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Der LINN Plattenspieler Thread

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Beitrag
sonicman
Stammgast
#1 erstellt: 20. Jun 2014, 15:01
Hallo zusammen, ich möchte es wagen in diesem Forum einen LINN Plattenspieler Thread zu eröffnen, nachdem die Suchfunktion doch eine deutliche Anzahl von Einzelbeiträgen dazu zeigt, ohne dass es bisher einen eigenen Thread gäbe. Ich glaube, dass genügend Interessierte hier im Forum vorhanden sind, mich selbst natürlich eingeschlossen. Als Schwarzwälder wäre es mir natürlich arg, wenn daraus ein Anti - Thorens Thread würde. Eher schon sehe ich die Gemeinsamkeiten der Schweizer und Schwarzwälder Tüftler mit den Schotten, Eigenbrötler halt mit einem leichten Hang zum Perfektionismus. Meinen "Spass am Linn" habe ich beim Basteln entdeckt: Zusammenbau eines LINN LP 12 komplett aus neuen Ersatzteilen! und jetzt natürlich beim Hören! Wie steht es denn bei Euch mit dem "Linn des Lebens"?
Sonicman
Glücksburger
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 21. Jun 2014, 06:15
moin sonicman,

bei mir verrichtet seit vielen,vielen Jahren ein Linn Axis mit Akito zu meiner vollsten Zufriedenheit seine Arbeit.
Ich hatte noch nie irgendwelche Probleme mit diesem Dreher (oder dessen Tonarm) und ich bin technisch ziemlich unbegabt.
Gekauft hatte ich mir den Linn "damals" aufgrund des Test-Berichts in der Stereoplay und weil dieser Plattenspieler für mich (anders als der LP 12) damals bezahlbar war.
Der Axis löste meinen Thorens TD 320 ab (mit Elac ESG 796).
Ich kann nicht sagen, dass ich mit dem 320er unzufrieden war; er war mir nur einfach zu "schwabbelig".
Noch heute habe ich den damaligen Linn- Händler in Erinnerung.
Das war schon ein komischer Kauz für den Linn-Produkte das Non-Plus-Ultra darstellten "Linn des Lebens" hätte zu dem gepasst ;-)
Es ist schon erstaunlich, wie lange solche Gerätschaften halten können, wenn man sie gelegentlich mal
zur technischen/mechanischen Durchsicht bringt.
Reparaturen waren dabei aber bisher nicht nötig.
Ausser Öl/Riemen war bisher immer alles ok.
Erwähnen möchte ich noch, dass der Linn über die ganzen Jahre wirklich viel zu tun hatte.
Noch heute kaufe ich mir -wenn möglich- sowohl CD als auch LP von einem Album.
Aufgrund meiner Erfahrungen mit dem Axis halte ich Linn-Plattenspieler für wirklich empfehlenswert.
Gruß
Thore
sundaydriver
Stammgast
#3 erstellt: 21. Jun 2014, 06:47
Moin,

auch ich hatte lange Jahre einen Axis und war sehr zufrieden mit dem Gerät. Aber leider ist es ja sehr schwierig Ersatzteile zu bekommen wenn mit der Elektronik mal was ist. Das ist schon ein paar Jahre her. Schade finde ich das Linn seine beiden preiswerten Plattenspieler nicht mehr produziert. Ich fand auch den Basic sehr interessant. Heute gibt es ja wohl nur noch den LP12, leider. Sicher ein tolles Gerät aber eben auch nicht billig.

Carsten
Glücksburger
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 21. Jun 2014, 07:18

sundaydriver (Beitrag #3) schrieb:
Moin,

auch ich hatte lange Jahre einen Axis und war sehr zufrieden mit dem Gerät. Aber leider ist es ja sehr schwierig Ersatzteile zu bekommen wenn mit der Elektronik mal was ist. Das ist schon ein paar Jahre her. Schade finde ich das Linn seine beiden preiswerten Plattenspieler nicht mehr produziert. Ich fand auch den Basic sehr interessant. Heute gibt es ja wohl nur noch den LP12, leider. Sicher ein tolles Gerät aber eben auch nicht billig.

Carsten


moin Carsten,

das mag daran liegen, dass der Axis mit Akito damals DM 1.500,- kostete und der LP12 mit Ekos DM 5.400,- aber beide Dreher von "unabhängigen" Fachzeitschriften als annähernd gleichwertig eingestuft wurden.
Dam kann man Linn schon verstehen, dass sie die günstige "Variante" wieder vom Markt genommen haben ;-)
Gruß
Thore
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 22. Jun 2014, 07:26
Hallo!

Linn vertritt leider sowohl preislich wie auch mit ihren sogenannten "'Update"-Geschäftsmodell eine recht fragwürdige Praxis mit der sie halt nur im oberen Marktsegment ein wenig Erfolg haben.

In den gehobenen Consumer-Preisklassen hingegen scheitern sie mit ihren Platzierungsversuchen regelmäßig da hier das Interesse zu gering ist und ihre Produkte zwar konkurrenzfähig wären aber durch die eigen Werbung eigentlich blockiert werden. Zudem kommen solche Idiotischen Geschäftsvorstellungen wie bei ihrem letzten Versuch einen abgespeckten LP-12 mit Pro-Ject Arm zu verkaufen und dann die dazugehörige Haube für teuer Geld extra zu verscherbeln.
Das Laufwerk ist auch nicht besser als die der Konkurrenz und die Tonarme sind zwar recht gut aber wie der gesamte Rest nun mal heillos überteuert.


MFG Günther
Moonlightshadow
Inventar
#6 erstellt: 22. Jun 2014, 19:15

Hörbert (Beitrag #5) schrieb:
Hallo!

Zudem kommen solche Idiotischen Geschäftsvorstellungen wie bei ihrem letzten Versuch einen abgespeckten LP-12 mit Pro-Ject Arm zu verkaufen und dann die dazugehörige Haube für teuer Geld extra zu verscherbeln.



hmmm...bei meinem LP12 Majik war die Haube dabei. Die ist auch etwas höher als frühere Versionen damit der Project Arm drunter passt.


[Beitrag von Moonlightshadow am 22. Jun 2014, 19:16 bearbeitet]
aberlouer
Inventar
#7 erstellt: 23. Jun 2014, 07:03
Bei mir dreht seit einiger Zeit ein Axis mit Akito und Empire MC 1000 v.d.H. an einer Whest PS.20 in der Zweitanlage seine Runden.
Als ich das Gerät bekam machte der Motor einige merkwürdige Geräusche. Auch ölen der Achse (was beim Axis nicht trivial ist) brachten keine Verbesserung. Erst so eine Lagerabdeckung brachte Abhilfe.
Seitdem spielt er super.


[Beitrag von aberlouer am 23. Jun 2014, 07:04 bearbeitet]
sonicman
Stammgast
#8 erstellt: 20. Jul 2014, 10:33
Ich habe mein LINN Projekt weiter vorangebracht:

Den "Selbstzusammenbau" habe ich nun zum Klimax hochgerüstet. Da hat allerdings der Händler darauf bestanden die Komponenten selbst einzubauen und zu justieren, dem Klang hat das aber nicht geschadet:

LINN LP 12 Klimax (AKIVA, EKOS SE, KEEL, RADIKAL, URIKA, Chris Harban)

Die freiwerdenen Komponenten vom Subchassis angefangen über den Motor, Lingo, ITTOK und TROIKA habe ich in meinen "Versuchtsträger" verbaut, so dass ich nun noch ein echtes 90er Jahre Gewächs zum Vergleich habe:

LINN LP 12 mit ITTOK, TROIKA, LINGO

Damit kann ich nun erstmals die Evolution wirklich nachvollziehen, Papier ist ja geduldig. Nur das zunächst vorab, beide Spieler klingen phantastisch! Im direkten Umschaltvergleich - natürlich mit Pegelanpassung - geht aber bei der Klimax Version ein Vorhang auf. Die Bühne wird breit und tief, die Lautsprecher sind nicht mehr lokalisierbar sondern stehen einfach als Skulpturen im Raum, man ist fast geneigt diese abzubauen, wo die Musik doch aus dem Raum kommt. Die Bässe sind tief und schwarz, die Detailauflösung sensationell. Ich warte nun noch das KANDID ab, welches nächste Woche kommen soll, dann werde ich auch Vergleichsaufnahmen auf CD brennen und diese beurteilen.

Wenn ich jetzt Flimm & the BB's Tricycle auf dem TT abspiele und parallel dazu auf dem CD Spieler (LECTOR 0.6 T, Röhrenendstufe), dann schrumpft die Bühne der CD Version deutlich. Ich weiß, technisch ist die CD besser, und als Wissenschaftler bin ich weit von Voodo entfernt. Allerdings gibt es psychoakustische Phänomene, Stichwort Klirr, die hier vielleicht pro analog hineinspielen.

Für mich hat sich der Schritt gelohnt. Der LP12 ist keine Barbiepuppe, er wird mit jedem Kleiderwechsel nicht nur hübscher, sondern tatsächlich auch besser!
Beste Grüsse
Sonicman
LP12
Inventar
#9 erstellt: 30. Jul 2014, 20:28

Hörbert (Beitrag #5) schrieb:

In den gehobenen Consumer-Preisklassen hingegen scheitern sie mit ihren Platzierungsversuchen regelmäßig


Moin,

hast Du hierzu Zahlen ? Oder worauf basiert Deine Aussage? Man kann Linn ja so manches nachsagen, aber bestimmt nicht, dass sie nicht erfolgreich wären.

Meines Wissens ist gerade der Majik ein recht erfolgreicher und tummelt sich in einer Preisklasse, die noch halbwegs Stückzahlen verspricht.
LP12
Inventar
#10 erstellt: 30. Jul 2014, 20:30

Moonlightshadow (Beitrag #6) schrieb:


hmmm...bei meinem LP12 Majik war die Haube dabei. Die ist auch etwas höher als frühere Versionen damit der Project Arm drunter passt. ;)


Hallo !

Wie macht er sich denn so - mit Langzeiterfahrung ? Worauf steht er aktuell ?
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 01. Aug 2014, 14:20
Hallo!

@LP12

Wozu Zahlen? Es gibt sicher welche auf dem Netz aber eigentlich reicht es doch wenn man einige Leute fragt die mit High-End nichts am Hut haben ob sie den Namen kennen.Selbst Transrotor oder Rega ist bekannter.

Ich dachte da vor allem an ihre gescheiterte Zusammenarbeit mit Loewe, an ihre gescheiteterten Plazierungsversuche seinerzeit mit dem AXis und dem Basik oder an ihren anscheinend wieder beendeten Flirt mit Pro-Ject.

Die allermeisten Sachen die Linn auf den Markt bringt sind halt unsinnig teuer und keines dieser Produkte ist jemals auf dem Consumer-Markt soweit gekommen das der Name auch nur einer Minderheit ausserhalb der High-End-Zirkel bekannt ist.

MFG Günther
sonicman
Stammgast
#12 erstellt: 01. Aug 2014, 17:00
Hallo Günther,
als ich mich im letzten Jahr erstmals nach Jahrzehnten dem Vinyl wieder zuwandte bin ich natürlich auch zuerst auf REGA und PROJECT als Vertreter aktueller, bezahlbarer Plattenspieler gestoßen. THORENS und DUAL kannte ich noch von früher, auf LINN wurde ich erst über die Foren aufmerksam. Mich hat nicht die LINN Werbung beeindruckt, sondern die kontroversen Diskussionen. Wenn über ein Produkt diametrale Meinungsäußerungen zu finden sind, dann hat es nach meiner Erfahrung meist etwas besonderes. Und der Preis, und das ist jetzt nicht arrogant gemeint, interessiert zuallerletzt. Frei nach dem Motto "Wer billig kauft, kauft zweimal". Was so für die Bohrtürme, Holborne, Bauer etc. aufgerufen wird, ist auch nicht weniger. Und dass man für 1.000 EUR bereits einen bemerkenswert guten Vintage LP12 erhält, den man ohne große Mühe, wenn man es denn möchte, auf den neuesten Stand bringen könnte, spricht doch nicht gegen das Produkt! Was kann der LP12 dafür, dass er teurer gehandelt wird als ein THORENS aus vergleichbarem Jahrgang? Angebot und Nachfrage halt, da muss man ja nicht mitmachen. Der Wertverlust ist allerdings auch nicht sehr hoch, wenn man den LP12 denn wieder verkaufen möchte, anders als z. B. beim REGA (leidvolle eigene Erfahrung). Und wenn man denn ganz spinnert ist, und sich eine KLIMAX zulegt, dann hat man einen wunderbaren Understatement Plattenspieler, den wahrscheinlich sogar Einbrecher stehen lassen würden, so unscheinbar ist der. Ich habe allerdings noch nichts besseres gehört, was nicht heissen soll, dass es nichts besseres gibt. Natürlich wäre es schöner, wenn man einen aktuellen hochgerüsteten LP12 günstiger bekommen würde, der Preis erschließt sich ja leider nicht aus den Material- und Herstellungskosten. Das gilt aber auch für eine ROLEX, einen FERRARI etc. Nur, wer sind wir, dass wir die Schotten dafür kritisieren wollen? Immerhin bauen sie seit 40 Jahren einen noch immer zeitgemäßen, wunderbaren Plattenspieler, der seinen Markt hat. Alle anderen Firmen, die einmal Plattenspieler gebaut haben, sind inzwischen Konkurs und leben z. T. nur noch als Namensgeber oder Neugründungen weiter. Das gilt auch für THORENS. Billig ist manches mal eben zu billig. Und wenn ich meinen Keynes richtig verstanden habe, dann müssen wir alle nur viele LP12 kaufen, dann werden die auch billiger
Beste Grüsse
Gerhard
LP12
Inventar
#13 erstellt: 01. Aug 2014, 17:44

Hörbert (Beitrag #11) schrieb:


Die allermeisten Sachen die Linn auf den Markt bringt sind halt unsinnig teuer und keines dieser Produkte ist jemals auf dem Consumer-Markt soweit gekommen das der Name auch nur einer Minderheit ausserhalb der High-End-Zirkel bekannt ist.



Hallo !

das würde im übertragenen Sinne ja bedeuten, dass man Jamie Oliver (um mal auf der Insel zu bleiben) als erfolglosen Koch bezeichnen müsste, weil, Lieschen Müller lieber Pommes Schranke anner Bude isst und nur die Kochprofis kennt.

Das ist mir etwas zu dünn.
Moonlightshadow
Inventar
#14 erstellt: 01. Aug 2014, 20:14

LP12 (Beitrag #10) schrieb:

Hallo !

Wie macht er sich denn so - mit Langzeiterfahrung ? Worauf steht er aktuell ?


tja, was soll ich sagen. Entspanntes und engagiertes Musikhören trifft es IMO eigentlich ganz gut. Nach wie vor verspüre ich keinen Drang, am LP12 Majik irgendwas zu verändern. Und er steht immer noch aufm Ikea Lacktisch.
Hörbert
Moderator
#15 erstellt: 02. Aug 2014, 05:46
Hallo!

@LP12

Hm, wäre Jamie Oliver vor allem für seine Bratkartoffeln mit Basilico und rote Beete (schauder) bekannt könnte der Vergleich zutreffen. Ansonsten ist er auf dem Kontinent in der Tat eher erfolglos, zumindestens kocht ihn niemand den ich kenne nach.

@sonicman

Nun Linn wird ja wohl vor allem für seine fragwürdige "Updatepolitik" kontrovers diskutiert, im Grunde sind die Linn-Geräte nicht besser oder4 schlechter als die der Konkurrenz in ihrem Preissegment, allerdings sind die Tonarme der verschiedenen Ittok- und Ekos-Serien recht gut, den Rest kann man verwenden wenn man mag aber es uß halt nicht zwingend sein. Mein LP-12 steht seit einigen Jahren nur noch mit abgenommenem Riemen und ohne Tonarm in einer Rumpelkammer rum und bei der mehrzahl der mir bekannten Linn-Besitzer sieh es (konkreht gesagt von einer Ausnahme einmal abgesehen der immer noch fleißig updatet) ähnlich aus. Linn hat in meinem Freundes- und Bekanntenkreis so wie auch bei mir seine Zeit gehabt. Der wiederverkaufswert ist gemessen an den Summen die nach dem Erwerb eines neuwertigen LP-12 und den anschließenden Updatewellen gemessen eher uninteressant da man hier nur noch ein Bruchteil des Geldes wiederbekäme, deswegen verkauft kaum einer der alten Linn-Kunden aus meinen Kreisen die ihre Plattenspieler teilweise schon Anfang der 90ger Jahre erworben hatten ihr Geraffel, das steht in diversen Kellern u.ä. gut.

MFG Günther
sonicman
Stammgast
#16 erstellt: 03. Aug 2014, 07:36
Hallo Günther,
Ist vielleicht etwas OT, aber als mir der Händler gestern das Kandid vorbeigebracht hat, hat er mir auch ein Sneaky DSM zum Testen fürs Wohnzimmer mitgebracht. Klein, regierungsverträglich, ausgesprochen preisgünstig und vollständig (!), früher hätte man Kompaktanlage dazu gesagt. Hat an den kleinen 700 er Sehring glatt meine Audiolabore, die ich erst kürzlich für über 1.000 EUR bei der Revision hatte, an die Wand gespielt. Die LINNs können schon was. Nur an ihrem Auftritt müssen sie noch arbeiten. LINN gibt einem immer das Gefühl, dass etwas fehlt, wenn man nicht ganz oben einsteigt. Stimmt aber nicht. Ein A Klasse Fahrer hat auch nicht das Gefühl das etwas fehlt, wenn er nicht in der S Klasse sitzt, auch wenns manchmal Spass macht, und spätestens im Parkhaus nervt.
Grüsse
Sonicman
Moonlightshadow
Inventar
#17 erstellt: 03. Aug 2014, 07:57
@sonicman

Mal abgesehen davon, dass ich solche Autovergleiche reichlich oberflächlich und banal finde, könnte es vielleicht einfach auch sein, dass du ein Raumproblem hast und so der kleinere Verstärker aufgrund seiner schlankeren Darstellung und der geringeren Leistung einfach den Raum weniger anregt?

Ich bin zwar selbst Anhänger des Kettengedanken und betreibe meinen LP12 an einer Naim-Kette, am Ende hängen jedoch meistens kleine Spendor 15/1. Ich habe auch grössere Lautsprecher, aber damit wirds mir in meinem Hörraum manchmal schon zu prall im Bass.


[Beitrag von Moonlightshadow am 03. Aug 2014, 08:21 bearbeitet]
sonicman
Stammgast
#18 erstellt: 03. Aug 2014, 08:29
Hallo @moonlightshadow,
Natürlich habe ich im Wohnzimmer ein Raumproblem, das habe ich ja mit regierungsverträglich gemeint. Den LP 12 würde ich nicht an einen Sneaky hängen, das wäre Perlen vor die Säue ... (hier mal ein Tiervergleich ) Aber für einen Netzwerkspieler, der eine Audiolabor Flink, Saphir, Sonos Kombi an Sehrings 700 SE für ernsthafte Hintergrundbeschallung im Wohnzimmer ersetzen soll, nicht schlecht. In meinem Hörraum hängt ein Akurat DS an zwei ordentlichen class A Endstufen, das ist schon eine ganz andere Grössenordnung. Allerdings bei Zimmerlautstärke auf üblichem CD Niveau gehört auch nicht wirklich die Welt an Unterschied. Das nur zum Thema, dass LINN nicht auch preiswert und gut kann. Und vielleicht kommt ja noch der Einstiegs LP 12 mit eigenem Tonarm, die Zusammenarbeit mit Project scheint ja nicht der Brüller zu sein. Und das mit dem Parkhausvergleich war durchaus ernst gemeint. Ich habe in meinem Hörraum 5 Quadratmeter mit Komponenten zugestellt. Wenn ich das im Wohnzimmer versuche ...
LG sonicman
.JC.
Inventar
#19 erstellt: 03. Aug 2014, 09:01
Moin,


sonicman (Beitrag #8) schrieb:

Damit kann ich nun erstmals die Evolution wirklich nachvollziehen, ..




das ist doch die geniale Strategie von Ivor Tiefenbrun
man muss immer noch hier u. da etwas verbessern u. letztenendes ist man überzeugt davon
das Beste zu haben (reine Psychologie); aber "nebenbei" ist man einen Haufen Geld los !


@moonlight
hast du irgendwie eine Bass Allergie?
der Bass gehört doch zu der Musik dazu !
Moonlightshadow
Inventar
#20 erstellt: 03. Aug 2014, 17:25
Diese Strategie fahren doch eigentlich alle Hersteller, je teurer umso "besser" sind ihre Produkte zumindest in der Werbung doch immer.

Und ein voll upgegradeter LP12 ist doch eigentlich noch günstig angesichts dessen, was manch andere Hersteller für ihre Topdreher veranschlagen.

Habe ich eine Bassallergie?!? Ich denke nicht, aber ich schätze den Klang kleiner guter Kompaktlautsprecher. Ich schrieb ja bereits, dass ich auch grössere besitze.
sonicman
Stammgast
#21 erstellt: 03. Aug 2014, 19:08

EPMD (Beitrag #19) schrieb:

... das ist doch die geniale Strategie von Ivor Tiefenbrun
man muss immer noch hier u. da etwas verbessern ...


Einspruch! Natürlich stellt sich das heute, 40 Jahre nach Einführung des LP 12 so dar. Aber über die Zeit betrachtet war das eine echte Evolution. Zu seiner Zeit war der LP 12 mit Netzfrequenzantrieb, Blechsubchassis und Holztonarmbrett auch schon gut. Ich glaube nicht, dass Herr Tiefenbrun vor 40 Jahren schon ein CNC gefrästes Alu - Subchassis als künftiges Upgrade im Hinterkopf hatte. Falls doch chapeau! Was man dem LP 12 heute vorwirft, habe ich zumindest den Eindruck, ist die Upgradefähigkeit. Statt wie z. B. bei REGA fünf oder sechs Spieler nebeneinander herzustellen, die man nacheinander kaufen und verkaufen muss, wenn man die Upgradeleiter erklimmen will - über die dahinter liegende Psychologie kann man ein eigenes Forum füllen - bietet dieser doch einfach Tauschteile an, die den gleichen Zweck erfüllen. Das nennt man heute übrigens nachhaltig! Ich ärgere mich da schon eher über Hersteller die bewusst verschiedene Leistungsstufen auf sehr unterschiedlichem Preisniveau anbieten, obwohl sich die Preisunterschiede bei Material und Herstellung nicht nachvollziehen lassen. Und nein, ich werde jetzt keinen Automobilvergleich anbringen .
Grüsse
Sonicman
.JC.
Inventar
#22 erstellt: 03. Aug 2014, 20:11
Hi,

vor allen Dingen erzeugt das upgraden eine Verbundenheit mit seinem Dreher,
die man ohne solche Maßnahmen nie hätte.

Ich sehe das übrigens durchaus positiv.
Man darf seinen Dreher gerne haben, schließlich vertraut man ihm seine Platten an !

Der LP 12 ist ja auch ein schöner Dreher, ganz ohne Zweifel.
Ich hatte seinerzeit (so vor 4-5 Jahren) mit dem Thorens TD 150 experimentiert
(Subchassis, Federn, Tonarm,..) kam aber dann doch zu meinem Entschluss,
lieber mit einem Technics SL 1710 (Bj. 1977) Platten zu hören.

Von der Klangqualität her unterscheiden die sich eh nicht sonderlich
u. meine Tuningwünsche konnte ich auch da befriedigen.

LP12
Inventar
#23 erstellt: 03. Aug 2014, 20:16
… und es sollte doch mal gesagt werden : man KANN upgrade. Man MUSS nicht. Wer z(s)wingt einen?

Ich finde es bei Naim und Linn angenehm, dass man durch relativen kleinen Geldeinsatz eine Sprung nach vorne machen kann, ohne die gesamte Maschinerie auszutauschen.

Ich bin übrigens noch in der Ausgangskonfiguration auf Einstiegslevel unterwegs - seit 19 Jahren!
Hörbert
Moderator
#24 erstellt: 04. Aug 2014, 17:31
Hallo!

@LP12

Kommt natürlich darauf an wie deine Ausgangskonfiguration aussah.

Natürlich kann man das ganze auch anders sehen aber:

Offen gesagt finde ich im Nachhinein alle Linn-"Upgrades" bis auf einen Tonarmwechsel herzlich sinnfrei, es gab zum größten Teil, durch die neuen Teile bloße virtuelle Veränderungen, bei einem meiner Freunde haben wir einen seiner zwei LP-12 wieder zurückgerüstet in den Zustand den dieses Gerät in den frühen 90ger Jahren hatte (Valhalla, alter Federnkit alte Bodenplatte u.s.w. ) da er sich die alten Teile aufgehoben hatte.

In einem verblindeten Test war der "alte" (ausgerüstet mit einem Ittok LV-III (das ist der mit der Tonarmstütze a´la Ekos) gegenüber einem voll aufgerödelten "neuen mit Ekos, Lingo II neuem Federkit u.s.w. ununterscheidbar, das war dann füe eineganze Reihe von Usern das "Aufrüstende" und hat schlußendlich auch dazu geführt das diese Geräte in diversen Kellern und Dachböden gelandet sind aus denen sie dann von den allermeisten ehemaligen Usern dann auch abverkauft wurden.

Ich selbst habe den meinen zwar immer noch aber halt nicht mehr in Betrieb, möglicherweise mache ich ihn irgendwann wieder fit und nutze ihn noch einmal ein weilchen aber das ist nicht sicher.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 04. Aug 2014, 17:33 bearbeitet]
sonicman
Stammgast
#25 erstellt: 04. Aug 2014, 19:46
Hallo Günther,
ich habe das Aufrüsten ja nicht über die Jahre hin betrieben, sondern ganz aktuell an zwei Exemplaren, die auch beide bei mir laufen. Der eine entspricht dem aktuellen Klimax, der andere einen 90er Jahre Modell mit ITTOK LVII, TROIKA und LINGO 1. An Tonarmen habe ich neben dem EKOS SE noch einen EKOS 2, den besagten ITTOK LVII und einen BASIC LV V. An Systemen das aktuelle KANDID, bis vor kurzem das AKIVA, welches ich in Zahlung gegeben habe, ein Troika original, ein Troika retipp, ein Ortofon MC 30 super retipp, ein LINN K5 retipp und ein Ortofon 2M black. An Vorstufen das URIKA im Klimax sowie den VALVET P2c (MM und MC). Ich habe auf dem "Kleinen" fast alles gegeneinander getestet, das KEEL habe ich darin aber nicht eingebaut, auch nicht den DC Motor.

Zunächst die Stromversorgung: Ich habe einen 1990er Motor am Valhalla (33 UPM) betrieben, dann gegen ein Hercules getauscht (33/45 UPM) und schließlich gegen ein Lingo 1. Klangliche Unterschiede? Nein! Das Lingo 1 ist geblieben weil bequemer und keine offene Netzspannung innerhalb der Zarge.

Motor: Nachdem ich durch das RADIKAL einen aktuellen PREMOTEC Motor frei hatte, habe ich diesen in den kleine TT verbaut. Messbare Unterschiede im Geräusch oder Gleichlauf? Nein! Unterschiede im Klang? Nein!

Der alte TT hat noch ein pre Circus Lager mit Subteller, der andere ein aktuelles. Ich habe anfangs Lager und Subteller getauscht, Unterschiede? Keine! Ich habe daher auf dem "Kleinen" das Pre-Cirkus belassen, zumal Lager und Spindel perfekt aussehen.

Subchassis: Auf dem 1990er war ein geklebtes Subchassis, durch das KEEL wurde ein aktuelles frei. Dieses habe ich gegen das alte, geklebte getauscht. Unterschiede? Ja! Deutlich klarere, transparentere oder wie auch immer man das beschreiben möchte, Wiedergabe. Der alte Plattenspieler hat daher nun ein aktuelles Subchassis, welches eine deutlich größere Auflagefläche für das Tonarmbrett hat.

Tonarme: Der Basic LV V ist mit einem MC allein schon gewichtsmäßig überfordert. Mit dem LINN K5 klingt er ordentlich, das Ortofon 2M black ist aber in allen Belangen besser. Der ITTOK LV II bringt eine deutlich straffere Abbildung, zeigt mehr Details und schon ansatzweise ordentlichen Bass. Der EKOS 2 dann legt wirklich eine Schippe drauf. Der EKOS SE bringt auf dem "Kleinen" danach keinen weiteren Gewinn mehr.

Systeme: Das Ortofone MC 30 super lässt sich am ITTOK mit der größeren Headshell noch mit Mühe montieren und justieren, klingt dann aber schon ganz ordentlich, aber nicht besser als das 2M black. Das Troika klingt, wie soll ich es ausdrücken, anders. Ordentliche Bässe, schöne Höhen, bis ich das AKIVA hatte fand ich es toll. Dann im direkten Vergleich mit einem modernen MC merkt man, dass die Entwicklung weitergegangen ist. Das AKIVA hatte mehr Details, mehr Bass, mehr Bühne. Und das KANDID? Ist noch am Einspielen aber schon jetzt zeigt sich, dass die Bühne breiter ist, die Auflösung besser.

Zusammenfassend kann ich feststellen, wie Du es schon immer hier im Forum schreibst , dass das System im Zusammenspiel mit dem passenden Tonarm die klagtechnisch wichtigste Komponente ist. Dann kommt m. E. das Chassis und schließlich ganz zum Schluss der Antrieb.

Beim Klimax hat man mit dem KEEL sicherlich ein tolles, resonanzarmes Chassis, ich werde noch ein KORE auf dem anderen Laufwerk testen, wahrscheinlich ist damit dann schon das Ende der Fahnenstange erreicht. Was m. E. viel bringt (ich kann es aber nicht sinnvoll gegeneinander testen) ist der eingebaute Phono Pre. Der Klimax hat ein sensationell kurzes Phonokabel, welches vom DIN Stecker an der Tonarmbasis bis auf die Platine des Phono Pre gerade einmal 10 cm lang ist. Und wegen des Vorverstärkers im Chassis, so habe ich es verstanden, musste der AC Motor weg. Insoweit ist der DC Motor kein Riss in der Philosophie, sondern reine Notwendigkeit, wenn man den AC Brumm nicht mit verstärken möchte. Was die Werbeleute dann daraus machen steht auf einem anderen Blatt. Das URIKA mit RADIKAL ist für mich die wahre "Sensation", einen so geräuschfreien Plattenspieler habe ich noch nicht erlebt. Ich habe nie verstanden, warum man die Wahl des PhonoPre dem Nutzer - und damit in der Regel dem Zufall - überlässt. M. E. ist er klangentscheidender (oder auch klangverändernder) Bestandteil eines Plattenspielers.

Ob sich der Klimax für mich gelohnt hat? Ich denke ja! Klanglich ist es besser als andere Spieler, die ich bei Händlern oder bei mir zu Hause gehört habe, damit ist mein persönliches Ziel erreicht. Lohnt es sich einen alten LP 12 aufzurüsten oder sollte man ihn in der Besenkammer ruhen lassen? Ich würde ihn immer aufrüsten, m. E. mit einem guten System und Tonarm und einem neuen Subchassis, ggf. auch dem KORE. Und natürlich alles schön einstellen und bisweilen mal den Riemen und das Lageröl wechseln, aber das versteht sich doch von selbst. Dann bekommt man m. E. für einen überschaubaren Betrag ein Spitzengerät, welches sich vor keinem aktuellen Spieler verstecken muss. Und wenn man aus welchen Gründen auch immer darüber hinaus möchte, dann geht das natürlich jederzeit ...
Beste Grüsse
Sonicman
LP12
Inventar
#26 erstellt: 05. Aug 2014, 19:20

Hörbert (Beitrag #24) schrieb:
Hallo!

@LP12

Kommt natürlich darauf an wie deine Ausgangskonfiguration aussah.




Hallo !

Wie in meinem Steckbrief nachzulesen : 1994 aus alt und neu vom Händler aufgebaut : Pre-Cirkus Lager, Valhalla, sonst alles um 90.000 er Serienummer. Mit OL1 von Origin Live und DL103R. Zugegebener Maßen damals mit Akito2 und K9. Den Akito musste ich tauschen, weil er hin war.
Ordentlich auf- und eingestellt kann man mit dem Ding sehr gut Musik hören.
Moonlightshadow
Inventar
#27 erstellt: 06. Aug 2014, 09:42
Ich sehe es ähnlich und werde dem LP12 lediglich noch einen anderen Tonarm bzw. System gönnen. Ein Aha Erlebnis (nicht nur am LP12) hatte ich kürzlich nach dem Tausch der Naim Vorstufen/Phonoboards Nac62/322 vs. 82/522.


[Beitrag von Moonlightshadow am 06. Aug 2014, 09:43 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#28 erstellt: 06. Aug 2014, 17:45
Hallo!

@LP12


.....Ordentlich auf- und eingestellt kann man mit dem Ding sehr gut Musik hören.....


Ohne Frage, das würde ich auch nie bestreiten, in den 90ger Jahren war die Preispolitik von Linn ja soigar noch halbwegs vernüftig, seinerzeit (1991) habe ich mir meinen auch geholt (mit Ittok, dem damals neuen Lager und dem damals neuen Federkit) .

Heute würde ich mir zwar keinen mehr zulegen da ich mehr Spaß an alten Direktläufern habe aber damals war das für mich eine durchaus vernüftige Entscheidung.

MFG Günther
sonicman
Stammgast
#29 erstellt: 01. Nov 2014, 14:03
Hallo liebe LP12 Freunde!
In den Foren werden ja die verschiedenen Clone Ersatzteile gegen die Originale diskutiert. Mein neues Projekt ist der Aufbau eines solchen Clones und dann der Test gegen das Original. Es treten an mein LP12 Klimax (Kandid, KEEL, RADIKAL, URIKA, EKOS SE, CIRKUS) gegen KHAN TopPlate, Green Street Audio Subchassis (KEEL clone) EKOS 2, CIRCUS, TRAMPOLIN, LINGO?, Kandid?. Vor den Test haben die Götter den Schweiß gesetzt, zunächst gilt es den Clone aufzubauen. Er soll natürlich wieder wunderschön werden, als Basiszarge dient daher eine Einzelanfertigung aus Wenge von Chris Harban:

LP12 Zarge von Chris Harban in Wenge

Ein KHAN ist im Zulauf, ebenso das Green Street Audio Subchassis. Weiterhin von Russ Andrews in U. K. ein AC Motor und ein aktuelles CIRKUS Kit. Sobald die Teile eintreffen werde ich diese montieren und die Bilder dazu wieder einstellen. Mein EKOS 2 wartet schon auf den Einbau, ebenso ein LINGO 1. Dieses "Zweitsystem" soll später im Wohnzimmer aufspielen und falls das möglich ist, nicht schlechter als das Klimax. Bezüglich der AC Stromversorgung bin ich noch "offen", auch das System sollte nur im Ausnahmefall wieder ein KANDID werden, vielleicht geht es ja auch günstiger.
Beste Grüsse
Sonicman


[Beitrag von sonicman am 01. Nov 2014, 22:13 bearbeitet]
sonicman
Stammgast
#30 erstellt: 16. Nov 2014, 19:01
Es geht weiter, die KHAN top plate ist nun eingetroffen. Zunächst die Ansicht von unten mit bereits montiertem PREMOTEC Motor. Die Befestigung des Motors habe ich mit Hilfe der Originalbefestigungen vorgenommen. Da die Geschwindigkeitsregelung später über die Neigung der Motorachse vorgenommen wird, dürfen die Schrauben nur sehr sanft angezogen werden. Um ein späteres Lösen derselben im Betrieb zu vermeiden habe ich die Muttern mit Schraubenlack versiegelt.

KHAN top plate for the LP 12

Das nächste Bild zeigt nun den Motor mit Riemenantrieb von oben. Die kleinen Schrauben bei 8 und 2 Uhr dienen später der Geschwindigkeitsfeineinstellung.

KHAN top plate for the LP 12

Hier nun die Einbausituation von unten in die CH Zarge. Anders als bei der originalen Stahlplatte sind hier m. E. ein paar besondere Punkte zu beachten. Eine Einbauempfehlung oder Anleitung kenne ich nicht, so dass ich mir ein paar Hinweise aus den englischen Foren zusammengesucht habe, der Rest ist meine Meinung dazu. Zunächst das Prinzip der LINN top plate: Diese besteht aus einer gebogenen und damit vorgespannten Stahlplatte, die bei Seitenansicht in der Mitte, ähnlich wie eine Brücke, etwas hochsteht. Durch die zentralen Bolzen wird die Platte dann auf die Gegenlager der Zarge heruntergezogen, so dass sie schließlich gespannt wie eine Feder satt auf der Zarge aufliegt. Dadurch werden Resonanzen in der top plate vermieden. Da die Motorecke offensichtlich trotzdem noch Resonanzen produziert, hat LINN einen weiteren Bolzen in der Motorecke eingeführt, der bei den neueren und aktuellen top plates Serie ist.

Eine andere Situation liegt bei der KHAN top plate vor. Diese ist aus einem flachen Stück Aluminium gefertigt und verfügt über keinerlei Vorspannung. Legt man ein solches flaches Stück Aluminium auf die Holzzarge auf, so gibt es theoretisch nur an drei (!) Auflagepunkten Kontakt zwischen top plate und Zarge, der Rest hängt mehr oder weniger weit in der Luft und kann später durch Stehwellen Resonanzen erzeugen. Man kann das leicht ausprobieren. Wenn man die KHAN top plate nur an den Mittelbolzen befestigt, wie man es mit der LINN top plate machen würde, dann scheppert diese ganz gewaltig wenn man darauf klopft. Also haben die Entwickler des KHAN vier weitere Bolzen vorgesehen, nicht nur in der Motorecke, sondern auch gegenüber und nahe der Ecken, die dem armboard benachbart sind. An den Zargenecken werden diese Bolzen durch Löcher in den Eckversteifungen verschraubt, bei der Chris Harban Zarge sind diese schon vorhanden. An der Seite zur Mitte hin werden pilzförmige Spannteile aufgesteckt welche die top plate mit den Seitenschienen, auf denen die Zarge aufliegt verspannen. Ich habe sämtliche dieser Bolzen mit dem von LINN für den Motorbolzen vorgesehenen Drehmoment (40 - 60 cNm) von 50 cNm angezogen. Wenn man das so macht, dann klingt die top plate beim tap test (darauf klopfen) schon glockenklar ohne Scheppern. 50 cNm sind ein relativ geringes Drehmoment, daher kann man nicht die von LINN vorgegebenen Selbsthaltemuttern verwenden. Diese haben ein deutlich höheres Lösemoment, so dass man die Muttern gar nicht angezogen bekommt. Normale Stahlmuttern sind in Ordnung.

KHAN top plate for the LP 12

Der Querbalken (crossbrace) liegt in der Abbildung nur provisorisch auf, zunächst fehlt ja noch das Subchassis. Dies liegt gerade beim Zoll, sobald es eintrifft, geht es hier weiter.

Grüsse
Sonicman
JoDeKo
Inventar
#31 erstellt: 16. Nov 2014, 22:30
Ui, gerade erst entdeckt den Thread. ich höre mit der Akurate Version, allerdings mit Ekos 2 und leider ohne Kore, aber das folgt jetzt direkt zum Umzug. Der LP12 geht vor dem Umzug zum LINN Händler und kommt dann nach dem Umzug mit Kore zurück.

Ja, der LP12 ist für mich der Plattenspieler und jeden Cent wert.
sonicman
Stammgast
#32 erstellt: 19. Nov 2014, 19:14
Es geht weiter, das green street audio Subchassis ist eingetroffen. Hier das Aluminium Subchassis von oben:

Green Street Audio Subchassis für den LP 12 am KHAN top plate

Hier das Subchassis von unten. Look and Feel sind absolut dem KEEL vergleichbar. Das nur zum ersten Eindruck:

Green Street Audio Subchassis für den LP 12 am KHAN top plate

Hier habe ich bereits den Tonarmkragen montiert, ebenso das neue CIRKUS Lager. Die Schrauben passen, wie nicht anderes von einem CNC Produkt zu erwarten, perfekt:

Green Street Audio Subchassis für den LP 12 am KHAN top plate

Nun das ganze in der Einbauposition von unten, dem KHAN aufliegend:

Green Street Audio Subchassis für den LP 12 am KHAN top plate

Als nächstes ein Detail mit eingebauter Feder. Die Gummitüllen passen perfekt in die entsprechende Bohrung auf dem Subchassis. Auf Talkum habe ich diesmal verzichtet (Gebt dem Luder ...), die Meinungen hierüber in den Foren sind ja unterschiedlich, ich probiere es also einmal ohne aus. Da die Schraubbolzen im KHAN nur von unten verschraubt und nicht durchgesteckt sind, habe ich auf Stoppmuttern zur Befestigung der Bolzen verzichtet. Hintergrund ist das sehr große Lösemoment dieser Muttern, damit kann man im ungünstigsten Fall schon die Bolzen im KHAN bei der späteren Nachjustage wieder herausdrehen. Alternativ könnte man die Bolzen im KHAN mit Loctite einkleben, sollte es Probleme geben, würde ich diese Variante einsetzen:

Green Street Audio Subchassis für den LP 12 am KHAN top plate

Nun erst wird das Crossbrace aufgesetzt und mit dem Holzchassis verschraubt. Die Muttern an den Gewindebolzen zum KHAN habe ich nur mit Sprengringen unterlegt und nur moderat angezogen. Beim KHAN ist m. E. ein gleichmässiger Kontakt zur Zarge notwendig, besondere Kraft ist mangels Vorspannung dabei aber nicht erforderlich:

Green Street Audio Subchassis für den LP 12 am KHAN top plate

Statt der (teuren) original LINN Schrauben habe ich dieses mal die DIN Variante aus dem 200er Pack gewählt. Bei einer neuen Zarge geht das m. E. hervorragend, wenn schon Löcher in der Zarge vorhanden sind, könnte es aber sein, dass diese durch die Originalschrauben schon etwas zu sehr ausgeweitet sind:

Green Street Audio Subchassis für den LP 12 am KHAN top plate

Nun noch die kleine LINGO Platine aufgesteckt und verdrahtet:

Green Street Audio Subchassis für den LP 12 am KHAN top plate

Dann wird das ganze herumgedreht, auf der JIG justiert, das Lager mit Öl gefüllt, Subteller und Riemen aufgelegt, der Teller wird justiert, der TA und das System werden montiert, die Federn werden justiert, VTA und Auflagegewicht eingestellt ... ich will euch mit dieser Prozedur nicht langweilen, diese habe ich ja schon weiter oben im "Selbstzusammenbau ..." beschrieben. Hier das Ergebnis spielfertig, noch ohne TRAMPOLIN zum Setzen lassen der Federn:

Green Street Audio Subchassis für den LP 12 am KHAN top plate

Morgen folgen dann die letzte Feinjustage, Montage von TRAMPOLIN und HAUBE und fertig! Natürlich habe ich aber jetzt schon einmal eine Platte aufgelegt. Obwohl alles, einschließlich Tonabnehmer fabrikneu und nicht eingespielt ist, klingt er schon ziemlich toll. Nur wie nenn ich das Teil jetzt? Ein LINN LP 12 ist es ja streng genommen nicht mehr ... vielleicht Linnoid?

Grüsse

Sonicman
.JC.
Inventar
#33 erstellt: 19. Nov 2014, 19:20
Sonic LP 1

sieht cool aus !
Respekt
sonicman
Stammgast
#34 erstellt: 20. Nov 2014, 23:02
So, alles fertig und am Einspielen. Hier noch ein paar Details, zunächst von hinten. Da es keinen Sonic Aufkleber gibt, habe ich doch das Orignal genommen, schon wegen der Sicherheitshinweise:

LINN LP 12 mit Greenstreet Audio, KHAN, EKOS, Klyde

Und natürlich von vorn:

LINN LP 12 mit Greenstreet Audio, KHAN, EKOS, Klyde

Hier dann die vorläufige Aufstellung zum Einspielen. Der Höhenunterschied zwischen den beiden Spielern soll kein Statement über den Klangunterschied darstellen, wenn es natürlich noch Unterschiede gibt. Irgendwann, in einer ruhigen Stunde, wenn alles eingespielt ist, werde ich die Tonabnehmer einmal gegeneinander tauschen. Wenn sich dann das Klangbild umkehrt, habe ich wieder etwas gelernt:

LINN LP 12 mit Greenstreet Audio, KHAN, EKOS, Klyde

Grüsse und Dank für Euer Interesse

Sonicman
sonicman
Stammgast
#35 erstellt: 28. Nov 2014, 21:27
Gibt es ein neues LINGO 4? Jein! Ich habe heute mein neues LINGO erhalten. Es ist nun im Akurate Gehäuse eingebaut und damit eine weitere Variante (IMHO die 4.) nach dem Lingo 3 im Majik Gehäuse, welches auf der LINN Homepage noch abgebildet ist. Ob sich im Inneren etwas getan hat? Ich weiss es nicht. Der Klang des LP12 ist alledings dramatisch besser, verglichen zum LINGO1, welches ich heute in die verdiente Rente geschickt habe. Was der Klang eines Plattenspielers mit der Motorstromversorgung zu tun haben soll, hat sich mir bisher nicht so recht erschlossen, ich verstehe es auch noch immer nicht wirklich. Aber man kann es hören!

LINN LINGO 2014

Grüsse

Sonicman


[Beitrag von sonicman am 28. Nov 2014, 21:29 bearbeitet]
JoDeKo
Inventar
#36 erstellt: 29. Nov 2014, 10:05

Es ist nun im Akurate Gehäuse eingebaut


Das macht ja auch Sinn, denn das Lingo gehört doch eigentlich hur Akurate Ausstattung des LP12, oder?

Ich habe damals auch einen deutlichen Unterschied vom Valhalla zum Lingo 2 bei mir festgestellt, spürbarer als der Wechsel vom Akito zum Ekos 2. Ich vermute, dass es damit zusammenhängt, dass über die gesteigerte Qualität die Nadel ruhiger in der Rille geführt wird. Jedenfalls hatte ich den Unterschied so krass nicht erwartet.
Widi10
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 02. Dez 2014, 20:27
Hallo Sonicman,
Toller Aufbau sieht vielversprechend aus.

Gibt's den schon erste Höreindrücke? Mich interessieren vor allem die unterschiedlichen Chassis , da ich gerade selber am Überlegen bin meinen Linn aufzurüsten. Ich schwanke zwischen

1. dem neuen Standardchassis wie bei deinem anderen Aufbau
2. dem Kore und
3. dem Aluminium Subchassis von Greenstreetaudio

Mein Linn Händler empfiehlt natürlich das Kore.

Weiterhin würde ich gerne wissen ob du die Plinths direkt bei Woodsong orderst oder bei Cymbiosis?
Aktuell hab ich 2 Plinths von Russ Collinson hier, die mich aber nicht 100%ig überzeugen.

Gruß

Andi
sonicman
Stammgast
#38 erstellt: 03. Dez 2014, 09:39
Hallo Andi!
Die Höreindrücke gibt es inzwischen. Natürlich ist die Vergleichbarkeit eingeschränkt, da ich nicht nur das greenstreet audio Subchassis verbaut habe, sondern auch noch ein KHAN und mit dem Klyde auch gleich noch eine anderes System verwende. Der Vergleich muss also gegen mein vorheriges Standard Subchassis genügen mit TROIKA (retipp) am EKOS2. Die aktuelle Kombination ist deutlich näher an meine KEEL/RADIKAL/KANDID/URIKA Kombination herangerückt, die direkt daneben steht. Ohne den direkten Umschaltvergleich, der dann doch noch deutliche Unterschiede in der Räumlichkeit, Tiefenstaffelung und dem Bassfundament zeigt, klingt das greenstreet audio Subchassis schon ziemlich gut. Sogar so gut, dass mir prima vista nichts fehlt, wenn ich nicht direkt vergleiche. Das KORE kenne ich leider nicht im Hörvergleich, ich glaube aber nicht, dass es besser ist. Das greenstreet ist immerhin aus einem Stück gefräst, während das KORE nach meiner Information, man möge mich korrigieren wenn ich falsch liege, nur ein Alu Tonarmbrett besitzt welches auf das Standard Blechchassis aufgeklebt ist. Davon abgesehen, dass 600 EUR Preisdifferenz für eine Aluplatte mit etwas Klebstoff dazwischen schon ziemlich sportlich ist, muss es m. E. an der Trennfläche zu nicht beherrschbaren Resonanzen kommen. Das greenstreet audio, wie das KEEL, scheinen mir da "ehrlicher" zu sein. Was die Zargen anlangt, so habe ich eine direkt bei Woodsong in den USA bestellt, die andere bei Cymbiosis in U.K. Vorteil USA: Deutlich billiger, auch mit Zoll, sehr netter Kontakt mit Chris Harban, der auch Sonderwünsche erfüllt. Nachteil: Lange Lieferzeit, bei mir ein halbes Jahr, das Ergebnis war dann allerdings unbeschreiblich. Vorteil U.K.: Zargen auf Lager, ebenfalls sehr netter Kontakt zu Peter Swain, Lieferung innerhalb von einer Woche, kein Zoll, den hat Cymbiosis schon bezahlt. Nachteil: teurer, aber der Aufwand des Zwischenhändlers muss ja auch bezahlt werden. M. E. gibt es an den Woodsong Zargen überhaupt nichts auszusetzen, sie machen aus jedem LP12 eine Schönheit. Und klanglich hat sich in den Foren noch niemand beklagt. Stell doch bitte mal ein Bild von den Russ Collinson Zargen ein, was hat Dich daran im speziellen nicht überzeugt?
Beste Grüsse
Sonicman

p.s. Beim Zoll bitte darauf hinweisen, dass es sich um eine handgefertigte Holzzarge handelt (Schreinerarbeit), diese ist zollfrei (!), es kommt lediglich die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe unserer Mehrwertsteuer drauf.
Widi10
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 05. Dez 2014, 15:19
Hallo Sonicman,
danke für die Rückmeldung.

Die RC Plinths sind günstig (265 Euro), aber m.E. auch etwas weniger schön verarbeitet. Bilder hab ich aktuell nicht zur Hand, kann ich aber am WE gerne nachreichen. Hab zwei Stück da, das alte in Ahorn und ein neues für den neuen Aufbau in Walnuss. Bin im Moment schwer am überlegen den LP12 mit einem originalem Linn-Plinth oder einem CH Plinth aufzubauen.

Meine Konfiguration aktuell ist:
Ittok 3/MK2
Grado Tonabnehmer
Cirkus
Lingo 1
Trampolin 2
RC Plinth
Restliche Parts sind "Standard"

Aktuell geht der Tonarm noch zu Mario Grözinger wird überholt und mit einer durchgehenden Verkabelung versehen.

Wenn ich das so richtig interpretiere, wäre der Mehrpreis vom neuen Standardchassis zum Kore wohl nicht gerechtfertigt. Ich frag mich halt, ob das GSA-Subchassis auch so gut austariert ist, wie es das Keel angeblich sein soll...

Gruß Andi
sonicman
Stammgast
#40 erstellt: 05. Dez 2014, 17:16
Hallo Andi,
das GSA liegt m. E. irgendwo zwischen KEEL und Standard, ob über oder unter KORE, kann ich mangels Vergleich nicht sagen. Ich meine aber irgendwo gelesen zu haben, dass man auch bei greenstreet audio auf eine vergleichbare Schwerpunktverteilung Wert gelegt hat. Zumindest ich sehe ich beim Einstellen des Plattenspielers keine Probleme. Den Tonarm zu Mario Grötzinger zu schicken, halte ich für eine gute Idee. Ich habe einen ITTOK LV II und einen EKOS 2 von ihm warten und neu verkabeln lassen. Das Ergebnis ist vom Feinsten. Allerdings habe ich, nach langer Diskussion am Telefon, dann doch auf eine Durchverkabelung verzichtet, obwohl mir das empfohlen wurde (weniger Lötstellen, weniger Übergangswiderstände etc). Der Grund ist, dass ich auf die DIN Steckverbindung für den LINN Tonarm nicht verzichten möchte, sonst wird es m. E. mühsam mit dem TA Einbau oder TA Wechsel. Auch ein URIKA könnte man nicht mehr anschließen, wenn der DIN Stecker in der Tonarmbasis fehlt. Da habe ich mir dann halt etwas "Edles" einbauen lassen. Ähnliches gilt für die Pins headshellseitig. Lässt man dort Kabel mit angelöteten Steckern rauskommen, dann passt das wohl für die meisten Systeme, nicht aber z. B. für das KANDID. Das hat Kabel und Steckerchen bereits angelötet und ist zwingend auf einen TA mit Kontaktpins angewiesen. Da ich auf die Möglichkeit original LINN Systeme und Kabel anzuschliessen nicht verzichten wollte, habe ich originalgetreu restaurieren lassen. Das wollte ich nur vorab zu Bedenken geben, ich habe im ersten Moment auch nicht daran gedacht, und mein ITTOK musste dann zweimal hin ...
Grüsse und viel Erfolg
Sonicman
Widi10
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 12. Jan 2015, 10:11
Hallo Sonicman,
ich habe jetzt von dem RC Plinth auf ein originales Linn Plinth gewechselt. Diese sind besser verarbeitet. Das Kore hab ich aussen vorgelassen, aktuell ist noch das Standard-Subchassis verbaut.

Ob GSA oder Kore überleg ich mir beim nächsten Schritt.

Der Ittok ist noch zur Revision und ich lasse ihn jetzt mal durchgehend verkabeln. Abber ich hätte noch eine andere Frage.

Du hast ja bereits einen LP12 aus Ersatzteilen aufgebaut. Brauche ich für ein Cirkus Update zwingend den ganzen Kit oder reicht ein Cirkus Bearing und ein neuer Subteller plus das Chassis zu modifizieren oder das neue Standardchassis?

Bzw. Ist das Lager und der Subchassisteller dann gepaart?
Bei Russ Andreas gäbe es ja die Einzelteile.

Wie siehts bei Dir mit aktuellen Projekten aus?

Gruß Andi
sonicman
Stammgast
#42 erstellt: 12. Jan 2015, 18:15
Hallo Andi,
die originale LINN Zarge ist sicherlich eine gute Entscheidung, ich denke nicht, dass die CH besser sind, es gibt halt noch zusätzliche Hölzer. Auf meinem alten LP12 habe ich PreCircus Lager, Subteller und Teller belassen und das ganze mit einem neuen Standard Subchassis gepaart, das ging einwandfrei. Ein aktuelles Lager sowie Subteller bei Russ Andrews zu bestellen, und dann zusammen mit einem neuen Standard, Kore, Keel oder GA Subchassis zu betreiben geht auch. Ein neues Lager und ein neuer Subteller brauchen nicht "gepaart" werden, erst im Betrieb "schleifen sich" Lager und Subtellerdorn "ein" und sollten dann später nicht mehr getrennt werden. Ich würde aber auf jeden Fall beim LINN Händler vor Ort anfragen, was ein aktuelles Circus Kit derzeit kostet und woraus es besteht. Früher umfasste es Lager, Subteller, Subchassis, Tonarmbrett, Federn, Riemen, Öl und P-Clip. Ich meine gehört zu haben, dass beim aktuellen Circus Kit Subchassis und Tonarmbrett nicht mehr dabei sind, da diese Komponenten wegen KORE und KEEL oft nicht benötigt werden. Vielleicht kann das jemand bestätigen?
Aktuell bau ich mir meinen ersten Dipol aus dem PureAudioProject, aber das ist eine andere Geschichte ...
Viele Grüsse und halte uns bitte, auch mit schönen Bildern, auf dem Laufenden!
Viel Erfolg
Sonicman
jororupp
Inventar
#43 erstellt: 12. Mai 2015, 12:51

"Linn des Lebens"


Hallo Freunde,

trotz mehr als vier Jahrzehnten "Vinylerfahrung" ist das Thema Linn LP 12 irgendwie nahezu "spurlos" an mir vorüber gegangen. Ich habe zwar beim Blättern einschlägiger Magazine zwischendurch immer mal wieder von neuen LP 12 Komponenten mit klangvollen Namen gehört, da ich aber nicht der "Vinyl-Bastler und Tüftler" bin, hat mich das nie richtig interessiert.

Vor drei Jahren habe ich dann meinen letzten Plattenspieler, einen Thorens 2001 Isotrack, abgegeben.

Wie es das Leben so will: nach Neuaufbau meiner Anlage und in Anbetracht meiner noch vorhandenen Vinyl-Sammlung möchte ich wieder einen Plattenspieler haben und diesmal auch den "sagenumwobenen" LP-12 in Betracht ziehen.

Letzte Woche hatte ich dann erstmalig die Gelegenheit, beim Händler erst den Akkurate, danach den Klimax, jeweils über eine komplette Linn-Kette zu hören.

Ich muss schon sagen, das versprochene Fußwippen kam sehr schnell. Die Präzision, Bühne und die Präsenz des Klangbildes war schon sehr schön, hat mir sehr gut gefallen und macht Lust auf mehr. So schön habe ich Vinyl, glaube ich, bis dahin noch nicht gehört.

Was für mich an der Stelle nicht abzuschätzen war, ist der Einfluss der aktiven Linn-Elektronik und (wahrscheinlich auch) Raumkorrektur auf die Gesamt-Performance.

Vor einer möglichen Kaufentscheidung möchte ich das Teil auch mal bei mir daheim hören und bin mal auf das Ergebnis gespannt.

Gruß

Jörg
JoDeKo
Inventar
#44 erstellt: 12. Mai 2015, 14:18
Den Spaß, den ein LP12 vermittelt, hast Du auch schon mit den kleinen Modellen. Wenn es größer wird, wird es nur souveräner, das heißt, dass auch noch die Ruhe eines Masselaufwerkes, dem aber für meinen Geschmack der PRaT fehlt, hinzukommt. Also ein LINN LP12 im Vollausbau hat PRaT und das Fundament eines guten Masselaufwerkes, aber selbst ein LP12 in der kleinsten Ausbaustufe macht unglaublich viel Spaß und vermittelt das Gefühl, eigentlich nicht mehr zu brauchen...


[Beitrag von JoDeKo am 12. Mai 2015, 14:19 bearbeitet]
jororupp
Inventar
#45 erstellt: 12. Mai 2015, 14:41
Der Unterschied zwischen der Vorführung des Akkurate und des Klimax war schon gut zu hören und den PRaT hatte ich bei beiden. Aber es waren halt auch zwei unterschiedliche Anlagen in verschiedenen Räumen.

Im Gegensatz zu der hier im Thread vorherrschenden Ansicht, z.B. von sonicman


Zusammenfassend kann ich feststellen, wie Du es schon immer hier im Forum schreibst , dass das System im Zusammenspiel mit dem passenden Tonarm die klagtechnisch wichtigste Komponente ist. Dann kommt m. E. das Chassis und schließlich ganz zum Schluss der Antrieb.


wurde mir erläutert, dass die Laufruhe -also Chassis und Antrieb- entscheidend für die gute Wiedergabe sind, erst danach kämen Tonarm und System.

Als fast wie im echten Leben: zwei Experten, drei Meinungen

Gruß

Jörg
JoDeKo
Inventar
#46 erstellt: 12. Mai 2015, 15:03
Ja, diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Die Aufrüstung mit einem Lingo (von Valhalla) brachte deutlich mehr damals, als auf Ekos 2 (von Aktio 2).
sonicman
Stammgast
#47 erstellt: 12. Mai 2015, 20:11

jororupp (Beitrag #43) schrieb:
...
Vor einer möglichen Kaufentscheidung möchte ich das Teil auch mal bei mir daheim hören und bin mal auf das Ergebnis gespannt.


Hallo Jörg,
schön, dass Dir der LP12 gefällt. Grossen Einfluss neben dem System hat nach meiner letzten Erfahrung auch der Vorverstärker. Mein Klimax hat ja ein Urika drin, da kann ich nicht mehr mit "spielen", aber mein Zweitgerät habe ich vom eingebauten PhonoPre im Valvet VV auf einen LINN Uphorik hochgerüstet. Das hat richtig viel gebracht. Wenn die Anlage dahinter mit einem guten Streamer oder CD-Spieler perfekt spielt, wird sie das auch mit dem LP12 hinter einem Uphorik tun. Ein Linto kommt da übrigens nicht ran (sonst hätte ich jetzt nicht noch einen hier rumstehen). Der Händler soll Dir ein Uphorik zum Testen mitgeben. Bei einem aktuellen Gerät bleibt Dir neben der Single Speed Variante in der Basisversion, die ich nicht aus eigener Erfahrung kenne, ja nichts anders übrig als ein Lingo zu nehmen. Zwischen einem alten Lingo 1 und einer aktuellen (!) Herkules Karte (nur für Bastler die selbst Hand anlegen wollen), habe ich aber keinen Unterschied gehört.
Ich bin gespannt auf Deinen Eindruck in der häuslichen Umgebung.
Grüsse
Sonicman
JoDeKo
Inventar
#48 erstellt: 12. Mai 2015, 20:21
Ja, das ist auch meine Erfahrung. Der Linto ist nicht ansatzweise so gut, wie der Uphorik. Der Linto war - aus meiner Sicht - auch im Verhältnis zu anderen Herstellern nach ein paar Jahren nicht mehr konkurrenzfähig in der Preisklasse...oder charmanter ausgedrückt: Man konnte mehr fürs Geld bekommen oder gleichwertiges für weniger. In meinen Ohren ist auch der interne Pre in meiner Akurate Kontrol besser, als der Linto.


[Beitrag von JoDeKo am 12. Mai 2015, 20:30 bearbeitet]
jororupp
Inventar
#49 erstellt: 12. Mai 2015, 20:42
Hallo sonicman,

ich glaube, wenn ein Außenstehender mal ganz unbedarft so einen Beitrag über "Klimax mit Urika besser als Linto mit Uphorik...." liest, hat er den Eindruck, in einem medizinischen Fachjournal gelandet zu sein...

Oder der denkt, "die spinnen, die Römer..."

Aber mal ernsthaft: diese ganzen verschiedenen Konfigurationen und Typenbezeichnungen sind für den Linn-Neuling schon eine Herausforderung...

Ich werde jedenfalls mal mit meinem Accuphase Phonomodul AD-30 starten. Die Linn Uphorik, Urika oder was auch immer kann ich immer noch angehen.

Gruß

Jörg
raindancer
Inventar
#50 erstellt: 12. Mai 2015, 21:11

jororupp (Beitrag #49) schrieb:
Ich werde jedenfalls mal mit meinem Accuphase Phonomodul AD-30 starten.

Das ist gar nicht verkehrt und vor allem flexibler als die Linn-Phonos, denn die sind fest eingestellt auf Linn-Systeme. Hier kommts drauf an was du unters headshell schrauben willst.

aloa raindancer
JoDeKo
Inventar
#51 erstellt: 13. Mai 2015, 07:58
Ne, der Uphorik ist nicht fest eingestellt, der alte Linto schon.
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