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"Tapedeck-Reparatur" Thread

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p.seller
Stammgast
#21873 erstellt: 20. Jan 2026, 21:21
Hallo in die Runde

Habe hier noch einen Kopf aus einem Schlachtgerät :

https://ibb.co/PzZPSvJC

https://ibb.co/8L1C3gH8

Wenn Interesse besteht - bitte per PN melden

MfG
Sunlion
Inventar
#21874 erstellt: 21. Jan 2026, 22:00
Liebe Selbsthilfegruppe,

ich liege gerade bäuchlings unterm Tisch auf dem Teppich und schmachte mein Onkyo TA-2500 an. ‍Ist das noch normal oder muss ich mir Sorgen machen?
B-Bear
Stammgast
#21875 erstellt: 21. Jan 2026, 22:05
Wenn das TA-2500 auf dem Tisch steht,
dann ja
Sunlion
Inventar
#21876 erstellt: 21. Jan 2026, 22:38
Nee, das steht natürlich vor mir im Low Board, sonst kann ich es ja nicht sehen.
Jörg_A.
Inventar
#21877 erstellt: 21. Jan 2026, 23:23
Stell es höher und setz Dich.
Sunlion
Inventar
#21878 erstellt: 22. Jan 2026, 05:59
Geht nicht, dort steht der restliche anschmachtungswürdige Rest von Onkyo.
scerms
Stammgast
#21879 erstellt: 22. Jan 2026, 07:37

Sunlion (Beitrag #21874) schrieb:
Ist das noch normal oder muss ich mir Sorgen machen? :?


Alles gut und völlig normal. Eine gute Anlage ist nicht nur für die Ohren sondern auch für die Augen.
Weitermachen !

Gruß Sebi
Sunlion
Inventar
#21880 erstellt: 22. Jan 2026, 21:54

ikrone (Beitrag #21843) schrieb:
Maxell ... Probier doch mal, hast ja jetzt welche.


Ui-ui-ui ... da ist aber echt übles Zeug drauf: Reggae, Jazz, Reggae-Jazz, Deutsche Schlager, Amerikanische Schlager, einiges davon aufgenommen anscheinend auf einem Gerät mit Permanentlöschkopf, so eine schlechte Aufnahme habe ich noch nie gehört.
Das kann doch unmöglich alles von derselben Person stammen, niemand kann einen so schlechten Geschmack haben.

Qualitätiv sind einige Kassetten Schrott, die Balance schwankt stetig hin und her. Manche klingen Hinterband etwas dumpfer, andere, von derselben Serie, hingegen recht gut. Die Ami-Mucke ist extrem hochtonlastig, selbst mit Dolby C ist es noch zu schrill. Hat der da einen EQ vorgesetzt und die Höhen rinjekloppt?, ick weeß ja ooch nich ...


[Beitrag von Sunlion am 22. Jan 2026, 21:57 bearbeitet]
ikrone
Inventar
#21881 erstellt: 22. Jan 2026, 22:04
Dann wirst Du Cassetten erhalten haben, die eine üble Zeit hinter sich haben. Was Du beschreibst ist völlig untypisch für Maxell Bänder.

Wenn ich mal eine Cassette mit solchen Schwankungen hatte, habe ich die sofort aussortiert. Die versauen mir nur das Deck...

Grüße
Ingo
Sunlion
Inventar
#21882 erstellt: 23. Jan 2026, 07:39

ikrone (Beitrag #21881) schrieb:
Dann wirst Du Cassetten erhalten haben, die eine üble Zeit hinter sich haben. Was Du beschreibst ist völlig untypisch für Maxell Bänder.

Nee, ist ja klar, dass die im Neuzustand nicht so klingen. Die Bänder, die in Ordnung sind, sind klanglich von einer TDK SA nicht zu unterscheiden, sowohl Bias als auch Rec-Level sind identisch.
Merkwürdigerweise sieht man an den Bändern, wo die Balance schwankt, keine Spuren, die sind also nicht zerknittert oder so. Vielleicht wurden sie falsch gelagert oder einfach nur sehr oft abgespielt.
Ich hab sie erst mal wieder im Schrank verstaut. Vielleicht brauche ich ja mal Ersatzteile.

Gestern habe ich eine sehr alte TDK SA bespielt, aus der Vorserie vor den goldenen. Es ist meine älteste SA, und sie ließ sich einwandfrei bespielen. Auch hier – Bias und Rec-Level vollkommen im Normbereich. Wahnsinn, dass die nach über 40 Jahren noch genauso gut klingen, als seien sie eben erst frisch aus der Folie gehüpft.
vectra_1
Inventar
#21883 erstellt: 23. Jan 2026, 21:08
Kein Wunder, der A/W Kopf von deinem 2500 ist sehr gut und nahe am Neuzustand.
vectra_1
Inventar
#21884 erstellt: 23. Jan 2026, 21:15
Verkauft doch einer bei KA ein Revox H1 MK2. Seit wann gibt es denn das??? unglaublich
Sunlion
Inventar
#21885 erstellt: 23. Jan 2026, 21:28
Dafür schwächelt mal wieder eine Kassette, SA 90, dunkelgraues Gehäuse mit sehr großem, breitem Fenster. Sie macht rhythmische Klickgeräusche, sowohl im 2570 als auch im 2500. Ich konnte aber nicht rausfinden, woran es lag. Auch Umspulen in liegender Position auf einem ITT SL 58 super brachte keine Besserung. Außerdem erzeugt sie heftige statische Entladungen bei der Wiedergabe. Ihre Schwesterkassette hingegen zeigt keine Auffälligkeiten. Sehr mysteriös!


[Beitrag von Sunlion am 23. Jan 2026, 21:31 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#21886 erstellt: 23. Jan 2026, 21:32
Was ihr auch immer mit euren Decks habt .....
Nehmt doch mal ein Technics
vectra_1
Inventar
#21887 erstellt: 23. Jan 2026, 21:37
Technics habe ich leider nicht eins. Aber vielleicht läuft mir ja mal eins über den Weg.
Sunlion
Inventar
#21888 erstellt: 23. Jan 2026, 21:50

Rabia_sorda (Beitrag #21886) schrieb:
Nehmt doch mal ein Technics :D

Du gibst uns ja keins ab.


[Beitrag von Sunlion am 23. Jan 2026, 21:51 bearbeitet]
ikrone
Inventar
#21889 erstellt: 23. Jan 2026, 21:58
Och h, da gibt es wohl noch mehr. Und die Kosten einen Bruchteil von Revox & Co.

Grüße
Ingo
Michi71MM
Stammgast
#21890 erstellt: 23. Jan 2026, 22:05
Keine anderen Decks sind so langzeitstabil wie die von Technics. Defekte Riemen gibt es bei Technics nicht.

Es gibt zwar immer wieder mal defekte Zahnräder, aber inzwischen gibt es dafür sehr guten Ersatz und der Austausch geht bei Technics ruckizucki.

In der Zeit, wo ich ein Sony TCM200 repariere, mach ich 10 Technics AR350 und alle AR350 schaffen locker einen Gleichlauf von 0,04%. Bei Sony schaffen das nur das direktangetriebene TCM200. Das Riemen TCM200 krebst bei 0,08% rum. Das schafft locker das einmotorige Technics AR300 von vielen Doppeltapes.
Sunlion
Inventar
#21891 erstellt: 23. Jan 2026, 22:07
Das RS-B756 hat mir damals optisch gut gefallen. Inzwischen kann man das aber auch nicht mehr bezahlen.


[Beitrag von Sunlion am 23. Jan 2026, 22:08 bearbeitet]
ikrone
Inventar
#21892 erstellt: 23. Jan 2026, 22:16
Man findet schon was,

nur mal auf die Schnelle gesucht:

Gerade bei #Kleinanzeigen gefunden. Wie findest du das?

https://www.kleinanz..._content=app_android

Bei einem RS-BX 747 gibt es fast alle Einstellmöglichkeiten, einmessen per Computer, BIAS zusätzlich auch manuell einstellbar, Direktantrieb, drei Köpfe. Für 199 €.

Oder:

Gerade bei #Kleinanzeigen gefunden. Wie findest du das?

https://www.kleinanz..._content=app_android

RS-BX 626, drei Köpfe, Direktantrieb, BIAS einstellen möglich. Das 626 hat keinerlei Riemen im Laufwerk. Für 125 € ist das doch nicht schlecht, oder?

Grüße
Ingo
Rabia_sorda
Inventar
#21893 erstellt: 23. Jan 2026, 22:28

Das RS-B756 hat mir damals optisch gut gefallen


Meinst du das RS-B765? (Zahlendreher)

Nicht nur alleine optisch gefällt mir das RS-B965 sehr.
Aber ich bin auch absolut mit dem RS-B755 zufrieden.
Das RS-B765 ist eigentlich das gleiche Deck wie das 755, nur das es PXS-Caps besitzt, welches heutzutage oftmals eine Erneuerung der PXS-Caps braucht.
Somit ist ein 755 eher die bessere Wahl.


[Beitrag von Rabia_sorda am 23. Jan 2026, 22:43 bearbeitet]
Sunlion
Inventar
#21894 erstellt: 24. Jan 2026, 07:32

ikrone (Beitrag #21892) schrieb:
Gerade bei #Kleinanzeigen gefunden. Wie findest du das?


Unabhängig von der Technik an sich gefällt mir das Design nicht. Mitte der Neunziger fingen plötzlich alle Hersteller zwanghaft an, irgendwelche Bögen ins Design reinzupressen (auch Onkyo, weshalb die Marke zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr mein Favorit gewesen wäre). Außerdem stimmen die Proportionen nicht, warum ist unten so ein hoher ungenutzter Balken, während sich die Bedienelemente oben so dicht auf eine viel zu kleine Fläche quetschen müssen? Und diese dürren langen Drehknöpfe? Also echt!


ikrone (Beitrag #21892) schrieb:
Wie findest du das?

Das andere okay, vom Design her dem RS-B765 ähnlich. Aber eben nicht dasselbe.
Für den Preis aber bestimmt in Ordnung, wenn denn alles funktioniert.


Rabia_sorda (Beitrag #21893) schrieb:
Nicht nur alleine optisch gefällt mir das RS-B965 sehr.

Wow, sehr geil, auch in Silber.
Aber wie schon befürchtet: unbezahlbar!


[Beitrag von Sunlion am 24. Jan 2026, 07:36 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#21895 erstellt: 24. Jan 2026, 11:04

Unabhängig von der Technik an sich gefällt mir das Design nicht. Mitte der Neunziger fingen plötzlich alle Hersteller zwanghaft an, irgendwelche Bögen ins Design reinzupressen (auch Onkyo, weshalb die Marke zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr mein Favorit gewesen wäre). Außerdem stimmen die Proportionen nicht, warum ist unten so ein hoher ungenutzter Balken, während sich die Bedienelemente oben so dicht auf eine viel zu kleine Fläche quetschen müssen? Und diese dürren langen Drehknöpfe? Also echt!


101 % Zustimmung

BILD



Wow, sehr geil, auch in Silber.
Aber wie schon befürchtet: unbezahlbar!


Lösche den Link mal.
Mir wird von Avast die Seite wegen einer Bedrohung blockiert.


[Beitrag von Rabia_sorda am 24. Jan 2026, 11:12 bearbeitet]
Sunlion
Inventar
#21896 erstellt: 24. Jan 2026, 11:27

Rabia_sorda (Beitrag #21895) schrieb:
Lösche den Link mal. Mir wird von Avast die Seite wegen einer Bedrohung blockiert.

Der Link ist nur geshortet und leitet auf ein Ebay-Angebot weiter, weil Direktlinks vom Forum gecrasht werden. Dein Virenschutzprogramm gibt vermutlich Alarm, weil Bösewichte auf diese Weise gern Links zu gefährlichem Inhalt maskieren. Aber ich bin ja kein Bösewicht, ich bin ein Liebewicht.

PS: Ein edles Türmchen hast Du da.


[Beitrag von Sunlion am 24. Jan 2026, 11:44 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#21897 erstellt: 24. Jan 2026, 12:03
Sind nicht meine Geräte. Ich wollte nur zeigen das sie es damals auch noch in schön konnten.
Manfred_K.
Inventar
#21898 erstellt: 24. Jan 2026, 16:27

vectra_1 (Beitrag #21884) schrieb:
Verkauft doch einer bei KA ein Revox H1 MK2. Seit wann gibt es denn das??? unglaublich


Neulich hatte ich einen, der hat ein B 215 revidiert - alle Riemen neu - verkauft

Wer was zum Restaurieren sucht...Der Kopf und die Bandführung sehen gut aus. Die Flecken kommen vom Blitz. Das könnte eine gute Basis sein:


https://www.kleinanz.../3306934372-172-2680
gst
Inventar
#21899 erstellt: 24. Jan 2026, 16:34

Rabia_sorda (Beitrag #21893) schrieb:

Das RS-B756 hat mir damals optisch gut gefallen

Nicht nur alleine optisch gefällt mir das RS-B965 sehr.
.


Ja, ich habe im Jahr des 9/11 ein Technics B965 für 40,- (schon Euro) für einen meiner Betreuten gekauft. Später hatte er es mir zurückgegeben, weil es Bandsalat produzierte. Ich hatte seinerzeit tausend andere Sachen am Hut und hab' es wohl (ich Trottel!) entsorgt. Passiert mir nicht wieder!
Sunlion
Inventar
#21900 erstellt: 24. Jan 2026, 19:55
Tja, hätten wir das doch alles früher gewusst, dann hätten wir unser Geld, statt in Briefmarken, in Decks und Kassetten anlegen können.
Ach nee, ham wir ja.
Sunlion
Inventar
#21901 erstellt: 24. Jan 2026, 21:47
Ich hab soeben Chatty gefragt, was man gegen die hörbaren Entladungen beim Onkyo TA-2570 machen kann (wenn die Raumluft zu trocken ist). Er meinte, ich solle die Gehäuse von Deck und Amp mit einem Draht verbinden. Ich war skeptisch, weil die ja bereits über die Abschirmung der Cinch-Kabel verbunden sind. Aber anscheinend hat er recht, das Knacken ist weg. Momentan jedenfalls.


[Beitrag von Sunlion am 24. Jan 2026, 21:49 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#21902 erstellt: 25. Jan 2026, 00:05

Ich war skeptisch, weil die ja bereits über die Abschirmung der Cinch-Kabel verbunden sind.


Sind sie minderwertig oder gar defekt?
Sunlion
Inventar
#21903 erstellt: 25. Jan 2026, 08:24
Ich hab verschiedene Durchgangsprüfungen durchgeführt: Zuerst das Tonkopfgehäuse mit dem Gehäuse. Dann das Gehäuse des Decks mit dem des Verstärkers. Immer piepte es, die sind also verbunden. Dann verschiedene Cinch-Kabel getestet, keine Verbesserung.
Danach Chatty befragt. Der meinte, die Abschirmung der Cinch-Kabel würde über Platinen und die Elektronik laufen, die direkte Verbindung der Gehäuse sei effektiver. Nach dem Verbinden waren die Entladungen tatsächlich sofort weg, bei derselben Kassette, die vorher Entladungen erzeugt hat.
Ich bin aber nach wie vor skeptisch. Ich fragte Chatty, ob er sich das gerade selbst ausgedacht hat, aber er meinte, das sei verbreitetes Wissen in der Elektrotechnik.
Vielleicht haben sich aber auch nur die Umstände geändert. Vielleicht hat die Luftfeuchtigkeit allein durch meine Anwesenheit im Raum die kritische Grenze überschritten, und heute Abend, nach Absinken der Feuchtigkeit, ist das Problem wieder da. Mal schauen …


[Beitrag von Sunlion am 25. Jan 2026, 08:26 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#21904 erstellt: 25. Jan 2026, 09:13
Strom ist ja eine faule Sau und nimmt immer den Weg des geringeren Widerstandes.
Somit ist ihm der Weg über das Gehäuse lieber und nimmt daher die Abkürzung.

Evtl. gibt es Übergangswiderstände an Massepunkte, seien sie im Tapedeck oder auch im Verstärker.
Möglich, dass es irgendwo in den Geräten somit einen Fehler geben könnte.
Ich hatte mal Geräte, worin Masse-Leiterbahnen weggebrannt oder auch die Cinchbuchsen-Massen in den Lötstellen gebrochen waren und es dadurch zu einem ähnlichen Symptom führte.
Dennoch funktionierten sie grundsätzlich, weil sich die Masse durch sämtliche Cinchmassen summierte.
Sunlion
Inventar
#21905 erstellt: 25. Jan 2026, 09:22
Demnach wäre es plausibel.
Aber egal wie – Hauptsache, das Problem ist weg.
Ich hab mir jetzt ein Kabel mit zwei Kabelschuhen am Ende gecrimpt, die stecke ich einfach hinten unter die mittlere Schraube, zwischen Deckel und Rückwand, sodass sie Kontakt mit dem blanken Metall haben. Stört ja nicht weiter.
Andy will mir noch Fotos schicken, damit ich prüfen kann, ob das Deck intern überhaupt richtig mit Masse verbunden ist. Vielleicht gibt dort ein Kontaktproblem.
Sunlion
Inventar
#21906 erstellt: 25. Jan 2026, 15:22
Leider zu früh gefreut: Die Entladungen sind wieder da, trotz Drahtverbindung. Ich dachte mir das schon, darum war ich skeptisch.
Daher soeben wieder mit Chatty diskutiert. Es ist interessant zu lesen, wie selbstsicher er die Weisheiten immer verkündet, selbst wenn sie offensichtlich Unsinn sind. Aber geschenkt, das ist bei den meisten Menschen auch nicht anders.
Heute kam er auf die Idee, die Entladungen würden am rechten Capstan entstehen. Also Durchgangsprüfung:

– Gehäuse --> linker Capstan --> Gerät Messgerät piept
– Gehäuse --> Tonkopf --> piept
– Gehäuse -> rechter Capstan -> piept nur manchmal

Der ultimative Beweis: Die Ladungen können nicht kontinuierlich abgeleitet werden! Daraufhin empfahl Chatty, ich solle am hinteren Lager einen Draht anlöten und mit Masse verbinden. Ich meine aber, das war ein Kunststofflager, weiß nicht mehr genau. Aber dann kann man keinen Draht anlöten. Und falls es aus Metall ist (Messing?), wird es wohl Verbindung zur Masse haben.

Chatty korrigierte sich: Ich solle vorn einen Federdraht an Masse anbringen, der den Capstan leicht berührt und die Energie ableitet. So würden das alle Profis machen – Studer, Revox, Tascam.
Ist das wirklich so? Ich hab noch nie davon gehört und befürchte außerdem, dass dieser Federdraht allmählich in den Capstan schneiden würde. Oder er selbst abgeschliffen, je nachdem was härter ist.

Dann fragte ich, warum denn die Entladungen überhaupt hörbar sind, weil doch am Capstan der Ton gar nicht abgenommen wird. Dann kam Chatty darauf, dass dabei ein elektromagnetisches Feld entsteht, dass auch auf die Umgebung und damit induktiv auf den Tonkopf wirkt. Mhm, klingt plausibel. Chatty:

„Die hörbaren Knackser entstehen nicht dort, wo sich das Band entlädt, und sie haben nichts mit einer fehlenden Masseverbindung von Capstan, Lager oder Tonkopf zu tun. Bestimmte Kassetten laden sich stark elektrostatisch auf und entladen sich irgendwo im Bandraum als Funke zur nächstgelegenen Metallfläche. Dieser Funke erzeugt einen sehr steilen Hochspannungsimpuls, der wie ein kleiner Störsender wirkt. Der Wiedergabekopf und seine Zuleitungen arbeiten im Mikrovoltbereich und sind hochohmig – dadurch koppelt dieser Impuls kapazitiv in die Kopfleitung und direkt in den Wiedergabeverstärker ein. Man hört also nicht die Entladung am Band, sondern die Einstreuung dieses Impulses in die empfindliche Eingangsstufe. Dass der Tonkopf sauber auf Masse liegt, ist korrekt, aber für dieses Phänomen unerheblich. Die Abhilfe liegt deshalb nicht in der Mechanik, sondern in einer HF-Dämpfung der Kopfzuleitung, etwa durch einen kleinen Keramikkondensator (ca. 100–470 pF) von jedem Kopfanschluss nach Masse direkt am Eingang der Wiedergabeverstärkerplatine, der solche elektrostatischen Impulse kurzschließt, ohne das Audiosignal zu beeinflussen.“

Na? Was sagen die Forenprofis dazu? Soll ich jetzt an der Platine herumlöten oder besser nicht?


[Beitrag von Sunlion am 25. Jan 2026, 15:23 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#21907 erstellt: 25. Jan 2026, 16:02

Bestimmte Kassetten laden sich stark elektrostatisch auf und entladen sich irgendwo im Bandraum als Funke zur nächstgelegenen Metallfläche.


Mal von TDK auf Maxell wechseln
Sowas habe ich aber noch nie gehört .....


Die Abhilfe liegt deshalb nicht in der Mechanik, sondern in einer HF-Dämpfung der Kopfzuleitung, etwa durch einen kleinen Keramikkondensator (ca. 100–470 pF) von jedem Kopfanschluss nach Masse direkt am Eingang der Wiedergabeverstärkerplatine, der solche elektrostatischen Impulse kurzschließt, ohne das Audiosignal zu beeinflussen.


Ja was denn nun!?
Kann sich die KD auch mal entscheiden?

Hat es sich zuvor evtl mal den Schaltplan des Decks angesehen?!
Am Tonkopf ist schon ein Kondensator je Kanal mit 220 pF gegen Masse verschaltet. Diese sind langlebige Kandidaten und daher werden sie i.O. sein.

Schließe dein Deck doch mal bitte an einen anderen Line-Eingang des Verstärkers an und teste es daran mal eine Zeit lang.
Sunlion
Inventar
#21908 erstellt: 25. Jan 2026, 17:45

Rabia_sorda (Beitrag #21907) schrieb:
Schließe dein Deck doch mal bitte an einen anderen Line-Eingang des Verstärkers an und teste es daran mal eine Zeit lang.

Ich denke, mit dem Verstärker hat das nix zu tun, man hört es nämlich auch über Kopfhörer (am Deck angeschlossen). Und man sieht es an der Pegelanzeige, die schlägt dann deutlich aus.
Es scheint jedoch nur die Wiedergabe zu betreffen. Wenn ich aufnehme, höre ich Hinterband die Entladung, spiele ich die Kassette danach aber in einem anderen Deck ab, ist nichts zu hören. Es scheint also die Aufnahme nicht zu beeinflussen.
Rabia_sorda
Inventar
#21909 erstellt: 25. Jan 2026, 17:54
Evtl. könnten da Elkos oder Transistoren im Kopfverstärker oder auch Dolby-Schaltkreis schlapp gemacht haben.
Eine kalte Lötstelle wäre natürlich der einfachste Fehler.

Ich würde aber zuerst mal alle Schalter (ON/OFF nicht!) am Deck etwa 30x betätigen, sodass sich Oxidationen an den Kontakten lösen.
Vlt. war es das dann ...
Sunlion
Inventar
#21910 erstellt: 25. Jan 2026, 18:02
Als Schalter kämen da nur Dolby B, Dolby C, MPX und Rec Cal infrage. Da letzterer schlechten Kontakt hatte, habe ich alle mit Kontaktspray behandelt, seitdem flutschen alle vier. Die fünf Potis flutschen auch, kein Knistern oder Knacken. Andy hatte das Deck ja letztes Jahr erst revidiert.
Defekte Bauelemente kann ich nicht testen, mangels Wissen. Wiedergabe und Aufnahme funktionieren aber tadellos, mit dem Klang bin ich derzeit sehr zufrieden. Bis auf die Entladungen natürlich.
Die Entladungen treten nicht immer auf, nur bei manchen Kassetten und nur bei sehr trockender Luft. Wenn ich in das Kassettenfach hineinhauche, bis das Fenster von innen anläuft, hören die Entladungen sofort auf, bis es wieder klar ist.
Rabia_sorda
Inventar
#21911 erstellt: 25. Jan 2026, 18:07
Dennoch solltest du den/die Schalter mal betätigen.

Ansonsten können überall im Innern auch Massepunkte (u.a. Masse-Schrauben) locker sein oder einfach Übergangswiderstände aufweisen.
Dazu würde ich mal alle Schrauben am Laufwerk, Trafo und Platinen nachziehen.
Sunlion
Inventar
#21912 erstellt: 25. Jan 2026, 18:09

Rabia_sorda (Beitrag #21911) schrieb:
Dennoch solltest du den/die Schalter mal betätigen. Ansonsten können überall im Innern auch Massepunkte (u.a. Masse-Schrauben) locker sein oder einfach Übergangswiderstände aufweisen. Dazu würde ich mal alle Schrauben am Laufwerk, Trafo und Platinen nachziehen.

Okay, das kann ich probieren. Danke fürs Erste, ich werde berichten …
vectra_1
Inventar
#21913 erstellt: 25. Jan 2026, 20:35
@Sunlion,

so bin jetzt daheeme. Schicke dir gleich die Fotos . Wenn du das Deckt separat betreibst, ist dann der Effekt auch noch da?
vectra_1
Inventar
#21914 erstellt: 25. Jan 2026, 20:48
Hier mal die Fotos, was ich mit den 2 Kabeln meine,

Rechts auf der Hauptplatine sind 2 schwarze Kabel angeschraubt. Das sind Massekabel und gehen einmal zum LW und einmal zum Gehäuse/Front vorn links.


Schau mal, ob die da sind.


[Beitrag von vectra_1 am 25. Jan 2026, 20:49 bearbeitet]
Sunlion
Inventar
#21915 erstellt: 25. Jan 2026, 21:54

Rabia_sorda (Beitrag #21911) schrieb:
Dennoch solltest du den/die Schalter mal betätigen. Dazu würde ich mal alle Schrauben am Laufwerk, Trafo und Platinen nachziehen.


Ich habe die für mich anscheinend relevanten Schrauben entfernt, die Auflagefläche und die Schrauben selbst gereinigt und wieder befestigt. Drei an der Platine, zwei am Trafo. Die leicht erreichbaren Schrauben am Laufwerk sind fest genug.

Die beiden von Andy genannten Kabel sind an der rechten vorderen Ecke der Platine zusammengeführt und befestigt. Deren Kabelschuh war etwas verschmutzt, ich habe ihn gerereinigt und mit einer blanken Schraube wieder befestigt. Die Schraube davor war nicht blank und auch nicht lackiert, aber wer weiß.
Oben sind die Kabel einmal am Laufwerk und an der Gehäuseoberseite befestigt. Beide mit schwarz lackierten Schrauben. Diese habe ich gegen blanke ausgetauscht, außerdem das Kabel am Gehäuse in die Mitte versetzt. Ich meine, es war ursprünglich dort zusammen mit dem kleinen Abschirmblech befestigt.
Nun höre ich schon ein paar Minuten, ohne weitere Entladungen, aber wir wissen ja seit gestern, das muss nix heißen.

Danke für die Tipps, mal sehen, ob der Fehler nun dauerhaft weg bleibt.
Jörg_A.
Inventar
#21916 erstellt: 25. Jan 2026, 22:00
Klingt so als wenn da schon mal einer rumgeschraubt hat und dort die falschen Schrauben eingesetzt hat.
ikrone
Inventar
#21917 erstellt: 25. Jan 2026, 22:04
Als ich noch meine Onkyo Geräte hatte, hatte ich mal was Ähnliches.
Zum einen habe ich ein Erdungskabel ans Gehäuse des Gerätes mit einer der Gehäuse Schrauben befestigt. Das Kabel habe ich in einem Schko-Stecker an den Schutzleiter geschraubt. Dieser Stecker hatte nur das Erdungskabel.
Später habe ich die Anlage ausgephast, das heißt gemessen, auf welchem Pol die Phase liegt. Alle Geräte in die gleiche Phase bringen brachte damals Abhilfe.

Grüße
Ingo
Sunlion
Inventar
#21918 erstellt: 25. Jan 2026, 22:16

ikrone (Beitrag #21917) schrieb:
Als ich noch meine Onkyo Geräte hatte, hatte ich mal was Ähnliches.
Zum einen habe ich ein Erdungskabel ans Gehäuse des Gerätes mit einer der Gehäuse Schrauben befestigt. Das Kabel habe ich in einem Schko-Stecker an den Schutzleiter geschraubt. Dieser Stecker hatte nur das Erdungskabel.
Später habe ich die Anlage ausgephast, das heißt gemessen, auf welchem Pol die Phase liegt. Alle Geräte in die gleiche Phase bringen brachte damals Abhilfe.

Coole Idee, mit dem Schutzleiter. Das sollte eigentlich kein Sicherheitsproblem sein, oder?
Gleiche Phase: Die Netzkabel haben auf einer Seite eine Markierung, eine dünne graue Linie. Ich nehme mal an, dass die Linie nicht zufällig da drauf ist und habe die Stecker aller Geräte so eingesteckt, dass die Linie immer auf derselben Seite ist.
ikrone
Inventar
#21919 erstellt: 25. Jan 2026, 22:31
Der Schutzleiter macht ja nichts anderes als erden. Manche Geräte nutzen den ja gar nicht und haben nur die flachen Stecker.

Grüße
Ingo
Sunlion
Inventar
#21920 erstellt: 25. Jan 2026, 22:39
Ich habe auch nur die flachen Stecker. Chatty hat mir verraten, wie man die Phase prüft: Stecker drehen, am Schutzkontakt schwarz, am Gehäuse rot, die niedrigere Spannung zeigt die richtige Polung.
Bei mir war das Ergebnis 0 V. Laut Chatty ist es also egal, wie herum der Stecker steckt.
Stimmt das so?
ikrone
Inventar
#21921 erstellt: 25. Jan 2026, 23:04
Die Spannungsunterschiede waren bei mir auch damals sehr gering, 0 V und 0,3 V, wenn ich mich Recht erinnere.

Auf den KI Mist würde ich mich nicht verlassen. Du hast ja selbst schon geschrieben, dass bei weiteren Fragen das Gegenteil kommt.
Muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

Grüße
Ingo
Sunlion
Inventar
#21922 erstellt: 26. Jan 2026, 06:56

ikrone (Beitrag #21921) schrieb:
Auf den KI Mist würde ich mich nicht verlassen.

Warum nur haben so viele eine Problem damit, KI zu nutzen? Weil sie sich auch mal irrt? Das ist doch beim Menschen auch nicht anders. Kennst Du die Autodoktoren? Wie oft haben die verzweifelte Autobesitzer in der Werkstatt, die woanders tausende Euro für eine Reparatur ausgegeben haben, die den Fehler nicht beseitigt hat? Wo Werkstätten neue Motoren, Klimaanlagen usw. eingebaut haben, obwohl nur irgendwo ein Kabel gebrochen war?
Wie oft sind schon Patienten gestorben, weil Ärzte mit ihrer Diagnose danebenlagen? Nicht richtig untersuchten? Kein Interesse zeigten, den Ernst der Lage falsch einschätzten? Denen hat die natürliche Intelligenz auch nicht geholfen.
Wie oft lagen Wissenschaftler falsch? Die Erde ist eine Scheibe? Die Sonne dreht sich um die Erde? Es wird nie ein Mensch fliegen? Quecksilber ist eine wertvolle Arznei?
Wenn man die Maßstäbe nicht zu hoch anlegt und sich bewusst macht, dass eine KI nicht fehlerfrei ist, dann kann sie für viele Dinge sehr nützlich sein. Zum Beispiel als Lektor. Zum Korrekturlesen. Zum Übersetzen von Texten. Als Erklärbär. Zum Recherchieren. Zum Programmieren.
Du brauchst eine einfache Webseite? Die KI erstellt sie Dir in Sekunden und vollkommen kostenlos. Und mit Nachfragen und Korrekturen kannst Du sie nach Deinen Wünschen erweitern und anpassen. Für einen echten Webentwickler zahlst Du dafür tausende von Euro.
Du suchst einen Non-Stop-Flug von Abu Dhabi nach Berlin? Keines der mir bekannten Portale konnte mir einen anbieten. Chatty hat ihn aufgestöbert und mir damit viel Zeit und Geld gespart.
ikrone
Inventar
#21923 erstellt: 26. Jan 2026, 08:41
Ich habe kein Problem damit, daß die KI einen Fehler machen könnte, sondern damit, daß viele Menschen das nutzen und damit immer mehr eigene Fähigkeiten verlieren.
Ja, ich kenne die Autodoktoren. Die finde ich super. Was machen die beiden? Die hinterfragen alles und glauben nicht alles, was gesagt wurde. Genau das ist der Punkt.

Grüße
Ingo
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