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Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)

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Rille65
Inventar
#22767 erstellt: 07. Mai 2020, 18:42

klutzkopp (Beitrag #22766) schrieb:
Oder so

Au Au - Augen- und Ohrenkrebs! Dann lieber Ekseption oder Walter „Wendy“ Carlos!
klutzkopp
Stammgast
#22768 erstellt: 07. Mai 2020, 18:46
Bei mir läuft Carl Nielsen - Violinkonzert mit der grandiosen Vilde Frang

jpc.de
Rille65
Inventar
#22769 erstellt: 07. Mai 2020, 18:58
Lange vor Entstehung des Begriffs Snob residierte Jan Wellems in Düsseldorf (Apropos: Florian Schneider ist gestorben ), nicht minder Selbstherrlich, so liest man, wie es den heutigen Snobs nachgesagt wird (kenne zum Glück keinen).

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Agostino Steffani, Arcangelo Corelli, Johann Schenk, Hugo Wilderer* ‎– Düsseldorf - Am Hofe Jan Wellems
Label: His Master's Voice ‎– 1C 037-46 522
Format: Vinyl, LP, Reissue
Land: Germany
Veröffentlicht: [1966]
klutzkopp
Stammgast
#22770 erstellt: 07. Mai 2020, 19:23
Schumann Symphonie 2 mit Sawallisch/StK Dresden

jpc.de
WolfgangZ
Inventar
#22771 erstellt: 07. Mai 2020, 19:54
Ich hab jetzt mit Grofé oder Gershwin keine großen Probleme, aber oft brauche ich die Nummern nicht. Gershwin ist überdies allein deswegen abgegriffen für mich, weil ich mit seinen Rennern vor mittlerweile bald 50 Jahren - - als Mittelstufenschüler in die Kunstmusik eingestiegen bin - neben Beethoven-Sonaten, die ich selbst schlecht geklimptert habe, neben den Planeten oder Zarathustra. Kurz darauf kam Mozart - erster Schub: völlig naives Hören - und seltsamerweise Stockhausens Jünglinge im Feuerofen, die mich nie wieder ernsthaft interessiert haben. Wenn Stockhausen, dann gibt es anderes, aber das sehr selten.

Von daher ging mir Gershwin bald auf die Nerven, aber gehört habe ich schon hin und wieder und auch gerne. Grofés Musik bedeutet effektvollen, farbigen, vitalistisch-filmmusikhaften Orchestersound - so schlecht ist das doch gar nicht. Im Übrigen ist er mir auch nur recht selten auf Programmen begegnet und ich besitze keinen Kassettenmitschnitt, keine LP und nur eine einzige CD, wenn ich mich nicht täusche.

Ich weiß schon - Ihr meint das alles ohnehin nicht todernst. Und was Ihr immer geahnt habt: Es ist ein reichlich alter Knopf unter Euch.

Über Rondo Veneziano müssen wir allerdings nicht diskutieren. Damit konnte ich nie irgendetwas anfangen, und ich wüsste auch beim besten Willen nicht, warum ich es sollte.

Wolfgang
klutzkopp
Stammgast
#22772 erstellt: 07. Mai 2020, 20:12
Das mit Rondo Veneziano war natürlich nicht ernst gemeint. Ich beliebe halt mitunter zu scherzen.

Gruß, auch Wolfgang
Deep_Groove
Stammgast
#22773 erstellt: 07. Mai 2020, 20:21
Béla Bartók, Bluebeard's Castle (Complete Opera) — Olga Szönyi, Mihaly Szekely, Antal Dorati, London Symphony

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Hörstoff
Inventar
#22774 erstellt: 07. Mai 2020, 20:44
Der alte Blaubart - bei dir also von London Symphony.

Ein Zeitgenosse und auch musikalisch nicht ganz so weit von Bartok entfernt, aber mit deutlich harmonischeren, klarsichtigen Einlassungen war Rudi Stephan eine der großen Hoffnungen seiner Zeit. Gefallen dann im blöd- und unsinnigen, unmenschlichen 1. Weltkrieg. Vermutlich nur aufgrund des frühen Todes einer der unbekannteren Komponisten.

Die Interpretation des Melbourne Symphony Orchestra überzeugt mich im Anschluss an die mächtige, surroundtechnisch meisterhafte Sinfonie von Bruckner "Dem lieben Gott" der Budapester Sinfoniker durch abwechslungsreiche, feinsinnige Einlassungen und einen ebenso überzeugenden Abgang.

jpc.de

jpc.de

Beide Tonträger hatte ich schonmal gelistet. Mehrfaches Hörenwollen spricht meines Erachtens für sich.


[Beitrag von Hörstoff am 07. Mai 2020, 20:46 bearbeitet]
Deep_Groove
Stammgast
#22775 erstellt: 07. Mai 2020, 21:01
Während sich die Tore zu Bluebeards Castle geschlossen haben, hat mir der Pierrot Lunaire keine Ruhe gelassen. Von AS höre ich durchaus regelmäßig das VC, KK und die Gurre Lieder.

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Der Gang ins Archiv förderte die Box mit Schönberg-Einspielungen inkl. Pierrot Lunnaire unter Leitung des mMn unterschätzten Robert Craft zu tage, die ich durchaus genießen kann.

Arnold Schoenberg ‎– The Music Of Arnold Schoenberg - Volume One — Robert Craft, CBC Symphony Orchestra

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[Beitrag von Deep_Groove am 07. Mai 2020, 21:57 bearbeitet]
WolfgangZ
Inventar
#22776 erstellt: 07. Mai 2020, 22:22

klutzkopp (Beitrag #22772) schrieb:
Das mit Rondo Veneziano war natürlich nicht ernst gemeint. Ich beliebe halt mitunter zu scherzen.

Gruß, auch Wolfgang :prost


Das war mir klar!
Rille65
Inventar
#22777 erstellt: 07. Mai 2020, 23:23
Hier noch eins meiner Supraphon-Schätzchen. Nicht vom Marktwert, der kann auch täuschen, sondern rein musikalisch. Das Konzert überzeugt mich. Schon mal ein Cello-Konzert gehört, das auch rockt? Und Večtomov - weich im Ton, aber nicht lieblich, dennoch kraftvoll, akzentuiert, variantenreich im Ton. Die Prager unter Košler und der Mann am Cello, wie aus einem Guß ... macht Spaß!

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Bohuslav Martinů, Saša Večtomov, Prague Symphony Orchestra*, Zdeněk Košler ‎– Cello Concerto No. 2
Label: Supraphon ‎– SUA 10883
Format: Vinyl, LP, Mono
Land: Czechoslovakia
Veröffentlicht: 1967
WolfgangZ
Inventar
#22778 erstellt: 08. Mai 2020, 00:24
Absolut attraktive Musik!

Hier mein Gegenstück, das ich auch mal wieder hören könnte:

jpc.de

Wolfgang
op111
Moderator
#22779 erstellt: 08. Mai 2020, 11:32

Deep_Groove (Beitrag #22775) schrieb:

Arnold Schoenberg ‎– The Music Of Arnold Schoenberg - Volume One — Robert Craft, CBC Symphony Orchestra

Nach dem Kahlschlag im Klassiksektor bei CBS hat Craft seine Schoenberg- und Strawinsky Serien bei Naxos weitergeführt-
z.B.

Arnold Schönberg (1874-1951)
Works of Arnold Schönberg Vol.2
The WorTwentieth Century Classics Ensemble, Philharmonia Orchestra, Mitglieder des London Symphony Orchestra, Robert Craft
u.v.a
jpc.de
Rille65
Inventar
#22780 erstellt: 08. Mai 2020, 12:49

WolfgangZ (Beitrag #22778) schrieb:
Absolut attraktive Musik!

Ja, nicht? Habe mir grad noch Martinus Symphonien geordert.


Nach Düsseldorf stellt sich bei mir nun Potsdam vor:

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Meine Version ist noch nicht auf discogs. Hans von Benda dirigiert die Berliner Symphoniker.
Agon
Stammgast
#22781 erstellt: 08. Mai 2020, 13:15
Sergei Prokofiev:

Sinfonie Nr. 7 cis-moll op. 131 (1951-52)

Bergen Philharmonic Orchestra,

Andrew Litton, Ltg.

(BIS, 5/2015, Grieg Halle, Bergen, Norwegen)

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Absolut überwältigend. Ein Werk von unglaublicher Schönheit, Lyrismus, Verspieltheit aber auch abgründiger Schärfe. All dies bringen Andrew Litton und das Orchester von Bergen perfekt zu Gehör mit Hilfe der tollen BIS-Klangtechnik. Ich kann mir das eigentlich nicht besser vorstellen. Obwohl ich Tennstedts Aufnahme der Siebten nach wie vor sehr schätze.
Zusätzlich ist hier noch der alternative Finalsatz eingespielt worden, den ich ebenso überzeugend finde.
Die SACD ist mit 81:58 Minuten großzügig bemessen. Aber das ist eher irrelevant.
Hüb'
Moderator
#22782 erstellt: 08. Mai 2020, 13:24
Hi Philipp,

die Einspielung habe ich auch.
Finde diese gleichfalls großartig.

Viele Grüße
Frank
Agon
Stammgast
#22783 erstellt: 08. Mai 2020, 14:21
Hi Frank,

ja, diese Einspielung ist großartig und nimmt innerhalb der Prokofiev-Diskographie einen Spitzenplatz ein.

Freut mich sehr, daß sie Dir auch gefällt.

Es grüßt,

Philipp
Hüb'
Moderator
#22784 erstellt: 08. Mai 2020, 14:27
Leider stockt die entstehende GA (?) mit Litton. Wäre schön, wenn es da weiter ginge. (Bisher sind mW #4-7 erschienen)


[Beitrag von Hüb' am 08. Mai 2020, 14:45 bearbeitet]
Deep_Groove
Stammgast
#22785 erstellt: 08. Mai 2020, 14:40
Was halten denn die Prokofieff-Experten von dieser Aufnahme?

Prokofieff / Jean Martinon / Paris Conservatoire Orchestra*‎– Symphony No. 7 / Overture Russe
Label: RCA Victor ‎– LSC-2288, Classic Records ‎– LSC-2288

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[Beitrag von Deep_Groove am 08. Mai 2020, 15:59 bearbeitet]
Hüb'
Moderator
#22786 erstellt: 08. Mai 2020, 14:46
Die kenne/ habe ich leider nicht. Allerdings bin ich sicher kein Prokofiev-Experte.
Deep_Groove
Stammgast
#22787 erstellt: 08. Mai 2020, 14:58
Bei Prokofieffs Symphonik bin zugegeben etwas ratlos. Wenn ich z.B. wie hier die 7. höre, dann meine ich ein akustisches Patchwork mit einem unvorhersehbaren, willkürlich erscheinenden Wechsel von Tempi, Cresendi und Decrescendi usw. ohne einen für mich ersichtlichen inneren Zusammenhalt zu erleben. Teilweise erscheinen einige Takte nahezu kindisch-trivial. Und doch ist es irgendwie durchaus unterhaltsam und LSC-2288 klingt schon sehr, sehr gut.


[Beitrag von Deep_Groove am 08. Mai 2020, 16:01 bearbeitet]
Deep_Groove
Stammgast
#22788 erstellt: 08. Mai 2020, 16:13
Damit kann ich mehr anfangen, mit einem Wort grandios...

Prokofieff, Alexander Nevsky – Reiner / Chicago Symphony
Label: RCA Victor Red Seal ‎– LSC-2395, Analogue Productions ‎– AAPP 2395

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[Beitrag von Deep_Groove am 08. Mai 2020, 17:46 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#22789 erstellt: 08. Mai 2020, 16:56
Grandios: Kaija Saariaho, Vent Nocturne (für Viola und Elektronik), NEOS 2008

jpc.de

Ein Must Hear.
WolfgangZ
Inventar
#22790 erstellt: 08. Mai 2020, 17:28
jpc.de

Kumpan Rille65 hat sich vor drei Tagen - also weiter oben [Beiträge 22727, 22736] - seine LP der Sinfonie, Nr. 3, von George Enescu, C-Dur, op. 21, angehört und ich habe versprochen, mich diesbezüglich noch einmal zu melden. Einen Thread zu Enescu scheint es im Forum nicht zu geben.

Wenn man etwa die Rumänischen Rhapsodien oder die Violinsonaten oder das frühe Streichoktett kennt, dann ist das noch einmal gänzlich anders geartete Musik. Insofern war Enescu wirklich vielseitig, auch wenn es mir selbst dadurch schwerer fällt, so etwas wie einen Personalstil zu erkennen. In jedem Fall erscheint die Musik noch tonal gebunden.

Das 50-Minuten-Opus entstand zwischen 1916 und 1919, ist dreisätzig und verfolgt implizit ein esoterisches, metaphysisch-religionsphilosophisches Programm, wie es im Fin de siècle beinahe Mode war. Vom Weg in den Himmel ist in einem Konzertführer die Rede. Im Finalsatz, dem ein ausgedehnter Kopfsatz und ein etwas kürzerer Quasi-Scherzo-Satz vorausgeht, tritt ein Vokalisen-Chor hinzu. Das Instrumentarium erscheint ungemein farbig, mit Klavier, Celesta, Harmonium und diversem Schlagwerk. Ganz ähnliche Ideen - das habe ich zwar gelesen, es leuchtet mir aber sofort ein - verfolgt Skrjabin in dessen dritter Sinfonie oder im Prometheus, wobei die zuletzt genannte Komposition nicht mehr tonal ist. Und zweifellos ist Enescu hier auch von Debussy - man denke an die Nocturnes - beeinflusst. Der Orchestersatz ist betont klanggesättigt, brillant, relativ komplex, aber wirkungssicher.

Stilistisch würden mir trotz gewisser Ähnlichkeit Debussy und auch Skrjabin gar nicht als Allererstes einfallen, eher die dritte Sinfonie von Karol Szymanowski, in der es ja auch um ein bildkräftiges Moment geht - das Lied der Nacht, Zemlinsky oder Schreker. Es ist tendenziell auch musikalischer Jugendstil: immer wieder ornamental und vegetativ, motivisch schwer greifbar. Aber imposante Musik, die gefällt und anrührt - auch wenn ich das nicht jeden Tag hören will.

Gegen die Einspielung gibt es aus meiner Halblaiensicht weder in klanglicher noch in interpretatorischer Hinsicht irgendwelche Bedenken.

Wolfgang


[Beitrag von WolfgangZ am 08. Mai 2020, 23:38 bearbeitet]
Deep_Groove
Stammgast
#22791 erstellt: 08. Mai 2020, 17:43
Sehr schöne Rezension, Wolfgang. Das wird mich motivieren mich mit diesem von mir bislang weitestgehend ignorierten Komponisten näher zu befassen.

Momentan bin ich wieder in die neue Welt zurückgekehrt. William Schumann und Walter Piston bereiten mir durchaus Vergnügen. Auch weil diese Einspielung tontechnisch sehr gelungen ist. Es gibt nicht viele DG-Alben, die es auf die TAS-Liste geschafft haben. Dieses gehört dazu. Kompositorisch mag auch hier der Vorwurf des „Seichten“ kommen. Dies würde meinen Genuss aber nicht im Geringsten schmälern.

William Schuman / Walter Piston, Violin Concerto / Symphony No. 2 - Paul Zukofsky, Michael Tilson Thomas, Boston Symphony Orchestra
Label: Deutsche Grammophon ‎– 2530 103


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[Beitrag von Deep_Groove am 08. Mai 2020, 17:45 bearbeitet]
WolfgangZ
Inventar
#22792 erstellt: 08. Mai 2020, 17:48

Sehr schöne Rezension, Wolfgang. Das wird mich motivieren mich mit diesem von mir bislang weitestgehend ignorierten Komponisten näher zu befassen.


Danke, Thomas! Wir wollen uns gegenseitig Anregungen zuschießen (und nötigenfalls ein ganz klein wenig brillieren ... Meine Frau will das alles leider nicht hören von mir )

Wolfgang


[Beitrag von WolfgangZ am 08. Mai 2020, 17:53 bearbeitet]
WolfgangZ
Inventar
#22793 erstellt: 08. Mai 2020, 17:51

Kompositorisch mag auch hier der Vorwurf des „Seichten“ kommen.


Ach was! Die CD müsste ich besitzen und gehört habe ich die Nummern auch irgendwann mal. Das ist amerikanisch und nicht "seicht".
Agon
Stammgast
#22794 erstellt: 08. Mai 2020, 18:12

Deep_Groove (Beitrag #22785) schrieb:
Was halten denn die Prokofieff-Experten von dieser Aufnahme?


Ein Experte bin ich auch nicht. Ich hatte am Anfang sogar große Schwierigkeiten mit seiner Sinfonik. Von der ersten Sinfonie war ich völlig begeistert, und ich wollte dann auch die Sinfonien Nr. 2 - 7 kennenlernen und besorgte mir die Aufnahme mit Ozawa und den Berliner Philharmonikern (zu einer Zeit, als diese noch teuer war). Ich war so ernüchtert und irritiert davon, daß ich diese Box über Jahre hinweg nicht mehr anrührte (dabei sind die Aufnahmen so schlecht nicht). Erst mit der Zeit machte ich neue Anläufe, und es ging langsam besser. Mit der Zweiten kann ich bis heute nicht viel anfangen, mit der Vierten zunehmend mehr. Die Sechste brachte mir ein irres Konzert mit Paavo Järvi näher (hätte ich gerne auf CD).
Ich habe den Eindruck, daß Prokofievs Sinfonien schlichtweg einen hervorragenden Dirigenten und ein ebensolches Orchester benötigen, um zu überzeugen. Mittelmässigkeit wird praktisch sofort entlarvt. Es sind schwierige und komplexe Werke, die großes Einfühlungsvermögen und eine intensive Auseinandersetzung benötigen.
Auch der Hörer muß "mitarbeiten" und sich damit beschäftigen. Die Werke sind emotional eher distanziert, teilweise sarkastisch und ironisch, schroff und abweisend.
Shostakovich zum Beispiel hat Prokofievs Sinfonien nie gemocht - mit Ausnahme der Siebten.

WolfgangZ
Inventar
#22795 erstellt: 08. Mai 2020, 18:58
Kein Widerspruch zu Agons Ausführungen.

Die Sinfonien sind in Haltung, Stimmung und wohl auch Struktur so unterschiedlich wie die Sinfonien Beethovens - behaupte ich mal. Mindestens. Beethovens Relevanz haben sie nicht - banalerweise und aus verschiedenen Gründen. Ich denke, das muss man nicht diskutieren, weil es jeden Rahmen hier sprengen würde. Wenn es jemand probieren möchte - natürlich gerne.

Aber wie bei Beethoven hört man den Personalstil in der ersten so gut wie in der siebten. Es ist dieses Moment des thematisch Sprunghaften - auch im ganz engen Sinn, wenn man sich die Motive, die Themen die Melodien genauer ansieht. Es sind gewisse Reizharmonien, es ist eine eckige, bisweilen knallbunte Farbigkeit. Es sind - freilich - immer wieder Sarkasmus, aber eben auch Lyrik. Ungebrochene Eleganz und Charme sind es meines Erachtens aber nur in der letzten Sinfonie.

Ansonsten: was für ein Kosmos! Da sind die so genial klassizistische erste, die Nummern zwei und drei auf dem Höhepunkt eines herben Expressionismus, die vierte voller Unsicherheit, allein schon, da in zwei Versionen vorliegend, filmmusikhaft, ein wenig sozialistisch realistisch, kaum bekannt. Die fünfte stellt den zugleich vitalistischen wie abgeklärten, formvollendeten Klassiker dar, die sechste erscheint so finster wie Sibelius' Vierte, und dann eben die siebte, eine Operette beinahe.

Ich mag die siebte Sinfonie durchaus: blühend, schönste Einfälle, auch strukturell stimmig - aber natürlich ein Schritt zurück, angepasst, wehmütig in dem Sinne, dass es kein Weiter mehr gibt.

Gibt es einen Faden zum Verschieben?

Wolfgang

EDIT: Ich hab mal selber verschoben, das heißt kopiert. Will sich jemand anschließen?


[Beitrag von WolfgangZ am 08. Mai 2020, 19:09 bearbeitet]
Deep_Groove
Stammgast
#22796 erstellt: 08. Mai 2020, 21:02

WolfgangZ (Beitrag #22795) schrieb:


EDIT: Ich hab mal selber verschoben, das heißt kopiert. Will sich jemand anschließen?


Hmm, ich habe den Faden mal überflogen. Ich für meinen Teil sehe wenig, was ich zu einem Prokofieff-Symphony-Deep-Dive beitragen könnte. Ich werde mal die Järvi-Einspielungen streamen und dazu auch nachsehen was ich außer der Classical mit Marriner/ASMF und der 5. Karajan/BPO im Archiv habe. Die Classical höre ich durchaus ab und an. Die Argos klingen zudem sehr gut.

Bizet/ Prokofiev, Symphony In C / Classical Symphony — Neville Marriner, Academy Of St. Martin-in-the-Fields

Label: Argo – ZRG 719

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[Beitrag von Deep_Groove am 08. Mai 2020, 21:05 bearbeitet]
FabianJ
Inventar
#22797 erstellt: 08. Mai 2020, 21:08
Hm.. ich sollte auch mal wieder Prokofjews Sinfonien hören, die letzten beiden kenne ich z. B. noch kaum. Anders als Agon mochte ich die etwas raue zweite Sinfonie jedoch auf Anhieb, mehr noch als Nr. 1 oder Nr. 5. Mit Sinfonie Nr. 3 kann ich hingegen bislang kaum etwas anfangen.

Gerade angehört:
jpc.de
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Klaviersonate Nr. 29 B-Dur op. 106 „Große Sonate für das Hammerklavier"
Ronald Brautigam (Hammerklavier)
Aufnahme: August 2007, Kirche von Österåker, Schweden

Auch schon viel zu lange nicht mehr angehört!

Ich kenne nur wenige Werke für Solo-Klavier, die bei mir einen derartigen, fast schon monumental zu nennenden Eindruck hinterlassen. Das liegt nicht allein an der Länge dieser Sonate. Nach dem Anhören einer gelungenen Interpretation bin ich so erschöpft, aber auch so zufrieden wie nach einer gelungenen Interpretation von Bruckners 8. Sinfonie. Die gerade angehörte Einspielung halte ich weit mehr als nur für gelungen, sowohl von der Interpretation als auch vom Klang her.

Mit freundlichem Gruß
Fabian
klutzkopp
Stammgast
#22798 erstellt: 08. Mai 2020, 21:18
Die Brautigam-GA hatte ich auch mal. Der dünne Hammerklavier-Klang war aber leider nicht mein Ding. Geschmackssache wie so vieles andere auch.
Deep_Groove
Stammgast
#22799 erstellt: 08. Mai 2020, 21:33
Die 5. mit Karajan/BPO konnte mich bislang auch nicht so recht begeistern. Zu schnell verlor mich das Unstete des Notentextes. Irgendwie, anscheinend willkürlich, wird zwischen pianissimo und fortissimo gewechselt. Ich höre wieder ein eklektisches Patchwork mit Flicken von Mahler, Bruckner, Wagner..
Trotz alledem tritt immer wieder überraschendes und humorvolles zu Tage, als sollte der Notentext eine Verballhornung der Klassik und Romantik sein. Ich finde man hört, dass HvK und das BPO Spaß hatten.
Ja, wenn man locker an diese Symphonie herangeht ist das durchaus ein kurzweiliges Spektakel.

Serge Prokofieff, Symphonie Nr. 5 B-Dur, Op. 100 — Herbert Von Karajan, Berliner Philharmoniker

Label: Deutsche Grammophon ‎– 139 040

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[Beitrag von Deep_Groove am 09. Mai 2020, 06:06 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#22800 erstellt: 09. Mai 2020, 08:59
Stockhausen: Mixtur 2003
Experimentalstudio des SWR
Lucas Vis/Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
NEOS 2008

jpc.de

op111
Moderator
#22801 erstellt: 09. Mai 2020, 08:59

Deep_Groove (Beitrag #22791) schrieb:
Es gibt nicht viele DG-Alben, die es auf die TAS-Liste geschafft haben.

Es lebe die Abkü
Theater am Schlachthof ist das nicht?
TAS meint jetzt wohl auch nicht die Zulassungsliste für Asiatische Pharmazeutika?
Deep_Groove
Stammgast
#22802 erstellt: 09. Mai 2020, 09:04

op111 (Beitrag #22801) schrieb:

Deep_Groove (Beitrag #22791) schrieb:
Es gibt nicht viele DG-Alben, die es auf die TAS-Liste geschafft haben.

Es lebe die Abkü
Theater am Schlachthof ist das nicht?
TAS meint jetzt wohl auch nicht die Zulassungsliste für Asiatische Pharmazeutika?
:prost


Kein Grund sich zu echauffieren. Du warst schon sehr nah dran, aber ich helfe dir gerne beim googeln: TAS-Liste 2019 der Zeitschrift The Absolute Sound.


[Beitrag von Deep_Groove am 09. Mai 2020, 09:11 bearbeitet]
op111
Moderator
#22803 erstellt: 09. Mai 2020, 09:15
Hallo Thomas,
danke für den Hinweis!
Keine Angst, aus dem Alter in dem man sich über Bagatellen echauffieren würde, bin ich lange raus.
Ich habe mal kurz die Liste "überflogen", da finden sich viele LPs die ich in der LP-Ära mal besessen habe oder die in den üblichen LP-Empfehlungen mancher Zeitschriften immer wieder genannt weren.
Keep cool!

Franz
Deep_Groove
Stammgast
#22804 erstellt: 09. Mai 2020, 09:52

op111 (Beitrag #22803) schrieb:
Hallo Thomas,
danke für den Hinweis!
Keine Angst, aus dem Alter in dem man sich über Bagatellen echauffieren würde, bin ich lange raus.
Ich habe mal kurz die Liste "überflogen", da finden sich viele LPs die ich in der LP-Ära mal besessen habe oder die in den üblichen LP-Empfehlungen mancher Zeitschriften immer wieder genannt weren.
Keep cool!

Franz


Alles gut, Franz. Schade, dass Du die Schallplatten nicht mehr hast. Die TAS-Liste wurde in diversen Foren immer wieder diskutiert, kritisiert und zerpflückt, dazu wurden auch noch alternative Listen erstellt. Letztendlich ist es eine Liste von Schallplatten, die sowohl musikalisch als auch klanglich dem Geschmack einzelner (ursprünglich Harry Pearsons) entsprechen. Ich stöbere immer wieder ganz gern darin und hole mir Anregungen fürs Hören oder den Erwerb.


[Beitrag von Deep_Groove am 09. Mai 2020, 09:53 bearbeitet]
Hörstoff
Inventar
#22805 erstellt: 09. Mai 2020, 10:24

op111 (Beitrag #22801) schrieb:
Theater am Schlachthof ist das nicht?

Theater am Schlachthof gibt es auch, sogar Real Life Dramen, ist aber ein anderes Thema.
https://www.tagessch...ischbetrieb-101.html

Es lebe die Assoziation.
Sorry, OT.
Gomphus_sp.
Inventar
#22806 erstellt: 09. Mai 2020, 10:34

Hörstoff (Beitrag #22800) schrieb:
Stockhausen


Da bekomme ich auch mal wieder Lust, was von Karlheinz Stockhausen zu hören.

e26.

Kontakte für Elektronische Klänge, Klavier Und Schlagzeug (1959 / 1960)

David Tudor - Klavier und Schlagzeug
Christoph Caskel - Schlagzeug
Gottfried Michael Koenig und Karlheinz Stockhausen - Elektronische Klänge

WERGO ‎– WER 6009-2
FabianJ
Inventar
#22807 erstellt: 09. Mai 2020, 11:07
Sergei Prokofjew: Die Sinfonien
Sergei Prokofjew (1891-1953)
Sinfonie Nr. 6 es-Moll op. 111
Moskauer Radio-Sinfonieorchester - Dirigent: Gennadi Roschdestwenski
Aufnahme: 1965-1967

Bei mir brauchte diese Musik etwas, um anzukommen. Aber nach fünf bis sechs Minuten des ersten Satzes hatte sie mich dann gepackt. Ein paar Abschnitte der Sinfonie würden sich auch gut als Untermalung eines Weltuntergangsfilms machen, aber da mit dem Werk der Opfer des 2. Weltkrieges gedacht werden sollte, ist das ja nur passend. Ich hätte bei diesem Werk schon früher mal aufmerksamer zuhören sollen!

Klanglich ist das Ganze - meiner Ansicht nach - für eine sowjetische Aufnahme dieser Zeit ziemlich gut. Noch ein wenig mehr Transparenz im Klang wäre zwar schön gewesen, aber meinen Hörspaß beeinträchtigte das kaum. Ich mag so düstere Musik, solange sie nicht banal klingt. Das tut sie hier nie.

Mit freundlichem Gruß
Fabian
Hörstoff
Inventar
#22808 erstellt: 09. Mai 2020, 11:23

Gomphus_sp. (Beitrag #22806) schrieb:
Da bekomme ich auch mal wieder Lust, was von Karlheinz Stockhausen zu hören.

Ich hoffe, das gefällt dir. Mein Zugang zur Mixtur 2003 dieses Komponisten hielt sich gerade, im Gegensatz zu den tollen Frauen der 5. Disc aus der NEOS-Sammlung in Grenzen. Deshalb wechselte ich dann zum Dans Maen des Kalev Tiits.

Und jetzt bin ich bei Vokalmusik von Gudmundsen-Holmgreen angekommen, der von Stockhausen zumindest beeinflusst war.
The Natural World of Pelle Gudmundsen-Holmgreen, Ars Nova Copenhagen/Paul Hillier,
Dacapo 2010.

jpc.de



[Beitrag von Hörstoff am 09. Mai 2020, 11:24 bearbeitet]
Gomphus_sp.
Inventar
#22809 erstellt: 09. Mai 2020, 18:23

Hörstoff (Beitrag #22808) schrieb:

Gomphus_sp. (Beitrag #22806) schrieb:
Da bekomme ich auch mal wieder Lust, was von Karlheinz Stockhausen zu hören.

Ich hoffe, das gefällt dir. Mein Zugang zur Mixtur 2003 dieses Komponisten hielt sich gerade, im Gegensatz zu den tollen Frauen der 5. Disc aus der NEOS-Sammlung


Ja, die Neue bzw. Zeitgenössische Musik. Stockhausen, Cage, Zender, Maderna, Berio usw. höre ich sehr gerne. Und Kaija Saariaho, aber auch Adriana Hölszky, Olga Neuwirth, Johanna Magdalina Beyer oder die große Sofia Gubaidolina höre ich auch ganz gerne. Einen Teil habe ich auf CD oder Schallplatte. Den größten Teil habe ich aber aus dem Radio aufgenommen. Seit den siebziger Jahren auf Musikkassette und später in den neunziger Jahren auf Minidisc. Vermutlich davon ein großer Teil, der nur im Radio gespielt wurde bzw. vergriffen ist.

Gruß
Rille65
Inventar
#22810 erstellt: 09. Mai 2020, 18:47
Mich habt Ihr angeregt, Gershwin zu hören. Erst auf den Teller, dann an die Wand.


CB0D8E4B-45C2-429E-90F7-7ED5042D1185

George Gershwin ‎– Porgy And Bess
Label: Musical Masterpiece Society ‎– MMS-2035, Musical Masterpiece Society ‎– M2035-OP2
Format: Vinyl, LP
Land: Germany
Veröffentlicht: [1955]
Hörstoff
Inventar
#22811 erstellt: 09. Mai 2020, 19:23
Anton Bruckner - Sinfonie Nr. 2 in C-Moll
Marek Janowski/Orchestre de la Suisse Romande

jpc.de

Pentatone 2012. Einwandfrei.
Rille65
Inventar
#22812 erstellt: 09. Mai 2020, 19:45

Hörstoff (Beitrag #22811) schrieb:
Anton Bruckner - Sinfonie

Hab‘ ich mir heut‘ auch zugelegt, 4 & 9 mit Karajan. Doch zunächst dreht - aus der Abteilung Das Auge hört mit - etwas russische Musike:

7FBB5D16-E262-4B7F-BB13-6F36A8D9A404

Tchaikovsky* / Ippolitov-Ivanov* ‎– Romeo And Juliet Overture Fantasy - Caucasian Sketches
Label: Remington ‎– R-199-88
Format: Vinyl, LP, Mono
Land: Europe
Veröffentlicht: Ja

Als auch die Labels noch Kunstwerk waren:

89489F84-D191-4749-934D-39D63EFB846F
Hörstoff
Inventar
#22813 erstellt: 09. Mai 2020, 20:31

Rille65 (Beitrag #22812) schrieb:
Als auch die Labels noch Kunstwerk waren:

89489F84-D191-4749-934D-39D63EFB846F

Wenn die Buchstaben andersrum gedreht wären und rechts neben der Krone beginnen würden, ließe sich über die ganze Laufzeit der Platte mitlesen:
Remington... Remington... Remington... Remington... Remington... ...
Aber das galt es vermutlich zu vermeiden.
Rille65
Inventar
#22814 erstellt: 09. Mai 2020, 20:49

Hörstoff (Beitrag #22813) schrieb:
Remington... Remington... Remington... Remington... Remington...



Zum gepflegten Abendessen, Lachs, Pfannengemüse, Salat (low carb) lief

D23B5C27-D257-449A-BF3B-BA9CADC16B6D

Georg Philipp Telemann - Frans Brüggen, Concerto Amsterdam, Gustav Leonhardt ‎– Tafelmusik Teil I (Banquet-Music ∙ Musique De Table)
Label: Telefunken ‎– TK 11 537/1-2, Telefunken ‎– 6.35056
Format: 2 × Vinyl, LP, Repress Box Set
Land: Germany
Veröffentlicht: 1974 [1964]
arnaoutchot
Moderator
#22815 erstellt: 09. Mai 2020, 20:59
Hat Remington nicht auch elektrische Rasierapparate hergestellt ?

Ich war die letzten Tage etwas abgelenkt, deswegen hier erst mein Beitrag zum Thema Prokofiev: Piano Sonatas No. 6 - 8 "War Sonatas" (1939) - Vladimir Ashkenazy - Decca 1993 & 1994. Findet sich auch in meiner 20th-Century-Kiste. Ich habe seit vielen Jahren eine Gesamtaufnahme der Sonaten von Yefim Bronfman, die mich insbesondere bei den späten Sonaten nie so recht "abgeholt" hat. Dabei sind insbesondere die 6. und 7. kraftvolle und auch emotionale Werke, wenn sie so meisterhaft und impulsiv wie von Ashkenazy gespielt werden. Kriegs-Sonaten sind es eigentlich nicht wirklich, die Entwürfe zu allen drei Sonaten stammten schon aus einer Zeit weit vor dem Kriegseintritt der Sowjetunion 1941.

IMG_0996D

Edit: Die Symphonien 4 & 7 von Andrew Litton mit dem Bergen PO hab ich mir auf Eure Empfehlung hin gerade bestellt. Die 5. und die Skythische Suite habe ich schon von Litton. Die Symphonien 2 & 3 sind sicherlich Geschmackssache, da habe ich die Aufnahme mit Vladimir Jurowski und dem State Academic Orchestra of Russia von PentaTone aus 2017 in guter Erinnerung. Mein Komplettzyklus von Rozhdestvensky ist zwar inhaltlich gut, aber leidet etwas an seiner gemischten Klangqualität (aufgenommen in den 1960ern), der andere von Rostropovich ist zwar aus den 1980ern und etwas besser, aber hat mit dem Orchestre National de France ein für Prokofiev nur durchschnittlich geeignetes Orchester. Ozawa auf DGG hatte ich auch mal, den fand ich aber blutleer und habe ihn weggegeben. Nun, vielleicht komplettiert Litton ja die Symphonien auf BIS noch.


[Beitrag von arnaoutchot am 09. Mai 2020, 21:55 bearbeitet]
FabianJ
Inventar
#22816 erstellt: 09. Mai 2020, 22:15
Hm... also mit Remington verband ich Tölpel bislang nur einen Hersteller von Mordwerkzeugen... ...da ist mir ein Plattenlabel schon deutlich sympathischer.
jpc.de
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Rondo G-Dur op. 51 Nr. 2
Ronald Brautigam (Hammerklavier)
Aufnahme: August 2013, Kirche von Österåker, Schweden

Vorher hörte ich mir noch einmal Ronald Brautigams Hammerklaviersonate an. Diese Rondo ist also das Dessert und nicht der Hauptgang.

Dieses Rondo mag ich sehr. Meine liebste Einspielung ist jene von Claudio Arrau aus den 60ern, aber auch die gerade gehörte weiß sehr zu gefallen.

Mit freundlichem Gruß
Fabian
frankbln
Stammgast
#22817 erstellt: 10. Mai 2020, 09:08
Eben bei den Neuvorstellungen beim Streamingdienst meines Vertrauens erspäht und gleich angeworfen:

Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19


Martha Argerich
Seiji Ozawa; Mito Chamber Orchestra

Zwei alte Recken musizieren einen alten Recken. Ob diese Aufnahme ein Muss ist, kann ich gerade nicht entscheiden, denn ich höre sie mit Genuss und tappenden Füßen :-). Live muss das hier ein Hammer sein. Und mein Respekt vor dem Alter der Interpreten würde mich sowieso milde stimmen.

Beethoven Klavierkonzert Nr. 2 Argerich, Ozawa, Mito Chamber Orchestra

Grüße zum Sonntag

Franco

P.S. Am Schluss gab es Applaus. Es ist also eine Live-Einspielung.


[Beitrag von frankbln am 10. Mai 2020, 09:16 bearbeitet]
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