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Was hört Ihr gerade jetzt ? (JAZZ)

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crim63
Inventar
#24226 erstellt: 03. Mrz 2026, 23:30
Hallo !

Ich hab mal das Charles-Mingus-Cover " Goodbye Porky Pie Hat " von Jeff Beck angehört. Vielleicht kann er gut Gitarre spielen,
aber da gefällt mir die Coverversion von Joni Mitchell wesentlich besser.

Gruß Maik
Trovesi
Stammgast
#24227 erstellt: 04. Mrz 2026, 19:51
Jetzt ist sie drin:

Julia Kadel - Kaskaden (MPS, 2019)

Hartes Brot! --- Ich wollte nebenbei etwas arbeiten. Aber das läßt die Musik irgendwie nicht zu! :-) Es ist aber gut.

Leider bin ich gerade etwas eingeschränkt. Mein Meridian zerkratzt manchmal CDs und springt bei sehr langen. Deshalb wurde der Tascam CD-200 "eingewechselt". Der klingt aber etwas "verklemmter". Das macht die Scheibe auch nicht einfacher...

@Highente: Petrucciani ist eine Idee...


[Beitrag von Trovesi am 04. Mrz 2026, 19:51 bearbeitet]
Trovesi
Stammgast
#24228 erstellt: 04. Mrz 2026, 20:17
Nun denn:

Michel Petrucciani - Live in Germany (Dreyfus Jazz, 1998)

Es ist wirklich schade, daß dieser Mann uns nicht mehr feine Musik bescheren konnte!

Die Scheibe klingt erwas "dünn". Ich glaube nicht, daß das an meinem "Ersatzspieler" liegt.
arnaoutchot
Moderator
#24229 erstellt: 04. Mrz 2026, 20:39

crim63 (Beitrag #24226) schrieb:
Ich hab mal das Charles-Mingus-Cover " Goodbye Porky Pie Hat " von Jeff Beck angehört. Vielleicht kann er gut Gitarre spielen, aber da gefällt mir die Coverversion von Joni Mitchell wesentlich besser. Gruß Maik


Nun, generell würde ich sagen, dass sich jeder Musiker auf schwieriges Eis begibt, wenn er dieses Stück covert. Das ist so voll mit Anspielungen und Details, die dann oft verlorengehen. Das Original von 1959 ist unübertroffen !

Hier Patricia Barber and no end: Companion - Impex 24k Gold CD Japan 1999/2021. Ich habe die MFSL SACD rechts im Bild, jetzt kam noch die Impex CD mit dem Bernie Grundman Mastering links dazu. Ich habe es noch nicht verglichen, aber die Impex CD ist klanglich auf jeden Fall schon mal nicht schlecht. Erstaunlicherweise enthält ungewöhnlicherweise die MFSL noch einen Bonustrack (You Are the Sunshine), den die Impex weglässt .... Beide haben aber den Mörder-Track Black Magic Woman !



[Beitrag von arnaoutchot am 04. Mrz 2026, 20:39 bearbeitet]
Trovesi
Stammgast
#24230 erstellt: 04. Mrz 2026, 21:24
Hier ist sooft von Patricia Barber zu lesen und ich habe nicht eine Platten von ihr! --- Ich glaube, daß ich das ändern sollte! :-)

Wo ich gerade bei "P" bin:

Jeremy Pelt - Jeremy Pelt the Artist (High Note, 2019)

Fein! --- Aber nicht ganz einfach.
arnaoutchot
Moderator
#24231 erstellt: 04. Mrz 2026, 21:28
@Barber: Wenn ich Dich musikalisch richtig einschätze, dann ja ! Ich habe einige normale CDs aussortiert in den letzten Wochen, hättste mal was gesagt ! Auch eine LP-Box wird gehen, da gibt es aber schon einen Anwärter !
crim63
Inventar
#24232 erstellt: 04. Mrz 2026, 23:59
Oh Yes.....
Mr._Lovegrove
Inventar
#24233 erstellt: 05. Mrz 2026, 08:01
Eure Konversation um die Barber habe ich mit Interesse gelesen. Ich habe die "Café Blue" als original Premonition CD. Die FIM und die Unmastered liegen als Dateien vor. "Verse" habe ich auch auf CD. Da ich aber keinen Gesangsjazz mehr höre, muss ich mich hier auch nicht entscheiden. .
Hier wärmt Lee Morgan diesen frühen Morgen auf:

Lee Morgan
Caramba!
Blue Note, 1968

Bass – Reggie Workman
Drums – Billy Higgins
Piano – Cedar Walton
Tenor Saxophone – Bennie Maupin
Trumpet – Lee Morgan

Eine Blue Note aus der Post-Alfred Lion Zeit, die aber ganz ausgezeichnet ist. Und erstaunlicherweise fährt Morgan grundätzlich hier immer noch in Fahrwassern des Hardbop, aber seine Mitstreiter bringen die Moderne mit und so treffen zwei Welten aufeinander ohne das sie kollidieren. Nein, es funktioniert perfekt. Die Truppe spielt relaxt auf, die Grundpuls ist genehm, aber gespannt. Bennie Maupin mal am Tenor zu hören, ist dann auch noch ein echter Bonus, man kennt ihn ja sonst von der Bassklarinette. Eine echt schöne Scheibe mit einem echt schlimmen Cover.


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 05. Mrz 2026, 08:01 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#24234 erstellt: 05. Mrz 2026, 17:44
Hier meine erste CD mit Copyright 2026: Isabelle Bodenseh - Dignity - GLM 2026. Bodenseh ist eine deutsch-französische Flötistin, die mit ihrem Quartett (org/g/dr) eine zwischen Jazz und Klassik schwebende Musik macht. Schön zu hören, v.a. wenn sie an der Bass-Flöte ist. Wurde wohl mit LP-Laufzeit von 40 Minuten im Blick produziert, die CD ist auch nicht länger.

Mr._Lovegrove
Inventar
#24235 erstellt: 07. Mrz 2026, 10:24
Es geht doch nix über schönen Hardbop am Morgen:

Junior Cook Quintet
Junior's Cookin

Bass – Gene Taylor
Drums – Roy Brooks
Piano – Dolo Coker (Titel: 4 to 6), Ronnie Mathews (Titel: 1 to 3, 7)
Tenor Saxophone – Junior Cook
Trumpet – Blue Mitchell

Hier hören wir neben einem famos aufspielenden Cook als Leader den großartigen Blue Mitchell, einem der unterbewerteten Trompeter, der zudem viel zu früh verstorben ist.
Highente
Inventar
#24236 erstellt: 07. Mrz 2026, 10:26

arnaoutchot (Beitrag #24229) schrieb:
Hier Patricia Barber and no end: Companion


Liegt bei mir gerade als "normale" CD im Player

Edit: arnaoutchot. Bitte Vollzitate vermeiden.


[Beitrag von arnaoutchot am 07. Mrz 2026, 11:25 bearbeitet]
ardina
Inventar
#24237 erstellt: 07. Mrz 2026, 13:09
Moin,

Letztens hatte Trovesi ja schon diese Platte gespielt, uns leider aber wieder das Cover vorenthalten. Ich muss das nochmal zeigen, dass ist so lächerlich und schlecht. Gut, ich konnte noch nie auf derartige traditionelle Kleidung und diese Schwarzwald-Hüte fand ich schon immer hässlich.

Wie ihr merkt, hat es eine Zeitlang gedauert, bis ich mich überwinden konnte die Platte zu hören. Leider ist mMn die Musik genauso bieder und langweilig wie das Cover.

Dieter Ilg – Motherland, 2025


Highente
Inventar
#24238 erstellt: 07. Mrz 2026, 14:22
amazon.de

Queen Latifah mit ihren Dana Owens Album. Ihr erstes Album das in Richtung Jazz geht. Danach ist ja noch Traveling Lights erschienen. Ich habe das heute gebraucht bekommen und die ersten Eindrücke sind positiv.
Trovesi
Stammgast
#24239 erstellt: 07. Mrz 2026, 21:46
Nachdem ich den 75sten von Walter Trout und den 80sten von David Gilmour gefeiert habe, bin ich jetzt wieder in unserem Genre. Zunächst mit:

Passport - Iguacu (Atlantic, 1977)

Tja, Jazzrock halt. Ich fand es damals besser als heute. Beim Titelstück drehen sie richtig auf. Curt Cress am Schlagzeug und Wolfgang Schmid am Baß mach schon was her. --- Über Doldinger brauche ich Euch ja nichts zu erzählen.
Mr._Lovegrove
Inventar
#24240 erstellt: 08. Mrz 2026, 09:41
"Iguacu" ist neben "Ataraxia" ja auch die stärkste Scheibe von Passport in meinen Augen. Obwohl Doldinger bis einschließlich diesen beiden Platten auch nur wirklich gutes Material abgeliefert hat. Ich persönlich finden den glatteren Sound der 80er Jahre Passports ja sehr schön, aber objektiver betrachtet sind diese Veröffentlichungen lange nicht mehr so spannend und britzelnd.

Hier läuft mit großer Ausnahme mal eine Compilation (von Festplatte), aber die hat es wirklich in sich:

Daniel Humair
Surrounded 64/87

Diese Sampler des Flat & Sharp Label bietet einen spannenden Überblick über sehr verschiedene Stationen des französischen Drummers belegt mit Liveaufnahmen aus verschiedenen Locations. Hier kann man mal auf einer CD hören, wie verschiedenartig moderner Jazz klingen kann und wie er sich in knap zweieinhalb Jahrzehnten entwickelt hat.
Valentino_II
Stammgast
#24241 erstellt: 08. Mrz 2026, 10:23

Trovesi (Beitrag #24239) schrieb:
Tja, Jazzrock halt. Ich fand es damals besser als heute.

Das geht mir mit sehr vielen Jazz Rock Alben so, einmal kurz reingehört und schon kommt Langeweile auf.
Deswegen bin ich immer mehr zum Jazz gekommen. Die Musik ist für mich irgendwie zeitloser und interessanter.

Hier läuft z.B. wieder eine sehr abwechslungsreiche Platte

Brandi Disterheft „Gratitude“
Justin Time Records ©2012

Erdiger Blues „Blues for Nelson Mandela“, Be Bop „Mizmatha“, langsame klassische Einlage „Gratitude“, …..usw.

Hut ab, Frau Disterheft ...und tolle Mitspieler!!

Double Bass, Vocals – Brandi Disterheft
Alto Saxophone – Vincent Herring
Alto Flute, Bass Flute – Anne Drummond
Trumpet – Sean Jones
Piano – Renee Rosnes
Drums – Gregory Hutchinson



[Beitrag von Valentino_II am 08. Mrz 2026, 10:24 bearbeitet]
Trovesi
Stammgast
#24242 erstellt: 08. Mrz 2026, 11:11
Doldingers "Ataraxia" (Atlantic, 1978) habe ich im Anschluß gehört. Das ist mir heute etwas zu "elektronisch". Aber so ein alter analoger Synthesizer klingt in meinen Ohren angenehmer als die modernen Instrumente.

Auch der Musik-Geschmack ändert sich.
Beaufighter
Inventar
#24243 erstellt: 08. Mrz 2026, 11:14
Moin,

ich höre nun....




That Bad Eartha - Eartha Kitt
arnaoutchot
Moderator
#24244 erstellt: 08. Mrz 2026, 12:59
Hier Atzko Kohashi - Soul Eyes - Sound Liaison 2014. Introvertierter Piano-Solo-Jazz dieser japanischen Pianistin. Das Titelstück ist von Mal Waldron, sie hat auch Monk, Shorter, Jobim etc. im Programm. Fein ziselierte Musik wie ein japanisches Aquarell, schön.

arnaoutchot
Moderator
#24245 erstellt: 08. Mrz 2026, 13:54

ardina (Beitrag #24237) schrieb:
Dieter Ilg – Motherland, 2025 ... Leider ist mMn die Musik genauso bieder und langweilig wie das Cover.


Das musste ich jetzt doch mal hörend überprüfen. Ich kann Deine harsche Kritik nicht nachvollziehen. Ich finde die Platte - auch im Vergleich mit den anderen Platten des Trios - ausserordentlich gelungen. Gut, das Getute von Brönner braucht man nicht unbedingt, aber selbst die Schwarzwaldfahrt ist witzig. Und auch das Cover ! Ilg hat wenigstens Humor, ein Wesenszug der vielen Jazzern leider abgeht. Ilg halte ich für einen der besten Bassisten in Deutschland, und daran tut die Platte keinen Abbruch.
ardina
Inventar
#24246 erstellt: 08. Mrz 2026, 14:09

arnaoutchot (Beitrag #24245) schrieb:


Das musste ich jetzt doch mal hörend überprüfen. Ich kann Deine harsche Kritik nicht nachvollziehen.
...


Bei mir ist das „Gefallen“ und „Nicht-Gefallen“ immer sehr stark von der eigenen Stimmung abhängig. Ich habe die Platte jetzt genau zweimal gehört, einmal nach dem Kauf und das zweite mal gestern. Das kam in beiden Fällen bei mir nicht an.

Die musikalischen Fähigkeiten von Ilg sind unbestritten und da habe ich auch noch weitere Beispiele. Werde es auch mit der Platte nochmal versuchen. Natürlich habe ich den Humor von Ilg bei dem Cover verstanden, aber diese Hüte sind auch wieder so eine persönliche Sache bei mir …

Valentino_II
Stammgast
#24247 erstellt: 08. Mrz 2026, 14:18
Also bei mir kommt der Humor auf dem Cover nicht an. Was ich bisher aus dem Album gehört habe, finde ich dagegen sehr okay.
Und wenn ich eins hier gelernt habe: "Don´t judge a record by it´s cover".

Btw.: Der arme Till, der hat hier aber einen schweren Stand.
ardina
Inventar
#24249 erstellt: 08. Mrz 2026, 14:33
Super Platte mit auch gut einfühlsamen Brönner

Till Brönner, Dieter Ilg – Nightfall



arnaoutchot
Moderator
#24250 erstellt: 08. Mrz 2026, 21:30

Valentino_II (Beitrag #24247) schrieb:
Btw.: Der arme Till, der hat hier aber einen schweren Stand. :D


Tja, dann muss er halt mal gescheite Musik machen und nicht so was wie sein kürzliches Italia-Geschmalze , dann wird er hier auch positiv erwähnt. Können täte er es ... Daumen hoch zu der Ilg/Brönner, die war gut. Hab ich auch. 👍
Trovesi
Stammgast
#24251 erstellt: 08. Mrz 2026, 21:53
Die Platte finde ich auch sehr gut. Das ist ein schönes "Zwiegespräch".
Mr._Lovegrove
Inventar
#24252 erstellt: 09. Mrz 2026, 08:13
Ich bashe ja nie irgendeinen Musiker. Till Brönner ist neben KJ der einzige, bei dem ich das mache. Selten hat jemand sein Talent durchgängig immer wieder so achtlos weggeworfen, wie der gute Till. Ich kenne keine einzige auch nur gute Scheibe von ihm. "Oceana" ist noch unterhaltsam, aber seit seinem schrecklichen Debüt ist der Rest zum Vergessen. Und dann singt er immerzu und hält sich für eine Art deutschen Chet Baker...
Nur die Platte mit Ilg, die hat meinen Respekt. Die passt und zeigt, was der Brönner denn so kann.
Valentino_II
Stammgast
#24253 erstellt: 09. Mrz 2026, 09:51

Mr._Lovegrove (Beitrag #24252) schrieb:
Selten hat jemand sein Talent durchgängig immer wieder so achtlos weggeworfen, wie der gute Till. Ich kenne keine einzige auch nur gute Scheibe von ihm. "Oceana" ist noch unterhaltsam, aber seit seinem schrecklichen Debüt ist der Rest zum Vergessen. Und dann singt er immerzu und hält sich für eine Art deutschen Chet Baker...

Ja, das sehe ich ganz genau so. Die "Oceana" und "Rio" habe ich wegen Belanglosigkeit schnell wieder verkauft.
Gestern nach dem Hinweis von arnaoutchot mal in "Italia" reingehört. Tja, Tiefpunkt. Da läuft bei meinem Friseur interessantere Musik.
Aber scheinbar hat der Till Spaß daran und es entspricht seiner Mentalität.
ardina
Inventar
#24254 erstellt: 09. Mrz 2026, 11:44
Ihr vergesst dabei die Kundschaft, scheinbar ist Herr Brönner recht erfolgreich. Jetzt könnte man sagen die Mehrheit der Bevölkerung hört einfach schlechte Musik, aber wer will das beurteilen? Das nehme ich aus meiner Position eigentlich schon immer so war, wir sind halt unterschiedlich von den Konditionierungen und Empfindungen.

Valentino_II
Stammgast
#24255 erstellt: 09. Mrz 2026, 14:18

ardina (Beitrag #24254) schrieb:
Ihr vergesst dabei die Kundschaft, scheinbar ist Herr Brönner recht erfolgreich.

Das hat der Till eigentlich nicht mehr nötig, jedenfalls nicht aus finanzieller Sicht.

Dann ginge es wohl eher um Popularität und das wäre aus meiner Sicht ein kläglicheres Motiv. Er hat das Können, die Mittel und beste Musiker-Connection.
Deshalb habe ich ihm mal wohlwollend unterstellt, daß er evtl. auf diesen Schmonz steht und Spaß daran hat.
Wahrscheinlich spielt beides eine Rolle, sonst würde er das Mikrofon ganz schnell weglegen.

Btw.. Ich tu mich schwer damit, Musik in "gut und schlecht" zu kategorisieren.
Hier geht es eher um den Anspruch an sich selbst.
Trovesi
Stammgast
#24256 erstellt: 09. Mrz 2026, 14:44

Valentino_II (Beitrag #24253) schrieb:
Da läuft bei meinem Friseur interessantere Musik.


Dann brauche ich hier ja nicht mehr zu fragen, ob ich mir "Italia" anhören sollte. Mich hat der Titel ja schon abgeschreckt. :-)
raindancer
Inventar
#24257 erstellt: 09. Mrz 2026, 15:56
Brönner kann auch anders: Ein Sa im August, open air in einer in-location mit allen wichtigen Leut und deren Adabeis im Publikum, alles erwartet offenbar die Seifenwerbungslala und dann spielt er maximal 4 Takte schön und danach wird frei improvisisert. Neben uns wird was von Katzenmusik geflüstert, wir geniessen es.

Sehts mal so: Mit dieser Seichtheit bringt er neue Hörer zum Jazz, die die Sparte gut gebrauchen kann, im Gegensatz zu Klassik sehe ich kaum Leut < 40 bei Konzerten, 90% sind 55+.
ardina
Inventar
#24258 erstellt: 09. Mrz 2026, 16:32
Ich denke mal die meisten hier wissen das Brönner ein guter Trompeter ist und auch ganz anders kann. Er biedert sich halt an den Massengeschmack an und hält das für opportun.

Wann immer etwas freierer Jazz gespielt wird, oder Prog-Rock, oder verschiedene Metall-Sparten, da quatscht die Masse, oder soll ich Muggels sagen, immer von Katzenmusik. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Zuhörer auch beim Jazz haben möchte, die sind dann in der Mehrheit und dann ist es nicht mehr weit mit KI-produziertem Jazz.

Da bin ich lieber ein Außenseiter und empfinde es als Auszeichnung wenn die Muggels da den Kopf schütteln.

#Gourmet
Stammgast
#24259 erstellt: 09. Mrz 2026, 17:04
Ich kannte Til Brömmer bis dato nicht. Ich habe mir einige Songs auf YT angehört. Nach jeweils paar Sekunden weggeklickt… grauenhaft.
Trovesi
Stammgast
#24260 erstellt: 09. Mrz 2026, 17:09
[quote="raindancer (Beitrag #24257)"]Sehts mal so: Mit dieser Seichtheit bringt er neue Hörer zum Jazz[\quote]

Stimmt! Und mir schadet es ja nicht. Ich muß es ja nicht hören. :-)

Ich war ja beim Jazz-Rock:

Billy Cobham - Spectrum (Atlantic Jazz, 1973)

Die "Mutter aller Jazz-Rock-Platten" --- Jedenfalls für mich. Wahrscheinlich weil das die erste Jazz-Rock-Platte war, die ich mir als Jugendlicher gekauft habe. Es ist auch eine der wenigen Platten, die ich mir später auch als CD gekauft habe.

Sie gefällt mir immer noch gut. Sogar die Synthesizer (Jan Hammer)! Am Baß Ron Carter oder Lee Sklar und Gitarre spielt Tommy Bolin. Das paßt eh!


[Beitrag von Trovesi am 09. Mrz 2026, 17:12 bearbeitet]
ardina
Inventar
#24261 erstellt: 09. Mrz 2026, 17:17

#Gourmet (Beitrag #24259) schrieb:
Ich kannte Til Brömmer bis dato nicht. Ich habe mir einige Songs auf YT angehört. Nach jeweils paar Sekunden weggeklickt… grauenhaft.


Till Brönner, Professor an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden

Im April 2016 wurde Till Brönner als einziger Jazzkünstler aus dem deutschsprachigen Raum von US-Präsident Barack Obama ins Weiße Haus eingeladen.

Manchmal muss man sich auch ernsthaft für Musik interessieren Claus.

ardina
Inventar
#24262 erstellt: 09. Mrz 2026, 19:25

Trovesi (Beitrag #24260) schrieb:


Ich war ja beim Jazz-Rock:

Billy Cobham - Spectrum (Atlantic Jazz, 1973)

Die "Mutter aller Jazz-Rock-Platten" --- Jedenfalls für mich. Wahrscheinlich weil das die erste Jazz-Rock-Platte war, die ich mir als Jugendlicher gekauft habe.
...


Wenn man dieses Prädikat vergeben möchte wären dann doch wohl z.B.
Don Ellis’ Electric Bath (1967) oder Larry Coryells The Free Spirits: Out of Sight and Sound (1967). Miles Davis’ In a Silent Way (1969) und Bitches Brew (1970)
Und da gibt es sogar Beteiligungen von Billy Cobham

#Gourmet
Stammgast
#24263 erstellt: 09. Mrz 2026, 19:42

Trovesi (Beitrag #24260) schrieb:

Billy Cobham - Spectrum (Atlantic Jazz, 1973)

Die "Mutter aller Jazz-Rock-Platten" --- Jedenfalls für mich. Wahrscheinlich weil das die erste Jazz-Rock-Platte war, die ich mir als Jugendlicher gekauft habe.


Die Mutter aller Jazz-Rock-Alben ist für mich Bitches Brew.

Spectrum ist aber auch nicht schlecht, genauso wenig Heavy Weather oder The Inner Mounting Flame.
Highente
Inventar
#24264 erstellt: 09. Mrz 2026, 20:06
amazon.de

Dark Side Of The Moon mal anders. Hier von Nguyen Le mit der NDR Bigband


[Beitrag von Highente am 09. Mrz 2026, 20:07 bearbeitet]
Valentino_II
Stammgast
#24265 erstellt: 09. Mrz 2026, 20:15
Müßte ich "Die Mutter aller Jazz Rock Platten" wählen, wäre es auch "Spectrum" von Billy Cobham.
Selten hat für mich ein Album so eine Punktlandung hingelegt, was die Fusion betrifft.

jpc.de


[Beitrag von Valentino_II am 09. Mrz 2026, 20:19 bearbeitet]
Trovesi
Stammgast
#24266 erstellt: 09. Mrz 2026, 22:04
Etwas Zeit war heute Abend noch für:

Passport - Oceanliner (Atlantic, 1980)

und:

Passport - Blue Tattoo (Atlantic, 1981)

Ziemlich viel Synthesizer. Aber gut hörbar.
Mr._Lovegrove
Inventar
#24267 erstellt: 10. Mrz 2026, 08:18

ardina (Beitrag #24262) schrieb:

Wenn man dieses Prädikat vergeben möchte wären dann doch wohl z.B.
Don Ellis’ Electric Bath (1967) oder Larry Coryells The Free Spirits: Out of Sight and Sound (1967). Miles Davis’ In a Silent Way (1969) und Bitches Brew (1970)

Und wer die diskographische Geschichte des Jazzrock genau kennenlernen möchte, einige Mitglieder dieses Forums haben die in diesem Thread ziemlich ausführlich dargelegt:
Der Jazzrock – Fusionen, Helden, Platten (eine Geschichte)
Nach meinen Nachforschungen für diesen Thread bin ich eher bei Larry Coryell als geistigen Hauptvater der Idee Jazz und Rock zu mixen, aber "In A Silent Way" und "Bitches Brew" waren sicher der große Haupteinschlag für viele Musiker und Hörer.
Trovesi
Stammgast
#24268 erstellt: 12. Mrz 2026, 17:48
Schön, daß man hier immer wieder Anregungen bekommt:

Don Ellis Orchestra - Electric Bath (Columbia, 1967)

Ganz viele Leute machen Musik von eingängig bis sperrig.
Mr._Lovegrove
Inventar
#24269 erstellt: 12. Mrz 2026, 21:41
Aber Ellis zählte ja auch zu den intelligentesten Köpfen des Jazz, der Taktarten auf den Tisch brachte, die viele Musiker nicht ordentlich schlagen können.
Hier fand sich gestern eine CD ein, die wesentlich leichter ist, als die Don Ellis, dabei aber mindestens unterhaltsamer:

Henry Mancini
Combo!
1962

Der Grossmeister der jazzigen Filmmusik der 1960er, Henry Mancini, engagierte hier ein Dutzend großartiger Musiker, um ein Dutzend großartiger Stücke zu spielen, darunter eine sehr geschmackvolle und fast entspannte Version von „Moanin'“. Aber das wirklich Tolle an dieser Platte ist der stilistische Cocktail, den er mixt. Es ist eine delikate und spritzige Mischung aus klassischem Swing, Westcoast Sounds, Easy Listening und einer extra großen Portion des Mancini-Sounds, den man aus seinen berühmten Soundtracks dieser Zeit kennt. Den extra Kick dann liefert Johnny Williams mit äußerst delikaten und groovigen Sounds auf dem Cembalo (!).
Das ist eine ebenso überraschende wie brillante Platte!
Highente
Inventar
#24270 erstellt: 13. Mrz 2026, 11:23
amazon.de

Auf der CD sind die Alben Jazz Samba und Jazz Samba Encore vereint. Einfach schöne Musik zum entspannen.
Trovesi
Stammgast
#24271 erstellt: 13. Mrz 2026, 12:55
Ich habe gestern noch

Billy Cobham - Spectrum (Wounded Bird, 1974)

Die gehört auch zu meinen Lieblings-Jazz-Rock-Platten.

Wo ich schon mal bei Meister Cobham war, habe ich den Abend mit

Deodato - Prelude (CTI, 1972)

beendet. "Also sprach Zarathustra" ist schon beeindruckend!


[Beitrag von Trovesi am 13. Mrz 2026, 12:55 bearbeitet]
Beaufighter
Inventar
#24272 erstellt: 13. Mrz 2026, 16:36
Moin,

@Mr._Lovegrove: Boa, ich finde den Sound von Henri Mancini fantastisch. Jetzt wird erst mal gestreamt und dann sofort bestellt.


[Beitrag von Beaufighter am 13. Mrz 2026, 16:46 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#24273 erstellt: 14. Mrz 2026, 20:53

Mr._Lovegrove (Beitrag #24269) schrieb:
Henry Mancini - Combo! ... Das ist eine ebenso überraschende wie brillante Platte!


Habe mir das heute früh mal zugeführt. Hatari finde ich zB eine sehr gelungene Filmmusik. Aber die o.g. Platte fand ich schauderhaft ! Das ist - wenn überhaupt - Zuckerguss-Jazz ... Bobby Timmons dürfte sich als Komponist von Moanin' noch heute im Grabe drehen

Hier mehr the real thing: Modern Jazz Quartet - The Last Concert - Rhino Quadio Quadro 1975/2026. Das (vorerst) letzte Konzert des MJQ, Anfang der 1980er hatten sie sich aber schon wieder reformiert ... Ein inhaltlich sehr pointierter Abschied damals mit vielen Hits. Klanglich erste Sahne, v.a. im Original-Quadro-Mix, der für eine Live-Aufnahme extrem direkt abgenommen ist. Für mich ist das eine der elegantesten Combos im Jazz ... superb !

crim63
Inventar
#24274 erstellt: 14. Mrz 2026, 23:17
Hallo !

Ich muß noch mal kurz zu Patricia Barber kommen, hoffe Euch nicht zu sehr zu langweilen.
Da ich ja nun in kurzer Zeit gleich 3 Alben von PB bekommen habe will ich Euch mal meinen Eindruck schildern. Die Cafe Blue und die Clique
habe ich auf Vinyl, von Impex bzw. MFSL. Das Companion Album habe ich als Zugabe zur Cafe Blue als Rip der UDSACD erhalten.
Der Sound ist bei allen 3 Alben sehr sehr gut. Ich kenne keine anderen Abmischungen, so sind diese meine Favoriten.
Bei der Art der Barber'schen Musik kann ich aber durchaus Abstufungen machen. Auf Platz 1 ist die Cafe Blue von 1994,
den 2. Rang belegt für mich die Companion von 1999. Dann kommt eine ganze Weile nichts und dann die 2021er Clique !



Gruß Maik
Mr._Lovegrove
Inventar
#24275 erstellt: 15. Mrz 2026, 11:16
Kurzes Intermezzo abseits von Tronträgern. Gestern war endlich mal wieder Livemusik angesagt. Und wenn Al Di Meola kommt, bin ich sofort zur Stelle. Gestern war es dann so weit. Und wie 2024 schon kam er zusammen mit dem großartigen Peo Alfonsi an der zweiten Gitarre und dem brillanten Percussionisten Sergio Martinez auf die Bühne und dieses Mal waren die drei spielerisch noch enger zusammengerückt, hatten noch mehr Lust, spielten noch mehr als ein synergetisches Trio auf und ließen den Saal als eine feurige Einheit beben.
Al hatte ein wunderbares Programm aus alten und neuen Stücken, aus Bekanntem und einigen Raritäten sowie ein tolles Beatles- Medley im Gepäck. Ein weiteres Highlight für mich war seine Hommage an den just verstorbenen Ralph Towner, den er mit dessen Meisterwerk "Beneath an evening sky" ehrte. Zum Schluß gab es eine dieses Mal wirklich ekstatische Version von "Mediterreanen Sundance", mit der er das Publikum unter frenetischem Jubel entließ. Irre!
Und zur Freude aller Fans gab Al danach noch eine Autogrammstunde, auf der auch ich meine Schätze signieren ließ.
crim63
Inventar
#24276 erstellt: 15. Mrz 2026, 12:10
Hallo !

Danke für diesen Bericht, super....... Da wäre ich auch mitgekommen.
Al Di ist und bleibt einer der Größten.

Gruß Maik
arnaoutchot
Moderator
#24277 erstellt: 15. Mrz 2026, 13:40
Vielleicht nur so als Idee, weil sich Maik mit Frau Barber beschäftigt und mir die Platte gerade mal wieder unterkam: Lizz Wright - Salt - Verve 2003. Anspieltipp: Afro Blue. Lizz Wright ist schwärzer und souliger als PB, aber von der Idee ist es ähnlich. Leider mW keine Vinylpressung davon, erst den ebenso empfehlenswerten Nachfolger Dreaming Wide Awake (2005) legte Verve vor kurzem nochmals auf Vinyl auf.

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Was seht und hört Ihr gerade jetzt? JazzDVDs
ugoria am 29.01.2005  –  Letzte Antwort am 21.05.2005  –  22 Beiträge
Was hört Ihr gerade jetzt? (Blues !)
Detektordeibel am 20.11.2009  –  Letzte Antwort am 03.09.2024  –  912 Beiträge
Was hört Ihr gerade jetzt? (Jazzrock&FUSION)
Detektordeibel am 15.12.2012  –  Letzte Antwort am 20.07.2013  –  15 Beiträge
.worüber hört Ihr eigentlich.
*papamann* am 13.08.2010  –  Letzte Antwort am 05.09.2010  –  6 Beiträge
Eure Live Jazz Erfahrungen
LyleFinster am 27.02.2005  –  Letzte Antwort am 20.03.2005  –  15 Beiträge
Blues goes round - Welchen Blues hört/fühlt Ihr gerade?
Fugazi3 am 21.11.2004  –  Letzte Antwort am 21.01.2008  –  198 Beiträge
Was haltet Ihr von Jazz und Lyrik, Dichtung und Jazz?
Torquato am 12.12.2004  –  Letzte Antwort am 19.12.2004  –  8 Beiträge
Suche guten Jazz
Eskrima am 12.10.2012  –  Letzte Antwort am 31.10.2012  –  8 Beiträge

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