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Was hört ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)+A -A |
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Mars_22
Inventar |
#33178
erstellt: 13. Mrz 2026, 15:58
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Klaviertrio ist nicht meine Lieblingsgattung, da mir das Klavier da zu dominant ist. Dafür habe ich davon aber sehr viel, u.a. alle Beethoven Trios. Live geht ein Klaviertrio wahrscheinlich besser. Deine Eindrücke sind gut nachvollziehbar, Franco. |
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Hörstoff
Inventar |
#33179
erstellt: 14. Mrz 2026, 23:10
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Es läuft Mozarts Don Giovanni KV 527 (arr. für Blasmusik durch Triebensee) vom Ensemble Opera Senza ohne Gesang. Sehr ansprechend und obwohl überwiegend Sequenzen mit einem tendenziell gemütlichen Tempo vorgetragen sind, ist die Einspielung dennoch nicht lahm. Die Musik wirkt eher etwas zurückhaltend, was an den Instrumenten sowie fehlenden Vokaleinlagen und der ansonsten durch diese zusätzlich aufgebauten, hier entfallenden szenischen Spannung liegen mag. Die rezitative Instrumental- befindet sich als Blasmusik im Rampenlicht. [Beitrag von Hörstoff am 14. Mrz 2026, 23:25 bearbeitet] |
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dktr_faust
Inventar |
#33180
erstellt: 15. Mrz 2026, 21:39
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![]() Fazil Say Konzert für Cello und Orchester „Never give up“ op. 73 Camille Thomas, Cello Brussels Philharmonic Orchester, Stephane Deneve Ich habe das am Donnerstag live mit den Bochumer Symphonikern gehört und Camille Thomas, der das Konzert auch gewidmet ist, gehört. Die Verarbeitung des Terroranschlags in Paris 2018 und Says Konsequenz daraus niemals die eigene Menschlichkeit und Hoffnung aufzugeben sind sehr beeindruckend umgesetzt. Daher habe ich mich auf die Suche nach einer Aufnahme gemacht und diese gefunden. Grüße [Beitrag von dktr_faust am 15. Mrz 2026, 21:40 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
#33181
erstellt: 17. Mrz 2026, 18:59
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Hier sehr überrascht: Beethoven - Complete Piano Concertos - Jan Lisiecki / Academy of St. Martin in the Fields - DGG 3CD 2019. Ich habe mir die Aufnahme ohne grosse Erwartungen mal zum Reinhören aus dem Laden mitgenommen. Was soll ich sagen: Das ist ausnehmend gut ! So eine Transparenz und Frische im Klavier und differenzierten Orchesterpart habe ich unter den neueren Aufnahmen nur sehr selten gehört. Auch wenn ich noch zögere, denke ich nach, diese Aufnahme als meinen 44. (!) physischen Gesamtzyklus in die Sammlung zu nehmen. Seufz ! |
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op111
Moderator |
#33182
erstellt: 17. Mrz 2026, 19:55
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Apropos Cello: von Bochum zu Essen In der letzten Woche live erlebt: WDR 3 Konzertplayer Konzert: Her VoiceDas Konzert steht für 30 Tage zum Nachhören bereit (ab 13.3.26). Komponistinnenfestival „her:voice“ Das vergessene Cellokonzert der deutsch-jüdischen Komponistin Maria Herz: Beim Komponistinnenfestival „her:voice“ holt die Cellistin Raphaela Gromes das Werk mit der Dirigentin Nil Vendetti ins Rampenlicht. Ina Boyle The magic harp Maria Herz Konzert für Violoncello und Orchester op. 10 Louise Farrenc Sinfonie Nr. 2 op. 35 Raphaela Gromes, Violoncello Essener Philharmoniker Leitung: Nil Venditti Live aus der Essener Philharmonie Maria Hertz' Cellokonzert op. 10 findet sich auch auf: Raphaela Gromes - Fortissima Henriette Bosmans: Cellosonate a-moll Maria Hertz: Cellokonzert op. 10 +Marie Jaell: Cellokonzert F-Dur +Elisabeth Kuyper: Ballade op. 11 für Cello & Orchester +P!nk: Wild Hearts can't be broken +Rebecca Dale: Femmage I & II +Emilie Mayer: Cellosonate A-Dur +Luise Adophle le Beau: Cellosonate op. 17 +Victoria Yagling: Larghetto +Adele: All I ask +Mel Bonis: Meditation Raphaela Gromes, Cello Julian Riem, Klavier Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Anna Rakitina Sony 2024 ![]() Franz [Beitrag von op111 am 17. Mrz 2026, 19:58 bearbeitet] |
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Hörstoff
Inventar |
#33183
erstellt: 17. Mrz 2026, 22:47
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Ole, ole ole ole... Ole wer? Laut Gemini ist Ole Olsen ein Name, "der meist mit dem dänischen Speedway-Sport verbunden wird. Der 1946 geborene Ole Bjarne Olsen war ein legendärer Bahnsportler, der dreimal Speedway-Einzelweltmeister (1971, 1975, 1978) wurde, einen Langbahn-Titel holte und maßgeblich zur Popularisierung des Sports in Dänemark beitrug. Er war später als Bahnsport-Funktionär tätig." Cool. Gemeint ist hier aber der stramme norwegische Komponist aus dem 19./20. Jh. Hier läuft konkret, nach seinem symphonischen Gedicht Asgaardsreien das Konzert in F-Dur für Posaune und Orchester. Und danach garantiert auch seine Sinfonie Nr. 1 in G-Dur. Ist sein verstecktes Komponistendasein gerechtfertigt? Vielleicht nicht. In Norwegen wurde der Militärmusiker aber bereits zu Lebzeiten gewürdigt, ihm wird u. a. durch ein Komponistendenkmal in Hammerfest gehuldigt. Im Gegensatz zu seinem Namensvetter Ole Bull, dem "Paganini des Nordens" hat er weniger internationale Aufmerksamkeit ausgelöst. Er war also eher ein nationaler Musiker. Heute lohnt es sich durchaus, Werke von ihm zu entdecken. Der Militärmusikeinfluss scheint seiner um die Jahrhundertwende entstandenen sinfonischen Musik dieser SACD eine frische und strenge Komponente zu verleihen. Hörenswert. Das Arctic Philharmonic Orchestra/Christian Lindberg gefällt mir und die BIS-Einspielung aus 2011 ist auf einem gewohnt hohem audiophilen Niveau, auch wenn die Rearkanäle nicht innovativ bzw. diskret bedient werden. ![]() Review 5* [Beitrag von Hörstoff am 17. Mrz 2026, 23:02 bearbeitet] |
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Hörstoff
Inventar |
#33184
erstellt: 17. Mrz 2026, 23:40
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Jetzt ein fulminantes Werk des estnischen Komponisten Peeter Vähi und nochmal KI, da ich an den Auswertungen erstmal nichts zu mäkeln habe:
Das Oratorium wurde 2011 in der Großen Gilde in Riga eingespielt. Eine interessante und innovative kompositorische Mischung, die auf der SACD in positivem Sinne effektvoll umgesetzt wurde. ![]() [Beitrag von Hörstoff am 17. Mrz 2026, 23:44 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#33185
erstellt: 18. Mrz 2026, 22:20
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Mal wieder Dmitri Shostakovich Symphonie Nr. 8 c-moll (Jewgenij Mrawinsky gewidmet) UA 1943 English Horn – Sergej Grishin Staatliches Sinfonie-Orchester des Kultusministeriums der UdSSR Gennadij Roshdestwenskij Recording Engineer – Sewerin Pasuchin Label Melodya /BMG (P) 1988 (recorded 1983 DDD) ![]() Roshdestwenskijs trocken-sakrastisch pointierter Stil hingegen gefällt mir deutlich besser als Barschais schon etwas pedantisch neutrale Herangehensweise. Franz |
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Hörstoff
Inventar |
#33186
erstellt: 18. Mrz 2026, 23:30
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Innovation, die dritte: Chormusik von schwedischen und internationalen Komponistinnen der Gegenwart. Femina Moderna des gemischten Chors Allmänna Sången/dir. Maria Goundorina verleiht der - reinen - Vokalmusik ein zusätzliches weibliches Attribut. Auch wenn ich so etwas nicht jeden Tag höre und dies nicht meine favorisierte Stilrichtung ist, sind dies in meinen Ohren doch gelungene Anreicherungen des klassischen Spektrums. Klanglich garantiert das BIS-Label eine sehr gute Darbietung. ![]() |
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Mars_22
Inventar |
#33187
erstellt: 19. Mrz 2026, 10:35
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Zum Namen der Truppe fällt mir natürlich gleich eine Altherrenbemerkung ein. |
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Hörstoff
Inventar |
#33188
erstellt: 19. Mrz 2026, 20:20
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Allmänna Sången war mal eine reine Herrentruppe, falls du das meinst. Seit 1963 aber nicht mehr. |
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boltwoodit
Stammgast |
#33189
erstellt: 20. Mrz 2026, 13:55
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Du Garstiger, ausgerechnet die Aufnahme, die mir noch fehlt Nee, viel Spaß damit!btt Bei dem ganzen optimistischen Frühlingsgedöhns ringsum, musste bei mir auch mal wieder etwas Schweres auf die Ohren und dazu eignet sich slawischer Schwermut natürlich ausgezeichnet ![]() Josef Suk (1874 - 1935; Schwiegersohn von A. Dvorak), Sinfonie Nr. 2 "Asrael" (1905/06), Essener Philharmonie, T. Netopil, Oehms Classic 2016 Von Josef Suk eigentlich als eine Art Requiem für seinen kürzlich (1904) verstorbenen Schwiegervater A. Dvorak gedacht (Suk zitiert auch ein kleines bisschen aus Dvoraks Requiem), kam während der Komposition noch ein Schicksalsschlag für ihn hinzu - der Tod seiner Frau im Jahr 1905 (also der Tochter von A. Dvorak). Asrael ist - je nach Lesart - entweder DER Todesengel oder der Erzengel aller Todesengel, vorrangig in islamischer (obwohl er im Koran selbst nicht auftaucht), später dann auch in jüdischer Literatur. Die Sinfonie besteht aus fünf Sätzen, wobei die letzten beiden Sätze seiner verstorbenen Frau gewidmet sind. Sie beginnt "zappenduster" und wird dann etwas "heller", aber ohne an Schwere zu verlieren. Der vierte Satz ist ein zärtliches Adagio, der fast schon optimistische fünfte Satz entwickelt sich zu einer Art feierlich verklingendem Choral. Aus blutigster Laiensicht betrachtet höre ich hier sowohl späte Spätromantik ohne Süßlichkeit als auch Impressionismus ohne ganz großen Bombast und Notenoverkill - ich mag das so, wenn ich dafür gerade in Stimmung bin. Klanglich emfinde ich die Aufnahme als für mich mehr als ausreichend; möglichweise sind die Ondine-Aufnahme (HPO, Aschkenazy) als SACD oder die Chandos-Aufnahme noch besser, aber momentan will ich hier (erstmal) nicht "in die Breite gehen" ![]() Ich denke, wer etwas mit Mahler anfangen kann, könnte hier fündig werden. Was mir besonders gut gefällt, ist das Vorhandensein slawischen Schwermuts, aber ohne sich komplett und stundenlang in Schwerstmut - wie für mich in z.B. Rachmaninows 2. Sinfonie - zu suhlen...man bekommt nicht gleich Lust sich von der nächsten Brücke zu stürzen, sondern seufzt halt ein-, zweimal tief und hört sich das Ding im Idealfall gleich nochmal an. Viele Grüße bolt |
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op111
Moderator |
#33190
erstellt: 20. Mrz 2026, 20:48
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Ja, die Aufnahme der 8. macht viel Spaß. It should be played loud! Die macht auch den unfreiwilligen Mithörern viel Spaß, es hat sich in den letzten 25 Jahren jedenfalls niemand beschwert, soweit ich das wahrnehmen konnte. Bei der Aufnahme von Asrael war ich anwesend. Ein großartiges Ereignis. Die CD habe ich ebenfalls, auch die von Mackerras. Franz [Beitrag von op111 am 21. Mrz 2026, 15:22 bearbeitet] |
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Hörstoff
Inventar |
#33191
erstellt: 20. Mrz 2026, 21:35
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Nix da Systemsound. Und statt der lauten 8. lieber die komplexe 4. von einer Westkapelle mit audiophilem Differenzwumms. Scherzo beiseite, Wigglesworths' 4. von Schostakowitsch ist unbedingt hörenswert. Er entlockt dem Radio Filharmonisch Orkest einen hohen Dynamikumfang und reitet dies mit kompetenter Autorität. (Der kleine Verweis auf Short Ride in a Fast Machine ist nicht ungewollt.) Zudem wird audiophilen Herzen damit allemal ein breites Grinsen entlockt. Review |
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Hörstoff
Inventar |
#33192
erstellt: 21. Mrz 2026, 00:40
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5. und 6. gleich hinterher - grandios. Nun mit dem BBC National Orchestra of Wales. Mark kann's einfach. Vielleicht komme ich doch bald wieder bei der 8. an. [Beitrag von Hörstoff am 21. Mrz 2026, 00:43 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#33193
erstellt: 21. Mrz 2026, 15:31
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Hallo Andreas, Systemsound , der ist bei meinem PC sowieso immer auf aus, off, 0, zero. Ich brauche keine Störungen durch Systemereignisse oder ähnliches. David Hurwitz fand die Aufnahme der 4. auch nicht übel. Classics Today (Sym. 4 Franz [Beitrag von op111 am 21. Mrz 2026, 15:43 bearbeitet] |
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Hörstoff
Inventar |
#33194
erstellt: 21. Mrz 2026, 18:32
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Hallo Franz,
auch nicht übel?! Hört die Bewertung nicht bei 10 auf? 10/10 für die künsterlische Qualität lässt sich also nicht mehr toppen. Und 9/10 für die Klangqualität ist auch nah am Optimum. Dazu lese ich das: The sonics are very natural and well-balanced, but also a bit low level (this is more pronounced in multi-channel format). You really need to crank up the volume to capture the climaxes, but if you’re system can handle it, you’re going to love this. What? Für mich ist eine "leise" Einspielung ein Qualitätshinweis, weil leise Stellen wirklich leise sind. Leider habe ich keine DR Testmöglichkeit mehr (neuer PC ohne Laufwerk), aber ich vermute dass die Einspielung sehr gut abschneiden würde. Deshalb das Grinsen im Fahrtwind. Nach der hochkatholischen 13. jetzt die 8. Sinfonie von Kitajenko mit dem Gürzenich Orchester. Hier fehlt mir gerade etwas der Zugang. |
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op111
Moderator |
#33195
erstellt: 21. Mrz 2026, 18:53
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Hallo, der DR-Wert ist ist bei klassischer Musik wenig aussagekräftig und sagt insbesondere nichts über den Dynamikumfang des Programmaterials aus:
Musik » Allgemein » DR-WertGruß Franz |
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Hörstoff
Inventar |
#33196
erstellt: 21. Mrz 2026, 19:12
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Sry, aber der DR ist für klassische Musik äußerst wichtig (und aussagekräftig), da tendenziell sehr große Dynamikunterschiede bestehen - und gerade bei Schostakowitschs' 4. oben ist das so. Wenn nichts komprimiert wird und auch ein ppp eingefangen wird, dann ist die Einspielung naturgemäß "leiser". Dass einzelne Algorithmen für die DR-Bestimmung fehlerhaft sein können, will ich nicht bezweifeln. Das ändert aber nichts an der Grundannahme, dass eine Aufnahme, für die nichts komprimiert wird schwierig erscheinen kann, obwohl sie besser ist. Hinzu kommt das Problem potenzieller Übersteuerungen in FFF-Phasen. Puffer nach oben ist also gut, damit ebendies nicht passiert. Stelle dir ein nachbearbeitetes Clipping vor - grausig. [Beitrag von Hörstoff am 21. Mrz 2026, 19:14 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#33197
erstellt: 21. Mrz 2026, 20:34
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Hallo Andreas. Irrtum, der DR ist für klassische Musik weitgehend irrelevant, erstellt lediglich die momentane Restdynamik des Musiksignals an den lautesten Stellen dar. DR 14 db Gesamtdynamik wären gegenüber den tatsächlichen 50dB etwas ärmlich, oder? Das von dir genannte Clipping stellt in der Tat eine weitere sehr harte Methode der Pegelbegrenzung dar.
DR = RestdynamikZur Vertiefung mit etwas mehr Mathematik: P. Coretto and F. Giordano (2017). “Nonparametric estimation of the dynamic range of music signals”. Australian & New Zealand Journal of Statistics Nonparametric estimation of the dynamic rangeof music signals Franz [Beitrag von op111 am 21. Mrz 2026, 20:53 bearbeitet] |
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Hörstoff
Inventar |
#33198
erstellt: 21. Mrz 2026, 20:53
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Sry, das kann ich grad nicht nachrechnen. Habe aber mehrere Quellen mit unterschiedlicher KI abgefragt und komme u. a. zu der etwas platten Aussage: "Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine hochwertige klassische Aufnahme messtechnisch eine hohe "Dynamic Range" (oft >14 dB) aufweisen sollte, um den vollen Kontrastumfang des Orchesters wiederzugeben."Ist ja bereits OT, bevor die Mod abschneidet habe ich auch noch einen Link für dich: https://www.avguide....amikumfang-der-musik. |
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op111
Moderator |
#33199
erstellt: 21. Mrz 2026, 20:57
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Hallo Andreas. OT ist es nicht, da sich ja insbes. BIS damit rühmt, die Dynamik weitestgehend zu erhalten. Telarc hatte sich seinerzeit ähnliche Ziele gesetzt. Es geht also um HiFi im eigentlichen Sinne dieses Forums. Danke für den Link zum Artikel von avguide.ch, der ohne tiefere Mathematik auskommt. Franz [Beitrag von op111 am 22. Mrz 2026, 14:33 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#33200
erstellt: 23. Mrz 2026, 08:56
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Ich suchte gestern in meiner Sammlung nach Albinoni und fand: nichts Bei der Recherche stieß ich bei den Aufnahmen, die mir besonders gut gefallen, unter den Interpreten auf alte Bekannte. Bei folgender Aufnahme (bei mir highres-Daten) Giuliano Carmignola und das Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon: Concerto Veneziano, Archiv 2005 Antonio Vivaldi: Concerto For Violin And Strings ("In Due Cori") In B Flat Major, RV 583 Concerto For Violin, Strings And Continuo In E Minor, RV 278 Pietro Antonio Locatelli: Concerto For Violin In G Major, Op. 3 No. 9 Giuseppe Tartini: Concerto For Violin, Strings And Continuo In A Major D. 96 Ein Traum Carmignolas lyrisches Violinspiel und das Zusammenspiel mit dem Orchester, bei dem Carmignola stets im Vordergrund bleibt, ohne dass er auf äußerst zarte Momente verzichten müsste. Überhaupt: Luzide, licht, durchscheinend ist was mir als Umschreibung einfällt. Klanglich Fantastisch! An dieser Aufnahme konnte ich einfach nicht vorbei, dabei ist da kein Albinoni drauf. Leichte Fokussierungsprobleme? [Beitrag von Mars_22 am 23. Mrz 2026, 12:18 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#33201
erstellt: 23. Mrz 2026, 12:30
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Neben etlichen Albinonis, die als CD nach D geliefert werden und zu mir erst in Monaten kommen, kam diese sofort als Nullen und Einsen zu mir: ![]() Albinoni: the Late Violin Sonatas, Federico Guglielmo, l'Arte Dell'Arco Farbenfrisch wie das Cover eingespielt. Voll und ausgewogen abgemischt. Ob vielleicht etwas anstrengend in der Violinstimme, werde ich noch sehen, jedenfalls nicht so zart wie o.g. Carmignola. |
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Mars_22
Inventar |
#33202
erstellt: 23. Mrz 2026, 12:35
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Ganz andere Frage: Wäre es nicht schön, eine eigene Abteilung innerhalb der Klassik zu machen, wo jeder in seinem eigenen Thread seine liebsten Aufnahmen nennen kann? Wenn gewünscht mit Nennung seines Sammlungsschwerpunkts, so vorhanden. Also ganz bewusst kein Sammelthread zu Lieblingsaufnahmen oder zum Aufbau einer Sammlung. Ob Kommentare dazu erwünscht sind, dürfte jeder selbst entscheiden. Sowas gibts im Nachbarforum, aber dort bin ich nicht zuhause. |
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HansFehr
Inventar |
#33203
erstellt: 23. Mrz 2026, 12:39
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Pietro Locatelli - il virtuoso, il poeta, Concerti Grossi Erschienen 2023. Isabelle Faust begleitet von Il Giardino Armonico. |
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op111
Moderator |
#33204
erstellt: 23. Mrz 2026, 13:26
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Hallo zusammen,
Das Bild mit den farbigen Häusern sieht aus wie aus Burano, nicht wie Albinonis Wohnsitz bei San Barnaba in Dorsoduro. Venedig ist schon eine Reise wert. Ich besitze von Albinoni die Oboenkonzerte, die habe ich auf Empfehlung von Michael (arnaoutchot) gekauft. Besonders faszinieren mich die langsamen Sätze. Stefan Schilli, Giovanni Deangeli, Tanja Becker-Bender, Stuttgarter Kammerorchester, European Chamber Soloists, Nicol Matt Brilliant Classics ![]() Franz edit. op111: Tippfehler korr. [Beitrag von op111 am 23. Mrz 2026, 21:46 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#33205
erstellt: 23. Mrz 2026, 14:08
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Ja, die Oboenkonzerte habe ich auch bestellt, aber mit Heinz Holliger. Werde ich noch einige Zeit drauf warten müssen |
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boltwoodit
Stammgast |
#33206
erstellt: 23. Mrz 2026, 15:28
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Okay, @Hörstoff, Danke für den Tipp (Schostakowitsch 4) - ist schon gekauft Bates Motel ![]() John Frandsen (*1956), Orchestral Works, Odense Symphony Orchestra, Christan Eggen, Dacapo 2004 Hm, wenn ich mir die Beschreibung bei jpc nochmal so durchlese, habe ich wohl eine andere CD bekommen ; "...zart, spätromantisch, lyrisch..." wurde versprochen...ich höre da - jedenfalls bei der 1. Sinfonie - blutdrucktreibenden Psychoterror, Horrorfilmmusik für hartgesottene Atonalitätsgourmands, mit etwas Phantasie noch weiterentwickelte 2. Wiener Schule...nee, das ist nix für mich; auch nach mehrmaligem Hören erschließt sich mir da garnix. Ich hätte vllt. besser auf den Titel der Sinfonie achten sollen "Tanz der Dämonen" - ja, und nochmal ja, oder halt gleich "Bates Motel". Ziemlich anders dagegen die drei anderen Stücke auf der CD: ein Cellokonzert ("Hymne an die Eiskönigin"), eine Suite und eine Arie aus seiner Oper I-K-O-N. Ja, die sind für mich durchaus hörbar. Zwar auch etwas ungewohnt, aber nicht so ein Thrill wie die Sinfonie; die Suite und das Cellokonzert mag ich inzwischen sogar sehr. Viele Grüße bolt ![]() Edit: von Albioni habe ich ein Konzert für Trompete, Oboen und Fagotte - welche CD das genau ist (ich nehme fast an, es ist ein Sampler :)), müsste ich nachsehen - aber ich weiß genau, wo sie steht Ich habe nur noch in Erinnerung (hoffentlich täuscht sie mich nicht), dass der mir zuuu heiter-barock war; komme da mit z.B. Faschs Oboensonaten iwie besser zurecht. [Beitrag von boltwoodit am 23. Mrz 2026, 16:16 bearbeitet] |
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frankbln
Stammgast |
#33207
erstellt: 23. Mrz 2026, 19:44
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Die ersten beiden der drei CDs der gezeigten Veröffentlichung gibt es auch in der Brilliant Box "Oboe Concertos". Sie kam 2016 auf den Markt und bietet viel Vivaldi, Bach, Telemann, Händel und andere Verdächtige. Die 12 CD-Box scheint aber ausverkauft zu sein. Ich habe sie jetzt endlich mal vom Cellophan befreit und beginne mit Albinoni. Grüße Franco [Beitrag von frankbln am 23. Mrz 2026, 19:56 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#33208
erstellt: 23. Mrz 2026, 21:34
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Ich habe mal reingehört (aber noch nicht komplett) und bis jetzt gefällt mir die Symphonie. Sie beginnt allerdings nicht gerade lyrisch, da gebe ich dir recht. Nebenbei: Ich würde mich ganz sicher nicht als Gourmand bezeichnen, im Gegenteil. Franz |
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arnaoutchot
Moderator |
#33209
erstellt: 23. Mrz 2026, 21:42
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Freut mich, Franz, dass sie Dir gefallen. Für den Komplettüberblick über die wesentlichen Werke von Albinoni empfehle ich die Collector's Edition. Siehe dazu im folgenden Text mein Statement zu meinem Lieblings-Adagio ... |
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Hüb'
Moderator |
#33210
erstellt: 24. Mrz 2026, 15:35
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Feel free. Ein eigenes Subforum braucht es dazu mMn nicht. Kann man unter "Allgemeines" oder auch hier einstellen, die Themen. |
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op111
Moderator |
#33211
erstellt: 24. Mrz 2026, 18:23
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hier in: Rund ums Sammeln / Tonträger (CD, LP, DVD etc.) finde ich gut.Vielleicht sollte man einen gemeinsamen Titelpräfix nehmen z.B. Threadtitel: "Meine Klassik: <username>" Also z.B. "Meine Klassik: op111" Damit wird das Verzeichnis leichter sortierbar und übersichtlicher. [Beitrag von op111 am 24. Mrz 2026, 18:39 bearbeitet] |
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Hüb'
Moderator |
#33212
erstellt: 24. Mrz 2026, 18:41
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Gute Idee! |
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op111
Moderator |
#33213
erstellt: 24. Mrz 2026, 18:50
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Ich habe einen Thread gestartet. |
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Hüb'
Moderator |
#33214
erstellt: 24. Mrz 2026, 19:11
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Vielleicht noch reinschreiben, ob du Antworten zulassen möchtest? Dann könnte man den Thread auch auf "moderiert" setzen, falls jemand keine Antworten wünschen sollte. |
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Mars_22
Inventar |
#33215
erstellt: 24. Mrz 2026, 23:28
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Genau, das wäre gut. Toll, ich werde eure Threads immer im Auge haben! |
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Hörstoff
Inventar |
#33216
erstellt: 25. Mrz 2026, 08:44
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Werden wir jetzt alt und seltsam? |
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boltwoodit
Stammgast |
#33217
erstellt: 25. Mrz 2026, 11:35
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Ich übertreibe halt gern - hätte vllt. besser Plakatmaler werden sollen Zum Glück sind die Geschmäcker ja unterschiedlich - es freut mich sehr, dass sie dir gefällt. Hatte die CD vorgestern auch nochmal eingelegt und bis jetzt bleibe ich dabei, dass mir nur die benfalls enthaltene Suite und das Cellokonzert richtig gut gefallen.Ebenso freut es mich, dass du bei der Suk/Asrael-Aufnahme selbst mit dabei warst; ich glaube gern, dass das ein großartiges Ereignis und Erlebnis war. Viele Grüße bolt |
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Mars_22
Inventar |
#33218
erstellt: 25. Mrz 2026, 18:04
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Tja, dass es einen Querbeetsammler mit ausschließlichem Klangfokus wie dich nicht interessiert, welche Aufnahmen aus welchen Gründen Standard geworden sind oder sich aus bestimmten Gründen - subjektiv oder objektiv - vom Standard absetzen, ist klar. Ich habe aber schon oft festgestellt, dass es augenöffnend sein kann, den Interpretationskontext zu kennen - also zu wissen wer das davor schon anders oder ähnlich interpretiert hat. Und es entlarvt auch manche Neuinterpreten als Blender, die außer gutem Klang nichts bieten, was einen Grund gäbe, die Aufnahme zu kaufen. Umgekehrt kann man vielleicht manchmal fundiert sagen: it goes with the best (und klingt noch besser). Wir haben hier so viel Fundament. Manche in der Breite, manche fokussiert aber mit viel Tiefe. Dagegen bin ich Anfänger. Wäre toll zu wissen, welches ihre jeweiligen Highlights sind, und warum. Das würde mir und vielleicht anderen auch helfen, ihre Sammlung nicht mehr in die Breite, sondern gezielt in die Tiefe zu entwickeln. [Beitrag von Mars_22 am 25. Mrz 2026, 18:27 bearbeitet] |
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Hörstoff
Inventar |
#33219
erstellt: 28. Mrz 2026, 16:49
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Hatziputzi! Nix los hier. Ich höre gerade zwar auch etwas anderes, aber, Wolfram, den Schostakowitsch von Wigglesworth by the way nicht nur aus Klanggründen, sondern aufgrund der hervorragenden Interpretation. Es ist halt so, dass das eine oft auch das andere bedingt. Als Audiophiler verstecke ich mich nicht, sondern gebe das gern zu. Zu meiner weiteren Verteidigung habe ich aber auch schon so manche bedeutende, darunter auch Monowerke durchgehört. |
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Hörstoff
Inventar |
#33220
erstellt: 28. Mrz 2026, 17:43
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Aktuell im Player: die Multichanneljustage Stay in Tune with PentaTone, die ich seinerzeit als Bonus der "First 10 Years"-Edition erworben hatte. Ein Glücksfall, da sich neben einigen dynamischen und schönen Klassikstücken auch verlässliche Einphasungs- und sonstige technische Abgleichungswerke für den guten Ton wiederfinden. Diesmal, soweit ich mich erinnere zum ersten Mal am Stück von A bis Z. Aktuell läuft von Brahms das Allegretto aus der 2. Sinfonie. Auch sehr zu empfehlen: von Corelli das Allegro im Concerto da chiesa und von Loewe das Andante grazioso im 2. Klavierkonzert. ![]() Review
[Beitrag von Hörstoff am 28. Mrz 2026, 17:54 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#33221
erstellt: 28. Mrz 2026, 19:42
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Und nun eine Aufnahme, für deren Klangwelt einige Eingewöhnungszeit notwendig ist: Wilhelm Furtwängler dirigiert das Berliner Philharmonische Orchester Schubert: Symphonie Nr. 9 Berliner Philharmonisches Orchester Wilhelm Furtwängler DGG , ADD/m, A.: 08.12.1942 live alte Philharmonie Berlin Tonmeister: Dr. Friedrich Schnapp Frühe Magnettonband-Aufnahme mit HF-Vormagnetisierung klanglich restaurierte Rückgabe aus den "Moskauer Archiven". ![]() Furtwänglers Aufnahme beruht noch auf der alten Partiturausgabe, nicht der seit Giulinis Chicagoer Aufnahme bekannten Neuausgabe. Furtwängler folgt der alten Manier, den Übergang im ersten Satz mit einem Accelerado heftig zu beschleunigen. Die meisten Wiederholungen sind ausgelassen. Im Grunde wird alles falsch gemacht, was heute die historische Aufführungspraxis dogmatisch predigt. Entstanden ist eine fesselnde Wiedergabe, die besonders im zweiten Satz in eine geradezu apokalyptische Steigerung mit anschließendem Zusammenbruch führt. Die ungeheure Sogkraft dieses (klanglich natürlich defizitären) Dokuments bringt uns das Phänomen dieses nachschöpfenden Ausnahmedirigenten näher. Franz [Beitrag von op111 am 28. Mrz 2026, 19:52 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#33222
erstellt: 28. Mrz 2026, 20:54
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Danke für den Tipp mit dieser ausführlichen Erklärung Ich habe gerade Brahms #1 in einer späteren Aufnahme (welche, verrät Spotify nicht, weshalb Spotify nicht als Hauptquelle taugt) auf den Ohren, und diese ist auch ein großartiges, unmittelbares Erlebnis. Ich will das Thema Furtwängler nun angehen und hab die von dir genannte 4-CD-Sammlung bestellt, und Vol. 2 gleich mit. ![]() Edit: Als ich mit 18 meine erste große Klassik-Phase hatte, gehörten Furtwängler-Schallplatten zu meinen Favoriten - vor allem Brahms Sinfonien und Klavierkonzerte. Aus irgendeinem Grund habe ich ihn dann wieder aus den Augen verloren. [Beitrag von Mars_22 am 28. Mrz 2026, 20:58 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
#33223
erstellt: 28. Mrz 2026, 23:16
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Hier etwas Spezielles: Le Concert des Oiseaux - La Rêveuse - Harmonia Mundi France 2022. Eine Hommage an von Vogelstimmen beeinflusste klassischen Kompositionen von Purcell, Couperin, Rameau, Saint-Saens, Britten etc. Wie sagte schon Paul Dukas zu seinem Schüler Olivier Messiaen: Écoutez les oiseaux, ce sont de grands maîtres ! Naja, Messiaen hat ja dann nach dieser Empfehlung gehandelt. ![]() Die gefühlt 100. Aufnahme bekannter Werke langweilt mich immer mehr. Insofern muss auch die Aufnahme von Korstick mit den Brahms-Klavierkonzerten nicht bei mir bleiben. Wen es interessiert, steht OVP hier (habe über den Streamer reingehört), wenn es jemand physisch will gebe ich es gerne preiswert ab. |
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Mars_22
Inventar |
#33224
erstellt: 28. Mrz 2026, 23:31
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Ich habe vor einiger Zeit eine Norrington-Box gekauft, die die wesentlichen Aufnahmen des klassischen Kanons - eigentlich die Creme de la Creme - enthält. Leider habe ich nur ein paar Aufnahmen daraus hören mögen, um sie dann entnervt ins Regal zu verfrachten unter der Rubrik „Vergleichsaufnahmen“. Das ist HIP so blutleer, das es nun auch wieder niemals so gemeint gewesen sein kann. |
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Hörstoff
Inventar |
#33225
erstellt: 28. Mrz 2026, 23:51
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Dem Dodo ließ sich aber schon damals nicht mehr zuhören. Immerhin lässt sich trefflich darüber spekulieren, ob sein Name auf die Laute hinweist, die dieser wohl im späten 17. Jhd. ausgestorbene, flugunfähige, zur Familie der Tauben zählende und seinerzeit ausschließlich auf der Insel Mauritius vorkommende Vogel von sich gab. Kammermusik von Elliott Carter, uff. Figments and Fragments, also etwa Erfindungen und Fragmente soll wohl die lautmalerische Inszenierung eines erfindungsreichen Zeitalters oder einer innovativen Sphäre eingeben. Mir geht diese ab. Das Gedudel ist ziemlich zusammenhanglos und weder harmonisch noch atonal. In mehrerer Hinsicht weder dies noch das. Nun ja, wer es mag. Ich schätze zwar die audiophile Klangqualität, die das Cello authentisch einfängt, das alleine reicht aber nicht aus, um noch einmal eingelegt zu werden. Bei mir fällt diese Einspielung unter die Kategorie "wiederholt versucht, Zugang aber nicht gefunden und auch nicht erforderlich". ![]() Das sehen andere ganz anders: Review |
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op111
Moderator |
#33226
erstellt: 29. Mrz 2026, 12:49
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Die Aufnahmen mit den London Classical Players waren sehr kontrovers. Das LCP war ein sogen. Telefonorchester, dessen Mitglieder in unterschiedlichen Londoner Ensembles auch auf modernen Instrumenten spielten und zu den Sessions zusammenkamen. Sensationell erschien uns damals die Aufnahme der Symphonie fantastique (Berlioz) die den Gebrauch von Originalinstrumenten sinnfällig machte. Dazu trug auch die klangliche Akzentuierung der Besonderheiten der Instrumentierung bei. Die spätere Gardiner-Aufnahme fiel u.a. wegen der undurchsichtigen Akustik im ungeeigneten Saal ("Ancien conservatoire", der Ort der Uraufführung) dagegen weit ab. Da spielte die trügerische Illusion eine Rolle, daß der Uraufführungsort Authenzität herstellen könne. Norrington (R.I.P.) war ein auch verbal sehr freundlicher und überzeugender Musiker, der seine Entscheidungen stringent begründen konnte. Die Fantastique ist in dieser Erato-Box enthalten. Die aufnahmetechnische Qualität galt seinerzeit als maßstäblich. 1988 Abbey Road Studio, Toning.: Mike Clements ![]() [Beitrag von op111 am 29. Mrz 2026, 19:07 bearbeitet] |
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Mars_22
Inventar |
#33227
erstellt: 29. Mrz 2026, 17:40
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Ich habe sie mir hergeholt und gehört. Ich habe meine anderen Einspielungen, u.a. Paray und Inbal, schon länger nicht mehr gehört und kann zu den Unterschieden nichts sagen. Aber schön ist Norringtons Version jedenfalls. Und ich habe den Eindruck, die Aufnahmen sind relativ zurückhaltend ausgesteuert, so dass man ordentlich aufdrehen muss, damit sie in Fahrt kommen. Aber dann! |
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klutzkopp
Inventar |
#33228
erstellt: 29. Mrz 2026, 19:40
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Hier Brahms‘ Vierte in der vielfach in höchsten Tönen gelobten Aufnahme mit C. Kleiber und den Wienern ![]() Was daran gegenüber anderen guten Einspielungen so herausragend und besonders sein soll hat sich mir in den letzten 20 Jahren noch nicht erschlossen. Vielleicht klappt‘s ja irgendwann noch. ![]() Für Kleibers „legendäre“ Münchner Live-Pastorale von 1983 gilt - abgesehen von der äußerst mäßigen Aufnahmequalität - das Gleiche. [Beitrag von klutzkopp am 29. Mrz 2026, 19:43 bearbeitet] |
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So eine Transparenz und Frische im Klavier und differenzierten Orchesterpart habe ich unter den neueren Aufnahmen nur sehr selten gehört. Auch wenn ich noch zögere, denke ich nach, diese Aufnahme als meinen 44. (!) physischen Gesamtzyklus in die Sammlung zu nehmen. Seufz !






Nee, viel Spaß damit!


Systemsound , der ist bei meinem PC sowieso immer auf aus, off, 0, zero.




















