man es hinbekommt, die beiden Antennen so zu positionieren, daß der Sender verzerrt wiedergeben wird. Richtet man dann die Antennen wieder so, daß der Sender unverzerrt empfangen wird, bleibt der Stereoton erhalten. Man kann sogar von Stereo auf Mono und wieder zurück auf Stereo schalten, aber sobald man auch nur manuell um 0,05 Mhz verstellt und wieder zurück geht, hat es sich mit dem Stereoton. Hätte da jemand eine Idee woran das liegen könnte?

Das Cassettenlaufwerk funktioniert wieder perfekt. Selbst der Titelsuchlauf, welcher 4 Sekunden-Pausen zwischen den Titeln erfordert, funktioniert perfekt. Aufnahmen werden erstaunlich gut. Wenn man bedenkt, daß mein Mann den verschlissenen Tonkopf mit Schleifpaste aufgearbeitet hat.... Saubere Höhen, kein Jaulen, spult dank Zahnräder auch schwergängige Cassetten (ORWO) ohne murren.

Naja. Nun haben wir ihn.....den legendären AIWA CS-880 und dürfte der wertvollste Radio-Cassettenrecorder in unserer kleinen Sammlung sein. Er ist mit Sicherheit einer der besten 80er Jahre Recorder der Welt und er steht bei uns nicht nur sinnlos herum.

Bilder? Na klar gibt es noch paar Bilder.

Die Passivmembran wurde nach dem Foto nochmal nachgeweist.

01 AIWA CS-880 Reparierte Passiv-Membran klein

02 AIWA CS-880 Reparierte Passiv Membran von hinten klein

03 AIWA CS-880 reparierte Lautsprecher klein

04 AIWA CS-880 reparierte Lautsprecher von hinten klein

05 AIWA CS-880 mit Batterien bestückt klein

06 AIWA CS-880 VU-Meter klein

07 AIWA CS-880 Cassettenfenster klein

08 AIWA CS-880 in Gänze klein

09 AIWA CS-880 Passiv-Membran klein

10 AIWA CS-880 klein

12 AIWA CS-880 nachgerüsteter Netzschalter klein

13 AIWA CS-880 VU-Meter Feldstärke und Batterieanzeige klein

14 AIWA CS-880 Sender-Digitalanzeige klein

15 AIWA CS-880 Die Regler usw klein

16 AIWA CS-880 mit Kunstrasenuntersetzer klein

Liebe Grüße
Mary
Django8
Inventar
#3025 erstellt: 09. Jul 2016, 09:21
Gratuliere
.JC.
Inventar
#3026 erstellt: 09. Jul 2016, 11:35
Hi Mary,


Mary_1271 (Beitrag #3024) schrieb:
.. sonst hätte das Wandboard "komische Resonanzen" von sich gegeben.


ein Stück übrig gebliebener Kunstrasen ist ein Notbehelf.
Wenn Du wissen willst, wie gut er wirklich klingen kann, musst du ihn ordentlich akustisch entkoppeln.

Am Besten mit PU Schaum Würfel.
Die kannst Du dir selber schneiden aus dem entsprechenden Verpackungsmaterial.

Es lohnt sich !


ps
der Bass so kräftig wie vom JVC ?
Glückwunsch !
Mary_1271
Inventar
#3027 erstellt: 09. Jul 2016, 14:16
Hallo


Django8 (Beitrag #3025) schrieb:
Gratuliere :)


Danke.


.JC. (Beitrag #3026) schrieb:
...ein Stück übrig gebliebener Kunstrasen ist ein Notbehelf.
Wenn Du wissen willst, wie gut er wirklich klingen kann, musst du ihn ordentlich akustisch entkoppeln.


Beim ersten Test stand der AIWA noch auf dem Stubentisch ..... ohne Resonanzen des Selbigen, aber mit erstaunlicher Baßwiedergabe. Der Baß ändert sich auch nicht, wenn man den CS-880 trägt und er somit nirgendwo drauf steht. Das Wandboard hat vermutlich Hohlräume. Der Kunstrasen ist allerdings mit Drainagenoppen über 2cm dick (auch wenn das auf dem Foto nicht so rüberkommt). Der dürfte recht gut entkoppeln. Man hört jedenfalls keinen Unterschied mehr, wenn man den AIWA vom Board anhebt. Probieren werden wir Deinen Tip natürlich trotzdem.


.JC. (Beitrag #3026) schrieb:

ps
der Bass so kräftig wie vom JVC ?
Glückwunsch !


Also die JVC-Bassrolle RV-NB1 hat noch mehr Tiefbaß. Der CS-880 geht nicht soweit runter. Aber er reicht erstaunlich weit ran! Und das hätte ich nicht für möglich gehalten.
Wie gesagt. Nie hörte ich einen vom Baß her besseren 80er Jahre Recorder. Die Höhenwiedergabe ist auch mehr als ausreichend.

Und schwer ist die Kiste. Mit Batterien dürften locker 8-9kg zusammenkommen. Wenn man allerdings bedenkt, daß der RFT SKR 500 ebenfalls mit Batterien fast 8kg wiegt, deutlich kleiner ist (und erheblich schlechter klingt), ist der riesige AIWA dagegen beinahe noch Leichtgewicht.

Liebe Grüße
Mary
DOSORDIE
Inventar
#3028 erstellt: 09. Jul 2016, 14:32
Gibt es im Tuner keinen Trimmer für den Pilotton, ich hatte das schon öfter bei älteren Tunern, auch PLL. Wenn die Bauteile altern verstimmt sich das manchmal etwas und dann schaltet das Gerät nur noch mühsam oder gar nicht mehr auf Stereo, eigentlich gibt es aber immer einen Trimmer, wo man das nachjustieren kann.

Bei der Sony FH7 MK I schaltet das ja nur automatisch um, man kann Mono nicht erzwingen und die Sender haben erst spät in Mono geschaltet, wobei der Tuner ziemlich gut ist. Ich habe das dann so eingestellt, dass er früher auf Mono schaltet, damit das Rauschen nicht mehr stört. Bei dir ist es ja quasi umgedreht. Man muss halt auf gut Glück drehen, wenn man kein Service Manual hat, in dem Fall aber Vorsichtig sein, dass man nicht die Abstimmung vom Suchlauf verstellt oder was Anderes Wichtiges. Am besten markieren oder vorher Werte justieren.

Ein wirklich schönes, Begehrenswertes Gerät. So eine Nett Buchse sollte sich aber auftreiben lassen, die sind doch in jedem Blaster verbaut.

Wie schlägt er sich denn Lautstärke mässig gegen den NB1? So wahnsinnig laut finde ich den eigentlich auch nicht. Ich meine sogar, der GF 9000 wäre beispielsweise lauter.

Mit dem Passivmembran sollte übrigens eine wesentlich ruhigere Wiedergabe möglich sein. Beim NB1 scheppert oder Furzt bei heftigen Bässen immer irgendwas. Bei so R.SA Musik fällt das nicht auf, aber wenn man richtig bassige Technotracks mit schnellen Kicks hört, ist der schon bei leisen Lautstärken total überfordert. Man merkt einfach, dass die Treiber nicht hinterher kommen.

Seit ich 2 JBL xtreme habe, die man drahtlos paaren kann, benutze ich den Boomblaster gar nicht mehr. Die spielen zwar nicht so tief und es kommt wegen der Passivmembranen stark drauf an ob es nach Küchenradio oder Hifi Anlage klingt, aber die spielen komplett resonanzfrei, da scheppert und Furzt nix - auch in den hohen Lautstärken. Wenn das Gehäuse richtig dicht ist, sollte das beim CS880 auch so sein, die Lautsprecherkammer ist ja zusätzlich versteift.

LG Tobi
Mary_1271
Inventar
#3029 erstellt: 09. Jul 2016, 18:24
Hallo Tobi


DOSORDIE (Beitrag #3028) schrieb:
Gibt es im Tuner keinen Trimmer für den Pilotton,


Keine Ahnung. Und meine schlechtere Hälfte vermeidet es tunlichst an Regler zu drehen, deren Funktion er nicht kennt. Es wären wohl zwei oder drei Regelwiderstände auf der Tuner-Platine drauf, die er einfachmal ganz kurz entsprechend überbrückt hat, ohne das sich ein Stereosignal einstellte. Beim Abklopfen und Berühren einzelner Bauteile war dann ebenfalls sporadisch ein Stereosignal da.....bis zum Umschalten auf einen anderen Sender oder Betätigung des Sendersuchlaufes. Er vermutete irgendwo eine kalte Lötstelle und lötete sämtliche Lötstellen auf der Platine nach. Der Aufwand wurde jedoch nicht belohnt.

Nun ja. Wenn man nicht direkt davorsteht oder sitzt, ist das Stereosignal relativ egal. Der Recorder steht in der Nähe der Terrassentür und beschallt uns von drinnen nach drausen. Da ist ein Stereosignal ebenfalls "wurst". Er bräuchte jemanden, der ihm meinetwegen per Foto zeigt, welcher Regler bzw. welches Bauteil eventuell verstellt oder gewechselt werden muß. Da die Kiste aber kaum jemand besitzt, hat er da wenig Hoffnung einen Tip zu bekommen.
Beim Cassettenteil funktioniert der Stereoton. Der Azimut des Tonkopfes stimmte ebenfalls noch hervorragend, sodaß ein Justieren nicht erforderlich war. Am besten merkt man ja einen verstellten Azimut wenn man auf Mono schaltet. Haut hin.


DOSORDIE (Beitrag #3028) schrieb:
Ein wirklich schönes, begehrenswertes Gerät. So eine Netz-Buchse sollte sich aber auftreiben lassen, die sind doch in jedem Blaster verbaut.


Beim CS-880 ist noch eine Klinke-Buchse für 13,5Volt externe Stromversorgung integriert. Etwas Passendes haben wir nicht da. Deshalb wurde kurzerhand der kleine Kippschalter nachgerüstet und innen entsprechend umgelötet. Das paßt schon so.


DOSORDIE (Beitrag #3028) schrieb:
Wie schlägt er sich denn Lautstärke mässig gegen den NB1? So wahnsinnig laut finde ich den eigentlich auch nicht. Ich meine sogar, der GF 9000 wäre beispielsweise lauter.


Also die maximale Lautstärke ist schon enorm (mal ganz kurz voll aufgedreht bei Baßregler in Mittelstellung). Möglicherweise geht er etwas lauter als unser NB1. Stattfinden haben wir dieses "Battle" aus Rücksicht auf die Nachbarn (Eigentumswohnung mit weiteren 10 Eigentümern im Haus) allerdings noch nicht. Wenn mal über uns keiner da ist...... probiere ich es mal.


DOSORDIE (Beitrag #3028) schrieb:
Mit dem Passivmembran sollte übrigens eine wesentlich ruhigere Wiedergabe möglich sein. Beim NB1 scheppert oder Furzt bei heftigen Bässen immer irgendwas. Bei so R.SA Musik fällt das nicht auf, aber wenn man richtig bassige Technotracks mit schnellen Kicks hört, ist der schon bei leisen Lautstärken total überfordert. Man merkt einfach, dass die Treiber nicht hinterher kommen.


Also das hat mich am meisten überrascht. Trotz hoher Lautstärke und weitaufgedrehten Bässen klirrt und vibriert nichts am Plastkgehäuse des CS-880. Die "Lautsprecherfraktion" ist gut zum oberen Tuner-Verstärker-Cassettenlaufwerk abgeschirmt. Mein Mann hatte mal die Lautsprecher kurz am offenen Gehäuse probiert. Die beiden 14er waren aber schnell überfordert. Die brauchen also zwingend ein geschlossenes Gehäuse. Unser RV-NB1 knarzt bei höherer Lautstärke und maximalen Bässen bei baßstarkem Material (z.B. Eurodance) auch etwas unangenehm.

Die Passiv-Membran und die beiden 14er des CS-880 sieht man bei erhöhter Lautstärke schön schwingen und die beiden Tiefmitteltöner lassen sich recht stark belasten ohne das sie gleich unsauber klingen. Da finde ich, kommt der NB1 eher an seine Grenzen und man muß den Baßregler des NB1 zurückdrehen. Man sagt ja, Lautsprecher mit Schaumstoffsicken brauchen eine "Einspielzeit" um das Maximale rauszuholen. Nun ja. Der AIWA wird jetzt sicherlich öfter laufen (Radio). Mal schauen, was da noch möglich wird.

Liebe Grüße
Mary
CookieClassiC
Stammgast
#3030 erstellt: 11. Jul 2016, 20:30
Hallo Mary... einen wunderschönen Bericht habt ihr beide zusammen gekritzelt..... haaaach. Bei meinem Aiwa ist ein Kanal leider immernoch tot, drücke ich den aufnahme-Wiedergabeschalter sind beide Kanäle zwar da, der VU spinnt aber immernoch rum. Irgendwas ist da wohl durch und da viele Kabel noch gelötet sind traue ich mich nicht so ganz den weiter zu zerlegen :-(

So in etwa auf den Tag genau steht bei mir nun 7 Jahre ``der´´ GF 777. Den an meinen Eltern damals vorbei zu kriegen war schwer, die hätten den in die gleich Tonne geworfen. Daher wurde dem Postboten vorher bescheid gegeben dass ein Paket für mich unterwegs ist, dieser schickte mir dann ne SMS dass es im Lieferwagen ist. So geschehen klingelte dieser NICHT sondern schrieb wann er in meiner Strasse sein wird um alles geheim zu halten. Die Freude war riesig und alles funktioniert(e).



Lieben Gruss
Cookie
Django8
Inventar
#3031 erstellt: 12. Jul 2016, 08:02

Den an meinen Eltern damals vorbei zu kriegen war schwer, die hätten den in die gleich Tonne geworfen.

Wieso das denn?
Mary_1271
Inventar
#3032 erstellt: 12. Jul 2016, 18:09
Hallo Cookie


CookieClassiC (Beitrag #3030) schrieb:
Bei meinem Aiwa ist ein Kanal leider immernoch tot, drücke ich den aufnahme-Wiedergabeschalter sind beide Kanäle zwar da, der VU spinnt aber immernoch rum. Irgendwas ist da wohl durch und da viele Kabel noch gelötet sind traue ich mich nicht so ganz den weiter zu zerlegen :-(


Also wenn Du praktisch etwas aufnehmen willst, sind beide Kanäle da? Lassen sie sich auch per Balanceregler verstellen und funktioniert die Stereo-Mono-Umschaltung?
Das klingt relativ sicher nach einem Kontaktproblem......vermutlich am Schiebeschalter für die Aufnahme, welcher mit dieser "Verlängerung" die Verbindung Cassettenlaufwerk-Tunerteil herstellt. Wenn alle Stränge reißen, hast Du kaum eine Wahl. Versuche diesen Schieber irgendwie "rauszuziehen" und schaue nach, ob alle Kontakte dran sind bzw. nichts auf's übelste oxidiert ist. Vielleicht lassen sich auch zum Testen irgendwie entsprechende Kontakte per Draht überbrücken.

Hast Du den Umschalter für Tape, Radio und AUX schon gründlich mit Kontaktspray behandelt? Ist via AUX auch nur ein Kanal aktiv?
Konntest Du das Cassettenlaufwerk schon instandsetzen?
Großartig sämtliche Kabel würde ich vermutlich auch nicht ablöten. Es sein denn, Du hast die Kiste prinzipiell schon abgeschrieben. Dann würde ich (mein Mann macht das so) aussagekräftige Fotos machen und vielleicht noch eine Skizze dazu erstellen und dann doch ans Löten gehen. Ansonsten (also wenn wirklich alles verloren scheint) schraub die Kiste wieder zusammen (vielleicht noch das Cassettenllaufwerk instandsetzen) und stell sie "in die Bucht". Da bekommst Du mit Sicherheit immernoch mehr, als was Du dafür bezahlt hast.
Oder Du findest jemanden, der Dir bei dieser kniffligen Sache zur Hand gehen kann (was mit Sicherheit nicht einfach sein dürfte).

Ich wünsche Dir jedenfalls, daß Du's doch noch hinbekommst. Der Lohn dafür ist einer der besten 80er Jahre Recorder ever!


CookieClassiC (Beitrag #3030) schrieb:
... einen wunderschönen Bericht habt ihr beide zusammen gekritzelt..... haaaach.


Fürs Kritzeln hier im Forum bin ich leider (....was heißt leider? Gott sei Dank. ) auf mich selbstgestellt. Mein Guter ist recht schreibfaul. Er hat sich gerademal dazu durchringen können, ins Gästebuch des Herrn Hoffmeyer eine Danksagung zu hinterlassen. Das hat er allerdings gut gemacht.


CookieClassiC (Beitrag #3030) schrieb:
So in etwa auf den Tag genau steht bei mir nun 7 Jahre ``der´´ GF 777. Den an meinen Eltern damals vorbei zu kriegen war schwer, die hätten den in die gleich Tonne geworfen.


Das wäre ja ein Alptraum gewesen. Demnach hattest Du damals schon eine größere Sammlung alter Recorder und Deine Eltern dachten, Du hast das "Messi-Syndrom"?


Liebe Grüße
Mary
CookieClassiC
Stammgast
#3033 erstellt: 13. Jul 2016, 08:55
Werde mich heute Mittag, wenn die Zeit es zulässt an den Aiwa setzen und alles versuchen. Das Tapelaufwerk funktioniert soweit, habe die Schwunscheibe angedreht und da gabs keine Probleme, der Motor fehlt zwar angelötet weil sich ein Draht löste, doch das bedeutet dass er nicht durchgehend drehen musste. Wenn alles nichts hilft kommt er erstmal in den Keller und bleibt so lange bis eines Tages wieder ein Aiwa eintrifft, sollte dann das Tape, oder das Gehäuse durch sein gibt es guten Ersatz.

Mutti und eher mein Stifvater waren dagegen, so standen etwa 15 Geräte (teils geschenkt, ebay, oder vom Schrottcontainer) bei mir zuhause. Hab davon sogar noch irgendwo Bilder. Aus mehreren Gründen ging sehr sehr viel 2011 zum Recyclinghof. In den letzten paar Jahren sammelte sich wieder eine ganze Menge an, der Platz wurde weniger. Nun ist die Wohzimmerwand mit einem Regal beschmückt das mit etwa 25 Geräten voll gestellt wurde, in der Mitte davon steht sogar noch ein TV.
Klingt jetzt nach ner Deprigeschichte, manchmal braucht ein Anfang das Ende von etwas anderem....

Morgen gehts mit dem 777 zur Grundschule um eine Abschlussfeier zu beschallen, praktisch dazu ist der Mic- Eingang für die Moderation.

Nundenn, ich wünsch euch ne schöne Wochenmitte (-:
Thomy


Noch ne Frage:
Kennt sich jemand mit den Bluetoothempfängern aus ?
Hätte gern ne Platine (oder alles in Fertig) in der grösse einer Streichholzschachtel (oder noch kleiner). Daran kommt dann ein Akku oder ähnliches und 2 Chinc- Stecker um das ganze hinten an ``Aux in´´ anstecken zu können. Das Problem der meisten Boomboxen ist, dass der Aux- Anschluss an der Rückwand ist und beim Gehen kommt man immerwieder mit den Oberschenkeln an die Rückwand.


[Beitrag von CookieClassiC am 13. Jul 2016, 10:28 bearbeitet]
Mary_1271
Inventar
#3034 erstellt: 14. Jul 2016, 18:43
Hallo Cookie


CookieClassiC (Beitrag #3033) schrieb:

Mutti und eher mein Stifvater waren dagegen, so standen etwa 15 Geräte (teils geschenkt, ebay, oder vom Schrottcontainer) bei mir zuhause. Hab davon sogar noch irgendwo Bilder. Aus mehreren Gründen ging sehr sehr viel 2011 zum Recyclinghof. In den letzten paar Jahren sammelte sich wieder eine ganze Menge an, der Platz wurde weniger. Nun ist die Wohzimmerwand mit einem Regal beschmückt das mit etwa 25 Geräten voll gestellt wurde, in der Mitte davon steht sogar noch ein TV.



Na. Dann wundert mich nichts mehr. Das würde mir als Frau auch nicht passen. Wir haben zwar auch eine kleine Sammlung schöner Oldschool-Radio-Cassettenrecorder auf einen eigens dafür angebrachten Wandboard......aber das sind nur 4 Stück und ein kleines Cassettentonbandgerät ( ein KT100, das allererste DDR-Cassettentonband) und das wars. Die JVC-Boombox RV-NB1 hat einen eigenen Platz. Für den CS-880 mußte ein anderer Radiorecorder weichen. Der wird "verklitscht".
Ach ja, und die Recorder werden alle noch genutzt, vorallem der RV-NB1 und jetzt natürlich auch der AIWA CS-880, welcher u.a. mit unserer externen UKW-Antenne verbunden ist.

Wie hat sich der 777er bei der Abschlußfeier gemacht? Dürfte laut genug gewesen sein.

Bluetooth.....keine Ahnung. aber die Idee ist gut. Alternativ könntest Du auch gewinkelte Cinchstecker verwenden oder den Recorder mit Front zu den Beinen transportieren. Oder eben das Cinchkabel erst an Ort und Stelle einstöpseln.

Und sonst? Hast Du noch etwas an Deinen AIWA "richten" können?

Liebe Grüße
Mary
Til_Eulenspiegel
Stammgast
#3035 erstellt: 15. Jul 2016, 09:21
Es gab bei mir Tagen, wo ich über 80 Geräte gleichzeitig hatte. Ich kenne ein paar Sammler, die über 200 Geräte haben
Mary_1271
Inventar
#3036 erstellt: 15. Jul 2016, 19:05
Hallo

Ja gut. Da kennen wir auch jemanden. Bei dem stehen die unzähligen Geräte wie in einer Reparaturwerkstatt nach der Reparatur zur Abholung bereit dicht an dicht schräg im Regal und stauben vor sich hin. Kein Gerät angeschlossen usw. Also......da brauche ich auch nicht sammeln!
Aber das ist ja im Endeffekt jedem seine Sache.

Liebe Grüße
Mary
CookieClassiC
Stammgast
#3037 erstellt: 16. Jul 2016, 23:37


Wie hat sich der 777er bei der Abschlußfeier gemacht? Dürfte laut genug gewesen sein.

Bluetooth.....keine Ahnung. aber die Idee ist gut. Alternativ könntest Du auch gewinkelte Cinchstecker verwenden oder den Recorder mit Front zu den Beinen transportieren. Oder eben das Cinchkabel erst an Ort und Stelle einstöpseln.



1A, der 777 ist und bleibt die coolste Bude und feuerte die modernen Chartsongs ziemlich gut raus. Lies mir extra einen Stick geben um den Teenagern mit Musik dienen zu können. Noch besser war allerdings das Mikro... habs einfach mal mit gebracht und das wurde auch bestens angenommen. Es wurde gedichtet, gesungen UND beatboxen können Viertklässler auch


Und sonst? Hast Du noch etwas an Deinen AIWA "richten" können?


Der Aiwa steht schön länger unberührt rum, zurzeit fehlt ein wenig die Musse diesen wieder in Gang zu bringen, dann kam so ein neuer vierlautsprechersharpgf rein und dieser wurde auch gleich bis ins Deteil zerlegt und geputzt. Jetzt steht dieser vor der Regalwand, da schon lange kein Platz mehr darin ist... die grossen GF's sind nunmal wundertoll. Fuhr für diesen mitm Zug nach Flensburg hoch um ihn unbeschadet entgegen zu nehmen. Ca. 35 Geräte (30 davon im Regal) nenen sich mittlerweile mein Eigen. Klingt auch schon nach einem Messiverhalten, bzw. Angeberei, aber jeder von diesen landete zuerst unterm Schraubendreher um anschließend gestriegeld an der Wand bewundert werden zu könnnen.

Nunja
Lieben Gruß
Cookie Classic
CookieClassiC
Stammgast
#3038 erstellt: 31. Jul 2016, 14:12
Der Aiwa liegt immernoch genauso rum, wie vor 2 Wochen auch, was ja auch nicht schlimm ist da gute Ausweichmöglichkeiten vorhanden sind^^. Ausserdem fehlt auch ein klein wenig die Zeit zur Zeit.

Dafür gibts neue Idee'n für die Bluetooth- Austattung: Hab einen alten Kopfhörer bekommen und diesen einfach ``verkleinert´´. Alles passte wunderbar in die Ormuschel hinein, deckel drauf und fertig. Dierekt an die Lautsprecherausgänge lötete ich nen Kopfhöreranschluss der auch in dieses Gehäuse passt. Den Empfänger packe ich ins Tape und per Klinke- Chinc gehts an den LIne- In (mit angelötetem 90° Stecker). Falls es jemand ``brofässionäller´´ haben möchte nimmt sonst sowas hier:
https://www.amazon.d...words=inateck+BR1003
Ist meiner Meinung nach der Beste laut Beschreibung und Bewertungen...

Zwischendurch wurden dann auch mal alle grossen GF's gemeinsam abgelichtet.

Sharp GF 777, Sharp GF 999, Sharp GF 1000, Boombox, Ghettoblaster
Sharp GF 777, Sharp GF 999, Sharp GF 1000, Boombox, Ghettoblaster

Euch allen noch einen schönen Sonntag.

Gruss Thomy


Edit Moderation: Beitrag auf Userwunsch hin bearbeitet


[Beitrag von Duke44 am 21. Nov 2016, 19:55 bearbeitet]
Robert_A.
Neuling
#3039 erstellt: 11. Okt 2016, 20:52
Hallo Leute. Bin neu hier. Hab ein Problem bezüglich Sony CFS88l. Bis vor kurzem hab ich ihm erworben. Alles hat funktioniert nur die Riemen musst man wechseln da es beim vor oder zurückspulen hat sich schwer angetan. Mittlerweile egal bei welchen Knopf man drückt klappert irgendwie und man kann nicht mehr Kassette zum laufen bringen. Meine Frage. Was ist jetzt kaputt gegangen sind es die Riemen oder ist was schlimmeres kaputt gegangen???
bierman
Inventar
#3040 erstellt: 12. Okt 2016, 09:09
Oh, das Teil hatte ich auch mal.

So ein Klappern kann entstehen wenn noch Teile des Riemens an Teilen der Mechanik festhängen... einfach mal aufschrauben und nachsehen.

Ich war von dem Klang des CFS-88L leider ziemlich enttäuscht (selten hat ein Gerät mit so großen Lautsprechern so wenig Bass gebracht), weiß aber nicht mehr ob das an den Lautsprechern selbst lag oder ein Defekt vorlag. Hab ihn dann für sehr wenig Geld über ebay "an Bastler" verkauft, aber die Optik ist immer noch geil
Robert_A.
Neuling
#3041 erstellt: 12. Okt 2016, 16:18
Danke. Werde mal nachschauen am Wochenende.
Franz'l
Ist häufiger hier
#3042 erstellt: 16. Nov 2016, 15:57
Moin Leute,

hat evtl. noch einer von Euch einen auschlachtreifen Watson RR 5600 dumm rumliegen und möchte den unter Umständen loswerden? Ich bräuchte da ein wenig Teile für meinen, hab den gestern bekommen, aber der ist optisch nicht der beste .......... Technisch läuft er auf FM & beiden Tapes gut ........ also wär irgendwie schade drum

Danke im Voraus. Gerne als PN

Grüßle Matthias
CookieClassiC
Stammgast
#3043 erstellt: 04. Dez 2016, 22:26
Mal etwas weihnachtliches

Combi Sound UCR 1048

Schöne Adventszeit euch allen.


[Beitrag von CookieClassiC am 04. Dez 2016, 22:28 bearbeitet]
Mary_1271
Inventar
#3044 erstellt: 05. Dez 2016, 22:50
Hallo

Oh Du Fröhliche... Sieht gut aus.

Ebenfalls eine schöne Vorweihnachtszeit.

Liebe Grüße
Mary
CookieClassiC
Stammgast
#3045 erstellt: 20. Mrz 2017, 00:25
Hab mich nun mal den Potis in meinem lieblings GF 777 gewidmet...
Nach 8 Jahren fast täglicher Benutzung war es bitter nötig

Die reste des Volume- Potis, einfach ab und zu mal mit Kontaktspray rein... (Kontakt 61), was eine Sauerei
Sharp GF 777

Im vergleich die Mic- Source Kohlebahn frisch mit Wattestäbchen geputzt
Sharp GF 777

Schön eingereiht, zum Glück musste nichts mehr ausgelötet werden, nur vier Metallpinns auf biegen, Potideckel abnehmen und los gings.
Sharp GF 777

Auch aussen blieben die Spuren der Kontaktmittel nicht unsichtbar.
Sharp GF 777

Und nochmal den Wooferregler im Direktvergleich, an den Schleifkontakten der Metallbürsten ist der Schmodder schön zu erkennen...
Sharp GF 777

Alles blitze blank!
Sharp GF 777

Hoffentlich war euer WE ebenso erfolgreich, schönen Wochenstart!
Gruß Cookie


[Beitrag von CookieClassiC am 20. Mrz 2017, 10:18 bearbeitet]
Mary_1271
Inventar
#3046 erstellt: 24. Mrz 2017, 20:30
Hallo

Scheint man ja gut ranzukommen.....an die Poties.

Mein Mann verwendet als Kontaktöl das Kontakt Gold. Das ist zwar "eine Idee" teurer, aber (sicherlich) auch besser.

Mein Bester hat auch schon Poties zerlegt, gereinigt und anschließend die Gleitbahnen minimal mit Batterie-Polfett "eingeschmiert". Scheint ein Geheimtip zu sein.

Einen weiteren "Geheimtip" habe ich jetztmal irgendwo gelesen, der auch funktioniert. Mein Bester ist gerade dabei, ein uraltes Spulentonbandgerät aus Ende der 50er- Anfang 60er Jahre (DDR-Produktion) zu restaurieren. Andruckrollen gibt es für die Kisten natürlich keine Passenden mehr. Da der (DDR)Gummi aber nach weit über 50 Jahren immernoch nicht im allergeringsten brüchig war aber dennoch nicht mehr so richtig griffig, erzählte ich ihm von den Tip, von den ich gelesen habe.

Man könne alte Andruckrollen mit Walzenreiniger wieder flottmachen. Ich bestellte ihm eine Flasche....und....tatsächlich. Eine halbe Stunde und 20....30 Wattestäbchen später sah die Rolle aus wie frisch aus der Presse.
Einen Tag stehenlassen und ausprobiert. Funktioniert wie eine Neue. Unglaublich!

Wie es sich allerdings bei spröden Gummis verhält.....keine Ahnung. Aber die Sache mit dem Walzenreiniger ist echt der Clou. Hat das jemand von Euch gewußt?

Liebe Grüße
Mary
CookieClassiC
Stammgast
#3047 erstellt: 26. Mrz 2017, 12:23
Kontaktgold höre ich heute zum aller ersten mal, scheint aber ebenso gut für die Reinigung zu sein. Mir wurde geraten die Reinigung in 3 Schritten durchzuführen. 1. Kontakt 60 nur für die reinigung, 2. mit Kontakt WL (Isoprop ist ähnlich) neutralisieren (damit alle reste weg sind) 3. Kontakt 61 zum versiegeln (gegen Luftfeuchtigkeit usw wie das genannte Batteriepolfett). Und so wurde jedes Poti im 777 behandelt. Man kommt einigermassen gut drann, es ist etwas frimelig weil einige Kabel weg gedrückt werden müssen aber für dieses Ergebniss lohnt es sich zu 100%. Es handelt sich auch immernoch um den aller aller ersten 777 den ich bekam, endlich mit 4 weissen Lautsprechern (aus einst, tot gedachten Geräten).

Andruckrollen sind so ein Thema, wenn diese hart, glatt oder sogar schon rissig sind, kann man sie eignetlich nurnoch entsorgen. Von dem Walzenreiniger hörte ich bisher nichts, werd das auch mal probieren da hier ein Universum 16000 liegt der nurnoch eine Andruckrolle benötigt... war mal wieder mit dem GF 9000 unterwegs und ein Busfahrer wurde darauf aufmerksam. Die üblichen Fragen: Wo bekommt man solche Geräte, wie alt, wie viel kostet, funktioniert....? Ja, funktioniert, selber repariert, so kam eins zum anderen, er habe den Universum der etwas Pflege vertragen kann.
Ein paar Bilder von dem Tonbandgerät wären schick, ist es eines im Metallgussgehäuse, gerade diese haben einen besonderen Charme


Cookie
Handmaid
Ist häufiger hier
#3048 erstellt: 12. Apr 2017, 17:10
Hallo zusammen,

Mir ist vor einigen Tagen ein netter (kleiner) Kassettenrekorder in die Finger gefallen.
Ein schöner Universum Senator 8800 Super Stereo.
Erstmal sagte er keinen Mucks, Es ging nur das Licht an.
Also aufschrauben und checken... Nach einigem hin und her probieren stellte sich heraus, dass der Einschalter (Schiebeschalter) eine Macke hat. Reinigen hat leider nur dazu geführt, dass es ab und zu brummte beim Schalten. Also den kompletten Schalter ausgelötet und geöffnet. Bei einem der kleinen Reiter war ein Stückchen abgebrochen und unauffindbar verschwunden. Ich hatte noch einen ähnlichen Schalter in einer Kiste liegen,also kurzer Hand einen der Reiter ausgebaut und ersetzt. Nach dem Einlöten hat es wieder funktioniert. Jetzt noch alle weiteren Schalter, Potis und das Tapedeck gereinigt und nun spielt der Senator wie am ersten Tag. Zum Abschluss habe ich dem Gerät noch eine neue Skalenbeleuchtung mittels zweier grüner LEDs spendiert. Die originale Skalenbeleuchtung hat zwar funktioniert, allerdings konnte man da nicht wirklich von einer Beleuchtung sprechen
Universum 8800
Der Klang in der Wohnung ist wirklich sehr gut und lässt keine Wünsche offen. Im Freien allerdings ploppt der Bass ganz schön, schon bei relativ geringer Lautstärke. Also noch ein Paar Hochleitungsboxen von Universum angeschlossen und ich war beeindruckt. Nicht das geringste Grundrauschen ist wahrnehmbar. Hervorheben kann ich hier die Trennschärfen, das Teil ersetzt tatsächlich eine große Stereoanlage und ist dabei tragbar. Die Lautsprecher haben nun ein paar Edelstahlgriffe bekommen und Tennisballhälften als Füße. Damit lässt sich die Stereoanlage super in den Garten tragen. Jetzt kann ich selbst draußen hervorragenden Sound genießen.
Universum Senator 8800
Die Universum Lautsprecher Boxen sind aus der kleinen Bucht für 20 Euro bei mir gestrandet und klingen wie erwartet ausgezeichnet. Nach einer neuen Lackierung sehen sie auch wieder ganz ansehnlich aus. Sie bringen auch ein ordentlich Gewicht auf die Waage. Sofern die Universum Lautsprecher mit Hochleistungsbox beschriftet wurden, kann man die wirklich kaufen und macht dabei keinen Fehler. Nach meiner Recherche haben die damals um 1980 knapp 500 DM pro Pärchen gekostet. Was ja auch ein stolzer Preis war.
Universum Hochleistungs-Lautsprecher

Viele Grüße von der Spree,
Handmaid


[Beitrag von Handmaid am 12. Apr 2017, 17:10 bearbeitet]
Django8
Inventar
#3049 erstellt: 13. Apr 2017, 07:45
Cooles Teil - wirklich beeindruckend !
Mary_1271
Inventar
#3050 erstellt: 16. Apr 2017, 15:24
Hallo


CookieClassiC (Beitrag #3047) schrieb:
Ein paar Bilder von dem Tonbandgerät wären schick, ist es eines im Metallgussgehäuse, gerade diese haben einen besonderen Charme


Das Tonbandgerät ist ein Smaragd BG 20/5 aus dem Meßgerätewerk Zwönitz, allerdings in einer anderen Farbe. Das Gehäuse (aus Holz) ist in Grau/Rotbraun und die Abdeckung, wo die Bänder sozusagen "eingebettet" werden, ist braun. Das Chassis ist jedoch aus Alu.

Das Schwungrad mit der Capstanwelle wiegt schätzungsweise 1,5kg! Das gesamte Gerät wiegt über 18kg.

P1040159

Köpfe und Andruckrolle

P1040173

Chassis

P1040184

Das Smaragd ist modular aufgebaut. Netzteil und Entzerrer sind eigene Bausteine. Die alte Kiste besitzt eine Magnetkupplung und keine Gummireibräder.
Mein Bester hat zwar über 20 Bauteile erneuert (Kondensatoren), aber der Smaragd macht noch Zicken. Irgendetwas will noch nicht. Er hat den Smaragd erstmal beiseite gelegt und baut sich derzeit ein Spulentonband von Philips (N 4515) auf. Das spielt natürlich in einer ganz anderen Liga, ist aber recht servicefreundlich aufgebaut und besitzt 3 Motoren.
Vielleicht stelle ich's mal vor, allerdings nicht bei den Cassettenrecordern hier.


Handmaid (Beitrag #3048) schrieb:

Mir ist vor einigen Tagen ein netter (kleiner) Kassettenrekorder in die Finger gefallen.
Ein schöner Universum Senator 8800 Super Stereo.


Ein schöne und recht seltene Kiste. Viel Spaß damit. Die LED-Skalenbeleuchtung finde ich gelungen. Für mehr Gleichmäßigkeit (die Mitte der Skala) hättest Du jedoch 3 Stück verbauen sollen, Aber das kannst Du ja noch erledigen.

Liebe Grüße und frohe Ostern
Mary


[Beitrag von Mary_1271 am 16. Apr 2017, 15:25 bearbeitet]
Handmaid
Ist häufiger hier
#3051 erstellt: 17. Apr 2017, 07:53

Die LED-Skalenbeleuchtung finde ich gelungen. Für mehr Gleichmäßigkeit (die Mitte der Skala) hättest Du jedoch 3 Stück verbauen sollen, Aber das kannst Du ja noch erledigen.


Da hast du absolut recht. die Absicht hatte ich auch! Allerdings, man glaubt es bei der Größe der Kiste kaum, aber es gibt leider keinen Platz die Skalenbeleuchtung zu verbessern. Die Stationswahltasten hätten dann Probleme bekommen. Das Gehäuse ist gerade an der Skala so knapp dimensioniert, dass man nur mit roher Gewalt noch eine weitere LED unterbringen könnte. Meine erste Idee war es einen schmalen LED-Streifen zu verbauen, aber selbst der passt ums verrecken nicht rein ohne dass er sichtbar wäre. Die Skala hätte aus Plexi sein müssen und von hinten beleuchtet. Dann hätte man wesentlich bessere Chancen gehabt, aber so ist das, alles was geht ohne gewalttätig werden zu müssen.

Vielen Dank für deinen Kommentar und beste Grüße von der Spree,

Handmaid
DOSORDIE
Inventar
#3052 erstellt: 17. Apr 2017, 08:47
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Mary_1271
Inventar
#3053 erstellt: 17. Apr 2017, 12:04
Hallo

Ist das Deine "Spule" Tobi? Macht schon was her....so ein Spulentonbandgerät.
Was ist das für eine Marke? Revox?
Was "fährst" Du da für Bänder?



Handmaid (Beitrag #3051) schrieb:
Allerdings, man glaubt es bei der Größe der Kiste kaum, aber es gibt leider keinen Platz die Skalenbeleuchtung zu verbessern.


Stimmt. Man mag es nicht glauben. Aber naja..... so schlimm ist das nun auch nicht. Vielleicht hätte es ja LEDs mit einer größeren Streuung getan. Meist bündeln die LEDs ja das Licht. Aber deswegen (probieren) nochmal die ganze Kiste auseinanderreißen würde ich nun auch nicht unbedingt.wollen.

Liebe Grüße
Mary


[Beitrag von Mary_1271 am 17. Apr 2017, 12:05 bearbeitet]
Handmaid
Ist häufiger hier
#3054 erstellt: 17. Apr 2017, 15:41

Aber naja..... so schlimm ist das nun auch nicht. Vielleicht hätte es ja LEDs mit einer größeren Streuung getan. Meist bündeln die LEDs ja das Licht. Aber deswegen (probieren) nochmal die ganze Kiste auseinanderreißen würde ich nun auch nicht unbedingt.wollen.


Ich hatte erst noch andere LEDs drinnen, aber die waren leider noch dunkler als die originalen Lämpchen. Danach habe ich extra besonders helle LEDs bestellt, die dann leider das Licht stark bündelten. Zu guter Letzt habe ich dann mit Alufolie das Licht brechen lassen, um die Ausleuchtung zu verbessern. mit jedem öffnen wurde es etwas besser aber nach dem 4. Mal hatte ich dann den jetzigen Status erreicht und die Skala ist bei Dunkelheit komplett erkennbar, damit war das primäre Ziel erreicht und ich hatte schlicht keinen Bock mehr noch länger an dieser Kleinigkeit zu basteln. Letztlich funktioniert wieder alles, sogar das Tapedeck und das Teil klingt dabei auch noch super. Beim Osterfeuer hatte der Universum mit seinen nun tragbaren Boxen dann Premiere und durfte unser illustre Gesellschaft beschallen. In freier Wildbahn klingt das Ding wirklich perfekt und alle waren begeistert, dass man draußen nicht zwangsläufig einen Blechbuttler beschäftigen muss.

Viele Grüße von der Spree,
Handmaid
DOSORDIE
Inventar
#3055 erstellt: 17. Apr 2017, 16:09
Ja Mary, das ist mein japanischer Traum, die legendäre Akai GX 747. 6 Köpfe für Aufnahme mit Hinterbandkontrolle in beide Richtungen, Computersteuerung mit Tipptastenlogik, programmierbares Bandzählwerk, EE Band fähig (war Ende der 70er bis Anfang der 80er ein Versuch das Tonband in den niedrigen Geschwindigkeiten auf oder über das Niveau guter Cassettendecks zu bringen.

Bei 9,5 cm/sec ist der obere Hochtonbereich wie auch bei Ferro Cassetten doch etwas gedämpft - da kann die Maschine noch so gut sein und auf dem Blatt die 20 kHz erreichen, bei 19 cm/sec verschwindet das Problem, dafür hat man aber bei 4 Spur Maschinen immer ein Gegensprechen von der Nachbarspur, das hört man dann als dumpfes Grollen oder eben wirklich leise rückwärts Musik von der anderen Seite.

EE Band ist nichts Anderes als Chromdioxid oder Substitut für Tonband, es gibt da auch die bekannten Marken XL II und SA. Die EE Bänder sind aber sehr teuer, deshalb habe ich nur eine einzige Spule, im Vergleich zur Cassette hat es eben auch genau den selben Effekt, besserer Hochtonbereich und weniger Rauschen. Ansonsten habe ich XL I von Maxell, ein UD und mehrere LPR 35 von BASF sowie RMG. Musste die Maschine halt jedes Mal um messen.

Es gibt noch eine dbx Variante, die wohl ähnlich der TEAC X 1000 nahezu komplett Rauschfrei ist, leider gibt es die aber nur mit Zappelzeigern und nicht mit diesen schönen LED Ketten. Außerdem ist der Schriftzug da schwarz und die dbx Taste sieht wie nachträglich in die Front eingearbeitet aus, irgendwie deplatziert.

Bei mir wurde Alles ne bedruckt und abgeschliffen, gebürstet, eloxiert, weil sie wirklich nicht mehr schön aussah, dank eines freundlichen Helfers im Bandmaschinenforum, sieht sie jetzt fast aus wie neu aus dem Laden, gerade die Klappe ist bei vielen Maschinen abgebrochen. Für mich die schönste Maschine überhaupt und klanglich auf höchstem Niveau im 4 Spur Bereich, wenn man ohne Kompander leben kann. Dementsprechend viel Geld habe ich investiert, mit optischer und technischer Aufarbeitung über 2000 Euro. Steht glaube ich auch im County Museum of Modern Art.
Mary_1271
Inventar
#3056 erstellt: 18. Apr 2017, 02:05
Hallo Toby

Eine Akai also. Schönes Ding. Hast Du dafür auch eine Staubschutzabdeckung? Die Preise für diese Geräte sind ja ein Alptraum! Die werden bei Ebay über den Neupreis (2900,-DM) gehandelt. Hut ab. Kommst Du gut an die Köpfe zum reinigen ran?
Von Autoreverse- "Reel to Reels" habe ich bis vor kurzem noch nichts gehört. Schon Wahnsinn. Da braucht man nichtmal die Spulen umstecken. Aber bei 6 Köpfen dürfte das eventuelle Einstellen zu einer Wissenschaft werden.
Chromband für Spulentonbänder? Ich bin da nicht auf den laufenden. Guck an. Da kannst Du sicherlich von Hand die Bandsorte wählen?

Mein Mann hat da auch nicht so die Ahnung, ist aber fasziniert von seiner Philips N4515. Die Kiste ist eigentlich fertig, wartet aber noch auf einen neuen "Zappelzeiger". Der für den linken Kanal ist schwergängig. Aber er hat schon ein billiges Ersatzgerät "aus der Bucht" gefischt. Alles in allem kostet uns das "Projekt N4515" mit neuen Riemen und neuer Andruckrolle nur ca. 180,-€ ..... wobei die neue Andruckrolle schon mit satten 50,-€ zu Buche schlägt. Zum Gerät waren beim Kauf auch noch etliche 18er Aluspulen und zahlreiche Bänder dabei, die ja schon für sich eine Menge "Kohle" kosten. Aus DDR-Zeiten besitzen wir noch ORWO-Bänder vom Typ 131. Das sind 18µ Bänder (Dreifachspielband). Laut seinen Tests klingen die Aufnahmen mit diesen Bändern bereits bei 9,5er Geschwindigkeit haargenau wie die Quelle. Selbst die 4,76er Geschwindigkeit klingt einigermaßen.....wobei es allerdings sehr weit vom Klang guter Cassettenrecorder (selbe Geschwindigkeit) entfernt sein soll. Davon hatte er sich mehr versprochen. Eine 18er Spule mit Dreifachspielband wäre somit pro Seite satte 6 Stunden gelaufen. Nun ja. 3 Stunden pro Seite tun es auch. Ein Zweifachspielband (25µ) vom Typ AGFA PE46 kommt bei 9,5er Geschwindigkeit an die 18µ Bänder ran. Vermutlich ist es so....je dünner ein Band, desto besser kann es sich an die Köpfe "schmiegen". An den Aufnahmekopf kann man bei Bedarf zusätzlich einen Filz andrücken lassen. Mit den etwas dumpferen Klang bei 9,5er Geschwindigkeit kann er nur bei 35µ oder 50µ Band nachvollziehen. Vielleicht hast Du ja die Möglichkeit mal ein dünneres Band zu testen und kannst die besseren Höhen bei 9,5cm/s bestätigen. Leider hat das Gerät keine externe BIAS-Regelung. Er konnte es aber Dank Service-Unterlagen an zwei Regelwiderständen passend einstellen.

Ausgestattet ist das Gerät phantastisch. 3 Bandgeschwindigkeiten, 3 Köpfe mit Hinterbandkontrolle, regelbare Umspulgeschwindigkeit, 3 Motoren. Das Gerät ist Logic-gesteuert und weiß der Teufel was noch. Das mit dem Übersprechen anderer Spuren kann er allerdings nicht nachvollziehen. Das sollte eigentlich nicht passieren. Etliche Testaufnahmen hat er in seinem Bastelkeller auch schon damit gemacht. Ich habe das Gerät noch nicht gehört und muß jetzt mal seinen Aussagen glauben.

@Handmaid

Ja klar. Mit zusätzlichen Boxen klingt die Kiste bestimmt gut. Das will ich glauben. Viel Spaß damit bei der nächsten Fete.

Liebe Grüße
Mary
DOSORDIE
Inventar
#3057 erstellt: 18. Apr 2017, 16:19
Nee die Staubschutzabdeckung habe ich nicht, sieht aber auch nicht so cool aus.

Ja für die Umschaltung gibt es eine EE Taste und es gibt auch einen Bias Fine Regler. Einen Einmesscomputer oder Einmesshilfe hat das Gerät aber nicht. Es gibt eine Kabelfernbedienung und einen Empfänger für Infrarot und man kann ein zusätzliches Netzteil anschließen um Zählerstände zu speichern wenn das Gerät aus ist, das ist ganz geschickt gemacht, denn es gibt kein Standby und im Timer Betrieb würde das Gerät ja sowieso komplett abgeschaltet und so wäre der Zählerstand dann immer weg.

So dünne Bänder laufen auf 3 Motoren Laufwerken nicht zuverlässig, das sollte man nicht machen, klar zu dick dürfen sie auch nicht sein aber optimal ist 35 Micron.

Also ich habe ja auch noch eine Grundig TK 600 und über die eingebauten Lautsprecher ist der Unterschied zwischen Vor und Hinterband in den Höhen wirklich nicht hörbar, schließe ich das Gerät aber an meine Stereoanlage an höre ich das direkt. Es kann auch sein, dass es kaum ins Gewicht fällt, kommt auch stark auf die Musik an. Ist wie gesagt eher wie beim Vergleichen zwischen Ferro und Typ II Cassetten und kann auch gut sein, dass es Vielen gar nicht mehr auffällt, weil es sich wirklich nur um den obersten Frequenzbereich handelt.

Wobei man auch sagen muss dass Philips und Grundig irgendwie so eine Spezialentzerrung hatten. Ich hatte mal ein TK 745, das konnte auch 4,75 mit HiFi, klang dafür schon ganz gut, hat aber in den Höhen eklig gezischelt, habt ihr das bei eurem Gerät auch? Dafür war aber halt der Rest nicht so geil, in den großen Maschinen ist halt wenig Mechanik und viel Elektronik, einen Verstärker oder eingebaute Lautsprecher haben die großen Geräte übrigens nicht, ebenso wenig wie einen Andruckfilz, der Kopfkontakt wird da durch den Zug der Motoren hergestellt, die gegeneinander laufen, viele Bänder, die auf einem Gerät mit Andruckfilz noch annehmbar bespielbar sind, sind auf den Grossspulern oftmals nicht mehr verwendbar, insofern ist das mit dem Kopfkontakt gar nicht so abwegig. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es eher mit der Einmessung zusammenhängt, denn die ist bei unterschiedlichen Dicken nie exakt gleich, dadurch kann auch durch eine leichte Übersättigung der Höhen der Eindruck entstehen, dass obenrum mehr los ist als sonst.

Die Autoreverse wird durch Schaltstreifen realisiert, die man an den Vorspann klebt, so kriegt man 6,5 Stunden Musik am Stück in Stereo, In Mono muss man aber die Spuren von Hand umschalten, sonst gingen bis zu 13 Stunden.

Das Gegensprechen ist eigentlich immer vorhanden, nur wird es meistens erst auf den höheren Geschwindigkeiten deutlich wahrnehmbar. natürlich fällt das bei Popmusik bei relativ konstantem Pegel eher in den Ruhepausen auf, ansonsten ist es natürlich nicht hörbar, wenn man leere Bänder frisch bespielt, logischerweise muss auf der Gegenspur was drauf sein. Das kommt durch die Zickzack Aufteilung der Spuren, Anfangs wurde die Viertel Spur Technik nämlich eingeführt um mehr auf die Bänder drauf zu kriegen, um die Kompatibilität zwischen Mono und Stereo Geräten zu erhalten läuft Seite 1 auf Spur 1 und 3 und Seite 2 auf Spur 2 und 4, durch dieses "Gegeneinander" entsteht das Gegensprechen.

Auch wenn die Philips Geräte klanglich ziemlich gut waren, kann ich mir nicht vorstellen, dass dort das Gegensprechen nicht zumindest bei 19 cm/sec vorhanden ist, denn ich hatte viele Bandmaschinen und das war selbst bei den hochgelobten Revox Geräten vorhanden.

LG Tobi
bierman
Inventar
#3058 erstellt: 19. Apr 2017, 09:18
Stimmt.
Ich hatte selbst zwei oder drei Uher Vierspurgeräte und ein vierspuriges Koffergerät von Grundig, irgendwie kam immer was von den benachbarten Spuren durch. Schätze die Übersprechdämpfung auf maximal 40dB...
Keine Ahnung warum, aber diese Kenngröße war bei Cassetten von Anfang an (?) besser.

Muss dazu aber auch ergänzen dass ich nie Zugang zu einer komplett intakten und top gewarteten Bandmaschine hatte und auch nie neues Bandmaterial bespielt hab. Bei Tapedecks sah das anders aus, wobei ich wirklich hochwertige Geräte auch erst hatte als die Ära eigentlich schon vorbei war.

Spätestens bei der Dance-Musik der 90er (ob man sie nun mag oder nicht, ich hab das damals mit 10,11 Jahren halt gehört) war der Unterschied zwischen CD und Tape immer hörbar. Entweder im Hochton hat _einiges_ gefehlt, oder war undeutlich-verwaschen-verzerrt. Vor allem die Hi-Hats gehen halt voll bis 20kHz.


Was mich immer wieder fasziniert ist wie gut sich die Bänder doch halten. Eine im schmuddeligen Keller vergessene Kassette mag nach 20 Jahren etwas Höhenverlust haben, sie ist aber noch einwandfrei abspielbar. Mein Vater hat heute immer noch einige Tapes im Auto die er vor meiner Geburt aufgenommen hat. Ich habe teilweise Tapes (vom Sperrmüll) aus Mitte-Ende der 70er neu bespielt (z.B. einfach mal meine DJ Sets mitgeschnitten) und auch hier ist der Sound nicht perfekt aber absolut noch in Ordnung.
Meine ersten CD-R werden in diesem Jahr 20 Jahre alt. Nun ist das meiste darauf inzwischen inhaltlich für mich obsolet - klar, nicht nur Geschmack ändert sich, vieles habe ich inzwischen ja auch "original" - aber gerade im Auto haben die Kassetten ihre Vorteile unter Beweis gestellt.
Django8
Inventar
#3059 erstellt: 19. Apr 2017, 09:28

Spätestens bei der Dance-Musik der 90er (ob man sie nun mag oder nicht, ich hab das damals mit 10,11 Jahren halt gehört) war der Unterschied zwischen CD und Tape immer hörbar. Entweder im Hochton hat _einiges_ gefehlt, oder war undeutlich-verwaschen-verzerrt. Vor allem die Hi-Hats gehen halt voll bis 20kHz.

Na ja, es gibt (vieeeeeeeeeeeeel) Schlimmeres. Zum Beispiel 99% des heutigen "Mainstream-Sounds" . Ich denke nicht, dass der klangliche Unterschied zwischen CD und MC im begrenzenten Frequenzbereich der MC liegt (alles über 15 KHz hört doch eh' keiner und bis dahin schafft es auch eine "gute" MC). Vielmehr dürfte es daran liegen, dass halt die Kassetten im Hochtonbereich generell so ihre potenziellen Probleme haben. Zudem vermute ich, dass wohl Deine MCs in den 1990ern nicht optimal (aufgenommen) waren . Da hätte man sicher mehr rausholen können ("hochwertiges" Bandmaterial, "hochwertiges" Tape-Deck, ideale Aufnahmeeinstellungen und ein bisschen Glück, dass das alles zusammen harmoniert )


[Beitrag von Django8 am 19. Apr 2017, 09:30 bearbeitet]
bierman
Inventar
#3060 erstellt: 19. Apr 2017, 11:10
Ach, "schlimme" Popmusik gab es auch schon immer. Frank Fa... war in den 70ern schon aktiv, und er war nicht alleine
Ich bekomme nicht viel vom heutigen Mainstream-Sound mit, merke aber wie schnell der sich wandelt und wie viel unterschiedliches Zeugs im Radio läuft - auch wenn mir nicht viel davon gefällt, alleine aufgrund der Schnelllebigkeit schon kein Hass an dieser Stelle. Ich erinnere mich noch gut als 1997/98 das furchtbare "my heart will go on" einer kanadischen SchmalzTrulla zehnmal täglich zu hören war, gefühlt zwei Jahre lang, und das hat auch noch Überlänge^^

Die Hochton-Aussteuerbarkeit auch von Type II Bändern ist nun mal begrenzt, irgendwer hatte das mal auf die Partikelgröße in Relation zur Bandgeschwindigkeit runtergerechnet. Irgendwo ist da sowas wie eine natürliche Grenze, bei der ein derart kompromissbehaftetes analoges Medium eben nicht weiter kommt. Heute höre ich noch bis 16kHz ganz gut, damals war es sicher mehr. Sicherlich haben auch die verwendeten Geräte damit zu tun, doch inzwischen hatte ich recht hochwertige Tapedecks und der Eindruck ist im großen und ganzen immer noch der gleiche.
Wie hoch ist eigentlich der typische Signal-Rauschabstand bei einfachen und "besseren" Geräten und Bändern? Bei üblichen Bändern wohl kaum mehr als 40dB, und im Hochton noch mal weniger. Klar dass dabei vielleicht eine Coldplay-artige Wall-Of-Sound noch dargestellt werden kann, schnelle elektronisch produzierte 16tel HiHats eben nicht mehr.
Mein Versuch, damals die "Brothers in Arms" in möglichst hoher Qualität für unterwegs auf eine Kassette zu spielen, war auch nicht von Erfolg gekrönt. Das halbe Album geht im Rauschen unter wenn man es aus Kompatibilitätsgründen ohne Dolby aufnimmt. Heute würde ich wohl einen sanft eingestellten Kompressor davorschalten.
DOSORDIE
Inventar
#3061 erstellt: 19. Apr 2017, 13:13
Ich weiß gar nicht was an der Brothers in Arms so schwierig und gut ist, dass die alle so als Referenz hinstellen. Ich finde die ist irgendwie typisch 80s mäßig mit viel Effektgeklatsche und DX7. Ob nu Digital 20 Bit Blah Blah oder nicht. Ich meine ich mag ja speziell dieses Sounddesign, aber in der Zeit gab es doch Mega viel, was haargenau so klingt oder besser... und gute Analogmasters klingen kaum schlechter. Billy Joel's 52nd Street war ja eine der ersten CDs, das Album ist aber eigentlich aus den 70ern und ich finde das soundtechnisch hervorragend.

Genau wie dieses öde Eagles unplugged Album wo von den HiFi Schwaflern für den Kabelklang Test dann immer Hotel Carlofornia angehört werden muss.... ich meine dass die Platte ohne Zweifel erhaben klingt mag ja stimmen, aber da gibts echt genug andere gute Aufnahmen...

Und zur Popmusik: Frank Farian hat ja Einiges rausgehauen wo man oft nicht hört, dass er dahinter steckt. Milli Vanilli finde ich vom Sound her schon echt ziemlich gut, auch einige wirklich schöne Stücke. Es gab früher natürlich auch viel Mist aber irgendwie hat da die ganze Maschinerie anders funktioniert und selbst die Modern Talking Hits aus den 80ern gehen mir nicht so derart auf den Sack wie die Popmusik seit Mitte/Ende der 90er.

Mir hat mal ein Produzent erzählt dass sich Refrain und Strophe heute stark voneinander unterscheiden müssen, in Wirklichkeit wird der Mainstream aber immer öder und gleicher, weil alles so auf Durchhörbarkeit optimiert ist, dass es viel zu anstrengend wäre etwas Anderes als einen Mittelmäßigen Refrain einzubauen.

Son richtiges Brett findet man doch nur noch selten in den Charts und die Masse gewöhnt sich an Alles, sobald die ersten Emotionen mit dem Stück verbunden werden, weil es überall dudelt.

Trotzdem, wenn ich 1985 in die Charts gucke, finde ich da unendlich viele Bretter, heute bin ich froh wenn ein Song dabei ist, den ich mag.

LG Tobi


[Beitrag von DOSORDIE am 19. Apr 2017, 13:20 bearbeitet]
Django8
Inventar
#3062 erstellt: 19. Apr 2017, 14:43

Es gab früher natürlich auch viel Mist aber irgendwie hat da die ganze Maschinerie anders funktioniert und selbst die Modern Talking Hits aus den 80ern gehen mir nicht so derart auf den Sack wie die Popmusik seit Mitte/Ende der 90er.

Da bin ich ganz bei Dir . Sorry, aber der heutige Mainstream ist für mich grösstenteils nicht zu ertragen . Vielleicht werde ich langsam alt, aber... Irgendwer feat. noch irgendwer (alleine schafft man es wohl nicht, einen solchen Müll rauszulassen - da braucht's schon zwei). Meistens irgendwelche Gören, die da "stimmlich" am Werk ist. Die Strophe klingt meistens, als hätten sie grad schlimme Menstruationsbeschwerden und schwerwiegende Depressionen, der Refrain dann, als wären sie auf LSD. Egal, Hauptsache es zieht auf sämtlichen Social Media-Kanälen. Wegwerfmusik pur, hält sich i.d.R. nicht länger als ein paar Wochen, dann kommt schon der nächste Mist. In zehn Jahren wird sich NIEMAND mehr auch nur an einen dieser Songs erinnern können.

Sorry fürs OT
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