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Kompakt- vs. Standlautsprecher - wo liegen die jeweiligen Vor- und Nachteile?

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Iron-Man
Inventar
#704 erstellt: 20. Mrz 2013, 17:38

Iron-Man (Beitrag #701) schrieb:
Der Hochtöner sollte auf Ohrhöhe sein. Deshalb stellt man die Kompaktlautsprecher auf Ständer.


Das ist die Kernaussage, die ich rüber bringen wollte.
Denn die winkelbehaftete Schallabstrahlung bedeutet meist einen Qualitätsverlust.


[Beitrag von Iron-Man am 20. Mrz 2013, 17:40 bearbeitet]
korbinator
Schaut ab und zu mal vorbei
#705 erstellt: 25. Mrz 2013, 20:15
Wir stehen nach dem Umzug und nur noch halb so großem Wohnzimmer vor der Frage, ob wir bei 18qm Wohnzimmer wirklich Standlautsprecher benötigen. Zumal die momentan eingesetzten Heco Aleva 400 zwar einen fein auflösenden Hochtonbereich und erstaunlich tief reichende Frequenzen darstellen können, aber im oberen- / Kickbassbereich eher dezent tönen.

Ziel ist es, die verschiedenen Arten Musik adäquat darzustellen, und da fehlt bei Vielem einfach der mittlere Tonbereich, bzw. obere Bassbereich. Wenn dann anstatt Jazz und Klassik z.B. mal Rock, Punk, House oder Rap auf dem Plan stehen, fehlt es momentan an sattem Kickbass-Punch, und das schmälert den Bewegungsdrang doch ziemlich. Alles Andere wird wie gesagt wunderbar dargestellt, aber ohne Punch macht Manches halt keinen Spaß. Um das zu korrigieren, gäbe es ja viele Möglichkeiten, mit mehr oder weniger finanziellem Aufwand.

Als Zuspieler kommt entweder der Harman Kardon HD-25 als CD-Spieler zum Einsatz, oder ein Gerät mit angebissenem Obst drauf per Airplay. Der Verstärker ist ein Pioneer A-30K, mit Oehlbach Kabeln nebst Bananensteckern an die Lautsprecher verbunden.

Wir haben an der Soundbar (Yamaha YSP-4100) zudem einen recht musikalischen Subwoofer mit zwei getrennt regelbaren Eingängen (BK Electronics XLS 200 MK2), der sicher ein paar Kompaktlautsprecher unter Nutzung einer Frequenzweiche o.Ä. im Bereich unter 100Hz unterstützen könnte.

Mir wurde im lokalen Hifi-Studio zu B&W CM5 geraten, die wir tatsächlich mit dem A-30 von Pioneer probehören konnten. Das gefiel uns an sich gut, wobei man da aber auch von einem optimal eingerichteten Raum spricht, ohne größere Fensterfläche o.Ä., was bei uns zu Hause etwas anders ausschaut. Der Punch war vernehmbar, wenn auch nicht brutal, die Auflösung genau richtig, und nicht übertrieben.

Fragt sich nur, ob ein Set CM5 mit dezenter Sub-Unterstützung gegenüber einer aufeinander abgestimmten Kette Geräte mit zu unserem Musikgeschmack passenden Standlautsprechern mithalten könnte? Was meint Ihr?
trude_a
Stammgast
#706 erstellt: 26. Mrz 2013, 20:48
hallo korbinator,
wenn die hecos dir im oberen bassbereich/ kickbass schon nicht so sehr zusagen, wird der subwoofer daran auch nicht wirklich was ändern können, dieser wird ja erst tiefer angekoppelt und sorgt bestenfalls für mehr volumen ganz unten.

Die CM5 kenne ich, finde sie ebenfalls klanglich ( und optisch- ein hammerteil) wunderschön.
Die CM8 (kleinste Standbox aus der CM Serie) ist preislich nur unwesentlich teurer und eben wie gesagt schon eine richtige standbox.
Ich finde sie klanglich eben nochmal erwachsener (obwohl die CM5 für ihre größe schon ganz weit oben mitspielt).

Ich würde dir als Tipp mitgeben:
- stell das mit dem sub erstmal hinten an, ich würde da nicht allzuviel drauf geben, nicht bei deinem problem
- frag deinen örtlichen hifi händler, ob er dir die CM8 ausleiht- zum zuhause probehören. auch wenn das nicht sofort so klingt wie im studio des händlers nicht gleich die flinte ins korn werfen. oft hilft ein schmucker flauscheteppich oder ähnliches schon um die eigene raumakustik etwas aufzuwerten- das dann auch mal probieren.
- und btw, probier vl auch mal einen anderen zuspieler aus. airplay ist klanglich nicht so das gelbe vom ei (schon gar nicht wenn sich böse mp3s aufs handy geschlichen haben )
den harman kardon von dir speziell kenne ich nicht, allerdings muss ich auch sagen habe ich in der letzten zeit kein wirklich hifideles produkt aus dem hause harman kardon gehört...
--> hier gibt es von rotel meiner meinung nach wirklich preiswerte CD player. top verarbeitung design und klanglich ebenfalls ganz oben.
bzw. wenns sogar streaming werden soll, wird die project stream box ds schwer gelobt im unteren preissegment.
gruß
korbinator
Schaut ab und zu mal vorbei
#707 erstellt: 26. Mrz 2013, 21:07
Danke Dir schonmal für Deine ausführliche Antwort!

Air-Bläh ist kein Dynamikgewinn, keine Frage. Wenn ich dieselben Lieder von CD oder Eipott gestreamt höre, dann gewinnt immer die, äh, Schallplatte Ich habe das große Glück, einen Sherwood Plattenspieler (1210-Nachbau), den Harman Kardon CD/DVD-Player, und das iPhone per Airplay gegeneinander testen zu können. Und da klingt z.B. das Violator Album von Depeche Mode als Platte mit Abstand am Besten, noch vor der CD.

Die CM5 waren ja nur deshalb die Idee, weil die eben bauartbedingt nicht so weit in den Keller können, wie eine voluminösere Standbox, und man die dann mit dem ohnehin vorhandenen Sub hätte unterstützen können. Platz spart man mit CM5 plus Standfuß gegenüber einer schlanken CM8 mit Sicherheit ohnehin nicht.

Wenn jetzt hier in Frankfurt/M. oder Umgebung ein Händler die CM8 zum Test mitgeben würde, dann wäre ich sofort mit dem Auto vor der Tür...
weimaraner
Hat sich gelöscht
#708 erstellt: 26. Mrz 2013, 22:21
Hallo,

bin zwar kein Fan der CM 8,
aber bei den Hifi Profis kannst du diese doch sicher ausleihen.
In einem Raum mit Fensterflächen und eventuell sonstigen schallharten Gegebenheiten? würde ich solch einen lautsprecher zwingend testen.

Im Vorfeld könntest du noch ne Canton Reference der 7er Klasse im Vergleich hören,
oder eben wenn der Raum recht "hell" scheint, ne KEF R 500.

Alles bei den Profis zu hören, und mit Nachdruck garantiert auch zu leihen übers Wochenende.

In Wiesbaden vllt noch ne Monitor Audio anhören???

VG
dkP74
Stammgast
#709 erstellt: 27. Mrz 2013, 11:34
Also ich würde mir erstmal ein paar Lautsprecher mehr anhören. Es gibt da so viele Unterschiede. Ein wenig Zeit bei der Boxenauswahl spart meistens Geld.
Gruß
dkP
korbinator
Schaut ab und zu mal vorbei
#710 erstellt: 27. Mrz 2013, 12:17

dkP74 (Beitrag #709) schrieb:
Also ich würde mir erstmal ein paar Lautsprecher mehr anhören. Es gibt da so viele Unterschiede. Ein wenig Zeit bei der Boxenauswahl spart meistens Geld.
Gruß
dkP :prost

DAS ist mit Sicherheit mindestens genauso richtig, wie die Aussagen der Jungs und Mädels vorher! Und daher gibt´s jetzt auch keinen Stress, da bin ich bei Dir.

Der Verkauf der Alevas ist raumbedingt jetzt auch nach Meinung meiner Frau besiegelt. Schade, denn im großen Wohnzimmer vorher waren die beiden Hübschen wirklich klanglich in ihrem Element. Da sieht man mal, was der korrekte Stellplatz doch ausmacht. Vielleicht findet sich ja jemand über das Forum, schaun mer mal. Anzeigen aufgeben darf ich hier ja leider noch nicht. Schade, dass man nicht querverweisen darf auf andere Foren, in denen man seit 15 Jahren ein Trusted Network aufgebaut hat.

Für Vorschläge zum Probehören - auch in Sachen Verstärker, muss ja auch passen - bin ich natürlich weiterhin sehr offen.
danneman
Ist häufiger hier
#711 erstellt: 25. Jan 2014, 20:50
Ich bin April 2013 auch auf Standbox umgestiegen.
Mein Fazit, ein Kompakter kommt mir im Leben nicht mehr unter die Ohren.

Wie schon gesagt wurde, Hochtöner auf Ohrhöhe, das muß sein!
Und ich fürchtete schon, in meinem Alter hat das Höhen-Hörvermögen nachgelassen.

Angegeben sind meine Ascent 90 mit 28Hz, ich würd mal sagen, das könnte stimmen. Einen Sub brauchen die jedenfalls nicht.
Ich mach manchmal die Blende ab, um den 4 Woofern bei der Arbeit zuzusehen.

Ich hab auch den Eindruck, die Standboxen setzen sich gegenüber der Raumakustik deutlich besser durch. Bei den Kompakten haben manchmal sogar die Fensterscheiben geklirrt. Bei den Standboxen kann ich die gleiche Musik trotz höherer Lautstärke ungestört hören.


[Beitrag von danneman am 25. Jan 2014, 20:58 bearbeitet]
Salinas
Hat sich gelöscht
#712 erstellt: 03. Feb 2014, 21:35

danneman (Beitrag #711) schrieb:


Angegeben sind meine Ascent 90 mit 28Hz, ich würd mal sagen, das könnte stimmen. Einen Sub brauchen die jedenfalls nicht.
Ich mach manchmal die Blende ab, um den 4 Woofern bei der Arbeit zuzusehen.



die Betonung liegt auf "könnte" das sind ja Werte ohne Toleranzangaben.. echte 28 Hz gibt es in dieser Preisklasse nicht...schon gar nicht mit Pegel, aber der Raum hilft durch Roomgain oft mit, sich das einzubilden. Den Unterschied hört man erst bei dem wenigen vorhandenem entsprechendem Musikmaterial im Vergleich mit Vertretern, die 28 Hz wirklich können und davon gibt es ( Subs mal ausgenommen) nur g a a a a n z wenige im Hifi-Bereich.. ;) Trotzdem viel Spaß ...


[Beitrag von Salinas am 03. Feb 2014, 21:36 bearbeitet]
Audio_3.1
Hat sich gelöscht
#713 erstellt: 22. Feb 2014, 00:13
Nein teuere Verstärker müssen nicht Besser Klinger aber in den meissten fällen Schon wer gute Verstärker der Mittelklasse will ist bei DENON nicht falsh die haben super Klag und das Beste Preis/Leistungsverhältnis
_Vincent_Vega_
Inventar
#714 erstellt: 22. Feb 2014, 00:26

Beste Preis/Leistungsverhältnis
Woher das wissen? Alle in der Preisklasse angehört?
Big_Määääc
Inventar
#715 erstellt: 28. Feb 2014, 11:29
Verstärkerklang ist eh nur was für Grenzbereichbetreiber

und ob Kompakt- oder Standlautsprecher ist im Hifi-Bereich wohl Geschmacksache.

obwohl nen kleiner Lautsprecher auf'm Lautsprecherständer auch iwie kein Sinn macht,
warum dann nicht gleich nen Standlautsprecher passender Höhe ?!?
megaharry
Stammgast
#716 erstellt: 28. Feb 2014, 15:55
Ich beschäftige mich auch mit der frage wie groß eine Box sein darf oder sollte. Als ich in der Stereoplay die Teste einiger Boxen las fiel mir folgende Empfehlung auf
B+W 805D (2-Wege auf Ständer) Hörabstand ab 2 m
B+W 804D (Die kleinste Standbox) Hörabstand ab 2,5 m
Triangle Signature Delta Hörabstand ab 3m

Warum ist die Empfehlung für den Hörabstand bei der der 805 geringer als der Standbox 804? Hat man sonst ein inhomogenes Bild oder was sind die Auswirkungen?
Und warum braucht eine ungefähr gleichgroße Triangle noch mal nen halben Meter mehr?

Wäre schön wenn hier ein echter "Physiker" eine Meinung zu hat.


Hintergrund ist da ich da evtl. an de Grenze bin, meine alten IQ stehen nicht ganz gleichschenklig (2,4 zwischen den Boxen und Hörabstand zur Box 3m), So richtig homogen habe ich es nicht hinbekommen (könnte aber auch am Alter der Lautsprecher liegen), den Rest korrige ich mit der Raumkorrektur vom Lyngdorfverstärker.
Evtl, würde ich das Sofa auch noch gerne noch bis zu einem halben Meter nach vorne nehmen. Höre ich dann nur einzelne Boxen und keine Bühne oder was geht kaputt?


[Beitrag von megaharry am 28. Feb 2014, 15:57 bearbeitet]
Big_Määääc
Inventar
#717 erstellt: 28. Feb 2014, 21:58
man sagt ja immer der Abstand der einzelnen Treiber zu einander sollte so gering wie möglich sein,
also passend zur Übergangsfrequenz.
sind die Chassis recht groß und die Trennfrequenz recht hoch sollte der Hörabstand dem entsprechend größer sein.

sollte !! muß er aber nicht

es gibt so viele ander Faktoren, die für eine stabile Stereoabbildung wichtig sind,
als nur Treiberabstände usw

aber in Zeitschriften sind halt auch nicht immer die top Akustiker an der Schreibmaschine,
da wird da auch viel pauschalisiert, und manche Tagesform des eigenen Gehörs über"sehen"
________

wenn nen Stereo aufgestellter Lautsprecher es nicht schaft ne Bühne aufzubauen,
dann liegt es manchmal einfach daran das zuuuu viel oder zu früher unpassender Nachhall im Raum herrscht.

und vieles mehr
hifrido
Stammgast
#718 erstellt: 03. Apr 2014, 16:45
Oder eben daran dass es kein Brietbander ist

Kein andere Lautsprecher schafft eine Buhne wie ein breitbander. Hoechstens ein koax. (alles kommt vom gleichen punkt)

Keine buhne kann auch liegen an falsch verpolte LS, schlecht entwickelter weiche, zu wenig abstand zur LS (slechter positionierung im allgemein), etc...

Big_Määääc
Inventar
#719 erstellt: 03. Apr 2014, 17:07
und auf das Gehirn, das die akustischen Info's verarbeiten muß
hifrido
Stammgast
#720 erstellt: 03. Apr 2014, 17:08
auch
matzem74
Stammgast
#721 erstellt: 08. Apr 2014, 21:08
Also, ich habe mir letzte Woche ein Paar Standboxen zugelegt und bereue es nicht.
Es ist eine totale Verbesserung zu den Kompaktlautsprechern. Und die waren und sind auch sehr gut.
_Vincent_Vega_
Inventar
#722 erstellt: 09. Apr 2014, 12:28
Ich habe mir ein größeres Auto gekauft und es ist viel besser als das kleinere davor

Sorry, aber ohne irgendwelche Angaben, welche Lautsprecher du davor hattest und jetzt und vor allem was für dich besser ist, ist diese Aussage nutzlos.
MichNix0815
Inventar
#723 erstellt: 09. Apr 2014, 12:29
ich bin von KEF R300 zu R900 aufgestiegen, weise Entscheidung !
rbokel
Schaut ab und zu mal vorbei
#724 erstellt: 22. Feb 2016, 23:25
Ich hab selbst eine Kombi aus 2 Weg Kompaktboxen und einem Sub und habe mir am WE eine große 2 Weg Lösung von Acapella angehört. Diese Sattheit im Klang - das hängt doch wohl mit der Größe des Lautsprechers zusammen. Und damit meine ich nicht unbedingt Bass bis 30Hz, im Gegenteil - mein Sub scheint tiefer zu gehen aber dafür die Bässe darüber schwächer abzubilden als die großen Zweiweger. Es ist vielleicht eher dieser volltönende Bereich von 50 bis vielleicht 300 der bei großen Boxen so faszinierend klingt.


[Beitrag von rbokel am 22. Feb 2016, 23:27 bearbeitet]
puffreis
Stammgast
#725 erstellt: 23. Feb 2016, 11:27
Pegel, Pegel, Pegel heißt das Stichwort.
Super Tiefbaß ist für Filme relevant nicht unbedingt für Musik.
Bei Musik kann deshalb ein höhere Pegelfähigkeit noch mehr beglücken als das letzte Quentchen Tiefbass.
Klyner
Stammgast
#726 erstellt: 23. Feb 2016, 23:48

Diese Sattheit im Klang - das hängt doch wohl mit der Größe des Lautsprechers zusammen.


Digitalaktive Lautsprechern mitAktiventzerrung und Bassnieren (oder Arrays) für den Tiefton brauchen nicht viel Volumen oder Schallwandbreite.Leider sind entsprechende Modelle ziemlich selten - mir fallen jetzt gerade mal 3 Hersteller ein.


Super Tiefbaß ist für Filme relevant nicht unbedingt für Musik.


Ich behaupte das Gegenteil...
onkel_böckes
Inventar
#727 erstellt: 24. Feb 2016, 01:38
Das kannst ja behaubten, liegst aber gewaltig daneben.

Die größte Banbreite an Musik bewegt sich oberhalb 50Hz.
Nur eine Orgel bringt unter 20Hz als normales Instrument.
Die wenigsten Lautsprecher sind überhaubt in der Lage die paar tiefen Frequenzen hörbar wiederzugeben.
Das hier fast immer Membranfläche gefragt ist oder bei neuen Systemen wie der kii 3 dies elektronisch bewerkstelligt wird.

Das was viele für Tiefbass halten ist leider keiner aber Hauptsache der Lautsprecher könnte zwischen 20-20000Hz reproduzieren, auch wenn es zu 95% nie zum tragen kommt.
Panzerballerino
Inventar
#728 erstellt: 24. Feb 2016, 16:46
Es gibt nur drei Fallgestaltungen, in denen Kompaktboxen sinnvoll sind:

1. Platzmangel: Standboxen passen nicht rein, daher müssen die Boxen z.B. ins Regal
2. Begrenztes Budget. Standboxen sind grundsätzlich teurer wegen des größeren Materialaufwands
3. Zwang zur wandnahen Aufstellung und/oder Betrieb in sehr kleinen Räumen. Kompaktboxen haben bauartbedingt das schwächere Bassfundament und können - auch auf Ständern - wandnäher aufgestellt werden (es sei denn, sie haben vom Entwickler bewusst einen aufgeblähten Bassbereich spendiert bekommen).


Diese digitalaktiven Kompaktboxen mit dem tiefen Bassfrequenzgang haben 2 Probleme:
1. Klirr 2. Wirkungsgrad
Die Physik lässt sich nicht überwinden: Bass braucht Volumen.
Und wozu mit elektronischen Tricksereien arbeiten, wenn ich das saubere Ergebnis mit Standlautsprechern hinbekomme? Damit es lifestylemäßig cooler aussieht?

Und wo Onkel Böckes recht hat, hat er recht: Für Musikwiedergabe ist Tiefbass unterhalb 50 Hz entbehrlich. Und für die LFE bei Surround hat man einen Sub.


[Beitrag von Panzerballerino am 24. Feb 2016, 16:59 bearbeitet]
MasterKenobi
Hat sich gelöscht
#729 erstellt: 24. Feb 2016, 19:27
Bin ein wahrer Fan von Kompakt Boxen. Finde sie einfach hübscher und eleganter. Zudem mag ich es, wenn ein Lautsprecher nur 2 Chassis verbaut hat und diese auch noch dichter beieinander liegen.

Habe mir auch oft eingebildet, dass Kompakt boxen einfach homogener runder klingen. Also, alles klingt mehr aus einem Guss bzw wie ein Breitbänder.


Außerdem bin ich ein Nahfeld Hörer und echter Tiefbass interessiert mich nicht mal bei Filmen, also auch nicht bei Musik.

Habe sogar festgestellt, dass es mir absolut reicht bzw sogar besser und freier klingt, wenn der Lautsprecher sanft bereits ab 150 hz abfällt. Sanft, sei hierbei aber erwähnt. Ich vermisse da nichts!


[Beitrag von MasterKenobi am 24. Feb 2016, 19:32 bearbeitet]
Panzerballerino
Inventar
#730 erstellt: 24. Feb 2016, 19:40

HannoverMan31 (Beitrag #729) schrieb:


Habe sogar festgestellt, dass es mir absolut reicht bzw sogar besser und freier klingt, wenn der Lautsprecher sanft bereits ab 150 hz abfällt. Sanft, sei hierbei aber erwähnt. Ich vermisse da nichts!


Ich vermisse dagegen das Bassfundament, weswegen sich Kompaktboxen für mich gar nicht rund, sondern eher angestrengt-nervig anhören.
Lars_1968
Inventar
#731 erstellt: 24. Feb 2016, 19:52
Moin Moin,

logischerweise fehlt bei der kompakten das Bass-Fundament, wo soll es herkommen? Deswegen stellt man zu den bass-schwachen Kompakten einen soliden Sub, der, richtig eingestellt, das ganze auf wunderbare Art und Weise mit einem sehr guten Bass-Fundament unterstützt. Bei mir werden auf 18 qm² Canton Ref 9 von einem XTZ 1x12 unterstützt, da hat man eigentlich und auch uneigentlich nicht das Gefühl, etwas zu vermissen.

Punkt 3, wie von Plasmatic erwähnt, halte ich in min. 90% für den ausschlaggebenden Grund, statt Stand- Kompakt LS zu kaufen.

VG
Lars
Panzerballerino
Inventar
#732 erstellt: 24. Feb 2016, 23:42

Lars_1968 (Beitrag #731) schrieb:
Deswegen stellt man zu den bass-schwachen Kompakten einen soliden Sub, der, richtig eingestellt, das ganze auf wunderbare Art und Weise mit einem sehr guten Bass-Fundament unterstützt. Bei mir werden auf 18 qm² Canton Ref 9 von einem XTZ 1x12 unterstützt, da hat man eigentlich und auch uneigentlich nicht das Gefühl, etwas zu vermissen.



Mit dieser Variante könnte ich wohl auch leben. Allerdings wird es idR die gegenüber gleichwertigen Standboxen teurere Lösung sein. Dafür gewinnt man an Flexibilität: Man kann den Sub unter Berücksichtigung der Raummoden unabhängig von den Boxen platzieren (wenn man die Trennfrequenz nicht zu hoch wählt). Wie hast du sie eingestellt?


[Beitrag von Panzerballerino am 24. Feb 2016, 23:44 bearbeitet]
Lars_1968
Inventar
#733 erstellt: 24. Feb 2016, 23:47
Die Ref 9 laufen bis 60 Hz, der 1x12 läuft nach Dolby Vorgabe bis 120 Hz, ich habe noch nicht das Gefühl gehabt, den Sub räumlich orten zu können. Dieser stand erst in der Front, das passte aber platztechnisch nicht mehr und ich habe hier in einem alten Thread einen Raumrechner von der Stereoplay (?) gefunden, bei dem herauskam, dass der bessere Platz auf der anderen Seite ist.
thewas
Hat sich gelöscht
#734 erstellt: 25. Feb 2016, 13:13
Lars1968, eine so breite Überlappung ist akustisch eigentlich fast immer suboptimal, oft muss man die Trennfrequenzen sogar mit einer kleinen "Lücke" wählen weil die Steilheiten der abfallenden Flanken oft nicht ausreichen und es sich ein Buckel formt. Sorry fürs kleine OT.
Panzerballerino
Inventar
#735 erstellt: 25. Feb 2016, 13:30
Bei vielem, was uns heutzutage an Abmischung zugemutet wird, insbesondere im Hard Rock-/Metal-Segment, empfinde ich eine kleine Bassüberhöhung als sehr angenehm.
thewas
Hat sich gelöscht
#736 erstellt: 25. Feb 2016, 13:33
Klein gerne, aber bei Überlappungsbereich 60Hz-120Hz wird sie wohl etwas mehr als das sein. Zudem ist es sinnvoll erstmal einen sauberen Flaknenübergang zu schaffen und dann per "Equalizing über alles" das persönliche Sounding herzustellen, da man im anderen Fall durch die Überlappung sich auch oft teilweise Auslöschungen erschafft die problematisch aufzufüllen sind. Außerdem verschenkt man sonst den größten klanglichen Vorteil der Sub Untersützung, nämlich dass der "Satellit" durch die Tiefbassbefreiung deutlich niedrigen Klirr und Intermodulationsverzerrungen aufweist.


[Beitrag von thewas am 25. Feb 2016, 13:36 bearbeitet]
Lars_1968
Inventar
#737 erstellt: 25. Feb 2016, 19:27
Hallo thewas,

sollte ich also die Ref9 bei 120 Hz oder gar noch höher trennen? Käme auf einen Versuch an.

VG
Lars
thewas
Hat sich gelöscht
#738 erstellt: 25. Feb 2016, 19:41
Hallo Lars,
am besten mit Messungen (sogar Smartphones reichen als Schätzeisen in dem Frequenzbereich) oder wengistens mit Sweeps per Gehör so einstellen dass die Trennfrequenz sich zwischen 80 und 120 Hz befindet, es kann dabei sogar rauskommen dass der Sub Hochpass dann bei 80 und der Hochpass der Satelliten um 120 Hz ist.
Grüße,
Theo
Lars_1968
Inventar
#739 erstellt: 25. Feb 2016, 19:46
Hallo Theo,

ich gebe zu, ich bin irritiert und bin sicher, Du kannst mir das erklären. Ich habe gerade mal mit der Trennfrequenz gespielt, habe im Wechsel bei 60 und 150 Hz getrennt, den Sub habe ich bei 120 Hz belassen. Der Bass ist deutlich mehr geworden, zudem erscheint er auch präziser, da kann ich mich aber auch vertun, weil es vorher deutlich weniger war.

Sollte ich also alle LS meines 5.1.4 setup bei 150 Hz trennen, bzw. warum wird hier in den entsprechenden Threads geschrieben / empfohlen, die den Sub bei 120 Hz und den Rest ab 60 oder 80 Hz spielen zu lassen?

Ich danke Dir jedenfalls für diesen Tipp

VG
Lars
thewas
Hat sich gelöscht
#740 erstellt: 25. Feb 2016, 19:54
Da genug hier offtopic habe ich dir die Antwort per PM geschickt.
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