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Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)

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klutzkopp
Stammgast
#22513 erstellt: 24. Apr 2020, 07:56

Hüb' (Beitrag #22512) schrieb:
@Rille65 und Mahler:
Haitink und Kubelik sind sehr gute Alternativen, wobei Solti wahrscheinlich klanglich etwas die Nase vorn hat.


Bernstein ist bei Mahler auch eine gute Adresse, wobei ich jedenfalls wenn es eine GA sein soll die ältere mit dem NYPO bevorzugen würde.

Weiß aber nicht ob es die zu vertretbaren Preisen auf Vinyl gibt.
Hüb'
Moderator
#22514 erstellt: 24. Apr 2020, 08:07

klutzkopp (Beitrag #22513) schrieb:
Weiß aber nicht ob es die zu vertretbaren Preisen auf Vinyl gibt.

Ja, ist sie. Seine Neuaufnahme für die DG gab es nie als Box-Ausgabe auf Vinyl. Meines Wissens gibt es daraus alle einzelnen Sinfonien auch auf LP, die allerdings heute zu Schweinepreisen gehandelt werden. Seine 2. GA wurde ja zum Ende der LP-Ära hin veröffentlicht, was vermutlich an der ein oder anderen Stelle bereits mit verringerten LP-Auflagehöhen einher ging.
Sein Zyklus aus NY auf LP sollte hingegen für vertretbares Geld zu beschaffen sein.
Hörstoff
Inventar
#22515 erstellt: 24. Apr 2020, 18:15
MDG live könnte eine Alternative zu LSO live sein. Könnte - wenn das Kürzel MDG für ein weltbekanntes Sinfonieorchester stünde und nicht nur für eine Musikproduktionsgesellschaft. So bleibt die Auswahl zu überschaubar - und das Beethoven Orchester Bonn als Hauptdarsteller ist ein Geheimtipp.

Erneut, nach Franz Schrekers Oper "Irrelohe", eine ansprechende Liveinterpretation eines Komponisten der 1920er/1930er Jahre unter dem ehemaligen BOB-Dirigenten Stefan Blunier. Eine Sinfonie und auch das anschließende Intermezzo eher im Zeitlupentempo, selbst das Molto vivace ist noch zurückhaltend. Die Ergänzung einer Sammlung mit diesem Tonträger lohnt sich.

Franz Schmidt, Sinfonie Nr. 4, Stefan Blunier/Beethoven Orchester Bonn, 2010.

amazon.de
Rille65
Inventar
#22516 erstellt: 24. Apr 2020, 19:03
Warum ist Home Office so viel anstrengender als der eigentliche, „echte“ Job? Genervt von zu vielen Stunden in zu vielen, zu unwichtigen Telefonkonferenzen brauche ich etwas Aufheiterung zur Einleitung des Wochenendes, und finde sie in England, bei

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William Boyce - Neville Marriner*, Academy Of St. Martin-in-the-Fields* ‎– 8 Sinfonien Op. 2
Label: Decca ‎– 6.42402 AW
Format: Vinyl, LP
Land: Germany
Veröffentlicht: 1978

Warum erscheint mir der Barock immer so viel heiterer als die Klassik und Romantik? Hatten die damals bessere Laune, so im allgemeinen?
klutzkopp
Stammgast
#22517 erstellt: 24. Apr 2020, 19:25
Vielleicht haben die einfach mehr gesoffen

Hier läuft Brahms‘ VK mit Oistrach, Szell/Cleveland

Für‘n Appel und n‘Ei gebraucht gekauft.

Meine achte (! ) Aufnahme von Op. 77. Musste ich einfach auch noch haben...
Rille65
Inventar
#22518 erstellt: 24. Apr 2020, 19:33

klutzkopp (Beitrag #22517) schrieb:
Vielleicht haben die einfach mehr gesoffen

Nee, ich denke die hatten mehr Sex.


Meine achte (! ) Aufnahme von Op. 77. Musste ich einfach auch noch haben...

Soso. Bei mir bislang nur Mutter und diese

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Hörstoff
Inventar
#22519 erstellt: 24. Apr 2020, 19:45

Rille65 (Beitrag #22516) schrieb:
Hatten die damals bessere Laune, so im allgemeinen?

Durchaus möglich, der "Weltgeist" beziehungsweise die damals herrschenden Donalds waren sicherlich etwas anders und haben prachtvollere, ausladendere, nicht so analytische oder melancholische Darstellungsebenen wie zu klassischen oder romantischen Zeiten angeregt.
Wer muss darüber nicht lachen und wer weiß, was im Überschwang dann alles passierte?

Allerdings: traurig, sogar tieftraurig, klassisch religiös, aber sehr ausdrucksstark, auch das sind Facetten des Barock.
Giovanni Gabrieli, La Música Par San Rocco,
Melodi Cantores La Pifarescha/Elena Sartori,
Arts 2012

amazon.de

Nebenbei gab es im Barock ansonsten ja auch Vivaldi und Bach, die ihrerseits nicht gerade mit umwerfender Fröhlichkeit aufwarteten. Aber was soll's: Hauptsache, die Musik passt.


[Beitrag von Hörstoff am 24. Apr 2020, 19:46 bearbeitet]
Klassik_Fan
Ist häufiger hier
#22520 erstellt: 24. Apr 2020, 22:59
Hallo zusammen,

durch eine mich sehr ansprechende Beschreibung von Teleton, die ich an anderer Stelle gelesen habe, bin ich auf folgende CD gestoßen

Kurt Atterberg, Älven (Der Fluß) - Symphonische Dichtung für Orchester, opus 33

Atterberg9

Atterberg beschreibt mit seiner Musik den Weg eines Flusses von dem Ursprung im Gebirge bis zum Meer
Tolle, fast schon mitreißende Orchestermusik. Ich kannte den Namen Atterberg vorher gar nicht, aber dieser Komponist ist für mich eine sehr positive Überraschung.

Quasi als Beifang die 9. Sinfonie mit wunderschönen melodischen Stücken.
Freue mich schon jetzt auf die 3+6. Sinfonie, die ich ebenfalls bestellt habe und die noch im Zulauf ist.

Viele Grüße

Harry


[Beitrag von Klassik_Fan am 24. Apr 2020, 23:39 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#22521 erstellt: 25. Apr 2020, 10:30
Nach einem verhaltenen Start wird diese Musik des finnischen Komponisten Jean Sibelius zunehmend munterer und enthält dann Höhenflüge und dynamische Exkurse, um dann wieder zur Verhaltenheit zurückzukehren. Mental betrachtet einer abwechslungsreichen Bergwanderung vergleichbar. Sehr schöne Melodien, nicht modern (natürlich), aber auch nicht zu eingängig. Sibelius gilt als Komponist des Übergangs von der Spätromantik zur Moderne, hier aber kann letztere vor allem aufgrund der musikalischen Themenwechsel und weniger aufgrund der Themen an sich vermutet werden, die sich eher durch romantische, klanggewaltige und/oder folkoristische Züge auszeichnen und nur gelegentlich ins Disharmonische wechseln.

Die Komposition aus 1925 ist eine Vertonung eines Shakespearschen Werkes, das gemeinhin als Romanze gilt. Die zugrunde liegende Epoche (der 1920er) lässt sich ebenso wie die derzeit noch zu absolvierende "Postmoderne" als Phase des Übergangs charakterisieren, einige Parallelen drängen sich auf.

Sibelius' Werk ragt deutlich aus einem nur ansammelnden oder oberflächlichen Eklektizismus heraus.
Die BIS-Produktion und die Lettische Sinfonie befinden sich auf einem hohen Niveau.

Jean Sibelius: Der Sturm
Lettische Sinfonie/Okko Kamu
BIS 2011

jpc.de

Außerdem noch: Der Barde und Tapiola desselben Komponisten. Von mir allemal: Empfehlung.


[Beitrag von Hörstoff am 25. Apr 2020, 10:39 bearbeitet]
klutzkopp
Stammgast
#22522 erstellt: 25. Apr 2020, 11:23
Ich habe diese DoppelCD

jpc.de

mit sibelianischen Tondichtungen. Auch gelungene Aufnahmen die ich öfters höre.
Hörstoff
Inventar
#22523 erstellt: 25. Apr 2020, 11:37
Ah prima, ein Sampler, Pohjolas Tochter darf da natürlich auch nicht fehlen.
Sibelius ist sehr interessant.

Bei mir geht's weiter mit schwedischer Orgelmusik des 20. Jahrhunderts. Mehrere Komponisten interpretiert von Erik Lundkvist an der Orgel des Stockholmer Konzerthauses. Interessant.

amazon.de

Hüb'
Moderator
#22524 erstellt: 25. Apr 2020, 12:09
@Sibelius & Kamu:
Auch seine Sinfonien-GA ist in jeder Hinsicht sehr gelungen.
FabianJ
Inventar
#22525 erstellt: 25. Apr 2020, 13:07
jpc.de
Jean-Marie Leclair (1697-1764)
Sonate für 2 Violinen B-Dur op. 12 Nr. 6
Johannes Pramsohler (Violine), Roldán Bernabé (Violine)
Aufnahme: 24. - 27. Januar 2017, Gustav-Mahler-Saal, Toblach (Südtirol)

Lange wusste ich über Jean-Marie Leclair nicht mehr, als dass er ein damals berühmter Geigenvirtuose und Komponist war und - neben Alessandro Stradella - zu den bekannteren Mordopfern unter den Komponisten des Barock wurde. Erst später hörte ich etwas von seiner Musik.

In seiner Musik versuchte er, dass Elegant-Maßvolle der französischen Barockmusik mit der offener zur Schau gestellten Virtuosität der seinerzeit angesagten Musik der italienischen Violinvirutosen vom Schlage eines Vivaldi oder Locatelli zusammenzubringen. Durchaus mit Erfolg.

Aber genau das dürfte es, neben den rein technischen Hürden, schwierig machen, seine Violinkonzerte und -sonaten angemessen aufzuführen. Stellt man die Virtuosität zu sehr in den Vordergrund, klingt es möglicherweise wie ein Vivaldiabklatsch, geht man zu „maßvoll" um, kann die Musik leicht nett aber unverbindlich-belanglos wirken.

Die beiden Musiker hier treffen jedoch - meiner Meinung nach - genau den richtigen Ton, sodass diese wundervolle Musik richtig aufblühen kann. Die weiteren Werke des Album sind von anderen (noch) unbekannteren Zeitgenossen Leclair, aber nicht weniger hörenswert.

Dass vor allem Johannes Pramsohler (Schüler u. a. von Rachel Podger) bzw. sein Ensemble Diderot ein Händchen für die französische Barockmusik haben, haben sie ja schon mit früheren Veröffentlichungen gezeigt (z. B. Triosonaten von Mondonville).

Mit freundlichem Gruß
Fabian
klutzkopp
Stammgast
#22526 erstellt: 25. Apr 2020, 14:33
Mahler #5 mit Kubelik/BRSO live 1981

jpc.de
Hörstoff
Inventar
#22527 erstellt: 25. Apr 2020, 17:43
Grandiose heavenly voices - Nordic Sounds 2.
Werke von Sandström, Wikander, Jorgen, Mäntyjärvi, Alfven, Hillborg und Traditionals.
Schwedischer Radiochor/Peter Dijkstra, Channel Classics 2011.
Choralmusik, die beeindruckt.

jpc.de
klutzkopp
Stammgast
#22528 erstellt: 25. Apr 2020, 18:58
„Auf Verdacht“ gekauft und heute eingetrudelt:

jpc.de

Liveaufnahme von 1986, mehr oder weniger zufällig entdeckt.


[Beitrag von klutzkopp am 25. Apr 2020, 19:02 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#22529 erstellt: 25. Apr 2020, 19:55
Und? Gefällt's?

Richard Strauss' Tondichtungen von Marc Albrecht und dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg hatten wir hier, glaube ich, noch nicht. Der rote Faden ist gut bemerkbar, insgesamt wohl eine der disziplinierteren Fassungen.
Pentatone 2008.

jpc.de
Rille65
Inventar
#22530 erstellt: 25. Apr 2020, 19:59
Bei Sibelius reihe ich mich gerne ein mit dieser feinen alten Scheibe, vermutlich aus 1955, nicht viel jünger, denn zum Zeitpunkt der Pressung lebte Sibelius wohl noch (rückseitig ist nur sein Geburtsjahr angegeben):

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Sibelius* - Herbert von Karajan / Philharmonia Orchestra ‎– Symphony No. 5 In E Flat Major / Finlandia
Label: Columbia ‎– 33CX 1047
Format: Vinyl, LP, Mono
Land: UK

Spielt nach Wäsche übrigens fast geräuschsfrei.

klutzkopp
Stammgast
#22531 erstellt: 25. Apr 2020, 20:02

Hörstoff (Beitrag #22529) schrieb:
Und? Gefällt's?


Aber ja doch! Haitink lässt‘s ordentlich krachen, nicht unbedingt typisch für ihn. Der Beifall am Schluss ist heftigst.
FabianJ
Inventar
#22532 erstellt: 25. Apr 2020, 23:01
Ich bleibe bei Kammermusik des 18. Jahrhundert, allerdings ein paar Jahrzehnte später:
jpc.de
Luigi Boccherini (1743-1805)
Cellosonate B-Dur G. 8
Bruno Cocset (Violoncello), Xavier Diaz-Latorre (Gitarre)
Aufnahme: Dezember 2004, Kapelle des Hospitals Notre-Dame de Bon Secours (Paris)

Nach nur 13 Jahren erschien Ende 2018 der zweite Teil von Bruno Cocsets Einspielung von Boccherinis Cellosonaten.

Vor etwas über einem Jahr fiel mir auf, dass ich vom großen Cellovirtuosen Luigi Boccherini zwar schon das eine oder andere an Kammermusik kannte, bizarrerweise aber keine seiner Cellosonaten. Da musste Abhilfe geschaffen werden und so flatterten die beiden Boccherini-CDs ins Haus.

Wundervolle, im besten Sinne unterhaltsame Musik. Besonders diese Sonate hat es mir angetan, Cello und Gitarre harmonisieren hier klanglich weit besser als ich gedacht hätte.

Ich hoffe mal, dass ein möglicher Teil 3 nicht noch einmal 13 Jahre auf sich warten lässt. Wobei, es sind ja jetzt „nur" noch 11,5 Jahre.

Mit freundlichem Gruß
Fabian
Rille65
Inventar
#22533 erstellt: 25. Apr 2020, 23:44
Hier lief zum Ausklang des Tages die 1. Symphonie aus dieser schönen Box. Manch einer wird sie noch gut kennen (die Box).


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Brahms* - Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan ‎– 4 Symphonien
Label: Deutsche Grammophon ‎– 2711 010
Format: 4 × Vinyl, LP Box Set
Land: Germany
Veröffentlicht: 1970 [1965]
Hörstoff
Inventar
#22534 erstellt: 26. Apr 2020, 08:53
Angesichts des Wetters draußen und der schönen Klänge in meinem Wohnzimmer drängt sich mir der Titel eines alten Oasisalbums aus 1995 - also vor 25 Jahren! - auf: (What’s the Story) Morning Glory?

Nicht live, sondern als hervorragende Einspielung:
Schostakowitsch, 7. Sinfonie,
Russisches Nationalorchester/Paavo Järvi,
Pentatone 2015.

amazon.de
Review: https://www.hraudio.net/showmusic.php?title=10525#reviews
FabianJ
Inventar
#22535 erstellt: 26. Apr 2020, 12:13
amazon.de
Pēteris Vasks (* 1946)
Sinfonie Nr. 2 (1998-99)
Sinfonieorchester Liepāja - Dirigent: Atvars Lakstīgala
Aufnahme: 29.01.-01.02.2013, Liepāja Latvian Society Hall

Die Orchesterwerke von Pēteris Vasks sind ja oftmals für ein reines Streichorchester geschrieben, bei der zweiten Sinfonie kommt jedoch ein volles Sinfonieorchester zum Einsatz, wobei vor allem das abwechslungsreich bestückte Schlagwerk (neben Pauken sind u. a. Becken und Marimba zu hören) viel zu tun hat. Die Tonsprache diese knapp einsätzigen Werks ist alles andere als modern, so kennt man sogar aus Schostakowitschs Sinfonien schon progressivere Töne. Aber wen juckts, wenn die Musik so spannend ist? Bei mir kam über die knapp 40 Minuten jedenfalls nie auch nur ein Hauch von Langeweile auf.

Es gibt noch mindestens eine weitere Einspielung der Sinfonie mit dem Philharmonischen Orchester Tampere und John Storgårds, welche ich noch nicht gehört habe. (Die soll aber auch sehr gut sein.) Mir der hier vorliegenden Einspielung bin ich überaus zufrieden, auch klanglich gibt es nichts zu meckern.

Mit freundlichem Gruß
Fabian
FabianJ
Inventar
#22536 erstellt: 26. Apr 2020, 13:01
jpc.de
Johannes Brahms (1833-1897)
Klaviertrio Nr. 3 c-Moll op. 101
Lars Vogt (Klavier), Christian Tetzlaff (Violine), Tanja Tetzlaff (Violoncello)
Aufnahme: 27.-29. Mai 2014, Sendesaal Bremen

Zu der Musik braucht man wohl nicht viele Worte verlieren. Ein schönes Klaviertrio eines meiner liebsten Kammermusikkomponisten von Lars Vogt und den Tetzlaffs erstklassig dargeboten. Das Album von Brahms' Violinsonaten mit Christian Tetzlaff und Lars Vogt gefällt mir persönlich noch ein wenig mehr, aber das liegt mehr an den Werken als der Interpretation, die bei beiden Alben das gleiche hohe Niveau hat.

Mit freundlichen Grüßen
Fabian
Hörstoff
Inventar
#22537 erstellt: 26. Apr 2020, 14:35

Carl Philipp Stamitz, Sinfonie in C, Pentatone 2009 aus:

amazon.de

Barocke Pracht. Hätte er mal mehr geschrieben.
klutzkopp
Stammgast
#22538 erstellt: 26. Apr 2020, 15:22
Ich habe kürzlich Gardiners Beethoven-Zyklus

jpc.de

geschenkt bekommen und höre daraus nach der soeben verklungenen #5 jetzt die Pastorale.

Bin eigentlich kein HIPster. Aber was Sir John Eliot da gemacht hat klingt schon erfrischend anders und in sich sehr schlüssig. Für mich sicher nicht der einzige Weg nach Rom, aber definitiv eine Bereicherung meiner Sammlung.


[Beitrag von klutzkopp am 26. Apr 2020, 16:25 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#22539 erstellt: 26. Apr 2020, 15:54
Mein Sampler des (bisherigen) Jahres mit einer Neuentdeckung und weiteren hochklassigen Interpretationen.

Gulbenkian Orchestra/Lawrence Foster spielen Bartók, Kodály und Ligeti,
Pentatone 2010.

amazon.de

Zoltán Kodály kannte ich bisher nicht, sehr interessant, direkt ansprechende Musik, György Ligeti ist traumhaft.
klutzkopp
Stammgast
#22540 erstellt: 26. Apr 2020, 18:52
Sibelius - Kullervo Op. 7 mit P. Järvi/Royal StockholmPO
FabianJ
Inventar
#22541 erstellt: 26. Apr 2020, 21:05
jpc.de
Franz Schubert (1797-1828)
Sinfonie Nr. 1 D-Dur D 82
Kammerorchester Basel - Dirigent: Heinz Holliger
Aufnahme: 19. - 21. Juni 2018, Landgasthof, Riehen (Schweiz)

Diese Musik steht vom Klang her Mozart deutlich näher als Beethoven. Schon beim sinfonischen Erstling zeigt sich, was für schöne melodische Einfälle Schubert hat. Hat mir richtig gut gefallen! Die Einspielung müsste ich mal mit meiner anderen, mit Philippe Herreweghe, vergleichen.

Mit freundlichem Gruß
Fabian
Rille65
Inventar
#22542 erstellt: 26. Apr 2020, 21:24
Hier wieder Brahms sinfonisch. Die 4. jedoch nicht von Karajan.

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Brahms*, Symphonie-Orchester Des Bayerischen Rundfunks, München* · Carl Schuricht ‎– Symphonie Nr. 4 / Tragische Ouvertüre
Label: Musical Masterpiece Society ‎– M 2249, Musical Masterpiece Society ‎– M-2249
Format: Vinyl, LP, Mono
Land: Germany
Veröffentlicht: [1963]

Ich weiß, das nicht jeder nachvollziehen kann, warum man sich solche alten Aufnahmen antut, noch dazu Mono. Ich kann nur sagen - es ist mir ein Genuss. Und das Cover von Miriam Schottland ist allein schon beeindruckend. Aus der Grafikerin wurde übrigens später eine erfolgreiche Fahrtrainerin.
Hüb'
Moderator
#22543 erstellt: 27. Apr 2020, 09:24
Bei Carl Schuricht muss man halt (überwiegend) mit Mono leben.
MEn gibt es eine Brahms 3 in Stereo. Müsste mal in der Sammlung wühlen, wo die ist...

Bei mir:

jpc.de

Paul Hindemith (1895-1963)
Sämtliche Werke für Viola Vol. 2 - Viola & Klavier
Sonate für Viola & Klavier (1939); Sonaten für Viola & Klavier op. 11 Nr. 4 & op. 25 Nr. 4; Sonaten für Viola solo op. 11 Nr. 5; op. 25, Nr. 1; op. 31 Nr. 4; Sonate für Viola solo (1937)
Tabea Zimmermann, Thomas Hoppe

2 Super Audio CDs, stereo/multichannel (Hybrid)
Myrios, DDD, 2012

Hindemith - selbst ein hervorragender Bratscher - hat vergleichsweise nicht wenige Werke für "sein" Instrument geschrieben und seine gemäßigt moderne Klangsprache wird hier in perfekter Art und Weise von einer der führenden Bratschistinnen dargeboten. Ein auch hinsichtlich des Repertoirewertes sehr dankenswertes Unterfangen des wenig bekannten Klein-Labels Myrios, zumal in Anbetracht der sehr guten Klangqualität. Kann man bedenkenlos kaufen.

Viele Grüße
Frank
Rille65
Inventar
#22544 erstellt: 27. Apr 2020, 18:36

Hüb' (Beitrag #22543) schrieb:
Bei Carl Schuricht muss man halt (überwiegend) mit Mono leben.

Gefiel mir spontan besser als Karajan. Muss sie nochmal im direkten Vergleich hören.
klutzkopp
Stammgast
#22545 erstellt: 27. Apr 2020, 18:38
Mir gefallen häufig andere Aufnahmen besser als Karajan.

Um nicht zu sagen meistens


[Beitrag von klutzkopp am 27. Apr 2020, 18:42 bearbeitet]
Rille65
Inventar
#22546 erstellt: 27. Apr 2020, 19:06
Hier - leider nur auszugsweise - Die verkaufte Braut. Wie schrieb dereinst ein Hamburger im österreichischen Schwesterthread? „Zdenek Chalabala, Eduard Haken und Ivo Zidek sprechen für sich... Auch Drahomira Tikalova als Marenka weiß zu gefallen.“

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Bedřich Smetana ‎– Prodaná Nevěsta Vyběr Scén
Label: Supraphon ‎– SV 8336 G
Format: Vinyl, LP, Reissue, Stereo
Land: Czechoslovakia
Veröffentlicht: 1976 [1959]

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Rille65
Inventar
#22547 erstellt: 27. Apr 2020, 19:58
Weiter mit Römischer Schule:

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Carissimi*, Monteverdi* ‎– Historia Di Jephte - Historia Di Job (Erste Gesamtaufnahme) - Hymnus "Ave Maris Stella"
Label: Jubilate (3) ‎– JU 17 624
Format: Vinyl, LP, Stereo
Land: Germany
Veröffentlicht: 1979

Mitwirkende
Hörstoff
Inventar
#22548 erstellt: 27. Apr 2020, 20:13
Empfehlung: für eine Einstimmung erster Güte, sozusagen die "Goldberg-Variationen der Renaissance":
Constanzo Festa, La Spagna - 32 contrapunti
Huelgas-Ensemble/Paul van Nevel, harmonia mundi 2003


arnaoutchot
Moderator
#22549 erstellt: 27. Apr 2020, 20:36
Guter Tipp, die hab ich auch (Festa), aber ewig nicht mehr gehört.
Rille65
Inventar
#22550 erstellt: 27. Apr 2020, 21:24
Hier ging es zurück zur Romantik mit

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Dvořák* – Czech Philharmonic Orchestra* · Conductor: Karel Ančerl ‎– Symphony No. 6 In D Major
Label: Supraphon ‎– SUA ST 50746
Format: Vinyl, LP, Album, Stereo, Repress
Land: Czechoslovakia
Veröffentlicht: 1970 [1967]
Agon
Stammgast
#22551 erstellt: 27. Apr 2020, 21:28
Anton Bruckner:

Sinfonie Nr. 3 d-moll (Fassung 1889, Ed.: Nowak)

The Cleveland Orchestra,

George Szell, Ltg.

(Sony, 1/1966, Severance Hall, Cleveland)

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Ein Klassiker. Eine der allerbesten Aufnahmen der Dritten Bruckner. Struktur und Emotion in bester Balance.
Hier in einer sehr gut klingenden Ausgabe.
Rille65
Inventar
#22552 erstellt: 27. Apr 2020, 22:19

Agon (Beitrag #22551) schrieb:
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-moll ... The Cleveland Orchestra ... George Szell

Ja, die mag ich auch sehr, könnte ich auch mal wieder hören. Grad läuft aber

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Hector Berlioz, Philharmonie Slovaque*, Zdeněk Košler ‎– Symphonie Fantastique
Label: Opus ‎– 9110 0211, Čs. Hifi-klub ‎– 9110 0211
Format: Vinyl, LP, Club Edition
Land: Czechoslovakia
Veröffentlicht: 1973
Rille65
Inventar
#22553 erstellt: 27. Apr 2020, 23:13
Nach der aufregenden Symphonie Fantastique noch etwas beruhigendes vor dem Schlafengehen:

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John Dowland, Schola Cantorum Basiliensis ‎– Altenglische Gambenmusik
Label: Deutsche Harmonia Mundi ‎– 20 29011-5
Format: Vinyl, LP, Album
Land: Germany
Veröffentlicht: [1962]
Hüb'
Moderator
#22554 erstellt: 28. Apr 2020, 07:43
@Chalabala:
Ein leider fast vergessener Dirigent. Seine Aufnahmen der Tondichtungen von Dvorak sind sehr hörenswert. Mit Opern hab ich's nicht so. Da hat er ebenfalls einige (tschechische) Werke aufgenommen.

@Dvorak #6/ Ancerl:
Eine sehr schöne, alte, sammelnswerte Supraphon-Scheibe.
Und auch Ancerl gehört zu den beinahe Vergessenen, wenn vielleicht nicht im gleichen Maße, wie im Falle von Chalabala.
Seine Aufnahmen sind IMHO eigentlich immer hörenswert und auch er ist vor allem mit böhmisch-tschechischem Repertoire präsent.

@Bruckner #3/ Szell:
Auch einer meiner immer wieder aufgelegten Lieblinge. Schade, dass Georgy nur so wenig Bruckner aufgenommen hat, denn seine Klarheit und Geradlinigkeit bekommt der Musik IMHO sehr gut. Mehr als #3 + #8 hat er im Studio nicht aufgenommen, oder?

Viele Grüße
Frank
klutzkopp
Stammgast
#22555 erstellt: 28. Apr 2020, 08:20
Szell hat Bruckner dirigiert? Das wusste ich auch noch nicht, man lernt nie aus.

Habe mir ## 3 und 8 mit seinen Clevelandern mal in Amazonien gebraucht geschossen. Szell geht immer!
arnaoutchot
Moderator
#22556 erstellt: 28. Apr 2020, 08:48
Danke für den Tipp, müsste ich ja in meiner kleinen Szell/Cleveland-Schachtel haben. Werde ich auch mal auflegen.
Hüb'
Moderator
#22557 erstellt: 28. Apr 2020, 12:12
Solche Statements zeigen nur mal wieder, dass du sie gar nicht brauchst und sie bei MIR viel besser aufgehoben wäre. Ich sende dir mal meine Anschrift ... und nein, du musst mir nicht danken, dass ich dich von dieser Last befreie...



[Beitrag von Hüb' am 28. Apr 2020, 12:12 bearbeitet]
frankbln
Stammgast
#22558 erstellt: 28. Apr 2020, 12:58
Wir können die Last auch teilen .....
Agon
Stammgast
#22559 erstellt: 28. Apr 2020, 14:16
Ja, ich denke im Studio hat Szell nur Bruckner Drei und Acht aufgenommen.

Live gibt es da noch Mitschnitte von den Salzburger Festspielen mit unterschiedlichen Orchestern. Aber die sind klangtechnisch leider nur sehr mäßig gelungen.

Gruß,

Rille65
Inventar
#22560 erstellt: 28. Apr 2020, 15:42

Hörstoff (Beitrag #22548) schrieb:
Constanzo Festa, La Spagna - 32 contrapunti

Interessant! Obwohl Signore Festa ja schon ein Weilchen nicht mehr unter uns weilt, scheint er erst in der CD-Ära von den Kunstschaffenden entdeckt worden zu sein. discogs zumindest kennt gar kein Vinyl von ihm.


[Beitrag von Rille65 am 28. Apr 2020, 15:42 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#22561 erstellt: 28. Apr 2020, 16:00

Hüb' (Beitrag #22557) schrieb:
Solche Statements zeigen nur mal wieder, dass du sie gar nicht brauchst und sie bei MIR viel besser aufgehoben wäre. Ich sende dir mal meine Anschrift ... und nein, du musst mir nicht danken, dass ich dich von dieser Last befreie... :D


Ist gut, ich denke, Du hast nichts dagegen, wenn ich den kompletten Munch und Solti/CSO noch dazupacke ? Oi, sehe gerade dass der Dr. Szell ja richtig teuer geworden ist, in amazon wird er gar nicht mehr angeboten und aufDiscogs werden > €500 für die Schachtel verlangt ... Ich glaube, das überlege ich mir doch nochmals ...

Nun aber frisch aufgelegt: Bruckner #3 - Szell/Cleveland - Columbia 1966. Freue mich immer, wenn wir uns mal auf ein Werk einigen, das wir alle ungefähr zur gleichen Zeit hören. Ich glaube auch nicht, dass ich Szell's 3. aus der Box schon gehört hatte Die Interpretation ist tatsächlich packend und geradeaus. Klanglich einwandfrei. Muss ich noch etwas wirken lassen. Man mag mich verachten, aber ich fand immer die Karajan-Aufnahme von 1980 ebenfalls nicht schlecht. Daneben hab ich noch Solti, Celibidache, Nott und Simone Young mit dem Werk, die auch irgendwo alle etwas für sich hatten.

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arnaoutchot
Moderator
#22562 erstellt: 28. Apr 2020, 18:37
Weil die Schachtel schon offen ist, also auch noch mit Bruckner #8 / Szell/Cleveland - Columbia 1969 weitergemacht. Interessanterweise sind die beiden Brucknerschen Endfassungen der 3. und 8. Symphonie, die Szell verwendet, ziemlich zeitgleich zwischen 1889 und 1890 entstanden. Während mich die 3. heute Nachmittag nicht ganz erreichen konnte (lag wohl an mir), so schwelge ich gerade im langen Adagio der 8. und muss zugestehen, dass das nahezu unübertroffen von Szell ist. Ich zitiere Agon: Struktur und Emotion in bester Balance. Dieser riesige Satz gleitet doch dem einen oder anderen Interpreten aus der Hand, hier nicht.

Neben Szell habe ich die 8. wieder ebenfalls mit Karajan und Celibidache, des weiteren mit Schuricht, Giulini, Solti, Simone Young, und Eugen Jochum auf Vinyl. Letztere ist ja schon Rille versprochen (da ist natürlich auch die 3. dabei ... ). Dann darf er sich mit 30-Minuten-Sätzen pro Seite herumschlagen ...

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klutzkopp
Stammgast
#22563 erstellt: 28. Apr 2020, 18:47
Zum Feierabend noch was Verschärftes

jpc.de

Gebraucht in der Bucht geschossen. Mein lieber Specht, was für eine Aufnahme

Mir fliegen hier gleich die Lautsprecher um die Ohren


[Beitrag von klutzkopp am 28. Apr 2020, 20:11 bearbeitet]
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