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Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)

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Beitrag
Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24478 erstellt: 26. Dez 2020, 14:46

Hüb' (Beitrag #24476) schrieb:
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Symphonie Nr. 9
Katerina Beranova, Lilli Paasikivi, Robert Dean Smith, Hanno Müller-Brachmann, Gewandhaus Chor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig, Riccardo Chailly[/b]
CD, Decca, DDD, 2009


Riccardo Chailly hat für mich immer irgendwas zu sagen.
Seine Tempi sind manchmal etwas, ehmm...Geschmacksache (z. B. Bach "Matthäus-Passion" Leipzig / Mahler Zyklus Amsterdam).

Trotzdem, ein Dirigent der nie einfach was "runter dirigiert".
Bin mir auch ganz sicher, dass er sich stets ausführliche Gedanken über die ihm vorliegende Partitur macht.

Ein Großer seit Jahren!


[Beitrag von Pétrouchka am 26. Dez 2020, 14:48 bearbeitet]
Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24479 erstellt: 26. Dez 2020, 15:23
...und jetzt noch etwas Ballettmusik aus Bayern.

Richard Strauss (1864-1949)
Josephs Legende, Op.63
Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra
Hiroshi Wakasugi
1987

81QYczGZDDL._SX522_
Hörstoff
Inventar
#24480 erstellt: 26. Dez 2020, 16:53
Felix Weingartner, 7. Sinfonie. Sinfonieorchester Basel/Marko Letonja, Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn.
Rezension


[Beitrag von Hörstoff am 26. Dez 2020, 16:53 bearbeitet]
Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24481 erstellt: 26. Dez 2020, 16:57
Eine tolle Michael Gielen Edition ist da dem SWR gelungen. Viel Bekanntes, aber auch viele Erstveröffentlichungen.

Béla Bartók (1881-1945)
Tanz-Suite für Orchester Sz.77*
Konzert für Klavier und Orchester Nr.2 Sz.95**
Der wunderbare Mandarin Op.19 Sz.73***

*Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken
**Robert Leonardy, piano
**Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken
***Anton-Webern-Chor Freiburg
***SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
Michael Gielen
*1967/**1973/***2007

Aus dieser kleinen Schachtel / CD3
amazon.de
Agon
Stammgast
#24482 erstellt: 26. Dez 2020, 18:24
Debussys La mer mit Giulini und dem Philharmonia Orchestra ist eine der besten Aufnahmen überhaupt (neben Fritz Reiner/CSO).

Wahrhaftig eine der großen Aufnahmen des Jahrhunderts:

amazon.de

Gruß,

Agon

Hörstoff
Inventar
#24483 erstellt: 26. Dez 2020, 19:01
Felix Weingartner, 6. Sinfonie. Sinfonieorchester Basel/Marko Letonja.
Rezension
Agon
Stammgast
#24484 erstellt: 26. Dez 2020, 19:29
Anton Bruckner:

Sinfonie Nr. 7 E-Dur

Berliner Philharmoniker,

Carlo Maria Giulini, Ltg.

(Testament/RBB, 05.03.1985, live, Philharmonie, Berlin)

jpc.de
Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24485 erstellt: 26. Dez 2020, 19:33

Agon (Beitrag #24482) schrieb:
Debussys La mer mit Giulini und dem Philharmonia Orchestra ist eine der besten Aufnahmen überhaupt (neben Fritz Reiner/CSO).

Wahrhaftig eine der großen Aufnahmen des Jahrhunderts:


Allerdings!

Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24486 erstellt: 26. Dez 2020, 19:50
...und nun ein Bühnenspiel von Kurt Weill!

Kurt Weill (1900-1950)
Der Silbersee - Ein Wintermärchen
Soloists
London Sinfonietta Chorus
London Sinfonietta
Markus Stenz
1999

amazon.de

Ich mag diese Art Musik irgendwie .
Hörstoff
Inventar
#24487 erstellt: 26. Dez 2020, 19:58
Felix Weingartner, Aus ernster Zeit und 5. Sinfonie. Sinfonieorchester Basel/Marko Letonja, cpo 2006.

amazon.de
Rezension

Zum Abschluss auch diese Einspielungen. Durchaus interessant, zumal diese - zuletzt - gehörten Aufnahmen des Zyklus sowohl bekannte Melodien als auch über eine musikalische Winterlichkeit hinausreichende Originalität erkennen lassen.

Tonal keine Referenz, aber sehr ordentlich.

In einer ausführlicheren Klassik-CD-Sammlung sollte die erheblich günstigere Gesamteinspielung nicht fehlen. Weingartner hat durchaus auch als Komponist neue Impulse gesetzt.
Hörstoff
Inventar
#24488 erstellt: 26. Dez 2020, 20:53

Hörstoff (Beitrag #24487) schrieb:
Tonal keine Referenz, aber sehr ordentlich.

Zur tonalen und interpretatorischen Referenznähe zähle ich dagegen diese schon einmal zitierte Aufnahme von Kirill Karabits/Bournemouth Symphony Orchestra. Die Sinfonie No. 3 von Avet Rubeni Terterian ist ein echtes kompositorisches Unikat.
Chandos 2019.

amazon.de
Hüb'
Moderator
#24489 erstellt: 26. Dez 2020, 20:57
Mit „tonal“ meinst du die Klangqualität, richtig?
Semantisch gesehen erscheint mir das allerdings falsch.
Hörstoff
Inventar
#24490 erstellt: 26. Dez 2020, 21:11
Du hast recht, ich meine die Klangqualität.
Die Tonalität im Sinne von Tonhöhenbeziehungen ist vorhanden aber - nun ja - gewöhnungsbedürftig, dann aber auch beeindruckend. Atonale Elemente hat Terterian quasi aufrüttelnd auch verwendet.


[Beitrag von Hörstoff am 26. Dez 2020, 21:12 bearbeitet]
klutzkopp
Inventar
#24491 erstellt: 26. Dez 2020, 21:25
Hier läuft Brahms #3 aus der „kleinen“ Giulini/Wien-Box

jpc.de

Giulini ist ähnlich langsam unterwegs wie Lennie in seiner späteren Aufnahme mit den Wienern, aber im Gegensatz dazu überschreitet er niemals die Grenze zum kitschigen.

Ist das trotzdem zu opulent, zu „schön“? Mag sein. Ich finde es großartig und eine willkommene Abwechslung zu den strafferen, strengeren Versionen.

Der Klang der Liveaufnahme ist erstklassig.


[Beitrag von klutzkopp am 26. Dez 2020, 21:26 bearbeitet]
WolfgangZ
Inventar
#24492 erstellt: 26. Dez 2020, 21:30

Hüb' (Beitrag #24489) schrieb:
Mit „tonal“ meinst du die Klangqualität, richtig?
Semantisch gesehen erscheint mir das allerdings falsch.
:prost


Vielleicht tonlich - wobei mir das auch nicht gefällt - oder eben einfach klanglich bzw. eine Phrase mit Klangqualität.

Wolfgang
Hüb'
Moderator
#24493 erstellt: 26. Dez 2020, 21:39
Tunlichst nicht tonlich.
Dat kennt nich ma der Duden...


[Beitrag von Hüb' am 26. Dez 2020, 21:48 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#24494 erstellt: 26. Dez 2020, 21:45
Seufz, tonal klingt so passend - ist es aber wirklich nicht.

Die benannte SACD ist gewöhnungsbedürftig, einzigartig, klanglich herausragend und: eine klare Empfehlung. Meiner Meinung nach jedenfalls.

Hörstoff (Beitrag #24488) schrieb:
Zur tonalen und interpretatorischen Referenznähe zähle ich dagegen diese schon einmal zitierte Aufnahme von Kirill Karabits/Bournemouth Symphony Orchestra.

Ups, hatten wir hier im Thread wohl doch noch nicht.


[Beitrag von Hörstoff am 26. Dez 2020, 21:48 bearbeitet]
WolfgangZ
Inventar
#24495 erstellt: 27. Dez 2020, 01:25

Hüb' (Beitrag #24493) schrieb:
Tunlichst nicht tonlich.
Dat kennt nich ma der Duden...
:prost


Stimmt allerdings, weder mein neuerer zur Rechtschreibung noch das Universalwörterbuch, das etwas älter ist und Definitionen enthält.

Im Internet ist tonlich zu finden - aber was ist schon nicht im Internet zu finden ...

Einigen wir uns auf grauslich, nicht als Synonym, aber als Wertung ...

Wolfgang
Hörstoff
Inventar
#24496 erstellt: 27. Dez 2020, 01:36

WolfgangZ (Beitrag #24495) schrieb:
Einigen wir uns auf grauslich, nicht als Synonym, aber als Wertung ...

Wolfgang

Hmmm... hast du schon reingehört?

Ich unterschreibe das so nicht.
WolfgangZ
Inventar
#24497 erstellt: 27. Dez 2020, 02:59

Hörstoff (Beitrag #24496) schrieb:

WolfgangZ (Beitrag #24495) schrieb:
Einigen wir uns auf grauslich, nicht als Synonym, aber als Wertung ...

Wolfgang

Hmmm... hast du schon reingehört?

Ich unterschreibe das so nicht.
:prost


Ernst gemeinte Antwort: Ja, ich kenne die CD mit den beiden Sinfonien von Terterian. Das ist faszinierende Musik. Brutale Musik. Denn man muss, um die Pianissimo-Stellen angemessen wahrzunehmen, durchaus aufdrehen. Die Fortissimo-Stellen haben es dann in sich und gehen an die Eingeweide ...

Aber das gehört für mich schlicht dazu, wobei ich die Sinfonien erst etwa zweimal gehört habe und dann allein zu Haus ...

Den Weingartner kenne ich nicht - nur auf Minimalbasis den Komponistennamen und seine Rolle als Dirigent. Wäre auch noch zu ändern, wie so manches ...

Mit grauslich habe ich ausschließlich das herzige Adjektiv tonlich gemeint, dummerweise sogar zunächst ein fragwürdiger Vorschlag von mir, von dem ich mir hiermit distanziere. Frank Hüb hat da schon Recht. Aber das hast Du doch alles gewusst ...

Wolfgang


[Beitrag von WolfgangZ am 27. Dez 2020, 03:03 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#24498 erstellt: 27. Dez 2020, 10:16
Noch ein Wort zum armenischen Komponisten Terterian (* 29. Juli 1929 in Baku; † 11. Dezember 1994 in Jekaterinburg):

Terterjans Musik ist durch Verzicht auf Themen oder motivische Arbeit in klassischem Sinne sowie Reduktion auf teilweise archaisch wirkende Formeln und Formen gekennzeichnet. Neben Einflüssen armenischer Volksmusik (mit Heranziehung nicht-temperiert gestimmter Volksmusik-Instrumente) werden auch progressive Elemente der „westlichen“ Musik (Dodekaphonie, Aleatorik, Tonbandzuspielungen) eingesetzt.
Wikipedia

klutzkopp
Inventar
#24499 erstellt: 27. Dez 2020, 12:34
Och nö, dann eher nicht.
arnaoutchot
Moderator
#24500 erstellt: 27. Dez 2020, 13:16
Jetzt habt ihr mich neugierig gemacht und ich hab auch in den mir bis dato völlig unbekannten Herrn Terterian und die o.g. Aufnahme reingehört. Hmm, da mag es in Mehrkanal ganz ordentlich rumsen, aber inhaltlich gehört es in die Schublade Musik, mit der ich mich nicht mehr befassen muss. Da höre ich mir lieber nochmals das Ballett Gayane seines Landsmanns an.
WolfgangZ
Inventar
#24501 erstellt: 27. Dez 2020, 14:26
Mehrkanalig höre ich ohnehin nicht - vielleicht wäre dann der Unterschied zwischen pp und ff weniger auffällig, sondern ich habe nur einen SACD-Spieler.

Was oben schon angeklungen sein dürfte in meinem letzten Beitrag: Ich könnte den Terterian nicht jeden Tag hören, auch wenn der Tag deutlich mehr als 24 Stunden hätte. Aber gelegentlich wird das schon noch passieren, denke ich ...

Gayaneh - jawoll, da sollte die Doppel-LP (Tjeknavorian) mal wieder ran, das wäre doch eine Idee für später ...

Wolfgang
Hüb'
Moderator
#24502 erstellt: 27. Dez 2020, 14:42
Ich höre gerade aus dieser 5-CD-Box (nur noch antiquarisch):

jpc.de

Gabriel Faure (1845-1924)
Klavierquartette Nr. 1 und 2
Samson Francois, Quatuor Bernède (1)
Jean-Philippe Collard, Quatuor Parrenin (2)

CD, 1968 (1), 1976 (2), EMI/HMV

Evtl. nun hier enthalten. Die Werke sind wunderbare Kammermusik aber zu den Aufnahmen fälltt es mir schwer, etwas zu sagen. Obwohl in einer Zeit entstanden, in der man bereits sehr gut klingende Aufnahmen tätigte, wirken auf mich insbesondere die Streicher seltsam rauh (und verzerrt.?) Vielleicht ist der Transfer nicht gelungen oder sogar fehlerhaft? Ich werde da gleich noch einmal via KH gegenhören. Die beiden französichen Quartettformationen sind mir noch nie untergekommen. Sollte sich der klangliche Eindruck bestätigen, dann würde ich bei diesen Werken eher die fantastischen (modernen) Einspielungen von Eric Le Sage empfehlen. Vielleicht kann jemand seine Eindrücke beisteuern bzw. hat diese Aufnahmen ebenfalls im Zugriff (oder auch eine andere Ausgabe davon)?
EDIT: Stax sagt, ja, es ist vor allem die Aufnahme des 2. Quatetts mit Collard, deren Streicher nicht gut eingefangen wurden. Sehr schade.

Viele Grüße
Frank


[Beitrag von Hüb' am 27. Dez 2020, 15:13 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#24503 erstellt: 27. Dez 2020, 15:03
Jeff Tyzik/Rochester Philharmonic Orchestra, Jon Nakamatsu (Piano),
George Gershwin: Piano Concerto in F, Rhapsody in Blue, Cuban Overture,
harmonia mundi 2007.





[Beitrag von Hörstoff am 27. Dez 2020, 15:05 bearbeitet]
Agon
Stammgast
#24504 erstellt: 27. Dez 2020, 15:26
Steve Reich (*1936):

Triple Quartet (1998)

Piano Counterpoint (2011)

Different Trains (1988)


The London Steve Reich Ensemble,

Kevin Griffiths, Ltg.


(Warner, 6/2011, KKL, Luzern, Schweiz)

61hLTm8ElNL._SL1200_
WolfgangZ
Inventar
#24505 erstellt: 27. Dez 2020, 15:45
@ drittletzter Beitrag oben:

Grüß Dich, Frank,

die Fünferbox mit der (im Wesentlichen wohl vollständigen) Kammermusik von Fauré müsste ich mir bezüglich Deiner Bewertung mal wieder anhören. Es gibt ja diverse wirklich gute Konkurrenz zumindest bezüglich der musikalisch herausragenden (eher) frühen Quartette und der (eher) späten Quintette. Ich glaube aber auch, dass mich der Klang jetzt nicht so begeistert hat wie die Musik selbst.

Das Quatuor Parrenin und das Quatuor Bernède kenne ich noch von dem einschlägigen Oktett, das Darius Milhaud durch gleichzeitiges Abspielen ( ) seiner gleichopussigen Streichquartette hergestellt hat. Die drei dazugehörigen Werke sind in der folgenden Sammlung enthalten:

amazon.de

Wolfgang
Hüb'
Moderator
#24506 erstellt: 27. Dez 2020, 15:54
Hallo Wolfgang,

danke dir! Wäre klasse, wenn du den Klavierquartetten mal ein Ohr widmen könntest. Ich habe bei mir eine sehr hoch auflösende Anlage stehen, die ganz klar zeigt, wie gut oder schlecht eine Aufnahme technisch gelungen ist. Dennoch bleibt dabei selbst Historisches in aller Regel ganz gut anhörbar. Besagte Rauigkeit ging nun aber in meinen Ohren zu Lasten des Hörvergnügens.

Viele Grüße
Frank
Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24507 erstellt: 27. Dez 2020, 16:44
Alexander Scriabin (1872-1915)
Symphony No.2 Op.29*
"Le Poème de l'Extase" Op.54

Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt
Eliahu Inbal
*1978/1979

81gIQxPVoaL._SX522_
Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24508 erstellt: 27. Dez 2020, 17:34
...weiter gehts mit Arnold und Anton.

Arnold Schoenberg (1874-1951)
Pelleas und Melisande Op.5

Anton Webern (1883-1945)
Passacaglia für Orchester Op.1
Scottish National Orchestra
Matthias Bamert
1988.

amazon.de
Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24509 erstellt: 27. Dez 2020, 18:38
...bleibe beim gleichen Orchester.

Sergey Prokofiev (1891-1953)
Chout - Suite Op.21a
Le pas d'Acier - Suite Op.41a
The love for three Oranges - Suite Op.33a

Scottish National Orchestra
Neeme Järvi
1989

51hEVyv9vtL._AC_
WolfgangZ
Inventar
#24510 erstellt: 27. Dez 2020, 20:01
Gabriel Fauré - Klavierquartette mit Samson Francois und den Streichern aus Frankreich

Das erste Quartett von 1968 habe ich mir soeben angehört, das zweite von 1976 läuft noch.

Doch - ich kann mich der Beobachtung anschließen, die Frank und wohl auch andere gemacht haben. Beide Aufnahmen sind nicht gerade audiophil, doch beim ersten würde ich nicht so weit gehen, dass mir der Höreindruck die Freude an der Musik nimmt. Gut - das Klavier könnte bisweilen weniger scheppern, aber das ist vielleicht auch Ausdruck der Emphase von Francois, der gerne Sforzati setzt.

Im (zumindest mir) nicht so unmittelbar zugänglichen - aber auf jeden Fall sehr schönen - zweiten Quartett zerfasern und verklumpen meines Erachtens die Streicher, dass es schon stört - und dabei ist die Einspielung wahrlich nicht etwa aus den Fünfzigern. Aber unter Leuchtkraft und Transparenz verstehe ich schon etwas anderes.

Nebenbei: Bei dem einen Klavierquartett sind im Booklet die drei beteiligten Streicher namentlich benannt, so dass die Angaben vielleicht stimmen - vielleicht -, beim zweiten spielt angeblich das komplette Streichquartett - die entsprechende "Unterscheidung" (einmal ist nur von "Mitgliedern [Membres] des Bernède-Quartetts" die Rede, das andere Mal eben vom "Parrenin-Quartett") wird auch auf der Cover-Rückseite gemacht. Man ist konsequent im Blödsinn ... Naja ...

Wolfgang


[Beitrag von WolfgangZ am 27. Dez 2020, 20:03 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#24511 erstellt: 27. Dez 2020, 20:20

Pétrouchka (Beitrag #24509) schrieb:
...bleibe beim gleichen Orchester.

Nach der Bezifferung der Akteure scheint dies eine Zusammensetzung für eine hervorragende Prokofiev-Einspielung zu sein, Pétrouchka.

Ein Meister seines Faches und einer der weltbesten Cellisten der Gegenwart, vielleicht der Beste - ich bin ein Fan seiner Kunst - ist der jetzt 58jährige Niederländer Pieter Wispelwey.

Auch diese Einspielung mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen/Daniel Sepec, Channel Classics 2001 vermag zu überzeugen.

Die Werke von Saint-Saëns, Tschaikowski und Bruch erscheinen in einem orchestralen Licht, in welchem das Violoncello im Vordergrund steht, zwischenzeitlich jedoch auch mit überwiegend dezenten Orchestereinsätzen ausgelöst wird. Prägnant auch die Zupfeinsätze weiterer begleitender Cellisten. In jedem Fall fügt Wispelwey sich in harmonisches Ganzes ein und dominiert den Parcours nicht - kraftvoller lässt er sich in anderen Aufnahmen wahrnehmen.

Die eingespielten Werke wiederum sind eher unbekanntere und besinnliche der ansonsten auch anders bekannten, weltberühmten Komponisten.

amazon.de


[Beitrag von Hörstoff am 27. Dez 2020, 20:25 bearbeitet]
Agon
Stammgast
#24512 erstellt: 27. Dez 2020, 20:31
Mit Bruckner aus den USA habe ich noch nie wirklich überzeugende Erfahrungen gemacht.

Ist das hiermit anders?

Anton Bruckner:

Sinfonie Nr. 9 d-moll (Ed.: Nowak)

Pittsburgh Symphony Orchestra,

Manfred Honeck, Ltg.

(RR, 2/2018, live, Heinz Hall, Pittsburgh)

jpc.de
Hüb'
Moderator
#24513 erstellt: 27. Dez 2020, 21:18
Verglichen mit Brahms, Beethoven und vielleicht Mahler dürfte es auch gar nicht sooo viele Bruckner-Einspielungen aus den USA geben.
Nelsons in Boston oder Barenboim mit dem CSO fielen mir spontan ein.

@Wolfang:
Danke dir für deine Eindrücke!
Beruhigt mich, dass ich dann scheinbar doch nicht die Flöhe husten höre...

Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24514 erstellt: 27. Dez 2020, 21:24
Albert Roussel (1869-1937)
Symphonie No.1 "La Poème de la Fôret", Op.7
Symphonie No.3, Op.42

Orchestre National de France
Charles Dutoit
1987

51-Uau7Fa1L
Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24515 erstellt: 27. Dez 2020, 21:39

Hörstoff (Beitrag #24511) schrieb:

Nach der Bezifferung der Akteure scheint dies eine Zusammensetzung für eine hervorragende Prokofiev-Einspielung zu sein, Pétrouchka.


Unbedingt!
Neeme Järvi hatte damals sehr viel Prokofiev für Chandos eingespielt.
Ich kann sie alle anstandslos empfehlen, sowohl interpretatorisch als auch klanglich ausgezeichnet.
Da wird man nichts langweiliges finden.

Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24516 erstellt: 27. Dez 2020, 21:45

Hüb' (Beitrag #24513) schrieb:

Nelsons in Boston oder Barenboim mit dem CSO fielen mir spontan ein.


Hat Nelsons seinen Bruckner nicht mit dem Gewandhausorchester Leipzig aufgenommen und Shostakovich mit Boston?

Oder ist mir da was entgangen?

Hüb'
Moderator
#24517 erstellt: 27. Dez 2020, 21:49
„Vertan! Vertan!“ - sprach der Hahn und stieg von der Ente... du hast natürlich Recht!
Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24518 erstellt: 27. Dez 2020, 21:55

Hüb' (Beitrag #24517) schrieb:
„Vertan! Vertan!“ - sprach der Hahn und stieg von der Ente... du hast natürlich Recht!
:prost


Schade! Bruckner mit den Bostoner unter Nelsons wäre bestimmt auch nicht schlecht.

Hüb'
Moderator
#24519 erstellt: 27. Dez 2020, 21:59
Solti/CSO ist IMHO allerdings eine ernstzunehmende US-GA, die ich sträflicherweise vergessen hatte.
Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24520 erstellt: 27. Dez 2020, 22:03

Hüb' (Beitrag #24519) schrieb:
Solti/CSO ist IMHO allerdings eine ernstzunehmende US-GA, die ich sträflicherweise vergessen hatte.
:prost


Absolut!

Hörstoff
Inventar
#24521 erstellt: 27. Dez 2020, 22:16

Pétrouchka (Beitrag #24515) schrieb:
Unbedingt!
Neeme Järvi hatte damals sehr viel Prokofiev für Chandos eingespielt.
Ich kann sie alle anstandslos empfehlen, sowohl interpretatorisch als auch klanglich ausgezeichnet.

War aber leider eine Zeit, in der die CDs den aktuell als audiophil angemeldeten Ansprüchen oft nicht gerecht wurden. In meinem Stereoschrank warten auch einige eingelagerte Schätzchen aus dieser Zeit.

Interpretatorisch und - beinahe hätte ich tonal geschrieben - klanglich wegweisend ist die nachfolgende Einspielung.

James Judd/New Zealand Symphony Orchestra,
Fantasia on a Theme of Thomas Tallis sowie andere Werke,
Naxos 2001.


Empfehlung für diesen einzigartigen und harmonischen Klangkosmos.

https://www.discogs....-Th/release/10274333


[Beitrag von Hörstoff am 27. Dez 2020, 22:42 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#24522 erstellt: 27. Dez 2020, 22:36
Terterian oben erinnerte mich an Tcherepnin, obwohl die beiden wenig gemein haben. Jedenfalls hab ich mir Tcherepnins 1. Klavierkonzert hergeholt, ein Geheimtipp zwischen Tchaikovskys und Prokofievs 1. Konzerten für Klavier. Singapore SO / Lan Shui / Noriko Ogawa, BIS 2008.

R-3664183-1550960824-2071.jpeg
https://www.discogs....rtos/release/3664183
WolfgangZ
Inventar
#24523 erstellt: 27. Dez 2020, 22:49
Gut, ich wäre jetzt nicht auf die Idee gekommen, eine Analogie zwischen Terterian und Tscherepnin herzustellen, aber da ist irgendwie was Wahres dran, Meister arnaoutchot.

Das Schlagzeug ist es! Es gibt doch bei diesen Klavierkonzerten neben vielen solchermaßen betonten irgendwo einen reinen Schlagzeugsatz ?! Auch mal wieder was zum Nachhören!

Wolfgang
Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24524 erstellt: 27. Dez 2020, 22:55

Hörstoff (Beitrag #24521) schrieb:

War aber leider eine Zeit, in der die CDs den aktuell als audiophil angemeldeten Ansprüchen oft nicht gerecht wurden. In meinem Stereoschrank warten auch einige eingelagerte Schätzchen aus dieser Zeit.


Einspruch, natürlich sind die Aufnahmen nicht mit heutigen SACDs oder heutigen audiophilen Ansprüchen zu vergleichen, keine Frage.
Nur klingen die Aufnahmen alles andere als, wie soll ichs formulieren, nicht ausreichend für heutige Zuhörer.

Geh noch mal an deinen Stereoschrank und gib den alten CDs eine Chance.

Zu Judd - Kenne keine wirklich schlechte Platte von ihm. Bin auch immerwieder über die klangliche Qualität dieser Neuseeländer Produktionen überrascht und ich meine nicht nur diese SACD.

Viel Freude mit Vaughan Williams weiterhin....ist schon sehr schöne Musik :*

Pétrouchka
Ist häufiger hier
#24525 erstellt: 27. Dez 2020, 22:56
Zum Abschluss noch Musik aus der Schweiz.
Ist gar nicht mal so übel...

Hans Huber (1852-1921)
Symphonische Einleitung zur Oper "Der Simplicius",
Eine Lustspiel-Ouvertüre, Op. 50
Symphonie Nr. 2 e-moll (Böcklin-Symphonie), Op.115

Stuttgarter Philharmoniker
Jörg-Peter Weigle
1997

71tK7aZc9rL._SX522_
Hüb'
Moderator
#24526 erstellt: 27. Dez 2020, 23:00
Ja, die Huber-Sinfonien und deren Stuttgarter Aufnahmen sind sehr gelungen.
Haben mir auch Freude bereitet.
Agon
Stammgast
#24527 erstellt: 27. Dez 2020, 23:04
Solti war kein guter Brucknerdirigent. Verzichtbar. Aber ich kann seine CSO-Aufnahmen überwiegend sowieso nicht ausstehen.

Nelsons ist ein durch und durch mittelmäßiger und überforderter Dirigent.

Manfred Honeck hingegen ist sehr ernsthaft und pflegt ein kleines Repertoire. In Pittsburgh leistet er sehr gute Arbeit. Das Orchester hat sich extrem gut entwickelt. Diese Neunte hier unter Ihm ist bislang sicher die beste Bruckneraufnahme aus den USA. Sie kann natürlich nicht meinen Favoriten Giulini/WP vom Thron stoßen (seine CSO-Aufnahme ist leider schwach). Aber Honeck versteht es, den Hörer zu packen und Gänsehaut zu erzeugen. Das PSO ist halt ein US-Orchester und klingt auch so, aber Honeck verleiht ihm einen organisch-fließenden, seidigen Klang mit warmen und vollen Streichern und ebensolchem Blech und Pauken. Ich kann die sehr guten Kritiken nachvollziehen.

Gruß,

Agon
Hüb'
Moderator
#24528 erstellt: 27. Dez 2020, 23:09
Was sagt dir an Solti mit dem CSO nicht zu, ganz allgemein und abseits von Bruckner?
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