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BIG Radio's/Ghettoblaster

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Django8
Inventar
#3062 erstellt: 19. Apr 2017, 14:43

Es gab früher natürlich auch viel Mist aber irgendwie hat da die ganze Maschinerie anders funktioniert und selbst die Modern Talking Hits aus den 80ern gehen mir nicht so derart auf den Sack wie die Popmusik seit Mitte/Ende der 90er.

Da bin ich ganz bei Dir . Sorry, aber der heutige Mainstream ist für mich grösstenteils nicht zu ertragen . Vielleicht werde ich langsam alt, aber... Irgendwer feat. noch irgendwer (alleine schafft man es wohl nicht, einen solchen Müll rauszulassen - da braucht's schon zwei). Meistens irgendwelche Gören, die da "stimmlich" am Werk ist. Die Strophe klingt meistens, als hätten sie grad schlimme Menstruationsbeschwerden und schwerwiegende Depressionen, der Refrain dann, als wären sie auf LSD. Egal, Hauptsache es zieht auf sämtlichen Social Media-Kanälen. Wegwerfmusik pur, hält sich i.d.R. nicht länger als ein paar Wochen, dann kommt schon der nächste Mist. In zehn Jahren wird sich NIEMAND mehr auch nur an einen dieser Songs erinnern können.

Sorry fürs OT
bierman
Inventar
#3063 erstellt: 20. Apr 2017, 13:05
Sorry auch, ich hab ja damit angefangen

Finde so Dinger wie Chainsmokers - Don't Let Me Down oder die meisten Diplo/Major Lazer Produktionen zumindest erträglich, glaub den übelsten Pop bekomme ich bei Eins Live gar nicht zu Gehör...

Und was die Brothers angeht, es ist halt eine der wenigen Platten wo alles zusammen kommt:
vielseitige stark unterschiedliche Lieder
keine Füller
starke Komposition
Spitzen Soundqualität
gute Lyrics
Wiedererkennungswert
exzellente Musiker
musikalische Dynamik
Spielfreude
ein roter Faden der sich durch das Album zieht
uvm.
da müsste ich jetzt erstmal überlegen was noch nahekommt.


Aber hier ging es ja um Ghetto Blaster.
Hab hier vor kurzem den Universum 16000 von nem Kollegen aufgegeben, da ist einfach zu viel kaputt:
Tape: Tonkopf abgenutzt und dejustiert, Motor lauter als er sollte, Riemen und alles aus Gummi war hin, ein Kanal wesentlich lauter als der andere
Tuner: massive Kontaktprobleme, FM verstimmt (mutet bei genau getroffener Frequenz), Stereodecoder zickt auch)
Allgemein: massive Kontaktprobleme vor allem am "Function"-Schalter. Loudness funktioniert nicht, Brummen und Rauschen

werd mal mit ihm quatschen, villeicht wird ihm ein Bluetooth-Umbau gefallen. Das Gehäuse ist auch eher schlecht erhalten.
Handmaid
Ist häufiger hier
#3064 erstellt: 20. Apr 2017, 14:43

Hab hier vor kurzem den Universum 16000 von nem Kollegen aufgegeben, da ist einfach zu viel kaputt:


Bei der Latte an Fehlern hätte ich vermutlich auch aufgegeben.

Schade drum...
Mary_1271
Inventar
#3065 erstellt: 20. Apr 2017, 17:07
Hallo


DOSORDIE (Beitrag #3057) schrieb:
Nee die Staubschutzabdeckung habe ich nicht, sieht aber auch nicht so cool aus.


Auch wenn sie vielleicht nicht soooo "cool" aussieht....sie schützt aber vor Staub klick.


DOSORDIE (Beitrag #3057) schrieb:
So dünne Bänder laufen auf 3 Motoren Laufwerken nicht zuverlässig, das sollte man nicht machen, klar zu dick dürfen sie auch nicht sein aber optimal ist 35 Micron.


So. Ich habe mir in den letzten 2 Tagen viel über Spulentonbandgeräte "angelesen" und meinen Mann über das N4515 "ausgehorcht". Alles kann man ja nicht wissen.
35µ Bänder sind (waren) unter sogenannten Langspielbändern im Sortiment zu finden. Meiner Recherche nach waren diese Bänder auf Geräten mit ruppigen Bremsen und hohen Bändzügen dünneren Bändern vorzuziehen. Daß nun auf dreimotorigen Laufwerken 25µ oder 18µ Bänder nicht zuverlässig laufen sollen, wird man wahrscheinlich pauschal genausowenig sagen können wie z.B. C-120 Cassetten angeblich nicht zuverlässig laufen sollen. Ich schwöre auf 120er Cassetten, die bei mir noch nie irgendwelche Probleme verursacht haben.
Das 3-motorige N4515 arbeitet sicher genauso wie Deine Akai. Der Motor für den abzuwickelnden Bandteller dreht- oder will gemächlich in die entgegengesetzte Richtung drehen und baut so den Bandzug auf. Der Andruckfilz ist nur für den Aufnahmekopf bei Bedarf zustellbar.

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DOSORDIE (Beitrag #3057) schrieb:
Also ich habe ja auch noch eine Grundig TK 600 und über die eingebauten Lautsprecher ist der Unterschied zwischen Vor und Hinterband in den Höhen wirklich nicht hörbar, schließe ich das Gerät aber an meine Stereoanlage an höre ich das direkt.


Die Philips N4515 hat keine eingebauten Lautsprecher! Ich habe es heute mit eigenen Ohren über halbwegs gute Kopfhörer nachvollzogen. Ab 9,5er Geschwindigkeit praktisch kein Unterschied zur Quelle. Die Aufnahme ist sogar minimal heller (mit Hinterbandkontrolle überprüft) Die 19er ist kaum nennenswert besser. Benutzt wurde dafür ein 18µ Band. Ein 35µ Band war da bei 9,5er hörbar etwas schlechter. Laut Anleitung geht das N4515 bei 4,76er bis 11khz, bei 9,5er schon bis zu völlig ausreichenden 18khz und die 19er bis 25khz..... was man eh nicht mehr hört.
Wenn man bedenkt, daß Anfang der 80er Jahre ein Cassettendeck bereits an der 20khz-Marke kratzte, ist es doch ein Witz, daß es ein Spulentonband mit 6,25mm breiten Band (Cassette=3,81mm) nichtmal in die Nähe schaffte. Das wärs doch. HiFi bereits ab 4,76cm/s und nicht erst ab 9,5. Die Höhen zischeln hier auch etwas bei 4,76. Es gibt jedoch einen Trick, der eventuell vielversprechend ist. Man nehme einen Rechner und verdopple die Geschwindigkeit eines Titels z.B mit Steinbergs WaveLab,

P1040237

.......nehme mit 9,5er Geschwindigkeit auf und spiele mit 4,76 ab. Kein Zischeln mehr aber etwas dumpfer als wenn man direkt mit 4,76cm/s aufnimmt. Wird vermutlich mit der dann halbierten maximalen Aufnahmefrequenz bei 9,5cm/s von 18khz auf 9khz zusammenhängen. Mal sehen, ob man das noch irgendwie optimieren kann. Ansonsten wird eben mit 9,5er aufgenommen.


DOSORDIE (Beitrag #3057) schrieb:

Die Autoreverse wird durch Schaltstreifen realisiert, die man an den Vorspann klebt, so kriegt man 6,5 Stunden Musik am Stück in Stereo, In Mono muss man aber die Spuren von Hand umschalten, sonst gingen bis zu 13 Stunden.


6,5 Stunden? Na klar. Du kannst ja sogar 26er Spulen stecken. Da geht noch viel mehr als bei 18ern.
Mit den Schaltstreifen wird bei dem N4515 am Ende das Band gestoppt. Das ist doch auch schon was. Einen schaltbaren Nullkontakt im Zählwerk besitzt das Philips auch noch.

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Ist zwar irgendwie der falsche Faden hier, aber ein Philips Spulentonband wird eh keinem großartig interessieren. deshalb hier die Bilder.


DOSORDIE (Beitrag #3057) schrieb:
Das Gegensprechen ist eigentlich immer vorhanden, nur wird es meistens erst auf den höheren Geschwindigkeiten deutlich wahrnehmbar.


Werde ich noch überprüfen. Trotzdem ist es unlogisch. Dann müßte ja ein Übersprechen bei Cassettenrecordern erst recht zu hören sein, auch wenn hier natürlich die Spuren pro Seite nebeneinander angeordnet sind! Die Abstände zwischen den Spuren betragen 0,75mm. Das ist mehr als bei Cassettenrecordern......und da hört man doch bei korrekt eingestellten Köpfen auch nichts durch. Eine mögliche Erklärung könnte sein, da sich das dickere Band höher magnetisieren läßt, ist vielleicht eher ein "Durchschlagen" möglich. Das wäre ein weiterer Vorteil des dünneren Bandes. Da hört man nichts. Ich werde es aber nochmal genauer überprüfen. Jetzt wird erstmal ein neues (NOS) 18µ Band "vollgemacht". Das Bandmaterial wurde vorher mehrmals beim Spulen mit sogenannten Tape-Cleanern......das sind spezielle mehrschichtige Trockenfließpads, die den Abrieb festhalten.....gereinigt. Nicht, daß man nach jedem Titel erstmal Köpfe, Rolle und Welle reinigen muß.

P1040243
P1040254


bierman (Beitrag #3060) schrieb:
Wie hoch ist eigentlich der typische Signal-Rauschabstand bei einfachen und "besseren" Geräten und Bändern? Bei üblichen Bändern wohl kaum mehr als 40dB, und im Hochton noch mal weniger.


Na jetzt haut's aber den Vogel raus!!! Der Signal-Rauschabstand bei Cassettenrecordern liegt ohne Dolby um die 60db! Also mehr, als eine heutzutage so gehypte Vinylplatte jemals in der Lage ist zu schaffen! Mit Dolby C oder Dolby S waren es weit über 70db fast 80db. Na Hut ab vor der guten alten MC sage ich da bloß.

Desweiteren ist es richtig, daß Cassetten vom Typ II (Chrom) oder gar Typ IV (Reineisen) besser waren (Frequenzgang) als Typ I (Eisenoxid).....die ja bei entsprechenden Geräten auch schon an der 20khz-Schallmauer kratzten. Vorallem auch der Abrieb war seinerzeit bei Chrom- oder Reineisen wesentlich geringer als bei Eisenoxid. Und trotzdem habe ich nach der Wende allen Unkenrufen zum Trotz beinahe ausschließlich C-120 Eisenoxid-Cassetten von TDK benutzt. Mit guten Cassettendecks (und die besaßen wir) konnte man Aufnahmen "zaubern", die sich praktisch nicht hörbar von der CD unterschieden!!! Ich habe die Cassettendecks immer so eingestellt (z.B. am BIAS-Regler), daß die Aufnahme geringfügig heller als das Original klang. Wie man hier von Höhenarmut bei Cassetten "fabulieren" kann ist mir ein Rätsel. Vermutlich hatten dann die Leute nicht die richtigen Cassettenrecorder und/oder keine Ahnung, wie man die Cassette anpaßt.
Selbst die Cassettenrecorder von AIWA, wie z.B. der CS-880 oder CS-770 (in unseren Besitz) .................

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....................machen bei 120er Eisenoxidcassetten leicht hellere Aufnahmen wie die Quelle. Die AIWAs kommen sogar problemlos mit C-180 Cassetten (haben wir) klar. Allerdings fehlen bei der Aufnahme im Gegensatz zur 120er etwas die Bässe. An C-180 ist seinerzeit sogar unser Alpine AL85 gescheitert.


DOSORDIE (Beitrag #3061) schrieb:
Genau wie dieses öde Eagles unplugged Album wo von den HiFi Schwaflern für den Kabelklang Test dann immer Hotel Carlofornia angehört werden muss.... i


Hotel California!!!! Soviel Zeit muß sein! Und ja. Auch dieses Hotel California von den Eagles kann auf einer Cassette umwerfend gut klingen. Warum denn auch nicht?

Ja, und was die Musik heutzutage angeht......ich kann nur sagen: Ein einziger Alptraum! Vorallem der deutsche Mist ist ja unerträglich. Da ist mir Frank Farian mit Rocky tausendmal lieber. Und auch so hat Frank Farian einige gute Projekte gehabt. Und Modern Talking? Höre ich auch heute noch mit Vorliebe......und ich gebe es zu.
Glücklicherweise gibt es aber Radiosender, die solchen Hauptstrom-Mist der 10er Jahre größtenteils aussparen. Oder man hört via Netz eben einen "Sender", wo z.B. den ganzen Tag über sogenannter Eurodance läuft.

Liebe Grüße
Mary
DOSORDIE
Inventar
#3066 erstellt: 21. Apr 2017, 06:57
Ja mary, aber genau das könnte es ja sein, wenn die Aufnahme heller klingt als das Original ist das Band evtl nicht optimal eingemessen und durch den Höhenboost wirkt es so, als wären die Höhen bis obenhin vorhanden.

Natürlich kann man probieren dünnere Bänder zu verwenden, aber in diversen Foren habe ich von Unfällen mit 26,5 cm Maschinen gelesen. Du vergisst da eine Sache: Deine Philips ist auf 18 cm Spulen optimiert, wahrscheinlich ist da auch der Bandzug darauf optimiert. Man kann die großen Maschinen zwar umstellen, aber ob das den selben Effekt hat weiß ich nicht.

Meine Maschine ist auf jeden Fall korrekt eingestellt und justiert und ich hatte das echt bei absolut allen Geräten mit dem Gegensprechen.

Ja das wird schlimmer wenn es schneller läuft, weil sich jedes Mal der Frequenzgang verdoppelt und das dann mehr durchschlägt. Bei 4,75 cm/sec ist das Problem am Geringsten.

Kann natürlich sein, dass Philips das Problem mit ihren Köpfen weitgehend eliminiert hat. Bei Akai, Teac und co. Bestand es bei 19 cm/sec jedenfalls bis zuletzt auch mit dbx.
Mary_1271
Inventar
#3067 erstellt: 21. Apr 2017, 17:22
Hallo Tobi


DOSORDIE (Beitrag #3066) schrieb:
Ja mary, aber genau das könnte es ja sein, wenn die Aufnahme heller klingt als das Original ist das Band evtl nicht optimal eingemessen und durch den Höhenboost wirkt es so, als wären die Höhen bis obenhin vorhanden.


Mein Mann meint, er hat an den entsprechenden BIAS-Einstellreglern (R22 und R122) laut Serviceunterlagen vom Vorgänger N4506 nach Gehör via Kopfhörer eingestellt. Allerdings hat er dabei mehrere Bänder verschiedener Stärke probiert. Ein AGFA PE46 (Doppelspielband) klang bei gleichen Einstellwerten der Regler absolut gleich der Quelle bei 9,5cm/s. Bei einem 35µ Band (Hersteller unbekannt, vermutlich BASF) war dumpfer. Er konnte da auch nichts mehr rausholen, indem er die Regler anders einstellt. Es scheint eine allgemeingültige Einstellung zu sein. Vermutlich gibt es noch weitere Regler oder Spulen, an denen man auf einen Bandtyp exakt einmessen könnte. Wir wissen es aber nicht. Es fehlen uns die Serviceunterlagen für genau dem N4515.

Wenn Dein Akai auf einen bestimmten Bandtyp eingemessen ist und Du damit absolut zufrieden bist, dann mußt Du ja auch nichts anderes probieren. Das Philips läßt zwar nur 18er Spulen zu.....aber wir haben sogar noch zwei ORWO Typ 131 (ehemals PS18) Bänder auf 10er Spulen. Und die laufen auch problemlos. Die Relation dürfte in etwa gleich 18 vs. 26,5er Spule sein.

Eine Korrektur zum N4515 muß ich noch loswerden. Laut originaler Bedienungsanleitung vom N4515 (in unseren Besitz) geht die 9,5er Geschwindigkeit vom Frequenzgang her laut DIN45500 sogar bis 19khz und nach NAB (noch nie gehört) sogar bis 20khz (bei19er bis 25khz DIN, 26khz NAB).....achso...ab 35Hz das Ganze.

Der Signal-Rauschabstand liegt bei 60db, was erstmal nicht so berauschend klingt. Aber das Philips besitzt einen Digitalen Noise Limiter (DNL), welcher bei Frequenzen ab 4000Hz und Signalpegeln kleiner als 38db sanft eingreift. Das Ergebnis ist verblüffend. Es steigert den Signal-Rauschabstand um über 10db. Ich frage mich, warum man dieses System nie bei Cassettenrecordern angewendet hat!? Es ist kein klassischer Compander a la Dolby B,C,S oder dbx. Es muß nicht bei der Aufnahme aktiv sein. Es könnte natürlich z.B. auch ein gewolltes sehr leises Meeresrauschen einer Aufnahme rausfiltern. Das muß man probieren.


DOSORDIE (Beitrag #3066) schrieb:

Meine Maschine ist auf jeden Fall korrekt eingestellt und justiert und ich hatte das echt bei absolut allen Geräten mit dem Gegensprechen.

Ja das wird schlimmer wenn es schneller läuft, weil sich jedes Mal der Frequenzgang verdoppelt und das dann mehr durchschlägt. Bei 4,75 cm/sec ist das Problem am Geringsten.

Kann natürlich sein, dass Philips das Problem mit ihren Köpfen weitgehend eliminiert hat. Bei Akai, Teac und co. Bestand es bei 19 cm/sec jedenfalls bis zuletzt auch mit dbx.


Mal gucken. Die erste Seite des 1080m langen 18µ Bandes ist noch nicht ganz bespielt. Sobald das der Fall ist (ich will da meinem Mann nicht "reinmehren") probiere ich das aus. Vielleicht zeigt sich ja "dieser Fehler" auch beim Philips. Und wenn nicht, mach ich diesen hier
Die "Philipse" waren meinen Recherchen nach völlig zu unrecht als Plastikbomber verschrien. Na klar ist das Gehäuse aus Plastik, aber das Innenleben ist nicht von schlechten Eltern.

Mal noch einen genialen Hinweis auf einen Youtube-Kanal eines gewissen TECHMOAN. Da bin ich gestern durch Zufall drauf gestoßen. Falls das noch nicht bekannt ist, hier mal ein Verweis zu einem AKAI CD-55D Cassettenrecorder mit Wendetapemechanismus aus dem Jahr 1972. Sowas muß man gesehen haben! Unglaublich, was es für Geräte gab. Der stellt sogar einen Plattenspieler von Panasonic aus dem Jahr 1984 vor, der aussieht wie ein CD-Player usw usw. Echt genial seine Filme.
Viel Spaß beim stöbern.

Liebe Grüße
Mary
DOSORDIE
Inventar
#3068 erstellt: 23. Apr 2017, 16:48
Techmoan finde ich auch gut, den verfolge ich schon länger, also seine Videos, ich finde seine Art sehr sympathisch und das britische Englisch ist sehr angenehm und gut zu verstehen.

Hmm ich habe keine Ahnung, ob die Banddicke was damit zu tun hat, ich müsste auch mal ein dünneres Band auf der Akai probieren und im Gegenvergleich evtl auch auf der Grundig, allerdings kommt die laut technischen Daten bei 9,5 cm nur bis 12,5 kHz, wirklich hören tut man das aber nicht.

DNL steht für Dynamic Noise Limiter, nicht Digital. Das hat Philips bis Ende der 70er in vielen Cassettendecks und Recordern eingebaut, bei Blaupunkt gabs das in den Autoradios, heißt da glaub ich BNL oder BNS oder so und Sharp hatte in seinen Ghettoblastern SNRS (Sharp oder Super Noise Reduction System), das arbeitete auch so und alle 3 Varianten gab es auch zusätzlich zu Dolby. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass darunter immer der Klang leidet, wenn auch nicht stark.

Würde mich auf jeden Fall interessieren wie es sich bei der Philips mit dem Gegensprechen verhält, wie gesagt müsste man aber dafür Aufnahmen auf 19 cm machen, weil es auf 9,5 cm bei vielen neueren Geräten nicht mehr hörbar ist. Es reicht schon die leere Rückseite an einer Stelle wo die Vorderseite bespielt ist abzuspielen und einfach mal lauter zu drehen und zu gucken ob man da die Gegenspur rückwärts hört oder sich die Bässe durchdrücken. Das kann man ja einfach auf beiden Geschwindigkeiten testen.

Ich hatte übrigens kürzlich was über meinen Sharp GF 9000 gepostet, war aber im falschen Thread und ist gelöscht worden. Ich kann das ja mal hier rein kopieren um mal wieder zum Thema zu kommen.

LG Tobi
Mary_1271
Inventar
#3069 erstellt: 23. Apr 2017, 21:36
Hallo Tobi


DOSORDIE (Beitrag #3068) schrieb:
.... und das britische Englisch ist sehr angenehm und gut zu verstehen.


Du hast's gut. Ich verstehe meistens "Bahnhof". Aber seine Filme sind absolut professionell und beeindruckend.

Und sonst? Wir haben heute den "Test" gemacht. Die erste Seite des NOS 18µ Bandes war mit 9,5er bespielt. Der Verstärker wurde vorsichtig bis zum Maximum aufgedreht........wenn jetzt noch was drauf gewesen wäre, wären uns die Boxen um die Ohren geflogen. Also bei voller Lautstärke war bei 9,5cm/s nichts zu hören. Man konnte jedoch sehr schön testen, wie der Dynamische (ich hatte mich verschrieben) Noise Limiter arbeitet. Da es bei der N4515 völlig problem- und gefahrlos ist die Geschwindigkeit zu wechseln, wurde auf 4,76 geschaltet. Wenn bei 9,5 nichts war, war bei 4,76 gleich garnichts.

Aber beim Wechsel auf 19,04cm/s war dann ein "Durchschlagen" zu hören. Ich war zwar vorgewarnt, hatte aber gehofft....... Es ist also zu hören......auch bei einem sehr dünnen Band. Dieser Punkt wäre also geklärt.

Nochmal etwas zum DNL. Bei Musik mit geringeren Dynamikumfang hat es scheinbar ohnehin keinen negativen Einfluß auf das Musikstück. Man würde es vielleicht bei Musikstücken mit gewollten "Rauschteppich" kleiner -38db negativ bemerken.....wenn beispielsweise ein leises Meeresrauschen kaschiert wird. Dann kann man es aber immernoch abschalten.
Daß es ja doch in frühen Recordern verbaut war....auch unter anderen Bezeichnungen, wußte ich indes (auch) nicht.

Na klar. Stelle das Gelöschte vom GF9000 hier ein. Ich werde dann auch mal ..... um zum eigentlichen Thema "Ghettoblaster" zurückzukommen, etwas Wissenswertes zu unseren AIWA CS-770 einstellen. Ist ohnehin längst fällig.

Liebe Grüße
Mary
Franz'l
Ist häufiger hier
#3070 erstellt: 12. Jun 2017, 12:52
Hallo in die Runde,

ich habe einen schönen Surround Blaster bekommen, den Fisher PH-D800L. Allerdings spielt keins der beiden Tape-Decks - also aufgeschraubt und gesehen, die Hauptriemen haben sich allesamt in schwarze Schmierseife aufgelöst.
Nun habe ich aber das Problem bei nur 1 Motor, wie und wieviele Riemen kommen da wo hin ? Denn 1x ist ein normales Deck, das 2. ist mit Auto Reverse.
In der Bucht bietet jemand eine Service Manual an, allerdings für 10,00Euro. Leider will er kein Bild von nur der Explosionszeichnung der Laufwerke schicken, naja, denn ehrlich - der Rest ist heil und das bräuchte ich nicht wirklich ...........

Aber evtl. kann jemand ja hier von Euch helfen?

Danke im Voraus für Input !
zeroobercool
Schaut ab und zu mal vorbei
#3071 erstellt: 30. Jun 2017, 17:47
Moin,

ich will mich dann mal vorstellen, da ihr hier nicht ganz Unschuldig an meinen Erwerbungen seid. Vor ca. 2 Wochen wurde ich angesteckt und habe mir über Kleinanzeigen einen AIWA CS-600E ergattert. Kurz danach einen Panasonic RX-5500LS und nun noch einen Sharp GF-9797. Alle drei in einem sehr guten Zustand. Somit brauchte ich nicht gleich Hand anzulegen, sondern konnte mich direkt an den Geräten erfreuen.

Ich hatte damals Mitte bis Ende der 80er immer sehr neidisch auf die Leute mit West-Verwandschaft geschaut und bin nun überglücklich, doch selbst noch solche tollen Geräte zu besitzen.

Grüße

Jan
bierman
Inventar
#3072 erstellt: 04. Jul 2017, 08:43
Krass, die hatte ich alle drei schon mal

Vor allem den Panasonic fand ich toll. Toller Sound und alles hat gut funktioniert. Klasse Gesamtpaket. Den aiwa müsste ich noch haben (tief im Keller), auch ein gutes Teil. Sharp haben irgendwie alle nie den perfekten Sound gehabt, schade
zeroobercool
Schaut ab und zu mal vorbei
#3073 erstellt: 04. Jul 2017, 09:16
Och, ich finde den 9797 vom Klang her (von den dreien) am besten.

Mit dem Panasonic bin ich mir etwas unklar. Ich hatte hier in einem anderen Fred schon etwas dazu gepostet: Die Pegelanzeige funktioniert im Radiobetrieb bei mir nicht. Laut Anleitung soll sie es wohl auch nicht. Allerdings bilde ich mir ein, dass es kurz nach Erhalt funktionierte und bei einem Bekannten geht es auch (der hat mir sogar extra ein Video geschickt).

Ich hatte ihn schon geöffnet und einen Microtaster auf dem Laufwerk (rechts oben) gefunden, der beim Drücken von zBsp Wiedergabe betätigt (oder genauer gesagt, gelöst) wird.
Wenn ich den Taster also manuell betätige, dann funktioniert die Anzeige. Allerdings habe ich keine Ahnung, was damit eigentlich noch geschalten werden soll.

Grüße

Jan
bierman
Inventar
#3074 erstellt: 04. Jul 2017, 10:21
Nanu, ich hab den Sharp als etwas kratzig in Erinnerung aber jeder hört anders. Und die Geräte sind jetzt ~35 Jahre alt, wer weiß schon was die alles erlebt haben.

Der "Microtaster" auf dem Tape Laufwerk schaltet wohl erstmal den Motor ein, außer es gibt weitere davon. Bei Aufnahme wird fast immer so ein langer Mehrfach-Schalter auf der Platine bewegt der den Betriebszustand der Elektronik von Wiedergabe- auf Aufnahmebetrieb ändert. Dabei sollte dann auch die Pegelanzeige zu sehen sein.
Wenn die nicht funktioniert können Kontaktprobleme die Ursache sein, manchmal sind die Teile auch verharzt oder auch einfach durchgebrannt...
zeroobercool
Schaut ab und zu mal vorbei
#3075 erstellt: 04. Jul 2017, 10:48
Jupp, also "mein" 9797 klingt wirklich schön klar und hat bei entsprechender Quelle sogar einen annehmbaren Bass (wenn man sich in der Nähe aufhält :-))

Zurück zum RX-5500:
Für den Motor ist der Taster definitiv nicht.
Der ist auch im Ruhezustand des Laufwerkes gedrückt und wird nur geöffnet, sobald die Wiedergabe gedrückt wird.
Sobald ich wieder etwas Zeit finde, werde ich ihn nochmal öffnen und entsprechende Bilder machen.
Ich hatte den Taster auch schon mal einfach gelöst und das Gerät so betrieben und dabei keinen negativen Effekt bemerkt (außer, dass die Pegelanzeige wieder funktionierte).

Grüße

Jan
Logenprosch
Schaut ab und zu mal vorbei
#3076 erstellt: 09. Jul 2017, 15:40
Sporadisch such ich manchmal nach einem Ghettoblaster, nun bin ich unverhofft an dieses Ding geraten.

20170709_152234 20170709_152251


Es funktioniert auch alles bis auf das Kassettendeck. Zum einen brummt es wenn man aufs Kassettendeck schaltet, zum anderen klemmt die Record Taste und das Kassettenfach ist ausgehängt.

Nach meinen Recherchen hängt das brummen mit der Recordschalter Misere zusammen. Der Schalter klemmt absolut. Auch wenn ich sanft Play und Record gleichzeitig drücke.

Jetzt meine Frage. Ich bin nicht der handwerklich übergesegnete Typ. Lässt sich dieser Radio leicht zerlegen? Möglicherweise ist das ganze Problem ja ein Ding von ein paar Minuten. Vielleicht hat schonmal wer dasselbe Problem gehabt... Eine Adresse eines Reparaturbetriebs in Wien hab ich allerdings schon mal, dank eines Forummitglieds.



Und übrigens, warum kann ich mich mit meinem Android Telefon nicht einloggen hier?


[Beitrag von Logenprosch am 09. Jul 2017, 15:44 bearbeitet]
zeroobercool
Schaut ab und zu mal vorbei
#3077 erstellt: 11. Jul 2017, 17:59
Noch ein Neuzugang bei mir.
Siemens RM 840.
Etwas verdreckt und der linke Kanal ist zu leise. Deck A macht Bandsalat.

20170711_164309 (1)
20170711_164320

Grüße

Jan
DOSORDIE
Inventar
#3078 erstellt: 11. Jul 2017, 21:06
Dürfte ein umgelabeter Hitachi sein...

LG Tobi
zeroobercool
Schaut ab und zu mal vorbei
#3079 erstellt: 11. Jul 2017, 21:09
Den Hinweis hatte ich auch gerade von einem Freund bekommen.
Hast Du evtl eine Ahnung, welcher es sein könnte? Zum Siemens findet man im Netz leider nicht sehr viel...

Grüße

Jan
DOSORDIE
Inventar
#3080 erstellt: 11. Jul 2017, 21:20
http://wegavision.pytalhost.com/Hitachi/1986-87/19.jpg

Ich kenne halt nur die späteren Modelle mit dieser Super Woofer Sache, wenn dann muss es einer von vorher sein, falls es die da schon gab, aber da finde ich bei Wegavision keine Hefte. Deshalb schrieb ich auch "dürfte", es könnte nämlich sein, dass es sich hier um einen Klon handelt. Es gibt aber Designelemente wie z.b. Den Volumeregler, die schon darauf hinweisen, dass es ein Hitachi ist. Ich selbst hatte mal einen 3D5E, solide war er schon aber die Komponenten waren mittelmäßig bis billig.

LG Tobi
zeroobercool
Schaut ab und zu mal vorbei
#3081 erstellt: 12. Jul 2017, 11:17
Jetzt bin ich beeindruckt. Eine Googlesuche nach Bildern brachte eine "kleine" Liste an "ähnlichen" Geräten hervor:

Seiko WKC-200
Digital Sound Lab WKC-9640
Digital Sound Lab WKC-9641
PYE DRC-1028
Siemens R-840

Evtl noch etwas von Audiosonic, Citizen, Ferguson, Kisho - dazu habe ich dann aber keine weiteren Informationen gefunden.

Mit dem Cleanup konnte ich gestern noch nicht beginnen, da ich mir erst noch extra lange Schraubendreher besorgen muss :-(

Grüße

Jan
bierman
Inventar
#3082 erstellt: 13. Jul 2017, 09:15
Der Siemens ist ein Clone, den gab es auch als "SEG", hatte ein Freund von mir damals. Von der Performance war ich nie so beeindruckt, aber das gilt leider auch für die Hitachis. Irgendwie erwartet man von dieser Lautsprecherfront mehr.
Ich müsste irgendwo auch noch einen 3D70 haben, der mir am besten gefallen hat. Kam noch am meisten raus von allen (hatte insgesamt 5 stück davon 4 verschiedene aber weiß nicht mehr alle Modellnummern)

Heute morgen gab es einen Neuzugang bei mir. Auf dem Weg zur Arbeit mit dem Rad fällt mir ein bisschen E-Schrott auf, zwei TV, ein VCR, ein Tapedeck und eine DVD-Player.
Und ein JVC-RC838 in gar nicht mal so schlechtem Zustand!

838

beide Antennen und alle Knöpfe sind da, Batteriefach clean, sogar der originale (?) Riemen ist dran.

Zum Glück war ich früh dran und konnte den dann noch schnell packen und in den Kofferraum legen. Heute abend mal sehen ob der läuft.

edit: noch ein paar Bilder aus dem Schlaufon :
JVC RC-838JVC RC-838JVC RC-838JVC RC-838JVC RC-838


[Beitrag von bierman am 13. Jul 2017, 09:46 bearbeitet]
Django8
Inventar
#3083 erstellt: 13. Jul 2017, 09:36
Sehr cooler Fund. Hoffe, das Teil läuft
zeroobercool
Schaut ab und zu mal vorbei
#3084 erstellt: 13. Jul 2017, 09:44
Performance - naja...

Wenn man den Bass nicht zu weit aufreißt, kann er ganz nett klingen - mehr aber auch nicht. Das Radio rauscht ganz schön, da bin ich von den anderen Blastern mehr gewohnt.

Das Problem mit dem linken Kanal hat sich sehr schnell geklärt: verdreckter Switch. Geht nun also wieder.

Die Lautsprecher wollte ich rausnehmen, um das Gehäuse besser reinigen zu können. Also alle Schrauben gelöst -> nix -> scheinbar wurden die an den Gummiringen auch noch verklebt :-(
Die "Hochtöner" sind mit dem Gehäuse verschweißte Piezos parallel zu den Lautsprechern angeschlossen. Die ganzen Kabel mit einer Art Wickelverbindung angeschlossen...
Also werde ich das Gehäuse nun nur vorsichtig von außen reinigen. Den "Deckel" (incl. der Kassettenklappen) und die Knöpfe konnte ich hingegen problemlos lösen und säubern.

Ich glaube, für die Küche ist er ausreichend... :-)

@bierman: Warum habe ich nicht so ein Glück? Was bei uns an Sperrmüll rausgestellt wird, ist auch Müll :-(

Grüße

Jan
bierman
Inventar
#3085 erstellt: 13. Jul 2017, 09:55
@zerooberbercool:
das ist kein Sperrmüll sondern E-Schrott, der wird separat geholt.
ich hab manchmal jahrelang kein Glück gehabt.
und mehrmals wertvolle Geräte gefunden die wohl einem Wutanfall zum Opfer gefallen sind.

Nun fahr ich aber auch mehr als 10km Fahrrad am Tag durch die dichtbesiedelte Stadt, dabei ist die Chance auf so nen Fund natürlich größer.
teisco
Ist häufiger hier
#3086 erstellt: 15. Jul 2017, 15:16
Hallo Leute,
ok, hab lange nix geschrieben:-)
Am 19.August findet in Dessau wieder dieses Jahr ein Boombox Meeting statt ! Wer also Lust und Laune hat kann gern vorbeischauen. Ist immer ne feine Party mit angenehmen Leuten. Anbei der Facebook Link. Ich hoffe den kann jeder sehen.
Bis danne, Lutz

Ankündigung 2017

Boombox Meeting 2016


[Beitrag von teisco am 15. Jul 2017, 15:17 bearbeitet]
CookieClassiC
Stammgast
#3087 erstellt: 16. Jul 2017, 15:41
@Logenprosch
An sich ist dein Discolite ein einfach gestrickter Ghettoblaster, aber trotzdem hat er seine Tücken und ist nicht vergleichbar mit den Kollegen der frühen 80ger Jahr.
An der Rückseite sind (soweit ich mich erinnere) 8 Schrauben, die Front aber saß bei meinem damals noch recht fest. Beim vorsichtigen auf-drücken-ziehen können sich die Knopfe ``Power, VU- Batt Light,... usw.´´ an der Front verkanten und ab brechen . Die Front also so gut es geht waagerecht (gerade) zur rückwand ab-heben, vorher natürlich die Tapeklappen öffnen. Dahiner sind 2 Stecker, einmal für die LED's und für die Lautsprecher, diese sind glaub sogar die einzigen, die ein wenig zur Servicefreundschaft beitragen. Im großen und ganzen ist er selbsterklärend und überschaubar. Allerdings sind die meisten Kabel angelötet, diese kannst du mit den ``Gefrierbeutel-Verschließ-Drähtchen´´ gegen unnötiges Knicken sichern.
Mit einem langen feinen Schlitzschraubendreher (2mm) lässt sich durch die Rückwand die Geschwindigkeit des Motors regeln.
Sollte der Recordschalter wirklich fest sitzen (hoffentlich ist aber es nur die Mechanik des Kassettenlaufwerks), hilft vermutlich nur das Auslöten und ersetzen, ausser der Techniker hat Zeit (und du Geld) dass dieser Schalter geöffnet und gereinigt wird.

Daumen hoch


Gruß Cookie
mhurm
Neuling
#3088 erstellt: 27. Jul 2017, 18:56
Nordmende Globecorder 4084

Frisch reparierter und restaurierter Nordmende Globecorder 4084 von 1979.

Mit originalen, externen Aufnahmemicros samt Halter. Diese kannte ich bisher nur aus einem alten Prospekt.

Einziger Makel ist der vorne abgebrochene Rückstelltaster des Laufwerkzählers.
zeroobercool
Schaut ab und zu mal vorbei
#3089 erstellt: 27. Jul 2017, 19:00
Neid! Der sieht ja aus, wie frisch aus dem Laden...

Grüße

Jan
Django8
Inventar
#3090 erstellt: 28. Jul 2017, 08:03
Echt cooles Teil... und erst die Sache mit den Mikros
mhurm
Neuling
#3091 erstellt: 28. Jul 2017, 08:32
P1020448

Das war aber auch eine Heidenarbeit....leider habe ich kein Foto vom Ursprungszustand.
Eines der Micros hat einen Schiebeschalter um beim Aufnahmebetrieb zwischen Pause und Start umzuschalten. Ähnlich diesen alten Reportermicros.
Der baugleich Sanyo M9990 hat am Gehäuse zwar auch die Aussparungen für die Mikrofonwinkel, gesehen habe ich den aber immer nur ohne Mikrofone. Den Mende (außer dem hier) bin ich in freier Wildbahn allerdings so bestückt auch noch nicht begegnet.

Externe Geräte lassen sich zumindest über den DIN-Eingang bei aktiver Aufnahme betreiben. Nur nicht über die Micro-Eingänge, wie schon gesehen. Das zerstört die Eingangstrnsistoren der ALC und die Lautstärke regelt quasi gegen null runter. Falls mal jemand auf so ein Problem stößt...

Ach so - wenn irgendwo ein Sanyo M9994 zum Verkauf steht; bitte melden
bierman
Inventar
#3092 erstellt: 28. Jul 2017, 14:03
Oh ja, der Globecorder ist auch eins meiner Lieblingsgeräte! Hab meinen vor ca. 15 Jahren noch für regelrecht Kleingeld bei ebay erstanden und inzwischen einen zweiten (Flohmarkt) erworben.
Klanglich einer der besten überhaupt, guter Empfang, ordentlich verarbeitet und insgesamt sehr langzeitstabil, genau die richtige Größe, leider kein manuelles Aussteuern beim Tapedeck und kein vernünftig nutzbarer Line-In aber irgendwas ist ja immer.

Das Jahr 1979 kann aber nicht so ganz stimmen, ohne das jetzt beweisen zu können gehe ich aufgrund des Designs und der verbauten Technik eher von 1983 aus.

Meiner bräuchte jetzt so langsam zum zweiten Mal neue Riemen. Der Flachriemen war damals ein Problem.
Django8
Inventar
#3093 erstellt: 28. Jul 2017, 14:29

kein manuelles Aussteuern beim Tapedeck

Wozu denn die grossen VU-Meter unterm Tape-Fach
mhurm
Neuling
#3094 erstellt: 28. Jul 2017, 16:09
P1020449

Jahrgang 79/80.
Im Folgeprospekt waren dann schon die Nachfolger wie Discocorder 4186 drin.
Was war am Flachriemen das Problem ? Beschaffung, Einbau...

Klanglich echt ein super Gerät, aber bei Reparaturen außerhalb des Cassettenteils wird´s schnell uferlos...
Was die Verarbeitung angeht ist der Telefunken Studio M nochmals eine Liga höher. Das ist echt unglaublich. Der wird nächste Woche fertig

@Django8:
Die VU-Meter dienen ja nur als Monitor. Der 4084 hat eine automatische Aussteuerung (war hier ja defekt). Je nach Eingangslautstärke der Quelle regelt die ALC den Aufnahme-Pegel.
Sanyo 9994 hat einen Regler um dies manuell zu justieren, ähnlich einem Tapedeck.
Lass_mal_hören
Ist häufiger hier
#3095 erstellt: 29. Jul 2017, 20:45
Nordmende... Bin Bremer und hier stand mal das Werk. Das Gebäude existiert noch trotz Abrissplänen, die aber schon Jahre alt sind. Wollte da mal hin und gucken. Ist mittlerweile eine Industriebaracke.

Bei der kleinen Bucht gibts einen Philips D8444, den ich irgendwie cool finde. Preis bis gestern noch 30 Euro, seit heute 50 Euro...
Habe auf die Frage, ob Versand möglich sei, keine Antwort bekommen. Hake da aber auch nicht nach, ich mag dieses Verhalten nicht.
Philips D8444 in der kleinen Bucht
bierman
Inventar
#3096 erstellt: 31. Jul 2017, 13:29
Den Philips D8444 hatte ich mal, blieb unter den Erwartungen...

Krass, da werd ich doch meinen Nordmende mal aufschrauben und nach Hinweisen auf das Datum suchen.
Reparaturtechnisch ist der aber doch nicht komplizierter als jeder andere Japaner aus der Zeit. Man muss halt bei vielen Geräten viel zerlegen um die große Platine herausnehmen zu können, was Zeit braucht, aber insgesamt sind die Geräte oft recht überschaubar und ohne viele schaltungstechnische Besonderheiten.
mhurm
Neuling
#3097 erstellt: 31. Jul 2017, 16:33
Aufgebaut sind die recht gut. Der Kunststoffrahmen innerhalb der Kiste mit allem dran lässt sich ausbauen und separat vom Gehäuse zum Testen betreiben. Die Kabel sind lang genug dafür.
Allerdings muss man beim Zusammenbauen sehr aufpassen damit es nirgends hakt. Ruckzuck sind Widerstandsbeinchen verbogen und berühren sich. Ist mir unbemerkt passiert...
Beim Drücken der Skalenbeleuchtungstaste brennt dann die Sekundärsicherung am Netzteil durch. Die eingebauten Fehler lassen sich am schönsten suchen

Ein Schaltplan erleichtert die Fehlersuche natürlich ungemein.

Interessant ist auch der Aufdruck am Lautsprecher - Sanyo - entsprechend erklärt sich da ein wenig die Baugleichheit mit angesprochenen Modellen.
DOSORDIE
Inventar
#3098 erstellt: 01. Aug 2017, 08:05
Man sieht ja schon an der Optik wo die her kommen.

Der Discocorder ist doch auch nix anderes als ein JVC RC838 mit zusätzlichen Festsendertasten, optisch finde ich den Discocorder aber schöner, nur schade, dass man keine Bleche mit Chromringen um die Lautsprecher verwendet hat, die einfachen Plastikgrills ohne Blick auf die Speaker nehmen ihm ein Stück weit den "echten" Ghettoblaster Look.

Komisch finde ich aber, dass im Heft der Discocorder als Flagschiff angegeben wird, aber angeblich weniger Leistung als der Globerecorder hat.

LG Tobi
mhurm
Neuling
#3099 erstellt: 01. Aug 2017, 18:31
IMG_20170727_215026514

Den Disco habe ich kürzlich auch hergerichtet.
Der hat in der Tat "nur" 6 Watt pro Kanal, der Globecorder hingegen 8 Watt. Die Geräte gab es 1-2 Jahre parallel, danach war der Discocorder halt das Flaggschiff.

Finde es auch schade, dass die Optik hin zu den grauen Plastikgrills ging. Obwohl er hier noch einigermaßen wertig aussieht - finde ich. Die Frontänderung zog sich durch die gesamte Produktpalette, bis dann die Geräte mit den abnehmbaren (Holz)-Boxen kamen.
bierman
Inventar
#3100 erstellt: 02. Aug 2017, 09:31
Die Leistungsangabe ist doch eh nur Marketing, oder?
Beide laufen mit 8 Batterien (also 12V) und haben keine Brückenendstufen verbaut.

Übliche Verstärker-ICs aus der Zeit kommen bei 12V mit ach und krach auf 4 Watt an 4 Ohm (bei >2% Klirr), heutige schaffen ohne Tricks auch nicht viel mehr, erzeugen aber im Grenzbereich etwas weniger Verzerrung.

Somit sind weder 6 noch 8 Watt pro Kanal möglich, allenfalls an 3,2 Ohm und mit erheblich Klirr kommt man in die Nähe der 6W.

Oder die Spannung im Netzbetrieb ist etwas höher (ist sie ja in vielen Fällen auch, die Netzteile sind fast immer ungeregelt und es liegen - so lange das Gerät leise läuft - schon mal so an die 17V an, die unter Last dann aber auch zusammenbrechen)

Spielt aber alles eh kaum ne Rolle. Die Effizienz der Lautsprecher, Subsonic-Filter, Charakteristik der Klangsteller und natürlich das Gehäuse hat alles einen viel größeren Einfluss auf die empfundene Lautstärke als 3 oder 8 Watt.
Wirklich spürbar kräftiger ist dann die BTL-Endstufe in Geräten wie JVC RC-M70/90

Mit dem JVC und dem Sanyo hat Nordmende damals jedenfalls Top-Geräte zugekauft ("badge-engineered"). Verarbeitung und Klang sind mit das beste was es damals (um 1980) gab. Panasonic und Aiwa sind noch ähnlich gut, vllt. teilweise besser. Sony haben den mobilen tragbaren Markt abseits des Walkman irgendwie lange nicht richtig ernst genommen (deren Geräte aus der Zeit klingen alle dünn im Vergleich), die deutschen/europ. Hersteller hatten ihre Prioritäten auch woanders.

Von "zweite-Wahl"-Marken gab es auch schöne Geräte (Crown CSC-980, ein Wahnsinnsteil !)

Nach ca. 1984 ging ja bekanntlich bei alles die Qualität den Bach runter, bis auf Ausnahmen.
DOSORDIE
Inventar
#3101 erstellt: 02. Aug 2017, 11:14
Naja es war ja immer ein Kompromiss zwischen Wirkungsgrad und Klirr. Sharps Geräte klirren hörbar mehr, klingen meistens nicht so doll, gehen aber dafür oft extrem laut (siehe GF 9000) und bei den ganz großen Kisten waren es ja dann auch 15 V mit 10 Batterien, wodurch der RC M70 und auch der GF 9000 auch auf die echten 2x7 Watt RMS kommen dürften, ich denke aber schon, dass sich gerade bei hohen Lautstärken in der Kategorie jedes Watt bemerkbar macht, auch was Klirr angeht.

Mir ging es aber eher auch um die Verkaufsargumentation, wenn das doch das Schlachtschiff ist, wieso sollte es dann weniger Leistung als der kleinere Bruder haben? Marketing mäßig ist das irgendwie n bisschen doof oder?

Ab 1984... naja da kam so die 3 Piece Welle, die kleineren 1 Piece Geräte wurden nicht mehr so gehypt und wenn ich mir da so die Spitzenmodelle angucke, kann man eigentlich nicht sagen, dass die Qualität nach ließ, nur waren die Flagschiffe halt keine One Piece Geräte mehr, das war dann nur noch Einstiegs bis Mittelklasse. Und auch Sony hat schöne 3 Piece Geräte gebaut, die leider größtenteils nicht für den Batteriebetrieb gedacht waren, die FH Serie hat aber dennoch wunderbare und hervorragend verarbeitete Geräte hervor gebracht, ich denke, das war so ziemlich das leistungsstärkste was es unter den Tragbaren Kompaktanlagen als 3 Piece Ghettoblaster getarnt damals So gab.

Toll war auch die Idee mit den Einzelkomponenten im Rahmen. FH 3 war glaub ich von Haus aus batteriebetreibbar, bei der FH 7 konnte man den Netzteilblock abnehmen und durch einen Batterieblock ersetzen, der 12 D Zellen fasste. Die FH 7 schafft am Netz echte 2x25 Watt RMS. So einen Block hab ich, nur leider keine vollständige FH 7 mehr, klingt aber leider auch scheisse, weil keine Loudness und der Equalizer ist etwas doof aufgeteilt. Ich glaube aber die FH 7 MK II oder MK III klingt durch ihre FD Speaker etwas besser, nur leider sind die schwer zu bekommen.

LG Tobi
ad-mh
Inventar
#3102 erstellt: 23. Sep 2017, 20:27
Moin,

ich muss mich auch mal in diesem Thread einklinken.

Telefunken CR 100 - 1981 - 598 DM.
Ein richtig schweres, gut verarbeitetes Gerät, welches ich mir damals nicht leisten konnte.

Komplett und funktionstüchtig.
Lediglich die Skalenbeleuchtung und das CR Gerät laufen nicht. Da werde ich vermutlich nur die Riemen tauschen und ansonsten viel putzen müssen.
Wenn ich Hilfe brauche, dann bin ich hier vermutlich gut aufgehoben.

IMG-20170923-WA0003

VG Andreas
Logenprosch
Schaut ab und zu mal vorbei
#3103 erstellt: 10. Okt 2017, 11:48

CookieClassiC (Beitrag #3087) schrieb:
@Logenprosch
An sich ist dein Discolite ein einfach gestrickter Ghettoblaster, aber trotzdem hat er seine Tücken und ist nicht vergleichbar mit den Kollegen der frühen 80ger Jahr.
An der Rückseite sind (soweit ich mich erinnere) 8 Schrauben, die Front aber saß bei meinem damals noch recht fest. Beim vorsichtigen auf-drücken-ziehen können sich die Knopfe ``Power, VU- Batt Light,... usw.´´ an der Front verkanten und ab brechen . Die Front also so gut es geht waagerecht (gerade) zur rückwand ab-heben, vorher natürlich die Tapeklappen öffnen. Dahiner sind 2 Stecker, einmal für die LED's und für die Lautsprecher, diese sind glaub sogar die einzigen, die ein wenig zur Servicefreundschaft beitragen. Im großen und ganzen ist er selbsterklärend und überschaubar. Allerdings sind die meisten Kabel angelötet, diese kannst du mit den ``Gefrierbeutel-Verschließ-Drähtchen´´ gegen unnötiges Knicken sichern.
Mit einem langen feinen Schlitzschraubendreher (2mm) lässt sich durch die Rückwand die Geschwindigkeit des Motors regeln.
Sollte der Recordschalter wirklich fest sitzen (hoffentlich ist aber es nur die Mechanik des Kassettenlaufwerks), hilft vermutlich nur das Auslöten und ersetzen, ausser der Techniker hat Zeit (und du Geld) dass dieser Schalter geöffnet und gereinigt wird.

Daumen hoch


Gruß Cookie



Danke für die erklärungen!! Hab das völlig überlesen.

Ich werde das Ding mal öffnen und genauso vorgehen wie beschrieben.

Das seltsame war dass das ganze werkel ganz kurz mal funktioniert hat. D.h. ich konnte eine kassette abspielen. Seither dann wieder nicht mehr.
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