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Lohnt sich ein Plattenspieler objektiv?

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Hörbert
Inventar
#51 erstellt: 05. Dez 2013, 02:46
Hallo!

@schmiddi

ACK

Es ist m.E. ein Zeichen mangelner eigener Souveränität wenn man zur Begründung des Hörens von Schallplatten sich auf klangliche Gründe bezieht. Es sollte genügen das es einem Spaß macht, Punkt,- aus-.

Wer sich zum Beispiel beim Wandern darauf beziehen würde daß er jetzt die "bessere" und "organischere" Art der Fortbewegung nutzt würde wohl nur spöttische Blicke ernten, -und das mit Recht-. Hier wie da sollte der Spaßfaktor genügen und es sind keine geundenen Erklärungen und scheinobjektive Begründungen nötig.

Wer darüber hinaus noch rationale Gründe braucht findet deren genügend ohne das er die klangliche Keule bemühen muß.

MFG Günther
Burkie
Inventar
#52 erstellt: 05. Dez 2013, 04:09

Hörbert (Beitrag #51) schrieb:

Es ist m.E. ein Zeichen mangelner eigener Souveränität wenn man zur Begründung des Hörens von Schallplatten sich auf klangliche Gründe bezieht. Es sollte genügen das es einem Spaß macht, Punkt,- aus-.


Hallo Hörbert,

das ist sicherlich ein Hauptgrund, der reine Spaß am Plattenhören.

Ein Nebengrund darf aber sein, dass sich heutige CD-Remasters von alten "vergammelten" orginalen Mastertapes schlechter anhören können als 1970er Erstauflagen auf LP oder Single. Hat man Zugriff auf gut erhaltene Erstauflagen auf Vinyl, kann man mit Platten auch objektiv den besseren Klang als von heutigen CDs erhalten...

Zum anderen werden heutige Pop-CDs teilweise so laut bis über die Übersteuerung hinaus gemastert, dass sie auf CD einfach nur dynamisch platt klingen. Aufgrund der technischen Beschränktheiten des Schallplatten-Systems können Platten nicht sooo kaputt gemastert werden, sodass die parallele Vinyl-Ausgabe tatsächlich besser klingen könnte...

Letztlich ist es eine rein subjektive Entscheidung.....

Ich habe hier einen ziemlich guten Plattenspieler stehen mit durchaus diskussionswürdigen Tonabnehmern...

Je nach Stimmung lege ich Platten auf, oder spiele CDs oder die MP3-Ripps vom Computer..... alles macht Spaß, wenn man für sich gute Musik abspielt....

Von daher kann ich nur sagen, es ist eine subjektive Sache, jetzt in Plattenwiedergabe zu investieren.

Grüsse
schmiddi
Inventar
#53 erstellt: 05. Dez 2013, 11:27

Pigpreast (Beitrag #50) schrieb:

schmiddi (Beitrag #40) schrieb:

Pigpreast (Beitrag #39) schrieb:
...

... ... ...

Wieso stellst Du ein Zitat von mir hier rein und führst dann etwas aus, das dem nicht im geringsten widerspricht?


Ich habe dich zitiert, weil du genau das machst was ich in meinem Psot beschrieben habe. Du versuchst den subjektiv besseren Geschmack des Weines aus einem Weinglas zu objektivieren.


nd die Form des Trinkgefäßes hat nun definitiv einen direkten Einfluss auf den Geschmack, da sich die Flüssigkeit zeitlich anders im Mundraum verteilt.


oder auch hier:


Über das "billige Ambiente" eines Joghurtbechers hinaus sind dessen Haptik und Temperaturverhalten mit ihrer Beeinflussung schon näher am eigentlichen Trinkerlebnis dran.


Das sind alles Versuche ein subjektives Geschmackserlebnis "messbar" zu machen. Natürlich schmeckt mir Wein aus einem schönen Weinglas besser als einen Plastikbecher, aber nur solange wie ich auch weiß woraus ich trinke. Er schmeckt sogar noch besser wenn ein Kaminfeuer nebenan prasselt. Das hat aber objektiv nichts mit dem Wein zu tun.

Du hast ja am Anfang deines Beitrages auch meine Meinung vertreten, aber zum Schluss hast du der Versuchung nach gegegeben doch noch eine rationale Erklärung zu geben. Ich gestehe ja ein, dass diese Versuchung immer groß ist, es ist aber Quatsch, man braucht keine Begründung dafür, nicht wenn es um solche Dinge geht.
Pigpreast
Inventar
#54 erstellt: 05. Dez 2013, 11:30
@hörbert (Beitrag #51): Das war ja auch so ungefähr schmiddis Aussage.

Der Kernaussage "Wenn etwas Spaß macht, brauche ich keine rationale Erklärung" kann ich ja auch zustimmen. Ich für meinen Teil rede ja auch gar nicht darüber, dass jemand rationale Erklärungen für etwas "braucht". Aber schon mal darüber nachgedacht, dass es auch Spaß machen kann, über das Vorhandensein von eventuellen Erklärungen zu sinnieren? Möglicherweise gibt es ja doch auch rationale Erklärungen, und mich interessieren über den reinen Spaß hinaus die Zusammenhänge? Ich brauche keine rationalen Erklärungen zur Spaß-Legitimierung, aber es bereitet mir Spaß, mich mit einer Sache auf mehreren Ebenen auseinanderzusetzen.
schmiddi
Inventar
#55 erstellt: 05. Dez 2013, 11:36

cappucco (Beitrag #44) schrieb:

Ich habe mich jetzt mal bei einem Freund eingeladen, der eine sehr hochwertige Kette besitzt. Dort werden wir CD gegen Platte hören.
Mein Freund schwört Stein und Bein, dass Platte bei ihm deutlich hörbar besser klingt.

Ich werde berichten...

Gruß
Jürgen


Jürgen sei mir nicht böse, aber ich glaube du hast die falsche Motivation für Plattenhören. Du willst besseren Klang und das wirst du nicht durch einen Wechsel zur LP hinbekommen. Du bist ein Kanditat dafür, immer mehr in eine analoge Anlage zu investieren um den "besseren" Klang zu erreichen. Das wird ein Fass ohne Boden, da du die Erwartung hast, die Platte sei besser. Wird der Klang nicht besser, wirst du den Grund dafür in deiner unzureichenden Anlage suchen und das Wettrüsten beginnt. Du wirst die Platte als Medium nicht in Frage stellen.

Mal ehrlich, wenn du Platte hören willst weil du Spaß daran hast, warum willst du erst bei deinem Freund schauen ob der Klang besser ist. Das Ergebnis wäre doch bei nur "Spaß am Platten hören" völlig egal.

Jörg
Pigpreast
Inventar
#56 erstellt: 05. Dez 2013, 12:00
Nun ja. Es scheint ja Leute zu geben, die die "objektiven" Nachteile der Analogtechnik wie z.B. unterschwelliges Knistern, harmonische Verzerrung etc. subjektiv als besseren Klang wahrnehmen. Vielleicht wird er ja bei seinem Freund diese Erfahrung machen?

(Tendenziell halte ich Deine "Prophezeiung" jedoch auch für nicht ganz abwegig. )


[Beitrag von Pigpreast am 05. Dez 2013, 12:06 bearbeitet]
JeeBee68
Stammgast
#57 erstellt: 05. Dez 2013, 12:03

cappucco (Beitrag #1) schrieb:
...Angesichts der feinmechanischen Schönheiten hätte ich schon Spaß an einem schönen Dreher. ...Rein objektiv unter Klanggesichtspunkten... lohnt sich das? ...


Hi Jürgen,

die Antwort auf deine Frage steckt in deinem Posting doch schon fast mit drin.
Zusammen mit diversen Antworten meiner Vorposter käme ich zu folgendem Gesamt-Urteil:

Du willst einen bezahlbaren Player wegen der Optik. Kann ich nachvollziehen.
Sie sehen wirklich hübsch aus, diese Dreher. Und sie vermitteln durch den Vorgang des Plattenauflegen ein Flair, das eine MP3 oder ein FLAC rein per Tastenauswahl nicht bieten kann.

Wenn du dich gedanklich schon so intensiv mit Plattenspielern auseinandergesetzt hast, ist die Entscheidung doch schon gefallen.
Also, setz dein Vorhaben um, dein Herz hat doch schon ja gesagt, du "willst" es doch.

Es gibt dann eben Musik-Abende "für's Herz und für's Flair", an denen du Platten auflegst. Wenn es dann einen kleinen Tick anders klingt als von CD, so what, stört doch dann nicht.
Dafür wird es dann wiederum andere Abende geben, wo du kristallklaren Klang von CD o.ä. willst - auch diese Möglichkeit hast du.

Auch wenn du dir nun aus diversen Argumenten einreden ließest, dass die Ära der Plattenspieler vorbei sei und du dir deswegen keinen mehr holst, ich bin sicher, dass du mit dieser Entscheidung auf Dauer nicht wirklich glücklich sein würdest.

VG
Gerd
Hörbert
Inventar
#58 erstellt: 05. Dez 2013, 12:07
Hallo!

@Burkie



.....Aufgrund der technischen Beschränktheiten des Schallplatten-Systems können Platten nicht sooo kaputt gemastert werden.....



Meinst du wirklich daß das Ausweichen auf einen Tonträger der weniger Möglichkeiten bietet eine verhunzte Aufnahme im Nachhinein verbessert? Der logische Schritt wäre doch eher die verhunzte Aufnahme gar nicht erst zu kaufen und so den Produzenten solcher Machwerke eine klare Absage an solche Produkte zu geben. Wie sonst willst du als Käufer verhindern daß mehr und mehr dieser Machwerke in Umlauf kommen? Noch dazu in einem Format das den Gewinn aller am Verkauf beteiligten Parteien durch höhere Preise steigert?

Im Übrigenn gab es solche Versuche wie den "Loudness War" schon zu Schallplattenzeiten immer wieder, es ist also durchaus kein CD-Typisches Problem. Das Spiel ging dort immer so lange bis die Tonträger der betroffenen Sparte einfach keinen Absatz mehr fanden oderr wie seinerzeit bei Metal zum Stilmittel erklärt wurden.

@Pigpreast

Warum sollte ich nach einer Erklärung für ein Verhalten suchen indem ich alle möglichen Steine umdrehe wenn sie doch ohnehin auf der Hand liegt?

An den Reaktionen des Treaderstellers hier auf unsere Postings zeichnet sich doch eigentlich schon alles ab. Du mußt den Tread doch nur lesen.

HiFi ist doch beileibe nicht die einzige Sparte in der irrationales Verhalten mit an den Haaren herbeigezogenen Gründen kaschiert wird. Warum sollte hier nur ein Deut anders sein als bei den anderen Sparten? Im Prinzip brauchst du das Rad also nicht neu zu erfinden sondern kannst dich mit der einschlägigen Literatur über besagtes Verhalten vertraut machen, dann sparst du viel Zeit und Gedankenarbeit und kannst da ansetzen wo diese Erklärungen enden .

MFG Günther
8erberg
Inventar
#59 erstellt: 05. Dez 2013, 12:40
Hallo,

wer unbedingt n Dreher in Betrieb sehen will:

http://woodchucky.com/TimeMachine/1985/index.html

(Duckundwech)

Peter
Jens1066
Inventar
#60 erstellt: 05. Dez 2013, 13:26
Du merkst, es ist z.T. eine Art von Emotions- und Glaubenskrieg.


ich habe mich jetzt mal bei einem Freund eingeladen, der eine sehr hochwertige Kette besitzt. Dort werden wir CD gegen Platte hören.
Mein Freund schwört Stein und Bein, dass Platte bei ihm deutlich hörbar besser klingt.


MMn gibt es in bestimmten Fällen schon ein "BESSER" in Richtung Pro Vinyl. Allerdings muss man da differenzieren. Wie ich schon in Beitrag #25 geschrieben habe, hängt das sehr von der Aufnahme und Pressung ab.

Dein Freund (wie ich übrigens auch) wird einen Teufel tun, Dir beim Probehören freiwillig eine seiner schlechteren Vinylscheiben aufzulegen. Das soll nicht heißen, dass die "schlechten" vielleicht unhörbar sind, lediglich der Nachteil von Vinyl wird da eben deutlicher.

Ich habe hier CD´s, die ich schon länger hatte. Nach meinem Vinylrückfall habe ich mir dann die entsprechende LP zugelegt und natürlich verglichen. Da der Pegel meines Drehers und CD Players etwa identisch ist, ging das auch einigermaßen. Perfekt aufgenommene/abgemischte CD´s und LP´s klingen anders. Klang zu beschreiben ist immer schwierig um nicht in Geschwurbel zu verfallen, aber ich würde es mal so sagen, die CD klingt genauer/analytischer, die LP weicher.Wenn nun die Unterschiede nicht so groß sind und ich einen Vor- oder Nachteil hören will, wird dies auch geschehen.

In unserem etwas gehobenerem Alter mit unseren geschundenen Ohren ist, zumindest bei mir, der Klang auch ein wenig tagesformabhängig.

Ich bin überzeugt, dass das Probehören klanglich positiv für Dich ausfällt, egal ob nun objektiv oder subjektiv.
Du kennst es zwar, aber beobachte nochmal das Handling, die Laufzeit einer Seite, das notwendige Drehen nach ca. 20 min., kein einfaches Überspringen (mit einem Druck an der Fernbedienung) von Liedern die einem nicht so gefallen die Jagd auf Flohmärkten nach den Scheiben usw..
Was für ein (ziemlich) knackfreies Musik hören wichtig ist, ist die Pflege des Vinyl. Waschen der Scheiben bewirkt Wunder und kann schnell mal einen Nachmittag oder Abend für ein paar Scheiben in Anspruch nehmen. Aber auch das kann Man(n) zelebrieren und die Vorfreude auf die neue/alte Scheibe steigern. Auch wenn dann eine Krücke dabei rauskommt (was nicht ausbleibt), überwiegt doch die Freude.

Wenn man mit all dem klar kommt ist es alles in allem ein wunderbares Hobby.
8erberg
Inventar
#61 erstellt: 05. Dez 2013, 13:40
Hallo,

wie soll ein Medium, dessen Qualität bei 99 % aller Pressungen weit unter dem liegt, was ein durchschnittlich guter Plattenspieler "kann" "High End" sein? Bitte, wie war nochmal der Fremdspannungsabstand bei einer Schallplatte?

Die Schallplatte ist der Schwachpunkt!
Irgendein Voodoozeuchs KANN da nicht mehr rausholen, soviel Kohle man auch darin versenkt.

Von daher: wenn mir irgendeiner erzählt dass mit seiner "Kette" eine Schallplatte "besser klingt" dann hab ich mich schon verabschiedet...

Peter

Tante Edith: damit der Satz einen Sinn gibt


[Beitrag von 8erberg am 05. Dez 2013, 17:16 bearbeitet]
Jens1066
Inventar
#62 erstellt: 05. Dez 2013, 14:17
Tja Peter, das ist alles eine Frage der Auslegung, der Objektivität und wie man sich selbst betrügt.

Konkreter Fall:
Ich habe eine Sample CD von Foreigner, die offensichtlich von einem überlagerten Master Tape gezogen wurde. Gleichzeitig habe ich Vinyl aus der Originalzeit wo ein paar gleiche Titel drauf sind.

Wenn ich nun diese Titel vergleiche, klingt das vom Vinyl um Welten besser. Nun kann ich natürlich behaupten das Vinyl besser klingt als eine CD. In diesem Fall ist das zwar richtig, für eine allgemeine Aussage jedoch absoluter Schwachsinn.
Hmeck
Inventar
#63 erstellt: 05. Dez 2013, 15:08
Es gibt natürlich noch einen Grund, warum sich der Plattenspieler lohnt. Und der ist nun wirklich unbestreitbar objektiv: An keinem Gerät kann man so schön herumbasteln, Lautsprecher vielleicht mal ausgenommen. (Aber das sind eigentlich keine Geräte.) Und ehe ich in Woodo-Verzweiflung verfalle und CD-Ränder grün anmale, schraube ich lieber an Tonabnehmern etc rum - das hat zumindest einen spürbaren Effekt, wenn auch oft nicht den gewünschten.

Grüße, Hmeck
8erberg
Inventar
#64 erstellt: 05. Dez 2013, 15:27
Hallo,

ich hab 99 % aller Pressungen gesagt.

Und natürlich gilt hier (wie immer) Garbage in = Garbage out

Peter
Chefkoch28
Stammgast
#65 erstellt: 05. Dez 2013, 15:43
tja, also noch ein grund könnte sein das ich mit sicherheit meine vinylscheiben in 50 jahren noch abspielen kann wobei das mit cd´s und all dem anderen mp4, flac kram nicht sicher ist. vinyl ist halt alterungstechnisch noch am langlebigsten.

cheers
JeeBee68
Stammgast
#66 erstellt: 05. Dez 2013, 15:45
@ Peter:
Ich hatte deinen Satz "...wie soll ein Medium..." von weiter oben übrigens nicht verstanden. Da fehlen irgendwie ein paar Wörter.
Jens1066
Inventar
#67 erstellt: 05. Dez 2013, 16:25

ich hab 99 % aller Pressungen gesagt.

Nicht falsch verstehen, ich bin da voll mit Dir. Mir ging es nur darum, dass sich so mancher einfach schön färbt, was er gerne möchte.

Das gilt für mich im HiFi Bereich übrigens nicht nur bei Vinyl.


tja, also noch ein grund könnte sein das ich mit sicherheit meine vinylscheiben in 50 jahren noch abspielen kann wobei das mit cd´s und all dem anderen mp4, flac kram nicht sicher ist. vinyl ist halt alterungstechnisch noch am langlebigsten.

Na ja, vom Material her vielleicht, aber eine CD hat keine mechanische Abnutzung, eine Vinylscheibe selbst mit der besten Nadel schon.
Wir haben sicher alle auch Schallplatten, die so abgenudelt sind, dass man sie nicht mehr anhören kann. Wenn ich sie 50 Jahre unbespielt im Schrank liegen lasse vielleicht.

Im übrigen habe ich CD´s die beinahe 30 Jahre alt sind und obwohl sie die ersten Jahre bei allen Temperaturen im Auto verbracht haben, spielen sie noch wie am ersten Tag. Digitale Medien kann ich verlustfrei beliebig oft kopieren......
beeble2
Stammgast
#68 erstellt: 05. Dez 2013, 16:46
Also ich habe einige Vinyls die ich auf 1974 und 75 datieren kann und die, obwohl
regelmäßig (eventuell ausnahme der ersten Jahre als CD für mich neu war) gespielt
wurden für mich keinerlei Alterserscheinungen zeigen.
Es sei denn die wenigen Ausnahmen die ich leichtsinnigerweise mal verliehen hatte
oder mit zu Feten genommen habe.
Da war es dann aber immer ein zu Grunde gerichteter Dreher der sie auf
dem Gewissen hat.

Ulli
Pigpreast
Inventar
#69 erstellt: 05. Dez 2013, 17:00

schmiddi (Beitrag #53) schrieb:
Ich habe dich zitiert, weil du genau das machst was ich in meinem Psot beschrieben habe. Du versuchst den subjektiv besseren Geschmack des Weines aus einem Weinglas zu objektivieren.

Das ist so nicht richtig. Ich will die Sache mit dem Wein jetzt nicht überstrapazieren, weil jeder Vergleich auch seine Grenzen hat. Aber dass man unterschiedliche Weine aus unterschiedlichen Gläsern trinkt, oder dass unterschiedliche Gläser auch ein und das selbe Getränk unterschiedlich schmecken lassen, hat seine Gründe, die über die bloße Vorstellungskraft hinaus auch rational erklärbar sind.


und die Form des Trinkgefäßes hat nun definitiv einen direkten Einfluss auf den Geschmack, da sich die Flüssigkeit zeitlich anders im Mundraum verteilt.

oder auch hier:

Über das "billige Ambiente" eines Joghurtbechers hinaus sind dessen Haptik und Temperaturverhalten mit ihrer Beeinflussung schon näher am eigentlichen Trinkerlebnis dran.

Das sind alles Versuche ein subjektives Geschmackserlebnis "messbar" zu machen.

Von messbar kann überhaupt keine Rede sein. Ich zähle nur verschiedene Faktoren auf, die das Geschmackserlebnis beeinflussen: Angefangen von der Situation, in der genossen wird, über die optischen und haptischen Eindrücke der Utensilien zur Vorbereitung, über die direkten taktilen Reize beim Trinken an sich, bis hin zu dem, was im Mund passiert. Beim Wein an sich bin ich noch gar nicht angekommen!

Du hast ja am Anfang deines Beitrages auch meine Meinung vertreten, aber zum Schluss hast du der Versuchung nach gegegeben doch noch eine rationale Erklärung zu geben.

Was heißt denn da „Versuchung“? Du unterstellst mir, dass es mir wichtig wäre, eine rationale Erklärung zu haben. Dem ist nicht so. Ich glaube einfach, dass es sowohl psychologische als auch physikalische/physiologische Faktoren gibt, die den Genuss beeinflussen. Diese Zusammenhänge finde ich ganz einfach interessant. Brauchen, um genießen zu können, tue ich sie nicht.
8erberg
Inventar
#70 erstellt: 05. Dez 2013, 17:14
Hallo,

es hat schon seinen Grund warum bei Weinprüfungen des DLG grundsätzlich ein spezielles Glas genommen wird (BTW für Rot wie auch für Weißweine).

Wer das gleiche Glas haben möchte: Sensus von Schott Zwiesel.

Peter
Pigpreast
Inventar
#71 erstellt: 05. Dez 2013, 17:52
Das Glas kenne ich, es ging mir bei meinem Post auch durch den Kopf.

Um aber wieder die Kurve zum topic zu kriegen: Ich meine eben, dass es sowohl die Größe und die Gestaltungsmöglichkeit der Plattencover, der Akt des Auflegens, die Beobachtung der Platte beim Drehen, die fehlende Versuchung zum Weiter-Skippen etc. sein können, die das Genusserlebnis Vinyl beeinflussen, als auch tatsächlich hörbare Unterschiede. Diese können objektiv sogar einen Mangel darstellen und dennoch als subjektiv angenehm empfunden werden.
Chefkoch28
Stammgast
#72 erstellt: 05. Dez 2013, 18:33

Pigpreast (Beitrag #71) schrieb:
Diese können objektiv sogar einen Mangel darstellen und dennoch als subjektiv angenehm empfunden werden.


exakt! ich hab einige scheiben als cd sowie auf vinyl. davon klingen einige wirklich besser in meinen ohren wenn ich die vinyl auflege. wenn etwas zu "genau" ist kann ein gewisses flair oder auch eine gewisse stimmung verlorengehen und genau das ist es was vinyl ausmachen kann. wers gern mal hören möchte was ich meine kann gern vorbeikommen.

cheers
schmiddi
Inventar
#73 erstellt: 05. Dez 2013, 20:23
Hallo Pigpreast!

Ich will doch gar nichts unterstellen. Ich will ausdrücken, dass man als denkender Mensch immer versucht ist eine rationale Erklärung zu finden, auch wenn man manchmal an der falschen Ecke sucht.

Es hat natürlich einen Grund, dass man bei der Weinprobe immer die gleichen Gläser nimmt. Man will ja die äußeren Einflüsse möglichst gleich halten. Man glaubt ja nicht wie stark sich optische Wahrnehmung auswirken kann. Weintrinker konnten z.B. einen Rot gefärbten Weißwein nicht von einen Rotwein geschmacklich unterscheiden.

Wenn man sich bewusst macht wie sehr dass Drumherum unsere Wahrnehmung beeinflusst, muss man sich glaube ich nicht viele Gedanken um andere Erklärungen machen. Werden diese zusätzlichen Wahrnehmungen ausgeschaltet, kommen häufig überraschende Ergebnisse heraus.

So jetzt aber genug über Wein geredet . Genießen wir einfach unsere Musik so wie es jeder am liebsten hat.

Jörg
Archivo
Inventar
#74 erstellt: 05. Dez 2013, 21:01
So sei es...

Ich persönlich nehme einen geringfügig "schlechteren" Klang jedenfalls gerne in Kauf, weil mich alle anderen Eigenheiten des Vinyl-Handlings dafür mehr als entschädigen.

Zudem hängt es wohl auch mit den bevorzugten Musikrichtungen zusammen, denn The Doors, frühe Deep Purple, Black Sabbath und Uriah Heep, The Temptations, Isaac Hayes, Triumvirat, Beggars Opera oder King Crimson kann und will ich mir mit digitalem Klang gar nicht antun. Der direkte Vergleich macht mich da sicher.

Aber ich trinke ja auch Rotwein nur direkt aus dem Tetrapack...

LG, Ivo
volvo740tius
Inventar
#75 erstellt: 06. Dez 2013, 00:10
Hallo,

Archivo (Beitrag #74) schrieb:

Aber ich trinke ja auch Rotwein nur direkt aus dem Tetrapack...


ist vernünftig, schmeckt nicht nach Korken und spart Aufwasch.

Gruß Thomas
Archivo
Inventar
#76 erstellt: 06. Dez 2013, 01:03


grindling
Stammgast
#77 erstellt: 06. Dez 2013, 01:15
Ich, bin der meinung, wenn es dir Freude bereitet, dann solltest du es machen! wenn dir das *umdrehen (und das ganze *gehabe`) . dir ehh auf den Sack gehen!`?.
dann lass es!
Pigpreast
Inventar
#78 erstellt: 06. Dez 2013, 01:54
Warum eigentlich Vinyl und nicht Schellack?
Magister_Verbae
Inventar
#79 erstellt: 06. Dez 2013, 02:08
Klangtechnisch sicher ein "Greuel", haben manche Schallacks durchaus ihren Reiz. Hier gilt vor allem, dass viele dieser Aufnahmen lediglich auf diesem Medium erschienen sind



Martin
Archivo
Inventar
#80 erstellt: 06. Dez 2013, 02:56

Pigpreast (Beitrag #78) schrieb:
Warum eigentlich Vinyl und nicht Schellack? :L


Es lebe die Polemik...

Wenn man Deinen Gedanken konsequent zu Ende spinnt (sic!), dürfte es auch nur mehr Autos mit der jeweils gerade aktuellsten Technik geben - und solche überflüssigen, gefährlichen, technisch überholten Dreckschleudern wie ein Lamborghini Espada, Mercedes 300 SL Gullwing, Citroen SM, Ferrari 250 GTO, Renault Alpine, Jaguar E-Type, Aston Martin DB5, Chevrolet Corvette Stingray, Bugatti Atlantique, Talbot Lago T23, etc. pp. wären alle schon längst in der Schrottpresse gelandet.

Es gibt halt Leute, denen der technische Zeitgeist weniger wichtig ist als anderen.

Manche rennen ständig dem Trend hinterher, andere versuchen, sich dem sanften Druck (um nicht den Begriff Diktat zu verwenden...) der Gesellschaft nicht vollkommen auszuliefern.

Ich habe beruflich so viel mit Digitaltechnik im Video- und Audiobereich zu tun, dass ich mir die Freiheit nehme, in meiner Freizeit altbewährter Analogtechnik zu frönen.

Mein persönliches Fazit zur Digitaltechnik im allgemeinen: unglaublich vielfältige Möglichkeiten, unwahrscheinlich praktisch - und dennoch in vielerlei Hinsicht nicht der Stein der Weisen, wie uns so häufig weis(sic!)gemacht wird.

Zwischen 0 und 1 liegt nämlich unendlich viel, wie jeder Quantenphysiker weiß.

LG, Ivo
emerson_fittipaldi
Ist häufiger hier
#81 erstellt: 06. Dez 2013, 03:19
Objektiv - Nein.
Aber wer ist schon objektiv ? Subjektiv gibt es viele ganz unterschiedliche Gründe um Vinyl zu hören. Der eine hat Spass an alter Technik und der Musik der damaligen Zeit, die eben voll auf das LP bzw. EP oder Single Format abgestimt war mit großem Cover und relativ wenig Spielzeit pro eite. Ein andere mag Techno oder Hip Hop und träumt von 2 Turn Tables und nem Mixer, um mal richtig Gas zu geben und Hand auf die Platten zu legen. Der nächste findet den Trend zurück zum analogen / haptischen Erlebens cool und will da mitmachen . Der ganz Harte will per analog den audiophilen Olymp erklimmen mit 20.000 Euro Dreher, 12.000 Euro Tonabnehmer und dem dem ganzen Gedöhns. Da wirrd es für CD Player schon echt schwer mitzuhalten.
Vor allem aber hat man stets das gleiche Hobby, nämlich Platten jagen und sammeln. Das kann zum Albtraum werden oder ne Menge Spass bringen - oder gar beides.
Kostet alles Geld, daher objektiv FINGER WEG !
Pigpreast
Inventar
#82 erstellt: 06. Dez 2013, 03:21

Archivo (Beitrag #80) schrieb:

Pigpreast (Beitrag #78) schrieb:
Warum eigentlich Vinyl und nicht Schellack? :L

Es lebe die Polemik...

Du hast angefangen:

Archivo (Beitrag #74) schrieb:
Aber ich trinke ja auch Rotwein nur direkt aus dem Tetrapack... :D


Außerdem rennst Du bei mir mit Beitrag #80 gewissermaßen offene Türen ein. Zum einen hege ich durchaus auch Sympathien für "veraltete" Technologien, zum anderen bin ich viel zu träge, um jedem Trend hinterher zu rennen. Dem Trend des Musik-Streamings beispielsweise verweigere ich mich bislang konsequent.
8erberg
Inventar
#83 erstellt: 06. Dez 2013, 11:23
Hallo,

das Bild eines "Oldtimers" verschiebt sich und zeigt auch ganz klar, dass die Zeit in Fluss ist.

Mir fällt es schwer in einem Knudsen-Ford oder gar einem Golf I ein "Classic Car" zu sehen, allerdings sehen das Leute die Anfang 20 sind ganz anders...

Ähnlich ist es mit der Technik: für uns ist Vinyl nicht "alt", weil wir die Glanzzeiten erlebt haben, für die heutigen Jungspunde ist das so weit weg wie für uns die Schellacks sind...

Anderes gesagt: genausowenig wie es einen guten Grund gibt zigtausende Euronen in den Neuaufbau eines VW T2 Camper zu versenken (ein Bekannter hatte Restaurationskosten- dafür hätte er sich einen nagelneuen T5 mit Zick und Zack kaufen können) gibt es keinen vernünftigen Grund einen Plattenspieler zu kaufen wenn man keine Plattensammlung hat.

Aber: sind wir immer vernünftig?

Peter
Hörbert
Inventar
#84 erstellt: 06. Dez 2013, 11:56
Hallo!

@8erberg

Natürlich ist der Blickwinkel auf das gesamte Thema ein anderer wenn man 30-40 Jahre mit Schallplatten gelebt hat und nicht nur die recht engen Grenzen des Tonträgers kennt sondern auch (noch) weiß das selbst zu den besten Zeiten der Schallplatte der Tonträger gegenüber dem Tonband und später gegenüber den digitalen Tonträgern immer nur als das Medium der zweiten Wahll galt.

Heute kann man aus der sicheren Deckung der CD als (im Vergleich zur Schallplatte) nahezu perfekten und günstigen Tonträger sich mit dem bejahrten Medium ganz anders befassen, Fehler gelten als "charmant", Beschränkungen als Vorteil und unelegantes schwerfälliges Handling als "schick". Hätten die heutigen User die Zeiten erlebt in denen es eben keine einfache und für jeden erschwingliche Alternative gab (man erinnere sich, Tonbandmaschinen waren teuer und gute -vom Master herunter-, bespielte Tonbänder waren schwer aufzutreiben) würden sie die Nachteile des Mediums Schallplatte auch als solche werten. Dann wäre der "warme Klang" als verschwommen und undurchsichtig definiert und das "romantische Knistern" ärgerliches Crackeln das den Musikgenuß stört.

MFG Günther
dertelekomiker
Inventar
#85 erstellt: 06. Dez 2013, 12:29

Pigpreast (Beitrag #71) schrieb:
[...]die fehlende Versuchung zum Weiter-Skippen [...]

Dies ist ein für mich persönlich wesentlicher Punkt beim Hören von Schallplatten. Wenn ich ein Platte auflege, nehme ich mir bewusst Zeit, diese ganz zu hören. Das ist sozusagen das "Slow Food" des Musikhörens. Für mich eine Form von Miniurlaub, den ich gelegentlich nicht missen möchte.
Pigpreast
Inventar
#86 erstellt: 06. Dez 2013, 12:33

Hörbert (Beitrag #84) schrieb:
Natürlich ist der Blickwinkel auf das gesamte Thema ein anderer wenn man 30-40 Jahre mit Schallplatten gelebt hat...

Hätten die heutigen User die Zeiten erlebt in denen es eben keine einfache und für jeden erschwingliche Alternative gab ... würden sie die Nachteile des Mediums Schallplatte auch als solche werten. Dann wäre der "warme Klang" als verschwommen und undurchsichtig definiert und das "romantische Knistern" ärgerliches Crackeln das den Musikgenuß stört.

Eine These, die mir durchaus sympathisch ist und einleuchtet. Wer allerdings nicht in diese These passt, sind die HighEnder, die vier- oder gar fünfstellige Beträge für ihre Edel-Dreher-Kette ausgeben. Die sind bestimmt nicht identisch mit den Youngsters, die neben ihren "Standards" mp3, FLAC und Streaming auch "altes" Vinyl cool finden.
Pigpreast
Inventar
#87 erstellt: 06. Dez 2013, 12:38

dertelekomiker (Beitrag #85) schrieb:

Pigpreast (Beitrag #71) schrieb:
[...]die fehlende Versuchung zum Weiter-Skippen [...]

Dies ist ein für mich persönlich wesentlicher Punkt beim Hören von Schallplatten. Wenn ich ein Platte auflege, nehme ich mir bewusst Zeit, diese ganz zu hören. Das ist sozusagen das "Slow Food" des Musikhörens. Für mich eine Form von Miniurlaub, den ich gelegentlich nicht missen möchte.

Genau das meinte ich. Interessant in dem Zusammenhang finde ich aber die Psyche, die anscheinend verlangt, sich zu etwas zwingen zu lassen, das sie auch freiwillig haben könnte. Wieso nicht eine CD am Stück durchhören?
dertelekomiker
Inventar
#88 erstellt: 06. Dez 2013, 12:54
Ich höre schon auch CDs an einem Stück, aber die Versuchung, einfach mal zu skippen, ist dort halt schnell(er) mal gegeben.
Pigpreast
Inventar
#89 erstellt: 06. Dez 2013, 13:05
Ja, klar. Und die Versuchung macht Stress, denn ihr Stand zu halten kostet Disziplin, was gewissermaßen dem Genuss widerspricht.

Ich habe vor Jahren mal einen CD-Player gesehen, der hatte nur drei Knöpfe: Open/Close, Play und Stop. Mit so einem Player fiele dieses Argument für die Schallplatte zumindest weg, oder?


[Beitrag von Pigpreast am 06. Dez 2013, 13:06 bearbeitet]
max130
Stammgast
#90 erstellt: 06. Dez 2013, 13:15
Servus
dem Genuss willen benutze ich grundsätzlich keine Fernbedienung.
Egal, bei welcher Quelle.
So finde ich auch CD hören schön (entschleunigt).

probiert es mal aus.

VG
Stefan
lini
Inventar
#91 erstellt: 06. Dez 2013, 14:12
Jürgen: Ich bin zwar durchaus ein Vinyl-Freund, aber ich denk, ich würde heutzutage nicht noch einmal neu anfangen wollen - und der Knackpunkt läge bei mir in der im Vergleich zu "damals" eher dünnen Infrastruktur in puncto Plattenläden, recht knackigen Preisen und allem Anschein nach eher noch mäßigerer Qualität.

Oder anders gesagt: Ich hab schon damals relativ oft LPs mindestens einmal umtauschen müssen, um ein qualitativ zufriedenstellendes Exemplar zu bekommen (und das bei neuen Scheiben - gebrauchte hab ich nie gekauft...) - so etwa in 1/4 bis 1/3 der Fälle, würd ich schätzen. Da war das aber noch kein großes Problem, denn es gab diverse, gut zu erreichende und sehr gut sortierte Plattenläden/-abteilungen in der Innenstadt - und ich war sowieso recht oft dort, um neue Platten zu kaufen, sodass Umtäusche selten echten Extra-Aufwand bedeuteten. Heute scheint mir der ganze "Spaß" viel umständlicher, zumal man sich ja oft genug des Versandhandels bedienen müsste. Insofern würd's mir heute irgendwie keine so rechte Freude mehr machen, nochmal eine Plattensammlung Stück für Stück aufzubauen.

Langer Rede, kurzer Sinn: Wenn Du wirklich hohe Wiedergabequalität von LP erwartest, braucht's dazu einwandfreie Platten - und die zu bekommen, ist heute auch je nach persönlichen "Kauf-Präferenzen" nicht mehr so leicht. Ich würd mir also an Deiner Stelle primär überlegen, ob Dir die heutige Plattenkauf-Infrastruktur noch hinreichend entgegenkommt - denn ein guter Spieler ist ja vergleichsweise schnell angeschafft, während der wahre Aufwand eher im Zusammentragen der persönlichen Plattensammlung liegt.

Grüße aus München!

Manfred / lini
peacounter
Inventar
#92 erstellt: 06. Dez 2013, 14:20

max130 (Beitrag #90) schrieb:
Servus
dem Genuss willen benutze ich grundsätzlich keine Fernbedienung.
Egal, bei welcher Quelle.
So finde ich auch CD hören schön (entschleunigt).

probiert es mal aus.

VG
Stefan


ich hab keine fb am verstärker, keine am tape und keine am dreher.
die vom cd zu benutzen wäre also sozusagen ne umstellung für mich.
ich weiß garnicht, wo die ist...
kinodehemm
Hat sich gelöscht
#93 erstellt: 06. Dez 2013, 17:16
Moin

8erberg (Beitrag #61) schrieb:
Hallo,

wie soll ein Medium, dessen Qualität bei 99 % aller Pressungen weit unter dem liegt, was ein durchschnittlich guter Plattenspieler "kann" "High End" sein? Bitte, wie war nochmal der Fremdspannungsabstand bei einer Schallplatte?

Die Schallplatte ist der Schwachpunkt!
Irgendein Voodoozeuchs KANN da nicht mehr rausholen, soviel Kohle man auch darin versenkt.

Von daher: wenn mir irgendeiner erzählt dass mit seiner "Kette" eine Schallplatte "besser klingt" dann hab ich mich schon verabschiedet...
Peter

Tante Edith: damit der Satz einen Sinn gibt


don't panic- Menschen mit derart vorgefasster Meinung werden ja auch nur selten in diese Verlegenheit kommen, da man sie ohnehin nicht so häufig einlädt..

Ne gescheit gepresste und ordentlich gewaschene Platte hat kein romantisches Knistern, und wenn ich nicht gerade mit dem 'Klotz' oder anderen dicken Rundnadlern höre, dann hat man auch nahezu kein Rillengeräusch...
Und auch wenn ein Ruf CTR vielleicht auf dem Papier gegen einen modernen japanischen Supersportwagen keinen Stich macht - das eine ist halt ein echtes Auto und das andere ein modernes - keimfreies - Fortbewegungsmittel..

Aber egal - noch gibt es ja keine bindende EU-Richtlinie, wie man zu hören hat..


..
tomtiger
Administrator
#94 erstellt: 06. Dez 2013, 17:37
Hi,


Archivo (Beitrag #80) schrieb:
Wenn man Deinen Gedanken konsequent zu Ende spinnt (sic!), dürfte es auch nur mehr Autos mit der jeweils gerade aktuellsten Technik geben - und solche überflüssigen, gefährlichen, technisch überholten Dreckschleudern wie ein Lamborghini Espada, Mercedes 300 SL Gullwing, Citroen SM, Ferrari 250 GTO, Renault Alpine, Jaguar E-Type, Aston Martin DB5, Chevrolet Corvette Stingray, Bugatti Atlantique, Talbot Lago T23, etc. pp. wären alle schon längst in der Schrottpresse gelandet.


Du übersiehst dabei etwas: Niemand (der noch ganz richtig tickt) wird mit so einer "Dreckschleuder" jeden Tag ins Büro fahren oder mit der Familie nach Italien auf Urlaub, oder .... und dabei behaupten, die "Dreckschleuder" wäre besser, angenehmer, sparsamer, leiser, .....

Diese "Dreckschleudern" sind wie Plattenspieler, man nutzt sie, weil sie geil sind, nicht, weil sie besser sind.

LG Tom

PS: Mit der nötigen Zeit und Aufwand kann man übrigens aus (manchen) Schellacks erstaunlich gute Wiedergabe kitzeln. Mit dem richtigen Tonabnehmer, einem sehr großzügigen Pitchbereich und einem sehr variablen Entzerrer kann man aus zuvor wenig gehörten Schellacks ordentliche Musik holen. Das Hauptproblem ist, dass die meisten Tonträger abgenudelt sind.
ardina
Stammgast
#95 erstellt: 06. Dez 2013, 18:00
Ich weiß auch nicht was es da zu streiten gibt? Wie schon mehrfach erwähnt, können ein Plattenspieler und eine kleinerer oder größere LP-Sammlung ein schönes Hobby sein. Wie auch schon erwähnt ist die Motivation unterschiedlich wie emotionale Bindung zu den schwarzen Scheiben aufgrund positiv erlebter Vergangenheit, Entschleunigung des Alltags durch die Zeremonie beim Platten hören, oder einfach nur die Begeisterung für eine alte aber immer noch funktionierende Technik.

Qualitätsansprüche würde ich nicht als Argument benutzen, wobei ich der gleichen Meinung bin wie Kinodehemm; bei entsprechendem Equipment (und das muss kein Dreher für 10K € plus 5K € System sein) und gut gepflegten Platten ist anspruchsvolles und hochwertiges hören schon möglich. Ich habe eine ganze Anzahl Platten die praktisch keine Nebengeräusche machen, eine noch größere Anzahl von Scheiben die wenig Geräusche machen und natürlich auch Platten die etwas mehr knistern und hier und da mal knacken. Wobei das auf das Musikprogramm ankommt, ob diese Geräusche überhaupt relevant werden.

Ca. 15 – 20% meiner Platten habe ich auch als CD. Manche sogar gezielt gekauft um einen Vergleich zu machen. Eine CD ist nicht automatisch besser, nur weil es das modernere Medium ist, aber das ist ja bekannt. Es gibt durchaus auch Beispiele wo ich die CD bevorzuge. Keine Frage, eine gut gemachte CD kann schon überzeugen und erst recht eine gute SACD. Aus meiner Sicht fällt eine gute Schallplatte aber nicht soweit ab, dass es keinen Sinn mehr macht dieses Medium zu benutzen. Ich habe eine Menge Platten die auf meinem Dreher mit meiner Anlage in meinem Raum durchaus überzeugen können.

Obwohl ich emotionaler Schallplattenbenutzer bin habe ich auch ca. 600 – 700 CDs inklusive einem sehr hochwertigen CDP den ich auf keinen Fall missen möchte. Dem Hochbit-Streaming habe ich mich noch nicht gewidmet, werde es wohl aber früher oder später tun und wenn es auch nur der Archivierung dient. Schallplatten werde ich wohl solange benutzen wie ich lebe (oder den Dreher bedienen kann), was sonst noch an Medien dazu kommt …

Grüße und , Andreas
peacounter
Inventar
#96 erstellt: 06. Dez 2013, 18:04
ich kann solchen drecksschleudern aber auch echt null abgewinnen.
wahrscheinlich aus dem selben grund bin ich auch bei drehern nicht nostalgisch.
ich will musik hören und nicht technik bestaunen oder ein haptisches erlebnis beim platte umdrehen erfahren.

trotzdem hab ich weiter ne ordentliche vinyl-fräse, aber das liegt eher daran, dass ich bis mitte 20 (das waren die frühen 90er) eben noch alles auf platte gekauft habe und mich von den alten scheiben nicht trennen will.

wie kann man überhaupt stinkende verbrenner-autos mit hifi-equipment vergleichen?
wenn die wenigstens gut klingen würden...
Pigpreast
Inventar
#97 erstellt: 06. Dez 2013, 18:35

peacounter (Beitrag #96) schrieb:
wie kann man überhaupt stinkende verbrenner-autos mit hifi-equipment vergleichen?
wenn die wenigstens gut klingen würden... :(

Tun sie doch!

Zumindest manche von denen, die ich mir eh nicht leisten könnte...


[Beitrag von Pigpreast am 06. Dez 2013, 18:36 bearbeitet]
ardina
Stammgast
#98 erstellt: 06. Dez 2013, 18:37

peacounter (Beitrag #96) schrieb:

wie kann man überhaupt stinkende verbrenner-autos mit hifi-equipment vergleichen?
wenn die wenigstens gut klingen würden... :(


in manchen Ohren tun sie das

Grüße, Andreas
8erberg
Inventar
#99 erstellt: 06. Dez 2013, 18:54
Hallo,

ok, schmeissen wir dann auch Dampfloks weg, die qualmen auch, schieben die alten Autos ins Stahlwerk und machen aus den alten Gebäuden wie mittelalterlichen Kirchen Schotter für neue Straßen.

Aus dem PVC der Schallplatten kann man mit Sicherheit auch noch gute Abwasserrohre fertigen.

Peter
ardina
Stammgast
#100 erstellt: 06. Dez 2013, 19:01

8erberg (Beitrag #99) schrieb:
Hallo,

ok, schmeissen wir dann auch Dampfloks weg, die qualmen auch, schieben die alten Autos ins Stahlwerk und machen aus den alten Gebäuden wie mittelalterlichen Kirchen Schotter für neue Straßen.

Aus dem PVC der Schallplatten kann man mit Sicherheit auch noch gute Abwasserrohre fertigen.

Peter


jetzt übertreib mal nicht. Die Frage war ob es sich lohnt jetzt noch mit dem Plattensammeln anzufangen und das ist schon eine Überlegung wert.

, Andreas
peacounter
Inventar
#101 erstellt: 06. Dez 2013, 19:04

ardina (Beitrag #98) schrieb:

peacounter (Beitrag #96) schrieb:

wie kann man überhaupt stinkende verbrenner-autos mit hifi-equipment vergleichen?
wenn die wenigstens gut klingen würden... :(


in manchen Ohren tun sie das

Grüße, Andreas

klar... es gibt bestimmt auch leute, die bohrmaschinen und staubsauger toll finden...
ich gehör nicht dazu.
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