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"Tapedeck-Reparatur" Thread

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Knulse
Stammgast
#22323 erstellt: 14. Mai 2026, 11:08

ghaliläo (Beitrag #22322) schrieb:
...Was ich toll an den Dingern finde, der Trafo ist außerhalb des Gehäuses hinten dran, für mich der optimale Platz...]

Ja, das erspart dir diese ewige Erdnußfutterei...
ghaliläo
Inventar
#22324 erstellt: 14. Mai 2026, 13:41


Erdnüsse sind echt was Feines.

Aber das war gar keine so schlechte Idee finde ich. Beim AKAI GX 95 hat das super gepasst. Höchstwahrscheinlich das einzige GX-95 weltweit mit einem gekapselten Trafo. Wollte ich beim GX 75 auch noch machen.

Hab jetzt den Fall bei einem Bekannten, den sein hochwertiger und richtig teurer Amp hat auf dem Phono-Ausgang ein Brummgeräusch. Die anderen Ausgänge sind o.k.

Ich konnte mir den Amp noch nicht ansehen aber ich vermute, dass dieses Störgeräusch vom Ringkerntrafo verursacht wird. Der hat keinerlei Abschirmung oder Dämpfung und das wird wohl das Problem sein.

Er hat den Trafo schon ausgebaut und je nachdem wie er ihn gehalten hat war das Störgeräusch stärker, schwächer oder ganz weg.


[Beitrag von ghaliläo am 14. Mai 2026, 14:04 bearbeitet]
Sunlion
Inventar
#22325 erstellt: 14. Mai 2026, 13:56
Hab gerade das TA-2500 noch mal neu gebiast und gelevelt. Wenn ich mal die rosarote Onkyo-Brille abnehme und das Deck nüchtern betrachte, muss ich mich schon fragen, was die Konstrukteure sich damals eigentlich gedacht haben.

Das Deck hat einen Schieberegler für den Aufnahmepegel. Statt eines Balance-Reglers hat man zwei Pre-Level-Regler eingebaut und somit kostbaren Platz verschwendet. Was nämlich fehlt, sind außenliegende Rec-Level-Regler. Die wären aber dringend nötig, weil die Kassetten sich inzwischen stark unterscheiden, selbst wenn man innerhalb desselben Typs (TDK MA-XG) und derselben Generation (grünes stinkendes Lumpenplastikgehäuse) bleibt. Die weichen bei der Empfindlichkeit schon mal zwei dB voneinander ab. Beim TA-2570 könnte man das nachregeln, aber leider hat es TDK-Metallbänder zu Fressen gern.

Das 2500 hat übrigens einen außenliegenden Biasregler, hurra! Leider ist der bei Reineisen nicht wirksam, nur bei Normal und Chrome.

Echt, Leute, das Deck hat mal 1000 DM gekostet. Da hätte man eigentlich etwas mehr Hirnschmalz mit verbauen können.
ghaliläo
Inventar
#22326 erstellt: 14. Mai 2026, 14:07
Vielleicht solltest Du doch mal die Onkyo-Brille tief vergraben und Dir was Vernünftiges kaufen.
Sunlion
Inventar
#22327 erstellt: 14. Mai 2026, 14:18
Gibt ja nüscht mehr!

Der Rest mit dem Sony-Deck war Quatsch, hab ich gelöscht.


[Beitrag von Sunlion am 14. Mai 2026, 14:42 bearbeitet]
Valenzband
Inventar
#22328 erstellt: 14. Mai 2026, 14:56

Sunlion (Beitrag #22321) schrieb:
Onkyo TA-2500 .. Azi sieht prima aus:



Kopfhöhe leider nicht so:



Was vermutlich auch der Grund ist, warum trotz perfekt justiertem Azi Kassetten nicht auf jedem Deck gleich gut klingen.
Dank Andy konnte ich aber feststellen, welche Schrauben für die Tonhöhe zuständig sind.


Irgendwie komisch, bei 10kHz stimmen die Ampltuden überein, bei 1kHz nicht. Wenn "nur" die Spurlage / Höhe nicht stimmte müsste der Unterschied aber bei allen Frequenzen auftreten.
Ist der Pegelunterschied auch bei Fremdaufnahmen vorhanden?


[Beitrag von Valenzband am 14. Mai 2026, 15:08 bearbeitet]
Sunlion
Inventar
#22329 erstellt: 14. Mai 2026, 15:03

Valenzband (Beitrag #22328) schrieb:
Ist der Pegelunterschied auch bei Fremdaufnahmen vorhanden?

Das sind „Fremdaufnahmen“, es sind ja Testkassetten von HPR, oder hab ich das falsch verstanden?
Valenzband
Inventar
#22330 erstellt: 14. Mai 2026, 15:15
Wenn das gleiche Messband bei anderen Playern jeweils gleich große L/R Amplituden zeigt, ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass bei denem Onkyo 2500 etwas mit der Einmessung/pegelung des Wiedergabeverstärkers nicht stimmt.. Bei falscher Spurlagenjustage sind normalerweise auch beide Kanäle betroffen, es sei denn, das Messband wurde mit 1/2 Spurköpfen aufgenommen (?). Dann könnte ein Kanal des W-Kopfes quasi schon halb im "Feldweg" laufen, der andere sähe aber immer noch genug Acker vom Band.


[Beitrag von Valenzband am 14. Mai 2026, 15:16 bearbeitet]
Sunlion
Inventar
#22331 erstellt: 14. Mai 2026, 15:38

Valenzband (Beitrag #22330) schrieb:
Wenn das gleiche Messband bei anderen Playern jeweils gleich große L/R Amplituden zeigt …

Ja, zeigt es, etwa beim Sony TC-K590, aber dazu gleich mehr.


Valenzband (Beitrag #22330) schrieb:
… ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass bei denem Onkyo 2500 etwas mit der Einmessung/pegelung des Wiedergabeverstärkers nicht stimmt.

Das würde ich ausschließen aufgrund folgender Beobachtung: Ziehe ich den Kopf etwas zu mir heran, gleicht sich der niedrige Pegel an. Das weist doch eher auf einen dejustierten Kopf hin, oder nicht?


Valenzband (Beitrag #22330) schrieb:
Bei falscher Spurlagenjustage sind normalerweise auch beide Kanäle betroffen, es sei denn, das Messband wurde mit 1/2 Spurköpfen aufgenommen.

Weiß nicht, steht nicht drauf:



Meiner Beobachtung nach lässt sich der optimale Punkt exakt einstellen, weil es für jede Schraube nur einen sehr schmalen Bereich gibt, an dem beide Amplituden gleich hoch sind. Das gilt sowohl für Schraube unten, oben und die Azi-Schraube. Ändern man eine der Schrauben, verändert sich das Bild sofort. Diese Vorgehensweise habe ich mir von Manni bestätigen lassen, er meinte, er macht das auch so.

Aber! (Und jetzt kommen wir zum Sony zurück): Beim 590, das mir Andy überlassen hat, habe ich das exakt so gemacht. Erst mit der Kopfhöhenkassette alle drei Schrauben auf maximale Amplitude gebracht, dann zur Azi-Kassette gewechselt, eingestellt, dann wieder zurück zur Kopfhöhenkassette. Und das ein paar Mal hin und her, bis sich keine Veränderung mehr ergab.
Theoretisch müsste der Kopf nun perfekt eingetaumelt sein.
Praktisch frisst das Deck jetzt alles, was mit Chrom oder Reineisen beschichtet ist. Nur die Messkassetten nicht.
Einlegen, Play drücke, sofort fängt es verdächtig an zu knistern.
Bei Andy ist es noch perfekt gelaufen, bei ihm hat es keine Kassetten gefressen. Daher gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
Entweder hab ich den Kopf jetzt total verstellt, sodass die Bänder seitlich weggleiten. Dann ist meine Herangehensweise falsch.
Oder es war vorher nicht optimal eingestellt, aber es hat sich alles so eingeschliffen, dass es keine Probleme gab. Und nun, in „perfektem“ Zustand kommen die Bänder damit nicht zurecht.


[Beitrag von Sunlion am 14. Mai 2026, 15:42 bearbeitet]
Valenzband
Inventar
#22332 erstellt: 14. Mai 2026, 17:27

Sunlion (Beitrag #22331) schrieb:
Das würde ich ausschließen aufgrund folgender Beobachtung: Ziehe ich den Kopf etwas zu mir heran, gleicht sich der niedrige Pegel an. Das weist doch eher auf einen dejustierten Kopf hin, oder nicht?

Wenn die Verbesserung bei allen Frequenzen eintritt, dann stimmte es. Aber so wie es ausschaut besteht das Problem bei 10kHz nicht, dafür aber bei 1kHz. Das ist nebenbei insofern noch merkwürdiger, weil die exakte Justage bei 10kHz in aller Regel deutlich kritischer ist und eine leiche Dejustage tendenziell mehr Verluste als bei niedrigen Frequenzen hervorriúft.
Wenn du den Kopf "zu dir heranziehst", meinst du damit wirklich die Auf-Ab-Richtung innerhalb der Bandebene, oder ist es evtl. der Taumelwinkel der dabei verändert wird?
Die abgenudelte Schraube ist natürlich ein deutlicher Hinweis auf user-made mechanische Probleme ("verkurbelt")

Auf der Messkassette werden gleich mehrere Decks als Referenz genannt,. Daher nehme ich an, dass es ein 1/4 Spur Deck ist von dem die Aufnahme stammt. Ansonsten müsste eben ein spezieller 1/2 Spur Kopf verwendet worden sein, den es u.A: in einfachen Mono-Geräten gab.
In meinem Fundus habe ich irgendwo noch vormontierte Vollspur- und Halbspur-Köpfe von Woelke, die sehr wahrscheinlich von Fa. Uher zum EInmessen bzw. Herstellen eigener Messbänder in der Produktion verwendet wurden. Ich gehe davon aus, dass andere Hersteller ähnlich verfahren sind.


Meiner Beobachtung nach lässt sich der optimale Punkt exakt einstellen, weil es für jede Schraube nur einen sehr schmalen Bereich gibt, an dem beide Amplituden gleich hoch sind. Das gilt sowohl für Schraube unten, oben und die Azi-Schraube. Ändern man eine der Schrauben, verändert sich das Bild sofort. Diese Vorgehensweise habe ich mir von Manni bestätigen lassen, er meinte, er macht das auch so.

Das ist auf jeden Fall eine Stategie mit guter Konvergenz, wenn das Messband 1/4 Spur hat.
Vtl. sollte man beim Messband-Hersteller einfach mal anfragen, welches Spursystem verwendet wurde. Schnell gemacht und räumt diese Fragen ab.


Beim 590, das mir Andy überlassen hat, habe ich das exakt so gemacht. Erst mit der Kopfhöhenkassette alle drei Schrauben auf maximale Amplitude gebracht, dann zur Azi-Kassette gewechselt, eingestellt, dann wieder zurück zur Kopfhöhenkassette. Und das ein paar Mal hin und her, bis sich keine Veränderung mehr ergab. Theoretisch müsste der Kopf nun perfekt eingetaumelt sein.

Wie gesagt, das stimmt bei 1/4 Spur Tape.


Praktisch frisst das Deck jetzt alles, was mit Chrom oder Reineisen beschichtet ist. Nur die Messkassetten nicht. Einlegen, Play drücke, sofort fängt es verdächtig an zu knistern. Bei Andy ist es noch perfekt gelaufen, bei ihm hat es keine Kassetten gefressen. Daher gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
Entweder hab ich den Kopf jetzt total verstellt, sodass die Bänder seitlich weggleiten. Dann ist meine Herangehensweise falsch.
Oder es war vorher nicht optimal eingestellt, aber es hat sich alles so eingeschliffen, dass es keine Probleme gab. Und nun, in „perfektem“ Zustand kommen die Bänder damit nicht zurecht. :?

Das kann verschiedenste Ursachen haben, von Einschliffkanten an Köpfen, Bandführungen bis zu Transportschäden. Eben alles was mechanische Auswirkungen haben kann. Richtige Bandfresser enstehen oft wenn das Band weit aus der normalen Lage / Zugrichtung herausdriftet und an den Kanten zerknauscht wird.
Bei Doppel-Kapstans kann ein über die Höhe ungleichmäßiger Rollendruck das Band entsprechend unterschiedlich strecken und so quer bewegen. Ein zu großes Lagerspiel in den Rollen oder deren Hebeln kann Schiefstellungen der tatsächlichen Rollachse gegenüber der Bandtransportrichtung mit sich bringen.
Im schlimmsten Fall sind die Kapstanwellen betroffen. Wegen der großen Schwungmassen können deren Lager durch rauen Transport auch leicht verkantet werden, je nachdem wie sie befestigt sind (oft nur eingepresst in mehr oder weniger dicken Blechen).
Verschiedene Bandtypen haben auch verschiedene Reibungskoeffizienten (auf beiden Seiten) was dazu führen kann, dass der Fehler mehr oder weniger nur bei bestimmten Bandtypen auftritt
Auch ein falscher Taumelwinkel in Verbindung mit höherem Anpressdruck (Filz) erzeugt Querkräfte. In so einem Fall kann man aber den Fehlwinkel meist schon mit bloßem Auge erkennen.
Einige dieser Transportprobleme kann man mit präparierten / aufgschnitzen Kassetten erkennen.Manchmal kann man auch den / die Köpfe abheben um allein die Rollen / Kapstans zu bewerten. Man kann versuchsweise auch die hintere Rolle abheben um zu sehen ob sich etwas verbessert,
Sunlion
Inventar
#22333 erstellt: 14. Mai 2026, 18:01

Valenzband (Beitrag #22332) schrieb:
Wenn du den Kopf "zu dir heranziehst", meinst du damit …

Ich hatte ihn einfach leicht zu mir „hingebogen“ (ohne ihn dauerhaft zu verbiegen). Also Finger an die Rückseite und dann in Richtung Kassettenfachöffnung gedrückt.


Valenzband (Beitrag #22332) schrieb:
Auf der Messkassette werden gleich mehrere Decks als Referenz genannt,. Daher nehme ich an, dass es ein 1/4 Spur Deck ist von dem die Aufnahme stammt.

HP Roth nimmt mit einer Studer A80 auf. Irgendwo war auch beschrieben, mit welchen Köpfen, ich finde das aber nicht auf die Schnelle.
Die angegebenen Decks werden wohl zur Gegenkontrolle genutzt, soweit ich mich erinnern kann.


Sunlion schrieb:
Meiner Beobachtung nach lässt sich der optimale Punkt exakt einstellen, weil es für jede Schraube nur einen sehr schmalen Bereich gibt, an dem beide Amplituden gleich hoch sind …

Hab gerade mit Andy telefoniert, er hat das dementiert. Man könne es nur mit einer Lehre einstellen. Mit der Testkassette sei kein brauchbares Ergebis zu erzielen, weil die Köpfe nie ganz exakt aufgebaut sind, verschlissen sind usw.


Valenzband (Beitrag #22332) schrieb:
Vtl. sollte man beim Messband-Hersteller einfach mal anfragen …

Ich hatte ihn mal im Tonbandforum angeschrieben und nie eine Antwort erhalten.
Manfred_K.
Inventar
#22334 erstellt: 14. Mai 2026, 20:37
Lieber sunlion,

Die Köpfe und der Bandlauf müssen zuerst mechanisch mit der Lehre eingestellt werden. Ebenso der Tilt.

Die Messkassette ist nur für die Feinheiten da. Oftmals erlebe ich, dass die Führungsgabel am Tonkopf nicht sauber eingepasst ist. Die Toleranzen sind teilweise groß.

Wenn man dann mit "Gewalt" nach dieser Testkassette die Spur einstellt, obwohl die Gabel eigentlich nicht sauber montiert wurde, kommt es zur mechanischen Beschädigung des Bandes an den Kanten.

Bei dieser Messkassette ist nur der Rasen bespielt, der normalerweise leer ist und als Trennung zwischen dem linken und rechten Kanal dient. deshalb ist diese so sehr empfindlich.

Bevor das Deck also die Kassetten frisst, lieber eine Imbalance des Testbandes hinnehmen und mechanisch sauber abgleichen, Azimut einstellen und fertig. In der Regel hörst Du diese Abweichungen nicht.
Manfred_K.
Inventar
#22335 erstellt: 14. Mai 2026, 20:47

Sunlion (Beitrag #22333) schrieb:
Hab gerade mit Andy telefoniert, er hat das dementiert. Man könne es nur mit einer Lehre einstellen. Mit der Testkassette sei kein brauchbares Ergebis zu erzielen, weil die Köpfe nie ganz exakt aufgebaut sind, verschlissen sind usw.


Genau das ist der Punkt.

Ich habe hier meine Revox-Tapedecks:

Mechanisch mit Lehre eingestellt, Tonhöhenkassette feinjustiert, mechanische Einstellung passt immer noch.

Ich habe ein Kenwood KX-1100:

Mechanisch mit Lehre eingestellt, mit Tonhöhenkassette justiert, danach war die mechanische Einstellung mit Lehre daneben, die Gefahr von Bandschäden besteht.

Da würde jetzt nur ein neuer Tonkopf helfen. Da ich den nicht habe, wieder mit Lehre mechanisch sauber eingestellt, Azimut justiert. Tonhöhenkassette zeigt Imbalance...Egal...Tapedeck läuft gut...
Sunlion
Inventar
#22336 erstellt: 14. Mai 2026, 21:22

Manfred_K. (Beitrag #22334) schrieb:
Die Köpfe und der Bandlauf müssen zuerst mechanisch mit der Lehre eingestellt werden. Ebenso der Tilt. Die Messkassette ist nur für die Feinheiten da.

So hatte ich mir das eigentlich auch vorgestellt.
Dann habe ich heute also gelernt, dass Theorie und Praxis manchmal getrennte Wege nehmen.
Sunlion
Inventar
#22337 erstellt: 14. Mai 2026, 21:28
Leider hinter der Bezahlschranke: Das richtige Gerät fürs Tapedeck-Comeback. Getestet werden verschiedene aktuelle Geräte und ein altes Yamaha KX-690.
Ich hätte ja 'ne Vermutung, wer gewinnt, aber ich will nicht vorgreifen.
ghaliläo
Inventar
#22338 erstellt: 15. Mai 2026, 06:17

Sunlion (Beitrag #22327) schrieb:
Gibt ja nüscht mehr!


Das stimmt aber nicht, es werden jede Menge Geräte angeboten, man muß nur suchen.

Nur die Preise sind manchmal richtig abgehoben.

Hatte vor wenigen Tagen ein interessantes Gespräch mit jemand, der bietet zwei richtig gute Geräte an. Sony TC-K 870ES und Technics RS-BX 828.
Zustand wie neu. Aber der Preis, jedes der Geräte im 1k-Bereich und darüber. Das ist nichts für mich, eher für Leute die nicht wissen wohin mit ihrem Geld. In der derzeitigen Kriegs- und Kriesensituation wohl eher was für Waffenhändler, Zuhälter, Besitzer von Mineralölfirmen, Politiker und sonstige Milliardäre und Kriegsgewinnler. Die haben ja genug Geld.


[Beitrag von ghaliläo am 15. Mai 2026, 06:29 bearbeitet]
Sunlion
Inventar
#22339 erstellt: 15. Mai 2026, 07:59

ghaliläo (Beitrag #22338) schrieb:
… jedes der Geräte im 1k-Bereich und darüber.

Wird er nicht los. Ich glaube, alle, die noch ein cooles Kassettendeck haben wollten, weil sie es sich in der Kindheit/Jugend nicht leisten konnten, haben sich bereits eingedeckt. Die nachfolgende Generation kann damit nichts mehr anfangen, weil sie mit digitalen Medien aufgewachsen ist. Die werden ein paar Wochen bei Ebay ihre Runden drehen und dann in der Versenkung verschwinden. Oder bei einer echten Versteigerung für einen angemessenen Preis weggehen.
Manfred_K.
Inventar
#22340 erstellt: 15. Mai 2026, 09:01

Sunlion (Beitrag #22337) schrieb:
Leider hinter der Bezahlschranke: Das richtige Gerät fürs Tapedeck-Comeback. Getestet werden verschiedene aktuelle Geräte und ein altes Yamaha KX-690.
Ich hätte ja 'ne Vermutung, wer gewinnt, aber ich will nicht vorgreifen.


Wir wissen doch, was gut ist. Besser als JEDER Artikel-Schreiber. Wir kennen die Schwachstellen und wir können reparieren

Das Yamaha KX-690 ist auf jeden Fall der Gewinner, logisch. Mir gefällt die Serie trotzdem nicht, da die Klappen-Mechanik einfach nur schlecht ist.

Wenn Yamaha, dann KX-1200 oder K-1020 (...das gute Sankyo-Laufwerk...)

gibt´s gerade sehr günstig!

https://www.kleinanz.../2834804323-172-1106

P.S.: Habe für meins 150 € bezahlt, optisch ähnlich gut, Tonkopf wie neu, dafür aber defekt...


[Beitrag von Manfred_K. am 15. Mai 2026, 09:03 bearbeitet]
Sunlion
Inventar
#22341 erstellt: 15. Mai 2026, 09:34
Z… z… zw… zweit… zweitau… tau… send… Eu… ich lach mich schie… hie… hief!!! 🤣
Sunlion
Inventar
#22342 erstellt: 15. Mai 2026, 11:01
Da ich dem armen Andy nicht antun kann, dass er sich noch mal mit dem Sony-Deck beschäftigen muss, habe ich nun eine ganz pragmatische Problemlösungsstrategie gewählt: Ich habe eine olle Knautschkassette auf dem 2570 bespielt und dann im Sony zur Justage benutzt. Erst so lange an den Schrauben gedreht, bis das Geknautsche aufhört und anschließend ohne jegliches Messgerät, nach der alten Lauschlappenmethode, nach Gehör eingestellt. Funktioniert ooch, denn genau wie bei der Oszi-Methode gibt es nicht so viele Schraubenstellungen, bei denen es vernünftig klingt. Wenn man die Kreuze (der Schraubenköpfe) immer um ein Viertel verdreht und horcht, was passiert, bekommt man irgendwann eine Stellung, wo es passt. Wenn es bei zwei Viertel-Drehungen nach links und zwei nach rechts dumpf klingt, dann muss die Mitte dazwischen die bestmögliche Einstellung sein. Besonders mit Dolby C ist das gut zu hören, weil sich Abtastfehler da in besonderem Maße potenzieren.
Über Kopfhörer klingt es jetzt sehr gut, und das reicht mir fürs Arbeitszimmer.
ghaliläo
Inventar
#22343 erstellt: 15. Mai 2026, 11:20

Sunlion (Beitrag #22339) schrieb:

Wird er nicht los



Das sehe ich auch so, dafür kauft die Geräte keiner. Er orientiert sich halt an dem Maximum, was so für die Geräte verlangt wird und meint dann, seine sind auch so viel wert.

Verlangen kann man viel, hab schon ein Dragon für knapp 10 000 Euronen angeboten gesehen, versuchen kann man´s ja. Aber wer ist bitte so dumm und bezahlt für ein unrevidiertes Dragon auch nur annähernd so viel. Ich würde dafür keine 500 € ausgeben.

Man muss bedenken, das ist Technik aus der "Steinzeit" die zwar wieder unter den Fans im Kommen ist und darum meinen manche Leute, sie können Mondpreise verlangen.
gst
Inventar
#22344 erstellt: 15. Mai 2026, 11:20
Ich habe sowohl das Yamaha KX-690 als auch das fast baugleiche KX-670. Das 690 hat aber zusätzlich Dolby-S. Trotzdem benutze ich das 690 kaum, weil ich Dolby-S nicht benötige und es nur eine Spulgeschwindigkeit hat. Das 670 beschleunigt nämlich beim längeren Drücken der Taste (wenn es nicht kurz vor dem Angang oder Ende des Bandes ist) auf Hi-Speed. Es weiß auch, wo es auf der Kassette ist, da es die Drehzahl zwischen Auf- und Abwickeldorn immer misst und damit auch die Real-Time Anzeige angibt.
Sowohl das KX-670 als auch das KX-690 sind die rauschärmsten Decks, die ich je hatte (ohne Dolby).
Mechanisch ist das Laufwerk grausam voller Plastik, aber keine Rutschkupplung im Gerät - es wird alles elektrisch gemacht. Das Einzige, was echt verschleißt, ist der Treibriemen für den Servomotor und die Sch...Gelenke für die Klappe.
Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, die Mechanik vom KX-1200 mit der Ansteuerelektronik des KX-670 zu kombinieren, aber das war dann doch zu vermessen.
Sunlion
Inventar
#22345 erstellt: 15. Mai 2026, 11:24
Das 670 habe ich damals selber noch häufig verkauft. Das lief sehr gut, war prima ausgestattet für den Preis, ich glaube sogar mit Einmesscomputer. Dass innen nur Plastik war, konnte man ja von außen nicht sehen.
Christian_Mueller
Stammgast
#22346 erstellt: 15. Mai 2026, 11:42
Irgendwo stand mal, dass das letzte gute Yamaha Deck das KX-930 war und man lieber die Finger von allen Nachfolger-Serien lassen soll, wenn man nicht immer wieder Bekanntschaft mit dem Reparaturdienst machen will. Aus diesem Grund ist es im Gegensatz zu einem 670 oder 690 für keinen schmalen Taler erwerbbar und generell schwer zu bekommen...?

vG
Chris
Valenzband
Inventar
#22347 erstellt: 15. Mai 2026, 12:19

Sunlion (Beitrag #22333) schrieb:

Valenzband (Beitrag #22332) schrieb:
Wenn du den Kopf "zu dir heranziehst", meinst du damit …

Ich hatte ihn einfach leicht zu mir „hingebogen“ (ohne ihn dauerhaft zu verbiegen). Also Finger an die Rückseite und dann in Richtung Kassettenfachöffnung gedrückt.

Dann hast du dabei sehr wahrscheinlich auch den Taumelwinkel verändert. Wenn der nicht gut genug stimmt kann das Band wie schon gesagt auch seitlich etwas abdriften, was in erster Näherung den gleichen Effekt wie ein Spurlagefehler hat.


HP Roth nimmt mit einer Studer A80 auf. Irgendwo war auch beschrieben, mit welchen Köpfen, ich finde das aber nicht auf die Schnelle.
Die angegebenen Decks werden wohl zur Gegenkontrolle genutzt, soweit ich mich erinnern kann.

Die A80 ist mindestens eine 1/4" Maschine (m.W. gab es auch 1/2" 1" und sogar 2" -24-Track Versionen). Die minimale Spurbreite des 1/4 Tapes ist schon etwa doppelt so groß wie die einer Kassette, wobei ich jetzt gerade nicht mehr parat habe, wie es mit den Rasenbreiten aussieht. Will sagen, eine 1/4 Spur auf der A80 mit 1/4" Tape ist ggf. nicht exakt so breit wie die Gesamtbreite zweier Spuren auf Kassette inkl. Rasen dazwischen.
Auf jeden Fall muss dass A80 Tape nach der Aufnahme passend gespaltet werden, was zwar machbar aber m.E. ziemlich kritisch hinsichtlich Randzonen und absoluter Höhe ist..


Hab gerade mit Andy telefoniert, er hat das dementiert. Man könne es nur mit einer Lehre einstellen. Mit der Testkassette sei kein brauchbares Ergebis zu erzielen, weil die Köpfe nie ganz exakt aufgebaut sind, verschlissen sind usw.

Ob es nur am Taumelwinkel liegt und/oder an der Spurlage ist letztlich wurscht, denn beides muss stimmen. Ein gute Lehre ist dabei eines der sichersten Mittel.



Valenzband (Beitrag #22332) schrieb:
Vtl. sollte man beim Messband-Hersteller einfach mal anfragen …

Ich hatte ihn mal im Tonbandforum angeschrieben und nie eine Antwort erhalten.

Schade...
gst
Inventar
#22348 erstellt: 15. Mai 2026, 12:31

Christian_Mueller (Beitrag #22346) schrieb:
Irgendwo stand mal, dass das letzte gute Yamaha Deck das KX-930 war und man lieber die Finger von allen Nachfolger-Serien lassen soll, wenn man nicht immer wieder Bekanntschaft mit dem Reparaturdienst machen will. Aus diesem Grund ist es im Gegensatz zu einem 670 oder 690 für keinen schmalen Taler erwerbbar und generell schwer zu bekommen...?
vG
Chris

Ich fürchte, das verhält sich hier ähnlich wie der Vergleich einer digitalen Standuhr mit einem ihrer Vorgänger aus Messing: Der Plastikhaufen schlägt sich besser, als einem das eigentlich lieb sein kann.
Michi71MM
Stammgast
#22349 erstellt: 15. Mai 2026, 12:38

Christian_Mueller (Beitrag #22346) schrieb:
Irgendwo stand mal, dass das letzte gute Yamaha Deck das KX-930 war ...


Das Sankyo Laufwerk vom KX-930 hat genauso viel Plaste wie das Alps-Laufwerk vom KX-670/690. Dieses Laufwerk ist auch im Kenwood KX-7030 und im Akai GX-65/67 verbaut.

Beide Laufwerke schaffen nur mit großer Mühe einen Gleichlauf von 0,05% und das nur, wenn man zig Riemen testet und den besten verbaut. Mit den üblichen Ebay-Riemen krebsen die bei 0,08% herum und das ist schon sehr mäßiges Doppeldeck-Niveau.


[Beitrag von Michi71MM am 15. Mai 2026, 12:40 bearbeitet]
Manfred_K.
Inventar
#22350 erstellt: 15. Mai 2026, 17:07

Sunlion (Beitrag #22342) schrieb:
Da ich dem armen Andy nicht antun kann, dass er sich noch mal mit dem Sony-Deck beschäftigen muss,


Der Andy ist bestimmt vom Stuhl gekippt, als er von Deinem Fummeln gelesen hat.

"Mensch sunlion, dette macht doch keenen Sinn, mit de Fummelei am Loofwerk..."
Sunlion
Inventar
#22351 erstellt: 15. Mai 2026, 17:22
Er hat mich durch die Leitung gezupft. Dann musste ich 100 Mal schreiben: Es kommt nie, nie, nie wieder vor.
vectra_1
Inventar
#22352 erstellt: 15. Mai 2026, 17:31
Wenn ich demnächst mich noch einmal mit Sunlion treffe, gibts ne Lehrstunde gratis für ihn.
Sunlion
Inventar
#22353 erstellt: 15. Mai 2026, 17:36
Aber Andy, ich bitte Dich! Nach dem peinlichen Vorfall treff ich mich doch nicht mehr mit Dir! 😂
Außerdem ist Manni an allem schuld! Ich hab ihn im Tonbandforum gefragt und er hat geantwortet, das sei so okay. Ich kann's beweisen!


[Beitrag von Sunlion am 15. Mai 2026, 17:39 bearbeitet]
Manfred_K.
Inventar
#22354 erstellt: 15. Mai 2026, 17:40

Valenzband (Beitrag #22347) schrieb:
, wobei ich jetzt gerade nicht mehr parat habe, wie es mit den Rasenbreiten aussieht...


Die Spuren L und R sind bei der MC jeweils 0,6 mm Breit.

Zwischen R und L ist ein Rasen von 0,3 mm.

Seite 1 und 2 sind durch 0,8 mm Rasen getrennt.

Macht nach Adam Riese insgesamt 3,8 mm Band-Breite.
vectra_1
Inventar
#22355 erstellt: 15. Mai 2026, 18:10
@Sunlion,
der Manni hat dir das bestimmt sehr gut beschrieben, wie und was zu machen ist, um ein sehr gutes Ergebnis zu erziehlen. Ich denke aber, bei der Flut an Informationen, hast du bestimmt was in den falschen Gehirngng bekommen. Das ist weder peinlich noch dumm. Du verfügst nicht über die jahrzehnte lange Erfahrung und es fehlen auch gewisse Infos. Also mach dir nix draus, auch wir haben mal ganz klein angefangen und haben es nicht gelernt bekommen. Es ist durch aus verständlich, dass du aus deinen Decks das Optimum heraus holen möchtest. Dies ist auch in bestimmten Grenzen möglich. Aber das ist dann nur dieses eine Deck. Davor kann ich immer nur abraten, weil solch eine Vorgehensweise zu Lasten der kompatibilität zu anderen Decks dann verloren geht. Ich glaube nicht, dass man bei Mittelklasse Decks, selektierte A/W Köpfe verbaut hat. Im groben haben sie sicher gestimmt, aber genau hätte man nicht drauf schauen mögen. Dazu kämen jetzt noch der Verschleiß und viele viele viele andere Gründe. Der Oszi ist nun mal nicht die Eierlegendewollmilchsau und nicht die alleinige Wunderwaffe für unsere Decks.
Manfred_K.
Inventar
#22356 erstellt: 15. Mai 2026, 18:47

vectra_1 (Beitrag #22352) schrieb:
Wenn ich demnächst mich noch einmal mit Sunlion treffe, gibts ne Lehrstunde gratis für ihn.


Sunlion, das nenne ich ein TOP Angebot!

Auch wir haben Decks verkurbelt, haben Bandsalat produziert, sind mit Messspitzen abgerutscht und haben Halbleiter gegrillt... und vieles mehr

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, das Interesse ist da, also rinn inne Kartoffeln
Sunlion
Inventar
#22357 erstellt: 15. Mai 2026, 19:59
Ich hab ja auch schon einiges von Euch gelernt, zum Beispiel wie ich die elektrischen Werte eines Decks nach SM einstellen kann, wo ich die Kabel dafür anschließen muss und wie ich das Messgerät einstelle. Ich taste mich voran ... 😉👍
Valenzband
Inventar
#22358 erstellt: 15. Mai 2026, 20:32

Manfred_K. (Beitrag #22354) schrieb:

Valenzband (Beitrag #22347) schrieb:
, wobei ich jetzt gerade nicht mehr parat habe, wie es mit den Rasenbreiten aussieht...

Die Spuren L und R sind bei der MC jeweils 0,6 mm Breit.
Zwischen R und L ist ein Rasen von 0,3 mm.
Seite 1 und 2 sind durch 0,8 mm Rasen getrennt.
Macht nach Adam Riese insgesamt 3,8 mm Band-Breite.

Damit wäre das Band bis zum äußersten Rand gefüllt, was eigentlich nicht funktioniert (Randfelder).
Ich habe etwas weiter gestöbert und bin auf diese webseite gestoßen, auf der ein Manual von Tascam zitiert wird.
Darin werden die Spurlagen verschiedener Standards dargestellt , auch das der CC von Philips.(unter"C" für stereo und "D" fur mono):
Tascam Spurlagen CC-Systeme.
Die Bandbreite ist 3.81mm, der freie Bereich an der Bandkante ist (3.81-3.66)/2=0.075mm , also gerade einmal 2-3 Haare breit,
Der Mittenstreifen ist demnach 0.66 mm breit
ghaliläo
Inventar
#22359 erstellt: 16. Mai 2026, 08:39

Valenzband (Beitrag #22347) schrieb:

Die A80 ist mindestens eine 1/4" Maschine (m.W. gab es auch 1/2" 1" und sogar 2" -24-Track Versionen). Die minimale Spurbreite des 1/4 Tapes ist schon etwa doppelt so groß wie die einer Kassette, wobei ich jetzt gerade nicht mehr parat habe, wie es mit den Rasenbreiten aussieht. Will sagen, eine 1/4 Spur auf der A80 mit 1/4" Tape ist ggf. nicht exakt so breit wie die Gesamtbreite zweier Spuren auf Kassette inkl. Rasen dazwischen.
Auf jeden Fall muss dass A80 Tape nach der Aufnahme passend gespaltet werden, was zwar machbar aber m.E. ziemlich kritisch hinsichtlich Randzonen und absoluter Höhe ist..



Mir hat HP-Roth mal geschrieben, dass die A80 mit der er die Tapes produziert eine Spezialmaschine ist, die er wohl gebraucht von seinem ehemaligen Arbeitgeber gekauft hat. Ich weiß jetzt die Firma nicht mehr aber es wurden dort Autoradios mit Kassettendeck gebaut und die A80 wurde zum Einstellen für die Autoradios benutzt. Somit hat diese A80 Köpfe in der Spurbreite wie normale Kassettendecks.
Manfred_K.
Inventar
#22360 erstellt: 16. Mai 2026, 11:17

Valenzband (Beitrag #22358) schrieb:

Ich habe etwas weiter gestöbert und bin auf diese webseite gestoßen, auf der ein Manual von Tascam zitiert wird.
Darin werden die Spurlagen verschiedener Standards dargestellt , auch das der CC von Philips.(unter"C" für stereo und "D" fur mono):
Tascam Spurlagen CC-Systeme.
Die Bandbreite ist 3.81mm, der freie Bereich an der Bandkante ist (3.81-3.66)/2=0.075mm , also gerade einmal 2-3 Haare breit,
Der Mittenstreifen ist demnach 0.66 mm breit


Wow, danke, eine so genaue Darstellung hatte ich noch nicht...gleich abgespeichert

Ja, die HPR Kassette wird mit einem "speziellen" Kopf bespielt, der genau diesen Rasen beschreiben kann, der normalerweise frei bleibt. So habe ich das ungefähr aufgeschnappt.

Wichtig für uns Praktiker ist:

- Bandpfad, Kopfhöhe, Tilt muss mechanisch ganz sorgfältig mit der Lehre eingestellt werden. Ich verwende dazu eine helle LED Taschenlampe, so wird der Lichtspalt bei der Kopfneigung (Tilt) sichtbar.

- Erst danach erfolgt die Feinjustierung Azimut, Kopfhöhenkassette. Dann wird wieder mechanisch kontrolliert.

Erg.: Auch wenn dann die Kopfhöhenkassette eine Abweichung von ein paar dB anzeigt, ist das nicht schlimm und hat keine Auswirkungen auf den Klang.

Sprich, lieber ein paar dB Abweichung mit der Kopfhöhenkassette, als das Band mechanisch mit der Tonkopfgabel auf die Spur bringen. Das schadet dem Band UND der Tilt stimmt dann auch nicht mehr, sprich der Kopf wird einseitig abgenutzt.
ghaliläo
Inventar
#22361 erstellt: 16. Mai 2026, 14:08
Das ist echt interessant, hab ich mir auch gleich abgespeichert.

Mich würde die A80 von HPR interessieren, sicher eine interessante Maschine und wohl in dieser speziellen Ausführung nirgends zu bekommen. Die dürfte richtig viel wert sein da relativ einmalig.


[Beitrag von ghaliläo am 16. Mai 2026, 14:10 bearbeitet]
Christian_Mueller
Stammgast
#22362 erstellt: 16. Mai 2026, 17:29

Michi71MM (Beitrag #22349) schrieb:

Das Sankyo Laufwerk vom KX-930 hat genauso viel Plaste wie das Alps-Laufwerk vom KX-670/690. Dieses Laufwerk ist auch im Kenwood KX-7030 und im Akai GX-65/67 verbaut.

Beide Laufwerke schaffen nur mit großer Mühe einen Gleichlauf von 0,05% und das nur, wenn man zig Riemen testet und den besten verbaut. Mit den üblichen Ebay-Riemen krebsen die bei 0,08% herum und das ist schon sehr mäßiges Doppeldeck-Niveau.


Ok, und welches Yamaha Deck war dann brauchbar? Vielleicht das KX-1200 und/oder vorher...?

vG
Chris
Manfred_K.
Inventar
#22363 erstellt: 16. Mai 2026, 18:09

Manfred_K. (Beitrag #22340) schrieb:


Wenn Yamaha, dann KX-1200 oder K-1020 (...das gute Sankyo-Laufwerk...)
.. .


Chris, das KX-500 und 800 haben leider ebenfalls ein jämmerliches Plastik-Laufwerk verbaut, vor dem ich schon öfters gewarnt habe, dann kamen die ALPS Laufwerke. Die sind auf jeden Fall robuster, als die im 500 und 800...
Michi71MM
Stammgast
#22364 erstellt: 16. Mai 2026, 18:16

Christian_Mueller (Beitrag #22362) schrieb:

Ok, und welches Yamaha Deck war dann brauchbar?

Willst du meine Meinung hören? Für mich keines.

Das Classic Sankyo Riemen-Laufwerk vom KX-1200 hat zwar fast kein Plaste, ist aber trotzdem eine Großbaustelle.

Du mußt nur Berichte vom Onkyo TA-2570 in diesem Thread lesen, denn im KX-1200 ist das gleiche Laufwerk drin wie im Onkyo.
Sunlion
Inventar
#22365 erstellt: 16. Mai 2026, 18:25

Michi71MM (Beitrag #22364) schrieb:
Du mußt nur Berichte vom Onkyo TA-2570 in diesem Thread lesen, denn im KX-1200 ist das gleiche Laufwerk drin wie im Onkyo.


Na, na … nichts gegen das 2570! Das klingt perfekt …













… wenn's läuft.
gst
Inventar
#22366 erstellt: 16. Mai 2026, 19:54

Manfred_K. (Beitrag #22363) schrieb:


Chris, das KX-500 und 800 haben leider ebenfalls ein jämmerliches Plastik-Laufwerk verbaut, vor dem ich schon öfters gewarnt habe, dann kamen die ALPS Laufwerke. Die sind auf jeden Fall robuster, als die im 500 und 800...

Wie schon gesagt, die ALPS-Laufwerke bei KX-670 und KX-690 haben bescheidene Gleichlaufwerte. Die sonstigen Sachen sind eher besser, die Köpfe scheinen besonders positiv aufzufallen. Man kann und muss bei den Laufwerken nicht viel einstellen. Ob Yamaha oder ALPS für die Kassettenklappe verantwortlich ist, weiß ich nicht - ich fürchte, ALPS.
Christian_Mueller
Stammgast
#22367 erstellt: 16. Mai 2026, 20:11
Also nicht Onkyo oder Yamaha, sondern eher Akai, Revox, Nakamichi und ASC...? Und was ist mit Sony und Technics...?

vG
Chris


[Beitrag von Christian_Mueller am 16. Mai 2026, 20:15 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#22368 erstellt: 16. Mai 2026, 20:28
Ich kannte nur zwei Personen (meine Ex und meinen Cousin) mit 90er-Jahre Yamaha-Decks und mit den jeweiligen Aufnahmen wurde ich absolut nicht glücklich. Meiner damaligen Freundin hatte ich dazu (natürlich) nichts gesagt aber meinem Cousin hatte ich es dick aufs Brot geschmiert. Er hatte sich dann später ein Pioneer zugelegt und wurde dann selbst überzeugt ....

Zu den Technics gibt es von mir ja die üblichen Erwähnungen. Bei Technics sind selten die Riemen hinüber und deren Kunststoff ist auch langlebig (bis auf so ein bis zwei Zahnräder).
Manfred_K.
Inventar
#22369 erstellt: 17. Mai 2026, 10:42

Christian_Mueller (Beitrag #22367) schrieb:
Also nicht Onkyo oder Yamaha, sondern eher Akai, Revox, Nakamichi und ASC...? Und was ist mit Sony und Technics...?


JAAAAAAA Revox B 215 !!!!!!!!!!!!!!!!!!

Aber auf keinen Fall Revox H 11 ...... dann haste wieder ALPS


[Beitrag von Manfred_K. am 17. Mai 2026, 10:44 bearbeitet]
Sunlion
Inventar
#22370 erstellt: 17. Mai 2026, 10:44

Manfred_K. (Beitrag #22369) schrieb:
… dann haste wieder ALPS :D

Und von denen bekommt man ALPS-Träume. 😂
Manfred_K.
Inventar
#22371 erstellt: 17. Mai 2026, 10:50

Sunlion (Beitrag #22370) schrieb:

Manfred_K. (Beitrag #22369) schrieb:
… dann haste wieder ALPS :D

Und von denen bekommt man ALPS-Träume. 😂


Der war gut!

Aber, ich muss sagen, bei den ALPS hatte ich noch nie Probleme mit der Plaste. Das Encoder Rad, welches auch die Köpfe mit hoch zieht ist unheimlich zäh, irgendwie sogar "elastisch" .

Ich habe mal gelesen, dass das aus Nylon gefertigt ist. Ob es stimmt, weiss ich nicht, bin da nicht vom Fach.

Aber es hält und hält und hält und hält.....
ikrone
Inventar
#22372 erstellt: 17. Mai 2026, 11:22
Die schlimmsten Fehler der Geräte sind doch nicht die der Konstruktion, sondern die von "Spezialisten" hinein gebastelten.

Grüße
Ingo
Rabia_sorda
Inventar
#22373 erstellt: 17. Mai 2026, 12:00

Aber auf keinen Fall Revox H 11 ...... dann haste wieder ALPS


Weil das H11 ja eigentlich ein Philips bzw. Marantz-Deck ist.
Aber ALPS ist ja ALPAGE/ALPINE und die hatten selbst viele tolle Decks.

Alpage AL-300
Alpine AL-90


Der Knaller war natürlich auch das Alpage AL-80 mit seinem einmaligen VU-Meter auf Basis von Spiegelreflexionen.
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