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Was hört Ihr gerade jetzt ? (JAZZ)

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Mr._Lovegrove
Inventar
#20371 erstellt: 16. Dez 2020, 09:34
Seit ich meinen Spotify Account habe, läuft hier so viel noch nicht gehörter Jazz, ich kann das alles gar nicht auflisten.

Gestern abend auf der Busfahrt spielten diese vier Herren fein auf:
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John Abercrombie
Class Trip, 2004

Double Bass – Marc Johnson
Drums – Joey Baron
Guitar – John Abercrombie
Violin – Mark Feldman

Ich kannte bisher nur die dritte Scheibe dieses Quartett, "Third Quartet", dieses zweite Album ist sogar noch etwas besser und dichter musiziert. Auf die Geige muß man stehen, aber Feldman nutzt sein Instrument weder verkitscht noch schwülstig, sondern holt aus ihm atmosphärische Begleitungen und Soli heraus. Zu Abercrombie selbst muß ich wohl nix mehr sagen. In dieser Quartettformation wähnt er sich in sehr kontemplativen und weitflächigen Gefilden. Da muss ich mir das erste Album natürlich auch noch mal anhören.

Und gerade eben läuft
tb
Tore Brunborg
Tid, 1992

Bass – Anders Jormin
Drums, Percussion – Jon Christensen
Piano, Electric Piano, Synthesizer – Bugge Wesseltoft
Recorded By, Mixed By – Jan Erik Kongshaug
Tenor Saxophone, Soprano Saxophone – Tore Brunborg

Hätte in dieser Besetzung mit dieser exzellenten Produktion aus dem Rainbow auch auf ECM erscheinen können. Brunborg spielt hier exquisiten, urban durchzogenen und modernen Nordic Jazz wie ich ihn einfach mag, und das auch noch mit Mitspielern, die dieses Metier besser beherrschen, als jeder andere. Mehr muss ich dazu gar nicht sagen; den Rest kann sich jeder Nordic Jazz Fan denken oder er kennt die Scheibe schon.
arnaoutchot
Moderator
#20372 erstellt: 16. Dez 2020, 12:15

wilder-Denker (Beitrag #20368) schrieb:

arnaoutchot (Beitrag #20367) schrieb:
Howard Riley Trio - The Day Will Come (Columbia UK 1970 ... Die Original-Platte ist in gutem Zustand sehr teuer ...


... oha, die hatte ich tatsächlich mal auf Vinyl und sie ging, nachträglich vielleicht bedauernswert, schon vor ca. 25 Jahren (?) von mir


Schade, Joerg, die hätte ich Dir gerne abgenommen .... Meld Dich, bevor Du weitere Platten entsorgst ...

@avi: Immer schön, die Midnight Sugar zu sehen ...

@Michael: Ja, sinnvolle und bewusste Nutzung eines Streaming-Diensts hat was für sich ... entgegen meiner Meinung noch vor wenigen Jahren, als ich so etwas als Teufelswerk betrachtet habe.


So, jetzt zwei Platten für Liebhaber der Posaune. Zum ersten nochmals der gute Albert Mangelsdorff mit seinen Freunden (MPS 1967-69). Sechs Duos mit Don Cherry (tp), Elvin Jones (dr), Karl Berger (vib), Attila Zoller (g), Lee Konitz (as) und schliesslich Wolfgang Dauner (p). Überragend, wie sich Mangelsdorff auf die jeweiligen Partner einstellt und welch fokussierte Ergebnisse dabei herauskommen. Erinnert mich konzeptuell an Kowalds Duos ... und ist auch bei Mangelsdorff schon eher etwas für die Geniesser freieren Jazzes.

IMG_1852


Und gerade läuft zu meinem grossen Vergnügen brandneuer schweizerischer Jazz: Humair - Blaser - Känzig - 1291 (Outnote 2020). Altmeister Daniel Humair (dr) hier mit Heiri Känzig (ac-b) und Samuel Blaser (tb). Das Trio spielt sich sehr abwechslungsreich durch Anklänge an New Orleans Jazz, zitiert den Calypso eines Harry Belafonte und schliesst patriotisch auch schweizerisches Liedgut (Guggisberglied) mit ein [der Titel 1291 verweist auf das Datum des Rütli-Schwurs und die Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft]. Das alles gekonnt, niemals langweilig und mit der nötigen Prise Humor. Klanglich auf audiophilem Niveau auf dem Label Outnote, vertrieben von Linn (HiRez-Downloads dort erhältlich, sh. Link unter Bild). Streaming geht auch.

jpc.de
https://www.linnreco...c2&mc_eid=62c5e0aa43
wilder-Denker
Stammgast
#20373 erstellt: 17. Dez 2020, 00:24

arnaoutchot (Beitrag #20372) schrieb:

Schade, Joerg, die hätte ich Dir gerne abgenommen .... Meld Dich, bevor Du weitere Platten entsorgst ...

...

Und gerade läuft zu meinem grossen Vergnügen brandneuer schweizerischer Jazz: Humair - Blaser - Känzig - 1291 (Outnote 2020). Altmeister Daniel Humair (dr) [/url]...


... Vinyl habe ich leider schon lange nicht mehr zum Entsorgen, ein gutes Dutzend ist noch vorhanden und wird für immer bleiben, auch wenn ich es (derzeit) nicht mehr abspielen kann: u.a. Wishbone Ash "Live Dates" (mit aufgeklebter Eintrittskarte 1976, mein allererstes Live-Konzert) und Zappas Erstlingswerke von "Freak Out" bis "Uncle Meat" komplett, sowie eine weisse "Dark Side of the Moon" inkl. Postern

Diese Humair kenne ich noch nicht, da aber durchaus Fan von ihm werde ich mich auf die Suche begeben ... Danke dafür!

------


Mr._Lovegrove (Beitrag #20371) schrieb:

John Abercrombie
Class Trip, 2004


... da knüpfe ich jetzt gerne an, zumindest was einen der Mitstreiter betrifft:

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Deep Resonance

Ivo Perelman – tenor saxophone
Mark Feldman - violin
William H Roberts – cello
Mark Dresser - bass

... ich sortiere ja immer noch etwas meine Favoriten des laufenden Jahres, und diese darf da auf keinen Fall fehlen. Ob es jetzt an Violine und Cello liegt, keine Ahnung, aber für mich könnte dieses Werk durchaus auch als zeitgenössische Klassik durchgehen ... eine grandiose Veröffentlichung haben Ivo Perelman & Arcado String Trio hier hingelegt, die mich sicherlich hier auch noch die nächsten Jahre begleitend erfreuen wird.


// Gruß


[Beitrag von wilder-Denker am 17. Dez 2020, 00:29 bearbeitet]
Mr._Lovegrove
Inventar
#20374 erstellt: 17. Dez 2020, 11:12
Hier gehts weiter mit Musik aus dem Norden. Und es wird deutlich progressiver und moderner als gestern:
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Bendik Hofseth
Metamorphoses 1995

Bass – Anders Jormin
Drums – Jon Christensen
Guitar – Eivind Aarset
Percussion – Jon Christensen, Paolo Vinaccia
Saxophone – Bendik Hofseth
Tabla – Talvin Singh
Vibraphone – Michael Mainieri

Hofseth steht tonal relativ gerade in einer Linie mit Jan Garbarek, hat ihn ganz sicher zum Vorbild gehabt, doch als Epigonen will ich ihn gar nicht durchgehen lassen. Auch wenn Hofseth in ungewöhnlicher Besetzung mit Musikern unterschiedlichster Herkunft, Prägung und Spielkultur ebenso wie Garbarek weltmusikalische Sounds mit Nordic Jazz mischt, so ist dies ein Experiment, das ich als wesentlich gelungener empfinde, als viele der Weltmusikplatten des alten Meisters.
Die Basis sind auf jeden Fall nordisch geprägte Kompositionen, die Hofseth als durchaus typischen Jazzer seines Heimatlandes ausweisen und oft diesen so weitgetragenen, hymnischen Charakter haben. Doch alleine die schon prickelnde und spannungsversprechende Mixtur aus Mainieris fast düsteren Vibes, Aarsets manchmal aggressiv jaulender Progjazz- Gitarre, den hier erst recht exotischen Sounds der Tablas von Talvin Singh und den beiden Altmeistern des nordischen Jazzrhythmus lässt dieses Set in einem wunderbar vielfarbigen Licht erscheinen. Mit jeder Komposition, ja jedem Takt erwirkt die Gruppe eine neue, faszinierende Klangfarbe. Hier ist das Motto nicht East meets West, sondern eher East meets North und diese Idee geht in all ihren Facetten einfach auf.


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 17. Dez 2020, 11:12 bearbeitet]
wildgeist
Ist häufiger hier
#20375 erstellt: 17. Dez 2020, 19:10
Hier heute etwas mehr geerdete Musik:

Dave Douglas' Tiny Bell Trio - Constellations (Hat Hut von 2002)

mit Brad Shepik g
Jim Black dr
Dave Douglas tp

aa
Thowie
Hat sich gelöscht
#20376 erstellt: 17. Dez 2020, 19:43
Im Moment läuft die hier:

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Schöne Liveatmosphäre, direkter, klarer Sound, und die Spielfreude der Akteure ist sehr ansteckend. Macht Laune!
wildgeist
Ist häufiger hier
#20377 erstellt: 17. Dez 2020, 20:10
Ich habe mit ARI BROWN einen von mir sehr geschätzten Saxophonisten im CD-Player.
Er spielt unter anderem im KAHIL El' ZABAR'S RITUAL TRIO oder bei BRIGHT MOMENTS, dürfte aber vielleicht nicht so bekannt sein.

aa

Interessant sind hier auch seine Mitspieler:
Kirk Brown p
Josef Ben Israel b
Avreeayl Ra dr
andreas3
Inventar
#20379 erstellt: 17. Dez 2020, 21:41

...bin ich eigentlich derzeit alleine mit dem Problem...


Zumindest scheints kein Forenproblem zu sein, hier kommen die Benachrichtigungen zeitnah..

Es spielt ein "klassisches" Quintett:

what if?

Kenny Barron - What If?
Enja 1986

Kenny Barron - piano
Wallace Roney - trumpet
John Stubblefield - tenor sax
Cecil McBee - bass
Victor Lewis - drums

Ich liebe Scheiben, die mit jedem Hören besser werden, und das hier ist ein gutes Beispiel. Sieben Stücke, davon vier Eigenkompositionen im Quintett, ein Stück von McBee als Pianotrio, den Titel Dexterity von Charlie Parker im Duett mit Lewis und Trinkle Tinkle von Thelonious Monk für Solopiano. Feines Album.
wilder-Denker
Stammgast
#20381 erstellt: 17. Dez 2020, 23:25

wilder-Denker (Beitrag #20378) schrieb:
[ off topic ]
... bin ich eigentlich derzeit alleine mit dem Problem, dass ich seit 2-3 Tagen keine Email-Benachrichtigung mehr erhalte, wenn hier ein neuer Beitrag gepostet wird
[ /off topic ]


... ok, eine Änderung des Mail-Accounts hat scheinbar Abhilfe geschafft ... falls noch wer betroffen ist, bei mir hatte ein @gmail.com plötzlich nicht mehr geliefert, warum auch immer ... @Michael: die Off-Topics zuvor können gerne gelöscht werden.

----------

.... weiter mit den Juwelen aus 2020:

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Spiders

Tim Berne - alto saxophone, compositions
Matt Mitchell - piano

... Berne hatte dieses Jahr die ein oder andere Veröffentlichung am Start, aber als Freund der Zwiegespräche ist diese hier mein persönlicher Favorit. Kurz vor den ersten Lock-Downs war es den Beiden noch möglich sich Live zu begegnen ... ein paar Wochen später hätte man "eingespielte Spuren" hin- und herreichen müssen, was sicherlich zu einem anderen Ergebnis geführt hätte ... ein wunderbar, intensives Duo und Tim Berne wächst und wächst (in meinen Ohren), schöner Raumklang (wenn ich auch gerne den Raum benannt wüsste) ... für Freunde der etwas improvisierterten Spielart durchaus eine überzeugende Darbietung.


// Gruß


[Beitrag von wilder-Denker am 17. Dez 2020, 23:27 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#20382 erstellt: 18. Dez 2020, 16:56
Hier ist ein kleines Weihnachtsgeschenk von mir für mich eingetroffen: Dexter Gordon - The Complete Blue Note Sixties Sessions - Blue Note 6CD 1961-65/1996. Ich wollte immer schon Gordons kompletten Output für BN mal sauber gebündelt haben, auch wenn ich das meiste mit Einzel-CDs abgedeckt habe (ein paar auch in audiophilen Ausgaben von Analogue Productions oder AudioWave). Die Masters sind ausnahmslos die bewährten von Ron McMaster, bei denen so gut wie nicht in den Originalklang eingegriffen wurde. Tolle Sache, feine Box, hübsches 60-seitiges Booklet dabei. Freude 🎄!

Die Box war noch OVP seit 1996 und ich habe sie nun nach 24 Jahren entjungfert. Es war noch ein Preisschild des Plattengeschäfts Lerche aus Stuttgart aufgeklebt, DM 149,90 ! "Die Lerche" war ein toller Laden, gibt es auch schon sehr lange nicht mehr. Wir sind Anfang der 1980er bisweilen extra aus Franken dort zum Plattenkaufen hingefahren.

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Thowie
Hat sich gelöscht
#20383 erstellt: 18. Dez 2020, 20:59
Wie geil! Glückwunsch!

Das ist mal ein ganz besonderes, einmaliges Geschenk!

Gruß Thomas
wilder-Denker
Stammgast
#20384 erstellt: 18. Dez 2020, 22:46

arnaoutchot (Beitrag #20382) schrieb:
Dexter Gordon - The Complete Blue Note Sixties Sessions
...
Die Box war noch OVP seit 1996 und ich habe sie nun nach 24 Jahren entjungfert.


... das ist ja tatsächlich mal cool. Ich werde morgen mit einem Freund (und Flaschenbesitzer) eine Glenfarclas Family Casks 24 Jahre 1996/2020 öffnen ... das hätte beides so wunderbar zusammen gepasst, in Gedenken nehme ich mal die GO mit (sonst habe ich leider gerade nichts von Gordon auf der Platte)

----

Hier weiterhin 2020er:

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Steph Richards - Supersense

Steph Richards (trumpet, flugelhorn, resonating drums/water)
Jason Moran (piano)
Stomu Takeishi (bass)
Kenny Wollesen (drums, Wollesonics)

... auf dem Schirm hatte ich Steph(anie) Richards schon länger, aber richtig eingelassen erst vor wenigen Wochen. Nach mehrmaligem Hören der Supersense bin ich von Mal zu Mal mehr angetan und reihe das Werk vorne bei meinen persönlichen "Best of Newcomers" ein ... ganz nach meinem, wenn auch nicht jedermanns, Verständnis von zeitgenössischem Jazz ... für Neugierige ein Ohr wert.


// Gruß
Don_Tomaso
Inventar
#20385 erstellt: 18. Dez 2020, 23:35

Mr._Lovegrove (Beitrag #20371) schrieb:
Seit ich meinen Spotify Account habe, läuft hier so viel noch nicht gehörter Jazz, ich kann das alles gar nicht auflisten.

Ich möchte die Möglichkeit gar nicht mehr missen. A... bietet im Music Unlimited fast alles, was mich interessiert, in CD-Qualität an und mein FiiO hängt im Heimnetzwerk und kann darauf zugreifen.
Wenn mir etwas gut gefällt, wird es idR auch als CD gekauft und landet auf der NAS.



Gestern abend auf der Busfahrt spielten diese vier Herren fein auf:
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John Abercrombie
Class Trip, 2004

Double Bass – Marc Johnson
Drums – Joey Baron
Guitar – John Abercrombie
Violin – Mark Feldman

Ich kannte bisher nur die dritte Scheibe dieses Quartett, "Third Quartet", dieses zweite Album ist sogar noch etwas besser und dichter musiziert. Auf die Geige muß man stehen, aber Feldman nutzt sein Instrument weder verkitscht noch schwülstig, sondern holt aus ihm atmosphärische Begleitungen und Soli heraus. Zu Abercrombie selbst muß ich wohl nix mehr sagen. In dieser Quartettformation wähnt er sich in sehr kontemplativen und weitflächigen Gefilden. Da muss ich mir das erste Album natürlich auch noch mal anhören.
...

Guter Tipp, läuft gerade. Danke.
Don_Tomaso
Inventar
#20386 erstellt: 19. Dez 2020, 00:33

andreas3 (Beitrag #20379) schrieb:
..

Es spielt ein "klassisches" Quintett:

what if?

Kenny Barron - What If?
Enja 1986

Kenny Barron - piano
Wallace Roney - trumpet
John Stubblefield - tenor sax
Cecil McBee - bass
Victor Lewis - drums

Ich liebe Scheiben, die mit jedem Hören besser werden, und das hier ist ein gutes Beispiel. Sieben Stücke, davon vier Eigenkompositionen im Quintett, ein Stück von McBee als Pianotrio, den Titel Dexterity von Charlie Parker im Duett mit Lewis und Trinkle Tinkle von Thelonious Monk für Solopiano. Feines Album.

Auch für diesen Tipp vielen Dank. Das ist genau meine Kragenweite oder eher mein Beuteschema. Die Aufnahme ist hervorragend! Und McBee solch ein phantastischer Bassist, ich liebe diesen knurrigen und rauhen Ton sehr. Ach was, die sind alle fünf klasse!
wilder-Denker
Stammgast
#20387 erstellt: 19. Dez 2020, 01:14
... selbst, wenn 2029 recorded, so denn 2020 released:

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Unfiltered

Nathan Reising, alto saxophone
Morgan Guerin, tenor saxophone
Lex Korten, piano
Sasha Berliner, vibraphone
Nick Dunston, bass
Tyshawn Sorey, drums

,,, freiere, wenn auch nicht wirklich freies, Zusammentreffen ... m.E. im Sinne des Jazz an sich ein durchaus hörenswerter Beitrag zur Entwicklung der Gegenwart, je nach Gusto, auch mit Langzeitqualität ...

/ Gruß (vom Querhörer)
Mr._Lovegrove
Inventar
#20388 erstellt: 19. Dez 2020, 09:38
Ich habe gestern Klischees (vorallem die in meinem Kopf) abbauen wollen. Ich habe mir, wenn auch beim Bügeln und in mono (zu mehr hat es bei diesem Musiker noch nicht gereicht ) aus einer Bluetoothbox, folgendes Album angehört:

jpc.dejpc.de
Keith Jarrett, Gary Peacok, Jack DeJohnette
Standards Vol. 1, ECM

Und was sich dort so nebenher aus dem kleinen Lautsprecher herausgeschlängelt hat, ist wirklich absolut erstaunlich und erfrischend zugleich gewesen. Einige kenne meine Aversion gegen Jarrett, weshalb ich mich bisher auch nocht nicht zu diesem Werk durchdringen konnte. Aber Jarrett straft hier alles Gehabe Lügen und erschuf zusammen in einem faszinierenden Teamplay mit Peacock und DeJohnette eine Trioplatte, die unter nahezu allen Umständen als zeitlos bezeichnet werden kann und in dieser brillanten Form bis heute Bestand hat. Jarrett entstaubt all diese Klassiker, durchpustet sie ordentlich, gibt ihnen frische Farbe. Seine Gesangseinlagen nerven auch hier tierisch, aber sein Klavierspiel entbehrt hier nahezu jeglicher Manierismen und Eigenarten.
Wer diese Platte gehört hat, der weiß, woher nahezu alle nachfolgenden Klaviertrios jüngeren Geburtsdatums ihre Inspiration bezogen haben und wo ihre Wurzeln liegen.
Ich höre schon die Jarrett- Fans rufen: "Siehste wohl...!"


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 19. Dez 2020, 11:47 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#20389 erstellt: 19. Dez 2020, 11:36

Mr._Lovegrove (Beitrag #20388) schrieb:
Ich höre schon die Jarrett- Fans rufen: "Siehste wohl...!" ;)


Siehste wohl ! Und jetzt gleich weiter mit Vol. 2, der Changes oder der Standards Live. Aber bitte besorge Dir vernünftig klingende Ausgaben, die Platten sind ja auch recht gut aufgenommen.

Hier deutsche Jazz-Fusion: Michael Naura - Rainbow Runner - Spiegelei 1972. Etwas entspannterer Nachfolger der berühmteren Call aus dem Jahr davor, Besetzung ist gleich mit Michael Naura (e-p), Wolfgang Schlüter (vib), Eberhard Weber (e-b), Joe Nay (dr). Angenehmer musikalischer Start in einen trüben Dezembertag. Die Vinylplatte auf dem ikonischen Spiegelei-Label wurde nie wieder aufgelegt, weder auf LP und Vinyl und ist heute dementsprechend teuer. Ich höre einen Vinyl-Rip.

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Thowie
Hat sich gelöscht
#20390 erstellt: 19. Dez 2020, 11:41
Ich trau‘s mich kaum, hier zu posten, aber ich höre gerade mit Genuss die hier:

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Brauchte mal was warmes, friedliches, in das ich mich einfach entspannt reinfallen lassen kann.
wilder-Denker
Stammgast
#20391 erstellt: 19. Dez 2020, 11:58

Thowie (Beitrag #20390) schrieb:
Ich trau‘s mich kaum, hier zu posten, aber ich höre gerade mit Genuss die hier ...


... warum nicht. Ich hatte ihn vor ein paar Jahren mal live erleben dürfen und das Konzert war - entgegen meiner Erwartungen - ein grossartiges Erlebnis.

Viel Spass damit
Thowie
Hat sich gelöscht
#20392 erstellt: 19. Dez 2020, 18:23
Danke!

Und da es so schön war, läuft gleich die hier von Vinyl:

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Nach dem ich die neuen Vinyls nicht weniger als 5x auf der ON gewaschen und diverse Schneidespäne am Rand entfernt habe und das Loch nachbearbeiten musste, um sie überhaupt auflegen zu können, klingt sie jetzt sehr schön analog und füllig.
Trotzdem war ein Grundknistern nicht raus zu bekommen. War wohl „audiophiles Recyclingvinyl“. Sauerei! Für fast 35€.

Schöne Musik, wenn auch Mainstream, aber die Qualität war wieder unterirdisch. Trotzdem im Endergebnis schöner als von CD.
Hat jemand davon ne SACD?
arnaoutchot
Moderator
#20393 erstellt: 19. Dez 2020, 19:12

Thowie (Beitrag #20392) schrieb:
Nach dem ich die neuen Vinyls nicht weniger als 5x auf der ON gewaschen und diverse Schneidespäne am Rand entfernt habe und das Loch nachbearbeiten musste, um sie überhaupt auflegen zu können, klingt sie jetzt sehr schön analog und füllig.


Die Leidensbereitschaft von Vinylhörern ist grenzenlos ... Siehe dazu auch unsere Diskussionen über Blue-Note-Pressungen im Audiophiles-Vinyl-Jazz-Thread ... ich hatte mal einen HiRez-Download von Gregory Porter, der klang sehr gut, aber musikalisch ist mir das zu vokallastig.


[Beitrag von arnaoutchot am 19. Dez 2020, 19:16 bearbeitet]
Thowie
Hat sich gelöscht
#20394 erstellt: 19. Dez 2020, 19:25

arnaoutchot (Beitrag #20393) schrieb:


Die Leidensbereitschaft von Vinylhörern ist grenzenlos ... Siehe dazu auch unsere Diskussionen über Blue-Note-Pressungen im Audiophiles-Vinyl-Jazz-Thread ...


Na ja, wenn es von der Scheibe eine richtig gute SACD gäbe, hätte ich die schon bevorzugt.
Aber definitiv klingt die „restaurierte“ Neu-Vinyl besser als die CD.

Allerdings ist dazu etwas „Material“ erforderlich. Immerhin läuft mein oller Thorens mit SME 3009/III Ärmchen und 2M Black an Phono Box DS.
Ich weiß, die Phonojünger hier werden über den „Schrott“ die Nase rümpfen, da der Dreher bei 30.000€ Transrotor anfängt, mindestens externe Akkunetzteile und drei Tonarme haben muss, vom MC für mindestens vierstellige Beträge mal abgesehen.

Aber vom „Normal-DJ-Dreher“ oder „Neu-Rega“ bin ich auch Meilen entfernt. DEN Unterschied hört man dann auch sehr deutlich.
arnaoutchot
Moderator
#20395 erstellt: 19. Dez 2020, 19:45

Thowie (Beitrag #20394) schrieb:
Na ja, wenn es von der Scheibe eine richtig gute SACD gäbe, hätte ich die schon bevorzugt.


Es gibt eine Blu Ray Audio. Die hat vermutlich das von mir erwähnte HiRes-Mastering. Habe und kenne sie aber nicht.

R-10973935-1507481448-8117.jpeg
https://www.discogs....rit/release/10973935
Mr._Lovegrove
Inventar
#20396 erstellt: 20. Dez 2020, 12:10
Hier geht gerade eine freudige Lauschung zu Ende. Ich habe mich nochmals Matthew Shipp zugewandt.
jpc.de
Matthew Shipp Quartet
Pastoral Composure, 2000

Bass – William Parker
Drums – Gerald Cleaver
Piano – Matthew Shipp
Trumpet, Flugelhorn – Roy Campbell

Ich höre ja kaum zeitgenössischen Jazz, weil ich zu häufig zu wenig Eigenständigkeit und auch zu viel Verkopftheit erkenne, aber Shipp ist da eine andere Nummer. Natürlich ist das keine einfache Kost, die dieses Quartett präsentiert und natürlich hat diese Platte auch wilde und freie Momente (in meinem Sinne jedenfalls), aber Shipp ist sowohl als Komponist als auch gerade als Pianist ein extrem eigenständiger Charakter, der immer wieder geschickt zwischen klassischem Jazzpiano, Freejazz und avantgardistischen Momenten changiert. In klassischer Besetzung blicken er und seine willigen Gleichgesinnten mal in modernistische Abgründe wie gleich zu Beginn oder aber in vodergründig mainstreamigen Jazz wie in Titeln wie "Vision" oder "Progression" die das Quartett aber geschickt zerlegt und ganz neu wieder zusammenbaut.
Gerade auch weil Shipp eine aussergewönliche Formensprache spricht, ist das eine brillante Platte. Dieser Shipp gefällt mir immer mehr...


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 20. Dez 2020, 12:23 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#20397 erstellt: 20. Dez 2020, 16:57
Hier habe ich im Zusammenhang mit dem Jazz-Rock-Thread eine zu Unrecht viel zu unbekannte Platte ausgegraben: Sunbirds - s/t - BASF 1971. Zwar wird die rare Original-LP meist im Zusammenhang mit Kraut-Rock gelistet/gehandelt, aber das passt nicht: Kein Kraut, nur der Schlagzeuger Klaus Weiss ist Deutscher. Fritz Pauer (e-p) ist Österreicher, Ferdinand Povel (fl) Niederländer, Philippe Catherine (g) Belgier und Jimmy Woode (b) Amerikaner. Und Rock ist es auch nicht, sondern eindeutig leicht psychedelischer Fusion Jazz, typisch in die Zeit passend. Wem die kürzlich hier und im Jazz-Rock-Thread genannten Musiker wie Naura, Dauer oder Mangelsdorff liegen, sollte hier mal ein Ohr wagen, es lohnt sich. Anspieltipp: Spanish Sun, eine Hammernummer ! Die Originalplatte gehört zu den teuren, unter €200 geht aktuell gar nichts ...

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https://www.discogs.com/Sunbirds-Sunbirds/release/2514145


[Beitrag von arnaoutchot am 20. Dez 2020, 16:59 bearbeitet]
flexiJazzfan
Stammgast
#20398 erstellt: 20. Dez 2020, 17:40
Lynne Arriale \ (Quelle JPC)
Dem heutigen trüben Wetter wird mit einem unterhaltsamen und melodischen Album gegengesteuert:
Die Pianistin Lynne Arriale spielte (2009) im Quartett. „Nuance“ mit Altmeister George Mraz, der vielfältige Basslinien beisteuert, fein ziselierte Becken und treibende Drumakzente kommen im Hintergrund von Anthony Pinciotti und mit Trompete und Flügelhorn prägt kein Geringere als Randy Brecker mit viel Spielfreude den Charakter dieses Albums (CD + DVD).
Neben Eigenkompositionen bietet »Nuance« auch Interpretationen von Songs von Sting, Thelonious Monk, Dizzy Gillespie und Tommy Wolf. (Label: In+Out)

Hier wissen alle „wie es geht“ und die Aufnahmequalität ist sehr erfreulich.

Gruß
Rainer
Thowie
Hat sich gelöscht
#20399 erstellt: 20. Dez 2020, 18:13
Gerade die hier, vor ein paar Tagen gekommen und bisher ungehört.

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Macht echt Laune, und hat eine für die Zeit gute Klangqualität.

Schade, dass Vol. 1 und 2 derzeit nicht erhältlich sind.


[Beitrag von Thowie am 20. Dez 2020, 18:22 bearbeitet]
Thowie
Hat sich gelöscht
#20400 erstellt: 20. Dez 2020, 19:35
Und jetzt die mal wieder,- finde sie immer wieder großartig!

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arnaoutchot
Moderator
#20401 erstellt: 20. Dez 2020, 22:52
Thomas, Du weisst, dass es von One to One noch einen Teil 2 gibt ? ... https://www.discogs....ne-2/release/5293001

Hier die überraschende Entdeckung, dass die Tsuyoshi Yamamoto Trio Live at the Misty und Blues for Tee nicht nur beide im Jazzclub Misty aufgenommen sind, sondern sogar beide am gleichen Tag, dem 25. Dezember 1974. Beides grossartige Alben, die Blues for Tee gefällt mir sogar noch einen Tick besser ! Das muss ein toller und langer Abend gewesen sein. Für alle Yamamoto-Fans ein sicherer Tipp, aber es sind natürlich Live-Aufnahmen mit deutlichen Publikumsgeräuschen.

R-2747342-1557858434-5977.jpeg R-4123800-1572689478-9512.jpeg
wilder-Denker
Stammgast
#20402 erstellt: 20. Dez 2020, 23:02

Mr._Lovegrove (Beitrag #20396) schrieb:
Hier geht gerade eine freudige Lauschung zu Ende ....


... analog zu Keith Jarrett oben, dann auch hier von mir ein Siehste wohl! - Mit der Pastoral Composure hast du vermutlich für dich gar eine richtige aus Shipps Werk gegriffen. Sollte Neugier und Begeisterung anhalten, dann empfehle ich wirklich mal einen Sprung auf der Zeitachse zu wagen: dieses Zwiegespräch oder die neueste Trio-Einspielung, sowie das neueste Solo-Werk zeigen allesamt die Entwicklung von Shipp (und seinen Begleitern) ... bei nicht immer "einfache Kost" sind wir uns einig, DASS dies aber nicht von


Mr._Lovegrove (Beitrag #20396) schrieb:
... weil ich zu häufig zu wenig Eigenständigkeit und auch zu viel Verkopftheit ...


... regiert wird, das mag ich beinahe garantieren wollen

Alles andere, liegt - wie immer - im Ohr des Lauschers ...


// Gruß
wilder-Denker
Stammgast
#20403 erstellt: 20. Dez 2020, 23:40

arnaoutchot (Beitrag #20397) schrieb:
Sunbirds - s/t - BASF 1971


... du bringst ja gerade ein Déjà-Vu nach dem anderen für mich ... auch die hatte ich vor einigen Jahrzehnten in meinem Besitz

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Tatsächlich gerade am Start, mal wieder Zwiegespräche (in Zeiten der Pandemie):

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Afternoon Tea

Frode Gjerstad - reeds,
Ferdinand Bergstrøm - guitar

... Frode Gjerstad begann schon vor Corona mit der Veröffentlichung zahlreicher(!) Archiv-Aufnahmen unter eigenem Label. Vieles davon für "Fan's Only", andererseits ist es nicht all zu schwer Fan zu sein, ist er doch ein wichtiger Mitstreiter in Sachen zeitgenössischem Jazz.

Diese Afternoon Tea entstand jetzt im Oktober "everything recorded in one day". Das Herz schlägt für Musik, man trifft sich und nimmt auf ... heraus kommen zwar freie, aber zarte Töne. Das Wohnzimmer verbietet wohl ein härteres Anblasen der Reeds und genau das ist es, was den Charme dieser Aufnahmen ausmacht ... intime, freie Töne und ja, auch hier für "Fan's Only", dann aber mit Freude


// Gruß
arnaoutchot
Moderator
#20404 erstellt: 20. Dez 2020, 23:52

wilder-Denker (Beitrag #20403) schrieb:

arnaoutchot (Beitrag #20397) schrieb:
Sunbirds - s/t - BASF 1971


... du bringst ja gerade ein Déjà-Vu nach dem anderen für mich ... auch die hatte ich vor einigen Jahrzehnten in meinem Besitz


Oh no ... ich hoffe, Du hast sie teuer verkauft oder demjenigen, der sie bekommen hat, wenigstens eine grosse Freude gemacht. Die fand ich heute ausnehmend gut !

An Dich musste ich heute auch denken, nachmittags liefen mal Auszüge von Thumbscrew - The Anthony Braxton Project - Cuneiform 2020 an mir vorbei, ich fand leider keine komplette Version beim Streamer. Da muss ich nochmals auf die Suche gehen. Das war hochinteressant, wie Mary Halvorson (g), Tomas Fujiwara (dr, vib) und Michael Formanek (ac-b) Kompositionen von Braxton für das Trio arrangieren und vor allem spielen ! Hochintelligenter freier Jazz.

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wilder-Denker
Stammgast
#20405 erstellt: 22. Dez 2020, 00:15

arnaoutchot (Beitrag #20242) schrieb:

wilder-Denker (Beitrag #20241) schrieb:
dies wäre ein Tipp für Neugierige ...


Absolut ! Voll von mir unterstützt. Ich halte Ware ohnehin für eher unterbewertet, sein zu früher Tod hat es natürlich nicht besser gemacht. Mein Favorit ist noch immer die Godspelized (DIW Japan 1996), die ein Free-Jazz-Monument ist, das sich mit den späteren Werken eines Coltrane messen kann.


... ich knüpfe mal an letzten Monat an, wir hatten einen kurzen Blick auf David S. Ware ... der von Michael vorgestellten Godspelized konnte ich damals nicht folgen, aber jetzt . Meine Sammlung an Ware ist nicht vollständig, aber mein Interesse ungebremst und somit ein kleiner Nachschlag:

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Godspelized (1996)

Bass – William Parker
Drums – Susie Ibarra
Piano – Matthew Shipp
Tenor Saxophone, Written-By – David S. Ware

... wahrhaftig eine Perle, die sich nach den ersten Takten so langsam anfängt zu entwickeln. Für viele hier vermutlich ein "musikalischer Höllentrip", für die Freunde der beherzteren Herangehensweise eine Offenbarung, die "all that Jazz" auf den Nenner bringt ... ganz grosses musikalisches Erleben, welches wundersamerweise gerade mit einer (Fremd)Komposition von Sun Ra (The Stargazers) einen gewissen Ruhepunkt erreicht und mir mal wieder die Aufmerksamkeit zu Susie Ibarra lenkt ... da will ich gerne weiter forschen.

---------

Im Werk von David S Ware siedelt sich Godspelized, nicht nur chronologisch, perfekt zwischen den beiden an:

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Oblations and Blessings

... auch eine 96er Quartet-Aufnahme, allerdings noch mit Whit Dickey an den Drums. Insgesamt vielleicht etwas "geschlossener" und verhaltener im Drive, aber auch richtig gut.

und

a1490267570_10
Wisdom of Uncertainty (1997)

... hier dann, ein Jahr später, wieder mit Susie Ibarra an den Drums und mit gelegentlichen Momenten, die man auch Mathew Shipp-(Neu)Entdeckern nahe legen könnte, um dessen Werk zu folgen ...


Alles in allem, David S. Ware ist hierzulande mehr als "underrated", er war ein ganz grosser ... Danke, Michael für den Tipp mit der "Godspelized welcher mich zu Ware und "ich will mehr" zurückbringt


// Gruß
arnaoutchot
Moderator
#20406 erstellt: 22. Dez 2020, 12:50
Joerg, freut mich, dass Dir die Godspelized gefällt ... ich habe auch vor, meine vorhandenen Platten von Ware mal "aufzuarbeiten" (es liegt da zB die 3-CD-Box Live in the World, die Live-Aufnahmen aus Italien von 1998-2003 enthält, die ich nur beim Kauf mal durchlaufen habe lassen, und eine Handvoll Studio-Platten ... alles noch (zu) wenig gehört). Bevor ich das nicht gemacht habe, sehe ich aktuell auch keinen Sinn, noch mehr anzuhäufen.

Ich höre aktuell weit mehr Jazz, als ich hier posten kann. Gestern lief eine sehr interessante Mangelsdorff-LP, die noch bei den letzten Platten dabei war. Albert Mangelsdorff - Pierre Favre - Joachim Kühn - Gunter Hampel - Solo Now - MPS 1976. Leider musste ich abbrechen, weil der Zustand der Platte nicht gut ist, sie muss dringend gewaschen werden, ich vermute, sie wurde nass gespielt ... Ärgerlich ! Inhaltlich Soli der vier Musiker, die sich erst am Ende für ein Stück zum Quartett finden. Liess sich gut an.

IMG_1860D


Danach Amancio d'Silva - Integration - Columbia UK 1969. Wieder eine Platte aus meiner Reihe obskurer britischer Jazz. Der Gitarrist d'Silva stammte - entgegen seines eher brasilianisch klingenden Namens - aus Indien. Er kam in den 1960ern nach London und nahm dort diese Platte mit Ian Carr und Don Rendell auf, die ich ganz vorzüglich finde. Besonders sein hörbar von indischer Sitarmusik beeinflusstes Gitarrenspiel finde ich interessant. Ein absoluter Geheimtipp ! Joerg, wenn Du sagst, die hattest Du auch als LP, dann beisse ich in die Tischplatte ! Die Originalpressung ist eine der teuersten Jazzplatten aller Zeiten und ging in Discogs wohl schon für über umgerechnet EUR 2.000 weg. Bei Discogs kann man auch reinhören.

R-2331277-1300341931.jpeg
https://www.discogs.com/Amancio-DSilva-Integration/master/319702


Aber gerade läuft wieder Dexter Gordon aus der weiter oben schon gezeigten Box. Phänomenal ! Der Mann konnte einfach gar keine schlechte Platte machen, auch wenn er selbst Go und die direkt darauf folgende A Swingin' Affair für seine besten BN-Aufnahmen hielt (gleich mir! ). Ich habe gestern auch etwas in dem interessanten Booklet gelesen, das seinen interessanten Schriftverkehr mit Alfred Lion und Francis Wolff in Auszügen abdruckt. Leider endete die Zusammmenarbeit von Gordon mit BN bekanntlich entgegen dem Willen beider Parteien abrupt in 1965. Gordon hatte 1966 leider wieder ein Drogendelikt am Hals, wollte deswegen nicht zu Aufnahmen in die USA zurückkehren und blieb in Europa. 1965 verkauften Lion und Wolff das Label an Liberty und 1967 zog sich Lion in den Ruhestand zurück. Gordon kehrte erst 1975 wieder in die USA zurück. Nun, grosse Musik, die uns hier hinterlassen wurde.

IMG_1859
CasparM
Ist häufiger hier
#20407 erstellt: 22. Dez 2020, 15:05
Wenn ich mal etwas Ruhe brauche immer wieder gerne gehört. Aktuell die CD-Version in Stereo & Remastered von 2004

Illinois Jacquet ‎– Desert Winds - 1964

amazon.de

Illinois Jacquet - tenor saxophone, alto saxophone
Kenny Burrell - guitar
Tommy Flanagan - piano
Wendell Marshall - bass
Ray Lucas - drums
Willie Rodriguez - latin drums
wildgeist
Ist häufiger hier
#20408 erstellt: 22. Dez 2020, 20:36
Apropos Matthew Shipp, ich habe vor kurzem die folgende CD "erstanden":

aa
https://www.discogs....Live/release/4573434

Eine Live-Aufnahme der Nu Bop-Veröffentlichung von 2002 mit

Daniel Carter ts, as
William Parker b
Guillermo E. Brown dr
Matthew Shipp p

Sehr empfehlenswert.
wilder-Denker
Stammgast
#20409 erstellt: 22. Dez 2020, 22:04

arnaoutchot (Beitrag #20406) schrieb:
Joerg, freut mich, dass Dir die Godspelized gefällt ... ... alles noch (zu) wenig gehört). Bevor ich das nicht gemacht habe, sehe ich aktuell auch keinen Sinn, noch mehr anzuhäufen.


... mehr als verständlich, ich kann nur dazu ermuntern die angesammelten Werke zu hören (und werde gleich trotzdem noch ein "Must-Have" ergänzen), bin ja eher für Live-Aufnahmen:


wildgeist (Beitrag #20408) schrieb:
Apropos Matthew Shipp, ich habe vor kurzem die folgende CD "erstanden":
https://www.discogs....Live/release/4573434


... diese Besetzung, ich tausche Carter gegen Ware war - bis jetzt - das Highlight meines Tages:

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Renunciation (2006)

David S. Ware: tenor saxophone
Matthew Shipp: piano
William Parker: bass
Guillermo E. Brown: drums

... obwohl einiges von Ware ging diese bis heute an mir vorbei. Oft "vergleicht" man ihn ja gerne, und völlig zurecht, mit Blick auf Coltrane ... hier Track 2 (nach der Introduction quasi der erste) Ganesh Sound, das sollte wirklich jeder einmal gehört haben ... mein Grinsen und "Nochmal-Hören" dauert an

Und, leider bin da raus, für Vinyl-Sammler gibt es wohl ein vergriffenes Werk, welchem man wohl unbedingt ein Augenmerk schenken sollte


// Gruß


[Beitrag von wilder-Denker am 22. Dez 2020, 22:06 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#20410 erstellt: 22. Dez 2020, 23:52
Hier Deutscher Musikrat - Musik in Deutschland 1950-2000 - Jazz / Solo und Duo 1970-2000 - Sony RCA 2008. Die o.g. Mangelsdorff LP brachte mich auf die Idee, nach dieser CD in meiner Sammlung zu suchen. Wie der Titel schon sagt, Solos und Duos meist aus dem freieren deutschen Jazz (Ost und West). Inhalt siehe Discogs-Link. Sehr gut !

R-4313235-1361469277-6750.jpeg
https://www.discogs....2000/release/4313235


Edit: Und ja, Ganesh Sound ist fein !


[Beitrag von arnaoutchot am 23. Dez 2020, 00:05 bearbeitet]
wilder-Denker
Stammgast
#20411 erstellt: 23. Dez 2020, 00:19

arnaoutchot (Beitrag #20410) schrieb:
Hier Deutscher Musikrat - Musik in Deutschland 1950-2000 - Jazz / Solo und Duo 1970-2000


... kenne ich nicht, aber das klingt spannend, denn auch ich bin derzeit zufällig in der Geschichte des "Jazz aus Deutschland" angelangt:

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Modern Jazz Quintet Karlsruhe

u.a. mit

Herbert Joos - flugelhorn, mellophone, piston, percussion
Wilfried Eichhorn - tenor & soprano saxophone, flute
Helmuth Zimmer - piano
Klaus Bühler - double bass
Rudi Theilmann - drums

... eine ReIssue des Ensembles mit Aufnahmen von 1970 - 73, die mich abseits von Globe Unity & Co hellhörig werden lässt. Selbst als "junger" Jazz-Freund hatte ich diese Truppe zeitnah nicht auf dem Schirm, heute erfreue ich mich um diese formidable Ergänzung meines Hörschatzes ... es gibt einfach zu vieles, dem man folgen sollte / könnte / müsste ... umso erfreulicher, wenn ein jeder gelegentlich (s)ein Juwel findet


// Gruß
Sal
Inventar
#20412 erstellt: 23. Dez 2020, 23:25

Ich höre schon die Jarrett- Fans rufen: "Siehste wohl...!"

Nö, Mr Lovegrove, aber ich frage mich manchmal,
wie viele Redaktionen dich als Rezensent abgelehnt haben,
ob der Schreibe die wie einer klingt, der gerne Rezensieren möchte...

Anyway:
Man kann es negativ hören: Hat man eine Platte des Trios gehört,
hat man alle gehört.
Oder positiv - soviel grandioses, bewegendes, unerhörtes gab es in den folgenden 35 Jahren
noch zu hören. Gerade auf dem CD-Teller:
Die "Changeless"
Changeless

Denn das Trio war in meinen Ohren am besten, wenn es - wie Jarrett selber als Solist-
ohne jede Songvorlage einfach nur loslegten. Man bekommt Gänsehaut bei dem Gedanken,
dass das Zusammenspiel wie durchgeprobt klingt aber tatsächlich in der Millisekunde des
Augenblicks entstanden ist...


[Beitrag von Sal am 23. Dez 2020, 23:29 bearbeitet]
Mr._Lovegrove
Inventar
#20413 erstellt: 24. Dez 2020, 09:54

Sal (Beitrag #20412) schrieb:

Nö, Mr Lovegrove, aber ich frage mich manchmal,
wie viele Redaktionen dich als Rezensent abgelehnt haben,
ob der Schreibe die wie einer klingt, der gerne Rezensieren möchte...

Hab mich nie beworben. Waren mir alle zu niveaulos.

Aber zurück zum Thema und zu einer mal ganz anderen Baustelle:
jpc.de
The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble
From the Stairwell , 2011

Beats, Effects, Programmed By – Gideon Kiers
Cello – Nina Hitz
Double Bass, Piano – Jason Köhnen
Guitar – Eelco Bosman
Saxophone, Bass Clarinet – Coen Kaldeway
Trombone – Hilary Jeffery
Trumpet – Eiríkur Orri Ólafsson
Violin – Sarah Anderson
Vocals, Piano – Charlotte Cegarra

Die niederländische Truppe um Gideon Kiers und Jason Köhnen machte nach eigenem Bekunden Musik um der Stimmung willen. Dies gelingt ihnen mehr als famos. Die Musik ist düster, abgründig, vernebelt, mystisch und vorallem eines: bildhaft cineastisch. Die Jazzanleihen begrenzen sich auf hie und da mal vorhandene Rhythmuspatterns und einige atmosphärische Bläsereinsätze und -soli, ansonsten pendelt die Gruppe zwischen Ambient, Noir und elektronischem Doom. Wenn man die Augen schließt, entstehen dabei nachtschwarze und breitwandige Bilder im Kinoformat. Faszinierend!
Wer schon alle Bohren & der Club of Gore gehört hat und neues Futter sucht, der lausche hier mal rein.
Mr._Lovegrove
Inventar
#20414 erstellt: 25. Dez 2020, 08:44
Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachten und besinnliche zwei weitere Feiertage!
wilder-Denker
Stammgast
#20415 erstellt: 26. Dez 2020, 00:42

Mr._Lovegrove (Beitrag #20414) schrieb:
Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachten und besinnliche zwei weitere Feiertage!


.... dem würde ich mich, auch wenn das "Bergfest" inzwischen überschritten, gerne anschliessen. Danke speziell auch dir, Michael, für deine fundierten Beiträge hier (für mich - nach wie vor - ein Paradebeispiel - gegenseitiger Anerkennung, selbst wenn man in anderen Gefilden unterwegs ist) ... mach weiter so und bleibe, vor allem, gesund!

------------

Hier nach etlicher Harmonie in heimischen Gefilden, die mir dann auch irgendwann ausreicht, jetzt ganz privat - im Schaukelstuhl - noch einen Ausklang des 1. Weihnachtsfeiertages:

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Quin Kirchner - The Shadows and the Light

.... eine 2020er, die allgemein viel Anerkennung gefunden hat. Die Betzung wechselt etwas von Track zu Track, neben dem Leader Kirchner (Drums, Percussion) erscheinen mir als bekannt u.a. Nick Mazzarella (Saxophone), Jason Stein (Bass Clarinet), Matt Ulery (Electric Bass). Das ist "Nu Jazz" ohne wenn und aber, speziell die ersten Stücke erinnern mich - dank Wurlitzer und E-Bass - durchaus an Soft Machine, im weiteren Verlauf etwas mehr "jazzy" ... immer angenehm, gerade jetzt zum Ausklang, recht angemessen.

Abseits davon, jedem seinen perönlichen Genuss…

// Gruß
arnaoutchot
Moderator
#20416 erstellt: 27. Dez 2020, 21:10
Ich hoffe, alle hatten hier ein schönes Weihnachtsfest trotz aller Einschränkungen ! Bei mir war es schön und ich war tatsächlich etwas abstinent von Jazz.

Aber jetzt habe ich noch ein verspätetes Weihnachtsgeschenk an jemanden aus der Runde hier: Ich höre gerade meine weiter oben gezeigte Dexter-Gordon-Box weiter und fand noch diese hier im Gordon-Fach: Dexter Gordon - The Classic Blue Note Recordings - Blue Note 2CD 2003. Die brauche ich jetzt nicht mehr. Die Doppel-CD basiert auf den guten Masters von Ron McMaster und gibt einen angemessenen Überblick über das Werk von Gordon auf Blue Note. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ich schicke die CD kostenlos innerhalb Deutschlands.

R-9024565-1473463877-2392.jpeg
https://www.discogs....ings/release/9024565
andreas3
Inventar
#20417 erstellt: 29. Dez 2020, 19:53
Nun ich hatte ebenfalls schöne Weihnachten, und da auf den Bergen in der Nähe Schnee fiel, sogar mit Winterwanderung, hier inzwischen selten geworden.

Und ich bin der stolze Gewinner von Michaels Weihnachtsaktion! Dexter Gordon dreht sich hier seit einer Stunde im Player, gerade läuft die zweite CD, und ich muss Michael Recht geben:


Phänomenal ! Der Mann konnte einfach gar keine schlechte Platte machen


Ich hatte von Gordon bisher die Go, die hier mit drei Stücken vertreten ist, und da ist diese hier eine schöne Ergänzung. Die DoCD ist nicht chronologisch aufgebaut, sondern die Abfolge der Stücke aus den fünf Jahren ist gemischt. Und das ist äußerst gut gelungen, wie ein gutes Konzert.
Macht Spaß, vielen Dank an Michael!
Hörstoff
Inventar
#20418 erstellt: 29. Dez 2020, 22:11
Neulich habe ich mir bei highresaudio eine neue Jazzrockeinspielung gegönnt.

Fetzig!

The Spice Cabinet - The Adventures of Pie Boy


https://thespicecabi...dventures-of-pie-boy

Euch einen guten Jahresausklang.


[Beitrag von Hörstoff am 29. Dez 2020, 22:12 bearbeitet]
Mr._Lovegrove
Inventar
#20419 erstellt: 29. Dez 2020, 23:03
Hier mal eine Obskurität des asiatischen Bootlegmarktes:
IMG_20201229_204320IMG_20201229_204333
Jazz at the Pawnshop

Alleine die Aufmachung schreit das Wort Bootleg förmlich heraus, da es dieses Album von hochoffzieller Seite heraus mit dieser Artworkvariante nie gegeben hat. Dann soll dies eine HDCD- codierte XRCD sein und zudem durch Universal Music vertrieben werden. Und dann beinhaltet die CD auch noch nur die Tracks der 2.LP des Doppelalbum, respektive der 2.CD der Doppelvariante. Im zugegebenermaßen auf dickem Papier gedruckten Booklet sind High End Geräte verschiedenster Coloeur und ein schlecht editierter Text in Englisch abgedruckt.
Klanglich sind die Aufnahme gegenüber der mir vorliegenden Proprius 3er Box nicht nur extrem viel lauter, sondern augenscheinlich komprimierter und arg höhenlastig mit deutlich weniger Geschmeidigkeit.
Schön gemacht ist die CD insgesamt trotzdem und somit ein ungewöhnliches Sammlerstück, welches nicht mal bei Discogs auftaucht.
Thowie
Hat sich gelöscht
#20420 erstellt: 30. Dez 2020, 21:02
Gerade macht die ungemein Spaß, nach einigen Abenden mit eher „ernsthafteren“ Jazzplatten.

Iiro Rantala ist manchmal mein Held, der irre Finne!

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Mr._Lovegrove
Inventar
#20421 erstellt: 31. Dez 2020, 10:25
Ach Mensch, hier läuft schon wieder was ganz aktuelles. Der Spotify Algorithmus ist gar nicht schlecht....
amazon.de
Verneri Pohjola
The Dead Don´t Dream, 2020

Bass – Antti Lötjönen
Drums, Gong – Mika Kallio
Pedal Steel Guitar – Miikka Paatelainen
Piano, Electronics – Tuomo Prättälä
Soprano Saxophone, Tenor Saxophone – Pauli Lyytinen
Trumpet – Verneri Pohjola

Die Besetzung mit Steel Guitar weckt Erinnerungen an Matthias Eick und wer Fan des norwegischen Trompeters ist, ist mit seinem finnischen Kollegen auf jeden Fall sehr gut bedient. Aber Pohjola spielt dennoch eine ganz eigenständige Musik, die viel positiver gestimmt daherkommt und weniger das große Gefühl beschwört. Pohjola spielt dabei eine ganz fantastische Trompete, die ebenso klar und transparent wie fein poetisch erklingt.
Seine Kompositionen stehen für ebenso urbanen wie lyrischen Nordic- Jazz, der einerseits die kühle Weite des Landes, aber andererseits auch eine ganz bestimmte Wärme transportiert. Eine tolle Platte in toller Klangqualität!


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 31. Dez 2020, 10:25 bearbeitet]
andreas3
Inventar
#20422 erstellt: 31. Dez 2020, 17:41
Am Rande des Jazz angesiedelt. Wer Lust auf schöne Melodien und feine Klänge hat, kann mal ein Ohr riskieren:

jade muse

Oregon - Jade Muse
Vanguard 2002

Ralph Towner - guitars, piano, hammond organ, French horn, trumpet, percussion
Paul McCandless - oboe, English horn, bass clarinet, wooden flute
Glen Moore - bass, bass guitar, piano, flute, violin
Collin Walcott - tabla, sitar, guitar, percussion, hammer dulcimer, etc.

Es handelt sich hier um eine Werkschau der Oregon- Alben auf Vanguard Rec. mit Aufnahmen von 1970 bis 1978, ergänzt um einige Schmankerl aus ihrer Zusammenarbeit mit Larry Coryell und Vasant Rai. Auf den eigenen Platten sind Gäste wie Elvin Jones / drums, Zbignief Seifert / violin oder der Pianist Larry Karush vertreten.
Vanguard hat mehrere "Best of" herausgebracht, die hier ist zuletzt erschienen und wurde liebevoll und erfolgreich remastered.

Allen Jazzfreunden einen guten Rutsch und viel Glück, Freude, Erfolg und Gesundheit im neuen Jahr!

Grüße!
Gomphus_sp.
Inventar
#20423 erstellt: 31. Dez 2020, 19:24
Tach, hier auch Oregon

j06.

Out Of The Woods ~ Deutschland, 1978

Allen ein schönes neues Jahr, Heiko
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