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Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)

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Hüb'
Moderator
#22716 erstellt: 05. Mai 2020, 15:41

waren durchaus erstklassige Interpreten

Das stelle ich gar nicht in Abrede. Natürlich waren Starker, Dorati, Reiner, erstklassige Künstler. Mir geht's um die seinerzeitige Sicht & Wahrnehmung ("Zeitmaschine"). Wenn ich meine alten Fono Forum als Maßstab hernehme (ich hatte mal einigen der ganz frühen Ausgaben vom Anfang der 60er), dann spielten bei den dortigen Rezensionen die "üblichen Verdächtigen" unter den US-Labeln kaum eine Rolle, waren eher Exoten.

Gut, wahrscheinlich muss man zusätzlich den Blick aus den jeweiligen Märkten auf die jeweilige Märkte richten. Die Briten haben traditionell etwas andere Komponisten und (korrelierend?) Label im Fokus, als die hiesigen Zeitschriften/ Hörer. In den USA wird das nicht anders sein, wobei ich unterstelle, dass frühere US-Hörer Europa stärker als Herkunftsland ihrer Kunstmusik(schaffenden) begriffen haben dürften.

Vielleicht ist meine These aber auch nur zu unausgegoren...


[Beitrag von Hüb' am 05. Mai 2020, 16:16 bearbeitet]
op111
Moderator
#22717 erstellt: 05. Mai 2020, 16:26
Hallo zusammen,
ja in den 1970er Jahren habe ich in den meisten deutschen Plattenläden keine Mercury oder RCA Living Stereo LPs gefunden, nicht mal Billiglabel wie VOX Turnabout.
Anders wurde es dann für mich Ende der 70er/Anfang der 80er bei Saturn in Köln, als es (von 1961-90) noch unabhängig war.


[Beitrag von op111 am 05. Mai 2020, 16:27 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#22718 erstellt: 05. Mai 2020, 17:23

Hüb' (Beitrag #22716) schrieb:
In den USA wird das nicht anders sein, wobei ich unterstelle, dass frühere US-Hörer Europa stärker als Herkunftsland ihrer Kunstmusik(schaffenden) begriffen haben dürften.


Da widerspreche ich. Die amerikanische Intelligentsia hat nach Ende des 2. Weltkrieges begonnen, sich in der Kunst und Musik stark auf die USA zu fokussieren, und eben nicht mehr auf Europa. Das gilt insbesondere für die bildende Kunst (beispielhaft genannt Abstrakter Expressionismus, Pollock, DeKooning etc), aber auch auf die Musik. Eine höhere Technikaffinität (Stereo, Dreikanal, 35-mm-Film) kommen dazu. Aber das führt hier jetzt zu weit, denke ich.

Als gerade gehörtes und dazu passendes Hör-Beispiel aus der 20. Jhdt.-Box: Aaron Copland - Billy the Kid (1938) etc. - David Zinman / Baltimore SO - Decca 1993. Das ist eine ureigene amerikanische Musik. Bernstein sagte dazu: Es gibt einen amerikanischen Klang, und Copland ist sein Prophet.

4785424
Rille65
Inventar
#22719 erstellt: 05. Mai 2020, 18:18
Na, Ihr seid ja schon fleißig am Hören und Diskutieren. Wobei ich den technischen Argumenten nicht ganz folgen kann. Muss ich ja auch nicht, bei mir kommt der Schall ja noch aus antiquierten Tonträgern.


Weiter mit R&J:

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Rachmaninoff*, Byron Janis, Moskauer Philharmonie* / Minneapolis Symphony Orchestra, London Symphony Orchestra*, Kyrill Kondraschin* / Antal Dorati ‎– Klavierkonzerte Nr.1, 2 & 3 = (Piano Concertos Nos. 1, 2 & 3)
Label: Philips ‎– 6780 251
Format: 2 × Vinyl, LP
Land: Germany
Anmerkungen: Original recordings of all three concerts were made by Mercury 1961 and 1962, which is not mentioned on this Philips release.
Rille65
Inventar
#22720 erstellt: 05. Mai 2020, 18:56
Anschließend ist mir nach menschlicher Stimme:

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Giacomo Puccini ; Anny Schlemm, Sandor Konya*, Kim Borg, Ferdinand Leitner, Hetty Plümacher ‎– Madame Butterfly. Gesamtaufnahme In Deutscher Sprache
Label: Deutsche Grammophon ‎– 18750/52 LPM
Format: 3 × Vinyl, LP
Land: Germany
Veröffentlicht: Konnte ich leider keinen Hinweis drauf finden

Eine kleine Schwäche habe ich ja für die Oper. Und auch wenn diese nicht zu meinen Favoriten gehört: Gelegentlich soll sie auch spielen dürfen.

So eine Box mit schönem, großen Booklet ist schon eine optische und haptische Freude. Und die Tulip-Banderole auf den Labeln ...


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arnaoutchot
Moderator
#22721 erstellt: 05. Mai 2020, 19:21

Rille65 (Beitrag #22720) schrieb:
Gesamtaufnahme In Deutscher Sprache - So eine Box mit schönem, großen Booklet ist schon eine optische und haptische Freude


Puh ... naja, "Unboxing" (neudeutsch) einer so wertigen Box mag schön sein, aber hören von Madame Flutterby auf deutsch grenzt für mich schon an Masochismus ...
net-explorer
Inventar
#22722 erstellt: 05. Mai 2020, 19:32

arnaoutchot (Beitrag #22721) schrieb:
... aber hören von Madame Flutterby auf deutsch grenzt für mich schon an Masochismus ... :D


Musik ist halt eine intellektuelle Form von akustischem Masochismus!
Kaum zu fassen, was sich der Mensch im Laufe seines Lebens so alles anhören muss.
Da hat es doch was, wenn er es mal freiwillig "darf"!
klutzkopp
Stammgast
#22723 erstellt: 05. Mai 2020, 19:35
Das ist noch gar nix! Wusstest du dass es von Cindy & Bert eine deutsche Version von Black Sabbaths „Paranoid“ gibt? Das Epos trägt den Titel „Der Hund von Baskerville„...
net-explorer
Inventar
#22724 erstellt: 05. Mai 2020, 19:45

klutzkopp (Beitrag #22723) schrieb:
... von Cindy & Bert eine deutsche Version von Black Sabbaths „Paranoid“ gibt? Das Epos trägt den Titel „Der Hund von Baskerville„... :D




Wunderbar!

Nun melde sich bitte noch einer, der sich outet, das gerade abzuspielen, und zwar im Wiederholungsmodus!
Vom Alter her fällt das doch schon unter Klassik, oder?
Hüb'
Moderator
#22725 erstellt: 05. Mai 2020, 20:03
Die Single ist ein gesuchtes Sammlerstück. Siehe Preise bei Discogs.
Besagte Coverversion ist bei YouTube zu finden.

Und: klar, kennt man!


[Beitrag von Hüb' am 05. Mai 2020, 20:04 bearbeitet]
Rille65
Inventar
#22726 erstellt: 05. Mai 2020, 20:21
Wie Ihr von Rossini zu Cindy & Bert kommt, ist mir schleierhaft.

Und nein, die Butterfliege auf Deutsch ist keine Quälerei, wie auch nicht

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Dietrich Buxtehude* ‎– Das Jüngste Gericht
Label: Da Camera Magna ‎– SM 94006 a/b
Format: 2 × Vinyl, LP, Album, Reissue, Mono, Gatefold
Land: Germany
Veröffentlicht: Ich vermute 1970. Wenn Da Camara Magna wie zeitweise die DGG Kürzel für das Veröffentlichungsdatum auf die Innehüllen druckte, ist diese aus KW 26/1970.
Anmerkungen: Recorded from 08 - 11 July 1965 at Christuskirche Mannheim.
Rille65
Inventar
#22727 erstellt: 05. Mai 2020, 21:09
OK, eine halbe Stunde reicht auch. Nun ein gewagter Sprung aus dem calvinistischen Barock in die Moderne, zu meiner Lieblings-Moldau-Muräne:

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George Enescu ‎– Simfonia Nr. 3 În Do Major, Op. 21
Label: Electrecord ‎– ST-ECE 01234
Format: Vinyl, LP
Land: Romania
Veröffentlicht: 1977 oder so

Conductor [Dirijor] – Ion Baciu
Liner Notes – Wilhelm Berger
Orchestra – Orchestra simfonică a Filarmonicii din Cluj-Napoca

Vor allem sein Spätwerk gehört in meinen Augen mit zum Qualitätvollsten, Individuellsten und Faszinierendsten, was in der Zeit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde. Und wer meint, er kenne Enescu, nur weil er mal dessen berühmte „Rumänische Rhapsodien“ gehört hat, kann versichert sein, dass er nichts, aber auch gar nichts von Enescu verstanden haben kann, bevor er nicht auch in dessen Kammermusik (und hierbei allem Voran die Kammersinfonie und die ... Cellosonaten) hereingeschnuppert oder zumindest in die drei komplexen Sinfonien Enescus hineingehört hat." (R. Aschemeier, the-listener. de, Oktober 2013), zitiert hier.

Mir gefällt‘s jedenfalls. Recht komplex, geht nicht auf Anhieb und von alleine in‘s Ohr. Bleibt dafür länger drin.
Rille65
Inventar
#22728 erstellt: 05. Mai 2020, 21:56
Gestern Abend noch mit Tschaikowsky auf meinem Teller, darf Leopold Ludwig nun nochmal mit Beethoven. Lange keine 9.4 mehr gehört.


Diese kommt besonders daher im kulturhistorisch interessanten Kontext:

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Ludwig van Beethoven, Werner Krauss*, Albin Skoda ‎– Das Heiligenstädter Testament, Franz Grillparzers Reden, 9. Sinfonie
Label: Bertelsmann Schallplattenring ‎– 11 303, Bertelsmann Schallplattenring ‎– 11 301, Bertelsmann Schallplattenring ‎– 11 302
Format: 2 × Vinyl, LP, Mono, 180gr., Gatefold
Land: Germany
Veröffentlicht: tja, nur wann?

Conductor – Leopold Ludwig
Performer – Berliner Symphoniker
Alto Vocals – Gisela Litz
Bass Vocals – Ernst Wiemann
Soprano Vocals – Marlies Siemeling
Tenor Vocals – Ludwig Suthaus
Deep_Groove
Stammgast
#22729 erstellt: 06. Mai 2020, 07:56

arnaoutchot (Beitrag #22718) schrieb:

Als gerade gehörtes und dazu passendes Hör-Beispiel aus der 20. Jhdt.-Box: Aaron Copland - Billy the Kid (1938) etc. - David Zinman / Baltimore SO - Decca 1993. Das ist eine ureigene amerikanische Musik. Bernstein sagte dazu: Es gibt einen amerikanischen Klang, und Copland ist sein Prophet.


Die Ballett-Suite Billy the Kid läuft bei mir auch regelmäßig. Sehr unterhaltsames Spektakel, das einfach Spaß macht. Da ich meist Schallplatte als Medium bevorzuge hier eine Analogue Production als Reissue von LSC-2195.

Copland, Billy The Kid / Rodeo - Morton Gould And His Orchestra
Label: Analogue Productions ‎– AAPC 2195, RCA Victor Red Seal ‎– LSC-2195

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[Beitrag von Deep_Groove am 06. Mai 2020, 07:58 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#22730 erstellt: 06. Mai 2020, 08:11

Deep_Groove (Beitrag #22729) schrieb:
Die Ballett-Suite Billy the Kid läuft bei mir auch regelmäßig. Sehr unterhaltsames Spektakel, das einfach Spaß macht. Da ich meist Schallplatte als Medium bevorzuge hier eine Analogue Production als Reissue von LSC-2195.


Fein fein .. die hab ich auch, aber nur als SACD Dafür gibt es dort noch die Grand Canyon Suite von Grofé on top ...
Deep_Groove
Stammgast
#22731 erstellt: 06. Mai 2020, 08:20

arnaoutchot (Beitrag #22730) schrieb:

Fein fein .. die hab ich auch, aber nur als SACD Dafür gibt es dort noch die Grand Canyon Suite von Grofé on top ...


Sehr gut, Danke für die Anregung! Der Gang ins Archiv verschafft etwas Bewegung und fördert folgendes zu Tage....

Grofé / Gershwin, Grand Canyon Suite / An American In Paris — Fiedler / Boston Pops
Label: RCA Victrola ‎– VICS-1423

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Agon
Stammgast
#22732 erstellt: 06. Mai 2020, 09:51
Joseph Haydn:
Sinfonia Concertante B-Dur Hob I:105

W. A. Mozart:
Oboenkonzert C-Dur
Fagottkonzert B-Dur

diverse Solisten,
Arcangelo,
Jonathan Cohen, Ltg.

(Hyperion, 2012-2014)

jpc.de
Rille65
Inventar
#22733 erstellt: 06. Mai 2020, 11:21
Mahlzeit!

Zur Regeneration im Home Office erklingt

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Schubert* - Alfred Brendel ‎– Sonate D-dur D.850 / 16 Deutsche Tänze, D.783
Label: Philips ‎– 6500 763
Format: Vinyl, LP, Album
Land: Germany
Veröffentlicht: 1974
WolfgangZ
Inventar
#22734 erstellt: 06. Mai 2020, 14:13
jpc.de

Da höre ich mir nachher mal die Nummer drei an, die Rille65 gestern gehört hat - ein paar Beiträge weiter oben. Schöner Blick auf den LP Schrank dort - und die Einspielung, die ich soeben verlinkt habe, lässt auch nichts zu wünschen übrig.

PS: Das war keine Aussage über die Platte mit den Rillen, die ich nicht kenne. Nicht dass jemand auf dumme Gedanken kommt! Und da war auch nirgends Ironie. Ich bin ein guter Mensch!

Wolfgang
Hörstoff
Inventar
#22735 erstellt: 06. Mai 2020, 17:14
Für Musik- und Ingeborg Bachmann-Fans unter uns sicherlich ein Highlight:
Haydn Trio Eisenstadt, Schreiben gegen den Krieg - Bachmann vertont (diverse Komponisten).

Unbedingter Hörtipp: Bernd Richard Deutsch: Curriculum vitae/Schwarzer Walzer (Streicher und Klavier).

Capriccio 2006.

jpc.de
Rille65
Inventar
#22736 erstellt: 06. Mai 2020, 17:29

WolfgangZ (Beitrag #22734) schrieb:
... die Einspielung, die ich soeben verlinkt habe ...

Hast du die CD, Wolfgang? Bin gespannt auf deinen Eindruck.


Hier läuft ein Neuzugang (unten links). Meine 4. Einspielung dieses Werkes.

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Hector Berlioz / Orchestre National De L'O.R.T.F.* / Sir Thomas Beecham ‎– Symphonie Fantastique Op. 14 - Episoden Aus Dem Leben Eines Künstlers
Label: EMI Electrola ‎– 1C 053-00 150
Format: Vinyl, LP, Stereo
Land: Germany
Veröffentlicht: [1958]

Grafisch finde ich die CBS am gelungensten, gefolgt von der psychedelischen RCA. Dann die im Layout auch sehr feine EMI. Die DDG spricht mich vom Cover gar nicht an.

Michael wird gleich noch seinen Solti beisteuern, der fehlt nämlich noch.
arnaoutchot
Moderator
#22737 erstellt: 06. Mai 2020, 18:19

Rille65 (Beitrag #22736) schrieb:
Michael wird gleich noch seinen Solti beisteuern, der fehlt nämlich noch.


Ich habe hier mal einen Vergleich der bei mir damals vorhandenen Aufnahmen der Symphonie gemacht. Ist aber fast 10 Jahre her, nicht mehr alle sind bei mir, und ja, der Solti und noch ein paar andere mögen über Schächtelchen dazugekommen sein. Den Bernstein mit den New Yorkern müsste ich auch haben. Meine Favoriten waren Järvi (3.) und Munch (1.). Ich glaube nicht, dass die dazugekommenen hier etwas wesentliches verändern.

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Nach Aufnahmedatum geordnet
1. Munch/BSO, RCA Living Stereo SACD Stereo, Nov. 1954
2. Davis/RCO, Philips CD, Jan. 1974
3. Järvi/Cincinnati SO, Telarc SACD Mehrkanal, Okt. 2000
4. Eschenbach/Orchestre de Paris, naive CD, April 2002
5. Minkowski/Mahler Chamber Orchestra, DGG CD Dec. 2002
6. Gergiev/VPO, Philips SACD Mehrkanal, May 2003
7. Immerseel/Anima Eterna, ZigZag CD, May 2008
klutzkopp
Stammgast
#22738 erstellt: 06. Mai 2020, 18:34
Die Fantastique ist auf jeden Fall ein Werk von dem es sich lohnt mehrere Aufnahmen zu haben. Neben Davis/RCO und Munch finde ich auch die Aufnahme von Igor Markevitch mit dem Orchestre Lamoureux (1962, DGG) sehr gut.

Vor einigen Jahren habe ich die Fantastique live in der Philharmonie Berlin erlebt, am Pult Herbert Blomstedt. Was der alte Herr da für ein orchestrales Feuerwerk abgefackelt hat hätte ich nie erwartet. Bin froh dabei gewesen zu sein.
Hörstoff
Inventar
#22739 erstellt: 06. Mai 2020, 18:40
Die Fassung von Robin Ticciati/Scottish Chamber Orchestra 2012 ist auch sehr gut.
https://www.linnreco...sco-ticciati-klassik
Hüb'
Moderator
#22740 erstellt: 06. Mai 2020, 18:47
Von der Fantastique gibt es viele, sehr gute Einspielungen - und wenige schlechte.
WolfgangZ
Inventar
#22741 erstellt: 06. Mai 2020, 18:47
jpc.de


Rille65 (Beitrag #22736) schrieb:

WolfgangZ (Beitrag #22734) schrieb:
... die Einspielung, die ich soeben verlinkt habe ...

Hast du die CD, Wolfgang? Bin gespannt auf deinen Eindruck.


Ja - und einmal gehört gewiss. Das wird demnächst wiederholt und ich melde mich.

Wolfgang


[Beitrag von WolfgangZ am 06. Mai 2020, 18:49 bearbeitet]
Deep_Groove
Stammgast
#22742 erstellt: 06. Mai 2020, 19:45
Ich verfolge noch ein wenig die Anregung zu US-amerikanischen Komponisten. George Gershwin: Für mich nicht nur vielleicht der „amerikanischste“ sondern auch der talentierteste aller US-Komponisten. Die Aufnahmen in dieser unscheinbare Box von Vox klingen sehr gut und sind zu recht auf der TAS-Liste zu finden.

Gershwin ‎– All The Works For Orchestra & For Piano & Orchestra — Jeffrey Siegel, Leonard Slatkin, St. Louis Symphony Orchestra
Label: Vox Productions ‎– SVBX 5132
Format: 3 × Vinyl, LP

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[Beitrag von Deep_Groove am 06. Mai 2020, 20:33 bearbeitet]
Rille65
Inventar
#22743 erstellt: 06. Mai 2020, 20:17

arnaoutchot (Beitrag #22737) schrieb:
Munch/BSO, RCA Living Stereo SACD Stereo, Nov. 1954

Natürlich hat deine SACD das originale 1955er Cover von Richard M. Powers. Der Schriftzug blieb gleich, wie man sieht. Das Cover meiner Veröffentlichung gestaltete Jane Sinnickson (1917 - 1985), Frau von Jim Flora und Berlioz-Fan. Im verwendeten Gemälde porträtiert sie Berlioz‘ Herzensdame, die Irische Schauspielerin Henrietta Smithson.

Hier dreht nun

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Rachmaninow* / Franck* - Berliner Philharmoniker, Alexis Weissenberg, Herbert von Karajan ‎– Klavierkonzert Nr. 2 / Sinfonische Variationen
Label:
EMI Electrola ‎– 1C 065-02 374 Q, His Master's Voice ‎– 1C 065-02 374 Q, Die Stimme Seines Herrn ‎– 1C 065-02 374 Q
Format:
Vinyl, LP, Album, Quadraphonic
Land:
Germany
Veröffentlicht:
1973
Rille65
Inventar
#22744 erstellt: 06. Mai 2020, 21:01
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Rachmaninoff* - Geza Anda* - Philharmonia Orchestra - Alceo Galliera ‎– Klavierkonzert Nr. 2 C-Moll Op. 18, Prelude G-Dur Op. 32 Nr. 5, Prelude G-Moll Op. 23 Nr.5
Label: Columbia ‎– 33 WSX 601, Columbia ‎– C 80109
Format: Vinyl, LP, Mono
Land: Germany
Veröffentlicht: [1954]
klutzkopp
Stammgast
#22745 erstellt: 07. Mai 2020, 05:30

Hörstoff (Beitrag #22739) schrieb:
Die Fassung von Robin Ticciati/Scottish Chamber Orchestra 2012 ist auch sehr gut.
https://www.linnreco...sco-ticciati-klassik


Danke für den Tip. Werde mal reinlauschen.
Hüb'
Moderator
#22746 erstellt: 07. Mai 2020, 10:38
Gershwin war mir immer zu "seicht"...
...

jpc.de

Modest Mussorgsky (1839-1881)
Eine Nacht auf dem kahlen Berg
+ Lieder und Tänze des Todes

Serge Prokofieff (1891-1953)
Alexander Newski-Kantate op. 78
Vladislav Sulimsky, Agunda Kulaeva, Czech Philharmonic Choir of Brno, Gürzenich-Orchester Köln, Dmitri Kitaenko

Oehms, DDD, 2016

Kitaenko lässt die Urfassung der Nacht spielen, was sich etwas "ungewohnt" anfühlt. Eine musikalisch hervorragende CD, sehr packend und mit ungeheurer Wucht gespielt. Klanglich exzellent und audiophil eingefangen.

Viele Grüße
Frank


[Beitrag von Hüb' am 07. Mai 2020, 10:39 bearbeitet]
Rille65
Inventar
#22747 erstellt: 07. Mai 2020, 10:38
Manche waschen ihr Auto in der Mittagspause ...


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Joseph Krips dirigiert hier die „Große“ von Schubi und das Londoner Symphonie-Orchester, aufgenommen vom 21 - 23 Mai 1958 in der Kingsway Hall, London von Kenneth E. Wilkinson / Produktion: Erik Smith.

Meine DECCA/Deutscher Schallplatten Club-Ausgabe ist discogs noch nicht bekannt. Sie klingt übrigens ausgezeichnet und ist auch topp erhalten.


[Beitrag von Rille65 am 07. Mai 2020, 10:41 bearbeitet]
Agon
Stammgast
#22748 erstellt: 07. Mai 2020, 12:52
Erik Satie:

Klavierwerke I

Nicolas Horvath, Klavier

(Grand Piano, 2016)

jpc.de
klutzkopp
Stammgast
#22749 erstellt: 07. Mai 2020, 12:57

Rille65 (Beitrag #22747) schrieb:
Manche waschen ihr Auto in der Mittagspause ...

Joseph Krips[/url] dirigiert hier die „Große“ von Schubi



Und das hört man auch beim Waschen?
Agon
Stammgast
#22750 erstellt: 07. Mai 2020, 13:42
Das war dann wohl nix, Herr Horvath. So ein ätzend runtergehackter Satie ohne jedes Feingefühl, völlig unidiomatisch, trampeltierhafte Behandlung des Klaviers, so ein Stümper. Nie wieder.

Deshalb jetzt diese beiden Damen, die mich noch nie enttäuscht haben:

Erik Satie:

Werke für Klavier und Klavier-vierhändig

Katia und Marielle Labeque, Klavier

(KML, 6/2009, Studio K)

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Rille65
Inventar
#22751 erstellt: 07. Mai 2020, 14:00

klutzkopp (Beitrag #22749) schrieb:
Und das hört man auch beim Waschen?

Nein, erst danach. Die gute ist jetzt auch auf discogs:

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Franz Schubert, Joseph Krips*, Londoner Symphonie Orchester* ‎– Symphonie Nr. 7 C-Dur "Die Grosse"
Label: Decca ‎– F-224, Deutscher Schallplattenclub ‎– BD 565-B
Format: Vinyl, LP, Club Edition, Reissue, Stereo
Land: Germany
Rille65
Inventar
#22752 erstellt: 07. Mai 2020, 14:26

Agon (Beitrag #22750) schrieb:
... trampeltierhafte Behandlung des Klaviers ...

Man konnte es ja schon vom Cover her ahnen: Hier soll das Instrument zu Grabe getragen werden.


Könnt‘ ich auch mal wieder auflegen:

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Erik Satie - Ulrich Gumpert ‎– Trois Sarabandes Et Six Gnossienes
Label: Nato ‎– 410
Format: Vinyl, LP, Album
Land: France
Veröffentlicht: 11 May 1985

Feingefühl hat es hier reichlich, vom Tempo her eher „Kette links“, wie die Radsportler sagen würden. Aber richtig schnell habe ich Satie erst einmal gehört, Klara Körmendy oder so hieß die Interpretin, auf Naxos. Weiß es nicht mehr genauer.
Hüb'
Moderator
#22753 erstellt: 07. Mai 2020, 14:40

Rille65 (Beitrag #22751) schrieb:
Die gute ist jetzt auch auf discogs:

Und das ist eine mir immer noch sehr liebe Einspielung.

WolfgangZ
Inventar
#22754 erstellt: 07. Mai 2020, 14:51

Agon (Beitrag #22750) schrieb:
Das war dann wohl nix, Herr Horvath. So ein ätzend runtergehackter Satie ohne jedes Feingefühl, völlig unidiomatisch, trampeltierhafte Behandlung des Klaviers, so ein Stümper. Nie wieder.


Allerdings! Da genügen mir bereits die Hörproben zu den Gymnopédies. Schade um den alten Flügel, wenn man damit nicht umgehen kann und ansonsten vermutlich - ich kenne ja nun die Scheibe nicht - nur wenig zu sagen hat.

Wolfgang
WolfgangZ
Inventar
#22755 erstellt: 07. Mai 2020, 14:56
Horvath schreibt elektroakustische Musik.

Böse Menschen meinen ja, dass erstklassige Organisten noch lange keine guten Pianisten sein müssen.

(Zur Sicherheit verschwinde ich noch hinter der Tür - der Smiley fehlt hier jedoch).

Wolfgang
WolfgangZ
Inventar
#22756 erstellt: 07. Mai 2020, 15:00

Man konnte es ja schon vom Cover her ahnen: Hier soll das Instrument zu Grabe getragen werden.


Rille65
Inventar
#22757 erstellt: 07. Mai 2020, 15:19
Satie und Debussy (La Mer) waren meine Einstiege in die Klassische Musik, damals, als junger Student. Meine Mutter arbeitete bei Philips, und im Personalverkauf bekam man auch als Angehöriger Tonträger günstiger.

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Deep_Groove
Stammgast
#22758 erstellt: 07. Mai 2020, 16:05

Hüb' (Beitrag #22746) schrieb:
Gershwin war mir immer zu "seicht"...
...


Hört, hört, wir üben uns also in einem Ründchen Snobismus...

Ferde Grofé ‎– Grand Canyon Suite / Mississippi Suite - Eastman-Rochester Orchestra, Howard Hanson
Label: Mercury Living Presence ‎– SR90049
Released: 1958

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[Beitrag von Deep_Groove am 07. Mai 2020, 16:06 bearbeitet]
Hüb'
Moderator
#22759 erstellt: 07. Mai 2020, 16:07
Hallo zusammen,

jpc.de

Grace Williams (1906-1977)
Kammermusik: Violinsonate; Sextett für Oboe, Trompete, Violine, Viola, Cello & Klavier; Suite für 9 Instrumente; Romanze für Oboe & Klarinette; Sarabande für Klavier linke Hand; Rondo for dancing für 2 Violinen & Cello
Madeleine Mitchell (Violine), London Chamber Ensemble

CD, Naxos, DDD, 2018

Die Musik der Waliserin Grace Williams ist für mich Terra incognita. Sie studierte bei Vaughan Williams sowie Egon Wellesz und komponierte Zeit ihres Lebens in verschiedensten Subgenres der "klassischen" Musik. Viel wurde bisher nicht aufgenommen - schon gar keine Kammermusik. Umso erfreulicher diese CD, deren enthaltene Werke eine Entstehungszeitspanne von 40 Jahren umfassen. An größeren Werken enthalten sind eine knapp 20-minütige Violinsonate sowie ein halbstündiges und mit Trompete, Oboe sowie Klavierquartett klangfarblich interessant besetztes Sextett. Ihre sehr gemäßigt moderne, tonal angelegte Tonsprache hat mir gleich gefallen. Der langsame Aufbau des Sextetts erinnert mich Eingangs ein wenig an Samuel Barbers kontemplatives Adagio, geht dann aber ganz eigene Wege. Mehr davon!

Viele Grüße
Frank
Hüb'
Moderator
#22760 erstellt: 07. Mai 2020, 16:08

Hört, hört, wir üben uns also in einem Ründchen Snobismus

...glücklicherweise aber nie so seicht wie Grofé...

klutzkopp
Stammgast
#22761 erstellt: 07. Mai 2020, 16:13

Hört, hört, wir üben uns also in einem Ründchen Snobismus.


Es gibt auch Leute die Tschaikowsky pauschal als Kitsch abtun.

Mir ist so was schietegal.
Rille65
Inventar
#22762 erstellt: 07. Mai 2020, 16:18

Deep_Groove (Beitrag #22758) schrieb:
... Ründchen Snobismus...

Also ich finde, etwas gepflegter Snobismus gehört einfach dazu, im Klassik-Forum.


Habe mir übrigens gerade Nachschub an gerilltem PVC bestellt:

98B917A3-0601-477A-AA96-55A61F9950AD

Branka bei discogs

Bevor hier die Preise auch in‘s Unvernünftige emporschnellen ...
Agon
Stammgast
#22763 erstellt: 07. Mai 2020, 16:22
Ja, lieber Wolfgang, was Horvath da bei Satie macht, ist einfach nur schlimm. Vielleicht wollte er es anders machen, als alle anderen Pianisten. Das ging gründlich daneben.
Gerade die sehr bekannten Gymnopedies habe ich noch nie so hart, brutal, gefühllos gehört. Das geht gar nicht.

Katia und Marielle Labeque sind da eine andere Welt und auch eine andere Klasse.
Aber auch Reinbert de Leeuw ist auf jeden Fall hervorragend und ein Satie-Pionier (leider ist er ja neulich verstorben - ein echter Verlust).

Herzliche Grüße,

Agon (Philipp)
op111
Moderator
#22764 erstellt: 07. Mai 2020, 16:26
Gut, wo wir schon mal unten bei Grofé angekommen sind, kann's jetzt nur aufwärts gehen

Arnold Schönberg
Pelleas und Melisande op. 5
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
Michael Gielen
SWR Classic

jpc.de

Straffe und unsentimentale Wiedergabe, die vielleicht einen Hauch mehr Emphase vertragen könnte.

klutzkopp
Stammgast
#22766 erstellt: 07. Mai 2020, 16:41
Oder so

jpc.de
Rille65
Inventar
#22767 erstellt: 07. Mai 2020, 16:42

klutzkopp (Beitrag #22766) schrieb:
Oder so

Au Au - Augen- und Ohrenkrebs! Dann lieber Ekseption oder Walter „Wendy“ Carlos!
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