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Bau eines Blurayplayers mit KODI und madVR

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BerndFfm2
Inventar
#1 erstellt: 27. Mai 2017, 20:34
Hallo Leute,

auf facebook habe ich vor 2 Wochen eine Software gesehen und sofort gedacht : Das MUSS ich haben !

Was kann das Ding ?
  1. Wiedergabe von Blurays
  2. Rippen von Blurays auf Festplatte
  3. Wiedergabe von Dateien von Festplatte oder aus dem Netzwerk
  4. Upscaling von Full-HD nach 4K
  5. Berechnung der Farben für jedes Pixel, also Chroma Upsampling von 4:2:0 nach 4:4:4
  6. Schärfung und Bildverbesserung
  7. Später mal Zwischenbildberechnung von 24p nach 48p
  8. Viel später Wiedergabe von 4K Ultra HD Blurays

Meine Hardware : i7 CPU, 16 GB RAM, Graphikkarte Palit GTX 1080

Eingesetzte Software : Windows 10 Pro, KODI 17.3, DSPlayer, madVR

madVR soll der beste Video Renderer sein den man bekommen kann. Er läuft nur unter Windows. So wird dies auch mein erster Mediaplayer der auf Windows basiert. madVR beherrscht Chroma und Resolution Upsampling. Die Rechenroutinen laufen auf der Graphikkarte, die muss dafür also leistungsfähig sein.

Geplantes Gehäuse : Dign X15e

Dign X15e

Hier sind 2 Testbilder die veranschaulichen sollen wie madVR funktioniert :

Ohne madVR :
test-3-dvbv-stand-2015-08-02-18-57-09-utc_680426

Mit madVR :
test-8-madvr-sharpen-2015-08-02-18-57-09-utc_680427

Ich werde weiter berichten !

Grüße Bernd


[Beitrag von BerndFfm2 am 27. Mai 2017, 20:34 bearbeitet]
BerndFfm2
Inventar
#2 erstellt: 29. Mai 2017, 06:49
Ich habe hier eine Anleitung geschrieben :

http://www.partyfotos.de/madVR/

Wird fortgesetzt !

Grüße Bernd
CHL
Stammgast
#3 erstellt: 30. Mai 2017, 05:38
Klasse!
Perju
Stammgast
#4 erstellt: 30. Mai 2017, 09:14
Wäre da auch eine Geforce 1050 ausreichend? Die werkelt nämlich aktuell im HTPC
JoTa2k
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 30. Mai 2017, 09:46
muss verfolgt werden, interesannt
BerndFfm2
Inventar
#6 erstellt: 30. Mai 2017, 15:22

Perju (Beitrag #4) schrieb:
Wäre da auch eine Geforce 1050 ausreichend? Die werkelt nämlich aktuell im HTPC


Das könnte eng werden.

Wiedergabe in Full-HD geht bestimmt. Upscaling auf 4K braucht glaube ich mehr als 2 GB Arbeitsspeicher in der Graphikkarte.

Man kann es einfach testen wenn Windows auf dem HTPC läuft. KODI mit DSPlayer und madVR installieren und schauen wie lange er zum Rendern braucht. Bei 24 p sollten es weniger als 40 ms ein.

Grüße Bernd
Perju
Stammgast
#7 erstellt: 30. Mai 2017, 15:50
Dann wird ich das am WE mal in Angriff nehmen

Kodi und Windows 10 rennen auf der Kiste,das ist also das geringste Problem.
BerndFfm2
Inventar
#8 erstellt: 02. Jun 2017, 10:58
Eine Baustelle weniger !

Bei "Guardians of the Galaxy" und bei "Phil Collins Live (2004)" ging der Ton nicht, es kam nur Geknacke. Bei allen anderen Ripps ging der Ton. Guardians hat die deutsche Tonspur in DTS-HD 5.1, Phils Collins DTS HD Master Audio.

Der eingesetzte Displayport-HDMI-Adapter von CSL war beschrieben als passiv und für alle Bild- und Tonformate geeignet. Ich habe die technischen Daten nochmal genau studiert und da ist mir aufgefallen dass ein Chipset angegeben ist. Ein rein passiver Adapter sollte kein Chipset haben.

Ich habe nun den "DELOCK Adapterkabel DisplayPort 1.2 Stecker > HDMI Buchse schwarz 4K Passiv" bestellt, bei dem extra angegeben ist dass er nur mit DP++ funktioniert. Und was soll ich sagen ?

Sowohl "Phil Collins" als auch "Guardians of the Galaxy" gehen auf Anhieb. Es kommt DTS HD Master Audio bzw. DTS HD 5.1 beim AVR an.

Grüße Bernd
BerndFfm2
Inventar
#9 erstellt: 07. Jul 2017, 06:53
Es hat sich viel getan im Projekt "madVR" :

Der Rechner wurde nun in das Multimediagehäuse eingebaut, sieht nun echt edel aus.

Dem Windows konnte ich einige Zicken abgewöhnen so dass ich nun im Filmbetrieb den Monitor abschalten kann ohne dass das Bild auf dem Beamer ausgeht.

Ich habe neben DSPlayer die Player MPC-HC und MPC-BE probiert, die viele einsetzen, hat bei mir aber nicht gut geklappt.

Die direkte Wiedergabe einer Bluray geht noch nicht, da muss ich mir eine eigene Lösung einfallen lassen. Bisher gebe ich mkv von der Festplatte wieder.

Fernbedienung geht gut und schnell, das Ding ist gut bedienbar. Bluetooth geht auch, ich benutze aber IR.

Die Neuerungen : http://www.partyfotos.de/madVR/

Grüße Bernd


[Beitrag von BerndFfm2 am 07. Jul 2017, 06:59 bearbeitet]
P0werp1ay
Stammgast
#10 erstellt: 29. Aug 2017, 15:43
Ich nutze meine media pc schon seit fast 10jahren und schaue damit TV und filme.
Mediaportal ist auch gut aber spielt leider nur BDs ohne Kopierschutz ab.
3D BDs werden auch nicht unterstützt.
Für perfekte BD Wiedergabe ist PowerDVD am besten aber ich glaube man kann da kein MadVR mit einbinden
Für BDs geht auch MPC HC aber da muss man sich die TS dateien raussuchen weshalb das etwas umständlich ist.
Das wichtigste bei MadVR ist das man das upscaling richtig einstellt und nach Möglichkeit auch downsampling nutzt damit das upscaling möglichst viel Schärfe generieren kann.

Finde es gut das du diesen Schritt mit dem MediaPC gewählt hast weil es eigentlich die beste Qualität und die meisten möglichkeiten bietet.
Splashtop ist eine gute app um das bild auf sein handy oder dem tablet zu streamen und den PC zu steuern.
Auch die app TouchPad ist sehr gut um den PC per handy zu steuern.
BerndFfm2
Inventar
#11 erstellt: 30. Aug 2017, 07:10
PowerDVD habe ich auch, benutze ich aber nicht.

Für die Wiedergabe von Bluraydateien benutze ich KODI mit DSPlayer. Man klickt nur den Film an, TS-Dateien muss man nicht raussuchen.

Die direkte Wiedergabe von Blurays funktioniert damit nicht. Da benutze ich MPC-BE. Beide Player mit madVR.

Ja, die Wiedergabe mit dem eigenen HTPC gibt bei den richtigen Einstellungen die bestmögliche Qualität.

Grüße Bernd
P0werp1ay
Stammgast
#12 erstellt: 30. Aug 2017, 07:48
Ah ok du nutzt also BD iso.
Dachte du willst richtige BDs Abspielen weil das geht dann nicht immer so gut daher meinte ich PowerDVD

Da du ja eine GTX1080 im rechner drin hast solltest du die Auflösung mit DSR steigern.
Mit DSR kann man bei einem 2160p Beamer z.b. 4320p ermöglichen was dann eine deutlich erhöte schärfe bei selbst 4k Filmen bedeutet aber dies kostet extreme Leistung.
Muss man halt ausprobieren welche Auflösung noch funktioniert ohne die Grafikkarte zu überfordern.
3220p sollte noch funktionieren ohne gleich die Grafikkarte zu killen.

Ich habe bei mir die Bildqualität von 1080p Material durch MadVr so scharf hinbekommen das es schon deutlich schärfer geworden ist als bei nativem 4K Demomanterial.
BerndFfm2
Inventar
#13 erstellt: 06. Okt 2017, 13:59
Nun habe ich das Thema Zwischenbildberechnung mal getestet :

Kinofilme kommen ja bisher mit 24 Bildern pro Sekunde daher, sowohl die auf Zelluloid als auch die digital aufgenommenen. Da man diese Frequenz im Kino als Flackern wahrnehmen würde wird jedes Bild 2 oder 3 mal angezeigt. Eine Zwischenbildberechnung gibt es im Kino nicht. Wer das nicht sieht soll mal auf die ruckelnde Schrift im Abspann achten.
Ausnahme : "Der Hobbit" wurde mit 48 Bildern pro Sekunde gedreht, "Die irre Heldentour des Billy Lynn" mit rasanten 120 Bildern pro Sekunde. Das kann nur kaum ein Kino darstellen.
Konzerte und Sportaufnahmen werden übrigens oft in 60 Halbbildern pro Sekunde gedreht,
Im Beamerbereich wird es nun schwierig, da das Ruckeln durch das große Bild viel eher auffällt und die aktuellen Beamer oft keine oder nur unzureichende Zwischenbildberechnung bieten können. Besonders bei Zuspielung von 4K Signal.
Da ich empfindlich bin was das Ruckeln angeht habe ich mir jetzt mal einige Szenen mit den verschiedenen FI angeschaut.
FI = Frame Interpolation = Zwischenbildberechnung.

Das waren :
"Oblivion" : Mehrere Szenen, z.B. bei Minute 11 der Schwenk wo er vor dem Football Tor steht. Dabei auf die Stangen des Tores achten und auf die Hände von Tommy.
"Art of Flight" : Kapitel 2 die Kanten der Berge bei Kamerafahrten und die Snowboarder. Besonders die letzte Szene mit Lawine wo der Snowboardfahrer kurz hinter dem Schnee verschwindet und dann wieder auftaucht.
Und jetzt die Szene die jede FI sprengt : Schlußszene von "Star Wars - Das Erwachen der Macht".
Habt ihr noch andere Szenen die man für das Testen der FI benutzen kann ?

Test-Hardware : HTPC mit Windows 10. Filme gerippt mit DVDFab als MKV. Graphikkarte : nvidia GTX 1080 und Radeon RX560 für die FI.
An die Wand geworden mit einem JVC DLA-X7000.
Test-Software : KODI und DSPlayer mit madVR für die Wiedergabe ohne FI,
MPC-BE mit Bluesky Frame Converter für die Wiedergabe mit FI.

Getestet wurde :
- Ohne FI
- AMD Fluid Motion mit Bluesky FRC Mode 2 (24 nach 60p)
- Clear Motion Drive (C.M.D.) des JVC X7000 auf "Hoch"

Oblivion bei 11 min. Kameraschwenk mit Baseball Tor : Ohne FI kann ich die Szene kaum aushalten, die Stangen des Tors wackeln sich über die Leinwand.
AMD Fluid Motion : Sehr gute FI, der Schwenk und die Stangen des Tors sind wirklich abolut flüssig. Keine Artefakte. Winziger Fehler an der Hand von Tommy.
JVC Clear Motion Drive : Ebenso wie AMD für mich perfekte FI, so soll es sein. Auch Rechnefehler bei der Hand.
Einige andere Szenen aus Oblivion : Auch alle absolut gut für mich.
Art of Flight : Ohne FI für mich nicht tragbar, die Kanten der Berge ruckeln sich in großen Schritten durchs Bild.
AMD Fluid Motion und JVC Clear Motion Drive : Beide FI arbeiten hier auf sehr hohem Niveau. Die Kanten der Berge sind einwandfrei, Rund um die Snowboarder sind bei genauem Hinschauen Artefakte zu sehen, aber auf keinen Fall störend. Bei der letzten Szene wo der Snowboarder kurz hinter den Schneebergen verschwindet bei beiden FI Rechenfehler.

Und jetzt die Schlußszene von "Star Wars - Das Erwachen der Macht" : Ohne FI absolut ruckelig, für mich nicht zu ertragen !
Beide FI laufen hier aus dem Ruder. Der Stab in der Hand von Rey vervielfacht sich. Flecken rund um die Köpfe der Menschen. Die Fehler sehen zwar verschieden aus, sind aber gleich störend.
Mit Samsung S7 von der Leinwand abfotografiert bei aktiver JVC Clear Motion Drive.

Mode 1 versus Mode 2 : Mode 1 erzeugt bei mir bei den getesteten Szenen mehr Artefakte und Fehler. Gefällt mir nicht so gut. Ist auf jeden Fall schlechter als die FI des JVC.

JVC Vertical Banding : Bei der JVC FI tritt manchmal ein Vertical Banding auf. Man kann das aber durch spezielle Einstellungen verhindern.
Wenn man das Vertical Banding nicht verhundern kann und es stört wäre das ein Argument für AMD Fluid Motion.

Bandbreite :
Wenn ich die FI des JVC nutze übertrage ich wie folgt an den Beamer :
3840*2160 24p 12 Bit 4:4:4 (13,4 GB/s).
Mit 60 Bildern würde das den HDMI Standard 2.0 sprengen, hier müsste man auf 10 Bit 4:2:2 oder 4:2:0 zurückgehen, also würde der JVC einen Teil des Chroma Upsampling übernehmen. Wobei ich glaube dass madVR das besser kann.

Rechenzeit pro Frame : Wenn ich die JVC FI benutze habe ich mehr Rechenzeit pro Frame in madVR :
24p : 41 ms
60p : 16 ms
So kann ich wenn ich die JVC FI benutze mehr Rechenleistung für aufwändigere Rechenalgorithmen verwenden (NGU High).

Weiterer Nachteil der AMD Fluid Motion für mich : Ich muss den MPC-BE Player benutzen. Der DSPlayer gefällt mir besser da ich den besser mit der Harmony bedienen kann und auch besser vor.- und zurückspulen kann.

Soap Effekt : Der Soap Effekt stört viele. Dieser tritt bei einer Zwischenbildberechnung mehr oder weniger auf. Ich finde ihn bei einige Fernsehern sehr deutlich und störend, beim Beamer stört er mich nicht. Aber das muss sich jeder selbst ansehen, wie immer !
Den Soap Effekt wurde auch bei Hobbit im Kino bei 48 p kritisiert. Das hat aber nichts mit dem Soap Effekt zu tun, sondern man nimmt unbewusst das Fehlen des 24 p Flackerns wahr.

Mein Resumé : Die FI des JVC und die von AMD arbeiten auf einem sehr hohen Niveau. So macht Filme schauen Spaß ! Mit den Fehlern kann ich leben. Ich werde beide FI weiter testen und besonders das mit dem JVC Vertical Banding im Auge behalten.
Erstmal lasse ich zum Filme schauen das AMD Fluid Motion aus und lasse den JVC arbeiten.
Für Beamer die keine oder nur eine schlechte FI haben ist das AMD Fluid Motion ein toller Tipp. Leider sind das auch genau die Beamer die nur eine begrenzte Bandbreite mit 9 oder 13 GB/s am HDMI Eingang vertragen, da der Hersteller da 2 Dollar am Chip gespart hat (oder sich vom teureren Modell absetzen will).
Da muss man dann immer Kompromisse eingehen, oder auf HDMI 2.1 und Glasfaserkabel warten.


[Beitrag von BerndFfm2 am 06. Okt 2017, 14:00 bearbeitet]
Slatibartfass
Inventar
#14 erstellt: 09. Okt 2017, 11:32

BerndFfm2 (Beitrag #6) schrieb:

Perju (Beitrag #4) schrieb:
Wäre da auch eine Geforce 1050 ausreichend? Die werkelt nämlich aktuell im HTPC


Das könnte eng werden.

Wiedergabe in Full-HD geht bestimmt. Upscaling auf 4K braucht glaube ich mehr als 2 GB Arbeitsspeicher in der Graphikkarte.

Wozu der ganze Zirkus? Ich spiele BluRays mit der Hardware-Beschleunigung meiner 8 jahre alten Radeon 6870 per Power-DVD 12 meinem 4K-TV ohne Performance-Probleme zu, und der TV übernimmt das Upscaling auf seine UHD-Panal-Auflösung.
Die Zwischenbildberechnung übernimmt der TV dabei ebenso wie bei der Zuspielung per BluRay-Player, und nichts ruckelt.

Wo soll jetzt der Vorteil liegen, wenn ich Upscaling und Zwischenbildbrechnung den PC durchführen lasse, was der TV ebenso kann, und wofür ich dann erst in neue Hardware investieren müsste?

Slati
BerndFfm2
Inventar
#15 erstellt: 09. Okt 2017, 13:15

Slatibartfass (Beitrag #14) schrieb:
Wo soll jetzt der Vorteil liegen, wenn ich Upscaling und Zwischenbildbrechnung den PC durchführen lasse, was der TV ebenso kann, und wofür ich dann erst in neue Hardware investieren müsste?


Die Qualität des Bildes ist sichtbar besser.

madVR benutzt zum Upscaling und Schärfung aufwändige Algorithmen die z.B. auch in Filmstudios verwendet werden.

Ein Fernseher hat da nur sehr einfache Algorithmen wie Pixel verdoppeln oder Mittelwert.

Ob sich der Aufwand lohnt muss jeder selbst entscheiden.

Grüße Bernd
P0werp1ay
Stammgast
#16 erstellt: 09. Okt 2017, 18:07
Ich nutze auch MadVr und es ist schon ein gewaltiger schärfe unterschied.
Ich habe es zwar schon mehrfach erwähnt aber wenn man auch noch DSR nutzt muss MADVR mehr upscaling machen was sich dann auch nochmal positiv auf die Schärfe auswirkt.

Das mit der zwischenbildberechnung finde ich auch noch sehr interessant und werde das zu 99% nachbauen.
Slatibartfass
Inventar
#17 erstellt: 13. Okt 2017, 12:05

BerndFfm2 (Beitrag #15) schrieb:

Slatibartfass (Beitrag #14) schrieb:
Wo soll jetzt der Vorteil liegen, wenn ich Upscaling und Zwischenbildbrechnung den PC durchführen lasse, was der TV ebenso kann, und wofür ich dann erst in neue Hardware investieren müsste?


Die Qualität des Bildes ist sichtbar besser.

madVR benutzt zum Upscaling und Schärfung aufwändige Algorithmen die z.B. auch in Filmstudios verwendet werden.

Da ich auf meinem 65" 4K OLED aus meinem Sitzabstand von 3,5m schon zwischen nativem 4K und gutem HD keinen Unterschied sehe (mit fällt es nicht auf wenn ein 4K Youtube-Video mangels Bandbreite mitten im Film von 4K auf HD runter schaltet), dürfte auch die Schärfung von HD mit aufwändige Algorithmen (die Details erfinden) für mein Einsatzumfeld irrelevant sein.

Slati
BerndFfm2
Inventar
#18 erstellt: 13. Okt 2017, 15:21
Ich schaue auf 2 m Leinwand - entspricht 100 Zoll - bei 3,30 m Sehabstand.

Da sieht man den Unterschied zwischen Ultra HD Bluray, Bluray und Bluay mit madVR schon sehr deutlich.

Grüße Bernd
LJSilver
Inventar
#19 erstellt: 14. Okt 2017, 23:31
Ich schaue auf 2,40m Leinwand. Seit ich nicht mehr auf Fernsehern schaue, habe ich die Experimente mit madVR, avisynth, ffdshow etc. komplett eingestellt.

Der Grund ist schlicht, dass diese Tools stets mit Entrausch- und Schärfungsalgorithmen arbeiten, deren Nachteile auf einer 2,40 Meter Leinwand sofort zum Tragen kommen. Das Ende vom Lied ist in 90% der Fälle ein plakativer Schärfeanstieg, der mit dem Verlust von feinen Details sowie Korn sowie der Einführung von digitalen Entrausch- und Schärfeartefakten einher geht. Hinzu kommt durch die Schärfung das Hervorheben von Problemen des Ausgangsmaterials wie Kompressions- und Aliasing-Artefakten. Das ist auf der Leinwand leider kaum auszuhalten, wenn man einen vernünftigen Sinn für Bildqualität hat. Auf einem Fernseher kann man sich das ruhig geben, das habe ich die gesamte DVD-Zeit und einen großen Teil der Blu-ray-Zeit gemacht und es war gut. Aber die große Leinwand exponiert diese künstlichen "Bildvergewaltigungen" gnadenlos.


[Beitrag von LJSilver am 14. Okt 2017, 23:33 bearbeitet]
P0werp1ay
Stammgast
#20 erstellt: 15. Okt 2017, 05:10
Ich schaue auf einer 270cm Leinwand mit 310cm sichtabstand und finde wenn man MadVR richtig eingestellt hat , dann bekommt man eine gewaltige Bildqualität.
Habe sogar extra Screenshots gemacht mit den man deutlich sieht was an feindetails mehr gezeigt werden. da ist rein garnichts von Feindetailverlust zusehen sondern eher von mehr feindetails die rede.
ffdshow+avisynth nutze ich seitdem ich MadVR in verwendung habe nicht mehr.


[Beitrag von P0werp1ay am 15. Okt 2017, 05:11 bearbeitet]
-goldfield-
Inventar
#21 erstellt: 15. Okt 2017, 09:00
Meine Experimente mit ffdshow/Avisynth habe ich auch schon vor langer Zeit eingestellt, da das ganze gefriemel z.T. recht unstabil war,
und weil die von LJSilver angesprochenen "Verschlimmbesserungen" damit auch für mich zu offensichtlich waren.
Auf madVR dagegen möchte ich inzwischen aber nicht mehr verzichten.


Seit ich nicht mehr auf Fernsehern schaue, habe ich die Experimente mit madVR, avisynth, ffdshow etc. komplett eingestellt.

Ich weiß ja nicht, wie lange das bei dir her ist, aber bei madVR hat sich in der letzten Zeit einiges getan.
Die aktuellen NGU-Scaler (Next Genaration Upscaling) sind m.M.n. schon recht anspruchsvoll, und bieten neben einer Version mit angehobener Schärfe (mit sehr geringen Schärfungsartefakten) auch eine spezielle AntiAliasing-Variante,
zwischen denen ich mich je nach Ausgangsmaterial endscheide.

Und auch bei den aktuellen zusätzlichen Sharpenern (Adaptive-Sharpen/SuperRes) liegen die einhergehenden Artefakte inzwischen auf einem sehr niedrigen Niveau, wenn man es mit der Stärke nicht übertreibt.

Aber das ganze ist , wie so vieles andere, natürlich auch stark vom persönlichen Geschmack abhängig.
Während dem einen die Bildschärfe wichtig ist, und ein leichtes Moskitorauschen oder andere Sauereien kaum auffallen,
steht der andere eher auf etwas "weichere Kanten", und kriegt dafür schon bei geringstem Aliasing o.ä. Augenkrebs.


Andersrum bietet madVR aber (auch, wenn man von Schärfefiltern o. ä. absieht) noch einige andere evt. interessante Möglichkeiten.
Da fallen mir neben den hochwertigen Scalern noch so Features wie z.B. SmoothMotion ein,
um z.B. das Bildruckeln auf 60Hz-Monitoren zuverlässig zu unterbinden.
Oder das Farbmanagement, mit dem sich auch weniger komfortable TV/Beamer kalibrieren lassen.
Aktuell dürfte vor allem auch die HDR-Ausgabe (incl. automatischer,Umschaltung), für immer mehr Nutzer interessant sein,
was meines Wissen's derzeit nur mit madVR wirklich funktioniert.
Mit letzterem hab ich mich aber auf Grund fehlender Hardware selbst noch nicht beschäftigt.


Edit:
Hab mir übrigens gestern mal wieder StarWars VI auf Pro7 (mit der wie üblich traurigen Datenrate) auf der 2,40 Leinwand angetan,
und dabei den neuen RCA-Filter (reduce compression artefacts) getestet.
Da gehen natürlich tatsächlich minimal Detail's verloren. Aber für meinen Geschmack immer noch besser, als die gelegentlichen Blockartefakte durch die gedrückte Datenrate.
Da ist madshi m.M.n. auch auf dem richtigen Weg.


[Beitrag von -goldfield- am 15. Okt 2017, 12:14 bearbeitet]
LJSilver
Inventar
#22 erstellt: 15. Okt 2017, 12:44
Nicht falsch verstehen. Ich benutze auf dem PC den MPC-HC mit AVISyth, MadVR und ffdshow heute noch und weis durchaus was die aktuellen Versionen können (ffdshow wird ja afaik sowieso nicht mehr weiterentwickelt). Aber nicht mehr zum normalen Filmeschauen auf dem Beamer. Ich nutze die eher um schlechte Quellen (DVDs oder miese BDs) aufzumöbeln, mit künstlichem Korn zu versehen etc. Diese schlechten Quellen schaue ich aber nicht über Beamer. Einen Film mit sowieso schon guter Bildqualität jage ich nicht durch allerlei Bildvermurkser.

Denn es gilt nachwievor: Selbst der beste Upscaler kann keine Bildinformationen hinzuerfinden. Es handelt sich bei allem Herumgefriemel immer um optische Tricks, die stets auch mit Nachteilen daher kommen.
-goldfield-
Inventar
#23 erstellt: 15. Okt 2017, 15:54

Ich nutze die eher um schlechte Quellen (DVDs oder miese BDs) aufzumöbeln


Einen Film mit sowieso schon guter Bildqualität jage ich nicht durch allerlei Bildvermurkser.


Ist bei mir auch nicht viel anders.
Ich nutze drei Profile für (SD, HD, und Full-HD)
Full-HD geht nahezu unangetastet raus,
und HD wird nur mit Jinc auf 1080p hochscaliert, und evt. per SuperRes ganz leicht nachgeschärft.

SD wird (je nach Quellqualität) mit NGU-AA oder NGU-Sharp auf 1080p hochscaliert.
Weitere Filter (wie z.B. AdaptiveSharpen, Add Grain, und in Zukunft evt. auch RCA/RRN) werden dann nur je nach Bedarf/Geschmack zugeschaltet.

Man darf vor allem nicht den Fehler machen, und davon ausgehen das es die eine Einstellung (und dann vielleicht auch noch von allem etwas) gibt, die für alle Quellen passt.
Dann bleibt u.U. vom Originalbild tatsächlich nicht mehr viel übrig.
Und ich befürchte, den Fehler machen viele.

Was für mich persönlich übrigens auch noch ganz interessant finde, ist unter Zoom Controll die Funktion "shift image to the bottom" (oder so ähnlich).
Damit "dockt" sich das Bild automatisch an die untere Maskierung meiner Leinwand an, und ich brauche nur noch oben (per Rollo) die Maskierung anzupassen.
Das erspart mit den Bau einer komplizierten Maskierung.


[Beitrag von -goldfield- am 15. Okt 2017, 16:00 bearbeitet]
P0werp1ay
Stammgast
#24 erstellt: 15. Okt 2017, 18:52
kleiner vergleich zwischen Media Player Classic ohne und mit MadVR und der unterschied ist gewaltig in sachen Details
animiertes-gif.gif
Der Blaue Download button ist der richtige

MadVR ist deutlich brillanter und Detaillierter

nutze bei mir den LAV codec zum abspielen


[Beitrag von P0werp1ay am 15. Okt 2017, 18:56 bearbeitet]
P0werp1ay
Stammgast
#25 erstellt: 17. Okt 2017, 22:47
Hat eigentlich jemand das Gif angesehen? Wusste nicht wie ich es anders zeigen kann aber als gif sieht man den Unterschied am stärksten.
BerndFfm2
Inventar
#26 erstellt: 18. Okt 2017, 06:34
Ja, habs mir angesehen. Ich finde aber den Unterschied auf meiner Leinwand zwischen Video mit und ohne madVR größer als auf meinem Computerbildschirm.

Ist schwierig darzustellen, am besten im Kinoraum anschauen !

Grüße Bernd
P0werp1ay
Stammgast
#27 erstellt: 18. Okt 2017, 08:44
Das ist aber auch mit Downsampling gemacht. Sprich das Bild ist in 2880x1620 verarbeitet worden. wenn ich die passende Grafikkarte hätte die 3840x2160 schaffen würde dann wäre der unterschied noch größer.
man kann ja auch noch höhere auflösung erstellen um noch mehr qualität zu bekommen z.B. 7680x4320 aber das kostet dann sicherlich brutal Grafikleistung
KeVe1983
Stammgast
#28 erstellt: 24. Okt 2017, 12:09
Für Kodi mit DSPlayer und madVR reicht übrigens eine GT 1030 für 65€
Da läuft sogar 4K HEVC inkl HDR völlig problemlos und sauber
-goldfield-
Inventar
#29 erstellt: 24. Okt 2017, 14:59
Und mit welchen Einstellungen ?

Scaliere damit mal SD-Material mit NGU very high auf Fulll-HD hoch,
schärfe mit adaptive sharpen etwas nach,
füge dann mit add grain etwas Korn zu,
und lass evt. mit RCA noch die Kompressionsartefakte etwas ausfiltern.

Das 4K incl. HDR mit der Karte läuft, mag durchaus sein.
Aber das volle Potenzial von madVR wirst du damit nicht ansatzweise nutzen können.
Um madVr intensiv zu nutzen, wäre eine GTX 1060 (oder vergleichbar) m.M.n. eine Mindestempfehlung.


[Beitrag von -goldfield- am 24. Okt 2017, 15:02 bearbeitet]
BerndFfm2
Inventar
#30 erstellt: 24. Okt 2017, 15:00
Es laufen aber nicht die aufwändigeren Algorithmen für Upscaling und Schärfung.

Da sollte es eine 1070 oder höher sein mit mehr als 2 GB RAM.

Grüße Bernd
P0werp1ay
Stammgast
#31 erstellt: 24. Okt 2017, 17:40
Ich habe eine GT1030 und die ist absolut an der kotzgrenze. Für einen 4K Projektor würde ich nicht unter GTX1070 gehen.
Ich habe in meinem anderem rechner eine TitanX und selbst die bekommt man locker an die kotzgrenze wenn man will.
KeVe1983
Stammgast
#32 erstellt: 25. Okt 2017, 04:22
Wenn ich einen 4K Projektor habe (habe ich), dann spiele ich aber auch kein SD Material mehr zu

Kommt natürlich auf den Einsatzzweck an, aber ich besitze kein Material in SD mehr
-goldfield-
Inventar
#33 erstellt: 25. Okt 2017, 04:59
Bei jemandem jüngeren Baujahres ist das vielleicht so.
Ich mit meinen 50+ habe noch einige hundert ältere Filme auf dem Server liegen, die ich mir hin und wieder immer nochmal gerne ansehe.


Scaliere damit mal SD-Material mit NGU very high auf Fulll-HD hoch,
schärfe mit adaptive sharpen etwas nach,
füge dann mit add grain etwas Korn zu,
und lass evt. mit RCA noch die Kompressionsartefakte etwas ausfiltern.

Das schaft z. B. meine GTX 1060 nur, wenn ich das Deinterlacing abschalte.
Und das schon bei eine Scalierung auf 1080.


[Beitrag von -goldfield- am 25. Okt 2017, 05:02 bearbeitet]
madshi
Inventar
#34 erstellt: 25. Okt 2017, 13:31

LJSilver (Beitrag #19) schrieb:
Ich schaue auf 2,40m Leinwand. Seit ich nicht mehr auf Fernsehern schaue, habe ich die Experimente mit madVR, avisynth, ffdshow etc. komplett eingestellt.

Der Grund ist schlicht, dass diese Tools stets mit Entrausch- und Schärfungsalgorithmen arbeiten


Nur zur Info: Per Default macht madVR weder Entrauschen noch Schärfen. Entsprechende Algos stehen zwar zur Verfügung, müssen aber manuell aktiviert werden. Per Default rendert madVR das Bild ohne jegliche "Verschlimmbesserungen", aber mit sehr exakten Algorithmen in hoher Bittiefe usw...


LJSilver (Beitrag #22) schrieb:
Denn es gilt nachwievor: Selbst der beste Upscaler kann keine Bildinformationen hinzuerfinden. Es handelt sich bei allem Herumgefriemel immer um optische Tricks, die stets auch mit Nachteilen daher kommen.


Ja und nein. Es stimmt, daß ein Upscaler keine zusätzlichen Bildinfos erfinden kann. Allerdings gibt es doch sehr große Unterschiede darin, wie gut ein Upscaler Linien/Kanten/Geometrie von einer niedrigeren Auflösung in eine höhere bringen kann. Wenn ich ein High-Res Bild auf 50% runter skaliere, und es dann anschließend wieder auf die originale Auflösung hoch skaliere, dann läßt sich verloren gegangenes Texture-Detail zwar nicht mehr rekonstruieren, aber ein guter Upscaler kriegt es hin, daß die Linien/Kanten fast identisch zum originalen Bild sind, während ein schlechterer Upscaler deutliche Treppenstufen, Ringing-Artefake und sonstige Probleme zeigt.

Schau Dir z.B. mal die Screenshots von mir in diesem Post an:

http://www.avsforum....07.html#post54983374

Da kannst Du sehen, wie verschiedene Upscaling-Algos die Passengers 1080p Blu-Ray auf 4K hochskalieren, und wie im Vergleich dazu die echte Passengers UHD Blu-Ray aussieht. Da kannst Du sehen, wie sich madVR's "NGU Sharp" Algorithmus schlägt im Vergleich zum altbekannten Lanczos. Die feinen Linien und Kanten sind bei NGU relativ nahe an der UHD Blu-Ray dran. Bei Lanczos sind die Linien viel zu dick und soft und haben Treppenstufen.
BerndFfm2
Inventar
#35 erstellt: 26. Okt 2017, 10:52
Hallo Madshi,

danke für die tolle Software. Es macht wirklich Spaß die Full-HD Blurays in der maximal möglichen Qualtät auf einem 2K/4K Beamer zu sehen (JVC X7000). Der Unterschied ist auf jeden Fall sichtbar. Ob sich der Aufwand lohnt muss jeder für sich selber entscheiden.

Die Bilder von Passengers sind ein tolles Beispiel ! Auf meinem Computer-Monitor sehen sie alle scharf aus, aber auf dem Beamer sind große Unterschiede zu erkennen.

Hier ein Ausschnitt aus den Bildern vergrößert. Der Bildeindruck entspricht ungefähr dem auf meinem Beamer, Bild 1 und 2 sind einfach matschig und verwaschen. Bild 3 hat einfach Punch ! Bild 4 ist natürlich unschlagbar, aber Passengers hat auch eine Super Qualität in 4K. Bei anderen Filmen ist manchmal kaum ein Unterschied zwischen Hochskaliert und UHD.

Bilinear :
madVR 4K Upscaling Passengers

Lanczos 4 :
madVR 4K Upscaling Passengers

NGU Sharp :
madVR 4K Upscaling Passengers

Ultra HD :
madVR 4K Upscaling Passengers

Wie kann man denn solche Screenshots anfertigen ? Könnte man da so eine Funktion in madVR einbauen oder gibt es die Funktion in KODI schon ? Oder reicht das Windows PrintScreen ?

Grüße Bernd


[Beitrag von BerndFfm2 am 26. Okt 2017, 10:58 bearbeitet]
madshi
Inventar
#36 erstellt: 26. Okt 2017, 12:00
Noch stärker finde ich den Unterschied bei der "U"- oder "V"-Kurve um Jennifer's Brust drum rum, ich meine den Deckel vom Autodoc. Da haben Bilinear und Lanczos total häßliche Treppenstufen.

Screenshot-Functionality bietet madVR dem MediaPlayer an. Ob der's nutzt, ist seine Sache. Bin mir nicht sicher, ob Kodi das unterstützt oder nicht. Ich mache die Screenshots mit MPC-HC, da geht das problemlos. Die neueren madVR-Versionen haben jetzt auch extra Einstellungen für Screenshots. So lassen sich z.B. problemlos 4K-Screenshots machen, selbst wenn Dein PC-Monitor nur 1080p ist.
BerndFfm2
Inventar
#37 erstellt: 26. Okt 2017, 13:19
Diese hier ? Ja, ein großer Unterschied beim Deckel und auch bei den Waben !

Das NGU Sharp ist schärfer als die Ultra HD Version ;-)

Bilinear :
madVR Upscaling 4K

Lanczos 4 :
madVR Upscaling 4K

NGU Sharp :
madVR Upscaling 4K

Ultra HD :
madVR Upscaling 4K

Grüße Bernd


[Beitrag von BerndFfm2 am 26. Okt 2017, 13:21 bearbeitet]
P0werp1ay
Stammgast
#38 erstellt: 26. Okt 2017, 13:32
MadVR ist für mich einfach genial und bin froh das ich damals auf deinen thread gestoßen bin.
Hätte nicht gedacht das so eine Qualitätssteigerung möglich ist.

Danke@BerndFfm2
BerndFfm2
Inventar
#39 erstellt: 26. Okt 2017, 13:45
Danke an Madshi, Anna&Flo und Marco Furone !

Grüße Bernd


[Beitrag von BerndFfm2 am 27. Okt 2017, 08:35 bearbeitet]
BerndFfm2
Inventar
#40 erstellt: 27. Okt 2017, 14:47
Ich hätte da noch eine Idee für den Player :

Erweiterung des Farbraumes über REC 709 hinaus.

Die Idee : Die Farbtöne die man kennt wie Hauttöne so lassen wie sie sind. Die Farben grasgrün und rot so verstärken dass sie über den REC 709 Farbraum hinausgehen.
Einige machen dies indem sie den Beamer mit Kalibrierungssoftware im REC2020 Profil auf 709 kalibrieren.
Es gibt im Beamer auch Bild-Modi die dies simulieren. Leider sehr schlecht, die Hautfarben stimmen nicht mehr.
Samsung Fernseher haben das auch, es heisst HDR+.

Kann man das auf dem HTPC machen ? Gibt es da fertige Software / 3DLUT-Dateien ?

Ich finde nur Erklärungen zur Wandlung von HDR nach SDR, nicht umgekehrt.

Hier ein Versuch mit 3DLUT Creator. Leider kann man in der Testversion keine 3DLUT-Dateien speichern.

3DLUT Creator

Grüße Bernd
madshi
Inventar
#41 erstellt: 27. Okt 2017, 14:57
Sowas würde ich in madVR nur einbauen, wenn es da einen "wissenschaftlichen" Algorithmus für gäbe. So auf Verdacht ein paar Farben ändern und andere nicht, das klingt für mich nicht so gut, das kann schnell nach hinten losgehen.
xutl
Inventar
#42 erstellt: 27. Okt 2017, 15:04

BerndFfm2 (Beitrag #37) schrieb:
Diese hier ? Ja, ein großer Unterschied beim Deckel und auch bei den Waben !

Fotos im quote gelöscht, siehe oben...

Wenn DIR diese Unterschiede (die durchaus sehbar sind) wichtig sind, solltest Du dir übelegen, ob Du die Zeit, die DU mit diesem Film zubringst, nicht sinnvoller nutzen könntest.

ICH z.B. sehe gerne URalte Western mit John Wayne.
Was DA die Quali, vor was allem die Farben angeht, geboten wird.....

ABER, MIR geht es um den Film....

Paßt allerdings zum Zeitgeist, wo die Verpackung wesentlich wichtiger wird, als der Inhalt
madshi
Inventar
#43 erstellt: 27. Okt 2017, 15:06
Darf ein Filmfan nicht gleichzeitig Geschmack finden an gutem Inhalt *UND* guter Verpackung?
BerndFfm2
Inventar
#44 erstellt: 27. Okt 2017, 15:08
Es würde ja reichen eine entsprechende 3DLUT Datei einzubinden und das HDR Flag zu setzen bzw. die Metadaten auf BT.2020 zu stellen. Ausser bei DLA Beamern, da filtert man das HDR Flag ja extra raus.

Ich kümmer mich mal um einen wissenschaftlichen Ansatz.

Grüße Bernd
BerndFfm2
Inventar
#45 erstellt: 27. Okt 2017, 15:11

xutl (Beitrag #42) schrieb:
Wenn DIR diese Unterschiede (die durchaus sehbar sind) wichtig sind, solltest Du dir übelegen, ob Du die Zeit, die DU mit diesem Film zubringst, nicht sinnvoller nutzen könntest.


Die Unterschiede sind mir wichtig, ich möchte die Filme in der best möglichen Qualität sehen. Mit der Optimierung verbringe ich gerne meine Zeit, das ist mein Hobby.

Das muss natürlich nicht jeder machen.



Grüße Bernd
xutl
Inventar
#46 erstellt: 27. Okt 2017, 15:17
Wenn es DIR wichtig ist 9/10 Deiner Zeit mit Optimierung zu verbringen und nur 1/10 mit Filme gucken, da es Dein Hobby ist, so ist dies OK und für mich nachvollziehbar.

ICH z.B. optimiere gerne PCs.
Laufen die OPTIMAL, ab da sind sie für mich uniteressant.
DAS LETZTE aus Word herausholen z.B. , können / sollen andere.

Allerdings gehe ich nicht SO weit, daß meine Intension die allein seligmachende ist, die alle beherzigen müssen.
madshi
Inventar
#47 erstellt: 27. Okt 2017, 15:27

xutl (Beitrag #42) schrieb:
solltest Du dir übelegen, ob Du die Zeit, die DU mit diesem Film zubringst, nicht sinnvoller nutzen könntest.


xutl (Beitrag #46) schrieb:
Allerdings gehe ich nicht SO weit, daß meine Intension die allein seligmachende ist, die alle beherzigen müssen.

Hmmmmm...


[Beitrag von madshi am 27. Okt 2017, 15:34 bearbeitet]
BerndFfm2
Inventar
#48 erstellt: 27. Okt 2017, 16:36


Der Film Passenger wurde übrigens in 6,5 K Auflösung gedreht, wobei das Digital Intermediate in 4K erstellt wurde. Bei anderen Filmen wird der Unterschied zwischen NGU Sharp und Ultra HD kleiner sein.

Grüße Bernd
madshi
Inventar
#49 erstellt: 27. Okt 2017, 16:48
Stimmt!
BerndFfm2
Inventar
#50 erstellt: 17. Nov 2017, 09:21
Neues Projekt ; Dynamisches HDR

Das High Dynamic Range (HDR) der Ultra HD Bluray ermöglicht die Darstellung von größeren Helligkeiten, ungefähr 10 mal heller als bei der Bluray. Leider ist jeder Film anders abgemischt, die Maximalhelligkeit ist manchmal 600 nits, 1000 nits oder 4000 nits. Die Ultra HD Norm geht bis 10.000 nits, das kann aber noch kein Wiedergabegerät darstellen.

Ist die Helligkeitskurve nun falsch an den Film angepasst dann saufen dunkle Stellen ab, sie sind alle schwarz. Helle Stellen können übersteuern, so ist eine helle Sonne ein großer weißer Fleck wo eigentlich noch Abstufungen sichtbar sind.

Bisher benutze ich die Gamma D Kurve des JVC Projektors oder ich erstelle eigene Gamma Kurven mit dem ARVE Tool die an meine Leinwand und an den jeweiligen Film angepasst sind.

Die Industrie verspricht uns für die Zukunft dynamische HDR-Verfahren, die die Helligkeitskurve bei jedem Bild an das Wiedergabegerät anpassen. Diese Verfahren heißen Dolby Vision oder HDR10+.

MadVR kann inzwischen auch dynamisches HDR : Jedes Bild wird einzeln analysiert und es wird eine Helligkeitskurve erstellt, die sowohl die dunklen Stellen detailiert darstellt als auch die Highlights. Diese werden nicht übersteuert übersteuert sondern so komprimiert dass alle Helligkeitsverläufe dargestellt werden.

Voraussetzung : madVR und eine schnelle Graphikkarte. Das Wiedergabegerät braucht nicht mal HDR zu können, madVR rechnet das auf SDR um.

Meine Einstellungen in madVR :
devices / JVC DLA-X7000 / calibration :
(*) this display is already calibrated
gamut : BT.2020
gamma : pure power curve / 2.20

devices / JVC DLA-X7000 / color&gamma :
Alle Werte 0
[ ] enable gamma processing

devices / JVC DLA-X7000 / hdr :
(*) convert HDR content to SDR using pixel shader math
display's peak nits : 400
[X] preserve... (alle Kästchen anhaken)
fix to bright ... : 50% liminance reduction and 50% saturation
strength : 100%

Meine Einstellungen im JVC DLA-X7000 :
Farb Profil : BT2020
Farbtemperatur : 6500K
Gamma : Normal (2.2)

Die ersten Tests sehen grandios aus !

Hab gestern sogar einen ganzen Film am Stück gesehen : Sully.

Ein toller Film. Allerdings kenne ich die Original Funksprüche und die sind anders als im Film.

Grüße Bernd


PS.: madshi : Kann man Strg+J so erweitern dass man neben den Avg. nits auch die Maximal nits sieht ?


[Beitrag von BerndFfm2 am 17. Nov 2017, 10:23 bearbeitet]
annaundflo
Stammgast
#51 erstellt: 18. Nov 2017, 09:13
Hallo Madshi.

Thema 1:
Wir (Anna&Flo) haben geteilt mit Bernd und andere Madvr Benutzer in der "Madvr" Facebook Gruppe (und du bist dort herzlich eingeladen ;-) ) unser "Setting.bin" Datei, damit die alle unsere Regeln leicht übernehmen können.

ABER: die Regeln unter "Device" sind spezifisch für nur der eine Device.
Und bis jetzt haben wir gescheitert ein einfacher Copie-Paste von alles alles unter der einem Device in einem anderen Device,

Profiles for device Madvr

Wir könnte man das machen?
Kannst du die Option addieren?

Für Beamer ist die Komprimierung von den Highlight beim HDR und das Mapping auf eine einfache SDR Gamma einfach nur genial. Danke dafür! :-)

Thema 2:
--> Wie Bernd wünsche ich mir das du unter die Stats bei Ctrl+J:
1) die gemesse max "Nits"
2) die gemesse avg "Nits"
3) Schön wäre auch: 80% von alle Pixel unter xxx "Nits"

Wäre es auch möglich die Statistik von "Nits" in einem Textdatei während der Film zu schreiben?
Dann könnte man sich schön ein Bild von die gesamt Helligkeit vom Film machen.

Ähnlich wie was wir damals gemacht hatten auf unserem Blog mit ADL Analyse mit SDR Filme:
http://projectiondre...ntrast-measurements/

Thema 3:
Manche Beamer/Fernseher haben eine option genannt: "Contrast Enhancer".
Soweit ich weiß, es ist ziemlich einfach, und "streckt" das Bild mit der dunkelste Pixel richtung 0 (aus 255) under Hellste Pixel richtung (255).
Und natürlich alle in zwischen werden auch natürlcih leicht modifiziert
Es ist mit verschiede Stärke verfügbar, um mehr oder weniger zu strecken.

Danke für die riesen Zeit, dass du schon in Madvr investiert hast.
Es macht riesen Spaß Madvr zu verwenden und das Beste mögliche Bild sich zu holen.


Anna&Flo


[Beitrag von annaundflo am 18. Nov 2017, 09:15 bearbeitet]
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